{"id":4072,"date":"2009-07-17T09:49:56","date_gmt":"2009-07-17T07:49:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4072"},"modified":"2009-07-17T14:42:38","modified_gmt":"2009-07-17T12:42:38","slug":"hinweise-des-tages-934","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4072","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(AM\/MB)<br>\nHeute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p><ol>\n<li><a href=\"?p=4072#h01\">Thomas Fricke &ndash; Und Schuld sind immer die Anderen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4072#h02\">Privatbahnen rufen den Staat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4072#h03\">Die ARD-Doku &ldquo;Die Armutsindustrie&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4072#h04\">&raquo;Hier geht es ums Sparen, nicht ums F&ouml;rdern&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4072#h05\">Kita-Alltag: L&auml;chle, bis es weh tut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4072#h06\">Milliardenschulden &ndash; Arabisches Firmendrama schockiert Region<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4072#h07\">Schwerpunktheft zur Zukunft des Sozialstaats &ndash; Sozialversicherungssystem wirkt in der Krise stabilisierend<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4072#h08\">Saarbr&uuml;cken: Karikaturen gegen Rot-Rot<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4072#h09\">Willys zahnlose Erben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4072#h10\">Strategiepapier zur Finanzpolitik in Sachsen-Anhalt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4072#h11\">Gerichtsurteil zu Hartz IV &ndash; Darlehen f&uuml;r den Schulweg <\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4072#h12\">Hilfsarbeiter sollen mehr Geld erhalten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4072#h13\">Glossar der Krise: Steuerparadies<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4072#h14\">Was ein Parlament ist, entscheiden die Richter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4072#h15\">Gregor Gysi: Ich, der Tausendf&uuml;&szlig;ler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4072#h16\">S-Bahn stellt Fahrten in der Berliner Innenstadt ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4072#h17\">Calpers klagt gegen Rating-Agenturen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4072#h18\">Schleswig-Holstein: Duo Catastrophale<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4072#h19\">Besorgte Osteurop&auml;er<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4072#h20\">Kleines Abc zur Finanzpleite<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4072#h21\">Vom Saulus zum Paulus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4072#h22\">Korrektur zu einem fr&uuml;heren Hinweis zur Abwrackpr&auml;mie f&uuml;r HartzIV-Empf&auml;nger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4072#h23\">Dieter Wermuth: Ahnungslose &Ouml;konomen &ndash; BIZ hat jahrelang gewarnt<\/a><\/li>\n<\/ol><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4072&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Thomas Fricke &ndash; Und Schuld sind immer die Anderen<\/strong><br>\nEuropas Notenbank hat die Krise erst untersch&auml;tzt und dann sehr langsam reagiert. Jetzt empfiehlt sie zur Behebung allen Ernstes mehr Flexibilit&auml;t am Arbeitsmarkt. Fehlende Kriseneinsicht? Oder unflexibles Denken? Dabei wirkt es politisch zumindest originell, L&ouml;hne senken zu wollen, wenn Crashs von Bankmanagern, &Ouml;lspekulanten und Investbankern dauerhaft Sch&auml;den in der Wirtschaft zu hinterlassen drohen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/leitartikel\/:Kolumne-Thomas-Fricke-Und-Schuld-sind-immer-die-Anderen\/541180.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung O.P.:<\/strong> Der Text im <a href=\"upload\/pdf\/090717_ezb_monatsbericht_072009.pdf\">j&uuml;ngsten Monatsbericht der EZB (S. 53) [PDF &ndash; 3.7 MB]<\/a>, auf den sich Thomas Fricke bezieht, lautet:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>Insgesamt sind angesichts der derzeitigen ausgepr&auml;gten Abw&auml;rtsbewegungen beim Potenzialwachstum sowie unter Einbeziehung der k&uuml;nftigen negativen Auswirkungen auf das Produktionspotenzial, die sich aus der demografischen Entwicklung im Euroraum ergeben, strukturelle wirtschaftliche Reformanstrengungen im Eurogebiet notwendiger denn je, um einen anhaltenden Anstieg der Produktion und der Besch&auml;ftigung zu unterst&uuml;tzen. Derartige Anstrengungen sollten darauf abzielen, die Anpassungsf&auml;higkeit und Flexibilit&auml;t der Arbeits- und G&uuml;term&auml;rkte zu steigern. Dies l&auml;sst sich am besten dadurch erreichen, dass die Lohnsetzung und die sektor- und regionen&uuml;bergreifende Mobilit&auml;t der Arbeitskr&auml;fte erleichtert werden. Eine F&ouml;rderung des Wettbewerbs und eine Verst&auml;rkung der Investitionsanreize w&uuml;rden den Restrukturierungsprozess beschleunigen und die Produktivit&auml;t steigern.