{"id":40531,"date":"2017-10-11T08:58:14","date_gmt":"2017-10-11T06:58:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40531"},"modified":"2026-01-27T11:22:27","modified_gmt":"2026-01-27T10:22:27","slug":"uwe-barschel-hat-mit-der-cia-zusammengearbeitet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40531","title":{"rendered":"\u201eUwe Barschel hat mit der CIA zusammengearbeitet\u201c"},"content":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px;\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/171011_barschel.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/div><p>Was verbindet die F&auml;lle Uwe Barschel, Olof Palme und William Colby miteinander? &#8232;Ihr Tod f&uuml;hrt direkt oder indirekt zu den Netzwerken der ehemaligen <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29105\">Stay-behind-Strukturen<\/a> der Nato. Davon gehen der NDR-Redakteur <strong>Patrik Baab<\/strong> und der US-amerikanische Politikwissenschaftler Robert E. Harkavy nach langj&auml;hrigen und aufwendigen Recherchen aus. In dem gerade ver&ouml;ffentlichten Buch &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.westendverlag.de\/buch\/im-spinnennetz-der-geheimdienste\/\">Im Spinnennetz der Geheimdienste<\/a>&ldquo; pr&auml;sentieren sie nun die Ergebnisse ihrer Recherchen. Gut 8 Jahre haben die beiden Autoren gemeinsam f&uuml;r das Buch recherchiert, Harkavy fing mit seinen Recherchen bereits unmittelbar nach dem Mord an Olof Palme an. Ihr Recherchen, die sich auf bisher nicht bekannte Dokumente beziehen, haben es in sich und f&uuml;hren hinein in die Schattenwelt der Tiefenpolitik. Im NachDenkSeiten-Interview verdeutlicht Baab: Auch wenn die F&auml;lle lange zur&uuml;ckliegen, so ist die Auseinandersetzung mit ihnen dringend angebracht.  Grundlegende Vorgehensweisen und Strukturen, die in ihnen zu erkennen sind, spielen m&ouml;glicherweise auch heute noch eine Rolle. Das Interview f&uuml;hrte <strong>Marcus Kl&ouml;ckner<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_2677\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-40531-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/171011_Uwe_Barschel_hat_mit_der_CIA_zusammengearbeitet_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/171011_Uwe_Barschel_hat_mit_der_CIA_zusammengearbeitet_NDS.mp3\">http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/171011_Uwe_Barschel_hat_mit_der_CIA_zusammengearbeitet_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/171011_Uwe_Barschel_hat_mit_der_CIA_zusammengearbeitet_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=40531-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/171011_Uwe_Barschel_hat_mit_der_CIA_zusammengearbeitet_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"171011_Uwe_Barschel_hat_mit_der_CIA_zusammengearbeitet_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><strong>Herr Baab, Sie haben sich damit auseinandergesetzt, wie Olof Palme, Uwe Barschel und William Colby gestorben sind. Was haben Sie herausgefunden?<\/strong><\/p><p>Wir kommen zu dem Ergebnis: Nicht nur im Falle Palme handelt es sich um Mord. Auch in den F&auml;llen Barschel und Colby deuten die Indizien am Tatort, der Tathergang, die Obduktionsergebnisse, aber auch ihre Verstrickung in die verdeckten Operationen der CIA auf Mord.<\/p><p><strong>Im Fall Palme wei&szlig; man ja, dass es ein Mord war. Aber auch Barschel und Colby wurden ermordet?<\/strong><\/p><p>Im Fall Barschel gab es immer Hinweise auf einen Mord. Aber hier fehlen Glieder in der Indizienkette, jahrelang dominierte die Selbstmord-Theorie. Doch die Spuren am Tatort, die im K&ouml;rper gefundenen Gifte, insbesondere die Spuren von Dimethylsulfoxid, weisen in Richtung Mord.  Auch die Motivlage &ndash; seine Verstrickung in Waffengesch&auml;fte, seine Kontakte zur CIA &ndash; deuten in diese Richtung. William Colbys angeblicher Bootsunfall kann keiner gewesen sein: Der Leichnam wurde Tage sp&auml;ter in einem bereits durchk&auml;mmten Abschnitt gefunden, er h&auml;tte gegen die Str&ouml;mung dorthin treiben m&uuml;ssen, er war nicht aufgedunsen.