{"id":4070,"date":"2009-07-16T10:24:03","date_gmt":"2009-07-16T08:24:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4070"},"modified":"2009-07-16T10:29:53","modified_gmt":"2009-07-16T08:29:53","slug":"hinweise-des-tages-933","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4070","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(RS\/WL) <\/p><p>Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p><ol>\n<li><a href=\"?p=4070#h01\">Zum Sozialbericht 2009<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4070#h02\">Abwrackpr&auml;mie bedeutet weniger Hartz IV<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4070#h03\">2,3% weniger Besch&auml;ftigte im Verarbeitenden Gewerbe im Mai 2009<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4070#h04\">Die Industrie streicht immer mehr Stellen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4070#h05\">CDU-Politiker will l&auml;ngeres Arbeitslosengeld f&uuml;r J&uuml;ngere <\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4070#h06\">DGB gegen Hartz-IV-Abstufung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4070#h07\">Doppeltes Verarmungsrisiko im Osten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4070#h08\">Gesundheitsforscher: Reformschritte f&uuml;r fairen Wettbewerb zwischen Krankenversicherungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4070#h09\">Goldman steckt Krise locker weg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4070#h10\">Unicredit bittet um Milliarden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4070#h11\">Hypo-Vereinsbank &ndash; Achtung: Gefahr der Verdunkelung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4070#h12\">Robert von Heusinger: Million&auml;re zur Kasse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4070#h13\">Deutschlands tiefrote Zukunft mit Schuldenberg <\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4070#h14\">Friederike Spiecker: Schulden machen, aber richtig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4070#h15\">Mit der Krise ein neues Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4070#h16\">Steuerfahnder in Hessen kaltgestellt: Mobbing nach System<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4070#h17\">Kampf um Opel wieder offen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4070#h18\">Schlamperei auf den Gleisen <\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4070#h19\">&Uuml;bervorteilte Gaskunden m&uuml;ssen nicht zahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4070#h20\">Willy Wimmer: &raquo;Achtet mal darauf&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4070#h21\">Nebenjobs von Abgeordneten: &bdquo;Wir m&uuml;ssen den b&ouml;sen Schein unterbinden&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4070#h22\">Abgeordnete werfen Beamten aus dem Finanzministerium &ldquo;Selbstbedienung&rdquo; vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4070#h23\">Bildungsreform: Das Projekt Autonomieverluste<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4070#h24\">Bologna-Prozess: Die HRK will nach-, aber nicht umsteuern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4070#h25\">Die Besitzer der Tour de France<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4070#h26\">Medien-Asymmetrie: Es geht wieder aufw&auml;rts Doch f&uuml;r wen? <\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4070#h27\">Doku &ldquo;Armutsindustrie&rdquo; in der ARD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4070#h28\">Wende im Teheraner Machtkampf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4070#h29\">Gaza-Krieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4070#h30\">Zur&uuml;ck zur Bananenrepublik <\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4070#h31\">Tipp: Sozialpolitik aktuell<\/a><\/li>\n<\/ol><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4070&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><strong>Sozialbericht 2009<\/strong><br>\nQuelle: <\/a><a href=\"http:\/\/www.bmas.de\/coremedia\/generator\/33916\/property=pdf\/a101-09__sozialbericht__2009.pdf\">Bundesarbeits- und Sozialministerium [PDF &ndash; 1.4 MB]<\/a>\n<p>Anmerkung WL: Die Einleitung des Sozialberichts ist zwar eine durchg&auml;ngige Besch&ouml;nigung der Sozialpolitik der Bundesregierung. Im Bericht selbst gibt es jedoch eine F&uuml;lle wichtiger Daten und Tabellen, die hilfreich und n&uuml;tzlich sind.<\/p>\n<p>Betrachtet man die mediale Rezeption &bdquo;Jeder Dritte Euro f&uuml;r Soziales&ldquo;, dann k&ouml;nnte man den Eindruck gewinnen, es sei der &bdquo;der Staat&ldquo;, der fast ein Drittel des Sozialprodukts (2008 = 720 Milliarden Euro) f&uuml;r soziale Wohltaten aufwende. Sind aber etwa die gesetzliche Rentenversicherung oder die gesetzliche Kranken- und die Pflegeversicherung soziale Wohltaten? Werden die Versicherungsbeitr&auml;ge nicht (zum allergr&ouml;&szlig;ten Teil) nicht  von den Beitragszahlern aufgebracht? W&auml;re der Betrag niedriger, wenn die Alterversorgung, die Kosten f&uuml;r Krankheit und Pflege privat (und wom&ouml;glich mit gesetzlichem Zwang) aufgebracht w&uuml;rden?<\/p>\n<p>Was ist daran &bdquo;sozial&ldquo; wenn jemand knapp 20 Prozent seines Bruttoeinkommens in eine Altersversicherung einbezahlt hat und davon (<a href=\"http:\/\/www.ihre-vorsorge.de\/Gute-Aussichten-fuer-junge-Beitragszahler.html?session=45afee5a8bae01d6c1e80c04ec8d7e16\">m&auml;&szlig;ig verzinst<\/a>) nach der Erwerbst&auml;tigenphase zehrt? Was ist daran &bdquo;sozial&ldquo; wenn jemand &uuml;ber 15 Prozent seines Bruttoeinkommens in eine Krankenversicherung einbezahlt, um damit die Kosten im Krankheitsfall abzudecken? Was ist daran &bdquo;sozial&ldquo;, dass jemand (inzwischen nur noch) 2,8 Prozent seine Lohnes in eine Arbeitslosenversicherung einbezahlt, um dann wenigstens 1 Jahr aus diesen Beitr&auml;gen Arbeitslosengeld zu beziehen?<\/p>\n<p>Die Leistung des &bdquo;Staats&ldquo; besteht darin, dass er diese &bdquo;Versicherungen&ldquo; gesetzlich erzwingt. Ich will gewiss nicht dagegen polemisieren, dass dies so geregelt ist, was ich allerdings kritisiere, das ist, dass so getan wird, als w&uuml;rde sozusagen ein Drittel des Sozialprodukts f&uuml;r &bdquo;Soziales&ldquo; verschwendet und das noch dem &bdquo;Abkassierer-Staat&ldquo; (M&uuml;ller-Vogg in BILD) angekreidet wird.<\/p>\n<p>Wenn &uuml;berhaupt, k&ouml;nnte man ausschlie&szlig;lich auf die Zusch&uuml;sse des Staates zu den jeweiligen Versicherungssysteme abstellen, doch diese machen, wie etwa bei der Rente maximal 27 Prozent der Kosten aus.<\/p>\n<p>Im &Uuml;brigen ist es entgegen der Horrormeldungen (<a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article4128087\/Der-deutsche-Sozialstaat-geraet-aus-den-Fugen.html\">Der deutsche Sozialstaat ger&auml;t aus den Fugen<\/a>) keineswegs so, dass der Anteil dieser &bdquo;sozialen&ldquo; Leistungen an der gesamten Wirtschaftsleistung zugenommen hat.<\/p>\n<p>Auf Seite 256 des Sozialberichts finden Sie in einer Zeitreihe den Verlauf der Sozialleistungsquote, danach lag der Anteil der Sozialleistungen im Verh&auml;ltnis zum Bruttosozialprodukt 2008 (29,0%) noch unter dem Wert von 1992 und er ist seit 2003 kontinuierlich zur&uuml;ckgefahren worden. Dass der Anteil nach Sch&auml;tzungen die n&auml;chsten Jahren ansteigen wird, hat mit der Wirtschaftskrise zu tun und nichts mit dem Moloch Sozialstaat zu tun.<\/p>\n<p>Es ist halt immer so, dass der Anteil der &bdquo;sozialen&ldquo; Kosten steigt, wenn die Wirtschaftsleistung absackt.<\/p>\n<p><em>Siehe zum Sozialbericht auch:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Der teure Sozialstaat<\/strong><br>\nAlle vier Jahre ver&ouml;ffentlicht die Bundesregierung ihren Sozialbericht. Die wohl wichtigste Zahl diesmal: Im laufenden Jahr wird der deutsche Sozialstaat vermutlich &uuml;ber 32 Milliarden Euro teurer als im Vorjahr &ndash; die Krise treibt auch die Kosten f&uuml;r Sozialleistungen auf ein neues Rekordhoch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/Fragen-des-Tages-Sozialsystem-Sozialstaat;art693,2848854?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a>\n<p>Erg&auml;nzende Anmerkung Orlando Pascheit: Anmerkung: Wie auch in anderen Zeitungen (Frankfurter Rundschau: Rekordausgaben f&uuml;rs Soziale) wird die stolze Summe von &ldquo;32 Mrd. mehr&rdquo; in den Vordergrund ger&uuml;ckt. Das suggeriert dann, der Sozialsaat ist zu teuer. Sieht man von den spektakul&auml;ren absoluten Zahlen einmal ab, wird sich die Sozialquote, der Anteil der Sozialausgaben am Bruttoinlandsprodukt,&nbsp; in 2009 auf&nbsp; 31,9 Prozent erh&ouml;hen. Das ist nun allerdings nicht mehr Rekord, denn auch 2002 war dieser Wert erreicht worden, &uuml;bertroffen von 2003 mit 32,3 Prozent. Und damals hatten wir keinen Wachstumseinbruch&nbsp; von sch&auml;tzungsweise -5,3 sondern ein Wachstum von 1, 4 Prozent (2002) und&nbsp; 1,0 Prozent (2003). Man k&ouml;nnte auch sagen, der Sozialabbau war so erfolgreich, dass Deutschland in einer schweren Rezession dieselbe Sozialquote erreichen konnte wie 2002.- Fast unter geht&nbsp; in dem Zahlenwust, dass der Arbeitgeberbeitrag an der Finanzierung der Sozialbeitr&auml;ge seit 1991 von 39,8 auf etwa&nbsp; 32,8 Prozent im laufenden Jahr zur&uuml;ckgegangen ist . Proportional stiegen im selben Zeitraum die Zusch&uuml;sse des Staates, landeten also beim Steuerzahler. Frecherweise meint dann die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverb&auml;nde bzw. deren Sprecher, es sei &ldquo;richtig, die wachsenden Kosten des Sozialstaats nicht durch eine noch h&ouml;here Belastung der Arbeit zu finanzieren&rdquo;.