{"id":40339,"date":"2017-09-28T08:42:05","date_gmt":"2017-09-28T06:42:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40339"},"modified":"2017-09-28T08:42:05","modified_gmt":"2017-09-28T06:42:05","slug":"hinweise-des-tages-2969","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40339","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40339#h01\">SPD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40339#h02\">AfD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40339#h03\">Sakko Springer Stiefel &ndash; Die nationalneoliberale Republik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40339#h04\">Butterwegge fordert &raquo;Gro&szlig;offensive&laquo; gegen Kinderarmut <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40339#h05\">F&uuml;nfmal so viele Leiharbeiter wie vor 20 Jahren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40339#h06\">Jeremy Corbyn&rsquo;s 2017 Labour conference speech &ndash; the full transcript<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40339#h07\">Reform der Eurozone: Macrons Schattenboxen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40339#h08\">Pessimistische Prognose<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40339#h09\">Staatsverschuldung als Herrschaftsstrategie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40339#h10\">15 Euro f&uuml;r 30 Minuten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40339#h11\">Das Rastatt-Desaster<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40339#h12\">G-20-Gegner vor Gericht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40339#h13\">Vor Unabh&auml;ngigkeitsreferendum: Polizisten sollen Wahllokale in Katalonien besetzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40339#h14\">Politiker aus der Karibik und Lateinamerika betonen vor UNO globale Probleme<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40339#h15\">Rechte Parteien in Europa &ndash; Jeder k&auml;mpft f&uuml;r sich allein<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>SPD<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Es ist Zeit!<\/strong><br>\nSo schlecht war dieser Wahlslogan gar nicht.<br>\nMit einer anderen Strategie, klareren Inhalten und einer anderen Kultur h&auml;tte die SPD vielleicht sogar gewinnen k&ouml;nnen.<br>\nUmso wichtiger ist es jetzt, klar zu sagen wof&uuml;r keine Zeit ist. Wof&uuml;r sich auf der anderen Seite mehr Zeit genommen werden muss. Sonst bleibt alles so, wie es nicht ist. Es ist keine Zeit, um Personalentscheidungen an der Fraktionsspitze jetzt zu treffen. Auch wenn da sofort &bdquo;abgesichern&ldquo; werden soll. Bundesvorstand wie Fraktionsvorstand k&ouml;nnen mindestens bis zum ordentlichen Bundesparteitag gesch&auml;ftsf&uuml;hrend im Amt bleiben.<br>\nEs ist Zeit, endlich wieder Parteitage zu veranstalten und sie nicht zu Kr&ouml;nungsmessen, Inszenierungen und Events zu degradieren. Parteitage, auf denen kontrovers, sachlich, leidenschaftlich, kultiviert und emotional debattiert wird. Entscheidungen in freier Abstimmung sachlich wie personell getroffen werden, ohne Drohung, &ldquo;das k&ouml;nnte jemanden besch&auml;digen&ldquo;.<br>\nEs ist Zeit, endlich die Fakten zu erkennen. Nicht sie weg zu fabulieren. Die SPD hat seit 1998 die H&auml;lfte ihrer W&auml;hler*innen und Mitglieder verloren. Das geh&ouml;rt zusammen gedacht. Es hat etwas miteinander zu tun. Das sind nicht Menschen die die grandiose Strategie nicht verstanden haben. Im Gegenteil; sie haben verstanden. Deshalb sind gegangen und w&auml;hlen uns nicht mehr.<br>\nEs ist deshalb h&ouml;chste Zeit f&uuml;r eine kritische, offene klare Aufarbeitung. Das gilt f&uuml;r die Agenda 2010, vor allem f&uuml;r die fortw&auml;hrenden Sanktionen bei Hartz IV, und die Rentenfrage. Das gilt f&uuml;r die Austerit&auml;tspolitik der Troika, die S&uuml;deuropa an den Abgrund gebracht hat und Millionen Menschen in Armut st&uuml;rzte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/andrea.ypsilanti.3\/posts\/984676571673715\">Andrea Ypsilanti via Facebook<\/a><\/li>\n<li><strong>Jetzt m&uuml;ssen die Frauen ran<\/strong><br>\nMehr Frauen in F&uuml;hrungspositionen war ein Ziel von Merkel &ndash; und auch von Schulz. Aber die kleinen Schritte in der Sache sind oft nur Inszenierung. [&hellip;]<br>\nWas das Bild eigentlich sagt: Nachdem es die M&auml;nner verbockt haben, m&uuml;ssen die Frauen ran. Sie sollen die SPD aus dem Sumpf ziehen und mit der hippen Message &bdquo;Wir sind Frauen&ldquo; die Glaubw&uuml;rdigkeit der Partei wiederherstellen.<br>\nIst Nahles daf&uuml;r die Richtige? Die Parteilinke ist nicht unumstritten. Ihre Art zu reden, das Ins-Mikro-Br&uuml;llen und der leicht demagogische Tonfall, das muss man m&ouml;gen. Oder ertragen.<br>\nWomit aber man aber rechnen darf: Mit Nahles wird sich der Ton &auml;ndern. Nicht weil Nahles eine Frau ist, sondern weil Nahles Nahles ist. Sie gilt als Teamplayerin und als eine, die mit den Leuten redet. Eine gute Nachricht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Kommentar-Andrea-Nahles-und-die-SPD\/!5447891\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die taz mach sich selbst wieder einmal alle Ehre und bricht komplexe politische Zusammenh&auml;nge auf die Geschlechterfrage herunter. Wenn man es gut mit der taz meint, k&ouml;nnte man diesen Kommentar unterkomplex nennen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Mutti der SPD<\/strong><br>\nAndrea Nahles ist mit ihrer Wahl zur Fraktionsvorsitzenden das neue Gesicht der SPD. Um daraus auch eine neue SPD machen zu k&ouml;nnen, wird sie Parteivorsitz und Kanzlerkandidatur fr&uuml;her oder sp&auml;ter f&uuml;r sich beanspruchen m&uuml;ssen [&hellip;]<br>\nSchulz musste den Fraktionsvorsitz Andrea Nahles &uuml;berlassen, die mit diesem Sprung in die erste Reihe der Partei- und Bundespolitik dort angekommen ist, wohin sie schon seit langem beharrlich, aber mit der n&ouml;tigen Geduld zielte. Am Ziel ist sie deshalb noch nicht. An dieser Fraktionsvorsitzenden geht weder der Parteivorsitz noch die Kanzlerkandidatur vorbei. Nahles wird in beiden F&auml;llen ein entscheidendes Wort mitreden und im Zweifel, zu gegebener Zeit, beides f&uuml;r sich beanspruchen. Nur wenige werden sich mit ihr messen lassen k&ouml;nnen. Der kantige Olaf Scholz und die gern untersch&auml;tzte Manuela Schwesig (die neue Troika?) geh&ouml;ren dazu. Das Ma&szlig; der Dinge, Mutti der SPD, ist aber nun sie selbst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/bundestagswahl\/andrea-nahles-ist-spd-fraktionsvorsitzende-kommentar-15217686.html\">Jasper von Altenbockum in der FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Lenin soll einmal gesagt haben &ndash; &bdquo;Sag mir, wer Dich lobt und ich sage Dir, was Du falsch gemacht hast&ldquo;. Es ist unglaublich, mit welchem Elan die b&uuml;rgerlichen Leitartikler versuchen, Andrea Nahles nicht nur zur neuen Fraktionsvorsitzenden, sondern gleich zur neuen Parteichefin und Kanzlerkandidatin hoch zu schreiben. Und das keine drei Tage nach dem Wahldebakel.