<\/p><\/blockquote>\n<p><em>In&nbsp; ihrer Hilflosigkeit verfallt die EZB auf die alten Mythen der Angebotstheorie. Das Angebot schafft sich seine Nachfrage (Say) und als grundlegende Voraussetzung f&uuml;r Investitionen gilt die Freisetzung der Anpassungsmechanismen am Arbeitsmarkt (&ldquo;strukturelle wirtschaftliche Reformanstrengungen&rdquo;). Und bald werden unsere Wendeh&auml;lse ihr neoliberales Herz wiederentdecken&nbsp;und schreiben:<\/em> <\/p>\n<blockquote><p>Deshalb sind die Arbeitskosten ein Schl&uuml;ssel zur &Uuml;berwindung der deutschen Wachstumsschw&auml;che. Wer behauptet, Deutschland k&ouml;nne und m&uuml;sse ein Hochlohnland bleiben, handelt unredlich oder ignorant. Millionen von &uuml;berwiegend gering qualifizierten Arbeitslosen finden seit Jahrzehnten zu den herrschenden L&ouml;hnen keine Besch&auml;ftigung &ndash; mit ungebrochen steigender Tendenz. Diese anhaltend hohe Arbeitslosigkeit verursacht gravierende soziale und wirtschaftliche Lasten, die die krisenhafte Entwicklung noch verst&auml;rken. &Uuml;berdies wird die erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung in Osteuropa und Asien zuk&uuml;nftig vermehrt auch mittlere bis hohe Qualifikationsprofile des deutschen Arbeitsmarktes erfassen und zumindest zu &auml;u&szlig;erster Lohnzur&uuml;ckhaltung n&ouml;tigen. Gleichwohl ist festzuhalten, dass das Versagen der Tarifparteien in den letzten Jahrzehnten vor allem zu Lasten der Geringqualifizierten ging. Die unangenehme Wahrheit besteht deshalb darin, dass eine Verbesserung der Arbeitsmarktlage nur durch niedrigere Entlohnung der ohnehin schon Geringverdienenden, also durch eine verst&auml;rkte Lohnspreizung, m&ouml;glich sein wird. (Hamburger Appell 2005, Punkt 3)<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Privatbahnen rufen den Staat<\/strong><br>\nDie Folgen der Finanzkrise schlagen offenbar auf den Wettbewerb im Schienenpersonnennahverkehr SPNV durch: Die Betreiber der Privatbahnen verlangen von den &ouml;ffentlichen Auftraggebern finanzielle Hilfen etwa bei der Fahrzeugbeschaffung, da sie sonst bei den Strecken-Ausschreibungen keine Chance gegen den m&auml;chtigen Konkurrenten Deutsche Bahn h&auml;tten. Doch die Bahn wehrt ab: Die Konkurrenten nutzten lediglich die aktuelle Diskussion &uuml;ber Staatshilfen aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1835420&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die ARD-Doku &ldquo;Die Armutsindustrie&rdquo;<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=9XFFV9rb5w8\">YouTube<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&raquo;Hier geht es ums Sparen, nicht ums F&ouml;rdern&laquo;<\/strong><br>\nOffenbach zwingt Erwerbslose unter Androhung von Leistungsk&uuml;rzungen zum zweimonatigen Bewerbungstraining. Ein Gespr&auml;ch mit Nikolaus D&uuml;mpelmann. Nikolaus D&uuml;mpelmann ist Kreisvorsitzender der Partei Die Linke in Offenbach und hat dort vor zwei Jahren eine Hartz-IV-Beratung mitgegr&uuml;ndet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/07-15\/051.php?print=1\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Kita-Alltag: L&auml;chle, bis es weh tut <\/strong><br>\nHeulende Kinder, kranke Kollegen, anspruchsvolle Eltern: eine Glosse &uuml;ber die Eindr&uuml;cke aus dem Alltag einer Kindergarten-Erzieherin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/schule\/dossiers\/fruehfoerderung\/kita-alltag-laecheln-bis-es-weh-tut_aid_416694.html?drucken=1\">Focus<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Milliardenschulden &ndash; Arabisches Firmendrama schockiert Region<\/strong><br>\nBisher galten Unternehmer aus dem Nahen Osten als Investoren mit fast unbegrenzten finanziellen M&ouml;glichkeiten. Nun stecken zwei Unternehmensimperien aus Saudi-Arabien in tiefer Geldnot. Sie schulden 120 Banken weltweit mehrere Mrd. $. Die Schieflage bedroht den gesamten arabischen Raum.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/finanzdienstleister\/:Milliardenschulden-Arabisches-Firmendrama-schockiert-Region\/540493.html\">Financial Times Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Schwerpunktheft zur Zukunft des Sozialstaats &ndash; Sozialversicherungssystem wirkt in der Krise stabilisierend <\/strong><br>\nDas deutsche Sozialversicherungssystem wirkt in der Krise stabilisierend auf die wirtschaftliche Entwicklung. Die von der konjunkturellen Lage und der Finanzmarktenwicklung unabh&auml;ngigen kontinuierlichen Transferzahlungen aus der Gesetzlichen Rentenversicherung st&uuml;tzen die verf&uuml;gbaren Einkommen der privaten Haushalte und damit Konsumnachfrage und Investitionsaktivit&auml;ten. Noch st&auml;rker antizyklisch