{"id":4040,"date":"2009-07-03T09:36:38","date_gmt":"2009-07-03T07:36:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4040"},"modified":"2009-07-03T09:36:39","modified_gmt":"2009-07-03T07:36:39","slug":"hinweise-des-tages-924","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4040","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(MB\/AM)<br>\nHeute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p><ol>\n<li><a href=\"?p=4040#h01\">Jugendarbeit leidet unter der Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4040#h02\">Kaputte Schr&auml;nke, kalte Zimmer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4040#h03\">Irgendwann dachte ich, ich kann nicht mehr &ndash; Flucht aus Afrika<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4040#h04\">Bundestag beschlie&szlig;t Nachtragsetat mit Schuldenrekord\/Vgl. Headline bei SPON<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4040#h05\">Scharfe Angriffe auf Atomkraft-Lobby<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4040#h06\">Klaus Kinkel: Forderungen f&uuml;r ein starkes Bildungssystem plus Georg Schramm<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4040#h07\">Bundesdatenschutzgesetz: Ein schwarzer Tag f&uuml;r die Verbraucher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4040#h08\">Folgen der Finanzkrise: Island bittet die eigenen B&uuml;rger zur Kasse <\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4040#h09\">Die gro&szlig;e D&uuml;rre &ndash; Kalifornien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4040#h10\"> Verbraucher beklagen falsche Bankberatungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4040#h11\">Arbeitslosigkeit in USA auf h&ouml;chstem Stand seit 26 Jahren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4040#h12\">Mai 2009: Arbeitslosenquote der Eurozone auf 9,5% gestiegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4040#h13\">Der Krieg wird verloren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4040#h14\">Autoindustrie\/In den USA liegt der Schl&uuml;ssel f&uuml;r die Erholung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4040#h15\">Interview mit Franz M&uuml;ntefering: Gegen Zocker vorgehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4040#h16\">Aust und Christiansen talken gemeinsam<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4040#h17\">Bert R&uuml;rup: Der Rastlose &ndash; Abschied in Darmstadt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4040#h18\">Deutsche Sicherheitsexperten: Terrorgefahr w&auml;chst vor der Wahl <\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4040#h19\">Wahlkampf &ndash; Lafontaines Revolutionstheater &ndash; Dazu Die Zeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4040#h20\">Schikane &ndash; Razzia bei einem kritischen Journalisten\/Thema N&uuml;rburgring<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4040#h21\">Bundestagsabgeordnete ohne Macht in EU-Fragen\/Erg. BVerfG<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4040#h22\">Hagen Rether: &bdquo;Das ist Demokratie, wenn man sich aussuchen kann, wer einen verarscht.&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4040&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Jugendarbeit leidet unter der Krise<\/strong><br>\nSie sind die unbemerkten Opfer der Wirtschaftskrise: Tausende engagieren sich in Deutschland f&uuml;r Jugendarbeit und gegen Rechtsextremismus. Doch Stiftungen und Wirtschaft streichen ihre Etats f&uuml;r das Gute.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,druck-633796,00.html\">Spiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Kaputte Schr&auml;nke, kalte Zimmer<\/strong><br>\nWer wissen will, wie in Deutschland Hartz-IV-Empf&auml;nger manchmal um einen menschenw&uuml;rdigen Alltag streiten und in welchen Privatsph&auml;ren Richter w&uuml;hlen m&uuml;ssen, der braucht sich nur die Urteile vom Donnerstag anzuschauen, die das Bundessozialgericht in Kassel zum Leistungsbezug f&auml;llte. \n<p>Das Bundessozialgericht entschied, dass Jobcenter den Empf&auml;ngern von Arbeitslosengeld II keine Heizkostenpauschale zahlen d&uuml;rfen, sondern bei einer angemessenen Unterkunft grunds&auml;tzlich die tats&auml;chlichen Heizkosten erstatten m&uuml;ssen. In dem Rechtsstreit hatte eine Familie aus dem nieders&auml;chsischen Gifhorn geklagt. Das zust&auml;ndige Jobcenter hatte der Familie mitgeteilt, dass ihre 100 Quadratmeter gro&szlig;e Wohnung zwar zu ger&auml;umig sei, aber wegen der niedrigen Miete trotzdem als angemessen gelte. Die hohen Heizkosten wollte das Jobcenter aber nicht zahlen. Die Familie k&ouml;nne ja im Winter einen Raum weniger nutzen, schlug die Beh&ouml;rde vor.