{"id":40725,"date":"2017-10-24T08:36:08","date_gmt":"2017-10-24T06:36:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40725"},"modified":"2017-10-24T08:36:08","modified_gmt":"2017-10-24T06:36:08","slug":"hinweise-des-tages-2986","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40725","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40725#h01\">Deutschland beteiligt sich finanziell an U-Booten f&uuml;r Israel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40725#h02\">Freshfields und der wohl gr&ouml;&szlig;te deutsche Steuerbetrug<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40725#h03\">Jacinda Ardern mit 37 j&uuml;ngste Premierministerin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40725#h04\">Sahra Wagenknecht zur Fortsetzung der &ldquo;schwarzen Null&rdquo; durch Jamaika<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40725#h05\">Wachsendes Armutsrisiko bei Alleinerziehenden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40725#h06\">Bist du arm, bleibst du arm<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40725#h07\">Stromsperren endlich verbieten!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40725#h08\">McStrike &ndash; Wof&uuml;r McDonald&rsquo;s-Angestellte in England auf die Stra&szlig;e gehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40725#h09\">Die Gesch&auml;fte der Fisch-Mafia<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40725#h10\">In was f&uuml;r einer Welt, verdammt noch mal, wollen wir leben?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40725#h11\">Medienzar wird Regierungschef<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40725#h12\">Drohnenschw&auml;rme im Zukunftskrieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40725#h13\">&bdquo;Verneigung vor Rechtspopulisten&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40725#h14\">Eine linke Alternative<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40725#h15\">Die SPD muss j&uuml;nger werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40725#h16\">Die Sond(i)erbaren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40725#h17\">30 Organisationen fordern mehr Geld f&uuml;r Bildung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40725#h18\">Das Allerletzte: Cristiano Ronaldo ist Weltfu&szlig;baller des Jahres<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Deutschland beteiligt sich finanziell an U-Booten f&uuml;r Israel<\/strong><br>\nDie Bundesregierung hat dem Verkauf von drei U-Booten an Israel offiziell zugestimmt. Laut Regierungssprecher Seibert unterst&uuml;tzt Deutschland den Deal auch finanziell. [&hellip;]<br>\nDeutschland hilft bei der angeblich 1,5 Milliarden Euro teuren U-Boot-Deal finanziell, weil es sich f&uuml;r die Sicherheit des Staates Israel besonders verantwortlich f&uuml;hlt. Die Beteiligung gelte als Beitrag zum Schutz und zur Existenzsicherung des Landes.<br>\nSp&auml;ter &auml;u&szlig;erte Seibert sich gegen&uuml;ber der Nachrichtenagentur Reuters auch zur H&ouml;he der Staatshilfen. &ldquo;Es sind maximal 540 Millionen Euro&rdquo;, sagte er. Es gehe um rund 30 Prozent des Gesch&auml;ftsumfangs. Die Summe betreffe die Bundeshaushalte von 2018 bis 2027.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/israel-deutschland-beteiligt-sich-finanziell-an-drei-u-booten-a-1174239.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Zugspitzt k&ouml;nnte man also sagen, dass &bdquo;wir&ldquo; kein Geld f&uuml;r Lehrer, Krankenschwestern und Polizisten haben, weil &bdquo;wir&ldquo; lieber Israel und der deutschen R&uuml;stungsindustrie 540 Millionen Euro schenken. Wer ist dieser &bdquo;wir&ldquo;? Sie? Ich? Wohl sicher nicht. Der deutsche Bundestag? Auch nicht. Solche &bdquo;Deals&ldquo; werden ohne Debatte im Bundestag und ohne parlamentarische Kontrolle von der Exekutive einfach durchgezogen und dann auch nicht mehr weiter thematisiert. Oder k&ouml;nnen Sie sich vorstellen, dass Anne Will oder Frank Plasberg eine Sendung zu dem Thema &bdquo;U-Boote f&uuml;r Israel aber kein Geld f&uuml;r Lehrer&ldquo; machen? Ganz sicher nicht. So ist es halt mit &bdquo;unserer&ldquo; Demokratie. Immer wenn man sie mal br&auml;uchte, ist sie auf wundersame Weise verschwunden. Seltsam.