<\/p><p><strong>Bevor wir jetzt auf die Details eingehen: Was haben Sie noch herausgefunden?<\/strong><\/p><p>&#8232;&#8232;Alle drei Morde, von denen wir hier sprechen, h&auml;ngen miteinander zusammen. Der Zusammenhang ist durch die Verstrickung in illegale Waffengesch&auml;fte und in die verdeckten Operationen der CIA gegeben, auf je unterschiedliche Weise. Au&szlig;erdem: Wir kommen zu dem Ergebnis, dass CIA und MI6 &uuml;ber die Leitungsorgane der NATO-Geheimarmee &bdquo;Stay-behind&ldquo; den Mord an Olof Palme geplant und den Auftrag an einen Subunternehmer vergeben haben, um eine Beteiligung jederzeit abstreiten zu k&ouml;nnen. Der Deckname des T&auml;ters war &bdquo;Nass Beirut&ldquo;. Die Befehlskette, so ein CIA-Whistleblower, reicht &uuml;ber Ted Shackley, Oliver North und William Colby bis zum ehemaligen CIA-Direktor und damaligen Vizepr&auml;sidenten George H. W. Bush.<\/p><p><strong>Das sind weitreichende Erkenntnisse. Welche Beweise haben Sie?<\/strong><\/p><p>Dass Stay-behind hinter dem Mord an Olof Palme steckt, ist ja schon h&auml;ufiger vermutet worden. Wir k&ouml;nnen nun anhand der uns vorliegenden Geheimdokumente den Nachweis f&uuml;hren.<\/p><p><strong>Bitte genauer, auf welcher Faktenbasis beruhen die Erkenntnisse?<\/strong><\/p><p>Wir ziehen Quellen und Dokumente aus acht verschiedenen Geheimdiensten heran, darunter die CIA, Stay-behind, der fr&uuml;here Geheimdienst der CSSR, STB, das Ministerium f&uuml;r Staatssicherheit der DDR, der BND, das Bundesamt f&uuml;r Verfassungsschutz, der sowjetische Milit&auml;rgeheimdienst GRU, der iranische Geheimdienst und der Mossad. Daneben haben wir mit zahlreichen Zeitzeugen gesprochen. Nicht alle d&uuml;rfen wir nennen und zitieren, vielen mussten wir Anonymit&auml;t zusichern.<\/p><p><strong>Warum nun haben Sie gerade diese drei F&auml;lle zusammen in einem Buch bearbeitet? Sie sagen, es gibt Zusammenh&auml;nge?<\/strong><\/p><p>Genau. Es gibt Verbindungen zwischen den drei Morden. William Colby hat von 1949 bis 1959 Stay-behind in Italien und in Schweden aufgebaut, obwohl Schweden als neutrales Land nicht der NATO angeh&ouml;rt. Das wissen wir von Colby selbst: Er beschreibt es in seinen Memoiren &bdquo;Honorable Men&ldquo;. Au&szlig;erdem war Colby beim Mord an Olof Palme Teil der Befehlskette, die T&auml;ter konnten auf vorhandene Stay-behind-Strukturen zur&uuml;ckgreifen. Olof Palme wollte bei seinem f&uuml;r Fr&uuml;hjahr 1986 geplanten Besuch bei Michail Gorbatschow in Moskau &uuml;ber eine atomwaffenfreie Zone in Mitteleuropa und ein neutrales Skandinavien sprechen. Diese Pl&auml;ne liefen der NATO-Strategie zuwider. Sie sah vor, im Kriegsfall einen Pr&auml;ventivschlag gegen die sowjetischen Milit&auml;rbasen auf der Halbinsel Kola zu f&uuml;hren, wof&uuml;r insbesondere die milit&auml;rischen Einrichtungen in Norwegen notwendig waren. Au&szlig;erdem lie&szlig; Palme den schwedischen Waffenschmuggel im Rahmen der Iran-Contra-Aff&auml;re zumindest zeitweise stoppen. Dies stand den Interessen des Wei&szlig;en Hauses und der schwedischen R&uuml;stungsindustrie im Weg. Denn viele gro&szlig;en schwedischen Konzerne wie Saab, Bofors, Dynamit Nobel, Kockums sind eben auch R&uuml;stungsschmieden und auf Waffenexporte angewiesen.<\/p><p><strong>Kurz: Iran-Contra-Aff&auml;re?<\/strong><\/p><p>Mit Iran-Contra-Aff&auml;re wird eine verdeckte Operation bezeichnet, mit der w&auml;hrend des Krieges zwischen Irak und Iran trotz eines Verbots des US-Kongresses heimlich Waffen an Teheran geliefert wurden, um US-Geiseln im Iran freizubekommen. Mit den Erl&ouml;sen aus diesen Lieferungen wurden wiederum Waffen und Ausr&uuml;stung f&uuml;r die antisandinistischen Contra-Rebellen in Nicaragua beschafft. Die Aff&auml;re wurde nie ganz aufgekl&auml;rt. Ermittlungsrichter Lawrence D. Walsh konzentrierte sich auf die Verantwortlichen in den USA. H&auml;tte er sich um eine umfassende Kl&auml;rung der Zusammenh&auml;nge bem&uuml;ht, w&auml;re er vermutlich auch auf Uwe Barschel gesto&szlig;en.