{"id":4053,"date":"2009-07-09T09:12:02","date_gmt":"2009-07-09T07:12:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4053"},"modified":"2009-07-09T09:13:55","modified_gmt":"2009-07-09T07:13:55","slug":"hinweise-des-tages-928","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4053","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(RS\/WL)<\/p><p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: <\/p><ol>\n<li><a href=\"?p=4053#h01\">Robert von Heusinger: Danke China<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4053#h02\">Obamas Horror-Nachricht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4053#h03\">G8-Gipfel : Auf dem Weg zu den G 192?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4053#h04\">&ldquo;Merkels Regierungserkl&auml;rung zu G8 unglaubw&uuml;rdig und zynisch&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4053#h05\">Europa k&auml;mpft im IWF um Einfluss<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4053#h06\">Originalprotokoll &uuml;ber die Gespr&auml;che zur St&uuml;tzung der Hypo Real Estate Gruppe (HRE)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4053#h07\">Kaltbl&uuml;tiger Schacher im Angesicht des Abgrunds<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4053#h08\">Software f&uuml;r unfaire Marktmanipulation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4053#h09\">EU verh&auml;ngt Milliarden-Kartellstrafe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4053#h10\">Leere Versprechungen &ndash; Steuerl&uuml;gen im Wahlkampf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4053#h11\">Steuerbetr&uuml;ger k&ouml;nnen auf Steinbr&uuml;cks Sanftmut z&auml;hlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4053#h12\">Billigjobs setzen sich in Berlin durch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4053#h13\">&Auml;rger mit den Argen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4053#h14\">Berliner S-Bahn: Gr&uuml;ndlich kaputtgespart<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4053#h15\">Wirtschaftslage in Ostdeutschland stabil<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4053#h16\">Ein Grundsatzstreit entzweit die CSU: Wie viel Mitsprache sollen nationale Parlamente in der EU haben?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4053#h17\">Papst-Enzyklika: Sozialethiker kritisiert Defizite<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4053#h18\">Jens Berger: Piraten in schwerer See<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4053#h19\">Steinmeier st&uuml;rzt auf Rekordtief<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4053#h20\">Fischer, Schr&ouml;der &amp; Co &ndash; umstrittene Seitenwechsel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4053#h21\">Journalisten f&uuml;r INSM auf Tour<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4053#h22\">J&ouml;rg Tremmel: Wohlstand auf Kosten der Zukunft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4053#h23\">Bachelor geht schon baden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4053#h24\">Das Opfer der Monika Auweter-Kurtz &ndash; Kuckucksei in den Hoschulen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4053#h25\">Honduras: Medien als Waffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4053#h26\">Afghanistan ist der Krieg unserer Generation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4053#h27\">Berlin legt Ilisu-Staudamm trocken<\/a><\/li>\n<\/ol><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4053&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Robert von Heusinger: Danke China<\/strong><br>\nDiese Daten begeistern. Die deutsche Industrieproduktion zog im Mai so stark an wie nur einmal nach der Wiedervereinigung. Und die Auftragseing&auml;nge waren mit plus 4,4 Prozent rekordtr&auml;chtig. Ist das der Beginn einer kr&auml;ftigen Wirtschaftserholung, die das Krisengejammer vergessen l&auml;sst?\n<p>Nat&uuml;rlich nicht. Es ist eine technische Erholung nach dem tiefen Absturz und sie ist ganz und gar k&uuml;nstlich. Es sind die massiven Konjunkturprogramme, die nun in der Realwirtschaft Wirkung zeigen. Deshalb geht der erste Dank an John Maynard Keynes, der in den 30er Jahren genau aufschrieb, was im Fall einer derartigen Marktst&ouml;rung zu tun ist. Der zweite Dank geht an all die &Ouml;konomen (au&szlig;erhalb Deutschlands), die seine Theorie nicht verachtet haben. Und der besondere Dank geht an China, das den Keynes ganz besonders studiert hat, die massivste Konjunkturstimulierung auf den Weg gebracht hat und nun Deutschland aus der Patsche hilft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/1827714_Kommentar-Danke-China.html\">FR<\/a><\/p>\n<p><em>Siehe dazu: <\/em><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/090709_auftragsindex.gif\" alt=\"Auftragsindex\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/090709_produktionsindex.gif\" alt=\"Produktionsindex\">\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Obamas Horror-Nachricht<\/strong><br>\nDie Einsch&auml;tzung von US-Pr&auml;sident Obama, vielleicht sei ein weiteres Konjunkturpaket n&ouml;tig, entsetzt die M&auml;rkte. Denn das w&uuml;rde bedeuten, die bisherigen, teuren Schritte reichen nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1827006&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>G8-Gipfel : Auf dem Weg zu den G 192?<\/strong><br>\nDas Format der G8 hat ausgedient, das sieht auch Kanzlerin Merkel. Aber was kommt danach?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/1826268_G8-Gipfel-Auf-dem-Weg-zu-den-G-192.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&ldquo;Merkels Regierungserkl&auml;rung zu G8 unglaubw&uuml;rdig und zynisch&rdquo;<\/strong><br>\nNach der Regierungserkl&auml;rung von Bundeskanzlerin Angela Merkel zum bevorstehenden G8-Gipfel hat ihr das globalisierungskritische Netzwerk Attac Zynismus und Unglaubw&uuml;rdigkeit vorgeworfen.