{"id":4036,"date":"2009-07-02T06:51:20","date_gmt":"2009-07-02T04:51:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4036"},"modified":"2009-07-02T06:51:20","modified_gmt":"2009-07-02T04:51:20","slug":"hinweise-des-tages-923","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4036","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(RS\/WL)<br>\nHeute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p><ol>\n<li><a href=\"?p=4036#h01\">Bad Bank: Gigantische Subventionierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4036#h02\">Der Irrtum der Eliten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4036#h03\">Markus Sievers: USA als Vorbild: Stresstest f&uuml;r deutsche Banken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4036#h04\">Obsz&ouml;ne Hedge-Fonds<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4036#h05\">UBS muss die Identit&auml;t jedes US-Steuerzahlers offenlegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4036#h06\">Bundesagentur: Notkredit vom Bund<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4036#h07\">Staat heuerte HRE-Manager an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4036#h08\">KfW muss Ex-Vorstand rund eine Million Euro zahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4036#h09\">Staatsanwalt erhebt Anklage gegen Ex-IKB-Chef<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4036#h10\">Westerwelle fordert R&uuml;cktritt von Finanzstaatssekret&auml;r Asmussen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4036#h11\">Amerikaner verschm&auml;hen deutsche Autos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4036#h12\">Britische Regierung &uuml;bernimmt Bahn-Verbindung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4036#h13\">Gutachter: Vorratsdatenspeicherung bringt nahezu l&uuml;ckenlose r&auml;umliche &Uuml;berwachung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4036#h14\">SPD kann von Steuerstreit nicht profitieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4036#h15\">Struck wirft Union und FDP Betrug vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4036#h16\">Wahlkampf im Saarland: Wir sind nicht Oskar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4036#h17\">Schlechte Aussichten f&uuml;r britische Hochschulabg&auml;nger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4036#h18\">In Bayern sind Fachhochschul- und Uni-Master gleichwertig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4036#h19\">Bayern, das Land der 1.000 Schulformen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4036#h20\">Wie kommentiert die ZEIT die aktuelle Gymnasial- und Universit&auml;tsmisere und die &ouml;ffentlichen Proteste dagegen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4036#h21\">&bdquo;Die Idee der Universit&auml;t&ldquo; &ndash; Ein Wort an die Ignoranten unter ihren Ver&auml;chtern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4036#h22\">Demokraten erobern 60. Sitz im US-Senat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4036#h23\">Zum Afghanistankrieg<\/a><\/li>\n<\/ol><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4036&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Bad Bank: Gigantische Subventionierung<\/strong><br>\nAm Freitag will der Bundestag ein Gesetz mit unabsehbaren Konsequenzen f&uuml;r die &ouml;ffentlichen Haushalte beschlie&szlig;en. Denn die Bad Bank schultert am Ende wohl der Steuerzahler, meinen Experten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1819019&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a>\n<p><em>Dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Unbehagen<\/strong><br>\nDas gro&szlig;e Unbehagen, das jeden &uuml;berkommen muss, liegt an der &ouml;ffentlichen Debatte. Sie findet kaum statt. Ist das Gesetz ein gutes, wird es funktionieren, werden die Steuerzahler &uuml;ber den Tisch gezogen? Seit wann glauben die Experten der PR des Finanzministers?