{"id":40418,"date":"2017-10-04T13:30:11","date_gmt":"2017-10-04T11:30:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40418"},"modified":"2017-10-05T09:16:56","modified_gmt":"2017-10-05T07:16:56","slug":"besinnung-auf-wurzeln-und-grundwerte-wie-in-grossbritannien-und-portugal-oder-alles-ist-neu-und-die-therapie-ziemlich-beliebig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40418","title":{"rendered":"Besinnung auf Wurzeln und Grundwerte wie in Gro\u00dfbritannien und Portugal. Oder: Alles ist neu und die Therapie ziemlich beliebig?"},"content":{"rendered":"<p>Nach Corbyn und Labour haben jetzt die portugiesischen Sozialisten mit Antonio Costa nach zwei Jahren Regierung im Land bewiesen, dass man mit der Besinnung auf die Wurzeln und die Grundwerte einer linken Partei Wahlen gewinnen kann. Siehe dazu einen Bericht in Anlage 1. Hierzulande wird hingegen kr&auml;ftig daran gearbeitet, die Besinnung auf die in der Sache berechtigte und obendrein erfolgreiche Programmatik und die alten Grundwerte zu vermeiden. Diese Tendenz begegnet einem zum Beispiel in einer seltsamen neuen Organisation mit dem Titel &bdquo;SPD++&ldquo; und in &Auml;u&szlig;erungen des Top-Vertreters einer Werbeagentur, die in den letzten 20 Jahren h&auml;ufig f&uuml;r die SPD gearbeitet hat. <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong><\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_9546\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-40418-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/171004_Besinnung_auf_Wurzeln_und_Grundwerte_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/171004_Besinnung_auf_Wurzeln_und_Grundwerte_NDS.mp3\">http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/171004_Besinnung_auf_Wurzeln_und_Grundwerte_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/171004_Besinnung_auf_Wurzeln_und_Grundwerte_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=40418-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/171004_Besinnung_auf_Wurzeln_und_Grundwerte_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"171004_Besinnung_auf_Wurzeln_und_Grundwerte_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><strong>Mit klaren fortschrittlichen Positionen kann man Menschen und Wahlen gewinnen. Das haben die Linken in Gro&szlig;britannien und in Portugal bewiesen.<\/strong><\/p><p>Die portugiesischen Sozialisten haben sich zusammen mit ihrem Vorsitzenden und jetzigen Ministerpr&auml;sidenten Ant&oacute;nio Costa gegen das Austerit&auml;tsdiktat Deutschlands, der EU und der EZB gewehrt und ihre Politik selbst formuliert und an ihren Grundwerten orientiert.<\/p><p>Labour hat mit Corbyn an der Spitze Hunderttausende von Menschen mobilisiert und bei den letzten Wahlen deutlich zugelegt &ndash; um 9,5 % auf 40 %. Wider Erwarten und entgegen der teilweise verh&ouml;hnenden Kommentierung deutscher und internationaler Medien. Wenn man sich die Rede des Labour-Vorsitzenden vom 28.9.2017, die wir hier <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40357\">&bdquo;Unser Sozialismus des 21. Jahrhunderts&ldquo; &ndash; Jeremy Corbyns mitrei&szlig;ende Parteitagsrede<\/a> im Original und in &Uuml;bersetzung wiedergegeben haben, anschaut, dann wird man durchgehend finden: Hier verbindet ein politisch f&uuml;hrender Kopf der Linken das Bed&uuml;rfnis, Politik im 21. Jahrhundert zu machen, mit dem R&uuml;ckgriff auf die bew&auml;hrte Programmatik und die alten Grundwerte. Corbyn hat folgendes gesagt:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Unser Wahlprogramm ist das Programm einer modernen, progressiven sozialistischen Partei, die ihre Wurzeln und ihren Sinn wiederentdeckt hat und sich damit gegen den europaweiten Trend stemmt.