{"id":40545,"date":"2017-10-12T08:38:05","date_gmt":"2017-10-12T06:38:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40545"},"modified":"2017-10-12T08:38:05","modified_gmt":"2017-10-12T06:38:05","slug":"hinweise-des-tages-2978","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40545","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40545#h01\">Das Grundeinkommen ist nicht egalit&auml;r, sondern elit&auml;r <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40545#h02\">Was ist nur in die FAZ gefahren?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40545#h03\">IMF: higher taxes for rich will cut inequality without hitting growth<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40545#h04\">Gegenwind f&uuml;r Pr&auml;sident Macron<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40545#h05\">Aufstand der Mitarbeiter: Erstmals Streik an einem katholischen Krankenhaus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40545#h06\">Konjunktur in Deutschland: Regierung erwartet Wachstumsboom<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40545#h07\">Der Wunschzettel der &Ouml;konomen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40545#h08\">Die Trump(f)karte der protektionistischen Katastrophe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40545#h09\">Die Macht in der Mitte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40545#h10\">Panama Papers: Erste Durchsuchungen in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40545#h11\">Die Lebensversicherer spielen mit ihren Kunden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40545#h12\">Dicke Luft im Auto<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40545#h13\">Schwierige Zust&auml;nde in Bayerns Transitzentren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40545#h14\">Psychosozialer Notstand bei Gefl&uuml;chteten auf den griechischen Inseln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40545#h15\">Das Letzte: Der Rassismus im lafonknechtschen Wagentainment<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Das Grundeinkommen ist nicht egalit&auml;r, sondern elit&auml;r<\/strong><br>\nSeine Einf&uuml;hrung w&uuml;rde das Ende des Sozialstaats bedeuten. Denn konstruiert ist es nicht f&uuml;r einen Minimalverdiener &ndash; sondern f&uuml;r einen Lottogewinner. [&hellip;]<br>\nV&ouml;llig unber&uuml;cksichtigt l&auml;sst das Grundeinkommen die Lebensumst&auml;nde der Individuen. Alle erhalten denselben Geldbetrag, unabh&auml;ngig davon, ob sie ihn brauchen oder nicht. Auf diese Weise gew&auml;hrleistet das Grundeinkommen zwar eine f&uuml;r jeden gleich hohe Minimalabsicherung, der Spezialbedarf vieler Menschen, etwa von Schwerstbehinderten, die teure Ger&auml;te oder eine Vollassistenz brauchen, werden hingegen missachtet. Auch widerspricht eine Sozialpolitik nach dem Gie&szlig;kannenprinzip dem vorherrschenden Gerechtigkeitsverst&auml;ndnis. Dies strebt nach Bedarfsgerechtigkeit &ndash; wer nichts hat, soll viel, wer viel hat, soll nichts bekommen -, nach Leistungsgerechtigkeit &ndash; wer viel leistet, soll viel, wer wenig leistet, wenig bekommen &ndash; und nach Verteilungsgerechtigkeit &ndash; alle sollen gleicherma&szlig;en am gesellschaftlichen Reichtum des Landes beteiligt werden.<br>\nDas bedingungslose Grundeinkommen wirkt egalit&auml;r, ist aber in Wirklichkeit elit&auml;r, weil es nach dem Lebensentwurf eines Lottogewinners oder eines reichen M&uuml;&szlig;igg&auml;ngers konstruiert wurde. Es scheint, als wollten seine Anh&auml;nger den Kommunismus im Kapitalismus verwirklichen. An der sozialen Ungleichheit und der sich vertiefenden Kluft zwischen Arm und Reich k&ouml;nnte das Grundeinkommen indes nichts Wesentliches &auml;ndern. [&hellip;]<br>\nBGE-Bef&uuml;rworter gehen davon aus, dass seine Bezieher nicht blo&szlig; schmutzige und schwere Arbeiten meiden, sondern auch f&uuml;r bessere Arbeitsbedingungen und h&ouml;here L&ouml;hne sorgen w&uuml;rden. Eher ist das Gegenteil anzunehmen: Weil das Grundeinkommen den Menschen schon aus Kostengr&uuml;nden h&ouml;chstens eine spartanische Lebensf&uuml;hrung erm&ouml;glicht, ihr Existenzminimum aber auf einem Minimalniveau durch den Staat gesichert wird, k&ouml;nnten dessen B&uuml;rger auch schlechter entlohnte Jobs annehmen, ohne darben zu m&uuml;ssen. Daher w&uuml;rde der Niedriglohnsektor, schon heute das Haupteinfallstor f&uuml;r Erwerbs- und sp&auml;tere Altersarmut, nach Einf&uuml;hrung des Grundeinkommens noch gr&ouml;&szlig;er.