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Freshfields und der wohl gr&ouml;&szlig;te deutsche Steuerbetrug<\/strong>\n<ul>\n<li>Die Firma Freshfields arbeitete f&uuml;r den DFB und schrieb Gesetze f&uuml;r die Bundesregierung. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen die Kanzlei.<\/li>\n<li>Mit fragw&uuml;rdigen Gutachten soll die Kanzlei einer Privatbank geholfen haben, den deutschen Fiskus um etliche Millionen zu betr&uuml;gen.<\/li>\n<li>Durch das Handeln der Staatsanwaltschaft r&uuml;ckt die Arbeit weiterer Juristenfirmen in den Blickpunkt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Michael Sell gilt als sorgsam formulierender Ministerialbeamter. Seine Welt ist die der Zahlen; alles Lautsprecherhafte ist ihm fremd. Als Sell, Abteilungsleiter f&uuml;r Steuern im Bundesfinanzministerium, vor gut einem Jahr in einem Untersuchungsausschuss des Bundestages als Zeuge befragt wurde, wie es dazu kommen konnte, dass die Staatskasse systematisch gepl&uuml;ndert worden sei, verwendete er einen sehr lauten Begriff: &ldquo;Organisierte Kriminalit&auml;t&rdquo;. Sell sprach &uuml;ber die Akteure und deren Methoden im Steuerskandal Cum-Ex. Der Begriff klingt sperrig, aber das Resultat ist klar: Der Fiskus wurde nach Erkenntnissen von Ermittlungsbeh&ouml;rden um viele Milliarden Euro betrogen. Es handelt sich um den wohl gr&ouml;&szlig;ten Steuerraubzug in Deutschland.<br>\nDer Staat wehrt sich durch seine Staatsanw&auml;lte. Es laufen bundesweit zig Verfahren gegen Bankmanager, B&ouml;rsenh&auml;ndler, Berater und andere Beschuldigte. Das sind Menschen oder Unternehmen, die sich mit falschen Bescheinigungen eine Steuer, die einmal bezahlt worden war, doppelt oder noch viel &ouml;fter haben zur&uuml;ckerstatten lassen. So geschehen beim Handel von Aktien mit (cum) und ohne (ex) Dividende. Die Zahl der Verfahren steigt st&auml;ndig, aber bemerkenswert ist schon, dass jetzt auch die Gro&szlig;kanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer mit ihrem Frankfurter Standort ins Visier der Ermittler geraten ist. Die Soziet&auml;t wurde vergangenen Woche durchsucht; gegen einen der Anw&auml;lte wird ermittelt. Die Kanzlei soll mit fragw&uuml;rdigen Gutachten einer kleinen, inzwischen pleite gegangenen Privatbank namens Maple geholfen haben, den Fiskus zu betr&uuml;gen. 450 Millionen Euro habe Maple abzocken wollen, bei 250 Millionen Euro sei das gelungen, so die Erkenntnisse der Ermittler.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/umstrittene-anwaelte-freshfields-und-der-wohl-groesste-deutsche-steuerbetrug-1.3720509\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Jacinda Ardern mit 37 j&uuml;ngste Premierministerin<\/strong><br>\nDie Politikerin Jacinda Ardern wird mit 37 Jahren wohl die j&uuml;ngste Premierministerin Neuseelands. Allerdings ben&ouml;tigte sie daf&uuml;r die Unterst&uuml;tzung der Rechtspopulisten. Der Chef der rechtspopulistischen Partei New Zealand First (NZF), Winston Peters, sprach sich f&uuml;r eine Koalition mit Labour aus. Knapp vier Wochen nach der Wahl kann Ardern damit eine Koalitionsregierung aus Labour, NZF und den Gr&uuml;nen bilden. Die Sozialdemokratin kommt in dieser Konstellation auf 63 von 120 Sitzen im Parlament in Wellington.<br>\nBei der Parlamentswahl am 23. September hatte eigentlich die konservative Nationalpartei von Regierungschef Bill English mit mehr als 44 Prozent klar die meisten Stimmen gewonnen. Aber seine Partei verfehlte mit 56 Sitzen die absolute Mehrheit. Die Sozialdemokraten unter Ardern waren nur auf 36 Prozent gekommen, zusammen mit den Gr&uuml;nen, die acht Mandate gewannen, kam der Block aus Labour und Gr&uuml;ner Partei auf 54 Sitze.<br>\nWeil den Konservativen Koalitionspartner fehlten, konnte English keine neue Regierung bilden. So kam die Entscheidung der nationalistischen New Zealand First zu. Die Rechtspopulisten hatten bei der Wahl lediglich sieben Prozent der Stimmen erreicht und stellen neun Sitze. Parteichef Peters entschied sich nun, die Sozialdemokraten zu unterst&uuml;tzen. &ldquo;Wir mussten uns zwischen einem ver&auml;nderten Status Quo und einem Wandel entscheiden&rdquo;, sagte der NZF-Chef. &ldquo;Deswegen haben wir uns letztlich f&uuml;r eine Regierungskoalition von New Zealand First mit der New Zealand Labour Party entschieden.