<br>\nWo sind die Politikberater, die uns sonst st&auml;ndig erkl&auml;ren, warum wir den G&uuml;rtel enger schnallen m&uuml;ssen? Sie debattieren lieber &uuml;ber Ordnungspolitik und Mehrwertsteuererh&ouml;hung. Bei jeder kleinen Rentenerh&ouml;hung schreien sie auf. Doch jetzt? Schweigen im Walde. Wo sind die Finanzierungsprofessoren, die gerne &uuml;ber Sinn und Unsinn von Sparkassen reden und der privaten Altersvorsorge huldigen? Kein Ton. Und was sagen die Lobbies und Initiativen, die sonst st&auml;ndig das Wohl k&uuml;nftiger Generationen im Munde f&uuml;hren? Nichts.<br>\nBeraten wurde das Finanzministerium anfangs von der Investmentbank (!) Lazard. Erst auf sanften Druck der Bundesbank hin, wurde das Gesetz im Sinne der Steuerzahler fairer. Wenn nun aber einer der wenigen unabh&auml;ngigen Experten, die sich in der komplexen Materie auskennen, warnt, w&auml;chst das Unbehagen ins Unermessliche. Martin Hellwig, dessen Institut von der Max-Planck-Gesellschaft und nicht von der Finanzlobby finanziert wird, hat viele L&uuml;cken &ndash; bewusste oder unbewusste &ndash; entdeckt. Sie k&ouml;nnten die Steuerzahler teuer zu stehen kommen. Selten ist ein so wichtiges Gesetz so heimlich durchgepeitscht worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1819018&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Der Irrtum der Eliten<\/strong><br>\nWas ist in Deutschlands Wirtschaftselite los? Da wettert BDI-Chef Keitel gegen den Kasinokapitalismus, Lufthansa-Chef Mayrhuber macht Derivatspekulanten f&uuml;r den j&uuml;ngsten &Ouml;lpreisanstieg verantwortlich und BASF-Chefkontrolleur Voscherau warnt: Eine Volkswirtschaft, in der mit Spekulation wesentlich mehr Geld verdient werde als mit harter Arbeit, fahre gegen die Wand. Das sind neue T&ouml;ne.<br>\nAllerdings: Dieselben Eliten hatten ja selbst den Finanzkapitalismus stetig gef&ouml;rdert, indem sie den Neoliberalismus zu ihrer Ideologie machten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/1818450_oekonom-Stephan-Schulmeister-Der-Irrtum-der-Eliten.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Markus Sievers: USA als Vorbild: Stresstest f&uuml;r deutsche Banken<\/strong><br>\nDie Koalition will nach dem Vorbild der USA Banken einem Stresstest unterziehen, wenn diese &ouml;ffentliche Hilfe ben&ouml;tigen. &ldquo;Banken, die die Unterst&uuml;tzung des Staates brauchen, m&uuml;ssen die Hosen herunterlassen&rdquo;, sagte SPD-Haush&auml;lter Carsten Schneider der FR nach Abschluss der Verhandlungen f&uuml;r ein Bad-Bank-Gesetz. Dies sollen nach der Verst&auml;ndigung zwischen Union und SPD Bundestag und Bundesrat am Freitag beschlie&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/1817514_USA-als-Vorbild-Stresstest-fuer-deutsche-Banken.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Der Stresstest hat allerdings in den USA nicht viel bewirkt, die Banken konnten ihren Geldbedarf aushandeln.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Obsz&ouml;ne Hedge-Fonds<\/strong><br>\nDie Krise erzwingt auch eine begriffliche Neuorientierung. Sowohl in den USA als auch in Europa sollen neue Gremien geschaffen werden, die systemische Risiken im Blick haben.Das geht einher mit der Idee, k&uuml;nftig alle Winkel des Kapitalmarkts auszuleuchten. H&auml;ufig erw&auml;hnt werden in diesem Zusammenhang Hedge-Fonds, gerne mit dem Zusatz: &ldquo;Sie haben die Krise zwar nicht verursacht, aber&hellip;&rdquo; Hier enden die Gemeinsamkeiten der Finanzreformer auch schon. Sobald es konkret wird, gehen die Sichtweisen &uuml;ber das systemische Risiko auseinander. Die alternative Anlageklasse hat eine erstaunliche Entwicklung hingelegt. 1949 von Alfred Winslow Jones als Konzept des gleichzeitigen Kaufens und Verkaufens von Aktien begr&uuml;ndet, fristeten die Fonds &uuml;ber Jahrzehnte ein Dasein im Obskuren. Weil sie sich nur an verm&ouml;gende Kunden richteten, beachtete die Aufsicht sie nicht sonderlich. In ihrer Nische gediehen sie pr&auml;chtig. Das Anlagevolumen stieg Ende 2007 auf 2250 Mrd. $. Laut dem US-Rechnungshof sind sie mit 40 Prozent bei Krediten f&uuml;r schuldenfinanzierte &Uuml;bernahmen, mit 80 Prozent bei Kreditderivaten und mit 85 Prozent bei Problemdarlehen, die Bankkunden nicht mehr korrekt bedienen, die wichtigsten Akteure. Regelm&auml;&szlig;ig tauchen Hedge-Fonds bei Krisen auf. 1992 brach Hedge-Fonds-Legende George Soros das europ&auml;ische System fester Wechselkurse, indem er gegen das britische Pfund spekulierte. 