<br>\nSinnvoller als den bestehenden Sozialstaat zu schleifen und durch ein gesellschaftliches Gro&szlig;experiment mit zweifelhaftem Ausgang zu ersetzen, w&auml;re es deshalb, ihn zu einer solidarischen B&uuml;rgerversicherung fortzuentwickeln: Freiberufler, Selbst&auml;ndige, Beamte, Abgeordnete und Minister m&uuml;ssten einbezogen, mithin auch s&auml;mtliche Einkunftsarten beitragspflichtig werden, etwa Zinsen, Dividenden und Tantiemen sowie Miet- und Pachterl&ouml;se. Die Versicherungspflicht- und Beitragsbemessungsgrenzen w&auml;ren auf- oder stark anzuheben, damit Besserverdienende weder in privilegierte Versorgungseinrichtungen ausweichen noch sich ihrer finanziellen Verantwortung f&uuml;r Schlechtergestellte entziehen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/bedingungsloses-grundeinkommen-das-grundeinkommen-ist-nicht-egalitaer-sondern-elitaer-1.3702230\">Christoph Butterwegge in der S&uuml;ddeutschen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Was ist nur in die FAZ gefahren?<\/strong><br>\nDer &bdquo;Vorsorgeatlas&ldquo;, den der als Wissenschaftler getarnte Lobbyist f&uuml;r Kapitalanlagegesellschaften, Bernd Raffelh&uuml;schen, regelm&auml;&szlig;ig f&uuml;r die Fondgesellschaft Union Investment erstellt, bringt wegen der meist unkritischen Berichterstattung in den Medien jedes Mal gute Werbung f&uuml;r Union Investment und die Branche. Was aber die altehrw&uuml;rdige FAZ diesmal daraus machte, ist so weit unterhalb jeglichen journalistischen Standards und des gesunden Menschenverstands, dass man einfach darauf eingehen muss.<br>\nMan schaut erst mal nach oben und sucht das Wort &bdquo;Anzeige&ldquo; &uuml;ber diesem Beitrag auf der Titelseite des Finanzteils, nachdem man kurz hineingelesen hat. Es fehlt. Offenbar kann es sich die FAZ leisten, fast eine halbe Aufschlagseite f&uuml;r Werbung zu verwenden, ohne Geld daf&uuml;r zu nehmen. &bdquo;Zusammenspiel aus Gesetzlich und Privat funktioniert&ldquo;, lautet der Titel, ohne Anf&uuml;hrungszeichen oder sonstige journalistische Distanzierung von der Behauptung.  Das w&auml;re gerade noch akzeptabel, wenn man in der Unterzeile etwas &uuml;ber die interessengeleitete Quelle erf&uuml;hre. Doch nein: Die Unterzeile hei&szlig;t &bdquo;Die Anspr&uuml;che aus allen drei Vorsorgeschichten gen&uuml;gen durchschnittlich f&uuml;r einen stabilen Lebensstandard&ldquo;, wieder ohne Anf&uuml;hrungszeichen oder sonstige journalistische Distanzierung von der noch dazu falschen Behauptung. Auf das handwerkliche Versagen, einen Titel und Untertitel zu produzieren, bei dem man sich schon sehr gut auskennen muss, um zu ahnen worum es geht, wollen wir nicht n&auml;her eingehen. Es soll um die uns&auml;gliche Propaganda f&uuml;r gewinnorientierte Unternehmen gehen, die hier gemacht wird.<br>\nEs wird n&auml;mlich noch schlimmer. Die ersten S&auml;tze nach der Meinungs&auml;u&szlig;erung im Titel dieses vermeintlichen Nachrichtenst&uuml;cks sind ein weiterer Kommentar, mit dem der Autor zugunsten der Fondsbranche Stellung in der politischen Debatte bezieht und jegliche Gegenposition vorsorglich als uninformiert abqualifiziert:&ldquo;In der Rentendiskussion wollen manche Akteure der &Ouml;ffentlichkeit weismachen, das bestehende System f&uuml;hre direkt in die Altersarmut. Ein n&uuml;chterner Blick auf die Zahlen zeigt hingegen: F&uuml;r die j&uuml;ngeren Menschen sinkt das Rentenniveau zwar deutlich, aber durch ihre Anspr&uuml;che aus betrieblicher und privater altersvorsorge k&ouml;nnen sie das kompensieren. Die durchschnittliche Ersatzquote, also der Anteil am letzten Bruttoeinkommen der heute 20 bis 65 Jahre alten Deutschen wird zum Renteneintritt bei 82,6 Prozent liegen.&ldquo; Man wei&szlig; kaum, wo man anfangen soll bei dieser Ansammlung an Ungeheuerlichkeiten. (&hellip;)<br>\nDas vermeintliche Haupt-Faktum, das die FAZ sich zu Eigen macht, ist dazu noch grob falsch. Nicht einmal Union Investment und Raffelh&uuml;schen stellen in ihrem &bdquo;Vorsorgeatlas&ldquo; die absurde Behauptung auf, die heute erwerbst&auml;tigen Deutschen k&ouml;nnten im Durchschnitt mit einer (bis auf die Kommastelle angegebenen) Ersatzquote von 82,6 Prozent rechnen.  mehr &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/899-faz-rente\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>IMF: higher taxes for rich will cut inequality without hitting growth <\/strong><br>\nAnalysis supports tax strategy of Jeremy Corbyn&rsquo;s Labour in UK &ndash; and undermines that of Donald Trump in US<br>\nHigher income tax rates for the rich would help reduce inequality without having an adverse impact on growth, the International Monetary Fund has said.<br>\nIn an analysis certain to be seized on by Labour as backing for its tax strategy, the IMF used its influential half-yearly fiscal monitor to attack the rationale for the reductions in tax for the highest earners in recent decades.<br>\nThe IMF said tax theory suggested there should be &ldquo;significantly higher&rdquo; tax rates for those on higher incomes but the argument against doing so was that hitting the rich would be bad for growth.