\n<p>&ldquo;Frau Merkels vorgebliches Engagement f&uuml;r eine neue globale Finanzmarktverfassung ist nichts als Ank&uuml;ndigungspolitik. W&auml;re es der Bundesregierung ernst mit einer echten Regulierung des Kapitalsektors, h&auml;tte sie l&auml;ngst damit auf nationaler Ebene anfangen k&ouml;nnen&rdquo;, stellte Jutta Sundermann vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreis fest. &ldquo;Warum gibt es immer noch keinen Finanzmarkt-T&Uuml;V, der Finanzprodukte zertifiziert und hoch riskante Wetten schlicht verbietet? Warum k&ouml;nnen alle gro&szlig;en deutschen Banken nach wie vor Dependancen in Steueroasen betreiben und dort Gesch&auml;fte au&szlig;erhalb ihrer Bilanzen machen? Wo ist die einheitliche Bankenaufsicht in Deutschland?&rdquo; Faszinierend sei, wie Merkel sich erneut als tapfere K&auml;mpferin f&uuml;r mehr Regulierung der Finanzm&auml;rkte inszeniere, die beim G8-Gipfel 2007 allein an den &uuml;berm&auml;chtigen USA gescheitert sei. Dass es ihre Regierung war, die im aktuellen Koalitionsvertrag ausdr&uuml;cklich die weitere Deregulierung und Zulassung hochspekulativer Derivate festgeschrieben hat, verschweige sie dabei wohlweislich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/aktuell\/neuigkeiten\/detailansicht\/datum\/2009\/07\/07\/merkels-regierungserklaerung-zu-g8-unglaubwuerdig-und-zynisch\/?no_cache=1&amp;cHash=70eb6185cc\">Attac<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Europa k&auml;mpft im IWF um Einfluss<\/strong><br>\nDie Finanzminister der EU-Staaten sind bereit, den Schwellenl&auml;ndern mehr Einfluss im Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) einzur&auml;umen.\n<p>Der Berliner Ressortchef erinnerte die Schwellenl&auml;nder daran, dass gr&ouml;&szlig;erer Einfluss &ldquo;auch mehr Verantwortung&rdquo; bedeute. Er vermisse etwa klare Ansagen dieser Staaten, wie viel sie zur Erh&ouml;hung der IWF-Ressourcen beitragen wollten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/1826316_Internationaler-Waehrungsfonds-Europa-kaempft-im-IWF-um-Einfluss.html\">FR<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung R.S.:<\/strong> Wer zahlt, schafft an.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Originalprotokoll &uuml;ber die Gespr&auml;che zur St&uuml;tzung der Hypo Real Estate Gruppe (HRE) vom 26.09.2008 &ndash; 28.09.2008 in Frankfurt bei der BaFin<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/finanzdienstleister\/537291.pdf\">FTD [PDF &ndash; 1.9 MB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es ist nicht sicher, ob die angegebenen Datei (noch) ge&ouml;ffnet werden kann. Nachdem ich sie zun&auml;chst &ouml;ffnen konnte, gelang das sp&auml;ter nicht mehr. Daher <a href=\"upload\/pdf\/090708_protokoll_hre.pdf\">das gespeicherte Protokoll noch einmal  [PDF &ndash; 1.9 MB]<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Kaltbl&uuml;tiger Schacher im Angesicht des Abgrunds<\/strong><br>\nDramatische Stunden im Herbst: Drei Tage lang standen die deutschen Banken vor dem Kollaps. Ein BaFin-Protokoll macht nun erstmals klar, wie verbissen Banken und Bund um die Rettung der Hypo Real Estate schacherten &ndash; und um die Frage, wer sie bezahlen soll.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,634872,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wir warnen davor, dieses Protokoll als eine neutrale Darstellung der damaligen Gespr&auml;che zu betrachten. Es wurde erst am 9.10.2008 erstellt, also erst Tage nachdem am 5.10.2008 ein weiteres Rettungspaket von 50 Milliarden bereitgestellt werden musste.<\/em><\/p>\n<p>Das Protokoll wurde von der BaFin erstellt. Die Bankenaufsicht ist aber als Betroffene Partei in diesem gigantischen Deal und hat nat&uuml;rlich keinerlei Interesse ihre eigene Rolle in einem schlechten Licht darzustellen. Die BaFin hat genauso kl&auml;glich versagt, wie die Bundesbank.<br>\nAllerdings die ganze Wahrheit werden wir wohl nie erfahren. <\/p>\n<p><em>Siehe dazu:<\/em> <a href=\"http:\/\/www.weissgarnix.de\/2009\/07\/08\/die-protokolle-der-weisen-von-frankfurt\/\">Die Protokolle der Wissen von Frankfurt<\/a><\/p>\n<p><em>Die Darstellung, wie hier der Staat von den Banken erpresst wurde ist aber schon interessant genug.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Software f&uuml;r unfaire Marktmanipulation<\/strong><br>\n<blockquote><p>Die Bank sieht die M&ouml;glichkeit, dass jemand, der dieses Programm nutzen kann, es einsetzen k&ouml;nnte, um die M&auml;rkte auf unfaire Weise zu manipulieren<\/p><\/blockquote>\n<p>sagte Assistents-Staatsanwalt Joseph Facciponti laut einem am Montag ver&ouml;ffentlichten Mitschnitt der Verhandlung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/finanzdienstleister\/:Sicherheitsl%FCcke-Programmierer-kopiert-Goldman-Code\/536921.html\">FTD<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.R.:<\/strong> Kein Wort davon, dass gerade Goldman ja dieses Programm ersonnen hat, um es einzusetzen&hellip; Etwa nicht, um die M&auml;rkte auf unfaire Weise zu manipulieren? Das wird nat&uuml;rlich nicht thematisiert&hellip;<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu:<\/em> <a href=\"http:\/\/www.t-blog.de\/41902\/software-fur-unfaire-marktmanipulation\">&ldquo;Software f&uuml;r unfaire Marktmanipulation&rdquo;<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>EU verh&auml;ngt Milliarden-Kartellstrafe<\/strong><br>\nDie EU-Kommission hat gegen die Energiekonzerne E.On und GDF Suez wegen der Verletzung des EU-Wettbewerbsrechts eine Geldstrafe von je 553 Millionen Euro verh&auml;ngt. Es ist die zweith&ouml;chste Geldstrafe der europ&auml;ischen Wettbewerbsgeschichte. Nach Angaben der EU-Kommission teilten E.On und GDF bis 2005 insgesamt 30 Jahre lang Gasm&auml;rkte in Deutschland und Frankreich untereinander auf. Die Konzerne hatten 1975 beim Bau der gemeinsamen Megal-Pipeline vereinbart, russisches Erdgas nicht im Land des jeweils anderen Unternehmens zu verkaufen. Beide Firmen h&auml;tten auch nach der Liberalisierung der europ&auml;ischen Gasm&auml;rkte im Jahr 2000 an der Vereinbarung festgehalten und seien erst 2005 endg&uuml;ltig davon