{"id":40474,"date":"2017-10-06T15:50:32","date_gmt":"2017-10-06T13:50:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40474"},"modified":"2017-10-06T15:50:32","modified_gmt":"2017-10-06T13:50:32","slug":"hinweise-des-tages-ii-315","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40474","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40474#h01\">Eine Anmerkung zu unserem Hinweis #1 von heute morgen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40474#h02\">Cum-Ex-Anklage: Die politische Aufarbeitung fehlt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40474#h03\">Lobbyismus: Durch die Dreht&uuml;r: Als Abgeordneter raus, als Lobbyist wieder zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40474#h04\">Katalonien: Abspaltung ist keine L&ouml;sung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40474#h05\">K&ouml;nig Salman in Moskau: &ldquo;Saudi-Arabien m&ouml;chte sich modernisieren&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40474#h06\">&ldquo;Wenn du ehrlich bist, bist du hier fast ein Heiliger&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40474#h07\">Sch&auml;ubles Bilanz: H&auml;tte das nicht auch der Kassenwart vom Kegelklub hingekriegt?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40474#h08\">Immer mehr Menschen pendeln zur Arbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40474#h09\">Erst Glyphosat, jetzt Dicamba<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40474#h10\">Vorreiterrolle abgegeben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40474#h11\">Warum wird uns die Natur immer fremder?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40474#h12\">13-Milliarden-Forderung gegen Apple: EU-Kommission bringt Irland vor Gericht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40474#h13\">Der polizeiliche Staatsschutz und seine Datenbanken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40474#h14\">G20-Randale Polizei hat keine Beweise f&uuml;r Hinterhalt im Schanzenviertel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40474#h15\">Medienkritik: Der Osten hat die AfD in den Bundestag gew&auml;hlt? Das ist falsch!<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Eine Anmerkung zu unserem Hinweis #1 von heute morgen<\/strong><br>\nGerd Bosbach geht in seinem neuen Buch &bdquo;Die Zahlentrickser&ldquo; auch auf den angeblichen &Auml;rztemangel in Deutschland ein. &bdquo;Seit vielen Jahren geistert der demografisch bedingte &Auml;rztemangel durch die gesundheitspolitischen Debatten in Deutschland. Angeblich gehen uns die &Auml;rzte und &Auml;rztinnen aus, und angeblich liegt es daran, dass es zu wenige junge Leute gibt, die Mediziner werden wollen. Das w&auml;re in einer Gesellschaft mit wachsendem Anteil &auml;lterer Menschen problematisch. Doch wir wagen die Gegenrede. Denn es besteht seit Jahrzehnten ein scharfer Numerus clausus im Studienfach Medizin, und der hindert viele junge Leute, die gerne Arzt oder &Auml;rztin werden wollen, daran, ihren Berufswunsch zu realisieren. Wenn es wirklich zu wenige junge Mediziner gibt, w&auml;re es leicht das zu &auml;ndern: einfach mehr Geld in die Hochschulen stecken, mehr Studienpl&auml;tze f&uuml;r Medizin schaffen und den Numerus clausus aufheben. Ob es tats&auml;chlich zu wenig junge &Auml;rzte gibt, steht auf einem anderen Blatt; m&ouml;glicherweise verteilen sie sich nur ung&uuml;nstig im Land.<br>\nWir sehen hier den &acute;klinischen Fall&acute; einer postfaktischen Argumentation: Es wird eine Behauptung aufgestellt, die wie ein Faktum aussieht und sogar in Zahlenform dargestellt wird, so als h&auml;tte man diesen Mangel gemessen. Zugleich wird ein wesentliches, weithin bekanntes Faktum, der Numerus clausus f&uuml;r das Medizinstudium, komplett ignoriert, obwohl es direkt mit dem ersten&acute;Faktum&acute;zusammenh&auml;ngt.