{"id":4061,"date":"2009-07-13T09:36:45","date_gmt":"2009-07-13T07:36:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4061"},"modified":"2009-07-14T08:42:01","modified_gmt":"2009-07-14T06:42:01","slug":"hinweise-des-tages-930","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4061","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(WL)<\/p><p>Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p><ol>\n<li><a href=\"?p=4061#h01\">Sebastian Dullien: Deregulierung der Wirtschaft &ndash; So sprachen sie vor der Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4061#h02\">Steuern statt Schulden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4061#h03\">Friedhelm Hengsbach zur Sozialenzyklika: Ein ziemliches Schrottpapier<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4061#h04\">Kritik an Millionenzahlungen f&uuml;r HSH-Nordbank-Chef<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4061#h05\">AIG will Viertelmilliarde an Boni vergeben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4061#h06\">USA wollen Handel mit Risiko-Wertpapieren kontrollieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4061#h07\">USA: Viele Banken drehen wieder am gro&szlig;en Rad<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4061#h08\">Besch&auml;ftigung im Alter: Mitte F&uuml;nfzig und ohne Job<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4061#h09\">Ausgebrannt und kurz vor der Explosion<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4061#h10\">Steinbr&uuml;ck &ndash; Eine losgerissene Kanone<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4061#h11\">Wahlkampf um Rentner:&nbsp;Die graue Macht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4061#h12\">eurostat: Ungleichheit der Einkommensverteilung&nbsp; in der EU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4061#h13\">Alle Parteien wollen mehr f&ouml;rdern als fordern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4061#h14\">Bodenseewasser ab 2010 teurer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4061#h15\">&Auml;rzteblattuntersuchung zeigt: Fast der H&auml;lfte aller Kassenpatienten werden IGeLeistungen angeboten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4061#h16\">Erfolgreiche Steuerfahnder angeblich kaltgestellt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4061#h17\">Finanzministerium bef&uuml;rchtet Steuerausf&auml;lle in Milliardenh&ouml;he<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4061#h18\">Atomkraft: Propheten der Angst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4061#h19\">Der Beginn des Asse-Skandals l&auml;sst sich ziemlich genau terminieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4061#h20\">Oskar Lafontaine im ZDF- Sommerinterview<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4061#h21\">Hochschulinsolvenz: Bruchlandung in Bruchsal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4061#h22\">Warum Bologna sinnvolles Studieren unm&ouml;glich macht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4061#h23\">Irak-Krieg: R&uuml;ckzug oder Verst&auml;rkung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4061#h24\">Verheimlichte Cheney CIA-Programm?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4061#h25\">Skandale aufarbeiten oder den inneren Frieden sichern?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4061#h26\">Berlusconi: Eine unterdr&uuml;ckte Nachricht<\/a><\/li>\n<\/ol><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4061&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Sebastian Dullien: Deregulierung der Wirtschaft &ndash; So sprachen sie vor der Krise<\/strong><br>\nSp&auml;testens seit der Finanzkrise ist das Wort &ldquo;Deregulierung&rdquo; in der deutschen politischen Debatte verbrannt sind sich doch heute Volkswirte wie Politiker weitgehend einig, dass es mangelnde staatliche Aufsicht und zu laxe Regeln waren, die der Weltwirtschaft die schwerste Krise seit 80 Jahren beschert haben.\n<p>Selten hat sich ein Sinneswandel so schnell vollzogen: Nicht einmal vier Jahre ist es her, dass viele Politiker in Deutschland gar nicht rasch genug den staatlichen Einfluss &uuml;ber die Wirtschaft abbauen wollten.<\/p>\n<p>Um den B&uuml;rgern vor der aktuellen Wahl einen &Uuml;berblick zu geben, welcher Politiker und welcher Politikberater in den f&uuml;nf Jahren vor der Krise, die im Sommer 2007 begann, tats&auml;chlich undifferenziert Deregulierung gefordert hat und bei welchen Politikern sich eher ein ausgewogener Forderungskatalog findet, hat die Hans-B&ouml;ckler-Stiftung eine entsprechende Studie bei mir in Auftrag gegeben.<\/p>\n<p>Das Ergebnis: Viele Politiker vor allem von Union und FDP waren radikal f&uuml;r den R&uuml;ckbau des Staates in allen Bereichen. Und: Volkswirte in Deutschland waren weit einm&uuml;tigere Verfechter von einem radikalen R&uuml;ckbau des Staates als die meisten Politiker.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/1830642_Deregulierung-der-Wirtschaft-So-sprachen-sie-vor-der-Krise.html\">FR<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Sehr lesenswert.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Sebastian Dullien schreibt in der Frankfurter Rundschau, bei Politikern und &Ouml;konomen habe sich in Sachen Deregulierung ein<em> &ldquo;Sinneswandel vollzogen&rdquo;<\/em>: <em>&ldquo;Kaum ein Politiker vertritt heute noch solche Thesen im Gegenteil. Jeder will schon immer gewusst haben, dass eigentlich der Finanzsektor deutlich mehr, nicht weniger Aufsicht braucht.&rdquo;<\/em><\/em><\/p>\n<p>Aus meiner Sicht zeigt sich demgegen&uuml;ber bei unseren Politikern und &Ouml;konomen ein ger&uuml;ttelt Ma&szlig; an Wendeh&auml;lsigkeit: Die Schuld liegt bei anderen (vor allem bei den USA). Sie selber haben in der Vergangenheit angeblich schon immer gewarnt. Die hiesigen Wendeh&auml;lse mimen die Unschuld vom Lande und versuchen dar&uuml;ber hinaus den Eindruck zu erwecken, als st&uuml;nden sie im Kampf gegen die Ursachen der schweren Finanz- und Wirtschaftskrise heute wie in der Vergangenheit an vorderster Front.<br>\nDies l&auml;sst sich am Beispiel der Bundeskanzlerin Merkel aufzeigen:<\/p>\n<p>Sebastian Dullien schreibt zur Bundeskanzlerin:<\/p>\n<p><em>&ldquo;Kanzlerin Angela Merkel verweist so zwar regelm&auml;&szlig;ig auf ihre Forderungen beim G8-Gipfel in Heiligendamm, verschweigt indes die Forderungen aus ihrem Wahlprogramm 2005.