{"id":4046,"date":"2009-07-07T09:19:23","date_gmt":"2009-07-07T07:19:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4046"},"modified":"2009-07-07T09:19:23","modified_gmt":"2009-07-07T07:19:23","slug":"hinweise-des-tages-926","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4046","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(WL\/AM)<br>\nHeute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p><ol>\n<li><a href=\"?p=4046#h01\">Lucas Zeise &ndash; Weltwirtschaftskrise, die n&auml;chste<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4046#h02\">Ratingagenturen: Die heimlichen Herrscher der Wall Street<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4046#h03\">Deutsche Politiker drohen den Banken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4046#h04\">Die Betonburgherren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4046#h05\">J&ouml;rg Asmussen: Die Globale Finanzkrise meistern: Eine Deutsche Perspektive<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4046#h06\">Unsichere Lebensversicherer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4046#h07\">Zweifelhafte Anlageprodukte: Einmal verf&uuml;hrt, doppelt abkassiert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4046#h08\">Atomkraftwerke &ndash; So sicher wie die Rente!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4046#h09\">Gutachten zur Vorratsdatenspeicherung &ndash; Tiefe Einblicke ins Private<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4046#h10\">Datensch&uuml;tzer r&uuml;gt Spitzelei bei Airbus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4046#h11\">Gr&uuml;n und gelb im Kern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4046#h12\">Die Ideologie des Neoliberalismus als kulturelles Kapital<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4046#h13\">Gewerkschaften: Bildungsprivilegien f&uuml;r alle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4046#h14\">So stellt sich die Wirtschaft Bildung vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4046#h15\">Neues von &bdquo;Wirtschaft und Schule&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4046#h16\">&Ouml;konomisierte Kinder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4046#h17\">&ldquo;Spiegel&rdquo;-Aufmacher &ndash; Hitler wei&szlig; waschen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4046#h18\">Die Krise der publizistischen Repr&auml;sentation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4046#h19\">Erneut nicht gemeldeter &bdquo;Externer Mitarbeiter&ldquo; in Ministerium <\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4046#h20\">Anst&ouml;&szlig;iger Orden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4046#h21\">Neoliberale Putschunterst&uuml;tzung<\/a><\/li>\n<\/ol><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4046&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Lucas Zeise &ndash; Weltwirtschaftskrise, die n&auml;chste<\/strong><br>\nSie ist einfach cool, unsere Kanzlerin. In der Stunde h&ouml;chster Gefahr tut sie so, als w&auml;re gar nichts los. Mehr noch, sie k&uuml;ndigt an, den Kollegen beim G8-Gipfel im vom Erdbeben zerst&ouml;rten Abruzzenst&auml;dtchen L&rsquo;Aquila ein bisschen Haltung und Durchhaltewillen zu empfehlen. Schluss mit den Ma&szlig;nahmen gegen die Finanzkrise, will sie Obama, Sarkozy, Brown et cetera zurufen. Die Krise geht schlie&szlig;lich von selbst vorbei &hellip;<br>\nWenn Merkel und die in der Regierung versammelten Sozial- und Christdemokraten den Hang zur Verschuldung bei angels&auml;chsischen Privat- und Staatshaushalten tadeln, k&ouml;nnen sie in der Tat auf das spektakul&auml;re Scheitern dieses Gesch&auml;ftsmodells verweisen. Es trieb die Weltwirtschaft nett an, w&auml;hrend es funktionierte. Seit Sommer 2007 aber ist Schluss mit lustig. Das Modell ist am Ende.<br>\nMit ihm aber auch das deutsche. Denn nur wenn das lasterhafte Schuldenmodell der USA funktioniert, funktioniert auch das tugendhafte G&uuml;rtel-enger-schnallen-Modell in Deutschland. Eigentlich m&uuml;ssten Merkel und Steinbr&uuml;ck das mitbekommen haben. Schlie&szlig;lich brach der Weltmarkt ein, als die USA aufh&ouml;rten, ihre Konsumg&uuml;ternachfrage zu steigern, und stattdessen ihr Handelsbilanzdefizit, wenn auch nur m&auml;&szlig;ig, einschr&auml;nkten. Die Exporteure der Bundesrepublik liefern direkt nicht viel in die USA. Aber sie liefern (besser: lieferten) an jene, die vom US-Markt abh&auml;ngig sind.<br>\nDie Bundesregierungen, die aktuelle und ihre Vorg&auml;ngerinnen, haben (mit Ausnahme der kurzen Periode, als es um den neuen Markt der alten DDR ging) immer alles getan, um den Export Deutschlands zu forcieren. Das hat in Ma&szlig;en funktioniert. Aber der Inlandsmarkt und damit das volkswirtschaftliche Wachstum insgesamt blieb hinter dem Wachstum der Produktionskapazit&auml;ten zur&uuml;ck. Die Strategie, in den 70er-Jahren des vorigen Jahrhunderts wurde sie &ldquo;Angebotstheorie&rdquo; getauft, ist gezielt unausgewogen: Alles, was die Kosten der Unternehmen (L&ouml;hne, Steuern und Abgaben) senkt, ist gut, was die Nachfrage st&auml;rkt, ist schlecht.<br>\nWenn der Weltmarkt wie jetzt darniederliegt, ist eine solche reine Exportstrategie fatal. Merkels Ziel, die deutschen Unternehmen sollten st&auml;rker aus der Krise herauskommen (als die Konkurrenz), wird noch viele Pleiten und viel soziales Elend bringen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/leitartikel\/:Kolumne-Lucas-Zeise-Weltwirtschaftskrise-die-n%E4chste\/536705.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ratingagenturen: Die heimlichen Herrscher der Wall Street<\/strong><br>\nRatingagenturen haben die windigen Gesch&auml;fte der Banken mit ihrem G&uuml;tesiegel versehen und so den Kollaps des Systems vorantrieben. Deshalb erstaunt es, dass die umfassende Finanzmarktreform, die US- Pr&auml;sident Barack Obama Mitte Juni in die Wege leitete und die seither den Kongress besch&auml;figt, das Kreditrating-Problem kaum thematisiert: Die Firmen kommen nur am Rande vor, die Schuld f&uuml;r die Rating-Patzer wird auf allzu &ldquo;leichtgl&auml;ubige&rdquo; Investoren geschoben und Verbesserungen werden nicht gefordert, sondern allenfalls h&ouml;flich angeregt. &ldquo;Der Plan sagt sehr wenig Substantielles &uuml;ber eine Reform der Ratingagenturen&rdquo;, mokiert sich Paul Krugman, Nobelpreistr&auml;ger und Wirtschaftskolumnist f&uuml;r die &ldquo;New York Times&rdquo;. Dabei f&auml;nden sich &ldquo;die Fingerabdr&uuml;cke&rdquo; dieser Firmen &ldquo;&uuml;berall auf der Kreditschmelze&rdquo;, sekundiert das &ldquo;Wall Street Journal&rdquo; und f&uuml;hrt die Verschonung der Mitt&auml;ter auf deren Einfluss in der US-Hauptstadt Washington zur&uuml;ck: &ldquo;Wenn Weltklasse-Lobbyarbeit einen Stanley Cup gewinnen k&ouml;nnte, w&uuml;rde die Kreditrating-Gemeinschaft jetzt eine Ehrenrunde laufen.