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Erfahrung ist &lsquo;ne gute Sache!<\/strong><br>\nDie neue SPD-Fraktionschefin Andrea Nahles will in ihrer bei der Wahl abgest&uuml;rzten Partei einen Erneuerungsprozess ansto&szlig;en. &ldquo;Es muss ein Ruck durch die gesamte SPD gehen&rdquo;, sagte Nahles im tagesthemen-Interview. &ldquo;Wir m&uuml;ssen deutlich machen, dass wir die Partei sind, die soziale Gerechtigkeit in den Mittelpunkt stellt.&rdquo; Eine weitere Herausforderung sei die Digitalisierung: &ldquo;Der digitale Kapitalismus greift die Grundfesten der sozialen Marktwirtschaft an. Und da werden wir die Stimme sein, die diesen Transformationsprozess begleitet.&rdquo;<br>\nNahles wies Kritik von sich, sie sei wegen ihrer langj&auml;hrigen Mitgliedschaft in der SPD-Spitze nicht geeignet, ihre Partei neu auszurichten. &ldquo;Es ist wichtig, dass wir uns einen Erneuerungsprozess verordnen und Teamarbeit leisten. Und da bin ich erfahren &ndash; Gott sei dank, denn Erfahrung ist eine gute Sache.&rdquo; Auch f&uuml;r die anstehenden inhaltlichen Debatten f&uuml;hlt sich Nahles durch ihre Arbeit als Ministerin gut ger&uuml;stet.<br>\nZudem betonte sie, dass ihre &Auml;u&szlig;erung, ihre Unions-Kollegen bek&auml;men &ldquo;in die Fresse&rdquo;, nicht w&ouml;rtlich zu nehmen sei. Die Formulierung sei zuerst am Kabinettstisch gefallen &ndash; im Beisein der Unionsminister &ndash; und die CDU- und CSU-Kollegen h&auml;tten dies klar als Scherz verstanden und dar&uuml;ber gelacht. Hinterher habe sie die Anekdote in der SPD-Fraktion erz&auml;hlt, wodurch offenbar der unmittelbare Zusammenhang verloren ging.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/nahles-tagesthemen-101.html\">Tagesschau<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Bei der SPD wei&szlig; man schon lange nicht mehr ob man weinen oder lachen soll. Nahles hat als Bundesministerin f&uuml;r Arbeit und Soziales der gro&szlig;en Koalition die Hartz IV Sanktionen weiter versch&auml;rft und legt nun die gleiche Platte auf wie Schulz, sie wolle &ldquo;die soziale Gerechtigkeit in den Mittelpunkt&rdquo; stellen. Wie das desastr&ouml;se Wahlergebnis zeigt, dass Martin Schulz eingefahren hat, glaubt der SPD diese Leier kein Mensch mehr. Die SPD-F&uuml;hrung scheint inzwischen in einer v&ouml;lligen Parallelwelt zu leben. Allein die Vorschusslorbeeren im neoliberalen Zentralorgan, dem Spiegel und nicht nur dort, zeigen, dass von Nahles nicht ein Millimeter Abweichung vom neoliberalen Kurs der SPD zu erwarten ist: &ldquo;Dabei hat die Noch-Arbeitsministerin die vergangenen vier Jahre in der Gro&szlig;en Koalition genutzt, um sich als ernsthafte, problemorientierte Politikerin zu profilieren.&rdquo; Und das Allerbeste ist Nahles als &ldquo;Parteilinke&rdquo; zu bezeichnen. Nach weiteren Berichten hat Nahles eine gr&uuml;ndliche Ursachenforschung f&uuml;r das schlechte Abschneiden der SPD angek&uuml;ndigt. Da darf man gespannt sein. Aber jede Wette, die Agenda 2010 wird dabei mit keinem Wort erw&auml;hnt werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Schr&ouml;der: SPD hat keine &ouml;konomische Kompetenz mehr<\/strong><br>\nDie Niederlage der SPD bei der Bundestagswahl hat vor allem einen Grund, glaubt Altbundeskanzler Schr&ouml;der. Auch das Verhalten der SPD nach der Wahl sieht er kritisch &ndash; und macht sich &uuml;ber die &bdquo;Raufbolde&ldquo; in der CSU lustig.<br>\nAltkanzler Gerhard Schr&ouml;der (SPD) hat den Verlust &ouml;konomischer Kompetenz als wichtige Ursache f&uuml;r die schweren Verluste seiner Partei bei der Bundestagswahl ausgemacht. &bdquo;Sie k&ouml;nnen in Deutschland keine Mehrheit bilden ohne &ouml;konomische Kompetenz&ldquo;, sagte er auf dem Versicherungstag in Berlin. Niemand habe etwas gegen Gerechtigkeit, vor dem Verteilen von Mitteln m&uuml;sse allerdings dar&uuml;ber nachgedacht werden, auf welchem wirtschaftlichen Fundament das geschehen solle. &bdquo;Was verteilt werden soll, muss erarbeitet werden&ldquo;, betonte Schr&ouml;der. Auch mit dem Reformprogramm Agenda 2010 habe er als Bundeskanzler Fehler gemacht, es symbolisiere aber die &ouml;konomische Kompetenz, die den Sozialdemokraten in seiner Regierungszeit noch zugeschrieben worden sei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/gerhard-schroeder-beurteilt-wahlschlappe-der-spd-15220412.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Das von dem Mann, der &uuml;ber die primitive neoklassische Ideologie hinaus exakt nichts von Volkswirtschaft versteht und sich sein wirtschaftspolitisches Programm von Hans-Werner Sinn und der INSM hat schreiben lassen. Ermahnt die SPD, die ihre Wahlniederlagen seiner verheerenden Politik zu verdanken hat, und dann warnt er vor der AfD, ebenfalls ein Ergebnis der Schr&ouml;der-Politik. Was meint der Mann eigentlich mit &bdquo;Was verteilt werden soll, muss erarbeitet werden&ldquo; &ndash; vor allem, wenn (in Form des von ihm verursachten exzessiven Au&szlig;enhandels&uuml;berschusses) den Arbeitnehmern &uuml;ber 8 Prozent des Bruttosozialprodukts vorenthalten werden? Unfassbar.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Die Agenda 2010 als Beleg f&uuml;r &ouml;konomische Kompetenz anzuf&uuml;hren, ist genau der Trick (vergiftetes Lob), mit dem die marktkonformen Kr&auml;fte in diesem Land die SPD immer wieder disziplinieren wollen. Die Partei soll ihren Kurs ja nicht &auml;ndern.