{"id":40635,"date":"2017-10-18T08:25:35","date_gmt":"2017-10-18T06:25:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40635"},"modified":"2017-10-18T08:25:35","modified_gmt":"2017-10-18T06:25:35","slug":"hinweise-des-tages-2982","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40635","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (PS\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40635#h01\">Linkspartei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40635#h02\">Macrons Verm&ouml;genssteuer: Der Staat verzichtet auf 3,2 Milliarden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40635#h03\">Mord im Steuerparadies Malta &ndash; Legal, illegal, lukrativ<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40635#h04\">Koalition: Einigkeit und Export<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40635#h05\">&bdquo;Wir verschenken Milliarden!&ldquo; <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40635#h06\">Neue Chance f&uuml;r die Gewerkschaften<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40635#h07\">Frauen und Armut: &ldquo;Man versucht, nichts mehr auszugeben&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40635#h08\">Erdgas im Fokus der Geopolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40635#h09\">Die Westbindung Deutschlands soll erhalten werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40635#h10\">The Deep State&rsquo;s Bogus &lsquo;Iranian Threat&rsquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40635#h11\">Altkanzler Schr&ouml;der fordert bessere Beziehungen zu Russland und T&uuml;rkei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40635#h12\">Soros &uuml;bertr&auml;gt seiner Stiftung 18 Milliarden Dollar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40635#h13\">Die M&auml;r vom &ldquo;rechten&rdquo; Land<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40635#h14\">Der Fall Harvey Weinstein: Das Schweigen der Journalisten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40635#h15\">Stammheimer Todesnacht: Es bleiben zahlreiche Widerspr&uuml;che<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40635#h16\">Facebook lobt seine Faktenpr&uuml;fer<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Linkspartei<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Wagenknecht und Bartsch bleiben im Amt<\/strong><br>\nEine R&uuml;cktrittsdrohung, stundenlange Verhandlungen &ndash; am Ende der Kompromiss: Der Machtkampf bei der Linkspartei ist beigelegt, Wagenknecht und Bartsch wurden als Fraktionschefs best&auml;tigt. Vorangegangen war ein offen ausgetragener Streit zwischen Partei- und Fraktionsspitze.<br>\nDie bisherigen Fraktionschefs der Linkspartei im Bundestag, Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch, werden die Fraktion weiter anf&uuml;hren. Bartsch wurde mit 80, Wagenknecht mit 75 Prozent der Stimmen wiedergew&auml;hlt.<br>\nM&ouml;glich wurde dies durch einen Kompromiss im Machtkampf zwischen Partei- und Fraktionsspitze, den die Abgeordneten mittrugen. Umstrittene Antr&auml;ge, die den Parteivorsitzenden Katja Kipping und Bernd Riexinger deutlich mehr Einfluss in der Fraktion geben sollten, wurden abgewandelt. So einigte sich die Fraktion darauf, den beiden Parteivorsitzenden ein herausragendes Rederecht zuzugestehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/linkspartei-157.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die umstrittenen &Auml;nderungsantr&auml;ge zur Gesch&auml;ftsordnung, die gestern eine zentrale Rolle spielten hatten die NachDenkSeiten <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40566\">bereits am Freitag ver&ouml;ffentlicht<\/a> und thematisiert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wagenknecht in den tagesthemen: &ldquo;Ziemlich &uuml;berfl&uuml;ssig&rdquo;<\/strong><br>\nEin &ldquo;ziemlich &uuml;berfl&uuml;ssiger&rdquo; Streit &ndash; das ist das Fazit von Linken-Fraktionschefin Wagenknecht nach dem Machtkampf in ihrer Partei. Zu versuchen, die Fraktionsf&uuml;hrung zu demontieren, zeuge nicht von sehr viel Verantwortungsbewusstsein, sagte sie in den tagesthemen. Jetzt brauche es eine handlungsf&auml;hige Linke.