<\/p><p><strong>Auf Barschel?<\/strong><\/p><p>Ja, denn Uwe Barschel hat mit der CIA zusammengearbeitet.<\/p><p><strong>Barschel soll mit der CIA zusammengearbeitet haben? Wie kommen Sie zu dieser Aussage?<\/strong><\/p><p>Das wissen wir von der CIA selbst. Eine entsprechende &ndash; geheim gestempelte &ndash; Best&auml;tigung ist Teil der Ermittlungsakte Barschel in L&uuml;beck. &Uuml;ber den Gegenstand der Zusammenarbeit macht die CIA keine Angaben. Aber es gibt zahlreiche Hinweise darauf, dass Barschel zu einem der wichtigsten Vermittler von Iran-Contra-Waffengesch&auml;ften, Adnan Kashoggi, Verbindungen hatte und als Notar zusammen mit seinem Sozius Hans-Michael Moll als eine Art Treuh&auml;nder oder Vermittler in diese Waffenschiebereien eingebunden war. Dies best&auml;tigen Dokumente mehrerer Geheimdienste und zahlreiche Zeitzeugen.<\/p><p><strong>Gehen wir auf die drei F&auml;lle n&auml;her ein. Zun&auml;chst: Was muss man zu Olof Palme wissen?<\/strong><\/p><p>Die Literatur zum Mord an Olof Palme f&uuml;llt Bibliotheken. Die meines Erachtens umfangreichste Abhandlung hat Ole Dammegard geschrieben: &bdquo;Coup d&rsquo;&Eacute;tat in Slow Motion&ldquo;.  Doch ein wichtiges Dokument fehlt ihm: Es ist das Besprechungsprotokoll des Allied Clandestine Committee &ndash; Secret Operations Planning Staff vom 15. Dezember 1985. Das ACC ist das Koordinierungsgremium der NATO-Geheimarmee Stay-behind, in dem auch Schweden, Israel und S&uuml;dafrika vertreten waren, SOPS ist sein operativer Arm. In diesem Dokument werden Motive und Planungen des Mordes an Olof Palme klar beschrieben. Als Robert E. Harkavy und ich Ole Dammegard dieses Dokument vorgelegt haben, erkl&auml;rte er &uuml;berrascht: &bdquo;Nach diesem Dokument habe ich 30 Jahre lang gesucht. Es ist hundertprozentig echt!&ldquo; Davon gehen auch wir aus. Denn die Quelle ist absolut verl&auml;sslich. Wenn Sie dieses Protokoll dem BND vorlegen, wird er bestenfalls erkl&auml;ren, es handle sich um eine F&auml;lschung des KGB. Aber was sollen sie auch sonst sagen? Auch die NATO wird die Existenz dieser Organisation nicht kommentieren. Aber dass es sie gegeben hat oder immer noch gibt, ist belegt &ndash; durch Dokumente aus Norwegen, Italien, Schweden, der Bundesrepublik, durch William Colby selbst und nicht zuletzt durch die Dokumente, die uns vorliegen.<\/p><p><strong>Spulen wir vor. Am 28. Februar 1986 wurde Palme ermordet.<\/strong><\/p><p>Ja, etwa 20 Zeugen haben die Tat gesehen. Teilweise beschreiben sie den T&auml;ter, seinen Fluchtweg, die Waffe, m&ouml;gliche Helfer.<\/p><p><strong>Welche Auff&auml;lligkeiten gab es nach dem Mord?<\/strong><\/p><p>Der Tatort existiert &uuml;berhaupt nicht.<\/p><p><strong>Wie meinen Sie das?<\/strong><\/p><p>Er wurde nur engr&auml;umig abgesperrt. Mit einer Schneefr&auml;se wurde der Schnee rund um den Tatort gesammelt, ins Hauptquartier der S&auml;po, der schwedischen Sicherheitspolizei, gebracht und eingehend untersucht. Ergebnis: nichts. Stunden nach der Tat werden in der bereits ger&auml;umten Fl&auml;che zwei Kugeln gefunden, die eine 6, die andere 36 Meter vom Tatort entfernt.<\/p><p><strong>Also die Kugeln wurden sehr nah am Tatort gefunden.