wirken Lohnersatzleistungen wie das Kurzarbeiter- und das Arbeitslosengeld. Trotz hoher finanzieller Belastungen zeigen sich damit in der Wirtschaftskrise wesentliche Vorteile der Sozialversicherung &ndash; vor allem gegen&uuml;ber dem angels&auml;chsisch-liberalen Wohlfahrtsstaat. Die Vorteile &uuml;berwiegen gegen&uuml;ber den Defiziten der Sozialversicherung. Schw&auml;chen wie die starke Kopplung des Systems an das klassische &ldquo;Normalarbeitsverh&auml;ltnis&rdquo; und die damit verbundene schwindende Einnahmebasis lassen sich innerhalb des Systems beheben. Statt durch Leistungsk&uuml;rzungen die St&auml;rken der Sozialversicherung zu beschneiden, sollten &uuml;ber eine Ausweitung des Versichertenkreises die Einnahmeseite gest&auml;rkt und mehr Menschen unter den Schutz der Sozialversicherung gestellt werden. Zu diesen Ergebnissen kommen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die in der aktuellen Ausgabe der WSI Mitteilungen St&auml;rken und Schw&auml;chen der verschiedenen Zweige des deutschen Sozialstaats analysieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/wsimit_2009_07_bogedan.pdf\">B&ouml;ckler [PDF &ndash; 106 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Saarbr&uuml;cken: Karikaturen gegen Rot-Rot<\/strong><br>\nDass das Saarland das Land der Vereine sei, betont man hier bei jeder Gelegenheit &ndash; doch ein Fall von Vereinsmeierei, der jetzt den Wahlkampf an der Saar belebt, d&uuml;rfte die Freude an der Geselligkeit mancherorts tr&uuml;ben. Mit Anzeigen, die letzte Woche t&auml;glich in der &bdquo;Saarbr&uuml;cker Zeitung&ldquo; und der saarl&auml;ndischen Ausgabe der &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung geschaltet wurden, warnte ein bisher unbekanntes B&uuml;ndnis unter dem Motto &bdquo;Ich lasse mich nicht linken&ldquo; mit wechselnden Karikaturen vor einer rot-roten Koalition nach der Landtagswahl Ende August. Verantwortlich f&uuml;r diese Aktion zeichnet ein gleichnamiger Verein aus &bdquo;engagierten unabh&auml;ngigen saarl&auml;ndischen B&uuml;rgern&ldquo;. Die CDU, der Urheberschaft verd&auml;chtigt, wehrte ab: Man habe mit den Anzeigen nichts zu tun und sei ebenso &uuml;berrascht, teilte der Fraktionsvorsitzende J&uuml;rgen Schreier mit. Trotzdem konnte er eine gewisse Freude nicht verhehlen: &ldquo;Originell und aufkl&auml;rerisch&rdquo; seien die Anzeigen, meinte er und empfahl den Journalisten grinsend, die Hintergr&uuml;nde zu recherchieren. Dass die CDU nichts mit der Kampagne zu tun habe, glaubt kaum jemand &ndash; denn die Protagonisten sind alte Bekannte: Der Vorsitzende des Vereins, der Unternehmer G&uuml;nter Klein, war CDU-Stadtratsmitglied in P&uuml;ttlingen; als Treuh&auml;nder fungiert Rechtsanwalt Hans-Georg Warken, ein Intimus von Ministerpr&auml;sident Peter M&uuml;ller (CDU). Initiator der Aktion ist zumindest offiziell ein anderer: der D&uuml;sseldorfer Gesch&auml;ftsmann Wolfgang Bonenkamp, der gute pers&ouml;nliche Kontakte ins Saarland pflegt und Anfang Februar die Gr&uuml;ndung des rund drei&szlig;ig K&ouml;pfe starken B&uuml;ndnisses angesto&szlig;en haben soll.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubBB9796FB1673465EBA1B1014C3288CAA\/Doc~EF84A4470C71C4FFB8443B9BD3ECBC225~ATpl~Ecommon~Scontent~Afor~Eprint.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> Anonyme Gruppen in Wahlk&auml;mpfen. Wahrlich nichts Neues. Wie geht man damit um? Offensiv und die eigenen Leute vorbereiten. Wer sich genauer daf&uuml;r interessiert, siehe Albrecht M&uuml;ller: <a href=\"?p=2381\">Willy w&auml;hlen&rsquo;72<\/a>, Seite 64 ff (&bdquo;Keine Angst vorm gro&szlig;en Geld&ldquo;) und Seite 164 ff (&bdquo;Klassenkampf von oben &ndash; Offen sagen, was ist.&ldquo;) und rororo-aktuell Nr. 1658: J&ouml;rg Richter (Herausg.): Klassenkampf von oben &hellip;, Dokumente und Analysen eines gescheiterten Wahlkampfes.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Willys zahnlose Erben<\/strong><br>\nWas ist los mit der SPD? Saft- und kraftlos wahlk&auml;mpfen sich die Genossen durch den Sommer, voran jedoch kommen sie nicht. Dabei k&ouml;nnen die Sozialdemokraten auf grandiose Wahlk&auml;mpfe zur&uuml;ckblicken &ndash; und auf den Mythos der unschlagbaren &ldquo;Kampa&rdquo;. Allein: Der derzeitigen SPD-Spitze fehlt es an Biss, Machtwillen und Zusammenhalt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wahl-2009\/aktuell\/:Der-Wahlkampf-SPD-Willys-Erben\/706329.html\">STERN<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> Was hier &uuml;ber die Bedeutung der Kampa geschrieben wird, ist schlicht falsch. Der Wahlkampf der SPD von 1998 wurde wesentlich von Schr&ouml;ders Crew und nicht von M&uuml;nteferings Kampa gepr&auml;gt und dann mit der Breite von Lafontaine und Schr&ouml;der gewonnen. Der Kampa-Mythos wurde von M&uuml;ntefering und Machnig wirklichkeitswidrig gepflegt. Dass ein erfahrener Journalist dies 11 Jahre sp&auml;ter einfach nachbetet, ist schon beachtlich.  