&rdquo;<br>\nQuelle: Gerd Bosbach\/ Jens J&uuml;rgen Korff, &ldquo;Die Zahlentrickser&rdquo;, S. 7f<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Cum-Ex-Anklage: Die politische Aufarbeitung fehlt<\/strong><br>\nRund 16 Milliarden Euro kosteten die Cum-Ex-Gesch&auml;fte den deutschen Staat. Jetzt wurde Anklage erhoben &ndash; doch politische Konsequenzen fehlen. [&hellip;]<br>\nDie Gro&szlig;e Koalition aus Union und SPD erkl&auml;rte zum Abschluss des Untersuchungsausschusses, sie habe keine Fehler gemacht. Deshalb m&uuml;sse man auch nichts &auml;ndern. Diese Haltung ist taktisch verst&auml;ndlich, sachlich aber falsch &ndash; ging es den Regierungsparteien vor der Bundestagswahl doch vornehmlich darum, ihre Finanzminister Peer Steinbr&uuml;ck (SPD) und Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) aus der Schusslinie zu bringen. Eine strengere &Uuml;berpr&uuml;fung der Branche durch die Finanzaufsicht Bafin, ein Gesetz zum Schutz von Informanten aus der &shy;Wirtschaft? Fehlanzeige &ndash; solche Ma&szlig;nahmen wurden bislang nicht ergriffen. Ob die Aussichten daf&uuml;r unter der neuen Bundesregierung besser werden, darf man bezweifeln. Das Inter&shy;esse der Union hat sich nicht ge&auml;ndert, und die FDP h&auml;lt von Regulierung der Wirtschaft traditionell nicht viel.<br>\nK&ouml;nnen sich die Gr&uuml;nen gegen diese Front durchsetzen? Am Beispiel Cum-Ex wird sich zeigen, ob die Jamaika-Koalition bereit ist, die politisch-&ouml;konomische Vetternwirtschaft zwischen Union, FDP und Wirtschaftsinteressen infrage zu stellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-zur-Cum-Ex-Anklage\/!5450729\/\">taz<\/a>\n<p>dazu: <strong>Wolfgang Kubicki h&auml;lt an &bdquo;Staatsfeind Nummer eins&ldquo; fest<\/strong><br>\nDie milliardenschweren Cum-Ex-Deals gelten als gr&ouml;&szlig;ter Steuerskandal der deutschen Geschichte. Ein Prozess gegen einen der Hinterm&auml;nner wird immer wahrscheinlicher. Sein Verteidiger ist m&ouml;glicherweise bald Bundesfinanzminister.<br>\nJetzt ist er oben angekommen. Jubelnd mit aufgekn&ouml;pftem Hemd steht Wolfgang Kubicki neben Christian Lindner auf der B&uuml;hne und l&auml;sst sich von seinen FDP-Parteifreunden f&uuml;r das gute Abschneiden bei der Bundestagswahl feiern. Obgleich der Wahlkampf vor allem auf den jugendlich wirkenden Lindner zugeschnitten war, steht nun auch sein Vize Kubicki im Fokus.<br>\nEs ist die erstaunliche Kr&ouml;nung der Karriere des 65-J&auml;hrigen, der in der Partei bisher oft als wortm&auml;chtiger Quertreiber aufgefallen war. So funkte er in seinem Herkunftsland Schleswig-Holstein st&auml;ndig bei der Rettung der Landesbank HSH Nordbank dazwischen.<br>\nSelbst als die FDP schon in der Regierung war, t&ouml;nte er noch, dass das Institut doch besser abgewickelt werden sollte und st&ouml;rte damit die sensible Verkaufsphase des Geldhauses. Nun gilt Kubicki sogar als ernsthafter Kandidat f&uuml;r das Berliner Bundesfinanzministerium.<br>\nDie Wahl h&auml;tte allerdings einen Beigeschmack. Denn gleichzeitig vertritt er als Anwalt einen Mann, der auf den Fluren der Wilhelmstasse 97 als eine Art &bdquo;Staatsfeind Nummer eins&ldquo; gilt. Der ehemalige Finanzbeamte und Parteifreund Kubickis, Hanno Berger, hat vor allem reichen Privatleuten gezeigt, wie sie den Fiskus besonders dreist austricksen und ihr Verm&ouml;gen noch gr&ouml;&szlig;er werden lassen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article169337276\/Wolfgang-Kubicki-haelt-an-Staatsfeind-Nummer-eins-fest.html\">Welt Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Lobbyismus: Durch die Dreht&uuml;r: Als Abgeordneter raus, als Lobbyist wieder zur&uuml;ck<\/strong><br>\nNeue Beispiele zeigen es: Parlamentarier, die nach Wahlen den Bundestag verlassen, bleiben der Politik oft erhalten. Als Lobbyisten regieren sie weiter mit &ndash; nun aber allein als bezahlte Interessenvertreter. [&hellip;]<br>\nAm Montag meldeten die Branchendienste diese Neuigkeit: Der langj&auml;hrige CDU-Fraktionsvize Michael Fuchs &ndash; Spitzname: &ldquo;Atomfuchs&rdquo; &ndash; werde &ldquo;Senior Advisor&rdquo; bei der PR- und Lobbyagentur WMP Eurocom. Dass deren Ruf ein schillernder ist, hielt nicht einmal den fr&uuml;heren Gr&uuml;nen-Fraktionschef Rezzo Schlauch davon ab, bei ihr ein Aufsichtsratsmandat anzunehmen. Fuchs wird es ebenfalls nicht st&ouml;ren. Er bezog ja schon als Abgeordneter immer wieder Nebeneink&uuml;nfte von einer englischen Firma mit Geheimdienst-Connection, wie der stern zusammen mit Abgeordnetenwatch bereits Anfang 2013 publik machte.