&rdquo;<br>\nIm Oktober 2008 zitierte der Kongress die Agenturchefs vor den Kontrollausschuss des Repr&auml;sentantenhauses. Dort mussten sie sich &ldquo;enormer Inkompetenz&rdquo; beschuldigen lassen, wie es etwa der Republikaner Mark Souder ausdr&uuml;ckte. &ldquo;Profite bestimmten das Gesch&auml;ft&rdquo;, sagte Frank Raiter, bei S&amp;P jahrelang f&uuml;r Hypotheken- Ratings zust&auml;ndig, als Zeuge aus. Die Agenturchefs verteidigten sich und verwiesen auf bereits erfolgte Verbesserungen des Ratingverfahrens. Was an der Krux nichts &auml;ndert: Die Ratingfirmen werden schlie&szlig;lich von denjenigen bezahlt, deren Produkte sie bewerten sollen &ndash; Banken, Versicherungen, Investoren. &ldquo;Das ist&rdquo;, befand die &ldquo;New York Times&rdquo;, &ldquo;als ob Hollywood-Studios Filmkritiker f&uuml;r Kritiken ihrer Blockbuster bezahlten.&rdquo; Obamas Strategen haben offenbar erkannt, dass ihnen keine Wahl bleibt: Das jetzige Ratingsystem ist so eng mit dem gesamten Finanzwesen verwoben, dass es sich kaum ohne dramatische Konsequenzen &auml;ndern lie&szlig;e. AAA-Ratings sind Grundlage f&uuml;r Transaktionen, Deals, Kreditw&uuml;rdigkeit. &ldquo;Ein Vorgehen gegen die Ratingagenturen&rdquo;, schreibt der Wirtschaftsblogger Joe Weisenthal (&ldquo;Business Insider&rdquo;), &ldquo;w&uuml;rde aussehen wie ein Krieg der Regierung gegen Microsoft Windows.&rdquo; Es w&auml;re einfacher, das Monopol zu lassen, wie es sei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,druck-634103,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Da w&uuml;rde es doch interessieren, ob die EZB immer noch die Bewertung von Staatsanleihen von einer der drei gro&szlig;en Ratingagenturen&nbsp; abh&auml;ngig macht. Man muss sich klar machen, hinter Standard &amp; Poor&rsquo;s , Moody&rsquo;s und Fitch Ratings stehen etwa 40 bis 50 sogenannte Analysten, welche &uuml;ber die Kreditw&uuml;rdigkeit der Euro-Staaten wachen, d.h. einige private Erbsenz&auml;hler entscheiden &uuml;ber die Haushaltspolitik demokratisch gew&auml;hlter Regierungen. Gemeint sind genau die Analysten, die in der Finanzkrise nicht nur versagt haben, sondern diese aus D&auml;mlichkeit oder Profitgier mit zu verantworten haben (Siehe oben). Es w&auml;re an der Zeit einmal nachzuhaken, ob die EZB immer noch dieses skandal&ouml;se Outsourcing&nbsp; betreibt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Deutsche Politiker drohen den Banken<\/strong><br>\nDas knausrige Verhalten der Banken verhindere die Erholung der Wirtschaft. Auf diesen Vorwurf lassen sich die Angriffe der deutschen Politik reduzieren, woran sich in den vergangenen Tagen Protagonisten aller Regierungsparteien beteiligt haben: Komme es im zweiten Halbjahr zu einer &laquo;echten Kreditklemme&raquo;, m&uuml;sse man &uuml;ber Massnahmen nachdenken, die es noch nicht gegeben habe, sagte etwa Finanzminister Peer Steinbr&uuml;ck (SPD). Die Frage, ob darunter auch &laquo;Zwangskredite&raquo; fallen k&ouml;nnten, wollte Steinbr&uuml;ck nicht beantworten. &Auml;hnlich &auml;usserte sich Kanzlerkandidat und Aussenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD), und auch Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) h&auml;lt die Kreditvergabepraxis einiger Banken &laquo;f&uuml;r unzumutbar&raquo;. Selbst Bundespr&auml;sident Horst K&ouml;hler schaltete sich in die Debatte ein. Er appellierte an die Banken, zu pr&uuml;fen, ob sie nicht etwas entschlossener sein k&ouml;nnten, beim wirtschaftlichen Aufschwung zu helfen.<br>\nDoch das Problem f&auml;ngt schon bei der Diagnose einer &laquo;Kreditklemme&raquo; an. So ist zu erwarten, dass in einer Wirtschaftskrise die Kreditnachfrage zur&uuml;ckgeht. Viele Firmen leiden an &Uuml;berkapazit&auml;ten und schr&auml;nken ihre Investitionspl&auml;ne ein. Auf der Angebotsseite m&uuml;ssen die Banken ihre Praxis anpassen. Es ist nachvollziehbar, dass sie von Firmen, die wenig Eigenkapital haben, h&ouml;here Zinsen sowie mehr Sicherheiten verlangen. Denn durch die Krise hat sich die Bonit&auml;t vieler Unternehmen verschlechtert. Entsprechend m&uuml;ssen die Banken diese Kredite mit mehr Eigenkapital unterlegen. Das hat mit einer &laquo;Kreditklemme&raquo; nichts zu tun. Die Politiker monieren besonders, dass die Banken die 442 Mrd. &euro;, welche die Europ&auml;ische Zentralbank den Instituten k&uuml;rzlich f&uuml;r ein Jahr zum Zins von 1% zur Verf&uuml;gung gestellt hat, nicht an Firmen und Private weitergegeben w&uuml;rden. Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann erkl&auml;rte jedoch unl&auml;ngst an einem Vortrag, die Banken refinanzierten Firmenkredite mit einer Laufzeit von mindestens f&uuml;nf Jahren nicht mit Zentralbankgeld, sondern mit mittelfristigen Anleihen. Die Risikopr&auml;mie f&uuml;r Banken sei auf diesem Markt immer noch deutlich h&ouml;her als vor dem Kollaps der US-Investmentbank Lehman Brothers. Bei Lichte betrachtet schlagen die Politiker den Banken ein Refinanzierungsmodell vor, wie es der Depfa-Bank zum Verh&auml;ngnis geworden war. Diese hatte n&auml;mlich f&uuml;r die Refinanzierung l&auml;ngerfristiger Ausleihungen an die &ouml;ffentliche Hand viel zu stark auf den Interbankenmarkt gesetzt, an dem die Banken einander bis zu einj&auml;hrige Kredite einr&auml;umen. Als dieser Markt zusammenbrach, war das auch das Ende der Depfa, deren Mutterkonzern Hypo Real Estate seither mit &ouml;ffentlichen Geldern &uuml;ber 100 Mrd. &euro; gest&uuml;tzt werden muss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/deutsche_politiker_drohen_den_banken_1.2928922.html?printview=true\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Ausnahmsweise weist Josef Ackermann auf einen wichtigen Punkt hin. Die Laufzeit von Firmenkrediten (Investitionen) ist nicht ein Jahr, w&auml;hrend die&nbsp; 442 Milliarden Euro frisches Geld der EZB, zwar erstmals eine so lange Laufzeit haben, aber eben doch nur ein Jahr. Zu beachten ist auch, dass seitens der EZB, insbesondere von Trichet, &uuml;ber eine Kreditklemme nichts zu h&ouml;ren ist. &ndash; Leider sto&szlig;en auch viele Journalisten in das gleiche Horn wie die Politiker. Die Frage ist doch wohl eher, ob die konjunkturelle Stimulierung durch Regierung greift bzw. ausreichend war. Erst wenn die Konjunktur wieder anspringt bzw. sich f&auml;ngt, werden Unternehmen wieder investieren oder k&ouml;nnen notleidende Firmen den Banken glaubhaft versichern, dass sie &Uuml;bergangskredite in absehbarer Zeit zur&uuml;ckzahlen werden.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzung AM:<\/strong> Siehe auch NachDenkSeiten &ndash; <a href=\"?p=4045\">Ist der Ruf erst ruiniert, dann lebt sich&rsquo;s v&ouml;llig ungeniert<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die Betonburgherren<\/strong><br>\nSeit Mitte der 90er Jahre bauten die Spanier, als wollten sie ihr Land unter H&auml;usern begraben. &bdquo;Ladrillazo&ldquo;, Riesenziegel, nannten sie den Boom. Dann kam die Finanzkrise &ndash; und nun leben zigtausende von ihnen in halb aufgegebenen Geisterst&auml;dten. Umdenken will trotzdem niemand. Seit Mitte der 90er bauten die Spanier H&auml;user, als ob sie ihr Land unter Beton begraben wollten. Zwischen 1998 und 2007 wurden 5,7 Millionen neue Wohneinheiten hochgezogen, allein im Jahr 2005 waren es 800 000 &ndash; mehr als in Deutschland, Frankreich und Gro&szlig;britannien zusammen. Den Bedarf daf&uuml;r fantasierten auch seri&ouml;se Wirtschaftsmagazine herbei. Ein &bdquo;Zement-Tsunami&ldquo; sei &uuml;ber Spanien hinweggezogen, sagt der Stadtforscher Ram&oacute;n Fern&aacute;ndez Dur&aacute;n. Aber nicht nur die Spanier waren befallen. Auch Engl&auml;nder, Holl&auml;nder und Deutsche investierten und spekulierten. Ebenso die gro&szlig;en europ&auml;ischen Pensionsfonds und die russische Mafia, die in Spanien Schwarzgeld wusch.