\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Sozialbericht zeigt Handlungsdruck: Verm&ouml;gensabgabe statt Wahlkampfl&uuml;gen <\/strong><br>\nAngesichts des Sozialberichtes der Bundesregierung und des Vorsto&szlig;es von US-Pr&auml;sident Obama, die Finanzierung des US-Gesundheitsfonds &uuml;ber eine Besteuerung der Reichen sicher zu stellen, fordert das globalisierungskritische Netzwerk Attac, das Thema Verteilung endlich auch in Deutschland auf die Tagesordnung zu setzen.\n<p>Jutta Sundermann vom bundesweiten Attac Koordinierungskreis sagte: &bdquo;Die Bundesregierung hat sich mit absurden Scheuklappen ausstaffiert: Nachdem sie Milliarden an Steuergeldern f&uuml;r Bankenrettung und Konjunkturpakete ausgab, sieht sie jetzt zu, wie skrupellose Banken als Krisengewinnler Schlagzeilen machen, w&auml;hrend Unternehmen weiterhin ohne dringend ben&ouml;tigte Kredite dastehen. Immer mehr Menschen werden arbeitslos und ben&ouml;tigen staatliche Hilfen. Es ist an der Zeit, mit der Regulierung der Banken ernst zu machen, aber auch der gesellschaftlich gef&auml;hrlichen Umverteilung von unten nach oben Einhalt zu gebieten. Ein Weg, sich der Herausforderung zu stellen, ist eine Verm&ouml;gensabgabe zur Finanzierung der Krisenkosten. Statt dessen aber straft die SPD ihren Finanzminister ab, der die Sicherheit der Renten bezweifelte und lieb&auml;ugeln Christdemokraten und Liberale gar mit Steuersenkungen!&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/aktuell\/presse\/detailsicht\/datum\/2009\/07\/15\/sozialbericht-zeigt-handlungsdruck-vermoegensabgabe-statt-wahlkampfluegen\/?cHash=62ca3376db\">attac<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Arbeitgeberanteil an sozialen Wohltaten sinkt<\/strong><br>\nDie Regierung sieht den Anstieg der Ausgaben in der Wirtschaftskrise, etwa f&uuml;r Hartz IV, als Beleg daf&uuml;r, dass der Sozialstaat in Deutschland gut funktioniert. Allerdings ziehen sich die Arbeitgeber zunehmend aus der Finanzierung sozialer Wohltaten zur&uuml;ck &ndash; w&auml;hrend die Arbeitnehmer immer mehr zahlen m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article4125376\/Arbeitgeberanteil-an-sozialen-Wohltaten-sinkt.html\">Welt.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> F&uuml;r die Welt hei&szlig;en Sozialleistungen &bdquo;Wohltaten&ldquo;, obwohl die Leistungsempf&auml;nger daf&uuml;r Versicherungsbeitr&auml;ge zahlen. Auch die &uuml;bliche Polemik von Dieter Hundt gegen Leistungsausweitungen darf nicht fehlen. Immerhin gesteht die Welt ein, dass die Entlastung der Arbeitgeber Belastungen f&uuml;r die Arbeitnehmer bedeutet.<\/em><\/p>\n<p><em>So berichtet ZDF dar&uuml;ber:<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Sozialausgaben steigen in der Krise sprunghaft<\/strong><br>\nDGB: 16,4 Prozent der Ostdeutschen auf Hartz-IV angewiesen \n<p>Die Krise treibt die Sozialausgaben in die H&ouml;he: Das Kabinett hat den Sozialbericht gebilligt, wonach die Sozialausgaben 2009 voraussichtlich um 33 Milliarden Euro steigen werden. Fast jeder dritte erwirtschaftete Euro flie&szlig;t in den Sozialstaat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heute.de\/ZDFheute\/inhalt\/4\/0,3672,7605124,00.html\">zdf.de<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Sozialstaat ist kein Sonderangebot Umverteilung funktioniert, auch wenn sie nicht billig ist <\/strong><br>\nWas ist uns mehr wert? Unser Sozialstaat oder die Rettung der Banken, die uns in die gr&ouml;&szlig;te Wirtschaftskrise der letzten Jahrzehnte hineinspekuliert haben? Noch ist es, ganz klar, der Sozialstaat: Rekordverd&auml;chtige 754 Milliarden Euro werden wir in diesem Jahr f&uuml;r die soziale Sicherheit ausgeben, fast jeder dritte erwirtschaftete Euro wird damit umverteilt. Und im kommenden Jahr k&ouml;nnte diese Zahl auf ein bislang unerreichtes Niveau steigen &ndash; eben weil die Wirtschaftskrise un&uuml;bersehbare Spuren in unserer Gesellschaft hinterlassen wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/nn-online.de\/artikel.asp?art=1052452&amp;kat=3\">N&uuml;rnberger Nachrichten<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><strong>Abwrackpr&auml;mie bedeutet weniger Hartz IV<\/strong><br>\nDie staatliche Abwrackpr&auml;mie mindert bei Hartz-IV-Empf&auml;ngern das Arbeitslosengeld II. Die Pr&auml;mie muss als Einkommen leistungsmindernd angerechnet werden. Das entschied das Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen in einem Rechtsschutzverfahren eines Bochumer Arbeitslosen.\n<p>Die Essener Richter betonten in ihrer am Dienstag ver&ouml;ffentlichten Entscheidung, die Pr&auml;mie in H&ouml;he von 2.500 Euro verschaffe dem Leistungsbezieher erhebliche Geldmittel f&uuml;r den privaten Konsum. Sie entspreche dem Mehrfachen einer monatlichen Regelleistung und beeinflusse die Lage ihres Empf&auml;ngers so g&uuml;nstig, dass daneben Hartz-IV-Leistungen nicht gerechtfertig seien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/183\/480661\/text\/%20\">SZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wie hei&szlig;t doch die Abwrackpr&auml;mie regierungsoffiziell: Umweltpr&auml;mie.<br>\nHartz IV-Empf&auml;nger k&ouml;nnen also mit ihren alten Sch&auml;tzchen, die Umwelt ruhig weiter verpesten.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Irgendwie logisch, dass auch das Bundesarbeitsministerium die Auffassung vertritt, Zahlungen aus der Abwrackpr&auml;mie m&uuml;ssten mit den Leistungen nach dem Hartz-IV-Gesetz verrechnet werden. Olaf Scholz hat wahrscheinlich in neuester Tradition der Schr&ouml;der SPD Hartz-IV-Empf&auml;nger als W&auml;hler abgeschrieben.<\/em><\/p><\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><strong>2,3% weniger Besch&auml;ftigte im Verarbeitenden Gewerbe im Mai 2009<\/strong><br>\nEnde Mai 2009 waren in den Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes mit 50 und mehr Besch&auml;ftigten in Deutschland knapp 5,1 Millionen Personen t&auml;tig. Das waren nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) rund 119 400 Personen oder 2,3% weniger als im Mai 2008. Dies ist der gr&ouml;&szlig;te R&uuml;ckgang der Besch&auml;ftigtenzahl im Vergleich zu einem Vorjahresmonat seit mehr als 5 Jahren. Im Februar 2004 war die Besch&auml;ftigtenzahl zuletzt noch etwas st&auml;rker um 2,4% geschrumpft.\n<p>Die Zahl der im Mai 2009 geleisteten Arbeitsstunden nahm im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat um 9,1% auf 590 Millionen ab. Dabei ist aber zu ber&uuml;cksichtigen, dass es in einigen Bundesl&auml;ndern wegen des Feiertags Fronleichnam im Mai 2008 einen Arbeitstag weniger gab. Die Entgelte (Bruttolohn- und Bruttogehaltsumme) lagen bei 17,7 Milliarden Euro; das waren 6,3% weniger als im Mai 2008.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2009\/07\/PD09__263__421,templateId=renderPrint.psml\">destatis<\/a><\/p>\n<p><em>Einen zeitnahen Ausblick gibt folgender Artikel:<\/em><\/p><\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><strong>Die Industrie streicht immer mehr Stellen<\/strong><br>\nDie Unternehmen streichen immer mehr Arbeitspl&auml;tze. Noch wird &uuml;ber Kurzarbeit eine st&auml;rkere Zunahme der Arbeitslosigkeit vermieden. Aber immer mehr Firmen k&uuml;ndigen an, noch in diesem Jahr Stellen zu streichen, um die Kapazit&auml;ten an den gesunkenen Umsatz anzupassen. Die viertelj&auml;hrliche Auswertung der &ouml;ffentlich bekanntgegebenen Stellenstreichungen und -schaffungen durch die F.A.Z. zeigt das f&uuml;r das zweite Quartal &uuml;berdeutlich.<br>\nQuelle: <\/a><a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub58241E4DF1B149538ABC24D0E82A6266\/Doc~E950F6712B2DD49A2B9E71E46C96D8431~ATpl~Ecommon~Scontent~Afor~Eprint.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Zu ber&uuml;cksichtigen ist, dass die negative Besch&auml;ftigungsentwicklung vieler kleiner Unternehmen nicht erfasst&nbsp; werden, da diese keine Einzelzahlen ver&ouml;ffentlichen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><strong>CDU-Politiker will l&auml;ngeres Arbeitslosengeld f&uuml;r J&uuml;ngere<\/strong><br>\nNoch ist der Arbeitsmarkt nicht eingebrochen &ndash; doch was soll geschehen, wenn die Zahl der Arbeitslosen zum Jahresende dramatisch ansteigt? Der Vizechef der CDA, Gerald Weiss, bringt eine Verl&auml;ngerung des Arbeitslosengeldes I auch f&uuml;r die unter 50-J&auml;hrigen ins Spiel.<br>\nQuelle: <\/a><a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,636149,00.html\">Spiegel-Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.W.:<\/strong> Mit solchen Forderungen w&auml;re Kurt Beck f&uuml;r eine Politik &ldquo;des Linksrucks&rdquo; diffamiert worden. Seeheimer Kreis und Medien h&auml;tten eine &ldquo;Hetzjagd&rdquo; gegen Kurt Beck gestartet. Die meisten SPD-ler w&auml;ren gleich in &ldquo;Deckung&rdquo; gegangen.<br>\nTraurig aber wahr.