{"id":40484,"date":"2017-10-09T08:37:14","date_gmt":"2017-10-09T06:37:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40484"},"modified":"2017-10-09T08:37:14","modified_gmt":"2017-10-09T06:37:14","slug":"hinweise-des-tages-2975","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40484","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40484#h01\">Seehofer bekommt eine Zahl, aber keine Obergrenze<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40484#h02\">Europas 30-Milliarden-Opfer l&auml;sst die Russen kalt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40484#h03\">Roboter sind bislang keine Job-Killer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40484#h04\">AfD ist die Partei des Prekariats<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40484#h05\">F&uuml;r einen wertegeleiteten Realismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40484#h06\">Ein Gefangener seiner Verb&uuml;ndeten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40484#h07\">Gef&auml;hrlicher Ort Klinik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40484#h08\">Gewerkschaft legt sich mit der Kirche an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40484#h09\">Die Versicherungsbranche will weiter mit viel staatlicher F&ouml;rderung ihre schlechten Riestervertr&auml;ge verkaufen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40484#h10\">&bdquo;Nicht beklagen, verklagen!&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40484#h11\">Unsittliches Angebot f&uuml;r Trigema-Chef Grupp<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40484#h12\">Der Einfluss der USA auf Europa &ndash; Die USA-EU-Russland-Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40484#h13\">Friedensnobelpreis f&uuml;r ICAN<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40484#h14\">Bundeswehr will offenbar mehr Soldaten f&uuml;r Afghanistan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40484#h15\">Polizei hat keine Beweise f&uuml;r Hinterhalt im Schanzenviertel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40484#h16\">Datenschutz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40484#h17\">L&auml;chelnder Hegemon?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40484#h18\">Pragmatiker der Macht<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Seehofer bekommt eine Zahl, aber keine Obergrenze<\/strong><br>\n200.000 Menschen pro Jahr, das Wort Obergrenze wird vermieden, das individuelle Asylrecht nicht infrage gestellt. So sieht der Kompromiss zwischen CDU und CSU im Streit &uuml;ber die Fl&uuml;chtlingspolitik aus. Was ist er wert? [&hellip;]<br>\nUm das Ziel von 200.000 zu erreichen, nennen CDU und CSU einige Ma&szlig;nahmen, von denen die meisten l&auml;ngst vorbereitet oder diskutiert werden:\n<ul>\n<li>Fluchtursachenbek&auml;mpfung<\/li>\n<li>Zusammenarbeit mit Herkunfts- und Transitl&auml;ndern nach Vorbild des EU-T&uuml;rkei-Abkommens<\/li>\n<li>B&uuml;ndelung und Beschleunigung von Asylverfahren und Abschiebungen &ldquo;in Entscheidungs- und R&uuml;ckf&uuml;hrungszentren nach dem Vorbild&rdquo; bestehender Einrichtungen in Manching, Bamberg und Heidelberg<\/li>\n<li>Schutz der EU-Au&szlig;engrenzen, zun&auml;chst Beibehaltung der nationalen Grenzkontrollen<\/li>\n<li>gemeinsame EU-Asylverfahren an den Au&szlig;engrenzen sowie gemeinsame Abschiebungen von dort<\/li>\n<li>Reform des Gemeinsamen europ&auml;ischen Asylsystems (GEAS) und des Dublin-Systems<\/li>\n<li>Erweiterung der Liste sicherer Herkunftsstaaten (vor allem Marokko, Algerien und Tunesien)<\/li>\n<li>weitere Aussetzung des Familiennachzugs von subsidi&auml;r Gesch&uuml;tzen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/angela-merkel-goennt-horst-seehofer-eine-zahl-aber-keine-obergrenze-a-1171962.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die Punkte sind allesamt entweder bereits umgesetzt oder liegen nicht in der Kompetenz des Bundes, sondern m&uuml;ssen von der EU beschlossen werden. Und es ist sehr unwahrscheinlich, dass die CSU-Positionen in Italien, Griechenland, Spanien, Polen oder auch Ungarn viele Freunde finden werden. Was wir gestern beobachten konnten, war eine reine Showveranstaltung. Und das aus gutem Grund: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30483\">Eine Obergrenze ist verfassungsrechtlich nicht m&ouml;glich und auch gar nicht umsetzbar<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Europas 30-Milliarden-Opfer l&auml;sst die Russen kalt<\/strong><br>\n[&hellip;] Der Streit d&uuml;rfte jetzt noch zunehmen. Eine Analyse des &ouml;sterreichischen Wirtschaftsforschungsinstituts Wifo offenbart die &ouml;konomischen Auswirkungen auf die EU-Staaten. Die Untersuchung, die im Auftrag des Europ&auml;ischen Parlaments durchgef&uuml;hrt wurde, zeigt, dass die Sanktionen die Staaten der Europ&auml;ischen Union insgesamt 30 Milliarden Euro gekostet haben.<br>\nDas Exportvolumen der EU nach Russland sei von 120 Milliarden Euro im Jahr 2013 auf 72 Milliarden Euro im vergangenen Jahr gefallen. Dabei spielen zwar auch der &Ouml;lpreisverfall und die Rubel-Schw&auml;che eine Rolle. Doch die Sanktionen haben laut Wifo-Analyse einen betr&auml;chtlichen Anteil an diesem Einbruch.<br>\nDeutschland tr&auml;gt mit einem Minus von 11,1 Milliarden Euro die gr&ouml;&szlig;te Last, was als EU-Export-Primus nat&uuml;rlich naheliegt. Dahinter folgen Polen, Gro&szlig;britannien und Frankreich.\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/171009-dwo-wi-Exporte.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/171009-dwo-wi-Exporte-small.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Betrachtet man den prozentualen Anteil am Gesamtexport, sieht die Liste der Verlierer anders aus. Zypern n&auml;mlich hat mehr als ein Drittel seines Gesch&auml;fts mit dem Riesenreich verloren. Auch Griechenland (minus 23 Prozent) und Kroatien (21 Prozent) trifft es besonders hart. Allerdings bedeuten die 11,1 Milliarden Euro, die Deutschland weniger nach Russland ausf&uuml;hrt, ebenfalls einen Exportr&uuml;ckgang um 13,4 Prozent im Vergleich zum Vorsanktionsniveau. [&hellip;]<br>\nDie Ergebnisse sind auch deshalb so brisant, da die Idee, Russland &ouml;konomisch in Bredouille zu bringen, offenbar nicht funktioniert. Nach anf&auml;nglichen Problemen erholt sich die Wirtschaft. Die Rezession scheint &uuml;berwunden. In diesem und im kommenden Jahr k&ouml;nnte die &Ouml;konomie um 1,7 Prozent wachsen, zeigen Analystensch&auml;tzungen des Datenanbieters Bloomberg.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article169432945\/Europas-30-Milliarden-Opfer-laesst-die-Russen-kalt.html\">WELT<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.wifo.ac.at\/publikationen?detail-view=yes&amp;publikation_id=60666\">Oliver Fritz, Elisabeth Christen, Russland-Sanktionen kosteten die EU-L&auml;nder 30 Milliarden Euro &ndash; WIFO<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Interessante Zahlen. Aber die Summe als &bdquo;Opfer&ldquo; zu bezeichnen, ist doch schon recht schr&auml;g. Sprechen wir doch lieber von dem Preis, den die deutsche Wirtschaft daf&uuml;r zahlen muss, dass die deutsche Regierung auf transatlantische Torheiten besteht und in diesem Punkt offenbar auch nicht lernf&auml;hig ist.