{"id":4049,"date":"2009-07-08T09:19:53","date_gmt":"2009-07-08T07:19:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4049"},"modified":"2009-07-08T09:19:54","modified_gmt":"2009-07-08T07:19:54","slug":"hinweise-des-tages-927","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4049","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(WL\/AM)<br>\nHeute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p><ol>\n<li><a href=\"?p=4049#h01\">Industrie hat Schlimmstes hinter sich?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4049#h02\">Neues zu Finanzstaatssekret&auml;r Asmussen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4049#h03\">Ein Trick namens &ldquo;Lex Commerzbank&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4049#h04\">Bundesbank stellt sich gegen Steinbr&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4049#h05\">Sal. Oppenheim sucht Geld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4049#h06\">HRE: Top-Banker bef&uuml;rchteten Branchenkollaps<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4049#h07\">Nur wenige Banken haben Renditen &uuml;ber 20 Prozent <\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4049#h08\">US-Aufsicht attackiert Energiespekulanten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4049#h09\">Regierung steht zur Rente mit 67<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4049#h10\">Job-Speed-Dating:&nbsp;Stellmichein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4049#h11\">Campact.de: Atomkraft kr&uuml;mmelt!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4049#h12\">G 8-Treffen: Der ewige Crash<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4049#h13\">Gegen die Finanzkrise: Papst Benedikt fordert eine Weltregierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4049#h14\">Ein liberales Fest der Harmonie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4049#h15\">FDP will gegen Millionenstrafe klagen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4049#h16\">Gerhard Zwerenz: Soll Oskar ypsilantiert werden?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4049#h17\">Bolgna-Treffen im Bundesbildungsministerium<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4049#h18\">Die Sachen f&ouml;rdern, die sonst unter den Tisch fallen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4049#h19\">P&auml;dagogen der NS-Zeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4049#h20\">Grafiken zur sozialen Situation in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4049#h21\">Obama verweigert Israel Erlaubnis f&uuml;r Angriff auf Iran<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4049#h22\">Zum Obama-Besuch in Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4049#h23\">Naomi Klein-Interview bei Kulturzeit<\/a><\/li>\n<\/ol><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4049&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Industrie hat Schlimmstes hinter sich<\/strong><br>\nDie Industrie f&auml;hrt im Mai das gr&ouml;&szlig;te Auftragsplus seit fast zwei Jahren ein. Damit mehren sich Anzeichen einer Stabilisierung. Vor allem aus dem Ausland steigt die Nachfrage.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1825858&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Content\/Statistiken\/IndustrieVerarbGewerbe\/Konjunkturdaten\/Auftragseingang,property=file.pdf\">Statistisches Bundesamt [PDF &ndash; 54 KB]<\/a>\n<p><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die Titelung weckt Hoffnungen, die durch die Fakten nicht gedeckt sind, auch wenn ein optimistischer Analyst meint, von einem &ldquo;unglaublichen Comeback&rdquo; sprechen zu m&uuml;ssen. Tatsache ist, nach einem grottenschlechten April haben sich die Auftragseing&auml;nge in der Industrie zum Mai um 4,4 % Prozent erh&ouml;ht. Es kommt immer auf die Ausgangsbasis an. Das dicke Ende steht&nbsp; im letzten Satz: &ldquo;Trotz des Mai-Anstiegs liegen die Auftr&auml;ge noch um fast 30 Prozent unter dem Vorjahreswert.&rdquo; Ja, wenn jetzt die Industrieauftr&auml;ge noch 10 Mal um 4,4 Prozent zulegen w&uuml;rde, ja wenn &hellip;&nbsp; Ein&nbsp; zweiter Analyst spricht zwar von der Wende, r&auml;umt aber ein, dass, bis die Industrieproduktion ihr Vorkrisen-Niveau erreicht, es noch Jahre dauern k&ouml;nne. Die B&ouml;rse vermutet wohl letzteres, denn der DAX fiel. <\/p>\n<p><strong>Debatte um Konjunkturpakete &ndash; US-B&ouml;rsen rauschen ins Minus<\/strong><br>\nSchlechte Stimmung an den amerikanischen Aktienm&auml;rkten: Der Dow Jones ist auf den tiefsten Stand seit Ende April gefallen. Anleger verunsichert offenbar die Diskussion um ein weiteres US-Konjunkturpaket.<br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,druck-634910,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> So wird Stimmung gegen Konjunkturprogramme gemacht. Indem einfach ein Konnex zu sinkenden Aktienkursen hergestellt wird. &Auml;hnlich auch in den Tagesthemen. Die Meinungsmacher sind &uuml;berall zugange.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Neues zu Finanzstaatssekret&auml;r Asmussen <\/strong><br>\nDer vermeintliche Retter in der Not: Finanz-Staatssekret&auml;r J&ouml;rg Asmussen. Immer wenn es um Milliardenhilfen vom Steuerzahler geht, ist er dabei. J&ouml;rg Asmussen, er muss es wissen, denn er war der Wegbereiter f&uuml;r die abenteuerlichen Gesch&auml;fte allen Warnungen zum Trotz.<br>\nUnter Finanzminister Hans Eichel wird J&ouml;rg Asmussen Leiter der Abteilung Finanzpolitik. Die Schr&ouml;derregierung hat mit dem Finanzplatz Deutschland Gro&szlig;es vor: In einem Antrag vom 07.05.2003 formuliert sie ihr ehrgeiziges Ziel: Man wolle &ldquo;&hellip;den Handel mit Forderungen und Risiken aus Kreditgesch&auml;ften entwickeln.