{"id":40584,"date":"2017-10-13T16:13:13","date_gmt":"2017-10-13T14:13:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40584"},"modified":"2017-10-13T16:13:13","modified_gmt":"2017-10-13T14:13:13","slug":"hinweise-des-tages-ii-316","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40584","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40584#h01\">Warum demonstrieren wir vor H&amp;M Filialen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40584#h02\">3,2 Millionen Menschen haben mehrere Jobs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40584#h03\">Sanktionen in Hartz IV als eine paternalistische Erziehungsma&szlig;nahme<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40584#h04\">Lehrermangel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40584#h05\">Union will Gef&auml;hrder vom Bund &uuml;berwachen lassen <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40584#h06\">Zwischen Schockstrategie und Exodus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40584#h07\">Ganz normaler Ausnahmezustand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40584#h08\">BAMF-Asylentscheidungen und Asylantr&auml;ge bis September 2017<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40584#h09\">Deutschlands Immobilienmarkt: ein Paradies f&uuml;r Geldw&auml;sche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40584#h10\">Mandatsverl&auml;ngerunsdeal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40584#h11\">USA, der Iran und das Atomabkommen: &ldquo;K&uuml;ndigung ist nicht zu erwarten&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40584#h12\">Ein Beispiel f&uuml;r Nato-Kriegspropaganda<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40584#h13\">Programmbeschwerde gegen ARD-Tagesschau: AgitProp-Journalismus und antirussische Hetze<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40584#h14\">Noch ein Wahltag &ndash; Merkel in der Defensive<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Warum demonstrieren wir vor H&amp;M Filialen?<\/strong><br>\nLiebe B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger, Liebe Besch&auml;ftigte von H&amp;M,<br>\nwir demonstrieren hier vor der Filiale von H&amp;M f&uuml;r die Menschen- und Arbeitsrechte der Besch&auml;ftigten in allen Filialen dieser Stadt und in den 440 H&amp;M-Filialen in ganz Deutschland. Wir, das ist die Aktion gegen Arbeitsunrecht, Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter, Besch&auml;ftigte und Angeh&ouml;rige von Besch&auml;ftigten, engagierte B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger.<br>\nDie Aktion gegen Arbeitsurnecht hat eine &ouml;ffentliche Abstimmung organisiert: Wer ist der schlimmste Arbeitgeber in Deutschland? Wer behindert die Betriebsr&auml;te am meisten? Welcher Arbeitgeber verletzt die Menschen- und Arbeitsrechte der eigenen Besch&auml;ftigten am schlimmsten? Die Abstimmung hat ergeben: Im Herbst 2017 ist es der schwedische Mode-Konzern H&amp;M!<br>\nMan verspricht sch&ouml;ne Mode und fr&ouml;hliches Leben f&uuml;r alle! Aber was macht der Konzern mit seinen Verk&auml;uferinnen und Verk&auml;ufern? Da ist der Konzern keineswegs modern und fr&ouml;hlich und locker. Er beutet seine Angestellten aus: h&auml;sslich, brutal, mittelalterlich. Er macht ihnen das Arbeiten und Leben zur H&ouml;lle. Immer mehr Besch&auml;ftigte bekommen zwangsweise einen sogenannten Flex-Vertrag. Der sieht eine Mindestarbeitszeit von 10 Stunden pro Woche vor. Damit verletzt H&amp;M den geltenden Tarifvertrag zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen: der sieht mindestens 18 Stunden vor.<br>\nDamit kann sich die w&ouml;chentliche und monatliche Arbeitszeit st&auml;ndig &auml;ndern. Mal sind es 10 Stunden pro Woche, mal sind es aber auch 40 Stunden und in der n&auml;chsten Woche die H&auml;lfte. St&auml;ndig &auml;ndert sich das Einkommen, mal reicht es gerade zum Leben, manchmal eben nicht.<br>\nDie Filialleiter, die store manager und andere F&uuml;hrungskr&auml;fte sind die einzigen, die noch Vollzeit-Arbeitsvertr&auml;ge bekommen. Aber die Flexi-Mitarbeiter sitzen zuhause &ndash; auf Abruf. In jeder Woche kann sich die Zahl der Arbeitsstunden &auml;ndern. Und genauso k&ouml;nnen sich die Arbeitszeiten &auml;ndern. Kurzfristige &Auml;nderungen werden telefonisch durchgegeben. Jeder Mitarbeiter muss jeden Tag auf dem Dienstplan nachgucken: Hat sich was ge&auml;ndert? Muss ich schon morgen kommen statt &uuml;bermorgen? Um 18 Uhr statt um 16 Uhr? Diese Woche auch am Samstag? Oder am Sonntag?