{"id":40668,"date":"2017-10-19T12:35:49","date_gmt":"2017-10-19T10:35:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40668"},"modified":"2026-01-27T11:24:00","modified_gmt":"2026-01-27T10:24:00","slug":"wie-man-sich-gegen-die-sprache-der-herrschenden-zur-wehr-setzt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40668","title":{"rendered":"Wie man sich gegen die Sprache der Herrschenden zur Wehr setzt"},"content":{"rendered":"<p>In einem vor kurzem ver&ouml;ffentlichten <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40414\">Beitrag<\/a> haben sich die NachDenkSeiten exemplarisch mit zwei Begriffen auseinandergesetzt, die auf subtile Weise als Bestandteil einer Herrschaftssprache im &ouml;ffentlichen Diskurs Anwendung finden. Der folgende Beitrag von <strong>Marcus Kl&ouml;ckner<\/strong> geht der Frage nach, wie B&uuml;rger sich gegen die Sprache der Herrschenden wehren k&ouml;nnen.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_7375\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-40668-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/171019__Abwehr_gegen_die_Sprache_der_Herrschenden_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/171019__Abwehr_gegen_die_Sprache_der_Herrschenden_NDS.mp3\">http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/171019__Abwehr_gegen_die_Sprache_der_Herrschenden_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/171019__Abwehr_gegen_die_Sprache_der_Herrschenden_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=40668-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/171019__Abwehr_gegen_die_Sprache_der_Herrschenden_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"171019__Abwehr_gegen_die_Sprache_der_Herrschenden_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Sich effektiv gegen einen Angriff zur Wehr zu setzen, setzt voraus, den Angriff als solchen zu erkennen. Wenn die Sprache der Herrschaft zum Angriff ansetzt, wenn sie versucht, den &ouml;ffentlichen Diskurs zu sabotieren, dann erfolgen diese Angriffe oft verdeckt und sehr geschickt. Um ein Bild zu gebrauchen: Die Sprache der Herrschenden gleicht einem trojanischen Pferd. &Auml;u&szlig;erlich betrachtet, zeigt sie sich unverd&auml;chtig und harmlos. Aber in ihrem &bdquo;Innern&ldquo; transportiert sie einen Inhalt, der, wenn er nach au&szlig;en gelangt, zur Gefahr wird.<\/p><p>Im Beitrag vom 4. Oktober haben wir aufgezeigt, wie sich die Worte &bdquo;f&uuml;hlen&ldquo; und &bdquo;mitnehmen&ldquo; im aktuellen Diskurs gegen jene Menschen richten, die den sozialen Verwerfungen im Land ausgesetzt sind. Wir haben aufgezeigt, wie ihre Konnotationen und Implikationen, die sie beinhalten, zum Nachteil der Armen Anwendung im politischen Diskurs finden. <\/p><p>&bdquo;F&uuml;hlen&ldquo; und &bdquo;mitnehmen&ldquo;, das sind Begriffe, die jeder, der die deutsche Sprache spricht, unz&auml;hlige Male verwendet. Die W&ouml;rter sind uns so vertraut, dass wir sie, ohne gro&szlig; dar&uuml;ber nachzudenken, h&ouml;ren und aussprechen &ndash; unabh&auml;ngig von ihrem jeweiligen Kontext. &#8232;Doch da ist es: Das trojanische Pferd. Da ist die Sprache der Herrschaft. &#8232;<\/p><p>Die Sprache der Herrschaft entfaltet sich oft in der Alltagssprache &ndash; und das macht sie gef&auml;hrlich. Wir nehmen sie, gerade weil sie uns so vertraut ist, auf und