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Roboter sind bislang keine Job-Killer<\/strong><br>\nRoboter vernichten Arbeitspl&auml;tze. Das wird oft behauptet. Aber stimmt das auch? Diese Frage haben Wolfgang Dauth vom Institut f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Sebastian Findeisen von der Universit&auml;t Mannheim sowie Jens S&uuml;dekum und Nicole Woessner von der Universit&auml;t D&uuml;sseldorf untersucht. Das Ergebnis: Zwischen 1994 und 2014 sind in der deutschen Industrie 275 000 Jobs durch den Einsatz von Robotern weggefallen &ndash; allerdings nicht aufgrund von Entlassungen, sondern weil weniger junge Leute eingestellt worden sind. Gleichzeitig sind im Dienstleistungssektor ebenso viele neue Jobs entstanden. Unter dem Strich hat sich die Zahl der Arbeitspl&auml;tze also kaum ver&auml;ndert &ndash; anders als in den USA, wo Industriearbeiter aufgrund der Automatisierung reihenweise ihre Jobs verloren haben. Dabei setzt die deutsche Wirtschaft &ndash; gemessen an der Zahl der Besch&auml;ftigten &ndash; deutlich mehr Roboter ein als die US-Industrie.<br>\nDie Forscher betrachten die Gewerkschaften in Deutschland als wichtigen Faktor: Diesen sei es gelungen, Arbeitspl&auml;tze in der Industrie zu erhalten; gleichzeitig h&auml;tten sie aber wenig Spielraum gehabt, h&ouml;here L&ouml;hne f&uuml;r weniger gut qualifizierte Besch&auml;ftigte durchzusetzen. Ein Gro&szlig;teil der Arbeitnehmer verdiene weniger durch die Automatisierung. Betroffen seien vor allem Besch&auml;ftigte mit mittlerer Qualifikation wie etwa Facharbeiter, in deren T&auml;tigkeitsbereich viele Roboter zum Einsatz kommen. Profiteure seien in erster Linie h&ouml;her Qualifizierte &ndash; und die Unternehmen, die die steigende Produktivit&auml;t in h&ouml;here Gewinne umm&uuml;nzen konnten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/110980_110992.htm\">B&ouml;ckler Impuls<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Ein wichtiger Artikel f&uuml;r die Hintergrunddebatte zu Themen wie &bdquo;Grundeinkommen&ldquo; und &bdquo;Digitalisierungsdividende&ldquo;. Ob &bdquo;weniger gut qualifzierte Besch&auml;ftige&ldquo; aber wirklich DURCH die Automatisierung weniger verdienen, sei erst einmal dahingestellt. Die Begr&uuml;ndung mit dem mangelnden &bdquo;Verteilungsspielr&auml;umen&ldquo; ist angesichts der massiv gestiegenen Renditen jedenfalls nicht akzeptabel.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>AfD ist die Partei des Prekariats<\/strong><br>\nBertelsmann-Stiftung sieht eine neue Konfliktlinie zwischen Bef&uuml;rwortern und Skeptikern der &raquo;Modernisierung&laquo;<br>\nDie Bertelsmann-Stiftung hat zum Ausgang der Bundestagswahl vom 24. September eine steile These aufgestellt. Statt der herk&ouml;mmlichen Links-Rechts-Kategorien gebe es in Deutschland eine &raquo;neue Konfliktlinie der Demokratie zwischen Modernisierungsskeptikern und Modernisierungsbef&uuml;rwortern&laquo;, hei&szlig;t es in einer am Freitag ver&ouml;ffentlichten Studie. Ein Teil dieser These ist nicht &uuml;berzeugend, weil man in den Haltungen der Parteien und ihrer W&auml;hler zur Umverteilung des gesellschaftlichen Reichtums und zur Frage, ob die deutsche Au&szlig;enpolitik aggressiv oder zur&uuml;ckhaltend sein sollte, noch immer deutliche Unterschiede zwischen Rechten und Linken sieht. Trotzdem ist die Studie mit dem Titel &raquo;Popul&auml;re Wahlen &ndash; Mobilisierung und Gegenmobilisierung der sozialen Milieus bei der Bundestagswahl 2017&laquo; durchaus beachtenswert. Im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung hat das Umfrageinstitut YouGov eine repr&auml;sentative Nachwahlbefragung von 10.000 Bundesb&uuml;rgern durchgef&uuml;hrt. Zudem basiert die Analyse auf Wahlkreisdaten von infratest dimap.<br>\nDer Studienautor Robert Vehrkamp erkl&auml;rte, dass der Wahlerfolg der AfD nicht vorrangig als ostdeutsches Ph&auml;nomen interpretiert werden d&uuml;rfe. Statt einer regionalen Spaltung gebe es eine neue Konfliktlinie zwischen verschiedenen sozialen Milieus, so der Leiter des Programms &raquo;Zukunft der Demokratie&laquo; der Bertelsmann-Stiftung und Gastwissenschaftler am Wissenschaftszentrum Berlin (WZB).<br>\nDie Forscher haben das Wahlverhalten unterschiedlicher Milieus analysiert. Diese wurden aufgeteilt in Gruppen wie &raquo;prek&auml;res Milieu&laquo;, &raquo;traditionelles Milieu&laquo;, &raquo;b&uuml;rgerliche Mitte&laquo; oder &raquo;liberal-intellektuelles Milieu&laquo;. Im Prekariat, das gekennzeichnet ist durch unsichere Arbeits- und Lebensverh&auml;ltnisse, entfielen 28 Prozent der Stimmen auf die AfD. Damit war sie in diesem Milieu die st&auml;rkste Partei und gewann 18 Prozentpunkte hinzu. Vor allem LINKE und Sozialdemokraten haben bei diesen Menschen verloren. Die LINKE kam auf 14 Prozent (minus sechs Prozentpunkte). Die SPD konnte 18 Prozent der Prek&auml;ren f&uuml;r sich gewinnen und musste dabei einen Verlust von sieben Prozentpunkten hinnehmen. (&hellip;)<br>\nProblematisch ist aber, dass die als neoliberal geltende Stiftung mit ihrer Begriffsdefinition auch einige Prozesse f&uuml;r &raquo;modern&laquo;, also f&uuml;r &raquo;fortschrittlich&laquo; erkl&auml;rt, die in Wirklichkeit einen R&uuml;ckschritt f&uuml;r die gesellschaftliche Entwicklung bedeuten w&uuml;rden. Beispiele hierf&uuml;r sind die Freihandelsabkommen TTIP und CETA, die unter dem Begriff der Globalisierung subsumiert werden k&ouml;nnen. Die AfD lehnt die Abkommen ebenso wie viele W&auml;hler von SPD, Gr&uuml;nen und Linkspartei ab. Bei den Rechten d&uuml;rfte aber nicht die drohende Aush&ouml;hlung von Sozial- und Umweltstandards entscheidend sein, sondern ihre grundlegende Abneigung gegen&uuml;ber dem Handelspartner USA.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1066057.afd-ist-die-partei-des-prekariats.html\">neues deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>F&uuml;r einen wertegeleiteten Realismus<\/strong><br>\nDeutschland muss mehr Verantwortung in der Welt &uuml;bernehmen<br>\nSicherheit, Klima, Entwicklung &ndash; wir stehen vor riesigen Herausforderungen. Doch unser Handlungsspielraum ist begrenzt, denn die Krise der Demokratie schw&auml;cht die liberale globale Ordnung und unsere traditionellen B&uuml;ndnisse. Deutschland braucht daher eine realistische Au&szlig;enpolitik, die unsere Werte in den Vordergrund r&uuml;ckt.<br>\nEine neue Bundesregierung wird im Herbst 2017 vor gro&szlig;en Problemen in einer hoch volatilen internationalen Lage stehen.1 Au&szlig;enpolitik wird daher eine zentrale Rolle in der Politikgestaltung der n&auml;chsten Legislatur spielen. Wir werden auf globaler Ebene vor allem mit drei strukturellen Herausforderungen konfrontiert: Sicherheit, Klimaschutz und Entwicklung. Ihre Ursachen sind eng miteinander verkn&uuml;pft, was auch hei&szlig;t: Wir werden sie nicht getrennt voneinander bew&auml;ltigen k&ouml;nnen.<br>\nKein anderes Thema verdeutlicht den Zusammenhang zwischen diesen drei Herausforderungen so sehr wie das Thema Flucht:2 Es kommen mittlerweile zwar weniger Menschen bei uns in Deutschland an als 2015, aber der weltweite Trend zeigt in eine andere Richtung: 65 Millionen sind zurzeit auf der Flucht, so viele wie noch nie. Nimmt man diejenigen dazu, die gerne fliehen w&uuml;rden, m&uuml;ssten wir diese Zahl noch viel h&ouml;her ansetzen. Denn viele Menschen haben gar nicht die Mittel oder die Gelegenheit, sich aufzumachen, um anderswo ein neues Leben aufzubauen.<br>\nDie meisten Menschen fliehen vor Krieg und Gewalt. Der Klimawandel bef&ouml;rdert Flucht, auch wenn er meist nicht der Hauptgrund daf&uuml;r ist. Daher ist es so wichtig, Perspektiven vor Ort zu schaffen &ndash; durch Entwicklungszusammenarbeit, durch Sicherheitszusammenarbeit, aber auch durch vision&auml;re Klimapolitik.