{"id":40670,"date":"2017-10-19T13:31:31","date_gmt":"2017-10-19T11:31:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40670"},"modified":"2017-10-23T07:34:20","modified_gmt":"2017-10-23T05:34:20","slug":"die-presseschau-zeigt-der-konflikt-bei-der-linkspartei-wird-weitergehen-wegen-einiger-schwaechen-des-programms-der-parteispitze-vermutlich-unvermeidlich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40670","title":{"rendered":"Die Presseschau zeigt: Der Konflikt bei der Linkspartei wird weitergehen. Wegen einiger Schw\u00e4chen des Programms der Parteispitze vermutlich unvermeidlich."},"content":{"rendered":"<p>F&uuml;r die Fortsetzung des Konflikts spricht zun&auml;chst einmal der Tenor der kampagnenm&auml;&szlig;ig arbeitenden und in der Hauptstadt einflussreichen Medien.  Die unten wiedergegebene Presseschau dokumentiert diese Kampagne. Die dort zitierten Journalisten und Medien werden den Konflikt weiter systematisch anheizen. Au&szlig;erdem: Ich glaube nicht, dass eine linke Partei mit einer Vorsitzenden, die f&uuml;r das bedingungslose Grundeinkommen eintritt, ausreichend viele n&uuml;chtern denkende Menschen gewinnen kann. Zudem wird die Linkspartei nicht noch einmal mit den sch&ouml;nen, aber undifferenzierten Vorstellungen zur Fl&uuml;chtlingspolitik in eine Bundestagswahl gehen k&ouml;nnen, ohne massiv abgestraft zu werden. Schauen Sie sich <a href=\"https:\/\/www.die-linke.de\/themen\/flucht\/\">hier<\/a> das Foto und die zehn Forderungen an. Darunter sind vern&uuml;nftige und solche, die beim besten Willen nicht durchzuhalten sind. <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_4885\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-40670-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/171020_Presseschau_zum_Konflikt_bei_der_Linkspartei_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/171020_Presseschau_zum_Konflikt_bei_der_Linkspartei_NDS.mp3\">http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/171020_Presseschau_zum_Konflikt_bei_der_Linkspartei_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/171020_Presseschau_zum_Konflikt_bei_der_Linkspartei_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=40670-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/171020_Presseschau_zum_Konflikt_bei_der_Linkspartei_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"171020_Presseschau_zum_Konflikt_bei_der_Linkspartei_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><strong>Presseschau zum Konflikt bei der Linkspartei.<\/strong><br>\nZusammengestellt von Jens Berger und erg&auml;nzt von Albrecht M&uuml;ller. Der Kommentar der NachDenkSeiten ist jeweils kursiv geschrieben.<\/p><ol type=\"a\">\n<li><strong>Die Kampagne einiger deutscher Medien gegen Sahra Wagenknecht l&auml;uft weiter. Typischerweise mit den gleichen, offenbar abgesprochenen und schr&auml;gen Argumenten:<\/strong><br>\nDie Autoren sollte man sich merken, es sind auch immer die gleichen &ndash; Tomasz Konicz (Telepolis), Markus Decker (Frankfurter Rundschau), Matthias Meisner (Tagesspiegel), Stefan Kuzmany (Spiegel Online), Sebastian Jannasch (S&uuml;ddeutsche Zeitung) &hellip;\n<p><strong>S&Uuml;DDEUTSCHE ZEITUNG<\/strong><br>\n<strong><a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/die-linke-fuehrung-durch-erpressung-1.3714187\">&ldquo;F&uuml;hrung durch Erpressung&rdquo;<\/a><\/strong><br>\nAutor: Sebastian Jannasch<\/p>\n<p>[&hellip;] Doch in Erinnerung bleiben wird ein Akt &ouml;ffentlicher Selbstzerlegung, wie er selbst bei der Linken selten geboten wird.