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/wagenknecht-tagesthemen-103.html\">Tagesschau<\/a><\/li>\n<li><strong>Sahra Wagenknechts Brief an die Abgeordneten der Linksfraktion<\/strong><br>\nLiebe Abgeordnete unserer neu gewa&#776;hlten Bundestagsfraktion,<br>\nich schreibe Euch diesen Brief zur Vorbereitung unserer Klausurtagung, die hoffentlich eine produktive wird. Ihr werdet auf der Klausur eine Reihe von Entscheidungen treffen, sowohl zu scheinbar formalen Fragen wie der Gescha&#776;ftsordnung als auch in Bezug auf die personelle Aufstellung der neuen Fraktion. Viele von Euch sind neu in den Bundestag gewa&#776;hlt und ihr habt Anspruch darauf, vorab meine Sicht auf die Hintergru&#776;nde einiger Antra&#776;ge und die Konsequenzen bestimmter Entscheidungen zu erfahren. [&hellip;]<br>\nIn beiden Fa&#776;llen hat es demokratische Entscheidungen gegeben, die anders ausfielen, als Bernd Riexinger und Katja Kipping sich das gewu&#776;nscht hatten.Nicht legitim ist es nach meinem Versta&#776;ndnis, dass diese Entscheidungen von ihnen auch im Nachhinein nie akzeptiert wurden, sondern in einem penetranten Kleinkrieg daran gearbeitet wurde, sie aus dem Hinterhalt und mittels Intrigen zu unterlaufen. Im Bundestagswahlkampf ist es glu&#776;cklicherweise gelungen, die anhaltenden Auseinandersetzungen zumindest nicht-o&#776;ffentlich auszutragen. Dennoch haben sie Zeit und Kraft gekostet, nicht nur fu&#776;r die Spitzenkandidaten, sondern auch und besonders fu&#776;r den Wahlkampfleiter. Dass Matthias Ho&#776;hn sich dabei mehr dem Wahlerfolg unserer Partei als der bedingungslosen Loyalita&#776;t gegenu&#776;ber den Parteivorsitzenden verpflichtet sah, hat offenbar dazu gefu&#776;hrt, dass Katja Kipping und Bernd Riexinger ihm jetzt ihre Unterstu&#776;tzung entzogen haben.<br>\nNach der Bundestagswahl &ndash; und ohne Ru&#776;cksichten auf den niedersa&#776;chsischen Landtagswahlkampf &ndash; ist aus dem schwelenden Konflikt eine offene Kampagne gegen die bisherige Fraktionsspitze geworden. So wird von der Parteifu&#776;hrung nicht nur der Anteil der Spitzenkandidaten am Wahlerfolg kleingeredet. Am Tag nach der Wahl musste ich mir im Parteivorstand in einer spu&#776;rbar feindseligen Atmospha&#776;re sogar vorhalten lassen, ich wu&#776;rde Wa&#776;hler vergraulen. Seither bringt das Neue Deutschland online fast ta&#776;glich Artikel von engen politischen Vertrauten der Parteivorsitzenden Kipping, die mich &ldquo;halb-rechter&rdquo;, &ldquo;AfD-naher&rdquo; oder gar &ldquo;rassistischer&rdquo; und &ldquo;nationalsozialer&rdquo; Positionen bezichtigen. Die Art dieser Debatte zeigt leider auch, dass in unserer Partei inzwischen ein Klima geschaffen wurde, das keine normale Diskussionskultur mehr zula&#776;sst. Wenn jeder, der die Position &ldquo;offene Grenzen fu&#776;r alle Menschen jetzt sofort&rdquo; nicht teilt, sofort unter Generalverdacht gestellt wird, ein Rassist und halber Nazi zu sein, ist eine sachliche Diskussion u&#776;ber eine vernu&#776;nftige strategische Ausrichtung nicht mehr fu&#776;hrbar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/171018-38_Brief_an_alle_MdBs.pdf\">Sahra Wagenknecht<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Macrons Verm&ouml;genssteuer: Der Staat verzichtet auf 3,2 Milliarden<\/strong><br>\nRein rechnerisch &ndash; und darin sind sich alle einig &ndash; l&auml;uft Macrons Reform der Verm&ouml;genssteuer auf ein Fazit hinaus, das bekannt ist: &ldquo;Es profitieren haupts&auml;chlich die Reichen.&rdquo; Interessant ist die Verpackung des Geschenks aus dem Elys&eacute;epalast. &ldquo;Ich mag den Neid nicht&rdquo;, sagte Macron am Montagabend zur Kontroverse &uuml;ber die neue ISF (imp&ocirc;t de solidarit&eacute; sur la fortune), die auf Deutsch mit &ldquo;Solidarit&auml;tssteuer auf das Verm&ouml;gen&rdquo; wiedergegeben werden kann. (&hellip;) Der alles &uuml;berragende Vorteil liegt allerdings bei den Personen mit Finanzverm&ouml;gen, das k&uuml;nftig nicht mehr unter die Verm&ouml;gensteuer f&auml;llt. In Frankreich besitzen etwa 300.000 Haushalte ein Verm&ouml;gen, das h&ouml;her als 2 Millionen Euro ist, der Anteil der Finanzanlagen betr&auml;gt bei ihnen 70 Prozent und bei den Superreichen 90 Prozent. Der H&ouml;chststeuersatz f&uuml;r Einkommen aus &ldquo;Dividenden und Zinsen&rdquo; betr&auml;gt 30 Prozent, bei Geh&auml;ltern und Einkommen betr&auml;gt er 55 Prozent, weshalb Piketty die Verm&ouml;genssteuerreform und andere Steuergeschenke auf Gesamtkosten von mehr als 5 Milliarden Euro sch&auml;tzt. F&uuml;r ihn ist das ein Fehler &ldquo;historischen Ausma&szlig;es&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Macrons-Vermoegenssteuer-Der-Staat-verzichtet-auf-3-2-Milliarden-3863931.