<br>\nIn ganz Spanien, so sch&auml;tzt die Gesellschaft zur Taxierung von Immobilienwerten (Tinsa), stehen heute eine Million neue Wohnungen leer. Und der Preisverfall hat sich auf ein Rekordtempo beschleunigt. Wie die nationale Statistikbeh&ouml;rde INE vergangene Woche bekanntgab, brachen die Immobilienpreise im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,6 Prozent ein. Experten der spanischen Bank BBVA erwarten sogar einen Preisverfall von 30 Prozent im Vergleich zu den H&ouml;chstpreisen, die vor zwei Jahren bezahlt wurden.<br>\nDer spanische Bauboom war eine perfekt geschmierte Maschinerie. Er fand unter Umgehung jeglicher Stadtplanung und Umweltgesetze statt. Fast die gesamte Mittelmeerk&uuml;ste gilt heute als zerst&ouml;rt, ebenso der gr&uuml;ne G&uuml;rtel um Madrid. Doch erst jetzt ermittelt die spanische Justiz in Hunderten von F&auml;llen gegen Lokalpolitiker wegen der Erteilung illegaler Baulizenzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/Die-Dritte-Seite-Spanien-Immobilienkrise-Francisco-Hernando;art705,2841358?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Wer behauptet, der Markt funktioniere, wenn er spekulationsgetrieben ist? K&ouml;nnte Frau Merkel sagen, es sei systemrelevant, die Grundst&uuml;cksspekulanten zu retten, warum nicht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>J&ouml;rg Asmussen: Die Globale Finanzkrise meistern: Eine Deutsche Perspektive<\/strong><br>\nThe global financial crisis is the culmination of an exceptional boom in credit growth and leverage in the financial system. Low interest rates, abundant liquidity, and low volatility prompted investors to search for higher yields without an adequate appreciation of related risks. Financial institutions developed new structures and innovative risky instruments to meet investors&rsquo; demand for higher yields. Investors in turn, overly optimistic about continued rises in asset prices, did not look closely enough into the nature of the assets they bought. They mostly relied on the analysis of credit rating agencies which were, in some cases, also selling advice on how to develop the rated products. This failure of market discipline played a considerable role in the crisis.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.twq.com\/09july\/docs\/09jul_Asmussen.pdf\">The Washington Quaterly July 2009 [PDF &ndash; 65 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Einer der Hauptverantwortlichen f&uuml;r die Deregulierung der Finanzm&auml;rkte und f&uuml;r die F&ouml;rderung von Hedge Fonds und &bdquo;moderne&ldquo; Finanzprodukte in Deutschland gibt seine Ratschl&auml;ge, wie die Finanzkrise, die er mit eingebrockt hat, bew&auml;ltigt werden k&ouml;nnte. Sicherheitshalber tut er das aus dem Ausland.<br>\nVersagen der Marktdisziplin, falsche Anreize, ungeregelte W&auml;hrungsverh&auml;ltnisse und globale Ungleichgewichte, billiges Geld, Finanzturbulenzen seien die Ursachen der Finanzkrise.<br>\nDas Finanzsystem sei durch turbulente Schocks niedergeschlagen worden. Ein eigenes Versagen, also das Versagen der Politik erkennt Asmussen nat&uuml;rlich nicht.<br>\nEr lobt das deutsche Finanzmarktstabilisierungs-Gesetz und die Konjunkturprogramme &uuml;ber den gr&uuml;nen Klee.<br>\nSeine erste Sorge gilt dem Protektionismus und er fordert deshalb den Abschluss der Doha-Runde, Finanzdisziplin und &bdquo;Struktur&ldquo;-Reformen. Von einer Verringerung der Exportabh&auml;ngigkeit und der Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse Deutschlands spricht er nicht.<br>\nAnsonsten nichts Neues au&szlig;er dem &uuml;blichen Gipfel-Gerade von Transparenz, Koordination und Regulierung an Hand von globalen Standards. Und das Wichtigste sei nach der Krise wieder nachhaltige Staatsfinanzen zu sichern. Wie und womit die Schulden zur Rettung des Finanzsystems bezahlt werden sollen, verr&auml;t er der Finanzstaatssekret&auml;r nicht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Unsichere Lebensversicherer<\/strong><br>\nVersicherungen gelten als krisenfest. Die Zinsen von Kapitallebensversicherungen sind es aber nicht. Die Krise des Finanzsystems l&auml;sst Schlimmes bef&uuml;rchten. Auf weit mehr als eine Billion Euro (1142,8 Milliarden) beziffert der Versicherungsverband GDV f&uuml;r Ende 2008 die Kapitalanlagen seiner Mitglieder. Zwar h&auml;lt man sich in Aktien seit dem B&ouml;rsencrash im M&auml;rz 2000 merklich zur&uuml;ck und bleibt weit unter der gesetzlichen Obergrenze, aber trotzdem sind laut Bundesfinanzaufsicht Bafin 22,9 Prozent in Investmentfonds und 15,7 Prozent in Anlagen bei Kreditinstituten investiert. Dieses m&ouml;gen im Regelfall grundsolide Geldanlagen sein, in normalen Zeiten, in der Krise drohen jedoch schmerzliche Ausf&auml;lle. Auch darum rettet die Bundesregierung den maroden Immobilienfinanzier HRE um offensichtlich jeden Preis.<br>\nDaneben bedroht ein anderes Gift die Nerven der Assekuranz-Manager: Die niedrigen Leitzinsen lassen sich auf Dauer kaum verkraften. Schlie&szlig;lich profitieren die Lebensversicherer vor allem von festverzinslichen Geldanlagen. Als bedrohliches Beispiel gilt Japan, in dem &uuml;ber ein Jahrzehnt lang der Leitzins nahe Null lag, mit verheerenden Folgen f&uuml;r die Sicherheitsverk&auml;ufer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1824458&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirtop\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Zweifelhafte Anlageprodukte: Einmal verf&uuml;hrt, doppelt abkassiert<\/strong><br>\nAls &uuml;berall die B&ouml;rsen krachten und die Banken taumelten, gab es eines gratis und reichlich: Versprechen, dass in Zukunft alles besser werde, dass der Bankkunde nicht mehr f&uuml;rchten m&uuml;sse, &uuml;bers Ohr gehauen zu werden. Wir haben verstanden &ndash; sagten die Banker. Ein Dreivierteljahr sp&auml;ter wird der Kunde nun auch von Instituten abgemolken, die er gerade noch mit seinem eigenen Steuergeld gerettet hat. &ldquo;Es ist eben immer besser, Banker zu sein als Bankkunde&rdquo;, sagt der Bamberger Wirtschaftsprofessor Andreas Oehler. &ldquo;Das ist heute genauso wie vor der Krise.&rdquo; Der Grund ist diesmal die verzweifelte Lage der Verm&ouml;gensberater und ihrer Vorst&auml;nde: Sie brauchen dringend Geld. Das ganz gro&szlig;e Kasino ist derzeit geschlossen, und als stabiles Gewerbe erweist sich da der Verkauf von raffinierten Produkten an Privatkunden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/finanzen-versicherung\/finanzen\/:Zweifelhafte-Anlageprodukte-Einmal\/705081.html?pr=1\">Stern<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Atomkraftwerke &ndash; So sicher wie die Rente!<\/strong><br>\nDie neue Panne in Kr&uuml;mmel zeigt: Eine Laufzeitverl&auml;ngerung f&uuml;r die alternden Atommeiler w&uuml;rde keine Probleme l&ouml;sen, sondern nur neue schaffen&hellip;.