N&auml;heres siehe auch in einem Beitrag in den NDS vom 19. November 2008 um 17:59 Uhr: <a href=\"?p=3602\">Tr&uuml;be Aussichten f&uuml;r die BTW 2009 &ndash; Hausgemacht bei M&uuml;nte<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Strategiepapier zur Finanzpolitik in Sachsen-Anhalt<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sachsen-anhalt.de\/LPSA\/fileadmin\/Elementbibliothek\/Bibliothek_Politik_und_Verwaltung\/Bibliothek_Ministerium_der_Finanzen\/Dokumente\/MF-Nachrichten_18_2009.pdf\">Finanzministerium Sachsen-Anhalt [PDF &ndash; 912 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung eines Nachdenkseiten-Lesers aus Sachsen-Anhalt:<\/strong> Das Finanzministerium Sachsen-Anhalt hat ein sehr interessantes Papier zu den Auswirkungen der Krise auf den Haushalt aufgestellt. Man kann hier sehr sch&ouml;n die Sach- und Ideologiezw&auml;nge f&uuml;r die zuk&uuml;nftige Haushaltspolitik nachvollziehen und nat&uuml;rlich auch wer daf&uuml;r aufkommen muss.<br>\nHauptstrategie ausgeglichener Haushalt, Verbesserung der Einnahmenseite von vornherein ausgeschlossen!! Zuk&uuml;nftige extreme Verknappung jeglichen Spielraums, weswegen Personaleinsparungen (Vorbilder finanzschwache Westl&auml;nder) nat&uuml;rlich bei den &uuml;blichen Verd&auml;chtigen vorgenommen werden; Hochschulen (dabei sind die schon fast kaputt hier), Unikliniken, Polizei (hier gabs schon extreme Sparwut) und nat&uuml;rlich auch die normalen Kliniken, Investitionen in Infrastruktur, dann die ganzen Programme die die Symptome des Verfalls unseres Gemeinwesens verdecken sollen ( F&ouml;rderprogramme, Frauen, Gegen-Rechts, Schulprogramme, Beratungen, Kitas etc.), aber auch Katastrophenschutz siehe Hochwasser 2002 etc. Einer der Auswege Privatisierung der Unikliniken a la Hessen mit Forschungsverpflichtungen und interessant ist auch, dass das Land eine Viertelmillarde in die NordLB investiert hat, der Wert des Anteils nun etwa 90 Mio. betr&auml;gt&hellip;und eventuell abgegeben werden soll.<br>\nWas soll man dazu sagen? Und sollte die Krise dank der R&uuml;ckkopplungseffekte der Einsparungen in Wirtschaft und Staatssektor voll zu schlagen, da werden dann wohl weitere K&uuml;rzungen unumg&auml;nglich sein, bis es quietscht!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Gerichtsurteil zu Hartz IV &ndash; Darlehen f&uuml;r den Schulweg <\/strong><br>\nEin 17-j&auml;hriger Gymnasiast aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf, dessen Familie Hartz-VI-Leistungen bezieht, muss seine Fahrt zur Schule durch ein zinsloses Darlehen vom Kreis finanzieren.<br>\nDas Sozialgericht Marburg teilte am Donnerstag mit, der Landkreis sei nicht verpflichtet, die Kosten f&uuml;r die Monatskarte in H&ouml;he von derzeit 56,90 Euro zu &uuml;bernehmen. Die Beh&ouml;rde m&uuml;sse jedoch ein Darlehen gew&auml;hren. Auch Kinder aus armen Haushalten sei der Besuch eines Gymnasiums zu erm&ouml;glichen.<br>\nVon dem monatlichen Regelsatz f&uuml;r den Jungen in H&ouml;he von 281 Euro sei es nicht m&ouml;glich, die Kosten der Monatskarte aufzubringen. (Az: 9 SO 60\/09 ER). Das Gericht entschied nach einem Eilantrag der Familie. Zuvor hatte der Landkreis jegliche Form der Kosten&uuml;bernahme mit dem Hinweis auf eine fehlende Rechtsgrundlage abgelehnt. Die Frage ist auch beim Bundessozialgericht anh&auml;ngig. epd<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/frankfurt_und_hessen\/nachrichten\/hessen\/1839284_Gerichtsurteil-zu-Hartz-IV-Darlehen-fuer-den-Schulweg.html\">FR<\/a><br>\n&nbsp;<br>\n<em><strong>Kommentar P.K.:<\/strong> Studiengeb&uuml;hren waren nur der Anfang. Jetzt m&uuml;ssen die Kinder von Hartz-IV Empf&auml;ngern auch noch die Kosten f&uuml;r den Bus zur Schule zahlen. Ein zinsloses Darlehen f&uuml;r Hartz-VI Empf&auml;nger ist f&uuml;r das &bdquo;Sozialgericht&ldquo; Marburg die sozialstaatliche L&ouml;sung. Kommen jetzt die Schulgeb&uuml;hren f&uuml;r die Sekundarstufe II in Hessen? Ein Bildungsdarlehen machts sicher m&ouml;glich!<br>\nHessen vorn &ndash; Bildungsland Hessen. Der Slogan von CDU und FDP im Wahlkampf 09 wird zur Satire.