{"id":4065,"date":"2009-07-14T09:26:40","date_gmt":"2009-07-14T07:26:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4065"},"modified":"2009-07-14T09:26:41","modified_gmt":"2009-07-14T07:26:41","slug":"hinweise-des-tages-931","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4065","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(WL)<\/p><p>Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p><ol>\n<li><a href=\"?p=4065#h01\">So wollen Experten die deutsche Wirtschaft retten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4065#h02\">Robert von Heusinger: Kommentar zur B&ouml;rsenwoche &ndash; Bitte anschnallen!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4065#h03\">Hoher Finanzierungsbedarf von Staaten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4065#h04\">Friedhelm Hengsbach: Schuldenrausch und Gerechtigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4065#h05\">Christoph Butterwegge: Die gespaltene Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4065#h06\">Armut: Zum alten Eisen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4065#h07\">Arbeitsagentur bittet zur Kasse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4065#h08\">Einstieg in Bahnprivatisierung im Handstreich &ndash; Bahn f&uuml;r Alle warnt vor Aktientausch mit russischer Staatsbahn RZD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4065#h09\">Apollo-Einstieg: IG Metall bef&uuml;rchtet Infineon-Zerschlagung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4065#h10\">Angst vor Jobverlust dr&uuml;ckt Krankenstand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4065#h11\">IG Metall-Umfrage 2009: Macht Politik f&uuml;r die Mehrheit der Menschen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4065#h12\">Franz Walter: Deutsche schieben &Ouml;ko-Frust<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4065#h13\">Nabucco und Desertec: Lange Leitungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4065#h14\">Jetzt auch noch Bertelsmann: Bologna brennt!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4065#h15\">Obama: Ich habe das Blut Afrikas in mir<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4065#h16\">Der ehrenwerte Herr Cheney<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4065#h17\">Protest in Frankreich &ndash; Arbeiter wollen Werk sprengen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4065#h18\">Honduras und die FDP &ndash; Freunde der Putschisten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4065#h19\">Nochmals: Sommerinterview mit Lafontaine im ZDF<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4065#h20\">Neue taz-Chefin Ines Pohl: Seltsame Sehnsucht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4065#h21&gt;Fernsehtipp:%20Steuern%20zahlen%20die%20anderen&lt;\/a&gt;&lt;\/li&gt;%0A&lt;li&gt;&lt;a%20href=\">Theodor Fontanes Ballade &bdquo;Das Trauerspiel von Afghanistan&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4065#h23\">Zu guter Letzt: Volker Pispers: SPD und die Rente<\/a><\/li>\n<\/ol><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4065&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>So wollen Experten die deutsche Wirtschaft retten<\/strong><br>\nDoch nach der Bundestagswahl, da sind sich die meisten &Ouml;konomen sicher, werden die Folgen der wirtschaftlichen Schrumpfkur deutlich hervortreten. <em>&ldquo;Am Arbeitsmarkt, in den Sozialkassen und im Staatshaushalt wird erheblicher Druck entstehen&rdquo;,<\/em> sagt Michael <strong>Eilfort<\/strong>, Vorstand der Stiftung Marktwirtschaft, einer liberalen Denkfabrik in Berlin. <em>&ldquo;Dann bekommen wir eine <strong>neue Reformdebatte<\/strong>.&rdquo;<\/em> Die Menschen h&auml;tten ein Gesp&uuml;r daf&uuml;r, wenn Not am Mann ist, und seien dann auch bereit zu Ver&auml;nderungen. Eilfort r&auml;t Politikern, <em>&ldquo;dieses Reformmomentum&rdquo;<\/em> zu nutzen.\n<p><strong>Straubhaar<\/strong> pl&auml;diert f&uuml;r ein System mit niedrigen (Steuer-)S&auml;tzen und wenigen Ausnahmen. So k&ouml;nnten Privilegien wie etwa die Steuerfreiheit von Nacht- und Sonntagszuschl&auml;gen gestrichen und die Regeln zu den Werbungskosten versch&auml;rft werden. Dazu sollten die <strong>sozialen Sicherungssysteme statt durch Lohnabgaben &uuml;ber Steuern finanziert<\/strong> und die <strong>indirekten Steuern erh&ouml;ht<\/strong> werden. Auf diese Weise w&uuml;rde das Steuersystem effizienter, die Leistungsbereitschaft stiege und das Wachstumstempo w&uuml;rde beschleunigt.