<\/strong><\/p><p>Und genau das ist merkw&uuml;rdig. Ballistiker sagen &uuml;bereinstimmend, dass eine Kugel eines so schweren Kalibers unm&ouml;glich so nah an der Abschussstelle gefunden werden kann. Offensichtlich wurden die Kugeln dort abgelegt, um wie zuf&auml;llig gefunden zu werden. Trotzdem pr&auml;sentiert Ermittlungsleiter Hans Holm&eacute;r eine Smith&amp;Wesson .357 Magnum als Tatwaffe. Waffenexperten geben dagegen an, dass auch andere Modelle dieses Kalibers in Frage kommen. Wir haben also keine Kugeln, keine Tatwaffe, nichts. Aber was wir haben, sind offensichtliche Vertuschungsversuche. Ausgerechnet Ermittlungsleiter Hans Holm&eacute;r will in der Tatnacht bei einem Skiwettlauf in Borl&auml;nge gewesen sein. Sein Fahrer sagt aber, er habe ihn kurz nach dem Mord am Tatort vorbeigefahren. Das Hotelpersonal gibt Holm&eacute;r kein Alibi. Wir haben also hier die Situation, dass der Ermittlungsleiter im Falle Palme, Hans Holm&eacute;r, ein Alibi braucht, aber keins aufweisen kann. Wenn das stimmt, f&auml;llt auf Hans Holm&eacute;r ein dringender Tatverdacht. Und so geht es weiter: Die Spuren, die verfolgt werden, laufen ins Leere. Die Hinweise, die es gegeben hat, werden nicht verfolgt. Zeugen werden von der Polizei weggeschickt, bedroht oder gar nicht erst vernommen.<\/p><p><strong>Weiter zu Ihren Recherchen. Was k&ouml;nnen Sie nun an neuen Kenntnissen pr&auml;sentieren?<\/strong><\/p><p>&#8232;Der Borl&auml;nge-Betrug um Hans Holm&eacute;r, der sogenannte Sabbatsberg-Betrug um die mysteri&ouml;se Rolle von Lisbet Palme, der Chamonix-Betrug um Palmes j&uuml;ngsten Sohn Marten, die Bedeutung des Waffenhandels &ndash; das haben Journalisten wie Sven An&eacute;r, Ole Dammegard, Bo G. Andersson, Micke Olander und Richard Reeves herausgearbeitet. Hier fassen wir lediglich den Sachstand zusammen, den wohlgemerkt Journalisten zusammengetragen haben, nicht die Ermittler. Die haben sich darauf konzentriert, einen drogenkranken Kleinkriminellen namens Krister Pettersson als Einzelt&auml;ter ans Messer zu liefern. Ein Berufungsgericht sprach ihn schlie&szlig;lich frei. Pettersson hatte eine Woche vor dem Mord einen Schnapsladen ausgenommen und lief danach direkt der gegen&uuml;ber wartenden Polizei in die Arme. Er w&auml;re mit einem Mord v&ouml;llig &uuml;berfordert gewesen. Es ist offensichtlich, dass hier ein S&uuml;ndenbock gesucht wurde, um die Frage nach den politischen Hintergr&uuml;nden des Mordes nicht stellen zu m&uuml;ssen.<\/p><p><strong>Sie gehen nun aber &uuml;ber diesen Erkenntnisstand hinaus?<\/strong><\/p><p>So ist es. Wir haben die Hinterm&auml;nner des Mordes, die Planungsgremien, die Befehlskette, den Decknamen des T&auml;ters und den Klarnamen des mutma&szlig;lichen T&auml;ters.<\/p><p><strong>N&auml;mlich?<\/strong><\/p><p>Vermutlich ein Mann namens Hamid Dadashnijad, ein iranischer Kurde und fr&uuml;herer Mitarbeiter des SAVAK, der von der CIA f&uuml;r die Tat ausgebildet wurde. Man muss dazu wissen, dass nach dem von Washington und London 1953 angezettelten Putsch im Iran der Schah-Geheimdienst SAVAK von der CIA aufgebaut wurde. Die SAVAK war die verl&auml;ngerte Werkbank der CIA.<\/p><p><strong>Ihre Schlussfolgerung zum Mord an Olof Palme lautet also?<\/strong><\/p><p>Olof Palme ist den Geheimdiensten der NATO, ihren strategischen Planspielen und ihren illegalen Waffengesch&auml;ften an den Parlamenten vorbei in die Quere gekommen. Deshalb wurde er aus dem Weg ger&auml;umt. Denn anders als Olof Palme ging es diesen Leuten nie darum, den Kalten Krieg zu beenden. Es ging immer darum, den Kalten Krieg zu gewinnen. Auch davon handelt unser Buch.<\/p><p><strong>Nun zu Uwe Barschel. &Uuml;ber seinen Tod wurde viel geschrieben und gesagt.<\/strong><\/p><p>Das ist richtig. Jahrelang dominierte die Selbstmord-Theorie. Ich selbst bin 1997 nach Kiel gekommen und war damals an der Darstellung des Magazins &bdquo;Der Spiegel&ldquo; orientiert. Damals habe ich dem Ermittlungsf&uuml;hrer im Falle Barschel, dem leitenden Oberstaatsanwalt <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/tid-26736\/fall-uwe-barschel-mord-ist-wahrscheinlicher-geworden_aid_791127.html\">Heinrich Wille<\/a>, gewiss Unrecht getan. Doch mehr und mehr musste ich lernen, da&szlig; ich mit der Selbstmord-Theorie auf dem Holzweg war. Heute bin ich &uuml;berzeugt: Die Spuren am Tatort, die Obduktion, die Motivlage weist in Richtung Mord.<\/p><p><strong>Was sollte der Leser, der an dem Fall Barschel interessiert ist, wissen?