<\/p>\n<p>Existenziell wurde es auch f&uuml;r eine Hartz-IV-Empf&auml;ngerin in Wilhelmshaven. Sie war auf Dr&auml;ngen des Jobcenters in eine billigere Wohnung gezogen und musste daher ein Bett und einen Schrank aufgeben, die M&ouml;belst&uuml;cke konnten nicht zerlegt und transportiert werden. Dennoch lehnte das Jobcenter die Beschaffung eines neuen Bettes und Schrankes ab, weil daf&uuml;r ja im Regelsatz des Arbeitslosengeldes II Anteile vorgesehen seien. Der 14. Senat des Bundessozialgerichtes verdonnerte die Beh&ouml;rde nun dazu, f&uuml;r die Neubeschaffung zu zahlen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=in&amp;dig=2009%2F07%2F03%2Fa0013&amp;cHash=5620e28ae9\/&amp;type=98\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Irgendwann dachte ich, ich kann nicht mehr<\/strong><br>\nEr hatte es fast geschafft, aber kurz vor Lampedusa wurde das Boot von der libyschen K&uuml;stenwache gerammt. Seine Reise hatte quer durch Afrika gef&uuml;hrt. Zur&uuml;ck in Kamerun, schrieb Georges N. seine Geschichte auf: ein einmaliges und erschreckendes Zeugnis afrikanischen Emigrantenelends.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2009%2F07%2F02%2Fa0100&amp;cHash=58bbff85a3\/&amp;type=98\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Bundestag beschlie&szlig;t Nachtragsetat mit Schuldenrekord<\/strong><br>\nDer Bund leiht sich in diesem Jahr wegen der Finanz- und Konjunkturkrise so viel Geld am Kapitalmarkt wie nie zuvor in der Nachkriegsgeschichte. Die Nettokreditaufnahme bricht Schuldenrekord von 1996. Zu den beschlossenen Ausgaben von 303 Mrd. Euro kommen noch die Kosten durch Bankenrettungen und Konjunkturpakete dazu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/_b=2416301,_p=6,_t=ftprint,doc_page=0;printpage\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em>Beim Spiegel-online steht das so:<\/em><\/p>\n<p><strong>Deutschland muss sich eine halbe Billion Euro pumpen<\/strong><br>\nDeutschland steht vor dem gr&ouml;&szlig;ten Schuldenzuwachs seiner Geschichte. Einem Zeitungsbericht zufolge m&uuml;ssen Bund, L&auml;nder und Gemeinden bis 2013 rund 507 Milliarden Euro neue Kredite aufnehmen. Das Defizit droht sogar auf bis zu zwei Billionen Euro anzuschwellen &ndash; die Folgen w&auml;ren verheerend.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,druck-633834,00.html\">Spiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Die Leser\/innen soll bei dieser &Uuml;berschrift wohl erst der Schlag treffen, bevor sie im Einleitungstest erfahren, dass diese gesch&auml;tzte Verschuldung bis 2013 erfolgen wird. Da darf auch nicht die Schuldenuhr vom Bund der Steuerzahler fehlen &ndash; wir k&ouml;nnen schon bald die eigene Uhr danach stellen, bis wieder der Steuerzahler-Gedenktag kommen wird. Die Kirsche auf der Sahnetorte ist dann noch die Studie einer Bank und des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts: <\/em><\/p>\n<blockquote><p>F&uuml;r die kommenden Generationen bedeutet das eine gewaltige Belastung. Vor allem wer zwischen 1980 und 2000 geboren wurde, hat schlechte Karten. Denn diese Jahrg&auml;nge trifft die schwere Last der Staatsverschuldung am h&auml;rtesten.<\/p><\/blockquote>\n<p>Bei so einer Generationengerechtigkeits-Nummer d&uuml;rfen wir durchaus Meinungsmanipulation unterstellen; der Leiter des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts ist der Arbeitgeber-Lobbyist Thomas Straubhaar von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. Aber mit interessengeleiteten Studien und Umfragen hat der Spiegel ja seit Jahren keine Probleme.