<br>\nDie store manager haben auch das Recht, die Mitarbeiter im Urlaub anzurufen und &Auml;nderungen der Arbeitszeiten anzuordnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/arbeitsunrecht.de\/warum-demonstrieren-wir-vor-hm-filialen\/\">Werner R&uuml;gemer auf Arbeitsunrecht.de<\/a>\n<p><strong>dazu: Enormer Personalbedarf: Amazon sucht 13.000 Saisonarbeiter f&uuml;rs Weihnachtsgesch&auml;ft<\/strong><br>\nAmazon r&uuml;stet sich f&uuml;r das umsatzstarke Weihnachtsgesch&auml;ft: Der US-Handelsriese sucht in Deutschland 13.000 Saisonkr&auml;fte &ndash; was fast einer Verdopplung seiner Mitarbeiter entspricht.<br>\nDer Internet-Versandh&auml;ndler Amazon braucht f&uuml;r das Weihnachtsgesch&auml;ft 13.000 Saisonkr&auml;fte in Deutschland. Die befristeten Arbeitspl&auml;tze w&uuml;rden an zehn Standorten geschaffen, teilte das Unternehmen mit. In Bad Hersfeld, Brieselang, Dortmund, Graben, Koblenz, Leipzig, Pforzheim, Rheinberg, Werne und Winsen (Luhe). Allein in Koblenz w&uuml;rden 1800 Mitarbeiter zus&auml;tzlich gesucht, in Leipzig 1800 und am neuen Standort Winsen 1400.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/amazon-sucht-13-000-saisonkraefte-fuers-weihnachtsgeschaeft-a-1172559.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Was will uns SpOn damit sagen? Wie viele tolle Arbeitspl&auml;tze zum Superstundenlohn von 10,52 Euro im besten Deutschland aller Zeiten angeboten werden, wenn auch auf einen Monat befristet? Wie innovativ Amazon ist? Diverse Einzelh&auml;ndler, Restaurants, Weihnachtsm&auml;rkte und die Post suchen ebenfalls Saisonkr&auml;fte. Soll demn&auml;chst wieder die Platte &ldquo;Fachkr&auml;ftemangel&rdquo; gespielt werden oder &ldquo;selbst der Arbeitsmarkt f&uuml;r Helfer ist leergefegt&rdquo;, weil zu wenige Menschen bereit sind, f&uuml;r den gebotenen Hungerlohn diesen Stressjob zu machen und ggf. sogar umzuziehen?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>3,2 Millionen Menschen haben mehrere Jobs<\/strong><br>\nBinnen zehn Jahren ist die Zahl der Mehrfachbesch&auml;ftigten in Deutschland um rund eine Million gestiegen. Vergangenen M&auml;rz hatten 3,2 Millionen Menschen mehr als einen Job, wie aus einer Antwort der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit auf eine Anfrage der Bundestagsfraktion der Linken hervorgeht. Auch im Vergleich zu M&auml;rz 2016 nahm die Zahl demnach zu. Damals waren knapp 3,1 Millionen Arbeitnehmer betroffen.<br>\nDie Linken im Bundestag kritisieren den Anstieg. &ldquo;F&uuml;r immer mehr Besch&auml;ftigte reicht das Einkommen aus einem Job nicht mehr aus. Der &uuml;berwiegende Teil d&uuml;rfte aus purer finanzieller Not mehr als einen Job haben und nicht freiwillig&rdquo;, sagte Fraktionsvize Sabine Zimmermann, die die Anfrage gestellt hatte. Viel zu viele Menschen seien arm trotz Arbeit.<br>\nDie Arbeitslosigkeit war zuletzt auf ein neues Rekordtief gesunken. Knapp 2,5 Millionen Arbeitslose gab es im September. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigten nahm in den vergangenen Jahren auch fast kontinuierlich auf knapp 32 Millionen zu. Und so sank auch die Zahl der ausschlie&szlig;lich geringf&uuml;gig Besch&auml;ftigten auf zuletzt 4,9 Millionen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/minijobber-arm-trotz-arbeit-3-2-millionen-menschen-haben-mehrere-jobs-a-1172698.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das sagt auch einiges &uuml;ber die Leistung von Frau Nahles als Bundesministerin f&uuml;r Arbeit und Soziales aus, oder? Oder versteht sie unter &ldquo;sozialer Gerechtigkeit&rdquo; etwa mehrere Jobs nachgehen zu m&uuml;ssen, um zu oft doch lediglich so einigerma&szlig;en &uuml;ber die Runden zu kommen? Und: Versteht Bundeskanzlerin Merkel das unter &ldquo;Deutschland geht es gut&rdquo;? Aber &ndash; und das ist zu bef&uuml;rchten: Mit einer &ldquo;Jamaika-&ldquo;Koalition d&uuml;rfte es nicht besser werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Sanktionen in Hartz IV als eine paternalistische Erziehungsma&szlig;nahme<\/strong><br>\n&bdquo;Bild&ldquo; am fr&uuml;hen Morgen: &bdquo;Fast 500.000 Hartz-IV-Sanktionen im 1. Halbjahr&ldquo;. Weiter geht es mit: &bdquo;Die Jobcenter haben im Juni so viele Sanktionen gegen Hartz-IV-Empf&auml;nger verh&auml;ngt wie seit April 2015 nicht mehr&ldquo;.<br>\nNun gut. Wir kennen &bdquo;Bild&ldquo; und deren &uuml;bertriebenen Journalismus. Korrekt ist, dass im Juni des Jahres mehr Sanktionen in den Jobcentern ausgesprochen wurden. Auch in den Jahresvergleichen bereits vor April 2015. Dass die 19,4 Prozent des Anstiegs zum Vormonat (&uuml;brigens ist damit Mai 2017 gemeint) auch nicht ganz richtig berechnet wurde: Schwamm dr&uuml;ber.