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>AfD<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Wir brauchen eine echte Wende<\/strong><br>\nZw&ouml;lfkommasechs Prozent. Das vorerst amtliche Endergebnis der AfD. Wer jetzt noch behauptet, dieses Land sei nicht gespalten, scheint die Augen fest verschlossen zu haben. Die Aufarbeitung der Wiedervereinigung indes w&auml;re ein Augen&ouml;ffner. Gegenw&auml;rtig scheint bei vielen eine Art Wagenburgmentalit&auml;t vorzuherrschen, folgt man den Reaktionen in den sozialen Medien. Apps mit denen man AfD-Anh&auml;nger ausfindig machen kann, um sie dann aus der Facebook-Freundesliste zu werfen, sind dabei &auml;hnlich hilfreich, wie sich die Augen in der Hoffnung auszustechen, man k&ouml;nne Armut durch Blindheit bek&auml;mpfen.<br>\nAuch ich bin zutiefst ersch&uuml;ttert (wenn auch so gar nicht &uuml;berrascht). Trotzdem ziehe ich es erstens vor, zu wissen, wie die Anh&auml;nger der Neuen Rechten denken und zweitens zu verstehen, warum Sie so denken. Es sind ja auch nicht alles &uuml;berzeugte Nazis. Auch wenn diese Erkenntnis alleine nicht hilft, den Wahlerfolg einer rechtspopulistischen Partei zu verhindern, sollte man sich dennoch mit ihnen auseinandersetzen. Sich dieser Auseinandersetzung zu widersetzen, indem man die AfD-W&auml;hler ausgrenzt, ist eine Bek&auml;mpfung der Symptome und nicht der Ursachen.<br>\nFreilich soll das in keiner Weise bedeuten, dass man bei faschistischen &Auml;u&szlig;erungen ein Auge zudr&uuml;cken darf. Da es nach der Wahl aber offensichtlich eine kollektive Weigerung gibt, sich der zweiten Frage von oben zu stellen, m&ouml;chte ich im Folgenden den Faden von Patrick Kaczmarczyk und Heiner Flassbeck aufgreifen und meine Sicht der Dinge darlegen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2017\/09\/wir-brauchen-eine-echte-wende\/\">Makroskop<\/a><\/li>\n<li><strong>Wirtschaftspolitik der AfD: Maximale Forderungen, minimaler Plan<\/strong><br>\nDas Wirtschaftsprogramm der AfD &auml;hnelt dem von Trump oder den Brexit-Bef&uuml;rwortern. F&uuml;r die parlamentarische Arbeit l&auml;sst das nichts Gutes erwarten.<br>\nKann die Eurozone aufgel&ouml;st werden &ndash; und falls ja, wie? &Uuml;ber diese Frage wurden in den vergangenen Jahren Hunderte Seiten in Studien und B&uuml;chern geschrieben. Jene Partei aber, an deren Anfang das Nein zur europ&auml;ischen W&auml;hrung stand, handelt die Frage heute mit wenigen S&auml;tzen ab. Die Regeln der Eurozone seien &ldquo;zerst&ouml;rt worden&rdquo;, hei&szlig;t es im Wahlprogramm der AfD. &ldquo;Deshalb muss Deutschland die Transferunion aufk&uuml;ndigen und den Euroraum verlassen.&rdquo; Die Deutschen sollten &ldquo;nach dem britischen Vorbild &uuml;ber den Verbleib Deutschlands in der Eurozone und gegebenenfalls der EU abstimmen!&rdquo;<br>\nZwar r&auml;umt die AfD ein, &ldquo;dass die R&uuml;ckabwicklung einer fast 20 Jahre zur&uuml;ckliegenden Fehlentscheidung finanziell schwierig sein wird&rdquo;. Doch Details zu dieser Abwicklung, etwa zum enormen Risiko, die sie f&uuml;r deutsche Unternehmen bedeuten w&uuml;rde? Fehlanzeige. Die Passage zum Euro ist symptomatisch: Die AfD, urspr&uuml;nglich von einem Wirtschaftsprofessor gegr&uuml;ndet, verbindet bei &ouml;konomischen Themen heute Maximalforderungen mit minimaler Planung. So fordert die Partei auch gewaltige Steuerreformen: Die Mehrwertsteuer soll um gleich sieben Prozentpunkte gesenkt werden, was f&uuml;r den Staat hohe zweistellige Milliardenverluste bedeuten w&uuml;rde. Hinzu k&auml;me ein einstelliges Milliardenminus bei der Erbschaftsteuer, welche die AfD ganz abschaffen will. Konzepte zur Gegenfinanzierung sucht man vergeblich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/das-afd-wirtschaftsprogramm-erinnert-an-donald-trump-kommentar-a-1169961.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Der Hinweis auf die Armseligkeit des Wirtschaftsprogramms der AfD ist ja berechtigt. Allerdings konnte ich beim SPIEGEL dieselbe und genauso berechtigte Kritik an den armseligen und genauso neoliberalen Wirtschaftsprogrammen von FDP (&ldquo;Steuersenkungen Steuersenkungen Steuersenkungen&rdquo;, &ldquo;Arbeitsrecht und Renteneintrittsalter flexibilisieren&rdquo;, &ldquo;der Markt richtet alles&rdquo;, 30 Milliarden Euro Steuersenkungen ohne Gegenfinanzierung), CDU (15 Milliarden Euro Steuersenkungen, minimale staatliche Investitionen) und CSU (&auml;hnlich) nicht finden. Und eine Selbstkritik des SPIEGEL, der seit den fr&uuml;hen 1990er Jahren neoliberale &ldquo;Reformen&rdquo; gefordert und sp&auml;ter die Agenda 2010 mit Z&auml;hnen und Klauen verteidigt hat, angebotsorientierte Politik bef&uuml;rwortet, faktenwidrig die Rente als unbezahlbar tituliert und extreme Handelsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse OK findet und verteidigt etc. pp., fehlt ebenfalls. Dreist.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: &bdquo;Fleisch vom Fleische des B&uuml;rgertums&ldquo;: Warum AfD noch lange da bleiben wird<\/strong><br>\n&bdquo;Es handelt sich um alten Wein in neuen Schl&auml;uchen&ldquo;, hatte Crome schon 2015 in seinem Buch &bdquo;AfD. Eine Alternative?&ldquo; festgestellt. Er habe damals bereits den deutlichen Einzug der AfD in den Bundestag in diesem Jahr vorhergesagt. Abgesehen von einigen &bdquo;Schreih&auml;lsen&ldquo; in dieser Partei sch&auml;tzt Crome diese als den &bdquo;fr&uuml;heren rechten Fl&uuml;gel der CDU&ldquo; ein, &bdquo;der vor Merkels Modernisierung in dieser Partei seinen Platz hatte&ldquo;. Das Programm der AfD gibt aus seiner Sicht den Vorwurf, es handele sich um Nazis, nicht her. Es beziehe sich dagegen auf die Traditionen des Konservatismus und des Liberalismus in Deutschland, auch auf das Grundgesetz der Bundesrepublik.<br>\n&bdquo;Ansonsten muss man erstmal zur Kenntnis nehmen: Da sind jetzt Bundestagsabgeordnete, die 13 Prozent der W&auml;hlerschaft vertreten.&ldquo;<br>\nDie AfD-Inhalte seien &bdquo;nichts anderes als das, was die CDU der alten Bundesrepublik in der Vergangenheit gewesen ist&ldquo;. Deshalb sei diese Partei &bdquo;Fleisch vom Fleische des deutschen B&uuml;rgertums und seiner politischen Vertretung&ldquo;, so Crome. Das zeige nicht nur die Herkunft einer Reihe von Parteifunktion&auml;ren wie Alexander Gauland. Davon zeuge auch, was der &Ouml;konom Heiner Flassbeck bei einer Analyse der Wirtschaftspositionen in den Wahlprogrammen feststellte: Die von Union, FDP und AfD stimmten in ihrer neoliberalen Ausrichtung im Grunde v&ouml;llig &uuml;berein, mit nur marginalen Unterschieden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.sputniknews.com\/politik\/20170927317611155-gruende-fuer-afd-erfolg-buch\/\">Sputnik<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Vier Thesen zum AfD-Erfolg in Ostdeutschland<\/strong><br>\nFragt man AfD-W&auml;hler nach den Gr&uuml;nden ihrer Stimmabgabe, offenbart sich weit &uuml;berwiegendes Desinteresse an programmatischen Inhalten der Partei. Stattdessen wird berichtet von Widerspr&uuml;chen zwischen dem, was aus dem Mund von Vertretern der bundesweit agierenden &bdquo;Altparteien&ldquo; zu h&ouml;ren ist, und den eigenen Lebenserfahrungen. Begriffe, wie &bdquo;wirtschaftliche St&auml;rke Deutschlands&ldquo; oder &bdquo;Vollbesch&auml;ftigung&ldquo; prallen (mal abgesehen von eng begrenzten ostdeutschen Boomregionen) auf das Erleben einer unternehmens- und wachstumsarmen Heimatregion. In dieser sind Minijobs an der Tagesordnung und werden Handwerker zu Nomaden, die ihr Geld im Westen verdienen oder mit polnischen und tschechischen Niedrigpreis-Wettbewerbern zu k&auml;mpfen haben.