gebrauchen sie, wenn wir uns an politischen Diskursen beteiligen, oft selbst, ohne uns bewusst zu sein, mit welchen Konnotationen die entsprechenden W&ouml;rter, Formulierungen und Floskeln bereits versehen sind und den &ouml;ffentlichen Diskurs im Sinne der Herrschenden beeinflussen. Wie einfach ist es zu sagen, dass man die Abgeh&auml;ngten doch <em>mitnehmen<\/em> muss, dass Menschen sich abgeh&auml;ngt <em>f&uuml;hlen<\/em>, dass ein Unternehmen sich gerade verschlanke, dass Arbeitnehmer freigestellt werden oder dass ein linker Politiker <em>wettert<\/em>, w&auml;hrend man einen Arbeitgeberverband kritisieren l&auml;sst. Da ist von <em>Eigenverantwortung<\/em>, von <em>Reformen<\/em>, von <em>sozial<\/em>, von einem <em>Rettungsschirm<\/em> und einer <em>Vollkasko-Mentalit&auml;t<\/em> die Rede &ndash; allesamt Begriffe, Ausdr&uuml;cke und Metaphern, die uns manchmal bei den entsprechenden Diskussionen wom&ouml;glich geradezu aus dem Mund fallen. Schlie&szlig;lich: Wir h&ouml;ren diese Formulierungen so oft in den Medien, dass wir sie selbst &uuml;bernehmen.<\/p><p>Wir Menschen ahmen nach. Das gilt auch f&uuml;r die Sprache &ndash; so ist es einfach. Wenn schlie&szlig;lich unentwegt kluge Medienvertreter von einem <em>gef&uuml;hlten Abgeh&auml;ngtsein<\/em> sprechen, wenn sie sagen, dass ein Unternehmen sich &bdquo;<em>verschlanke<\/em>&ldquo;, dann kann es doch nicht so verkehrt sein, wenn der  Mediennutzer diese Formulierungen ebenfalls &uuml;bernimmt. Doch Vorsicht: L&auml;ngst hat sich das trojanische Pferd in die Berichterstattung eingeschlichen, l&auml;ngst ist es ge&ouml;ffnet. Der franz&ouml;sische Soziologe Pierre Bourdieu merkte im Zusammenhang mit Begriffen, wie etwa &bdquo;globales Dorf&ldquo; oder &bdquo;Globalisierung&ldquo; einmal an: &bdquo;Das sind Begriffe, die nach nichts aussehen, die aber eine ganze Philosophie im Schlepptau f&uuml;hren, eine ganze Weltsicht, welche Fatalismus und Schicksalsergebenheit erzeugt.&ldquo;  <\/p><p>Darum geht es: All diese Begriffe sind so stark mit der Ideologie der Macht kontaminiert, dass wir, wenn wir sie unreflektiert gebrauchen, sowohl unser eigenes kritisches Denken als auch den gesamten jeweiligen Diskurs ebenfalls vergiften. <\/p><p>Wenn bestimmte Begriffe und Formulierungen, die den &ouml;ffentlichen Diskurs manipulieren, erst einmal von den B&uuml;rgern selbst &uuml;bernommen werden, ist die politische Schlacht von oben gewonnen, denn: Die Sprache mit all ihren Zuschreibungen, Bildern und Inhalten, die in ihr zum Ausdruck kommen, beeinflusst auch das Denken. Wer von einer Verschlankung eines Unternehmens spricht, w&auml;hrend hunderte Menschen ihren Job verlieren, besch&ouml;nigt die Realit&auml;t. Er blendet aus, was dieser euphemistische Begriff verdeckt, n&auml;mlich: Gro&szlig;e &Auml;ngste, Sorgen, Existenzen, die aufgrund des Arbeitsplatzverlustes zusammenbrechen.  &#8232;&#8232;<\/p><p>Hier setzt ein wacher, kritischer Umgang mit Sprache an. Wer sich gegen die Sprache der Herrschenden zur Wehr setzen m&ouml;chte, muss ein Bewusstsein daf&uuml;r ausbilden, dass die Sprache, die von Politikern und vielen anderen Akteuren, die im &ouml;ffentlichen Diskurs pr&auml;sent sind, im Kontext von Macht und Herrschaft zu betrachten ist.