{"id":40303,"date":"2017-09-26T14:59:16","date_gmt":"2017-09-26T12:59:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40303"},"modified":"2017-09-28T08:08:40","modified_gmt":"2017-09-28T06:08:40","slug":"spd-am-abgrund-ist-labour-ein-erfolgsmodell-das-auch-auf-deutschland-uebertragbar-ist","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40303","title":{"rendered":"SPD am Abgrund \u2013 ist Labour ein Erfolgsmodell, das auch auf Deutschland \u00fcbertragbar ist?"},"content":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170926_00_.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/div><p>Nach ihrer alles andere als &uuml;berraschenden Wahlniederlage schiebt die SPD ihren Misserfolg alleine auf die Juniorpartnerschaft in der Gro&szlig;en Koalition und will sich nun in der Opposition neu erfinden. Dies wird &ndash; zumal mit diesem Personal &ndash; jedoch kaum gelingen. Wer als erste Personalentscheidung Andrea Nahles zur k&uuml;nftigen Fraktionsvorsitzenden vorschl&auml;gt, will auch von einem Neuanfang nichts wissen. Schon 2009 hatte man die Chance, auf den Oppositionsb&auml;nken zu sozialdemokratischen Inhalten zur&uuml;ckzufinden und versagte auf ganzer Linie. Dass es auch anders gehen kann, zeigt die britische Schwesterpartei der SPD. Auch die Labour Party lag nach zwei krachenden Wahlniederlagen 2015 am Boden und nur durch eine seltsame Verkettung von &bdquo;Unf&auml;llen&ldquo; konnte sie unter ihrem neuen Vorsitzenden Jeremy Corbyn wieder zu einem Erfolgsmodell werden. W&uuml;rde Gro&szlig;britannien heute neu w&auml;hlen, w&auml;re Corbyn <a href=\"http:\/\/ukpollingreport.co.uk\/voting-intention-2\">mit einigem Vorsprung<\/a> neuer Ministerpr&auml;sident &ndash; und dies mit echten sozialdemokratischen, ja linken Positionen. F&uuml;r die SPD ist dies wom&ouml;glich die letzte Chance, noch einmal zum alten Glanz zur&uuml;ckzufinden. Doch es ist unwahrscheinlich, dass sie diese Chance nutzt. Von <strong>Jens Berger<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_5553\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-40303-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170927_SPD_am_Abgrund_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170927_SPD_am_Abgrund_NDS.mp3\">http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170927_SPD_am_Abgrund_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170927_SPD_am_Abgrund_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=40303-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170927_SPD_am_Abgrund_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"170927_SPD_am_Abgrund_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170926_spd_labour.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170926_spd_labour-small_.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p><p>Tony Blair begrub die alte sozialdemokratische Labour Party. Blairs &bdquo;New Labour&ldquo; war die neoliberale Abkehr von den Wurzeln der alten Arbeiterpartei. Anfangs war der &bdquo;frische Wind&ldquo; beim W&auml;hler beliebt. Man wusste ja noch nicht, was sich hinter den Schlagworten verbarg. Dann ging es nach dem gro&szlig;en Wahlerfolg 1997 stetig bergab. Blair und sein Nachfolger Gordon Brown hinterlie&szlig;en ein tief zerrissenes Land, in dem die Kluft zwischen Arm und Reich gr&ouml;&szlig;er denn je war und die &ouml;ffentliche Daseinsvorsorge nach gierigen Privatisierungsorgien am Boden lag. Nach der ersten krachenden Niederlage 2010 ging Labour in die Opposition &ndash; allerdings ohne sich inhaltlich neu aufzustellen. Obgleich die Parteibasis den neoliberalen Kurs mehrheitlich ablehnte, war die Parteipolitik damals noch fest in der Hand des rechten Parteifl&uuml;gels, der