<br>\nDeshalb w&auml;hlten im Osten nicht nur sozial Schwache, sondern vergleichsweise viele kleine Mittelst&auml;ndler AfD. Die so genannten &bdquo;Altparteien&ldquo; reden von Globalisierung und Digitalisierung und hinterlassen den Eindruck gro&szlig;er thematischer Ferne. Dagegen regt sich Widerstand in der Wahlkabine. Das Erschrecken der Demokraten davor, dass so viele Ostdeutsche eine Partei w&auml;hlen, deren Vertreter zum Teil offen rassistisch auftreten, best&auml;tigt die Protestw&auml;hler sogar: Jetzt wachen sie auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/nach-der-bundestagswahl-vier-thesen-zum-afd-erfolg-in-ostdeutschland\/20381742.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Hier wird zumindest Ansatzweise etwas angesprochen was in der &ouml;ffentlichen politischen Diskussion in Deutschland bisher v&ouml;llig verdr&auml;ngt und vermieden wurde, was die Wiedervereinigung und die anschlie&szlig;ende Deindustrialisierung der ehemaligen DDR mit den dort lebenden Menschen angestellt hat. Als Stichwort sei hier das uns&auml;gliche wirken der Treuhand Anstalt genannt: Die ostdeutschen Firmen wurden fast ausnahmslos an westdeutsche Unternehmen verkauft, 4.000 Betriebe wurden geschlossen, 2,5 Millionen Menschen verloren innerhalb kurzer Zeit ihre Arbeitspl&auml;tze.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Sakko Springer Stiefel &ndash; Die nationalneoliberale Republik<\/strong><br>\nTriumphator Gauland. Merkel abgestraft &ndash; vielleicht vor allem wegen der menschlichsten Entscheidung ihrer Amtszeit. SPD geschreddert. Die Linke schw&auml;chste Oppositionspartei. Und vielleicht k&uuml;nftig eine Regierung Merkel\/Lindner\/Hofreiter. &bdquo;Ach, du mein schauriges Vaterland&ldquo;, sang Konstantin Wecker. Mit dem neuen Bundestag wird die Arbeit au&szlig;erparlamentarisch Oppositioneller und kritischer Journalisten nicht leichter. Eine Hoffnung bleibt jedoch: Wenn wenige betuchte AfD-W&auml;hler ihre Miete nicht mehr bezahlen k&ouml;nnen, wenn ihnen der Strom gesperrt und ihre geliebte CD-Sammlung rausgepf&auml;ndet wird, dann werden sie merken, dass man Ausl&auml;nderfeindlichkeit nicht essen kann. (Roland Rottenfu&szlig;er)<br>\n&bdquo;Der W&auml;hler hat gesprochen.&ldquo; Nach Wahlen klingt es immer so, als existiere ein einheitliches Riesenwesen, &bdquo;der W&auml;hler&ldquo;, der eine bestimmte Botschaft an die Politik senden wollte. Der W&auml;hler will mit seinen Sorgen bez&uuml;glich &Uuml;berfremdung und Terrorismus ernst genommen werden. Der W&auml;hler straft SPD und Union ab. Der W&auml;hler verzehrt sich nach mehr Digitalisierung. Vor allem will der W&auml;hler immer und immer wieder mit matter, jedoch beharrlicher Liebesglut eine Frau: Angela Merkel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/hinter-den-schlagzeilen.de\/sakko-springer-stiefel-die-nationalneoliberale-republik\">Hinter den Schlagzeilen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Butterwegge fordert &raquo;Gro&szlig;offensive&laquo; gegen Kinderarmut<\/strong><br>\nDer Politikwissenschaftler Christoph Butterwegge appelliert an die k&uuml;nftige Bundesregierung, den Kampf gegen die soziale Ausgrenzung von Kindern zu einer Schwerpunktaufgabe zu machen. &raquo;Deutschland braucht eine Gro&szlig;offensive gegen Kinderarmut&laquo;, erkl&auml;rte der Armutsforscher laut einem Redemanuskript mit Thesen, die er am Mittwoch auf einem Armutskongress in K&ouml;ln vorstellen will.<br>\nVordringliches Ziel m&uuml;sse sein, Haushalts&uuml;bersch&uuml;sse f&uuml;r den Ausbau der sozialen Infrastruktur zu verwenden. Ein Mittel daf&uuml;r sollte sein, den Solidarit&auml;tszuschlag umzuwidmen und die so j&auml;hrlich als &raquo;Soli&laquo; erhobenen rund 15 Milliarden Euro im Kampf gegen Armut zu nutzen.<br>\nButterwegge, der bis zum vergangenen Jahr Politikwissenschaft an der Universit&auml;t K&ouml;ln lehrte, mahnte, dass sich die Kinderarmut ohne eine gro&szlig;e Kraftanstrengungen verfestigen und bis zur Mitte der Gesellschaft vordringen werde. W&auml;hrend der j&uuml;ngsten Legislaturperiode sei es der Regierung nicht gelungen, die Zahl der bundesweit knapp 2,7 Millionen Kinder und Jugendlichen unterhalb der EU-offiziellen Armutsgef&auml;hrdungsgrenze zu senken, kritisierte er.<br>\nDer ehemalige Kandidat der Linkspartei f&uuml;r das Amt des Bundespr&auml;sidenten fordert au&szlig;erdem unter anderem einen gesetzlichen Mindestlohn von mindestens zehn Euro pro Stunde und eine Neuberechnung des Hartz-IV-Regelsatzes.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1065070.butterwegge-fordert-grossoffensive-gegen-kinderarmut.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>F&uuml;nfmal so viele Leiharbeiter wie vor 20 Jahren<\/strong><br>\n<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170928-hdt-01.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170928-hdt-01-small.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaft-in-zahlen\/grafik-immer-mehr-leiharbeiter-in-deutschland-15220582.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die starke Zunahme auf fast 1 Million ist ein Grund zur Trauer, denn die Zeitarbeiter leiden. Aber die Arbeitgeberzeitung jubelt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Jeremy Corbyn&rsquo;s 2017 Labour conference speech &ndash; the full transcript<\/strong><br>\nHe declared: &ldquo;Conference, against all predictions in June we won the largest increase in the Labour vote since 1945 and achieved Labour&rsquo;s best vote for a generation.  