&#8232;&#8232;<\/p><p>Bourdieu verwies darauf, dass es in der Politik um die &bdquo;Durchsetzung von Wahrnehmungskategorien&ldquo; geht. Diese Wahrnehmungskategorien werden durch Sprache transportiert und haben eine enorme Wirkungsmacht. Der Soziologe betonte, dass &bdquo;dem Zirkulieren von Gedanken unterschwellig eine Zirkulation von Macht zugrunde liegt.&ldquo; &#8232;<\/p><p>Wenn beispielsweise immer wieder davon die Rede ist, dass es &bdquo;uns&ldquo; gut geht und diese Aussage sich erst in der Wahrnehmung breiter Bev&ouml;lkerungsschichten manifestiert, dann sind diejenigen, denen es schlecht geht, obwohl faktisch existent, quasi nicht mehr sichtbar.<br>\nAlleine dieses simple Beispiel l&auml;sst erahnen, welchen Schaden die Sprache der Herrschaft anrichten kann und wie wichtig es ist, sie als solche zu identifizieren. Die Sprache der Herrschaft ist gef&auml;hrlich, sie f&uuml;gt der Demokratie schwere Sch&auml;den zu. Sie ist darauf angelegt, die bestehenden Verh&auml;ltnisse zu konservieren. Unentwegt tr&auml;gt sie zur Reproduktion der gesellschaftlichen Spaltung bei. Sie &uuml;bergeht das Leiden vieler B&uuml;rger und blendet f&uuml;r Staat und Land verh&auml;ngnisvolle Realit&auml;ten aus, nur um die Macht der Herrschenden nicht zu gef&auml;hrden. &#8232;<\/p><p>Achtsamkeit ist das zentrale Werkzeug, um die Sprachbilder und Floskeln, die darauf setzen, politische und gesellschaftliche Wirklichkeiten zum Nachteil von Teilen der Bev&ouml;lkerung zu verschleiern, zu erkennen. Es kommt darauf an, Formulierungen nicht nur an ihrem Oberfl&auml;chengehalt zu bemessen. Wie bereits angesprochen: Insbesondere die scheinbar unverd&auml;chtigen Begriffe und Formeln aus der Alltagssprache sind bei politischen Diskursen genau zu betrachten. &#8232;&#8232;<\/p><p>Fragen wie die folgenden k&ouml;nnen dazu dienen, manipulative Sprachbilder aufzubrechen. Was wird gesagt? Wie wird es gesagt? Wie h&auml;ufig wird es gesagt? Warum wird diese Formulierung verwendet und nicht eine andere? Was sagt die Formulierung, der Begriff, das Sprachbild an der Oberfl&auml;che aus? Welche Assoziationen, Konnotationen und Implikationen ruft es hervor oder beinhaltet es? Was betont es? Was stellt es in den Vordergrund? Anders gesagt: Worauf richtet sich der Scheinwerfer? &#8232;Dann aber auch: Verdeckt die Formulierung etwas? Wenn ja: was? L&auml;sst sich bei dem Ausdruck eine tiefenstrukturelle Ebene freilegen? Wenn ja: Wie sieht sie aus? Was zeigt sie? &#8232;Nat&uuml;rlich ist auch der Kontext wichtig: Wer sagt es? Wie wird es gesagt? Bei welchem Anlass wird diese und jene Formulierung verwendet?&#8232; <\/p><p>Wer so den Formulierungen begegnet, die Politiker, Medienvertreter und viele andere Akteure im &ouml;ffentlichen Diskurs gebrauchen, wird gute Chancen haben, die Sprache der Herrschaft zu erkennen. <\/p><p>Dann gilt es einzuhaken, am besten inmitten des Diskurses. Diejenigen, die die Sprache der Herrschaft gebrauchen, m&uuml;ssen wissen, dass ihre Formulierungen durchschaut wurden. Mit einer einfachen Frage wie etwa: &bdquo;Warum verwenden Sie den Begriff Verschlankung?&ldquo; kann bereits Klarheit geschaffen werden. &#8232;Derjenige, der sich dieser Formulierung bedient, wird durch die Frage gezwungen, nachzudenken, zu erkl&auml;ren, gegebenenfalls auch sich zu rechtfertigen. &#8232;M&ouml;glicherweise ist er sich selbst gar nicht bewusst, dass er mit seiner Sprache zu einem &lsquo;Komplizen der Macht&rsquo; wird. Er mag selbst Opfer der Herrschaftssprache sein, die sich seiner Sprache bem&auml;chtigt hat. &#8232;<\/p><p>M&ouml;glicherweise handelt es sich aber auch um einen Akteur, der sehr wohl genau um den manipulativen Moment in seiner Sprache wei&szlig;.  &#8232;Dann muss man sich im Klaren sein, dass das Feld kaum kampflos ger&auml;umt wird. Diejenigen, die bewusst darauf setzen, die Wirklichkeit durch Sprache zu verschleiern, sind oft intelligent, verschlagen und Meister der Rhetorik. Kaum auf ihre manipulative Sprache aufmerksam gemacht, setzen sie alles daran, die veranschlagten Formulierungen zu verteidigen. M&uuml;helos zeichnen sie einen Wirklichkeitsbruch nach dem anderen, um ihre Verf&auml;lschungen der Wirklichkeit weiter zu untermauern. Hier gilt: Standhaft sein, sich nicht auf Kampfpl&auml;tze einlassen, die von dem eigentlichen Kampfplatz wegf&uuml;hren. Anders gesagt: In den konkreten Situationen sollte man erst gar nicht versuchen, sich auf eine (oft m&uuml;hselige) Diskussion einzulassen, sondern auf die Kraft der &lsquo;tats&auml;chlichen Benennung&rsquo; setzen. &#8232;<\/p><p>Verschlankung hei&szlig;t in dem hier besprochenen Kontext Stellenabbau. Egal, was der andere sagt. Verschlankung hei&szlig;t immer noch Stellenabbau. Und auch nach einem g&ouml;ttlichen Monolog, zu dem der Kritisierte ausgeholt hat, bedeutet Verschlankung auch weiterhin Stellenabbau. Dies gilt es zu betonen. Immer und immer wieder. <\/p><p>Man muss seinen Gegen&uuml;ber nicht davon &uuml;berzeugen, dass er sich eines manipulativen und sch&auml;dlichen Sprachbildes bedient  &ndash;  er wei&szlig; es. &#8232;Es kommt darauf an, den ideologischen Schleier zu durchdringen, um die manipulative Wirkung dieser Formulierungen so rasch es nur geht, kenntlich zu machen. &#8232;&#8232;<\/p><p>Doch klar ist auch: Auch wenn die Herrschaftssprache schnell erkannt werden kann, der Kampf gegen sie ist langwierig. Die Sprache der Herrschaft und die Ideologie, auf der sie basiert, ist &uuml;berall zu finden und diejenigen, die sie im &ouml;ffentlichen Raum vertreten sehen wollen, verf&uuml;gen &uuml;ber viele Mittel und Wege, um sie immer wieder in die entsprechenden Sendekan&auml;le flie&szlig;en zu lassen <\/p><p>Auch wenn das Beispiel bereits einige Jahre alt ist: Man denke nur daran, wie die Lobbyorganisation Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) 2005 Themeninhalte in der prominenten ARD-Vorabendserie Marienhof kaufte und so &uuml;ber entsprechend neoliberale Dialoge verdeckt politische Inhalte in einer Unterhaltungsserie platzierte (die NachDenkSeiten <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27588\">berichteten<\/a> dazu).   <\/p><p>Gerade heute, also zu einer Zeit, in der selbst eher konservative Akteure mit einiger Aufgeregtheit vor einem neuen Krieg <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40519\">warnen<\/a> und der ein oder andere Zeitgenosse bef&uuml;rchtet, die Welt &lsquo;schlafwandele&rsquo; gerade in einen <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/57697-schlafwandelnd-in-atomkrieg\/\">Atomkrieg<\/a>, gilt es auf die <a href=\"https:\/\/www.medienverantwortung.de\/unsere-themen\/informationsportale\/neusprech-manipulation-durch-sprache\/\">manipulativen Momente<\/a> in der Sprache noch einmal genauer zu achten. &#8232;<\/p><ul>\n<li>Werden mit Sprache gerade wieder Feindbilder aufgebaut?