{"id":40294,"date":"2017-09-26T08:35:57","date_gmt":"2017-09-26T06:35:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40294"},"modified":"2017-09-26T08:35:57","modified_gmt":"2017-09-26T06:35:57","slug":"hinweise-des-tages-2967","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40294","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40294#h01\">Viel Sympahtie f&uuml;r Jamaika<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40294#h02\">&ldquo;Hart aber fair&rdquo; zum Wahlergebnis &ndash; Schlimmer Kater auf Jamaika<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40294#h03\">Das falsche Gewicht und kein Konzept f&uuml;r die Zukunft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40294#h04\">Deutschland, bitte aufwachen!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40294#h05\">SPD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40294#h06\">AfD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40294#h07\">Poliklinik im Hamburger Armenstadtteil: &bdquo;Die Umst&auml;nde machen krank&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40294#h08\">Im Zeitalter der &ouml;kologischen Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40294#h09\">Unsere Apokalypseblindheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40294#h10\">Alternativer Fahrdienst in London &ndash; Uber-Taxis verlieren ihre Lizenz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40294#h11\">Geschichtsakrobatik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40294#h12\">Jemen: US-Bombe t&ouml;tete und verst&uuml;mmelte Kinder in Wohnviertel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40294#h13\">Wir sind gescheitert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40294#h14\">&Ouml;ffentlich-Private-Partnerschaften auf ganzer Linie gescheitert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40294#h15\">Zu guter Letzt: SPD-F&uuml;hrung &uuml;bernimmt Verantwortung f&uuml;r Wahl-Desaster und tritt geschlossen zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Viel Sympahtie f&uuml;r Jamaika<\/strong><br>\n<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170926-hdt-01.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170926-hdt-01-small.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Wieder ein Musterbeispiel daf&uuml;r, wie mit Umfragen Meinung gemacht wird.<\/em><br>\n<em>Einen ganzen Wahlabend lang bis tief in die Nacht wird im Fernsehen auf allen Kan&auml;len diskutiert, dass nach der Entscheidung der SPD-F&uuml;hrung, nicht mehr in eine Gro&szlig;e Koalition zu gehen, nur noch Schwarz-Gelb-Gr&uuml;n, also das sogenannte Jamaika-Modell f&uuml;r die Regierungsbildung in Berlin infrage kommt. Dann befragt InfratestDimap in Auftrag der ARD und auf Kosten der Geb&uuml;hrenzahler eine Auswahl von B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger. Stolz kann am n&auml;chsten Tag der daf&uuml;r zust&auml;ndige Stratege der Meinungsmache durch Meinungsumfragen, J&ouml;rg Sch&ouml;nenborn verk&uuml;nden: &bdquo;Viel Sympathie f&uuml;r Jamaika&ldquo;. Die Zahl der Bef&uuml;rworter dieser Koalition sei von 31 % auf 57 % gestiegen, von einem Tag auf den anderen. Und dann behauptet er noch, eine Wahl ver&auml;ndere die Sicht auf die politischen Verh&auml;ltnisse. Das war nicht die Wahl, das war die einen-Abend-lange Bearbeitung der W&auml;hlerinnen und W&auml;hler durch Medien und auftretende Politikerinnen und Politiker. Au&szlig;erdem spielte die Einsicht der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger eine Rolle, dass offensichtlich keine andere M&ouml;glichkeit zur Regierungsbildung bestehe. Aber auch diese Einsicht war im Kern manipuliert. Die meisten Medien haben eine zweite zumindest theoretisch bestehende M&ouml;glichkeit der Koalitionsbildung, n&auml;mlich eine Koalition aus SPD, FDP, Linken und Gr&uuml;nen, die zusammen auf 49,5 k&auml;men, einfach unter den Tisch fallen lassen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>&ldquo;Hart aber fair&rdquo; zum Wahlergebnis &ndash; Schlimmer Kater auf Jamaika<\/strong><br>\n&ldquo;Wie regieren nach dem Debakel der Volksparteien?&rdquo; Auf seine Frage bekam Frank Plasberg zwar keine Antwort. Aber immerhin lieferten seine G&auml;ste zwei Analysen, &uuml;ber die sich das Nachdenken lohnt. [&hellip;]<br>\nWeil man an der Front nicht weiter kam, und der Erfolg der AfD allen sichtlich in den Knochen steckte, fl&uuml;chtete sich der Talk irgendwann in Medienkritik. Vor allem Familienministerin Katarina Barley (SPD) beklagte die Schlagseite bei den Aufregerthemen, die blo&szlig; der AfD genutzt h&auml;tten. 54 Prozent der Talkshows im Jahre 2016 h&auml;tten von Fl&uuml;chtlingen, Terror und Islam gehandelt, rechnete Barley vor. &ldquo;Da k&ouml;nnen die Leute ja gar nicht anders, als das Gef&uuml;hl zu haben, dass die Themen, die sie wirklich betreffen, nicht behandelt werden.