1998 hielt der Zusammenbruch von &ldquo;Long Term Capital Management&rdquo; die Welt in Atem. Auch in der US-Immobilienkrise spielten die Hedge-Fonds eine herausragende Rolle. Der gewachsenen Bedeutung der Fonds wird die bisherige Regulierung nicht gerecht. Sie ist willk&uuml;rlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/leitartikel\/:Kolumne-Tobias-Bayer-Obsz%F6ne-Hedge-Fonds\/533640.html?mode=print\">FTD <\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>UBS muss die Identit&auml;t jedes US-Steuerzahlers offenlegen<\/strong><br>\nDas Gerichtsverfahren gegen die UBS in Florida wird weitergef&uuml;hrt. Die US-Regierung weist alle Argumente der UBS und der Schweiz zur&uuml;ck. Der Fall sei voll und ganz mit dem bestehenden amerikanischen Recht vereinbar. Dieses erlaube auch, Informationen ausserhalb der USA einzuholen, dies stelle &ndash; entgegen den Beteuerungen der UBS &ndash; kein neuartiges Rechtskonzept dar.<br>\nDie Vereinigten Staaten von Amerika h&auml;tten, so die Stellungnahme weiter, ein starkes nationales Interesse daran, sicherzustellen, dass alle amerikanischen Steuerzahler die Steuervorschriften befolgten. Das umfasse sowohl die Offenlegung s&auml;mtlicher Off-Shore-Konten (Gelder, die ausserhalb des Landes verwaltet werden) als auch das Bezahlen s&auml;mtlicher Steuern. &ldquo;Die UBS muss die Identit&auml;t jedes US-Steuerzahlers offenlegen&rdquo;, fordern die amerikanischen Beh&ouml;rden. Obwohl das Schweizer Bankgeheimnis, so das Fazit zum Schluss, wichtig sein m&ouml;ge, m&uuml;sse das Gericht die angef&uuml;hrten Interessen in den Kontext des Verhaltens der UBS stellen. Die Grossbank habe w&auml;hrend mindestens sieben Jahren Amerikanern aktiv geholfen, amerikanisches Recht zu brechen und dabei Hunderte von Millionen Dollar an Steuergeldern zu hinterziehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/finanzen\/nachrichten\/amerikanische_steuerzahler_muessen_ihre_offshore-konten_zeigen_1.2863229.html?printview=true\">Neue Z&uuml;rcher Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Man kann auch ohne gro&szlig;es, w&auml;hlerwirsames Wortget&ouml;se, wie Steinbr&uuml;ck unl&auml;ngst gegen&uuml;ber der Londoner City, sein Anliegen auf den Punkt bringen. Dennoch ist von allen Seiten viel Heuchelei im Spiel. Man fragt sich schon, warum bei diversen Konferenzen&nbsp;&nbsp; Paradiese f&uuml;r Steuerhinterzieher wie die britische Krongebiete oder britische &Uuml;bersee-Territorien oder auch die US-Staaten wie Delaware und Nevada, welche Unternehmern weitgehende Anonymit&auml;t einr&auml;umen, nicht thematisiert werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Bundesagentur: Notkredit vom Bund<\/strong><br>\nBei der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) zeichnet sich nach Einsch&auml;tzung von Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) im kommenden Jahr ein zus&auml;tzlicher Finanzbedarf von etwa 20 Milliarden Euro ab.<br>\nDer Bund werde der BA deshalb &ldquo;ein Darlehen von voraussichtlich 20 Milliarden Euro f&uuml;r ihre Ausgaben gew&auml;hren&rdquo;, sagte Scholz dem Hamburger Abendblatt.<br>\n&ldquo;Wir m&uuml;ssen deshalb auch die Beitr&auml;ge nicht erh&ouml;hen und die Leistungen nicht k&uuml;rzen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/487\/476993\/text\/\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wie meinte Frank-J&uuml;rgen Weise, Vorstandsvorsitzender der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit, trotz der der Absenkung des Beitrags zur Arbeitslosenversicherung noch im Januar: &ldquo;Wir haben eine wirtschaftliche Krise, schneller, st&auml;rker als erwartet, haben aber eine Sozialversicherung, die gut aufgestellt ist. Dieses Bild will ich an die Wand malen.