It&rsquo;s a result which has put the Tories on notice and Labour on the threshold of power. &ldquo;Yes, we didn&rsquo;t do quite well enough and we remain in opposition for now, but we have become a Government-in-waiting.&rdquo;<br>\nElsewhere in his speech, the Labour leader:\n<ul>\n<li>Pledged to introduce controls on private rents if elected, condemning &ldquo;forced gentrification and social cleansing&rdquo;.<\/li>\n<li>Vowed that Labour would not give a &ldquo;green light to a recklesss Tory Brexit agenda  that would plunge Britain into a Trump-style race-to-the-bottom&rdquo;. <\/li>\n<li>Said only Labour could unite EU Leave and Remain voters, by running the economy better so that one blames migrants for driving down pay and conditions.<\/li>\n<li>Attacked the traditional media and its tax exile owners who &ldquo;trash Labour at every turn&rdquo; &ndash; with a particular focus on the Daily Mail.<\/li>\n<li>Condemned the &ldquo;intolerable misogynistic and racist abuse&rdquo; aimed at Diane Abbott<\/li>\n<li>Urged Theresa May to call another snap election: &ldquo;Take another walking holiday and make another impetuous decision.&rdquo;<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.totalpolitics.com\/articles\/news\/jeremy-corbyn%E2%80%99s-2017-labour-conference-speech-full-transcript\">Total Politics<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu: What Jeremy Corbyn can teach the left in Europe<\/strong><br>\nCorbyn&rsquo;s inner circle view Martin Schulz&rsquo;s general election campaign with disdain. The German Social Democrat leader&rsquo;s offer to the electorate was summed up by one Corbyn campaign insider as: &ldquo;Agree with [Angela] Merkel on everything but challenge her from the right on asylum. Madness.&rdquo; Corbyn&rsquo;s senior lieutenants believe the key to success is populist insurgency. &ldquo;The most viable form of opposition politics right now is both anti-austerity and anti-systemic,&rdquo; one senior Labour official said.<br>\nThe left must show voters there are &ldquo;fundamental differences&rdquo; between its vision of society and the right&rsquo;s, the official said. &ldquo;It&rsquo;s no good just saying they are not very nice. You cannot shy away from conflict and controversy when you&rsquo;re on the side where the people are.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.politico.eu\/article\/what-labour-leader-jeremy-corbyn-can-teach-the-left-in-europe\/\">Politico<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Kriegserkl&auml;rung an das Kapital<\/strong><br>\nWenn alle Medien und Unternehmerverb&auml;nde einen anschreien, dann hat man als gro&szlig;e linke Partei wohl etwas richtig gemacht. Das k&ouml;nnte sich zumindest Jeremy Corbyn, der Vorsitzende der britischen Labour Partei zum Abschluss des diesj&auml;hrigen Parteitags in Brighton denken. In seiner Abschlussrede am Mittwoch bezeichnete er Labour als &raquo;Regierung im Wartestand&laquo;. Premierministerin Theresa May rief er zum R&uuml;cktritt im &raquo;Interesse des Landes&laquo; auf.<br>\nDas buchst&auml;bliche rote Tuch f&uuml;r die auf der Insel ans&auml;ssigen Gro&szlig;b&auml;nker und Industriellen war wie in den Jahren zuvor mal wieder Labours wirtschaftspolitischer Sprecher John McDonnell. Er w&uuml;rde beim Antritt einer von Corbyn gef&uuml;hrten Regierung die Rolle des Finanzministers &uuml;bernehmen. Am Montag pr&auml;sentierte er dem Parteitag die neueste Version seines Wirtschaftsprogramms. Darin hei&szlig;t es: &raquo;Wir wollen eine Wirtschaft f&uuml;r die vielen, nicht die wenigen aufbauen. &hellip; Das k&ouml;nnen wir nur machen, wenn wir den Besitz von Eigentum drastisch ausweiten. Wir werden Arbeiterkontrolle und den kooperativen Sektor ausdehnen wie nie zuvor in der britischen Geschichte.&laquo;<br>\nDas bedeute aber auch, die Energieversorger und &raquo;wichtige Dienstleister&laquo; wieder in &raquo;die H&auml;nde jener zu &uuml;bergeben, die dort arbeiten und die sie nutzen. Ich m&ouml;chte, dass hier kein Zweifel besteht. Eisenbahnen, Wasser, Energie, die Post: Wir holen sie uns zur&uuml;ck.&laquo; An dieser Stelle brach der Parteitag in tosenden Applaus und stehende Ovationen aus.<br>\nNachdem McDonnell weitere Programmpunkte vorgestellt hatte, darunter die Einf&uuml;hrung eines Mindestlohns von zehn Pfund pro Stunde, die Abschaffung der Antigewerkschaftsgesetze, die Stundung von Kreditkartenschulden, wandte er sich einer weiteren Schl&uuml;sselaufgabe zu: der R&uuml;cknahme von Privatisierungen durch PFI. Die Public Finance Initiative wurde von der konservativen Regierung unter Premier John Major eingef&uuml;hrt und von den &raquo;New Labour&laquo;-Regierungen unter Tony Blair und Gordon Brown drastisch ausgeweitet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/319018.kriegserkl%C3%A4rung-an-das-kapital.html\">junge Welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Aber das sog. Spitzenpersonal der deutschen SPD versteht unter &ldquo;wirtschaftliche Kompetenz&rdquo; offensichtlich lediglich ein gutes Miteinander mit der Arbeitgeberseite. In diese Richtung zielte wohl auch der Beitrag von Altkanzler Schr&ouml;der von gestern: Das &ldquo;Reformprogramm Agenda 2010&rdquo; habe trotz Fehler &ouml;konomische Kompetenz &ldquo;symbolisiert&rdquo;. Und wo hat Herr Schr&ouml;der das gesagt? Auf dem <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/gerhard-schroeder-beurteilt-wahlschlappe-der-spd-15220412.html\">Versicherungstag in Berlin<\/a>. Wenn das mal kein Symbol ist&hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Reform der Eurozone: Macrons Schattenboxen<\/strong><br>\nAnl&auml;sslich der Rede des franz&ouml;sischen Pr&auml;sidenten Emmanuel Macron zu seinen Vorstellungen zur Zukunft der Europ&auml;ischen Union, erkl&auml;rt der Europaabgeordnete und zuk&uuml;nftige Bundestagsabgeordnete Fabio De Masi, wirtschaftspolitischer Sprecher der LINKEN im Europaparlament: &bdquo;Pr&auml;sident Macrons Forderungen nach einen Euro-Finanzminister und einem Haushalt f&uuml;r die Eurozone sind gut gebr&uuml;llt, aber Schattenboxen in den deutschen Koalitionsverhandlungen. Die Einf&uuml;hrung eines gemeinsamen Haushalts f&uuml;r die Eurozone erfordert eine Vertrags&auml;nderung und muss die H&uuml;rden des Bundesverfassungsgerichts nehmen. Eine zwischenstaatliche L&ouml;sung w&uuml;rde hingegen keine Vorteile hinsichtlich des Stabilit&auml;ts- und Wachstumspaktes bringen &ndash; es sei denn ein Europ&auml;ischer W&auml;hrungsfonds w&uuml;rde von den Defizitkriterien ausgenommen. Die Eurozone braucht &ouml;ffentliche Investitionen, um die Geldpolitik zu entlasten.