<\/p>\n<p><em>&ldquo;Die n&auml;chste Bundesregierung steht vor einem <strong>rentenpolitischen Scherbenhaufen<\/strong>, den die gro&szlig;e Koalition angerichtet hat&rdquo;<\/em>, sagt Bert <strong>R&uuml;rup<\/strong>, der fr&uuml;here Wirtschaftsweise und heutige Chef&ouml;konom des Finanzdienstleisters AWD. Durch diverse Eingriffe sei die seit 2005 geltende Rentenformel diskreditiert. <em>&ldquo;Ich erwarte deshalb f&uuml;r <strong>2011 eine Rentenreform mit einer neuen Rentenanpassungsformel<\/strong>&ldquo;<\/em>, prognostiziert R&uuml;rup.<\/p>\n<p>Die langfristigen Finanzprobleme seien in der<strong> gesetzlichen Krankenversicherung<\/strong> gr&ouml;&szlig;er als in allen anderen Sozialversicherungen, warnt der Freiburger Finanzwissenschaftler Bernd <strong>Raffelh&uuml;schen<\/strong>: <em>&ldquo;Hier brennt es lichterloh.&rdquo;<\/em> Er pl&auml;diert daf&uuml;r, die Finanzierung wie in der Schweiz auf ein <strong>Pr&auml;mienmodell<\/strong> umzustellen, bei dem jeder Erwachsene die gleiche Pauschale zahlt und der Sozialausgleich &uuml;ber Steuern l&auml;uft. Damit w&uuml;rden die Gesundheitsausgaben nicht mehr als Lohnnebenkosten die Arbeit verteuern.<\/p>\n<p><em>&ldquo;Wir m&uuml;ssen <strong>politische Tabus &uuml;berwinden<\/strong>&ldquo;<\/em>, sagt Norbert <strong>Walter<\/strong>, Chefvolkswirt der Deutschen Bank. Vor dem Hintergrund der alternden Bev&ouml;lkerung fordert der &Ouml;konom, <strong>die Rente mit 67 schneller als bislang geplant umzusetzen<\/strong>.<\/p>\n<p>Wachstumsf&ouml;rdernd w&auml;re nach Einsch&auml;tzung von IW-Chef <strong>H&uuml;ther<\/strong> auch eine <strong>Flexibilisierung des Arbeitsrechts<\/strong>. So sollte man beispielsweise Besch&auml;ftigten bei der Neueinstellung die Option einr&auml;umen, auf ihren K&uuml;ndigungsschutz zugunsten einer Abfindungsregelung zu verzichten.<\/p>\n<p>Die Konsolidierung der &ouml;ffentlichen Haushalte wird nach Einsch&auml;tzung des <strong>Chefvolkswirts der Deutschen Bank<\/strong> (Walter) nur gelingen, <em>&ldquo;wenn wir die <strong>Aufgaben des Staates neu definieren<\/strong>&ldquo;<\/em>. N&ouml;tig seien eine V<strong>erringerung der Ausgaben und Effizienzsteigerungen<\/strong>.<\/p>\n<p>Auf der Einnahmeseite biete es sich in vielen F&auml;llen an, staatliche Leistungen &uuml;ber Nutzungsgeb&uuml;hren statt &uuml;ber allgemeine Steuern zu finanzieren. Dies gelte f&uuml;r eine Pkw-Maut ebenso wie f&uuml;r <strong>Studiengeb&uuml;hren<\/strong>, sagt Walter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article4113483\/So-wollen-Experten-die-deutsche-Wirtschaft-retten.html\">Welt Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Darauf weisen wir nur deshalb, damit Sie sich schon mal darauf einstellen k&ouml;nnen, was nach dem 27. September auf der Tagesordnung sein wird. Es sind dieselben &bdquo;Experten&ldquo;, die seit Jahren nur immer noch mehr &bdquo;Reformen&ldquo; fordern und damit die Senkung der L&ouml;hne (Lohnebenkosten sind auch Lohnkosten), Steuersenkungen vor allem f&uuml;r Kapitalbesitzer bei gleichzeitiger Erh&ouml;hung der Verbrauchssteuern oder die Einf&uuml;hrung von Geb&uuml;hren, Privatisierung der sozialen Sicherungssysteme, Abbau des K&uuml;ndigungsschutzes und Verl&auml;ngerung der Arbeitszeiten meinen. Es sind dieselben Experten, die j&auml;mmerlich versagt haben, und jetzt schon wieder den dicken Max spielen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Robert von Heusinger: Kommentar zur B&ouml;rsenwoche &ndash; Bitte anschnallen!<\/strong><br>\nDen Grund f&uuml;r die Entscheidungsschlacht liefern die gro&szlig;en US-Unternehmen, von denen gleich 35 berichten, wie sich die Krise im zweiten Quartal auf ihre Ertragslage ausgewirkt hat.<br>\nAus fundamentaler Sicht sind Aktien trotz der R&uuml;ckschl&auml;ge in den vergangenen Wochen noch zu teuer. Zum einen steigen aufgrund der stark unterausgelasteten Kapazit&auml;ten bei allen Firmen die Kosten, zum anderen ist an Preiserh&ouml;hungen derzeit nicht zu denken. Und dass der Weltwirtschaft ein kr&auml;ftiges Wachstum bevorsteht, das hohe Kurse rechtfertigen w&uuml;rde, glauben selbst die Optimisten nicht. Deshalb spricht viel f&uuml;r weitere Kursverluste.