<br>\nSchaue ich mir die Statistik doch mal genauer an. Die sog. &bdquo;gleitende Jahressumme&ldquo; betr&auml;gt im September 957.428 Sanktionen. Eine Zahl, die sich vom September des Vorjahres bis aktuell berechnet. Damit liegt sie bereits h&ouml;her als die Jahressumme 2016 von 939.133. Bleibe ich nun im erw&auml;hnten Zeitraum der ersten sechs Monate von &bdquo;Bild&ldquo; wurden durchschnittlich monatlich 79.231 Sanktionen ausgesprochen. Im selben Zeitraum ein Jahr zuvor lag der Schnitt bei 76.182. Somit ist durchaus ein Anstieg zu beobachten. Und ich gehe davon aus, dass die Gesamtsanktionen in 2017 die Millionengrenze knacken wird. Ein Grund zum Feiern ist dieses nicht. Ist die &bdquo;Bild&ldquo;-Meldung nun ein Kommentar wert? Durchaus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/inge-hannemann.de\/sanktionen-in-hartz-iv-als-eine-paternalistische-erziehungsmassnahme\/\">Inge Hannemann<\/a>\n<p><strong>dazu: Hartz IV ist offener Strafvollzug<\/strong><br>\n4,4 Millionen Menschen leben vom Existenzminimum: 409 Euro monatlich f&uuml;r Essen, Bildung und Leben. Doch selbst da kann man noch k&uuml;rzen.<br>\nGanz Deutschland redet von der Obergrenze. Ganz Deutschland? Nein! 4,4 Millionen Menschen reden von der Untergrenze. Sie leben vom Existenzminimum, vulgo Hartz IV. Wer keine reichen Eltern, keine Ausbildung und keinen Job hat, bekommt Miete, Krankenkasse und 409 Euro monatlich f&uuml;r Essen, Bildung und Leben. Das ist nicht viel. Klar. Ist ja auch das Minimum. Weniger geht nicht.<br>\nSoll dann aber doch gehen: Etwa eine Million Mal j&auml;hrlich wird dieses Minimum nicht voll ausgezahlt. Als Strafe wird das Geld gek&uuml;rzt. 70 Prozent der Sanktionen gibt es, weil ein Jobcenter-Termin nicht wahrgenommen wurde. Was passiert bei dem Termin? Es werden Pl&auml;ne gemacht, wie die Menschen wieder in Arbeit kommen. Sisyphos l&auml;sst gr&uuml;&szlig;en: &Uuml;ber eine Million Hartzer sind voll- oder teilzeitbesch&auml;ftigte Aufstocker.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr.de\/wirtschaft\/gastwirtschaft\/existenzminimum-hartz-iv-ist-offener-strafvollzug-a-1367850\">FR Online<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Migranten am Arbeitsmarkt: Immer mehr Besch&auml;ftigte &ndash; und immer mehr Hartz-IV-Bezieher<\/strong><br>\nImmer mehr Migranten gelingt die Integration am deutschen Arbeitsmarkt. Seit 2014 hat die Zahl der sozialversicherungspflichtig-besch&auml;ftigten Migranten um 11,6 Prozent zugenommen. Dieser Trend f&uuml;hrte allerdings nicht zu einem R&uuml;ckgang des Hartz-IV-Bezugs in dieser Gruppe. Vor allem Migranten aus Asylherkunftsl&auml;ndern sind &uuml;berwiegend auf Hartz-IV-Leistungen angewiesen.<br>\n&Uuml;ber 3,5 Millionen Migranten waren laut Statistik der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) im Juli 2017 sozialversicherungspflichtig besch&auml;ftigt. Gegen&uuml;ber dem Vorjahr bedeutet dies einen Zuwachs um 11,6 Prozent. Damit setzt sich ein langj&auml;hriger Trend fort: Von 2014 bis 2017 ist die sozialversicherungspflichtige Besch&auml;ftigung von Migranten insgesamt um fast ein Drittel gewachsen. Das Wachstum der Besch&auml;ftigung von Migranten &uuml;bertrifft damit den gesamtdeutschen Bev&ouml;lkerungsdurchschnitt. Insgesamt hat die Zahl aller sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigten in Deutschland im selben Zeitraum um sechs Prozent zugenommen und lag in diesem Jahr durchschnittlich bei knapp 32 Millionen Personen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.o-ton-arbeitsmarkt.de\/o-ton-news\/migranten-am-arbeitsmarkt-immer-mehr-beschaeftigte-und-immer-mehr-hartz-iv-bezieher\">O-Ton Arbeitsmarkt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Lehrermangel<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Leere statt Lehrer<\/strong><br>\nUm den Mangel an den Schulen zu decken, greifen die Bundesl&auml;nder zu kreativen Ma&szlig;nahmen. Besonders schlimm ist die Lage in NRW.<br>\n&bdquo;Wir haben ein Riesenproblem&ldquo;, sagt Andrea Oppermann. Die Leiterin der Gemeinschaftsgrundschule Marienstra&szlig;e in Wuppertal bekommt den akuten LehrerInnenmangel im Land heftig zu sp&uuml;ren: &bdquo;Wenn ich Stellen ausschreibe, bewerben sich darauf keine ausgebildeten LehrerInnen mehr&ldquo; &ndash; Oppermann besetzt in der Not derzeit 5 von 17 Stellen mit StudentInnen &ndash; ohne abgeschlossenes Studium.<br>\nNicht nur in Nordrhein-Westfalen gibt es viel zu wenige LehrerInnen und solche, die es werden wollen &ndash; besonders f&uuml;r das Grund- und F&ouml;rderschulamt. 11 der 16 zust&auml;ndigen Landesbeh&ouml;rden teilten der taz mit, dass sie zum laufenden Schuljahr nicht alle Lehrerstellen besetzen konnten. Und das, obwohl die Kultusministerien zum neuen Schuljahr mindestens 25.000 LehrerInnen neu eingestellt haben.