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/business\/2017\/oct\/11\/imf-higher-taxes-rich-inequality-jeremy-corbyn-labour-donald-trump\">The Guardian<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Lekt&uuml;re zu empfehlen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Gegenwind f&uuml;r Pr&auml;sident Macron<\/strong><br>\nNach Emmanuel Macrons Europa-Rede f&auml;llt Jean Luc M&eacute;lenchon mit dem Antrag auf, die Europaflagge aus der Nationalversammlung zu verbannen. Will er sich mit seiner Bewegung &ldquo;Das unbeugsame Frankreich&rdquo; als wichtigster Oppositionsf&uuml;hrer gegen&uuml;ber Macron positionieren?<br>\n&ldquo;On est oblig&eacute;s de supporter &ccedil;a?&rdquo;<br>\nOb es eine Verpflichtung g&auml;be, derlei zu dulden, fragte, mit Blick auf die Europafahne im franz&ouml;sischen Parlamentssaal, Jean-Luc M&eacute;lenchon gleich an seinem ersten Tag als neuer Abgeordneter. Von Anfang an suchte M&eacute;lenchon die Rolle des Oppositionsf&uuml;hrers f&uuml;r sich zu reklamieren &ndash; was auch umgehend gelang: Ist doch der Front National bis heute vor allem damit besch&auml;ftigt, sich neu zu organisieren. &Auml;hnlich sieht es bei Sozialisten und Konservativen aus: Sie haben zudem das Problem, dass Regierungsmitglieder aus ihren Reihen stammen &ndash; da ist eine &uuml;berzeugende Oppositionsarbeit nicht eben leicht. Jean-Luc M&eacute;lenchon dagegen scheint die Rolle seines Lebens gefunden zu haben und macht damit auch den Gewerkschaften Konkurrenz: Erkl&auml;rterma&szlig;en ist es M&eacute;lenchons Ziel, seine Bewegung &ldquo;La France Insoumise&rdquo;, &ldquo;Das unbeugsame Frankreich&rdquo;, zum Sammelbecken und Sprachrohr aller gesellschaftlichen Widerst&auml;nde zu machen: im Parlament &ndash; und auf der Stra&szlig;e.<br>\n&ldquo;Monsieur Macron wei&szlig;, dass es ein Kr&auml;ftemessen ist, er hat es gewollt. Also ist es nun an uns, die Herausforderung anzunehmen, also m&uuml;ssen wir fest zu den Gewerkschaften stehen &ndash; einzig mit dem Ziel, dass die Regierung die Reform zur&uuml;ckzieht. Und ich sage: Sie kann und sie muss sie zur&uuml;ckziehen. Die M&auml;chtigen haben nie ohne Druck, ohne Kampf nachgegeben. Dass Monsieur Macron sagt, er werde nicht nachgeben, ist also keine &Uuml;berraschung. Die &Uuml;berraschung wird sein, dass er am Ende sehr wohl wird klein beigeben m&uuml;ssen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/frankreich-gegenwind-fuer-praesident-macron.795.de.html?dram:article_id=397928\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Aufstand der Mitarbeiter: Erstmals Streik an einem katholischen Krankenhaus<\/strong><br>\nKrankenschwestern arbeiten oft unter extrem belastenden Bedingungen &ndash; und wenn ihr Krankenhaus der katholischen Kirche geh&ouml;rt, d&uuml;rfen sie nicht mal streiken. Eine kleine Klinik im Saarland wagt den Tabubruch.<br>\nDas kleine Krankenhaus von Ottweiler ist etwas Besonderes. Nicht, weil die Pflegekr&auml;fte &uuml;berarbeitet sind &ndash; so ist es ja in ganz vielen Kliniken, &uuml;berall im Land. Dass die Schwestern und Pfleger oft alleine auf der Station Dienst schieben, kaum wissen, wie sie mit dem Arbeitsdruck fertigwerden sollen, oder wie sie bei dem Stress den Kranken N&auml;he und Geborgenheit vermitteln: Das ist gang und g&auml;be.<br>\nWas die Marienhausklinik in der saarl&auml;ndischen Kleinstadt Ottweiler wirklich besonders macht, ist etwas anderes: An diesem Mittwoch wird dort gestreikt &ndash; das erste Mal an einem Krankenhaus, das sich in katholischer Tr&auml;gerschaft befindet.<br>\n&ldquo;Wenn wir wirklich Verbesserungen in der Pflege durchsetzen wollen, und zwar an allen Krankenh&auml;usern, dann m&uuml;ssen wir jetzt auch hier streiken&rdquo;, sagt Michael Quetting, Sekret&auml;r der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi in der Region Saar Trier. Er betont das, damit dieser Arbeitskampf nicht als Kampf gegen die Kirchen verstanden wird.<br>\nDer Streik steht in Zusammenhang mit einer bundesweiten Aktion von Verdi. In Hessen wurden bereits am Dienstag Kliniken bestreikt, au&szlig;erdem H&auml;user in Bayern und in D&uuml;sseldorf, insgesamt acht. Hinzu kommen Solidarit&auml;tsaktionen an rund 80 anderen Krankenh&auml;usern in ganz Deutschland: Da werden ausnahmsweise Pausen eingehalten und &Uuml;berstunden vermieden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/karriere\/ottweiler-verdi-streikt-an-einem-katholischen-krankenhaus-erstmals-a-1172311.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Konjunktur in Deutschland: Regierung erwartet Wachstumsboom<\/strong><br>\nDie deutsche Wirtschaft w&auml;chst noch viel st&auml;rker als gedacht: Die Bundesregierung hebt ihre Prognose f&uuml;r 2017 kr&auml;ftig an. Grund f&uuml;r den Sprung ist nicht der Export.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/konjunktur-in-deutschland-bundesregierung-hebt-wachstumsprognose-stark-an-a-1172421.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wachstums-Boom bei Steigerung des BIP um 2 Prozent? Die durchschnittliche Wachstumsrate des BIP w&auml;hrend des sogenannten Wirtschaftswunders betrug 8,2 Prozent. Wer verfasst solche schwachsinnigen &Uuml;berschriften?