<br>\nDie deutschen Atomkraftwerke sind in etwa so sicher wie die Rente. So wie der fr&uuml;here Sozialminister Norbert Bl&uuml;m unentwegt versicherte, die Rente sei sicher, so sprechen die deutschen Betreiber gerne von den &bdquo;sichersten Kernkraftwerken der Welt&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/online\/2009\/28\/die-lichter-gehen-nicht-aus\">Die Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar K.H.B.:<\/strong> Keine Gelegenheit wird ausgelassen, um das deutsche Sozialsystem madig zu machen. Seien die Vergleiche auch noch so d&uuml;mmlich, wie hier bei der ZEIT.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzung AM:<\/strong> In der Tat, primitiver als in der Zeit, dem Blatt des gebildeten B&uuml;rgertums, geht&rsquo;s nicht mehr. Mein Rat: Nehmen Sie einen solchen Artikel, um Ihre Freunde\/innen unter den Zeit-Lesern aufzukl&auml;ren. Oder nehmen Sie den <a href=\"?p=4043#h23\">Hinweis Nr. 23 von gestern<\/a>. Ihre Freunde k&ouml;nnen meist nichts daf&uuml;r: Wenn man n&auml;mlich langsam manipuliert wird, merkt man es oft nicht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Gutachten zur Vorratsdatenspeicherung &ndash; Tiefe Einblicke ins Private<\/strong><br>\nGegen die Speicherung gibt es derzeit mehrere Klagen vor dem Bundesverfassungsgericht, die des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung ist mit knapp 35.000 Unterst&uuml;tzern die gr&ouml;&szlig;te in der Geschichte der Bundesrepublik.<br>\nDas Gutachten des Chaos Computer Clubs macht deutlich, welch tiefe Einblicke ins Privatleben mit der Vorratsdatenspeicherung m&ouml;glich sind. So k&ouml;nnen anhand des Datums und der Uhrzeit verl&auml;sslich bestimmt werden, welche Telefonate oder Mailkontakte privater Natur sind &ndash; wenn sie beispielsweise au&szlig;erhalb der &uuml;blichen Gesch&auml;ftszeiten stattfinden, w&auml;hrend Auslandsaufenthalten, an Wochenenden oder Feiertagen. Zudem l&auml;sst sich mit den Standortdaten der Handys feststellen, ob Personen des &Ouml;fteren in der gleichen Gegend unterwegs sind. Dabei gilt: Je dichter besiedelt das Gebiet, desto kleiner sind die so genannten Funkzellen &ndash; also das Gebiet, welches ein Sendemast abdeckt &ndash; und desto genauer funktioniert die Ortsbestimmung.<br>\nDie H&auml;ufigkeit und die Regelm&auml;&szlig;igkeit von Telefonaten oder Mails von einem bestimmten Ort aus lassen im Abgleichung mit Adressendatenbanken zudem Schlussfolgerungen &uuml;ber die Lebensverh&auml;ltnisse des Telefonierenden zu. Die &Uuml;berwacher k&ouml;nnen einigerma&szlig;en treffsicher vermuten, ob er dort beispielsweise zuhause ist und in fester Partnerschaft lebt, oder sich dort nur gelegentlich aufh&auml;lt &ndash; weil er eine Aff&auml;re hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/schwerpunkt-ueberwachung\/artikel\/1\/tiefe-einblicke-ins-private\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Datensch&uuml;tzer r&uuml;gt Spitzelei bei Airbus<\/strong><br>\nDer Flugzeugbauer hat Kontonummern von 20.000 Besch&auml;ftigten und Lieferanten abgeglichen. Hamburgs Datenschutzbeauftragter Caspar betrachtet das als unzul&auml;ssig &ndash; und fordert Konsequenzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1824473&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Was dem Staat der Terror ist, ist den Unternehmen die Korruption: Eine ausgezeichnete Gelegenheit, B&uuml;rger und Besch&auml;ftigte auszuspionieren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Gr&uuml;n und gelb im Kern<\/strong><br>\nDie FDP und die Gr&uuml;nen sind derzeit die Krisengewinnler. In Umfragen schneiden beide Parteien sehr gut ab, bei den Europa-Wahlen waren sie erfolgreich. Sowohl die FDP als auch die Gr&uuml;nen schaffen es, den ihnen traditionell jeweils n&auml;her stehenden Volksparteien W&auml;hler abspenstig zu machen. So fl&uuml;chten die von der vermeintlichen &raquo;Sozialdemokratisierung&laquo; der Union abgesto&szlig;enen konservativen Wirtschaftsb&uuml;rger zur FDP, die unverdrossen weiter den neoliberalen Zeitgeist von gestern predigt. Die Gr&uuml;nen haben der SPD jenes mittlerweile gutsituierte, gro&szlig;st&auml;dtische, bildungsb&uuml;rgerliche Milieu abspenstig gemacht, das w&auml;hrend der &Auml;ra Willy Brandts sozialisiert wurde und mit mehr oder weniger linksradikalen Flausen im Kopf seinerzeit den Weg in die Sozialdemokratie fand, jedoch inzwischen mehr zu verlieren hat als seine Ketten. W&auml;hrend der Erfolg der FDP eine f&uuml;r die Union weitgehend ungef&auml;hrliche Verschiebung innerhalb des gleichen politischen Lagers bewirkt, sind die Gr&uuml;nen dabei, sich behutsam, aber systematisch von der SPD zu l&ouml;sen. Das B&uuml;ndnis mit den Sozialdemokraten ist f&uuml;r sie schon l&auml;ngst nicht mehr alternativlos. Mittlerweile ist sowohl die Partei als auch ihre W&auml;hlerschaft dort angekommen, wo die Gr&uuml;nen im Parlament schon immer sa&szlig;en &ndash; in der Mitte des Parteienspektrums, also zwischen SPD und Union. Nicht aus Versehen empfahl die Financial Times Deutschland, bei der Europa-Wahl die Gr&uuml;nen zu w&auml;hlen. Es spreche f&uuml;r sie, dass sich die Partei &raquo;als marktfreundlicher Innovationsmotor&laquo; gebe. Zwar f&auml;nden sich im Wahlprogramm &raquo;auch Forderungen, die naiv oder fragw&uuml;rdig anmuten&laquo;, wie der Atomausstieg oder &raquo;die pazifistische Grundhaltung in der Sicherheitspolitik&laquo;, aber damit w&uuml;rden sie auf der europ&auml;ischen Ebene ohnehin nicht weit kommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/artikel\/2009\/27\/35381.html\">Jungle World<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Die Ideologie des Neoliberalismus als kulturelles Kapital<\/strong><br>\nDer Wirtschaftsliberalismus hat sich auf diese Weise im Lauf der letzten zwei Jahrzehnte von einem wissenschaftlichen Ansatz zu einem weitgehend akzeptierten gesellschaftlichen Paradigma mit gestalterischer Macht gewandelt. Will man die jahrzehntelange Dominanz dieses Ansatzes erkl&auml;ren, hilft der R&uuml;ckgriff auf die Soziologie Pierre Bourdieus. Mit Hilfe des Bourdieuschen Ansatzes kann man Wechselwirkungen zwischen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und menschlichen Akteuren erkl&auml;ren und aufzeigen, wie wirtschaftsliberales Denken mit einer zunehmend wirtschaftsliberalen Infrastruktur verflochten wurde. Bourdieu vertritt die These, dass sich liberale &Ouml;konomen zusammen mit anderen Protagonisten zu &bdquo;Komplizen der Sachzw&auml;nge&ldquo; gemacht haben, die zun&auml;chst in theoretischen Abhandlungen beschrieben und anschlie&szlig;end politisch umgesetzt wurden. Deshalb konnte sich neoliberale &bdquo;Reformpolitik&ldquo;, wie etwa die Agenda 2010, als notwendige und einzig m&ouml;gliche Antwort auf die angeblichen &bdquo;Sachzw&auml;nge&ldquo; verkaufen.<br>\nDoch derartige &ouml;konomische und gesellschaftliche &bdquo;Gesetze&ldquo; k&ouml;nnen nur dann wirksam werden, wenn man sie auch ganz bewusst und zielgericht gew&auml;hren l&auml;sst.7 Die erfolgten Deregulierungen und Privatisierungen (Lohnk&uuml;rzungen, Arbeitszeitverl&auml;ngerungen etc.) erscheinen so in einem ganz anderen Licht als dem von Hans-Werner Sinn insinuierten &ndash; wonach das System alles und der Einzelne nichts gewesen sei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksnet.de\/de\/artikel\/24545\">Linksnet<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Bildungsprivilegien f&uuml;r alle<\/strong><br>\nBerufs-Bildungs-Perspektiven 2009 vorgelegt vom wissenschaftlichen Beraterkreis der Gewerkschaften IG Metall und ver.di.