<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu:<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><strong>DGB gegen Hartz-IV-Abstufung<\/strong><br>\nBA-Vorstand Heinrich Alt hatte in diesem Zusammenhang den Vorschlag gemacht, Hartz-IV-Empf&auml;nger, die l&auml;nger in die Sozialkassen eingezahlt haben und nun auf die Grundsicherung angewiesen sind, besserzustellen als etwa Langzeitarbeitslose. DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach sprach sich am Dienstag in Berlin jedoch gegen diesen Vorsto&szlig; des BA-Vorstands aus. &raquo;Es w&auml;re wirklich falsch, wenn man die gesellschaftliche Spaltung (&hellip;) noch vertiefen w&uuml;rde&laquo;, sagte sie. Wichtiger sei es, Erwerbslosen und Geringverdienern Hartz IV m&ouml;glichst zu ersparen und Besch&auml;ftigten die Angst vor einem schnellen Absturz zu nehmen.<br>\nQuelle: <\/a><a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/152264.dgb-gegen-hartz-iv-abstufung.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><strong>Doppeltes Verarmungsrisiko im Osten<\/strong><br>\nDGB-Studie: Jeder sechste Erwerbsf&auml;hige, jedes dritte Kind im Beitrittsgebiet mu&szlig; von &raquo;Hartz IV&laquo; leben.<br>\nQuelle: <\/a><a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/07-16\/062.php\">JungeWelt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><strong>Gesundheitsforscher: Reformschritte f&uuml;r fairen Wettbewerb zwischen Krankenversicherungen<\/strong><br>\nEine einheitliche Wettbewerbsordnung f&uuml;r private und gesetzliche Krankenkassen w&uuml;rde die Zwei-Klassen-Medizin in Deutschland beenden. Durch welche Reformschritte ein fairer Wettbewerb erreicht werden kann, analysieren Gesundheitsexperten der Hochschule Fulda und des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung in der aktuellen Ausgabe der WSI Mitteilungen.\n<p>Der Fuldaer Gesundheits&ouml;konom Prof. Dr. Stefan Gre&szlig; und die WSI-Forscherinnen Dr. Simone Leiber und Maral Manouguian arbeiten heraus, dass Deutschland mit seinem Nebeneinander von privater und gesetzlicher Krankenvollversicherung in Europa mittlerweile eine Ausnahme darstellt. Die Niederlande, das letzte europ&auml;ische Land mit einer &auml;hnlichen Aufteilung des Krankenversicherungsmarktes, haben 2006 beide Versicherungssysteme integriert. Unter den entwickelten Industriestaaten verf&uuml;gen nur noch die USA &uuml;ber vollkommen unterschiedliche Versicherungssysteme f&uuml;r die Krankenvollversicherung. F&uuml;r die Abkehr von der &ldquo;dualen&rdquo; Struktur, die durch Zugangsh&uuml;rden aufrecht erhalten wird, gibt es nach Einsch&auml;tzung der Forscher gute Gr&uuml;nde, weil sie Effizienz und Gerechtigkeit im Krankenversicherungssystem schw&auml;chen:    <\/p>\n<ul>\n<li>Anreize zum Ausstieg aus dem Solidarsystem. Die f&uuml;r Versicherte mit hohem Einkommen, Selbstst&auml;ndige und Beamte bestehende M&ouml;glichkeit, aus der gesetzlichen (GKV) in die private Versicherung (PKV) zu wechseln, f&uuml;hrt zu einer &ldquo;negativen Auslese&rdquo;, schreiben die Wissenschaftler. Insbesondere gesunde junge Singles mit hohen Einkommen entziehen sich dem gesetzlichen Solidarsystem. Personen mit mittleren oder unteren Einkommen, chronisch Kranke und Versicherte mit vielen Kindern bleiben in der GKV.\n<\/li>\n<li>Zwei-Klassen-Medizin. PKV-Versicherte genie&szlig;en oft eine Vorzugsbehandlung: Sie kommen beim Arzt schneller dran und werden ausf&uuml;hrlicher beraten, wie Studien zeigen. Mit Blick auf diese Unterschiede im Zugang zu Gesundheitsleistungen warnen die Experten: Es bestehe &ldquo;die massive Gefahr von Unter- und Fehlversorgung, durch die vermeidbare gesundheitliche Sch&auml;den entstehen. Gleichzeitig besteht die Gefahr der &Uuml;berversorgung von privat versicherten Patienten&rdquo;. Die Ungleichbehandlung sei eine Folge der unterschiedlichen Abrechnungssysteme f&uuml;r &auml;rztliche Leistungen: Mediziner verdienen an Privatpatienten, f&uuml;r die sie alle Einzelleistungen ohne Mengenbegrenzung abrechnen k&ouml;nnen, besser als an Kassenpatienten &ndash; ein Grund f&uuml;r das starke Ausgabenwachstum der PKV. Die Behandlung von Kassenpatienten wird mit einem Mix aus Fallpauschalen und gedeckelten Einzelverg&uuml;tungen entlohnt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die technisch einfachste M&ouml;glichkeit, die Defizite des aktuellen Systems zu beheben, best&uuml;nde den Wissenschaftlern zufolge darin, alle B&uuml;rger zur Mitgliedschaft in der GKV zu verpflichten und privaten Anbietern nur das Feld der Zusatzversicherungen zu &uuml;berlassen. Dies sei jedoch politisch wenig realistisch. Und es w&uuml;rde Unternehmen hart treffen, die ausschlie&szlig;lich diese Versicherungssparte betreiben und in der Vergangenheit wenig in den Markt f&uuml;r Zusatzversicherungen investiert haben.<\/p>\n<p>F&uuml;r leichter umsetzbar halten Gre&szlig;, Leiber und Manouguian ein Modell, in dem f&uuml;r alle Krankenversicherungen die gleichen Regeln gelten. So g&auml;be es keine systematischen Wettbewerbsvor- oder -nachteile f&uuml;r einen bestimmten Versicherungstyp. &ldquo;Ein solches Modell w&auml;re auch mit dem neu eingef&uuml;hrten Gesundheitsfonds kompatibel&rdquo;, schreiben die Gesundheitsexperten. <\/p>\n<p>Der Staat w&uuml;rde dann einen Mindestkatalog der von der Standardversicherung abzudeckenden medizinischen Leistungen vorgeben. Den Versicherungstr&auml;gern st&uuml;nde es frei, ihren Mitgliedern weitere, extra zu bezahlende Leistungen anzubieten. Die Existenzberechtigung privater Krankenversicherer w&uuml;rde in diesem Modell nicht infrage gestellt, betonen die Wissenschaftler. Auch die Tatsache, dass private Kassen nach dem Kapitaldeckungs- und gesetzliche nach dem Umlageverfahren arbeiten, stehe den Vorschl&auml;gen nicht im Weg, wie Gesundheits&ouml;konomen nachgewiesen h&auml;tten. Dies sei kein grunds&auml;tzliches Problem, sondern lediglich eine technische Frage. Um diesen Ansatz zu verwirklichen, w&auml;ren einige grundlegende Korrekturen am Gesch&auml;ftsmodell der privaten Krankenversicherungen n&ouml;tig:<\/p>\n<ul>\n<li>Privat Versicherte w&uuml;rden k&uuml;nftig einkommensabh&auml;ngige Beitr&auml;ge an den Gesundheitsfonds leisten.  <\/li>\n<li>Auch die privaten Versicherungen bek&auml;men Zahlungen f&uuml;r ihre Mitglieder aus dem Gesundheitsfonds.  <\/li>\n<li>Die privaten Kassen w&uuml;rden gemeinsam mit den gesetzlichen am Risikostrukturausgleich teilnehmen.  <\/li>\n<li>Das Abrechnungssystem f&uuml;r &auml;rztliche Leistungen m&uuml;sste vereinheitlicht werden &ndash; nach M&ouml;glichkeit aufkommensneutral. <\/li>\n<\/ul>\n<p>Als erste Schritte, bis eine einheitliche Wettbewerbsordnung erreicht ist, sollten zumindest die beiden letzten Punkte verwirklicht werden, empfehlen die Wissenschaftler.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/119.html\">WSI Mitteilungen<\/a><\/p>\n<p><em>Siehe dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Private: Kosten steigen schneller<\/strong><br>\nWirtschaftliche Effizienz ist keine St&auml;rke privater Krankenversicherungen<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/32015_95628.html\">B&ouml;ckler Impuls<\/a><\/p><\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><strong>Goldman steckt Krise locker weg<\/strong><br>\nNew York. Die US-Gro&szlig;bank Goldman Sachs hat die optimistischen Prognosen f&uuml;r das zweite Quartal &uuml;bertroffen. Das Institut meldete einen Nettogewinn von 3,44 Milliarden Dollar (rund 2,5 Milliarden Euro) ein Plus von 65 Prozent. Analysten waren von einem Gewinn in H&ouml;he von &uuml;ber zwei Milliarden Dollar ausgegangen.\n<p>Kritiker f&uuml;rchten angesichts der guten Ergebnisse, dass die Wall-Street-H&auml;user wie in Zeiten vor der Finanzkrise wieder hohe Risiken eingehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/1835467_US-Bank-Goldman-steckt-Krise-locker-weg.html\">FR<\/a><\/p>\n<p><em>Dazu passt:<\/em><\/p><\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><strong>Unicredit bittet um Milliarden<\/strong><br>\nHilferuf nach Rom und Wien: Jetzt braucht auch die italienische Bankengruppe Unicredit Unterst&uuml;tzung von der Politik &ndash; im Gespr&auml;ch ist eine Kapitalhilfe von vier Milliarden Euro.<br>\nQuelle: <\/a><a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/finanzen\/463\/462083\/text\/\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em>Zur Erinnerung:<\/em><\/p>\n<p><strong>Bilanz des Schreckens<\/strong><br>\nGigantisches Milliardenrisiko: Die Finanzkrise trifft die deutschen Banken weitaus st&auml;rker als bislang bekannt. Kredite und Wertpapiere in problematischen Gesch&auml;ftsfeldern addieren sich auf 816 Milliarden Euro, wie aus einem Bafin-Papier hervorgeht, das der S&uuml;ddeutschen Zeitung vorliegt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/finanzen\/735\/466319\/text\/\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die einen Banken rufen noch nach dem Staat und nach Steuermittel und die anderen, die sich mittelbar oder unmittelbar durch den Staat haben retten lassen, fangen schon wieder zu zocken an.<\/em><\/p>\n<p>Von den angek&uuml;ndigten politischen Ma&szlig;nahmen zur Verhinderung des Casino-Betriebs ist nichts zu sehen.<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Achtung: Gefahr der Verdunkelung<\/strong><br>\nDie Hypo-Vereinsbank (HVB) will nun nicht mehr &ldquo;Hypo-Vereinsbank&rdquo; hei&szlig;en, sondern den Namen der Konzernmutter annehmen, n&auml;mlich &ldquo;Unicredit&rdquo;. Viele Kunden seien durch die N&auml;he des Namens zur Hypo Real Estate (HRE) verunsichert, beklagt sich HVB-Chef Theodor Weimer. Das Mitleid mag sich nicht nur in Finanzkreisen in engen Grenzen halten. Schlie&szlig;lich kommt die Verwechslungsgefahr nicht von ungef&auml;hr. Zur Erinnerung: Die HRE ist eine Tochter der HVB. In der Skandalbank gr&uuml;ndete die HVB ihr Immobiliengesch&auml;ft aus, um es an die B&ouml;rse zu bringen. Durch den Zukauf der Depfa Bank machte sich die HRE systemisch, um dann genau an dem Tag, als die Verj&auml;hrungsfrist f&uuml;r eine m&ouml;gliche Haftung ihrer Alteigent&uuml;mer abgelaufen war, die Hosen herunterzulassen. Diesem Zufall ist geschuldet, dass nun der Steuerzahler und nicht die Hypo-Vereinsbank f&uuml;r das Kamikaze-Banking der HRE gerade stehen muss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=1837329&amp;em_loc=31\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Zufall?