\n<p>Doch an der B&ouml;rse z&auml;hlen Stimmungen mehr als fundamentale &Uuml;berlegungen. Die vergangenen Monate waren so stark vom Herdentrieb gepr&auml;gt wie selten zuvor. Der Gleichschritt aller Anlageklassen von Rohstoffen bis zu Firmenanleihen beweist: Die manisch-depressiven Zocker halten das Zepter noch immer fest in der Hand. Deshalb hei&szlig;t es diese Woche: Bitte anschnallen!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/1832628_Kommentar-Anschnallen.html\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Hoher Finanzierungsbedarf von Staaten<\/strong><br>\nDie Kapitalm&auml;rkte scheinen in blendender Verfassung zu sein. Es herrscht emsige Emissionst&auml;tigkeit, gro&szlig;e Unternehmen und Staatseinheiten sto&szlig;en mit ihren Anleihen auf hohe Anlegernachfrage, die Zinsen sind vom Zwischenhoch im Juni wieder gefallen, und die Zinsaufschl&auml;ge bei Unternehmensanleihen &ndash; im Vergleich mit den Staatsanleihen &ndash; sind geringer geworden. Und man glaubt es kaum: Im Markt regt sich die Finanz-Alchemie wieder, die man f&uuml;r begraben gehalten hatte. Barclays Capital fasst in einer &laquo;smart securitisation&raquo; bestehende Aktiven zu strukturierten Finanzprodukten zusammen und verkauft diese &ndash; versehen mit einem hohen Rating &ndash; anderen Investoren (und reduziert gleichzeitig die Kapitalunterlegung und transferiert Risiko). Goldman Sachs arbeitet an einer als Versicherung bezeichneten Verbriefung, die risikoreiche Aktiven aus Bankbilanzen entfernt. Ein weiteres Beispiel ist der Plan von Morgan Stanley, mit Krediten gesicherte Papiere (CDO), deren Rating herabgestuft worden war, neu zu verpacken und als &laquo;AAA&raquo;-bewertete Instrumente zu verkaufen.\n<p>Dennoch bef&uuml;rchten manche Marktteilnehmer eine neue Versch&auml;rfung der Krise und sehen keine &laquo;gr&uuml;ne Knospen&raquo; eines Konjunkturaufschwungs. So glaubt der CIO von Pimco, Mohamed El-Erian, dass die Krise (in den USA) erneut eine andere Gestalt annimmt. Habe sie nacheinander und kumulativ den Wohnungsmarkt, den Finanzsektor und die Konsumenten betroffen, drohe sie nun die Glaubw&uuml;rdigkeit des politischen Apparates zu untergraben, der keine Antworten auf verz&ouml;gerte Kriseneffekte, vor allem den fortgesetzten Anstieg der Arbeitslosigkeit und die unbeabsichtigten Folgen der monet&auml;ren und fiskalischen Rettungspakete, habe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/boersen_und_maerkte\/hoher_finanzierungsbedarf_von_staaten_1.3012959.html?printview=true\">NZZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Friedhelm Hengsbach: Schuldenrausch und Gerechtigkeit<\/strong><br>\nWie kommt Deutschland fair aus dem Schulden-Dilemma? Sozialethiker Friedhelm Hengsbach &uuml;ber seine Formel f&uuml;r Gerechtigkeit und das Milliardengrab HRE<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/finanzen\/649\/480133\/text\/print.html\">DZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der Jesuit Friedhelm Hengsbach wird immer wieder als Sozialethiker vorgestellt. &Uuml;bergangen wird dabei, dass Hengsbach auch Wirtschaftswissenschaftler ist und zu &ouml;konomischen Fragestellungen kompetent Stellung beziehen kann. Er hat 1976 &uuml;ber die Assoziierung afrikanischer Staaten an die EG promoviert. Im Internet kann z.B. ein sch&ouml;ner &Uuml;bersichtsartikel zu Arbeitsm&auml;rkten gelesen werden:<br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.bpb.de\/popup\/popup_druckversion.html?guid=R4JCZP&amp;page=0\">BPB<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Christoph Butterwegge: Die gespaltene Gesellschaft<\/strong><br>\nDie Leistungseliten igeln sich ein, Hartz-IV-Bezieher driften in hasserf&uuml;llte Paralleluniversen ab. Die Br&uuml;cken scheinen abgebrochen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=me&amp;dig=2009%2F07%2F14%2Fa0002&amp;cHash=d89f1abb72\/&amp;type=98\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Armut: Zum alten Eisen<\/strong><br>\nNur jeder zehnte Deutsche arbeitet bis zum 65. Lebensjahr. Der Befund best&auml;rkt die Kritiker der Rente ab 67. Was es bedeutet, schon vor der Rente den Job zu verlieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1834178&amp;em_loc=2091&amp;em_ref=\/top_news\/&amp;em_ivw=fr_topnews\">FR<\/a>\n<p><em>Dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Gerupfte Erwerbsbiografien greifen um sich<\/strong><br>\nDer &Ouml;konom Ernst Kistler &uuml;ber Alters-Diskriminierung, Arbeit bis 67 und arme Rentner<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1834108&amp;em_loc=1231&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_polstart\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Arbeitsagentur