die Gremien nach 15 Jahren Blair und Brown komplett dominierte. Auf Brown folgte dann Ed Miliband, ein gem&auml;&szlig;igt neoliberaler Parteisoldat. Bei den Parlamentswahlen 2015 erzielte Labour dann in absoluten Stimmen das schlechteste Ergebnis seit Attlees Niederlage gegen Baldwin im Jahre 1935. Nun g&auml;hrte es an der Basis und der allm&auml;chtige rechte Parteifl&uuml;gel der &bdquo;Blairisten&ldquo; war sich seiner Sache wohl ein wenig zu sicher, als er in letzter Minute die &bdquo;linke Nervens&auml;ge&ldquo; Jeremy Corbyn als Kandidaten f&uuml;r die Wahlen zum neuen Parteivorsitz zulie&szlig;. <\/p><p>Was nun geschah, k&ouml;nnte zumindest in der Theorie auch eine Blaupause f&uuml;r die SPD sein. Mit Unterst&uuml;tzung der Gewerkschaften und einer linken Basisinitiative namens &bdquo;Momentum&ldquo; schaffte Corbyn es, binnen weniger Wochen fast 200.000 neue, zumeist sehr junge und engagierte, Parteimitglieder zu rekrutieren, die ihn bei der Basiswahl im August 2015 tats&auml;chlich zum neuen Parteivorsitzenden w&auml;hlten. Die Putschversuche von rechts lie&szlig;en nicht lange auf sich warten. Auf dem H&ouml;hepunkt des Konflikts standen im Sommer 2016 fast der geschlossene Parteivorstand, 80% der Labour-Abgeordneten und die komplette Medienlandschaft gegen Corbyn. Doch der k&auml;mpfte mit seiner Parteibasis, den Gewerkschaften und den jungen Unterst&uuml;tzern gegen das &bdquo;Ancien R&eacute;gime&ldquo; von New Labour und gewann am Ende die vom rechten Parteifl&uuml;gel angesetzten Neuwahlen, bei denen die Neumitglieder diesmal nicht mitw&auml;hlen durften. Wenige Monate sp&auml;ter holte Corbyn mit einem traditionell sozialdemokratischen, aber dennoch modernen Programm unter dem Motto &bdquo;F&uuml;r die Vielen und nicht f&uuml;r die Wenigen&ldquo; (for the many, not the few) f&uuml;r Labour das drittbeste Ergebnis seit dem Zweiten Weltkrieg. Mit &uuml;berzeugenden Inhalten konnte Corbyn 50% mehr W&auml;hler f&uuml;r Labour begeistern als seine Vorg&auml;nger Miliband und Brown. Dennoch gingen die Unterhauswahlen im Juni 2017 knapp verloren. In den aktuellen Umfragen liegt Labour jedoch klar vor den Tories und da kaum ein Beobachter davon ausgeht, dass die Regierung May die volle Legislaturperiode &uuml;bersteht, ist es sehr wahrscheinlich, dass der n&auml;chste Bewohner von Downing Street 10 Jeremy Corbyn hei&szlig;en wird.<\/p><p>Was f&uuml;r ein Unterschied zur SPD. Der deutsche Blair hie&szlig; Gerhard Schr&ouml;der und wie sein britischer Bruder im Geiste machte auch er aus der altehrw&uuml;rdigen SPD eine neoliberale Klientelpartei, die radikal mit den sozialdemokratischen Wurzeln brach. Daf&uuml;r wurde auch Schr&ouml;der vom W&auml;hler abgestraft und als &bdquo;Schr&ouml;ders Brown&ldquo; musste Frank-Walter Steinmeier die Partei 2009 mit einer wahrhaft historischen Niederlage in die Opposition verabschieden. Agenda 2010, Hartz IV, Kosovo-Krieg und die Abkehr von den sozialdemokratischen Wurzeln hatten dazu gef&uuml;hrt, dass sich die Zahl der SPD-W&auml;hler binnen elf Jahren von 20,2 Millionen 1998 auf 9,9 Millionen 2009 mehr als halbiert hatte. Wie auch bei der Schwesterpartei in Gro&szlig;britannien waren die Spitzenkader der SPD jedoch unf&auml;hig, aus den offensichtlichen Fehlern zu lernen und gingen trotz Oppositionsrolle 2013 mit einem Parteisoldaten des rechten Parteifl&uuml;gels in die Wahlen und feierten dann den zarten Zuwachs von nicht einmal drei Prozentpunkten auf ihr historisch schlechtestes Wahlergebnis als Best&auml;tigung ihres Kurses. Und hier h&ouml;ren dann auch die Gemeinsamkeiten zu Labour auf.