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Robert von Heusinger: Million&auml;re zur Kasse<\/strong><br>\nWer gestern fr&uuml;h beim H&ouml;ren der Nachrichten noch nicht ganz wach war, meinte einen neuen Vorschlag der Linkspartei zu vernehmen. Die Einkommensmillion&auml;re sollen satte 5,4 Prozent mehr Steuern zahlen. Ja, selbst P&auml;rchen, die es gemeinsam auf 350 000 bringen, drohen Steuererh&ouml;hungen. Doch als dann von Dollar und nicht Euro die Rede war, wurde klar: Hier handelt es sich um einen Vorschlag aus den USA, dem Hort des Kapitalismus in Reinform. Die Demokraten wollen so ihr wichtigstes gesellschaftspolitisches Projekt, die Gesundheitsreform, finanzieren. Auf 45 Prozent soll der Spitzensteuersatz klettern, also genau auf die Gr&ouml;&szlig;e, die zur Zeit die &ldquo;Reichen&rdquo; in Deutschland berappen m&uuml;ssen, wenn sie als P&auml;rchen &uuml;ber eine halbe Million Euro (700000 Dollar) verdienen.\n<p>Die Steuerpl&auml;ne der Partei von US-Pr&auml;sident Barack Obama signalisieren zweierlei: Erstens scheint sich die neoliberale Epoche, die mit Ronald Reagan und Maggie Thatcher begann, allm&auml;hlich in die Geschichtsb&uuml;cher zu verabschieden. Zweitens d&uuml;rfen wir jetzt tabulos &uuml;ber Steuererh&ouml;hungen streiten, ohne uns den Vorwurf gefallen lassen zu m&uuml;ssen, altmodisches Denken der Linkspartei zu &uuml;bernehmen oder &ndash; fast schlimmer &ndash; eine unselige Neiddebatte zu f&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1837033&amp;em_loc=1775&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/kommentare\/&amp;em_ivw=fr_kommentar\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Deutschlands tiefrote Zukunft mit Schuldenberg <\/strong><br>\n1600 Milliarden Euro betr&auml;gt die Gesamtverschuldung der &ouml;ffentlichen Haushalte. Pro Sekunde w&auml;chst sie um 4439 Euro. Winzig im Vergleich dazu sind die Schulden, mit denen Deutschland 1950 startete. Damals standen Bund, L&auml;nder und Gemeinden mit umgerechnet 9,6 Milliarden Euro in der Kreide. Diese Zeiten sind vorbei. Schulden sollen das Land jetzt aus der Krise retten, doch das geht zulasten der Zukunft. Die Konsolidierung ist auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben.\n<p>23 Cent je Steuer-Euro gehen schon bald allein f&uuml;r Zinsen drauf. Im Haushaltsjahr 2013 bleibt dem Finanzminister von einem Euro Steuergeld damit nur ein kl&auml;glicher Rest von 77 Cent. Die Kosten f&uuml;r die Staatsschuld fressen immer gr&ouml;&szlig;ere Teile der Steuermilliarden<\/p>\n<p><strong>Anmerkungen unseres Lesers G.K.:<\/strong><\/p>\n<p>Der &ldquo;Wirtschaftswoche&rdquo; -Artikel (diese ist sog. &ldquo;Kooperationspartner&rdquo; der INSM) steht stellvertretend f&uuml;r den Medienmainstream hierzulande: Dieser spielt die Kinderschreck und verf&auml;hrt nach der Methode &ldquo;Haltet den Dieb&rdquo;. Die Mainstream-Medien suggerieren, der &ldquo;gefr&auml;&szlig;ige Staat&rdquo; sei trotz einer den B&uuml;rgern aufgeb&uuml;rdeten gigantischen Steuer- und Abgabenlast nicht in der Lage, sparsam zu haushalten und die Staatsschulden einzud&auml;mmen. Um der Legendenbildung und dem Ruf nach weiteren K&uuml;rzungen innerhalb der sozialen Sicherungssysteme entgegenzuwirken, scheint es angebracht, auf einige Fakten hinzuweisen:<\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li>Die Wirtschaftswoche &ldquo;vergisst&rdquo;, die Ursachen der schweren Finanz- und Wirtschaftskrise zu benennen: Die Folgen der ma&szlig;geblich auch von ihr geforderten und gef&ouml;rderten neoliberalen Ideologie der &ldquo;Deregulierung&rdquo;, &ldquo;Privatisierung&rdquo; und &ldquo;Liberalisierung&rdquo; auch und vor allem der Finanzm&auml;rkte!\n<\/li>\n<li>Trotz der noch immer vorhandenen Sonderbelastungen aus der deutschen Einheit (die zu einem nicht unma&szlig;geblichen Teil aus einer fehlerhaften Wiedervereinigungs-Politik resultieren), weist Deutschland im europ&auml;ischen Vergleich eine unterdurchschnittliche Steuer- und Abgabenquote aus. In Prozent vom Bruttoinlandsprodukt betrugen die Steuern und Sozialversicherungsabgaben im Jahre 2007 (Quelle: <a href=\"http:\/\/epp.eurostat.ec.europa.eu\/cache\/ITY_PUBLIC\/2-22062009-AP\/DE\/2-22062009-AP-DE.PDF\">Eurostat [PDF &ndash; 209 KB]<\/a>):\n<ul>\n<li>in der Gesamt-EU (EU27)  39,8%<\/li>\n<li>in der Alt-EU (EU16)  40,4%<\/li>\n<li>in Deutschland  39,5%.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Bemerkenswert ist, dass die &ouml;konomisch sowie sozial- und gesellschaftspolitisch erfolgreichen skandinavischen Staaten eine deutlich h&ouml;here Steuer- und Abgabenquote aufweisen:<\/p>\n<ul>\n<li>D&auml;nemark  48,7%<\/li>\n<li>Schweden  48,3%<\/li>\n<li>Norwegen  43,6%<\/li>\n<li>Finnland  43,0%.<\/li>\n<\/ul>\n<p>(Quelle: Eurostat &ndash; siehe Punkt 2)\n<\/p><\/li>\n<li>Seit vielen Jahren wird von diversen Bundesregierungen auch steuerpolitisch die Umverteilung von unten nach oben mit bef&ouml;rdert. Der Spitzensteuersatz und die Unternehmenssteuern wurden mehrmals reduziert, die Verm&ouml;gensteuer abgeschafft, die Erbschaftsteuer wurde k&uuml;rzlich gesenkt. Im Gegenzug wurde die Mehrwertsteuer um 3 Prozentpunkte angehoben, was zu einer anteilig st&auml;rkeren steuerlichen Belastung der Gering- und Durchschnittsverdiener f&uuml;hrte.\n<p><strong>Beispiel (1)- Verm&ouml;gens-, Erbschafts- und Grundsteuern:<\/strong><br>\nIm OECD-Vergleich liegen f&uuml;r diese Steuerarten die staatlichen Einnahmen in Prozent vom Bruttoinlandsprodukt in Deutschland an zweitletzter Position:<\/p>\n<ul>\n<li>&Ouml;sterreich 0,6%<\/li>\n<li>Deutschland 0,9% (*)<\/li>\n<li>Finnland 1,1%<\/li>\n<li>Portugal 1,1%<\/li>\n<li>Norwegen 1,2%<\/li>\n<li>Griechenland 1,4%<\/li>\n<li>Schweden 1,4%<\/li>\n<li>D&auml;nemark 1,9%<\/li>\n<li>Niederlande 1,9%<\/li>\n<li>Durchschnitt OECD 2,0%<\/li>\n<li>Italien 2,1%<\/li>\n<li>Durchschnitt Alt-EU 2,1%<\/li>\n<li>Belgien 2,3%<\/li>\n<li>Japan 2,5%<\/li>\n<li>Australien 2,8%<\/li>\n<li>USA 3,1%<\/li>\n<li>Spanien 3,3%<\/li>\n<li>Kanada 3,4%<\/li>\n<li>Frankreich 3,5%<\/li>\n<li>Gro&szlig;britannien 4,6%.<\/li>\n<\/ul>\n<p>(Quelle: Eurostat &ndash;  siehe Punkt 2)<\/p>\n<p>(*) Die k&uuml;rzlich von der Bundesregierung beschlossene Senkung der Erbschaftsteuer wird die ohnehin niedrigen staatlichen Einnahmen aus dieser Steuer nochmals weiter nach unten dr&uuml;cken.<\/p>\n<p><strong>Beispiel (2)- Spitzensteuersatz:<\/strong><br>\nViele erfolgreiche europ&auml;ische Staaten weisen Spitzensteuers&auml;tze auf, die deutlich &uuml;ber dem deutschen Niveau liegen:<\/p>\n<ul>\n<li>D&auml;nemark 59,0%<\/li>\n<li>Schweden 56,4%<\/li>\n<li>Belgien 53,7%<\/li>\n<li>Niederlande 52,0%<\/li>\n<li>Finnland 50,1%<\/li>\n<li>&Ouml;sterreich 50,0%.<\/li>\n<\/ul>\n<p>(Quelle: Eurostat &ndash;  siehe Punkt 2)<\/p>\n<p>Hierzulande betr&auml;gt der Spitzensteuersatz inkl. Solidarzuschlag 44,3% (einschlie&szlig;lich der sog. &ldquo;Reichensteuer&rdquo;, die nur f&uuml;r sehr hohe Einkommen greift und f&uuml;r die es zudem viele Ausnahmen gibt: 47,5%).<\/p>\n<p>Sowohl bei den staatlichen Einnahmen aus Verm&ouml;gens-, Erbschafts- und Grundsteuern als auch bei der H&ouml;he des Spitzensteuersatzes liegt die Steuerbelastung der skandinavischen Staaten deutlich oberhalb es deutschen Niveaus.<\/p><\/li>\n<li>Eine OECD-Studie zeigt dar&uuml;ber hinaus, dass die Geringverdiener in Deutschland im internationalen Vergleich &uuml;berdurchschnittlich stark belastet werden. Telepolis (Titel: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/30\/30313\/1.html\">&ldquo;Schwache Schultern tragen mehr&rdquo;<\/a>) schreibt hierzu:<br>\n<blockquote><p>&ldquo;Au&szlig;er in Belgien werden in keinem der drei&szlig;ig OECD-Staaten Geringverdiener so hoch besteuert wie in Deutschland.&rdquo;<\/p><\/blockquote>\n<p>Zu einem weiteren bemerkenswerten Befund der OECD-Studie hei&szlig;t es bei Telepolis:<\/p>\n<blockquote><p>Ein besonderer Effekt des deutschen Steuer- und Abgabensystems besteht darin, dass die relative Abgabenlast ab einem bestimmten Grenzwert mit steigendem Einkommen sinkt &ndash; dieser Sondereffekt ist lediglich in drei OECD-Staaten festzustellen. &hellip;Eine deutsche Besonderheit stellt der Umstand dar, dass ab einem Einkommen von 63.000 Euro pro Jahr bei Alleinstehenden die relative Abgabenlast sinkt. Eigentlich m&uuml;sste bei einem progressiven Steuersystem die Abgabenlast zwar steigen, zumal dieser Grenzwert weit unter dem Einkommen liegt, f&uuml;r das der Spitzensteuersatz anfallen w&uuml;rde, aber ein besondere Regelung macht es m&ouml;glich, dass Besserverdiener entlastet werden. Verantwortlich daf&uuml;r sind die Beitragsbemessungsgrenzen, ab denen die Sozialabgaben nicht mehr relativ zum Einkommen steigen.