<br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,druck-633487,00.html\">Spiegel<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.insm.de\/insm\/ueber-die-insm\/Kuratoren-und-Botschafter\/Univ--Prof--Dr--Thomas-Straubhaar.html\">Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Scharfe Angriffe auf Atomkraft-Lobby<\/strong><br>\nDas Atomforum feiert Jubil&auml;um mit Stargast Angela Merkel. Umweltminister Gabriel gratuliert auf seine Weise: Er will den Lobbyverband auf dem &ldquo;Misthaufen&rdquo; sehen.<br>\nMerkel machte deutlich, dass sie die Kernenergie zur Zeit f&uuml;r &ldquo;unverzichtbar&rdquo; halte. Allerdings sei auf der ganzen Welt die wichtige Frage der Endlagerung bei weitem noch nicht gekl&auml;rt. Grunds&auml;tzlich gehe es um eine rationale Energiepolitik f&uuml;r den Industriestandort Deutschland, die die Risiken der jeweiligen Energiebereiche nicht ausklammere, aber auch die Kosten im Auge behalte. Deutschland m&uuml;sse darauf achten, sich nicht mit Sonderwegen in immer mehr Hochtechnologie-Bereichen wie der Atomkraft oder der Gentechnik seiner M&ouml;glichkeiten zu berauben, Geld zu verdienen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/649\/477146\/text\/print.html\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em>Passend dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>1,4 Millionen Anti-Atom-Faltbl&auml;tter als Jubil&auml;umsgeschenk <\/strong><br>\n50 Jahre nach Gr&uuml;ndung des Deutschen Atomforums kl&auml;rt die Anti-Atom-, die Energiewende- und die Friedensbewegung in ganz Deutschland die Bev&ouml;lkerung &uuml;ber den Niedergang der Atomwirtschaft und &uuml;ber den bevorstehenden Durchmarsch der Erneuerbaren Energien auf. Das von der atomkritischen &Auml;rzteorganisation IPPNW, EUROSOLAR und dem Deutschen Naturschutzring (DNR) herausgegebene Faltblatt &bdquo;Glaubst du das wirklich?&ldquo;, in dem f&uuml;r den Atomausstieg und f&uuml;r 100% Erneuerbare Energie &bdquo;in B&uuml;rgerhand&ldquo; geworben wird, erreicht aufgrund des gro&szlig;en Interesses bereits eine Gesamtauflage 1,4 Millionen Exemplaren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ippnw.de\/presse\/presse-2009\/artikel\/14fa072174\/ippnw-14-millionen-anti-atom-faltb.html\">Internationale &Auml;rzte f&uuml;r die Verh&uuml;tung des Atomkrieges, &Auml;rzte in sozialer Verantwortung e.V.<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Klaus Kinkel: Forderungen f&uuml;r ein starkes Bildungssystem<\/strong><br>\n<blockquote><p>Weil wir kaum &uuml;ber Rohstoffe verf&uuml;gen, sind die Menschen dieses Landes unser gr&ouml;&szlig;tes Kapital. Doch statt unsere Energie in die Pflege und den Ausbau unserer besten Ressource zu stecken, vernachl&auml;ssigen wir mit Verweis auf die klamme Kassenlage, durch ideologisch festgefahrene Debatten oder &ndash; noch schlimmer &ndash; f&ouml;derales Zust&auml;ndigkeitsgerangel systematisch dringend notwendige Reformen&rdquo;, schreibt Klaus Kinkel in liberal. &ldquo;Jede nachhaltige Verbesserung des deutschen Bildungssystems muss bei den Lehrern ansetzen. Das ist eine der zentralen Stellschrauben. Nur mit begeisterten, gut aus- und kontinuierlich fortgebildeten Lehrern k&ouml;nnen Deutschlands Sch&uuml;ler den Anschluss schaffen<\/p><\/blockquote>\n<p> so Kinkel weiter.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.freiheit.org\/webcom\/show_article_bb.php\/_c-616\/_nr-11183\/i.html\">Friedrich-Naumann-Stiftung<\/a><\/p>\n<p><em>Wir sparen uns einen eigenen Kommentar und &uuml;bergeben das Wort an Lothar Dombrowski alias Georg Schramm (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=RkNddCXSLvM\">YouTube<\/a><br>\n<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Bundesdatenschutzgesetz: Ein schwarzer Tag f&uuml;r die Verbraucher<\/strong><br>\nVersagen beim Thema Datenschutz wirft der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) der Gro&szlig;en Koalition vor. &bdquo;Die Regierungsfraktionen haben das Selbstbestimmungsrecht der Verbraucher auf dem Altar der Wirtschaftsinteressen geopfert&ldquo;, lautet das Fazit von Vorstand Gerd Billen zur Datenschutznovelle, die morgen im Bundestag verabschiedet wird. Billen bezeichnete die Novelle als herbe Niederlage.