{"id":40465,"date":"2017-10-08T11:00:18","date_gmt":"2017-10-08T09:00:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40465"},"modified":"2017-10-07T09:08:26","modified_gmt":"2017-10-07T07:08:26","slug":"hinweise-der-woche-33","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40465","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40465#h01\">Erwachen aus wutgetr&auml;nkter Apathie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40465#h02\">Biegt Gro&szlig;britannien nach links ab?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40465#h03\">Finanzgiganten zweifeln an Trumps Steuerpl&auml;nen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40465#h04\">Fachkr&auml;ftemangel Jeder neunte Arzt kommt aus dem Ausland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40465#h05\">Anzahl der Toten durch Schusswaffen in den USA ist h&ouml;her als Zahl von Kriegsopfern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40465#h06\">Oskar Lafontaine hat Recht! DIE LINKE braucht eine andere Fl&uuml;chtlings- und Migrationspolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40465#h07\">Die Angst endlich ernst nehmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40465#h08\">Sie hat uns verkohlt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40465#h09\">Politische Zensur bei Google? &ndash; As Google Fights Fake News, Voices on the Margins Raise Alarm<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40465#h10\">Deutschland im Herbst<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Erwachen aus wutgetr&auml;nkter Apathie<\/strong><br>\nWas der Kapitalismus mit dem Wahlerfolg der AfD zu tun hat &ndash; und warum ihre Anh&auml;nger einen &bdquo;autorit&auml;ren Nationalradikalismus&ldquo; vertreten. Ein Gespr&auml;ch mit dem Soziologen Wilhelm Heitmeyer. [&hellip;]<br>\nDadurch werden besonders bestimmte Gruppen abgewertet und diskriminiert, wir nennen das &bdquo;gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit&ldquo;: Betroffen sind Langzeitarbeitslose, niedrig qualifizierte Migranten, Fl&uuml;chtlinge, Obdachlose, Behinderte. Die sozial Schwachen sehen dann auf die noch schw&auml;cheren herab. Und seit einigen Jahren klagen auch jene mit hohem sozialen Status dar&uuml;ber, dass sie als Leistungstr&auml;ger alle anderen mitschleppen sollen. Es ist zu bef&uuml;rchten, dass dieses Denken weiter um sich greift.<br>\nDie Solidargemeinschaft, wie es sie in den 1990er Jahren noch gab, erodiert unter dem massiven Druck der Durchsetzungs- und Konkurrenzlogik des Kapitals, dem die herrschende Politik folgt. Wenn dann Teile der Politik gleichzeitig vom gesellschaftlichen &bdquo;Zusammenhalt&ldquo; reden, dann ist das blo&szlig;e Ideologie und Ablenkung. [&hellip;]<br>\nDas geschieht schleichend schon seit langem. Bereits 2002 konnten wir feststellen, dass etwa 20 Prozent der Bev&ouml;lkerung rechtpopulistisch eingestellt sind. Ein Teil war wahlpolitisch gesehen bei anderen Parteien unterwegs oder ausgeklinkt. Oder sie sind in ihrer Hoffnungslosigkeit und ihrem Unterlegenheitsgef&uuml;hl in eine wutgetr&auml;nkte Apathie verfallen. Bei Pegida und der AfD haben dann viele offenbar das Gef&uuml;hl gehabt, hier gebe es einen Ort, wo sie sich endlich Geh&ouml;r verschaffen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/soziologe-zur-afd-erwachen-aus-wutgetraenkter-apathie-1.3687762\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Biegt Gro&szlig;britannien nach links ab?