<\/li>\n<li>Welche Sprache ist das, die zu erkennen ist?<\/li>\n<li>Wertet sie ab?<\/li>\n<li>Einzelne, ganze Gruppen?<\/li>\n<li>D&auml;monisiert sie?<\/li>\n<li>Sch&uuml;rt sie Hass?<\/li>\n<li>Setzt sie gar auf das Mittel der Dehumanisierung, wie j&uuml;ngst, als ein gro&szlig;es Nachrichtenmagazin Putin als &bdquo;Hund&ldquo; <a href=\"https:\/\/de.sputniknews.com\/politik\/20170913317426321-focus-beleidigt-putin-leser-das-war-kein-journalist-der-das-geschrieben-hat\/\">bezeichnete<\/a>? <\/li>\n<li>Besch&ouml;nigt sie Realit&auml;ten?<\/li>\n<\/ul><p>Denken wir nur daran, wie Politiker und Medien den Einsatz deutscher Soldaten im Afghanistan-Krieg bezeichnet haben: Zuerst sprach man von einem <em>Stabilisierungseinsatz<\/em>, als die ersten Bundeswehrsoldaten ihr Leben lassen mussten, war von einem <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Schaltet-die-Schweine-aus-3395378.html\"><em>robusten Stabilisierungseinsatz<\/em><\/a> die Rede und schlie&szlig;lich, als das Offensichtliche auch nicht mehr mit Sprache zugedeckt werden konnte, bem&uuml;hte man die Formel von einem <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/afghanistan-einsatz-guttenberg-kriegsaehnliche-zustaende-1883496.html\"><em>kriegs&auml;hnlichen Zustand<\/em><\/a>.<\/p><p>Wissen sollte man: Je politischer ein Thema ist, desto wahrscheinlich ist es, die Sprache der Herrschaft in hoher Konzentration anzutreffen. Je wichtiger ein Vorhaben f&uuml;r die politischen Weichensteller ist, umso wahrscheinlicher ist es, dass mit manipulativen Formulierungen alles daran gesetzt wird, das Denken der B&uuml;rger in eine vorherbestimmte Richtung zu lenken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In einem vor kurzem ver&ouml;ffentlichten <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40414\">Beitrag<\/a> haben sich die NachDenkSeiten exemplarisch mit zwei Begriffen auseinandergesetzt, die auf subtile Weise als Bestandteil einer Herrschaftssprache im &ouml;ffentlichen Diskurs Anwendung finden. Der folgende Beitrag von <strong>Marcus Kl&ouml;ckner<\/strong> geht der Frage nach, wie B&uuml;rger sich gegen die Sprache der Herrschenden wehren k&ouml;nnen.<\/p>\n<p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><\/p>\n","protected":false},"author":13,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,201,123,11],"tags":[442,690,588,2299,218],"class_list":["post-40668","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-audio-podcast","category-ideologiekritik","category-kampagnentarnworteneusprech","category-strategien-der-meinungsmache","tag-eigenverantwortung","tag-neusprech","tag-personalabbau","tag-sprachkritik","tag-teilhabe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40668","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/13"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=40668"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40668\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":52072,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40668\/revisions\/52072"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=40668"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=40668"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=40668"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}