<\/p><p>W&auml;hrend die Labour-Funktion&auml;re vom Au&szlig;enseiter Corbyn einen Fl&uuml;gelkampf aufgedr&uuml;ckt bekamen, verpasst die SPD jede Chance auf einen Neubeginn und w&auml;hlte den Parteisoldaten Martin Schulz gar mit 100% zum neuen Vorsitzenden und Kanzlerkandidaten. Es kam, wie es kommen musste. Mit gerade einmal 9,5 Millionen Stimmen holte die SPD historisch schlechte 20,5% und liegt dabei sogar in absoluten Zahlen 30% hinter Labour im wesentlich kleineren Gro&szlig;britannien. Statt die Klatsche erst mal sacken zu lassen, ist man nun drauf und dran, die Fehler von 2009 zu wiederholen. Nach der krachenden Niederlage von 2009 war die erste Personalentscheidung des Pr&auml;sidiums, ausgerechnet den ma&szlig;geblich f&uuml;r das schlechte Ergebnis verantwortlichen Frank-Walter Steinmeier zum neuen Fraktionsvorsitzenden zu machen. Der Steinmeier von 2017 ist Andrea Nahles, die als scheidende Arbeits- und Sozialministerin, ehemalige Generalsekret&auml;rin und Mitglied des Bundesvorstands ganz ma&szlig;geblich f&uuml;r die Misere mitverantwortlich ist. Damit diskreditierte die Parteispitze die Glaubw&uuml;rdigkeit der Partei keine 48 Stunden nach der historischen Niederlage. <\/p><p>Spontan war diese Entscheidung jedoch genauso wenig wie die offen zelebrierte Rolle als Oppositionsf&uuml;hrer. Das SPD-Pr&auml;sidium nutzt die Gunst der Stunde wohl eher daf&uuml;r, ganz schnell N&auml;gel mit K&ouml;pfen zu machen, um eine weitergehende Debatte zu verhindern &ndash; und dies betrifft die Debatte um Inhalte genauso wie die Debatte um personelle Konsequenzen. Der f&uuml;r die historische Niederlage verantwortliche Parteivorsitzende Schulz bleibt im Amt, kein einziges Pr&auml;sidiumsmitglied will offenbar seinen Hut nehmen und eine treue Parteisoldatin aus dem Pr&auml;sidium wird gar zur neuen Fraktionsvorsitzenden und damit wohl zur Oppositionsf&uuml;hrerin erkl&auml;rt. Wenn die Fraktion die Spitze damit durchkommen l&auml;sst, ist der Neuanfang schon vorbei, bevor er &uuml;berhaupt neu angefangen hat.<\/p><p>Hat die SPD &uuml;berhaupt die M&ouml;glichkeit, den Labour-Weg zu gehen? Das muss man leider kritisch sehen. Die Parteispitze ist aber nicht der einzige Grund f&uuml;r Skepsis; denn nach den Unterhauswahlen 2015 war Labour ebenfalls fast komplett vom rechten Parteifl&uuml;gel unterwandert und auf Funktion&auml;rsebene gab es nicht einmal im Ansatz den Willen, die Partei wirklich neu aufzustellen. Es waren andere Faktoren, die das Corbyn-Wunder &uuml;berhaupt erst m&ouml;glich machten.<\/p><p>Nach Ansicht moderner Politikberater muss ein erfolgreicher Kandidat wohl eine Mischung aus Emmanuel Macron und Karl Theodor zu Guttenberg sein &ndash; attraktiv, eloquent, weltm&auml;nnisch, charmant, jung, ein Produkt der Oberschicht mit elit&auml;rem Charisma. All dies ist Jeremy Corbyn nicht. Daf&uuml;r ist Corbyn jedoch auf eine authentisch-kauzige Art unglaublich charismatisch. Wer sich einmal anschaut, wie der nun auch schon 68-j&auml;hrige Corbyn <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=rN07fnvGomo\">es schafft<\/a>, zehntausende jubelnde junge Fans auf dem Glastonbury-Festival mit einem <a href=\"https:\/\/www.goodreads.com\/quotes\/51330-rise-like-lions-after-slumber-in-unvanquishable-number--shake-your\">politischen Gedicht von Percy Bysshe Shelley<\/a> zu begeistern, ahnt welch Charisma Corbyn vor allem auf j&uuml;ngere Menschen aus&uuml;bt. Es gibt wohl keinen zweiten Politiker, der gerade bei Jungw&auml;hlern so gut ankommt. <\/p><p>Man muss es klar sagen &ndash; bei der SPD gibt es keinen deutschen Corbyn. Es g&auml;be aber sehr wohl einige wenige Sozialdemokraten aus der zweiten Reihe, die sich unter idealen Bedingungen zu einem deutschen Corbyn mausern k&ouml;nnten. So zeigte der Bundestagsabgeordnete Marco B&uuml;low bereits <a href=\"https:\/\/www.marco-buelow.de\/spd-erneuern\/\">mehrfach<\/a>, dass er inhaltlich durchaus &uuml;berzeugende Ideen hat und sich nicht an die Parteispitze verkauft. Woran es hierzulande jedoch hapert, sind die Rahmenbedingungen.