{"id":4033,"date":"2009-07-01T09:54:36","date_gmt":"2009-07-01T07:54:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4033"},"modified":"2009-07-01T16:52:57","modified_gmt":"2009-07-01T14:52:57","slug":"hinweise-des-tages-922","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4033","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hinweise des Tages <\/p><p>(WL\/KR\/AM)<\/p><p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p><ol>\n<li><a href=\"?p=4033#h01\"> Zum Urteil des Bundesverfassungsgerichts &uuml;ber den Lissabon Vertrag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4033#h02\">Ein Spiel auf Zeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4033#h03\">Tats&auml;chliche Arbeitslosigkeit 4,55 Millionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4033#h04\">Kurzarbeitergeld: Wie Unternehmen den Staat pl&uuml;ndern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4033#h05\">Angst vor einer Kreditklemme<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4033#h06\">Regulierte Wechselkurse f&uuml;r mehr Stabilit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4033#h07\">Arbeitsmarkt : Randbelegschaften verlieren Jobs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4033#h08\">Ex-HRE-Manager sollen Schadenersatz leisten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4033#h09\">Headhunter gei&szlig;eln Gehaltsexzesse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4033#h10\">&ldquo;Diese Leute werden nie belangt&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4033#h11\">Joseph Stiglitz: Amerikas Sozialismus f&uuml;r Reiche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4033#h12\">Je ges&uuml;nder die Patienten sind, je seltener sie zum Arzt gehen, desto mehr haben am Ende alle Beteiligten davon.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4033#h13\">Dienstwagen sind wichtiger als das Wahlrecht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4033#h14\">S-Bahn-Chaos &uuml;berraschte Berliner<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4033#h15\">SpiegelOnline: Audi auf den Leim gegangen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4033#h16\">Eingeschr&auml;nkte Erziehungskompetenz h&auml;ufigster Grund f&uuml;r Heimerziehung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4033#h17\">Senkung der Krankenkassenbeitr&auml;ge entlastet einseitig Arbeitgeber<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4033#h18\">Zeitenwende beim Pensionsverein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4033#h19\">Was die Rentenerh&ouml;hung bringt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4033#h20\">Volker Pispers: Wenn ich  die Zeitung aufschlage, m&ouml;chte ich zur&uuml;ckschlagen.&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4033&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Das Ja-aber-Urteil aus Karlsruhe<\/strong><br>\nDas Verfassungsgericht hat den Lissabon-Vertrag gebilligt, zugleich aber den Ratifikationsprozess gestoppt. Der Vertrag kann vorl&auml;ufig nicht in Kraft treten. Bevor die deutsche Ratifikationsurkunde zum Vertrag in Rom hinterlegt wird, m&uuml;ssen die Beteiligungsrechte von Bundestag und Bundesrat gest&auml;rkt werden. Die EU darf den Staaten nicht den Kern ihrer Aufgaben nehmen. Die bestehenden europ&auml;ischen Demokratie-Defizite akzeptiert das Verfassungsgericht nur, indem es die EU als eine Art Staatenbund beschreibt. Ein Bundesstaat Europa k&ouml;nne mit den bestehenden europ&auml;ischen Demokratiedefiziten nicht konzipiert werden. Das Gericht beharrt darauf, dass deshalb die &ldquo;materielle Identit&auml;t der deutschen Verfassung&rdquo; und die nationale staatliche &ldquo;Identit&auml;t&rdquo; gewahrt bleiben m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/332\/476840\/text\/print.html\">SZ<\/a>\n<p><em>Dazu: <\/em><\/p>\n<p><strong>Heribert Prantl: Europ&auml;ische Sternstunde<\/strong><br>\nDas Urteil ist ein wenig amerikanisch; es ist ein &ldquo;Yes, we can&rdquo;-Urteil: Ja, wir k&ouml;nnen Europa bauen. Ja, wir k&ouml;nnen die europ&auml;ische Integration fortsetzen. Ja, wir k&ouml;nnen Europa stark machen. Aber