abger&uuml;ckt. Die Konzerne m&uuml;ssen die Busse schon zahlen, bevor der Rechtsstreit erledigt ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/eu_kartell_eon_edf_1.2954424.html?printview=true\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es ist einer der kurzen Augenblicke, der einen mit dieser Institutionen der EU vers&ouml;hnt. Soviel wird in Europa auf dem Altar Wettbewerbsgedankens geopfert. Erinnert sei an den Vorrang des freien Wettbewerbs vor Grunds&auml;tzen der Gleichbehandlung von In- und Ausl&auml;ndern durch orts&uuml;bliche, faire und f&uuml;r alle gleiche L&ouml;hne. Doch diesmal hat die Aktion der Kommission, die im Mai 2006 mit Razzien bei den Energiekonzernen begann, zum Erfolg gef&uuml;hrt und bef&ouml;rdert den gesamtwirtschaftlichen Wohlstand. &ndash; Angesichts eines vulgarisierten, ideologisch verbr&auml;mten Wettbewerbsgedankens in der derzeitigen Form des Neoliberalismus, sollte man sich an die urspr&uuml;nglichen Intentionen erinnern. Auf einer Tagung des Vereins f&uuml;r Sozialpolitik im September 1932 postulierte Alexander R&uuml;stow: &ldquo;Der neue Liberalismus jedenfalls, der heute vertretbar ist (&hellip;), fordert einen starken Staat oberhalb der Wirtschaft, oberhalb der Interessen, da, wo er hingeh&ouml;rt.&rdquo; Er pl&auml;dierte f&uuml;r eine &ldquo;Wettbewerbspolizei&rdquo; zur Verhinderung von Marktmacht. Gratulation an die Wettbewerbskommission der EU als &ldquo;Wettbewerbspolizei&rdquo; zur Verhinderung von Kartellabsprachen.- Dass die Konzerne auf dem falschen Fu&szlig; erwischt wurden, zeigt die besonders d&auml;mliche Erkl&auml;rung des E.On-Sprecher Jens Schreiber, die Kommission meine m&ouml;glicherweise eine Vereinbarung, die 1975 im Zusammenhang mit der Erdgaspipeline Megal getroffen worden sei, aber niemals angewandt sei.- Der Mann hat einen Soloauftritt in der Sendung &ldquo;Neues aus der Anstalt verdient&rdquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Leere Versprechungen &ndash; Steuerl&uuml;gen im Wahlkampf<\/strong><br>\nSteuerl&uuml;gen im Wahlkampf haben meistens kurze Beine und sorgen f&uuml;r Vertrauensverlust der B&uuml;rger gegen&uuml;ber der Politik. Den meisten ist durchaus klar, dass in der aktuellen Krise Versprechen von Steuersenkungen nicht zu halten sein werden und sie am Ende doch die Zeche f&uuml;r die milliardenschweren Konjunkturprogramme zahlen m&uuml;ssen. Die Geschichte zeigt aber: Politiker und Parteien, die die Wahrheit sagen, werden vom W&auml;hler abgestraft.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/plusminus\/beitrag_dyn~uid,an5ajm4wdck3louh~cm.asp\">ARD Plusminus (Text)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/mediathek.daserste.de\/daserste\/servlet\/content\/2677902?pageId=487872&amp;moduleId=432744&amp;categoryId=&amp;goto=1&amp;show=\">ARD Plusminus (Video)<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Steuerbetr&uuml;ger k&ouml;nnen auf Steinbr&uuml;cks Sanftmut z&auml;hlen<\/strong><br>\nGeht es gegen Steuerfl&uuml;chtige und Steueroasen pflegt Finanzminister Steinbr&uuml;ck die gro&szlig;e Lippe. Der Schweiz hat er mit dem Einmarsch der Kavallerie gedroht, wenn sie jetzt nicht hinters Bankgeheimnis blicken lasse. Die Wahrheit ist: Deutsche Finanzminister sind keine Helden in diesem Kampf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/blog\/82_wahlfisch\/archive\/2647_steuerbetrueger_koennen_auf_steinbruecks_sanftmut_zaehlen.html\">Stern<\/a>\n<p><em>Dazu auch: <\/em><\/p>\n<p><strong>Luxemburg nicht mehr auf der &ldquo;grauen Liste&rdquo;<\/strong><br>\nDie Organisation f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat Luxemburg von der grauen Liste mit Steueroasen gestrichen. Luxemburg hatte zuvor ein zw&ouml;lftes Abkommen &uuml;ber den Austausch von Finanzinformationen mit anderen L&auml;ndern unterzeichnet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/luxemburg_nicht_mehr_auf_der_grauen_liste_1.2955913.html?printview=true\">NZZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der Bankenverband ABBL hat inzwischen seine Mitglieder und die Kundschaft beruhigen k&ouml;nnen. Um Einsicht in Kontendaten ausl&auml;ndischer Anleger zu erhalten, m&uuml;ssen die ausl&auml;ndische Beh&ouml;rden konkrete Beweise daf&uuml;r vorlegen, dass der B&uuml;rger des betreffenden Staates Steuerbetrug begangen hat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Billigjobs setzen sich in Berlin durch<\/strong><br>\nIn den letzten vier Jahren ist die Zahl der Minijobber und Leiharbeiter gestiegen. Inzwischen haben ein Viertel aller Erwerbst&auml;tigen weniger als 900 Euro im Monat zur Verf&uuml;gung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/Arbeitsmarkt;art270,2842890\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&Auml;rger mit den Argen<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/mediathek.daserste.de\/daserste\/servlet\/content\/2677922?pageId=487872&amp;moduleId=432744&amp;categoryId=&amp;goto=1&amp;show\">Das Erste Plusminus<\/a>\n<p><em>Dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Datensch&uuml;tzer beklagen fehlende Sensibilit&auml;t der Besch&auml;ftigten \/ Hauptursache ist h&auml;ufiger Personalwechsel<\/strong><br>\nDer Datenschutz in der Hartz-IV-Verwaltung Bagis ist l&ouml;chrig wie ein Schweizer K&auml;se. Datensch&uuml;tzer klagen: Pers&ouml;nliche Fragen werden im Wartebereich und in der Amtsstube vor ungez&auml;hlten Zeugen er&ouml;rtert &ndash; darunter fremde Sachbearbeiter, andere Hartz-IV-Kunden und die Leute vom Sicherheitsdienst. Dabei werde &uuml;ber ansteckende Krankheiten genauso gesprochen wie &uuml;ber Vorstrafen und s&auml;mtliche Verm&ouml;gensverh&auml;ltnisse des Antragsstellers und seiner &ldquo;Bedarfsgemeinschaft&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.weser-kurier.de\/20090708\/btag_450_32303039303730383030373432.php?MeldungsID=2009070800742&amp;co=1&amp;ressort=BTAG%2FGES%2FBREMEN%2F01&amp;ueberschrift=Bagis-Kunden%3A+Privatsph%E4re+nicht+gesch%FCtzt+&amp;\">Weser