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.vzbv.de\/go\/presse\/1175\/index.html?ref_presseinfo=true\">Verbraucherzentrale Bundesverband<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Folgen der Finanzkrise: Island bittet die eigenen B&uuml;rger zur Kasse <\/strong><br>\nKnapp neun Monate nach dem Kollaps des isl&auml;ndischen Finanzsektors bekommen die 320.000 B&uuml;rger jetzt die Rechnung f&uuml;r die gigantischen Fehlspekulationen von Bankmanagern pr&auml;sentiert. Sie sollen nach der Verabschiedung eines &ldquo;Stabilit&auml;ts-Pakets&rdquo; im Parlament in Reykjavik mit deutlich h&ouml;heren Steuern, zugleich deutlich verminderten staatlichen Sozialleistungen und weniger Geld f&uuml;r Krankenh&auml;user und Schulen dazu beitragen, das Minus im Staatshaushalt auf zehn Prozent des Bruttonationalproduktes zu beschr&auml;nken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/island210.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Bitte denken Sie daran, wenn Sie bis zur Bundestagswahl die Sprechblasen der Politprominenz h&ouml;ren und lesen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die gro&szlig;e D&uuml;rre<\/strong><br>\nSeit Mittwoch darf der Staat Kalifornien keine Rechnungen, keine L&ouml;hne und keine Sozialhilfe mehr bezahlen. Am 1. Juli begann das neue Haushaltsjahr. Gouverneur Arnold Schwarzenegger hat den &bdquo;finanziellen Notstand&ldquo; ausgerufen. Statt Geld bekommen die Lieferanten von Waren und Dienstleistungen, die Angestellten des Staats, die Stipendienempf&auml;nger und sozial Bed&uuml;rftigen vorerst nur so genannte &bdquo;IOU&ldquo;&rsquo;s: Schuldverschreibungen. Das K&uuml;rzel steht f&uuml;r &bdquo;I owe you&ldquo; &ndash; &bdquo;Ich schulde Ihnen &hellip;&ldquo; Wann sie diese Papiere in richtiges Geld umtauschen k&ouml;nnen, ist unklar. Die Notlage ist im Wesentlichen auf das Zusammenspiel von vier Faktoren zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Zwei davon sind fast &uuml;berall in den USA zu sp&uuml;ren. Erstens f&uuml;hrt die weltweite Rezession zu drastisch sinkenden Steuereinnahmen. Zweitens haben fast alle 50 US-Staaten mittlerweile spezielle Haushaltsbestimmungen verabschiedet und &uuml;berwiegend zu Verfassungsrang erhoben. Demnach muss das Budget ausgeglichen sein. Ausgegeben werden darf nur, was auch eingenommen wird &ndash; oder an Ersparnissen aus besseren Jahren zur Verf&uuml;gung steht. Wenn es keine solchen R&uuml;cklagen gibt und die Steuereinnahmen ausbleiben, muss jeder Staat seine Ausgaben f&uuml;r Personal und Dienstleistungen entsprechend k&uuml;rzen. In der Krise wirkt es sich zus&auml;tzlich krisenversch&auml;rfend aus, wenn die Staaten Lehrer, Polizisten, Feuerwehrleute und andere Angestellte entlassen und zudem ihre Sachauftr&auml;ge zur&uuml;ckfahren. Drittens, der ideologische Streit zwischen den beiden gro&szlig;en Parteien. Die Republikaner wollen das aktuelle Defizit von rund 26 Milliarden Dollar allein durch K&uuml;rzungen staatlicher Leistungen schlie&szlig;en, auch im Bildungswesen und bei Sozialleistungen. Die Demokraten argumentieren, das sei nicht mehr m&ouml;glich, nachdem das Parlament im Februar einen Nachtragshaushalt mit Streichungen im Wert von elf Milliarden Dollar verabschiedet hatte. Sie wollen die Steuern auf Energie und Tabak erh&ouml;hen und pro Auto eine zus&auml;tzliche Geb&uuml;hr von 15 Dollar eintreiben. Der vierte Faktor sind speziell kalifornische Varianten der Demokratie. F&uuml;r den Beschluss des Budgets ist eine Zweidrittelmehrheit n&ouml;tig. Die Demokraten haben eine klare Mehrheit im Parlament, doch fehlen ihnen einige Stimmen zu diesem Quorum. Gouverneur Schwarzenegger, ein Republikaner, h&auml;lt es mit der konservativen Minderheit und droht mit seinem Veto gegen den Ansatz der Demokraten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/Fragen-des-Tages;art693,2838456?