&rdquo; Im Winter 2004 landet ein dazu in Auftrag gegebenes Gutachten auf dem Schreibtisch von J&ouml;rg Asmussen, mit dem folgenschweren Titel: &ldquo;Optimale staatliche&nbsp;Rahmenbedingungen f&uuml;r einen Kreditrisikomarkt &ndash; Verbriefungsmarkt&rdquo;. Eine Gebrauchsanweisung f&uuml;r die Gr&uuml;ndung von so genannten Zweckgesellschaften in Steueroasen. Sie sollen den Banken ihre Kreditrisiken in dreistelliger Milliardenh&ouml;he abnehmen. Asmussen holt sich Mitarbeiter aus der Finanzlobby ins Ministerium. Die Banken wollen den Abbau von rechtlichen Schranken, um mehr Gesch&auml;ft machen zu k&ouml;nnen. Der Grund: Kreditgesch&auml;ft muss in der Bankbilanz mit Eigenkapital unterlegt sein. F&uuml;r Neugesch&auml;ft muss das Eigenkapital wachsen. Sonst darf die Bank keine weiteren Kredite vergeben. Der neue Trick: Kredite als Paket schn&uuml;ren, in der Fachsprache wird das Verbriefung genannt, und an Zweckgesellschaften auslagern. Jetzt hei&szlig;en die Kredite Asset Backed Securities, kurz ABS und werden als Wertpapiere an andere Banken verkauft. Damit hat die Bank Platz f&uuml;r Neugesch&auml;fte. Das Eigenkapital musste dazu nicht wachsen&hellip;.<br>\nJ&ouml;rg Asmussen: &ldquo;Ich will damit nicht sagen, dass wir nicht alle und das trifft nat&uuml;rlich auch f&uuml;r mich zu, Leergeld gezahlt haben.&rdquo;<br>\nDas Leergeld zahlt der Steuerzahler. Sieht so politische Verantwortung aus?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.br-online.de\/das-erste\/report-muenchen\/report-krisenmanager-asmussen-ID1246612708714.xml\">Report M&uuml;nchen<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Ein Trick namens &ldquo;Lex Commerzbank&rdquo;<\/strong><br>\nDie deutschen Gro&szlig;banken stehen nach Informationen der Financial Times Deutschland vor einer Entlastung ihres Eigenkapitals. Vor allem die teilstaatliche Commerzbank, aber auch Deutsche Bank und Postbank w&uuml;rden von einer geplanten Neuregelung der Eigenkapitalberechnung profitieren. Daher sprechen einige Beobachter von einer &ldquo;Lex Commerzbank&rdquo;.<br>\nMit der neuen Regelung h&auml;tten die Banken wieder mehr Spielraum f&uuml;r die Vergabe von Krediten, die mit Eigenkapital unterlegt werden m&uuml;ssen. Konkret gehe es um die Neubewertungsr&uuml;cklage &ndash; ein Bilanzposten, der durch die Finanzkrise bei vielen Banken tiefrote Zahlen ausweist und deren Eigenkapital aufzehrt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/finanzen\/152\/479641\/text\/\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Nun soll also der Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben werden. Die zu geringe Unterlegung mit Eigenkapital bei Kreditderivaten und Zweckgesellschaften hat die Spekulationsblase aufgebl&auml;ht und jetzt soll durch eine Entlastung beim Eigenkapital das Kreditgesch&auml;ft angekurbelt werden.<br>\nDie &Uuml;berlegung basiert auf der Fiktion, dass nicht die Wirtschaftskrise den Kreditbedarf der Unternehmen stagnieren l&auml;sst, sondern die mangelnde Bereitschaft der Banken Kredite auszureichen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Bundesbank stellt sich gegen Steinbr&uuml;ck<\/strong><br>\nDie Bundesregierung will die direkte Vergabe von Krediten durch die Bundesbank pr&uuml;fen. Das sagte Finanzminister Peer Steinbr&uuml;ck (SPD) am Dienstag in Br&uuml;ssel. Zugleich widersprach er der Darstellung, den deutschen Banken im Zusammenhang mit der Kreditklemme mit Zwangskrediten f&uuml;r Unternehmen gedroht zu haben. Er habe lediglich davon gesprochen, dass &ldquo;gegebenenfalls Ma&szlig;nahmen anstehen, die es so in Deutschland noch nicht gegeben hat&rdquo;, sagte Steinbr&uuml;ck. Darunter fielen auch die von Bundesbank-Pr&auml;sident Axel Weber ins Gespr&auml;ch gebrachten Direktkredite.<br>\nWeber wies den Vorsto&szlig; Steinbr&uuml;cks zur&uuml;ck: &ldquo;Die unmittelbare Vergabe von Krediten an Unternehmen au&szlig;erhalb des Finanzsektors geh&ouml;rt nicht zu den Instrumenten des Eurosystems und der Bundesbank. Eine solche Ma&szlig;nahme ist in der Bundesbank nicht diskutiert worden&rdquo;, teilte Weber in einer Stellungnahme mit. &ldquo;Das geldpolitische Instrumentarium der Notenbanken im Eurosystem orientiert sich an der Geldwertstabilit&auml;t und hat keine unmittelbare wirtschaftspolitische Intervention zum Ziel.&rdquo; Der Notenbankchef widerspricht zudem der These von einer Kreditklemme. Er sehe nach wie vor keine Notwendigkeit, das Bankensystem zu umgehen. &ldquo;Das Bankensystem erf&uuml;llt seine Aufgaben nach wie vor. Nur im Fall einer Dysfunktionalit&auml;t des Bankensystems m&uuml;ssten die Notenbanken neu &uuml;ber ein m&ouml;gliches Vorgehen nachdenken, zum Beispiel &uuml;ber den Ankauf von Unternehmensanleihen. Die Bundesbank sieht daf&uuml;r derzeit keinen Bedarf.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:Diskussion-um-Kreditklemme-Bundesbank-stellt-sich-gegen-Steinbr%FCck\/537046.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Offensichtlich ist Bundesbank-Pr&auml;sident Axel Weber von der EZB zur&uuml;ckgepfiffen worden, drohte er doch den Banken am 23. Juni&nbsp; mit einer h&auml;rteren Gangart, sollten sie die Zinssenkungen nicht weitergeben: &ldquo;Sollten die Ma&szlig;nahmen der Notenbanken am Deleveraging der Banken scheitern, dann werden die Notenbanken die Banken umgehen m&uuml;ssen und die Wirtschaft direkt st&uuml;tzen, was ich derzeit noch nicht f&uuml;r n&ouml;tig halte.