&rdquo;<br>\nInteressante Dialektik! H&auml;tten Deutschlands Medien anders ausgew&auml;hlt, w&auml;ren die Menschen in Dresden wom&ouml;glich f&uuml;r h&ouml;here Renten, bessere Pflege im Alter und f&uuml;r eine Verantwortungs&uuml;bernahme der Autoindustrie beim Diesel-Skandal auf die Stra&szlig;e gegangen anstatt von &ldquo;Umvolkung&rdquo; zur raunen? Gastgeber Frank Plasberg und Ex-ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender widersprachen vehement: Die Themen rund um die Fl&uuml;chtlingskrise seien nun mal die gewesen, die das Publikum am meisten interessiert h&auml;tten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/tv\/hart-aber-fair-zum-wahlergebnis-schlimmer-kater-auf-jamaika-a-1169877.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Zum Ende der Sendung hat sich eine sehr interessante Konstellation ergeben. Barley (SPD), B&auml;r (CSU), Lambsdorff (FDP) und auch Habeck (Gr&uuml;ne) kritisierten die Medien und zum Teil sogar Plasbeck selbst hart, die AfD durch eine zu h&auml;ufige und journalistisch fragw&uuml;rdige Thematisierung der AfD-Themen unterst&uuml;tzt zu haben. Diese Kritik war zu Beginn des Jahres noch ein einsamer Schrei in der W&uuml;ste, der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36515\">von den NachDenkSeiten ausgesandt wurde<\/a>. Sch&ouml;n, dass nun eine &uuml;bergro&szlig;e Koalition wenigstens eine medienkritische Aussage der NachDenkSeiten teilt. Absurd wurde es dann, als Plasberg und Nikolaus Brender sich mit dem Verweis auf die guten Quoten bei AfD-Themen herausredeten. Und offenbar geh&ouml;rt auch SPIEGEL Online zu den Kr&auml;hen, die anderen Kr&auml;hen lieber kein Auge heraus hacken.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Das falsche Gewicht und kein Konzept f&uuml;r die Zukunft<\/strong><br>\nAngela Merkel h&auml;tte schon gestern zur&uuml;cktreten m&uuml;ssen, weil alles, was jetzt kommt, mit den ber&uuml;hmten &bdquo;M&uuml;hen der Ebene&ldquo; nicht mehr angemessen beschrieben ist.<br>\nWas in vier Jahre alles passieren kann. Nach der letzten Wahl gab es noch eine Mehrheit links von der Mitte und eine mutige sozialdemokratische Parteif&uuml;hrung h&auml;tte das Heft des Handelns an sich rei&szlig;en und mit den Gr&uuml;nen und der Linken eine Regierung bilden k&ouml;nnen, die den Stillstand &uuml;berwindet und vor allem in Europa neue Impulse setzt. Man h&auml;tte auch Angela Merkel in eine Minderheitsregierung zwingen (hier vor vier Jahren diskutiert) und aus der Opposition heraus die Politik ver&auml;ndern k&ouml;nnen. Hasenf&uuml;&szlig;ig wie man war, w&auml;hlte man aber lieber den Weg des geringsten Widerstandes, ging in eine gro&szlig;e Koalition und lie&szlig; unendlich vieles geschehen, was fundamental sozialdemokratischen Werten und Zielen widersprach.<br>\nUnd heute stehen die Sozialdemokraten vor einem Scherbenhaufen und das, obwohl die CDU\/CSU, ihr Hauptgegner, das schw&auml;chste Ergebnis der j&uuml;ngeren Geschichte erzielt hat. Man fragt sich nur, wie viel Freibier gestern im Willi-Brandt-Haus schon vor 18 Uhr geflossen sein muss, um die anwesenden Genossen bei der Rede des Vorsitzenden zum Jubeln zu bewegen. Die SPD hat nun alle vern&uuml;nftigen politischen Optionen verloren und das wenigstens hat die Parteif&uuml;hrung erkannt. Ansonsten aber werden sie so weitermachen wie bisher, denn auf Opposition zu setzen, ohne &uuml;ber wirklich alternative politische Konzepte zu verf&uuml;gen, wird die Profilierung bei dem Gemischtwarenladen einer Jamaika-Koalition noch viel schwieriger machen als bisher.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2017\/09\/das-falsche-gewicht-und-kein-konzept-fuer-die-zukunft\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Deutschland, bitte aufwachen!<\/strong><br>\nDas Ergebnis der Bundestagswahl garantiert eine geballte Kraft an wirtschaftspolitischem Unverm&ouml;gen im deutschen Bundestag. Es droht Europa daher eine verst&auml;rkte Dosis an Marktfundamentalismus, was die leichte Erholung der letzten Monate abw&uuml;rgen k&ouml;nnte.<br>\nW&auml;hrend des Sch&ouml;nwetterwahlkampfs der letzten Wochen schien alles so, als ob gro&szlig;e &Uuml;berraschungen ausbleiben sollten. Die Medien und weite Teile der Wirtschaft priesen Angela Merkel f&uuml;r ein Deutschland, in dem wir &bdquo;gut und gerne leben&ldquo; und wurden nicht m&uuml;de, von der boomenden Wirtschaft und den niedrigen Arbeitslosenzahlen zu schw&auml;rmen. Fast, so schien es, h&auml;tte Merkel die Kunst der Herrschaft im Sinne Gramscis zur Perfektion getrieben: eine perfekte Balance aus passivem und aktivem Konsens, aus Zustimmung und Zwang (nicht zuletzt wegen der Darstellung der angeblichen Alternativlosigkeit der Merkelschen Politik).