bittet zur Kasse<\/strong><br>\nDie Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) steuert auf eine drastische Beitragserh&ouml;hung zu. Ohne neue Finanzhilfen aus dem klammen Bundeshaushalt muss der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung ab 2011 voraussichtlich um mindestens zwei Prozentpunkte steigen. Falls die k&uuml;nftige Regierung auf einer raschen R&uuml;ckzahlung gew&auml;hrter Darlehen an die BA besteht, w&auml;re gar eine Verdoppelung des Beitragssatzes von derzeit 2,8 Prozent des Bruttolohns erforderlich. Das ergibt sich aus den j&uuml;ngsten Finanzprojektionen von Bundesregierung und BA.\n<p>Ungeachtet dieser Perspektiven h&auml;lt die gro&szlig;e Koalition bisher eisern daran fest, der Arbeitslosenkasse Finanzhilfen nur auf Darlehensbasis zu gew&auml;hren. &bdquo;Es muss das Verursacherprinzip gelten&ldquo;, sagte SPD-Haushaltsexperte Carsten Schneider dem &bdquo;Handelsblatt&ldquo;. Die BA m&uuml;sse aus dem Bundesetat gew&auml;hrte Mittel auch wieder zur&uuml;ckzahlen. Andernfalls drohe bei der N&uuml;rnberger Beh&ouml;rde &bdquo;die Disziplin fl&ouml;ten&ldquo; zu gehen. &Auml;hnlich &auml;u&szlig;erte sich der Haushaltssprecher der CDU\/CSU-Fraktion, Steffen Kampeter: &bdquo;Wir wollen bei der BA den Anreiz der Wirtschaftlichkeit aufrechterhalten&ldquo;, betonte er.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/art271,2847008?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Allein aufgrund dieser &Auml;u&szlig;erungen geh&ouml;ren SPD, CDU und CSU abgew&auml;hlt. &ndash; Wenden wir doch das Verursacherprinzip an. Die Parteien m&ouml;gen die gegenw&auml;rtige Krise nicht allein zu verantworten haben, aber ist sie sind verantwortlich daf&uuml;r, dass Deutschland mit dieser H&auml;rte getroffen wird. Wenn die Finanzpolster der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit derart drastisch schmelzen, u.a. auch weil die Koalition gegen besseres Wissen den Beitrag zur Arbeitslosenversicherung abgesenkt hat&nbsp; und beim Kurzarbeitergeld die Unternehmen weiter entlastet hat, so ist doch in der Hauptsache die Wirtschaftspolitik der letzten Regierungen f&uuml;r die Malaise der BA verantwortlich, weil<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li>sie seit langem durch diverse Entscheidungen ohne R&uuml;cksicht auf Verluste f&uuml;r die Gesamtwirtschaft das Finanz- und Exportkapital&nbsp; f&ouml;rdern,<\/li>\n<li>sie damit zusammenh&auml;ngend&nbsp; einen boomenden Niegriglohnsektor geschaffen haben und&nbsp; nichts gegen die zunehmende Ungleichverteilung von Einkommen und Verm&ouml;gen unternommen haben,\n<\/li>\n<li>sie die Krise zu sp&auml;t wahrgenommen haben und selbst dann diese bis heute besch&ouml;nigen,<\/li>\n<li>sie deshalb nicht ausreichend mit fiskalischen Mitteln gegengesteuert haben und sich vor allem auf die Rettung des Bankensekors konzentriert haben, <\/li>\n<li>sie weiter auf das Anspringen des Exportsektors setzen und zu wenig f&uuml;r die Binnenwirtschaft tun.<\/li>\n<\/ol>\n<p><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Einstieg in Bahnprivatisierung im Handstreich &ndash; Bahn f&uuml;r Alle warnt vor Aktientausch mit russischer Staatsbahn RZD<\/strong><br>\nNach Bahn f&uuml;r Alle vorliegenden Informationen plant die DB AG einen Aktientausch mit der Russischen Staatsbahn RZD. Mit einer solchen Transaktion w&auml;re die Bahn unwiederbringlich teilprivatisiert. Bei der deutsch-russischen Konsultation am kommenden Donnerstag soll offenbar Bundeskanzlerin Angela Merkel f&uuml;r den Deal gewonnen werden.\n<p><em>&ldquo;Die Russische Staatsbahn, die selbst dringend Geld braucht, kann die beim Tausch erhaltenen Aktien jederzeit an private Kapitalgruppen weiterverkaufen&rdquo;<\/em> kommentiert Carl Wa&szlig;muth vom B&uuml;ndnis Bahn f&uuml;r Alle den Vorgang. <em>&ldquo;Im Aufsichtsrat der DB ML AG s&auml;&szlig;e dann ein privater Investor. Das Kreditranking der DB AG w&uuml;rde sofort heruntergestuft, so dass zus&auml;tzliche Zinsen in Milliardenh&ouml;he anfallen w&uuml;rden.