&rdquo;<br>\nDesweiteren wurde die Forderung&nbsp; Peer Steinbr&uuml;cks Basel-II-Vorschriften zu lockern von den EU-Finanzministern abgelehnt. Bezeichnenderweise sind sie sich darin einig, die Bilanzierungsstandards der Banken in Angriff nehmen. Sowohl Steinbr&uuml;ck als auch seine franz&ouml;sische Amtskollegin Christine Lagarde pl&auml;dieren daf&uuml;r, den Wettbewerbsvorteil US-Banken durch mehr Flexibilit&auml;t bei der Bilanzierung von problematischen Papieren&nbsp; zu beseitigen &ndash; Wenn es nach diesem Muster weitergeht, wird sich die Regulierung der Finanzm&auml;rkte auf niedrigstem Niveau abspielen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Sal. Oppenheim sucht Geld<\/strong><br>\nDie Finanzkrise belastet die gr&ouml;&szlig;te europ&auml;ische Privatbank Sal. Oppenheim. Die Gesellschafter denken daher an weitere Schritte zur St&auml;rkung des Eigenkapitals. Nach Informationen des Handelsblatts haben sich die Aktion&auml;re am Wochenende getroffen, um die Lage zu besprechen. Gesellschafter Christopher von Oppenheim sagte der &ldquo;Welt am Sonntag&rdquo;: &ldquo;&Uuml;ber eine Kapitalerh&ouml;hung werden wir zu gegebener Zeit entscheiden.&rdquo;<br>\nDie Ratingagentur Fitch hatte ihre Bonit&auml;tsnote f&uuml;r die Bank j&uuml;ngst von &ldquo;A&rdquo; auf &ldquo;A-&rdquo; gesenkt und mit einer weiteren Herabstufung gedroht, wenn die Bank ihr Kapital nicht erh&ouml;ht. Derzeit betr&auml;gt die Kernkapitalquote von Oppenheim 10,7 Prozent und liegt damit weit &uuml;ber dem aufsichtsrechtlichen Minimum. Die Bef&uuml;rchtungen sind jedoch, dass die Bank weitere Belastungen etwa durch die Risikovorsorge f&uuml;r Kreditengagements verkraften muss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/banken-versicherungen\/sal-oppenheim-sucht-geld;2424651\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Nach allem was bisher geschehen ist, w&auml;re es nicht erstaunlich, wenn nun eine weitere staatliche Rettungsaktion erfolgte.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>HRE: Top-Banker bef&uuml;rchteten Branchenkollaps<\/strong><br>\nIm vergangenen September rangen deutsche Top-Banker drei Tage lang um das &Uuml;berleben der angeschlagenen Hypo Real Estate. Jetzt wurde das Protokoll der Krisensitzung bekannt, bei der Deutsche-Bank-Chef Ackermann gesagt habe, eine Insolvenz der HRE bedeute den Tod des deutschen Bankensystems. Der Chef der Commerzbank, Martin Blessing, sagte, wenn sich die Regierung einer Rettungsaktion verweigere, werde am Montag darauf kein deutsches Kreditinstitut mehr stehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/finanzdienstleister\/:Krisensitzung-zur-Rettung-der-HRE-Top-Banker-bef%FCrchteten-Branchenkollaps\/536909.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Im t&auml;glichen Leben nennt man das N&ouml;tigung durch Androhung von Selbstmord. Siehe <a href=\"?p=4047\">&ldquo;Ein Protokoll, das einem Angstschauer &uuml;ber den R&uuml;cken jagt&rdquo;<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Nur wenige Banken haben Renditen &uuml;ber 20 Prozent<\/strong><br>\nDie meisten deutschen Kreditinstitute hatten 2007 Eigenkapitalrenditen bis h&ouml;chstens 10 Prozent. Wie die Bundesregierung in ihrer Antwort (16\/13365) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (16\/13238) mitteilt, hatten 41,1 Prozent der Institute eine Eigenkapitalrendite unter 5 Prozent. Bei weiteren 44,2 Prozent der Institute lag diese Rendite zwischen 5 und 10 Prozent. 12,5 Prozent der Banken erzielten eine Rendite &uuml;ber 10 und unter 20 Prozent, und bei 2,2 Prozent der Institute lag die Rendite &uuml;ber 20 Prozent. Zu der von der FDP-Fraktion in ihrer Vorbemerkung angef&uuml;hrten Aussage des Vorstandschefs der Commerzbank, Martin Blessing, die Commerzbank wolle im Privatkundengesch&auml;ft eine Eigenkapitalrendite von 30 Prozent erreichen, schreibt die Regierung, Aussagen zur Eigenkapitalrendite w&uuml;rden vor allem in der externen Kommunikation eines Unternehmens genutzt. Die Bundesregierung beabsichtige nicht, die externe Kommunikation der Commerzbank zu kommentieren oder in diese einzugreifen. Die Liberalen fragen auch nach einer &Auml;u&szlig;erung von Finanzminister Peer Steinbr&uuml;ck. Der hatte gesagt, &ldquo;kein einziges Unternehmen aus dem produzierenden oder dem Dienstleistungssektor k&auml;me auf die Idee, eine Eigenkapitalrendite von 15, 20 oder 25 Prozent anzustreben&rdquo;. Damit habe Steinbr&uuml;ck auf die Gefahr &uuml;berzogener Renditeziele hinweisen wollen, bei deren Verfolgung Unternehmen zum Eingehen &uuml;berm&auml;&szlig;iger Risiken verleitet werden k&ouml;nnten, antwortet die Bundesregierung. 15, 20 oder 25 Prozent stellten dabei lediglich numerische Beispiele dar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/aktuell\/hib\/2009\/2009_210\/01.html\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Knapp 60 Prozent der Banken lagen aber &uuml;ber den in der produzierenden Wirtschaft erzielten durchschnittlichen Renditen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>US-Aufsicht attackiert Energiespekulanten<\/strong><br>\nDer Chef der amerikanischen Terminb&ouml;rsenaufsicht CFTC l&auml;sst keine Zeit verstreichen: Gary Gensler bl&auml;st zum Angriff auf Energiespekulanten. Er denkt &uuml;ber fl&auml;chendecke Positionslimits nach. Das w&auml;re ein grundlegender Wandel. Gary Gensler schl&auml;gt damit einen v&ouml;llig neuen Kurs als sein Vorg&auml;nger Walter Lukken ein. W&auml;hrend Lukken sich sch&uuml;tzend vor die Finanzwelt stellte und sie von jeglicher Verantwortung f&uuml;r den Anstieg des &Ouml;lpreises auf mehr als 147 $ freisprach, macht sich Gensler f&uuml;r mehr Transparenz und Kontrolle stark. Die &Ouml;lpreisentwicklung 2008 bezeichnete Gensler bei seinem Amtsantritt als &ldquo;Blase&rdquo;. Er k&uuml;ndigte daraufhin an, Ausnahmen von Positionslimits zu &uuml;berpr&uuml;fen und die w&ouml;chentlichen Berichte zu Kauf- und Verkaufpositionen genauer nach Indexfonds und Hedge-Fonds aufzuschl&uuml;sseln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/boersen_maerkte\/aktien\/rohstoffe\/:Preisblase-US-Aufsicht-attackiert-Energiespekulanten\/537068.html?mode=print\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Regierung steht zur Rente mit 67<\/strong><br>\nDer Versuch der Linken-Fraktion im Bundestag, die Rente mit 67 zu kippen, ist misslungen. Mit gro&szlig;er Mehrheit sprachen sich die Abgeordneten am Freitag in namentlicher Abstimmung dagegen aus, die ab 2012 vorgesehene Anhebung der gesetzlichen Altersgrenzen wieder abzuschaffen. 