Kurier<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Gr&uuml;ndlich kaputtgespart<\/strong><br>\nDer durch die systematische Verschleppung von vorgeschriebenen Wartungsarbeiten seit einer Woche stark eingeschr&auml;nkte Betrieb der Berliner S-Bahn wird fr&uuml;hestens im September wieder in vollem Umfang laufen. Als Ursache sehen S-Bahn-Mitarbeiter die im Zuge des angestrebten B&ouml;rsengangs von der Bahn AG geforderten immer h&ouml;heren Gewinnabf&uuml;hrungen. Aus der Mittelfristplanung des Konzerns, die ddp vorliegt, geht hervor, da&szlig; die mit rund 250 Millionen Euro pro Jahr aus dem Berliner Landeshaushalt subventionierte S-Bahn in diesem Jahr mit 87,7 Millionen Euro einen um 50 Prozent h&ouml;heren Gewinn als 2008 an die Deutsche Bahn abf&uuml;hren sollte. Damit h&auml;tte sich der zu &uuml;berweisende Betrag seit dem Jahr 2005 verf&uuml;nffacht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/07-08\/001.php\">JungeWelt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Wirtschaftslage in Ostdeutschland stabil<\/strong><br>\nOstdeutschland holt wirtschaftlich weiter auf, wird aber auch bis zum Ende des Solidarpakts 2019 nicht das Niveau des Westens erreichen k&ouml;nnen. Zu dieser Einsch&auml;tzung kommt die Bundesregierung in ihrem aktuellen Jahresbericht zum Stand der Deutschen Einheit (16\/13360). Das gut 130 Seiten umfassende Dokument legt seine Schwerpunkte auf den wirtschaftlichen Konvergenzprozess seit 1989, die F&ouml;rderpolitik des &ldquo;Aufbau Ost&rdquo; und die gesellschaftliche St&auml;rkung der Deutschen Einheit.\n<p>Um Ostdeutschland voranzubringen, seien von 2006 bis 2008 rund 45 Milliarden Euro an Hilfen aus dem Solidarpakt in den Aufbau von Wirtschaft und Infrastruktur gesteckt worden, schreibt die Bundesregierung So sei der wirtschaftliche Aufholprozess des Ostens wieder in Gang gekommen, wenn auch mit deutlich geringerer Geschwindigkeit als zu Beginn der neunziger Jahre. Zwischen 2000 und 2008 sei das Bruttoinlandsprodukt (BIP) je Einwohner von 67 auf 71 Prozent des Westniveaus gestiegen, die Produktivit&auml;t habe 79 Prozent des Westniveaus erreicht. Die Quote von Selbstst&auml;ndigen und Unternehmensgr&uuml;ndungen liege bereits gleichauf. Deshalb, so hei&szlig;t es im Bericht, sei eine Angleichung an die strukturschw&auml;cheren West-L&auml;nder bis 2019 &ldquo;eine absehbare Perspektive&rdquo;. Schleswig-Holstein zum Beispiel erreiche heute nur gut 85 Prozent des West-Durchschnitts.<\/p>\n<p>Au&szlig;erdem sagt der Bericht voraus, dass Ostdeutschland von der gegenw&auml;rtigen Wirtschaftskrise nicht so stark betroffen sein wird wie der Westen Deutschlands. F&uuml;r ganz Deutschland werde bisher ein Einbruch von sechs Prozent beim Wirtschaftswachstum prognostiziert, in Ostdeutschland solle dieser bei &ldquo;nur&rdquo; f&uuml;nf Prozent liegen. Grund daf&uuml;r sei der h&ouml;here Anteil kleiner und mittlerer Unternehmen, die bei geringeren Ausfuhren vom Exporteinbruch nicht so betroffen seien wie Gro&szlig;unternehmen. Um die Leistungsf&auml;higkeit der ostdeutschen Bundesl&auml;nder langfristig zu erhalten, sei es n&ouml;tig, Innovationen in folgenden Feldern voranzutreiben: F&ouml;rderung der regionalen Wirtschafts- und Infrastruktur, Solarenergie, Umweltschutztechnologien sowie Nano- und Biotechnologie. Wissenschaft und Hochschulen w&uuml;rden besonders durch das F&ouml;rderprogramm &ldquo;Spitzenforschung und Innovation in den neuen L&auml;ndern&rdquo; unterst&uuml;tzt.<\/p>\n<p>Der Bericht &uuml;bt aber auch Kritik am Zustand der inneren Einheit Deutschlands: &ldquo;Die gegenseitige Anerkennung der B&uuml;rger in Ost- und Westdeutschland ist trotz aller Fortschritte noch immer nicht ausreichend. In Ost und West haben viele B&uuml;rger das Gef&uuml;hl, dass die Menschen des jeweils anderen Landesteils ihre Leistungen nicht gen&uuml;gend anerkennen und zu wenig Verst&auml;ndnis f&uuml;r ihre Situation aufbringen.&rdquo; Ost- und Westdeutsche empf&auml;nden sich demnach noch immer gegenseitig als fremd, im Osten gebe es ein Gef&uuml;hl der Benachteiligung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/aktuell\/hib\/2009\/2009_211\/02.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wie man angesichts der Tatsache, dass in Ostdeutschland &bdquo;nur&ldquo; ein Wirtschafteinbruch von f&uuml;nf Prozent prognostiziert wird und vor dem Hintergrund der nach wie vor schlechten Daten von einer &bdquo;stabilen Wirtschaftslage&ldquo; sprechen kann, grenzt schon an Manipulation.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Ein Grundsatzstreit entzweit die CSU: Wie viel Mitsprache sollen nationale Parlamente in der EU haben?<\/strong><br>\nEntz&uuml;ndet hat sich der Streit an der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, wonach der EU-Reformvertrag von Lissabon zwar rechtm&auml;&szlig;ig ist, Bundestag und Bundesrat aber mehr Einfluss bekommen sollen. \n<p>Seehofer und Dobrindt wollen den Einfluss des Parlaments massiv ausweiten und fordern, dass der Bundestag k&uuml;nftig am besten vor jeder EU-Entscheidung sein Placet erteilen solle. Dobrindt will keine &ldquo;Schmalspurvariante&rdquo; der Parlamentskontrolle, sondern <em>&ldquo;ganz offensichtliche Fehlentwicklungen korrigieren&rdquo;<\/em>. <\/p>\n<p>Das Gegenlager bilden vor allem die CSU-Europaabgeordneten. Deren Vorsitzender Ferber warnte seine Partei vor einer Blockadehaltung und wies die weitreichenden Forderungen zur&uuml;ck. Es w&uuml;rde die Bundesregierung zu stark einschr&auml;nken, wenn sie f&uuml;r jeden Verhandlungsschritt in Br&uuml;ssel einen neuen Bundestagsbeschluss ben&ouml;tige.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/239\/479727\/text\/\">SZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Diesen Streit hat das Bundesverfassungsgericht mit seinem Urteil selbst ausgel&ouml;st. Das Gericht hat zwar eine Reihe von Fallvarianten aufgez&auml;hlt, bei denen die Regierung eine Weisung des Parlaments einholen muss, aber keine klaren Abgrenzungskriterien bestimmt. Vgl. <a href=\"?p=4048\">Bundesverfassungsgericht: Nationaldemokratische Starrheit &ndash; Europ&auml;ische Demokratie bleibt auf der Strecke<\/a>. Hier zeigt sich der Strukturfehler dieses Urteils, n&auml;mlich, dass es nicht auf eine Demokratisierung der EU abgestellt hat, sondern das Demokratiedefizit national ausgleichen will.