<\/strong><br>\nAuf der Insel liegt eine wirtschaftspolitische Zeitenwende in der Luft. Der radikale sozialistische Oppositionschef Jeremy Corbyn treibt eine schwache Regierung vor sich her. [&hellip;]<br>\nLabour leuchtet so feuerrot wie seit einer Generation nicht mehr &ndash; und hat damit, entgegen aller Prognosen, Erfolg bei den Briten. Die Konservativen finden bislang keine schlagkr&auml;ftige Antwort darauf, wie Hammonds Parteitagsrede zeigt: Die Regierung m&uuml;sse &bdquo;zuh&ouml;ren&ldquo; und die Sorgen der Leute ernst nehmen, mahnte er. Es gelte &bdquo;mit der Marktwirtschaft zu arbeiten, um pragmatische L&ouml;sungen zu finden, die das allt&auml;gliche Leben verbessern&ldquo;. Die Resonanz auf die wolkigen Ausf&uuml;hrungen Hammonds war auch in wohlgesonnenen Kreisen bescheiden: &bdquo;Stark in der Diagnose, aber schwach, wenn es darum geht, zu agieren&ldquo;, kommentierte Carolyn Fairbairn, Chefin des Unternehmensverbands CBI.<br>\nDer Gegenspieler Corbyn punktet dagegen bei vielen Briten mit radikalen Versprechungen: W&auml;hrend die Regierung nur signalisiert, die hohen Studiengeb&uuml;hren an den Universit&auml;ten nicht weiter zu erh&ouml;hen, verspricht Labour, diese komplett abzuschaffen. Familien, die sich kein Eigenheim leisten k&ouml;nnen, sollen von einer gesetzlichen Mietpreisbremse profitieren. Alte und Kranke lockt Corbyn mit der Ank&uuml;ndigung, viele Milliarden Pfund zus&auml;tzlich ins staatliche Gesundheitssystem NHS zu investieren. Finanzieren will Labour diese und weitere Ausgaben mit h&ouml;heren Steuern f&uuml;r Besserverdiener und Unternehmen. Fachleute halten die Rechnung zwar f&uuml;r unrealistisch, doch tut das dem Erfolg keinen Abbruch.<br>\n&bdquo;Wir sind jetzt der politische Mainstream&ldquo;, triumphierte Corbyn k&uuml;rzlich auf dem Labour-Parteitag in Brighton. Zum ersten Mal seit Jahrzehnten sieht es so aus, als k&ouml;nnen mit einem sozialistischen Programm auf der Insel wieder Wahlen gewonnen werden. Wenn demn&auml;chst Neuwahlen anst&uuml;nden &ndash; was angesichts der wackligen, konservativen Minderheitsregierung im Parlament durchaus m&ouml;glich ist &ndash; h&auml;tte der linke Volkstribun Corbyn gute Chancen, neuer Hausherr in der Downing Street zu werden. W&auml;hlerumfragen sehen Labour seit Monaten vor den konservativen Torys der politisch angeschlagenen Premierministerin Theresa May.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/linkswende-in-grossbritannien-corbyn-macht-konservativen-druck-15229314.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.K.:<\/strong> Gro&szlig;britannien biegt ab und die FAZ kriegt die Kurve nicht. Stellt sie doch fest, dass diese Briten ganz sch&ouml;n radikal sein m&uuml;ssen, wenn sie einem stramm linken Oppositionschef so viel Zustimmung zu seinen Vorstellungen gew&auml;hren. Dabei l&auml;sst sich selbst in diesem Artikel nicht verschweigen, dass im neoliberalen angebotsgetriebenen Wirtschaftsmodell immer mehr Menschen auf der Strecke bleiben. Jetzt m&uuml;sste man eben nur noch die richtigen Schlussfolgerungen ziehen. Na los FAZ, spring.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Es ist ein bisschen l&auml;cherlich, die Forderungen von Corbyn, z. B. die Wiederverstaatlichung der privatisierten Infrastruktur oder die Abschaffung von Studiengeb&uuml;hren, bis 1990 sogar in Deutschland ganz normale &bdquo;Soziale Marktwirtschaft&ldquo;, als &bdquo;radikal&ldquo; zu bezeichnen. Immerhin malt die FAZ nicht das Schreckgespenst vom b&ouml;sen Kommunismus an die Wand, sondern benennt die Probleme &ndash; gesunkene L&ouml;hne, kaputtgesparter NHS &ndash; und gibt zu, dass die Labour-Vorschl&auml;ge Mainstream sind (&bdquo;mehr als drei von vier Briten [unterst&uuml;tzen] die Pl&auml;ne Corbyns zur Verstaatlichung von Wasserwerken, Energieversorgern und der Eisenbahnen&ldquo;). Jetzt kann es nur noch wenige Jahre oder Jahrzehnte dauern, bis sich die FAZ vom Zerrbild einer angeblichen Sozialen Marktwirtschaft in Deutschland l&ouml;st und anerkennt, dass die wirtschaftlichen Probleme hier zwar nicht so furchtbar sind wie in Gro&szlig;britannien, aber der fast ungehinderte Neoliberalismus in Deutschland &auml;hnliche Sch&auml;den angerichtet hat.