412 Parlamentarier pl&auml;dierten gegen den Antrag der Linken, 52 Abgeordnete stimmten daf&uuml;r, zwei enthielten sich. Der stellvertretende Vorsitzende der Linken, Klaus Ernst, warnte in der von den Linken durchgesetzten Debatte vor Altersarmut und sinkendem Rentenniveau. Zugleich erinnerte er an den Vorsto&szlig; des SPD-Politikers Florian Pronold, der Anfang vergangener Woche auf die Revisionsklausel im Gesetz zur Rente mit 67 hingewiesen hatte. Danach ist der Gesetzgeber ab 2010 verpflichtet zu pr&uuml;fen, ob die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine h&ouml;here Altersgrenze zulassen. Sprecher der Unionsparteien und der SPD lie&szlig;en in der Debatte jedoch keinen Zweifel daran, dass sie zur Rente mit 67 stehen. Der CDU-Sozialexperte Ralf Brauksiepe sagte, zu einem sp&auml;teren Rentenbeginn gebe es &ldquo;keine seri&ouml;se Alternative&rdquo;. Der Rentenexperte der Sozialdemokraten, Anton Schaaf, hob hervor, seine Partei werde das Ziel der Rente mit 67 nicht in Frage stellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ihre-vorsorge.de\/Regierung-steht-zur-Rente-mit-67.html\">Ihre Vorsorge<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Job-Speed-Dating:&nbsp;Stellmichein<\/strong><br>\nIn der Krise sind private Arbeitsvermittler gefragter denn je. Sie sollen Langzeitarbeitslosen helfen, einen Job zu finden &ndash; auch mit ungew&ouml;hnlichen Konzepten. Beim ersten Job-Speed-Dating in M&uuml;nchen suchen fast 1000 Hartz-IV-Empf&auml;nger ihr Gl&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/arbeit-karriere\/arbeit\/:Deutschlands-Job-Speed-Dating-Stellmichein\/705415.html\">stern<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Fr&uuml;her nannte man das Sklavenmarkt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Campact.de: Atomkraft kr&uuml;mmelt!<\/strong><br>\nDer schwere St&ouml;rfall im AKW Kr&uuml;mmel zeigt: Die Risikotechnologie ist nicht beherrschbar. CDU\/CSU und FDP m&uuml;ssen jetzt einen Kurswechsel vornehmen: Kr&uuml;mmel muss endg&uuml;ltig vom Netz und der Atomausstieg m&ouml;glichst schnell umgesetzt werden!<br>\n<a href=\"http:\/\/www.campact.de\/atom2\/sn5\/signer\">Unterzeichnen Sie den Appell!<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>G 8-Treffen: Der ewige Crash<\/strong><br>\nG 8 Das Treffen in L&rsquo;Aquila erinnert an den ersten Gipfel der &ldquo;f&uuml;hrenden Industrienationen&rdquo; 1975. Kein Wunder: Die Krise ist systemimmanent. In diesem Crash sind die Fortschritte vieler Jahre vernichtet worden &ndash; nun wirken sie wie nie gewesen. Beispiel Wachstum: Dort ist ein ganzes Jahrzehnt verloren gegangen. 2010 wird das reale Bruttoinlandsprodukt in Deutschland wieder ungef&auml;hr dort liegen, wo es sich schon im Jahr 2000 befand. Der zwischenzeitliche Boom ab 2005 wurde komplett ausradiert durch den jetzigen tiefen Fall der Wirtschaft. Beispiel Aktien: K&uuml;rzlich wartete die Financial Times Deutschland mit der Berechnung auf, dass die Kursverluste an den B&ouml;rsen seit Sommer 1989 mehr als ein Zehntel betragen &ndash; bei diesem Minus ist die Inflation eingerechnet. Die Zeitschleife, in der die Politik gefangen ist, greift sogar noch weiter aus. Das Symbolwort lautet: G 8. Sie werden auch &ldquo;die f&uuml;hrenden Industrienationen&rdquo; genannt, deren Regierungschefs sich ab Mittwoch im italienischen L&rsquo;Aquila treffen. Es ist ihre f&uuml;nfunddrei&szlig;igste Zusammenkunft, und wie sich nun best&uuml;rzend zeigt, ist man seit dem ersten Gipfel 1975 nicht wesentlich weitergekommen. Damals wie heute schien eine Systemkrise des Kapitalismus zu drohen &ndash; und auch die Ursachen sind durchaus vergleichbar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=me&amp;dig=2009%2F07%2F08%2Fa0101&amp;cHash=1140bab05d\/&amp;type=98\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Gut das einmal klar ausgesprochen wird, dass der hochgr&uuml;hmte Boom sich im Nichts aufgel&ouml;st&nbsp; hat. Durchaus interessant auch die Zeitreise der G 6\/8 von&nbsp; L&rsquo;Aquila (2009) in das Schloss Rambouillet (1975). Allerdings wird Ulrike Herrmann mit den&nbsp; Devisenpolstern der Schwellenl&auml;nder als wesentliche Ursache der Vielschichtigkeit der heutigen Krise nicht gerecht, wahrscheinlich weil sie unbedingt die latente W&auml;hrungskrise neben dem Erd&ouml;lpreis als Generalspekt sowohl der heutigen wie auch der derzeitigen Krise ausmachen will.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Gegen die Finanzkrise: Papst Benedikt fordert eine Weltregierung<\/strong><br>\nUm die Weltwirtschaft zu steuern, die von der Krise betroffenen Wirtschaften zu sanieren, einer Verschlimmerung der Krise und sich daraus ergebenden Ungleichgewichten vorzubeugen, um eine geeignete vollst&auml;ndige Abr&uuml;stung zu verwirklichen, die Sicherheit und den Frieden zu n&auml;hren, den Umweltschutz zu gew&auml;hrleisten und die Migrationsstr&ouml;me zu regulieren, ist das Vorhandensein einer echten politischen Weltautorit&auml;t, wie sie schon von meinem Vorg&auml;nger, dem seligen Papst Johannes XXIII., angesprochen wurde, dringend n&ouml;tig.