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> F&uuml;r die Bundesrepublik sind Entwicklungen in den USA insofern interessant, weil durch Kalifornien u.a. die Unsinnigkeit gesetzlich verankerter Schuldenbegrenzungsregeln belegt wird. Geradezu absurd ist der Umstand, dass die republikanischen Austerit&auml;tspolitiker der notleidenden Bundesstaaten mit Zuwendungen aus dem auf Bundesebene beschlossenen Konjunkturpaket rechnen, das nur durch eine au&szlig;erordentliche Neuverschuldung der USA erm&ouml;glicht wurde. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Verbraucher beklagen falsche Bankberatungen<\/strong><br>\nBei der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz h&auml;ufen sich Beschwerden wegen falscher Beratung durch Banken. Seit Beginn der Finanzkrise seien die Anfragen zu Geldanlagen und der Krisenfestigkeit von Banken stark gestiegen, hie&szlig; es bei Vorlage des Jahresberichts.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/nachrichten\/rp\/-\/id=1682\/nid=1682\/did=5053944\/1jo4ll5\/index.html\">SWR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Arbeitslosigkeit in USA auf h&ouml;chstem Stand seit 26 Jahren<\/strong><br>\nIn den USA ist die Arbeitslosigkeit auf den h&ouml;chsten Stand seit 26 Jahren gestiegen. 14,7 Millionen Menschen sind ohne Job, allein im Juni gab es 467&rsquo;000 K&uuml;ndigungen. Die Arbeitslosenquote liegt nun bei 9,5 Prozent. Die B&ouml;rsen gingen weltweit auf Talfahrt.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/arbeitslose_usa__1.2882614.html?printview=true\">Neue Z&uuml;rcher Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> W&uuml;rde die US-Arbeitslosigkeit so wie sie vor der Clinton-Amtszeit berechnet werden, l&auml;ge sie bei 20%!<\/em><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.shadowstats.com\/alternate_data\">Shadowstats<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung:<\/strong> Deutsche Bundesregierungen &ndash; in welcher Zusammensetzung auch immer &ndash; standen den Amerikanern bei dieser Form der statistischen Kreativit&auml;t nie nach.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h012\"><\/a><strong>Mai 2009: Arbeitslosenquote der Eurozone auf 9,5% gestiegen<\/strong><br>\nIn der Eurozone (EZ16) lag die saisonbereinigte Arbeitslosenquote im Mai 2009 bei 9,5%, gegen&uuml;ber 9,3% im April. Im Mai 2008 betrug sie 7,4%. In der EU27 lag die Arbeitslosenquote im Mai 2009 bei 8,9%, gegen&uuml;ber 8,7% im April. Im Mai 2008 hatte sie 6,8% betragen. F&uuml;r die Eurozone ist dies die h&ouml;chste Quote seit Mai 1999 und f&uuml;r die EU27 seit Juni 2005. Von den Mitgliedstaaten verzeichneten die Niederlande (3,2%) und &Ouml;sterreich (4,3%) die niedrigsten Arbeitslosenquoten. Die h&ouml;chsten Quoten meldeten Spanien (18,7%), Lettland (16,3%) und Estland (15,6%). Alle Mitgliedstaaten verzeichneten &uuml;ber ein Jahr betrachtet einen Anstieg ihrer Arbeitslosenquote. Die niedrigsten Anstiege wurden in Deutschland (von 7,4% auf 7,7%) und den Niederlanden (von 2,8% auf 3,2%) beobachtet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/epp.eurostat.ec.europa.eu\/cache\/ITY_PUBLIC\/3-02072009-AP\/DE\/3-02072009-AP-DE.PDF\">Eurostat [PDF &ndash; 198 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Eurostat berechnet die Arbeitslosenquoten f&uuml;r die Mitgliedstaaten der Eurozone und der EU nach dem Konzept der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Danach gilt zum Beispiel jemand nicht mehr als arbeitslos, wenn er nur eine Stunde in der Woche arbeitet. Auch die Datenerfassung ist anders, die ILO arbeitet mit Stichproben, die Arbeitsagentur mit den Daten der Jobcenter. Die Arbeitslosenquote nach ILO-Regeln liegt immer etwas niedriger als nach der Statistik der BA.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Der Krieg wird verloren<\/strong><br>\nUS-Milit&auml;rs fordern von Europ&auml;ern mehr &raquo;Engagement&laquo; in Afghanistan. Briten mahnen Geschlossenheit an. UN-Generalsekret&auml;r warnt vor weiterer Gewalteskalation.