<br>\nEin weiterer ehemaliger Vizevorsitzender der CDU\/CSU-Fraktion k&uuml;mmerte sich bereits im Mai um seine berufliche Perspektive: Da lie&szlig; sich Franz Josef Jung &ndash; noch als Fraktionsvize &ndash; zum Aufsichtsratsmitglied bei Rheinmetall w&auml;hlen. Die Wahl der Branche schien bei ihm als seinerzeitigem Verteidigungsminister sogar etwas naheliegender als bei dem FDP-Mann Niebel.<br>\nSchon nach den Bundestagswahlen im September 2013 lie&szlig; sich beobachten, dass dutzende Abgeordnete in Jobs und &Auml;mter mit Lobbyn&auml;he wechselten. Weil sich damals die komplette FDP-Fraktion aus dem Bundestag verabschiedete, dr&auml;ngten zugleich so viele Ex-Parlamentarier wie wohl nie zuvor auf den Arbeitsmarkt. Und statt sich wie bisher als gew&auml;hlte Abgeordnete wie vom Grundgesetz gefordert um das Gemeinwohl zu sorgen &ndash; k&uuml;mmerten sich fortan nicht wenige von ihnen als Lobbyisten um Partikularinteressen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/tillack\/bundestagswahl--abgewaehlte-abgeordnete-kehren-oft-als-lobbyisten-zurueck-7647282.html\">Stern Online<\/a>\n<p>dazu: <strong>&ldquo;Keine schwer vermittelbaren Personen&rdquo;<\/strong><br>\nSch&auml;tzungsweise 15 Prozent aller ausscheidenden Bundestagsabgeordneten machten nach ihrer Zeit im Parlament einen Lobbyjob, sagte Stern-Redakteur Hans-Martin Tillack im Dlf. Tillack pl&auml;dierte daf&uuml;r, dass sie in ihre alten Berufe zur&uuml;ckkehren sollten. Allerdings w&uuml;rde das oft als Abstieg empfunden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/politiker-als-lobbyisten-keine-schwer-vermittelbaren.862.de.html?dram:article_id=397519\">Deutschlandfunk<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Katalonien: Abspaltung ist keine L&ouml;sung<\/strong><br>\nIn Spanien eskaliert der Konflikt um Katalonien. Die wirtschaftlich starke Region will sich vom Mutterland abspalten, denn viele Katalanen f&uuml;hlen sich von Madrid benachteiligt. Mitschuld an der Krise habe auch die rigide Sparpolitik der EU, schreibt der DGB-klartext. Die Probleme m&uuml;ssten jetzt am Verhandlungstisch gel&ouml;st werden &ndash; denn eine Abspaltung w&auml;re sozialpolitisch wie wirtschaftlich &auml;u&szlig;erst riskant.<br>\nSpanien wird von einer neuen Krise heimgesucht. Wirtschaftlich geht es dem Land wieder besser, doch jetzt brodelt es in Katalonien. &bdquo;Spanien raubt uns aus!&ldquo;, lautet ein Schlachtruf der Katalanen, die sich vom K&ouml;nigreich Spanien losl&ouml;sen und einen unabh&auml;ngigen Staat gr&uuml;nden wollen. Die Regionalregierung hat am letzten Wochenende ein Referendum durchgef&uuml;hrt, aus dem ein eindeutiges Votum f&uuml;r ein unabh&auml;ngiges Katalonien hervorging. Am Wochenende will das Parlament der Region seine Unabh&auml;ngigkeit beschlie&szlig;en. Der Konflikt eskaliert. Weder die spanische Zentralregierung noch die katalonische tragen zur politischen Entspannung bei. Ganz im Gegenteil &ndash; alle gie&szlig;en &Ouml;l ins Feuer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++26a25a44-aa73-11e7-80be-525400e5a74a\">DGB klartext<\/a>\n<p>dazu: <strong>Dieses Referendum darf keinen Erfolg haben<\/strong><br>\nDas Referendum in Katalonien war illegal, das Ergebnis ist unglaubw&uuml;rdig. Trotzdem inszeniert sich Regierungschef Puigdemont als verfolgter Demokrat. Damit darf er nicht durchkommen &ndash; um der Demokratie willen.<br>\nJetzt soll sich also die EU in den Konflikt zwischen der spanischen Regierung in Madrid und den Separatisten in Katalonien einschalten. So zumindest will es der katalanische Regierungschef Carles Puigdemont. Warum? Weil &ldquo;fundamentale Freiheitsrechte von europ&auml;ischen B&uuml;rgern verletzt&rdquo; w&uuml;rden. Er vergleicht die Situation in seiner Region mit der von Ungarn, Polen oder der T&uuml;rkei.<br>\nDer Vergleich ist grotesk. In Polen, Ungarn und der T&uuml;rkei sind &ndash; anders als in Madrid &ndash; autokratische Populisten an der Macht. Und um sein politisches Ziel zu erreichen, setzt Puigdemont nun genau das Instrument ein, das auch die Kaczynskis, Orb&aacute;ns und Erdogans dieser Welt bevorzugt benutzen: Er ruft sich zum Vollstrecker des Volkswillens aus und leitet daraus das Recht ab, Recht zu brechen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/katalonien-dieses-referendum-darf-keinen-erfolg-haben-kommentar-a-1171424.