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/zeitschrift-ip.dgap.org\/de\/ip-die-zeitschrift\/themen\/fuer-einen-wertegeleiteten-realismus\">Cem &Ouml;zdemir in IP-Die Zeitschrift<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers E.N.:<\/strong> Afghanistan-Einsatz als Vorbildl? Ein Au&szlig;enminister Cem &Ouml;zdemir auf der au&szlig;enpolitischen Spur von Schr&ouml;der, Fischer, Struck, Merkel, K&ouml;hler, Gauck u.a.? Krieg und Interventionen als Mittel der Politik?<\/em><\/p>\n<p><em>Lesen Sie zu &Ouml;zdemirs au&szlig;enpolitischer Ausrichtung auch unseren Artikel: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40429\">Jamaika bedeutet auch, dass wir einen Transatlantiker als Au&szlig;enminister bekommen<\/a>&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Ein Gefangener seiner Verb&uuml;ndeten<\/strong><br>\nSyriens Machthaber Assad bleibt an der Macht. Und hat diese dennoch verloren &ndash; an Iran, Russland, Milizenf&uuml;hrer, Gangster. Was Deutschland jetzt f&uuml;r die Syrer tun sollte. (&hellip;)<br>\nErstens die deutsche Milit&auml;rintervention beenden. Auch wenn es um den Kampf gegen den Terror des IS geht &ndash; deutsche Tornados helfen bei der Bombardierung von Zivilisten und nicht bei deren Schutz. Wer aber seine Flugzeuge nicht in den Dienst der Zivilbev&ouml;lkerung stellt, hat im Luftraum eines fremden Landes nichts zu suchen. Die halbe Million Euro, die der Tornado-Einsatz t&auml;glich kostet, sollte die Bundesrepublik besser zur Versorgung der Syrer in den Nachbarl&auml;ndern einsetzen. (&hellip;)<br>\nZweitens keine Normalisierung der Beziehungen zum Assad-Regime, keine Er&ouml;ffnung von diplomatischen Vertretungen, keine geheimdienstliche Zusammenarbeit. Assads Geheimdienste nutzen dschihadistische Netzwerke seit vielen Jahren zur Festigung der eigenen Macht und sind deshalb nicht vertrauensw&uuml;rdig.<br>\nDrittens kein Wiederaufbau mit Damaskus. Assads Wiederaufbau dient weder der wirtschaftlichen Wiederherstellung Syriens noch der sozialen Wiedergutmachung, sondern ist f&uuml;r das Regime eine Gelegenheit, sich zu bereichern, Anh&auml;nger zu belohnen, Gegner zu bestrafen und demografische Ver&auml;nderungen zu festigen. (&hellip;)<br>\nViele Aktivisten sind ins Ausland geflohen, wo man sie unterst&uuml;tzen, ausbilden und auf eine zuk&uuml;nftige Rolle in einem demokratischen Syrien vorbereiten kann.<br>\nWas Syrien jetzt braucht, ist eine klare Haltung. Da das Land mit diesem Regime keinen Frieden finden wird, sollten wir es mindestens &auml;chten. Dabei geht es nicht um die Person Assads, sondern um das System dahinter. Erst wenn der Sicherheitsapparat entmachtet und die Hauptverantwortlichen f&uuml;r die Verbrechen angeklagt sind, werden Syrer Hoffnung sch&ouml;pfen und zur&uuml;ckkehren. Bis dahin sollten wir ihre Integration in Deutschland vorantreiben, auch indem wir ihnen erm&ouml;glichen, ihre Familien zu sich zu holen. Denn vieles, was sie hier lernen, k&ouml;nnte in einem Syrien nach Assad von Nutzen sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2017-09\/baschar-al-assad-syrien-krieg-macht\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin S.I.:<\/strong> Interessant ist der Artikel bei ZON &ldquo;Baschar al-Assad: Ein Gefangener seiner Verb&uuml;ndeten&rdquo; der vermeintlichen Syrien-Expertin Kristin Helberg, da er zeitnah mit dem vorher von mir verlinkten Artikel von Foreign Affairs &ldquo;Don&rsquo;t fund Syrian Reconstruction&rdquo; erscheint, wo der Sieg zwar grummelnd hingenommen wird, aber man noch nach einer letzten M&ouml;glichkeit der &ldquo;Rache&rdquo; sucht. N&auml;mlich keinerlei Wiederaufbaugelder nach Syrien. Helberg geht noch einen Schritt weiter als &ldquo;Foreign Affairs&rdquo; und propagiert die ewige &Auml;chtung des Regimes und den totalen Boykott, sowie Aufbau einer Anti-Regime-Bewegung innerhalb Deutschlands mit syrischen Fl&uuml;chtlingen f&uuml;r einen bis auf weiteres aufgeschobenen Day After.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Der erw&auml;hnte &bdquo;Foreign Affairs&ldquo;-Artikel kann <a href=\"https:\/\/www.foreignaffairs.com\/articles\/syria\/2017-10-04\/dont-fund-syrias-reconstruction\">hier nachgelesen<\/a> werden. Eine Registrierung ist wohl notwendig &ndash; bitte entscheiden Sie selbst.<\/em><\/p>\n<p><em>&Uuml;ber diesen Text schreibt unsere Leserin S.I. weiter: &bdquo;Dieser lohnt sich sehr, da das Blatt &ldquo;Foreign Affairs&rdquo; ja dem Thnk Tank Council on Foreign Relations nahesteht und quasi die Niederlage des Westens auf allen Ebenen im Syrienkrieg eingesteht, inklusive in &ouml;konomischer Hinsicht. Das Fazit am Artikelende: Selbst mit Geld l&auml;sst sich der Sieg nicht mehr erkaufen, also sparen wir uns die Kohle.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Gef&auml;hrlicher Ort Klinik<\/strong><br>\nNeuer Bericht: Heute ein Drittel mehr Patienten in deutschen Krankenh&auml;usern, zugleich weniger Pflegepersonal als Anfang der 1990er<br>\nMan sollte m&ouml;glichst nicht schwer krank werden &ndash; und Obacht bei Glatteis! Denn ein Krankenhausaufenthalt k&ouml;nnte zus&auml;tzliche Probleme bringen. Wenige Tage vor der Bundestagswahl hatte der angehende Krankenpfleger Alexander Jorde Bundeskanzlerin Angela Merkel etwas von den Zust&auml;nden in deutschen Kliniken erz&auml;hlt &ndash; von Dauer&uuml;berlastung der Fachkr&auml;fte und &raquo;tausendfacher Verletzung der Menschenw&uuml;rde&laquo; aufgrund des Personalmangels. Merkel habe in den vergangenen zw&ouml;lf Jahren nicht viel dagegen getan, kritisierte der Auszubildende. Im Wahlkampf war das Thema zuvor nicht vorgekommen, ebensowenig die schlechte Bezahlung von Schwestern und Pflegern.<br>\nAm Donnerstag legte die Deutsche Stiftung Patientenschutz (DSP) Daten des Statistischen Bundesamtes vor, die das Ausma&szlig; der Misere deutlich machen. Die Zahl der Pflegekr&auml;fte in hiesigen Krankenh&auml;usern ist demnach seit Anfang der 90er Jahre leicht auf 325.000 zur&uuml;ckgegangen. Zugleich m&uuml;ssen heute pro Jahr im Schnitt aber fast eine halbe Million Menschen mehr in Kliniken betreut werden als damals. Das entspricht einem Anstieg &ndash; und damit einer Erh&ouml;hung der Belastung des Pflegepersonals &ndash; um 34 Prozent. Es komme hinzu, dass immer mehr Patienten hochbetagt und chronisch krank seien, mahnte Stiftungsvorstand Eugen Brysch gegen&uuml;ber der Nachrichtenagentur dpa. Jeder sechste im Krankenhaus Betreute sei &uuml;ber 80 Jahre alt.<br>\nDie von der DSP vorgelegte Aufschl&uuml;sselung nach Bundesl&auml;ndern zeigt zudem, dass die Situation in einzelnen Regionen noch weitaus schlimmer ist. So musste eine Vollzeitkraft in Berlin 2016 durchschnittlich 63 F&auml;lle betreuen, fast doppelt so viele wie 1991 (32). Im Bundesdurchschnitt kommen auf einen Pfleger aktuelle 60 Patienten, vor 25 Jahren waren es 44. Zum Vergleich: In den Niederlanden, in Schweden oder der Schweiz kommen auf eine Fachkraft in der Krankenhauspflege laut einer aktuellen Studie sieben bis acht Betreute.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/319452.gef%C3%A4hrlicher-ort-klinik.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Gewerkschaft legt sich mit der Kirche an<\/strong><br>\nVerdi ruft zum Warnstreik in einer katholischen Klinik auf &ndash; und begibt sich damit auf d&uuml;nnes Eis. Marienhaus warnt die Mitarbeiter.<br>\nMit anwaltlichem Beistand sollen am Mittwochmorgen um 6 Uhr die ersten Mitarbeiter der Marienhausklinik Ottweiler ihre Arbeit niederlegen, um f&uuml;r mehr Personal und bessere Arbeitsbedingungen zu demonstrieren. Der 24-st&uuml;ndige Warnstreik ist &auml;u&szlig;erst brisant, dessen ist man sich bei der Gewerkschaft Verdi bewusst. Sie hat daher eigens f&uuml;r Mittwoch einen Anwalt f&uuml;r kirchliches Arbeitsrecht engagiert, der vor Ort sein wird. &bdquo;Nach unserem Kenntnisstand ist das der erste Streik in Deutschland an einem Betrieb, wo das katholische Arbeitsrecht angewendet wird&ldquo;, sagt Verdi-Sekret&auml;r Michael Quetting. Die Besch&auml;ftigten schrieben Geschichte.