{"id":40527,"date":"2017-10-11T08:42:14","date_gmt":"2017-10-11T06:42:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40527"},"modified":"2017-10-11T08:42:14","modified_gmt":"2017-10-11T06:42:14","slug":"hinweise-des-tages-2977","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40527","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (PS\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40527#h01\">&bdquo;Mein Ziel ist, dass die Linke nicht in den Landtag kommt&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40527#h02\">Die Trump-Revolution marschiert weiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40527#h03\">Katalonien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40527#h04\">Deutschland hinkt seinem Klimaziel hinterher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40527#h05\">Hart aber fair&rdquo; &uuml;ber Pflegenotstand: Eine simple Wahrheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40527#h06\">Kaufhof will Geh&auml;lter k&uuml;rzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40527#h07\">Wer Betriebsr&auml;te behindert, dem droht bis zu einem Jahr Gef&auml;ngnis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40527#h08\">Ihr Alter an sich ist ein Vermittlungshemmnis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40527#h09\">Auf Deutschland kommt es an &ndash; Was der Friedensnobelpreis an ICAN f&uuml;r die deutsche Nuklearpolitik bedeuten sollte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40527#h10\">Warum wurden Olof Palme, Uwe Barschel und William Colby ermordet?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40527#h11\">Politik der Feindschaft&rdquo;: Vom Kolonialismus bis zum &ldquo;Krieg gegen den Terror<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40527#h12\">Der Hunger des Reisbauern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40527#h13\">Regierung in den Niederlanden: Das Kabinett steht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40527#h14\">UN-Verhandlungen zu Wirtschaft und Menschenrechten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40527#h15\">Zwischen Abschottung und Aufruhr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40527#h16\">Bundeswehr an der Hochschule<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40527#h17\">Junger Generation droht gigantische Rentenl&uuml;cke<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&bdquo;Mein Ziel ist, dass die Linke nicht in den Landtag kommt&ldquo;<\/strong><br>\nDer nieders&auml;chsische Ministerpr&auml;sident Stephan Weil (SPD) will am 15. Oktober wiedergew&auml;hlt werden. Im Interview spricht er &uuml;ber seinen Herausforderer und &uuml;ber Wunschkoalitionen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/region\/niedersachsen\/landtagswahl-2017_artikel,-mein-ziel-ist-dass-die-linke-nicht-in-den-landtag-kommt-_arid,1655841.html\">Weser-Kurier<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die Situation ist absurd. Es ist nat&uuml;rlich legitim, dass Weil die Linke als politischen Gegner sieht und nicht unbedingt an starken Ergebnissen f&uuml;r sie interessiert ist. Weil spinnt die Ablehnung jedoch weiter uns inszeniert die Linkspartei als Hauptgegner. Im <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/niedersachsen\/landtagswahl_2017\/Harter-Schlagabtausch-zwischen-Weil-und-Althusmann,landtagswahl2382.html\">TV-Duell mit den CDU-Kandidaten Althusmann<\/a> streiten die beiden sich minutenlang, wer von ihnen die Linken denn nun schlimmer findet. Man sollte sich in Niedersachsen ohnehin von der rot-rot-gr&uuml;nen Option verabschieden, die zuletzt von Andrea Nahles <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/landtagswahl-in-niedersachsen-andrea-nahles-haette-keine-einwaende-gegen-rot-rot-gruen-a-1171725.html\">neu ins Spiel gebracht wurde<\/a>. Das riecht aber eher nach einer Masche, W&auml;hler die eher links positioniert sind, zur SPD zu ziehen. Eine Finte mit Ansage. Niedersachens SPD ist im Bundesvergleich ziemlich weit rechts und eine Koalitionsf&auml;higkeit mit der in Niedersachsen ziemlich weit links stehenden Linkspartei ist nur mit sehr viel Fantasie zu erkennen. Wenn Linke und AfD einziehen, wozu auszugehen ist, scheiden die Wunschkoalitionen Rot-Gr&uuml;n und Schwarz-Gelb ohnehin aus. Da Jamaika im Land der H&uuml;hnerbarone und gigantischen Agrarfabriken doch eher unwahrscheinlich scheint, k&ouml;nnte am Sonntagabend eher die Ampel als Alternative zur Gro&szlig;en Koalition eine Wiedergeburt finden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die Trump-Revolution marschiert weiter<\/strong><br>\nTrump hat wieder zugeschlagen: &Ouml;ffentlich forderte er seinen Au&szlig;enminister, der auf den Mitteln der Diplomatie besteht, dazu auf, sich einem Intelligenztest zu unterziehen. Gegen ihn, Donald Trump, k&ouml;nne Rex Tillerson diesen nur verlieren. In Washington wird nicht mehr spekuliert, ob Tillerson abtritt, sondern wann.