<br>\nEmpfehlungen u.a. zu folgenden Themen:\n<ul>\n<li>Chancengleichheit statt Selektion<\/li>\n<li>Fr&uuml;hkindliche Lernpotenziale nutzen<\/li>\n<li>L&auml;ngeres gemeinsames kindgerechtes Lernen<\/li>\n<li>Berufsbildung im dualen System &ndash; den betrieblich-beruflichen Bildungstyp weiter ausbauen<\/li>\n<li>berufliches Schulwesen und &Uuml;bergangssystem<\/li>\n<li>Hochschulen f&uuml;r alle &ouml;ffnen<\/li>\n<li>Weiterbildung mit System ausbauen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"upload\/pdf\/090707_Berufs-Bildungs-Perspektiven_2009.pdf\">IG Metall und ver.di [PDF &ndash; 930 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>So stellt sich die Wirtschaft Bildung vor<\/strong><br>\nWer sich daf&uuml;r interessiert, wie sich die Wirtschaft die Zukunft unseres Bildungssystems vorstellt, sollte sich nochmals <a href=\"http:\/\/www.aktionsrat-bildung.de\/uploads\/media\/Bildung_neu_denken_Band_I_Zusammenfassung_neu_01.pdf\">&bdquo;Das Zukunftsprojekt&ldquo; &bdquo;Bildung neu denken&ldquo; [PDF &ndash; 706 KB]<\/a> des &bdquo;Aktionsrat Bildung&ldquo; durchlesen. Vieles was derzeit mit und in unserem Bildungswesen geschieht, wird dadurch besser verst&auml;ndlich.<br>\nDer Aktionsrat Bildung ist ein Expertengremium renommierter Bildungswissenschaftler, das sich 2005 auf Initiative der <a href=\"http:\/\/www.aktionsrat-bildung.de\/\">vbw &ndash; Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.<\/a> konstituiert hat. Den Vorsitz f&uuml;hrt Dieter Lenzen, Pr&auml;sident der &bdquo;unternehmerischsten Hochschule&ldquo;, der Freien Universit&auml;t Berlin. Mit dabei war nat&uuml;rlich auch Detlef M&uuml;ller-B&ouml;ling, der ehemalige Chef des Bertelsmannschen Centrum f&uuml;r Hochschulentwicklung (CHE).\n<p>Daraus einige Lesefr&uuml;chte:<\/p>\n<ul>\n<li>Das Bildungssystem ist durch B&uuml;rokratisierung, Verrechtlichung, &Uuml;berregulierung und unn&ouml;tigen Staatseingriff gekennzeichnet. (Seite 2)<\/li>\n<li>Das deutsche Bildungssystem ist reformunf&auml;hig, weil m&auml;chtige Interessengruppen Ver&auml;nderungen blockieren. (Seite 2)<\/li>\n<li>Privatinitiative muss verst&auml;rkt werden im allgemein bildenden Bereich. Dazu geh&ouml;rt die Erleichterung der Gr&uuml;ndung von Privatschulen sowie die Umgestaltung von Hochschulen und Universit&auml;ten zu Bildungsunternehmen. (Seite 7)<\/li>\n<li>Zur Deregulierung des Bildungswesens wird empfohlen, dass der Staat\n<ul>\n<li>seine Verantwortung auf die Bereitstellung einer qualitativ hochstehenden Grundbildung vom 4. bis zum 14. Lebensjahr konzentriert,<\/li>\n<li>die Bildungsaufsicht im obrigkeitsstaatlichen Sinne durch Managementmodelle (z. B. Zielvereinbarungen, Kosten-Leistungs- Rechnung usw.) ersetzt,<\/li>\n<li>grunds&auml;tzlich keine Staatspr&uuml;fungen im Bildungsbereich durchf&uuml;hrt,<\/li>\n<li>auf Wettbewerbsverzerrungen im Bildungsmarkt verzichtet, z. B. dadurch, dass er selbst nicht als Anbieter im Weiterbildungsmarkt auftritt,<\/li>\n<li>die Finanzierung der individuellen Ausbildung sukzessive auf die Bildungsunterst&uuml;tzung von sozial schlechter Gestellten, aber Leistungsf&auml;higen, reduziert,<\/li>\n<li>Qualit&auml;tskontrolle durch die Zulassung von privaten Akkreditierungsunternehmen aus&uuml;bt,<\/li>\n<li>lediglich ein Zertifizierungssystem vorgibt, innerhalb dessen qualit&auml;tskontrollierter Wettbewerb stattfindet. (Seite 7)<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>F&uuml;r die Sicherung einer raschen Europ&auml;isierung wird empfohlen, dass der Staat &hellip;\n<ul>\n<li>eine Modularisierung vom 2. bis zum 5. Bildungsbereich konsequent durchsetzt,<\/li>\n<li>die traditionellen deutschen Bewertungssysteme durch das Creditsystem ersetzt,<\/li>\n<li>die deutschen akademischen Abschl&uuml;sse, die au&szlig;erhalb Deutschlands unbekannt durch die Einf&uuml;hrung von BA.\/MA unter Beibehaltung der Promotion ersetzt. (Seite 8)<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>In allgemeiner und arbeitsorientierter Bildung m&uuml;ssen unternehmerische Qualifikationen vermittelt werden, weil die Zukunft nicht durch den Versorgungsstaat, sondern durch internationalen Wettbewerb gepr&auml;gt sein wird. Unternehmerische Qualifikationen sind mit Schl&uuml;sselqualifikationen teilweise kongruent. Dazu geh&ouml;ren Verantwortungsbereitschaft, Kommunikationsf&auml;higkeit, F&uuml;hrungsf&auml;higkeit, Handlungsmotivation, Unabh&auml;ngigkeitsstreben, Optimismus, emotionale Stabilit&auml;t, Selbstorganisationsf&auml;higkeit. (Seite 9)<\/li>\n<li>Professionalisierung im Hochschulbereich bedeutet<\/li>\n<li>eine didaktische Qualifizierung von Hochschulpersonal als Einstellungsvoraussetzung,<\/li>\n<li>die Unterscheidung von Hochschullehrern, die nur in der Ausbildung (vornehmlich BA) t&auml;tig sind, von Professoren, die nur in der Forschung t&auml;tig sind, und solchen, die als Lehrer und in der Forschung t&auml;tig sind.<\/li>\n<li>Zur Professionalisierung der Ausbildung werden in allen Bereichen des Bildungssystems Berufsexperten als Lehrende einbezogen. Sie garantieren einen ausreichenden Wirklichkeitsbezug im Bildungssystem und relativieren die Rolle des prim&auml;ren Lehrpersonals. (Seite 11)<\/li>\n<li>Ein sparsamer Umgang mit Lebenszeit bei gesteigerten Lerneffekten ist m&ouml;glich:\n<ul>\n<li>durch eine Verfr&uuml;hung des Lernens, indem das Einschulungsalter auf das 4. Lebensjahr vorverlegt wird,<\/li>\n<li>durch eine Begrenzung der Schulpflicht auf das vollendete 14. Lebensjahr. (Seite 14)<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ich denke wer dieses &bdquo;Zukunftskonzept&ldquo; gelesen hat, wird Vieles, was derzeit in unserem Bildungssystem passiert, besser einordnen k&ouml;nnen.<br>\n&Uuml;brigens: Im Jahre 2006 verlieh der &bdquo;Aktionsrat Bildung&ldquo; den &bdquo;Medienpreis Bildung&ldquo; an &bdquo;Die Zeit&ldquo;, wobei der Vorsitzende des &bdquo;Espertengremiums&ldquo;, Professor Lenzen, in seiner Laudatio besonders die Berichterstattung der Redakteure Thomas  Kerstan (Ressortleiter Chancen), Martin Spiewak (Ressort Wissen) und Jan- Martin Wiarda (Ressort Chancen) hervorhob.<br>\nDas sollten Sie im Hinterkopf haben, wenn Sie in der &bdquo;Zeit&ldquo; Beitr&auml;ge &uuml;ber bildungspolitische Themen, der genannten Autoren bzw. der Autorin lesen.