&rdquo;<\/em><\/p>\n<p>Auf dem G8-Gipfel im Juni 2007 in Heiligendamm sprach Merkel lediglich einen kleinen Teilausschnitt des aus dem Ruder gelaufenen Finanzmarkt-Kapitalismus an: Die Hedgefonds. Und: Sie forderte nicht etwa ein Verbot dieser hochspekulativ-pervertierten <em>&ldquo;Finanzprodukte&rdquo;<\/em>, sondern lediglich ein wenig <em>&ldquo;Regulierung&rdquo;<\/em>, wohl wissend, dass die USA unter George W. Bush dies ablehnen w&uuml;rden. Das bot Merkel jedoch die Gelegenheit, sich vom gro&szlig;en Tross ihrer Hofberichterstatter-Medien einmal mehr als <em>&ldquo;Gipfel-K&ouml;nigin&rdquo;<\/em> feiern zu lassen, <em>&ldquo;die sich nicht davor scheut, Klartext zu reden&rdquo;<\/em>.<\/p>\n<p>Die mit tatkr&auml;ftiger Unterst&uuml;tzung dieser Medien nach au&szlig;en zur Schau gestellte Politik und ihr tats&auml;chliches Handeln klaffen bei der Bundeskanzlerin jedoch deutlich auseinander.<br>\nSo beabsichtigte die Bundeskanzlerin im Oktober vergangenen Jahres, mit Hans Tietmeyer einen neoliberalen Hauptakteur und Verantwortlichen f&uuml;r den Deregulierungswahn der vergangenen Jahre und Jahrzehnte mit der Leitung jener &ldquo;Expertengruppe&rdquo; zu beauftragen, die f&uuml;r die Bundesregierung Reformvorschl&auml;ge f&uuml;r die internationalen Finanzm&auml;rkte ausarbeiten sollte. &ldquo;Der Freitag&rdquo; berichtete unter der &Uuml;berschrift <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/politik\/0911-krise-experten-lobbyismus\">&ldquo;Einseitige Expertise&rdquo;<\/a> zu Merkels Personalie Tietmeyer<\/p>\n<p>Nach &ouml;ffentlichen Protesten zog Merkel die Personalie Tietmeyer zur&uuml;ck. Stattdessen wurde Otmar Issing als Leiter der &ldquo;Expertengruppe&rdquo; installiert. Die NachDenkSeiten am 20. Oktober 2008 unter der &Uuml;berschrift <a href=\"?p=3521\">&ldquo;Ein neuer &bdquo;Bock als G&auml;rtner&ldquo; &ndash; der GoldmanSachs-Berater Issing als Kommissionsvorsitzender. Mein Fazit: Dieser Bundesregierung ist nicht zu trauen&rdquo;<\/a><\/p>\n<p>Ein ganz aktuelles Beispiel, das erneut erhebliche Fragen zu den tats&auml;chlichen Absichten Merkels und der Bundesregierung aufkommen l&auml;&szlig;t: Die NachDenkSeiten ver&ouml;ffentlichten am vergangenen Donnerstag unter der &Uuml;berschrift <a href=\"?p=4054\">&ldquo;Weitere Informationen zur Verflechtung von Politik und Finanzindustrie (Finanzkrise XXI)&rdquo;<\/a> Informationen eines NDS-Lesers zur Entstehung des &ldquo;Bad-Bank&rdquo;-Gesetzes.<br>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Steuern statt Schulden<\/strong><br>\nWer heute auf Steuern verzichtet und sich lieber verschuldet, ist morgen gezwungen, noch mehr Steuern einzutreiben, um die Verbindlichkeiten samt Zinsen zur&uuml;ckzuzahlen. Das Verschieben von Steuerlasten auf kommende Generationen w&auml;re gerechtfertigt, wenn die Belastung der heute Lebenden zu einer Vertiefung der Krise f&uuml;hren und damit auch die kommenden Generationen negativ treffen w&uuml;rde. Bei Massensteuern w&auml;re dies der Fall, denn sie haben sowohl einen negativen Konjunktureffekt als auch einen negativen Verteilungseffekt. Massensteuern w&uuml;rgen die Konjunktur ab, weil sie die Massenkaufkraft und Inlandsnachfrage schw&auml;chen. Der negative Verteilungseffekt r&uuml;hrt daher, dass die unteren und mittleren Einkommensschichten ihr Einkommen gro&szlig;teils ausgeben m&uuml;ssen und dabei von der Mehrwertsteuer getroffen werden. Die oberen Schichten k&ouml;nnen es sich hingegen leisten, einen gr&ouml;&szlig;eren Teil ihres Einkommens zu sparen, entgehen damit der Mehrwertsteuer und erhalten stattdessen eine Verm&ouml;gensrente.\n<p>Doch zu Massensteuern gibt es eine ebenso prominente wie tabuisierte Alternative: Verm&ouml;gensteuern auf die wirklich Verm&ouml;genden. Laut Deutschem Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) besitzen zehn Prozent der Deutschen 61 Prozent des gesamten Privatverm&ouml;gens: Eine Minderheit k&ouml;nnte hier einen relevanten Beitrag zur Staatsfinanzierung leisten, ohne dass ein krisenversch&auml;rfender Effekt eintr&auml;te. Im Gegenteil: Die Oberschicht ist mittlerweile so reich, dass sie gar nicht mehr in der Lage ist, ihre Verm&ouml;gen zu verkonsumieren, oft nicht einmal die Zuw&auml;chse. Sie ist gezwungen, ihr Kapital professionellen Verm&ouml;gensverwaltern zu &uuml;berlassen, welche die Abermilliarden auf die Finanzm&auml;rkte pumpen und damit immer gr&ouml;&szlig;ere Blasen bef&uuml;llen &ndash; eine strukturelle Ursache f&uuml;r die Krise.<\/p>\n<p>Deutschland ist im internationalen Vergleich ein au&szlig;ergew&ouml;hnliches Niedrigsteuerland f&uuml;r Wohlhabende. Verm&ouml;gensteuern machen nur 0,9 Prozent vom BIP aus. W&uuml;rde sich Deutschland dem Niveau Frankreichs angleichen (3,5 Prozent), br&auml;chte dies zus&auml;tzlich 64 Milliarden Euro; dem Gro&szlig;britanniens (4,6 Prozent) sogar 92 Milliarden Euro &ndash; die Regierung br&auml;uchte keine neuen Schulden aufzunehmen, die kommenden Generationen w&uuml;rden verschont.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=me&amp;dig=2009%2F07%2F13%2Fa0020&amp;cHash=79a16af05e\/&amp;type=98\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Friedhelm Hengsbach zur Sozialenzyklika: Ein ziemliches Schrottpapier<\/strong><br>\nF&uuml;r den Sozialethiker Friedhelm Hengsbach ist die p&auml;pstliche Sozial-Enzyklika &ldquo;Liebe in Wahrheit&rdquo; im Hinblick auf eine Regulierung der Wirtschafts- und Finanzwelt nicht deutlich genug ausgefallen. Hier sei &ldquo;theoretisch am Schreibtisch das Panorama der Welt&rdquo; betrachtet worden, ohne die Interessenpluralit&auml;t und sozialen K&auml;mpfe ausreichend zu ber&uuml;cksichtigen.