<br>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/171011-hdt-01.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><br>\nNach einem gemeinsamen Mittagessen mit seinem Au&szlig;enminister und seinem Verteidigungsminister tagte Trump mit dem Nationalen Sicherheitsrat im Situation Room des Wei&szlig;en Hauses, einem abh&ouml;rsicheren Kellerraum, der technisch mit den Sicherheitsdiensten verbunden ist. Trump lie&szlig; sich &bdquo;a range of options&ldquo; &ndash; so das Wei&szlig;e Haus &ndash; f&uuml;r den Umgang mit Nordkorea pr&auml;sentieren. Es riecht nach Krieg.<br>\nD&uuml;stere Fragen dr&auml;ngen sich auf: Ist der Pr&auml;sident fit f&uuml;r sein Amt? Auf wen h&ouml;rt er, wenn nicht auf seinen Au&szlig;enminister? Und schlie&szlig;lich die Frage aller Fragen: Darf er wirklich im Alleingang das Nuklearpotential der USA zum Einsatz bringen?<br>\n Mit der Antwort darauf haben sich in den vergangenen Monaten viele Experten und auch der wissenschaftliche Dienst des US-Abgeordnetenhauses besch&auml;ftigt. Das Papier &bdquo;Command and Control of Nuclear Forces&ldquo;, das unmittelbar nach der Trump-Wahl entstand, liegt in den B&uuml;ros von Senatoren und Kongressabgeordneten griffbereit in der Schublade.<br>\nDer Befund: Aufgrund der Angst vor einem sowjetischen Atomangriff wurde die Befehlskette in der Zeit des Kalten Krieges immer weiter verk&uuml;rzt. Der Pr&auml;sident darf ohne Zustimmung von Partei, Kabinett und Milit&auml;rapparat den Startmechanismus &ndash; durch den sogenannten &bdquo;nuclear code&ldquo; &ndash; in Gang setzen. In maximal 15 Minuten ist die erste von gesch&auml;tzten 4018 amerikanischen Atomraketen in der Luft. Ex-CIA-Chef Michael Hayden wird in dem Gutachten mit den Worten zitiert: &bdquo;The system is designed for speed and decisiveness. It&rsquo;s not designed to debate the decision.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/morningbriefingmail.handelsblatt.com\/i\/ygGrTV31olhvAIX_l6Q7IOT5-fLSmmLW\">Handelsblatt Morning Briefing<\/a>\n<p><em>Lesen Sie dazu auch den Artikel von Albrecht M&uuml;ller zum gestrigen Morning Briefing des Handelsblatts: Kriegsgefahr. &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40519\">Die Trump-Revolution marschiert<\/a>&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Katalonien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Erkl&auml;rungsnot<\/strong><br>\nDer katalanische Pr&auml;sident Puigdemont hat es geschafft, die Unabh&auml;ngigkeit von Spanien zu erkl&auml;ren und sie zugleich doch nicht zu vollziehen. Ein kalkulierter Schritt, der die Regierung in Madrid unter Zugzwang setzt. [&hellip;]<br>\nDie Unklarheit ist Absicht, sie ist Puigdemonts Versuch, sich aus der Sackgasse zu befreien, in die er sich selbst man&ouml;vriert hat.<br>\nDie spanische Zentralregierung in Madrid hatte nach dem Referendum am 1. Oktober offen gedroht, die Autonomie Kataloniens aufzuheben und Puigdemont ins Gef&auml;ngnis zu werfen. Zudem hatten im Vorfeld der mit Spannung erwarteten Rede viele Unternehmen ihren Sitz in andere Regionen Spaniens verlegt. Selbst in Puigdemonts eigenen Partei PDeCat rumorte es daraufhin. Eine offizielle, deutliche Erkl&auml;rung der Unabh&auml;ngigkeit h&auml;tte fatale wirtschaftliche Folgen gehabt &ndash; und kam deswegen nicht in Frage.<br>\nGleichzeitig ist Puigdemont abh&auml;ngig von der linksradikalen Partei CUP, die f&uuml;r ihn im Parlament Mehrheitsbeschaffer spielt. Ihr und den vielen Unabh&auml;ngigkeitsbef&uuml;rwortern auf den Stra&szlig;en musste er ebenfalls etwas bieten &ndash; sonst w&auml;re seine Regierung am Ende gewesen. Gelungen ist ihm das nur in Teilen. Die CUP zeigte sich entt&auml;uscht, sie wollte die sofortige Unabh&auml;ngigkeit. Ihre Jugendorganisation sprach am Dienstagabend sogar von einem &ldquo;inakzeptablen Verrat&rdquo; des Pr&auml;sidenten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/carles-puigdemont-zu-kataloniens-unabhaengigkeit-erklaerungsnot-a-1172338.