&rdquo; Die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit als treue Dienerin der Politik, man merkt aber Weise in diesem Interview mit dem Deutschlandradio das Unbehagen &uuml;ber die Absenkung an. Jetzt vergibt Olaf Scholz gro&szlig;z&uuml;gig ein Darlehen, nur damit die Unternehmen weiterhin bis 2010 die &ldquo;Garantie&rdquo; haben, dass ihre Belastungen nicht erh&ouml;ht werden. Nat&uuml;rlich wird letztlich der Steuerzahler oder der Arbeitlose diese Garantie bezahlen. Dass die Bundesagentur diesen Kredit ohne eine Erh&ouml;hung des Beitragssatzes und\/oder Leistungseinschnitten f&uuml;r Arbeitslose, z.B. bei der aktiven F&ouml;rderung, in den n&auml;chsten Jahren zur&uuml;ckzahlen kann, ist nicht zu erwarten. Es ist schon ein Trauerspiel, dass Olaf Scholz&nbsp; blindw&uuml;tig seinem Mentor Gerhard Schr&ouml;der folgt in der Auffassung folgt, was Deutschlands Unternehmen gut tut, ist gut f&uuml;r Deutschland &ndash; und wenn es Lohnraub ist. Denn das Absenken der Arbeitskosten &uuml;ber Lohnnebenkosten ist ein Absenken der Lohnsumme.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Staat heuerte HRE-Manager an<\/strong><br>\nDie Fast-Pleite der Hypo Real Estate kostet die B&uuml;rger Milliarden, Politiker wollen die Haftbarkeit der Ex-Vorst&auml;nde pr&uuml;fen. Umso seltsamer mutet es an, dass der staatliche Rettungsfonds Soffin einen HRE-Manager anstellte und mit dem Thema Bankenrettung befasste. Zudem vergab der Fonds einen lukrativen Auftrag ohne Ausschreibung an eine PR-Agentur.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/unternehmen\/unternehmen\/:Rettungsfonds-Soffin-Staat-HRE-Manager\/704976.html\">Stern<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>KfW muss Ex-Vorstand rund eine Million Euro zahlen<\/strong><br>\nDie Lehman-&Uuml;berweisung hat der KfW den Titel &ldquo;Deutschlands d&uuml;mmste Bank&rdquo; eingebracht &ndash; doch damit nicht genug: Der staatseigene Geldkonzern muss dem Vorstand, der wegen der Panne gehen musste, laut einem Urteil fast eine Million Euro zahlen. Die Bank will sich allerdings gegen den Beschluss wehren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,633591,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> &Uuml;ber das Arbeitsvertragsrecht ist da auch nichts zu machen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Staatsanwalt erhebt Anklage gegen Ex-IKB-Chef<\/strong><br>\nDie Staatsanwaltschaft D&uuml;sseldorf hat gegen den ehemaligen Chef der Mittelstandsbank IKB, Stefan Ortseifen, Anklage wegen B&ouml;rsenmanipulation und Untreue erhoben. Ortseifen soll am 20. Juli 2007 in einer Pressemitteilung des Vorstandes die wirtschaftliche Lage der Bank bewusst falsch dargestellt haben. Er hatte behauptet, die IKB sei von der US-Hypothekenkrise nur marginal betroffen. Wenige Tage sp&auml;ter stand sie vor dem Aus und musste von ihrem damaligen Gro&szlig;aktion&auml;r, der staatlichen F&ouml;rderbank KfW, und anderen Banken mit mehreren Milliarden Euro gest&uuml;tzt werde. Ab dem 30. Juli 2007 kam es daher zu erdrutschartigen Kursverlusten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ikb122.html\">Tagesschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Westerwelle fordert R&uuml;cktritt von Finanzstaatssekret&auml;r Asmussen<\/strong><br>\nFinanzstaatssekret&auml;r J&ouml;rg Asmussen ger&auml;t unter Druck. Wegen seiner Rolle bei der Rettung der angeschlagenen Hypo Real Estate-Bank fordert nun FDP-Chef Guido Westerwelle dessen R&uuml;cktritt. Doch Steinbr&uuml;ck und Merkel stehen zu ihm.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,633774,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Bei allen berechtigten Vorhalten gegen&uuml;ber Asmussen ist es geradezu ein Witz, dass nun gerade Westerwelle mit dieser Forderung kommt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Amerikaner verschm&auml;hen deutsche Autos<\/strong><br>\nF&uuml;r Autohersteller aus Deutschland entpuppt sich der vergangene Juni als Schreckensmonat. Daimler verkauft ein Viertel weniger Autos, der Porsche-Absatz schrumpft gar um 62 Prozent. Auch US-Autobauer und Toyota melden Horrorzahlen. Nur Ford trifft es nicht ganz so hart.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/autoindustrie\/:Einbrechender-US-Absatz-Amerikaner-verschm%E4hen-deutsche-Autos\/534630.