<br>\nBei der Bundestagswahl gestern wurde deutlich, dass die sch&ouml;ne Scheinwelt der gro&szlig;en Koalition eben nichts mit der Realit&auml;t zu tun hat. Die Wahl in Deutschland kann nach dem Brexit und den vorangegangenen Wahlen in den USA, den Niederlanden und Frankreich nur als ein weiterer Warnschuss gedeutet werden. Die ersten Reaktionen aus dem Konrad-Adenauer-Haus allerdings lassen darauf schlie&szlig;en, dass er nicht geh&ouml;rt wurde. Auch das schlechteste Ergebnis seit 1949 wird mit viel Fantasie noch als &bdquo;Erfolg&ldquo; interpretiert, selbst wenn man anmerkt, dass sich die Union &bdquo;mehr Stimmen gew&uuml;nscht h&auml;tte&ldquo;. Man kann nur hoffen, dass Frau Merkel nicht ernst meinte, was sie da von sich gab, denn ansonsten m&uuml;sste man bei ihr wohl einen vollst&auml;ndigen Realit&auml;tsverlust diagnostizieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2017\/09\/wahlkommentar\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>SPD<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die SPD erh&auml;lt die wohlverdiente Quittung und marschiert unbeirrt dem Untergang entgegen<\/strong><br>\nWenn die SPD bei der Bundestagswahl mehr als 20 Prozent erreicht, dann schweige ich zwei Wochen als Blogger, hatte ich vor zweieinhalb Jahren geschrieben. Die Strafe f&uuml;r die Missachtung der Arbeitnehmerinteressen fiel einen Tick weniger drastisch aus als ich damals voraussagte. Trotz der Klatsche sieht alles danach aus, als wollte die SPD-F&uuml;hrung unbeirrt auf dem Weg in die Bedeutungslosigkeit weiterschreiten, den ihre Schwesterparteien in Frankreich und Griechenland bereits gegangen sind.<br>\nWir erinnern uns an das, was die SPD in den letzten vier Jahren f&uuml;r die normalen Arbeitnehmer erreicht und mitverantwortet hat.\n<ul>\n<li>Keine Abkehr von den Hartz-Arbeitsmarkreformen zur Entrechtung von Arbeitnehmern und Gewerkschaften,<\/li>\n<li>ein absehbar grundgesetzwidriges Facebook-Zensurgesetz,<\/li>\n<li>eine absichtsvoll wirkungslos gestaltete Mietpreisbremse,<\/li>\n<li>Ceta,<\/li>\n<li>Vorratsdatenspeicherung,<\/li>\n<li>Grundgesetz&auml;nderung zur Erm&ouml;glichung der Privatisierung der Autobahnen und des Schulbaus,<\/li>\n<li>Finanzierung der Gesundheitsversorgung der Fl&uuml;chtlinge allein durch die gesetzlich versicherten Arbeitnehmer<\/li>\n<li>und auf der Habenseite als gr&ouml;&szlig;ten Posten den Mindestlohn, den sie aber durch dauerhaftes Festschreiben auf niedrigem Niveau deutlich entwertet hat.<\/li>\n<\/ul>\n<p>20,5 Prozent der abgegebenen Stimmen sind ein recht reichlicher Lohn f&uuml;r diese Arbeit. Bisher sind keine personellen und programmatischen Erneuerungstendenzen zu erkennen. Wenn es dabei bleibt, wird es schwierig f&uuml;r die altehrw&uuml;rdige Partei, die 20-Prozent-Marke zu halten, die sie vom &Uuml;bergang ins Reich der Kleinparteien trennt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/894-spd-wette\">Norbert H&auml;ring<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>SPD erneuern!<\/strong><br>\nDie Bundestagswahl ist ein Desaster. Hier gibt es nichts mehr sch&ouml;nzureden. Es ist deshalb gut, dass die Parteispitze eine gro&szlig;e Koalition ausgeschlossen hat, denn dort haben wir stark an Vertrauen und Profil eingeb&uuml;&szlig;t.<br>\nDas kurze Aufflackern mit einem neuen Vorsitzenden, kurzfristig guten Umfragen und Parteieintritten kann nicht dar&uuml;ber hinwegt&auml;uschen, dass sich sehr viele Menschen von der SPD abgewandt haben. Ein &bdquo;Weiter so&ldquo; wie nach den letzten beiden Bundestagswahlen darf es auch in der Opposition nicht geben. Vor allem der Markenkern der SPD, &bdquo;die soziale Gerechtigkeit&ldquo;, ist dabei h&auml;ufig unter die R&auml;der gekommen.<br>\nZudem wurde die SPD von oben nach unten regiert und aus einer lebendigen streitbaren Partei ist zu sehr ein Wahlverein geworden. Glaubw&uuml;rdig wird ein Neuanfang nur, wenn man Verantwortung f&uuml;r die herbe Niederlage &uuml;bernimmt. Dabei geht es nicht um den &bdquo;S&uuml;ndenbock&ldquo;. Aber es geht sehr wohl um personelle Verantwortung, vor allem derjenigen, die schon l&auml;nger unseren Kurs an den Schalthebeln der Partei, der Regierung und der Fraktion ma&szlig;geblich mitbestimmt haben.<br>\nDie SPD muss wieder demokratischer, lebendiger und moderner werden. Wir m&uuml;ssen raus aus den Hinterzimmern. Es darf nicht sein, dass Fraktions- und Parteispitze wieder vorgegeben werden. In der SPD-Bundestagsfraktion und innerhalb der Partei muss umfassend &uuml;ber eine Neuausrichtung diskutiert werden. Das bedeutet auch, dass die Basis wieder mehr und deutlicher eingebunden werden muss. Und wir brauchen mehr Debatten und politische Auseinandersetzungen. Die SPD war immer dann am st&auml;rksten, als sie heftig um die Themen gerungen hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.marco-buelow.de\/spd-erneuern\/\">Marco B&uuml;low<\/a><\/li>\n<li><strong>Sch&auml;fer-G&uuml;mbel (SPD): &ldquo;Die Sozialdemokratie braucht eine Zukunftsdebatte&rdquo;<\/strong><br>\nSPD-Bundesvize Thorsten Sch&auml;fer-G&uuml;mbel hat im Dlf verteidigt, dass die SPD nach der Wahlschlappe nun in die Opposition will. Er sehe sogar eine &ldquo;staatspolitische Verantwortung&rdquo;, die F&uuml;hrung dort nicht der AfD zu &uuml;berlassen. Die SPD brauche zudem eine programmatische Erneuerung. [&hellip;]<br>\nM&uuml;ller: Was haben Sie denn falsch gemacht? Was stimmt nicht im Programm?