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Besinnung auf die Wurzeln. Und den Sinn der alten Programmatik und Werte wiederentdecken &ndash; das ist neben der Aufgeschlossenheit f&uuml;r die moderne Zeit wichtig. Und noch etwas, Corbyn sprach von zwei Stars seiner Kampagne, und kommt hier auf den einen Star zu sprechen:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Und, liebe Genossinnen und Genossen, der andere Star dieser Kampagne, das wart IHR. Unsere Mitglieder, unsere Unterst&uuml;tzer in den Gewerkschaften, unsere Leute im Haust&uuml;rwahlkampf und in den sozialen Medien.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Dieser Vertreter einer linken Partei hat verstanden, dass angesichts des &uuml;berall erkennbaren Versuchs, mithilfe der etablierten Medien jedes linke Pfl&auml;nzchen sofort und nachhaltig kaputt zu treten, Wahlen nur zu gewinnen sind, wenn man eine Gegen&ouml;ffentlichkeit aufbaut. Diese Erfahrung haben wir in Deutschland schon vor 45 Jahren gemacht. Nichts daran ist veraltet.<\/p><p>Die Rede Corbyns enth&auml;lt nahezu alle Elemente der Programmatik und Kampagne, die jede fortschrittliche Bewegung auch bei uns nutzen m&uuml;sste:<\/p><ul>\n<li>aktive Besch&auml;ftigungspolitik, &ouml;ffentliche Investitionen<\/li>\n<li>hohe L&ouml;hne, und damit also keinesfalls ein Bekenntnis zum sogenannten Niedriglohnsektor,<\/li>\n<li>kostenlose Bildung,<\/li>\n<li>eine dynamische Rolle f&uuml;r den &ouml;ffentlichen Sektor und Abkehr von der Privatisierungsideologie,<\/li>\n<li>Politik f&uuml;r die vielen, nicht f&uuml;r die wenigen,<\/li>\n<li>friedliche L&ouml;sungen internationaler Konflikte, und<\/li>\n<li>selbstverst&auml;ndlich: Attacke auf die Konservativen.<\/li>\n<\/ul><p><strong>Fazit: Corbyn in Gro&szlig;britannien und Costa in Portugal haben gezeigt, dass die Linke nicht verloren ist, wenn sie sich programmatisch auf ihre Wurzeln und Werte besinnt und sie sich im Wahlkampf auf die eigenen Sympathisanten und ihre Stimme als Multiplikatoren abst&uuml;tzt.<\/strong><\/p><p><strong>Und was wird uns hierzulande empfohlen? Zwei Beispiele:<\/strong><\/p><p>Ein Experte f&uuml;r die politische Werbung <a href=\"http:\/\/frank-stauss.de\/\">Frank Stauss<\/a>, einer von drei Miteigent&uuml;mern der Agentur Butter und seit 20 Jahren mit Werbung f&uuml;r die SPD besch&auml;ftigt, hat sich einschl&auml;gig ge&auml;u&szlig;ert. Er schrieb in einer Bewertung des Wahlergebnisses und des Wahlkampfes (an dem er und seine Agentur diesmal ausnahmsweise nicht beteiligt waren) von einem &bdquo;immer noch herumspukenden Irrglauben, man k&ouml;nne die SPD mit den Rezepten von gestern und vorgestern neu aufstellen&ldquo;. <\/p><p>Er wiederholte den Gedanken in einem <a href=\"http:\/\/frank-stauss.de\/index.php\/die-spd-steht-vor-der-existenzfrage\/\">Gespr&auml;ch<\/a>, das in der Berliner Morgenpost erschien. W&ouml;rtlich hei&szlig;t es dort:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Tats&auml;chlich ist es so, dass manche in der SPD, aber auch in ihrem Umfeld, noch der Meinung sind, dass die SPD mit den Rezepten von 1998, manchmal sogar von 1968, heutzutage Wahlen gewinnen kann. Das ist aber falsch. Wir k&ouml;nnen uns nicht mehr nach dem traditionellen Wahlverhalten orientieren nach dem Motto &bdquo;Die Arbeiter w&auml;hlen dieses, die Jungen dieses, die Rentner w&auml;hlen so, auf dem Land w&auml;hlt man so und in der Stadt so&ldquo;.<\/p><\/blockquote><p>Der Mann macht Stimmung gegen den R&uuml;ckgriff auf fr&uuml;here Programmatik und Methoden, hat aber offensichtlich wenig Ahnung. Das von ihm skizzierte traditionelle Wahlverhalten gab es 1998 keinesfalls mehr und 1968 nicht in der unterstellten Art. Noch wichtiger: der 1968 angelaufene Wahlkampf f&uuml;r die Bundestagswahl 1969 enth&auml;lt eine Reihe von Rezepten, die heute direkt wieder anwendbar w&auml;ren. Offensichtlich plaudert Experte Stauss einfach so vor sich hin. Damals war der Wahlkampf gepr&auml;gt einerseits vom Beginn der Friedenspolitik und von Leistungen f&uuml;r die Lohnabh&auml;ngigen wie zum Beispiel der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall auch f&uuml;r Arbeiter und andererseits mit Leistungen f&uuml;r ein modernes Recht, einen modernen Strafvollzug, usw. Ein zentraler Slogan lautete: &bdquo;Wir schaffen das moderne Deutschland.