<\/strong><\/p><p>Die beste Einf&uuml;hrung in den Fall ist Heinrich Willes Buch &bdquo;Ein Mord, der keiner sein durfte&ldquo;. Hier sind alle wesentlichen Spuren und Ermittlungsans&auml;tze genannt. Wir k&ouml;nnen seine &Uuml;berlegungen mit weiteren geheimdienstlichen Dokumenten und neuen Aussagen von Zeitzeugen erg&auml;nzen.<\/p><p><strong>Weitere geheimdienstliche Dokumente? Neue Aussagen?<\/strong><\/p><p>Ein wichtiger Ausgangspunkt sind die Aussagen von Barschels Fahrern. Sie berichten von heimlichen Reisen bei Nacht und Nebel in die DDR. Eine &Uuml;berschreitung der schwer bewachten innerdeutschen Grenze ohne Visum und Kontrolle &ndash; das war nur m&ouml;glich mit geheimdienstlicher Abdeckung von beiden Seiten. Uns liegen Aussagen einer Kellnerin des Hotels &bdquo;Neptun&ldquo; in Warnem&uuml;nde vor. Sie hat mitgeh&ouml;rt, wie Barschel und ein Herr Schreiber mit Mitarbeitern des DDR-Devisenbeschaffers Alexander Schalck-Golodkowski &uuml;ber illegale Gesch&auml;fte verhandelt haben. Dieses Dokument ist nach 1990 nur deshalb nicht von West-Geheimdiensten beseitigt worden, weil es zu Tarnungszwecken bei der Kriminalpolizei abgelegt war und dort nicht gezielt gesucht wurde. Zu den wichtigen Dokumenten geh&ouml;rt weiter ein Leitungsbericht des CSSR-Geheimdienstes STB. Danach hat Barschel versucht, Provisionen aus Waffengesch&auml;ften in den Wahlkampf der CDU zu lenken.<\/p><p><strong>Und dann kam auch er ums Leben.<\/strong><\/p><p>Er wurde von einem Reporter des Stern am 11. Oktober 1987 im Genfer Hotel &bdquo;Beau Rivage&ldquo; tot in der Badewanne gefunden. Auch hier existiert der Tatort gar nicht. Der Reporter hat das Hotelzimmer mehrfach aufgesucht, hat Unterlagen mitgenommen, wieder zur&uuml;ck gebracht. In Barschels Kalender fehlen teilweise Seiten. In seinem K&ouml;rper wurden Medikamente gefunden. Die Packungen der Medikamente fehlen. Sp&auml;tere Analysen der Abbauprodukte im K&ouml;rper des Toten haben ergeben, dass Barschel zun&auml;chst Sedativa zugef&uuml;hrt wurden, erst dann das t&ouml;dliche Gift. Schlie&szlig;lich wurden Spuren von Dimethylsulfoxid gefunden. Dies ist ein Kontaktstoff, der in der Tiermedizin dazu verwendet wird, Medikamente durch Einreiben &uuml;ber die Haut zuzuf&uuml;hren. Ein solches Pr&auml;parat macht bei einem Selbstmord keinen Sinn. Es gibt Hinweise aus mehreren Geheimdiensten, dass er ermordet wurde. Danach stellt seine Verstrickung in Waffengesch&auml;fte das Motiv dar. Zahlreiche Hinweise existieren, dass er auf Veranlassung der CIA, zumindest aber mit ihrem Einverst&auml;ndnis oder stillschweigender Duldung, umgebracht wurde.<\/p><p><strong>Wir k&ouml;nnen an der Stelle nicht den gesamten Fall Barschel durchgehen, aber: Worauf sind Sie bei Ihren Recherchen noch gesto&szlig;en?<\/strong><\/p><p>Die uns vorliegenden Dokumente der NATO-Geheimarmee Stay-behind erw&auml;hnen den Namen Barschel nicht. Genannt werden aber zwei wichtige Schaupl&auml;tze seines Lebens: Kiel und die Firma IMES, eine Waffenhandelsfirma der Stasi, die in Kavelstorf bei Rostock ein Lager hatte. Dieses Waffenlager hat Barschel aufgesucht. Wir wissen, dass sich im DDR-Hafen Rostock-Warnem&uuml;nde die Nord-S&uuml;d- und die Ost-West-Pipeline des Waffenhandels kreuzten: Dort wurden schwedische Waffen Richtung Iran umgeschlagen, aber auch Ostblock-Waffen Richtung S&uuml;damerika. Die DDR brauchte Devisen. Und westliche L&auml;nder konnten illegale Aktivit&auml;ten hinter dem Eisernen Vorhang gut entfalten, weil sie dort dem Blick der Parlamente und der Medien entzogen waren. Teilweise wurden diese Waffen auch &uuml;ber den Nord-Ostsee-Kanal zwischen Kiel und Brunsb&uuml;ttel transportiert. Denn der Nord-Ostsee-Kanal war nach dem Versailler Vertrag von 1919, der bis zur deutschen Wiedervereinigung g&uuml;ltig blieb, eine internationale Wasserstrasse und als solche dem Zugriff deutscher Zollbeh&ouml;rden entzogen.<\/p><p><strong>Worauf sind Sie noch gesto&szlig;en?