<\/em><\/p>\n<p>Dazu: <strong>Schauderhafte Parteien<\/strong><br>\nDie Parteien in Gro&szlig;britannien halten in diesen Tagen ihre Parteitage ab. Wer sich ihre Wirtschaftsprogramme ansieht, den kann es nur schaudern: Die Konservativen sind unf&auml;hig zu regieren, Labour w&uuml;rde das Land ins Chaos f&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/kommentar-schauderhafte-parteien-1.3692711\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers E.P.:<\/strong> Ein schauderhafter Kommentar!<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Dass die S&uuml;ddeutsche Zeitung so tief sinken kann &hellip;. Man muss immer wieder neu staunen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Finanzgiganten zweifeln an Trumps Steuerpl&auml;nen<\/strong><br>\nZwei der m&auml;chtigsten M&auml;nner der Finanzwelt kritisieren die Steuerreformpl&auml;ne von US-Pr&auml;sident Trump. Waren Buffett und Blackrock-Chef Larry Fink halten die geplanten Entlastungen f&uuml;r Unternehmen f&uuml;r &uuml;bertrieben.<br>\nEs soll die &bdquo;gr&ouml;&szlig;te Steuersenkung der Geschichte&ldquo; werden: US-Pr&auml;sident Donald Trump und seine Republikaner wollen sowohl Privatleute als auch Firmen deutlich entlasten. Doch ausgerechnet in der Finanzwelt gehen die Pl&auml;ne f&uuml;r die Unternehmensteuern einigen zu weit.<br>\nAktuell kommt die Kritik von zwei absoluten Schwergewichten der Szene: von der 87-j&auml;hrigen Investorenlegende Warren Buffett und vom Chef des weltgr&ouml;&szlig;ten Verm&ouml;gensverwalters Blackrock, Larry Fink. Beide &auml;u&szlig;erten am Dienstag Zweifel, ob Entlastungen in der angestrebten Gr&ouml;&szlig;enordnung &uuml;berhaupt n&ouml;tig sind. [&hellip;]<br>\nDer Reformplan der regierenden Republikaner sieht vor, dass diese Steuer von derzeit 35 Prozent auf 20 Prozent gesenkt wird. Viele multinational agierende Konzerne zahlen allerdings weniger, denn sie machen reichlich Gebrauch von Schlupfl&ouml;chern im Steuergesetz. Trump selbst wollte den Satz eigentlich sogar auf 15 Prozent senken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/donald-trump-warren-buffett-und-blackrock-chef-larry-fink-zweifeln-an-steuerplaenen-a-1171122.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Das muss man sich wirklich einmal auf der Zunge zergehen lassen. Da beschweren der reichste Mann der Welt und der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des gr&ouml;&szlig;ten Finanzkonzerns der Welt dar&uuml;ber, dass ihnen die geplanten Unternehmenssteuersenkungen ZU HOCH sind.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Fachkr&auml;ftemangel Jeder neunte Arzt kommt aus dem Ausland<\/strong><br>\nDie Zahl der ausl&auml;ndischen &Auml;rzte hat sich binnen sieben Jahren mehr als verdoppelt. Sie machen laut &Auml;rztekammer nun elf Prozent der &Auml;rzteschaft aus. Besonders oft werden sie in Provinzkrankenh&auml;usern gebraucht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/karriere\/fachkraeftemangel-jeder-neunte-arzt-kommt-aus-dem-ausland-a-1171240.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Klar muss man hier wieder von Fachkr&auml;ftemangel reden. Aber auch hier gilt das Gesetz von Angebot und Nachfrage. W&auml;hrend deutsche &Auml;rzte nach Norwegen, Gro&szlig;britannien oder in die Schweiz gehen, da dort die Bezahlung besser und Arbeitsbedingungen weniger schlecht sind als hier, holt man sich dann &Auml;rzte lieber aus dem Ausland, als Bedingungen an deutschen Krankenh&auml;usern zu verbessern.<br>\nGerd Bosbach geht in seinem neuen Buch &bdquo;Die Zahlentrickser&ldquo; auch auf den angeblichen &Auml;rztemangel in Deutschland ein.