<br>\nEr fordert von den Finanzexperten ein klares Bekenntnis zu moralischem Handeln: &laquo;Die Finanzmakler m&uuml;ssen die eigentlich ethische Grundlage ihrer T&auml;tigkeit wieder entdecken, um nicht jene hochentwickelten Instrumente zu missbrauchen, die dazu dienen k&ouml;nnen, die Sparer zu betr&uuml;gen&raquo;, heisst es in der Schrift. &laquo;Die Wirtschaft braucht n&auml;mlich f&uuml;r ihr korrektes Funktionieren die Ethik; nicht irgendeine Ethik, sondern eine menschenfreundliche Ethik.&raquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/wirtschaft\/konjunktur\/Gegen-die-Finanzkrise-Papst-Benedikt-fordert-eine-Weltregierung\/story\/28965638\">Tagesanzeiger<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Hier einige Ausz&uuml;ge aus der Sozial-Enzyklika:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>Der Gewinn ist n&uuml;tzlich, wenn er in seiner Eigenschaft als Mittel einem Zweck zugeordnet ist, welcher der Art und Weise seiner Erlangung ebenso wie der seiner Verwendung einen Sinn verleiht. Die ausschlie&szlig;liche Ausrichtung auf Gewinn l&auml;uft, wenn dieser auf ungute Weise erzielt wird und sein Endzweck nicht das Allgemeinwohl ist, Gefahr, Verm&ouml;gen zu zerst&ouml;ren und Armut zu schaffen&hellip;<\/p>\n<p>Absolut gesehen, nimmt der weltweite Reichtum zu, doch die Ungleichheiten vergr&ouml;&szlig;ern sich. In den reichen L&auml;ndern verarmen neue Gesellschaftsklassen, und es entstehen neue Formen der Armut. In &auml;rmeren Regionen erfreuen sich einige Gruppen einer Art verschwenderischer und konsumorientierter &Uuml;berentwicklung, die in unannehmbarem Kontrast zu anhaltenden Situationen entmenschlichenden Elends steht. &raquo;Der Skandal schreiender Ungerechtigkeit&laquo;  h&auml;lt an.Korruption und Illegalit&auml;t gibt es leider im Verhalten wirtschaftlicher und politischer Vertreter der alten und neuen reichen L&auml;nder ebenso wie in den armen L&auml;ndern selbst. Manchmal sind es gro&szlig;e transnationale Unternehmen oder auch lokale Produktionsgruppen, welche die Menschenrechte der Arbeiter nicht respektieren&hellip;<\/p>\n<p>Der global gewordene Markt hat vor allem bei den reichen L&auml;ndern die Suche nach Zonen angetrieben, in die die Produktion zu Niedrigpreisen verlagert werden kann, mit dem Ziel, die Preise vieler Waren zu senken, die Kaufkraft zu steigern und somit die auf vermehrtem Konsum basierenden Wachstumsraten f&uuml;r den eigenen internen Markt zu erh&ouml;hen. Folglich hat der Markt neue Formen des Wettstreits unter den Staaten angeregt, die darauf abzielen, mit verschiedenen Mitteln &ndash; darunter g&uuml;nstige Steuers&auml;tze und die Deregulierung der Arbeitswelt &ndash; Produktionszentren ausl&auml;ndischer Unternehmen anzuziehen. Diese Prozesse haben dazu gef&uuml;hrt, dass die Suche nach gr&ouml;&szlig;eren Wettbewerbsvorteilen auf dem Weltmarkt mit einer Reduzierung der Netze der sozialen Sicherheit bezahlt wurde, was die Rechte der Arbeiter, die fundamentalen Menschenrechte und die in den traditionellen Formen des Sozialstaates verwirklichte Solidarit&auml;t in ernste Gefahr bringt. Die Systeme der sozialen Sicherheit k&ouml;nnen die F&auml;higkeit verlieren, ihre Aufgabe zu erf&uuml;llen, und zwar nicht nur in den armen L&auml;ndern, sondern auch in den Schwellenl&auml;ndern und in den seit langem entwickelten L&auml;ndern. Hier kann die Haushaltspolitik mit Streichungen in den Sozialausgaben, die h&auml;ufig auch von den internationalen Finanzinstituten angeregt werden, die B&uuml;rger machtlos neuen und alten Gefahren aussetzen; diese Machtlosigkeit wird durch das Fehlen eines wirksamen Schutzes durch die Arbeitnehmervereinigungen noch erh&ouml;ht. Die Gesamtheit der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Ver&auml;nderungen bewirkt, dass die Gewerkschaftsorganisationen bei der Aus&uuml;bung ihrer Aufgabe, die Interessen der Arbeitnehmer zu vertreten, auf gr&ouml;&szlig;ere Schwierigkeiten sto&szlig;en, auch weil die Regierungen aus Gr&uuml;nden des wirtschaftlichen Nutzens oft die gewerkschaftlichen Freiheiten oder die Verhandlungsm&ouml;glichkeiten der Gewerkschaften selbst einschr&auml;nken. So haben die traditionellen Netze der Solidarit&auml;t wachsende Hindernisse zu &uuml;berwinden. Der Vorschlag seitens der Soziallehre der Kirche &ndash; angefangen von der Enzyklika Rerum novarum  &ndash;, Arbeitnehmervereinigungen zur Verteidigung der eigenen Rechte ins Leben zu rufen, sollte darum heute noch mehr nachgekommen werden als fr&uuml;her, indem man vor allem eine sofortige und weitblickende Antwort auf die Dringlichkeit gibt, neue Formen des Zusammenwirkens nicht nur auf lokaler, sondern auch auf internationaler Ebene einzuf&uuml;hren&hellip; <\/p>\n<p>Die Arbeitsmobilit&auml;t ist in Verbindung mit der verbreiteten Deregulierung ein wichtiges Ph&auml;nomen nicht ohne positive Aspekte gewesen, denn sie ist imstande, die Produktion von neuem Verm&ouml;gen und den Austausch zwischen verschiedenen Kulturen anzuregen. Wenn jedoch die Unsicherheit bez&uuml;glich der Arbeitsbedingungen infolge von Prozessen der Mobilit&auml;t und der Deregulierung um sich greift, bilden sich Formen psychologischer Instabilit&auml;t aus, Schwierigkeiten, eigene konsequente Lebensplanungen zu entwickeln, auch im Hinblick auf die Ehe. In der Folge ergeben sich Situationen nicht nur sozialer Kr&auml;ftevergeudung, sondern auch menschlichen Niedergangs. Vergleicht man dies mit dem, was in der Industriegesellschaft der Vergangenheit geschah, so provoziert die Arbeitslosigkeit heute neue Aspekte wirtschaftlicher Bedeutungslosigkeit, und die augenblickliche Krise kann die Situation nur noch verschlechtern. Der langzeitige Ausschluss von der Arbeit oder die l&auml;ngere Abh&auml;ngigkeit von &ouml;ffentlicher oder privater Hilfe untergraben die Freiheit und die Kreativit&auml;t der Person sowie ihre famili&auml;ren und gesellschaftlichen Beziehungen, was schwere Leiden auf psychologischer und spiritueller Ebene mit sich bringt. Allen, besonders den Regierenden, die damit besch&auml;ftigt sind, den Wir-schafts- und Gesellschaftsordnungen der Welt ein erneuertes Profil zu geben, m&ouml;chte ich in Erinnerung rufen, dass das erste zu sch&uuml;tzende und zu nutzende Kapital der Mensch ist, die Person in ihrer Ganzheit &ndash; &raquo;ist doch der Mensch Urheber, Mittelpunkt und Ziel aller Wirtschaft&laquo;.