&rdquo;<br>\n<\/em><\/p>\n<p>Auch wenn ein Weiterverkauf zun&auml;chst ausgeschlossen w&uuml;rde, w&auml;re die Beteiligung der RZD an Teilen der DB AG hochproblematisch. Dabei gehe es nicht um Fremdenfeindlichkeit, so Wa&szlig;muth. Die Interessen der Russlands an der Deutschen Bahn seien geostrategischer Art: Hier gehe es um den langfristigen Zugriff auf die Verkehrs- und Energieinfrastruktur in Deutschland und auch um Interessen der russischen Autoindustrie, wie das derzeitige Tauziehen um Opel zeige. Die Interessen russischer Oligarchen wie RZD-Chef Jakunin und Regierungsschef Putin, die sich beide noch aus alten KGB-Zeiten kennen, sind von denen der russischen und der deutschen Bev&ouml;lkerung weit entfernt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dailynet.de\/TourismusReisen\/47046.php\">DailyNet<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Apollo-Einstieg: IG Metall bef&uuml;rchtet Infineon-Zerschlagung<\/strong><br>\nNach dem Einstieg des US-Finanzinvestors Apollo Group beim schuldengeplagten M&uuml;nchner Chipkonzern Infineon bef&uuml;rchtet die Gewerkschaft IG Metall zus&auml;tzlichen Stellenabbau und den Verkauf der Unternehmensbereiche Drahtlose Kommunikation sowie Smartcards.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/1832324_Apollo-Einstieg-IG-Metall-befuerchtet-Infineon-Zerschlagung.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Angst vor Jobverlust dr&uuml;ckt Krankenstand<\/strong><br>\nMitten in der Wirtschaftskrise melden sich Arbeitnehmer so selten krank wie noch nie &ndash; der niedrigste Stand seit Einf&uuml;hrung der Krankenstands-Statistik im Jahr 1970. Dabei fehlten Frauen h&auml;ufiger als M&auml;nner.\n<p>Die Arbeitnehmer fehlten im Durchschnitt 3,24 Prozent der Sollarbeitszeit, 2008 waren es 3,34 Prozent&hellip;Das sei der niedrigste Stand in einem ersten Halbjahr seit Einf&uuml;hrung der Krankenstands- Statistik im Jahr 1970. Die Fehlzeiten entsprechen 3,5 Arbeitstagen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:Historisches-Tief-Angst-vor-Jobverlust-dr%FCckt-Krankenstand\/539228.html\">FTD<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>IG Metall-Umfrage 2009: Macht Politik f&uuml;r die Mehrheit der Menschen<\/strong><br>\nUmfrageergebnisse.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gutes-leben.de\/\">IG Metall<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Franz Walter: Deutsche schieben &Ouml;ko-Frust<\/strong><br>\n&Ouml;ko ist nur f&uuml;r Reiche &ndash; und Umwelt steht f&uuml;r die Entt&auml;uschung, dass man eh nichts bewegen kann: Das ist das Fazit einer Studie, f&uuml;r die B&uuml;rger aller Schichten nach ihrer Einstellung zum Umweltschutz befragt wurden. Nicht wenigen ist es sogar hochnotpeinlich, beim &ldquo;Bio&rdquo;-Einkauf ertappt zu werden.\n<p>Besonders in der b&uuml;rgerlichen Mitte &ndash; Menschen mit mittleren Einkommen, mittlerer Bildung, &uuml;berwiegend im mittleren Alter &ndash; finden sich auff&auml;llig Beispiele, dass man es als hochnotpeinlich empfindet, beim Kauf von Bioprodukten im Supermarkt von Nachbarn oder Freunden erkannt und identifiziert zu werden &ndash; als &ldquo;Spinner&rdquo; n&auml;mlich.<\/p>\n<p>Den gr&ouml;&szlig;ten Bogen um Artikel, die das Bio-Etikett tragen, macht erwartungsgem&auml;&szlig; die &ldquo;neue Unterschicht&rdquo;. Dort wird &uuml;ber die unerschwinglichen Preise geklagt.<\/p>\n<p>Als Kontrastgruppe dazu gilt gemeinhin die &ldquo;postmaterielle&rdquo; Lebenswelt. Doch auch in diesem gewisserma&szlig;en origin&auml;ren &Ouml;ko-Milieu mit erheblichen Wahlpr&auml;ferenzen f&uuml;r die Partei von Frau K&uuml;nast und Herrn Trittin findet man wenig Leidenschaft zum Umweltschutz, jedenfalls kaum noch Bereitschaft zur Aktivit&auml;t.<\/p>\n<p>Die sogenannten Eliten in Deutschland jedenfalls weigern sich, individuell weitere, anstrengende Beitr&auml;ge zum Schutz der Umwelt zu leisten.<\/p>\n<p>W&auml;hrend die sogenannten Leitgruppen derzeit alles andere als eine Vorbildrolle einnehmen, ragt in dieser Frage ausgerechnet das sogenannte &ldquo;traditionsverwurzelte Milieu&rdquo; durch exemplarisches umweltschonendes Alltagsverhalten heraus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,635831,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Diese Studie entspricht nun so gar nicht dem Bild des Deutschen als Weltmeister beim M&uuml;lltrennen und als Bio-Kost-Konsument Nr.1. Die Studie erkl&auml;rt vielleicht auch, warum die Gr&uuml;nen sich immer mehr zur &Ouml;ko-FDP wandeln.