<br>\nDie Klausur begann mit einem Eklat. In einem Brief an die Fraktion k&uuml;ndigte deren Vorsitzende Sahra Wagenknecht ihren R&uuml;ckzug an, sollte die Parteif&uuml;hrung gr&ouml;&szlig;eren Einfluss in der Fraktionsf&uuml;hrung erhalten. [&hellip;]<br>\nDoch der Sieg hat einen hohen Preis. Nun kursiert wieder die Formulierung &ldquo;F&uuml;hrung durch Erpressung&rdquo; in der Partei. Vor der Bundestagswahl hatten Wagenknecht und Bartsch erzwungen, als alleinige Spitzenkandidaten ohne die Parteichefs anzutreten. Die Machtprobe am Templiner See weckte Erinnerungen daran. In der Partei ist zu h&ouml;ren, Wagenknecht habe die Karten&nbsp;ausgereizt.<\/p>\n<p><em>Die Vorgeschichte wird ausgeblendet oder an anderer Stelle sehr einseitig wiedergegeben (Spitzenkandidatur). Wagenknecht wird als &bdquo;Aggressor&ldquo; dargestellt, der mittels &bdquo;Erpressung&ldquo; egoistische Ziele durchsetzt. Dies ist eine T&auml;ter-Opfer-Umkehr. <\/em><\/p>\n<p><em>Au&szlig;erdem tut der Autor der  S&uuml;ddeutschen Zeitung so, als w&auml;re die Formation von vier Spitzenkandidaten eine attraktive Angelegenheit. Die Forderung von Bartsch und Wagenknecht, wenigstens auf zwei Spitzenkandidaten zu reduzieren und nicht mit vieren anzutreten, war absolut richtig. Selbstverst&auml;ndlich kann man auch so tun, als w&uuml;rde die Personalisierung und die notwendige Konzentration in einer Demokratie keine Rolle spielen d&uuml;rfen. Dann kann man die Position von Herrn Jannasch vertreten. <\/em><\/p>\n<p><strong>taz<\/strong><br>\n<strong><a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!5456007\/\">Wieder mal durchgemogelt <\/a><\/strong><br>\nAutorin: Anna Lehmann<\/p>\n<p>[&hellip;] F&uuml;r die Linkspartei ist Sahra Wagenknecht inzwischen das Gesicht der Partei und ihr Aush&auml;ngeschild. Sie ist unersetzbar geworden. Und genau das ist das Problem. Denn die Fraktionschefin wei&szlig; sehr genau um ihren Wert f&uuml;r die Partei und ist immer wieder bereit, damit skrupellos zu wuchern. [&hellip;]<\/p>\n<p><em>T&auml;ter-Opfer-Umkehr &hellip; f&uuml;r Frau Lehmann von der taz ist Sahra Wagenknecht der Aggressor.<\/em><\/p>\n<p>Zwei Antr&auml;ge zur Gesch&auml;ftsordnung passten Wagenknecht nicht, die Antragsteller, eine buntgemischte Truppe, sahen sich pl&ouml;tzlich dem Verdacht ausgesetzt, von der Parteif&uuml;hrung bestellte Wagenknecht-Meuchler zu sein. Wagenknecht k&uuml;ndigte an, nicht zur Verf&uuml;gung zu stehen, sollten die Antr&auml;ge eine Mehrheit finden. Und sie kam damit durch. [&hellip;]<\/p>\n<p><em>Interessanterweise unterschl&auml;gt Anna Lehmann in ihrem gesamten Kommentar, dass der Widerstand gegen die beiden Antr&auml;ge nicht nur von Sahra Wagenknecht, sondern auch genau so von Dietmar Bartsch kam. Sie stellt den Konflikt, in dem die Parteispitze die Fraktionsspitze entmachten will, als Konflikt der Partei gegen Sahra Wagenknecht dar; das ist unterkomplex und manipulativ.<\/em><\/p>\n<p>Wie soll die Linkspartei k&uuml;nftig glaubhaft Versuchen von rechts entgegentreten, die Demokratie f&uuml;r nationale Interessen zu kapern, wenn die innerparteiliche Demokratie nach Gusto der Fraktionsf&uuml;hrung eingeschr&auml;nkt wird?<\/p>\n<p><em>Was hat es mit innerparteilicher Demokratie zu tun, wenn Abgeordnete, deren Position der Parteilinie widerspricht, k&uuml;nftig kein Rederecht im Bundestag mehr bekommen sollen? Genau dies sah der &Auml;nderungsantrag vor. Frau Lehmann dreht hier die Fakten um 180&deg;.<\/em><\/p>\n<p>Dass &bdquo;Sahra&ldquo; ihre Partei auch in anderen Punkten immer wieder an den Rand der Selbstverleugnung bringt, ist ein weiterer Beleg ihrer unguten Macht &uuml;ber diese. &bdquo;Klar: Wir sind f&uuml;r offene Grenzen f&uuml;r alle. Und, ach: was unsere Fraktionsvorsitzende dazu meint, ist doch nicht so ernst zu nehmen.