<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/imperia\/md\/content\/sde\/sozialenzyklika_von_benedikt_xvi.pdf\">Sozial-Einzyklika [PDF &ndash; 442 KB]<\/a><\/p>\n<p><em>Wir werden auf diesen &bdquo;Rundbrief&ldquo; noch kritisch eingehen.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu.<\/em><\/p>\n<p><strong>Attac: Sozialenzyklika des Papstes hilfloser Appell an Moral <\/strong><br>\nLeider ist der r&ouml;misch-katholischen Kirche schon seit Jahrzehnten der Blick auf die notwendige Korrektur ungerechter wirtschaftlicher Strukturen abhanden gekommen, der die Soziallehre mit der Betonung der Gleichrangigkeit der Produktionsfaktoren Arbeit und Kapital urspr&uuml;nglich einmal gepr&auml;gt hatte. So bleibt Benedikts positiver Bezug auf einen Markt, der gut sein k&ouml;nnte, wenn denn nur die Menschen gut, verantwortungsbewusst und liebevoll w&auml;ren, ausgesprochen hilflos angesichts weltweiter struktureller Ungleichheiten. Wer nicht weite Bereiche der sozialen Sicherung dem Markt und seiner Konkurrenz entzieht, wird trotz aller Appelle an die Moral der Wirtschaftssubjekte eine gerechte und liebende Gesellschaft verfehlen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/aktuell\/presse\/detailsicht\/datum\/2009\/07\/07\/sozialenzyklika-des-papstes-hilfloser-appell-an-moral\/?cHash=0b49e8581a\">attac<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es gibt im Vatikan einen Rat f&uuml;r Sozialfragen, zu dem unter anderem zum Beispiel auch Herr Tietmeyer geh&ouml;rt. Der fr&uuml;here Bundesbankchef, Aufsichtsratsmitglied von HRE und Depfa, der Hohe Priester der neoliberalen Glaubenslehre und Wegbereiter f&uuml;r die Finanz- und Wirtschaftskatastrophe ist also im Vatikan Ratgeber f&uuml;r Sozialfragen.<\/em><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/interview_dlf\/994869\/\">DLF<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Ein liberales Fest der Harmonie<\/strong><br>\n&bdquo;Der Trend ist freundlich zu den Liberalen&ldquo;, schreibt die &bdquo;Tagesschau&ldquo; anl&auml;sslich des FDP-Parteitags Mitte Mai auf ihrer Website. Gottseidank sind das auch die Medien.<br>\nDenn ohne die FDP w&uuml;rde den W&auml;hlerinnen und W&auml;hlern die Tatsache, dass die Bundesrepublik kurz vor dem endg&uuml;ltigen Sieg des Sozialismus steht, glatt vorenthalten.<br>\nAnders als die populistische Linkspartei, die die unverantwortliche Einf&uuml;hrung eines Mindestlohns und eine skandal&ouml;se, unm&ouml;glich finanzierbare Erh&ouml;hung der Hartz-IV-Leistungen fordert, verlangt die FDP eine &bdquo;Steuerstrukturreform&ldquo; &ndash; und widersteht so standhaft dem ganzen Gerede &uuml;ber die Folgen der neuerlichen hundertmilliardenfachen Verschuldung des Bundes. Auf 35 Mrd. Euro Steuereinnahmen per anno m&ouml;chte man verzichten, zum Wohle der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger. Gerade der Umstand, dass Jahreseinkommen ab 50&#8197;000 Euro dann nur noch mit 35 Prozent besteuert w&uuml;rden, l&auml;sst hoffen, dass man die &bdquo;Leistungstr&auml;ger&ldquo;, diese ehrbare Gruppe durchweg leistungsfeindlich entlohnter Banker, Anw&auml;lte, &Auml;rzte und Unternehmer, endlich weiter entlastet. Westerwelle: &bdquo;Wir sind die letzte Partei, die sich noch traut zu sagen: Wer arbeitet, muss mehr haben als der, der nicht arbeitet.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/artikel.php?pr=3118\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a>\n<p><em>Nur das Folgende st&ouml;rt offenbar die Harmonie der Liberalen:<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>FDP will gegen Millionenstrafe klagen<\/strong><br>\nDie FDP will gegen die Millionen-Strafe f&uuml;r die M&ouml;llemann-Parteispendenaff&auml;re vor Gericht gehen. Mit einer Klage gegen Bundestagspr&auml;sident Norbert Lammert (CDU) wollen die Liberalen die Strafe von insgesamt 4,3 Millionen Euro reduzieren. Der nordrhein-westf&auml;lische FDP-Vorsitzende Andreas Pinkwart warf Bundestagspr&auml;sident Norbert Lammert (CDU) am Dienstag vor, er habe bei der Festsetzung der Bu&szlig;e die Aufkl&auml;rungsarbeit der Freidemokraten nicht ausreichend ber&uuml;cksichtigt. &laquo;Man muss sehen, dass die FDP trotz der eigenen Aufkl&auml;rungsarbeit genauso behandelt wird, als h&auml;tte sie darauf verzichtet&raquo;, sagte Pinkwart in D&uuml;sseldorf. Mit der Strafe ahndete der Bundestagspr&auml;sident Verst&ouml;&szlig;e gegen das Parteiengesetz durch die NRW-FDP unter ihrem damaligen Landesvorsitzenden J&uuml;rgen M&ouml;llemann. Er hatte zwischen 1996 und 2002 gest&uuml;ckelte Geldbetr&auml;ge unter falschen Spendernamen in die FDP-Kassen geschleust.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.netzeitung.de\/servlets\/page?section=704&amp;item=1398059\">Netzeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Gerhard Zwerenz: Soll Oskar ypsilantiert werden? <\/strong><br>\nVor dem Parteitag der Linken orakelte es in den Medien &uuml;ber den Streit unter den Linken. Es gibt ihn wie in anderen Parteien auch. G&auml;be es ihn nicht, suchte man ihn anders zu entfachen. Auf alle F&auml;lle soll Oskar Lafontaine demontiert werden. Das kapitale Freibeuterschiff FAZ dampft voran. Brav folgt die mehrfach abgetakelte Frankfurter Rundschau auf dem Kaperkurs. Genau am 20. Juni terminiert giftete es im Blatt: &raquo;Und einmalig in der Geschichte k&ouml;nnte es werden, da&szlig; ein Spitzenpolitiker eine Partei erst m&ouml;glich und gleich anschlie&szlig;end kaputt macht. Es sei denn, es findet sich einer, der ihn stoppt.