<br>\nWie viele Besch&auml;ftigte die Arbeit tats&auml;chlich niederlegen werden, ist unklar, auch wenn Quetting von einer &bdquo;hohen Kampfbereitschaft&ldquo; spricht. Zwar hat Verdi, was f&uuml;r ein kirchliches Haus &uuml;berrascht, in Ottweiler zuletzt kr&auml;ftig mobilisiert und einen hohen Organisationsgrad von angeblich fast 80 Prozent der Pflegekr&auml;fte. Allerdings begibt sich die Gewerkschaft mit dem Aufruf zum Warnstreik in der Marienhausklinik rechtlich gesehen auf d&uuml;nnes Eis. Denn das kirchliche Arbeitsrecht schlie&szlig;t Streiks aus (siehe Info). &bdquo;Es ist ein Tabubruch&ldquo;, r&auml;umt Quetting ein. Das Risiko leugnet er nicht. Der Schritt sei aber &bdquo;sehr gut &uuml;berlegt&ldquo;.<br>\nDer Streik ist zwar eingebettet in eine bundesweite Strategie, doch nirgends sonst in Deutschland ist ein katholisches Krankenhaus vom Streik betroffen. Verdi ist aber klar, dass nur etwas erreicht werden kann, wenn auch die zahlreichen kirchlichen H&auml;user im Boot sind. Im Saarland ist etwa jedes zweite Krankenhaus in kirchlicher Tr&auml;gerschaft. (&hellip;)<br>\nVerdi will mit dem Streik Marienhaus an den Verhandlungstisch zwingen, um einen Tarifvertrag zur Entlastung der Besch&auml;ftigten abzuschlie&szlig;en. Darin sollen unter anderem Mindestpersonalst&auml;rken vereinbart werden. Vor Monaten hatten sich die Caritas-Tr&auml;gergesellschaft Saarbr&uuml;cken (Rastpfuhl und Dudweiler) sowie die Marienhaus-Stiftung (Ottweiler, Losheim, Wadern, Saarlouis, Dillingen, St. Wendel, Neunkirchen-Kohlhof) auf &bdquo;Gespr&auml;che&ldquo; mit Verdi eingelassen, die aber keine &bdquo;Verhandlungen&ldquo; &uuml;ber einen Tarifvertrag sein durften. Tarifvertr&auml;ge kennt das kirchliche Arbeitsrecht nunmal nicht. Man traf sich am 2. Mai, doch Verbindliches kam nicht heraus. &bdquo;Die Gespr&auml;che waren entt&auml;uschend&ldquo;, sagt Quetting.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.saarbruecker-zeitung.de\/saarland\/saarland\/gewerkschaft-legt-sich-mit-der-kirche-an_aid-5368921%20\">Saarbr&uuml;cker Zeitung<\/a>\n<p><strong>Dazu: Pflegestreik Saar zum Warnstreik im Marienhaus<\/strong><br>\nArbeitgeber Marienhaus versucht es mit Einsch&uuml;chterung. Hier ganz aktuell. Wir wollen Entlastung und erwarten Wertsch&auml;tzung. Wir nehmen das zum Anlass erneut um Solidarit&auml;t und Unterst&uuml;tzung zu bitten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/pflegestreiksaar\/photos\/a.336787749824902.1073741828.334133776756966\/617901488380192\/?type=3&amp;theater\">Pflegestreik Saar via Facebook<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die Versicherungsbranche will weiter mit viel staatlicher F&ouml;rderung ihre schlechten Riestervertr&auml;ge verkaufen<\/strong><br>\nInterview mit Matthias W. Birkwald, dem rentenpolitischen Sprecher von DIE LINKE<br>\nIn der zur&uuml;ckliegenden Legislaturperiode wurde viel &uuml;ber Rentenreformen und das Rentenniveau in Deutschland diskutiert, effektiv passiert ist jedoch wenig. Die Bef&uuml;rchtungen, Altersarmut k&ouml;nne bald um sich greifen, werden immer lauter. Wir haben als Magazin Herbsterwachen daher ein Interview mit dem rentenpolitischen Sprecher von DIE LINKE, Matthias W. Birkwald, gef&uuml;hrt &ndash; und der macht deutlich: Es muss endlich mehr passieren!<br>\nHerbsterwachen: Sehr geehrter Herr Birkwald, Sie haben vergangenen Freitag in einem Vortrag auf Probleme im bestehenden Rentensystem hingewiesen. Dort haben Sie betont: Seit Bl&uuml;ms &bdquo;sicherer Rente&ldquo; wurde runterreformiert. Wo besteht denn exemplarisch ein absolut akuter Handlungsbedarf?<br>\nBirkwald: Der gr&ouml;&szlig;te Handlungsbedarf besteht ganz klar beim Rentenniveau und damit bei der Frage, ob Renten noch den im Arbeitsleben erreichten Lebensstandard sichern. Das Rentenniveau darf nicht nur auf dem heutigen Stand stabilisiert werden, wie es die SPD und die Gr&uuml;nen fordern. Denn dann schreibt man die Rentenk&uuml;rzungen der vergangenen 15 Jahre einfach in die Zukunft fort. Das Rentenniveau muss dringend auf 53 Prozent angehoben werden.<br>\nNur ein Rentenniveau von mindestens 53 Prozent, wie es im Jahr 2000 galt, sichert den Lebensstandard im Alter. Eine Standardrentnerin oder ein Eckrentner h&auml;tte dann heute 123 Euro mehr Rente im Monat in der Tasche. Netto. Und 2030 w&auml;ren es dann 313 Euro mehr!<br>\nWichtig ist aber auch, dass L&uuml;cken in der Erwerbsbiographie, zum Beispiel durch Kindererziehung, Pflege, Niedrigl&ouml;hne oder Arbeitslosigkeit, nicht zu Altersarmut f&uuml;hren. Deshalb fordern wir drei Entgeltpunkte f&uuml;r alle Kinder, also auch f&uuml;r diejenigen, die vor 1992 geboren wurden, finanziert aus Steuermitteln und wir brauchen wieder eine &ldquo;Rente nach Mindestentgeltpunkten&rdquo; und f&uuml;r Langzeiterwerbslose m&uuml;ssen endlich wieder Beitr&auml;ge in die Rentenkasse eingezahlt werden.<br>\nWenn das aber alles nicht reicht, dann sagt DIE LINKE: Niemand soll als Alleinlebender im Alter unter der Armutsschwelle von 1.050 Euro netto leben m&uuml;ssen. Das wollen wir in Form einer einkommens- und verm&ouml;gensgepr&uuml;ften Solidarischen Mindestrente f&uuml;r alle Menschen ab 65 garantieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.seniorenbedarf.info\/interview-rentenpolitik-birkwald\">Herbsterwachen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&bdquo;Nicht beklagen, verklagen!&ldquo;<\/strong><br>\nDie Deutsche Umwelthilfe treibt im Dieselskandal Politik und Konzerne zur Wei&szlig;glut. Wie tickt der Verband mit gerade mal 273 Mitgliedern?<br>\nJ&uuml;rgen Resch war 21 Jahre alt und leistete seinen Zivildienst bei der Umweltschutzgruppe des BUND am Bodensee. Da sah er eines Tages, wie eine Singdrossel vom Baum fiel. &bdquo;Ich habe sie mit nach Hause genommen, wo sie unter schwersten Kr&auml;mpfen starb&ldquo;, erz&auml;hlt er mehr als 35 Jahre sp&auml;ter &ndash; noch immer am Bodensee, in seinem B&uuml;ro in Radolfzell sitzend. Nachdem Resch dazu einen Artikel in der Lokalpresse ver&ouml;ffentlichte, wurden Dutzende weitere Eulen, Bussarde und Milane bei ihm abgeliefert. Der junge Vogelwart sammelte die Tiere in der elterlichen Tiefk&uuml;hltruhe.<br>\nDie eingefrorenen V&ouml;gel lie&szlig; Resch beim Tierhygienischen Institut in Freiburg untersuchen. Nachdem das M&auml;usegift Endrin als Verursacher feststand, reiste er zur Biologischen Bundesanstalt nach Braunschweig. &bdquo;Ich habe jedem Mitglied das Sachverst&auml;ndigenrats einen toten M&auml;usebussard auf den Schreibtisch gelegt&ldquo;, berichtet er. Vier Monate sp&auml;ter war das Gift verboten. (&hellip;)<br>\nSelber Fakten ermitteln und dann so lange nerven, bis sie Konsequenzen haben: Dieses Rezept ist die Grundlage der Deutschen Umwelthilfe, kurz DUH, als deren Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Resch seit 31 Jahren fungiert. Lange Zeit war dieser Verein nur Umweltprofis ein Begriff. Derzeit d&uuml;rfte ihn fast jeder halbwegs politisch interessierte Deutsche kennen. Keine andere Organisation und kein anderes Gesicht wird so stark mit dem Dieselskandal verbunden wie die DUH und dem wei&szlig;haarigen 57-j&auml;hrigen Chef mit seinem markanten schwarzen Brillengestell.