wir k&ouml;nnen das nur dann, wenn wir die Grunds&auml;tze der Demokratie beachten, in deren Zentrum der Wille des Volkes steht. Das ist die Botschaft des gro&szlig;en Urteils aus Karlsruhe. Es ist wohl das grunds&auml;tzlichste Grundsatzurteil, das Karlsruhe je gef&auml;llt hat. Nicht jeder, der jetzt in Br&uuml;ssel jubelt, weil ja der Lissabon-Vertrag grunds&auml;tzlich genehmigt worden sei, wird auch noch in einem Jahr jubilieren &ndash; weil n&auml;mlich dieses Urteil Br&uuml;sseler Selbstherrlichkeiten beendet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/374\/476881\/text\/print.html\">SZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Etwas zuviel Applaus von allen Seiten, aus Br&uuml;ssel, aller deutschen Parteien und selbst von den Kl&auml;gern. Der Lissabon-Vertrag ist durch und das Begleitgesetz gekippt, f&uuml;r alle etwas. Es ist sicherlich gut, dass u.a. &uuml;ber Krieg und Frieden, also z.B. &uuml;ber einen EU-Milit&auml;reinsatz, das deutsche Parlament entscheidet, aber im sozialen Alltag gilt: business as usual. Der &ldquo;freie und unverf&auml;lschte Wettbewerb&rdquo; steht zwar nicht mehr im Vertrag von Lissabon, ist aber ohnehin an verschiedenen Stellen des EG-Vertrags ausdr&uuml;cklich festgeschrieben. Die Freiheit der Unternehmen bleibt &uuml;ber die politischen und sozialen Rechten der Arbeitnehmer gestellt. So sind Sozialstandards&nbsp; gem. Art. 136 EGV weiterhin eben nur bis zu einem &ldquo;angemessenen&rdquo; Niveau m&ouml;glich, und das auch nur, solange sie &ldquo;der Notwendigkeit, die Wettbewerbsf&auml;higkeit der Wirtschaft der Gemeinschaft zu erhalten, Rechnung tragen.&rdquo; J&uuml;ngste Entwicklungen des freien Wettbewerbs, die z.B. an Finanzm&auml;rkten das Wort &ldquo;unverf&auml;lscht&rdquo; mehr als in Frage stellen, also inhaltliche &Uuml;berarbeitungen standen sowieso nie zur Debatte.<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu auch noch: <\/em><\/p>\n<p><strong>Jens Berger: Eine schallende Ohrfeige aus Karlsruhe<\/strong><br>\nMit dem Urteil des Bundesverfassungsgericht wird die Demokratie gest&auml;rkt<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/30\/30634\/1.html\">Telepolis<\/a><\/p>\n<p><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ich kann der Begeisterung von Heribert Prantl und von Jens Berger leider nicht folgen. Siehe dazu meinen heutigen Beitrag &bdquo;Nachtw&auml;chter &uuml;ber den Nachtw&auml;chterstaat&ldquo;. Nach allem, was ich bisher gelesen habe, ist eine st&auml;rkere demokratische Beteiligung nur dann gefordert, wenn es um die Erweiterungen von Kompetenzen der EU-Organe geht. Die Erwartung, dass nun jeder Richtlinie aus Br&uuml;ssel zugestimmt werden m&uuml;sste, halte ich f&uuml;r falsch. Andreas Vo&szlig;kuhle, Vizepr&auml;sident des B undesverfassungsgerichts, fasst das Karlsruher Urteil mit den Worten zusammen: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/1816729_Bundesverfassungsgericht-EU-Vertrag-Alle-Verlierer-haben-gewonnen.html\">&ldquo;Das Grundgesetz sagt ja zu Lissabon, verlangt aber auf nationaler Ebene eine St&auml;rkung der parlamentarischen Integrationsverantwortung.&rdquo;<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ein Spiel auf Zeit<\/strong><br>\nWenn es gelingt, den Ratifizierungsprozess bis zu den britischen Wahlen im ersten Halbjahr 2010 zu verschleppen, dann wachsen die Chancen, die Reform noch scheitern zu lassen.<br>\nDavid Cameron, der Chef der britischen Konservativen, hat f&uuml;r den Fall seiner &ndash; wahrscheinlichen &ndash; Wahl zum Premier bereits angek&uuml;ndigt, dass er, falls die Ratifizierung zu dem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen ist, die britische Zustimmung zur&uuml;ckziehen und den Vertrag einer Volksabstimmung unterwerfen wird. &Uuml;ber deren Ausgang braucht man nicht zu spekulieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/421\/476928\/text\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Tats&auml;chliche Arbeitslosigkeit 4,55 Millionen<\/strong><br>\nSchlechte Meldungen kann die Regierung vor der Bundestagswahl nicht gebrauchen. Deshalb l&auml;sst sie sich st&auml;ndig neue Tricks einfallen, um die Arbeitslosenzahlen sch&ouml;n zu rechnen. Arbeitslose, die krank sind, einen Ein-Euro-Job haben oder an Weiterbildungen teilnehmen, werden bereits seit l&auml;ngerem nicht als arbeitslos gez&auml;hlt. Fast alle Arbeitslosen, die &auml;lter als 58 sind, erscheinen nicht in der offiziellen Statistik. Vor einem Monat, im Mai 2009, kam eine weitere Ausnahme hinzu: Wenn private Arbeitsvermittler t&auml;tig werden, z&auml;hlt der von<br>\nihnen betreute Arbeitslose nicht mehr als arbeitslos, obwohl er keine Arbeit hat.