<br>\nSch&auml;fer-G&uuml;mbel: Wenn wir das so einfach w&uuml;ssten und wenn es ein Schnellschuss w&auml;re, dann h&auml;tten wir das gestern Abend schon gesagt. Aber das k&ouml;nnen wir eben nicht, weil wir davon &uuml;berzeugt sind, dass wir eigentlich ein gutes Programm hatten, aber es ist uns damit nicht gelungen. Jetzt werden wir uns sehr genau angucken: Sind es die falschen Antworten gewesen? Sind sie nicht kontrolliert genug gewesen, nicht klar genug gewesen? Ist es st&auml;rker ein kommunikatives und organisatorisches Problem? Meine Vermutung ist, dass es am Ende ein ziemlich komplizierter Mix aus allem ist, und deswegen ist die Antwort in der Tat nicht einfach.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/schaefer-guembel-spd-die-sozialdemokratie-braucht-eine.694.de.html?dram:article_id=396664\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Alle vier Jahre werden die &uuml;blichen Floskeln bem&uuml;ht und als Ursachenanalyse angeboten. Unter anderem das kommunikative Problem mit dem W&auml;hler, der leider nicht verstanden hat, was die SPD eigentlich Gutes f&uuml;r ihn tun will. Im &Uuml;brigen ist es auch kein komplizierter Mix aus allem, den Sch&auml;fer-G&uuml;mbel erfindet, um keine Erkl&auml;rung abgeben zu m&uuml;ssen. Die Antwort ist einfach und Sch&auml;fer-G&uuml;mbel auch bekannt. Er gab sie selbst <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/schaefer-guembel-will-keine-revision-der-agenda-2010-14914037.html\">bereits im M&auml;rz<\/a>, als Martin Schulz eine Revision der Agenda 2010 vorsichtig andeutete, damit in den Umfragen punkten konnte, aber auch eine Welle der Emp&ouml;rung im Kosmos der marktkonformen Demokratie ausl&ouml;ste. Die eigenen Leute wie Sch&auml;fer-G&uuml;mbel pfiffen ihn daraufhin zur&uuml;ck, die Umfragen fielen wieder und die Landtagswahlen gingen eine nach der anderen verloren. Es wird ja wirklich kein Schnellschuss von den Sozialdemokraten erwartet, aber dass sie nach 2009, 2013 und 2017 im Stande sind, den ohrenbet&auml;ubenden Knall zu vernehmen, richtig einzuordnen und die Konsequenzen zu ziehen, die &uuml;ber ein Weiter so hinausgehen, darf wohl zurecht verlangt werden.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>AfD<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Germany&rsquo;s election gives the country a reality check<\/strong><br>\nPerhaps it&rsquo;s a useful dose of realism: As it turns out, Germany is not so exceptional after all. It&rsquo;s true that German voters have just given the ruling Christian Democratic Union yet another majority. It&rsquo;s true that Angela Merkel will remain chancellor for a remarkable fourth term, according to exit polls. But Germany did not escape the Western populist wave altogether.<br>\nThe full election result is hard to express simply, but here goes: Merkel&rsquo;s center-right Christian Democrats did worse than before, and worse than expected. The center-left Social Democrats went the way of the center-left across the continent and did much worse than before, and much worse than expected. Smaller parties, such as the liberals, the Greens and the far-left, did better than before. And the Alliance for Germany (AfD), the anti-immigration, anti-European Union, anti-NATO party, did better than ever before, winning a projected 13.5 percent of the vote.<br>\nThe upshot: As in the Netherlands, Austria, France, Poland &mdash; and, let&rsquo;s face it, the United States, Britain, Hungary, Sweden, Finland, Italy and just about everywhere else &mdash; the nationalist far-right will now have a loud voice in mainstream politics in Germany.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.washingtonpost.com\/news\/global-opinions\/wp\/2017\/09\/24\/germanys-election-gives-the-country-a-reality-check\/\">Washington Post<\/a><\/li>\n<li><strong>Der Trost des Nationalismus<\/strong><br>\nWahlkampf Warum protestieren die Menschen gegen Fl&uuml;chtlinge und nicht gegen kapitalistische Ausbeutung? &Uuml;ber Mobilisierungserfolge, die nicht irrational sind<br>\nWo immer Angela Merkel im Wahlkampf auftaucht, st&ouml;ren Pfiffe und Rufe ihre Auftritte. Mitglieder der AfD und anderer rechter Gruppierungen orchestrieren diese Demonstrationen. Sie stellen Wahlkampf in eigener Sache dar, denn der Protest verspricht Aufmerksamkeit. Mit der AfD wird wohl erstmals seit Bestehen der Bundesrepublik eine Partei rechts von CDU und CSU in den Bundestag einziehen. Doch was wissen wir wirklich &uuml;ber die Ursachen und Motive des Protestes? Was wissen wir &uuml;ber die Ursachen der Ohnmacht und den Grund f&uuml;r den Hass auf Einwanderer und Fl&uuml;chtlinge? W&auml;hrend am einen Extrem alarmierte Intellektuelle einen R&uuml;ckfall in die Barbarei des Faschismus bef&uuml;rchten und die Ursache f&uuml;r den Rechtsruck im Aufwallen &bdquo;rechtsextremer Einstellungen&ldquo; und autorit&auml;rer Pers&ouml;nlichkeitsstrukturen vermuten, deuten andere wie die US-Philosophin Nancy Fraser den Aufstieg rechtspopulistischer Parteien als Zeichen eines baldigen Endes der Vorherrschaft des Neoliberalismus. Die Irritation bleibt: Warum schlie&szlig;en sich die Protestler nicht lieber gleich den linken Parteien an? Warum protestieren sie gegen Einwanderung, Asylunterk&uuml;nfte und Islam anstatt gegen kapitalistische Ausbeutungsverh&auml;ltnisse?