<br>\nDie Umwelthilfe treibt die Autokonzerne mit eigenen Abgasmessungen vor sich her, sie verklagt unt&auml;tige Kommunen, gegen schlechte Luft vorzugehen, und zwingt Kfz-Hersteller, irref&uuml;hrende Werbung zu korrigieren. Wie ist dieser Erfolg m&ouml;glich &ndash; obwohl die DUH nicht 430.000 Mitglieder hat wie der BUND, sondern ganze 273, und der Etat nicht &uuml;ber 50 Millionen Euro betr&auml;gt wie bei Greenpeace Deutschland, sondern gerade einmal 8,1 Millionen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Was-macht-die-Deutsche-Umwelthilfe\/%215451367\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Unsittliches Angebot f&uuml;r Trigema-Chef Grupp<\/strong><br>\nInsolvenz auf Kosten der Steuerzahler und Gl&auml;ubiger: Dieses Sanierungsmodell hat eine D&uuml;sseldorfer Anwaltskanzlei Wolfgang Grupp, dem Eigent&uuml;mer der Textilfirma Trigema, angepriesen. Die Antwort kam postwendend. (&hellip;)<br>\nDirk Eichelbaum, Filialleiter von Buchalik Br&ouml;mmekamp in Stuttgart, hatte mit Datum vom 11. Juli 2017 einen vierseitigen, eng beschriebenen Brief an Grupp adressiert, des Inhalts, dass er Grupp &ndash; ausgerechnet ihm, dem schuldenfreien, &uuml;bersoliden Familienunternehmer &ndash; die Insolvenz in Eigenverantwortung als M&ouml;glichkeit nahelegte, um sein Unternehmen auf Kosten der Steuerzahler zu sanieren.<br>\nDiese Form der Pleite, bei der die Gesch&auml;fte wie bisher und unter Umst&auml;nden sogar mit demselben Management fortsetzt werden k&ouml;nnen, l&auml;sst einem Unternehmen gr&ouml;&szlig;ere Spielr&auml;ume zur Verhandlung mit seinen Gl&auml;ubigern und anderen Beteiligten und biete dar&uuml;ber hinaus, wie Dirk Eichelbaum schrieb, &bdquo;eine Vielzahl von Sonderverg&uuml;nstigungen&ldquo;: So w&uuml;rden &bdquo;f&uuml;r die Dauer von bis zu drei Monaten die L&ouml;hne und Geh&auml;lter aus den Mitteln des Insolvenzgeldes finanziert&ldquo;, also aus Mitteln, die von anderen Firmen aufgebracht werden.<br>\nF&ouml;rderlich sei auch die &bdquo;Nichtabf&uuml;hrung von Umsatzsteuern, Lohnsteuer und sonstiger Steuern&ldquo; zwischen dem Insolvenzantrag und der Er&ouml;ffnung des Verfahrens. Schlie&szlig;lich m&uuml;sse ein insolventes Unternehmen ungesicherten Gl&auml;ubigern &bdquo;meist nur eine geringe Quote&ldquo; ihrer Forderungen zur&uuml;ckbezahlen. Der Rest gelte als erlassen, was &bdquo;oft zu einer massiven St&auml;rkung des Eigenkapitals&ldquo; der zahlungsunf&auml;higen Firma f&uuml;hre. Verbesserungen &bdquo;von mehr als 50 Prozent&ldquo; seien dabei &bdquo;eher die Regel als die Ausnahme&ldquo;. (&hellip;)<br>\nAm 21. Juli beschwerte sich der kampfeslustige Fabrikant beim baden-w&uuml;rttembergischen Innenminister und stellvertretenden Ministerpr&auml;sidenten Thomas Strobl (CDU): Es k&ouml;nne &bdquo;doch nicht sein, dass diese Rechtsanwaltskanzlei Werbung f&uuml;r eine Eigeninsolvenz macht mit dem Hinweis, dass man die L&ouml;hne nicht mehr zahlen m&uuml;sste und dass man in dieser Eigeninsolvenz sich problemlos 50 Prozent Eigenkapital anschaffen kann&ldquo;.<br>\nVier Tage sp&auml;ter verwahrte er sich gegen&uuml;ber der D&uuml;sseldorfer Kanzleizentrale (&bdquo;Sehr geehrter Herr Buchalik, sehr geehrter Herr Dr. Br&ouml;mmekamp&thinsp;&hellip;&ldquo;) gegen den &bdquo;Werbebrief&ldquo; des Stuttgarter Niederlassungsleiters: Er empfinde es &bdquo;als einen Affront bzw. eine Beleidigung, mich in dieser Form anzuschreiben&ldquo;, antwortete Grupp. &bdquo;Im &Uuml;brigen ist es schon sehr weit gekommen, dass Ihre Kanzlei mit der Insolvenz wirbt, dass man hier problemlos Steuergelder erhalten und sich indirekt &uuml;ber die Insolvenz bereichern kann.&ldquo;<br>\nEigenen Angaben zufolge hat Buchalik Br&ouml;mmekamp versucht, ungef&auml;hr 50 deutsche Textil- und Bekleidungshersteller auf diese Weise als Kunden zu gewinnen. In der Branche gelten die D&uuml;sseldorfer als Insolvenzverwalter von jenem Schlag, um den man besser einen Bogen schl&auml;gt. (&hellip;)<br>\nVize-Landesvater Strobl antwortete Grupp, er w&uuml;rde es in der Tat &bdquo;f&uuml;r problematisch halten, wenn Anwaltskanzleien offensiv mit Eigeninsolvenzen Werbung betreiben&ldquo;. Allerdings interpretiere er das Schreiben von Buchalik Br&ouml;mmekamp als Werbung &bdquo;mit der eigenen Kompetenz&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/bilanz\/article169009828\/Unsittliches-Angebot-fuer-Trigema-Chef-Grupp.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> CDU-Landesminister Strobl scheint keine grunds&auml;tzlichen Einw&auml;nde gegen diese Praxis zu haben. An eine &Auml;nderung der gesetzlichen Vorschriften denkt er &ndash; aber vermutlich viele weitere politische Entscheidungstr&auml;ger &ndash; offenbar nicht. Und die &bdquo;Welt&ldquo; wohl auch nicht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Der Einfluss der USA auf Europa &ndash; Die USA-EU-Russland-Krise<\/strong><br>\nVortr&auml;ge und Diskussion mit Wolfgang Bittner und Willy Wimmer<br>\nDie USA sind keine echte Demokratie. Das waren sie nie. In den USA herrscht eine winzige, kleine Elite. Ihr Werkzeugkoffer ist im Wesentlichen der Milit&auml;risch-Industrielle-Komplex, flankiert von Finanzdienstleistern, Medien und diversen Denk-Fabriken.<br>\nDas Ziel dieser Elite definiert sich aus deren Selbstbild. In &Uuml;bersee h&auml;lt man sich f&uuml;r von Gott pers&ouml;nlich auserw&auml;hlt und mehr. Die USA erkennen in jedem, der nicht nach ihrer neoliberalen Pfeife tanzt, den Feind, den es auszuschalten gilt. Egal mit welchen Methoden.<br>\nSo hat das Land der unbegrenzten M&ouml;glichkeiten die Welt au&szlig;erhalb der USA in Einflusszonen aufgeteilt. Europa geh&ouml;rt dazu.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=8IztA4BfKJs\">KenFM<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Friedensnobelpreis f&uuml;r ICAN<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>R&uuml;ckenwind aus Oslo f&uuml;r die &Auml;chtung von Atomwaffen<\/strong><br>\nFriedensnobelpreis f&uuml;r Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN)<br>\nDie &auml;rztliche Friedensorganisation IPPNW gratuliert der International Campaign to Abolish Nuclear Weapons (ICAN) zu der heutigen Nominierung f&uuml;r den Friedensnobelpreis. Wie das Nobelpreiskomitee in Oslo mitteilte, erh&auml;lt ICAN die Auszeichnung f&uuml;r &ldquo;ihre Arbeit, Aufmerksamkeit auf die katastrophalen humanit&auml;ren Konsequenzen von Atomwaffen zu lenken&rdquo;. ICAN habe sich bahnbrechend um ein vertragliches Verbot diesen Waffen bem&uuml;ht. Der Vorsitzende der IPPNW Deutschland, Dr. Alex Rosen, sa&szlig; 2006 im internationalen Vorstand der IPPNW, als dieser die Kampagne ins Leben rief. Heute hat ICAN 468 Partnerorganisationen in &uuml;ber 100 L&auml;ndern.<br>\n&bdquo;Die Verleihung des Friedensnobelpreises an unsere Kampagne ICAN erf&uuml;llt uns mit gro&szlig;em Stolz. Sie gibt unserer Arbeit f&uuml;r die Abschaffung der Atomwaffen R&uuml;ckenwind und wird in den kommenden Monaten und Jahren weltweit das Engagement f&uuml;r den Atomwaffenverbotsvertrag st&auml;rken&ldquo;, so Rosen.<br>\nICAN hat die internationale Aufmerksamkeit auf die katastrophalen humanit&auml;ren Folgen von Atomwaffen gelenkt. Auf drei Staatenkonferenzen konnten die Argumente von Atombomben-&Uuml;berlebenden (Hibakusha), MedizinerInnen und humanit&auml;ren Hilfsorganisationen eine gro&szlig;e Mehrheit der Staaten von der Notwendigkeit eines Atomwaffenverbotes &uuml;berzeugen. Atomwaffen sind die grausamsten aller Massenvernichtungswaffen. Eine einzige Atomwaffe kann bis zu eine Million Menschen t&ouml;ten, wenn sie &uuml;ber einer gro&szlig;en Stadt abgeworfen wird. Weltweit gibt es noch etwa 15.000 Atomwaffen.