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Britische Regierung &uuml;bernimmt Bahn-Verbindung<\/strong><br>\nDie britische Regierung &uuml;bernimmt die wichtigste Eisenbahnverbindung zwischen London und Schottland. Weil der Verkehrskonzern National Express kein Geld mehr in die defizit&auml;re Strecke pumpen kann, soll nach der vor&uuml;bergehenden Verstaatlichung ein neuer Betreiber f&uuml;r die &ldquo;East Coast Main Line&rdquo; gesucht werden, teilte das Verkehrsministerium am Mittwoch in London mit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1818637&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Man mag es kaum glauben, wie stark der Privatisierungsgedanke in den K&ouml;pfen europ&auml;ischer politische Eliten verankert ist. Man erinnert&nbsp; sich im Zusammenhang mit der englischen Bahnprivatisierung an schwere Unf&auml;lle oder den Konkurs der privatisierten Netzgesellschaft Railtrack. Die Modernisierung des heruntergewirtschafteten Netzes kostete den britischen Steuerzahler Milliarden britische Pfund. Jetzt bringen die Streckenlizenzen f&uuml;r private Investoren nicht mehr die erwartete Rendite und der Staat muss &uuml;bernehmen, aber schon denkt man an eine sp&auml;tere Wiederauflage der an sich gescheiterten Privatisierungsstrategie. Das versuche jemand rational zu erfassen, ohne in&nbsp; wahrscheinlich obstruse Verschw&ouml;rungstheorien zu verfallen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Gutachter: Vorratsdatenspeicherung bringt nahezu l&uuml;ckenlose r&auml;umliche &Uuml;berwachung<\/strong><br>\nIm Hauptverfahren gegen die verdachtsunabh&auml;ngige Vorratsdatenspeicherung von Telekommunikations- und Internetdaten sind beim Bundesverfassungsgericht neue kritische Stellungnahmen eingegangen. Der Mannheimer Informatikprofessor Felix Freiling warnt in seinem Gutachten im Auftrag der Karlsruher Richter vor einer &ldquo;nahezu l&uuml;ckenlosen r&auml;umlichen &Uuml;berwachung&rdquo; durch die sechsmonatige Protokollierung von Nutzerspuren. Diese M&ouml;glichkeit werde durch die wachsende Verbreitung mobiler Internetzug&auml;nge etwa &uuml;ber das iPhone und eine Tendenz zu immer k&uuml;rzeren Kommunikationsvorg&auml;ngen wie bei SMS verst&auml;rkt. Dabei w&uuml;rden auch dynamisch vergebene IP-Adressen immer einfacher R&uuml;ckschl&uuml;sse auf den aktuellen Aufenthaltsort zulassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/Gutachter-Vorratsdatenspeicherung-bringt-nahezu-lueckenlose-raeumliche-Ueberwachung--\/meldung\/141192\">Heise<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>SPD kann von Steuerstreit nicht profitieren<\/strong><br>\nDie Steuern m&uuml;ssen runter, doch wann und wie bleibt ein Geheimnis. Die W&auml;hler glauben sowieso nicht daran. Die Union streitet. Steuern rauf? Steuern runter? Doch die SPD kann davon nicht profitieren, wie die aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag des stern zeigt. Denn obwohl die W&auml;hler den Versprechen von Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht trauen, verliert die SPD Stimmen und nicht die Union.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wahl-2009\/umfrage\/:stern-Umfrage-SPD-Steuerstreit\/704974.html?pr=1\">Stern<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Was noch bemerkenswerter ist, die SPD kann vom hochgelobten Parteitag und der bejubelten Rede von Steinmeier, die doch das Ergebnis der Europawahl vergessen machen sollte, nicht profitieren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Struck wirft Union und FDP Betrug vor<\/strong><br>\nSPD-Fraktionschef Peter Struck hat Union und FDP Betrug an den W&auml;hlern vorgeworfen. Wer den Menschen &bdquo;heute Steuererleichterungen verspricht, betr&uuml;gt sie wider besseres Wissen&ldquo;, erkl&auml;rte Struck gestern im Politischen Bericht f&uuml;r die Sitzung der Bundestagsfraktion.