<br>\n&bdquo;Seit vielen Jahren geistert der demografisch bedingte &Auml;rztemangel durch die gesundheitspolitischen Debatten in Deutschland. Angeblich gehen uns die &Auml;rzte und &Auml;rztinnen aus, und angeblich liegt es daran, dass es zu wenige junge Leute gibt, die Mediziner werden wollen. Das w&auml;re in einer Gesellschaft mit wachsendem Anteil &auml;lterer Menschen problematisch. Doch wir wagen die Gegenrede. Denn es besteht seit Jahrzehnten ein scharfer Numerus clausus im Studienfach Medizin, und der hindert viele junge Leute, die gerne Arzt oder &Auml;rztin werden wollen, daran, ihren Berufswunsch zu realisieren. Wenn es wirklich zu wenige junge Mediziner gibt, w&auml;re es leicht das zu &auml;ndern: einfach mehr Geld in die Hochschulen stecken, mehr Studienpl&auml;tze f&uuml;r Medizin schaffen und den Numerus clausus aufheben. Ob es tats&auml;chlich zu wenig junge &Auml;rzte gibt, steht auf einem anderen Blatt; m&ouml;glicherweise verteilen sie sich nur ung&uuml;nstig im Land.<br>\nWir sehen hierden &acute;klinischen Fall&acute; einer postfaktischen Argumentation: Es wird eine Behauptung aufgestellt, die wie ein Faktum aussieht und sogar in Zahlenform dargestellt wird, so als h&auml;tte man diesen Mangel gemessen. Zugleich wird ein wesentliches, weithin bekanntes Faktum, der Numerus clausus f&uuml;r das Medizinstudium, komplett ignoriert, obwohl es direkt mit dem ersten&acute;Faktum&acute;zusammenh&auml;ngt.&rdquo; (Gerd Bosbach\/ Jens J&uuml;rgen Korff, &ldquo;Die Zahlentrickser&rdquo;, S. 7f)<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Anzahl der Toten durch Schusswaffen in den USA ist h&ouml;her als Zahl von Kriegsopfern<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/171004_hdt_01_s.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Dass in den USA zu viele Menschen durch Schusswaffen sterben, ist nicht wirklich neu. &Uuml;berraschend jedoch sind zwei simple Zahlenwerte, die in einer Grafik von Martin Grandjean gegen&uuml;bergestellt werden: Seit 1775 war Amerika an sehr vielen Kriegen beteiligt. Die Amerikaner erk&auml;mpften sich ihre Unabh&auml;ngigkeit, trugen zur Beendigung des Ersten und Zweiten Weltkriegs bei. Ihre Interventionen im Irak, in Vietnam, Afghanistan und anderen L&auml;ndern schufen zus&auml;tzliche Grabsteine auf den Friedh&ouml;fen des Landes. Bisher fielen durch diese und weitere bewaffnete Auseinandersetzungen insgesamt 1.396.733 Amerikaner. Aber allein in dem Zeitraum von 1968 bis 2015 starben 1.516.863 US-B&uuml;rger. Durch Schusswaffen. Zu Hause, auf amerikanischem Boden, ohne jegliche Kriegseinwirkung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jetzt.de\/usa\/statistik-anzahl-der-toten-durch-schusswaffen-in-den-usa-hoerer-als-zahl-von-kriegsopfern\">jetzt.de<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Oskar Lafontaine hat Recht! DIE LINKE braucht eine andere Fl&uuml;chtlings- und Migrationspolitik<\/strong><br>\nInzwischen liegen auch Ergebnisse zum Wahlverhalten der Gewerkschaftsmitglieder vor. Sie zeigen ein &auml;hnliches Bild: 29 Prozent f&uuml;r die SPD, CDU 24 Prozent, DIE LINKE 12, Gr&uuml;ne 8, FDP 7 und AfD 15 Prozent. Die AfD lag also selbst bei Gewerkschaftsmitgliedern deutlich vor der LINKEN! Noch deutlicher fiel der Abstand bei den m&auml;nnlichen Gewerkschaftsmitgliedern aus. Hier lag die AfD mit 18 Prozent klar vor der Linkspartei, die nur 11 Prozent w&auml;hlten.<br>\nKatja Kipping widersprach Lafontaines Stellungnahme sofort. Im ND vom 28. September 2017 hie&szlig; es: &bdquo;Der Vorstand der LINKEN hatte sich mehrfach deutlich gegen eine Aufweichung der fl&uuml;chtlingspolitischen Positionen der Partei gewendet. Auch am Montag vertrat Parteichefin Katja Kipping die Auffassung, man habe im Wahlkampf dazu die richtigen Antworten gegeben.&ldquo;<br>\nSehen wir uns diese &bdquo;richtigen Antworten&ldquo; einmal genauer an. In der Langfassung des Bundestagswahlprogramms 2017 hei&szlig;t es auf Seite 116: &bdquo;Wir fordern ein Bleiberecht f&uuml;r alle Menschen mit unsicherem Aufenthaltsstatus, sp&auml;testens, wenn sie f&uuml;nf Jahren in Deutschland leben.