<\/em><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Hilfsarbeiter sollen mehr Geld erhalten<\/strong><br>\nErstmals ist einheitlicher Mindestlohn f&uuml;r Maler und Lackierer vereinbart. Ab dem 1. September steigt der Stundensatz f&uuml;r Hilfsarbeiter im Osten. Die neue Untergrenze von 9,50 Euro soll erstmals f&uuml;r die gesamte Republik gelten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1839029&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a>\n<p><strong>Kleiner Schritt<\/strong><br>\nNat&uuml;rlich ist die Lohn-Vereinbarung f&uuml;r die Handwerker nicht so bedeutsam wie etwa ein Abschluss in der m&auml;chtigen Metallindustrie. Aber es ist ein erster, kleiner Schritt weg vom Wettbewerb &uuml;ber Lohndumping. Weil k&uuml;nftig ein einheitlicher Maler-Mindestlohn gilt, wird es auch f&uuml;r Ost-Betriebe schwieriger, sich mit Niedrigl&ouml;hnen einen Vorteil zu verschaffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1839028&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Glossar der Krise: Steuerparadies<\/strong><br>\nIn allen Sprachsystemen, die dazu dienen, ein Unrecht zu verschleiern (also zum Beispiel in dem der &Ouml;konomie), werden die zu diesem Zweck eingesetzten Euphemismen dann am heftigsten orchestriert, wenn das kriminelle Potential, das sie verbergen sollen, am gr&ouml;&szlig;ten ist. Dann m&uuml;ssen die ganz positiv besetzten W&ouml;rter her, da reicht dann kein technischer Fachausdruck mehr. &bdquo;Steueroptimierung&ldquo; oder &auml;hnliche Begriffe sind zwar auch schon Euphemismen, aber ihre Verschleierungsleistung ist zu d&uuml;rftig angesichts der kriminellen Energie, die sich hinter ihnen versteckt. Ein &bdquo;Steuerparadies&ldquo; oder eine &bdquo;Steueroase&ldquo; beruhigt besser, auch und gerade die T&auml;ter. Niemand ist gern ein Betr&uuml;ger; ein im Paradies oder in einer Oase Willkommener aber schon. Sie sind Rettungsorte. Ringsum, in der b&ouml;sen Welt, m&ouml;gen zwar die Kavalleristen der nationalen Steuerfahndung auf ihren Jagdkamelen herumgaloppieren: Dass aber der Herr einen Herrn Steinbr&uuml;ck ins Paradies eingelassen h&auml;tte, hat man noch nie geh&ouml;rt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubF0E19050B066464AB68BBD3CCF4AEB16\/Doc~E0F1EEFBC36DA4221A1D4066766042F5A~ATpl~Ecommon~Scontent~Afor~Eprint.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Was ein Parlament ist, entscheiden die Richter<\/strong><br>\nMit seinem Urteil zum Lissaboner Vertrag hat das Bundesverfassungsgericht der europ&auml;ischen Integration Grenzen gesetzt, die nicht unbedingt demokratiefreundlich zu nennen sind. Vor allem seine Ma&szlig;regelung des Europ&auml;ischen Parlaments d&uuml;rfte rechtshistorisch beispiellos sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE\/Doc~E77620A14A6AA46F591B447D40973EF54~ATpl~Ecommon~Scontent~Afor~Eprint.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Das Urteil des Bundesverfassungsgericht ist aus den Schlagzeilen. Sch&ouml;n, dass immer noch Stimmen, Interpretationen ver&ouml;ffentlicht werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Gregor Gysi: Ich, der Tausendf&uuml;&szlig;ler<\/strong><br>\nEin Pl&auml;doyer f&uuml;r die Kunst der Rede in der Welt der Politik<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/images.zeit.de\/text\/2009\/30\/Gregor-Gysi\">Zeit<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>S-Bahn stellt Fahrten in der Berliner Innenstadt ein<\/strong><br>\nSie wollen in den Ferien nach Berlin? Oder schlimmer noch: Sie wohnen in der Haupstadt? Dann machen Sie sich auf eine weitere Steigerung im Berliner S-Bahn-Chaos gefasst. Ab Montag wird der S-Bahn-Verkehr in der Innenstadt eingestellt. Hoffnung auf normalen Verkehr wird f&uuml;r Dezember gemacht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article4134173\/S-Bahn-stellt-Fahrten-in-der-Berliner-Innenstadt-ein.html?print=yes#reqdrucken\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.-P. F.:<\/strong> So was ist mir aus Reichsbahnzeiten nicht bekannt, Totalausfall&hellip;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Calpers klagt gegen Rating-Agenturen<\/strong><br>\nDie grosse kalifornische Pensionskasse Calpers (California Public Employees Retirement System) hat bei einem Gericht in San Francisco eine Klage gegen die Rating-Agenturen Moody&rsquo;s Investors Service, Standard &amp; Poor&rsquo;s sowie Fitch Rating eingereicht. Darin werden die Agenturen beschuldigt, komplexe Wertpapiere &laquo;&auml;usserst ungenau&raquo; bewertet und in fahrl&auml;ssiger Weise gehandelt zu haben. Calpers sei dadurch ein Schaden von rund 1 Mrd. $ entstanden. Die Pensionskasse fordert Schadenersatz und Genugtuung in nicht genannter H&ouml;he. Calpers ist mit 1,6 Mio. Rentnern und einem Anlageverm&ouml;gen von 173 Mrd. $ die gr&ouml;sste &ouml;ffentliche Pensionskasse der USA.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/boersen_und_maerkte\/calpers_klagt_gegen_rating-agenturen_1.3062996.html?printview=true\">Neue Z&uuml;rcher Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Schleswig-Holstein: Duo Catastrophale<\/strong><br>\nFehler haben beide gemacht. Stegner, ein Z&uuml;ndler und Provokateur, hat seine M&ouml;glichkeiten weit &uuml;bersch&auml;tzt. Er wird auch in seiner SPD allenfalls respektiert, nicht gemocht.  