<\/strong><\/p><p>Dass dies alles nur mit Wissen und Billigung der Bundesregierung und des Bundesnachrichtendienstes m&ouml;glich war. Denn wir reden hier nicht &uuml;ber zehn Jagdgewehre, sondern &uuml;ber Schiffsladungen.<\/p><p><strong>Ihre Schlussfolgerung zum Fall Barschel lautet?<\/strong><\/p><p>Im Falle Barschel deutet fast alles auf Mord. Es gibt mehrere Hinweise darauf, dass er damit gedroht hat, seine Kenntnisse &uuml;ber diese illegalen Embargogesch&auml;fte &ouml;ffentlich zu machen, wenn er nicht eine gr&ouml;&szlig;ere Summe als Schweigegeld erh&auml;lt. Wie Journalisten in der Schweiz berichten, haben deutsche Stellen bei den Beh&ouml;rden in Genf darauf gedr&auml;ngt, den Fall als Suizid darzustellen. Ein ehemaliger deutscher Ministerpr&auml;sident liegt tot in der Wanne eines Genfer Hotels &ndash; und der Generalbundesanwalt zieht die Ermittlungen nicht an sich? Das ist sehr ungew&ouml;hnlich. Aber die Bundesanwaltschaft ist eben auch nur eine weisungsgebundene Beh&ouml;rde.<\/p><p><strong>Zum Fall William Colby. Was muss man wissen, um seinen Tod einsch&auml;tzen zu k&ouml;nnen?<\/strong><\/p><p>William Colby war Direktor der CIA. Doch zuvor hat er &ndash; als junger CIA-Mitarbeiter &ndash; in Italien und Schweden Stay-behind, auch Gladio-Network genannt, aufgebaut. Er hatte also erhebliches Personen-, Struktur- und Zugangswissen, was es als durchaus glaubhaft erscheinen l&auml;sst, dass er beim Mord an Palme Teil der Befehlskette war. Zum zweiten leitete William Colby zusammen mit Ted Shackley im Vietnamkrieg die &bdquo;Operation Phoenix&ldquo;, bei der &ndash; genaue Zahlen gibt es nicht &ndash; mindestens 20.000 mutma&szlig;liche Unterst&uuml;tzer des Vietkong erschossen wurden. Nach seinem Ausscheiden aus dem Amt des CIA-Chefs arbeitete Colby als Justiziar der Nugan-Hand-Bank in Sydney. Diese Bank war eine Geldwaschanlage der CIA, &uuml;ber die Profite aus dem Waffenhandel und dem Drogenhandel im Goldenen Dreieck legalisiert wurden. Die Nugan-Hand-Bank hatte auch einen Ableger in Hamburg: die F. A. Neubauer Bank. Dies wissen wir aus den Unterlagen australischer Ermittlungsbeh&ouml;rden, die gegen diese Schattenbank nach ihrem Kollaps 1980 ermittelten. Colby hatte also Wissen, das einer bestimmten Gruppe in der CIA, darunter auch Ted Shackley und George Bush, gef&auml;hrlich werden konnte. Dies reicht als Motiv f&uuml;r einen Mord. Man darf sich Geheimdienste nicht als monolithische Bl&ouml;cke vorstellen. Wie in jeder B&uuml;rokratie gibt es da Seilschaften,  konkurrierende Kr&auml;fte, Interessengegens&auml;tze. Ein sehr konservatives Netzwerk umfasste unter Anderem die langj&auml;hrigen CIA-Mitarbeiter George Bush, Ted Shackley, Robert Gates.<\/p><p><strong>Colby starb im April 1996.<\/strong><\/p><p>Angeblich war es ein Bootsunfall. Doch die Umst&auml;nde sind merkw&uuml;rdig. Auf dem Tisch soll er sein Abendessen stehengelassen, ein halb geleertes Glas Wein zur&uuml;ckgelassen haben. Trotz einer gro&szlig; angelegten Suchaktion wurde zun&auml;chst sein Leichnam nicht gefunden. Man entdeckte den leblosen K&ouml;rper Tage sp&auml;ter an einem Strandabschnitt, an den er gegen die Str&ouml;mung h&auml;tte angetrieben sein m&uuml;ssen. Der K&ouml;rper war nicht aufgedunsen, wie sonst &uuml;blich bei Wasserleichen. Es gab keine Spuren von Vogelfra&szlig;. Aber die US-Ermittlungsbeh&ouml;rden zeigten auffallend wenig Interesse an einer Aufkl&auml;rung des Falles und &uuml;berlie&szlig;en die Ermittlungen den Beh&ouml;rden vor Ort.<\/p><p><strong>Was haben Ihre Recherchen ergeben?<\/strong><\/p><p>Das war kein Unfall, das war Mord. Denn Colby galt in weiten Teilen der CIA als unsicherer Kantonist. Colby hatte eine Vorladung des Kongresses erhalten. Man f&uuml;rchtete, er werde Insider-Kenntnisse preisgeben. F&uuml;r seinen Nachfolger als CIA-Chef, sp&auml;teren Vizepr&auml;sidenten und dann Pr&auml;sidenten George H. W. Bush w&auml;re es sicher bedrohlich gewesen, wenn ihn Colby als Teil der Befehlskette beim Mord an Olof Palme &ouml;ffentlich genannt h&auml;tte. Sowas mag man nicht.