&ldquo; Das ist eine richtige und angemessene Forderung. Eine ganz andere Formulierung findet sich aber weiter vorn, auf Seite 12 des Programms: &bdquo;Wir unterst&uuml;tzen die Forderungen nach einem sofortigen Stopp der Abschiebungen und nach einem Bleiberecht f&uuml;r alle.&ldquo; Dazu passt das Verlangen nach &bdquo;offenen Grenzen f&uuml;r alle Menschen&ldquo; auf Seite 65. Dies bedeutet aber, einmal zu Ende gedacht, nichts anderes als die Abschaffung des Asylrechts, denn wenn jeder einmal ins Land Gekommene nicht mit seiner R&uuml;ckf&uuml;hrung rechnen muss, braucht man auch keine aufw&auml;ndigen Asylverfahren mehr und keine damit befasste B&uuml;rokratie. Dies ist eine abenteuerliche Position, die nichts mehr zu tun hat mit einer ernsthaften Suche nach L&ouml;sungen f&uuml;r die dringenden Fragen der Ausgestaltung des Asylrechts. Diese Fragen m&uuml;ssen aber gel&ouml;st werden, will man den wirklich politisch Verfolgten auch in Zukunft Schutz bieten.<br>\nIhren Gegnern hat es DIE LINKE damit denkbar leicht gemacht, sie als unverantwortlich darzustellen. Die AfD lie&szlig; sich diese Gelegenheit denn auch nicht nehmen: Vor allem im Osten konnte man im Wahlkampf &uuml;berall auf blauroten Plakaten lesen: &bdquo;Die Linke fordert Bleiberecht f&uuml;r Alle &ndash; Wir nicht! AfD&ldquo;. Es ist zu vermuten, dass sich viele traditionell linke W&auml;hler allein deshalb bei dieser Wahl umorientierten.<br>\nDie Forderung nach &bdquo;einem sofortigen Stopp der Abschiebungen und nach einem Bleiberecht f&uuml;r alle&ldquo;, steht zudem im Widerspruch zur Politik der Linkspartei, wo sie in Bundesl&auml;ndern an der Regierung beteiligt ist oder sogar &ndash; wie in Th&uuml;ringen &ndash; den Ministerpr&auml;sidenten stellt. Dort f&uuml;hrt man selbstverst&auml;ndlich Abschiebungen abgelehnter Asylbewerber durch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.andreas-wehr.eu\/oskar-lafontaine-hat-recht.html\">Andreas Wehr<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die Angst endlich ernst nehmen<\/strong><br>\nF&uuml;r nicht wenige aber wirken die globalen Ver&auml;nderungen vor allem bedrohlich. Sie f&uuml;rchten um ihre Lebens- und Zukunftsperspektiven, ihre Qualifikation, ihren Job, ihre Familie, ihr Sicherheitsgef&uuml;hl. Kurz: ihre private, heimatliche Scholle. F&uuml;r sie bedeutet Globalisierung vor allem eins: Konkurrenz und Angst.<br>\nDie Sorge vor den vielen Fl&uuml;chtlingen und Migranten tritt hinzu. Durch sie ist die Kehrseite der Globalisierung unmittelbar ins Land und zum Teil auch in ihr Leben getreten. Die Konkurrenz um den Arbeitsplatz &ndash; bei der Verlagerung von Produktion in billige Entwicklungsl&auml;nder bislang oftmals nur virtuell bemerkbar &ndash; wird nun scheinbar greifbar: Entwurzelte Menschen aus dem globalen S&uuml;den kommen auch aufgrund der erzwungenen &Ouml;ffnung der M&auml;rkte nach Deutschland. Und bilden dort in den Fl&uuml;chtlingsunterk&uuml;nften eine Billig-Reservearmee f&uuml;r die Industrie und den wachsenden Dienstleistungssektor.<br>\nWer f&uuml;rchtet, dass ein Neuank&ouml;mmling ihm seinen Job oder seine Wohnung abspenstig macht, hat f&uuml;r die viel gepriesene Willkommenskultur wenig bis nichts &uuml;brig. Zumal die Migranten in der Regel nicht dort untergebracht werden, wo die Lobsinger der Fl&uuml;chtlingsaufnahme leben, sondern in sozial schwachen Vierteln. Dort treten sie in Wettbewerb mit denen, die selbst dringend eine erschwingliche Bleibe brauchen.<br>\nDas ist die unmittelbare Seite des Fl&uuml;chtlingsproblems. Die Abstiegsangst hat aber l&auml;ngst nicht nur Arbeiter und Arbeitslose ergriffen, die bei der Bundestagswahl millionenfach von Union, SPD und der Linken zur AfD abgewandert sind. Sie reicht inzwischen weit in die arbeitende Mitte hinein. Auch dort greift die Verunsicherung und die Angst vor dem Verlust der vertrauten Sicherheit um sich.