&rdquo;<br>\nDeal mit den Rechtspopulisten<br>\nSicherlich spielte bei der Entscheidung auch eine Rolle, dass dem 72-J&auml;hrigen von den Sozialdemokraten der Posten des Vize-Premiers angeboten wurde. Labour und Gr&uuml;ne m&uuml;ssen der Koalition nun noch zustimmen.<br>\n&ldquo;Das ist ein aufregender Tag&rdquo;, erkl&auml;rte die bisherige Oppositionschefin und Mitte-Links-Politikerin Ardern. Sie wolle eine Regierung f&uuml;r ein &ldquo;faireres, besseres Neuseeland&rdquo; bilden. Die 37-J&auml;hrige gilt als jung und charismatisch. Erst im August hatte sie die F&uuml;hrung der Labour-Partei &uuml;bernommen, nachdem ihr Vorg&auml;nger Andrew Little angesichts schlechter Umfragewerte zur&uuml;ckgetreten war. &hellip;<br>\nArdern will Tausende bezahlbare Wohnungen bauen, um gegen unkontrollierte Hauspreise vorzugehen. Zudem will sie mehr Geld f&uuml;r die Gesundheitsvorsorge und Bildung ausgeben und verschmutzte Wasserwege s&auml;ubern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2017-10\/neuseeland-jacinda-ardern-premierministerin\">Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Nat&uuml;rlich kommt sofort der Querfrontvorwurf. Inzwischen sollte der Deutungsrahmen zur Diffamierung linker Regierungen durchschaubar sein: links = rechts = rechtspopulistisch = nationalistisch.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Gambia-Koalition l&auml;sst den Neuseeland-Dollar abst&uuml;rzen<\/strong><br>\nNormalerweise l&auml;sst nur der Milchpreis die neuseel&auml;ndische W&auml;hrung etwas schwanken. Doch nun st&uuml;rzte der &bdquo;Kiwi&ldquo; aus einem anderen Grund in die Tiefe. Aus deutscher Sicht ist die Ursache skurril. [&hellip;]<br>\nUmso erstaunlicher ist es, dass die Profis am Donnerstag ausgerechnet von einem kleinen Land aus der Fassung gebracht worden sind. In Neuseeland kommt es knapp vier Wochen nach den Wahlen nun doch zu einem Regierungswechsel. Doch der hat es in sich. Wenn es glattgeht, werden dort k&uuml;nftig Sozialdemokraten und Nationalisten eine Minderheitsregierung bilden, die von den Gr&uuml;nen toleriert wird.<br>\nDie Finanzm&auml;rkte reagierten geschockt auf diese politische Volte. Der Neuseeland-Dollar, im Jargon Kiwi genannt, rauschte in die Tiefe. Der Kiwi verlor zum Dollar zwei Prozent, gegen&uuml;ber anderen W&auml;hrungen wie dem Austral-Dollar ging es noch kr&auml;ftiger abw&auml;rts. Der Ausverkauf setzte unmittelbar nach Ank&uuml;ndigung der neuen Allianz ein. Die nationalistische Partei New Zealand First hatte am Donnerstag erkl&auml;rt, sie wolle eine Koalition mit der Labour-Politikerin Jacinda Ardern bilden. [&hellip;]<br>\nDabei habe auch der Zustand des Wirtschaftssystems eine Rolle gespielt. &bdquo;Zu viele Neuseel&auml;nder sind zu der Ansicht gelangt, dass der gegenw&auml;rtige Kapitalismus nicht ihr Freund, sondern ihr Feind ist. Und nicht alle liegen damit falsch&ldquo;, sagte er. &bdquo;Wir glauben, dass der Kapitalismus sein verantwortungsvolles, sein menschliches Gesicht zur&uuml;ckerhalten muss.&ldquo;<br>\nAn den M&auml;rkten werden solche sozialistischen T&ouml;ne nicht gern vernommen. &bdquo;Es gibt noch jede Menge Abw&auml;rtspotenzial f&uuml;r den neuseel&auml;ndischen Dollar&ldquo;, sagt Arnaud Masset, Analyst beim Finanzhaus Swissquote. &bdquo;In den vergangenen Monaten haben viele Spekulanten Wetten auf einen steigenden Kiwi abgeschlossen. Die d&uuml;rften nun wieder aufgel&ouml;st werden.&ldquo;<br>\nViele f&uuml;rchten, dass niedrigere Leitzinsen den Renditevorteil des Landes zerst&ouml;ren k&ouml;nnten. Der Kiwi war nicht zuletzt als Hochzinsw&auml;hrung an den M&auml;rkten gesch&auml;tzt. &bdquo;Eine linke Regierung mit nationalen Tendenzen wird die Wirtschaftspolitik umkrempeln&ldquo;, sagt James Athey, Fondsmanager bei Aberdeen Asset Management. &bdquo;Es ist noch nicht abzusehen, was das am Ende f&uuml;r Wachstum und Inflation bedeuten wird.