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><strong>13 FAQs zu Katalonien, Republik und Unabh&auml;ngigkeit<\/strong><br>\nIn den Diskussionen dieser Tage tauchen immer wieder dieselben Thesen auf: Die reichen Katalanen wollen nicht teilen, die Regierung Puigdemont handelt unverantwortlich, sollte man nicht besser auf eine Reform innerhalb Spaniens setzen ? &hellip; Hier meine 13 FAQs zum katalanischen Konflikt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.raulzelik.net\/baskenland-texte\/502-12-faqs-zu-katalonien-republik-und-unabhaengigkeit-blog-9-10-2017\">Raul Zelik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Lutz Hausstein:<\/strong> H&ouml;chst interessante Informationen zum Unabh&auml;ngigkeitskonflikt zwischen Katalonien und Spanien, die man in den &ouml;ffentlichen Darstellungen der Massenmedien leider vergeblich sucht. Dort existiert ausschlie&szlig;lich die Sprachregelung von der &ldquo;Verfassungswidrigkeit des Referendums&rdquo;. Dar&uuml;ber hinaus erh&auml;lt der Leser\/Zuh&ouml;rer\/Zuschauer keine weiteren Informationen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Hat Katalonien ein Selbstbestimmungsrecht?<\/strong><br>\nDie Autonomiebestrebungen haben eine lange Tradition. Ein historischer Abriss der katalanischen Unabh&auml;ngigkeit (&hellip;) Vor diesem Hintergrund l&auml;sst sich die These, dass die katalanische Unabh&auml;ngigkeit ein Projekt der Eliten sei, nicht st&uuml;tzen. Stattdessen ist es vor allem eine Modernisierungs- und Demokratisierungsbewegung, welche von einem B&uuml;ndnis aus gro&szlig;en Teilen der Bev&ouml;lkerung mit teilweise sehr unterschiedlichen Interessen getragen wird (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1066385.hat-katalonien-ein-selbstbestimmungsrecht.html\">Neues Deutschland<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin G.M.:<\/strong> Eine Darstellung, welche die Interessen der unterschiedlichen Akteure und somit den Konflikt etwas verst&auml;ndlicher macht &ndash; auch wenn der historische Teil zeitlich sehr weit zur&uuml;ck beginnt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Sch&ouml;ngeist auf Krawallkurs<\/strong><br>\nKataloniens Schicksal liegt in den H&auml;nden von Carles Puigdemont. Am Dienstag wird der Regierungschef verk&uuml;nden, wie die Zukunft der Region aussehen soll. Portr&auml;t eines Mannes, der mit seiner Rolle hadert. [&hellip;]<br>\nPuigdemont wei&szlig;, wie verzwickt die Lage ist. Es stimmt: 90 Prozent der Stimmen f&uuml;r die Unabh&auml;ngigkeit sind ein gewaltiger Erfolg. Und die Bilder der Menschen, die Wahllokale besch&uuml;tzen und von der spanischen Polizei angegriffen werden, haben das Anliegen der katalanischen Separatisten weltbekannt gemacht. Allerdings sind 43 Prozent Wahlbeteiligung zu niedrig, um eine einseitige Unabh&auml;ngigkeitserkl&auml;rung mit allen Folgen zu rechtfertigen. Und die politische Unterst&uuml;tzung aus dem Ausland ist zu gering, um Spaniens Zentralregierung unter Mariano Rajoy zu Verhandlungen &uuml;ber Kataloniens Zukunft zu zwingen. Von einer Kompromissl&ouml;sung wie etwa einem Mehr an Autonomie ganz zu schweigen.<br>\nAuch im eigenen Lager zerren alle Seiten an Puigdemont. Da sind die Hardcore-Separatisten,vor allem vom linksradikalen Koalitionspartner CUP, die darauf dr&auml;ngen, jetzt blo&szlig; keine Zeit zu verschwenden und die Gunst der Stunde zu nutzen. Und da sind viele Parteifreunde, die angesichts der drohenden Abwanderung von Kapital vom Ziel der sofortigen Unabh&auml;ngigkeit abr&uuml;cken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/katalonien-regierungschef-carles-puigdemont-im-portraet-a-1172124.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres katalanischen Lesers M.P.:<\/strong> Bis auf einige Spitzen recht informativ.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Deutschland hinkt seinem Klimaziel hinterher<\/strong>\n<ul>\n<li>Flie&szlig;ig produzierende Kohlekraftwerke und schmutzige Diesel haben die ehrgeizigen Klimapl&auml;ne der Regierung zunichte gemacht.<\/li>\n<li>Bis 2020 wollte diese klimasch&auml;dliche Emissionen um 40 Prozent unter den Wert von 1990 dr&uuml;cken.