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Nabucco und Desertec: Lange Leitungen<\/strong><br>\nZwei Feierstunden, die eine in Ankara, die andere in M&uuml;nchen. Als vergn&uuml;gungssuchender Gast h&auml;tte man an keiner von beiden teilnehmen wollen: Auf beiden Veranstaltungen sa&szlig;en viele ernst dreinblickende Menschen in schwarzen Anz&uuml;gen auf einem Podium. Sie versprachen sich jeweils hoch und heilig, k&uuml;nftig ganz eng zusammenarbeiten zu wollen. Beide Gruppen sagten, es gehe um die Zukunft der europ&auml;ischen Energieversorgung. Das hat man oft geh&ouml;rt. Regierungs- oder Absichtserkl&auml;rung, Memorandum of Understanding &ndash; egal wie man es heute nennt, oft sind diese unter artigem Beifall unterzeichneten Papiere kaum mehr wert als die Tinte darauf. Das k&ouml;nnte auch bei diesen beiden Projekten so sein. Dabei ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Party von Ankara irgendwann mit Kopfschmerzen endet, gr&ouml;&szlig;er als im Falle von M&uuml;nchen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/kommentare\/Energie-Nabucco-Desertec;art141,2847056?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Jetzt auch noch Bertelsmann: Bologna brennt!<\/strong><br>\nDer Streik der Studierenden l&auml;sst vermuten, dass der Bologna-Prozess in die falsche Richtung geht. Viele Hochschullehrer haben schon lange erbittert geklagt, dass mit dieser Reform Humboldt nun endg&uuml;ltig begraben werde. Nach dem Runden Tisch bei Bundesbildungsministerin Schavan scheint man sich einig, dass vieles in der neuen Studienstruktur ge&auml;ndert werden sollte. Umsetzen m&uuml;ssen dies vor allem die Hochschulen. Was aber sollten sie &auml;ndern?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wissen_und_bildung\/aktuell\/1832835_Gastbeitrag-Bologna-brennt.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es ist schon makaber, da setzt das CHE seit Jahren alle Propagandamittel ein, die &bdquo;unternehmerische Hochschule&ldquo; durchzusetzen. Die &uuml;ber Jahrhunderte gewachsenen Hochschulstrukturen in Europa werden platt gemacht und in eine derzeit vorherrschende (markt- bzw. anreizbezogene und jedenfalls nicht wissenschaftsimanente) Wettbewerbsideologe als &bdquo;unternehmerische&ldquo; Hochschule eingezw&auml;ngt.<\/em><\/p>\n<p>Und jetzt spielen sich die Brandstifter als Feuerwehr auf.<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Ich habe das Blut Afrikas in mir<\/strong><br>\nEmpfangen wie der erfolgreiche, lange vermisste Sohn: Obama hat zum ersten Mal als US-Pr&auml;sident Afrika besucht &ndash; und deutliche Forderungen mitgebracht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/733\/480216\/text\/print.html\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es ist eine Sache, dass Schwarzafrika den m&auml;chtigsten Mann der Welt als einen der ihren vereinnahmen m&ouml;chte, eine andere Sache ist, was Barak Obama in Ghana konkret gesagt bzw. getan hat. Der Tagespiegel fand es ganz toll, dass er &ldquo;erfrischend deutlich&rdquo; die schlechte Regierungsf&uuml;hrung auf dem Kontinent kritisierte. Die SZ schrieb: &ldquo;Ein Bruder darf die Wahrheit sagen&rdquo;. So oder so &auml;hnlich kam es aus dem deutschen Bl&auml;tterwald. Nur, wenn er Korruption, Gewalt, Kriege, Kindersoldaten gei&szlig;elte und starke Institutionen, mehr Transparenz, Eigentumsrechte, Rechtsstaatlichkeit einforderte, so mu&szlig; doch einmal gesagt werden: das ist ein alter Hut. Die afrikanischen Nationen wissen um die Bedeutung einer &ldquo;guten Regierung&rdquo; bzw. deren Fehlen aus allt&auml;glicher Erfahrung und weltweit kennt jeder, der sich auch nur ein wenig mit Entwicklungsl&auml;ndern besch&auml;ftigt den Begriff: Good Governance. Der Begriff wurde 1989 in einem Weltbank-Report &uuml;ber das subsaharische Afrika eingef&uuml;hrt. Good Governance sei &ldquo;ein effizienter &ouml;ffentlicher Dienst, ein verl&auml;ssliches Justizsystem, und eine Regierung, die der &Ouml;ffentlichkeit gegen&uuml;ber rechenschaftspflichtig ist.&rdquo; Good Governance war die Antwort auf das Versagen der Strukturanpassungsprogramme von IWF und Weltbank, welche im wesentliche auf die Preisbildung in funktionierenden M&auml;rkten setzten. Wie das halt so ist mit M&auml;rkten, auch wir k&ouml;nnen heute ein Lied davon singen, hatte man vergessen, dass M&auml;rkte nur unter gut funktionierenden Rahmenbedingungen gut funktionieren. Daf&uuml;r stand nun der neue Begriff. Was Barak Obama da forderte, ist ein alter Hut. Ob sich die Afrikas f&uuml;hrende Politiker sich davon beeindrucken lassen, nur weil der amerikanische Bruder das ausgesprochen hat, was alle wissen, ist mehr als fraglich. <\/em><\/p>\n<p>Mich st&ouml;rt aber vor allem, dass