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/finanzen\/article169828475\/Gambia-Koalition-laesst-den-Neuseeland-Dollar-abstuerzen.html\">WELT<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.: Man kennt ja die Kommunisten:<\/strong> noch bevor sie an die Macht gekommen sind, sinkt der Wert der W&auml;hrung und entsteht Hyperinflation. Da&szlig; Ardern vern&uuml;nftigerweise die Immobilienblase und den hohen Stand der Hypothekenschulden bek&auml;mpfen will, ist vern&uuml;nftig, aber f&uuml;r die WELT Teufelszeug, obwohl doch Schulden sonst immer schlecht sind. Und eine Geldpolitik, die eine niedrige Arbeitslosigkeit gleichwertig (!) neben das Inflationsziel stellt, ist volkswirtschaftlich zu begr&uuml;&szlig;en und nebenbei nicht so asozial neoliberal, aber f&uuml;r die Spekulanten (mit destruktiven Carry-Trades) nat&uuml;rlich total gemein. Eine Politikerin, eine Sozialdemokratin gar, die mit dem neoliberalen Konsens bricht und Politik zum Nutzen der Bev&ouml;lkerung und nicht von &ldquo;Investoren&rdquo; (Spekulanten) und Kapital macht? Das ist ja das Allerletzte.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die Anmerkung unseres Lesers w&auml;re 100% korrekt, wenn der Artikel der WELT denn &uuml;berhaupt wahr w&auml;re. Bei &ouml;konomischen Themen gibt es aber eine goldene Regel: Wenn der Artikel in der WELT erschienen und Holger Zsch&auml;pitz Allein-\/ oder Co-Autor ist, dann klicken Sie einfach weiter. Es handelt sich n&auml;mlich ziemlich sicher um Fake News. So auch hier ..<\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/171024-hdt-01.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p><em>Von einem Absturz des Neuseeland-Dollars kann nicht die Rede sein. (Nicht nur) darum sollten Sie den Artikel auch schnell wieder vergessen. Wer wei&szlig;? Vielleicht ist Holger Zsch&auml;pitz in Wirklichkeit ein Mitarbeiter einer Satire-Zeitschrift, der Undercover bei der WELT Unsinn treibt? Redaktionell gepr&uuml;ft werden seine Artikel jedenfalls nicht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Sahra Wagenknecht zur Fortsetzung der &ldquo;schwarzen Null&rdquo; durch Jamaika<\/strong><br>\nDas war ja zu erwarten: Im Fokus der Jamaika-Koalitionsvertr&auml;ge steht die &sbquo;schwarze Null&lsquo;. Nicht aber die viel wichtigere Frage, wie es zu mehr Einnahmen f&uuml;r die &ouml;ffentlichen Kassen kommen kann. Damit bedeutet die &sbquo;schwarze Null&lsquo; im Ergebnis die Fortsetzung und Versch&auml;rfung von sozialer Spaltung und Armut in diesem Land. Dazu gibt es Alternativen. Unsere Forderungen: Superreiche und Konzerne endlich angemessen zur Kasse bitten: f&uuml;r eine Verm&ouml;gensteuer und h&ouml;here Erbschaftsteuern f&uuml;r Multimillion&auml;re. Mehr Geld f&uuml;r gute Bildung, Pflege und Infrastruktur!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sahra.wagenknecht\/?ref=py_c\">Sahra Wagenknecht via Facebook<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wachsendes Armutsrisiko bei Alleinerziehenden<\/strong><br>\nDas Armutsrisiko von Alleinerziehenden hat sich in den letzten Jahren sp&uuml;rbar erh&ouml;ht. 2016 verf&uuml;gten 43,6 Prozent dieser Bev&ouml;lkerungsgruppe &uuml;ber entsprechend geringe Eink&uuml;nfte. Im Jahr 2005 lag der Anteil noch bei 39,3 Prozent. Das geht aus aktuellen Angaben der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor, die unserer Redaktion vorliegt.<br>\nAls arm gilt, wer &uuml;ber weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens verf&uuml;gt. Das schlie&szlig;t auch alle staatlichen Transfers wie etwa Kindergeld oder Wohngeld ein. Nach dieser g&auml;ngigen EU-Definition lag die Armutsgef&auml;hrdungsschwelle im Jahr 2016 zum Beispiel f&uuml;r einen Single-Haushalt in Deutschland bei 969 Euro im Monat.<br>\n&bdquo;Nach den Angaben der Bundesregierung war im vergangen Jahr jeder zehnte private Haushalt auf Hartz IV angewiesen. Unter den alleinerziehenden Haushalten mit minderj&auml;hrigen Kindern war es sogar deutlich mehr als jeder Dritte. Der Anteil lag bei 36,9 Prozent. In absoluten Zahlen waren das 606.000 Personen &ndash; knapp 42.000 mehr als 2005. Allerdings ist in diesem Zeitraum auch die Zahl der Alleinerziehenden-Haushalte um rund 130.000 auf 2,7 Millionen gestiegen.