<\/p>\n<p>Dies f&uuml;hrt zur paradoxen Situation, dass ein Spitzenmanager prozentual weniger von seinem Bruttogehalt abf&uuml;hren muss als ein Geringverdiener. Au&szlig;er Deutschland leisten sich nur &Ouml;sterreich und Spanien ein derart ungerechtes Steuer- und Abgabensystem. Die politische Floskel, nach der die Starken mehr schultern, l&auml;sst sich durch die OECD-Zahlen ad absurdum f&uuml;hren. Den Schwachen wird in Deutschland mehr aufgeb&uuml;rdet als den Starken &ndash; dass die Schwachen durch die hohen Abgaben noch weiter geschw&auml;cht werden, wird dabei billigend in Kauf genommen.\n<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li>Viele der hiesigen Medien suggerieren, Deutschland verf&uuml;ge &uuml;ber einen &ldquo;aufgebl&auml;hten &ouml;ffentlichen Dienst&rdquo;. Diese Medien produzieren Phantomschmerzen, wie entsprechende OECD-Daten zeigen (siehe Seite 17 des Beitrages von Cornelia Heintze: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/v_2008_11_27_heintze.pdf\">&ldquo;Der &ouml;ffentliche Sektor im skandinavischen Modell&rdquo; [PDF &ndash; 444KB]<\/a>).\n<p>Die Personalausgaben f&uuml;r Staatsbesch&auml;ftigte in Prozent des Bruttoinlandsprodukts betragen demnach:<\/p>\n<ul>\n<li>im OECD-Durchschnitt  10,63%<\/li>\n<li>in Deutschland  7,92% (Platz 14 von 14 in der Grafik ausgewerteten  Staaten)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Auch bei diesem internationalen Vergleich rangieren die skandinavischen Staaten in der Spitzengruppe:<\/p>\n<ul>\n<li>D&auml;nemark 17,23%<\/li>\n<li>Schweden 16,05%<\/li>\n<li>Finnland 13,77%<\/li>\n<li>Norwegen 12,44%.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>Unsere bezgl. der Staatsschulden sowie der Steuer- und Abgabenquote Krokodilstr&auml;nen vergie&szlig;enden Mainstream-Medien seien an folgende Worte Heiner Flassbecks erinnert (siehe <a href=\"http:\/\/www.flassbeck.de\/pdf\/2007\/28.2.07\/Schuldenverrechner.pdf\">dessen Beitrag &ldquo;Schuldenverrechner&rdquo; in der FR [PDF &ndash; 43.4 KB]<\/a> )\n<p>&ldquo;F&uuml;r Fernsehjournalisten ist das Ding unbezahlbar. Wann immer sie eine rei&szlig;erische Reportage &uuml;ber Alterung und die B&uuml;rden derselben unter die Menschen bringen wollen, schicken sie schnell eine Kamera zum B&uuml;ro des Bundes der Steuerzahler in Berlin, die dort ein paar Sekunden lang filmt, wie der Schuldenrechner der &ouml;ffentlichen Hand in unglaublichem Tempo vor sich hin rennt und das ganze Volk fr&uuml;her oder sp&auml;ter ins Verderben st&uuml;rzt. (&hellip;) Die Schuldenrechnerei ist auch deswegen besonders d&uuml;mmlich, weil man ja nur eine Uhr daneben stellen m&uuml;sste, die die Einkommen z&auml;hlt, die dem Staat in den letzten Jahren durch seine unverantwortliche Steuersenkungspolitik entgangen sind, und schon w&uuml;rde das Tempo der Uhr  erheblich relativiert. Man k&ouml;nnte sich auch eine Uhr denken, die z&auml;hlt wie viel Geld der Staat in die Vereinigung mit Ostdeutschland gesteckt hat und das zum gr&ouml;&szlig;ten Teil deswegen nicht &uuml;ber Steuereinnahmen finanziert wurde, weil die damals und heute herrschende Oberschicht sich mit H&auml;nden und F&uuml;&szlig;en und schlimmeren Instrumenten dagegen gewehrt hat, auch nur &uuml;ber h&ouml;here Steuern f&uuml;r die Solidarit&auml;t mit Ostdeutschland nachzudenken.<\/p>\n<p>Das Beste w&auml;re aber, neben die Schuldenuhr eine Uhr zu stellen, die den Verm&ouml;genszuwachs in jeder Sekunde in Deutschland misst. Unsere Topmanager wissen doch sonst so genau, dass man die H&ouml;he von Schulden immer bewerten muss vor dem Hintergrund der vorhandenen Verm&ouml;genswerte. Dann w&uuml;rden die staunenden Fernsehzuschauer oder die staunenden Touristen vor dem B&uuml;ro des Steuerzahlerbundes in Berlin aber sehen, dass die Verm&ouml;gensuhr viel schneller l&auml;uft als die Schuldenuhr und w&uuml;rden sich vielleicht fragen, wieso das bei ihnen pers&ouml;nlich eigentlich nicht der Fall ist.<\/p>\n<p>Dann w&uuml;rden die Leute vielleicht auch fragen, was denn mit den Verm&ouml;gen geschieht und warum die ber&uuml;hmten &bdquo;Leistungstr&auml;ger&ldquo;, die den Staat &uuml;ber Jahre gedr&auml;ngt haben, Steuern f&uuml;r sie zu senken, damit sie mehr leisten k&ouml;nnen, nun dem Staat das Geld in Form von Staatsanleihen zur&uuml;ckgeben. Viele von denjenigen, die vom Staat in den vergangenen Jahren so gro&szlig;z&uuml;gig bedacht wurden, haben offenbar gar nicht gewusst, was sie mit dem Geld machen sollen, das da so unverhofft in ihre Taschen gesp&uuml;lt wurde.&rdquo;<\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Friederike Spiecker: Schulden machen, aber richtig<\/strong><br>\nDas zentrale Symptom der gegenw&auml;rtigen Krise ist ein enormer weltweiter Entschuldungsprozess. Dabei fragt sich nur: Ist dies eine zwangsl&auml;ufige Folge des vorausgegangenen Kreditbooms und gut so, weil man nicht auf Dauer &ldquo;&uuml;ber seine Verh&auml;ltnisse&rdquo;, sprich: auf Pump leben kann? Oder sollte man der privaten Entschuldungswelle mit &ouml;ffentlicher Verschuldung begegnen? Aus den Ursachen der Verschuldung, die der Krise vorausging, l&auml;sst sich am ehesten herausfinden, ob und wie viele Kredite der Staat und wof&uuml;r einsetzen soll.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2009\/06\/12.mondeText.artikel,a0011.idx,11\">Le Monde diplomatique<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Mit der Krise ein neues Europa<\/strong><br>\nNichts f&uuml;rchten die Verfechter der &ouml;konomischen Globalisierung so sehr wie das Eingreifen &ldquo;der Politik&rdquo;. Deshalb fordern sie in der aktuellen Krise nichts weniger als eine allgemeine Weltregierung. Sie haben n&auml;mlich kapiert, dass dies der sicherste Weg ist, um ihre Ruhe zu haben, sprich: von keiner Regierung behelligt zu werden. Auf globaler Ebene existiert kein echtes politisches Gemeinwesen, kein globaler &ldquo;Sozialk&ouml;rper&rdquo;, der &uuml;ber die Macht verf&uuml;gte, die sich die Nationalstaaten mit der Zeit &ndash; und zuweilen mit gewaltsamen Methoden &ndash; zugelegt haben. Eine auf regulierende Institutionen gest&uuml;tzte Einhegung des Kapitalismus setzt voraus, dass die &ndash; globale &ndash; Ebene der M&auml;rkte wieder mit der politischen Ebene der institutionellen Strukturen verbunden wird. Also muss das globale Marktgeschehen auf die institutionelle Ebene &ldquo;heruntergeholt&rdquo; werden, wobei es auch m&ouml;glich sein muss, institutionelle Strukturen auf die Ebene der globalen &Ouml;konomie &ldquo;hochzuziehen&rdquo;. Damit bieten sich quasi automatisch transnationale Gebilde und Regionen als die neue territoriale Ebene an, auf der die begonnenen, aber noch schwach entwickelten politischen Experimente erprobt werden k&ouml;nnten. Die EU ist in dieser Hinsicht unter allen Regionalgebilden der Welt das beste und zugleich schlechteste Beispiel: Einerseits ist hier die Integration mittels Institutionen am weitesten fortgeschritten; andererseits hat der aktuelle &ouml;konomische Einbruch die Konstruktionsfehler des EU-Geb&auml;udes gnadenlos und in quasi fotografischer Sch&auml;rfe ausgeleuchtet..<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2009\/06\/12.mondeText.artikel,a0008.idx,0\">Le Monde diplomatique<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Steuerfahnder in Hessen kaltgestellt: Mobbing nach System <\/strong><br>\nIn Zeiten wie diesen m&uuml;sste der hessische Finanzminister Karlheinz Weimar (CDU) eigentlich froh sein &uuml;ber f&auml;hige Steuerfahnder, die dem Staat schon viele Millionen einbrachten. Doch Frankfurts ehemalige Top-Steuerfahnder wurden alle f&uuml;r psychisch krank erkl&auml;rt und mit Mitte Vierzig aus dem Beruf gedr&auml;ngt. Weimars Finanzverwaltung hatte &uuml;ber Jahre versucht, die Fahnder loszuwerden &ndash; auch mit h&ouml;chst fragw&uuml;rdigen Gutachten. Der Neurologe und Psychiater Thomas H. attestierte den Fahndern &ldquo;paranoid-querulatorische&rdquo; Charaktereigenschaften und &ldquo;chronische Anpassungsst&ouml;rungen&rdquo;. Dabei waren sie die f&auml;higsten Beamten der Abteilung V des Frankfurter Finanzamtes. Sie sp&uuml;rten die Gro&szlig;steuerbetr&uuml;ger und ihre Konten in Liechtenstein auf. Sie durchsuchten die Commerzbank, die ihren Kunden bei der Steuerflucht geholfen hatte und sp&auml;ter rund 200 Millionen Euro an Steuern nachzahlen musste. Insgesamt bescherte die Arbeit der Fahnder dem Land Hessen im Jahr 2001 rund 250 Millionen Mark und dem Bund rund eine Milliarde an Steuereinnahmen. Bis die Fahnder von der Finanzverwaltung gezwungen wurden, stattdessen nur noch kleine Steuerdelikte zu verfolgen. Bis sie versetzt, gemobbt und zwangspensioniert wurden und schlie&szlig;lich die ganze Abteilung zerschlagen war &ndash; mit Billigung des Ministers? Und warum &uuml;berhaupt? In der Finanzverwaltung kursiert eine b&ouml;se Vermutung: Hatte der Minister zu der Zeit, als seine Partei im Schwarzgeld-Skandal steckte, etwa Angst vor den Fahndern und ihrem Interesse an Liechtenstein, wo sich auch die Zaunk&ouml;nig-Stiftung der CDU verbarg? Tatsache ist, dass einige der sp&auml;ter geschassten Fahnder auch bei Durchsuchungen der hessischen CDU dabei waren. &ndash; In der einst gef&uuml;rchteten Abteilung V des Finanzamts Frankfurt, sagt ein Insider, mache man jetzt nur noch BMW: Pr&uuml;fungen bei B&auml;ckern, Metzgern, Wirten. Keine Gro&szlig;banken mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1837305&amp;em_loc=2091&amp;em_ref=\/top_news\/&amp;em_ivw=fr_poltop\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es ist unfassbar, man mag es kaum glauben. Da wird auf h&ouml;chster politischer Ebene der Kampf gegen Steuerflucht proklamiert, internationale Konflikte werden riskiert, und auf der ganz konkreten Ebene, in unseren Beh&ouml;rden werden Beamte aus niedrigen Beweggr&uuml;nden an ihrer Arbeit gehindert- und nicht nur das, sie werden schikaniert und diffamiert, so dass der Menschenrechtsbeauftragte der hessischen Landes&auml;rztekammer sich wundert. Menschenrechte! Wir dachten doch immer, das ist etwas, was zu China , Russland oder zu Guantanamo diskutiert wird. Der verantwortliche Minister muss, ob nun pers&ouml;nlich involviert oder nicht, zur&uuml;cktreten &ndash; wenn ein auch nur ein Hauch der Recherche der FR zutrifft.