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Mord im Steuerparadies Malta &ndash; Legal, illegal, lukrativ<\/strong><br>\nDie ermordete maltesische Journalistin Daphne Caruana Galizia hat zu Steuertricks recherchiert. Niedrige Steuern sind das Gesch&auml;ftsmodell des Landes. [&hellip;]<br>\nMalta ist eigentlich ein armes Land. Die wichtigste Branche ist der Tourismus, und au&szlig;erdem befindet sich noch Europas zweitgr&ouml;&szlig;te Werft auf der Insel. Um zus&auml;tzliche Einnahmen zu generieren, setzt Malta daher auf das Konzept &bdquo;Briefkastenfirmen&ldquo;.<br>\nDas Angebot ist verlockend: Malta verlangt eine K&ouml;rperschaftssteuer von nur rund 5 Prozent. Da lohnt es sich f&uuml;r internationale Konzerne, eine Tochter in Malta zu gr&uuml;nden.<br>\nMehr als 1.600 deutsche Unternehmen haben sich eine Filiale in Malta zugelegt. Dazu geh&ouml;ren etwa BASF, die Autovermietung Sixt, der D&uuml;ngelmittelhersteller K + S, aber auch der Flughafenbetreiber Fraport, der mehrheitlich dem Land Hessen und der Stadt Frankfurt geh&ouml;rt.<br>\nDer Trick ist immer der gleiche: Die Gewinne werden nach Malta verlagert, indem die Tochterfirma fiktive Kosten berechnet &ndash; sei es f&uuml;r Patente, Lizenzen oder Kreditzinsen. Wie die maltesische Tageszeitung &bdquo;Malta Today&ldquo; berechnet hat, wurden 2015 Unternehmensgewinne in H&ouml;he von vier Milliarden Euro durch Malta geschleust. Normalerweise w&auml;ren darauf Steuern von etwa 1,7 Milliarden Euro entfallen &ndash; doch der maltestische Staat begn&uuml;gte sich mit 250 Millionen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Mord-im-Steuerparadies-Malta\/!5455716\/\">Ulrike Herrmann in der taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Koalition: Einigkeit und Export<\/strong><br>\nJamaika ist kein erzwungenes B&uuml;ndnis. Es w&auml;chst vielmehr zusammen, was zusammengeh&ouml;rt. Die AfD kann sich freuen (&hellip;) Durch die Ansage, die SPD werde Opposition sein und nichts als Opposition, schien er CDU, CSU, FDP und Gr&uuml;ne zu einer Notgemeinschaft zu zwingen, um dann deren Widerspr&uuml;che und Krach, vielleicht sogar deren Scheitern schadenfroh von au&szlig;en verfolgen zu k&ouml;nnen. In Wirklichkeit w&auml;chst jetzt zusammen, was schon lange zusammengeh&ouml;rt und zueinanderstrebt. Das hat nichts mit Selbstverleugnung der Partner, Machtstreben und Machterhalt allein zu tun, sondern mit dem weiteren Wandel des B&uuml;rgerlichen und der Sozialstruktur Deutschlands. (&hellip;) Der AfD kann dies alles gefallen. Sie teilt die von Lindner forcierten und von Union und Gr&uuml;nen vertretenen marktradikalen Prinzipien. Zugleich ist sie Opposition auf dem Feld sogenannter weicher Themen, agitiert etwa gegen den Feminismus. Solange die Gr&uuml;nen in der Regierung sind und diese den bisherigen Kurs der sozialen Spaltung fortsetzt, kann die AfD auf Zulauf von kulturell Konservativen und materiell Benachteiligten hoffen. Das Reservoir ist noch nicht ausgesch&ouml;pft. Die Gr&uuml;nen sind zur Scharnierpartei geworden wie einst die FDP. Ob k&uuml;nftig die Union oder &ndash; nach einer etwaigen Erholung &ndash; die SPD eine Regierung anf&uuml;hrt, h&auml;ngt von ihnen ab. Auch das ist eine Chance f&uuml;r die AfD. Um sie k&ouml;nnte in einer ferneren Zukunft, falls etwa die Gr&uuml;nen nicht mehr gebraucht werden oder nicht mehr wollen sollten, der B&uuml;rgerblock nach rechts hin erweitert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/georg-fuelberth\/einigkeit-und-export\">Georg F&uuml;lberth im Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&bdquo;Wir verschenken Milliarden!