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/der-trost-des-nationalismus-1\">der Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Eklat um Frauke Petry: &ldquo;Die AfD h&auml;utet sich&rdquo;<\/strong><br>\nDer Verzicht von Frauke Petry auf die Fraktionsmitgliedschaft deute daraufhin, dass die Streitereien innerhalb der Partei jetzt erst richtig losgingen, sagte Hans Vorl&auml;nder von der TU Dresden im Dlf. &ldquo;Wenn sie 30 getreue Anh&auml;nger findet, die das mit ihr machen, und dann wird sich die AfD spalten&rdquo;, so die Prognose des Politikwissenschaftlers. [&hellip;]<br>\nVorl&auml;nder: Die AfD h&auml;utet sich. Vielleicht haben wir demn&auml;chst zwei AfD-Fraktionen im Bundestag. Aber es legt nur offen, was eigentlich in der AfD ja ohnehin schon beobachtbar war. Es gibt mindestens zwei Richtungen: einen sehr rechtsextremen, nationalistisch-konservativen und dann einen, der noch aus der alten Lucke-Konstellation &uuml;brig geblieben war, ein eher konservativer, zum Teil auch wirtschaftsliberaler Fl&uuml;gel. Da sind die Spaltungstendenzen lange Zeit sichtbar gewesen und jetzt sind sie richtig aufgebrochen.<br>\n&ldquo;Es ist in der Tat erstaunlich, wie sie sich gewandelt hat&rdquo;<br>\nSchulz: F&uuml;r den moderaten Teil steht inzwischen Frauke Petry. Sie hat ja auch einen Wandlungsprozess vollzogen &uuml;ber ihre Rolle in der Partei. Wie wahrscheinlich ist es, dass sie jetzt ihre Unterst&uuml;tzer mitnehmen wird?<br>\nVorl&auml;nder: Das bleibt abzuwarten. Es ist aber in der Tat erstaunlich, wie sie sich gewandelt hat, denn sie war fr&uuml;her eigentlich eher auf dem rechten Fl&uuml;gel der Partei, gegen Lucke auch, hatte den Kampf ja gegen Lucke gewonnen, und jetzt r&uuml;ckt sie schon wieder eher in die Mitte. Vielleicht liegt das daran, dass sie schon l&auml;nger mit dem Oppositionsgesch&auml;ft im Parlament vertraut ist, denn die AfD ist ja in Sachsen, wo Petry herkommt, seit 2014 bereits im Landtag und vielleicht hat sie das realpolitischer werden lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/eklat-um-frauke-petry-die-afd-haeutet-sich.694.de.html?dram:article_id=396701\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Poliklinik im Hamburger Armenstadtteil: &bdquo;Die Umst&auml;nde machen krank&ldquo;<\/strong><br>\nAuf der Hamburger Veddel hat ein Kollektiv ein Gesundheitszentrum gegr&uuml;ndet, das nicht nur Symptome behandeln, sondern auch die Ursachen angehen will. [&hellip;]<br>\nIn den letzten Jahren haben fast alle &Auml;rztinnen und &Auml;rzte die Veddel verlassen. Habt Ihr noch welche kennengelernt?<br>\nKaum. Wir haben einmal mit der &Auml;rztin gesprochen, die hier noch praktiziert. Damals gab es auch noch eine Apotheke, die aber 2014 geschlossen hat. Die anderen &Auml;rztInnen sind in Rente gegangen und haben keine Nachfolge gefunden, weil es sich nicht mehr gelohnt hat. Die Veddel ist ein kleiner Stadtteil. Es gibt nicht viele privat versicherte Menschen hier und viele, die keine Krankenversicherung haben.<br>\nLebt Ihr selbst vor Ort?<br>\nEiner von uns wohnt seit September auf der Veddel, es gibt ein paar, die in Wilhelmsburg wohnen, die meisten anderen leben auf der anderen Elbseite. Die Veddel wird oft als Problemstadtteil der Parallelgesellschaften dargestellt. Unserer Ansicht nach ist es eher so, dass die Communities sehr gut funktionieren und dass es ein kosmopolitischer Ort ist. Wir kommen nicht hierher, um ein Charity-Projekt zu beginnen, sondern wir benutzen den Bedarf f&uuml;r unsere Arbeit.<br>\nWas war bei Euch Henne und was Ei &ndash; ein Gesundheitskollektiv zu gr&uuml;nden oder etwas gegen die Ungleichheit in der medizinischen Versorgung zu tun?<br>\nWir haben erst dar&uuml;ber nachgedacht, ein Projekt aufzubauen und dabei noch keinen Stadtteil im Auge gehabt. Viele von uns kommen aus dem Medib&uuml;ro, das ist eine Vermittlungs- und Beratungsstelle f&uuml;r Migranten und Leute ohne Papiere. Da haben wir gemerkt, dass es oft die Umst&auml;nde sind, die die Leute krank machen, nicht ihr individuelles Verhalten. Wenn Leute Existenzangst haben, Stress auf der Arbeit, Schimmel in der Wohnung und dann mit Bauchschmerzen kommen, dann kann man ihnen nicht einfach S&auml;urehemmer geben und damit ist das Problem gel&ouml;st.