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Der Kommentar bringt es auf den Punkt. Was wollen die Separatisten eigentlich? Die Menschen in Katalonien sind keine unterdr&uuml;ckte Minderheit sondern B&uuml;rger eines demokratischen Rechtsstaates und k&ouml;nnen alle entsprechenden b&uuml;rgerlichen Freiheitsrechte (im Rahmen der Marktkonformit&auml;t) in Anspruch nehmen. Man sollte in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, dass es unter Separatisten Stimmen gibt, die sagen man wolle als reichste Region Spaniens nicht mehr f&uuml;r den Rest bezahlen. Das ist neoliberales Denken, dass jeder, jede Region nur nach seinen eigenen &ouml;konomischen Vorteil zu streben habe.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>K&ouml;nig Salman in Moskau: &ldquo;Saudi-Arabien m&ouml;chte sich modernisieren&rdquo;<\/strong><br>\nDer Besuch des saudischen K&ouml;nigs in Moskau deute eine diplomatisch-politische Kehrtwende an, so der Nahostexperte Michael L&uuml;ders im Dlf. Zum einen habe man akzeptiert, dass Russlands Einfluss in der Region gest&auml;rkt worden sei, zum anderen sei der saudische K&ouml;nig dabei, sich und sein Land &ldquo;neu zu erfinden&rdquo;.<br>\nZerback: Sie haben es gerade angesprochen: In der Vergangenheit gab es da eher Eiszeit, nicht zuletzt wegen der unterschiedlichen Positionen im B&uuml;rgerkrieg in Syrien. Warum dann gerade jetzt? Warum gerade dieser Besuch zu dieser Zeit?<br>\nL&uuml;ders: Es h&auml;ngt wesentlich damit zusammen, dass die Verh&auml;ltnisse im Nahen Osten gerade dabei sind, sich v&ouml;llig neu zu sortieren. Die T&uuml;rkei beispielsweise hat schon Mitte des vorigen Jahres erkannt, dass der Versuch, das Assad-Regimes zu st&uuml;rzen, wohl nicht mehr funktionieren wird. Sp&auml;testens mit der R&uuml;ckeroberung Ostaleppos im vorigen Dezember, als es dem Regime von Assad und den Verb&uuml;ndeten Russen und Iranern gelungen ist, die letzten Dschihadisten, die letzten Aufst&auml;ndischen aus Ostaleppo zu vertreiben, war klar, dass der Krieg erst einmal entschieden ist. Die T&uuml;rken haben sich rechtzeitig schon umorientiert und haben nunmehr gute Beziehungen zu Russland und auch zum Iran, und Saudi-Arabien hat erkannt, dass seine Diplomatie gescheitert ist. Man wollte den Iran schw&auml;chen um jeden Preis, durch den Sturz von Assad, der ja eng mit dem Iran verb&uuml;ndet ist, aber das ist gescheitert, und nun braucht Saudi-Arabien neue Verb&uuml;ndete. [&hellip;]<br>\nDie saudische F&uuml;hrung ist daran interessiert, ihre Beziehungen zu Russland zu normalisieren, und sicherlich will man auch den Amerikanern klar machen, dass man nicht um jeden Preis mit den Amerikanern zusammenarbeiten wird, wenn die Amerikaner nicht entschlossener vor allem gegen den Iran vorgehen. Aber nichts desto trotz: Es wird sich die Politik nicht grundlegend ver&auml;ndern, denn die Saudis sind milit&auml;risch, politisch und wirtschaftlich so eng verflochten mit den USA, dass eine Neuorientierung kaum vorstellbar erscheint.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/koenig-salman-in-moskau-saudi-arabien-moechte-sich.694.de.html?dram:article_id=397555\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&ldquo;Wenn du ehrlich bist, bist du hier fast ein Heiliger&rdquo;<\/strong><br>\nIn Griechenland gilt Steuerhinterziehung als Volkssport. Doch die Gl&auml;ubiger des Landes machen Druck, endlich gegen Steuers&uuml;nder vorzugehen. Ein harter Job f&uuml;r die Fahnder &ndash; sie &ldquo;stehen kurz vor dem Kollaps&rdquo;. (&hellip;)<br>\nKleine Geschenke im Alltag abzulehnen geh&ouml;rt noch zu den einfachen Aufgaben von Thanasis Androutsos. Der 58-j&auml;hrige Beamte arbeitet seit 30 Jahren im Athener Finanzamt. Sein Job: Steuerhinterzieher schnappen. Er &uuml;berpr&uuml;ft Gro&szlig;konzerne genauso wie Konditoreien, Bars und Restaurants in Athen.