<\/li>\n<li>Beamte des Umweltministeriums warnen vor einer internationalen Blamage.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Deutschland droht sein selbstgestecktes Klimaziel zu verfehlen &ndash; und das dramatischer als gedacht. Offiziell strebt die Bundesregierung noch an, die klimasch&auml;dlichen Emissionen bis 2020 um 40 Prozent unter den Wert von 1990 zu dr&uuml;cken. Doch die L&uuml;cke zum Ziel ist nach internen Berechnungen des Bundesumweltministeriums weit gr&ouml;&szlig;er als angenommen: Ohne eine &ldquo;Nachsteuerung&rdquo; sei bis 2020 bestenfalls ein Minus von 32,5 Prozent zu erwarten; schlimmstenfalls w&uuml;rden die Emissionen nur um 31,7 Prozent sinken. &ldquo;Eine Zielverfehlung in einer solchen Gr&ouml;&szlig;enordnung w&auml;re f&uuml;r die Klimaschutzpolitik Deutschlands ein erheblicher R&uuml;ckschlag&rdquo;, hei&szlig;t es in dem Papier, das der S&uuml;ddeutschen Zeitung vorliegt. [&hellip;]<br>\nNicht besser sieht es beim Verkehr aus. Ein stark gestiegener Dieselabsatz lasse darauf schlie&szlig;en, &ldquo;dass die Lkw-Fahrleistungen h&ouml;her als erwartet liegen&rdquo;, mutma&szlig;en die Beamten des Umweltministeriums. Bei Kleinlastwagen und Autos sei der Verbrauch ebenfalls gestiegen &ndash; wohl auch der niedrigen Spritpreise wegen. Unterm Strich k&ouml;nnten die Verkehrsemissionen 2020 die j&uuml;ngsten Sch&auml;tzungen um acht Millionen Tonnen &uuml;bersteigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/klimawandel-deutschland-hinkt-seinem-klimaziel-hinterher-1.3702329\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Beim Kraftverkehr kann man den &bdquo;Mehrverbrauch&ldquo; nat&uuml;rlich auch mit der Differenz zwischen den realen Verbrauchswerten und <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39955\">den Fantasiewerten der Hersteller<\/a> erkl&auml;ren. An der Zapfs&auml;ule spielen die PR-Zahlen n&auml;mlich keine Rolle. Und wenn der reale Verbrauch im Schnitt um 42% &uuml;ber dem angegebenen liegt, wird es sehr schwer fallen, am Ende des Tages weniger Kraftstoff zu verbrauchen und weniger CO2 auszusto&szlig;en.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Hart aber fair&rdquo; &uuml;ber Pflegenotstand: Eine simple Wahrheit<\/strong><br>\nZu wenig Personal, zu viel Stress: Was muss die n&auml;chste Regierung tun, um den Pflegenotstand zu verbessern? Das wollte Moderator Plasberg wissen. Doch es gab kaum Kontroverse &ndash; und so wurde eine simple Wahrheit nicht deutlich genug. (&hellip;) Es wird dringend mehr Geld vom Staat f&uuml;r die Pflege ben&ouml;tigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/gesundheit\/diagnose\/hart-aber-fair-mit-frank-plasberg-ueber-pflege-eine-simple-wahrheit-a-1172063.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Kaufhof will Geh&auml;lter k&uuml;rzen<\/strong><br>\nWegen seiner schlechten wirtschaftlichen Lage versucht Kaufhof, auf einen Sanierungstarifvertrag umzusteigen. (&hellip;) Dazu muss der bisher geltende Einzelhandelstarifvertrag gek&uuml;ndigt und durch einen neuen ersetzt werden. Der von dem Konzern angestrebte Sanierungstarifvertrag sieht drastische Einbu&szlig;en f&uuml;r die 21.000 Besch&auml;ftigen vor &ndash; nicht nur K&uuml;rzungen bei Lohn und Gehalt von drei bis f&uuml;nf Prozent, sondern auch die Streichung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld f&uuml;r drei Jahre und eine Erh&ouml;hung der Arbeitszeit durch eine R&uuml;ckkehr zur 40-Stunden-Woche, berichtet die S&uuml;ddeutsche Zeitung. (&hellip;) Galeria Kaufhof war im September 2015 von der Metro AG an die kanadische Hudson&rsquo;s Bay Company (HBC) verkauft worden. Zu dem Zeitpunkt ging es dem Unternehmen gut, es verzeichnete kleine Gewinne. Mit dem Besitzerwechsel begannen die Ums&auml;tze zu sinken. Die Verluste stiegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/unternehmen\/2017-10\/kaufhof-sanierungstarifvertrag-mitarbeiter\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Immer dasselbe schlechte alte Spiel: die Eigent&uuml;mer sto&szlig;en sich auf Kosten der Mitarbeiter gesund. Denn was die ZEIT leider nicht erw&auml;hnt, aber z. B. <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/sanierungstarifvertrag-kaufhof-will-mitarbeitern-das-gehalt-kuerzen-1.3701982\">in der SZ zu finden