<br>\nIch habe den Eindruck, dass erst mal sehr viele Autoren an diesem Papier gearbeitet haben, sodass das formal gesehen, meine ich jedenfalls, ein ziemliches Schrottpapier ist. Aber das andere ist, dass eben halt theoretisch am Schreibtisch das Panorama der Welt betrachtet wird, gleichsam aus der Perspektive eines wohlwollenden Beobachters oder aus der Perspektive wohlwollender mehrerer Beobachter. Das Denken, der Verstand, wie der Titel ja auch sagt, &ldquo;Caritas in veritate&rdquo;, das hei&szlig;t &ldquo;die Liebe in der Wahrheit&rdquo;. Die Orientierung an der Wahrheit spielt die gr&ouml;&szlig;ere Rolle, und das wird zum Teil aus einer wolkigen Abstraktheit heraus beschrieben und immer wieder wie mit dem Salzstreuer in die ganz konkreten Beschreibungen, Analysen und entsprechenden L&ouml;sungsvorschl&auml;ge eingearbeitet. Insofern steht das Rundschreiben sich selbst im Weg mit dieser Methodik, dass man das nicht &uuml;bersetzt hat. Die Liebe in der Wahrheit wird nicht &uuml;bersetzt in die Frage der Interessenpluralit&auml;t und auch der K&auml;mpfe, eigene Interessen in der Welt durchzusetzen, und auf der anderen Seite der Frage nach der Gerechtigkeit und dem Gemeinwohl, das hei&szlig;t, nach dem allgemeinen Interesse der Weltgesellschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/interview_dlf\/997549\/\">DLF<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Kritik an Millionenzahlungen f&uuml;r HSH-Nordbank-Chef <\/strong><br>\nAm Freitagabend hatte der Aufsichtsratsvorsitzende der Nordbank, Hilmar Kopper, eine Sonderzahlung an Nonnenmacher best&auml;tigt. Er solle eine bereits im Vorjahr vereinbarte einmalige Ausgleichszahlung bekommen, wie es zuvor vom bisherigen Pr&auml;sidialausschuss entschieden worden sei, teilte Kopper am Freitag in Hamburg mit. Der Bonus beruhe auf Nonnenmachers Mehrfachfunktionen. Er &uuml;be nach mehreren Personalabg&auml;ngen im Vorstand vier &Auml;mter aus. Diese Zahlung erfolge zum Teil als direkte Verg&uuml;tung, zum Teil als Altersvorsorge. &Uuml;ber ihre H&ouml;he machte Kopper keine Angaben.\n<p>NDR Info berichtete unter Berufung auf eine Erkl&auml;rung von Hamburgs B&uuml;rgermeister Ole von Beust (CDU) an die B&uuml;rgerschaft, dass Nonnenmacher eine Sonderverg&uuml;tung von insgesamt 2,9 Millionen Euro erh&auml;lt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.ndr.de\/nachrichten\/hshnordbank258.html\">NDR<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die HSH Nordbank hat von Hamburg und Schleswig-Holstein eine Kapitalspritze in H&ouml;he von drei Milliarden Euro und eine Sicherheitsgarantie in H&ouml;he von zehn Milliarden Euro erhalten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>AIG will Viertelmilliarde an Boni vergeben<\/strong><br>\nWenige Monate ist es her, dass die US-&Ouml;ffentlichkeit sich &uuml;ber den vom Staat geretteten Versicherer emp&ouml;rte, weil er seine Manager mit Millionen belohnte.<br>\nDer vom Staat gerettete US-Versicherer AIG will laut einem Zeitungsbericht 250 Mio. $ als Boni auszahlen. Ein Gro&szlig;teil &ndash; 200 Mio. $ &ndash; solle erneut in die Derivate-Sparte flie&szlig;en, die den einstigen weltweiten Branchenprimus im vergangenen Jahr an den Rand des Abgrunds brachte, berichtete die &ldquo;Washinton Post&rdquo; am Samstag. Derzeit liefen mit der US-Regierung Verhandlungen &uuml;ber die f&uuml;r M&auml;rz 2010 angesetzte Zahlung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/finanzdienstleister\/:Spendabel-trotz-Staatshilfen-AIG-will-Viertelmilliarde-an-Boni-vergeben\/538808.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>USA wollen Handel mit Risiko-Wertpapieren kontrollieren<\/strong><br>\nFinanzminister Timothy Geithner legte am Freitag Vorschl&auml;ge zur Regulierung von Derivaten vor, die am au&szlig;erb&ouml;rslichen Markt gehandelt werden. &ldquo;Unsere Pl&auml;ne werden Marktmanipulationen und Betrug einen Riegel vorschieben, da die Aufsichtsbeh&ouml;rden mit umfassenden Informationen &uuml;ber das Geschehen am au&szlig;erb&ouml;rslichen Derivate-Markt versorgt werden&rdquo;, sagte Geithner vor zwei Kongressaussch&uuml;ssen.\n<p>Der au&szlig;erb&ouml;rsliche, sogenannte Over-The-Counter-Markt (OTC) mit Derivaten umfasst weltweit ein Volumen von 450 Billionen Dollar. Eines der Instrumente ist der Credit Default Swap (CDS), mit dem Kreditrisiken abgesichert werden.<\/p>\n<p>Einem Bericht des &ldquo;Wall Street Journal&rdquo; zufolge regt sich in der Wirtschaft erheblicher Widerstand gegen die Regulierung dieses bislang weitgehend unbeaufsichtigten Marktsegments. Mehr als 40 Unternehmen au&szlig;erhalb des Finanzsektors laufen demnach Sturm gegen die Pl&auml;ne und richten ihre Hoffnung auf eine Entsch&auml;rfung der Regeln im US-Kongress.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.reuters.com\/article\/economicsNews\/idDEBEE5690FG20090710\">Reuters<\/a><\/p>\n<p><em>Dazu:<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>USA: Viele Banken drehen wieder am gro&szlig;en Rad<\/strong><br>\nIn den USA setzen die Geldh&auml;user erneut auf riskante Gesch&auml;fte. Vor allem im volatilen Investment-Banking (Handel mit Wertpapieren) wird erneut das gro&szlig;e Rad gedreht.<br>\nF&uuml;r die Verursacher der Finanzkrise, die gro&szlig;en US-Banken, hat sich wenig ge&auml;ndert: Kommenden Dienstag wird Goldman Sachs als erstes US-Institut die Zahlen f&uuml;r das zweite Quartal vorlegen. Die von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragten Analysten gehen davon aus, dass Goldman von April bis Juni 2009 einen Gewinn von 2,2 Mrd. Dollar beziehungsweise 3,57 Dollar pro Aktie erwirtschaftet hat. W&auml;hrend andere Geldh&auml;user Risken abgebaut haben, profitierte Goldman vor allem vom Handel mit Rohstoffen, Devisen und Aktien. Damit kehrt das viel kritisierte Gesch&auml;ftsmodell der Wall Street zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/diepresse.com\/home\/wirtschaft\/international\/494144\/index.do?_vl_backlink=\/home\/wirtschaft\/index.do\">Presse.com<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Besch&auml;ftigung im Alter: Mitte F&uuml;nfzig und ohne Job<\/strong><br>\nNoch immer schafft es kaum ein Arbeitnehmer in Deutschland, bis zum 65. Geburtstag zu arbeiten. Nur jeder Vierzehnte im Alter von 63 bis 65 Jahre hat eine sozialversicherungspflichtige Vollzeitstelle. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linkspartei hervor. Die Besch&auml;ftigungsquote, also der Anteil der Menschen mit einem vollwertigen Job, sinkt rapide ab Mitte 50. In der Altersklasse 55 bis 58 stehen 39,4 Prozent voll im Berufsleben. Bei den 58- bis unter 63-J&auml;hrigen sinkt die Quote auf 26,6 Prozent, in der Altersklasse dar&uuml;ber auf 7,4 Prozent. Diese Bestandsaufnahme ist f&uuml;r Union und SPD politisch heikel, weil sie die Kritiker der Rente mit 67 best&auml;rkt. Die Koalition selbst hat erkl&auml;rt, dass ein sp&auml;terer Beginn f&uuml;r die regul&auml;re Rente nur sinnvoll ist, wenn die Menschen tats&auml;chlich l&auml;nger arbeiten k&ouml;nnen. Das Gesetz schreibt daher vor, diese Voraussetzung f&uuml;r die Rente mit 67 erstmals 2010 zu &uuml;berpr&uuml;fen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1832700&amp;em_loc=1231&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_polstart\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Und diese Entwicklung will die Bundesregierung mit statistischen Effekten abtun. Die bereinigte Statistik m&ouml;chte ich sehen, die bei den&nbsp; 63 bis 65-J&auml;hrigen aus 7,4 % Vollzeitbesch&auml;ftigten eine &ldquo;relativ g&uuml;nstig&rdquo; Arbeitsmarktentwicklung herauslesen l&auml;&szlig;t. F&uuml;r wie d&auml;mlich halten die uns? &ndash; Na ja, 62 Prozent von uns w&uuml;rden es sehr begr&uuml;&szlig;en, wenn &ldquo;uns Angela&rdquo; auch nach der Bundestagswahl 2009 Kanzlerin bliebe (Forsa, Juni). Die Idee zur Rente 67 kam ja auch nicht von ihr, sie hat M&uuml;ntefering nur zugestimmt &ndash; wahrscheinlich mit gr&ouml;&szlig;tem Widerwillen. <\/em><\/p>\n<\/li><li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Ausgebrannt und kurz vor der Explosion<\/strong><br>\nEine Studie des Sigmund Freud-Institutes der Technischen Universit&auml;t Chemnitz dokumentiert die Arbeits&uuml;berlastung von Mitarbeitern in sozialen Berufen. Burn-Out und Deperession sind bei vielen die Folge.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wissen_und_bildung\/aktuell\/?em_cnt=1830644&amp;\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Eine losgerissene Kanone<\/strong><br>\nEs gibt zwei M&ouml;glichkeiten. Entweder Steinbr&uuml;ck sagt blo&szlig; &ouml;ffentlich, was die SPD-Spitze insgeheim denkt -n&auml;mlich dass Reichensteuer und Rentengarantie am 28. September Schnee von vorgestern sind. Oder der &uuml;beraus selbstbewusste Finanzminister macht Politik auf eigene Rechnung. Dann w&auml;re allerdings eine deutliche Ansage von Kanzlerkandidat Steinmeier f&auml;llig. &Uuml;berf&auml;llig sogar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=me&amp;dig=2009%2F07%2F11%2Fa0203&amp;cHash=2cd93ad614\/&amp;type=98\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Frank-Walter Steinmeyer: &ldquo;Peer Steinbr&uuml;ck tr&auml;gt die Rentengarantie mit, weist aber zu Recht darauf hin, dass wir immer auch die Frage der Generationengerechtigkeit im Auge behalten m&uuml;ssen. Wir d&uuml;rfen keine Gruppe unserer Gesellschaft gegen eine andere ausspielen: Das ist ein zutiefst sozialdemokratischer Gedanke.&rdquo; &ndash; Tolle Zur&uuml;ckweisung, <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article4103631\/Steinmeier-will-Krise-ohne-Kaninchen-bekaempfen.html?print=yes#reqdrucken\">Steinmeyer gibt Steinbr&uuml;ck sogar indirekt Recht.<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Wahlkampf um Rentner:&nbsp;Die graue Macht<\/strong><br>\nSie sind alt, sie sind kampflustig, und sie sind viele. 20 Millionen W&auml;hler z&auml;hlen 60 Jahre und mehr. Um sie milde zu stimmen, hat die Regierung mitten in der Krise die Renten hochgesetzt. Deshalb balgen sich die Minister Scholz und Steinbr&uuml;ck. Sogar Norbert Bl&uuml;m schaltete sich in die Debatte ein. Szenen aus einem Land auf dem Weg zur Rentner-Demokratie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/:Wahlkampf-Rentner-Die-Macht\/705533.html\">stern<\/a>\n<p><strong><em>Anmerkung Roger Strassburg:<\/em><\/strong> Dieser Artikel macht einfach w&uuml;tend. Bei diesem Thema ist Stern kein bisschen besser als der Spiegel.<\/p>\n<p>Hier wird die teilweise R&uuml;cknahme von Greueltaten der letzten Jahre als Wohltaten dargestellt. Man tut den Rentnern also einen Gefallen, indem man aufh&ouml;rt, sie zu pr&uuml;geln. Daf&uuml;r pr&uuml;gelt man sie aber in den Medien weiter,  wie in diesem Artikel.<\/p>\n<p>Was soll z.B. die Behauptung, die Rentenkasse sei &ldquo;eigentlich schon heute pleite&rdquo;? Weil sie keine R&uuml;cklagen hat, um alle zuk&uuml;nftigen Rentenanspr&uuml;che zu bezahlen? Hat die Autorin das Wesen eines Umlageverfahrens nicht verstanden, oder t&auml;uscht sie absichtlich? Oder schreibt sie das, weil der Staat etwas zuschie&szlig;en muss. Ist es aber nicht richtig so, dass der Staat Beitragsausf&auml;lle, die haupts&auml;chlich mit Arbeitslosigkeit, Unterbesch&auml;ftigung und Niedrigl&ouml;hnen zu tun haben, ausgleicht, anstatt diese den Rentnern aufzub&uuml;rden? Das der Staat zuschie&szlig;en muss, ist eine Folge der Wirtschafts- und Sozialpolitik, nicht weil die Rentner zu m&auml;chtig sind. Doch die Autorin kennt nur die abgenutzte Demographie-Demagogie.<br>\nBesonders unversch&auml;mt ist die Darstellung der Rentner als &ldquo;Generation S-Klasse&rdquo;. Selbstverst&auml;ndlich gibt es wohlhabende Rentner, genauso wie es wohlhabende Arbeitnehmer gibt. Aber so zu tun, als handele es sich hier haupts&auml;chlich um wohlbetuchte Leute &ndash; jene &ldquo;zickigen&rdquo; Menschen, die &ldquo;brav&rdquo; zur Wahl gehen, damit sie durch ihre Macht an der Wahlurne die j&uuml;ngeren Generationen schamlos auspl&uuml;ndern k&ouml;nnen &ndash; ist einfach dreist.<\/p>\n<p>Nichts l&auml;sst die Autorin aus, um den angeblichen Generationenkonflikt anzustacheln: Die Rentner seien vor den Reformen &ldquo;geh&auml;tschelt&rdquo;, den Rentnern gehe es besser als nie zuvor &ndash; w&auml;hrend alleinerziehende M&uuml;tter arm dran sind. Es w&uuml;rden &ldquo;kostspielige W&uuml;nsche&rdquo; verlangt, wie Massage am Arbeitsplatz (welcher Arbeitsplatz denn? Ich denke, es gehe hier um Rentner, und nicht um aktive Arbeitnehmer). Professoren (welche denn?) sollen ausgerechnet haben, dass das Versprechen, die Renten auch bei sinkenden L&ouml;hne nicht zu senken 46 Milliarden Euro koste (woraus berechnet?).