&ldquo; &ndash; Ergebnisse der deutschen Teilstudie des Forschungsprojekts &bdquo;Tax Justice &amp; Poverty&ldquo;<\/strong><br>\nDie deutsche Teilstudie wurde durchgef&uuml;hrt mit einem Schwerpunkt auf Bayern und Unterst&uuml;tzung der Bayerischen Staatsministerien f&uuml;r Finanzen, Inneres und Justiz. Nach Wissen des Verfassers ist dies die erste qualitativ-sozialwissenschaftliche Studie in Deutschland, deren Schwerpunkt sowohl erlaubte als auch inoffizielle Interviews unter Mitarbeitenden von Steuer- und Strafverfolgungsbeh&ouml;rden sind. Der Buchtitel geht beispielsweise zur&uuml;ck auf ein Gespr&auml;ch mit einem bayerischen Finanzbeamten: Als dieser einer Umsatzsteuertrickserei in H&ouml;he von etwa 1 Million Euro auf die Spur kam und die Abteilungsleitung bat, n&auml;here Untersuchungen anstellen zu d&uuml;rfen, wurde dies abgelehnt  mit dem Hinweis auf die knappen Ressourcen der Abteilung: Eine Pr&uuml;fung h&auml;tte etwa zur Folge, dass man mit der regul&auml;ren Bearbeitung von Steuerf&auml;llen in Verzug k&auml;me. Dies kommentierte der Beamte mit dem Ausruf: &bdquo;Das Geld liegt auf der Stra&szlig;e und wir d&uuml;rfen es nicht aufheben. Wir verschenken Milliarden!&ldquo; Ein Einzelfall? Laut dem Bayerischen Obersten Rechnungshof entgehen allein Bayern pro Jahr &bdquo;mindestens eine Milliarde Euro&ldquo; durch Umsatzsteuerbetrug (Jahresbericht 2011).<br>\nDie Studie belegt zun&auml;chst bereits anderweitig bekannte Sachverhalte mit Daten des bayerischen Hintergrunds: Das Auseinanderdriften von Arm und Reich, das Unwissen der Beh&ouml;rden &uuml;ber das Ausma&szlig; von Verm&ouml;gen bei den Superreichen, die &Uuml;berlastung von Steuerverwaltungen mit der Folge, dass die Pr&uuml;fzyklen von Gro&szlig;betrieben und Million&auml;ren immer l&auml;nger werden sowie weitere Belege daf&uuml;r, dass vieles davon politisch gewollt ist: Auch wenn jede Steuerpr&uuml;fung bei Gro&szlig;betrieben und Verm&ouml;genden deutlich mehr Einnahmen bringen, als die Steuerpr&uuml;fer an Gehalt und Abgaben kosten und obwohl die Bayerische Steuerverwaltung neue Beamte ausbildet und einstellt, so halten deren Bem&uuml;hungen bei weitem nicht Schritt, beispielsweise, mit den Aufstockungen der Steuerberater: W&auml;hrend die Staatsregierung sich 2013 &uuml;ber bis zu 2.000 neue Kr&auml;fte freute, waren es bei der Bayerischen Steuerberaterkammer 3.349 Auszubildende. Der Erkl&auml;rungsversuch: Bayern soll im Standortwettbewerb attraktiv sein und Firmen und Reiche anlocken &ndash; das schaffe Jobs und Konsum, die wiederum f&uuml;r das Steueraufkommen sorgen.<br>\nTrotz (oder wegen?) seines Reichtums kann man in Bayern nicht vom gleichm&auml;&szlig;igen und gerechten Vollzug der Steuergesetze sprechen, daran &auml;ndert auch die mit Hochdruck betriebene Computerisierung der Steuerverwaltung nichts. Noch ist es nach Aussage der Steuerbeamten so, dass etwa das Risikomanagement genauso viel Arbeit mach wie es den Sachbearbeitern abnimmt, ebenso kommt es zu Fehlern, die zu Millionenausf&auml;llen f&uuml;hren k&ouml;nnen: Die Praktiker in der Steuerverwaltung sind sich einig: Deutlich mehr Personal w&auml;re erforderlich, um einen gleichen und gerechten Vollzug zu sichern. Dies gilt umso mehr, da die bisher h&auml;ufige Entschuldigung, dass n&auml;mlich bayerische &Uuml;bersch&uuml;sse im L&auml;nderfinanzausgleich versickern w&uuml;rden, aufgrund der erfolgten F&ouml;deralismusreform nicht mehr zieht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/steuergerechtigkeit.blogspot.de\/2017\/10\/wir-verschenken-milliarden-ergebnisse.html\">blog steuergerechtigkeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Neue Chance f&uuml;r die Gewerkschaften<\/strong><br>\nW&auml;hrend die schwarz-gelb-gr&uuml;nen Koalitionsverhandlungen im Bund noch nicht einmal begonnen haben, will die neue Jamaika-Koalition in Schleswig-Holstein den Mindestlohn schon abschaffen. F&uuml;r ArbeitnehmerInnen verhei&szlig;t das nichts Gutes. (&hellip;) Wie wenig sich eine Jamaika-Koalition um Besch&auml;ftigte mit niedrigen Einkommen schert, f&uuml;hrt gerade die neue Regierung in Schleswig-Holstein aufs Sch&ouml;nste vor. Sie hat beschlossen den von Rot-Gr&uuml;n und SSW eingef&uuml;hrten Landesmindestlohn erst einzufrieren und dann ab 2019 abzuschaffen. Zudem wird die Dokumentationspflicht im Mindestlohngesetz laut Koalitionsvertrag als &bdquo;besondere Belastung f&uuml;r den Mittelstand&ldquo; gegei&szlig;elt. CDU, FDP und Gr&uuml;ne wollen daher f&uuml;r Teilzeitkr&auml;fte die Dokumentationspflicht per Gesetzesantrag im Bundesrat &bdquo;angemessen reduzieren&ldquo;. DGB-Chef Reiner Hoffmann kritisiert das zu recht scharf: &bdquo;Wer die Arbeitszeit nicht dokumentieren will, will nicht weniger B&uuml;rokratie, sondern mehr Ausbeutung.