&ldquo;<br>\n&bdquo;Die wirklichen Probleme der Eurozone, vor allem den chronischen deutschen Leistungsbilanz&uuml;berschuss, der die Auslandsverschuldung unser Handelspartner beg&uuml;nstigt, will Macron nicht antasten. Er will selbst eine Agenda 2010 in Frankreich und im Gegenzug etwas Schmerzensgeld aus Deutschland.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dielinke-europa.eu\/de\/article\/11514.reform-der-eurozone-macrons-schattenboxen.html\">Fabio De Masi<\/a>\n<p><strong>dazu: Macron wird die Probleme der EU nicht verringern, sondern vergr&ouml;&szlig;ern<\/strong><br>\n&bdquo;Macron wird die Probleme der EU nicht verringern, sondern vergr&ouml;&szlig;ern. Anstatt ein Ende des Lohn- und Sozialdumpings in Deutschland einzufordern, will der franz&ouml;sische Pr&auml;sident die Agenda-2010-Politik in seinem Land durchsetzen. Das w&uuml;rde nicht nur &ndash; &auml;hnlich wie in Deutschland &ndash; zu sinkenden L&ouml;hnen, h&ouml;heren Profiten und wachsender Ungleichheit f&uuml;hren, sondern, da die franz&ouml;sische Wirtschaft in weit h&ouml;herem Grade als die deutsche auf den Binnenmarkt orientiert ist, sehr wahrscheinlich auch zu einem Konjunktureinbruch und noch gr&ouml;&szlig;eren Staatsdefiziten&ldquo;, kommentiert Sahra Wagenknecht, Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, die europapolitische Rede von Frankreichs Pr&auml;sident Emmanuel Macron.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/macron-wird-die-probleme-der-eu-nicht-verringern-sondern-vergroessern\/\">die Linke im Bundestag<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Macron will Finanztransaktionssteuer beerdigen<\/strong><br>\nDer franz&ouml;sische Pr&auml;sident Emmanuel Macron hat in seiner heutigen europapolitischen Grundsatzrede an der Pariser Universit&auml;t Sorbonne auch &uuml;ber die Pl&auml;ne zur Einf&uuml;hrung einer Finanztransaktionssteuer geredet. &ldquo;Schaut man etwas genauer hin, erkennt man das Kuckucksei. Macron will die Finanztransaktionssteuer beerdigen. Er verabschiedet sich von dem, was auf Vorschlang der EU-Kommission nun schon jahrelang in der Verst&auml;rkten Zusammenarbeit von zehn EU-L&auml;ndern verhandelt wird&rdquo;, sagt Detlev von Larcher, Attac-Steuerexperte und Moderator der Kampagne &ldquo;Steuer gegen Armut&rdquo;. Stattdessen schl&auml;gt Macron vor, entweder die in Frankreich unilateral eingef&uuml;hrte Aktiensteuer oder die von Gro&szlig;britannien jahrzehntelang erhobene Stempelsteuer (stamp duty) in ganz Europa einzuf&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/index.php?id=394&amp;no_cache=1&amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=9349\">attac<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Pessimistische Prognose<\/strong><br>\nMit Bravour ist es Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) gelungen, die Euro-Krise im Bundestagswahlkampf totzuschweigen: Keine Debatte im Parlament &uuml;ber eine Beteiligung an Bankenrettungsprogrammen in Griechenland, kein Wort &uuml;ber die mehr als 900 Milliarden Euro an faulen Krediten, die in den Bilanzen der Geldh&auml;user in der Euro-Zone stehen.<br>\nIn Br&uuml;ssel werden hinter den Kulissen die Z&uuml;gel angezogen. Die Wirtschaftsunion soll &uuml;ber einen eigenen Finanzminister samt Budget verf&uuml;gen, ein Europ&auml;ischer W&auml;hrungsfonds soll daf&uuml;r sorgen, dass der IWF aus Washington nicht die von Deutschland favorisierten K&uuml;rzungspl&auml;ne durchkreuzt.<br>\nDer Spiegel zitierte am Dienstag aus einem IWF-Papier, in dem die Autoren den EU-B&uuml;rokraten sinngem&auml;&szlig; darlegen, wenn sie in zuk&uuml;nftigen Krisen auf die Pr&auml;senz aus Washington Wert legten, sollten sie sich am Riemen rei&szlig;en. Die Euro-Zone sei in ihrem jetzigen Zustand zwar &raquo;noch hilfsbed&uuml;rftig&laquo;, aber &raquo;nicht mehr hilfsberechtigt&laquo;, hei&szlig;t es im Nachrichtenmagazin. &Uuml;blicherweise m&uuml;ssen sich Regierungen als IWF-Schuldner den Bedingungen des Fonds unterwerfen. F&uuml;r eine W&auml;hrungsunion ist das hingegen bislang nicht vorgesehen. In der Euro-Zone hat die Europ&auml;ische Zentralbank die Aufsicht &uuml;ber die gr&ouml;&szlig;ten Banken und die Geldversorgung. &raquo;Der jetzige Zustand ist keine brauchbare Option mehr&laquo;, hei&szlig;t es im IWF-Papier. Supranationale Beh&ouml;rden, wie die EZB, m&uuml;ssten sich k&uuml;nftig den Bedingungen des Fonds beugen.<br>\nF&uuml;r das kaputtgek&uuml;rzte Griechenland mahnt der IWF seit langem einen Schuldenschnitt an. Nur unter dieser Voraussetzung werde er sich an Kreditprogrammen beteiligen und Athen eine Chance haben, jemals wieder auf eigenen Beinen zu stehen. Die Mittel des Fonds k&ouml;nnten &raquo;nicht ohne zufriedenstellende Zusicherung seitens der Unionsebene zur Verf&uuml;gung gestellt werden&laquo;, hei&szlig;t es aus Washington.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/318955.pessimistische-prognose.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Staatsverschuldung als Herrschaftsstrategie<\/strong><br>\nDie neoliberale Schule kritisierte heftig die keynesianische Wirtschaftspolitik, weil sie mit ihren kreditfinanzierten Staatsausgaben die steigende Staatsverschuldung verursacht und die Wirtschaft belastet habe. So wurde der Schuldenabbau, neben den zwei S&auml;ulen Wachstum und Besch&auml;ftigung, die dritte S&auml;ule der neoliberalen Strategie und zu einem wichtigen Postulat der neoliberalen Regierungen. Demgegen&uuml;ber zeigt aber die Realit&auml;t ein v&ouml;llig anderes Bild. Die Schuldenquote der gro&szlig;en Industriestaaten ist seit 1975 bis 2013 teilweise sogar drastisch gestiegen. Das hat System.<br>\nIn den USA stieg die Schuldenquote von 38 auf &uuml;ber 100%, in Deutschland von 20 auf 75%, in Gro&szlig;britannien von 20 auf 85%, in Frankreich von 18 auf beinahe 100% und in Japan sogar von 30 sogar auf 240%. Nach vier Dekaden neoliberaler Wirtschaftspolitik muss gefragt werden, warum der keynesianische Staat mit seinen enormen Ausgaben f&uuml;r den Aufbau des Wohlfahrtstaates und den Wiederaufbau der Infrastruktur nach der fl&auml;chendeckenden Zerst&ouml;rung durch den zweiten Weltkrieg mit einer signifikant niedrigeren Schuldenquote auskam als der neoliberale Staat, der den Schuldenabbau auf seine Fahne schrieb und einen drastischen Sozialabbau betrieben hat?