<br>\nSeine Arbeit ist undankbar. In der griechischen Gesellschaft sind Androutsos und seine Kollegen verp&ouml;nt. Sie gelten als r&uuml;cksichtslose Steuereintreiber, die vor allem die arbeitende Mittelschicht behelligen, w&auml;hrend sie die gro&szlig;en Fische in der Finanzindustrie in Ruhe lassen. Griechische Medien berichten immer wieder, dass Steuerfahnder bei ihrer Arbeit unter Druck gesetzt und eingesch&uuml;chtert werden. (&hellip;)<br>\nDie griechische Verwaltung legt gro&szlig;en Wert auf die Arbeit von Androutsos und seinen Kollegen. Denn gewohnheitsm&auml;&szlig;iger Steuerbetrug ist einer der Hauptgr&uuml;nde f&uuml;r Griechenlands finanzielle Bredouille. Es gilt bei vielen Griechen noch immer als Kavaliersdelikt. Das Forschungsinstitut DiaNEOsis sch&auml;tzt, dass j&auml;hrlich Steuern in H&ouml;he von sechs bis neun Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung Griechenlands hinterzogen werden. Das w&auml;ren 32 Prozent aller Staatseinnahmen. Vor allem unter Selbstst&auml;ndigen und in der Gastronomie ist Steuerhinterziehung weit verbreitet.<br>\n&ldquo;Die Wahrheit ist, dass die Steuer&uuml;berpr&uuml;fungen erst seit Kurzem in Griechenland mit solch einer Akribie durchgef&uuml;hrt werden&rdquo;, sagt Androutsos. Zwar hat Griechenland in den vergangenen Jahren mehrere Reformen verabschiedet, doch bislang reicht das nicht aus, um dem Problem Herr zu werden. Es braucht M&auml;nner wie Androutsos, die kleinen Steuerbetr&uuml;gern hinterherjagen. Auf den &Auml;g&auml;ischen Inseln gab es im Sommer alleine 4.500 Steuer&uuml;berpr&uuml;fungen, um die Hinterziehung von Geldern im boomenden Tourismusgesch&auml;ft einzud&auml;mmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/griechenland-wie-die-fahnder-in-athen-steuerhinterzieher-jagen-a-1170567.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Und wie sieht es hierzulande mit der Steuerfahndung aus? Brauchen wir nicht mehr Steuerfahnder? Erinnert sei daran: <a href=\"https:\/\/www.capital.de\/karriere\/wie-der-staat-unbequeme-steuerfahnder-kaltstellt\">Wie der Staat unbequeme Steuerfahnder kaltstellt<\/a>. Und aktuell: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/information\/wirtschaft-boerse\/plusminus\/steuer-verlust-belege-regeln-100.html\">Milliarden-Steuerverluste &ndash; wegen fehlender Kassenbelege<\/a>. Offenbar geht es Deutschland auch hier nicht gut.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Sch&auml;ubles Bilanz: H&auml;tte das nicht auch der Kassenwart vom Kegelklub hingekriegt?<\/strong><br>\nNoch wird eifrig geschachert, wer k&uuml;nftig Finanzminister sein soll. Dabei w&auml;re es dringend n&ouml;tig, vorher aufzuarbeiten, was wir wirklich aus der Sch&auml;uble-&Auml;ra lernen. Sonst droht uns irgendwann das Geld auszugehen. [&hellip;]<br>\nNimmt man beides, Einnahme- und Zins-Effekt, zusammen, erkl&auml;rt dies rein rechnerisch allein zwei Drittel des Abbaus des Staatsdefizits seit 2010. Dazu kommt, dass Sch&auml;uble dank Konjunkturhoch zudem weniger ausgeben musste. In so einem Umfeld h&auml;tte wom&ouml;glich auch der Kassenwart vom Kegelverein Alle Neune als Bundesfinanzminister noch eine ganz gute Figur gemacht. Und die schwarze Neune hingekriegt.<br>\nDen Bundeskassenwart nach Jahren Sonderkonjunktur und Gratisschulden anzuhimmeln, ist &ndash; bei allen Verdiensten &ndash; ein bisschen so, als wenn der Bauer f&uuml;r die reichhaltige Ernte vom ganzen Dorf zum Kaiser gekr&ouml;nt wird &ndash; obwohl der sch&ouml;ne Ertrag ja eher an der g&uuml;nstigen Witterung als am Bauern lag. [&hellip;]<br>\nWie die f&uuml;hrenden Forschungsinstitute diagnostizieren, ist &ldquo;die Ausgabenstruktur des Staates in dieser Legislaturperiode nicht zugunsten investiver Ausgaben verschoben&rdquo; worden. Die Investitionsquote hat sich so gut wie nicht ver&auml;ndert &ndash; trotz aller Beteuerungen aus dem Hause Sch&auml;uble. F&uuml;r Bildung wird gemessen an der Wirtschaftsleistung heute ebenfalls nicht mehr ausgegeben als vor Jahren. So l&auml;sst sich vielleicht f&uuml;r eine Weile noch eine schwarze Null halten. Langfristig droht Sch&auml;ubles Nachfolger aber das Geld zu fehlen &ndash; weil der Wirtschaft ohne Investitionen irgendwann auch mal die Kraft ausgehen k&ouml;nnte, dem Kassenwart immer mehr Steuereinnahmen zu bescheren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/wolfgang-schaeuble-haette-das-nicht-auch-der-kassenwart-vom-kegelclub-hingekriegt-a-1171460.html\">Thomas Fricke auf Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Immer mehr Menschen pendeln zur Arbeit<\/strong><br>\nFr&uuml;h aufstehen, ins Auto oder in den Zug steigen, mit Staus und Versp&auml;tungen rechnen &ndash; so beginnt f&uuml;r rund 60 Prozent der Besch&auml;ftigten der Arbeitsalltag. In Europa ist Deutschland das Land mit den zweitmeisten Pendlern. Die Wege zur Arbeit werden immer l&auml;nger, 1,3 Millionen fahren t&auml;glich sogar mehr als 150 Kilometer &ndash; pro Strecke.