<\/em><\/p>\n<p>Damit hat es denjenigen, die der EU aus nationalistischen Gr&uuml;nden (und nicht aus demokratischen Gr&uuml;nden) skeptisch gegen&uuml;ber stehen, T&uuml;r und Tor ge&ouml;ffnet.<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Papst-Enzyklika: Sozialethiker kritisiert Defizite<\/strong><br>\nDer Sozialethiker Prof. Friedhelm Hengsbach sieht in der Sozialenzyklika von Papst Benedikt XVI. entscheidende Defizite. &ldquo;Gerade die Probleme der Finanzm&auml;rkte sind ziemlich schwach und blass dargestellt. Es gibt keine konkreten Anweisungen oder konkrete Orientierungen, wie sie gel&ouml;st werden sollen&rdquo;, sagte der emeritierte Professor f&uuml;r Wirtschafts- und Gesellschaftsethik am Dienstag in einem Gespr&auml;ch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/1825968_Papst-Enzyklika-Sozialethiker-kritisiert-Defizite.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Jens Berger: Piraten in schwerer See<\/strong><br>\nEs kam, wie es kommen musste. Gerade eben beendete die Piratenpartei ihren Bundesparteitag in Hamburg und schon unterlief der jungen Partei ein Kardinalfehler, der in etablierten Medien und der Bloglandschaft gen&uuml;sslich ausgeschlachtet wird. Das Parteimitglied Bodo Thiesen wurde von den anwesenden Piraten in das eher unbedeutende Amt des &bdquo;Ersatzrichters&ldquo; gew&auml;hlt. Dumm nur &ndash; wer es gut mit Thiesen meint, k&ouml;nnte ihn einen Wirrkopf nennen, wer ihm weniger wohlgesonnen ist, h&auml;lt ihn f&uuml;r einen Revisionisten und Holocaustleugner. W&auml;hrend ein Gro&szlig;teil der Parteitagsmitglieder nicht in vollem Ma&szlig;e &uuml;ber die Personalie Thiesen im Bilde war, wusste der Bundesparteivorstand wohl sehr genau, welche Laus man sich da in den eigenen Pelz setzt. Ein PR-Gau ersten Grades, der nun die Grundprinzipien der Piraten auf eine harte Probe stellt. Denn wer f&uuml;r Meinungsfreiheit k&auml;mpft, muss auch f&uuml;r Meinungsfreiheit von Wirrk&ouml;pfen k&auml;mpfen und daf&uuml;r im Zweifelsfalle auch eine schlechte Presse in Kauf nehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/572\/piraten-in-schwerer-see\">Spiegelfechter<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ich kann Jens Bergers Position nicht teilen: Meinungsfreiheit ist das eine, eine Partei (also eine politische Bewegung, die f&uuml;r die Allgemeinheit etwas bewegen will) kann sich nicht auf die Meinungsfreiheit zur&uuml;ckziehen, wenn ihre Mitglieder Positionen vertreten, die demokratiefeindlich und inhuman sind (NS- und Holocaust-Relativierung). <\/em><\/p>\n<p>Die Leugnung des Holocaust ist nicht nur eine historisch falsche Meinung bzw. eine Meinung, die eine L&uuml;ge beinhaltet, sondern diese &bdquo;Meinung&ldquo; zielt auf die Grundfesten einer freiheitlichen Demokratie, die ja gerade die Meinungsfreiheit garantiert. Kann man Meinungsfreiheit tolerieren, die ein Terrorsystem, das nicht nur die massenhafte und systematische Vernichtung von Menschen aus (pseudo-)rassistischen Gr&uuml;nden betrieben hat, sondern auch die Wahrnehmung von Meinungsfreiheit auf brutalste Weise unterdr&uuml;ckt hat?<\/p>\n<p>Ich bin mit Jens Berger (und dem Bundesverfassungsgericht) der Meinung, dass Meinungsfreiheit konstitutiv f&uuml;r eine wirkliche Demokratie ist, wenn dieses hohe Gut aber von Geschichtsrevisionisten, NS-Verharmlosern und Leugnern eines in der Menschheitsgeschichte einmalen V&ouml;lkermords missbraucht wird, dann sind diejenigen, die unter dem Mantel der Meinungsfreiheit solche L&uuml;gen verbreiten, auch als L&uuml;gner zu bezeichnen. <\/p>\n<p>Meinungsfreiheit hat als Ziel sich &uuml;ber den Austausch von Meinungen der Wahrheit anzun&auml;hern, L&uuml;gen f&uuml;hren aber nicht zur Wahrheit und wenn die L&uuml;ge als Meinung um sich greift, dann f&uuml;hrt das nicht nur von der Wahrheit weg, sondern politisch in die Katastrophe. <\/p>\n<p>Das erleben wir &uuml;brigens gerade in der Form, in der eine wirtschaftliche Ideologie zur Wahrheit erkl&auml;rt wurde.<\/p>\n<p>Dass die Leugnung des Holocausts in Deutschland strafbewehrt ist, liegt prinzipiell auf der gleichen Ebene, wie sich auch in der Privatsph&auml;re jemand strafbar macht, der einen einzelnen oder eine Gruppe mit seiner (falschen) &bdquo;Meinungs&auml;u&szlig;erung&ldquo; in seinen Pers&ouml;nlichkeitsrechten verletzt. <\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Steinmeier st&uuml;rzt auf Rekordtief<\/strong><br>\nDie aktuelle Forsa-Umfrage zeigt es: Die SPD kommt einfach nicht voran. Innerhalb der Partei schwelt wegen der schlechten Umfragewerte f&uuml;r Frank-Walter Steinmeier eine Personaldiskussion. Kanzlerin Merkel und Wirtschaftsminister zu Guttenberg gewinnen dagegen an Vertrauen.\n<p>Die Frage einer Kanzlerschaft Steinmeiers wird in der Partei &uuml;berhaupt nicht mehr diskutiert. Ganz ernsthaft ist dort eine sehr spezielle Theorie im Gespr&auml;ch: Ob es denn nicht gut sei, wenn die FDP bei der Bundestagswahl besonders gut abschneide. Denn dann drohe Angela Merkel ein besonders unangenehmer Koalitionspartner. Umso geneigter k&ouml;nne sie sein, die Koalition mit den pflegeleichten Genossen fortzusetzen.<\/p>\n<p>V&ouml;llig fassungslos machte M&uuml;ntefering viele in der Partei mit seiner &Auml;u&szlig;erung, er wolle auch nach der Bundestagswahl wieder als Parteichef antreten. Das wurde von allen so verstanden, dass er f&uuml;r den Tag der neuen Machtverteilung in der SPD nach einer Wahlniederlage versuche, sich den Posten des SPD-Chefs auf dem dann folgenden SPD-Parteitag im November 2009 zu sichern. Wie verquer in der SPD die ganze Debatte l&auml;uft, zeit sich auch darin, dass bereits jetzt die Frage diskutiert wird, auf jeden Fall m&uuml;sse jeder Versuch M&uuml;nteferings verhindert werden, nach der Wahl SPD-Fraktionschef zu werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:Umfrage-Steinmeier-st%FCrzt-auf-Rekordtief\/537371.html\">FTD<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Kurt Beck d&uuml;rfte sich &uuml;ber die Erfolge seiner Meuchler vermutlich klammheimlich am&uuml;sieren. Interessant ist die neueste Koalitionsspekulation: Gro&szlig;e Koalition, weil die Sozialdemokraten f&uuml;r Merkel pflegleichter. Diese Spekulation die angeblich innerhalb der SPD zirkuliert, erkl&auml;rt das Rekordtief.