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Poliklinik-im-Hamburger-Armenstadtteil\/!5447702\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Im Zeitalter der &ouml;kologischen Krise<\/strong><br>\nDie Meere steigen, St&uuml;rme und D&uuml;rren bedrohen ganze Regionen, Arten verschwinden: Der Klimawandel ist zum t&auml;glichen Thema geworden &ndash; &uuml;berall, st&auml;ndig. Doch dadurch wird die Debatte immer unpolitischer, so der Soziologe Bruno Latour. In seinem neuen Buch will er das &auml;ndern. Und bem&uuml;ht daf&uuml;r einen antiken Mythos.<br>\nDer Mensch ist ein ziemlicher Neuling auf der Erde. Lange vor ihm waren die Bakterien da. Die ersten Lebewesen &uuml;berhaupt. Es gibt sie seit gut dreieinhalb Milliarden Jahren. Die meiste Zeit davon blieben sie auch die einzigen Erdbewohner. Danach kamen die Einzeller und erst sehr viel sp&auml;ter die Reptilien und die S&auml;ugetiere. Im Verlauf der Erdgeschichte sind viele Lebewesen neu entstanden. Viele sind auch wieder verschwunden. Und selbst wenn sie sich &uuml;ber eine l&auml;ngere Zeit fortpflanzen k&ouml;nnen, besonders alt werden die meisten Exemplare nicht. Das &auml;lteste, noch lebende Bakterium ist immerhin zweihundertf&uuml;nfzig Millionen Jahre alt. Entdeckt wurde es bei einer Bohrung in einer H&ouml;hle in New Mexico, die als eine m&ouml;gliche Endlagerst&auml;tte f&uuml;r Atomm&uuml;ll dienen sollte. Bis zur &Uuml;bersiedlung ins Labor hatte es einsam in einer Salzlake vor sich hin gelebt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/bruno-latour-kampf-um-gaia-im-zeitalter-der-oekologischen.700.de.html?dram:article_id=396640\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Unsere Apokalypseblindheit<\/strong><br>\nKlimawandel Wir sind unseren eigenen Sch&ouml;pfungen nicht gewachsen. Bleibt nur Resignation?<br>\nF&uuml;r unseren Umgang mit Klimawandel, Ressourcenknappheit und Artensterben gab es schon ein Wort, als wir von diesen Gefahren noch gar nichts ahnten: Apokalypseblindheit.<br>\nSo hat der Philosoph G&uuml;nther Anders, Jahrgang 1902, unsere Unf&auml;higkeit bezeichnet, sich die Folgen menschlichen Tuns auszumalen und angemessen darauf zu reagieren. Er schrieb &uuml;ber die atomare Bedrohung, &uuml;ber die F&auml;higkeit, Bomben zu bauen, die die Erde als Ganzes ausl&ouml;schen k&ouml;nnen. Dar&uuml;ber, dass wir das Ungeheuerliche zwar irgendwie verstehen, aber nicht wirklich erfassen, was es bedeutet &ndash; f&uuml;r die ganze Menschheit, f&uuml;r das Leben auf der Erde, wie wir es kennen. Wir sind apokalypseblind, schrieb Anders, blind f&uuml;r die Ungeheuerlichkeit der Gefahr, die wir selbst erschaffen haben. Wir sind unseren eigenen Sch&ouml;pfungen nicht gewachsen.<br>\nDer Konflikt zwischen den USA und Nordkorea erinnert gerade daran, dass die atomare Gefahr nicht gebannt ist. Gleichzeitig haben wir uns in weitere globale Bedrohungen man&ouml;vriert, auf die wir ebenso unf&auml;hig reagieren. Nicht nur wir W&auml;hler sind apokalypseblind, auch die Parteien im Wahlkampf sind es. Nat&uuml;rlich kommen in jedem Programm ein bisschen Klimawandel und Umwelt vor &ndash; doch nicht einmal bei den Gr&uuml;nen in der Deutlichkeit und Radikalit&auml;t, die Wissenschaftler fordern, die wir br&auml;uchten, um Katastrophen zu verhindern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/unsere-apokalypseblindheit\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Alternativer Fahrdienst in London &ndash; Uber-Taxis verlieren ihre Lizenz<\/strong><br>\nDie Londoner Transportbeh&ouml;rde wirft Uber vor, eine T&auml;uschungssoftware zu benutzen und sexuelle &Uuml;bergriffe von Fahrern nicht zu melden. [&hellip;]<br>\nDie Londoner Verkehrsbeh&ouml;rde hatte am Freitag erkl&auml;rt, Uber agiere verantwortungslos; die Ende September auslaufende Lizenz werde daher nicht verl&auml;ngert. Das Start-up hat drei Wochen Zeit, Widerspruch einzulegen &ndash; und wird w&auml;hrend des wahrscheinlich monatelangen Berufungsverfahrens weiterfahren k&ouml;nnen.<br>\nIn London gibt es unterdessen Protest gegen den Lizenzentzug. Bis Sonntagnachmittag unterzeichneten 640.000 Londoner eine Onlinepetition, um Uber zu retten. In London buchen rund 3,5 Millionen Menschen pro Jahr Fahrten &uuml;ber die Uber-App. Mehr als 40.000 Fahrer bieten ihre Dienste auf der Plattform an. Das Nettogehalt betr&auml;gt rund 15 Pfund pro Stunde. 20 bis 25 Prozent des Einkommens gehen dabei als Kommission an Uber.