<br>\nGependelt wird zwischen St&auml;dten und dem Umland, aber auch zwischen den neuen und den alten Bundesl&auml;ndern. Das alles kostet Zeit und Nerven, beeintr&auml;chtigt auf Dauer oft die Gesundheit und das Familienleben. Der hohe Benzinverbrauch schadet der Umwelt und dem Geldbeutel, doch gibt es f&uuml;r viele Betroffene keine Alternative, denn nur wenige Arbeitgeber f&ouml;rdern das Arbeiten von zu Hause, das Homeoffice.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/taegliche-tortur-immer-mehr-menschen-pendeln-zur-arbeit.1176.de.html?dram:article_id=397415\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Erst Glyphosat, jetzt Dicamba<\/strong><br>\nNeuer &Auml;rger f&uuml;r den amerikanischen Agrar-Riesen Monsanto: Nachdem das Pflanzenschutzmittel Glyphosat in der Kritik stand, regt sich nun auch Widerstand gegen die Alternative Dicamba. Tausende Beschwerden und Klagen sind bereits vor Gericht eingegangen. [&hellip;]<br>\nDie Probleme begannen vor einigen Jahren. Dass Glyphosat im Verdacht steht, Krebs zu erzeugen, f&uuml;hrte zu Klagen, schadete dem Absatz jedoch kaum. Im Gegenteil: Der Anteil an genver&auml;ndertem Monsanto-Saatgut in der US-Landwirtschaft wuchs stetig auf &uuml;ber 70 Prozent. Das gr&ouml;&szlig;te Problem f&uuml;r viele Farmer: Seit einigen Jahren wirkt Glyphosat nicht mehr, weil das Unkraut resistent geworden ist und sich sogenannte &ldquo;Super-Unkr&auml;uter&rdquo; gebildet haben. Also mussten Monsanto und andere Agrar-Firmen wie BASF dringend nachr&uuml;sten. Dabei half ein 50 Jahre altes Unkrautvernichtungsmittel namens Dicamba. Es t&ouml;tet auch die &ldquo;Super-Unkr&auml;uter&rdquo;, nicht aber das gentechnisch aufger&uuml;stete Saatgut. Doch die gro&szlig;fl&auml;chige Umstellung auf Dicamba f&uuml;hrte in diesem Jahr zu tausenden Beschwerden und Klagen vor Gericht, sagt Bob Hartzler, Agrarwissenschaftler an der Iowa State University:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/usa-klagen-gegen-monsanto-erst-glyphosat-jetzt-dicamba.2165.de.html?dram:article_id=397557\">Deutschlandfunk Kultur<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Vorreiterrolle abgegeben<\/strong><br>\nDie Internationale Energieagentur (IEA) in Paris hat einen Bericht &uuml;ber die globale Entwicklung der erneuerbaren Energietr&auml;ger Wind, Sonne, Wasser und Biomasse ver&ouml;ffentlicht. Er enth&auml;lt zugleich einen Ausblick auf die kurzfristige Entwicklung bis 2020. Die Ergebnisse geben Anlass zur Hoffnung, aber aus deutscher Sicht auch zur Sorge. Im globalen Ma&szlig;stab schreitet der Umbau der Energieversorgung kr&auml;ftig voran, Europa beginnt jedoch zur&uuml;ckzufallen. An der Spitze steht die Volksrepublik China. (&hellip;)<br>\nVor allem China sorgt f&uuml;r Tempo. In dem Land werden nicht nur etwa 60 Prozent aller Solarzellen weltweit hergestellt, sondern auch fast die H&auml;lfte aller neuen Anlagen installiert. Im vergangenen Jahr kamen in der Volksrepublik beachtliche 34,2 GW hinzu, und im ersten Halbjahr 2017 waren es bereits weitere 23,6 Prozent, fast die H&auml;lfte aller neuen Kraftwerkskapazit&auml;ten. Damit k&ouml;nnten in China allein in diesem Jahr mehr neue Solaranlagen ans Netz gehen, als im einstigen Vorreiterland BRD insgesamt Strom liefern. (&hellip;)<br>\nGanz anders sieht es derweil in der BRD aus. Hier hat die damalige CDU\/CSU-FDP-Koalition gegen Ende ihrer Legislaturperiode 2013 den Solarboom abrupt abgew&uuml;rgt, wodurch mehrere zehntausend Arbeitspl&auml;tze in Industrie und Handwerk verlorengingen. Der j&auml;hrliche Zubau neuer Anlagen betrug in den letzten Jahren nur noch etwas mehr als ein GW. Erst 2016 zeigte sich wegen der weiteren Verbilligung der Anlagen eine leichte Erholung. Gr&ouml;&szlig;ere Solaranlagen sind aber genauso wie Windparks ab 2018 stark reglementiert. Die Investoren bekommen nur noch staatliche F&ouml;rdermittel, wenn sie an Ausschreibungen teilnehmen. Dadurch werden derartige Investitionen strikt begrenzt, au&szlig;erdem steigt f&uuml;r die potentiellen Betreiber das wirtschaftliche Risiko. Besonders die Hersteller von Windenergieanlagen bef&uuml;rchten daher in den kommenden Jahren auf dem heimischen Markt einen erheblichen Einbruch des Absatzes.