&ldquo;<\/p>\n<p><em>Es mag sein, dass der Slogan &bdquo;Offene Grenzen f&uuml;r alle&ldquo; in Teilen der Linken popul&auml;r ist; man sollte aber nicht vergessen, dass dieser Slogan auch innerhalb der Linkspartei stark umstritten ist. Man k&ouml;nnte das Beispiel daher auch genau so gut umdrehen: &bdquo;Klar: Wir sind nicht f&uuml;r offene Grenzen f&uuml;r alle. Und, ach: was unsere Parteivorsitzende dazu meint, ist doch nicht so ernst zu nehmen.&ldquo; Ist das auch Selbstverleugnung? Das gipfelt dann in der Aussage &hellip;<\/em><\/p>\n<p>Ehrlicher w&auml;re es, wenn die Linkspartei sich traute, unbequeme Debatten auszutragen.<\/p>\n<p><em>Ganz genau. Nur wer versucht denn bitte, diese &bdquo;unbequeme Debatte&ldquo; immer zu unterdr&uuml;cken &hellip; teils mit Torten als Argumentersatz?<\/em><\/p>\n<p><strong>SPIEGEL ONLINE<\/strong><br>\n<strong><a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/die-linke-klare-siegerin-im-fuehrungsstreit-ist-sahra-wagenknecht-a-1173514.html\">Die Linke bin ich<\/a><\/strong><br>\nAutor: Stefan Kuzmany <\/p>\n<p>Als der Parteichef am Morgen im Deutschlandfunk befragt werden sollte, war er zun&auml;chst nicht erreichbar. [&hellip;] Hat ihm Sahra Wagenknecht vielleicht das Telefonkabel abgeschnitten? F&uuml;r ausgeschlossen kann das niemand halten, der gesehen hat, wie es nach der sogenannten Beilegung des Streits zwischen der Linken-Fraktionsspitze und der Parteif&uuml;hrung zugegangen ist: [&hellip;]<\/p>\n<p><em>Auch hier wieder: Sahra Wagenknecht will &bdquo;dem Parteichef&ldquo; den Mund verbieten. Kein Wort davon, dass urspr&uuml;nglich der Parteivorstand der Fraktionsspitze den Mund verbieten wollte.<\/em><\/p>\n<p>In der Debatte um die Fl&uuml;chtlingspolitik beispielsweise hatte Wagenknecht, das bekannteste Gesicht der Partei, deutlich nach rechts geblinkt [&hellip;] im Wahlkampf legte sie munter nach.<\/p>\n<p><em>Wann und womit? Hier wird einfach eine popul&auml;re aber falsche These in den Raum gestellt, ohne sie inhaltlich auszuf&uuml;hren.<\/em><\/p>\n<p>Tats&auml;chlich wird Die Linke unter Wagenknecht weiterhin eben nicht Politik im Sinne einer pragmatischen Auslotung von Gestaltungsm&ouml;glichkeiten machen, sondern weiter kompromisslos opponieren. Bundespolitik gestalten aber wird sie erst dann, wenn Sahra Wagenknecht dereinst die Alleinregierung stellt.<\/p>\n<p><em>Das ist nat&uuml;rlich die Wunschvorstellung von SPON &ndash; &bdquo;eine pragmatische Auslotung von Gestaltungsm&ouml;glichkeiten&ldquo; &hellip; und das als Oppositionspartei. Dass man aus der Opposition heraus das Land mitgestalten kann, wird hier komplett unterschlagen. Warum wohl? Offenbar ist SPIEGEL Online nicht daran gelegen, dass die Linke das Land mitgestaltet.<\/em><\/p>\n<p><strong>Frankfurter Rundschau<\/strong><br>\n<strong><a href=\"http:\/\/www.fr.de\/politik\/meinung\/kommentare\/machtpolitik-so-geht-es-in-der-linken-nicht-weiter-a-1370378\">So geht es in der Linken nicht weiter<\/a><\/strong><br>\nAutor: Markus Decker<\/p>\n<p>[&hellip;] Zum Jahreswechsel haben die Fraktionsvorsitzenden Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch den Parteichefs Katja Kipping und Bernd Riexinger die Pistole auf die Brust gesetzt und gesagt: Entweder wir werden allein Spitzenkandidaten &ndash; oder gar nicht. Letztere haben das wegen Wagenknechts &uuml;berragender Popularit&auml;t schlucken m&uuml;ssen, obwohl sie sich das Verfahren als Parteichefs so nicht  bieten lassen konnten. Nun gibt es das R&uuml;ckspiel. <\/p>\n<p><em>Dieser &bdquo;Rahmen&ldquo; ist sehr einseitig aus Sicht von Kipping und Riexinger wiedergegeben. Richtig ist, dass Riexinger und Kipping in letzten Herbst den absurden Vorschlag &auml;u&szlig;erten, mit vier Spitzenkandidaten anzutreten. Dieser Vorschlag fand jedoch nirgends Freunde und wurde schon bald zur&uuml;ckgezogen. Dass die beiden Parteichefs sich dies &bdquo;so nicht bieten lassen konnten&ldquo; ist eine sehr eigenwillige &ndash; ja falsche &ndash; Darstellung.