<\/p>\n<p>Also neben Arbeitslosen werden weiterhin Rentner als Schmarotzer der Nation dargestellt. Diejenige, die dieses Bild pflegen, wie etwa Philipp Mi&szlig;felder (&ldquo;keine H&uuml;ftgelenke ab 85), l&auml;sst die Autorin als missverstandene Realisten erscheinen. Man braucht nur noch zu warten, bis wieder jemand vorschl&auml;gt, Alten und Arbeitslosen das Wahlrecht zu entziehen. Und dann (&hellip;)<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>eurostat: Ungleichheit der Einkommensverteilung&nbsp; in der EU<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/nui.epp.eurostat.ec.europa.eu\/nui\/show.do?dataset=ilc_sic2&amp;lang=de\">Eurostat<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Mancher mag sich tr&ouml;sten, dass die Einkommensverteilung Deutschlands dem EU-Durchschnitt entspricht. Aussagef&auml;higer ist allerdings der Anstieg des Gini-Koeffizienten von 2005 mit 26 auf 30 im Jahre 2007. Dem entspricht auch die Zunahme der so genannte relative Armutsl&uuml;cke von 2005 mit 19 Prozent auf 24 Prozent im Jahre 2007. D.h. das mittlere verf&uuml;gbare Jahreseinkommen armutsgef&auml;hrdeter Menschen lag 2007 insgesamt 24 Prozent unterhalb den Einkommen, das ein Armutsrisiko signalisiert.- Diese Entwicklung hat&nbsp; wohlgemerkt im letzten Aufschwung&nbsp; stattgefunden, der von Leuten, die die Definitionsmacht in diesem Lande haben, Boom genannt wurde.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Alle Parteien wollen mehr f&ouml;rdern als fordern<\/strong><br>\nViereinhalb Jahre nach der Umsetzung der Hartz-IV-Reform unter der rot-gr&uuml;nen Regierung Schr&ouml;der will keine der Parteien im angelaufenen Bundestagswahlkampf ein Loblied auf die umstrittene Arbeitsmarktneuregulierung anstimmen. Stattdessen werden den Betroffenen gro&szlig;z&uuml;gigere Regelungen versprochen. Das Prinzip &bdquo;F&ouml;rdern und Fordern&ldquo;, das zu den wesentlichen &Auml;nderungen in der Arbeitsmarktpolitik geh&ouml;rte, wird bei der Union nur noch vage angesprochen, bei der SPD gar nicht mehr. Was vor allem das &bdquo;Fordern&ldquo; in der Praxis bedeutet, dazu bekennt sich nur die FDP offen: Wer zumutbare Arbeit ablehnt, muss mit Leistungsk&uuml;rzungen rechnen. Die Gr&uuml;nen hingegen dokumentieren ihr schlechtes Gewissen &uuml;ber die Regelungen, die sie selbst zu verantworten haben: Kontrolle, b&uuml;rokratische Schikane, G&auml;ngelung und eine Unkultur des Misstrauens und Sanktionierens &ndash; das sind die Vokabeln, die sie nun f&uuml;r Hartz IV w&auml;hlen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/deutschland\/wahlen2009\/Hartz-IV-Wahlkampf-Bundestagswahl;art20195,2846268?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Bodenseewasser ab 2010 teurer<\/strong><br>\nDie Bodenseewasserversorgung (BWV) ist mit einem blauen Auge davon gekommen. Die Verluste aus dem Cross-Border-Leasinggsch&auml;ft belaufen sich nicht wie urspr&uuml;nglich bef&uuml;rchtet auf einen zweistelligen Millionenbetrag, sondern &bdquo;nur&ldquo; auf 4,7 Millionen Euro. F&uuml;r die 180 Mitglieder des Zweckverbands und damit auch f&uuml;r die Verbraucher bedeutet dies einen um 2,5 Cent je Kubikmeter h&ouml;heren Wasserpreis ab dem Jahr 2010.\n<p>Der Kaufm&auml;nnische Gesch&auml;ftf&uuml;hrer der BWV, Michael St&auml;bler, bezifferte die Kosten f&uuml;r die Aufl&ouml;sung der urspr&uuml;nglich bis 2032 datierten grenz&uuml;berschreitenden Mietvertr&auml;ge zum 29. M&auml;rz dieses Jahres mit 50 Millionen Euro. Dem stehen Einnahmen aus den Vertr&auml;gen von insgesamt 45,3 Millionen Euro gegen&uuml;ber. Davon sind bereits 23 Millionen geflossen. &ldquo;Damit haben wird sechs Jahre lange den Wasserpreis gest&uuml;tzt&rdquo;, so St&auml;bler. Diese 23 Millionen und der Verlust von 4,7Millionen Euro m&uuml;ssten nun &uuml;ber einen 2,5 Cent h&ouml;heren Wasserpreis refinanziert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/stuttgarter-nachrichten.de\/stn\/page\/2122705_0_9223_-folge-der-leasinggeschaefte-bodenseewasser-ab-2010-teurer.html\">Stuttgarter Nachrichten<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>&Auml;rzteblattuntersuchung zeigt: Fast der H&auml;lfte aller Kassenpatienten werden IGeLeistungen angeboten<\/strong><br>\nIm Deutschen &Auml;rzteblatt vom 26. Juni wurde eine Umfrage an 2.100 gesetzlich Versicherten zur H&auml;ufigkeit des Angebotes von so genannten Individuellen GesundheitsLeistungen (IGeL) bei ihren Kassen&auml;rzten ver&ouml;ffentlich. Danach sind in den vergangenen zw&ouml;lf Monaten &uuml;ber 40 Prozent der Versicherten IGeLeistungen angeboten worden. Diese alarmierenden Zahlen belegen, dass IGeL keine Randerscheinungen mehr sind, sondern sie das Sachleistungsprinzip &ndash; also die Regel, dass nur die Kasse bzw die KV, nicht aber der Patient, mit dem Kassenarzt abrechnet &ndash; zunehmend untergraben. Es wird gesch&auml;tzt, dass mit diesen Leistungen zwischen einer und drei Milliarden Euro Umsatz gemacht wird. Eine bis drei Milliarden Euro f&uuml;r Leistungen, die niemand kontrolliert, deren Indikation nicht &uuml;berpr&uuml;ft wird, deren Nutzen oder Schaden f&uuml;r den Patienten nicht bekannt ist.\n<p>Direkte Bezahlung von Leistungen verf&uuml;hrt die &Auml;rzte zur Erbringung von unn&ouml;tigen Leistungen. Sie untergr&auml;bt das Vertrauensverh&auml;ltnis von Arzt und Patient. Kassen&auml;rzte aber sollten ihre Leistungen unabh&auml;ngig von finanziellen Interessen erbringen k&ouml;nnen. Der Patient muss vom behandelnden Arzt erwarten k&ouml;nnen, dass er seine medizinischen Entscheidungen unabh&auml;ngig von eigenen finanziellen Interessen trifft. Das ist bei IGeL nicht der Fall. Der Arzt ist kein Kaufmann.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.vdaeae.de\/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=288&amp;Itemid=1\">Verein demokratischer &Auml;rztinnen und &Auml;rzte<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.aerzteblatt.de\/v4\/archiv\/artikeldruck.asp?id=65147\">Deutsches &Auml;rzteblatt<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Erfolgreiche Steuerfahnder angeblich kaltgestellt<\/strong><br>\nDie hessische Landes&auml;rztekammer beschuldigt einen Psychiater aus Frankfurt am Main, mehrere Steuerfahnder mit fragw&uuml;rdigen Gutachten im Interesse der hessischen Landesregierung dienstunf&auml;hig geschrieben zu haben. Die Fahnder hatten sich vorher kritisch zu internen Abl&auml;ufen in der Finanzverwaltung ge&auml;u&szlig;ert. Nach Informationen des &ldquo;Spiegels&rdquo; hatten etliche Steuerfahnder gegen eine interne Verf&uuml;gung des hessischen Finanzministeriums protestiert, durch die die Beamten von Ermittlungen gegen wohlhabende Steuerpflichtige abgezogen worden waren, die ihr Geld auf verschleierten Konten im Ausland angelegt hatten. Die Fahnder vermuteten dahinter die politische Absicht, durch eine wenig effektive Steuerfahndung Hessen f&uuml;r ansiedlungswillige Firmen attraktiver zu werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/nachrichten.t-online.de\/c\/19\/40\/28\/18\/19402818.html\">Nachrichten T-Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Bertold Brecht: Unsichtbar wird der Wahnsinn, wenn er gen&uuml;gend Ausma&szlig;e angenommen hat. Oder hier umgekehrt: Wenn der Wahnsinn gen&uuml;gend Ausma&szlig;e angenommen hat, werden diejenigen, die auf den Wahnsinn hinweisen, f&uuml;r Wahnsinnig erkl&auml;rt.