<br>\n&bdquo;Alleinerziehende haben es besonders schwer auf dem Arbeitsmarkt&ldquo;, erkl&auml;rte die Sozialexpertin der Linken, Sabine Zimmermann, im Gespr&auml;ch mit unserer Redaktion. Unternehmen w&uuml;rden oftmals Vorurteile bez&uuml;glich deren Verf&uuml;gbarkeit hegen. Dabei seien Alleinerziehende zumeist gut ausgebildet. &bdquo;Und sie beweisen tagt&auml;glich, dass sie Mehrfachbelastungen stemmen k&ouml;nnen&ldquo;. Notwendig seien eine flexible, ganzt&auml;gige Kinderbetreuung, existenzsichernde Jobs sowie ein Mindestlohn von zw&ouml;lf Euro pro Stunde, sagte Zimmermann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wz.de\/home\/politik\/inland\/wachsendes-armutsrisiko-bei-alleinerziehenden-1.2541103\">WZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Bist du arm, bleibst du arm<\/strong><br>\nMehr als jedes f&uuml;nfte Kind in Deutschland lebt laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung l&auml;nger als f&uuml;nf Jahre in armen Verh&auml;ltnissen. F&uuml;r zus&auml;tzlich 10 Prozent der Kinder in der Bundesrepublik ist Armut nach der Untersuchung, die am Montag vorgestellt wird, zumindest ein zwischenzeitliches Ph&auml;nomen. &bdquo;Kinderarmut ist in Deutschland ein Dauerzustand. Wer einmal arm ist, bleibt lange arm. Zu wenige Familien k&ouml;nnen sich aus Armut befreien&ldquo;, sagt Stiftungsvorstand J&ouml;rg Dr&auml;ger zum Ergebnis der Studie, die der dpa vorab vorlag.<br>\nAls armutsgef&auml;hrdet gelten Kinder, die in einem Haushalt leben, der &uuml;ber weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen Haushaltsnettoeinkommens verf&uuml;gen kann oder vom Staat eine Grundsicherung erh&auml;lt. Wie viele Kinder in armen Verh&auml;ltnissen leben, ist bekannt. Neu aber: F&uuml;r die Studie haben die Forscher erstmals &uuml;ber den Zeitraum von 2011 bis 2015 untersucht, wie undurchl&auml;ssig die sozialen Milieus sind.<br>\nArmut bedeutet laut Bertelsmann-Stiftung f&uuml;r die Kinder Verzicht. Die Grundversorgung ist demnach in der Regel gew&auml;hrleistet, aber die Betroffenen sind vom gesellschaftlichen Leben abgekoppelt. Um das messbar zu machen, fragen die Wissenschaftler, welche 23 G&uuml;ter und Aspekte aus finanziellen Gr&uuml;nden in den Familien fehlen. Darunter fallen Kinobesuche, Freunde einladen, Computer mit Internetzugang oder eine zu kleine Wohnung. Kinder in einer dauerhaften Armutslage geben laut Studie an, dass ihnen im Schnitt 7,3 der abgefragten G&uuml;ter fehlen. Kinder mit zwischenzeitlicher Armutserfahrung geben an, im Durchschnitt auf 3,4 Dinge verzichten zu m&uuml;ssen. Kinder, die dauerhaft in gesicherten Verh&auml;ltnissen leben, fehlen aus finanziellen Gr&uuml;nden im Schnitt nur 1,3 der abgefragten 23 G&uuml;ter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/studie-zu-kinderarmut-bist-du-arm-bleibst-du-arm\/20489402.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Mal wieder eine Studie der &ldquo;Bertelsm&auml;nner&rdquo;. Hatte diese &ndash; hoffentlich nicht mehr lange &ndash; &ldquo;gemeinn&uuml;tzige&rdquo; Stiftung nicht einen ma&szlig;geblichen Anteil am Abbau des Sozialstaates in Deutschland? Beklagt sie nicht jetzt einen Zustand, den sie selbst mitverursacht hat?<\/em><\/p>\n<p><em>Bitte lesen Sie dazu u.a. erneut:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5228\">Die Rolle der Bertelsmann Stiftung beim Abbau des Sozialstaates und der Demokratie oder: Wenn ein Konzern Politik stiftet &ndash; zum gemeinen Nutzen?<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4212\">Wie die Bertelsmann Stiftung neues Vertrauen zur&uuml;ckgewinnen will &ndash; Ein R&uuml;ckblick<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Stromsperren endlich verbieten!<\/strong><br>\nDie Strompreise sind in den vergangen Jahren rapide gestiegen. F&uuml;r Millionen von Privathaushalten mit niedrigen Einkommen ist das eine enorme Belastung. Nach Angaben der Bundesnetzagentur wurde im Jahr 2015 rund 418.000 Haushalten der Strom abgeklemmt. Hinzu kommen 58.000 Gasabschaltungen (im Einzelnen siehe Antwort der Bundesregierung unten). Diese enorme Anzahl von Energiesperren in der Bundesrepublik ist eine stille soziale Katastrophe, besonders in den kalten und dunklen Wintermonaten.