<br>\nWeder die Union noch die linken Parteien oder linke Intellektuelle haben bislang darauf eine Antwort gefunden. &hellip;<br>\nDie Gr&uuml;nen haben keine Antwort auf die Sorgen der kleinen Leute, weil ihre F&uuml;hrung ebenfalls abgehoben ist. Und weil ihre gut verdienende &Ouml;ko-Klientel ebenso wie die der FDP &uuml;berwiegend zu den Globalisierungsgewinnern z&auml;hlt.<br>\nAber auch die SPD und selbst die Linke tun sich schwer. Auch ihnen ist ihre ureigenste Klientel aus dem Blick geraten, wie Oskar Lafontaine, der fr&uuml;here SPD- und Linken-Vorsitzende, nach der Wahl zu Recht kritisiert hat. Die soziale Gerechtigkeit verpflichte dazu, denen zu helfen, die darauf am meisten angewiesen sind, schrieb er. Man d&uuml;rfe die Lasten der Zuwanderung &uuml;ber versch&auml;rfte Konkurrenz im Niedriglohnsektor, steigende Mieten in Stadtteilen mit preiswertem Wohnraum und zunehmende Schwierigkeiten in Schulen mit wachsendem Anteil von Sch&uuml;lern mit mangelnden Sprachkenntnissen nicht vor allem denen aufb&uuml;rden, die ohnehin die Verlierer der steigenden Ungleichheit bei Einkommen und Verm&ouml;gen seien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2017-10\/nationalismus-frank-walter-steinmeier-globalisierung-heimat\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Sie hat uns verkohlt<\/strong><br>\nDie ganze Kraft, &uuml;ber die Angela Merkel noch verf&uuml;gt, wird in die Stabilisierung der neuen Koalition flie&szlig;en (&hellip;)<br>\nWer an einer &bdquo;Jamaika&ldquo;-Koalition zweifelt, weil die Entfernungen der beteiligten Parteien untereinander zu gro&szlig; seien, der hat den Glauben an die Integrit&auml;t der handelnden Personen offenbar noch nicht aufgegeben. Wir anderen, Ern&uuml;chterten, m&uuml;ssen hingegen feststellen: Es gibt buchst&auml;blich kein Thema, bei dem sich selbst CSU und Gr&uuml;ne am Ende nicht doch einig w&uuml;rden, wenn der Preis die Macht ist.<br>\nMan sollte also die Standhaftigkeit sowohl der Gr&uuml;nen als auch der CSU nicht &uuml;bersch&auml;tzen. F&uuml;r die CSU steht mehr auf dem Spiel als f&uuml;r die Gr&uuml;nen &ndash; was die Macht kostet, dar&uuml;ber wird darum eher CSU-Chef Horst Seehofer bestimmen als Cem &Ouml;zdemir. Nat&uuml;rlich h&ouml;rt man jetzt aus Bayern, dass es ohne die ber&uuml;chtigte &bdquo;Obergrenze&ldquo; keine Koalition geben werde. Aber am Ende ist das auch nur ein Wort und die Koalitionsvereinbarung eine Frage der Formulierung. Es ist gut vorstellbar, dass die Gr&uuml;nen der CSU das Wort &bdquo;Heimat&ldquo; schenken und daf&uuml;r im Gegenzug das Wort &bdquo;Klimaschutz&ldquo; bekommen &ndash; und Merkel supervidiert den Tausch.<br>\nWie flexibel die Gr&uuml;nen selbst in Menschenrechtsfragen sein k&ouml;nnen, hat sich vor drei Jahren gezeigt, als mit der Zustimmung des gr&uuml;nen Ministerpr&auml;sidenten Baden-W&uuml;rttembergs, Winfried Kretschmann, das Asylrecht versch&auml;rft wurde und der westliche Balkan wider besseres Wissen zur &bdquo;sicheren&ldquo; Herkunftsregion erkl&auml;rt wurde. Wenn sie eines Morgens im B&uuml;ndnis mit der FDP aufwachen, dann werden die Gr&uuml;nen ihre lange Reise aus dem Scho&szlig; des B&uuml;rgertums &uuml;ber einige Umwege des politischen Aufbegehrens zur&uuml;ck zum Ort ihres Ursprungs vollendet haben. Mutlangen, Gorleben, selbst Stuttgart 21 &ndash; all das erscheint ja schon heute wie der lang zur&uuml;ckliegende Mittsommernachtstraum einer fernen Jugend.