ist<\/a>: der neue Eigent&uuml;mer HBC pl&uuml;ndert Kaufhof durch &uuml;berh&ouml;hte Mieten aus und kommt seinen Vertragsverpflichtungen nicht nach. Der Weg, durch Lohnk&uuml;rzungen wieder &ldquo;wettbewerbsf&auml;hig&rdquo; zu werden, hat in Deutschland leider immer noch einen guten Klang und bietet sich deshalb nat&uuml;rlich an, um die Gewinnaussch&uuml;ttungen an HBC zu erh&ouml;hen. Das Ergebnis solcher Sanierungstarifvertr&auml;ge ist sattsam bekannt: Management und Eigent&uuml;mer stopfen sich noch schnell die Taschen voll, das Unternehmen wird mit ein paar Millionen vom Staat vor&uuml;bergehend am Leben erhalten und die Mitarbeiter letztendlich doch gek&uuml;ndigt, wobei das Arbeitslosengeld, bedingt durch die Lohnk&uuml;rzungen, deutlich niedriger ausf&auml;llt. In dem Zusammenhang muss man aber auch Ver.di kritisieren, denn was ist ein unterschriebener Tarifvertrag wert, an den der Arbeitgeber sich nicht h&auml;lt?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wer Betriebsr&auml;te behindert, dem droht bis zu einem Jahr Gef&auml;ngnis<\/strong><br>\nWer Betriebsr&auml;te in ihrer T&auml;tigkeit behindert, dem drohen bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe oder Geldstrafen &ndash; eigentlich. Denn diese Straftaten von Arbeitgebern werden praktisch nicht verfolgt. Das sei skandal&ouml;s, findet der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann &ndash; und fordert Schwerpunkt-Staatsanwaltschaften.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++956958b4-ad8a-11e7-abe5-525400e5a74a\">DGB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Ihr Alter an sich ist ein Vermittlungshemmnis<\/strong><br>\nWer mit &uuml;ber 50 seinen Job verliert, findet nur schwer wieder einen. Dabei machen Unternehmen beste Erfahrungen mit &auml;lteren Mitarbeitern. (&hellip;) F&uuml;r die fr&uuml;here Managerin Thiel ist deshalb klar: &ldquo;In vielen Personalabteilungen muss noch ein Umdenken stattfinden.&rdquo; Gleichberechtigung am Arbeitsplatz m&uuml;sse &auml;ltere Arbeitnehmer einbeziehen. Dabei gehe es auch um die sozialen Systeme. Wenn selbst hoch qualifizierte F&uuml;hrungskr&auml;fte schon an der ersten Stufe des Bewerbungsverfahrens scheiterten, nur weil das Geburtsdatum mit der falschen Ziffer anfange, &ldquo;entpuppt sich die Losung: Wir m&uuml;ssen bis 70 arbeiten, um die Rente zu stabilisieren, als hohle Phrase&rdquo;, sagt sie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/karriere\/arbeitsmarkt-draussen-vor-der-tuer-1.3698743\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Der Beitrag schildert die traurige Realit&auml;t in Deutschland. Wer mit 50 seinen Job verliert, egal mit welcher Qualifikation und Berufserfahrung, ist faktisch tot f&uuml;r den Arbeitsmarkt. Die Politik ignoriert dieses Thema bisher v&ouml;llig, weil uns geht es ja allen gut.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Auf Deutschland kommt es an &ndash; Was der Friedensnobelpreis an ICAN f&uuml;r die deutsche Nuklearpolitik bedeuten sollte<\/strong><br>\nBis vor wenigen Tagen war das Atomwaffenverbot eine Rebellion im Stillen. Nie zuvor in der Geschichte der Vereinten Nationen haben es die atomwaffenfreien Staaten gewagt, gegen die Willk&uuml;r der Nuklearm&auml;chte kraft ihrer Mehrheit aufzubegehren. Nicht nur rhetorisch, sondern mit dem st&auml;rksten ihnen zur Verf&uuml;gung stehenden Mittel: dem internationalen V&ouml;lkerrecht. Am 7. Juli 2017 haben in den Vereinten Nationen 122 Staaten den Vertrag zum Verbot von Atomwaffen beschlossen. Kaum jemand hat etwas von diesem historischen Ereignis mitbekommen. Auch die Bundesregierung hat die politische Relevanz verkannt. Am 6. Oktober gab nun das Nobelkomitee die Verleihung des Friedensnobelpreises an die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) bekannt. (&hellip;) Deutschland hat die Verhandlungen zum Verbotsvertrag boykottiert. Erstmals in ihrer Geschichte hat die Bundesrepublik die Teilnahme an multilateralen Abr&uuml;stungsverhandlungen verweigert. (&hellip;) Deutschland steht nun in der aus globaler Perspektive wohl bedeutendsten sicherheitspolitischen Frage abseits der Weiterentwicklung des V&ouml;lkerrechts. (&hellip;) Die Bundesregierung hat ICAN zum Nobelpreis gratuliert und erkl&auml;rt, sie teile mit uns das Ziel einer atomwaffenfreien Welt. &Uuml;ber den Weg jedoch