<br>\nWozu der Personalmangel f&uuml;hren kann, sieht man im badischen Ort Yach. Dort musste eine Grundschule schlie&szlig;en. Ob sie kommendes Jahr wieder &ouml;ffnet, ist unklar. In anderen Bundesl&auml;ndern sieht es noch viel d&uuml;sterer aus. In Nordrhein-Westfalen etwa blieben allein an Grundschulen knapp 1.000 Stellen unbesetzt. Insgesamt fehlten dem Bundesland zum neuen Schuljahr mehr als 2.000 Lehrkr&auml;fte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Lehrermangel-an-Grundschulen\/!5452008\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Sicher ist die Politik nicht an allem schuld. Die steigenden Geburtenzahlen waren nur bedingt, die Zuwanderung von 200.000 Fl&uuml;chtlingskindern praktisch gar nicht vorhersehbar. Vorhersehbar war aber, dass ein permanent nur auf Kante gen&auml;htes Lehrerangebot irgendwann rei&szlig;en w&uuml;rde. Und dass nicht nur die FDP, sondern auch die schon lange regierenden Unionsparteien als erstes hohe Steuersenkungen fordern, w&auml;hrend dem Schulsystem immer noch tausende Lehrer fehlen, und dass Merkel weiterhin nicht einfach ausgelacht wird, wenn sie wieder ihr &ldquo;Deutschland geht es so gut wie nie&rdquo; herunterleiert, ist nicht zu begreifen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Grundschultest: Bildungsniveau ist bundesweit gesunken<\/strong><br>\nBei einem bundesweiten Test unter Grundsch&uuml;lern haben sich die Viertkl&auml;ssler in den F&auml;chern Deutsch und Mathe deutlich verschlechtert. In einzelnen Bundesl&auml;ndern f&auml;llt der Trend besonders stark aus.<br>\nGrundsch&uuml;ler k&ouml;nnen deutlich schlechter Rechnen, Schreiben und Zuh&ouml;ren als noch vor f&uuml;nf Jahren. So lassen sich die Ergebnisse eines Vergleichstests f&uuml;r die Schulf&auml;cher Deutsch und Mathe in der 4. Klasse zusammenfassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/lebenundlernen\/schule\/deutschland-bildungsniveau-an-grundschulen-bundesweit-gesunken-a-1172601.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ein Super-Ergebnis von neun Jahren &ldquo;Bildungsrepublik Deutschland&rdquo;, die Merkel 2008 unter dem Jubel der <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/nationaler-bildungsbericht-merkel-ruft-bildungsrepublik-aus-1545858.html\">Hauptstadtpresse<\/a> ausgerufen hat. 32,9 Prozent sind immer noch unverdient 25 Prozent zu viel f&uuml;r die Union und aktuell 61 Prozent Zustimmung f&uuml;r Merkel unerkl&auml;rlich.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Mehr Grundschullehrer ausbilden, mehr Ganztagsangebote schaffen<\/strong><br>\n&bdquo;Das Ergebnis der Grundschulstudie offenbart die Vers&auml;umnisse eines ganzen Jahrzehnts konservativer Bildungspolitik: Es wurden zu wenige Lehrkr&auml;fte ausgebildet, Grundschulen werden schlechter finanziert als Gymnasien und Ganztagsangebote entsprechen weder in der Zahl noch in der Qualit&auml;t den Anforderungen&ldquo;, erkl&auml;rt Rosemarie Hein, Bildungsexpertin der Fraktion DIE LINKE, zu der von der Kultusministerkonferenz ver&ouml;ffentlichten Studie &uuml;ber die Leistungen von Grundsch&uuml;lerinnen und Grundsch&uuml;lern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/mehr-grundschullehrer-ausbilden-mehr-ganztagsangebote-schaffen\/\">die Linke im Bundestag<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Landtagswahl in Niedersachsen: Kein Schulfriede im Land<\/strong><br>\nF&uuml;r die sechs Millionen Wahlberechtigten in Niedersachsen ist es das zentrale Thema: die Bildungspolitik. Woche f&uuml;r Woche fallen abertausende Schulstunden aus. Vor allem Grundschulen leiden unter grassierendem Personalmangel. Studien zeigen: Quer durch alle Schulformen sind P&auml;dagogen &uuml;berlastet. [&hellip;]<br>\nCDU wie SPD wollen mehr Lehrer nach Niedersachsen locken, doch der Arbeitsmarkt ist leergefegt. Kein Wunder, meint Frank Post, der Praktiker.\n<blockquote><p>\n&ldquo;Wir brauchen Anreize, dass die Arbeit an der Grundschule auch f&uuml;r M&auml;nner attraktiv ist, um Familien gut zu ern&auml;hren und auch Karrierechancen zu er&ouml;ffnen.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Viel zu lange schon w&uuml;rden die Grundschulen im Vergleich zu weiterf&uuml;hrenden Schulen stiefm&uuml;tterlich behandelt, klagt der streitbare P&auml;dagoge. Eine Angleichung s&auml;mtlicher Lehr&auml;mter bei Arbeitszeiten und Bezahlung sei das Gebot der Stunde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/landtagswahl-in-niedersachsen-kein-schulfriede-im-land.1773.de.html?dram:article_id=398122\">Deutschlandfunk<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Union will Gef&auml;hrder vom Bund &uuml;berwachen lassen<\/strong><br>\nNach der Vorstellung des Abschlussberichts &uuml;ber Beh&ouml;rdenversagen im Fall Amri fordern CDU und CSU, die &Uuml;berwachung von Gef&auml;hrdern st&auml;rker zu zentralisieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2017-10\/terrorismus-union-forderung-reform-ueberwachung-anis-amri\">Zeit Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Sicherheitspolitische