<\/p><p><strong>Nun k&ouml;nnte man sagen: Die drei F&auml;lle liegen lange zur&uuml;ck. Es gibt sicherlich ein berechtigtes historisches Interesse an ihnen, aber sollte sich wirklich eine breite &Ouml;ffentlichkeit damit n&auml;her befassen?<\/strong><\/p><p>Nach dem Anschlag auf das World Trade Center am 11. September 2001 haben fast alle Regierungen der NATO-Staaten ihren Geheimdiensten buchst&auml;blich einen Freibrief ausgestellt. Die Mittel f&uuml;r Geheimdienste wurden erheblich aufgestockt, ihre Befugnisse und Zugriffsrechte wurden erheblich ausgeweitet. Das betrifft nicht nur die &Uuml;berwachungsm&ouml;glichkeiten der Geheimdienste, die ja Edward Snowden am Beispiel der NSA teilweise aufgedeckt hat. Hier hat sich die Bundesregierung auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert, weil sie ihm freies Geleit f&uuml;r eine Vernehmung durch den NSA-Untersuchungsausschuss verweigert hat. Es betrifft vor allem auch den Bereich verdeckte Operationen. So hat die CIA unbeobachtet von der &Ouml;ffentlichkeit nach dem Zusammenbruch des Gaddafi-Regimes in Libyen Waffen aus libyschen Best&auml;nden nach Syrien verfrachtet, um damit die islamistischen Anti-Assad-Kr&auml;fte aufzur&uuml;sten.<\/p><p><strong>Die drei F&auml;lle aus Ihrem Buch haben also eine Bedeutung, die bis in die heutige Zeit reicht?<\/strong><\/p><p>Am historischen Beispiel kann man lernen, wie Geheimdienste arbeiten, wie die &Ouml;ffentlichkeit hinters Licht gef&uuml;hrt wird, wie Whistleblower und Rechercheure buchst&auml;blich madig gemacht, &bdquo;zersetzt&ldquo; oder ausgeschaltet werden. Wie zum Beispiel der Genfer Privatdetektiv Jean-Jacques Griessen. Da hie&szlig; es nach seinem mysteri&ouml;sen Tod: &bdquo;Herzinfarkt. Der hat sich &uuml;bernommen &ndash; im Puff!&ldquo; Aber das kann so nicht gewesen sein. Auch daran haben die Dienste gedreht.<\/p><p><strong>Wenn Sie mit Ihren Erkenntnissen, zu denen Sie bei Ihren Recherchen gelangt sind, auf die heutige Zeit schauen: Welche Parallelen und Auff&auml;lligkeiten sehen Sie?<\/strong><\/p><p>Es gibt eine klare Kontinuit&auml;t geheimdienstlicher Methoden aus der Zeit des Kalten Krieges bis heute. Auch, wenn die Iran-Contra-Aff&auml;re Geschichte ist: Es gibt keinen einzigen Hinweis darauf, dass Stay-behind aufgel&ouml;st und seine Strukturen zerschlagen wurden. Verdeckte Operationen laufen nach wie vor &ndash; die amerikanischen Drohnenkriege, die ohne die US-Basis in Ramstein nicht gef&uuml;hrt werden k&ouml;nnten, die heimlichen Waffenlieferungen an die Anti-Assad-Kr&auml;fte in Syrien. Die Auslagerung politischer Morde an Subunternehmer &ndash; das Secret Service Subcontracting &ndash; ist sp&auml;testens mit dem zweiten Irakkrieg noch ausgeweitet worden. Viele Aufgaben wurden ausgelagert an private Sicherheitsfirmen wie Blackwater Worldwide, heute Academi. Es ist weitgehend undurchsichtig und der parlamentarischen Kontrolle weitgehend entzogen, was da geschieht. Es geht dabei auch immer um &bdquo;Plausible Deniability&ldquo;, also die M&ouml;glichkeit, durch Auftragsvergabe an Dritte eine eigene Beteiligung jederzeit glaubhaft abstreiten zu k&ouml;nnen. Gezielte T&ouml;tungen werden nach wie vor durchgef&uuml;hrt, die Ermordung von Osama bin Laden ist hier nur das prominenteste &ndash; und bereits verfilmte &ndash; Beispiel. Wir zeigen in unserem Buch auch, wie bei S&auml;uberungsaktionen unliebsame Mitwisser aus dem Weg ger&auml;umt werden. Vertuschungsma&szlig;nahmen sind nach wie vor &uuml;blich, um der &Ouml;ffentlichkeit Sand in die Augen zu streuen. Nach dem Ende des Kalten Krieges bleiben die damals entwickelten geheimdienstlichen Methoden auf der Tagesordnung.<\/p><p><strong>Wie lange haben Sie denn f&uuml;r das Buch recherchiert?