<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/090701_hinweise_tatsaechliche_arbeitslosigkeit_juni_2009.pdf\">Die Linke [PDF &ndash; 80KB]<\/a> <\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wie Unternehmen den Staat pl&uuml;ndern<\/strong><br>\nEine Milliarde Euro hat das Instrument Kurzarbeit bisher gekostet. Aber es gibt Zweifel daran, dass das Geld gut angelegt ist. Wir haben jetzt herausgefunden, dass Staatsanwaltschaften immer &ouml;fter dem Verdacht nachgehen, dass Unternehmen mit Kurzarbeitergeld betr&uuml;gen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/report\/-\/id=233454\/nid=233454\/did=4881502\/sq12qc\/index.html\">SWR Report Mainz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Angst vor einer Kreditklemme<\/strong><br>\nDie Kreditvergabe der Banken in der Euro-Zone legt nur noch wenig zu. Wie die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) am Dienstag mitteilte, wuchs die Summe der von den Banken an Firmen und Haushalte ausgereichten Kredite im Mai nur noch um 1,8 Prozent &ndash; so langsam wie noch nie in der Geschichte der europ&auml;ischen W&auml;hrungsunion. Gleichzeitig parkten die Banken einen dreistelligen Milliardenbetrag bei der EZB. Sie hatten sich vergangene Woche bei der Zentralbank fast 450 Milliarden Euro beim ersten einj&auml;hrigen Refinanzierungsgesch&auml;ft besorgt. Rund die H&auml;lfte des Geldes ruhte in der Nacht von Montag auf Dienstag auf den Konten der EZB. Bundesbank-Chef Axel Weber hatte zuletzt vor einer Kreditklemme mit unabsehbaren Folgen f&uuml;r die deutsche Wirtschaft gewarnt. Weber und Finanzminister Peer Steinbr&uuml;ck forderten die Banken deshalb mit deutlichen Worten auf, die bereit gestellte Extra-Liquidit&auml;t an Unternehmen und Haushalte weiterzugeben. Das zus&auml;tzliche Geld sei nicht dazu da, die Banken zu retten und gehortet zu werden, sondern um die Wirtschaft in Schwung zu bringen. Sollten die Banken nicht entsprechend handeln, werde die EZB eventuell die Banken umgehen und Kredite direkt an Unternehmen geben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1817091&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart%0A\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Irgendwie verwischt&nbsp; dieser Artikel die Sichtweise der EZB mit derjenigen von Bundesbank-Chef Axel Weber und&nbsp; Finanzminister Peer Steinbr&uuml;ck. Die EZB schreibt noch in ihren Juni-Monatsbericht , dass die &ldquo;Vergabe von Buchkrediten an den nichtfinanziellen privaten Sektor &ndash; haupts&auml;chlich bedingt durch die drastische Konjunkturverschlechterung &ndash; weiter r&uuml;ckl&auml;ufig&rdquo; sei. <\/em><\/p>\n<p>Sp&auml;ter f&uuml;hrt sie aus: <\/p>\n<blockquote><p>Dieser R&uuml;ckgang ist haupts&auml;chlich auf den gesunkenen Finanzierungsbedarf f&uuml;r Betriebsmittel im Zusammenhang mit der sich eintr&uuml;benden Wirtschaftst&auml;tigkeit und der im Einklang mit der Konjunkturentwicklung stehenden deutlichen Verringerung der Lagerhaltung zur&uuml;ckzuf&uuml;hren.<\/p><\/blockquote>\n<p>Auch wenn die EZB in der Pressemitteilung vom 30. Juni f&uuml;r Mai einen weiteren R&uuml;ckgang konstatiert, d&uuml;rfte die schon seit l&auml;ngeren von der EZB vertretene Ansicht, dass letztlich weniger Kredite wegen der sich eintr&uuml;benden Konjunktur nachgefragt werden, weiter g&uuml;ltig sein. Vermutlich f&uuml;hren Weber und Steimeyer das Wort Kreditklemme im Munde, weil sie davon ablenken wollen, dass das jetzige Konjunkturpaket nicht greift. Bankenschelte greift derzeit beim W&auml;hler und lenkt von einem weiteren, wohl als unpopul&auml;r erachteten Konjunkturprogramm ab. Der Vorschlag, dass die EZB, &ndash; wie die Fed in den USA &ndash; Unternehmenspapiere kaufen k&ouml;nne, br&auml;chte zumindest Klarheit in Bezug auf Frage: b&ouml;se Banken oder Rezession?