<br>\nIm Gegensatz zu chemischen und biologischen Waffen waren Atomwaffen bislang nicht v&ouml;lkerrechtlich ge&auml;chtet. Gleichzeitig sind die Atomwaffenstaaten ihren Abr&uuml;stungsverpflichtungen aus dem Atomwaffensperrvertrag nicht nachgekommen. Momentan r&uuml;sten sie ihre Atomarsenale sogar auf, was die Gefahr eines Einsatzes drastisch erh&ouml;ht, zumal die Zahl der Atomwaffenstaaten seit Ende des Kalten Krieges gewachsen ist. Hinzu kommt die erh&ouml;hte Gefahr aufgrund von Cyberangriffen auf Atomwaffensysteme.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ippnw.de\/startseite\/artikel\/de\/rueckenwind-aus-oslo-fuer-die-aechtu.html%20\">ippnw<\/a><\/li>\n<li><strong>Atomwaffenfreund Bundesregierung gratuliert Atomwaffengegnern von ICAN zum Friedensnobelpreis<\/strong><br>\nRealsatire: Die Bundesregierung hat heute den Atomwaffengegnern von ICAN Deutschland zum Friedensnobelpreis gratuliert. Man teile angeblich die Ziele der &ldquo;Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Nuklearwaffen&rdquo;. Das sorgte heute f&uuml;r eine gewisse Komik: Die Bundesregierung tut n&auml;mlich nichts zur Abschaffung von Atomwaffen und findet es sogar richtig, dass Deutschland von US-Atomwaffen profitiert und m&ouml;chte daran festhalten. Zudem hat man die diesj&auml;hrigen UN-Verbotsverhandlungen (an denen ICAN) mitwirkte boykottiert. Auch mit den anderen Zielen von ICAN hat man sich offensichtlich nicht befasst&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=HcYRbwXbCqg%20\">Tilo Jung via You Tube<\/a><\/li>\n<li><strong>Friedensnobelpreis ist schallende Ohrfeige f&uuml;r die Bundesregierung<\/strong><br>\n&bdquo;DIE LINKE gratuliert der Internationalen Kampagne f&uuml;r die Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) zum Friedensnobelpreis. Die Entscheidung des Nobelkomitees in Oslo ist eine schallende Ohrfeige f&uuml;r die Bundesregierung. Es war falsch, die Verhandlungen der Vereinten Nationen &uuml;ber ein Verbot von Atomwaffen zu boykottieren. Die Bundesregierung muss ihre Verweigerungshaltung beenden und den von ICAN und 122 L&auml;ndern unterst&uuml;tzten UN-Vertrag unterzeichnen&ldquo;, erkl&auml;rt Sevim Dagdelen, Sprecherin der Fraktion DIE LINKE f&uuml;r Internationale Beziehungen. Dagdelen weiter:<br>\n&bdquo;Es ist eine Irref&uuml;hrung der Bev&ouml;lkerung, wenn die Bundesregierung behauptet, sie unterst&uuml;tze das Ziel einer Welt ohne Atomwaffen, w&auml;hrend sie an der nuklearen Drohpolitik der USA und der NATO festh&auml;lt. Die BRD darf nicht l&auml;nger Ausgangsort oder milit&auml;risches Drehkreuz in den nuklearen Kriegspl&auml;nen Washingtons sein. DIE LINKE fordert den Abzug aller US-Atomwaffen aus Deutschland. Der Friedensnobelpreis f&uuml;r ICAN ist eine Ermutigung f&uuml;r die Friedensbewegung, in ihrem jahrelangen Kampf f&uuml;r die &Auml;chtung und ein Verbot von Atomwaffen weltweit fortzufahren. Die k&uuml;nftige Bundesregierung sollte die Auszeichnung f&uuml;r ICAN als Aufforderung verstehen, den UN-Vertrag &uuml;ber ein Verbot von Atomwaffen endlich zu unterzeichnen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/friedensnobelpreis-ist-schallende-ohrfeige-fuer-die-bundesregierung\/\">Die Linke. im Bundestag<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Bundeswehr will offenbar mehr Soldaten f&uuml;r Afghanistan<\/strong><br>\nIn der Bundeswehr gibt es &Uuml;berlegungen, die Zahl der deutschen Soldaten in Afghanistan wieder zu erh&ouml;hen. Das derzeit noch laufende Mandat des Bundestages erlaubt, maximal 980 Soldaten in Afghanistan zu stationieren. Sowohl der Spiegel als auch das milit&auml;rpolitische Blog Augen Geradeaus! berichten, die Bundeswehrf&uuml;hrung w&uuml;nsche sich eine Erh&ouml;hung um fast 50 Prozent auf 1.400 Soldaten, da die Sicherheitslage in dem Land sich stark verschlechtert habe.<br>\nIm Rahmen der Operation Resolute Support sind vor allem Berater und Ausbilder im Land, die afghanische Einheiten trainieren. Diese werden von sogenannten Force-Protection-Einheiten besch&uuml;tzt &ndash; die Bundeswehr &uuml;bernimmt diese Aufgabe im Norden des Landes, vor allem in der noch immer vergleichsweise sicheren Masar-i-Scharif. Im April ver&uuml;bten die Taliban einen Anschlag auf ein solches Ausbildungszentrum in der Region, bei dem 140 afghanische Rekruten get&ouml;tet wurden. Daher wurde der Schutz der Ausbilder erh&ouml;ht, wodurch nun nach Meinung der Bundeswehr deutlich mehr Personal notwendig ist.<br>\nLaut Informationen des Spiegel rechnet man bei der Bundeswehr damit, dass die USA demn&auml;chst von der Nato fordern werden, mehr afghanische Soldaten auszubilden als bisher. Auch das w&uuml;rde mehr Bundeswehrsoldaten f&uuml;r die Force Protection erfordern. Auch die USA selbst werden die Zahl ihrer Soldaten in Afghanistan erh&ouml;hen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2017-10\/afghanistan-bundeswehr-soldaten-mandat\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Nat&uuml;rlich, &ldquo;Sachzw&auml;nge&rdquo; in Form der verschlechterten Sicherheitslage und Taliban finden sich immer. Aber wenn satte 15 Jahre nicht gereicht haben, Afghanistan sicherer zu machen, wozu dann wieder mehr Soldaten? Wo ist die Strategie, Ziel und Zweck des Einsatzes? Sollen noch in 50 Jahren NATO-Soldaten das Land auf niedrigstem Niveau &ldquo;stabilisieren&rdquo;, oder wird es irgendwann einen Exit geben?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Etwas ironisch k&ouml;nnte vermutet werden, dass mit diesem Krieg wohl auch die Zufuhr von Opium gesichert werden soll, <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/295978.gro%C3%83%C6%92%C3%85%C2%B8e-opiumernte-in-afghanistan.html\">dessen Ernte von Jahr zu Jahr gr&ouml;&szlig;er wird<\/a>. Es w&auml;re nicht der erste Krieg mit derartigem Nebeneffekt &ndash; eindrucksvoll geschildert u.a. in dem Film &bdquo;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/American_Gangster\">American Gangster<\/a>&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Polizei hat keine Beweise f&uuml;r Hinterhalt im Schanzenviertel<\/strong><br>\nBeim G20-Gipfel in Hamburg verw&uuml;steten Randalierer ein ganzes Viertel &ndash; die Polizei sah stundenlang tatenlos zu. Neue Erkenntnisse sch&uuml;ren Zweifel an der bisherigen Rechtfertigung der Einsatzf&uuml;hrer.<br>\nIn einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linken-Abgeordneten Christiane Schneider hat die Hamburger Innenbeh&ouml;rde einger&auml;umt, dass sich ihre Darstellung der G20-Krawalle in wesentlichen Punkten nicht beweisen l&auml;sst. Au&szlig;erdem musste die Beh&ouml;rde fr&uuml;here Angaben zu Vorf&auml;llen w&auml;hrend des Gipfels Anfang Juli korrigieren. Das Dokument liegt dem SPIEGEL vor.<br>\nIm Kern geht es um die Ereignisse in der Nacht vom 7. auf den 8. Juli im Viertel Sternschanze. Damals griff die Polizei &uuml;ber Stunden nicht ein, als Randalierer Barrikaden anz&uuml;ndeten und Gesch&auml;fte pl&uuml;nderten. Erst Spezialeinsatzkommandos (SEK) bekamen die Lage in den Griff. (&hellip;)<br>\nEs habe Lebensgefahr f&uuml;r die Beamten bestanden, so rechtfertigte die Polizeif&uuml;hrung das Z&ouml;gern. Man habe Erkenntnisse gehabt, wonach sich Gewaltt&auml;ter auf D&auml;chern in der Stra&szlig;e Schulterblatt versammelt h&auml;tten, um die Polizei mit Steinen, Gehwegplatten, Eisenstangen und Molotowcocktails zu bewerfen.