<br>\nF&uuml;r viele B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger kann bei den hohen Preisen von einer Versorgungsicherheit mit Strom keine Rede mehr sein. Schwierigkeiten sich und ggf. andere Haushaltsmitglieder mit grundlegenden Basisg&uuml;tern, wie Strom, zu versorgen, f&uuml;hren zu Stress, Scham und R&uuml;ckzug vom gesellschaftlichen Leben. W&auml;hrend das Mietrecht hohe H&uuml;rden bei Wohnungsr&auml;umungen vorsieht, sind Stromsperren rechtlich v&ouml;llig unterreguliert und k&ouml;nnen ohne Gerichtsbeschluss bereits vier Wochen nach der Mahnung vollzogen werden. Die tats&auml;chliche Stromsperre ist allerdings nur die Spitze des Eisbergs der Energiearmut in diesem Land: &Uuml;ber 6 Millionen Sperr-Androhungen wurden im Jahr 2015 von den Stromversorgern verschickt.<br>\nVon der Bundesregierung gibt es bisher zu diesem Thema nur Energiespartipps. F&uuml;r die Fraktion DIE LINKE ist die Versorgung mit Strom eine Grundvoraussetzung f&uuml;r ein menschenw&uuml;rdiges Wohnen und die Teilhabe der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger am gesellschaftlichen Leben: Sie ist daher ein soziales Recht. Die Fraktion DIE LINKE setzt sich deshalb daf&uuml;r ein, dass Stromsperren durch die Energieversorger aufgrund von Zahlungsunf&auml;higkeit von Verbraucherinnen und Verbrauchern unverz&uuml;glich gesetzlich untersagt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/a-z\/detailansicht\/stromsperren\/\">Linksfraktion<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>McStrike &ndash; Wof&uuml;r McDonald&rsquo;s-Angestellte in England auf die Stra&szlig;e gehen<\/strong><br>\nSeit 1974 gibt es McDonald&rsquo;s-Filialen in Gro&szlig;britannien. Mittlerweile arbeiten 97.000 Personen in 1.200 Filialen. Seit September 2017 wird gestreikt: F&uuml;r einen h&ouml;heren Mindestlohn und ein Ende von 0-Stunden-Vertr&auml;gen.<br>\nSchon fr&uuml;h am Morgen stehen am 4. September 2017 die Fritteusen still. In mehreren britischen McDonald&rsquo;s Filialen streiken die MitarbeiterInnen und werden von ihrer Gewerkschaft, der Bakers and Allied Food Workers Union unterst&uuml;tzt. Ihre Forderungen: Gerechter Lohn, ertr&auml;gliche Arbeitsbedingungen und ein Ende von Mobbing und 0-Stunden-Vertr&auml;gen.<br>\nIn Gro&szlig;britannien hat der Gro&szlig;teil der McDonald&rsquo;s-Angestellten einen sogenannten 0-Stunden-Vertrag. Etwa 80 Prozent der Angestellten arbeiten unter diesen Bedingungen. Diese Vertr&auml;ge bedeuten, dass es keine fixen Wochenarbeitsstunden oder Arbeitszeiten gibt &ndash; und damit auch keine Einkommenssicherheit. McDonald&lsquo;s preist dieses Modell als &bdquo;flexibel&ldquo; f&uuml;r die Angestellten an. Dabei sind es vor allem die Arbeitgeber, die davon profitieren. Denn die teilen die Angestellten nach Bedarf ein. In der Praxis hei&szlig;t das: Schichten werden spontan abgesagt. Keine Schicht bedeutet Einkommensentfall. Ein vertragliches Mitentscheidungsrecht oder Anspruch auf einen sicheren Monatslohn gibt es nicht. Flexibilit&auml;t f&uuml;r den Konzern hei&szlig;t hier vor allem Unsicherheit f&uuml;r die Angestellten. Kein Wunder, dass sich 84 Prozent der Angestellten geregelte Wochenarbeitsstunden w&uuml;nschen.<br>\nDer Streik der britischen McDonald&rsquo;s-Angestellten ist nicht der erste, mit dem der Konzern konfrontiert ist. In den USA hat 2014 ein gro&szlig;angelegter Streik von MitarbeiterInnen aus 150 Filialen f&uuml;r einen Mindestlon von 15 Dollar pro Stunde gek&auml;mpft. Auch ArbeiterInnen anderer Branchen haben sich daraufhin den Protesten angeschlossen. Der Mindestlohn wurde in Folge in 19 Bundesstaaten erh&ouml;ht. Auch in Neuseeland hatte der Streik von McDonald&rsquo;s Angestellten Erfolg: Er konnte die Anerkennung der Gewerkschaft Unite sowie ein Verbot der ber&uuml;chtigten 0-Stunden Vertr&auml;ge durch das neuseel&auml;ndische Parlament erreichen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/mcstrike-wofuer-mcdonalds-angestellte-in-england-auf-die-strasse-gehen\/\">Kontrast<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die Gesch&auml;fte der Fisch-Mafia<\/strong><br>\nIm illegalen Handel mit Antarktisdorsch ist viel Geld zu machen. Die norwegischen Journalisten Eskil Engdal und Kjetil Saeter dokumentieren in ihrem Buch &ldquo;Fisch-Mafia&rdquo; die Jagd der militanten Umweltschutzorganisation &ldquo;Sea Shepherd&rdquo; auf eine wildernde Fangflotte und zeigen die internationalen mafia&auml;hnliche Banden dahinter.