seien wir uneins. Seien wir nicht uneins, sondern realistisch. Eine atomwaffenfreie Welt wird kommen. Die Frage ist, ob mit oder ohne Knall. Entscheidend f&uuml;r den Weg wird sein, ob es gelingt, die Atomm&auml;chte rechtzeitig zur Abr&uuml;stung zu bewegen und sich das B&uuml;ndnis der Deeskalation durchsetzt. Der Vertrag ist da. Die nuklearen Zwitterstaaten, Amerikas Alliierte, spielen jetzt eine Schl&uuml;sselrolle. Deutschland will globale Verantwortung &uuml;bernehmen. Auf Deutschland kommt es an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ipg-journal.de\/rubriken\/aussen-und-sicherheitspolitik\/artikel\/auf-deutschland-kommt-es-an-2343\/\">IPG Journal<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Warum wurden Olof Palme, Uwe Barschel und William Colby ermordet?<\/strong><br>\nIm Hintergrund steht die Iran-Contra-Aff&auml;re, ein Schattenkrieg der CIA und die NATO-Geheimarmee Stay-behind (&hellip;) Auch wenn in der Schattenwelt geheimdienstlicher Subunternehmer schwer herauszufinden sein d&uuml;rfte, wer Barschel ermordet hat &ndash; es ergibt sich ein klares Bild der Hintergr&uuml;nde und Motive. Es ist bei einem hochrangigen Verbindungsmann und Vermittler des US-Geheimdienstes wie Barschel schwerlich denkbar, ihn ohne den ausdr&uuml;cklichen Befehl, den erkl&auml;rten Willen, zumindest ohne die stillschweigende Billigung der CIA &ldquo;aus dem Spiel zu nehmen&rdquo;. Vieles spricht daf&uuml;r, dass SOPS den Mord an Barschel organisiert hat, um die konzertierte Staatskriminalit&auml;t des illegalen Waffenhandels zu kaschieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Warum-wurden-Olof-Palme-Uwe-Barschel-und-William-Colby-ermordet-3856190.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&ldquo;Politik der Feindschaft&rdquo;: Vom Kolonialismus bis zum &ldquo;Krieg gegen den Terror&rdquo;<\/strong><br>\nIslamophobie, Gewalt, Nationalismus &ndash; der Philosoph Achille Mbembe beschreibt, wie die Fundamente des demokratischen Miteinanders systematisch ausgehebelt werden. F&uuml;r ihn steht diese &ldquo;Politik der Feindschaft&rdquo; in einer historischen Linie bis hin zu den Anf&auml;ngen des Kolonialismus. (&hellip;) Denn die Kolonie war undenkbar ohne den Sklavenhandel und damit das Primat der Rasse, welches die Teilung der Menschheit erst m&ouml;glich machte. Beides wiederum &ndash; Sklavenhandel und das Primat der Rasse &ndash; waren Voraussetzung f&uuml;r den weltumspannenden Kapitalismus und die zynische Ausl&ouml;schung des Anderen. Die Plantage, so Mbembe, ist somit der Anfang aller Lager-Praxis; die koloniale Welt die dunkle Doppelg&auml;ngerin der westlichen Demokratie, die dorthin auslagerte, was ihre Nachtseite ist: die ihr inh&auml;rente Gewalt, die nunmehr im Zeitalter des Postkolonialismus mit umso h&auml;sslicherer Fratze wiederkehrt. (&hellip;) Der Sklavenhandel w&auml;re demnach keine afrikanische Fu&szlig;note der westlichen Geschichte. Er w&auml;re unser aller zentraler Knotenpunkt f&uuml;r ein Verst&auml;ndnis jener &ndash; so Mbembe &ndash; t&ouml;dlichen &ldquo;Nekropolitik&rdquo;, die rund um den Globus f&uuml;r Hass und Terror sorgt. Achille Mbembe denkt deswegen abschlie&szlig;end dar&uuml;ber nach, wie und ob unter diesen Gegebenheiten ein Denken der F&uuml;rsorge noch m&ouml;glich ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/achille-mbembe-politik-der-feindschaft-vom-kolonialismus.950.de.html?dram:article_id=397741\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Der Hunger des Reisbauern<\/strong><br>\nUnd der Hunger des Kapitals: Der Dokumentarfilm &raquo;Das gr&uuml;ne Gold&laquo; &uuml;ber Landraub in Afrika &ndash; Millionen &Auml;thiopier sind auf Lebensmittelhilfe der UN und anderer Organisationen angewiesen. Gleichzeitig erzielen ausl&auml;ndische Investoren dort auf ihren riesigen Farmen mit modernen Methoden beste Ergebnisse und verkaufen die landwirtschaftlichen Erzeugnisse gewinnbringend nach Europa, Nordamerika oder an den arabischen Golf. &raquo;Warum exportiert ein Land, in dem Millionen Menschen hungern, Lebensmittel in die Welt der Reichen, in unsere Welt?&laquo;, fragt Demmer fassungslos aus dem Off.