<br>\nAuf die Frage, wie viele dieser Gegenst&auml;nde als Beweismittel gesichert wurden, teilte die Beh&ouml;rde nun mit: &ldquo;nach derzeitigem Kenntnisstand keine&rdquo;. (&hellip;)<br>\nDie Linken-Abgeordnete Schneider sagte dem SPIEGEL, sie sehe nicht, dass die Polizei ihre bisherige Darstellung der Ereignisse im Schanzenviertel aufrechterhalten k&ouml;nne. &ldquo;Die viele Menschen bewegende Frage, warum die Polizei die Anwohner nicht gesch&uuml;tzt hat, muss endlich zweifelsfrei aufgekl&auml;rt werden.&rdquo; Die Nacht auf den 8. Juli &ldquo;spaltet die Stadt bis heute&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/justiz\/g20-polizei-findet-keine-beweise-fuer-hinterhalt-im-schanzenviertel-a-1171599.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das sch&uuml;rt den Verdacht, dass eine Eskalation bewusst herbeigef&uuml;hrt werden sollte und es stellt sich die Frage, ob Hamburgs Erster B&uuml;rgermeister Scholz mit von der Partie war, damit die gew&uuml;nschten Bilder linksradikaler Randale geliefert werden konnten. Oder tanzt ihm der Hamburger Polizeichef auf der Nase herum und verfolgt seine eigene politische Agenda? Wie die Antwort auch ausf&auml;llt, Scholz w&auml;re so oder so politisch nicht mehr tragbar.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Datenschutz<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Es hilft nicht mehr &Uuml;berwachung, sondern mehr Intelligenz<\/strong><br>\nTerrorismus ist eine Gefahr f&uuml;r unsere Gesellschaft. Doch sind mehr Videokameras und weniger Freiheitsrechte die richtige Antwort? Der ehemalige Bundesdatenschutzbeauftragte und Autor des Buches &ldquo;Tr&uuml;gerische Sicherheit&rdquo; Peter Schaar meint: &ldquo;Klassische Ermittlungsarbeit ist alternativlos.&rdquo;<br>\nDer Anschlag vom Berliner Breitscheidplatz ist f&uuml;r Peter Schaar ein klassisches Beispiel daf&uuml;r, dass Video&uuml;berwachung keine terroristische Tat verhindere. &Uuml;ber den Attent&auml;ter Anis Amri h&auml;tten die Sicherheitsbeh&ouml;rden sehr viel gewusst &ndash; und dennoch die Gef&auml;hrdung falsch eingesch&auml;tzt: &ldquo;Dagegen hilft mehr &Uuml;berwachung nun &uuml;berhaupt nicht, sondern mehr Intelligenz.&rdquo;<br>\nScharf kritisiert der Datensch&uuml;tzer die sogenannte &ldquo;intelligente Video&uuml;berwachung&rdquo;. Diese sei &ldquo;&uuml;berhaupt nicht intelligent&rdquo;. Sie stelle zwar bestimmte Gef&uuml;hlszust&auml;nde dar, doch wer angestrengt aussehe, sei noch lange kein Terrorist. (&hellip;)<br>\n&ldquo;Das hei&szlig;t, diese falschen positiven Treffer werden sich noch mehr mehren und es werden immer mehr Unverd&auml;chtige in Verdacht geraten, in der Hoffnung, dass man nun die tats&auml;chlich gef&auml;hrlichen Personen dabei auch mitf&auml;ngt. Das ist aber, glaube ich, eine Illusion. Und insofern w&uuml;rde ich sagen: Die klassische intelligente Ermittlungsarbeit &ndash; wozu nat&uuml;rlich auch Daten geh&ouml;ren, die man auswertet &ndash; ist alternativlos und sie ist viel effektiver als das Fischen mit Schleppnetzen, mit Rasterfahndung in allen Varianten. Das hat auch in der Vergangenheit nicht allzu viel gebracht.&rdquo;<br>\nIn vielen L&auml;ndern &ndash; auch in Deutschland &ndash; beobachtet Schaar einen &ldquo;schleichenden Ausnahmezustand&rdquo;. Es sei &ldquo;fahrl&auml;ssig mit unserem Rechtsstaat umgegangen&rdquo; worden. St&uuml;ckchenweise w&uuml;rden Grundrechte, Menschenrechte, B&uuml;rgerrechte geopfert: &ldquo;Ich finde es ganz wichtig, auch im Sinne der effektiven Terrorismusbek&auml;mpfung, dass unabh&auml;ngige Experten nachschauen, was haben die einzelnen Ma&szlig;nahmen, die in den letzten 15 Jahren beschlossen worden sind, tats&auml;chlich bewirkt?&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/peter-schaar-ueber-terrorabwehr-es-hilft-nicht-mehr.1270.de.html?dram:article_id=397667%20\">Deutschlandfunk Kultur<\/a><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Pre-Crime&ldquo;: &Uuml;ber Menschen, die ungewollt Teil von Datenexperimenten sind<\/strong><br>\nWas bedeutet &bdquo;Predictive Policing&ldquo;, welche Technologien stecken dahinter, wie werden sie im Polizei-Alltag eingesetzt? Und welches m&auml;chtige Versprechen geben die Software-Anbieter? Diesen Fragen widmet sich der Dokumentarfilm &bdquo;Pre-Crime&ldquo;, der am 12. Oktober in Deutschland startet und den wir uns f&uuml;r Euch schon mal angesehen haben.<br>\nEs gibt sie, die Datenopfer. Es sind Menschen, die in die M&uuml;hlen der polizeilichen Datenindustrie geraten und aus eigener Kraft nicht mehr entrinnen k&ouml;nnen. Man teilt ihnen schriftlich mit, dass sie von nun an eine Bedrohung f&uuml;r die Gesellschaft seien. Das h&auml;tte eine Software errechnet. Diesen lebenden Beispielen, die auf Beobachtungslisten gelandet sind, obwohl sie nichts verbrochen haben, widmet sich der Dokumentarfilm &bdquo;Pre-Crime&ldquo;. Er l&auml;uft offiziell ab 12. Oktober in den deutschen Kinos an. Vorf&uuml;hrungen beginnen ab Montag in Berlin, dann in Dresden, Leipzig und Wiesbaden.<br>\nDer Film versucht zu erkl&auml;ren und zu visualisieren, wie &bdquo;Predictive Policing&ldquo; mit Hilfe von Software umgesetzt wird, welche Technik dahintersteckt und wie sie im polizeilichen Alltag eingesetzt wird: gro&szlig;teils in Chicago, aber auch mit Beispielen in Philadelphia, in London, in Tottenham oder in M&uuml;nchen. Doch es bleiben mehr Fragen als Antworten.<br>\nEs geht bei den in &bdquo;Pre-Crime&ldquo; gezeigten teuren Pilotprojekten zur Vorhersage von Straftaten vornehmlich um Gewaltverbrechen und Wohnungseinbr&uuml;che: Taten, vor denen sich Menschen besonders f&uuml;rchten. Nicht alle der Software-Projekte, die k&uuml;nftige Kriminelle errechnen oder gef&auml;hrdete Zonen identifizieren sollen, arbeiten aber mit personenbezogenen Daten. Das gilt etwa f&uuml;r &bdquo;PredPol&ldquo;, von dem im Film die Rede ist und das in den Vereinigten Staaten in mehr als f&uuml;nfzig St&auml;dten bereits seit mehreren Jahren zum Einsatz kommt. Die Berliner Polizei verwendet ein &auml;hnliches System ohne Personendaten mit dem Namen &bdquo;KrimPro&ldquo;, dessen Datenmodell &bdquo;Predictive Policing Wohnungs-Villeneinbruch&ldquo; (pdf) im Rahmen einer Informationsfreiheitsanfrage einsehbar wurde.<br>\nAllerdings arbeiten Produkte wie beispielsweise die im Film gezeigte Software &bdquo;Beware&ldquo;, die schon l&auml;ngere Zeit in Kalifornien benutzt wird, eben doch mit pers&ouml;nlichen Daten. Das bedeutet f&uuml;r die betroffenen Menschen, ungewollt Teil von Datenexperimenten geworden zu sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2017\/pre-crime-ueber-menschen-die-ungewollt-teil-von-datenexperimenten-sind\/%20\">Netzpolitik.org<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Als ob der &ldquo;Minority Report&rdquo; durch die Realit&auml;t eingeholt worden ist &hellip;<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Predictive Policing: Die deutsche Polizei zwischen Cyber-CSI und Minority Report<\/strong><br>\nPolizeibeh&ouml;rden versuchen per Predictive Policing zu prognostizieren, wo demn&auml;chst eingebrochen wird. Nur Phantasievorstellungen &agrave; la Precrime aus &ldquo;Minority Report? Keineswegs: &Uuml;berblick und Hintergrund zur &ldquo;vorausschauenden Polizeiarbeit&rdquo;. (&hellip;)<br>\nEnde Januar 2017 hat der angek&uuml;ndigte Workshop im BKA stattgefunden. Nun wird ein Papier erstellt, das auf dem Grund einer Bund-L&auml;nder-Ebene abgestimmt werden muss. &ldquo;Predictive Policing hat grunds&auml;tzlich das Potential, sich zu einem n&uuml;tzlichen Instrument zu entwickeln&rdquo;, sagen die Berliner Beamten. Die Frage stellt sich: Wo? Und f&uuml;r welche Deliktsbereiche?<br>\nIn Hessen besteht, erkl&auml;rt der LKA-Pressesprecher, &ldquo;die grunds&auml;tzliche M&ouml;glichkeit, den aktuellen Einsatzbereich (Bek&auml;mpfung des Wohnungseinbruchdiebstahls) auf weitere Delikte auszuweiten.