<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Regulierte Wechselkurse f&uuml;r mehr Stabilit&auml;t<\/strong><br>\nFreie Wechselkurse haben die Weltwirtschaft in den vergangenen Jahrzehnten nicht ins Gleichgewicht gebracht, sondern instabiler gemacht. Eine neue internationale W&auml;hrungsordnung k&ouml;nnte die Devisenspekulation bremsen und den Welthandel erleichtern.\n<p>In Japan zu Niedrigstzinsen Geld leihen, in Dollar tauschen und hochverzinslich in den USA wieder anlegen: Es sind Gesch&auml;fte wie diese so genannten Carry Trades, die einen Gro&szlig;teil der Bewegungen am Devisenmarkt ausl&ouml;sen. Die Wechselkurse spiegeln keine realwirtschaftlichen Differenzen wie unterschiedliche G&uuml;terpreisniveaus wider, sondern folgen spekulativen Kapitalbewegungen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse der Konferenz der Vereinten Nationen f&uuml;r Handel und Entwicklung (UNCTAD). <\/p>\n<p>Um die negativen Folgen schwankender Wechselkurse f&uuml;r die Realwirtschaft beseitigen, neue Ungleichgewichte zu vermeiden und Abwertungswettl&auml;ufe zu verhindern, schl&auml;gt die UNCTAD vor, zu einem multilateralen System &uuml;berzugehen, das Anpassungen der Wechselkurse nur unter bestimmten Bedingungen zul&auml;sst: N&auml;mlich wenn sich die Preis- oder Zinsniveaus der L&auml;nder auseinander entwickeln. Was in der Regel daran liegt, dass sich die Wettbewerbsf&auml;higkeit eines Landes im Verh&auml;ltnis zu anderen ver&auml;ndert &ndash; etwa weil es Arbeitnehmern nicht gelungen ist, in Lohnverhandlungen den verteilungsneutralen Spielraum auszusch&ouml;pfen. <\/p>\n<p>Grunds&auml;tzlich sollen die realen Wechselkurse konstant gehalten werden. Damit entfallen Anreize zur kurzfristigen Devisenspekulation und die relativen Wettbewerbspositionen der beteiligten L&auml;nder bleiben im Regelfall unver&auml;ndert, erwartet die UNCTAD. Im Gegensatz zum Weltw&auml;hrungssystem der Nachkriegsdekaden solle ein neues Bretton-Woods-System nicht nur um den US-Dollar herumgebaut werden. Den Kern k&ouml;nnte stattdessen ein Korb aus mehreren Leitw&auml;hrungen bilden. So entst&uuml;nde ein System aus &ldquo;Planeten und Satelliten&rdquo;, das der heutigen &ldquo;multipolaren&rdquo; Weltwirtschaft gerecht wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/32014_95642.html\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Arbeitsmarkt : Randbelegschaften verlieren Jobs<\/strong><br>\nLeiharbeitnehmer und befristet Besch&auml;ftigte trifft die Krise hart. Sie verlieren als erste den Job und rutschen dann h&auml;ufig gleich in Hartz IV ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/impuls_2009_11_1.pdf\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung [PDF &ndash; 119 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Ex-HRE-Manager sollen Schadenersatz leisten<\/strong><br>\nDie Forderung gab es schon, jetzt will die Gro&szlig;e Koalition ernst machen: Die ehemaligen Vorstandsmitglieder der Krisenbank Hypo Real Estate sollen Schadenersatz leisten. Ein entsprechender Antrag der Fraktionen von Union und SPD soll am Donnerstag im Bundestag zur Abstimmung gestellt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/ex-hre-manager-sollen-schadenersatz-leisten;2409606\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Headhunter gei&szlig;eln Gehaltsexzesse<\/strong><br>\nF&uuml;hrende Personalberater &uuml;ben scharfe Kritik an den Gehaltsstrukturen f&uuml;r deutsche Manager. Sie bem&auml;ngeln eine &uuml;berzogene Bedeutung von Renditekennziffern &ndash; und eine &ldquo;Ideologie&rdquo; des Shareholder-Value, also der einseitigen Orientierung an Aktion&auml;rsinteressen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/karriere_management\/management\/:Falsche-Orientierung-Headhunter-gei%DFeln-Gehaltsexzesse\/534309.