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Alternativer-Fahrdienst-in-London\/!5447663\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Gut so, London war der Schwerpunkt des europ&auml;ischen Arms von Uber. Die NachDenkSeiten hatten schon ausf&uuml;hrlich <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39877\">&uuml;ber das Thema berichtet<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Geschichtsakrobatik<\/strong><br>\nAn den deutschlandpolitischen Positionen des Kaczy&#324;ski-Lagers werden die Bundestagswahlen wohl nichts &auml;ndern. Ohnehin waren in Polen fast alle Beobachter seit l&auml;ngerem davon ausgegangen, dass im Nachbarland fast alles beim Alten bleibe. Doch die Nationalkonservativen d&uuml;rften ein wenig frohlocken, denn mit der AfD ist nun eine kr&auml;ftig auf Nation und aufrechtem Konservatismus pochende Kraft in den Bundestag eingezogen, die zuletzt oft genug als Beispiel herhalten musste, wenn in den eigenen Gazetten die Verletzung der Medienfreiheit in Deutschland angeprangert wurde, weil die AfD eben dortzulande ausgegrenzt werde. Nun wird sich zeigen, ob eher die Gemeinsamkeiten zwischen der Kaczy&#324;ski-Partei und der Gauland-Partei &uuml;berwiegen, oder ob doch die gewichtigen Unterschiede zwischen den beiden nationalkonservativen Parteien den Ausschlag geben werden.<br>\nEinig sind sich die beiden rechten Gruppierungen in der Ablehnung der Europ&auml;ischen Union. Kaczy&#324;skis Chefberater in der Deutschlandpolitik hei&szlig;t Zdzis&#322;aw Krasnod&#553;bski, derzeit in Br&uuml;ssel und Stra&szlig;burg Europaparlamentarier f&uuml;r die Nationalkonservativen, zuvor langj&auml;hriger Professor f&uuml;r Politikwissenschaften an der Universit&auml;t Bremen. Krasnod&#553;bski h&auml;lt die EU in ihrer jetzigen Gestalt f&uuml;r gescheitert und &uuml;berholt, der bevorstehende Brexit sei nur die sichtbare Spitze des Eisbergs. Er r&auml;t also unentwegt, das sinkende Schiff zu verlassen &ndash; allein dem klugen Mann steht au&szlig;er kr&auml;ftigem Poltern gegen Br&uuml;ssel und Berlin auch kein Rettungsweg vor Augen. Insofern n&uuml;tzt er Kaczy&#324;ski mit seiner Expertise nur wenig, so dass dem nichts weiter bleibt, als auf einer Insel Zuflucht zu suchen: &bdquo;Niemand wird uns von au&szlig;en den Willen aufzwingen. Selbst wenn wir in einigen Fragen in Europa alleine sein werden, so werden wir bestehen bleiben und wir werden die Insel der Freiheit, der Toleranz und all dessen sein, was so &uuml;beraus stark in unserer Geschichte gegenw&auml;rtig gewesen ist.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/das-blaettchen.de\/2017\/09\/geschichtsakrobatik-41387.html\">Das Bl&auml;ttchen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Jemen: US-Bombe t&ouml;tete und verst&uuml;mmelte Kinder in Wohnviertel<\/strong><br>\nDie 5-j&auml;hrige Buthaina verlor bei einem Luftangriff ihre Familie<br>\nBei einem Luftangriff auf ein Wohnviertel in der jemenitischen Hauptstadt am 25. August wurden 16 Zivilist*innen get&ouml;tet, 17 weitere wurden verletzt. Sieben Kinder kamen ums Leben, acht wurden zum Teil schwer verletzt. Die 5-j&auml;hrige Buthaina verlor Vater, Mutter und ihre f&uuml;nf Br&uuml;der und Schwestern. Ein Waffenexperte von Amnesty International analysierte Reste der Bombe, die vor Ort gefunden wurden. Markierungen auf den Fragmenten stimmen mit US-Komponenten &uuml;berein, die f&uuml;r lasergesteuerte Luft-Boden-Raketen verwendet werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.amnesty.at\/de\/jemen-us-bombe\/\">Amnesty International<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wir sind gescheitert<\/strong><br>\nDie Wahl ist gelaufen. Auch f&uuml;r die beteiligten Werber. Die CDU hatte sich f&uuml;r ihre Kampagne Deutschlands bekannteste Agentur Jung von Matt an Bord geholt. Die hatte f&uuml;r diese Aufgabe sogar ihr ehernes Prinzip au&szlig;er Kraft gesetzt, nicht f&uuml;r politische Parteien zu arbeiten. W&auml;hrend des Wahlkampfs wollten sich die Agenturchefs nicht zu dem Mandat &auml;u&szlig;ern. Jetzt zieht Vorstand Thomas Strerath, der sich federf&uuml;hrend um die CDU-Kampagne gek&uuml;mmert hat, eine erste pers&ouml;nliche Bilanz. &ldquo;Wir k&ouml;nnten entt&auml;uschter nicht sein&rdquo;, so sein Fazit im Gastbeitrag f&uuml;r HORIZONT Online. [&hellip;]<br>\nHumor, der sich &uuml;ber die AfD und ihre W&auml;hler lustig macht? Futter f&uuml;r die Hydra. Den Rest haben die Strategen unter den Merkel-Anh&auml;ngern aus dem Sommer erledigt; manche CDU-Anh&auml;nger waren sich zu sicher und begannen, strategisch ihre Stimmen bei FDP und den Gr&uuml;nen zu platzieren. Was beiden geholfen hat und uns nun vielleicht wenigstens Jamaika erm&ouml;glicht.