<\/em><\/p>\n<p><strong>Tagesspiegel<\/strong><br>\n<strong><a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/machtkampf-in-der-linkspartei-sahra-aber-basta\/20472198.html\">Sahra, aber basta!<\/a><\/strong><br>\nAutorin: Matthias Meisner<\/p>\n<p>[&hellip;] Die Fraktionsvorsitzende wolle statt einer emanzipierten Partei und Pluralismus eine &bdquo;Jubel-Partei&ldquo;, die vor allem Wagenknecht selbst bewundern soll, sagte eine Abgeordnete. Sogar Bartsch bezeichnete den Wagenknecht-Brief mit scharfen Attacken gegen die Parteichefs Katja Kipping und Bernd Riexinger Teilnehmern der Klausur zufolge als &bdquo;nicht hilfreich&ldquo;.<\/p>\n<p><em>Wer wei&szlig;, wo der Tagesspiegel derartige Zitate her hat. Fest steht, dass der Brief zuvor mit Bartsch abgestimmt war. Auch hier wird der Kampf f&uuml;r eine freie Fraktionsf&uuml;hrung, die sich dem Parteivorstand inhaltlich nicht unterordnen soll, paradoxerweise als Erpressung und Abkehr vom Pluralismus geschildert.  Schauen wir doch mal in den ma&szlig;geblichen &Auml;nderungsantrag, um den es ging. Dort hei&szlig;t es: &bdquo;Bei Redebeitr&auml;gen im Plenum des Deutschen Bundestages durch Fraktionsmitglieder ist grunds&auml;tzlich die Mehrheitsauffassung der Fraktion vorzutragen.&ldquo; Ist das pluralistisch? Ist das emanzipiert? Entweder kennt Tagesspiegel-Autor Meisner die Antr&auml;ge nicht, obgleich man sie seit Freitag <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40566\">auf den NachDenkSeiten<\/a> nachlesen kann, oder er dreht die Fakten munter ins genaue Gegenteil.  <\/em><\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Wagenknecht-unter-Druck-3864860.html\">Wagenknecht unter Druck<\/a><\/strong><br>\n19. Oktober 2017 <strong>Tomasz Konicz<\/strong><br>\nIn der Linkspartei regt sich Kritik an Aussagen der Spitzenkandidatin zur Fl&uuml;chtlingspolitik im Wahlkampf<\/p>\n<p>Wer h&auml;tte das noch f&uuml;r m&ouml;glich gehalten? In der sogenannten &ldquo;Linkspartei&rdquo; scheint das tats&auml;chlich noch ein paar Linke zu geben! Darauf deuten zumindest die innerparteilichen Auseinandersetzungen hin, die kurz nach den Bundestagswahlen in der Partei ausgebrochen sind. Der Burgfrieden sei vorbei, <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1067233.die-linke-nach-der-bundestagswahl-das-ende-des-burgfriedens.html\">titelte<\/a> die parteinahe Zeitung &ldquo;Neues Deutschland&rdquo; (ND), alte Konflikte innerhalb der Partei und Fraktion w&uuml;rden nun wieder offen ausgetragen.<\/p>\n<p>Im Zentrum der Auseinandersetzungen steht vor allem die Spitzenkandidatin der Linkspartei im Bundestagswahlkampf, Sahra Wagenknecht. Der Frontfrau der Linken, die nach einer turbulenten <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/wagenknecht-und-linkspartei-einigen-sich-auf-kompromiss-15251567.html\">Fraktionsklausur<\/a> mit 75 Prozent als Fraktionsvorsitzende wiedergew&auml;hlt wurde, wird eine zu gro&szlig;e inhaltliche N&auml;he zur neuen Rechten vorgeworfen.<\/p>\n<p>&hellip;<\/p>\n<p><em>NDS: Das ist wie &uuml;blich bei diesem Autor ein schlimmes St&uuml;ck. Ein NachDenkSeiten-Leser schreibt in einer Mail an den Chefredakteur von Telepolis, Florian Roetzer:<\/em><\/p>\n<p><em>Hallo Herr Roetzer, es fehlt nur noch die CIA-Keule &lsquo;Verschwoerungstheoretiker&rsquo; gegen Lafontaine und Wagenknecht.<\/em><br>\n<em>Muss jedes einigermassen kritische Medium in Deutschland auf diese Weise zerstoert werden?