&ldquo; <\/p><p>Zu den damals befolgten und heute genauso g&uuml;ltigen Rezepten geh&ouml;rte der massive Konflikt mit dem politischen Gegner, der CDU\/CSU. Damals war es der Vorschlag f&uuml;r eine Aufwertung der D-Mark. Da ich als Redenschreiber des zust&auml;ndigen Ministers Karl Schiller an der Planung und Umsetzung dieses Konfliktes unmittelbar beteiligt war, wei&szlig; ich auch noch sehr genau, wie bewusst diese Auseinandersetzung geplant worden war.<\/p><p>Die Programmatik und der Konflikt zusammen haben damals schon, also schon 1969, sehr viele Menschen mobilisiert und zu Bekenntnissen ihrer Wahlentscheidung motiviert, die man bis dahin in Deutschland nicht kannte. Das von Frank Stauss verkannte und immer noch moderne Rezept &ndash; der Aufbau einer Gegen&ouml;ffentlichkeit &ndash; wurde dann drei Jahre sp&auml;ter perfektioniert. Nach Vorstellungen der modernen Wahlk&auml;mpfer ist das alles alter Kaffee.<\/p><p><strong>&Auml;hnlich wie der Vertreter der Agentur &auml;u&szlig;ern sich die Initiatoren einer Neuerscheinung im Umfeld der SPD: <a href=\"https:\/\/spdplusplus.de\/\">SPD++<\/a><\/strong><\/p><p>&bdquo;Die SPD neu denken&ldquo; hei&szlig;t die programmatische Unterzeile dieser neuen, erst im August 2017 gegr&uuml;ndeten Organisation. Vermutlich haben die Initiatoren mit den beiden erfolgreichen linken Parteien Europas wenig am Hut. Darauf l&auml;sst ein programmatischer Text schlie&szlig;en, den Sie in Anlage 2 finden. <\/p><p>Der Text enth&auml;lt ohne Zweifel auch einige richtige Feststellungen. Aber schon die erste Forderung nach &bdquo;grunds&auml;tzlichen &Auml;nderungen&ldquo;, die in vielen sozialdemokratischen Parteien Europas n&ouml;tig sei, ist undurchsichtig. Die ge&auml;u&szlig;erte Vermutung, politische Parteien seien unattraktiv, ist in Gro&szlig;britannien und in Portugal widerlegt. Die Vorstellung, dass die Organisationsfrage f&uuml;r eine Partei wie die SPD eine entscheidende Rolle spiele, ist sonderbar. Entscheidend f&uuml;r den Niedergang war der Verlust an politischem Profil, der mit der Agenda 2010 und den Kriegseins&auml;tzen verbunden war. Entscheidend f&uuml;r den Niedergang ist die Tatsache, dass die SPD ihre Werte verraten hat. Eine organisatorische Erneuerung bringt da nichts.<\/p><p>Die Initiative SPD++ wie auch die Einlassung des Werbefachmanns Stauss erinnern sehr an die Parole, die im Vorfeld der Agenda 2010 unter die Leute gebracht wurde, von Merkel und dem damaligen Bundeskanzler Schr&ouml;der &uuml;brigens in gleicher Weise: &bdquo;Alles ist neu&ldquo;, so die damalige Behauptung. Die Globalisierung. Der demographische Wandel. Heute ist alles zus&auml;tzlich deshalb neu, weil es die Digitalisierung gibt. <\/p><p>Das ist ein abenteuerlicher Umgang mit gesellschaftlichen Ver&auml;nderungen. Ich wollte Sie darauf aufmerksam machen, weil dieses &bdquo;Alles ist neu&ldquo; schon einmal gro&szlig;es Unheil angerichtet hat. Bei allem Respekt f&uuml;r das Neue sollten wir den Blick f&uuml;r die richtige Programmatik und die notwendige Wertorientierung nicht aus dem Auge verlieren. Das ist eine Anmerkung, die nicht nur f&uuml;r die SPD, sondern f&uuml;r die gesamte Linke gilt. Die neu ausgebrochene Auseinandersetzung in der Linkspartei zeigt, dass es dort &auml;hnlich zugeht.<\/p><p>&Uuml;brigens: Wir sollten beobachten, was aus dem neuen Netzwerk SPD++ wird. Es k&ouml;nnte die Neuauflage der sogenannten Netzwerker sein, im konkreten Fall unterst&uuml;tzt von solchen Kr&auml;ften, die genau die Besinnung auf Programmatik und Werte wie in Gro&szlig;britannien und Portugal verhindern wollen. &ndash; Lassen wir uns &uuml;berraschen. Es k&ouml;nnte auch zu einem positiven Ergebnis f&uuml;hren.