Schnellsch&uuml;sse sind Markenzeichen der Union<\/strong><br>\n&bdquo;Es ist nicht &uuml;berraschend, dass die Union bereits einen Tag nach dem Bericht ganz genau wei&szlig;, welche Konsequenzen die Fehler der Sicherheitsbeh&ouml;rden in der Zusammenarbeit und im Austausch von Informationen haben m&uuml;ssen. Sicherheitspolitische Schnellsch&uuml;sse und best&auml;ndige Versuche, die Macht der Sicherheitsbeh&ouml;rden auszubauen, sind seit Jahren das Markenzeichen von CDU und CSU. Mit seri&ouml;ser Sicherheitspolitik hat das nichts zu tun. Jetzt steht erst einmal eine umfassende &Uuml;berpr&uuml;fung auf der Tagesordnung, warum die F&uuml;lle an Informationen &uuml;ber Anis Amri nicht zu seiner Festnahme gef&uuml;hrt hat&ldquo;, erkl&auml;rt Jan Korte, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE, zu den heutigen Forderungen der Union nach mehr Kompetenzen f&uuml;r den Bund als Reaktion auf den Abschlussbericht des Sonderbeauftragte des Berliner Senats, Bruno Jost, zur Aufarbeitung des Anschlags vom Breitscheidplatz. Korte weiter:<br>\n&bdquo;Zur Aufarbeitung geh&ouml;rt auch, dass alle mit dem Fall in Zusammenhang stehenden Akten von BKA, Geheimdiensten und Bundespolizei gegen&uuml;ber dem Innenausschuss des Bundestages offengelegt werden, damit das Parlament seiner Kontrollfunktion nachkommen kann. Vielleicht sollten die Innenpolitiker der Union das Gutachten erst einmal lesen, bevor sie mit ihren immer gleichen Forderungen um die Ecke kommen. Der Abschlussbericht zeigt n&auml;mlich, dass ein erfolgreiches Vorgehen der Sicherheitsbeh&ouml;rden eben nicht an fehlenden Befugnissen oder F&auml;higkeiten der Sicherheitsbeh&ouml;rden des Bundes gescheitert ist. Vielmehr gab es offensichtlich Probleme durch fehlendes Observationspersonal, falsche Lagebewertungen und ungen&uuml;gende politische Aufsicht. Es bleibt das Geheimnis der Union, wie mit einer weiteren Zentralisierung der Sicherheitsarchitektur und der Aush&ouml;hlung des F&ouml;deralismus diese Defizite und Fehler beseitigt werden sollen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/sicherheitspolitische-schnellschuesse-sind-markenzeichen-der-union\/\">die Linke im Bundestag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Zwischen Schockstrategie und Exodus<\/strong><br>\nVon Anis Chowdhury und Jomo Kwame Sundaram<br>\nWarum versuchen so viele junge Afrikaner, den Kontinent ihrer Geburt zu verlassen? Und warum riskieren sie daf&uuml;r sogar ihr Leben? Antworten geben katastrophale Strukturanpassungsprogramme.<br>\nKein einziger Monat vergeht ohne schreckliche Ereignisse und Katastrophen. In der ersten H&auml;lfte dieses Jahres mussten mindestens 2.247 Migranten bei dem Versuch, &uuml;ber Spanien, Italien oder Griechenland nach Europa zu kommen, ihr Leben lassen oder werden als vermisst gemeldet. Im gesamten vergangenen Jahr wurden 5.096 Todesf&auml;lle verzeichnet. So die Angaben der Internationalen Organisation f&uuml;r Migration (IOM).<br>\nDie Mehrheit dieser Toten, die als &bdquo;Wirtschaftsmigranten&ldquo; leicht zu Opfern von Menschenh&auml;ndlern werden, waren junge Afrikaner im Alter zwischen 17 und 25 Jahren. Der ehemalige Chef der britischen Mission in Benghazi (Libyen) behauptete im April, dass sich ca. eine Million weitere junge Menschen aus ganz Afrika auf dem Weg nach Libyen befinden. Was sie antreibt: der Traum von Europa.<br>\nWarum versuchen so viele junge Afrikaner, den Kontinent ihrer Geburt zu verlassen? Warum riskieren sie sogar ihr Leben, um aus Afrika zu fliehen? Ein Teil der Antwort liegt in dem Scheitern der fr&uuml;heren, meist vom Westen auferlegten Wirtschaftspolitik. Viele L&auml;nder Afrikas mussten sich seit den 1980er Jahren den auf Liberalisierung und Privatisierung basierenden Strukturanpassungsprogrammen (SAPs) unterwerfen. Die Weltbank, die Afrikanische Entwicklungsbank und auch die meisten westlichen Geldgeber unterst&uuml;tzten die SAPs. Und das, obwohl die UN bereits damals vor den negativen sozialen Konsequenzen warnte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2017\/10\/zwischen-schockstrategie-und-exodus\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Ganz normaler Ausnahmezustand<\/strong><br>\nIn Griechenland hat sich an den katastrophalen Lebensbedingungen f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge bisher wenig ge&auml;ndert. Nun naht der Winter.