<\/p><p>So w&auml;re der Erfolg Corbyns ohne die Gewerkschaften und ohne die Parteibasis nie m&ouml;glich gewesen. Nun sind die britischen Gewerkschaften aber deutlich weiter links zu verorten als ihre deutschen Kollegen. Vor Corbyn waren sie politisch daher auch nahezu marginalisiert und Corbyns &bdquo;Pakt&ldquo; mit den Gewerkschaften ist durchaus eine Win-Win-Organisation, bei der die Gewerkschaften Corbyn im Fl&uuml;gelkampf finanziell, logistisch und organisatorisch unterst&uuml;tzten und daf&uuml;r nun einen Labour-Chef haben, der ihnen auch inhaltlich nahesteht. Die meisten DGB-Gewerkschaften haben hingegen ihren Frieden mit der Schr&ouml;der-SPD gemacht und k&auml;mpfen selbst gegen progressive Neuerungen. Von Seiten der Gewerkschaften ist daher auch kein entscheidender Impuls auf die SPD zu erwarten. <\/p><p>Und auch die SPD-Basis hat in der Vergangenheit nicht unbedingt Wechselstimmung ausgestr&ouml;mt. Auf sie kommt es im Zweifel jedoch noch nicht einmal an, da die SPD ihre Spitze &ndash; anders als Labour &ndash; ja nicht von der Basis, sondern von den Delegierten des Bundesparteitags w&auml;hlen l&auml;sst. Eine Palastrevolte wird dadurch freilich nicht ausgeschlossen, aber doch massiv erschwert. <\/p><p>Wenn man sich Gedanken &uuml;ber die Zukunft der SPD macht und Labour als Alternative darstellt, sollte man jedoch nicht den Fehler machen, dies an einer einzigen Personalie festzumachen. Corbyn ist nicht deshalb eine sozialdemokratische Lichtgestalt, weil er die Partei wieder hochgebracht hat, sondern weil er authentische sozialdemokratische, progressive, moderne Inhalte besetzt und mit diesen Inhalten zu begeistern vermag. Denn darum geht es ja bei der Politik. Ob der Kanzler nun M&uuml;ller, Schulze oder Schmidt hei&szlig;t, ist doch vollkommen unerheblich. Wichtig ist, ob er oder sie eine Politik verfolgt, die im Interesse der Mehrheit und zukunftsgewandt ist, oder ob er oder sie eine Politik der Eliten verfolgt, die unsere Lebensqualit&auml;t senkt und unsere Perspektiven zerst&ouml;rt. Daran sollte man Politiker messen. Zumindest theoretisch besteht die Chance, dass die SPD zu einer progressiven, solidarischen, modernen, ja guten Politik zur&uuml;ckfindet.<\/p><p>Wenn die SPD diese Chance nicht nutzt, wird es wohl ihre letzte sein. Leider gibt es jedoch keinen Grund f&uuml;r Optimismus. Freiwillig wird die Parteispitze den rettenden Anker jedenfalls nicht auswerfen. Und ob die Basis &uuml;berhaupt noch die Energie aufbringt, die Partei vor dem eigenen Pr&auml;sidium zu retten, ist auch fraglich. Vergessen wir also Labour und schauen auf wahrscheinlichere Parallelen f&uuml;r die SPD: Die franz&ouml;sische Schwesterpartei PS hat bei den letzten Parlamentswahlen 22% verloren und steht nun bei 7,4%. Die niederl&auml;ndische PvdA hat bei den letzten Wahlen mehr als 19% verloren und steht gar nur noch bei 5,7%. So kann es Parteien ergehen, die viel zu sp&auml;t erkennen, dass Sozialdemokratie und Neoliberalismus unvereinbar sind. Die SPD muss nun entscheiden, welchen Weg sie gehen will.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170926_00_.png\" alt=\"\" title=\"\"\/><\/div>\n<p>Nach ihrer alles andere als &uuml;berraschenden Wahlniederlage schiebt die SPD ihren Misserfolg alleine auf die Juniorpartnerschaft in der Gro&szlig;en Koalition und will sich nun in der Opposition neu erfinden. Dies wird &ndash; zumal mit diesem Personal &ndash; jedoch kaum gelingen. 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