Barak Obama bei all seinen Stippvisiten sich als guter Zuh&ouml;rer zeigte und sich dadurch auszeichnete, dass er die Probleme seiner Gespr&auml;chspartner zu verstehen suchte, sich aber in Afrika als gro&szlig;er Lehrer, als Master, gerierte &ndash; und das mit uralten Rezepten. Obama ignoriert in Afrika, was er ansonsten im Gegensatz zur Bushregierung erkannt hat, dass Probleml&auml;nder nicht isoliert werden d&uuml;rfen, sondern zumindest in Gespr&auml;che eingebunden werden m&uuml;ssen. Kenia und Nigeria wurden bewu&szlig;t ausgeschlossen, weil man mit Ghana ein Musterland auszeichnen wollte. Es spricht zumindest gegen seine Referenten, dass er genau den Ansatz, den er z.B in Russland oder auch im arabischen Raum verfolgt, in Afrika ignoriert. Dann w&auml;re er auch, was die entwicklungspolitische Diskussion betrifft, wieder up to date. Denn hier wird schon l&auml;ngstens auf die Notwendigkeit hingewiesen, gerade den Kontakt zu problematischen Partnerl&auml;ndern (difficult partnerships), mit &ldquo;Low Income Countries Under Stress&rdquo; zu suchen sei und man sich mit &ldquo;good enough governance&rdquo; begn&uuml;gen m&uuml;sse. &ndash; Vielleicht sollte sich Barak die Zeit nehmen und diese L&auml;nder wirklich besuchen, sich einige Tage Zeit lassen, und m&ouml;glichst vielen Gespr&auml;chspartnern zuh&ouml;ren, statt gro&szlig;e Reden zu schwingen<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Der ehrenwerte Herr Cheney<\/strong><br>\nCheney hat US-Pr&auml;sident Obama des Versagens im Kampf gegen den Terrorismus geziehen, weil der die illegalen Praktiken aus der Bush-&Auml;ra illegal nannte und verbot. Von jenem Cheney wird jetzt bekannt, dass ihm ein CIA-Programm zur gezielten T&ouml;tung angeblicher Terroristen mindestens bekannt war, er davon mindestens die Abgeordneten in Washington nicht unterrichtete und er es mindestens nicht stoppte. Den Ex-Vizepr&auml;sidenten der Vereinigten Staaten von Amerika&nbsp; hat man sich vorzustellen als einen Politiker, dem der Geheimdienst CIA ein Exekutivorgan der Regierung mit unbegrenzten Befugnissen ist. Der, gottgleich, sich f&uuml;r angebliche Terroristen zwei &ldquo;Behandlungen&rdquo; vorstellen konnte: Folter irgendwo auf der Welt in Geheimgef&auml;ngnissen und\/oder Verschluss in Guant&aacute;namo Bay &ndash; oder gleich T&ouml;tung. Die &ldquo;juristische&rdquo; Basis des Rachefeldzugs war der blo&szlig;e Verdacht.\n<p>Cheney ist auch jener Politiker, der Obama die Ausweitung staatlicher Einfl&uuml;sse auf die Privat&ouml;konomie vorhielt. Das ist deshalb pikant, weil der rechte Republikaner Cheney in seiner Rolle als Verteidigungsminister unter Bush Senior just jene Firma mit staatlichen Auftr&auml;gen &uuml;berh&auml;ufte, deren Vorstandschef er nach seiner Abwahl werden sollte.<br>\n&hellip;aber Cheney ist ein ehrenwerter Mann. Es hat ihm noch niemand einen Prozess gemacht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1834025&amp;em_loc=1775&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/kommentare\/&amp;em_ivw=fr_poltop\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Protest in Frankreich &ndash; Arbeiter wollen Werk sprengen<\/strong><br>\nZuletzt nahmen franz&ouml;sische Arbeiter einen Manager als Geisel, jetzt erreichen die Sozialkonflikte in Frankreich eine weitere Stufe der Eskalation: Die 366 Mitarbeiter des insolventen Autoteile-Herstellers New Fabris im westfranz&ouml;sischen Chatelleraut drohen damit, ihr Werk in die Luft zu sprengen, wenn nicht jeder 30.000 Euro Abfindung bekommt. \n<p>Im Mai hatten die Fabris-Werker bereits die Produktion blockiert und Waren zerst&ouml;rt, um Druck auf Gespr&auml;che mit &Uuml;bernahmeinteressenten auszu&uuml;ben. Doch die Investoren sprangen ab. Am 16. Juni wurde die Schlie&szlig;ung besiegelt. Seitdem besetzen die Arbeiter das Werk. Jetzt wollen sie von ihren Kunden so viel Geld rausholen wie m&ouml;glich. F&uuml;r Donnerstag ist eine Demonstration vor der Renault-Zentrale geplant. <\/p>\n<p>Renault und PSA sollen zahlen, weil sie aus Sicht der Fabris-Werker ihren Lieferanten fallengelassen haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/autoindustrie\/:Protest-in-Frankreich-Arbeiter-wollen-Werk-sprengen\/539525.html\">FTD<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wir helfen noch beim Abbau der Anlagen, damit&nbsp; sie nach China verschachert werden k&ouml;nnen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Honduras und die FDP &ndash; Freunde der Putschisten<\/strong><br>\nEs gibt einige Gr&uuml;nde, den immer wahrscheinlicher werdenden Einzug Westerwelles ins Au&szlig;enministerium mit Skepsis und Widerwillen zu betrachten. Die aktuellen &Auml;u&szlig;erungen seiner Parteifreunde zum Thema Honduras jedenfalls geben Grund zur Sorge.