<br>\nEs gibt also derzeit keinen Grund, an der &auml;u&szlig;eren Stabilit&auml;t von &bdquo;Jamaika&ldquo; zu zweifeln, auch wenn eine solche Regierung aus CDU, CSU, FDP und Gr&uuml;nen kaum so ger&auml;uschlos &ndash; ja so totenstill &ndash; funktionieren w&uuml;rde wie die Gro&szlig;e Koalition. Aber die ganze Kraft, &uuml;ber die Merkel noch verf&uuml;gt, wird in die Aufrechterhaltung dieser komplizierteren Koalition flie&szlig;en. F&uuml;r alles andere &ndash; Bildung, Digitalisierung, B&uuml;rgerrechte, Chancengleichheit, Steuergerechtigkeit, Europa &ndash; wird es an Lust und Laune fehlen. &bdquo;Jamaika&ldquo; wird damit das Gegenteil eines politischen Projekts sein. Die Wiederauferstehung des alten Westdeutschlands von den Toten. Ruhe ist die erste Regierungspflicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/jaugstein\/sie-hat-uns-verkohlt\">Jakob Augstein in der Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Werner R&uuml;gemer:<\/strong><\/em><\/p>\n<blockquote><p>Hallo Jakob Augstein,<\/p>\n<p>in unserer Situation sollte man sich so viel Oberfl&auml;chlichkeit wie Sie in Ihrem Kommentar zu Merkel und zum Wahlausgang nicht leisten. Sehen wir uns einige Ihrer Behauptungen an:<br>\n*Merkel habe &bdquo;den Augenblick eines Abschieds in W&uuml;rde verpasst&ldquo;: Sie lie&szlig; sich w&uuml;rdelos ins Amt der CDU-Parteivorsitzenden schieben, gefeatured von der FAZ und mit Kassen&uuml;bergabe an den neuen Schatzmeister, der nun ganz direkt vom Haupt- und Dauersponsor gestellt wurde und extra seinen Vorstandsposten in der Deutschen Bank abgab (er hie&szlig; Cartellieri).<br>\nAus &bdquo;Kohls M&auml;dchen&ldquo; wurde dann &bdquo;Ackermanns M&auml;dchen&ldquo;.<\/p>\n<p>Sie lie&szlig; sich w&uuml;rdelos von jedem dahergelaufenen Automobil-, Energie-, R&uuml;stungs- und Finanzkonzern erpressen und lernte, das dann alles freiwillig zu machen und als ihre Dienstaufgabe, den Amtseid verletzend, betrieb.<\/p>\n<p>Jedem US-Pr&auml;sidenten, welcher Partei auch immer und f&uuml;r welchen Krieg auch immer, stand sie w&uuml;rdelos zu Diensten.<\/p>\n<p>Sie l&auml;sst sich abh&ouml;ren, widerstands- und w&uuml;rdelos. Beim Antrittsbesuch bei Trump wiederholte sie unterw&uuml;rfig &ndash; gebeten oder ungebeten &ndash; das Versprechen der Aufr&uuml;stung, das sie schon Obama gegeben hatte.<\/p>\n<p>*Merkel schleppe sich &bdquo;in ihre vierte Amtszeit, gest&uuml;tzt von zwei kleinen Parteien&ldquo;: nein, das ist die &ouml;ffentliche Inszenierung.<\/p>\n<p>Geschleppt wird sie von den Automobil- usw. Konzernen, aufgepeppt als politische Symbol- und Kunstfigur, um jegliche Demokratisierung der Gesellschaft und der Wirtschaft zu verhindern, n&auml;mlich um die antidemokratische, privatprofit-kompatible &bdquo;marktkonforme Demokratie&ldquo; zu repr&auml;sentieren und mit scheinbarem Nicht-Regieren abzusichern, die Bev&ouml;lkerung zu verdummen und die Politik zu entpolitisieren. Sich vordergr&uuml;ndung ein bi&szlig;chen zu sozialdemokratisieren, um sogar das unm&ouml;glich zu machen, was sozialdemokratische Politik wollen k&ouml;nnte.<\/p>\n<p>*die jetzige Wahl bedeute eine &bdquo;Zeitenwende: Nazis im Parlament!&ldquo;, so pflichten Sie dem Spiegel-Autor zu. Bei der Wahl des ersten Bundeskanzlers der Bundesrepublik Deutschland, eines gewissen Konrad Adenauer, waren sehr viel mehr Nazis im Parlament, in der Adenauer-Regierung und in Verwaltungen und Konzernen und Banken sowieso.<\/p>\n<p>Der erste Vorsitzende der christlich lackierten CDU wird bis heute legendenumwoben und vorbildhaft hochgehalten, mithilfe einer staatlich alimentierten Legendenverwaltung, der Stiftung, die seinen Namen tr&auml;gt.<\/p>\n<p>Der hat in der Bundesrepublik einge&uuml;bt, was Merkel bei ihrem w&uuml;rdelosen Einschleichen in die Adenauer-Demokratie offensichtlich m&uuml;helos gelernt bekam: In dieser Art parlamentarischer Demokratie kannst du als Gew&auml;hlter und Gew&auml;hlte mit den W&auml;hlerstimmen machen, was du willst &ndash; du hast ja M&auml;chtigere neben und hinter dir, und zwar nicht nur an einem Tag alle vier Jahre.