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/gegenblende.dgb.de\/artikel\/++co++8fdc983c-b273-11e7-97c8-525400e5a74a\">Gegenblende<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Frauen und Armut: &ldquo;Man versucht, nichts mehr auszugeben&rdquo;<\/strong><br>\nDas Armutsproblem ist weiblich &ndash; aus handfesten strukturellen Gr&uuml;nden: Denn meist leisten Frauen die n&ouml;tige Familien-Arbeit und verdienen daher weniger Geld. Sozialarbeiterin Erika Biehn fordert daher unter anderem eine bessere Kinderbetreuung f&uuml;r Alleinerziehende. (&hellip;)<br>\nvon Billerbeck: Was hei&szlig;t das eigentlich, wenn wir es ganz konkret machen, wenn Menschen von Hartz IV leben, vom Sozialhilfesatz, wie viel Geld pro Tag f&uuml;r Essen und Trinken hat man dann?<br>\nBiehn: Es sind in etwa vier Euro, bisschen mehr, aber das ist nicht gerade viel. 409 Euro ist insgesamt die Regelleistung, die man als erwachsene Person, als sogenannter Haushaltsvorstand bekommt. Davon muss man aber alles M&ouml;gliche andere auch noch bestreiten, wie R&uuml;cklagen bilden f&uuml;r neue Bekleidung, R&uuml;cklagen bilden f&uuml;r Haushaltsger&auml;te, f&uuml;r die allt&auml;glichen Dinge, die man braucht, um eine Wohnung sauber zu machen, also f&uuml;r alles das, was im Alltag ben&ouml;tigt wird, und dazu geh&ouml;rt eben auch das Essen, und das sind dann ungef&auml;hr vier Euro am Tag.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/frauen-und-armut-man-versucht-nichts-mehr-auszugeben.1008.de.html?dram:article_id=398398\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Erdgas im Fokus der Geopolitik<\/strong><br>\nDer Kampf um Erdgasvorkommen und -m&auml;rkte beeinflusst die internationale Geopolitik. Zu den Playern geh&ouml;ren ein Konsortium europ&auml;ischer und russischer Firmen sowie der US-Energiekonzern Exxon, aus dessen Reihen der US-Au&szlig;enminister Rex Tillerson stammt. (&hellip;) Bereits vor 50 Jahren bahnte die Bundesrepublik Deutschland das erste Gasgesch&auml;ft mit Moskau an, &uuml;ber den Eisernen Vorhang hinweg. Klaus von Dohnanyi, 89 Jahre alt, erinnert sich. &ldquo;Ich habe, glaube ich, als erster die Gespr&auml;che er&ouml;ffnet in Moskau, ich glaube im Januar 1969.&rdquo; Als junger Staatssekret&auml;r im Bonner Wirtschaftsministerium, hilft der SPD-Politiker einen spektakul&auml;ren Deal mit der Sowjetunion einzuf&auml;deln: Pipeline-R&ouml;hren aus Deutschland gegen Erdgas aus Sibirien. Hinter dem lukrativen Gesch&auml;ft, das unter anderem von der Deutschen Bank vorfinanziert wird, steht ein politisches Projekt der Sozialdemokraten. &ldquo;Es war ja im Grunde genommen auch der Beginn &ndash; 1969\/1970 &ndash; der Entspannungspolitik von Willy Brandt. Es war schon der Beginn eines gewissen, kalkulierten will ich mal sagen, kalkulierten Tauwetters.&rdquo; Die Amerikaner, damals im Vietnamkrieg und weltweit aktiv im Kampf gegen den Kommunismus, sind strikt gegen die West-Ost Ann&auml;herung. Und gegen das deutsch-russische R&ouml;hren-Erdgas-Abkommen. &ldquo;Ich habe einmal erlebt, in einem ganz kleinen Kreis zwischen Willy Brandt und Nixon, wie eine glatte Drohung ausgesprochen wurde: Wenn ihr neue Freunde sucht, dann m&uuml;sst ihr wissen, ob ihr euch eure alten bewahren k&ouml;nnt und so weiter. Also, das war schon heftig.&rdquo; Die damalige Bundesregierung setzt sich &uuml;ber die Drohungen aus Washington hinweg. Ein geopolitisches Pokerspiel. Doch die Deutschen wussten: Sie hatten gute Karten. Denn so n&ouml;tig wie Bundesrepublik das Gas, brauchte die Sowjetunion deutsche Technik und Devisen. R&uuml;ckblickend war der umstrittene Gas-R&ouml;hren-Deal ein Erfolg. F&uuml;r die Wirtschaft und f&uuml;r die Entspannungspolitik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/explosiv-erdgas-im-fokus-der-geopolitik.976.de.html?dram:article_id=398440\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die Westbindung Deutschlands soll erhalten werden<\/strong><br>\nDem sicherheitspolitischen Establishment sind die Deutschen immer noch zu pazifistisch (&hellip;) Ein Manifest und eine Studie sind dazu k&uuml;rzlich erschienen und beide Dokumente geben vor allem Einblick in die Denkweise des sicherheitspolitischen Establishments in Deutschland. Das Manifest mit dem Titel &ldquo;Trotz alledem: Amerika&rdquo; hat es bis in die New York Times geschafft. &ldquo;Deutsche Au&szlig;enpolitik-Experten warnen vor Anti-Amerikanismus&rdquo;, titelte