<br>\nHinzu kommt, dass sich das umweltpolitische Klima erheblich verschlechtert. Das zeigt sich nicht nur an den Wahlerfolgen von AfD und FDP, zweier Parteien, die mit dem Klimaschutz am liebsten sofort aufh&ouml;ren und Kohlekraftwerke l&auml;nger laufen lassen w&uuml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/319472.vorreiterrolle-abgegeben.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Was sagt eigentlich die derzeitige und wohl weiter amtierende Bundeskanzlerin zu dieser Entwicklung? Es k&ouml;nnte angenommen werden, dass dieses Thema f&uuml;r sie eine &ldquo;Herzensangelegenheit&rdquo; sei &ndash; schlie&szlig;lich war Frau Dr. Merkel auch mal Bundesumweltministerin. Aber das Gegenteil scheint der Fall zu sein. Sie ist ma&szlig;geblich f&uuml;r diese Verz&ouml;gerungen beim Umbau der Energieversorgung verantwortlich.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Warum wird uns die Natur immer fremder?<\/strong><br>\nDer Drang der Menschen ins Gr&uuml;ne nimmt ab, das Wissen &uuml;ber Natur ebenso. Sind allein die neuen Medien daran schuld?<br>\nSp&auml;testens mit 40 wei&szlig; man, dass fr&uuml;her alles besser war: Kinder spielten auf der Stra&szlig;e &ldquo;R&auml;uber und Gendarm&rdquo;, bauten Baumh&auml;user &ndash; aus Brettern und Planen, nicht aus Minecraft-W&uuml;rfeln &ndash;, stauten B&auml;che auf, kamen abends dreckig und mit aufgeschlagenen Knien nach Hause und fielen nach dem &ldquo;Sandm&auml;nnchen&rdquo; ersch&ouml;pft ins Bett. Heute verbringen Kinder einen gro&szlig;en Teil ihrer Zeit in Innenr&auml;umen und kommen mit Natur kaum noch in Ber&uuml;hrung. Das Bild mag &uuml;berzeichnet sein, der Trend aber scheint eindeutig.<br>\nSeit 20 Jahren verfolgt der &ldquo;Jugendreport Natur&rdquo; das Verh&auml;ltnis junger Menschen zur Natur. F&uuml;r den 7. Report von 2016 wurden 1253 Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler der Klassenstufen 6 und 9 in Nordrhein-Westfalen befragt. &ldquo;Die Ergebnisse zeigen deutlich: Die Distanz zur Natur wird immer gr&ouml;&szlig;er&rdquo;, sagt Rainer Br&auml;mer, Initiator und Autor des &ldquo;Jugendreport  Natur&rdquo;. Verbl&uuml;ffend ist, dass auch grundlegendes Wissen verloren geht. So wussten nur 35 Prozent der Befragten, wo die Sonne aufgeht. Ein F&uuml;nftel kreuzte &ldquo;Norden&rdquo; an. 2010 hatten noch zwei Drittel der Teilnehmer richtig geantwortet. Auch die Frage, in welchem Monat die Sonne am sp&auml;testen untergehe, beantworteten nur ein Viertel der Teilnehmer richtig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spektrum.de\/news\/natur-entfremdung-kinder-kommen-immer-weniger-in-die-natur\/1507953\">Spektrum<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>13-Milliarden-Forderung gegen Apple: EU-Kommission bringt Irland vor Gericht<\/strong><br>\nApple soll 13 Milliarden Euro an Irland nachzahlen &ndash; doch das Land will die Steuern nicht eintreiben. Nun erh&ouml;ht die EU-Kommission den Druck auf den Mitgliedstaat und zieht vor den Europ&auml;ischen Gerichtshof.<br>\nDie EU-Kommission besteht darauf, dass Irland 13 Milliarden Euro Steuern vom US-Konzern Apple eintreibt. Die Beh&ouml;rde werde den Fall an den Europ&auml;ischen Gerichtshof (EuGH) verweisen, k&uuml;ndigte Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager an. Der Mitgliedstaat weigert sich bislang, die als unzul&auml;ssig eingestufte Beihilfe zur&uuml;ckzufordern, und geht seinerseits bereits juristisch gegen die Entscheidung der EU-Kommission aus dem Juni 2016 vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/apple-steuernachzahlung-eu-kommission-bringt-irland-vor-gericht-a-1171182.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.K.:<\/strong> Wo bleiben die Verfahren dieser Art bez&uuml;glich europ&auml;ischer Unternehmen? Und warum steht Deutschland nicht wegen seiner Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse vor Gericht?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Der polizeiliche Staatsschutz und seine Datenbanken<\/strong><br>\nSkandal! Informationen &uuml;ber einige Journalisten in Datenbanken des polizeilichen Staatsschutzes waren falsch bzw. nicht aktuell. Und damit rechtswidrig. Das ist fatal. Es ist allerdings &uuml;berzogen, wenn die Tagesschau daraus flugs &sbquo;Millionen rechtswidriger Daten in BKA-Datei?