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Kampf um Opel wieder offen<\/strong><br>\nAlles auf Anfang? Investor Ripplewood will in Berlin &Uuml;bernahmepl&auml;ne f&uuml;r Opel vorlegen. Die Gespr&auml;che mit Magna stocken derweil.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/102\/480581\/text\/\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em>Dazu auch:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li>IG-Metall ver&auml;rgert &uuml;ber Guttenberg<br>\nDie IG-Metall hat im &Uuml;bernahme-Poker um Opel schwere Vorw&uuml;rfe gegen das Bundeswirtschaftsministerium erhoben. &ldquo;Es ist unertr&auml;glich, dass die Heckensch&uuml;tzen, die aus durchsichtigen Eigeninteressen den Verhandlungsprozess mit Magna torpedieren, durch das Bundeswirtschaftsministerium t&auml;glich mit Munition versorgt werden&rdquo;, sagte IG-Metall-Bezirksleiter und Opel-Aufsichtsrat Armin Schild der Berliner Zeitung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/1834883_Investorensuche-fuer-Opel-IG-Metall-veraergert-ueber-Guttenberg.html\">FR<\/a>\n<p><strong>Es geht zu wie auf dem Basar:<\/strong>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Rettet dieser deutsche Star-Banker Opel?<\/strong><br>\nDie Kugel im Opel-Roulette ist also wieder im Spiel. Denn neben dem &ouml;sterreichisch-kanadischen Zulieferer Magna scheint RHJ wirklich gute Chancen zu haben.<br>\nDie belgische Gesellschaft verhandelt bereits seit einigen Wochen mit dem US-Mutterkonzern General Motors &uuml;ber eine Mehrheitsbeteiligung an dem Autobauer und sprach davon, dass die Verhandlungen &bdquo;in einem fortgeschrittenen Stadium&ldquo; seien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/BILD\/politik\/wirtschaft\/2009\/07\/15\/leonhard-fischer-rettet-dieser-banker\/opel-rhj-legt-guttenberg-konzept-vor.html\">BILD<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Schlamperei auf den Gleisen <\/strong><br>\nHei&szlig; umk&auml;mpfter Gleisbaumarkt: Die Firmen unterbieten sich gegenseitig &ndash; und pfuschen. Die Unfallgefahr steigt.<br>\nIn der Branche gebe es schwarze Schafe, die ihre Belegschaft ausbeuteten. Besch&auml;ftigte seien unzureichend ausgebildet oder wegen Doppelschichten &uuml;berarbeitet, oft auch schlecht bezahlt. Mobifair hat schon etliche Firmen angezeig, darunter auch solche, die Schichtb&uuml;cher und andere Dokumente gef&auml;lscht haben sollen, um Verst&ouml;&szlig;e gegen die Arbeitszeit-Vorschriften zu verschleiern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/97\/480576\/text\/\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em>Dazu passt:<\/em><\/p>\n<p><strong>Privatbahnen rufen den Staat<\/strong><br>\nDie Folgen der Finanzkrise schlagen offenbar auf den Wettbewerb im Schienenpersonnennahverkehr SPNV durch: Die Betreiber der Privatbahnen verlangen von den &ouml;ffentlichen Auftraggebern finanzielle Hilfen etwa bei der Fahrzeugbeschaffung, da sie sonst bei den Strecken-Ausschreibungen keine Chance gegen den m&auml;chtigen Konkurrenten Deutsche Bahn h&auml;tten. Doch die Bahn wehrt ab: Die Konkurrenten nutzten lediglich die aktuelle Diskussion &uuml;ber Staatshilfen aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/1835420_Mobilitaet-Privatbahnen-rufen-den-Staat.html\">FR<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>&Uuml;bervorteilte Kunden m&uuml;ssen nicht zahlen<\/strong><br>\nHunderttausende von Gaskunden k&ouml;nnen k&uuml;nftig Gaspreiserh&ouml;hungen verweigern. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe hat Preis&auml;nderungsklauseln f&uuml;r unwirksam erkl&auml;rt, die zahlreiche Gasunternehmen verwenden. Nach dem Urteil ist es unzul&auml;ssig, wenn sich die Unternehmen Preiserh&ouml;hungen vorbehalten, ohne sich zur Weitergabe von Preissenkungen zu verpflichten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1836580&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Willy Wimmer: &raquo;Achtet mal darauf&laquo;<\/strong><br>\nDer Bundestag ist anders geworden. Ich beobachte, dass sich auch die Qualit&auml;t der Ausschussarbeit ver&auml;ndert hat. Auf der Regierungsseite gibt es einen Parallelprozess. Im alten Bonn kann ich mich nicht an so schludrige Gesetzentw&uuml;rfe erinnern wie hier in Berlin. Die deutsche &ouml;ffentliche Verwaltung in der alten Bundesrepublik hatte Niveau. Heute m&uuml;ssen Anwaltsb&uuml;ros besch&auml;ftigt werden, um &uuml;berhaupt noch Gesetze zustande zu bringen. Das hat es nicht gegeben. Die Qualit&auml;t war eine andere und aus meiner Sicht auch eine bessere. Im Zusammenhang mit der Wirtschafts- und Finanzkrise muss man sich daher ernsthaft fragen, ob die Probleme von Regierung und Parlament &uuml;berhaupt noch beurteilt werden k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.das-parlament.de\/2009\/29-30\/MenschenMeinungen\/25149316.html\">Das Parlament<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>&bdquo;Wir m&uuml;ssen den b&ouml;sen Schein unterbinden&ldquo;<\/strong><br>\nZwischen Januar und April verdienten 131 Abgeordnete mindestens 5,7 Millionen Euro zus&auml;tzlich zu den Di&auml;ten. Zu viel? Oder ist es gerade erw&uuml;nscht, dass Abgeordnete Kontakt zur Arbeitswelt halten? Fragen an den Parteien-Experten Hans Herbert von Arnim. Der Professor untersucht seit Jahren die deutsche Politikfinanzierung.\n<p><strong>Im Bundestag gibt es F&auml;lle von 62 Nebenjobs &ndash; endet da Ihr Verst&auml;ndnis?<\/strong><br>\n62? Der Anschein spricht daf&uuml;r, dass das nicht mehr in Ordnung ist. Da muss man sich schon fragen, wann der Abgeordnete noch sein Mandat wahrnimmt.<\/p>\n<p><strong>Was darf ein Politiker nebenher machen &ndash; wo beginnt der Graubereich?<\/strong><br>\nF&uuml;r hoch problematisch halte ich es, wenn Abgeordnete sich gleichzeitig als Lobbyisten bezahlen lassen. Dass so etwas noch legal ist, halte ich f&uuml;r eine gro&szlig;e Gesetzesl&uuml;cke im Kampf gegen Korruption. Ich nenne das Beispiel des CDU-Europaabgeordneten Elmar Brok, der gleichzeitig als Lobbyist f&uuml;r Bertelsmann arbeitet &ndash; so etwas geht einfach nicht. Schlie&szlig;lich wird der Abgeordnete vom Steuerzahler zur Sicherung seiner Unabh&auml;ngigkeit alimentiert. Die gro&szlig;e Mehrheit der Abgeordneten sollte den schwarzen Schafen in ihren Reihen einen Riegel vorschieben. Daf&uuml;r braucht keine konkrete Beeinflussung nachgewiesen zu werden. Bei der Korruptionsbek&auml;mpfung ist bereits der b&ouml;se Schein zu unterbinden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.merkur-online.de\/nachrichten\/politik\/wir-muessen-boesen-schein-unterbinden-mm-396703.html?popup=true\">Merkur<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Abgeordnete werfen Beamten aus dem Finanzministerium &ldquo;Selbstbedienung&rdquo; vor<\/strong><br>\nFinanzminister Peer Steinbr&uuml;ck (SPD) droht &Auml;rger mit den Haushaltsexperten der beiden Regierungsfraktionen von Union und SPD. Ausl&ouml;ser sind die angeblich zu hohen Gehaltszahlungen an ehemalige Beamte des Bundesfinanzministeriums (BMF), die gegenw&auml;rtig f&uuml;r die &Ouml;PP Deutschland AG arbeiten. Diese Gesellschaft, ein Gemeinschaftsunternehmen des Bundes und der Privatwirtschaft, bietet Beratungsleistungen an, wenn private Unternehmen eine &ouml;ffentliche Einrichtung vorfinanzieren oder betreiben. Einer der beiden Vorst&auml;nde der AG kann sein fr&uuml;heres Gehalt als Unterabteilungsleiter im BMF mehr als verdoppeln. Er bekommt nun 280 000 Euro plus Boni von bis zu 70000 Euro. Als anst&ouml;&szlig;ig gilt auch, dass der ehemalige Beamte als Leiter der entsprechenden Projektarbeitsgruppe im Finanzministerium seine neue Stelle selbst konzipierte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/vorab\/0,1518,druck-635601,00.html\">Spiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Bildungsreform: Das Projekt Autonomieverluste<\/strong><br>\nDie Sozial- und Bildungsreformen der letzten Jahre kann man als eine Vielzahl von Versuchen begreifen, &hellip; individuelle Freir&auml;ume unter verst&auml;rkte Kontrolle zu bringen, sie nicht zu zerst&ouml;ren, aber zu funktionalisieren. Man kann auch sagen: Es geht darum, Autonomieverluste f&uuml;r die Leute ohne Funktionsprobleme f&uuml;r die &Ouml;konomie zu organisieren. In diesem Sinn wird in der Sozialpolitik versucht, die Lebensf&uuml;hrung Arbeitsloser durch die enge Anbindung von Sozialleistungen an Arbeit und Disziplin (&bdquo;f&ouml;rdern und fordern&ldquo;) zu kontrollieren, eine gesunde Lebensf&uuml;hrung und aktives Altern zur B&uuml;rgerpflicht zu machen.