<\/p>\n<p>Sie schlie&szlig;en, Jakob Augstein, mit einem lustlosen und desillusionierten Ausblick auf die vermutlich dann hingemauschelte &bdquo;Jamaika&ldquo;-Koalition. Was halten Sie davon, dass wir uns wesentlich um Folgendes k&uuml;mmern: die Selbstorganisation der Demokraten!<\/p>\n<p>Werner R&uuml;gemer<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Politische Zensur bei Google? &ndash; As Google Fights Fake News, Voices on the Margins Raise Alarm<\/strong><br>\nWhen David North, the editorial chairman of the World Socialist Web Site, noticed a drop in the site&rsquo;s traffic in April, he initially chalked it up to news fatigue over President Trump or a shift in political consciousness.But when he dug into the numbers, Mr. North said, he found a clearer explanation: Google had stopped redirecting search queries to the site. He discovered that the top search terms that once brought people to the World Socialist Web Site were now coming up empty.&ldquo;This is not an accident,&rdquo; Mr. North said. &ldquo;This is some form of deliberate intervention.&rdquo; (&hellip;) Mr. North said that Google has not responded to his claims. Google declined to comment on the World Socialist Web Site. (&hellip;) &ldquo;I&rsquo;m against censorship in any form,&rdquo; he said. &ldquo;It&rsquo;s up to people what they want to read. It&rsquo;s not going to stop with the World Socialist Web Site. It&rsquo;s going to expand and spread.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/2017\/09\/26\/technology\/google-search-bias-claims.html?_r=0\">New York Times<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Die NachDenkSeiten hatten bereits im Juli zu diesem Fall <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39413\">berichtet<\/a>. Dass nun auch die New York Times dem Fall Gewicht beimisst und Google sogar deren Anfragen in Sachen wom&ouml;glicher politischer Zensur unbeantwortet l&auml;sst, zeigt die wachsende Brisanz des Themas.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Deutschland im Herbst<\/strong><br>\nDeutschland feiert wieder einmal den Tag der deutschen Einheit, will aber nicht wahrhaben, dass es diese Einheit immer noch nicht gibt<br>\nEs ist Oktober geworden, aber die politische Ernte ist in diesem Jahr ausgefallen. Das Klima war nicht schlecht, aber der intellektuelle Dung hat gefehlt, den der karge Boden gebraucht h&auml;tte, um eine gute Ernte zu erlauben. Deutschland hat sich verhakt im Klein-Klein, in eingebildeten Problemen auf der einen Seite und in Widerspr&uuml;chen, die sich daraus ergeben, dass man die wirklichen Probleme systematisch leugnet.<br>\nUnd das betrifft nicht nur Europa, wo das deutsche Leugnen zu einer nicht enden wollenden Krise gef&uuml;hrt hat. Nein, es betrifft Deutschland selbst, wo zehn Jahre vor der Europ&auml;ischen W&auml;hrungsunion schon einmal eine W&auml;hrungsunion, die deutsch-deutsche n&auml;mlich, aufgrund intellektueller Defizite gegen die Wand gefahren wurde.<br>\nHeute wird man wieder mit gro&szlig;en Worten die deutsche Einheit feiern, obwohl die Wahl vom letzten Sonntag im September besser als tausend Studien gezeigt hat, dass es sie immer noch nicht gibt. Wenn in Sachsen, wo man so stolz auf die Errungenschaften der deutschen Einheit ist, eine Partei in F&uuml;hrung liegt, deren Konzept fast nur aus Parolen wie der besteht, dass man die &bdquo;Nation&ldquo; zur&uuml;ckgewinnen oder Deutschland wieder den Deutschen zur&uuml;ckgeben m&uuml;sse, wei&szlig; man als vern&uuml;nftiger Mensch, was die Stunde geschlagen hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Deutschland-im-Herbst-3849151.html\">Heiner Flassbeck auf Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. 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