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spreeblick.com\/2009\/07\/06\/honduras-und-die-fdp-freunde-der-putschisten\/\">Spreeblick<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Nochmals: Sommerinterview mit Lafontaine im ZDF<\/strong><br>\nPeter Frey sieht sich wohl veranlasst, sein Interview nachzuarbeiten. Der CAP-Bertelsmann-Fellow wundert sich, dass d&auml;mliche Fragen vom Interviewpartner auch d&auml;mlich genannt werden.<br>\nUnd dann noch ein (unfreiwilliges) Eingest&auml;ndnis: O-Ton Frey: &ldquo;Wenn Sie mit dem &ldquo;anst&auml;ndig&rdquo; vielleicht mich gemeint haben, dann weise ich das zur&uuml;ck.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/berlindirekt.zdf.de\/ZDFde\/inhalt\/7\/0,1872,7603783,00.html\">Oscar Lafontaine im ZDF Sommerinterview<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Neue taz-Chefin Ines Pohl: Seltsame Sehnsucht<\/strong><br>\nBei der taz will Pohl das Pluralistische von Mika bewahren. Mehr Entschiedenheit w&uuml;nscht sie sich jedoch. Bei den Kernthemen &Ouml;kologie, Globalisierung, soziale Gerechtigkeit gelte es, Haltung zu zeigen und sich f&uuml;r die Schw&auml;cheren zu positionieren. Und es d&uuml;rfe kein Castor-Transport, keine Gro&szlig;-Demo stattfinden, ohne dass taz online Informationen und Debatten biete.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/kultur_und_medien\/medien\/1832601_Neue-taz-Chefin-Ines-Pohl-Seltsame-Sehnsucht.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Fernsehtipp: Steuern zahlen die anderen<\/strong><br>\nWer zahlt schon gerne Steuern? Schon gar nicht die Sch&ouml;nen und Reichen. Klaus Barski aus K&ouml;nigsstein im Taunus ist Million&auml;r. Er lebt von seinem Verm&ouml;gen. Das sch&auml;tzt er auf f&uuml;nf Millionen Euro. Sein letzter Jahressteuerbescheid aber betrug nur 2.300 Euro. Dagmar und J&uuml;rgen Drawitsch sind Arbeitnehmer. Sie haben drei S&ouml;hne. Sie zahlen im Jahr 16.000 Euro Steuern und damit sieben Mal mehr als der Million&auml;r.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.phoenix.de\/content\/phoenix\/die_sendungen\/schoen_reich\/246114?datum=2009-07-14\">Phoenix, Sendetermin Dienstag, 14. Juli, 12.30 Uhr<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong> Einer kam heim<\/strong><br>\nTheodor Fontanes Ballade &bdquo;Das Trauerspiel von Afghanistan&ldquo; von 1857<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/Afghanistan;art771,2846149\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Zu guter Letzt:<\/strong><br>\n<strong>Volker Pispers: SPD und die Rente<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=01WVeWKUe5M&amp;feature=related\">YouTube<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(WL)<\/p>\n<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p>\n<ol>\n<li><a href=\"?p=4065#h01\">So wollen Experten die deutsche Wirtschaft retten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4065#h02\">Robert von Heusinger: Kommentar zur B&ouml;rsenwoche &ndash; Bitte anschnallen!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4065#h03\">Hoher Finanzierungsbedarf von Staaten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4065#h04\">Friedhelm Hengsbach: Schuldenrausch und Gerechtigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4065#h05\">Christoph Butterwegge: Die gespaltene Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4065#h06\">Armut: Zum alten Eisen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4065#h07\">Arbeitsagentur bittet zur Kasse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4065#h08\">Einstieg in Bahnprivatisierung<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4065\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4065","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4065","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4065"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4065\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4065"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4065"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4065"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}