<\/em><\/p><\/li>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<li><strong>Es gab auch positive Gegenbeispiele in den Medien, zwei davon hier:<\/strong>\n<p><strong>MDR<\/strong><br>\n<strong><a href=\"http:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/politik\/meinung\/kommentar-zum-fuehrungsstreit-in-der-linken-wagenknecht-bartsch-100.html#sprung0\">Linker Jahrmarkt der Eitelkeiten<\/a><\/strong><br>\nAutor: Tim Herden<\/p>\n<p>Der Versuch von Katja Kipping und Bernd Riexinger, die Fraktionsvorsitzenden zu entmachten, war ein Fehlschlag. Der einzige Gewinn f&uuml;r die beiden sind ab und zu zehn Sekunden Aufmerksamkeit, wenn Fernsehen und H&ouml;rfunk kurze Ausschnitte von ihren Reden im Bundestag in ihre Beitr&auml;ge aufnehmen. Das wird seltener als fr&uuml;her sein, denn die Linke steht als kleinste Oppositionspartei nun immer am Ende der Rednerlisten im Bundestag. Das ist nur ein Erfolg f&uuml;rs eigene Ego. [&hellip;]<\/p>\n<p>Besch&auml;digt haben sich und die Partei einzig Kipping und Riexinger. Denn der Brandbrief Wagenknechts an die Fraktion, der Punkt f&uuml;r Punkt das Intrigenspiel der Parteif&uuml;hrung auflistet, wird den beiden anh&auml;ngen und spricht nur f&uuml;r eine mangelnde Debattenkultur in einer Partei, die den Anspruch auf Diskurs wie eine Monstranz vor sich hertr&auml;gt. [&hellip;]<\/p>\n<p>Vor allem Kipping m&ouml;chte die Partei auf neue Zielgruppen ausrichten, auf junge W&auml;hler, st&auml;dtische Milieus, entt&auml;uschte Gr&uuml;ne, die keine Lust auf Jamaika haben und sich von der bisherigen Klientel trennen. Doch diese Debatte sollte sie offen in der Partei f&uuml;hren und nicht &uuml;ber R&auml;nkespiele in Hinterzimmern versuchen, eine neue Strategie durchzusetzen. Denn dar&uuml;ber hat die Gesamtpartei das Recht zu entscheiden.<br>\nDa k&ouml;nnte sie auf erheblichen Widerstand sto&szlig;en und nicht zu Unrecht. Denn die neuen Zielgruppen werden gerade in Ostdeutschland die Verluste der Bundestagswahl nicht kompensieren. [&hellip;]<\/p>\n<p>Das passiert aber nicht in Caf&eacute;s mit WLAN-Anschluss und bei intellektuellen Diskussionen &uuml;ber die emanzipierte Linke, sondern vor Ort. Dazu muss man auch Ber&uuml;hrungs&auml;ngste &uuml;berwinden, auf Menschen zu treffen, die  Angst haben vor Verdr&auml;ngung durch Zuwanderung und Ressentiments pflegen. Doch da tut sich die Linke offenbar immer &ouml;fter sehr schwer, wenn ihre politischen Ideen auf Wirklichkeit treffen. Aber diese Begegnung zu verweigern, hilft der politischen Alternative rechts.<\/p>\n<p><em>Ein wirklich kluger Artikel, dem nichts hinzuzuf&uuml;gen ist.<\/em><\/p>\n<p><strong>Der Freitag<\/strong><br>\n<strong><a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/jaugstein\/wider-die-globalisierung-des-egoismus\">Wider die Globalisierung des Egoismus<\/a><\/strong><br>\nAutor: Jakob Augstein<\/p>\n<p>Das Putschchen ist abgeblasen. So richtig sicher waren sich die Gegner von Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine dann doch nicht. Denn um die beiden ging es nat&uuml;rlich bei dem gescheiterten Versuch einiger Abgeordneter, die Fraktionsspitze durch die Parteispitze zu ersetzen. [&hellip;]<\/p>\n<p>Oskar Lafontaine hatte recht, als er nach der Wahl den Sack aufmachte und die Zuwanderung mit der sozialen Frage verkn&uuml;pfte. [&hellip;] In der neoliberalen Marktwirtschaft Deutschland werden die Schw&auml;chsten gegen die Schwachen ausgespielt: Schule, Wohnen, Arbeit &ndash; die Lasten der Migration m&uuml;ssen zum gro&szlig;en Teil von denen geschultert werden, die ohnehin schon zu schwer tragen. Wenn die Linken das nicht zu ihrer Sache machen, f&uuml;llt die AfD gerne die L&uuml;cke &ndash; mit ihrem Hass.