die Zeitung. Es sei eine Botschaft an alle, die meinen, Trump zeige das wahre Gesicht Amerikas und Deutschland und Frankreich sollten sich von Amerika abwenden, zitiert die Zeitung Jan Techau von der American Academy, einen der Unterzeichner. In Deutschland wurde es in der aktuellen Ausgabe der Wochenzeitung &ldquo;Die Zeit&rdquo; ver&ouml;ffentlicht. Die Unterzeichner sind in der sicherheitspolitischen Elite keine Unbekannten, sondern die &uuml;blichen Verd&auml;chtigen: Neben Jan Techau unter anderem Thomas Kleine-Brockhoff vom German Marshall Fund of the United States, Ralf F&uuml;cks, gr&uuml;ner Realo und lange Leiter der Heinrich-B&ouml;ll-Stiftung. Weitere Unterzeichner kommen unter anderem vom American Jewish Committee, der Stiftung Neue Verantwortung, der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung, der Heinrich-B&ouml;ll-Stiftung und dem Aspen Institute Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Die-Westbindung-Deutschlands-soll-erhalten-werden-3862202.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>The Deep State&rsquo;s Bogus &lsquo;Iranian Threat&rsquo;<\/strong><br>\nIran was demonized in order to support of the vast global armada of military forces, bases, and occupations needed to contain it (&hellip;) In a word, the whole notion that Iran is a national security threat and state sponsor of terrorism is just as bogus as the Russian meddling story or the claim that the chain of events resulting from the coup d&rsquo; etat fostered by Washington on the streets of Kiev in February 2014 is evidence of Russian expansionism and aggression. (&hellip;) Iran has actually never attacked a single foreign nation in modern history whereas Washington has chosen to unilaterally intervene in or arm virtually every surrounding country in the region. (&hellip;) The real answer, however, is both simple and consequential. To wit, the entire prosperity and modus operandi of the Imperial City is based on a panoply of &ldquo;threats&rdquo; that are vastly exaggerated or even purely invented; they retain their currency by virtue of endless repetition in the groupthink that passes for analysis. We&rsquo;d actually put it in the category of cocktail party chatter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/russia-insider.com\/en\/deep-states-bogus-iranian-threat\/ri21254\">David Stockman in Russia Insider<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Altkanzler Schr&ouml;der fordert bessere Beziehungen zu Russland und T&uuml;rkei<\/strong><br>\nAltbundeskanzler Gerhard Schr&ouml;der hat sich f&uuml;r bessere Beziehungen der EU zu Russland und der T&uuml;rkei ausgesprochen. Ohne die Zusammenarbeit mit den beiden L&auml;ndern gebe es keine Stabilit&auml;t in Osteuropa. &bdquo;Wir sollten bedenken, dass Russland und die T&uuml;rkei eine Alternative zu Europa haben. Ihr Weg k&ouml;nnte auch Richtung Asien f&uuml;hren&ldquo;, stellte Schr&ouml;der am Montag in M&ouml;nchengladbach fest. Die EU solle verhindern, dass Russland und die T&uuml;rkei in Richtung China &bdquo;abdriften&ldquo;. &bdquo;Das ist ein Grund, warum wir eine tragf&auml;hige Beziehung zu Russland und der T&uuml;rkei brauchen.&ldquo; Dazu brauche es wieder mehr Vertrauen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article169702836\/Altkanzler-Schroeder-fordert-bessere-Beziehungen-zu-Russland-und-Tuerkei.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.K.:<\/strong> Warum dieses entweder oder? Gute Beziehungen der T&uuml;rkei und Russlands zu China m&uuml;ssen doch kein Gegensatz zu guten Beziehungen der beiden Staaten zur EU sein. So sieht doch kein Konzept f&uuml;r friedliche Koexistenz aus. Der Ukraine-Konflikt hat doch gezeigt, dass solche Ultimatum-Politik in eine Sackgasse f&uuml;hrt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Soros &uuml;bertr&auml;gt seiner Stiftung 18 Milliarden Dollar<\/strong><br>\nMit dieser Finanzkraft lassen sich Gesellschaften ver&auml;ndern: Der greise Investor George Soros, erkl&auml;rter Gegner von Donald Trump, hat offenbar seiner Stiftung ein riesiges Verm&ouml;gen &uuml;berschrieben.<br>\nDer amerikanische Milliard&auml;r George Soros hat Berichten zufolge einen Gro&szlig;teil seines Verm&ouml;gens an seine Stiftung &uuml;bertragen. Insgesamt handle es sich um 18 Milliarden Dollar, berichteten das &bdquo;Wall Street Journal&ldquo; und die &bdquo;New York Times&ldquo; am Dienstag. Die &Uuml;bertragung sei schrittweise in den vergangenen Jahren erfolgt, aber erst jetzt bekannt geworden.