<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Herbstprojektion: Regierung blendet Probleme aus<\/strong><br>\n&bdquo;Die in einigen Punkten durchaus positive wirtschaftliche Entwicklung verbirgt bei genauerem Hinsehen gr&ouml;&szlig;ere Verwerfungen. Nach wie vor ist der Export&uuml;berschuss viel zu hoch und &uuml;berschreitet mit 7,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts deutlich die von der EU-Kommission gesetzte Grenze von sechs Prozent&ndash; und das schon seit Jahren. Damit verst&auml;rkt Deutschland die Verschuldung der Import&uuml;berschussl&auml;nder, riskiert die Notwendigkeit weiterer Rettungsschirme und gef&auml;hrdet letztendlich den Zusammenhalt Europas&ldquo;, warnt Klaus Ernst, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf die Herbstprojektion der Bundesregierung. Ernst weiter:<br>\n&bdquo;Wir brauchen endlich mehr der dringend ben&ouml;tigten &ouml;ffentlichen Investitionen. Au&szlig;erdem muss die gute wirtschaftliche Lage zu deutlich h&ouml;heren L&ouml;hnen f&uuml;hren, besonders bei den 40 Prozent der Besch&auml;ftigten, die seit 1999 Reallohneinbu&szlig;en hinnehmen mussten. Das erfordert nicht zuletzt eine Erh&ouml;hung des Mindestlohns sowie ein Verbot des Missbrauchs von Leiharbeit und sachgrundlosen Befristungen. Das Wachstum sollte au&szlig;erdem auch denjenigen zugutekommen, die die Voraussetzungen daf&uuml;r geschaffen haben, also den heutigen Rentnerinnen und Rentnern. Wir brauchen rasch eine Rentenreform, die daf&uuml;r sorgt, dass die gesetzliche Rente den Lebensstandard wieder sichern kann. All das w&uuml;rde die Nachfrage in Deutschland weiter ankurbeln und so zu mehr Importen und damit auch einer besseren Balance zwischen Importen und Exporten f&uuml;hren.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/herbstprojektion-regierung-blendet-probleme-aus\/\">die Linke im Bundestag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Der Wunschzettel der &Ouml;konomen<\/strong><br>\nSeit der Wiedervereinigung konnte keine Bundesregierung mit so gut gef&uuml;llten Staatskassen starten wie das noch zu bildende Kabinett Merkel IV. &Ouml;konomen schreiben Priorit&auml;tenlisten f&uuml;r die Koalitionsverhandlungen.<br>\nDie Aufgaben, vor denen die neue Bundesregierung steht, sind aus Sicht von &Ouml;konomen gro&szlig;. Umso besser, dass die Jamaika-Koalition, so sie zustande kommt, mit vollen Staatskassen starten kann. Auf 33 Milliarden Euro beziffert ifo-Pr&auml;sident Clemens Fuest den Spielraum, den die Regierung f&uuml;r Steuersenkungen ab 2019 nutzen kann. Dabei geht Fuest allerdings davon aus, dass f&uuml;r alle neuen Ausgaben, f&uuml;r die sich CDU, CSU, FDP und Gr&uuml;ne in den Koalitionsverhandlungen entscheiden werden, bisherige Ausgaben gestrichen werden. Mehr Geld f&uuml;r den Glasfaserausbau zum Beispiel k&ouml;nnte dann bedeuten: kein Geld f&uuml;r eine Ortsumgehung auf dem Lande.<br>\n&bdquo;Wir leben in Zeiten voller Kassen und niemand redet &uuml;ber K&uuml;rzungen von Ausgaben&ldquo;, so Fuest. Die neue Regierung sollte sich kritisch anschauen, wo im Bundeshaushalt gespart werden k&ouml;nne. Der &Ouml;konom setzt dabei auf die FDP und die Gr&uuml;nen, weil die beiden kleinen m&ouml;glichen Jamaika-Koalitionspartner bei der Rente auf Generationengerechtigkeit pochten. Sie d&uuml;rften weniger als eine gro&szlig;e Koalition aus Union und SPD bereit sein, &bdquo;Geld an die Rentner heute auf Kosten der Beitragszahler morgen auszusch&uuml;tten&ldquo;, sagte Fuest.<br>\nAllerdings hat noch keine neue Regierung neue Ausgaben komplett durch Streichungen der alten finanziert; genauso wie seit der Wiedervereinigung noch keine Regierung mit so viel wirtschaftlichem R&uuml;ckenwind starten konnte [&hellip;]<br>\nUm mehr als eine Million soll die Zahl der Erwerbst&auml;tigen bis 2018 steigen, auf dann 44,8 Millionen &ndash; ein neuer Rekordwert. &bdquo;Der deutschen Wirtschaft geht es gut&ldquo;, sagte Zypries.<br>\nDie Steuern will Fuest vor allem bei der Einkommensteuer gesenkt sehen. Zus&auml;tzlich sollte die neue Bundesregierung eine Unternehmenssteuerreform angehen, sagte der &Ouml;konom: Nach der letzten Reform, 2008, sei Deutschland zwar wettbewerbsf&auml;hig geworden, seither h&auml;tten aber andere Industriel&auml;nder die Firmensteuern weiter gesenkt. Gro&szlig;britannien und die USA st&uuml;nden vor weiteren Entlastungen f&uuml;r Unternehmen. &bdquo;Deutschland muss sich diesem Wettbewerb stellen&ldquo;, sagte Fuest. Er schlug vor, den gemeinsamen Steuersatz aus K&ouml;rperschaftsteuer (15 Prozent) plus Gewerbesteuer (durchschnittlich 14 Prozent) auf 25 Prozent zu senken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/neue-regierung-startet-mit-milliarden-spielraum-der-wunschzettel-der-oekonomen\/20444430.