Und Carstensen? Ein Sch&ouml;nwetter-Kapit&auml;n, ein Gute-Laune-Onkel, der feuchte H&auml;nde kriegt, wenn das Regieren schwierig wird. Das Desaster der HSH Nordbank zeigte, wie &uuml;berfordert Carstensen ist, wenn mal nicht eine Kohlk&ouml;nigin gek&uuml;rt werden muss, sondern sein Land in den finanziellen Abgrund guckt.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/kommentare\/1837677_Kommentar-Duo-Catastrophale.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Es folgt ein Kommentar, lang aber aufschlussreich. Die Meinung unseres Lesers GK.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G. K.:<\/strong> Es war ein dicker handwerklicher Fehler von Ralf Stegner, nicht &uuml;ber die Zustimmung des schleswig-holsteinischen SPD-Innennministers zu den Bonuszahlungen in H&ouml;he von 2,9 Mio. &euro; an das F&uuml;hrungspersonal der mit Hilfe von Steuergeldern geretteten HSH-Bank informiert gewesen zu sein. Und es ist ein Skandal, da&szlig; neben dem CDU-Vertreter in den Aufsichtsgremien auch der SPD-Vertreter diese Bonuszahlungen abgenickt hat. Jedoch: Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, da&szlig; der Medien-Mainstream unabh&auml;ngig von der Sachlage die Schuld f&uuml;r den Bruch des Regierungsb&uuml;ndnisses der SPD so oder so in die Schuhe schiebt. Die gro&szlig;e Mehrheit unserer Medien wittert die Gelegenheit, da&szlig; auch in Schleswig-Holstein ein schwarz-gelbes Regierungb&uuml;ndnis installiert werden kann.<br>\nDer oben zitierte Kommentar aus der Frankfurter Rundschau hat, so weit ich die Medienberichterstattung zu Schleswig-Holstein verfolgen konnte, beinahe Seltenheitswert, denn dieser Kommentar benennt nicht nur die Schattenseiten des SPD-Spitzenmannes, sondern auch jene des CDU-Ministerpr&auml;sidenten Carstensen. Von ganz anderer Machart ist hingegen ein vom STERN ver&ouml;ffentlichter Beitrag der Deutschen Presseagentur (dpa). In diesem Artikel wird die Verantwortung f&uuml;r den Bruch des Regierungsb&uuml;ndnisses einseitig dem SPD-Spitzenmann in die Schuhe geschoben: &ldquo;Ralf Stegner: Der b&ouml;se Bube von der F&ouml;rde&rdquo;.<br>\nIn dem dpa-Beitrag hei&szlig;t es: &ldquo;Sein forscher, von Kritikern auch als sehr ruppig empfundener F&uuml;hrungsstil hat Ralf Stegner (49) den Spitznamen &ldquo;Roter Rambo&rdquo; eingebracht. &hellip; Mit seiner Art hat er sich nicht nur Freunde gemacht, besonders der Kieler Koalitionspartner CDU macht Stegner f&uuml;r den Dauerknatsch verantwortlich, einige trauen ihm nicht mehr und werfen ihm Profilierungssucht vor. Seine Beteuerungen, zu den von der Koalition beschlossenen harten Einsparungen zu stehen, wurden zuletzt als Lippenbekenntnisse abgetan. Stegner d&uuml;rfe sich nicht &ldquo;aus dem Staube machen&rdquo;, wenn es schwierig wird, sagte CDU-Fraktionschef Johann Wadephul. Mehr noch: Stegner habe die Koalitionsatmosph&auml;re vergiftet und das Verh&auml;ltnis zerr&uuml;ttet. &hellip; Nicht mehr an die Kabinettsdisziplin gebunden, hatte Stegner zuletzt auch bundesweit sein Profil als einer der Exponenten des linken SPD-Lagers gest&auml;rkt. Gern r&auml;soniert er in Talkshows &uuml;ber &ldquo;neoliberalen Quark&rdquo;.&rdquo;<\/em><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/:Ralf-Stegner-Der-Bube-F%F6rde\/706391.html\">Stern<\/a><\/p>\n<p><em>Die Deutsche Presseagentur bet&auml;tigt sich mit diesem Beitrag, entgegen ihres eigentlichen Auftrages, die Medien und andere interessierte Stellen m&ouml;glichst wertneutral mit Nachrichten zu versorgen, als unkritisches Sprachrohr der schleswig-holsteinischen CDU: &ldquo;Der rote Rambo&rdquo; als &ldquo;Exponent des linken SPD-Lagers&rdquo; (da loben wir uns doch die gut-&ldquo;b&uuml;rgerlichen Parteien&rdquo;) besitzt die Unversch&auml;mtheit, &ldquo;in Talkshows &uuml;ber neoliberalen Quark zu r&auml;sonieren&rdquo;.<br>\nIst es mit der eigentlichen Zielsetzung einer Nachrichtenagentur vereinbar, derart einseitig zu Gunsten einer Konfliktseite Partei zu ergreifen? Nach meinem Verst&auml;ndnis: Nein!<br>\nNach meiner Beobachtung handelt es sich bei dem vorliegenden Beitrag der Deutschen Presseagentur (dpa) um keinen Einzelfall: In den vergangenen Jahren hat sich nach meiner Einsch&auml;tzung bei dieser Nachrichtenagentur eine zunehmend tendenzi&ouml;se Berichterstattung zu Gunsten der neoliberal-konservativen Kr&auml;fte entwickelt. Dies ist umso bedenklicher, als viele Medien die vorgefertigten dpa-Berichte (genauso wie jene anderer Nachrichtenagenturen) ungepr&uuml;ft f&uuml;r die eigene Berichterstattung &uuml;bernehmen.<br>\nSo spielte beispielsweise die dpa-Berichterstattung zu den Kundgebungen der Demonstrationsteilnehmer w&auml;hrend des G8-Gipfels im Juni 2007 in Heiligendamm den konservativen Hardlinern in die H&auml;nde. Stefan Niggemeier dokumentiert dies in dem Beitrag <strong>&ldquo;Chronologie einer Falschmeldung&rdquo;<\/strong>.