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe zum allgemeinen Wahnsinn:<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Finanzministerium bef&uuml;rchtet Steuerausf&auml;lle in Milliardenh&ouml;he<\/strong><br>\nDas System ist kompliziert, aber es lohnt sich: Institutionelle Anleger versuchen nach SPIEGEL-Informationen mit Aktien-Deals rund um den Dividendenaussch&uuml;ttungstermin deutscher Konzerne die Finanz&auml;mter abzuzocken &ndash; und damit den Fiskus ausgerechnet mitten in der Krise um gigantische Summen zu prellen.<br>\nEs besteht &ldquo;die Gefahr, dass zwei Steuerbescheinigungen ausgestellt werden, obwohl nur einmal Kapitalertragsteuer abgef&uuml;hrt wurde&rdquo;, best&auml;tigt ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums (BMF) den Missbrauch, der mit Hilfe ausl&auml;ndischer Banken abgewickelt wird. Bei der Veranlagung lie&szlig;en sich also Steuern auf Dividenden zur&uuml;ckfordern, die nie bezahlt worden sind. In einem Brief an das Deutsche Aktieninstitut vom 25. Mai diesen Jahres bef&uuml;rchtet das BMF &ldquo;Steuerausf&auml;lle in Milliardenh&ouml;he&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,635639,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Propheten der Angst<\/strong><br>\nTechnische Pannen und Patzer in der Kommunikation &ndash; die Kernkraft wird zum Wahlkampfthema. Dabei wird wohl kaum ernsthaft &uuml;ber Sinn und Risiken der Technologie debattiert werden, denn alles, was &ldquo;Atom&rdquo; hei&szlig;t, beschw&ouml;rt in diesem Land m&auml;chtige Feindbilder und &Auml;ngste herauf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,634844,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers &Uuml;.M.:<\/strong> Emotionen,  diffuse &Auml;ngste und schlechte Kommunikation sind also die Gr&uuml;nde warum so viele Leute hierzulande gegen Atomkraft sind. <\/em><\/p>\n<p>Meinen Sie nicht dass Sie es sich da ein bi&szlig;chen zu einfach machen ?<\/p>\n<p>Wie w&auml;re es, die h&ouml;chst rationalen Argumente gegen die Atomkraft wenigstens zur  Kenntnis zu nehmen ?<\/p>\n<p>Als da w&auml;ren: nur l&auml;cherliche  2% Anteil am Endenergieverbrauch der Welt, unwirtschaftlich, endliche Uranvorr&auml;te, dreckiger Uranabbau, absaufende Endlager in Asse und Morsleben die<br>\nmit Milliarden vom Steuerzahler repariert werden m&uuml;ssen, endlose Subventionen, keine ausreichende Haftpflichtversicherung f&uuml;r AKWs, permanente St&ouml;rf&auml;lle und kein Endlager in Sicht, Inkompatibilit&auml;t mit Erneuerbaren Energien.<\/p>\n<p>Und wenn Sie sich die Zahlen der AKWs anschauen w&uuml;rden, w&uuml;rden Sie feststellen dass nicht nur in Deutschland die Zahl zur&uuml;ckgeht, weil auch in anderen L&auml;ndern zwar teilweise viel von Neubauten geredet wird, aber dem kaum Taten folgen. Und da wo neue gebaut werden sind sie entweder massiv subventioniert wie in Frankreich und Finnland oder in staatlicher Regie wie in China Russland etc.<\/p>\n<p>Alles nur Emotion ?<\/p>\n<p>Sorry, Ihr Essay reiht sich w&uuml;rdig ein in die immer h&auml;ufiger werdenden schlampig recherchierten Artikel im Spiegel. Schade, dass das Niveau so abgesunken ist. Da war der Focus wohl leuchtendes Vorbild (&hellip;)<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Der Beginn des Asse-Skandals l&auml;sst sich ziemlich genau terminieren<\/strong><br>\n&ldquo;Wie konnte es zu dem Desaster kommen?&rdquo;, fragte Dr.&nbsp;Detlev M&ouml;ller, Historiker und Referent des Abends. Im Rahmen seiner Doktorarbeit hatte er untersucht, wie die Frage der Endlagerung von Atomm&uuml;ll in Deutschland zwischen 1955 und 1979 von Beh&ouml;rden und Beratern wahrgenommen wurde.\n<p>&ldquo;Die Grundlage des eigentlichen Skandals ist, dass den Verantwortlichen schon 1967 klar war und sogar in den Akten festgehalten wurde: Innerhalb von Jahrzehnten bleibt kein Raum des Asse-Bergwerkes trocken, sondern sie wird vollst&auml;ndig mit Salzlauge gef&uuml;llt sein&rdquo;, zitierte M&ouml;ller. Das so genannte Absaufen des Salzstocks sei somit billigend in Kauf genommen worden &ndash; und bis 1978 wurden tausende weiterer F&auml;sser mit schwach- und mittelradioaktivem M&uuml;ll eingelagert. Da ging dann doch ein Raunen durch den Saal, in dem vor allem Menschen sa&szlig;en, die ansonsten so leicht nichts mehr ersch&uuml;ttern kann an &uuml;berraschenden und unglaublichen Informationen zu Asse&nbsp;II.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.newsclick.de\/index.jsp\/menuid\/2164\/artid\/10621284\">Newsclick.de<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Oskar Lafontaine im ZDF- Sommerinterview<\/strong><br>\n<blockquote><p><strong>ZDF:<\/strong> Aber im entscheidenden Moment, im Jahr 1999, haben Sie hingeschmissen?<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p><strong>Lafontaine:<\/strong> Ich wei&szlig;, Sie kommen immer wieder auf den R&uuml;cktritt als Finanzminister zu sprechen. Das Wort Hinschmei&szlig;en ist eine Diffamierung. Ich war nicht einverstanden mit der Sozialpolitik, das kann heute niemand mehr bestreiten. Ich war nicht einverstanden mit der Vorbereitung des Krieges auf Jugoslawien, das kann auch niemand bestreiten. Wenn jemand dann sagt &ldquo;ich gehe&rdquo;, dann sollte man das respektieren und nicht so d&auml;mlich von Hinschmei&szlig;en reden.\n<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p><strong>ZDF:<\/strong> Es ist doch ein Faktum, dass Sie das Amt niedergelegt haben.