&laquo; Das ist ein Aufruf zum egozentrierten Parteistaatsstreich. So fatal bl&ouml;de kann doch wohl kein Linker sein, da&szlig; er dieser anma&szlig;enden Anmutung zu folgen suchte. Und eine Partei, die sich derlei Parolen zu eigen machte, w&auml;re in der Tat &uuml;berfl&uuml;ssig. Die Linke ist es nicht, und zwar genau wegen &raquo;Weg mit Hartz 4&laquo; und &raquo;Raus aus der NATO&laquo;, welche Ziele in der FR auf &raquo;kl&auml;gliche Weise kurzsichtig&laquo; genannt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/sopos.org\/aufsaetze\/4a4637de1cf6c\/1.phtml\">Ossietzky<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Bolgna-Treffen im Bundesbildungsministerium<\/strong><br>\nSchavan nannte nach dem Treffen f&uuml;nf Punkte, die sie &bdquo;konkret auf den Weg bringen will&ldquo;. Sie machte sich neben einer flexibler zu handhabenden Studienl&auml;nge beim Bachelor auch f&uuml;r eine Erneuerung der Curricula in &uuml;berfrachteten Bachelor-Studieng&auml;ngen stark sowie f&uuml;r eine verbesserte Beratung und Betreuung der Studierenden. Zum &Uuml;bergang vom Bachelor zum Master sagte Schavan: &bdquo;Ich bin gegen eine Quote&ldquo;. Den Zweifeln am &bdquo;Wert des Bachelors&ldquo; will die Ministerin &bdquo;die Realit&auml;t&ldquo; entgegenstellen. Sie k&uuml;ndigte an, schnellstm&ouml;glich eine Studie &uuml;ber den Verbleib von Bachelor-AbsolventInnen in Auftrag zu geben. Die insgesamt vierst&uuml;ndigen Gespr&auml;che bewertete Schavan als &bdquo;ertragreich&ldquo;.<br>\nAllerdings bestehen erhebliche Zweifel an der Verbindlichkeit der Zusagen. So bem&auml;ngelte Erkan Ertan vom Bundes-Vorstand der Juso-Hochschulgruppen, konkrete Handlungsschritte sei Schavan den Studierenden auch nach mehrmaligen Nachfragen schuldig geblieben. &Auml;hnlich &auml;u&szlig;erte sich Anja Gadow, Mitglied im Vorstand des &bdquo;freien zusammenschlusses der studentInnenschaften&ldquo;.<br>\nDiese Einsch&auml;tzung teilt die Gespr&auml;chsteilnehmerin und Aktivistin des Bildungsstreiks Paula Rauch keineswegs. &bdquo;Wir sind von dem Treffen entt&auml;uscht&ldquo;, sagte sie vor den Toren des Bundesbildungsministeriums, wo sich die VertreterInnen der Bildungsstreikenden spontan versammelt hatten. &bdquo;Auf unsere Verbesserungsvorschl&auml;ge und Forderungen ist gar nicht eingegangen worden&ldquo;, kritisierte Rauch. Zudem seien die Gespr&auml;che nicht ergebnisoffen gef&uuml;hrt worden. Mitten im Gespr&auml;ch habe Schavan ihnen mitgeteilt, was sie sp&auml;ter verk&uuml;nden werde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zwd.info\/index.php?cat=1&amp;group_id=102&amp;id=8596&amp;content_id=83&amp;action=show_news\">Zweiwochendienst Bildung &amp; Politik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Die Sachen f&ouml;rdern, die sonst unter den Tisch fallen<\/strong><br>\nDie Berliner Hochschulrektoren und Bildungssenator J&uuml;rgen Z&ouml;llner haben sich auf eine leistungsorientierte Hochschulfinanzierung geeinigt. Wie diese Leistung gemessen wird, ist noch jedoch noch v&ouml;llig offen. Ein Faktor wird das allgemeine Drittmittel-Aufkommen der Unis sein &ndash; doch gerade dieses Kriterium lehnen Studierendenvertreter ab.<br>\nWas die Universit&auml;ten in den letzten Jahren allerdings haben einsparen m&uuml;ssen, bekommen sie jetzt nicht mit einem Schlag zur&uuml;ck. Der Wiederaufbau universit&auml;rer Leistungen vollzieht sich langsam. 3,5 Prozent (in den kommenden vier Jahren mindestens 334 Millionen Euro) mehr f&uuml;r die Unis &ndash; zum Teil kommt das Geld aus dem Berliner Bildungshaushalt, muss also bei anderen Bildungsprojekten abgezwackt werden &ndash; bei welchen ist bisher unklar.<br>\nZwei Drittel des Landeszuschusses an die Hochschulen soll von deren Leistungen in Forschung und Lehre abh&auml;ngen. Das ist zum Teil heute auch schon so, doch kann die Humboldt Uni nur mehr Geld bekommen, wenn etwa die Freie Universit&auml;t weniger erh&auml;lt.<br>\nStudierenden-Vertreter Christian Meier lehnt diese leistungsbezogene Mittelvergabe ab:<br>\n&ldquo;Es kann nicht sein, dass das Geld dahin geht, wo besonders viel geleistet wird. Sondern logisch w&auml;re es ja, dass das Geld dahin geht, wo es besonders ben&ouml;tigt wird, und nicht Studieng&auml;nge noch extra gef&ouml;rdert werden, die ohnehin schon viele Drittmittel einwerben oder besonders viele Studierende haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/campus\/995407\/\">DLF<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>P&auml;dagogen der NS-Zeit<\/strong><br>\nNach den &ldquo;schrecklichen&rdquo; Juristen, Medizinern und Wissenschaftlern stehen nun die P&auml;dagogen erneut auf dem Pr&uuml;fstand der Historiker. Der Frankfurter Forscher Benjamin Ortmeyer attackiert mit seiner neuesten Publikation das Ansehen vier f&uuml;hrender K&ouml;pfe der Erziehungswissenschaft. Die Enth&uuml;llungen &uuml;ber Eduard Spranger, Herman Nohl, Erich Weniger und Peter Petersen schlugen schon Wellen, bevor das Buch am Montag vom Beltz-Verlag und dem Frankfurter Fritz-Bauer-Institut offiziell vorgestellt wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wissen_und_bildung\/aktuell\/?em_cnt=1824831&amp;em_loc=1739\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Die soziale Situation in Deuschland<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bpb.de\/wissen\/I1WQ8G,0,Einkommensteueranteile.html\">Bundeszentrale f&uuml;r politische Bildung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Das 7. bis 10. Dezil hatte einen Anteil am Netto&auml;quivalenzeinkommen von 62,1 Prozent und einen Anteil an der Einkommensteuer von 87,8 Prozent. Wo ist da der Skandal. Insbesondere wenn man bedenkt, dass von der gesamten Steuerlast im Jahr 2007 auf die Einkommensteuern nur 31,7 %, und zwar 26,7 % oder 131,7 Mrd. Euro auf die Lohnsteuer und 5 % oder 25,0 Mrd. Euro auf die &bdquo;Veranlagte Einkommensteuer&ldquo; entfiel.