<br>\nDamit sei Soros&rsquo; Open Society Foundation die zweitgr&ouml;&szlig;te Stiftung in den Vereinigten Staaten hinter der Organisation von Microsoft-Gr&uuml;nder Bill Gates. Die Stiftung engagiert sich mit Projekten f&uuml;r Ziele rund um Demokratie und Menschenrecht in aller Welt und auch in Amerika selbst, etwa gegen Polizeigewalt.<br>\nDer 87 Jahre alte Soros ist ein erkl&auml;rter Gegner von Amerikas Pr&auml;sident Donald Trump und unterst&uuml;tzte im Wahlkampf 2016 die demokratische Kandidatin Hillary Clinton. Er gilt auch als scharfer Kritiker des ungarischen Ministerpr&auml;sidenten Viktor Orban. Ungarns Regierung wollte vor einigen Monaten durch eine Gesetzes&auml;nderung die Schlie&szlig;ung einer von Soros gegr&uuml;ndeten Hochschule erreichen. Das hatte f&uuml;r Massenproteste gesorgt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/open-society-foundation-soros-uebertraegt-seiner-stiftung-18-milliarden-dollar-15251821.html\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die M&auml;r vom &ldquo;rechten&rdquo; Land<\/strong><br>\nWeder ist &Ouml;sterreich ein strukturell &ldquo;rechtes&rdquo; Land, noch gibt es Hinweise auf einen umfassenden &ldquo;Rechtsruck&rdquo; in der Gesellschaft. Aber die Bev&ouml;lkerung hat eine kritische Haltung zum Thema Ausl&auml;nder und Migration<br>\n&Ouml;sterreich ist kein strukturell &ldquo;rechtes&rdquo; Land, und genauso wenig hat in den vergangenen Jahren ein tiefgehender Rechtsruck in der &ouml;sterreichischen Gesellschaft stattgefunden. Wenn wir einige klassische Indikatoren f&uuml;r eine linke beziehungsweise rechte Politikeinstellung in &Ouml;sterreich betrachten, steht &Ouml;sterreich meist im Mittelfeld oder sogar eher links der Mitte. Das wird insbesondere bei den wirtschaftlichen Themen sichtbar, wenn es etwa um die Umverteilung von Verm&ouml;gen durch die Regierung geht &ndash; das geht aus den Daten des European Social Survey (ESS) aus dem Jahr 2014 hervor. Im europ&auml;ischen Vergleich steht &Ouml;sterreich bei der Bef&uuml;rwortung der Bek&auml;mpfung von Einkommensungleichheit durch die Regierung an siebter Stelle von insgesamt 21 L&auml;ndern &ndash; deutlich noch vor Deutschland, Frankreich und Schweden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/2000066127233\/Die-Maer-vom-rechten-Land\">derStandard.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Der Fall Harvey Weinstein: Das Schweigen der Journalisten<\/strong><br>\nSeit den Missbrauchs-Enth&uuml;llungen &uuml;ber Harvey Weinstein produziert der Fall des Filmproduzenten t&auml;glich neue Schlagzeilen. Dabei auch im Fokus steht die Rolle US-Medien. Sie wussten zum Teil offenbar schon l&auml;nger Bescheid, schwiegen aber aus Angst vor Rechtsstreitigkeiten. (&hellip;) Vor mehr als 13 Jahren landeten wohl zum ersten Mal Ger&uuml;chte &uuml;ber Harvey Weinstein bei der angesehenen New York Times. Ver&ouml;ffentlich wurde die damalige Geschichte nie. Begr&uuml;ndung: keine, nur eine Vermutung. Das Anwaltsteam von Weinstein soll massiv Druck auf die Zeitung ausge&uuml;bt haben. (&hellip;) Um diese rechtlichen Schritte besser zu verstehen, lohnt es sich, das Anwaltsteam von Harvey Weinstein genauer anzusehen. Ein Name f&auml;llt dabei sofort auf: Charles Harder. &ldquo;Charles Harder ist derselbe Anwalt, der vor einem Jahr Hulk Hogan gegen den Onlinedienst Gawker verteidigt hatte. Gawker wurde praktisch in den Konkurs geklagt. Das Unternehmen konnte nicht mehr existieren, nachdem es den Gerichtsfall verloren hatte.&rdquo; Ko-finanziert wurde das damalige Verfahren damals &uuml;brigens vom deutschst&auml;mmigen Trump-Unterst&uuml;tzer Peter Thiel. Ronan Farrow ist der Autor des viel zitierten New-Yorker-Artikels. Im Gespr&auml;ch mit CNN beschreibt er, welcher Druck auf die von Weinstein mutma&szlig;lich bel&auml;stigten Frauen ausge&uuml;bt wurde: &ldquo;Immer wieder erz&auml;hlten mir die Frauen, wie sie sich vor Vergeltungsaktionen f&uuml;rchteten. Sie sprachen von einer gro&szlig;en juristischen Maschinerie, die sie zur Abgabe einer Verschwiegenheitserkl&auml;rung verpflichtete. Im Gegenzug gab es Geld. Und es gab einen PR-Apparat, der die Frauen &ouml;ffentlich verunglimpfte.