<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p><strong>Lafontaine:<\/strong> Bitte unterbrechen Sie mich nicht st&auml;ndig. Ich m&ouml;chte doch darauf hinweisen, dass ich 1999 auch zur&uuml;ckgetreten bin, weil meine Vorschl&auml;ge, die internationalen Finanzm&auml;rkte zu regulieren, vom deutschen Kanzler nicht unterst&uuml;tzt wurden, vom britischen Premier nicht unterst&uuml;tzt wurden, nat&uuml;rlich auch von den USA abgelehnt wurden und deshalb keine Chance hatten. Mittlerweile gibt es ja einige anst&auml;ndige und faire Journalisten, die sagen: Wir haben damals &uuml;ber ihn gelacht, wir m&uuml;ssten heute sagen, er hatte Recht.\n<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p><strong>ZDF:<\/strong> Also, Herr Lafontaine, wir haben hier die M&ouml;glichkeit 20 Minuten zu sprechen und wenn Sie mit dem &ldquo;anst&auml;ndig&rdquo; vielleicht mich gemeint haben, dann weise ich das zur&uuml;ck. Ich sag nochmal: Sie waren 1999 einer der m&auml;chtigsten M&auml;nner der Republik. Sie waren Finanzminister. Sie waren Parteichef der SPD. Sie h&auml;tten damals die Rentenformel &auml;ndern k&ouml;nnen. Sie hatten mit dem Haushalt zu tun. Sie h&auml;tten &uuml;ber Auslandseins&auml;tze der Bundeswehr mitentscheiden k&ouml;nnen. Sie sind gegangen, das ist doch ein Faktum.\n<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p><strong>Lafontaine:<\/strong> Sehen Sie, wenn Sie schon sagen, wir h&auml;tten die Rentenformel damals &auml;ndern k&ouml;nnen, dann sind Sie jetzt so tief in die Geschichte gegangen, dass Sie die Fakten nicht mehr pr&auml;sent haben. Die Rentenformel war damals ausgezeichnet, die h&auml;tte ich gerne heute wieder.\n<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p><strong>ZDF:<\/strong> Aber die anderen Dinge? Sie haben nicht mit gestanden. Sie sind gegangen. Sofort, als die K&uuml;che hei&szlig; wurde, sind Sie gegangen.<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p><strong>Lafontaine:<\/strong> Ich wei&szlig; nicht, was dieses polemische Interview jetzt soll? Sie reiten auf dem R&uuml;cktritt herum, unterstellen Dinge, die gar nicht stimmen. Als k&ouml;nne ein Einziger von mehreren hundert Abgeordneten eine Formel im Bundestag &auml;ndern. Als k&ouml;nne ein Einziger von mehreren hundert Abgeordneten die Sozialgesetzgebung &auml;ndern. Das ist doch alles kalter Kaffee.\n<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p><strong>ZDF:<\/strong> Warum profitiert die Linke nicht mehr von den Zeiten, wo selbst der Papst den Kapitalismus kritisiert. Die Umfragen werden ja schlechter und nicht besser.<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p><strong>Lafontaine:<\/strong> Wir haben ein Medienproblem, das haben wir jetzt gerade wieder festgestellt. Die Medien sind uns gegen&uuml;ber nicht gerade freundlich gesonnen. Beispielsweise werden Vorschl&auml;ge von uns gar nicht diskutiert. Auch dann, wenn allgemein in Deutschland dar&uuml;ber verhandelt wird. Zwei Beispiele: Wir haben Kurzarbeit. Wer redet dar&uuml;ber, dass die Linke einen Gesetzentwurf im Bundestag hat, Kurzarbeitergeld nicht zu versteuern? Wir haben Wucherzinsen in Deutschland. Wer redet dar&uuml;ber, dass die Linke als einzige Partei im Bundestag einen Gesetzentwurf hat, die Zinsen f&uuml;r &Uuml;berziehungskredite, die die &Auml;rmsten betreffen, auf sechs Prozent zu begrenzen. Ich danke Ihnen aber, dass ich das jetzt hier einmal sagen kann.<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p><strong>ZDF:<\/strong> Das wollen wir doch sagen. Wir haben immerhin 20 Minuten die M&ouml;glichkeit dazu, und Sie werden genauso behandelt wie alle anderen Parteivorsitzenden im ZDF-Sommerinterview.\n<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p><strong>Lafontaine:<\/strong> Ich gucke mir das Interview mit Frau Merkel an.<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle 1: <a href=\"http:\/\/berlindirekt.zdf.de\/ZDFde\/inhalt\/7\/0,1872,7603783,00.html\">ZDF &ndash; Berlin Direkt: &ldquo;Oskar Lafontaine im Sommerinterview&rdquo;<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Siehe den vorigen Beitrag von Albrecht M&uuml;ller: Asysmetrie zu Lasten der Linken. Sie konnten ja schon sehen, wie devot der Bundespr&auml;sident interviewt wurde. Achten Sie wirklich auf das Interview mit Frau Merkel und vergleichen die Fragen und vor allem die Tonart.<\/em><\/p>\n<p>Das gleiche Spiel wie mit Oskar Lafontaine auch mit Gregor Gysi im DLF.<br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/idw_dlf\/997404\/\">DLF Interview der Woche<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.H:<\/strong> Jedem, der nach der beschriebenen ZDF-Ank&uuml;ndigung das Interview angeschaut hat, d&uuml;rfe damit jeder Restzweifel an einer gro&szlig;angelegten Anti-Links-Medienkampagne verlustig gegangen sein. Bemerkenswerterweise beinhaltete das Interview n&auml;mlich nicht nur die &uuml;blichen Anti-Lafontaine-Polemiken, sondern die l&auml;ngst &uuml;berf&auml;llige angemessene Reaktion darauf. Oskar Lafontaine hat in vorbildlicher und lang vermisster Weise endlich die Kampagnen-Berichterstattung auch des ZDFs &ouml;ffentlich und in aller Deutlichkeit angeprangert und den &auml;u&szlig;erst ungeschickt agierenden und offenkundig darauf nicht vorbereiteten Peter Frey vorgef&uuml;hrt. Das Interview geriet dabei selbst zum Live-Beweisst&uuml;ck. Nicht zuletzt deshalb weil sich Frey v&ouml;llig blindw&uuml;tig und einem blutberauschten Kampfhund gleich auf Lafontaine st&uuml;rzte. Au&szlig;er der bekannten und abgedroschenen Polemik des Weglaufens und Hinschmei&szlig;ens gegen Oskar Lafontaine brachte Frey n&auml;mlich rein gar nichts Substanzielles zustande. Der unter Anti-Links-Journalisten so beliebte Weglauf-Vorwurf wurde so zum Aufh&auml;nger dessen, was man beim ZDF wohl am liebsten totgeschwiegen h&auml;tte: Eine Medienpropagandakampagne gegen alles und jeden, der es wagt, f&uuml;r die substanziellen Interessen der Bev&ouml;lkerung einzutreten.<\/em><\/p>\n<p>Interessant und notwendig ist auf jeden Fall aber, dass Lafontaine tacheless redet und diese Medienbarriere gut wahrnehmbar thematisiert. Hier tut Wiederholung not. Peter Frey wirkte einerseits sehr hilflos, doch gepaart mit seiner Aggressivit&auml;t gegen&uuml;ber Lafontaine dann schlie&szlig;lich au&szlig;erordentlich unglaubw&uuml;rdig und voreingenommen, Dies ist wichtig, um die medial gelenkte Meinungsbeeinflussung ins &ouml;ffentliche Bewusstsein zu r&uuml;cken. Der Zuschauer merkt: Es sind keine abstrusen Verschw&ouml;rungstheorien, wenn jemand behauptet, die Medien w&uuml;rden ma&szlig;geblich von konservativ-liberalen Kreisen gesteuert, sondern es ist tats&auml;chlich was dran. Peter Frey ist nicht der nette und neutral agierende Journalistenonkel, sondern ein parteiischer, interessengeleiteter Meinungsmanipulateur und damit Teil eines Problems. Man achtet dann mehr auf diese Dinge und umso mehr f&auml;llt einem dann auf.