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/319671.der-hunger-des-reisbauern.html\">Junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Regierung in den Niederlanden: Das Kabinett steht<\/strong><br>\nWei&szlig;er Rauch in Den Haag: Die Niederlande haben bald wieder eine Regierung. Beteiligt am Kabinett &bdquo;Rutte III&ldquo;, benannt nach dem alten und neuen Regierungschef Mark Rutte, sind neben dessen liberaler Partei VVD die Christdemokraten (CDA), die liberalen Democraten66 (D66) sowie die sozial-calvinistische ChristenUnie (CU). Mit 76 der 150 Parlamentssitze ist ihre Mehrheit denkbar knapp.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Regierung-in-den-Niederlanden\/!5453582\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Juhu, die Niederlande haben wieder eine Regierung! Toll! Leider stellt man im Kleingedruckten fest, dass die Niederl&auml;nder, die in den letzten Jahrzehnten schon massiv unter einem scharfen Neoliberalismus gelitten haben, jetzt noch mehr leider m&uuml;ssen, wenn u. a. die niedrigen Unternehmenssteuern noch weiter gesenkt und umgekehrt die Verbrauchssteuern erh&ouml;ht werden. Daf&uuml;r wird der K&uuml;ndigungsschutz, dank vieler befristeter Jobs und verbreiteter Leiharbeit eh schon ausgeh&ouml;hlt, weiter gek&uuml;rzt, und die Reduzierung der steuerlichen Absetzbarkeit von Hypothekenzinsen ist zwar &ouml;konomisch richtig, trifft aber genau die Mittelschicht. Weitere Lohnsenkungen, weiterer Sozialabbau in einem von Sozialabbau und Au&szlig;enhandels&uuml;bersch&uuml;ssen gepeinigten Land: von dieser Koalition kann sich die deutsche FDP noch Ideen holen. Der immer wieder als &ldquo;linksliberal&rdquo; titulierte Koalitionspartner D66 ist im &Uuml;brigen ungef&auml;hr so links- oder sozialliberal wie die deutschen Gr&uuml;nen, d. h. wirtschaftlich neoliberal gepr&auml;gt. Mit vorbereitet worden ist dieser Irrsinn auch von der niederl&auml;ndischen &ldquo;Sozialdemokratie&rdquo; (PvdA), die in der vorhergehenden Gro&szlig;en Koalition mit der VVD schon alle Haushaltsk&uuml;rzungen und den Sozialabbau mitgetragen hat und daf&uuml;r zurecht bei der Wahl fast drei Viertel ihrer W&auml;hler verloren hat. Und wer sich dar&uuml;ber freut, dass der b&ouml;se Geert Wilders aus der Regierungskoalition herausgehalten wurde, sei darauf hingewiesen, dass die neue Koalition noch nationalistischer daherkommt als die schon nationalistisch gewandeten fr&uuml;heren Koalitionen unter Rutte und davor unter Balkenende. Neoliberalismus und Nationalismus vertragen sich n&auml;mlich hervorragend, wie man auch bei Merkel (und Sch&auml;uble und Gabriel und Westerwelle, aber auch bei Rot-Gr&uuml;n unter Schr&ouml;der) immer sehen konnte.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>UN-Verhandlungen zu Wirtschaft und Menschenrechten<\/strong><br>\nVom 23. bis 27. Oktober tagt der UN-Menschenrechtsrat in Genf, um ein internationales Abkommen (UN-Treaty) zur Haftung von Unternehmen bei Menschenrechtsverletzungen zu erarbeiten. Die Sitzungsleitung hat zu dieser dritten Verhandlungsrunde erstmals konkrete Vorschl&auml;ge zur Ausgestaltung des Vertrags vorgelegt. 15 deutsche Entwicklungs-, Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen der &ldquo;Treaty Alliance Deutschland&rdquo; begr&uuml;&szlig;en den Text als gute Verhandlungsgrundlage und fordern die Bundesregierung auf, sich konstruktiv an den anstehenden Verhandlungen zu beteiligen. (&hellip;) Der UN-Menschenrechtsrat hatte im Juni 2014 eine Arbeitsgruppe eingesetzt, um verbindliche Regeln f&uuml;r Unternehmen zu schaffen und den Gesch&auml;digten Klagem&ouml;glichkeiten zu er&ouml;ffnen. Wesentliche Ziele sind die Haftung von Konzernen f&uuml;r ihre komplette Zulieferkette, Rechtsschutz f&uuml;r Gesch&auml;digte auch in den Heimatl&auml;ndern der Unternehmen, der Vorrang der UN-Menschenrechtsvertr&auml;ge vor Handels- und Investitionsschutzabkommen sowie die Schaffung von Mechanismen zur Einhaltung des Abkommens.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/news\/un-verhandlungen-zu-wirtschaft-und-menschenrechten\/\">attac<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Zwischen Abschottung und Aufruhr<\/strong><br>\nDie deutsche &Ouml;konomenzunft ist in Aufruhr. Die herrschende Lehrbuchmeinung steht unter Druck, der Ton wird rauer. Doch um was geht es in der Sache eigentlich?