<br>\nSPD: Gro&szlig;e Mehrheit der B&uuml;rger ist nach repr&auml;sentativer Infratest-Umfrage gegen das Zwangs-G 8 &ndash; Starker Wunsch der Bev&ouml;lkerung nach Wahlfreiheit zwischen G 8 und G 9<br>\nF&uuml;nf Jahre nach Einf&uuml;hrung des G 8 sehen 70 Prozent der Baden-W&uuml;rttemberger die Verk&uuml;rzung der Schulzeit am Gymnasium von neun auf acht Jahre als falschen Schritt. Demgegen&uuml;ber hat die Landesregierung lediglich 23 Prozent auf ihrer Seite. Selbst unter den eigenen Anh&auml;ngern der Regierungsfraktionen ist die Ablehnung des G 8 gro&szlig;: 61 Prozent der FDP-Anh&auml;nger sind dagegen und sogar 63 Prozent der CDU-Anh&auml;nger. Auch 69 Prozent der SPD-Anh&auml;nger lehnen das G 8 ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/fraktion.bawue.spd.de\/index.php?docid=3914\">SPD Baden-W&uuml;rttemberg<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Neues von &bdquo;Wirtschaft und Schule&ldquo;<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>Klima &amp; Co &ndash; Der gro&szlig;e Schulwettbewerb<\/strong><br>\nDeutschlands h&ouml;chstdotierter Klimaschutzwettbewerb f&uuml;r Schulen &ldquo;Klima &amp; Co&rdquo; winkt mit einer Gewinnsumme von insgesamt 100.000 Euro. Die Deutsche BP AG ruft Schulen in ganz Deutschland auf, Konzepte zu entwickeln, wie sie den von ihnen verursachten Aussto&szlig; von CO&sup2; (&ldquo;CO&sup2;-Fu&szlig;abdruck&rdquo;) verringern k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundschule.de\/WUS\/homepage\/Aktuell\/Neue_Materialien\/Klima___Co_-_Der_grosse_Schulwettbewerb.html\">Wirtschaft und Schule (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft)<\/a><\/li>\n<li><strong>Ergebnisse der OECD-Lehrerstudie in 23 L&auml;ndern: Lehrerinnen und Lehrer f&uuml;hlen sich unvorbereitet<\/strong><br>\nDrei von vier Lehrerinnen und Lehrern vermissen Anreize, die einen besseren Unterricht belohnen. Gleichzeitig wird aus Sicht der Lehrkr&auml;fte in drei von f&uuml;nf Schulen der Unterricht durch unangebrachtes Verhalten der Sch&uuml;ler gest&ouml;rt. Das geht aus der Studie &ldquo;Creating effective teaching and learning environments&rdquo; hervor, die die Organisation f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Dienstag ver&ouml;ffentlicht hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundschule.de\/WUS\/homepage\/Aktuell\/Bildungspolitik\/Ergebnisse_der_OECD-Lehrerstudie_in_23_Laendern.html\">Wirtschaft und Schule (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft)<\/a><\/li>\n<li><strong>Aktuelle Online-Befragung ab sofort bis zum 13. Juli 2009: Bildungsbarometer zum Thema &ldquo;Bildung in der Krise&rdquo;<\/strong><br>\nDas Bildungsbarometer wurde vom Zentrum f&uuml;r empirische p&auml;dagogische Forschung (zepf) der Universit&auml;t Koblenz-Landau entwickelt und wird von der Sch&uuml;lerhilfe als Sponsor unterst&uuml;tzt. Die aktuellen Befragung zum Thema &ldquo;Bildung in der Krise&rdquo; startet am 15. Juni 2009 und bleibt bis zum 13. Juli 2009 freigeschaltet. Unter den Teilnehmern der regul&auml;ren Befragungen wird ein Gewinn in der H&ouml;he von 500 Euro ausgelost (St&auml;dtereise oder Sachpreis).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundschule.de\/WUS\/homepage\/Aktuell\/Neue_Materialien\/Bildungsbarometer_zum_Thema__Bildung_in_der_Krise_.html\">Wirtschaft und Schule (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft)<\/a><\/li>\n<li><strong>Kostenlose multimediale Lernsoftware Oeconomix 2.1<\/strong><br>\nWie funktioniert die Wirtschaft und wie gehe ich mit Geld richtig um? Diese Fragen beantwortet das interaktive E-Learning-Programm Oeconomix. Die multimediale Lernsoftware wurde vom Institut der deutschen Wirtschaft K&ouml;ln (IW) in Kooperation mit der Citibank produziert und finanziell von der Citigroup Foundation gef&ouml;rdert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundschule.de\/WUS\/homepage\/Aktuell\/Neue_Materialien\/Oeconomix_2.1.html\">Wirtschaft und Schule (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft)<\/a><\/li>\n<li><strong>Grundbildung als Schulauftrag<\/strong><br>\nIn der neue Publikation &ldquo;Grundbildung als Schulauftrag&rdquo; aus der Reihe &ldquo;Informationen f&uuml;r P&auml;dagogen in Schule und Betrieb&rdquo; aus dem Institut der deutschen Wirtschaft K&ouml;ln werden die Ursachen unterdurchschnittlicher Sch&uuml;lerleistungen untersucht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundschule.de\/WUS\/homepage\/Aktuell\/Neue_Materialien\/Grundbildung_als_Schulauftrag.html\">Wirtschaft und Schule (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft)<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>&Ouml;konomisierte Kinder<\/strong><br>\nDie bayerischen Grundschulen informieren, dass es &bdquo;Hitzefrei ab 27 Grad Au&szlig;entemperatur&ldquo; zuk&uuml;nftig nicht mehr gibt. Stattdessen entscheiden nun die Schulleiter selbst, wann bei &bdquo;besonders gro&szlig;er Hitze&ldquo; der Nachmittagsunterricht ausfallen soll, zudem die Hausaufgaben erlassen werden d&uuml;rfen. Der Vormittagsunterricht bleibt unangetastet &ndash; jedenfalls in den meisten Grundschulen. Der Schulleiter kann in Ausnahmef&auml;llen aber dennoch das Unterrichtsende verf&uuml;gen, was man aber mit R&uuml;cksicht auf arbeitende Eltern tunlichst vermieden werden soll.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.com\/2009\/07\/okonomisierte-kinder.html\">ad sinistram<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Man k&ouml;nnte sich allerdings auch fragen, warum die Eltern darauf angewiesen sind, dass ihre Kinder verl&auml;sslich in der Schule sind. Haben viele Eltern &uuml;berhaupt die M&ouml;glichkeit etwa auf Arbeit zu verzichten oder sich von der Arbeit abzumelden um die Kinder zu versorgen?<br>\nUnd man k&ouml;nnte auch fragen, muss es denn anstrengender Unterricht sein, um bei Hitze den Kindern einen verl&auml;sslichen und angemessenen &ouml;ffentlich betreuten Aufenthaltsraum zu bieten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>&ldquo;Spiegel&rdquo;-Aufmacher &ndash; Hitler wei&szlig; waschen<\/strong><br>\nNach Versailles musste es Krieg geben. Der Spiegel sagt es uns &hellip; Der Spiegel versucht eine Umschreibung der europ&auml;ischen Geschichte. Man k&ouml;nnte sagen: Schuld am Zweiten haben die Alliierten des Ersten Weltkriegs. Es war nicht Hitlers Wille diesen Krieg anzuzetteln, sondern sein Wille und der Erfolg dieses Willens waren das Resultat einer von den Alliierten geschaffenen Konstellation &hellip;<br>\nIn diesem Fall nun aber kommt hinzu, dass das, was als eine der gro&szlig;en Untaten der ersten H&auml;lfte des 20. Jahrhunderts betrachtet wird &ndash; die Entfesselung eines Krieges gegen fast ganz Europa -, als notwendiges, also unumg&auml;ngliches Resultat der Politik eben jener, gegen die der Krieg sich richtete, dargestellt wird. Es ist das nicht etwa das neueste Ergebnis kritischer historischer Forschung, sondern eben die historische Legende, die die alten Nazis in der jungen Bundesrepublik zu verbreiten pflegten &hellip;<br>\nDer Zweite Weltkrieg war weniger eine Reaktion auf Versailles als der Versuch, dem &ldquo;Griff nach der Weltmacht&rdquo;, der beim ersten Mal so kl&auml;glich gescheitert war, beim zweiten Mal zum Erfolg zu f&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/kultur_und_medien\/feuilleton\/?em_cnt=1823454&amp;em_loc=89\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Die Krise der publizistischen Repr&auml;sentation<\/strong><br>\nDemokratie aber meint, dass das Volk &ndash; &uuml;ber die Person des Journalisten &ndash; ihren gew&auml;hlten Vertretern auf die Finger schaut und &uuml;ber das Gesehene eine &ouml;ffentliche Debatte stattfindet. Es ist also der kritische Intellektuelle als Prototyp des Journalisten, der nicht dem Interesse einer Partei oder eines Wirtschaftsunternehmens, sondern dem Allgemeinwohl und der Allgemeinheit der B&uuml;rger verpflichtet ist &ndash; auch wenn er dabei Partei ergreift.