<\/em><\/p>\n<p>Dazu Klaus Kocks, ein Meinungsforscher, der offenbar mehr Durchblick hat, als der Forsa-Chef G&uuml;llner:<\/p>\n<p><strong>Endzeitstimmung<\/strong><br>\nDie SPD hat ihre Seele zerbrochen an der Agenda 2010. Die Mitglieder haben Hartz Eins bis Vier nicht verstanden. Von den W&auml;hlern haben dies nur die verstanden, die nicht zum Stamm geh&ouml;ren. Die zu F&uuml;hrenden fremdeln mit den F&uuml;hrern, damals und heute. Man hat ihnen gesagt, dass die Globalisierung den Verrat an der Seele verlange. Und rotweintrunken mit Basta die bittere Medizin verabreicht. Nun stehen die Verr&auml;ter wieder da: M&uuml;ntefering und Steinmeier, politische Greise beide; die Zauberlehrlinge aus dem Regime des Gerhard Schr&ouml;der. Schr&ouml;der souffliert aus der Kulisse gegen den Baron aus Bayern, Spr&uuml;che aus der Altersbosheit brabbelnd.<\/p>\n<p>Das Volk ist ein trotziger L&uuml;mmel. Es versteht noch immer nicht. Und so bleibt es bei zwanzig Prozent. Ich wundere mich, bitter und b&ouml;se, wie ich bin, dass es &uuml;berhaupt noch so viel sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1827776&amp;em_loc=1775&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/kommentare\/&amp;em_ivw=fr_kommentar\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Fischer, Schr&ouml;der &amp; Co &ndash; umstrittene Seitenwechsel<\/strong><br>\nJoschka Fischer ber&auml;t den Energieriesen RWE. Dabei ist der ehemalige Au&szlig;enminister nicht der einzige Politiker, der zum Lobbyisten wurde. Initiativen wie Lobbycontrol beobachten solche wirtschaftspolitischen Wanderbewegungen &uuml;beraus kritisch und fordern Konsequenzen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/nachrichten\/waz\/2009\/7\/7\/news-124879555\/detail.html\">Der Westen<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Fairerweise sollte erw&auml;hnt werden, dass der ehemalige hessische Umweltminister (!!!), Bundesau&szlig;enminister und Vizekanzler zwar der rangh&ouml;chste aber nicht erste gr&uuml;ne Spitzenpolitiker ist, der sich f&uuml;r die Energiewirtschaft verkauft. Schauen Sie auf diesen freundlich blickenden Herren mit den Stricknadeln.<\/em><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/73\/305043\/bilder\/?img=9.0\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Journalisten f&uuml;r INSM auf Tour<\/strong><br>\nWas ist aus der &bdquo;guten alten Sozialen Marktwirtschaft&ldquo; geworden? Das fragt sich die von den Arbeitgeberverb&auml;nden der Metall- und Elektro-Industrie finanzierte Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Um Antworten auf diese Fragen zu finden, schickt sie zur Zeit drei Reporter 30 Tage lang durch das Land, darunter eine &bdquo;angehende Journalistin bis 25 Jahre&ldquo; und eine &bdquo;erfahrene Journalistin bis 35 Jahre&ldquo;.\n<p>F&uuml;r diese &ldquo;kritischen&rdquo; Nachfragen werden Journalisten gesucht, die &bdquo;der sozialen Marktwirtschaft gegen&uuml;ber positiv eingestellt und einem unternehmernahen Auftraggeber gegen&uuml;ber aufgeschlossen sind&ldquo;, so das Profil in der Stellenanzeige.<\/p>\n<p>Diese uns&auml;gliche Vermischung von Journalismus und interessengeleiteter PR widerspricht allen journalistischen Grunds&auml;tzen und ist mit neutraler und aufkl&auml;rerischer Pressearbeit nicht vereinbar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2009\/07\/journalisten-fur-insm-auf-tour\/\">LobbyControl<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers B.H.:<\/strong> Sollte man also demn&auml;chst auf der Stra&szlig;e von einem Journalisten zur Marktwirtschaft befragt werden, dann sollte jeder wissen, dass die Maulhelden der INSM hinter diesem PR-Gag stehen (&hellip;)<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>J&ouml;rg Tremmel: Wohlstand auf Kosten der Zukunft<\/strong><br>\nBeim Krisenmanagement offenbart sich in Deutschland eine seltene Einigkeit: Ob Bankenrettung, Konjunkturpakete, Staatsverschuldung &ndash; Konsens auf Kosten der n&auml;chsten Generationen. Denn niemand anders als sie werden die irrsinnige Neuverschulung des Bundes in den Jahren 2010 bis 2012 in H&ouml;he von 310 Milliarden Euro abtragen m&uuml;ssen. Der gigantische Schuldenberg ist gr&ouml;&szlig;er als der gesamte Bundeshaushalt f&uuml;r das Jahr 2008. Die Schuldenmeister werden sagen: die Konjunkturpakte sichern Arbeitspl&auml;tze. Ist es aber moralisch gerechtfertigt, heutige Probleme auf Kosten k&uuml;nftiger Generationen zu l&ouml;sen? Meiner Ansicht nach nicht.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.insm-oekonomenblog.de\/demografie\/wohlstand-auf-kosten-der-zukunft\/\">INSM-&Ouml;konomenblog<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Eigentlich ist dieses Gefasel keinen Hinweis wert, allerdings die offensichtlich nicht zuf&auml;llige Zusammenarbeit zweier neoliberaler Denkfabriken. Dr. Dr. J&ouml;rg Tremmel ist wissenschaftlicher Direktor der &bdquo;Stiftung f&uuml;r die Rechte zuk&uuml;nftiger Generationen&ldquo;, in deren Beirat wir einige der &uuml;blichen Verd&auml;chtigen finden: Bernd Raffelh&uuml;schen (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, Stiftung Marktwirtschaft, ERGO-Versicherungsgruppe, Meinhard Miegel, Werner Weidenfeld (Centrum f&uuml;r angewandte Politikforschung, Ex-Vorstand der Bertelsmann Stiftung), allerdings auch Ernst Ulrich von Weizs&auml;cker und Peter Grottian.