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/07-03\/026.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>In den USA liegt der Schl&uuml;ssel f&uuml;r die Erholung<\/strong><br>\nDie deutsche Autoproduktion ist auf dem Niveau von 1997. Verbandspr&auml;sident Matthias Wissmann pr&auml;sentiert Horrorzahlen und wenig Hoffnung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/VDA-Automarkt;art271,2838489?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Das mu&szlig; man sich einmal klar machen: Auf 730.000 Besch&auml;ftigte der Autohersteller und Lieferanten kommen ein Viertel, d.h. 182.500 Kurzarbeiter.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Interview mit Franz M&uuml;ntefering: Gegen Zocker vorgehen<\/strong><br>\nSPD-Chef Franz M&uuml;ntefering will Verantwortliche der Finanzmarktkrise &ldquo;gegebenenfalls auch mit versch&auml;rftem Recht&rdquo; zur Rechenschaft ziehen. Im Interview der Stuttgarter Zeitung sagte er, man m&uuml;sse &ldquo;noch mal genauer hinschauen, wer diesen Crash sehenden Auges betrieben oder riskiert hat&rdquo;. Manche Akteure der Finanzmarktkrise &ldquo;waren Zocker, einige Gangster&rdquo;, so M&uuml;ntefering. Dies sei &ldquo;alles keine Kleinigkeit, sondern Zynismus, eine Ungeheuerlichkeit, kurz: eine historische Situation, in der man am Ende auch zupacken muss&rdquo;. Wenn n&ouml;tig m&uuml;sse &ldquo;das auch vor Gericht aufgearbeitet werden&rdquo;. Jedenfalls sei es &ldquo;mit ein bisschen wei&szlig;er Salbe nicht getan sein&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/stz\/page\/2113149_0_9223_-stz-interview-mit-franz-muentefering-spd-chef-gegen-zocker-vorgehen.html?_print=1\">Stuttgarter Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> M&uuml;ntefering ist ein unverbesserlicher Spr&uuml;cheklopfer. Im April 2005 zog er gegen Heuschrecken vom Leder. Es geschah nichts, weder juristisch noch gesetzgeberisch. Die Befreiung der Gewinne beim Kauf von Unternehmen und Unternehmensteilen und die sonstigen Privilegien f&uuml;r die so genannten Investoren gibt es immer noch. Ein solches Interview wie in der Stuttgarter Zeitung ist reine Imagepflege.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Aust und Christiansen talken gemeinsam<\/strong><br>\nSabine Christiansen kehrt mit einer eigenen Talkshow in das deutsche Fernsehen zur&uuml;ck &ndash; allerdings nur an f&uuml;nf Sonntagen vor der Bundestagswahl. Zusammen mit dem fr&uuml;heren &ldquo;Spiegel&rdquo;-Chefredakteur Stefan Aust tritt Christiansen mit der Gespr&auml;chsrunde &ldquo;Ihre Wahl! Die Sat.1-Arena&rdquo; &ndash; vom 23. August an jeweils sonntags um 22.15 Uhr gegen die ARD und &ldquo;Anne Will&rdquo; an. &ldquo;Ich habe nicht die Absicht, eine neue Talkschiene zu beginnen&rdquo;, betonte Christiansen, die sich im Juni 2007 von ihrem Talk in der ARD verabschiedet hatte. &ldquo;W&ouml;chentliche Sendungen m&ouml;chte ich nicht mehr machen.&rdquo; Mit Unterst&uuml;tzung des Publikums will das Moderatoren-Duo Spitzenpolitiker der Bundestagsparteien ins &ldquo;Kreuzverh&ouml;r&rdquo; nehmen. Zuschauer sollen &uuml;ber SMS, Telefon und Webcam-Beitr&auml;ge selber zur Wort kommen und die Kandidaten befragen. Mit diesem Konzept wollen die beiden Talker deutlich machen, dass der B&uuml;rger die Wahlentscheidung selber in der Hand habe. Produziert wird die Sendung von Christiansens Firma TV 21. Im amerikanischen Wirtschaftskanal CNBC moderiert Christiansen die Runde &ldquo;Global Players&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/stz\/page\/2110032_0_9223_-vom-23-august-an-aust-und-christiansen-talken-gemeinsam.html?