<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Hochschulinsolvenz: Bruchlandung in Bruchsal<\/strong><br>\nDie International University in Bruchsal, ein Investment von Helios-Gr&uuml;nder Lutz Helmig, ist pleite und wird geschlossen. Es ist bereits die zweite Hochschule, mit der der Milliard&auml;r scheitert.\n<p>Die IU war die einzig noch verbliebene Hochschule in Deutschland, die komplett von einer privaten Beteiligungsfirma getragen wurde. Hinter Educationtrend steht die Investmentgesellschaft Aton von Lutz Helmig, dem Gr&uuml;nder der Helios-Kliniken. Es ist bereits die zweite Hochschule, mit der Milliard&auml;r Helmig scheitert: Im M&auml;rz musste die von Educationtrend betriebene Hanse-University in Rostock ihren Lehrbetrieb einstellen; dort hatten sich nur drei Studenten eingeschrieben. Jetzt folgt die Bruchlandung in Bruchsal.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/forschung_bildung\/bildung\/:Hochschul-Insolvenz-Bruchlandung-in-Bruchsal\/539079.html\">FTD<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Und weil die privaten &bdquo;International Universities&ldquo; an der Pleite entlang hangeln, muss man eben die staatlichen Hochschulen privatisieren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Warum Bologna sinnvolles Studieren unm&ouml;glich macht<\/strong><br>\nRobert Stockhammer, Professor f&uuml;r Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universit&auml;t M&uuml;nchen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/T5238o\/2951006\/Im-Interesse-der-Studenten.html\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>R&uuml;ckzug oder Verst&auml;rkung<\/strong><br>\nMehr Tote als im Irakkrieg: In Gro&szlig;britannien spitzt sich die Debatte &uuml;ber Art und Umfang des Einsatzes in Afghanistan zu<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/art771,2846153?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Interessant an dem Artikel ist die Mahnung&nbsp; Barack Obamas an die britischen Politiker, dass die pakistanische Atombombe in die falschen H&auml;nde gelangen k&ouml;nnte. Das erinnert schon stark an die Rhetorik der Bushadministration. Jetzt wird der Einsatz in Afghanistan mit einer Bedrohung durch Pakistan rechtfertigt. &ndash; Der Verschw&ouml;rungstheoretiker in mir glaubt, dass f&uuml;r den Fall, dass Pakistan an die Fundis geht, die l&auml;ngst vorhandenen Einsatzpl&auml;ne&nbsp; der US-Boys greifen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h24\"><\/a><strong>Verheimlichte Cheney CIA-Programm?<\/strong><br>\nEx-US-Vizepr&auml;sident Dick Cheney soll in seiner Amtszeit acht Jahre lang dem Kongress ein Anti-Terror-Programm des Geheimdienstes CIA verschwiegen haben. Das berichten mehrere US-Medien &uuml;bereinstimmend. Demnach soll Cheney die CIA angewiesen haben, Senat und Abgeordnetenhaus nicht &uuml;ber das Geheimprogramm zu informieren, hei&szlig;t es unter Berufung auf Aussagen von CIA-Direktor Leon Panetta vor Kongressaussch&uuml;ssen. Nun wollten die Demokraten eine formale Untersuchung der Vorg&auml;nge.&nbsp;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/cia106.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em>Siehe dazu:<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h25\"><\/a><strong>Skandale aufarbeiten oder den inneren Frieden sichern?<\/strong><br>\nM&ouml;gen seine Gr&uuml;nde innenpolitisch auch nachvollziehbar sein: Barack Obama schadet sich selbst, wenn er auf ein juristisches Nachspiel zu acht Jahren Bush verzichtet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/positionen\/0928-bush-tribunal-obama\">der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h26\"><\/a><strong>Eine unterdr&uuml;ckte Nachricht<\/strong><br>\nSilvio Berlusconi k&ouml;nnte sich durch den G8-Gipfel m&auml;chtig hofiert f&uuml;hlen, w&auml;ren da nicht Anzeigen des legend&auml;ren Staatsanwalts Antonio Di Pierto in zwei US-Zeitungen.<br>\nDie Anzeige macht die gesamte Seite der New York Herald Tribune vom 9. Juli aus und auch der Global Edition der New York Times und stammt von Antonio Di Pietro, dem legend&auml;ren Staatsanwalt, der die Ermittlungen gegen Berlusconi wegen seiner vielfachen Betr&uuml;gereien und Bestechungen gef&uuml;hrt hat und heute Abgeordneter und Vorsitzender einer kleinen Partei namens Italien der Werte&nbsp; ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/politik\/0928-berlusconi-korruption-italien\">der Freitag<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(WL)<\/p>\n<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p>\n<ol>\n<li><a href=\"?p=4061#h01\">Sebastian Dullien: Deregulierung der Wirtschaft &ndash; So sprachen sie vor der Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4061#h02\">Steuern statt Schulden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4061#h03\">Friedhelm Hengsbach zur Sozialenzyklika: Ein ziemliches Schrottpapier<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4061#h04\">Kritik an Millionenzahlungen f&uuml;r HSH-Nordbank-Chef<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4061#h05\">AIG will Viertelmilliarde an Boni vergeben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4061#h06\">USA wollen Handel mit Risiko-Wertpapieren kontrollieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4061#h07\">USA: Viele Banken<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4061\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4061","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4061","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4061"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4061\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4061"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4061"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4061"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}