<\/em><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.generationengerechtigkeit.de\/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=3&amp;Itemid=23\">Stiftung f&uuml;r die Rechte zuk&uuml;nftiger Generationen<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.generationengerechtigkeit.de\/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=12&amp;Itemid=30#weidenfeld\">Stiftung f&uuml;r die Rechte zuk&uuml;nftiger Generationen (wissenschaftlicher Beirat)<\/a><br>\nQuelle 4: <a href=\"?p=2251\">Nachdenkseiten vom 13.04.2007<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Bachelor geht schon baden<\/strong><br>\nDer Streik der Studierenden und Sch&uuml;ler war erfolgreich. 270.000 Protestierende auf den Stra&szlig;en, die gr&ouml;&szlig;te unabh&auml;ngige Bildungsbewegung seit Jahrzehnten; demokratisch angelegt und durch eine Klammer gemeinsamer Forderungen f&uuml;r die &ouml;ffentlichen Botschaften zusammengehalten; nicht herausragende Wortf&uuml;hrer, sondern lokale B&uuml;ndnisse pr&auml;gten das Bild von der Bewegung. Es war ein Streik der vielen tausend Gesichter. Auch Gewerkschaften, soziale Gruppen, einige Rektoren und Pr&auml;sidenten, Hochschullehrer, akademischer Mittelbau und Lehrer unterst&uuml;tzten den Streik. Dieser hat den schon l&auml;nger schwelenden Unmut &uuml;ber die miserablen Zust&auml;nde an den Schulen und Hochschulen &ndash; die Kitas nicht zu vergessen &ndash; zum Vorschein gebracht. An den Bildungseinrichtungen wurden fruchtbare und kontroverse Debatten &uuml;ber grundlegende Fragen und Perspektiven des Bildungssystems gef&uuml;hrt.\n<p>Die einzige Gruppe, die sich bisher auff&auml;llig bedeckt h&auml;lt, ist die der Politiker. Neben Respektsbekundungen der Gr&uuml;nen und der Linkspartei fiel die SPD durch nahezu komplette Sprachlosigkeit auf. Dass die CDU den Bildungsstreik als linke, instrumentalisierte Wahlkampagne denunziert, zeigt jenseits des l&auml;cherlichen &ldquo;Bildungsgipfels&rdquo; einmal mehr, dass die Kanzlerin und ihre CDU\/CSU wenig von den Problemen in Schulen und Hochschulen verstanden haben. Insgesamt f&auml;llt auf, wie schwach die Verteidigung der bisherigen Bildungspolitik ist. Kein Politiker von Rang, kein Rektor, kein Professor konnte den Schmalspur-Bachelor noch ernsthaft verteidigen. Die gl&uuml;hendsten Verfechter der Bachelor- und Masterstudieng&auml;nge sind ganz leise geworden. Sie sehen offenbar, was damit angerichtet wurde. Kurzum: Der Bachelor in seiner bisherigen Form hat keinen &ouml;ffentlichen R&uuml;ckhalt mehr. Kaum ein Professor wird noch mit &Uuml;berzeugung die Hand f&uuml;r einen sechssemestrigen, verschulten Bachelor heben, wenn eine Pr&uuml;fungsordnung verabschiedet wird.<\/p>\n<p>Die Hochschulen stehen nach dem Bildungsstreik vor einer Revision, die im Rahmen des Bologna-Prozesses erlaubt und angemessen ist. Die grunds&auml;tzliche Kritik am System Bologna wurde in der &Ouml;ffentlichkeit kaum aufgegriffen. Dabei wird Bildung im Rahmen der Lissabon-Strategie auf ihre wirtschaftliche Verwertbarkeit reduziert und im Rahmen des Gats-Abkommens nur noch als Dienstleistung aufgefasst. Der Bildungsstreik hat zwar Aufmerksamkeit erregt, doch die weltweite &Ouml;konomisierung von Bildung schreitet weiter voran. Was also folgt aus dem Bildungsstreik? Nach dem gro&szlig;en Mobilisierungserfolg werden sich die Sch&uuml;ler und Studierenden in den n&auml;chsten Wochen auf weitere gemeinsame Proteste verst&auml;ndigen. Denn eins ist klar: 28 Milliarden Euro durch das Konjunkturpaket und den Bund-L&auml;nder-Pakt f&uuml;r Bildung investieren, aber nichts f&uuml;r Sch&uuml;ler und Studierende tun, das geht jetzt nicht mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=me&amp;dig=2009%2F07%2F09%2Fa0136&amp;cHash=ecf4db4cba\/&amp;type=98\">taz <\/a><\/p>\n<p><em>Dazu auch: <\/em><\/p>\n<p><strong>Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutieren die europ&auml;ische Studienreform<\/strong><br>\nNach dem gestrigen Runden Tisch im Bundesbildungsministerium zum Bologna-Prozess war eines klar: Es besteht weiterhin Gespr&auml;chsbedarf. Eine Gelegenheit dazu gab es schon heute bei der Bologna-Tagung der Hochschulrektorenkonferenz, des Stifterverbands und der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverb&auml;nde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/campus\/996089\/\">DLF<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Hochschulrektorenkonferenz in vertrauter Umgebung mit Stifterverband der deutschen Wirtschaft und den Arbeitgeberverb&auml;nden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h24\"><\/a><strong>Michael Brumlik: Das Opfer der Monika Auweter-Kurtz<\/strong><br>\nDie meisten neuen Pr&auml;sidialverfassungen tragen Z&uuml;ge einer grundgesetzwidrigen Machtkonzentration. Wohin diese Machtbefugnisse politisch unerfahrene, vor allem Laborluft atmende Forscher, also weltfremde ForscherInnen f&uuml;hren k&ouml;nnen, hat der Hamburger Fall schlagartig bewiesen. Das alles darf der Politik nicht egal sein. \n<p>Universit&auml;ten sind ebenso wenig mit Unternehmen gleichzusetzen wie Kirchen, Parlamente oder Familien. Universit&auml;ten sind korporativ verfasste Gemeinschaften zum Zweck wissenschaftlicher Wahrheitssuche. Progressive BildungspolitikerInnen sollten daher nach der Sommerpause schnellstens die Hochschulgesetze der L&auml;nder novellieren. Zuallererst sollten sie die Hochschulr&auml;te, das hei&szlig;t den Einfluss der Wirtschaft ersatzlos abschaffen und die Senate, die Selbststeuerung der Wissenschaft st&auml;rken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=ku&amp;dig=2009%2F07%2F07%2Fa0126&amp;cHash=e0889194f2\">taz<\/a><\/p>\n<p><em>Dazu auch: <\/em><\/p>\n<p><strong>Kuckucksei in den Hochschulen<\/strong><br>\nDie Hamburger Hochschulpolitik ist &uuml;berregional in die Schlagzeilen geraten. Zur Zeit liegt der Focus der Kritik auf der nun scheidenden Uni-Pr&auml;sidentin Auweter-Kurtz. Sie sei eine Fehlbesetzung gewesen. Doch durch wen wurde sie &uuml;berhaupt eingesetzt? Durch einen externen Hochschulrat. Und nur diesem war sie verpflichtet. Die Hochschulreformen