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Kopfj&auml;ger als Systemkritiker, das ist schon sehr befremdend. Dennoch einige interessante Informationen. So h&auml;tten sich die Jahreseinkommen eines Dax-Vorstands&nbsp;seit 1987 fast verachtfacht. Au&szlig;erdem seien die Aufsichtsr&auml;te zu wohlwollend. Fr&uuml;her h&auml;tten sich die Kontrollgremien selbst mit Verg&uuml;tungen besch&auml;ftigt &ndash; dann aber externe Berater damit betraut.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&ldquo;Diese Leute werden nie belangt&rdquo;<\/strong><br>\nDass Klaus Landowsky, eine der zentralen Figuren im Bankenprozess, tats&auml;chlich zu einer Gef&auml;ngnisstrafe verurteilt wird, glaubt Mathew D. Rose nicht. Der Journalist z&auml;hlte zu den ma&szlig;geblichen Aufkl&auml;rern der Aff&auml;re: \n<blockquote><p>Dieser Prozess sollte nie irgendwo hinf&uuml;hren. Alle diese Leute sind bisher fast ungeschoren davongekommen. Das kann man Skandal oder wie auch immer nennen, aber das liegt in der Natur der Sache &ndash; in Berlin und in der Bundesrepublik. (&hellip;) Die Deutschen machen sich immer &uuml;ber dieses Klassenjustizsystem in den USA lustig, aber hier ist es nicht anders. Diese Leute werden nie belangt; die politische Klasse ist meiner Meinung nach nichts anderes als organisierte Kriminalit&auml;t mit dem Ziel, &ouml;ffentliche Gelder zu veruntreuen und innerhalb ihrer Seilschaften zu verteilen, und dieses System tr&auml;gt die ganze Justiz mit. Die Staatsanwaltschaft hat im Bankenskandal einfach f&uuml;rchterlich versagt.<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/regional\/berlin\/aktuell\/artikel\/1\/diese-leute-werden-nie-belangt\/\">TAZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Joseph Stiglitz: Amerikas Sozialismus f&uuml;r Reiche<\/strong><br>\nDie US-Regierung hat dem Druck der Gro&szlig;banken nachgegeben. Statt sie anst&auml;ndig zu sanieren, p&auml;ppelt sie diese mit Steuergeld. Dem normalen B&uuml;rger fehlt dagegen jede soziale Absicherung. Die neue Form des Ersatzkapitalismus, bei der die Verluste sozialisiert und die Gewinne privatisiert werden, ist zum Scheitern verurteilt. Es gibt in ihr keine Marktdisziplin. Die Gro&szlig;banken wissen, dass sie ungestraft zocken k&ouml;nnen &ndash; und weil die Notenbank Federal Reserve Darlehen fast zinsfrei gew&auml;hrt, steht ihnen daf&uuml;r jede Menge Kapital zur Verf&uuml;gung. Manche bezeichnen dieses neue Wirtschaftsregime als &ldquo;Sozialismus amerikanischer Pr&auml;gung&rdquo;. Aber beim Sozialismus geht es um die ganz normalen Menschen. Die USA dagegen haben ihren Millionen von B&uuml;rgern, die jetzt dabei sind, ihre H&auml;user zu verlieren, kaum geholfen. Besch&auml;ftigte, die ihre Arbeit verlieren, erhalten nur 39 Wochen eine begrenzte Arbeitslosenunterst&uuml;tzung und werden dann allein gelassen. Und wenn sie ihren Job verlieren, verlieren die meisten von ihnen gleich auch ihre Krankenversicherung.<br>\nStattdessen hat Amerika sein Sicherheitssystem f&uuml;r Unternehmen in nie da gewesener Weise ausgeweitet: von den Handelsbanken auf die Investmentbanken, dann auf die Versicherungen und jetzt auf die Automobilwirtschaft &ndash; ein Ende ist nicht in Sicht. In Wahrheit ist dies kein Sozialismus, sondern eine Ausweitung des lange bestehenden Wohlfahrtssystems f&uuml;r Unternehmen. Die Reichen und M&auml;chtigen wenden sich, wann immer sie k&ouml;nnen, an die Regierung, damit sie ihnen aushilft, w&auml;hrend bed&uuml;rftige Einzelne kaum sozial abgesichert sind. \n<p>Wir m&uuml;ssen jene Banken, die zu gro&szlig; sind, um sie scheitern zu lassen, zerschlagen. Es gibt keine Anzeichen daf&uuml;r, dass diese Kolosse gesellschaftliche Vorteile bringen, die den Kosten, die sie anderen auferlegen, entsprechen. Und falls wir sie nicht aufbrechen, m&uuml;ssen wir ihre T&auml;tigkeit streng beschr&auml;nken. Man darf nicht zulassen, dass sie wie bisher auf Kosten anderer zocken. Die Banken sind politisch m&auml;chtig. Ihre Lobbyarbeit hat bisher gut funktioniert. Und jetzt hoffen sie darauf, dass sie noch einmal Wirkung zeigt. Damit sie weiter machen k&ouml;nnen, was sie wollen &ndash; egal welche Risiken dem Steuerzahler und der Volkswirtschaft damit aufgeb&uuml;rdet werden. Wir