<\/em><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.stefan-niggemeier.de\/blog\/chronologie-einer-falschmeldung\/\">Stefan Niggemeier<\/a><\/p>\n<p><em>Ein abschlie&szlig;ender Hinweis zu dem Bruch des Kieler Regierungsb&uuml;ndnisses: Der von vielen Medien erweckte Eindruck, die SPD (in Person von Ralf Stegner) trage mehr oder weiniger die alleinige Verantwortung f&uuml;r das Auseinanderbrechen der schwarz-roten Regierung, wird durch folgenden, bereits im April 2009 von den &ldquo;L&uuml;becker Nachrichten&rdquo; ver&ouml;ffentlichten Beitrag in Zweifel gezogen. In diesem Beitrag hei&szlig;t es zu dem &ldquo;heftigen Streit in der F&uuml;hrungsriege der Nord- CDU&rdquo; (so die &ldquo;L&uuml;becker Nachrichten&rdquo; im April 2009):<br>\n&ldquo;Der heftige Streit in der F&uuml;hrungsriege der Nord- CDU weitet sich zur schwarz-roten Regierungskrise aus. Erst erhob CDU-Ex- Wirtschaftsminister Werner Marnette wegen angeblich viel zu hoher Risiken bei der HSH-Nordbank-Rettung neue schwere Vorw&uuml;rfe gegen CDU-Ministerpr&auml;sident Peter Harry Carstensen und seinen Finanzminister Rainer Wiegard. &bdquo;Der SPD-Teil der Regierung hat keine Krise&ldquo;, so Stegner. Der CDU k&ouml;nne man aber nur w&uuml;nschen, dass sie &bdquo;ihre Probleme schnell l&ouml;sen kann&ldquo;. Das j&uuml;ngste davon ist ein Interview Marnettes (CDU) mit dem Magazin &bdquo;Der Spiegel&ldquo;. Darin hat Marnette seiner Wut &uuml;ber das Krisenmanagement bei der HSH-Rettung erneut freien Lauf gelassen &ndash; vor gut einer Woche war der Minister deswegen von seinem Amt zur&uuml;ckgetreten. &hellip;<br>\nCarstensen habe sich sogar &ouml;ffentlich &uuml;ber ihn beschwert: Man kriege &bdquo;sogar nachts SMS und E-Mails von dem Kerl&ldquo;. Im Kabinett h&auml;tten daher auch nur die SPD-Minister Uwe D&ouml;ring und Ute Erdsiek-Rave kritisch nachgehakt. Kritische CDU-Landtagsabgeordnete habe Carstensen als Leute abgetan, die in ihre Schlosserei oder ihrem Elektrogesch&auml;ft &bdquo;ihre Hausaufgaben&ldquo; nicht hinkriegen w&uuml;rden, jetzt aber mal &bdquo;gro&szlig;e Finanzwelt spielen wollen&ldquo;, so Marnette in dem Interview. In Kiel sorgten die Vorw&uuml;rfe gestern f&uuml;r stundenlange Krisensitzungen. Fast einen ganzen Tag lang br&uuml;tete die Staatskanzlei &uuml;ber einer Stellungnahme. Dann gab&rsquo;s von Carstensen nur einen Satz: &bdquo;Die mir in den Mund gelegten &Auml;u&szlig;erungen sind zu keinem Zeitpunkt gefallen.&ldquo; Marnette allerdings zu den LN: &bdquo;So hat er&rsquo;s gesagt. Sonst h&auml;tte ich ihn nicht so zitiert.&ldquo;&rdquo;<\/em><br>\nQuelle 4: <a href=\"http:\/\/www.ln-online.de\/artikel\/2571576\/HSH-Krise:_Stegner_setzt_Carstensen_unter_Druck.htm\">L&uuml;becker Nachrichten<\/a><\/p>\n<p><em>Es w&auml;re Aufgabe unserer &ldquo;unabh&auml;ngigen&rdquo; und &ldquo;&uuml;berparteilichen&rdquo; Medien, die Kieler Auseinandersetzung zwischen &acute;CDU und SPD nicht &uuml;berwiegend durch die CDU-Brille zu betrachten. Der Beitrag aus den &ldquo;L&uuml;becker Nachrichten&rdquo; vom April 2009 zeigt, da&szlig; selbst innerhalb der CDU erhebliches Konfliktpotenzial existiert. Ein aus CDU-Sicht erfreuliches Nebenprodukt des Streits um das wahrscheinliche Ende des Kieler Regierungsb&uuml;ndnisses: Die diversen Aff&auml;ren rund um den Skandalreaktor K&uuml;mmel treten in den Hintergrund.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Besorgte Osteurop&auml;er<\/strong><br>\nFr&uuml;here Spitzenpolitiker Osteuropas, darunter Vaclav Havel, verfassen einen offenen Brief an US-Pr&auml;sident Obama &ndash; und warnen ihn vor der &ldquo;revisionistischen Macht&rdquo; Russland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/390\/480867\/text\/print.html\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wieder einmal manifestiert sich, dass in einer zentralen Frage der europ&auml;ischen Sicherheitspolitik Europa immer noch geteilt ist. Die gemeinsame Wertebasis br&ouml;ckelt, wenn die konkrete Zusammenarbeit beginnen soll bzw. eine gemeinsam Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik praktiziert werden soll. Eine schlanke Union, ein gro&szlig;er Binnenmarkt im Schutze der NATO ist die Wunschvorstellung von der Beschaffenheit der EU, die immer noch im Osten vorherrscht. Diese L&auml;nder bleiben von den Erfahrungen mit der ehemaligen Sowjetunion gepr&auml;gt. Viele Osteurop&auml;er sind davon &uuml;berzeugt, da&szlig; ihre &bdquo;Befreiung&ldquo; ein Verdienst der Vereinigten Staaten war, so da&szlig; die Regierungen in der Irakfrage den Konflikt mit Kerneuropa (ohne Italien bzw. Berlusconi) nicht scheuten. Umso best&uuml;rzender mu&szlig; die Ru&szlig;landpolitik der neuen amerikanischen Regierung wirken, welche sich Moskau viel rationaler n&auml;hert als die vorherige Regierung und damit ein St&uuml;ck n&auml;her an die Politik der alten EU r&uuml;ckt. Und klar ist