\n<p>Und in &auml;hnlicher Absicht wird f&uuml;r die Studierenden Dauerpr&uuml;fungsdruck und f&uuml;r die Lehrenden Dauerrechtfertigungsdruck an den Universit&auml;ten installiert. Ebenso wird versucht, akademische Bildung auf Ausbildung zu reduzieren, also auf das, wovon man meint, dass es auf dem Arbeitsmarkt verwertbar ist. Insgesamt f&uuml;hren die Reformen der sozialen Sicherungssysteme wie die der Bildungssysteme aktuell zu Autonomieverlusten: Sie f&uuml;hren zu rigideren Regulierungen, zu verringerten individuellen Handlungsspielr&auml;umen und zu erh&ouml;hter Unsicherheit.<\/p>\n<p>Gerade aus &ouml;konomischen Gr&uuml;nden ist Bildung in einer Qualit&auml;t erforderlich, die sich doch nie strikt auf &ouml;konomische Verwertung festlegen l&auml;sst. Und je anspruchsvoller die &Ouml;konomie, je komplexer ihre Aufgaben, umso mehr gilt dies. Das Dilemma zwischen Regulierung und Innovation ist unaufl&ouml;sbar.<br>\nDie Realisierung von Autonomiegewinnen, diesseits und jenseits der Arbeit, ist eine Sache der Praxis.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubC3FFBF288EDC421F93E22EFA74003C4D\/Doc~E9F4C1D090A2D4713837D4461E53FC36B~ATpl~Ecommon~Scontent.html%20\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Frage ist nur, wer setzt sich praktisch f&uuml;r die Realisierung von Autonomiegewinnen ein?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h24\"><\/a><strong>Bologna-Prozess: Die HRK will nach-, aber nicht umsteuern<\/strong><br>\nDer Protest der Studierenden ist angekommen. Die Antwort der Hochschulrektorenkonferenz hei&szlig;t: Mitmachen. Die Halbzeitbilanz der HRK des Bologna-Prozesses lautet zwar im Gro&szlig;en weiter so. Im Kleinen aber gelte es nachzusteuern, sagt HRK-Pr&auml;sidentin Margret Wintermantel. Und dabei sollen die Studenten helfen.<br>\nWo Bildungsministerin Schavan vergangene Woche am Runden Tisch mit Studenten und Rektoren gefordert hatte, den Masterstudiengang zu &ouml;ffnen, besteht die HRK weiterhin darauf, dass jede Hochschule sich ihre Masterstudenten selber ausw&auml;hlt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/campus\/999752\/\">DLF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Auch dieses Interview macht deutlich, dass die Hochschulrektorenkonferenz den Kontakt zur eigenen Basis verloren hat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h25\"><\/a><strong>Die Besitzer der Tour de France<\/strong><br>\nSeit &uuml;ber 60 Jahren geh&ouml;rt das lukrativste Sportereignis der Welt der Verlegerfamilie Amaury. Eine kurze Geschichte der &ldquo;gro&szlig;en Schleife&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/sport\/artikel\/1\/die-besitzer-der-tour-de-france\/\">taz, aus Le Monde diplomatique<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h26\"><\/a><strong>Es geht wieder aufw&auml;rts Doch f&uuml;r wen? <\/strong><br>\nBessere Wirtschaftsaussichten, optimistischere Unternehmen, und mehr Geld f&uuml;r Rentner: Ist das der Aufschwung? Wer sind Gewinner und Verlierer? Droht ein Generationenkonflikt? Dar&uuml;ber diskutierte am Dienstagabend die M&uuml;nchner Runde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.br-online.de\/bayerisches-fernsehen\/politik-und-wirtschaft\/muenchner-runde-aufschwung-wirtschaftsklima-ID1247488572929.xml\">Bayerischer Rundfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung D.R:<\/strong> Fast unbemerkt von einer gr&ouml;&szlig;eren &Ouml;ffentlichkeit bringt die das mediale Rechtskartell das eigentliche Sturmgesch&uuml;tz gegen die SPD in Stellung, den Pro-Atom-Star Wolfgang Clement. So auch in der M&uuml;nchner Runde mit dem rei&szlig;erisch-besch&ouml;nigenden Titel &ldquo;Es geht wieder aufw&auml;rts &ndash;  Aber f&uuml;r wen?&rdquo;. G&auml;ste: der Lobbyist W.Clement, der gescheiterte bayerische Ministerpr&auml;sident Beckstein, der vor der Krise v&ouml;llig ahnungslose &ldquo;Chefvolkswirt&rdquo; der Deutschen Bank Norbert Walter. Auf verlorenem Minderheitsposten die Ex-Chefredakteurin der taz Bascha Mika. <\/em><\/p>\n<p>So stellt man sich im Bayerischen Rundfunk\/Fernsehen den Auftrag zu weltanschaulich-politischer Ausgewogenheit vor! Clements Botschaft an den ohnm&auml;chtigen Souver&auml;n: in den n&auml;chsten Jahren werde es nichts zu verteilen geben, durch die Reformpolitik seit 1998 seien zwei Millionen neuer Arbeitspl&auml;tze geschaffen worden, was nun gro&szlig;en volkswirtschaftlichen Schaden verhindert habe, die Arbeitnehmer m&uuml;ssten sich nun erst recht der Flexibilt&auml;t verschreiben, die Globalisierung verlange es nun einmal. Assistiert wurde der gro&szlig;e Wirtschaftsweise Clement flei&szlig;ig von Herrn Walter und Beckstein, so dass die kluge Bascha Mika kaum zu Wort kam. <\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzung WL:<\/strong> Ein weiteres Beispiel f&uuml;r die <a href=\"?p=4060\">Asymmetrie zu Lasten von SPD und Linker<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h27\"><\/a><strong>Doku &ldquo;Armutsindustrie&rdquo; (Mittwoch, 21.45 Uhr, ARD)<\/strong><br>\nDie Autorin Eva M&uuml;ller hat in der boomenden &ldquo;Armutsindustrie&rdquo; recherchiert, von der viele profitieren &ndash; allerdings nicht die betroffenen Arbeitslosen. Im Film taucht etwa Ren&eacute; auf. Der gelernte Mechaniker baut Trampoline f&uuml;r ein schw&auml;bisches Unternehmen zusammen. Ren&eacute; und Kollegen bekommen einen Euro pro Stunde, um ihr Hartz-IV-Budget aufzubessern. Perfide daran ist, dass nicht der Trampolinhersteller auf die Idee gekommen ist, sondern ein Personaldienstleister, der ausgerechnet zur evangelischen Kirche geh&ouml;rt &ndash; und sich &ldquo;Neue Arbeit&rdquo; nennt. Sie entleihen mehr als 1.000 1-Euro-Kr&auml;fte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/leben\/medien\/artikel\/1\/zehn-tage-arbeit-fuer-ein-puzzle\/\">TAZ<\/a>\n<p><em>Dazu passt:<\/em><\/p>\n<p><strong>ver.di legt sich mit Kirche an<\/strong><br>\nDie deutsche Gewerkschaft ortet Billigl&ouml;hne beim Arbeitgeber Kirche und droht mit Streik. Die Diakonien sperren sich gegen Tarifvertr&auml;ge.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/kurier.at\/geldundwirtschaft\/1923147.php\">Kurier.at<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h28\"><\/a><strong>Wende im Teheraner Machtkampf<\/strong><br>\nDer Machtkampf in Teheran geht in die n&auml;chste Runde. Das Freitagsgebet an der Teheraner Universit&auml;t wird diesmal der m&auml;chtige Ex-Pr&auml;sident Haschemi Rafsandschani halten. Damit kommt erstmals seit dem Wahltag bei der politischen Zentralversammlung des Landes ein erkl&auml;rter Gegner Pr&auml;sident Mahmud Ahmadinedschads zu Wort.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/kommentare\/1835397_Analyse-Wende-im-Teheraner-Machtkampf.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h29\"><\/a><strong>Gaza-Krieg<\/strong><br>\nSoldaten brechen ihr Schweigen<br>\nDie israelischen Streitkr&auml;fte geh&ouml;ren zu den &raquo;moralischsten der Welt&laquo; und handeln nach den h&ouml;chsten ethischen Standards. Das behauptete am Mittwoch Ehud Barak in Tel Aviv. Der israelische Wehrminister reagierte damit auf Berichte der israelischen Organisation &raquo;Breaking the Silence&laquo; (Das Schweigen brechen) &uuml;ber das Vorgehen der israelischen Soldaten w&auml;hrend der Angriffe auf den Gazastreifen Anfang 2009. Die Dokumentation umfa&szlig;t 54 anonymisierte Zeugenaussagen israelischen Soldaten und Offiziere &uuml;ber das Vorgehen der Armee w&auml;hrend der &raquo;Operation Gegossenes Blei&laquo;. Auf 112 Seiten werden F&auml;lle exzessiver Gewalt dokumentiert und von der massiven Zerst&ouml;rung von zivilem Privateigentum berichtet. Es ist ein Report &uuml;ber das Qu&auml;len und T&ouml;ten von Zivilisten. So schildern Soldaten, wie sie zum Spa&szlig; auf Wassertanks schossen (&raquo;fun shooting&laquo;) und bei Hausdurchsuchungen Computer, Fernseher und was sonst noch in den Wohnungen war, zerst&ouml;rt haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/07-16\/038.php\">JungeWelt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h30\"><\/a><strong>Zur&uuml;ck zur Bananenrepublik<\/strong><br>\nIn Honduras haben sich das Milit&auml;r und die alte rechte Elite an die Macht geputscht. Zugleich hat sich dort erstmals eine breite gesellschaftliche Bewegung zusammengefunden, die gegen die Putschisten demonstriert. Als Kandidat der Liberalen Partei von Honduras (PLH) hatte Manuel Zelaya am 27. Novem&shy;ber 2005 die Pr&auml;sidentschaftswahlen f&uuml;r sich entscheiden k&ouml;nnen. Wie die gesamte politische Elite geh&ouml;rt auch er der herrschenden Oligarchie aus Gro&szlig;grundbesitzern und Unternehmern an, pflegte als konservativ geltender Politiker gute Kontakte zu den USA und der deutschen FDP. Doch nach der ersten H&auml;lfte seiner Amtsperiode bekannte er sich unerwartet zu linken Positionen. Hatte er sich bereits im ersten Amtsjahr durch den Beitritt von Honduras zu Hugo Chavez&rsquo; Petrocaribe-Projekt pragmatisch an die venezolanische Regierung angen&auml;hert, um eine Kostensenkung f&uuml;r Erd&ouml;l zu erreichen, so setzte er 2008 den Beitritt von Honduras zur Bolivarianischen Allianz f&uuml;r die V&ouml;lker unseres Amerika (Alba) durch. Dieses wirtschaftspolitische B&uuml;ndnis bildet das Gegenprojekt zur von der US-Regierung propagierten Freihandelszone Alca, die von Alaska bis Feuerland reichen soll. Dadurch kam es f&uuml;r Zelaya nicht nur zum Bruch mit der eigenen Partei &ndash; der politische Kurswechsel versetzte die alte Oligarchie in Panik.