<\/strong><\/p><p>Die ersten Recherchen von Robert E. Harkavy zum Fall Olof Palme reichen ins Jahr 1986 zur&uuml;ck. Denn Robert Harkavy war bereits 1985 Mitarbeiter des Stockholm International Peace Research Institute in Schweden. Meine Arbeit zum Fall Barschel begann 2007. Wir haben uns 2010 kennengelernt. Denn wir waren und sind beide Lehrbeauftragte der Universit&auml;t Kiel. Im Januar 2011 haben wir damit begonnen, amerikanische und europ&auml;ische Forschungsans&auml;tze und Dokumente miteinander zu vergleichen und zu verbinden. Denn vieles von dem, was in den USA l&auml;ngst bekannt ist, hat die bundesdeutsche &Ouml;ffentlichkeit noch nicht erreicht. Das war der Kern unserer Arbeit: Wir haben lange Reisen unternommen und in den USA, Spanien, Frankreich, Tschechien, Deutschland, Russland und anderen L&auml;ndern Geheimdienstmitarbeiter und Zeitzeugen aufgesucht, ihnen Dokumente vorgelegt, uns mit ihnen beraten und manches auch erhalten.<\/p><p><strong>Was m&uuml;sste denn nun in den F&auml;llen Palme, Barschel und Colby getan werden?<\/strong><\/p><p>Die Geheimdienste m&uuml;ssten verpflichtet werden, die noch vorhandenen Dokumente und Unterlagen offenzulegen. Aber dies ist eine Illusion. Wenn &uuml;berhaupt irgendwo auf der Welt ein Geheimdienst kontrolliert wird, dann in den Vereinigten Staaten von Amerika. Dort gibt es wenigstens ansatzweise eine Geheimdienstkontrolle. Aber speziell aus dem Bereich verdeckte Operationen wird eine Kontrollkommission oder ein Untersuchungsausschuss kaum Akten sehen. Das kennen wir ja aus dem NSU-Untersuchungsausschuss: Sobald Unterlagen angefordert werden, l&auml;uft der Rei&szlig;wolf.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><em><strong>Weitersehen &hellip;<\/strong><\/em><\/p><p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"500\" height=\"315\" src=\"\" frameborder=\"0\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/hhZ6gZUswqQ\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><br>\n<em>Buchvorstellung &ldquo;Im Spinnennetz der Geheimdienste&rdquo; &ndash; Patrik BAAB und Heinrich WILLE 7\/ 06.10.2017 \/ Bundespressekonferenz<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px;\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/171011_barschel.jpg\" alt=\"\" title=\"\"\/><\/div>\n<p>Was verbindet die F&auml;lle Uwe Barschel, Olof Palme und William Colby miteinander? &#8232;Ihr Tod f&uuml;hrt direkt oder indirekt zu den Netzwerken der ehemaligen <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29105\">Stay-behind-Strukturen<\/a> der Nato. Davon gehen der NDR-Redakteur <strong>Patrik Baab<\/strong> und der US-amerikanische Politikwissenschaftler Robert E. Harkavy nach langj&auml;hrigen und aufwendigen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40531\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":13,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,126,60,209],"tags":[1276,2505,2706,2707,901,1978,1471,1268,466,2705,1669,1122],"class_list":["post-40531","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-audio-podcast","category-erosion-der-demokratie","category-innere-sicherheit","category-interviews","tag-attentat","tag-baab-patrik","tag-barschel-uwe","tag-colby-william","tag-geheimdienste","tag-geldwaesche","tag-investigativer-journalismus","tag-kalter-krieg","tag-nato","tag-palme-olof","tag-stay-behind","tag-waffenexporte"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40531","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/13"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=40531"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40531\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":89415,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40531\/revisions\/89415"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=40531"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=40531"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=40531"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}