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.pnp.de\/nachrichten\/artikel.php?cid=29-24510929&amp;Ressort=pol&amp;Ausgabe=a&amp;RessLang=&amp;BNR=0\">Passauer Neue Presse<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Wahlkampf im Saarland: Wir sind nicht Oskar<\/strong><br>\nDer ehemalige Ministerpr&auml;sident des Saarlandes m&uuml;nzt seine einstigen SPD-Erfolge auf die Linkspartei um. Jetzt r&uuml;cken alle damaligen Minister von Oskar Lafontaine ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/430\/476937\/text\/\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Reinhart Klimmt wurde von Oskar Lafontaine nicht gerade gut behandelt. Kein Wunder, dass jetzt die sp&auml;te Rache folgt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Schlechte Aussichten f&uuml;r britische Hochschulabg&auml;nger<\/strong><br>\nDie H&auml;lfte der Graduierten soll wegen der Wirtschaftskrise keinen Job finden, aber hochverschuldet sein.<br>\nDie Finanz- und Wirtschaftskrise trifft keineswegs nur die gering Ausgebildeten, sondern auch die Akademiker. In Gro&szlig;britannien werden ab dem Sommer 160.000 Hochschulabg&auml;nger einen Job suchen, die H&auml;lfte wird nach Vorhersagen vermutlich keinen finden, berichtet die Times, und landet im Prekariat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/30\/30625\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>In Bayern sind Fachhochschul- und Uni-Master gleichwertig <\/strong><br>\nDer Masterabschluss von Fachhochschulen galt bislang im &Ouml;ffentlichen Dienst weniger als ein Master von der Universit&auml;t. In Bayern sorgte diese Regelung oftmals f&uuml;r Verwirrung. Deshalb wurde im Freistaat die Gleichstellung der Masterabschl&uuml;sse im &Ouml;ffentlichen Dienst beschlossen &ndash; es wei&szlig; nur kaum einer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/campus\/992101\/\">DLF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Interessanter w&auml;re die Einstufung nach dem Bachelor. Er betrifft die Masse der Studierenden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Bayern, das Land der 1.000 Schulformen<\/strong><br>\nDie neue bayerische Mittelschule l&auml;sst in Bayern die Zahl der Schulformen explodieren. Die hochgetunte Hauptschule &ldquo;l&ouml;st nicht im Ansatz die Probleme, die wir in Bayern haben&rdquo;, sagen Kritiker.<br>\nWenn die Mittelschule ab dem Jahr 2010 eingef&uuml;hrt wird, gibt es in Bayern de jure sieben verschiedene Schulformen unterhalb des Gymnasiums. Die Hauptschule und die Hauptschule mit P-Klassen; die Verbund-Mittelschule und die Mittelschule; die Realschule und die Wirtschaftsschule sowie die Sonderschule.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wissen\/artikel\/1\/das-land-der-1000-schulformen\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Ulrich Herrmann: Wie kommentiert die ZEIT die aktuelle Gymnasial- und Universit&auml;tsmisere und die &ouml;ffentlichen Proteste dagegen?<\/strong><br>\nIn der ZEIT (Nr. 27, 25.6.2009, S. 31) haben die in ihrem Ressort erfahrenen und kompetenten Redakteure Jan-Martin Wiarda und Martin Spiewak unter dem Titel &bdquo;Kl&uuml;ger werden&ldquo; (der vielleicht nicht von ihnen stammt) die derzeitige Schul- und Hochschulmisere zu charakterisieren unternommen (Befunde und Prognosen). Das geriet im Vorspann ihres Artikels ein bisschen pauschal, denn &bdquo;deutsche Schulen&ldquo; sind nicht blo&szlig; die Gymnasien, und die &bdquo;Hochschulen&ldquo; sind nicht die Universit&auml;ten. Aber nicht dies lie&szlig; aufmerken, sondern die Anmutung des Titels: Wer soll denn nun kl&uuml;ger werden?<br>\nWer ist denn nun &bdquo;kl&uuml;ger geworden&ldquo;. Offensichtlich die Gymnasiasten und die Universit&auml;tsstudenten: aus leidvoller Erfahrung. Die Ministerin wohl nicht, infolge Realit&auml;tsverleugnung als notorischer politischer Deformation im Amt. Die Redakteure der ZEIT sind noch unterwegs. Nur Mut: &bdquo;Kl&uuml;ger werden!