<\/p><p><strong>Anlage 1:<\/strong><\/p><p><strong>Betreff: Wahlen in Portugal: Der portugiesische Sozialismus r&auml;umt in den Kommunalwahlen ab<\/strong><\/p><p>Der NachDenkSeiten-Leser Jochen A. hat mit Hinweis darauf, dass er in deutschen Medien auf die Schnelle keinen Bericht gefunden habe, diesen Artikel von El Pais <\/p><p><strong>ELECCIONES EN PORTUGAL<br>\n<a href=\"https:\/\/elpais.com\/internacional\/2017\/10\/02\/actualidad\/1506897109_854716.html\">El socialismo portugu&eacute;s arrasa en las elecciones municipales<\/a><\/strong><\/p><p>&uuml;bersetzt. Danke vielmals:<\/p><p><strong>Wahlen in Portugal<\/strong><br>\n<strong>Der portugiesische Sozialismus r&auml;umt in den Kommunalwahlen ab<\/strong><\/p><p>Die Partei von Ant&oacute;nio Costa zieht auch&nbsp;W&auml;hlerstimmen der Mittepartei PSD an, die die Abl&ouml;sung ihres Anf&uuml;hrers Passos Coelho beschleunigen wird<\/p><p>Die Sozialistische Partei&nbsp;von Portugal hat die besten Ergebnisse ihrer Geschichte bei&nbsp;Kommunalwahlen erzielt, mit mehr als 38 Prozent der Stimmen, zwei Prozentpunkte mehr als 2013. Der Anstieg ist verbunden mit dem Abstieg des Koalitionspartners (Anm.: in der Regierung), der PCP, und der&nbsp;oppositionellen Sozialdemokratischen Partei (PSD) von&nbsp;Pedro Passos Coelho (Anm.: die PSD ist eine konservative Partei vergleichbar der CDU in Deutschland).<\/p><p>Nach Ausz&auml;hlung von 99 Prozent der Stimmen hat die PS 38 Prozent der Stimmen erhalten; der zweite Platz f&auml;llt, wie traditionell, an die PSD, mit 16 Prozent; die PC (Anm.: Kommunistische Partei, Koalitionspartner in der Regierung) folgt auf Platz drei mit 9,5 Prozent, 1,6 Punkte und zehn B&uuml;rgermeister weniger als vor vier Jahren, die sie an ihren sozialistischen Koalitionspartner, die Mehrheitspartei im Parlament, abgegeben haben; und mit gro&szlig;em Abstand folgen der Linksblock (3,3 Prozent) und CDS (2,5 Prozent).&nbsp;In einigen Gemeinden, wo sie eine Koalition bilden, haben PSD-CDS (Anm.: also die&nbsp;konservative Liste) weitere 9,5 Prozent der Stimmen erhalten.<\/p><p>&ldquo;Die Sozialistische Partei&nbsp;von Portugal will in den 308 Kommunen des Landes gewinnen.&rdquo; Dieser au&szlig;erirdische Wunsch kam von&nbsp;Ant&oacute;nio Costa, dem Premierminister des Landes, ausgesprochen Tage vor dem Urnengang. Er ging in der Kampagne von&nbsp;einer starken Position in den Gemeinden aus, mit 150 der 308 B&uuml;rgermeister&auml;mtern des Landes; aber er hat noch eine Handvoll dazu erhalten. Seine zwei Jahre in der Regierung haben nicht nur sein Elektorat&nbsp;nicht untergraben, sondern dazu genutzt, seine Macht in den Kommunen zu vergr&ouml;&szlig;ern. &ldquo;Das ist das beste Wahlergebnis der Geschichte der PS&rdquo;, so&nbsp;Costa, &uuml;bergl&uuml;cklich, gestern um Mitternacht.<\/p><p>Hier der spanische Originalartikel:&nbsp;<\/p><p><strong>ELECCIONES EN PORTUGAL<br>\nEl socialismo portugu&eacute;s arrasa en las elecciones municipales<\/strong><\/p><p>El partido de Ant&oacute;nio Costa atrae tambi&eacute;n el voto del centrista PSD, que acelerar&aacute; el relevo de su l&iacute;der Passos Coelho<\/p><p>El Partido Socialista de Portugal&nbsp;ha conseguido los mejores resultados de su historia en unas elecciones municipales, con m&aacute;s del 38% de los votos, dos puntos m&aacute;s que en 2013. La subida va ligada al descenso de su socio de Gobierno, el&nbsp;PCP,&nbsp;y el de la oposici&oacute;n el&nbsp;Partido Social Dem&oacute;crata (el PSD)&nbsp;de Pedro Passos Coelho.