<\/p><\/li>\n<li><strong>Wahrnehmung und Realit&auml;t klaffen bei den beiden Parteivorsitzenden immer st&auml;rker auseinander<\/strong>\n<p><strong>Stuttgarter Nachrichten<\/strong><br>\n<strong><a href=\"http:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/inhalt.machtkampf-in-der-linkspartei-riexinger-widerspricht-wagenknecht-bei-fluechtlingspolitik.b8dd32e0-feea-42b9-b7d6-0467b0351031.html\">Riexinger widerspricht Wagenknecht bei Fl&uuml;chtlingspolitik<\/a><\/strong><br>\n[&hellip;] Ich habe durchaus nicht den Eindruck, dass die Vorsitzenden in der Partei umstritten w&auml;ren. Im Gegenteil<\/p>\n<p><em>Katja Kipping kartet derweil schon wieder nach und ist voll im Intrigenmodus, wie sie in einem <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=1m1a1wtBUrk\">Interview mit n-tv<\/a> beweist (ab 6:13)<\/em><\/p>\n<p><em>Man f&uuml;hlt sich offenbar sehr sicher im Sessel. Dass diese Selbstwahrnehmung durchaus t&auml;uschen kann, zeigt ein unfreiwillig komisches Social-Media-Video, das Katja Kipping erst vor wenigen Minuten live gegeben hat:<\/em><\/p>\n<p><strong>Katja Kipping beantwortet Fragen<\/strong><br>\nHeute beantwortet unsere Parteivorsitzende Katja Kipping Eure Fragen live bei Facebook. Was wollt Ihr von ihr wissen?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/linkspartei\/videos\/10154692733255683\/?hc_ref=ARTz6oqEgC3AEenPJvF3_hRWnHi5-9jR2YxHayxMgaByAqlHUFxzNgLUogBV-u5wPLc&amp;pnref=story\">Die Linke<\/a><\/p>\n<p><em>Das ist sicher alles nicht repr&auml;sentativ. Aber wer sich einen Eindruck &uuml;ber die momentane Stimmung an der Basis machen will, der sollte sich einmal die Kommentare anschauen, die bei dieser Live&uuml;bertragung auf Facebook hereinkamen &ndash; &bdquo;vernichtend&ldquo; w&auml;re da noch geschmeichelt. Wer da wie Riexinger &ldquo;durchaus nicht den Eindruck [hat], dass die Vorsitzenden in der Partei umstritten w&auml;ren&ldquo;, ist entweder blind oder l&uuml;gt sich selbst in die Tasche. Wahrnehmung und Realit&auml;t klaffen beim Parteivorstand offenbar ziemlich weit auseinander.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F&uuml;r die Fortsetzung des Konflikts spricht zun&auml;chst einmal der Tenor der kampagnenm&auml;&szlig;ig arbeitenden und in der Hauptstadt einflussreichen Medien. Die unten wiedergegebene Presseschau dokumentiert diese Kampagne. Die dort zitierten Journalisten und Medien werden den Konflikt weiter systematisch anheizen. Au&szlig;erdem: Ich glaube nicht, dass eine linke Partei mit einer Vorsitzenden, die f&uuml;r das bedingungslose Grundeinkommen eintritt,<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40670\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,195,123,183],"tags":[659,1055,248,491,1343,493,733,1473,420,460,239,590,1307,632],"class_list":["post-40670","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-audio-podcast","category-die-linke","category-kampagnentarnworteneusprech","category-medienkritik","tag-bartsch-dietmar","tag-fluechtlinge","tag-frankfurter-rundschau","tag-freitag","tag-kipping-katja","tag-mdr","tag-pluralitaet","tag-riexinger-bernd","tag-spiegel","tag-sz","tag-tagesspiegel","tag-taz","tag-telepolis","tag-wagenknecht-sahra"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40670","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=40670"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40670\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":40710,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40670\/revisions\/40710"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=40670"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=40670"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=40670"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}