<br>\n68,3 % aller Steuereinnahmen 2007 entfielen auf die Umsatzsteuer, auf Verbrauchssteuern (Energie-, Tabaksteuer) und auf die gewerblichen Steuerarten einschlie&szlig;lich Kapital- und Zinssteuern.  An den Umsatz- und Verbrauchssteuern tr&auml;gt die gro&szlig;e Masse der niedrigeren<br>\nEinkommensbezieher jedoch den L&ouml;wenanteil. Vgl. <a href=\"?p=3358\">&ldquo;Der Griff nach dem Geld&rdquo;<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Obama verweigert Israel Erlaubnis f&uuml;r Angriff auf Iran<\/strong><br>\nVerwirrende Signale aus der US-Regierung: Barack Obama hat seinen Stellvertreter Joe Biden &ouml;ffentlich zur&uuml;ckgepfiffen. Washington werde einen israelischen Angriff auf Irans Atomanlagen nicht dulden, stellte der US-Pr&auml;sident klar. Sein Vize hatte zuvor eine andere Linie vertreten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/0,1518,druck-634852,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Obama ist einigerma&szlig;en verl&auml;sslich. Siehe auch <a href=\"?p=4043#h22\">unsere Anmerkung am 6.7., Nr. 22<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Obama trifft Putin<\/strong><br>\nEiszeit in Moskau<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/content\/792500?inPopup=true\">ZDF Heute Journal<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Nach meinem Eindruck eine manipulative Sendung mit der klaren Absicht, den Konflikt USA-Russland am Leben zu halten.<\/em><\/p>\n<p><em>Ziemlich anders die Deutsche Welle:<\/em><\/p>\n<p><strong>USA w&uuml;nschen &ldquo;starkes Russland&rdquo; <\/strong><br>\nUS-Pr&auml;sident Obama hat in Moskau f&uuml;r eine neue &ldquo;globale Partnerschaft&rdquo; zwischen Russland und den USA geworben. Die Welt brauche Russland als moderne Gro&szlig;macht, die Abschied nehme vom Denken in alten Kategorien&hellip;<br>\nZuvor war Obama mit dem russischen Ministerpr&auml;sidenten Wladimir Putin zusammengetroffen. Beide Politiker waren sich seit Obamas Amtsantritt im Januar 2009 noch nicht begegnet. Obama sprach von einer &ldquo;exzellenten Gelegenheit, das amerikanisch-russische Verh&auml;ltnis auf eine starke Grundlage zu stellen&rdquo;. Er r&auml;umte ein, dass die Regierungen in Washington und Moskau nicht in allen Fragen einer Meinung seien.<br>\nDie Vorbedingungen f&uuml;r das Treffen waren allerdings eher schwierig gewesen, nachdem Obama am vergangenen Donnerstag in einem Interview gesagt hatte, dass Putin teilweise noch der Mentalit&auml;t des Kalten Krieges verhaftet sei. Putin hatte die Kritik postwendend zur&uuml;ckgewiesen. Nach dem Treffen am Dienstag hie&szlig; es nun aus der US-Delegation, Obama betrachte den russischen Ministerpr&auml;sidenten keinesfalls als Mann der Vergangenheit. Der Pr&auml;sident sei &ldquo;sehr &uuml;berzeugt&rdquo;, dass Putin ein Mann der Gegenwart sei und den Blick fest nach vorn richte, sagte ein US-Regierungsbeamter. Beide teilten die Sorge bez&uuml;glich des Terrorismus und der Verbreitung von Atomwaffen. Das Wei&szlig;e Haus sprach von einer &ldquo;sehr offenen Diskussion &uuml;ber harte Sicherheitsinteressen&rdquo;.<br>\nPutin sagte zu Beginn des Treffens mit Obama, Russland setzte gro&szlig;e Hoffnungen auf den US-Pr&auml;sidenten. &ldquo;Wir verkn&uuml;pfen mit Ihrem Namen die Hoffnungen auf einen Ausbau unserer Beziehungen&rdquo;, so der Ministerpr&auml;sident. Zugleich verwies er auf die wechselvollen Beziehungen beider L&auml;nder. Das bilaterale Verh&auml;ltnis habe gute Jahre, aber auch schwierige Phasen erlebt. Mit dem fr&uuml;heren Kremlchef sprach Obama unter anderem &uuml;ber das von Moskau kritisierte US-Raketenabwehrprojekt in Mitteleuropa.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dw-world.de\/popups\/popup_printcontent\/0,,4462407,00.html\">Deutsche Welle<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Naomi Klein-Interview bei Kulturzeit<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=qO_rPOKECfs\">3sat auf YouTube<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(WL\/AM)<br \/> Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p>\n<ol>\n<li><a href=\"?p=4049#h01\">Industrie hat Schlimmstes hinter sich?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4049#h02\">Neues zu Finanzstaatssekret&auml;r Asmussen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4049#h03\">Ein Trick namens &ldquo;Lex Commerzbank&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4049#h04\">Bundesbank stellt sich gegen Steinbr&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4049#h05\">Sal. Oppenheim sucht Geld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4049#h06\">HRE: Top-Banker bef&uuml;rchteten Branchenkollaps<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4049#h07\">Nur wenige Banken haben Renditen &uuml;ber 20 Prozent <\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4049#h08\">US-Aufsicht attackiert Energiespekulanten<\/a><\/li>\n<li><a<\/li>\n<\/ol>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4049\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4049","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4049","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4049"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4049\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4049"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4049"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4049"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}