<br>\nDie Gro&szlig;zahl der festangestellten Journalisten aber hat mit dieser T&auml;tigkeit nur noch wenig zu tun: Vielmehr sichten sie Material der Nachrichtenagenturen, w&auml;hlen aus und redigieren, erstellen das Layout und laden Bilder herunter. Sie verarbeiten vorgefertigtes Material und auf dieser Grundlage schreiben sie auch ihre Kommentare. Und dies mit immer weniger Zeit und mit immer weniger Kollegen, der Arbeitsdruck auf festangestellte Journalisten ist gr&ouml;&szlig;er geworden. Dazu z&auml;hlt nicht nur, dass der zu bew&auml;ltigende Informationsfluss durch technische M&ouml;glichkeiten wie dem Internet angewachsen ist und sich die Zahl der Informations-Kan&auml;le vervielfacht hat. Dazu z&auml;hlt auch die wachsende Verunsicherung durch eine Personalpolitik der Verlage, die nicht mehr vor dem Ausstieg aus dem Tarifvertrag, vor dem Auslagern kompletter Redaktionsteile und dem Auswechseln ganzer Lokalredaktionen zur&uuml;ckschrecken.<br>\nAngesichts der globalen Finanzkrise von 2008 ist viel von Versagen die Rede: Die angebeteten M&auml;rkte haben versagt, die hochdotierten Manager haben versagt und die wortreichen Politiker haben versagt. Noch spricht man wenig vom Versagen des Journalismus, aber Fakt ist, dass die hochbezahlten und angeblich hochqualifizierten (Wirtschafts-)Redakteure der hochangesehenen Zeitungen zu gro&szlig;en Teilen die Sprechblasen von Wirtschaft und Politik &uuml;bernommen haben, ohne wirklich auf einer kritischen Distanz zu beharren. Sie haben vielmehr ihren L&ouml;ffel in den Einheitsbrei gesteckt und munter drauf los ger&uuml;hrt &ndash; &auml;hnliches gilt im &uuml;brigen auch f&uuml;r &ldquo;Hartz IV&rdquo; oder den &ldquo;Bologna-Prozess&rdquo;, der die Hochschulen umkrempelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/30\/30582\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Erneut nicht gemeldeter &bdquo;Externer Mitarbeiter&ldquo; in Ministerium <\/strong><br>\nEigentlich sollte &ndash; nach dem Skandal um die Mitarbeit von &uuml;ber hundert Angestellten privater Unternehmen in Ministerien &ndash; mit einem vom Innenministerium halbj&auml;hrlich ver&ouml;ffentlichten Bericht Klarheit dar&uuml;ber geschaffen werden, welche Privatunternehmen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in welche Ministerien entsenden. So sieht es eine Verwaltungsvorschrift aus dem Juli 2008 vor, die die Bundesregierung auf Druck von Parlament und &Ouml;ffentlichkeit verabschiedete, um zumindest klarere Regeln f&uuml;r diese Form der &ldquo;Kooperation&rdquo; zwischen Wirtschaft und Politik zu schaffen. Nun zeigt sich zum wiederholten Mal, dass die Auflistungen l&uuml;ckenhaft sind. Diesmal ist es ein Mitarbeiter der Deutschen Bank, den das Bundesministerium des Innern (BMI) nicht vermerkt hat. T&auml;tig war dieser unter anderem in den Bereichen &Ouml;ffentlichkeitsarbeit und Innerer Dienst. Dabei hatte er auch Zugriff auf das Intranet. Ein Zugriffsrecht auf referatsinterne Dateien ist laut Ministerium damit nicht verbunden. Au&szlig;erdem verf&uuml;ge das Ministerium nicht &uuml;ber Vorg&auml;nge im Zusammenhang mit der Deutschen Bank. Weitere Konsequenzen hat der erneute Fehler nach Auskunft des BMI nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2009\/07\/erneut-nicht-gemeldeter-%e2%80%9eexterner-mitarbeiter%e2%80%9c-in-ministerium\/\">LobbyControl<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Bundeswehrverband: Neuer Orden kein Heldenkult<\/strong><br>\nSeit dem Zweiten Weltkrieg hatte Deutschland im Gegensatz zu anderen Nato-Staaten bewusst auf einen Tapferkeitsorden verzichtet.<br>\nNach den Worten des Wehrbeauftragten des Bundestages, Reinhold Robbe, haben Tugenden wie Kameradschaft, Treue, Mut und Tapferkeit eine zentrale und neue Bedeutung f&uuml;r Bundeswehrsoldaten bekommen. Fr&uuml;her sei die &Uuml;bung der Ernstfall gewesen, heute sei der Ernstfall tagt&auml;gliche Realit&auml;t in vielen Teilen der Welt, sagte er Handelsblatt.com. In Afghanistan h&auml;tten dies bereits viele Soldaten leidvoll erfahren m&uuml;ssen. Er betonte, die neue Tapferkeitsmedaille sei &ldquo;positiver Patriotismus&rdquo; und kein Heldenkult.<br>\nKirsch sagte: &ldquo;Der entscheidende Punkt ist doch, dass einzelne Menschen was ganz Besonderes geleistet haben. Und sie haben ihre eigene Angst &uuml;berwunden, sie haben ihr eigenes Leben in die Waagschale geworfen, um anderes Leben zu retten. Und jetzt kriegen sie symbolisch ein Dankesch&ouml;n vom Staat.&rdquo; Und: &ldquo;Eine Nation, die keine Symbole hat, die ist arm dran.&rdquo;<br>\nQuelle. <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/1824102_Bundeswehrverband-Neuer-Orden-kein-Heldenkult.html\">FR<\/a>\n<p><em>Dazu: <\/em><\/p>\n<p><strong>Anst&ouml;&szlig;iger Orden<\/strong><br>\nEine kleine Plakette soll zur Neudefinition des Milit&auml;rischen in der Bundesrepublik beitragen: das Ehrenkreuz. Man muss kein Pazifist sein, um es abzulehnen.<br>\nDie vier jungen M&auml;nner hatten sich im Oktober 2008 um einen Kameraden gek&uuml;mmert, der bei einem Selbstmordanschlag in der N&auml;he von Kundus schwer verletzt worden war. Es f&auml;llt nicht schwer, ihren Einsatz tapfer zu nennen. Sie riskierten ihr eigenes Leben, um einem anderen Soldaten das Leben zu retten. Das braucht Mut, Verantwortungsbewusstsein, Wehrhaftigkeit und wohl auch Gl&uuml;ck.<br>\nDie jungen M&auml;nner brachten Zivilcourage auf, der dieser Name gerade auch dann geb&uuml;hrt, wenn sie in Uniform vollbracht wird. Die h&ouml;chste Auszeichnung, die die Bundesrepublik f&uuml;r besondere Leistungen dieser Art zu vergeben hat, ist das Bundesverdienstkreuz. Wenn dieser Auszeichnung nun ein milit&auml;rischer Orden hinzugef&uuml;gt werden soll, ist es angebracht, dies auch als politischen Vorgang zu betrachten. Milit&auml;rische Symbole bed&uuml;rfen einer besonderen gesellschaftlichen Legitimation. Gerade diese aber fehlt dem neu entworfenen Ehrenkreuz, das &auml;sthetisch und institutionell an das in der Zeit des Nationalsozialismus f&uuml;r immer diskreditierte Eiserne Kreuz erinnert. Das so bescheiden auf die Tagesordnung gesetzte Ehrenkreuz kann sich nicht frei machen von dem Verdacht, an eine milit&auml;rische Tradition anzukn&uuml;pfen, die durch den Zivilisationsbruch nach 1933 im Nachfolgestaat des Dritten Reichs doch dringend einer besonderen Begr&uuml;ndung bed&uuml;rfte.<br>\nMan muss kein Pazifist sein, um diese symbolische Aufladung im Kontext der staatsb&uuml;rgerlichen Ordnung abzulehnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/kommentare\/1824552_Leitartikel-Anstoessiger-Orden.html\">FR<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung D.R.:<\/strong> Das Eiserne Kreuz feiert fr&ouml;hliche Auferstehung in Gestalt der Tapferkeitsmedaille! Ich h&auml;tte es nie f&uuml;r m&ouml;glich gehalten. Als mein Vater 1948\/49 aus der Kriegsgefangenschaft zur&uuml;ckkehrte &ndash; nach 10 schrecklichen, verlorenen Jahren &ndash; und arbeiten wollte, da fuhr man ihn an: &ldquo;Sie m&uuml;ssen erst einmal Ihre Ehrenschuld abtragen, weil Sie ja an diesem Krieg teilgenommen haben!