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/895-staatsverschuldung-als-herrschaftsstrategie\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>15 Euro f&uuml;r 30 Minuten<\/strong><br>\nFr&uuml;her arbeitete die 36-j&auml;hrige Joanna als Model und S&auml;ngerin, heute empf&auml;ngt sie Freier in einem der Hotels rund um den Omonia-Platz mitten in Athen. Wie viele andere Prostituierte ben&ouml;tigt sie so dringend Geld, dass sie ihren K&ouml;rper zu einem Spottpreis verkauft &ndash; f&uuml;r 15 Euro. Das Fotoprojekt &ldquo;Body in Crisis&rdquo; von Gianmarco Maraviglia gibt einen ersch&uuml;tternden Einblick in die Welt der Sexarbeiter in der griechischen Hauptstadt.<br>\nLaut einer Studie des National Centre for Social Research (EKKE) nahm die Prostitution in Griechenland in den Jahren 2013 bis 2015 um 150 Prozent zu. &ldquo;Die Finanzkrise steht nicht mehr st&auml;ndig in der Zeitung, aber trotzdem ist die Situation schlimmer als zuvor&rdquo;, sagt Maraviglia, &ldquo;nur spricht niemand mehr dar&uuml;ber.&rdquo; (&hellip;)<br>\nDurch die steigende Zahl der Prostituierten und die immer gr&ouml;&szlig;ere Armut fallen auch die Preise f&uuml;r sexuelle Dienstleistungen. Bereits f&uuml;r f&uuml;nf Euro k&ouml;nne man sich angeblich in Athen Geschlechtsverkehr erkaufen.<br>\nZwar ist Prostitution in Griechenland legal, jedoch verf&uuml;gen nur sehr wenige Bordelle &uuml;ber eine staatliche Lizenz. In manchen Stra&szlig;en b&ouml;ten illegale H&auml;user die M&auml;dchen wie auf einem Markt an, sagt Maraviglia. Andere w&uuml;rden ihre Kundschaft direkt auf der Stra&szlig;e ansprechen und in eines der heruntergekommenen Hotels rund um den Platz bringen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/gesellschaft\/griechenland-der-harte-alltag-der-prostituierten-in-athen-a-1167602.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die griechischen Frauen k&ouml;nnten sich auch daf&uuml;r bei Herrn Sch&auml;uble &amp; Co bedanken. Soviel also zu den realen Auswirkungen der sog. Griechenland-Hilfe durch die Troika.<\/em><br>\n<em>&Uuml;brigens: Auch hierzulande wird seit vielen Jahren festgestellt, dass Armut zunimmt. Und auch in Deutschland ist die Prostitution legal.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Das Rastatt-Desaster<\/strong><br>\nEine &ldquo;beinahe liebevolle Intensivbetreuung&rdquo; h&auml;tten die Tunnelbauer dem kleinen Streckenabschnitt in Rastatt gewidmet, meint Bahn-Experte Winfried Wolf. Und dennoch kam es beim Tunneleinbruch am 12. August um Haaresbreite zu einer Eisenbahnkatastrophe.<br>\nOb es in den vergangenen Jahrzehnten einen vergleichbar schwerwiegenden Schaden an der Schieneninfrastruktur gab wie den in Rastatt, beantwortet die Deutsche-Bahn AG auf Kontext-Nachfrage nicht. Fest jedenfalls steht: Bei der Beinahe-Eisenbahnkatastrophe von Rastatt haben Bahn, Staatsanwaltschaft und Politik auf drei Ebenen versagt.<br>\nErstens: Die Deutsche Bahn (DB) w&auml;hlte ein h&ouml;chst problematisches Bauverfahren, das dar&uuml;berhinaus ohne Zwang bei vollem Eisenbahnbetrieb ausgef&uuml;hrt wurde.<br>\nZweitens: Es gab nicht, wie f&uuml;nf Wochen lang von der Bahn und dem Bundesverkehrsministerium behauptet, ein pl&ouml;tzliches &ldquo;Schadensereignis&rdquo;, dem eine sofortige Streckensperrung durch die DB folgte. Vielmehr senkte sich der Boden im Bereich der Tunnelarbeiten &uuml;ber einen l&auml;ngeren Zeitraum hinweg. Vor allem fuhren nach dem eigentlichen Tunneleinbruch noch 16 Minuten lang mehrere Z&uuml;ge &uuml;ber die Gefahrenstelle.<br>\nDrittens: Die Tatsache, dass die Bundespolizei, die Staatsanwaltschaft, das Eisenbahnbundesamt beziehungsweise die Bundesstelle f&uuml;r Eisenbahn-Unfalluntersuchung (BEU) keine Sicherung des Unfallortes und keine erste Unfalluntersuchung einleiteten, ist skandal&ouml;s. Auf diese Weise konnten die Verantwortlichen (DB AG und die in der &ldquo;Arge Tunnel Rastatt&rdquo; zusammengefassten Bauunternehmen) Beweismittel beseitigen und eine unabh&auml;ngige Untersuchung des Vorgangs extrem erschweren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/gesellschaft\/339\/das-rastatt-desaster-4619.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>G-20-Gegner vor Gericht<\/strong><br>\nSieben Haftstrafen verh&auml;ngt, nur zwei ohne Bew&auml;hrung. Vier weitere Verhandlungen in dieser Woche<br>\nSicherheitsschuhe, flammenabweisende Unterw&auml;sche, Genitalschutz, Arm- und Beinprotektoren, Schutzweste mit Metallplatten, Glasfaserhelme, die den Aufprall eines Pflastersteins aushalten &ndash; Polizisten in voller Montur bei einer Demonstration ernsthaft zu verletzen, ist kaum noch m&ouml;glich. F&uuml;r Hamburgs Justiz ist das ohne Belang. Seit Ende August verurteilen Amtsrichter wie am Flie&szlig;band Gegner des G-20-Gipfels zu Haftstrafen &ndash; wegen Flaschenw&uuml;rfen auf Beamte, die keinerlei Verletzungen verursacht, zum Teil sogar niemanden getroffen haben. Am Montag wurde der 31 Jahre alte Spanier David V. schuldig gesprochen (siehe jW vom Dienstag).<br>\nWegen schweren Landfriedensbruchs, versuchter gef&auml;hrlicher K&ouml;rperverletzung und t&auml;tlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte verurteilte das Amtsgericht den Verwaltungsangestellten aus Bilbao zu 18 Monaten Haft auf Bew&auml;hrung. Er hatte in der Verhandlung einger&auml;umt, bei der &raquo;Welcome to Hell&laquo;-Demo am 6. Juli zwei Flaschen in Richtung Polizei geworfen zu haben. Wie in fast allen Verhandlungen gegen festgenommene G-20-Gegner zuvor argumentierten Staatsanw&auml;ltin und Richterin politisch. Der Angeklagte habe die &raquo;&ouml;ffentliche Sicherheit in besonders schwerwiegender Weise gest&ouml;rt&laquo;, erkl&auml;rte die Staatsanw&auml;ltin laut Hamburger Abendblatt vom Montag. Die Menschen h&auml;tten bef&uuml;rchten m&uuml;ssen, dass man sich in der Stadt &raquo;nicht mehr frei von Sorgen &uuml;ber Eigentum und Gesundheit bewegen kann&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/318936.g-20-gegner-vor-gericht.