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/der-fall-harvey-weinstein-das-schweigen-der-journalisten.2907.de.html?dram:article_id=398324\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Soviel zum Thema Pressefreiheit. Dass dieses Grundrecht sehr stark abh&auml;ngig ist vom verf&uuml;gbaren Privatverm&ouml;gen und wirtschaftlicher Macht, wird leider selten thematisiert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Stammheimer Todesnacht: Es bleiben zahlreiche Widerspr&uuml;che<\/strong><br>\nDer Tatort-Krimi &bdquo;Der rote Schatten&ldquo;, der am letzten Sonntag ausgestrahlt wurde, hat ein Verdienst. Er lenkt noch einmal die Aufmerksamkeit auf die Tatsache, dass zahlreiche Widerspr&uuml;che zur offiziellen Version der Todesumst&auml;nde der RAF-Gefangenen am 18.Oktober 1977 in dem Isolationstrakt von Stammheim unaufgekl&auml;rt sind. Denn in der Tatort-Fiktion war offen geblieben, ob sich die Gefangenen das Leben nahmen, vielleicht unter Aufsicht des Staates, oder ob sie ermordet wurden. Deshalb haben sich sofort die Bild-Zeitung und Stefan Aust zu Wort gemeldet und behauptet, in dem Tatort werde RAF-Propaganda verbreitet. (&hellip;) Tats&auml;chlich k&ouml;nnte die Diskussion nach dem Tatort auch j&uuml;ngeren Leuten deutlich machen, wie viel an den Geschehnissen vor 40 Jahren noch ungekl&auml;rt ist. Ein Nachgeborener, der seit Jahren dazu forscht, ist der IT-Spezialist Helge Lehmann, der 2011 seine Rechercheergebnisse in einem Buch unter dem Titel &ldquo;Die Todesnacht von Stammheim&rdquo; herausgegeben. Zum vierzigsten Jubil&auml;um der Ereignisse hat kaum jemand darauf Bezug genommen. Telepolis sprach mit dem Autor, der sich wundert, warum niemand auch nur versucht hat, die von ihm benannten Widerspr&uuml;che aufzukl&auml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Stammheimer-Todesnacht-Es-bleiben-zahlreiche-Widersprueche-3864072.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Facebook lobt seine Faktenpr&uuml;fer<\/strong><br>\nFacebook wertet seine Zusammenarbeit mit externen Faktenpr&uuml;fern offenbar als Erfolg: Einer ersten Datenauswertung zufolge verlieren als Falschnachricht markierte Beitr&auml;ge 80 Prozent ihrer Reichweite. Doch es gibt auch Kritik: Das Verfahren dauere zu lange.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/faktenfinder.tagesschau.de\/facebook-327.html\">ARD Faktenfinder<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Die eigentliche Frage sind die Kriterien, nach denen zwischen &bdquo;wahr&ldquo; und &bdquo;falsch&ldquo; unterschieden wird. Die Gefahr einer Zensur von Unerw&uuml;nschtem steht weiterhin im Raum. Das vom Milliard&auml;r und politischen Aktivisten George Soros mitfinanzierte Medien-Portal Correctiv, das in Deutschland f&uuml;r Facebook als &bdquo;Faktenpr&uuml;fer&ldquo; arbeitet, hatte zwar Anfang des Jahres erkl&auml;rt, man wolle keine unliebsamen Meinungen ausgrenzen, sondern blo&szlig; Tatsachenbehauptungen &uuml;berpr&uuml;fen. Auf die Nachfrage aber, nach welchen Kriterien man denn Meinungen von Tatsachenbehauptungen unterscheide (die beiden Begriffe haben eine gro&szlig;e Schnittmenge), musste Correctiv-Chef David Schraven <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Facebook-Wahrheitspruefer-Correctiv-verstrickt-sich-in-Widersprueche-3605916.html\">schon damals passen<\/a>. Offenbar existieren solche Kriterien nicht, man entscheidet aus dem Bauch heraus und orientiert sich im Zweifel am etablierten Medien-Mainstream. &bdquo;Wahr&ldquo; ist, was die meisten anderen auch ver&ouml;ffentlichen &ndash; eine verh&auml;ngnisvolle Filterblasen-Logik, die das Gegenteil von Vielfalt erzeugt, n&auml;mlich Einfalt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (PS\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-40635","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40635","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=40635"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40635\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":40638,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40635\/revisions\/40638"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=40635"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=40635"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=40635"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}