auch, wie im Artikel zitiert , dass die Unterzeichner nur wenig Vertrauen in die politische Kraft der Europ&auml;ischen Union haben. &ndash; Man mag vielleicht einwenden, dass die Unterzeichner nicht die offiziellen Vertreter ihrer Nationen sind, aber gerade deswegen brauchen sie keine R&uuml;cksicht sie auf die laufenden Gesch&auml;fte zu nehmen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Kleines Abc zur Finanzpleite<\/strong><br>\nWir schreiben das zweite Jahr der globalen Krise. Zeit f&uuml;r eine selbstkritische Analyse der Zeitenwende. Wie konnte die Blase &uuml;berhaupt so riesig werden und platzen? N&uuml;chtern betrachtet: Wir haben jeglichen Sinn f&uuml;r Risiken verloren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.weltwoche.ch\/no_cache\/ausgaben\/2009-23\/artikel-2009-23-kleines-abc-zur-finanzpleite.html?mode=print\">Weltwoche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Dieses &ldquo;wir&rdquo; bezieht sich durchaus auf den Autor selbst, er war ehemaliges Direktoriumsmitglied der Nationalbank und in leitender Funktion und als Verwaltungsrat im Bankgesch&auml;ft sowie in der Industrie t&auml;tig . Er ist immer noch a.o. Professor f&uuml;r Volkswirtschaft an der Universit&auml;t Basel. Der Artikel bietet an sich wenig Neues und konzentriert sich auf die falschen Anreizsysteme durch Boni. Der zum Paulus gewandelte Saulus best&auml;tigt immerhin, dass zumindest gegen Ende des Immobilienbooms, das Wissen um die Risiken strukturierter Produkte unter den Investmentbanken Allgemeingut war, so machte auf einem IWF-Meeting (!) in Washington im Herbst 2007 ein gefl&uuml;geltes Wort die Runde: &ldquo;Jeden Morgen steht ein Dummer auf, man muss ihn nur finden&rdquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Vom Saulus zum Paulus<\/strong><br>\nDie Finanzkrise hat viele zum Umdenken animiert. Auch Kurt Schiltknecht, der im Boom der Neunziger Jahre als Weggef&auml;hrte des Bankiers Martin Ebner ein gewiefter Praktiker des Abzockens war.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/wirtschaft\/konjunktur\/Vom-Saulus-zum-Paulus\/story\/12621207\/print.html\">Tagesanzeiger<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Korrektur zu einem fr&uuml;heren Hinweis zur Abwrackpr&auml;mie f&uuml;r HartzIV-Empf&auml;nger<\/strong><br>\nEin Leser schreibt: \n<blockquote><p>Die Behauptung: &ldquo;Keine Abwrackpr&auml;mie f&uuml;r Hartz IV-Empf&auml;nger&rdquo;&nbsp;kann ich so nicht stehen lassen .. siehe die 2 Links unten .. da die Abwrackpr&auml;mie eine zweckbestimmte Leistung ist, die f&uuml;r den t&auml;glichen Unterhalt nicht zur Verf&uuml;gung steht, ist es abwegig dies als Einkommen anzusehen. Siehe beigef&uuml;gtes Gerichtsurteil (&uuml;ber den Link)<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle 1: <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/public\/article\/auto\/ratgeber\/724408\/Abwrackpraemie-fuer-Hartz-IV-Empfaenger.html\">rp-online<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/1681433_Doch-Anspruch-auf-die-Abwrackpraemie.html\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Ahnungslose &Ouml;konomen<\/strong><br>\nDie Bank f&uuml;r Internationalen Zahlungsausgleich hat jahrelang vor der Krise gewarnt &ndash; ungeh&ouml;rt. Jetzt legt sie ihren neuen Jahresbericht vor. Eine Lekt&uuml;reempfehlung<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2009\/07\/16\/ahnungslose-okonomen_909\/print\">ZEIT Blog: Herdentrieb<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(AM\/MB)<br \/> Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p>\n<ol>\n<li><a href=\"?p=4072#h01\">Thomas Fricke &ndash; Und Schuld sind immer die Anderen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4072#h02\">Privatbahnen rufen den Staat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4072#h03\">Die ARD-Doku &ldquo;Die Armutsindustrie&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4072#h04\">&raquo;Hier geht es ums Sparen, nicht ums F&ouml;rdern&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4072#h05\">Kita-Alltag: L&auml;chle, bis es weh tut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4072#h06\">Milliardenschulden &ndash; Arabisches Firmendrama schockiert Region<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4072#h07\">Schwerpunktheft zur Zukunft des<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4072\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4072","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4072","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4072"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4072\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4072"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4072"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4072"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}