\n<p>Am Tag des Putsches sollte eine rechtlich unverbindliche Volksbefragung zeigen, ob die Einberufung einer verfassungsgebenden Versammlung Unterst&uuml;tzung finden w&uuml;rde. Daf&uuml;r waren zuvor knapp eine halbe Million Stimmen gesammelt worden. Eine Verfassungs&auml;nderung sollte vor allem die Wiederwahl des Pr&auml;sidenten erm&ouml;glichen und damit eine dauerhafte politische Wende in Honduras garantieren, denn im Januar 2010 w&auml;re die Amtsperiode Zelayas offiziell beendet gewesen. Schon in der Woche vor der angek&uuml;ndigten Volksbefragung gab es ernstzunehmende Anzeichen f&uuml;r einen Umsturzversuch des Milit&auml;rs. Wenige Tage vor dem Putsch trat der gesamte F&uuml;hrungsstab der honduranischen Streitkr&auml;fte nach Auseinandersetzungen mit Zelaya geschlossen zur&uuml;ck, nachdem dieser den Oberbefehlshaber der Streitkr&auml;fte abgesetzt hatte. Dieser hatte sich geweigert, die f&uuml;r die Volksbefragung vorgesehenen Stimmzettel herauszugeben. Am Vortag des Putsches lie&szlig; der Kongress unter Vorsitz von Roberto Micheletti dann als letzte Gegenma&szlig;nahme eine Untersuchung vor dem Obersten Gericht einleiten, ob der Aufruf zur Volksbefragung verfassungskonform sei. Das Gericht entschied, dass die Volksbefragung ein Verfassungsbruch sei. Die Milit&auml;rs, die den amtierenden Pr&auml;sidenten in den Morgenstunden festnahmen, waren also mit einem offiziellen Haftbefehl ausgestattet.<\/p>\n<p>Sobald die Milit&auml;rs Zelaya aus dem Bett geholt und nach Costa Rica verfrachtet hatten, begannen erbitterte Stra&szlig;enk&auml;mpfe vor dem Pr&auml;sidentenpalast. Schon einen Tag nach dem Putsch wurde von den Gewerkschaften, allen voran von der Lehrergewerkschaft und dem Bloque Popular, der Generalstreik ausgerufen. 60 Gruppen und Bewegungen schlossen sich zur Nationalen Widerstandskoordination zusammen. Bekannte Oppositionelle sowie die Angeh&ouml;rigen von Zelayas Kabinett sind wohlweislich untergetaucht, gegen 600 Personen liegen Haftbefehle vor. Mindestens drei Personen, ein Abgeordneter, ein Angeh&ouml;riger der Telekommunikationsbeh&ouml;rde und ein Demonstrant, wurden bisher vom Milit&auml;r ermordet. Verschiedene Personen, wie etwa der bekannte Karikaturist Allan McDonald sowie zahlreiche Journalisten, wurden zeitweise entf&uuml;hrt oder gelten noch als verschwunden. Juan Almendarez, im Jahr 2005 Pr&auml;sidentschaftskandidat der linken Partei der Demokratischen Union, sagt, die Macht sei nach dem Putsch zwar an den vormaligen Kongressvorsitzenden Roberto Micheletti abgegeben worden, doch w&uuml;rden s&auml;mtliche staatlichen Einrichtungen de facto von Angeh&ouml;rigen des Heeres geleitet. Roberto Micheletti ist gewiss keine charismatische F&uuml;hrungskraft, selbst parteiintern konnte er sich bei den Liberalen keine Basis von Anh&auml;ngern schaffen. Er dient bei diesem Putsch offenbar nur als vorgeblich demokratisches Aush&auml;ngeschild einer Milit&auml;rdiktatur, die zugunsten der traditionellen rechten Oligarchie die Macht an sich rei&szlig;t.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/artikel\/2009\/28\/35418.htm\">jungle World<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Was ist die Verfehlung von Manuel Zelaya? Er hat illegale Siedlungen auf staatlichem Ackerland legalisiert, er hat den Zinssatz von Kreditkarten begrenzt, er hat er hat die Steuerflucht bek&auml;mpft und hat in den urbanen Zentren die Erh&ouml;hung des Mindestlohns um 60 Prozent durchgesetzt. Damit sollte die massive Preissteigerung f&uuml;r Grundnahrungsmittel zumindest teilweise ausgeglichen werden. Er hat damit die M&auml;chtigen im Land gegen sich aufgebracht. Die immer wieder ins Spiel gebrachte Befragung zur Verl&auml;ngerung seiner Amtszeit hatte nicht den Charakter eines verbindlichen Referendums, sondern w&auml;re nicht bindend f&uuml;r Gesetze gewesen. Auf welcher Grundlage rechtfertigt das Haftbefehle?&nbsp; Stellen wir uns einmal hierzulande vor, ein Gesetz wird, wie das schon &ouml;fter vorkam, vom Bundesverfassungsgericht f&uuml;r verfassungswidrig erkl&auml;rt, und daraufhin wird Angela Merkel von schwer bewaffneten Soldaten aus dem Bett geholt, in ein Flugzeug gesteckt und abgeschoben. Das f&auml;nde dann FDP-Au&szlig;enpolitiker Werner Hoyer als &ldquo;ziemlich tolpatschigen Versuch der L&ouml;sung einer Verfassungskrise&rdquo;.- Die FDP w&uuml;rde in einer schwarz-gelben Koalition den Au&szlig;enminister stellen.<\/em><\/p>\n<p>Allerdings ist das, was gewisse Kreise in der FDP treiben, nur f&uuml;r unser Land bedeutsam. In Honduras ist das Versagen der katholischen Kirche viel gravierender. Leider hat sich Kardinal &Oacute;scar Andr&eacute;s Rodr&iacute;guez Maradiaga von den Putschisten vereinnahmen lassen. Am 4. Juli wurden s&auml;mtliche Medien f&uuml;r eine Erkl&auml;rung des Kardinals gleichgeschaltet, in der er erkl&auml;rte, dass die Bischofskonferenz zu dem Schluss gekommen, dass die staatlichen Institutionen nach demokratischem Recht und im Einklang mit der Verfassung gehandelt h&auml;tten. Er warnte Zelaya davor, nach Honduras zur&uuml;ckzukehren. Er sei dann f&uuml;r ein eventuelles &ldquo;Blutbad&rdquo; verantwortlich. Die aktuelle Situation biete auch eine Chance, ein neues Honduras zu bauen. Nun ist Kardinal Maradiaga in der katholischen Kirche nicht irgendwer. Er ist zur Zeit Pr&auml;sident der Caritas und galt w&auml;hrend des Konklave 2005 als m&ouml;glicher Kandidat f&uuml;r den p&auml;pstliche Stuhl. Siehe <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/%C3%93scar_Andr%C3%A9s_Rodr%C3%ADguez_Maradiaga\">Wikipedia<\/a><\/p>\n<p><em>Dazu auch: <\/em><\/p>\n<p><strong>Kein Tag ohne Todesdrohung<\/strong><br>\nIm Machtkampf in Honduras stellt sich die katholische Kirche gegen die internationale Meinung, die EU und Obama. Im Gespr&auml;ch mit der F.A.Z. wehrt sich der Erzbischof von Tegucigalpa, Kardinal Rodr&iacute;guez, gegen eine &bdquo;mit viel Geld ausgestattete Kampagne&ldquo;, die vom venezolanischen Pr&auml;sidenten Ch&aacute;vez gesteuert werde<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubDDBDABB9457A437BAA85A49C26FB23A0\/Doc~E370569581F474DE8BF6C92DC498955CE~ATpl~Ecommon~Scontent~Afor~Eprint.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Also die UNO, die EU, die USA und der ganze Rest der Welt sind&nbsp; von Hugo Ch&aacute;vez gesteuert: Ein Kardinal als Verschw&ouml;rungstheoretiker. Als besonders glaubw&uuml;rdig erweist sich der gute Kardinal nicht, wenn er beschw&ouml;rt: &ldquo;Hier in Zentralamerika ist die Erinnerung an die siebziger und achtziger Jahre noch sehr lebendig: B&uuml;rgerkriege, Guerilla -K&auml;mpfe, hunderttausende Tote. Honduras wurde Gott sei Dank von direkten K&auml;mpfen verschont, aber wir haben viele Fl&uuml;chtlinge aus den Nachbarl&auml;ndern aufgenommen, vor allem aus Nicaragua und Guatemala. Diese Zeiten d&uuml;rfen nicht wiederkommen.&rdquo; &Uuml;ber diese Fl&uuml;chtlinge, auch &bdquo;Contras&ldquo; genannt, f&uuml;hrten die USA mit logistischer Unterst&uuml;tzung der honduranischen Regierung einen unerkl&auml;rten Krieg gegen Nicaragua.- Die Kirche ist immer noch auf dem rechten Auge blind.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h31\"><\/a><strong>Tipp: Sie finden wieder eine gro&szlig;e Zahl interessanter Berichte und Dokumente unter <a href=\"http:\/\/www.sozialpolitik-aktuell.de\/%20\">Sozialpolitik aktuell in Deutschland<\/a><\/strong>\n<p>Unter anderem: <\/p>\n<ul>\n<li>Niedriglohnbesch&auml;ftigung 2007 weiter gestiegen &ndash; zunehmende Bedeutung von Niedrigstl&ouml;hnen (IAQ)<\/li>\n<li>Armutsvermeidung im Alter: Handlungsbedarf und Handlungsoptionen (WSI)<\/li>\n<li>Auswirkungen der finanz- und realmarktwirtschaftlichen Entwicklung auf die sozialen Sicherungssysteme (Friedrich-Ebert-Stiftung)<\/li>\n<li>Praxis und neue Entwicklungen bei 1-Euro-Jobs (Deutscher Gewerkschaftsbund)<\/li>\n<li>Sozialberichterstattung der amtlichen Statistik (Statistische &Auml;mter des Bundes und der L&auml;nder)<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(RS\/WL) <\/p>\n<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p>\n<ol>\n<li><a href=\"?p=4070#h01\">Zum Sozialbericht 2009<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4070#h02\">Abwrackpr&auml;mie bedeutet weniger Hartz IV<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4070#h03\">2,3% weniger Besch&auml;ftigte im Verarbeitenden Gewerbe im Mai 2009<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4070#h04\">Die Industrie streicht immer mehr Stellen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4070#h05\">CDU-Politiker will l&auml;ngeres Arbeitslosengeld f&uuml;r J&uuml;ngere <\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4070#h06\">DGB gegen Hartz-IV-Abstufung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4070#h07\">Doppeltes Verarmungsrisiko im Osten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4070#h08\">Gesundheitsforscher: Reformschritte f&uuml;r<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4070\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4070","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4070","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4070"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4070\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4070"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4070"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4070"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}