k&ouml;nnen es uns nicht leisten, dass es dazu kommt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/kommentare\/:Gastkommentar-Amerikas-Sozialismus-f%FCr-Reiche\/533844.html?mode=print\">FTD<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong> &laquo;F&uuml;r alle Beteiligten ist Sprengstoff drin&raquo;<\/strong><br>\nWenig Effizienz, falsche Anreize, ineffektive Konkurrenz &ndash; ein Sachverst&auml;ndigenrat gibt dem deutschen Gesundheitswesen schlechte Noten. Die Vorschl&auml;ge zur Abhilfe kommen einer kleinen Revolution gleich. &ndash; Die vorherrschende Medizin im Minutentakt hat ihre Hauptursache trotz &Auml;rzte-Honorarreform nach &Uuml;berzeugung der Forscher immer noch in den Bezahlungsregeln. Praxis&auml;rzte verdienen immer noch, wenn Patienten krank sind und h&auml;ufig einbestellt werden, wie Gerlach diagnostiziert. Der Sachverst&auml;ndigenrat schl&auml;gt die Bezahlung per Pauschale im Voraus vor. Erw&uuml;nschter Effekt: Je ges&uuml;nder die Patienten sind, je seltener sie zum Arzt gehen, desto mehr haben am Ende alle Beteiligten davon.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.netzeitung.de\/servlets\/page?section=704&amp;item=1392219\">Netzeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Dienstwagen sind wichtiger als das Wahlrecht<\/strong><br>\nWir werden weiterregiert von einer Gro&szlig;en Koalition bis zum letzten ihrer Tage. Denn f&uuml;r die SPD sind die Dienstwagen ihrer Minister wichtiger als ein Wahlrecht, das der Verfassung entspricht. Dies, obwohl ihre Chancen wegen dieses Wahlrechts die Wahl zu verlieren, gewachsen sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/blog\/82_wahlfisch\/archive\/2599_dienstwagen_sind_wichtiger_als_das_wahlrecht.html\">Stern<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>S-Bahn-Chaos &uuml;berraschte Berliner<\/strong><br>\nDas Unternehmen der Berliner S-Bahn hielt Sicherheitszusagen nicht ein. Eine Aufsichtsbeh&ouml;rde ordnete daraufhin die sofortige Stilllegung von Bahnen an. Das Verkehrs-Chaos am Dienstag war perfekt. Die Senatorin f&uuml;r Stadtentwicklung ist &ldquo;entsetzt&rdquo;.\n<blockquote><p>Die S-Bahn Berlin ist ein Tochterunternehmen der Bahn AG. Unter ihrem langj&auml;hrigen Chef Hartmut Mehdorn war die S-Bahn verpflichtet worden, j&auml;hrlich Millionenbetr&auml;ge an den Konzern abzuf&uuml;hren. Im vergangenen Jahr waren es rund 56 Millionen Euro. M&ouml;glich war dies nur durch einen rigiden Sparkurs.<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/Verkehr-S-Bahn;art18614,2836712\">Tagesspiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung des NDS-Lesers M.W.:<\/strong> In Berlin herrschte heute totales Verkehrschaos, weil Z&uuml;ge der S- Bahn aufgrund fehlender Wartung aus dem Verkehr genommen werden mussten. In nahezu allen Kommentaren wurde darauf hingewiesen, dass die fehlende Wartung der Fahrzeuge mit dem B&ouml;rsengang der Bahn in Verbindung steht: Die Berliner S- Bahn- Betriebe sind ein Tochterunternehmen der Bahn, und anstatt die Millionengewinne in Service und Wartung zu investieren, wurden diese an die Deutsche Bahn abgef&uuml;hrt. Wieder ein sch&ouml;nes Beispiel daf&uuml;r, dass die Privatisierungstendenzen bei der Bahn nicht zu einem besseren Funktionieren des Unternehmens f&uuml;hren, sondern infolge des Kostendrucks an Sicherheit und Service gespart wird. <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> Warum merken die Kommentatoren das erst so sp&auml;t?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>SpiegelOnline: Audi auf den Leim gegangen<\/strong><br>\nDie R&uuml;stungsspirale aus mehr Komfort, mehr Gewicht und gr&ouml;&szlig;eren Motoren dreht sich kontinuierlich und seit Jahrzehnten. Im Ergebnis steigt der Benzinverbrauch von Autos, und das Klima leidet. Das ist keine neue Erkenntnis, sondern eine Binsenweisheit unter Autofachleuten. Leider hindert das SpiegelOnline-Vielschreiber Tom Gr&uuml;nweg nicht daran, der PR-Abteilung von Audi auf den Leim zu gehen. In einem Text auf der Auto-Seite des f&uuml;hrenden deutschen Online-Mediums zitiert er den Entwicklungsvorstand Michael Dick vollkommen unkritisch mit