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2017\/10\/zwischen-abschottung-und-aufruhr\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Bundeswehr an der Hochschule<\/strong><br>\nDie Bundeswehr dr&auml;ngt zunehmend an die &ouml;ffentlichen Hochschulen, auch jenseits der klassischen R&uuml;stungsforschung. Ein eifriger Vertreter der &bdquo;neuen deutschen Verantwortung&ldquo; ist Johannes Varwick, Professor f&uuml;r Internationale Beziehungen und europ&auml;ische Politik an der Martin-Luther-Universit&auml;t Halle-Wittenberg, &uuml;ber den die IMI bereits berichtete (siehe IMI-Analyse 2015\/035). Im Wintersemester 2017\/18 bietet Varwicks Lehrstuhl zwei &bdquo;sicherheitspolitische&ldquo; Seminare in Kooperation mit der Bundeswehr an.Das Seminar &bdquo;Sicherheitspolitik und Streitkr&auml;fte&ldquo; wird von Varwick selbst geleitet, w&auml;hrend das Seminar &bdquo;Internationale Organisationen und deutsche Sicherheits- und Verteidigungspolitik&ldquo; durch den Bundeswehrmitarbeiter Dr. Tobias Hecht durchgef&uuml;hrt wird. Hecht hat bis 2014 bei Varwick promoviert. Beide Seminare werden von der Bundeswehr komplett finanziert und finden am &bdquo;Zentrum Informationsarbeit Bundeswehr&ldquo; in Strausberg statt. In dem besagten Zentrum werden unter anderem die sogenannten Jugendoffiziere betreut, welche in Schulen zunehmend Minderj&auml;hrige f&uuml;r die Armee rekrutieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2017\/10\/10\/bundeswehr-an-der-hochschule\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Junger Generation droht gigantische Rentenl&uuml;cke<\/strong><br>\nKeine Angst vor der Rente? Oh doch! Laut dem neuen Vorsorgeatlas Deutschland m&uuml;ssen vor allen die heute 20- bis 34-J&auml;hrigen um ihren Lebensstandard im Alter bangen. Wenn, ja wenn sie nicht gegensteuern.<br>\nF&uuml;r die j&uuml;ngeren Generationen kommt die Lekt&uuml;re des aktuellen &ldquo;Vorsorgeatlas Deutschland&rdquo; einer kalten Dusche gleich: Wer heute 20 bis 34 Jahre alt ist und nur &uuml;ber die gesetzliche Rentenversicherung f&uuml;rs Alter vorsorgt, verf&uuml;gt zu Rentenbeginn lediglich &uuml;ber 38,6 Prozent seines letzten Bruttoeinkommens. Die heute 35- bis 49-J&auml;hrigen erreichen eine durchschnittliche Quote von 43,2 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/boerse.ard.de\/anlagestrategie\/vorsorge\/junger-generation-droht-gigantische-rentenluecke100.html\">boerse.ARD.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Das ist die Tagesschau und die ARD, wie sie leibt und lebt. Immer wieder ein Geb&uuml;hrenfinanzierter reiner Lobbybetrieb. Hier wird hemmungslos Reklame f&uuml;r die PrivatVorsorge gemacht. Es erscheint kein Hinweis auf die M&ouml;glichkeit der St&auml;rkung der gesetzlichen Rente. Es wird nicht darauf hingewiesen, dass das angebliche wissenschaftliche Institut des Professor Raffelh&uuml;schen ebenfalls ein Lobby Unternehmen ist, dass sich den Anschein der Objektivit&auml;t durch Ansiedlung an der Universit&auml;t Freiburg verschafft. Und so weiter.<\/em><br>\n<em>Fazit: Die Tagesschau ist alles andere als ein seri&ouml;ses Medium. Dar&uuml;ber k&ouml;nnen eine Reihe von guten Sendungen leider nicht hinwegt&auml;uschen. Und der Faktenfinder sowieso nicht.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers E.M.:<\/strong> Meiner Meinung nach ein weiteres St&uuml;ck Propaganda im Sinne der Versicherungen, geschaffen durch den bereits einschl&auml;gig bekannten Prof. Raffelh&uuml;schen und wohlwollend und kritiklos &uuml;bernommen und verbreitet von der ARD. Zuerst verbreitet man Angst und h&auml;lt gleichzeitig die einzige L&ouml;sung, n&auml;mlich private Altersvorsorge parat. &Uuml;ber Gr&uuml;nde des schlechten Zustands der gesetzlichen Rente und Ans&auml;tze, wie diese wieder herzustellen w&auml;re, wird kein Wort verloren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(PS\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-40527","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40527","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=40527"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40527\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":40530,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40527\/revisions\/40530"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=40527"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=40527"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=40527"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}