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> &bdquo;Wir leben in Zeiten voller Kassen und niemand redet &uuml;ber K&uuml;rzungen von Ausgaben&ldquo; &ndash; Diesen Satz habe ich dreimal lesen m&uuml;ssen und doch nicht verstanden. Warum, um Gottes Willen, soll man denn die Ausgaben k&uuml;rzen, wenn die Kassen angeblich voll sind??? In der Welt des plumpen Unternehmerlobbyisten Fuest gibt es also keine groteske staatliche Investitionsschw&auml;che und Unterfinanzierung staatlicher Ausgaben, keine Kinder- oder Altersarmut, die dringendst bek&auml;mpft werden muss, keine kaputtgesparten Schulen und Universit&auml;ten, keine untragbaren Zust&auml;nde in der Pflege und keine viel zu niedrigen L&ouml;hne im &ouml;ffentlichen Bereich. &ldquo;Mehr Geld f&uuml;r den Glasfaserausbau zum Beispiel k&ouml;nnte dann bedeuten: kein Geld f&uuml;r eine Ortsumgehung auf dem Lande.&rdquo; &ndash; Warum, wenn Geld f&uuml;r beides da ist??? Dass Fuest &ldquo;nat&uuml;rlich&rdquo; eine Einkommensteuersenkung fordert, die fast ausschlie&szlig;lich Bestverdienern zugute k&auml;me, und nicht bspw. eine Mehrwertsteuersenkung, war zu erwarten. Eine weitere Senkung der viel zu niedrigen Unternehmenssteuers&auml;tze zu fordern, ist nur noch dreist. Ein &Ouml;konom w&uuml;rde sich Gedanken um volkswirtschaftlich sinnvolle Investitionen machen, Fuest ist eine peinliche Sprechpuppe der Reichen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die Trump(f)karte der protektionistischen Katastrophe<\/strong><br>\nDonald Trumps Vision einer neuen amerikanischen Hegemonie ist eine Bedrohung. Aber nicht, weil er sich gegen die Handelsliberalisierung stellt.<br>\nVon den vielen Gr&uuml;nden, die daf&uuml;r sprechen, Donald Trumps Pr&auml;sidentschaft zu f&uuml;rchten, nimmt &bdquo;Protektionismus&ldquo; allzu oft eine Spitzenposition in den Listen der Mainstream-Medien ein. So zitierte The Independent den Manager eines gro&szlig;en Bergbau-Konsortiums, der vor &bdquo;globalen Traumata&ldquo; warnt, solle der neue Pr&auml;sident sein Versprechen wahr machen und Z&ouml;lle einf&uuml;hren.<br>\nAndere Kommentatoren scheinen die protektionistische Angst zu teilen. Jonathan Freedland vom Guardian erkl&auml;rte seinen Lesern, dass die Behauptung Trumps, die Abschottung der Wirtschaft f&uuml;hre zu gro&szlig;em Wohlstand und St&auml;rke, &bdquo;im Widerspruch zu der historischen Erfahrung ist. Die besagt, dass Protektionismus zu Krisen und Weltkriegen f&uuml;hrt&ldquo;. [&hellip;]<br>\nIn Z&ouml;llen den Ursprung wirtschaftlicher Depression und Krieg zu sehen, zeigt, mit welcher Beharrlichkeit neoliberales Gedankengut noch im 21. Jahrhundert vertreten ist. So wird &ouml;konomische Instabilit&auml;t auf fehlerhaft intervenierende Regierungen zur&uuml;ckgef&uuml;hrt, nicht auf M&auml;ngel, die dem Kapitalismus innewohnen. Als Gegenst&uuml;ck zu den systemischen Erkl&auml;rungen der Gro&szlig;en Depression von Galbraith und anderen lieferten Milton Friedman und Anna Schwartz 1963 ihre &bdquo;Monet&auml;re Geschichte der Vereinigten Staaten&ldquo; (dessen Titel irref&uuml;hrend ist, da eher eine Interpretation als eine &bdquo;Geschichte&ldquo; geliefert wird).<br>\nAnstelle der &bdquo;Gro&szlig;en Depression&ldquo; schufen sie den Begriff der &bdquo;Gro&szlig;en Kontraktion&ldquo; (Great Contraction) und argumentierten, dass die Wirtschaftskatastrophe aus einer fehlerhaften geldpolitischen Steuerung der US-Zentralbank (Federal Reserve System) resultierte. Diesem Verst&auml;ndnis der Krise wurde sp&auml;ter durch eine hochumjubelte Rede Ben Bernankes &ndash; die passenderweise Friedmans neunzigsten Geburtstag markierte &ndash; der Segen erteilt.<br>\nDer Begriff der &bdquo;Gro&szlig;en Kontraktion&ldquo; findet auch bei Erkl&auml;rungsversuchen der Finanzkrise von 2008 gro&szlig;en Anhang: &Uuml;berm&auml;&szlig;ige oder unangemessene Finanzregulierungen h&auml;tten den finanziellen Absturz gebracht und Banken selbst tr&uuml;gen keine Schuld. Die allgemeine Botschaft der &bdquo;Kontraktions&ldquo;-Hypothese ist somit klar: Die Instabilit&auml;t der kapitalistischen Volkswirtschaften ist den Regierungen zuzuschreiben, nicht den M&auml;rkten. Die Behauptung, dass Protektionismus zu Katastrophe und Krieg f&uuml;hrt, ist ein enger Verwandter dieser Hypothese.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2017\/10\/die-trumpfkarte-der-protektionistischen-katastrophe\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die Macht in der Mitte<\/strong><br>\nEinen flammenden Appell zur Zerschlagung der europ&auml;ischen Nationalstaaten hat anl&auml;sslich des Sezessionskonflikts in Katalonien das Onlineportal der Wochenzeitung Die Zeit publiziert. Die Autorin des Appells, Ulrike Gu&eacute;rot, wirbt seit geraumer Zeit daf&uuml;r, &ldquo;der Nationalstaat&rdquo; m&uuml;sse in Europa &ldquo;verschwinden&rdquo;. An seine Stelle sollten Regionen mit einer jeweils &ldquo;eigenen Identit&auml;t&rdquo; treten, die sich &ldquo;ethnisch&rdquo; definieren lasse. Als Beispiele f&uuml;hrt Gu&eacute;rot Gebiete mit stark separatistischen Tendenzen wie Flandern oder Tirol an. Die Autorin stellt sich selbst in die Tradition &ldquo;europ&auml;ischer F&ouml;deralisten&rdquo; der unmittelbaren Nachkriegszeit, die damals &ndash; unter Anleitung westlicher Geheimdienste &ndash; den Aufbau eines warendurchl&auml;ssigen europ&auml;ischen Wirtschaftsraums in klarer Frontstellung zu den sozialistischen Staaten Osteuropas konzipierten. Regionalistische Pl&auml;ne gef&ouml;rdert hat in den fr&uuml;hen 1980er Jahren etwa auch Wolfgang Sch&auml;uble, damals als Pr&auml;sident einer Arbeitsgemeinschaft Europ&auml;ischer Grenzregionen, die &ndash; inspiriert von vormaligen NS-Funktion&auml;ren &ndash; die &ldquo;nationalstaatliche Sperrwirkung&rdquo; von Grenzen im Interesse gro&szlig;er Konzerne kritisierte. Aktuelle Wirtschaftsgrafiken lassen erahnen, welche Gebiete der EU im Falle einer Regionalisierung zum st&auml;rksten Machtblock des Kontinents w&uuml;rden: der S&uuml;den und die Mitte Deutschlands und angrenzende Gebiete von Flandern bis Norditalien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59693\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><strong>dazu: In Spaniens Krise offenbart sich eine neue EU<\/strong><br>\nDiejenigen, die noch gegen die Unabh&auml;ngigkeit Kataloniens sind, sind das vor allem, weil sie die europ&auml;ischen Konsequenzen f&uuml;rchten: einen Austritt aus der EU. Die Frage ist: Warum muss das so sein? Entweder Katalonien bleibt Teil Spaniens oder es tritt aus: aus Spanien, der EU, dem Euro. So lauten derzeit die einzigen Alternativen im Fall Katalonien. Soll es tats&auml;chlich keine andere, bessere L&ouml;sung geben, die nicht in die Irre f&uuml;hrt, sondern ein autonomes Katalonien in Europa beh&auml;lt?<br>\nNat&uuml;rlich gibt es die. Es ist doch nicht gottgegeben, dass ein unabh&auml;ngiges Katalonien erst erneut eine Mitgliedschaft in der EU beantragen muss wie das Kosovo. Die Weigerung der EU, in diesem Punkt eine Moderationsrolle zu &uuml;bernehmen, behindert den L&ouml;sungsprozess. Und wer glaubt, es gibt in der Katalonien-Krise keinen dritten Weg, macht an einer entscheidenden Stelle einen Denkfehler, indem er am Nationalstaat als einzig m&ouml;glichen konstitutionellen Tr&auml;ger einer europ&auml;ischen Einheit festh&auml;lt. Das muss nicht so sein. Und es geht bei dieser Option nicht nur um Spanien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/amp\/politik\/ausland\/2017-10\/katalonien-krise-spanien-eu-zukunft-unabhaengigkeit\">Zeit Online<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Katalonienkrise: Die Staats-Nation ist das Problem<\/strong><br>\nIn der andauernden Katalonienkrise ist stets nur von katalanischem Nationalismus die Rede; unser Autor warnt davor, dar&uuml;ber den spanischen Nationalismus zu &uuml;bersehen, der einer L&ouml;sung vielleicht noch radikaler entgegensteht. Ein Regionalkonflikt, den man au&szlig;erhalb Spaniens bisher getrost als ein Folklore-Element analog zu den Partikularall&uuml;ren im Freistaat Bayern abheften konnte, dr&auml;ngt sich nun vor den &uuml;berraschten Augen der Welt&ouml;ffentlichkeit unabweisbar ins Zentrum der Tagespolitik. Internationale Beobachter und Kommentatoren mahnen, dass Katalonien seinen angestammten Platz als Wirtschaftsmotor Spaniens weiterspielen und seine Interessen innerhalb der verfassungsm&auml;&szlig;igen Ordnung Spaniens verfolgen sollte. Diese Forderung klingt vern&uuml;nftig, denn Spanien ist schlie&szlig;lich kein Unrechtsstaat und in einer Demokratie muss man &uuml;ber jede Art politischer Forderungen verhandeln k&ouml;nnen, solange sich alle Beteiligten an die Spielregeln halten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.peira.org\/katalonienkrise-die-staats-nation-ist-das-problem\/\">Peira<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Panama Papers: Erste Durchsuchungen in Deutschland<\/strong><br>\nErstmals ist es im Zusammenhang mit den Panama Papers zu Durchsuchungen und Beschlagnahmungen von Geldern in Deutschland gekommen. Niederlassungen der Commerzbank wurden durchsucht. Au&szlig;erdem wurden zwei Millionen Euro sichergestellt &ndash; die Spur f&uuml;hrt zu Siemens.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/panama-papers-113.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><strong>dazu: Panama Papers: h&auml;rtere Strafen!<\/strong><br>\n&bdquo;Wir brauchen in Deutschland endlich ein Strafrecht f&uuml;r Unternehmen beziehungsweise eine strengere Managerhaftung!&ldquo;, kommentiert der Europaabgeordnete und k&uuml;nftige Bundestagsabgeordnete Fabio De Masi (DIE LINKE.) die Durchsuchungen von Niederlassungen der Commerzbank sowie die Beschlagnahmung von zwei Millionen Euro veruntreuten Geldern durch einen Siemens-Manager. Der stellvertretende Vorsitzende des Panama Papers Untersuchungsausschusses des Europ&auml;ischen Parlaments (PANA) weiter:<br>\n&bdquo;Die Bundesanstalt f&uuml;r Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) verh&auml;ngt immer wieder sehr milde Geldbu&szlig;en bei Geldhilfe und Beihilfe zur Steuerhinterziehung, sofern diese &uuml;berhaupt bekannt werden. Staatsanwaltschaften kapitulieren regelm&auml;&szlig;ig vor den Winkeladvokaten der Gangster in Nadelstreifen.