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Vor Unabh&auml;ngigkeitsreferendum: Polizisten sollen Wahllokale in Katalonien besetzen<\/strong><br>\nAm 1. Oktober wollen die Katalanen per Referendum &uuml;ber ihre Unabh&auml;ngigkeit abstimmen. Das versucht Spaniens Regierung mit allen Mitteln zu verhindern. Nun ordnete sie die Besetzung der Wahllokale an und setzte Referendumshelfer unter Druck. Wenige Tage vor dem geplanten Unabh&auml;ngigkeitsreferendum in Katalonien versch&auml;rfen die spanischen Beh&ouml;rden ihre Ma&szlig;nahmen gegen die Vorbereitungen f&uuml;r die Abstimmung. Die regionale Polizei sei angewiesen worden, ab Freitag die Kontrolle &uuml;ber alle Wahllokale zu &uuml;bernehmen, sagte ein Regierungssprecher. &ldquo;Wir k&ouml;nnen heute best&auml;tigen, dass es kein erfolgreiches Referendum in Katalonien geben wird.&rdquo;<br>\nZudem wies der Generalstaatsanwalt die Regionalpolizei an, die Namen der f&uuml;r die Wahllokale Verantwortlichen herauszugeben. Die Anweisungen w&uuml;rden umgesetzt, sagte ein Sprecher der katalanischen Regionalpolizei. Von der Haltung der Regionalpolizei, die ein hohes Ma&szlig; an Autonomie genie&szlig;t, sich aber an die spanischen Gesetze halten muss, h&auml;ngt der Verlauf des Referendums ab. Deshalb waren am Wochenende bereits alle regionalen Polizeieinheiten der Befehlsgewalt des Innenministeriums in Madrid unterstellt worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/katalonien-201.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><strong>dazu: Was die katalanische Unabh&auml;ngigkeitsbewegung stark macht<\/strong><br>\nEin unabh&auml;ngiges Katalonien ist besser als eines, das zu Spanien geh&ouml;rt. Davon sind immer mehr Katalanen &uuml;berzeugt. Dabei spielen die Botschaften, die Ministerpr&auml;sident Mariano Rajoy sendet, eine ganz entscheidende Rolle.<br>\n&ldquo;Votarem!&rdquo; &ldquo;Wir werden w&auml;hlen&rdquo;: Der trotzige Ruf ert&ouml;nt hundertfach auf den Demonstrationen dieser Tage. Mittelschichts-Damen mit sorgf&auml;ltig ondulierter Dauerwelle skandieren ihn ebenso wie junge Leute. &ldquo;Der erste Oktober wird unsere Zukunft bestimmen&rdquo;, sagt Ferran Piqu&eacute;, 18 Jahre alt, und h&auml;ngt sich eine Estelada, die mit einem wei&szlig;en Stern auf blauem Dreieck verzierte, katalanische Unabh&auml;ngigkeitsfahne um die Schulter.<br>\n&ldquo;Ich habe mich immer als Katalane gef&uuml;hlt. Katalonien ist eine Nation, daran gibt es doch keinen Zweifel. Aber wenn ich das sage, dann geht es nicht um Nationalismus, sondern um das Recht auf Selbstbestimmung, auf Demokratie.&rdquo;<br>\nDer Politikstudent im ersten Semester ist mit den Gro&szlig;demonstrationen der letzten Jahre aufgewachsen. Das &ldquo;Recht auf Selbstbestimmung&rdquo;, das dabei reklamiert wurde, ist f&uuml;r ihn eine Selbstverst&auml;ndlichkeit: &ldquo;Neulich hat ein spanischer Minister einen Fiskalpakt angeboten, wenn wir auf ein Referendum verzichten. Das beweist doch, dass sie nichts verstanden haben. Was wir wollen, ist w&auml;hlen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/spanien-was-die-katalanische-unabhaengigkeitsbewegung-stark.795.de.html?dram:article_id=396853\">Deutschlandfunk<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Wenig &uuml;berraschend: Auch in Katalonien sollen &ldquo;russische Beeinflussungskampagnen&rdquo; am Werk sein<\/strong><br>\nDie gr&ouml;&szlig;te spanische Zeitung El Pais verbreitet &ldquo;Analysen&rdquo; der Alliance for Securing Democracy des transatlantischen German Marshall Fund und sieht &uuml;berall die &ldquo;Russen&rdquo; am Werk<br>\nMittlerweile ist die Strategie, hinter unerw&uuml;nschten Richtungen der Ereignisse russische Beeinflussungsoperationen zu sehen, zu einem Standard geworden. Das Narrativ ist von den Demokraten und von den Anti-Trump-Medien in den USA w&auml;hrend des Wahlkampfs ausgearbeitet worden und schloss an den Ukrainekonflikt an, in dem Russland aus der Sicht der Nato einen &ldquo;hybriden Krieg&rdquo; mit milit&auml;rischen und medialen Mitteln gef&uuml;hrt habe.<br>\nEl Pais, die gr&ouml;&szlig;te spanische Zeitung, die gegen das Unabh&auml;ngigkeitsreferendum positioniert ist, hat eine Woche vor dem geplanten Referendum, das die spanische Regierung auf jeden Fall verhindern will, das Narrativ der russischen Beeinflussung entdeckt oder ausgegraben &ndash; auf fast schon peinliche Weise.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Wenig-ueberraschend-Auch-in-Katalonien-sollen-russische-Beeinflussungskampagnen-am-Werk-sein-3845541.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Politiker aus der Karibik und Lateinamerika betonen vor UNO globale Probleme<\/strong><br>\nHaitis Pr&auml;sident Jovene Mo&iuml;se r&uuml;ckte die Verantwortung der UN f&uuml;r die Cholera-Epidemie in seinem Land ins Zentrum seiner Rede. Die Krankheit war 2010 von Soldaten der umstrittenen Blauhelmmission Minustah ins Land eingeschleppt worden. Nach einem verheerenden Erdbeben, das 220.000 Menschenleben forderte, kamen durch die Cholera weitere 10.000 Menschen ums Leben. Der Zeitpunkt sei gekommen, &ldquo;dass die UNO die volle Verantwortung f&uuml;r den verursachten Schaden &uuml;bernimmt&rdquo;, sagte Mo&iuml;se. Die deutlichen Worte bargen eine gewisse Brisanz, weil UN-Generalsekret&auml;r Ant&oacute;nio Guterres zu Beginn der 72. UN-Generalversammlung eine Reform und Ausweitung der UN-Blauhelmmissionen angek&uuml;ndigt hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2017\/09\/185794\/uno-lateinamerika-karibik\">amerika21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Rechte Parteien in Europa &ndash; Jeder k&auml;mpft f&uuml;r sich allein<\/strong><br>\nMit der Wahl der AfD in den Deutschen Bundestag ist der Anteil rechtspopulistischer Parteien in europ&auml;ischen Parlamenten weiter angewachsen. Doch eine rechte Front gibt es nicht.<br>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170928-hdt-02.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/rechte-in-europa-103.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Wo ist der Tagesschau-Faktenfinder, wenn man ihn mal wieder bei der Tagesschau selbst braucht? Die Daten f&uuml;r Gro&szlig;britannien stammen nicht von den letzten Unterhauswahlen im Juni, sondern von 2015. Bei den letzten Wahlen brach die rechte UKIP f&ouml;rmlich ein und holte nur noch 1,8%. Der &bdquo;Fehler&ldquo; ist f&uuml;r die Tagesschau um so peinlicher, da es im Text auch darum geht, UKIP als &bdquo;von Russland finanzierte&ldquo; Bedrohung darzustellen. Wo fangen Fake News an, wo h&ouml;ren sie auf?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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