<br>\n&Uuml;ber 14.000 Fl&uuml;chtlinge und Migranten sitzen auf den griechischen Inseln nahe der T&uuml;rkei fest. Noch immer m&uuml;ssen sie in sogenannten Hotspots unter tragischen Bedingungen ausharren. Nun naht der n&auml;chste Winter. &bdquo;Wir machen uns gro&szlig;e Sorgen, denn der letzte Winter war dramatisch&ldquo;, sagt Vassilis Voulgarakis von der Nichtregierungsorganisation Lesvos Solidarity. Zahlreiche Menschen mussten in Zelten bei Minusgraden &uuml;berwintern, weil die Kapazit&auml;ten in den Containern nicht ausreichten, erinnert sich der 43-J&auml;hrige. Sechs-Personen-Zelte waren mit bis zu 25 Menschen vollkommen &uuml;berbelegt. Schwere Regenf&auml;lle durchn&auml;ssten Decken, Schlafs&auml;cke und Kleidung der Camp-Insassen. Sie hausten im Schlamm. Dann fiel Schnee.<br>\n&bdquo;Wir beobachten, dass sich erneut eine solche Situation anbahnt&ldquo;, sagt Voulgarakis. Wenn nicht bald etwas von Seiten der Autorit&auml;ten geschieht, werden die Menschen hier wieder einen bitteren Winter erleben m&uuml;ssen.&ldquo; Doch die Menschen, die sich vor Krieg und Elend nach Europa fl&uuml;chteten, scheinen vergessen, sagt der Mann, der seit 2015 auf Lesbos lebt. Noch immer gibt es kein durchg&auml;ngig flie&szlig;endes Wasser im regierungsgef&uuml;hrten Camp Moria. Immer wieder wird das Wasser abgestellt. Die sanit&auml;ren Anlagen reichen l&auml;ngst nicht aus. So hat das Camp eine Kapazit&auml;t f&uuml;r etwa 1.500 Menschen. Aktuell leben dort 5.000, darunter Hunderte Kinder. Die Bearbeitung der Asylantr&auml;ge geht nur sehr langsam voran, sodass Tausende Menschen hier eng gedr&auml;ngt leben m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Fluechtlinge-in-Griechenland\/!5452592\/\">taz<\/a>\n<p><strong>dazu: &ldquo;Diese Route war immer eine Fluchtroute&rdquo;<\/strong><br>\nFluch und Segen der Jahrtausende hei&szlig;t der Untertitel von Najem Walis neuem Buch &ldquo;Die Balkanroute&rdquo;. Darin beschreibt der deutsch-irakische Schriftsteller die Kulturgeschichte der Balkanroute als Flucht- und Austauschroute und er beschreibt, was er selbst 2016 in Idomeni erlebt hat.<br>\nDie Bilder der gestrandeten Fl&uuml;chtlinge aus dem griechischen Idomeni veranlassten im Jahr 2016 den deutsch-irakischen Schriftsteller Najem Wali, noch einmal die Balkanroute zu bereisen. 1980, als er selbst nach Deutschland geflohen war, hatte er sie schon einmal selbst genutzt &ndash; auf dem Weg nach Europa &uuml;ber Bulgarien.<br>\nIm Vergleich zu dem, was er 2016 gesehen habe, sei seine Reise damals &ldquo;Luxus&rdquo; gewesen, erinnerte sich Wali im Deutschlandfunk Kultur. &ldquo;Egal, wie schrecklich die Bilder waren, die wir gesehen haben &ndash; es gab eine noch schrecklichere Realit&auml;t.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/najem-wali-ueber-die-balkanroute-diese-route-war-immer-eine.1008.de.html?dram:article_id=397995\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>BAMF-Asylentscheidungen und Asylantr&auml;ge bis September 2017<\/strong><br>\n48.154 Entscheidungen &uuml;ber Asylantr&auml;ge, darunter nur noch 49,0 Prozent (366.721) &ldquo;positive Entscheidungen&rdquo;. Von den 366.721 &ldquo;positiven Entscheidungen&rdquo; in den letzten 12 Monaten entfielen 54,7 Prozent (200.757) auf den eingeschr&auml;nkten &ldquo;subsidi&auml;ren Schutz&rdquo; und das &ldquo;Abschiebungsverbot&rdquo;. In lediglich 45,3 Prozent (165.964) der F&auml;lle (&bdquo;positive Entscheidungen&ldquo;) wurde vom BAMF (Bundesamt f&uuml;r Migration und Fl&uuml;chtlinge) die &ldquo;Rechtsstellung als Fl&uuml;chtling&ldquo; festgestellt. Zwei Jahre zuvor, von Oktober 2014 bis September 2015, entfielen von den 83.216 &ldquo;positiven Entscheidungen&rdquo; 95,6 Prozent (79.590) auf die Feststellung der &ldquo;Rechtsstellung als Fl&uuml;chtling&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/archiv-materialien\/984-bamf-asylentscheidungen-und-asylantraege-bis-september-2017.html\">BIAJ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Deutschlands Immobilienmarkt: ein Paradies f&uuml;r Geldw&auml;sche<\/strong><br>\nGesch&auml;tzte 25 Milliarden Euro Schwarzgeld flie&szlig;en j&auml;hrlich in deutsche Immobilien &ndash; ein Paradies f&uuml;r Geldw&auml;scher. Das liegt auch daran, dass im deutschen Grundbuchsystem der eigentliche Eigent&uuml;mer oft schwer zu ermitteln ist, weil ein zentrales Immobilienregister nicht existiert. Die neue EU-Geldw&auml;sche-Richtlinie k&ouml;nnte das &auml;ndern. Doch der noch amtierende Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble str&auml;ubt sich gegen die Versch&auml;rfung. Er setzt auf eine weichgesp&uuml;lte Richtlinie, die verabschiedet werden soll, ehe eine neue Bundesregierung im Amt sein wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/monitor\/sendungen\/deutschlands-immobilienmarkt-geldwaesche-100.html\">Monitor<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Mandatsverl&auml;ngerunsdeal<\/strong><br>\nDie Bildzeitung berichtet (online) &uuml;ber einen dann doch wohl gar nicht so geheimen &bdquo;Geheimdeal&ldquo; mit dem die noch amtierende Regierung die Bundeswehrmandate in