<br>\nEs ist &uuml;berdies ein Skandal, dass die Commerzbank einst mit Steuergeldern weit &uuml;ber ihren Marktwert &sbquo;gerettet&lsquo; wurde, aber die Bundesregierung bewusst keinen Einfluss auf die Unternehmenspolitik nahm. Die Bank warb in Prospekten munter f&uuml;r Gesch&auml;fte in Steueroasen. Schwere Steuervergehen m&uuml;ssen bei der Reform der Geldw&auml;schegesetze endlich in den Vortatenkatalog aufgenommen werden. Banken, die wiederholt Beihilfe zu Steuerhinterziehung leisten, ist die Gesch&auml;ftslizenz zu entziehen&ldquo;, so De Masi abschlie&szlig;end.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dielinke-europa.eu\/de\/article\/11539.panama-papers-h%C3%A4rtere-strafen.html\">Fabio De Masi<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die Lebensversicherer spielen mit ihren Kunden<\/strong><br>\nIhr Versprechen, &ldquo;lebenslang&rdquo; f&uuml;r die Menschen da zu sein, entpuppt sich als L&uuml;ge. Bald k&ouml;nnten sechs Millionen Altvertr&auml;ge an Investoren verkauft werden. F&uuml;r die private Vorsorge m&uuml;ssen neue L&ouml;sungen her.<br>\nWas Verbrauchersch&uuml;tzer in Jahrzehnten nicht geschafft haben, erledigen die gro&szlig;en Versicherungskonzerne nun im Vorbeigehen: Sie zerst&ouml;ren den Ruf der Lebensversicherer als zuverl&auml;ssiger Garant der langfristigen Altersvorsorge. Durch die Ank&uuml;ndigung, gro&szlig;e Tochtergesellschaften mit zehn Millionen Vertr&auml;gen an Finanzinvestoren verkaufen zu wollen, haben Ergo und Generali der Branche in Deutschland ein Desaster ungeahnten Ausma&szlig;es beschert.<br>\nDie Konsequenz muss sein, dass sowohl die Branche als auch die k&uuml;nftige Regierung &uuml;ber die private Altersvorsorge neu nachdenken &ndash; und Politiker Alternativen wie die Deutschlandrente nicht von vornherein ausschlie&szlig;en. [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/lebensversicherung-die-lebensversicherer-spielen-mit-ihren-kunden-1.3699726\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.N.:<\/strong> Da werden Lebensversicherungs-Altbest&auml;nde an Investoren verkauft, damit sinkende &Uuml;berschussbeteiligungen nicht den guten Namen der Versicherer besch&auml;digen. Fragt denn einer die Versicherten, ob sie das gern m&ouml;chten? Schlimmer noch: Im Artikel wird nebenbei erw&auml;hnt, dass die meisten Lebensversicherer kein Neugesch&auml;ft mehr annehmen. Auch Riesterrenten werden immer seltener angeboten und die Garantiezinsen gehen gegen 0. Anstatt das endlich als Marktversagen zu bezeichnen und die teure private Vorsorge zu beerdigen und all die F&ouml;rderung in die Gesetzliche Rentenversicherung umzuleiten, verk&uuml;ndet unsere Kanzlerin, dass sie &ldquo;bei der Rente&rdquo; bis 2030 gar nichts machen m&ouml;chte. Wovon genau soll &ldquo;die junge Generation&rdquo; denn im Alter leben? Selbst Grund und Boden ist momentan f&uuml;r &ldquo;die junge Generation&rdquo; unerschwinglich &ndash; sei es wegen explodierender Preise oder weil man in unsicheren Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnissen schlicht keinen Kredit bekommt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Dicke Luft im Auto<\/strong><br>\nDas einzige, was dem Fahrer hilft, ist rechtzeitig auf Umluft zu schalten<br>\nFeinstaub belastet am meisten die Autofahrer, wie Verkehrswissenschaftler Marc L&uuml;ke herausfand. Am h&ouml;chsten sind die Messwerte auf Autobahnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.3sat.de\/page\/?source=\/nano\/umwelt\/194840\/index.html\">3sat<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Schwierige Zust&auml;nde in Bayerns Transitzentren<\/strong><br>\nWenig Asylsozialarbeit, kaum Rechtsberatung und Sprachkurse &ndash; die Zust&auml;nde in den gro&szlig;en bayerischen Transitzentren wie in Bamberg oder Manching sind problematisch, beklagen Fl&uuml;chtlingshelfer. Dennoch sollen diese gro&szlig;en Aufnahmeeinrichtungen als Vorbild f&uuml;r ganz Deutschland dienen.<br>\nDas Transitzentrum in Manching und die so genannte &ldquo;Besondere Aufnahmeeinrichtung&rdquo; in Bamberg &ndash; sie k&ouml;nnten bald als Vorbilder f&uuml;r Aufnahmezentren in ganz Deutschland dienen. Ausgerechnet diese Einrichtungen als gute Beispiele &ndash; da muss Mirjam Elsel fast schon lachen:<br>\n&ldquo;Nein, sicher nicht. Ich glaube nicht, dass die zentrale Unterbringung von Fl&uuml;chtlingen wirklich wegweisend ist, sondern ich glaube, sie verursacht mehr Probleme als dadurch gel&ouml;st werden.