der Forderung, die &bdquo;Gewichtsspirale m&uuml;sse zur&uuml;ckgedreht werden&ldquo;. Ja, klar. Doch irgendwo im Text h&auml;tte zumindest erw&auml;hnt werden m&uuml;ssen, dass genau bei Audi vor ein paar Jahren aus Profitgier eines der wenigen tats&auml;chlich leichten (und konkurrenzlos sparsamen) Autos beerdigt wurde: Der Audi A2 verbrauchte so wenig wie der 3-Liter-Lupo von VW, war aber viel gr&ouml;&szlig;er. Verluste hat dieses Pionierauto nicht gemacht &ndash; nur eben nicht die hochgesteckten Renditeziele der Audi-Chefetage erreicht. Wer so handelt und jetzt Leichtbau predigt, heuchelt. Und das m&uuml;sste ein guter Journalist seinen Lesern nat&uuml;rlich in Erinnerung rufen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.greenpeace-magazin.de\/index.php?id=5072&amp;tx_ttnews[tt_news]=54790&amp;tx_ttnews[backPid]=5069&amp;cHash=ca9fe667a6\">Greenpeace-Magazin<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Eingeschr&auml;nkte Erziehungskompetenz h&auml;ufigster Grund f&uuml;r Heimerziehung<\/strong><br>\nF&uuml;r 28 700 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene hat im Jahr 2007 die Erziehung in einem Heim oder in einer betreuten Wohnform begonnen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 17% mehr als im Jahr zuvor. Der Anteil der jungen Vollj&auml;hrigen lag bei rund 8%. Seit dem Jahr 2007 wird bei den Jugend&auml;mtern nach den Gr&uuml;nden f&uuml;r die Unterbringung von jungen Menschen in einem Heim oder einer betreuten Wohnform gefragt. Dabei k&ouml;nnen neben einem Hauptgrund bis zu zwei weitere Gr&uuml;nde f&uuml;r die Notwendigkeit einer erzieherischen Hilfe angegeben werden. Die eingeschr&auml;nkte Erziehungskompetenz der Eltern war mit 43% der am h&auml;ufigsten genannte Grund daf&uuml;r, dass junge Menschen in einem Heim untergebracht werden. In 35% der F&auml;lle wurden Auff&auml;lligkeiten im sozialen Verhalten und in 24% schulische beziehungsweise berufliche Probleme der jungen Menschen als Gr&uuml;nde angegeben. Mit jeweils 22% spielen die Gef&auml;hrdung des Kindeswohls oder die unzureichende F&ouml;rderung und Betreuung der Kinder und Jugendlichen ebenfalls eine gro&szlig;e Rolle.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2009\/06\/PD09__242__225,templateId=renderPrint.psml\">destatis.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Was die Statistik nicht leistet (leisten kann), ist die Beantwortung der Frage, warum es zu dieser Steigerung kommt. Wie kommt es zu &ldquo;eingeschr&auml;nkter Erziehungskompetenz&rdquo;? Warum zerbrechen Familien?&nbsp;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Senkung der Krankenkassenbeitr&auml;ge entlastet einseitig Arbeitgeber<\/strong><br>\nDas globalisierungskritische Netzwerk Attac hat der Gro&szlig;en Koalition vorgeworfen, mit der morgigen Senkung der Krankenkassenbeitr&auml;ge im Rahmen des Konjunkturpaketes die gesellschaftliche Ungleichverteilung weiter zu versch&auml;rfen, statt sie als eine zentrale Ursache der Finanz- und Wirtschaftskrise zu bek&auml;mpfen.\n<p><em>&ldquo;Diese Form von Krisenmanagement bedeutet, Brandbeschleuniger ins Feuer sozialer Ungerechtigkeit zu gie&szlig;en&rdquo;<\/em> sagte Arndt Dohmen, Chefarzt der Hochrheinklinik Bad S&auml;ckingen und Mitglied der bundesweiten Attac-Arbeitsgemeinschaft <em>&ldquo;Soziale Sicherungssysteme&rdquo;<\/em>. <em>&ldquo;Mit ihren Steuern zahlen die Arbeitnehmer f&uuml;r die Beitragssenkung, die zur H&auml;lfte den Arbeitgebern zugute kommt. Ab 2010, wenn die Krankenkassen dann Zusatzbeitr&auml;ge erheben, m&uuml;ssen die Arbeitnehmer auch noch die fehlenden Beitr&auml;ge der Arbeitgeber ausgleichen.&rdquo;<\/em><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/aktuell\/presse\/detailsicht\/datum\/2009\/06\/30\/senkung-der-krankenkassenbeitraege-entlastet-einseitig-arbeitgeber\/?no_cache=1\">ATTAC-Netzwerk<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Zeitenwende beim Pensionsverein<\/strong><br>\nDer Pensions-Sicherungs-Verein entscheidet mit &uuml;ber das Schicksal in Not geratener Firmen. Nun droht bei den Betriebsrenten ein Beitragsschub in Rekordh&ouml;he. Denn allein der Arcandor-Schaden geht in die Milliarden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/industrie\/:Mitgliederversammlung-Zeitenwende-beim-Pensionsverein\/533861.