Mali, Afghanistan, Syrien und Irak im Bundestag verl&auml;ngern will, ohne die Koalitionsverhandlungen zu belasten. Demnach w&uuml;rden die Mandate mit den Stimmen der Union und der SPD verl&auml;ngert, FDP und Gr&uuml;ne d&uuml;rfen demnach nach eigenem Ermessen abstimmen. Von der am Wahlabend gro&szlig; angek&uuml;ndigten Oppositionsrolle der SPD ist damit &ndash; zumindest in der Au&szlig;enpolitik &ndash; bereits nach wenigen Wochen nicht mehr viel zu sehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2017\/10\/13\/mandatsverlaengerunsdeal\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>USA, der Iran und das Atomabkommen: &ldquo;K&uuml;ndigung ist nicht zu erwarten&rdquo;<\/strong><br>\nDer ehemalige Schweizer Botschafter in Teheran, Tim Guldimann, glaubt nicht, dass US-Pr&auml;sident Donald Trump das Atomabkommen mit dem Iran aufk&uuml;ndigen wird. Offiziell best&auml;tigen, dass der Iran sich an das Abkommen halte, werde Trump aber auch nicht, sagte er im Dlf.<br>\nM&uuml;nchenberg: Herr Guldimann, es gibt ja auch aus dem Iran selbst bereits deutliche Warnungen, sollten die USA das Abkommen infrage stellen. Wie gro&szlig; ist die Gefahr, dass das Abkommen dann insgesamt am Ende w&auml;re?<br>\nGuldimann: Ich glaube, im Moment geht es darum, dass Trump zwar nicht das Abkommen k&uuml;ndigen wird. Das ist nicht zu erwarten. Aber was m&ouml;glich ist, ist, dass er es verweigert zu best&auml;tigen, dass sich Iran voll an das Abkommen h&auml;lt. Wenn er das tut, hat der Kongress 60 Tage Zeit, um zu beschlie&szlig;en, ja oder nein, werden die Sanktionen hochgefahren, wieder hochgefahren als Verletzung von amerikanischer Seite des Vertrages. Wenn das passiert, dann h&auml;tte nat&uuml;rlich Iran die M&ouml;glichkeit zu sagen, dann halten wir uns auch nicht mehr an das Abkommen.<br>\nIch glaube, das w&auml;re die harte Linie von Trump. Er wird aber sicher nicht dem Kongress empfehlen, das zu tun, n&auml;mlich die Sanktionen hochzufahren, denn er will verhindern, dass, wenn der Kongress das nicht tut, er sich blamiert. Folglich wird er mit sehr viel Aggression sich gegen Iran &auml;u&szlig;ern und entweder sagen, er wird nicht best&auml;tigen, dass Iran sich an dieses Abkommen h&auml;lt, oder er k&ouml;nnte auch eine andere Strategie fahren, um seine negative Haltung gegen&uuml;ber Iran zum Ausdruck zu bringen, n&auml;mlich zu sagen: Obama hat sich nur auf das Atomabkommen konzentriert, ich sehe das viel weiter, Iran ist sehr gef&auml;hrlich, sehr aggressiv. Vom Atomabkommen wird er vielleicht gar nicht so explizit sprechen, sondern sagen, ich werde mich darauf konzentrieren, die Aggressionen des Irans einzud&auml;mmen, quasi auf der Linie, die ihm sein Freund Netanjahu in Israel empfiehlt.<br>\nIn diesem L&auml;rm w&auml;re es dann m&ouml;glich, stillschweigend zu zertifizieren, dass sich Iran zwar ans Atomabkommen h&auml;lt, aber ganz b&ouml;se Dinge tut, beispielsweise &uuml;ber seine Revolutionsgarden. Ich glaube, wir haben diese beiden M&ouml;glichkeiten f&uuml;r die Rede von Donald Trump heute Abend.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/usa-der-iran-und-das-atomabkommen-kuendigung-ist-nicht-zu.694.de.html?dram:article_id=398162\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Ein Beispiel f&uuml;r Nato-Kriegspropaganda<\/strong><br>\nDie Studie zum Umgang mit Desinformationskampagnen gegen&uuml;ber der Luftwaffe<br>\nIm Mai 2017 ver&ouml;ffentlichte das deutsche Luftwaffen-Kompetenzzentrum der Nato (Joint Air Power Competence Centre &ndash; JAPCC) eine umfangreiche Studie mit dem Titel Mitigating Disinformation Campaigns Against Air Power, welche sich mit der &ouml;ffentlichen Wahrnehmung der Luftwaffe auseinandersetzt und Empfehlungen gibt, wie sich diese in Zukunft besser beeinflussen l&auml;sst. Unter dem gleichen Titel war von besagtem Kompetenzzentrum 2015 bereits die j&auml;hrlich stattfindende Joint Air and Space Power Konferenz abgehalten worden, welche u. a. zur Vernetzung von Teilnehmern aus Wirtschaft, Milit&auml;r und Politik dient. Die nun ver&ouml;ffentlichte Studie fu&szlig;t auf einer von den Autoren eingerichteten Datenbank mit Medienberichten aus verschiedenen Nato-Mitgliedstaaten sowie Bev&ouml;lkerungsumfragen zur Akzeptanz von Milit&auml;r, Luftwaffe und Auslandseins&auml;tzen. Um nachzuvollziehen, wie die Zustimmung f&uuml;r diese in einzelnen Mitgliedstaaten schwankt, wurde in f&uuml;nf Einzelstudien die Situation in den USA, Gro&szlig;britannien, Frankreich, Italien und Deutschland untersucht. Weiterhin wurde der Einsatz der Luftwaffe in vergangenen Nato-Kriegen hinsichtlich seiner Akzeptanz in den Mitgliedsstaaten bewertet. Dabei wird die Zustimmung zu den einzelnen Kriegen in Abh&auml;ngigkeit von den Kommunikationsaktivit&auml;ten der Nato unter dem Schlagwort &bdquo;Strategische Kommunikation&ldquo; bewertet.