_print=1\">Stuttgarter Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Es bleibt uns nichts erspart. Schade, dass Kerner noch beim ZDF ist; er w&uuml;rde dieses Wiederg&auml;nger-Gespann zu einem Trio Infernal der Meinungsmanipulation komplettieren und zus&auml;tzlich f&uuml;r die n&ouml;tige Trivialit&auml;t sorgen, um das zu ertragen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Bert R&uuml;rup: Der Rastlose<\/strong><br>\nR&uuml;rup, der Rastlose, der nicht mit 65 in Rente geht. Wie auch, hat er doch stets f&uuml;r die Rente mit 67 pl&auml;diert. Ein Leben ohne Arbeit kann er sich nicht vorstellen. Seit April arbeitet er schon als Chef&ouml;konom f&uuml;r den zweitgr&ouml;&szlig;ten deutschen Finanzdienstleister AWD. In der Privatwirtschaft ist er nun Sonderberater f&uuml;r die private und betriebliche Altersversorgung. Irgendwie konsequent, findet zumindest er selbst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1819114&amp;em_loc=1234&amp;em_ref=\/frankfurt_und_hessen\/nachrichten\/hessen\/&amp;em_ivw=fr_region\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der Artikel ist eine reine Lobhudelei. Was auf einer Beerdigung akzeptabel w&auml;re, ist anl&auml;&szlig;lich seiner Emeritierung peinlich. NDS-Leser sind informiert, aber die FR h&auml;tte den rastlosen Einsatz R&uuml;rups f&uuml;r die private Altersversorgung als Politikberater und seine jetzige T&auml;tigkeit als Berater eines Finanzdienstleisters problematisieren m&uuml;ssen. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Deutsche Sicherheitsexperten: Terrorgefahr w&auml;chst vor der Wahl <\/strong><br>\nKonkrete Hinweise auf geplante Anschl&auml;ge haben die Sicherheitsbeh&ouml;rden nicht. Trotzdem steigt drei Monate vor der Bundestagswahl die Nervosit&auml;t. Vermehrt tauchen Terrorvideos mit deutschem Bezug auf<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1819557&amp;em_loc=1231&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_polstart\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Nun ja, Sicherheitsexperten m&uuml;ssen auch leben. Da wird wohl wieder das alte Video von&nbsp; Bekkay Harrach aufgew&auml;rmt. Besonders abstrus ist die Logik, dass die ablehnende Haltung der Deutschen f&uuml;r den Bundeswehreinsatz in Afghanistan durch einen Terroranschlag in Deutschland&nbsp; verst&auml;rkt werden k&ouml;nne und so die Bundestagswahl beeinflussen k&ouml;nne. Ein erfolgreicher Anschlag durch&nbsp; pakistanische Gruppierungen, nach Staatssekret&auml;r August Hanning die gr&ouml;&szlig;te Bedrohung, w&uuml;rde doch die Struck-Formel best&auml;tigen: &ldquo;Die Sicherheit Deutschlands wird auch am Hindukusch verteidigt&rdquo; und eben keinen Abzug der deutschen Truppen bewirken.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Wahlkampf &ndash; Lafontaines Revolutionstheater<\/strong><br>\n<em>Von Markus Zinsmaier<\/em>\n<p>Was f&uuml;r ein Schauspiel: Der Chef der Linkspartei besucht die Hamburger &ldquo;Marat&rdquo;-Inszenierung und diskutiert mit dem Publikum &uuml;ber den Klassenkampf in Zeiten der Finanzkrise<br>\nDie Revolution beginnt um kurz nach halb acht. Oscar Lafontaine trifft im Hamburger Schauspielhaus ein, umlagert von Kameras. Auf dem Programm: Wahlkampf in Krisenzeiten. Und: Peter Weiss&rsquo; St&uuml;ck Die Verfolgung und Ermordung Jean Paul Marats dargestellt durch die Schauspielgruppe des Hospizes zu Charenton unter Anleitung des Herrn de Sade. Der&nbsp;Regisseur Volker L&ouml;sch und die Dramaturgin Beate Seidel nennen es: Marat, was ist aus unserer Revolution geworden? Eine zeitgen&ouml;ssische, freie Adaption des Stoffes und eine Sternstunde des Politkabaretts.<\/p>\n<p>Auf der B&uuml;hne: 24 Hartz-IV-Empf&auml;nger, die zu den &auml;rmsten Einwohnern Hamburgs z&auml;hlen. Im Fokus: einige der reichsten Bewohner Deutschlands, allesamt Hamburger. Gegen Ende des St&uuml;ckes werden Ihre Namen vom &ldquo;Chor der Armen&rdquo; verlesen. &ldquo;Heinz Bauer&rdquo;, hei&szlig;t es dann etwa, &ldquo;2,9 Milliarden!&rdquo; Oder: &ldquo;Familie Otto, 8,1 Milliarden!