&rdquo;<br>\nDie Bayern gehen schon weiter: &ldquo;Wir sind &uuml;berzeugt, dass Predictive Analytics zuk&uuml;nftig auch bei der Polizei in Deutschland eingesetzt wird&rdquo;, glaubt G&uuml;nter Okon: &ldquo;Es ist eine wirksame Methode, unter Einbindung von Softwareprodukten die t&auml;gliche Arbeit der Polizei bei der Lagebewertung in die nahe Zukunft und den damit verbundenen notwendigen Schwerpunktsetzungen und Kr&auml;ftedispositionen zu unterst&uuml;tzen.&rdquo; Eine Ausweitung scheint schon angefangen zu haben: &ldquo;Derzeit wird die Software vorrangig im Zusammenhang mit dem Wohnungseinbruchsdiebstahl genutzt.&rdquo; Vorrangig.<br>\nIn Nordrhein-Westfalen ging es zun&auml;chst nur um Wohnungseinbruchdiebstahl, im Jahr 2017 soll das Projekt auf weitere Kriminalit&auml;t im &ouml;ffentlichen Raum ausgeweitet werden, n&auml;mlich KFZ-Kriminalit&auml;t, also Diebstahl von bzw. aus KFZ, Raubdelikte und Gewerbeeinbr&uuml;che.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Predictive-Policing-Die-deutsche-Polizei-zwischen-Cyber-CSI-und-Minority-Report-3685873.html%20\">heise online<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>L&auml;chelnder Hegemon?<\/strong><br>\nWas k&ouml;nnen die Chinesen in der Korea-Krise bewirken, und was wollen sie? Will China die USA als f&uuml;hrende Macht in der Region verdr&auml;ngen, wirtschaftlich, aber auch sicherheitspolitisch? Wir fragen den China-Experten Bernt Berger.<br>\nDeutschlandfunk Kultur: Erleben wir gerade die gef&auml;hrlichste weltpolitische Lage seit der Kuba-Krise? Viele halten den aktuellen Konflikt um Nordkorea f&uuml;r genau das. Noch ist es ein Krieg der Worte. Doch wenn man sich die wichtigsten handelnden Personen anschaut, hier der um den Fortbestand seines Regimes k&auml;mpfende Diktator Nordkoreas, dort der &ndash; gelinde gesagt &ndash; impulsive US-Pr&auml;sident, dann kann einem Angst und Bange werden.<br>\nViele Hoffnungen richten sich daher auf China, den engsten Verb&uuml;ndeten Nordkoreas. Doch was kann Peking in diesem Konflikt ausrichten? Und was will es? Dar&uuml;ber und &uuml;ber die generelle au&szlig;enpolitische Strategie Chinas spreche ich mit einem Kenner des Landes, mit Bernt Berger. Er leitet das Asienprogramm der Deutschen Gesellschaft f&uuml;r Ausw&auml;rtige Politik in Berlin. Hallo, Herr Berger. (&hellip;)<br>\nBernt Berger: Ich denke, China sieht das Problem als das, was es tats&auml;chlich ist. In der Vergangenheit hat China versucht zu vermitteln. Es hat die Plattform f&uuml;r die Sechs-Parteiengespr&auml;che bereitgestellt. Und China versucht auch mit anderen Akteuren zu reden, was man in diesem Fall machen k&ouml;nnte. China sieht das Problem nicht als sein eigenes. Es ist letztendlich ein Konflikt zwischen Nordkorea und den USA. Und als solchen m&ouml;chte es diesen auch behandeln. Von daher denke ich, da ist eine sehr konsistente Politik seitens Chinas.<br>\nDie Frage ist eben, wie China in der Zukunft versuchen wird, diesen Konflikt zu l&ouml;sen, oder helfen wird, diesen Konflikt zu l&ouml;sen. Ich denke, da wird es auch nach Partnern suchen &ndash; insbesondere in Europa.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/chinas-rolle-in-der-welt-laechelnder-hegemon.990.de.html?dram:article_id=397684\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40470\">Werner R&uuml;gemer: Varianten des Kapitalismus &ndash; Ein Vergleich des westlichen mit dem chinesischen Kapitalismus<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Pragmatiker der Macht<\/strong><br>\nZum 65. Geburtstag des russischen Pr&auml;sidenten Wladimir Putin<br>\nEinen der originellsten Kommentare zum Ergebnis der Bundestagswahl lieferte Ende September das Moskauer B&uuml;ro der US-amerikanischen Carnegie-Stiftung. Nach allerhand Erw&auml;gungen auf dem Niveau der deutschen &raquo;Qualit&auml;tsmedien&laquo; schrieb der Autor, das Ergebnis werde zwar f&uuml;r die russisch-deutschen Beziehungen nicht viel Neues bringen, aber Wladimir Putin k&ouml;nne sich trotzdem freuen. Denn nachdem Angela Merkel sich f&uuml;r eine vierte Amtszeit habe w&auml;hlen lassen, k&ouml;nne er stets auf dieses Beispiel verweisen, wenn er ebenfalls ein viertes Mal antrete.<br>\nDas ist nat&uuml;rlich einerseits l&auml;cherlich, weil Putin seine &ndash; offiziell noch nicht verk&uuml;ndete, aber von allen erwartete &ndash; Entscheidung zu kandidieren nicht nach diesem Kriterium treffen wird. Andererseits enth&auml;lt der Spruch wie jeder gute Witz einen wahren Kern. Und der besteht darin, dass Putin mit seiner Au&szlig;enpolitik das Bestreben verfolgt, vom Westen als gleichwertiger Partner anerkannt zu werden. Der allerdings signalisiert ihm fortw&auml;hrend, dass solche Anerkennung &raquo;verdient&laquo; werden muss &ndash; durch Unterwerfung unter die Standards, die einseitig zu setzen sich der Westen in Zeiten der russischen Schw&auml;che in den neunziger Jahren angew&ouml;hnt hat. Das aber bedeutete f&uuml;r Russland die Anerkenntnis eigener Zweitrangigkeit. In diesem Widerspruch bewegt sich die Politik des russischen Pr&auml;sidenten international: dem Westen durchaus entgegenzutreten, in Einzelf&auml;llen, wie in Syrien, sogar Fakten zu schaffen, an denen sich die andere Seite abzuarbeiten hat &ndash; aber stets mit der Betonung, man wolle ja nur zu geordneten internationalen Beziehungen zur&uuml;ckkehren. Solchen, an deren Ausgestaltung Russland kraft seiner Machtposition mitzuwirken berufen sei. (&hellip;)<br>\nAchillesferse des Systems Putin ist die Frage, ob es die soziale Stabilisierung, der der Pr&auml;sident seinen politischen Aufstieg und seine &uuml;ber lange Jahre anhaltende Popularit&auml;t verdankt, auch unter den Bedingungen wirtschaftlicher Stagnation aufrechterhalten kann. Die Generation, die die chaotischen 1990er Jahre noch am eigenen Leibe erlebt hat, wird immer &auml;lter; die j&uuml;ngere Generation hat niemand anderen an der Staatsspitze erlebt als Putin. Nawalnyi versucht, aus dem daraus erwachsenen &Uuml;berdruss Kapital zu schlagen. Gleichzeitig hat die Wirtschaftskrise, die Russland nach den Sanktionen und der Rubel- Abwertung traf, die Masseneinkommen gemindert. Die H&auml;lfte der Russen gibt heute an, jeweils 50 Prozent ihres Einkommens nur f&uuml;r die Ern&auml;hrung auszugeben. Bisher hat Russland mit Hilfe seiner Reservefonds wenigstens die Sozialleistungen stabil gehalten. Aber die Liberalen, die nach wie vor in den wirtschaftsbezogenen Ressorts der Regierung sitzen, predigen seit Jahren die Notwendigkeit drastischer Rentenk&uuml;rzungen und anderer neoliberaler &raquo;Reformen&laquo;. Bisher hat Putin diese Forderungen &ndash; ob aus &Uuml;berzeugung oder aus Taktik &ndash; immer wieder ignoriert. Nach der Wahl werden diese Themen zur&uuml;ckkehren und eine politische Antwort des Pr&auml;sidenten verlangen. Wer auch immer das dann ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/319573.pragmatiker-der-macht.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-40484","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40484","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=40484"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40484\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":40487,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40484\/revisions\/40487"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=40484"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=40484"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=40484"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}