<br>\nDie beiden norwegischen Journalisten Eskil Engdal und Kjetil Saeter schildern in ihrem Buch die kriminelle und bandenartige Vorgehensweise von Fischwilderern. In einer akribischen Recherche dokumentieren sie, wie Aktivisten der Umweltorganisation Sea Shepherd eine illegale Fangflotte in der Antarktis verfolgen. Sie haben Verh&ouml;rprotokolle ausgewertet und selbst Zeugen befragt. Herausgekommen ist ein Werk, das sich gut liest und zugleich einen tiefen Einblick in das Denken und die Arbeitsweisen von Fischwilderer gibt:<br>\n&ldquo;Der einzige Grund, warum er sich mit uns treffen wollte, ist die Gier. Die gleiche Gier, die ihn antrieb, wieder und wieder mit dem Schiff ins S&uuml;dpolarmeer zu fahren. Daf&uuml;r, dass er uns seine Geschichte erz&auml;hlt, verlangt er eine stolze Summe Geld sowie die Zusicherung, dass wir weder ihn noch die Stadt, das Land oder den Kontinent, auf dem wir uns treffen, namentlich nennen.&rdquo;<br>\nDer illegale Handel mit Antarktisdorsch ist ein verschwiegenes und gleichzeitig hochlukratives Gesch&auml;ft. Als der bis zu zwei Meter lange, graue und schmucklose Tiefseefisch in den 80er Jahren erstmals in amerikanischen Restaurants auf den Teller kam, sorgte er f&uuml;r eine gastronomische Sensation:<br>\n&ldquo;Der Antarktisdorsch glich einer Mischung aus Hummer und Jakobsmuschel und er wurde von vielen als der wohlschmeckendste Fisch bezeichnet. Die Jagd auf das &lsquo;wei&szlig;e Gold&rsquo; bringt verdecktes Verm&ouml;gen und droht die langsam wachsende Delikatesse auszurotten.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/wilderei-die-geschaefte-der-fisch-mafia.1310.de.html?dram:article_id=398886\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>In was f&uuml;r einer Welt, verdammt noch mal, wollen wir leben?<\/strong><br>\nFrankreich ist im Umbruch, aber wie durchl&auml;ssig sind die Klassengrenzen? In Frankreich herrscht ein System von Klassen und eine Gesellschaft voller sozialer Gewalt, sagte der Soziologe Didier Eribon im Dlf. Und Schriftstellerin Gila Lustiger fordert: Politik muss auch der Raum sein, in dem sich soziale Bewegungen mobilisieren k&ouml;nnen.<br>\nLieske: Didier Eribon, Ihr Buch &ldquo;R&uuml;ckkehr nach Reims&rdquo; war ein gro&szlig;er Erfolg im vergangenen Jahr. Nun haben Sie einen Folgeband vorgelegt: &ldquo;Gesellschaft als Urteil&rdquo;. Ihre B&uuml;cher treffen auch deshalb auf viel Zuspruch, weil sie immens lesbar sind. Ihre eigene Autobiografie, Didier Eribon, ist immer der Fluchtpunkt Ihres Schreibens. Sie verwenden daf&uuml;r in Ihrem neuen Buch &ldquo;Gesellschaft als Urteil&rdquo; den Begriff der soziologischen Introspektion. Erkl&auml;ren Sie mir dieses Oxymoron.<br>\nEribon: Mein Buch &ldquo;R&uuml;ckkehr nach Reims&rdquo; ist ein sehr pers&ouml;nliches Buch. Ich spreche darin &uuml;ber meine Familie, &uuml;ber meine Eltern, &uuml;ber meine soziale Herkunft. Man k&ouml;nnte also sagen, es ist eine Autobiografie. Trotzdem ist es f&uuml;r mich eher ein soziologisches Werk und ein Geschichtsbuch. Ich versuche, von meinem pers&ouml;nlichen Werdegang aus eine soziale Struktur zu rekonstruieren. In Frankreich ist dies ein System von Klassen und eine Gesellschaft voller sozialer Gewalt. &Uuml;ber diese Klassengewalt wird in Frankreich geschwiegen, sie wird euphemisiert, noch &ouml;fter wird sie ignoriert oder sogar ganz geleugnet.<br>\nSoziologische Introspektion meint in diesem Zusammenhang, dass ich so tief wie m&ouml;glich in mein eigenes Leben hinabgetaucht bin. Nicht, um mich selbst besser zu verstehen; vielmehr wollte ich anhand meiner eigenen Person das soziale Gewebe um mich herum analysieren, insbesondere auch das Wesen des Schulsystems. Die Schule ist n&auml;mlich in Frankreich ein zentraler sozialer Ort; sie ist eine Art Maschine, mittels derer sich die sozialen Klassen reproduzieren. Hier verl&auml;ngert sich auch die Klassenherrschaft. All das hat uns der Soziologe Pierre Bourdieu schon vor fast einem halben Jahrhundert in brillanter Weise erkl&auml;rt. [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/zwei-intellektuelle-ueber-fankreich-in-was-fuer-einer-welt.700.de.html?dram:article_id=398915\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Medienzar wird Regierungschef<\/strong><br>\nBerlusconi oder Trump? Die Kommentatoren sind sich uneins, mit wem sie Andrej Babic vergleichen sollen. Fakt ist: Babic ist Besitzer vieler Medien &ndash; und f&uuml;hlt sich als Opfer journalistischer Kampagnen.