&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/forum-kritische-paedagogik.de\/start\/download.php?view.605\">Forum Kritische P&auml;dagogik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>&bdquo;Die Idee der Universit&auml;t&ldquo; &ndash; Ein Wort an die Ignoranten unter ihren Ver&auml;chtern<\/strong><br>\nHumboldt dachte seine Universit&auml;t gem&auml;&szlig; seiner Idee von innen heraus, vom Wissenschaftsprozess, vom Forschen und Studieren her; die &auml;u&szlig;ere Organisation war eher nebens&auml;chlich, wenn denn der Staat sich raushalten w&uuml;rde. Die &bdquo;Bologna-Universit&auml;t&ldquo; ist von au&szlig;en her oktroyiert, von imagin&auml;ren Ausbildungszielen in lokale Studieng&auml;nge gepresst, die in nicht minder imagin&auml;re Arbeitsm&auml;rkte einm&uuml;nden sollen, die sich bekanntlich rascher wandeln als es sich die akademische Lehre tr&auml;umen l&auml;sst; eine &bdquo;Idee des Wissens&ldquo; oder eine Idee ihrer selbst jenseits der Module hat sie nicht. Sie ist wieder die vormoderne berufsvorbereitende &bdquo;Hohe Schule&ldquo; bzw. nach heutigen Ma&szlig;st&auml;ben vielfach nur noch Fachhochschule minderer Qualit&auml;t &ndash; eine Situation, die durch die &bdquo;Exzellenz-Initiativen&ldquo; gewollt und versch&auml;rft wird.<br>\nDer tats&auml;chliche Skandal ist die b&uuml;rokratisch-systemische Unterstellung der &bdquo;Bologna-Universit&auml;t&ldquo;, studentische Kreativit&auml;t sei im Prozess der Einarbeitung in und der Aneignung von Wissenschaft blo&szlig; Zeitverschwendung, das Verlassen ausgetretener Pfade eher hinderlich, eigene Schwerpunkte und Profile (auch die Fachgrenzen &uuml;berschreitend) Luxus f&uuml;r einige wenige in den Graduate-Schools sei. Das ist &bdquo;Verschulung&ldquo;, das Verhindern geistiger Entfaltung zugunsten stupiden Lernens, kurz: die N&ouml;tigung des Sich-Anbequemens an vordefinierte Mittelm&auml;&szlig;igkeit f&uuml;r alle.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/forum-kritische-paedagogik.de\/start\/download.php?view.604\">Forum Kritische P&auml;dagogik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Demokraten erobern 60. Sitz im US-Senat<\/strong><br>\nPer Gerichtsentscheid ist ein Demokrat in Minnesota zum Wahlsieger erkl&auml;rt worden. Die Partei von Pr&auml;sident Obama hat nun eine entscheidende Mehrheit.Die US-Demokraten haben die entscheidende Mehrheit von 60 Sitzen im Senat errungen. Fast acht Monate nach den US-Wahlen und einem erbitterten Streit &uuml;ber den Wahlausgang in Minnesota erkl&auml;rte das Oberste Gericht des Bundesstaates am Dienstag den demokratischen Kandidaten Al Franken zum Sieger.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/446\/476953\/text\/\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Jetzt k&ouml;nnen die Demokraten Blockaden im Senat durch die Republikaner beenden. Das macht das langersehnte Gesundheitsreform erheblich leichter durchzukriegen &ndash; wenn die Demokraten sich nicht selbst im Weg stehe. (Eine der 312 Stimmen war &uuml;brigens meine.)<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Zum Afghanistankrieg<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>ARD-Umfrage in Afghanistan: Der Hass auf den Westen w&auml;chst<\/strong><br>\nIn Afghanistan m&uuml;ssen die internationalen Truppen nicht nur gegen erstarkte Taliban k&auml;mpfen, sondern in zunehmendem Ma&szlig;e auch gegen eine feindliche Stimmung in der Bev&ouml;lkerung. Eine Umfrage von ARD, ABC und BBC zeigt: Das Land verliert die Hoffnung auf einen Neuanfang.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/afghanistan772.html\">tagesschau.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Weiter im Blindflug<\/strong><br>\nDie Bundesregierung beharrt stattdessen darauf, dass in Afghanistan erstens kein Krieg herrscht und sie zweitens &ndash; wenn es denn m&ouml;glicherweise doch einen geben sollte &ndash; mit diesem auf keinen Fall etwas zu hat. So wie wir guten Deutschen den Afghanen seit Jahren mit dem Bau von Br&uuml;cken, Brunnen und Schulen die Infrastruktur f&uuml;r bl&uuml;hende demokratische Landschaften gebracht haben, so wollen wir ihnen nun auch beim Aufbau eines Luftverkehrsnetzes helfen. Die eingesetzten Bundeswehrsoldaten werden pr&auml;sentiert als regul&auml;re Fluglotsen, die zuf&auml;llig eine Uniform tragen, der Awacs-Einsatz wird als eine neue Form technischer Entwicklungshilfe dargestellt. Das l&auml;cherliche Gerede vom robusten Aufbaueinsatz hat eine neue Dimension erreicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=me&amp;dig=2009%2F07%2F02%2Fa0106&amp;cHash=a92275800e\/&amp;type=98\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Achtj&auml;hriger