&rdquo;<br>\nMirjam Elsel ist Pfarrerin, sie koordiniert die Fl&uuml;chtlingsarbeit f&uuml;r den evangelisch-lutherischen Dekanatsbezirk Bamberg. Und: Sie k&uuml;mmert sich um die Asylbewerber, die in der besonderen Aufnahmeeinrichtung leben: Momentan sind das Menschen aus den so genannten sicheren Herkunftsl&auml;ndern wie Albanien oder dem Senegal. Sie kommen direkt nach der Einreise nach Bamberg, d&uuml;rfen die Stadt nicht verlassen und bleiben dort, bis sie abgelehnt werden &ndash; oder, in seltenen F&auml;llen, bis sie erfahren, dass sie bleiben k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/asylpolitik-schwierige-zustaende-in-bayerns-transitzentren.1769.de.html?dram:article_id=397977\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Psychosozialer Notstand bei Gefl&uuml;chteten auf den griechischen Inseln<\/strong><br>\nHilfsorganisation &Auml;rzte ohne Grenzen fordert sofortige Umsiedlung der Schutzsuchenden auf das Festland<br>\nDie Hilfsorganisation &Auml;rzte ohne Grenzen wirft Griechenland und der EU vor, f&uuml;r einen psychosozialen Notstand unter Asylsuchenden auf den griechischen Inseln mitverantwortlich zu sein. Die Teams der Organisation auf Lesbos und Samos behandeln immer h&auml;ufiger Patienten, die Selbstmordversuche oder Selbstverletzungen unternommen oder psychotische Episoden durchlebt haben.<br>\nEin am Dienstag ver&ouml;ffentlichter Bericht von &Auml;rzte ohne Grenzen zeigt, dass Gewalt, Vernachl&auml;ssigung und die schlechten Lebensbedingungen den dramatisch schlechten seelischen Gesundheitszustand vieler Patienten ma&szlig;geblich verursachen. &Auml;rzte ohne Grenzen fordert Griechenland und die EU auf, alle Asylsuchenden sofort auf das griechische Festland umzusiedeln, wo sie angemessen untergebracht werden k&ouml;nnen und besseren Zugang zu n&ouml;tiger Gesundheitsversorgung haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1066382.psychosozialer-notstand-bei-gefluechteten-auf-den-griechischen-inseln.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Das Letzte: Der Rassismus im lafonknechtschen Wagentainment<\/strong><br>\nDer Soziologe Stephan Lessenich beginnt zu glauben, dass die LINKE ein Problem hat [&hellip;]<br>\nEhrlich gesagt: Man muss beginnen zu glauben, dass auch all die Wagentaines und Lafonknechts in der LINKEN und um die LINKE herum nicht sauer sind, sondern Rassisten. Und dass sie dabei sind, das Prinzip der sozialen Gerechtigkeit einseitig au&szlig;er Kraft zu setzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1066535.der-rassismus-im-lafonknechtschen-wagentainment.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin M.G.:<\/strong> Ich staune, wer sich da im ND alles ausbreiten darf. Will die Chefredaktion eine taz.2.0? Wer in der Linken nicht gegen Wagenknecht und Lafontaine ist (der Machtmensch Bartsch geh&ouml;rt, folgt man dem Autor, auch dazu) muss sich im ND Rassist nennen lassen? Ist der Autor Stephan Lessenich nicht gerade damit besch&auml;ftigt in Bayern eine neue Partei zu <a href=\"http:\/\/www.br.de\/radio\/bayern2\/sendungen\/zuendfunk\/politik-gesellschaft\/stephan-lessenich-ueber-neue-partei-von-claudia-stamm-100.html\">gr&uuml;nden<\/a>? Und wer soll die w&auml;hlen? Gr&uuml;ne und Linke nat&uuml;rlich. Da passt der Vorwurf des Rassismus doch wunderbar.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Lessenich ist das neue Lieblingskind aller linken Hipster, die sich gerne viel auf ihren urbanen Kosmopolitismus einbilden und vornehmlich alle nicht-akademischen Schichten verachten. Lessenich geht auch gerne mit einem auf links gewendeten &ldquo;uns geht es allen gut, weil es den meisten Menschen anderswo schlecht geht&rdquo;, hausieren. Auch dem linksliberalen Juste Milieu gef&auml;llt das nat&uuml;rlich, l&auml;sst sich damit doch der Antagonismus der 99 % gegen das 1% gekonnt verschleiern. Nicht der Erwerbslose, der prek&auml;r Besch&auml;ftigte oder die Hartz IV beziehende, alleinerziehende Mutter ist f&uuml;r Armut und Ungerechtigkeit verantwortlich, sondern das oberste 1 %, das 50 Prozent des weltweiten Verm&ouml;gens besitzt.<\/em><br>\n<em>Zudem ist das Lafontaine und Wagenknecht-Bashing des Neuen Deutschland langsam unertr&auml;glich. Was soll mit der best&auml;ndigen Diffamierung der beiden Politiker der Linken gewonnen werden, die noch willens und in der Lage sind, die Menschen im sogenannten &ldquo;sozial prek&auml;ren Milieu&rdquo; zu erreichen?<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu nochmals: Hipster statt Ossis ist auch keine L&ouml;sung<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40509#h02\">NachDenkSeiten<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-40545","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40545","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=40545"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40545\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":40547,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40545\/revisions\/40547"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=40545"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=40545"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=40545"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}