haben die demokratische Wahl des Pr&auml;sidiums durch das Diktat des externen Hochschulrates ersetzt, der nicht einmal mehrheitlich von Universit&auml;tsangeh&ouml;rigen besetzt ist. &ldquo;Gefunden&rdquo; wurde Auweter-Kurtz schlie&szlig;lich von einem Headhunter. All diese Vorg&auml;nge entsprechen nicht den Erfordernissen des akademischen Lebens und sind entlehnt aus der sog. freien Wirtschaft. <\/p>\n<p>In Hamburg zeichnet sich in diesen Tagen &uuml;berdeutlich eine wesentliche Schw&auml;che der Hochschulreformen ab: Die Deplatziertheit der unternehmens&auml;hnlichen Strukturen. Jeder Hochschulrat, der die Funktion des Aufsichtsrats einnimmt, adaptiert blind die Steuerungsparameter aus der Wirtschaftspraxis gleich mit: &ldquo;Sichtbarer&rdquo; Erfolg, gl&auml;nzende Corporate Identity, die Magie der Zahlen. Ein Pr&auml;sidium, das mit umfassender Macht ausgestattet ist, verpflichtet sich dieser fremden Belange und setzt sie nach innen durch. Was auf der Strecke bleibt, sind die konkreten Wissenschaften mit ihren legitimen Eigeninteressen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/30\/30669\/1.html\">Telepolis<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h25\"><\/a><strong>Honduras: Medien als Waffen<\/strong><br>\nWer am Montagabend kurz vor 20 Uhr in Honduras seine Telenovela oder die Nachrichten auf CNN sehen wollte, schaute in die R&ouml;hre: Auf s&auml;mtlichen Bildschirmen des Landes wog stattdessen die blau-wei&szlig;e Fahne des Landes im Wind, untermalt von Marimba-Musik. Dann k&uuml;ndigte eine knarzige Stimme die &ldquo;Cadena nacional&rdquo; an.\n<p>Cadena nacional ist die Gleichschaltung aller Radio- und Fernsehsender des Landes, wenn die Regierung etwas zu verk&uuml;nden hat. Sie wird seit dem Putsch am 28. Juni gegen Pr&auml;sident Manuel Zelaya praktisch t&auml;glich eingesetzt: Wenn die Verl&auml;ngerung des Ausnahmezustands verk&uuml;ndet wird oder wie am Montagabend die Anh&auml;nger von Zelaya aufgefordert werden, Geld zur&uuml;ckzuzahlen, das der entmachtete Pr&auml;sident an sie ausgezahlt hat. Nach f&uuml;nf Minuten ist alles vorbei. Aber die n&auml;chste Pr&auml;sidentenansprache oder die n&auml;chste Anweisung an die Bev&ouml;lkerung ist l&auml;ngstens 24 Stunden entfernt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/1825976_Honduras-Medien-als-Waffen.html\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h26\"><\/a><strong>Afghanistan ist der Krieg unserer Generation<\/strong><br>\nNach den USA stellt Grossbritannien das zweitst&auml;rkste Truppenkontingent in Afghanistan. Die auf diesem Kriegsschauplatz gewonnenen Erfahrungen bilden den Massstab f&uuml;r Doktrin, Struktur und Ausr&uuml;stung der britischen Landstreitkr&auml;fte, wie deren designierter Generalstabschef, David Richards, erkl&auml;rt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/international\/afghanistan_ist_der_krieg_unserer_generation_1.2948376.html?printview=true\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nicht unbedingt ein Artikel f&uuml;r Pazifisten, aber recht informativ im Bereich milit&auml;rischer Denkweise. In Bezug auf die Situation in Afghanistan ist zu erw&auml;hnen, das nicht unwichtige Personen des britischen Establishments vor kurzem ein Bericht vorgesellt haben, der u.a. den Krieg in Afghanistan verloren gibt, wenn dieser in der bisherigen Weise fortgef&uuml;hrt wird. Die Autoren sind: der britische Verteidigungsminister und sp&auml;tere &shy;NATO-Generalsekret&auml;r Lord George Robertson, der ehemalige Generalstabschef und sp&auml;tere britische Botschafter bei den Vereinten Nationen, Jeremy Greenstock und der ehemalige Hohe Kommissar der UNO in Bosnien, Lord Paddy Ashdown.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dawn.com\/wps\/wcm\/connect\/dawn-content-library\/dawn\/news\/world\/13+foreign+forces+losing+in+afghanistan-za-04\">DawnCom<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h27\"><\/a><strong>Berlin legt Ilisu-Staudamm trocken<\/strong><br>\nDer umstrittene Gro&szlig;-Staudamm Ilisu im S&uuml;dosten der T&uuml;rkei wird endg&uuml;ltig nicht mit deutscher Staatshilfe gebaut. Gemeinsam mit &Ouml;sterreich und der Schweiz k&uuml;ndigte die Bundesregierung die vor zwei Jahren zugesagten Exportkreditgarantien auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/1826240_Tuerkei-Berlin-legt-Ilisu-Staudamm-trocken.html%20\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong><\/em><\/p>\n<p> Siehe dazu <a href=\"?p=3119\">Der Bau des Ilisu-Staudamms in der T&uuml;rkei&ndash; die Bundesregierung f&ouml;rdert ein Staudamm-Projekt unter Auflagen, die offensichtlich von der t&uuml;rkischen Regierung ignoriert werden<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(RS\/WL)<\/p>\n<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: <\/p>\n<ol>\n<li><a href=\"?p=4053#h01\">Robert von Heusinger: Danke China<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4053#h02\">Obamas Horror-Nachricht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4053#h03\">G8-Gipfel : Auf dem Weg zu den G 192?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4053#h04\">&ldquo;Merkels Regierungserkl&auml;rung zu G8 unglaubw&uuml;rdig und zynisch&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4053#h05\">Europa k&auml;mpft im IWF um Einfluss<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4053#h06\">Originalprotokoll &uuml;ber die Gespr&auml;che zur St&uuml;tzung der Hypo Real Estate Gruppe (HRE)<\/a><\/li>\n<li><a<\/li>\n<\/ol>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4053\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4053","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4053","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4053"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4053\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4053"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4053"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4053"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}