&lsquo; [0] macht. Mehr Sachlichkeit und Fachwissen sind notwendig: &Uuml;ber die Aufgaben im polizeilichen Staatsschutz und seine Datenbanken. Danach werden Sie die unbestreitbar vorhandenen Probleme, vor allem aber deren Ursachen, besser verstehen.<br>\nDas Bundeskriminalamt, glauben viele B&uuml;rger dieses Landes, ist eine Art Superpolizei. Die Kriminaler aus Wiesbaden sind immer dann im Einsatz, wenn es um die ganz gro&szlig;en, schweren Straftaten geht. Um Staatsschutzdelikte und Terroristen. Das ist allenfalls teilweise richtig. Und unterschl&auml;gt die wesentliche Aufgabe des BKA, n&auml;mlich die Unterst&uuml;tzung der L&auml;nder in kriminalpolizeilichen Angelegenheiten. Die Rechtsgrundlagen daf&uuml;r finden sich in den ersten beiden Paragraphen des BKA-Gesetzes:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/police-it.org\/der-polizeiliche-staatsschutz-und-seine-datenbanken\">Police-IT<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>G20-Randale Polizei hat keine Beweise f&uuml;r Hinterhalt im Schanzenviertel<\/strong><br>\nBeim G20-Gipfel in Hamburg verw&uuml;steten Randalierer ein ganzes Viertel &ndash; die Polizei sah stundenlang tatenlos zu. Neue Erkenntnisse sch&uuml;ren Zweifel an der bisherigen Rechtfertigung der Einsatzf&uuml;hrer.<br>\nDie Hamburger Polizei hat einger&auml;umt, dass sich ihre Darstellung der G20-Krawalle in wesentlichen Punkten nicht beweisen l&auml;sst. Au&szlig;erdem musste die Beh&ouml;rde fr&uuml;here Angaben zu Vorf&auml;llen w&auml;hrend des Gipfels Anfang Juli korrigieren. Das zeigen Antworten der Innenbeh&ouml;rde auf eine Kleine Anfrage der Hamburger Linken-Abgeordneten Christiane Schneider. Das Dokument liegt dem SPIEGEL vor.<br>\nDie Hamburger Polizei hat einger&auml;umt, dass sich ihre Darstellung der G20-Krawalle in wesentlichen Punkten nicht beweisen l&auml;sst. Au&szlig;erdem musste die Beh&ouml;rde fr&uuml;here Angaben zu Vorf&auml;llen w&auml;hrend des Gipfels Anfang Juli korrigieren. Das zeigen Antworten der Innenbeh&ouml;rde auf eine Kleine Anfrage der Hamburger Linken-Abgeordneten Christiane Schneider. Das Dokument liegt dem SPIEGEL vor.<br>\nEisenstangen, Paletten und gro&szlig;e Steine, mit denen die Spezialkr&auml;fte aus einem umk&auml;mpften Haus am Schulterblatt 1 beworfen worden sein sollen, habe man ebenfalls nicht gefunden. Hinweise auf &ldquo;selbstgemachte Eisenspeere&rdquo;, mit denen sich Gewaltt&auml;ter angeblich bewaffnet hatten, seien nicht best&auml;tigt worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/justiz\/g20-polizei-findet-keine-beweise-fuer-hinterhalt-im-schanzenviertel-a-1171599.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Medienkritik: Der Osten hat die AfD in den Bundestag gew&auml;hlt? Das ist falsch!<\/strong><br>\nNach der Wahl ist der &ldquo;Ossi&rdquo; wieder zum Feindbild der Medien geworden, weil er die AfD gew&auml;hlt hat. Dabei kommen 68 Prozent der AfD-W&auml;hler aus dem Westen.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/171006_hdt2_01.gif\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Der Osten hat die AfD in den Bundestag gew&auml;hlt. Das ist falsch und den meisten Medien egal. Ohne die Ost-Stimmen w&auml;re die Partei trotzdem mit 8,4 Prozent in den Bundestag eingezogen. Andersherum w&auml;re sie hingegen gescheitert. W&uuml;rden also lediglich die AfD-Stimmen der neuen Bundesl&auml;nder gez&auml;hlt, w&auml;re die rechte Partei unter der 5-Prozent-H&uuml;rde geblieben. Das liegt selbstverst&auml;ndlich daran, dass in den neuen Bundesl&auml;ndern nur etwa 20 Prozent der Deutschen lebt. Es &auml;ndert aber nichts daran, dass meist ein falsches Bild von der Wahl gezeichnet wird. Denn diese 20 Prozent sind allein kaum (nur &uuml;ber die 3 Direktmandate) in der Lage, eine Partei in den Bundestag zu w&auml;hlen. Der Osten ist nicht f&uuml;r den Einzug der AfD verantwortlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/katapult-magazin.de\/de\/artikel\/artikel\/fulltext\/der-osten-hat-die-afd-in-den-bundestag-gewaehlt-das-ist-falsch\/\">Katapult Magazin<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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