&rdquo; Die Namen werden mitsamt den dazugeh&ouml;rigen Adressen in Hamburg genannt. (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/online\/2009\/28\/marat-schauspielhaus-lafontaine?page=all\">Die Zeit<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Kommentar:<\/strong> Nicht einmal ein solches kulturelles Ereignis kann Die Zeit ohne d&uuml;mmliche Polemik gegen Lafontaine durchgehen lassen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Schikane &ndash; Razzia bei einem kritischen Journalisten <\/strong><br>\nDer N&uuml;rburgring ist seit Jahrzehnten&nbsp;der deutsche Rundkurs f&uuml;r schnelle Rennen. Um noch sch&ouml;ner und spektakul&auml;rer zu werden, wird er seit einiger Zeit zum Erlebnispark ausgebaut. Die Kosten des Projekts belaufen sich&nbsp;gut eine Viertel Milliarde Euro. In acht Tagen &ndash; zum n&auml;chsten Formel 1 Wochenende &ndash; ist die Er&ouml;ffnung. Doch die Finanzierung wirft Fragen auf. Kritische Journalisten haben sie gestellt &ndash; und wurden ausgebremst.&nbsp;Zapp berichtete&nbsp;&uuml;ber einen Motorsport-Reporter, der nicht nur interessante Informationen erhalten hat, sondern auch einen Besuch von der Staatsanwaltschaft.&nbsp;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www3.ndr.de\/sendungen\/zapp\/archiv\/medien_politik\/nuerburgring102.html\">zapp<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Bundestagsabgeordnete ohne Macht in EU-Fragen<\/strong><br>\nKarlsruhe hat dem Bundestag zus&auml;tzliche Rechte in EU-Fragen gegeben. Das hilft wenig. Was viele Beobachter nicht verstanden haben: Es geht dabei nur um Kompetenz&uuml;bertragungen und Abstimmungsregeln. Es geht nicht um die allt&auml;gliche EU-Politik. Wenn die Regierungen im EU-Ministerrat und das EU-Parlament gemeinsam neue Richtlinien und Verordnungen beschlie&szlig;en, muss der Bundestag auch k&uuml;nftig nicht nachtr&auml;glich zustimmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=in&amp;dig=2009%2F07%2F03%2Fa0019&amp;cHash=d18e219f5b\/&amp;type=98\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar WL:<\/strong> Christian Rath hat v&ouml;llig Recht. Siehe auch meinem <a href=\"?p=4032\">&bdquo;Nachtw&auml;chter&ldquo;-Beitrag<\/a>. Ich bin fest davon &uuml;berzeugt, dass die Euphorie etwa von Prantl v&ouml;llig am Urteil vorbeigeht. Im Gegensatz zu den meisten Schreibern und Politkern (das gilt leider auch f&uuml;r Gysi) habe ich mir eben nicht nur die Presseerkl&auml;rung angeschaut, sondern auch noch die knapp 150 Seiten &uuml;berflogen. Und in der Langfassung gibt es keinen Zweifel, dass die Beteiligung der Legislativorgane nur bei Kompetenzerweiterungen gefragt ist.<\/em><\/p>\n<p>Dass das BVerfG die Parlamentarier daran erinnert hat, ist zwar l&ouml;blich, aber ansonsten k&ouml;nnen die EU-Gremien (und im Ministerrat auch die Regierungen) auf der Basis der Vertr&auml;ge tun und lassen, was sie wollen &ndash; wie bisher.<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Hagen Rether:<\/strong><br>\n&bdquo;Das ist Demokratie, wenn man sich aussuchen kann, wer einen verarscht.&ldquo; Ein Ausschnitt vom ARD-Satiregipfel:<br>\nQuelle: Youtube: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=0xVszRL-Hog\">Hagen Rether &ndash; Satiregipfel<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(MB\/AM)<br \/> Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p>\n<ol>\n<li><a href=\"?p=4040#h01\">Jugendarbeit leidet unter der Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4040#h02\">Kaputte Schr&auml;nke, kalte Zimmer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4040#h03\">Irgendwann dachte ich, ich kann nicht mehr &ndash; Flucht aus Afrika<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4040#h04\">Bundestag beschlie&szlig;t Nachtragsetat mit Schuldenrekord\/Vgl. Headline bei SPON<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4040#h05\">Scharfe Angriffe auf Atomkraft-Lobby<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4040#h06\">Klaus Kinkel: Forderungen f&uuml;r ein starkes Bildungssystem plus Georg Schramm<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4040\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4040","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4040","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4040"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4040\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4040"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4040"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4040"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}