&rdquo; Wenige Jahre sp&auml;ter war seine Generation bereits ohne wenn und aber rehabilitiert, alle Ehrenzeichen waren wieder erlaubt. Meine Hoffnung, nie wieder deutsche Soldaten, war gescheitert. Schon damals wollte niemand mehr <a href=\"http:\/\/www.uni-flensburg.de\/asta\/pol_kultur_sagnein.htm\">Wolfgang Borcherts Appell<\/a> lesen &ldquo;Dann gibt es nur eins: sag NEIN!&rdquo;<br>\nMit der Verleihung der neuen Tapferkeitsmedaille wird langsam, aber sicher der Boden einer Kriegsbereitschaft bereitet, wenn auch angeblich noch eine Mehrheit der Bev&ouml;lkerung gegen den Afghanistaneinsatz ist. Die Volksvertreter schicken in ihrer &uuml;berw&auml;ltigenden Mehrheit Deutsche und Afghanen in den Tod, um unsere Freiheit zu verteidigen. Auf der einen Seite die Kommunisten der LINKEN, auf der anderen die Taliban &ndash; vom Kosovo, Horn von Afrika, Libanon(Marine), soeben noch im Kongo: &ldquo;Viel Feind &ndash; viel Ehr'&rdquo; Demnach m&uuml;ssten wir ja der Ehren reich sein.<br>\nZumindest der Leitartikel (Harry Nutt)&nbsp;der FR dr&uuml;ckt Skepsis und Nachdenklichkeit aus. Die Leser der nds sollten, wenn ich diese Bitte &auml;u&szlig;ern darf, morgen den ergreifenden Verweigerungsappell W. Borcherts &ldquo;Dann gibt es nur eins: sag NEIN!&rdquo; wieder\/zum ersten Mal lesen d&uuml;rfen! Das bin ich insbesondere den Millionen und Millionen Toten des II. Weltkriegs schuldig! Das darf sich doch NIE wiederholen!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Neoliberale Putschunterst&uuml;tzung<\/strong><br>\nDie FDP-nahe &raquo;Friedrich Naumann Stiftung f&uuml;r die Freiheit&laquo; (FNS) macht aktuell mit ihrem Engagement f&uuml;r die Putschisten in Honduras von sich reden.<br>\nSeitdem am vergangenen Sonntag das Milit&auml;r Honduras Pr&auml;sidenten Manuel Zelaya ins Ausland verschleppte, redet der FNS-Vertreter vor Ort, Christian L&uuml;th, den Putsch sch&ouml;n. In seinem L&auml;nderbericht vom 2. Juli reduziert L&uuml;th die Verurteilung des Staatsstreiches durch die UNO und die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) auf eine &raquo;gute Lobbyarbeit&laquo; von Zelaya und den Mitgliedsstaaten der Bolivarischen Allianz der Amerikas (ALBA). &raquo;Obwohl die Absetzung des Pr&auml;sidenten Zelaya in Honduras auf der Grundlage der Verfassung abgewickelt wurde, will der entmachtete Pr&auml;sident mit Hilfe seiner Verb&uuml;ndeten Ch&aacute;vez und Ortega notfalls auch mit milit&auml;rischer Gewalt zur&uuml;ck an die Macht&laquo;, schreibt er weiter.<br>\nL&uuml;ths Szenario liegt auf der Linie der US-Neokonservativen, die in Zentralamerika verhindern wollen, da&szlig; sich dort die ALBA als progressives Projekt gegen den Neoliberalismus etabliert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/07-04\/046.php?sstr=honduras\">junge Welt<\/a>\n<p><em>Siehe dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Die Legende vom Milit&auml;rputsch in Honduras dient vor allem &sbquo;Mel&rsquo; Zelaya<\/strong><br>\nHonduras&acute; abgesetzter Pr&auml;sident &sbquo;Mel&rsquo; Zelaya sieht sich als Opfer eines von langer Hand geplanten Milit&auml;rputsches. Dabei ist es mehr als fraglich, ob der Machtwechsel in Honduras &uuml;berhaupt etwas mit einem Milit&auml;rputsch zu tun hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freiheit.org\/files\/62\/N_46_Honduras_Die_Legende_vom_Militaerputsch.pdf\">Friedrich Naumann Stiftung [PDF &ndash; 87 KB]<\/a><\/p>\n<p><em>Siehe auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Die Naumann-Fraktion<\/strong><br>\nFDP-nahe Kreise haben bis unmittelbar vor dem Staatsstreich gegen den honduranischen Pr&auml;sidenten Manuel Zelaya dessen liberale Gegner unterst&uuml;tzt. Zu diesen geh&ouml;rt der Zelaya-Rivale und aktuelle Pr&auml;sidentschaftskandidat Elvin Santos; Kontakte gab es au&szlig;erdem zu Roberto Micheletti, der nach Zelayas gewaltsamer Entf&uuml;hrung am Wochenende das Pr&auml;sidentenamt an sich gezogen hat. Zelaya, der noch vor wenigen Jahren selbst von der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung unterst&uuml;tzt worden war, hatte sich im Laufe seiner Pr&auml;sidentschaft von der neoliberalen Politik der deutschen Organisation abgesetzt und sich stattdessen dem Staatenbund ALBA (Alternativa Bolivariana para las Am&eacute;ricas) um Venezuela, Bolivien und Kuba angen&auml;hert. Heftige Machtk&auml;mpfe mit innerparteilichen Gegnern, die der Naumann-Stiftung eng verbunden sind und zuletzt vor zwei Wochen von einem FDP-nahen Strategen beraten wurden, waren die Folge. Mit dem Staatsstreich wurde der Konflikt zugunsten der Naumann-Partner gel&ouml;st. Wie der Repr&auml;sentant der Stiftung in Tegucigalpa schreibt, trage Zelaya eine Mitschuld an dem Milit&auml;rputsch und sei &ldquo;mehr T&auml;ter als Opfer&rdquo; &hellip;<br>\nDie Friedrich-Naumann-Stiftung hat sich in den vergangenen Jahren mehrfach mit politischen Aktivit&auml;ten gegen die Regierungen von ALBA-Staaten hervorgetan, etwa mit der Unterst&uuml;tzung von Sezessionisten, die auf eine erhebliche Schw&auml;chung der Regierung Boliviens abzielten (german-foreign-policy.com berichtete). Dabei st&ouml;&szlig;t die Stiftung immer wieder, ohne dass dies in ihrem Heimatland wahrgenommen wird, auf &ouml;ffentlichen Protest gegen ihre Einmischung in die inneren Angelegenheiten souver&auml;ner Staaten. Ihre Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Zelayas Gegner in Honduras setzt ihre politischen Interventionen in Lateinamerika fort.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/57565?PHPSESSID=g5a55qqjt16rh31odhca0simk6\">German-Foreign-Policy<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Grundfrage ist, sollen Milit&auml;rputschs wieder Schule machen k&ouml;nnen in S&uuml;damerika. Dass die freidemokratische Naumann-Stiftung hier mit einen undemokratischen Weg unterst&uuml;tzt, ist erschreckend.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(WL\/AM)<br \/> Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p>\n<ol>\n<li><a href=\"?p=4046#h01\">Lucas Zeise &ndash; Weltwirtschaftskrise, die n&auml;chste<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4046#h02\">Ratingagenturen: Die heimlichen Herrscher der Wall Street<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4046#h03\">Deutsche Politiker drohen den Banken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4046#h04\">Die Betonburgherren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4046#h05\">J&ouml;rg Asmussen: Die Globale Finanzkrise meistern: Eine Deutsche Perspektive<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4046#h06\">Unsichere Lebensversicherer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4046#h07\">Zweifelhafte Anlageprodukte: Einmal verf&uuml;hrt, doppelt abkassiert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4046#h08\">Atomkraftwerke &ndash; So<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4046\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4046","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4046","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4046"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4046\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4046"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4046"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4046"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}