<br>\nUnd wir? Wir hatten in den drei Wochen nach dem TV-Duell, in den drei Wochen der Skandale der AfD, keine neue Antwort mehr. Zu statisch, zu defensiv war der Angang. Ist der Gegner jetzt rechts oder links oder gr&uuml;n oder gelb? Und mit abnehmender Zustimmung in den letzten Tagen vor der Wahl, war dann nicht mehr genug Mut, genug Kraft, wenn &uuml;berhaupt genug Erkenntnis &uuml;ber das da, was gerade in Deutschland passiert ist. So haben wir vielleicht erst geholfen, das zu erm&ouml;glichen, was wir genau verhindern wollten. Wir k&ouml;nnten entt&auml;uschter nicht sein. Merkel hat gewonnen, wir sind gescheitert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.horizont.net\/agenturen\/kommentare\/JvM-Vorstand-Thomas-Strerath-zum-Wahlausgang-Wir-sind-gescheitert-161379\">Horizont<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&Ouml;ffentlich-Private-Partnerschaften auf ganzer Linie gescheitert<\/strong><br>\nDie Merkel-Regierung und Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) haben die &ldquo;Schwarze Null&rdquo; durchgepeitscht. Daf&uuml;r haben sie 2009 die &ldquo;Schuldenbremse&rdquo; ins Grundgesetz geschrieben: Bund, Bundesl&auml;nder und Kommunen sollen keine neuen Schulden machen. Daf&uuml;r muss &uuml;berall &ldquo;gespart&rdquo;, also gek&uuml;rzt werden. Und vorgeblich um die &ouml;ffentlichen Kassen zu schonen und Schulden zu vermeiden, sollen private Investoren sich nach dem Modell &Ouml;ffentlich-Private-Partnerschaften, &Ouml;PP, um Autobahnen, Stra&szlig;en, Schulen, Gef&auml;ngnisse, Rath&auml;user und vieles mehr k&uuml;mmern. Aber was kommt dabei heraus? Hinterr&uuml;cks noch mehr Schulden!<br>\nDer Steuerzahler kommt f&uuml;r alles auf<br>\nWorum geht es aktuell bei dem Wirbel um das gescheiterte &Ouml;PP-Projekt bei Ausbau und Betrieb der Autobahn A1 Bremen-Hamburg? Die Banken Unicredit, Commerzbank, Caja Madrid und Deka- und DZ-Bank verklagen die Bundesrepublik Deutschland auf Zahlung von 787 Millionen Euro. Diese Banken haben der Betreibergesellschaft der Autobahn Bremen &ndash; Hamburg, der A 1 mobil GmbH, 600 Millionen Euro an Krediten gegeben. Damit sollte die A 1 mobil GmbH von 2008 an die Autobahn in beiden Richtungen um eine Spur erweitern, sie reparieren und 30 Jahre lang bis 2038 betreiben. Daf&uuml;r sollen die Investoren 30 Jahre einen Anteil aus der LKW-Maut bekommen. So steht es im Vertrag vom Juli 2008 mit der Bundesrepublik.<br>\nJetzt erkl&auml;ren die Banken den Vertrag f&uuml;r ung&uuml;ltig. Sie jammern: Wegen der Finanzkrise seien ab 2008 doch weniger LKW als erwartet durchgefahren. Der Vertrag soll ge&auml;ndert werden: Der Staat soll die Verluste ausgleichen. Toll! Die Banken sind 2008 schon einmal mit mehreren hundert Milliarden vom Staat vor der selbstverursachten Pleite gerettet worden. Jetzt haben sie sich wieder verzockt, und jetzt wollen sie durch die Hintert&uuml;r die Steuerzahler ein zweites Mal abzocken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/publik.verdi.de\/2017\/ausgabe-06\/gewerkschaft\/titel\/seite-1\/A0%20\">Werner R&uuml;gemer in verdi Publik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> &Uuml;ber das Thema haben die NDS h&auml;ufig berichtet. Das hier ist eine gute Zusammenfassung von Werner R&uuml;gemer. Die Gro&szlig;e Koalition hat das Thema&nbsp;A1&nbsp;jahrelang&nbsp;lange unter der Decke gehalten. Diese massiven Fehler sind auch nicht Gegenstand der Wahlanalyse der SPD F&uuml;hrung. Das ist bequem, aber das f&uuml;hrt zu falschen Wahlanalysen und falschen Schl&uuml;ssen f&uuml;r die Zukunft. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: SPD-F&uuml;hrung &uuml;bernimmt Verantwortung f&uuml;r Wahl-Desaster und tritt geschlossen zur&uuml;ck<\/strong><br>\nBerlin (dpo) &ndash; Die SPD zieht Konsequenzen aus dem schlechtesten Wahlergebnis der Nachkriegszeit: Bei einer Pressekonferenz verk&uuml;ndeten heute die Hauptverantwortlichen der Niederlage Martin Schulz, Hubertus Heil, Thomas Oppermann, Andrea Nahles und Sigmar Gabriel geschlossen ihren R&uuml;cktritt.<br>\nDer erfolglose Kanzlerkandidat Schulz erkl&auml;rte sich zuerst: &ldquo;20,5 Prozent sind das schlechteste Wahlergebnis der SPD in der Geschichte der Bundesrepublik. Ich &uuml;bernehme Verantwortung f&uuml;r den trostlosen Wahlkampf, der es verpasst hat, die B&uuml;rger mit ihren Problemen direkt anzusprechen, und ziehe mich aus der F&uuml;hrungsspitze der Partei zur&uuml;ck. Jeder mit einem Funken Anstand w&uuml;rde so handeln. Die SPD braucht jetzt eine R&uuml;ckbesinnung auf ihre Wurzeln.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-postillon.com\/2017\/09\/spd-verantwortung.html\">Der Postillon<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Gro&szlig;artiger satirischer Artikel, der genau auf den Punkt bringt, was die SPD-Spitze machen sollte, um die Glaubw&uuml;rdigkeit der Partei nicht v&ouml;llig ins Bodenlose st&uuml;rzen zu lassen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-40294","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40294","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=40294"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40294\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":40297,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40294\/revisions\/40297"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=40294"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=40294"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=40294"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}