Krieg<\/strong><br>\nMilit&auml;risch ist Afghanistan nicht zu gewinnen &ndash; wohl aber auf vielf&auml;ltige Weise zu verlieren. Ein Truppenabzug w&auml;re falsch. Denn er h&auml;tte auch dramatische Folgen f&uuml;r die Glaubw&uuml;rdigkeit der Nato. Die dem Nato-Selbstverst&auml;ndnis innewohnende Drohung &ndash; wer einen von uns angreift, greift uns alle an &ndash; w&uuml;rde keinen Aggressor mehr sonderlich beeindrucken. Fraglich, ob das die Welt sicherer machte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/kommentare\/Afghanistan-Bundeswehr-Auslandseinsatz;art141,2837563?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Gesichtsverlust, was die Befriedung von globalen Konfliktherden betrifft, w&auml;re das wahrscheinliche Ergebnis eines R&uuml;ckzugs. Die Argumentation von&nbsp; Manfred Schmidt &uuml;berzeugt nicht. Da w&auml;re zun&auml;chst die die Frage, wer ist der Aggressor im konkreten Fall? Tats&auml;chlich Afghanistan? Zum anderen, es d&uuml;rfte wohl jedem Kind im Irak oder in Afghanistan klar sein, dass die Nato bzw. die USA , wenn es darauf ank&auml;me, diese L&auml;nder und andere mehr&nbsp; in die Steinzeit zur&uuml;ck bomben k&ouml;nnte.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>USA: Deutschland muss in Afghanistan mehr leisten<\/strong><br>\nUS-Nato-Botschafter Ivo Daalder sagte am Mittwoch in Berlin, die Deutschen sollten die zur Verst&auml;rkung f&uuml;r die Wahlen am 20. August in Afghanistan vorgesehenen Soldaten nicht wieder abziehen, sondern dauerhaft stationieren. Daalder lie&szlig; durchblicken, dass die USA von Berlin auch mehr Geld f&uuml;r den Trust-Fund zum Aufbau der afghanischen Armee erwarten. &bdquo;50 Millionen Euro von Deutschland sind gro&szlig;artig. Wir brauchen zwei Milliarden Dollar.&ldquo; Er f&uuml;gte hinzu: &bdquo;Sie k&ouml;nnen zwei Milliarden zahlen, um 135 000 Soldaten auszubilden, oder sie verlegen 135 000 eigene Soldaten. So einfach ist das.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/Titelseite;art692,2837621?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wenn das der neue partnerschaftliche Umgang der US-Regierung mit den B&uuml;ndnispartnern ist, dann &ldquo;Gute Nacht&rdquo; Europa. Noch immer ist h&ouml;chst unklar, welche Strategie die amerikanische Regierung unter Obama verfolgt, da ist die Forderung nach mehr Einsatz durch die Europ&auml;er von bemerkenswerter Schlichtheit: Immer mehr vom Gleichen. Allerdings ist der deutsche Strategiebeitrag durch Strucks &uuml;berfl&uuml;ssige, aber griffige Formulierung&nbsp; in eine Falle geraten, aus der sich die derzeitige deutsche Regierung&nbsp; anscheinend nicht befreien kann.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(RS\/WL)<br \/> Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p>\n<ol>\n<li><a href=\"?p=4036#h01\">Bad Bank: Gigantische Subventionierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4036#h02\">Der Irrtum der Eliten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4036#h03\">Markus Sievers: USA als Vorbild: Stresstest f&uuml;r deutsche Banken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4036#h04\">Obsz&ouml;ne Hedge-Fonds<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4036#h05\">UBS muss die Identit&auml;t jedes US-Steuerzahlers offenlegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4036#h06\">Bundesagentur: Notkredit vom Bund<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4036#h07\">Staat heuerte HRE-Manager an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4036#h08\">KfW muss Ex-Vorstand rund eine Million<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4036\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4036","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4036","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4036"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4036\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4036"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4036"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4036"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}