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Was die Rentenerh&ouml;hung bringt<\/strong><br>\nDie Altersbez&uuml;ge der 20 Millionen Rentner steigen so stark wie seit 15 Jahren nicht mehr. Auch Hartz-IV-Empf&auml;nger bekommen mehr Geld. F&uuml;r die darniederliegende Wirtschaft wird dies einen kleinen, positiven Effekt haben, meinen Volkswirte. Westdeutsche Rentner erhalten ab heute 2,4 Prozent mehr Geld, in Ostdeutschland betr&auml;gt das Plus sogar 3,4 Prozent. Ein sogenannter Eck-Rentner mit 45 Beitragsjahren und einem Durchschnittslohn erh&auml;lt k&uuml;nftig 1224 Euro im Monat und damit 28,80 Euro mehr als bisher. \n<p>Langzeitarbeitslose Singles erhalten ab heute einen Regelsatz von 359 Euro im Monat &ndash; acht Euro mehr als bisher. &Auml;hnlich sind die Zuschl&auml;ge f&uuml;r Partner und Kinder von bed&uuml;rftigen Menschen. Einzige Ausnahme: Kinder zwischen sieben und 14 Jahren erhalten deutlich mehr, sie haben nun Anspruch auf 251 Euro und damit 40 Euro mehr. Diese Zulage ist Teil des Konjunkturpakets II der gro&szlig;en Koalition. Die Hartz-IV-Erh&ouml;hung wird praktisch keine Spuren in der Gesamtwirtschaft hinterlassen, betont der Volkswirt Horn. Denn die Bundesregierung rechnet gerade mal mit Mehrkosten von 545 Millionen Euro im Jahr. Zu bedenken sei auch, meint Sozialexperte Kumpmann, dass die Hartz-IV-S&auml;tze seit Inkrafttreten der Arbeitsmarktreform im Jahr 2005 real gesunken seien. Auch nach der jetzigen Erh&ouml;hung erhielten Arbeitslosengeld-II-Bezieher real weniger als vor vier Jahren.<\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Auch die Kaufkraft der Rentner ist real von 2004 bis 2008 um ca.8,5 Prozent gesunken. Der Grund daf&uuml;r waren Nullrunden sowie minimale Steigerungen der Renten bei gleichzeitiger Inflation. Das gleicht die jetzige Erh&ouml;hung&nbsp; genauso wenig wie bei&nbsp; Hartz-IV-S&auml;tzen aus. Leider nimmt die FR diese Entwicklung nicht ernst genug und schreibt: <\/em><\/p>\n<blockquote><p>Volkswirtschaft hin oder her, f&uuml;r die einzelnen Leute gibt es immerhin ein bisschen mehr Geld. <\/p><\/blockquote>\n<p>So sieht ein Gegensteuern bei Sozialabbau und Altersarmut nicht aus.<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Zu guter Letzt:<\/strong>\n<p><strong>Volker Pispers: &ldquo;Wenn ich die Zeitung aufschlage, m&ouml;chte ich zur&uuml;ckschlagen.&rdquo;<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/radio\/wdr2\/westzeit\/detail.phtml?id=493439\">WDR 2<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hinweise des Tages <\/p>\n<p>(WL\/KR\/AM)<\/p>\n<p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p>\n<ol>\n<li><a href=\"?p=4033#h01\"> Zum Urteil des Bundesverfassungsgerichts &uuml;ber den Lissabon Vertrag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4033#h02\">Ein Spiel auf Zeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4033#h03\">Tats&auml;chliche Arbeitslosigkeit 4,55 Millionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4033#h04\">Kurzarbeitergeld: Wie Unternehmen den Staat pl&uuml;ndern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4033#h05\">Angst vor einer Kreditklemme<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4033#h06\">Regulierte Wechselkurse f&uuml;r mehr Stabilit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4033#h07\">Arbeitsmarkt : Randbelegschaften verlieren Jobs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4033#h08\">Ex-HRE-Manager<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4033\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4033","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4033","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4033"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4033\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4033"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4033"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4033"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}