<br>\nAusgehend von einer Auswertung der Medienberichterstattung kommen die Autoren zu der Einsch&auml;tzung, dass die Berichterstattung &uuml;ber Kriegseins&auml;tze der Nato-Luftwaffe zu Ungunsten der Nato verzerrt und sie au&szlig;erdem immer wieder Falschinformationen von Nato-Gegnern ausgesetzt seien. Diese Gemengelage habe dazu gef&uuml;hrt, dass in der &Ouml;ffentlichkeit ein falsches Bild vorherrsche, dem zufolge der Einsatz der Luftwaffe mit einer viel zu gro&szlig;en Anzahl ziviler Opfer einhergehe und Drohnen als j&uuml;ngste Errungenschaft der Luftwaffe grunds&auml;tzlich rechtlich und ethisch in Frage gestellt w&uuml;rden. Laut den Autoren der Studie ist diese Entwicklung auf verschiedene Faktoren zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Zum einen seien hierf&uuml;r erfolgreich gestreute Falschinformationen von Russland und extremistischen Gruppen verantwortlich, gegen die die Nato in mehreren arabischen und nordafrikanischen Staaten k&auml;mpft sowie von Nato-feindlichen (zumeist politisch linken) Gruppen in den Mitgliedstaaten. Zum anderen trage allgemeine Uninformiertheit der Medien und der Bev&ouml;lkerung der Nato-Staaten in milit&auml;rischen Fragen ebenfalls zu dieser Entwicklung bei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2017\/10\/13\/ein-beispiel-fuer-nato-kriegspropaganda\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Programmbeschwerde gegen ARD-Tagesschau: AgitProp-Journalismus und antirussische Hetze<\/strong><br>\nDer fr&uuml;here Tagesschau-Redakteur Volker Br&auml;utigam und Friedhelm Klinkhammer, Ex-Vorsitzender des ver.di-Betriebsverbandes NDR, haben Programmbeschwerde gegen die ARD eingereicht. Der Vorwurf: manipulative Berichterstattung zur D&auml;monisierung Russlands. [&hellip;]<br>\nwieder einmal f&auml;llt die ARD-aktuell mit antirussischer Hetze vollkommen aus dem Rahmen. Thema auch diesmal, wie so oft, marginale Demonstrationen gegen Pr&auml;sident Putin, initiiert vom Intimfeind Nawalny, einem verurteilten Straft&auml;ter, den sich der Westen als Pr&auml;sidentschaftskonkurrenten gegen Putin heranp&auml;ppeln m&ouml;chte. Einen konkreten politischen Anlass f&uuml;r die in der Tagesschau umf&auml;nglich und mit Filmbeitrag referierten Demos gab es nicht, nur einen pers&ouml;nlichen: den 65. Geburtstag des russischen Pr&auml;sidenten.<br>\nUnd an Umfang kamen sie auch nicht an die Friedensdemonstrationen in Deutschland heran, die jedoch bei ARD-aktuell keine Beachtung fanden. Chefredakteur Dr. Gniffke bezeichnete diese Friedensdemonstrationen als &ldquo;Event mit nur regionaler Bedeutung&rdquo;. M&ouml;glicherweise lag f&uuml;r ihn die geopolitische Bedeutung des lokalen Moskauer &ldquo;Events&rdquo; darin, dass nicht auszuschlie&szlig;en ist, dass der Multimilliard&auml;r und Pate etlicher &ldquo;Farben-Revolutionen&rdquo;, George Soros, auch diesmal den Kern der Demonstranten in Russland finanziell bedachte, es sich bei diesen also um &ldquo;Jubelperser&rdquo; handelte. Die h&auml;tten demnach h&ouml;heren Nachrichtenwert als hergelaufene deutsche Friedensfans.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/58829-programmbeschwerde-gegen-ard-tagesschau-hetze-gegen-russland\/\">RT deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Noch ein Wahltag &ndash; Merkel in der Defensive<\/strong><br>\nIn &Ouml;sterreich wird sich zeigen, was vom alten Parteienfilz &uuml;brig bleibt. Wird Kurz alles kurz und klein schlagen? Pr&auml;sentiert er sich als zweiter Macron, oder r&uuml;ckt er sein Land nach rechts? Interessant ist, was zwei Jahre nach der Fl&uuml;chtlingskrise von dem Schulterschluss zwischen Merkel und Ex-Kanzler Faymann &uuml;brig geblieben ist: nichts! Auch Faymann ist Merkels Umarmung schlecht bekommen. Wien steht heute Budapest n&auml;her als Berlin, dabei war es vor zwei Jahren noch Gastgeber von Merkels &bdquo;Koalition der Willigen&ldquo;! Aber in Berlin denkt man immer noch, die Welt der EU drehe sich um &ndash; Merkel!<br>\nDass &Ouml;sterreich nun auch noch gegen die unselige deutsche Ausl&auml;ndermaut klagt, passt ins Bild. Deutschland ist nicht mehr Everybody&rsquo;s Darling, eher schon ein notwendiges &Uuml;bel, an dem man nicht vorbei kommt. Das zeigt sich auch an der Klimapolitik, &uuml;ber die am Freitag die Umweltminister in Luxemburg beraten. Die &bdquo;Klimakanzlerin&ldquo; ist abgetaucht &ndash; heute mu&szlig; sich Deutschland rechtfertigen, weil es die eigenen Ziele verfehlt!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/lostineu.eu\/noch-ein-wahltag-merkel-in-der-defensive\">Lost in Europe<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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