&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\nCon el 99% de los votos escrutados,&nbsp;el PS obtuvo 38% de los votos; en segundo lugar, como es tradicional, fue para el PSD, con el 16%; el PC en tercer lugar con el 9,5%, 1,6 puntos menos que hace cuatro a&ntilde;os y diez alcald&iacute;as menos, que han pasado a poder de los socialistas, su socio de la mayor&iacute;a parlamentaria; ya a mucha distancia siguen Bloco (3,3%) y CDS (2,5%). En coalici&oacute;n en algunos municipios, PSD-CDS han conseguido otro 9,5% de votos.<br>\n&nbsp;<br>\n&ldquo;El Partido Socialista de Portugal quiere ganar en los 308 municipios del pa&iacute;s&rdquo;. El deseo extraterrestre, era de Ant&oacute;nio Costa, el primer ministro del pa&iacute;s, pronunciado d&iacute;as antes de ir a votar. Part&iacute;a en la campa&ntilde;a en una posici&oacute;n municipal fuerte, con 150 alcald&iacute;as de las 308 del pa&iacute;s; pero ha obtenido un pu&ntilde;ado m&aacute;s. Sus dos a&ntilde;os en el Gobierno no solo no han minado a su electorado sino que han servido para aumentar su poder municipal. &ldquo;Ha sido el mejor resultado de la historia del PS&rdquo;, se&ntilde;al&oacute; Costa, exultante, en la medianoche pasada.<\/p><p>Quelle: <a href=\"https:\/\/elpais.com\/internacional\/2017\/10\/02\/actualidad\/1506897109_854716.html\">El Pa&iacute;s<\/a><\/p><p><strong>Anlage 2:<\/strong><\/p><p>Einf&uuml;hrungstext bei <a href=\"https:\/\/spdplusplus.de\/\">spdplusplus.de<\/a><\/p><p>SPD++<\/p><p>Die SPD steht, wie viele sozialdemokratische Parteien in Europa, vor gro&szlig;en Herausforderungen, die sie zwingen, Grunds&auml;tzliches zu ver&auml;ndern. Die Sozialdemokratie muss sich auseinandersetzen mit:<\/p><ul>\n<li>dem Vertrauensverlust etablierter politischer Parteien und Institutionen bis hin zu einer Verachtung demokratischer Prozesse;<\/li>\n<li>der Digitalisierung aller Gesellschaftsbereiche, die politische Prozesse und demokratische Willensbildung au&szlig;erhalb und innerhalb von Parteien ver&auml;ndert;<\/li>\n<li>Fragen der Eigenorganisation, da politische Parteien trotz hohem b&uuml;rgerschaftlichen Engagement als unattraktiv gelten;<\/li>\n<li>einer Spaltung der kulturellen Milieus innerhalb des W&auml;hlerklientels der Sozialdemokratie.<\/li>\n<\/ul><p>Wir sind davon &uuml;berzeugt, dass die Organisationsfrage f&uuml;r die SPD bei der Bew&auml;ltigung dieser Herausforderungen eine entscheidende Bedeutung hat.&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach Corbyn und Labour haben jetzt die portugiesischen Sozialisten mit Antonio Costa nach zwei Jahren Regierung im Land bewiesen, dass man mit der Besinnung auf die Wurzeln und die Grundwerte einer linken Partei Wahlen gewinnen kann. Siehe dazu einen Bericht in Anlage 1. Hierzulande wird hingegen kr&auml;ftig daran gearbeitet, die Besinnung auf die in der<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40418\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,35,189,191],"tags":[1550,423,1561,1302,2013,469,1151,1560,359,1267,288,255,1347,765],"class_list":["post-40418","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-audio-podcast","category-aufbau-gegenoeffentlichkeit","category-parteien-und-verbaende","category-spd","tag-agenda-2010","tag-austeritaetspolitik","tag-corbyn-jeremy","tag-daseinsvorsorge","tag-entspannungspolitik","tag-grossbritannien","tag-konjunkturpolitik","tag-labour-party","tag-parteistroemungen","tag-portugal","tag-prekaere-beschaeftigung","tag-wahlanalyse","tag-wahlkampf","tag-werbeagentur"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40418","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=40418"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40418\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":40431,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40418\/revisions\/40431"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=40418"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=40418"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=40418"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}