<br>\nAndrej Babis, reich geworden mit Unternehmen im Chemie- und Agrarbereich, hat sich kurz nach seinem Einstieg in die Politik die zwei einflussreichsten Zeitungen des Landes gekauft, dazu Internetportale und Radiosender. W&auml;hrend seiner Zeit als Finanzminister hat Andrej Babis seine s&auml;mtlichen Unternehmensanteile in ein Stiftungsmodell &uuml;berf&uuml;hrt, ist also offiziell nicht mehr Eigent&uuml;mer &ndash; ohnehin habe er auch vorher keinen Einfluss ausge&uuml;bt, betont Babis selbst.<br>\nDie &Uuml;bernahme des Verlagshauses sei nichts anderes als ein rein gesch&auml;ftlich begr&uuml;ndetes Investment, betont Andrej Babis gern &ndash; und bei vielen Tschechen kam er mit dieser Erkl&auml;rung durch; bis im Fr&uuml;hjahr ein heimlich mitgeschnittenes Gespr&auml;ch ans Licht kam, in dem er einem Redakteur seiner Zeitung genaue Anweisungen gab, wann welcher Beitrag &uuml;ber die politische Konkurrenz zu ver&ouml;ffentlichen sei. Andrej Babis tobte. Es handele sich um eine Kampagne gegen ihn.<br>\nErik Tabery sieht das anders. Er ist Chefredakteur des Magazins &ldquo;Respekt&rdquo;, das Babis gegen&uuml;ber kritisch eingestellt ist.<br>\n&ldquo;Der Inhalt der Aufnahmen ist so schockierend direkt, dass er alle &uuml;berrascht hat &ndash; auch die, die sich schon vorher keine Illusionen gemacht haben. Die Formulierungen von Andrej Babis, dieses: &ldquo;Warten Sie mit der Ver&ouml;ffentlichung bis zum Parteitag&rdquo; &ndash; die sind so stark und so unmissverst&auml;ndlich, dass sie einen wirklich nerv&ouml;s machen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/tschechien-medienzar-wird-regierungschef.2907.de.html?dram:article_id=398900\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Hier wird an ein Problem des Superreichtums erinnert, mit ihrer schieren &ouml;konomischen Macht k&ouml;nnen die Superreichen &uuml;ber den Kauf entsprechender Medien die &ouml;ffentliche Meinung und Stimmung nach Belieben beeinflussen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Drohnenschw&auml;rme im Zukunftskrieg<\/strong><br>\nDas Kommando Heer treibt die Debatte &uuml;ber den Einsatz unbemannter, zum Teil autonom operierender Waffensysteme mit einem neuen Thesenpapier voran. Das Papier, das unl&auml;ngst ausgew&auml;hlten Journalisten zur Verf&uuml;gung gestellt wurde, soll den &ldquo;Auftakt f&uuml;r das zu erstellende &lsquo;Operationskonzept f&uuml;r Landstreitkr&auml;fte'&rdquo; bilden und nicht zuletzt im Bundestag um Zustimmung zu kostspieligen Aufr&uuml;stungsvorhaben werben. Dazu stellt es m&ouml;gliche Szenarien k&uuml;nftiger Landkriege dar, die am Beispiel etwaiger K&auml;mpfe russischer Truppen gegen NATO-Einheiten im Baltikum beschrieben werden. Eine besondere Rolle spielen darin Drohnenschw&auml;rme. Experten zufolge sind solche Verb&uuml;nde einer bis zu dreistelligen Zahl unbemannter Flugk&ouml;rper, die eine Spannweite von nur wenigen Dutzend Zentimetern haben und lediglich einige hundert US-Dollar pro St&uuml;ck kosten, nicht nur zu Aufkl&auml;rungszwecken, sondern auch f&uuml;r Angriffe aller Art geeignet. Das Thesenpapier aus dem Kommando Heer sieht die Nutzung von Drohnenschw&auml;rmen auch durch die Bundeswehr vor. (&hellip;)<br>\nNicht zuletzt mit Blick auf die Entwicklung von Drohnenschw&auml;rmen urteilt das Kommando Heer, &ldquo;das Gefechtsfeld&rdquo; k&uuml;nftiger Kriege werde durch das &ldquo;Zusammentreffen von verbesserter Aufkl&auml;rung, schnelleren Entscheidungs- und Bek&auml;mpfungszyklen&rdquo; sowie &ldquo;zielgenauerer und verbesserter Wirkmittel&rdquo; &ndash; gemeint sind Waffen &ndash; &ldquo;letaler&rdquo; (&ldquo;t&ouml;dlicher&rdquo;) &ndash; &ldquo;selbst f&uuml;r gut gesch&uuml;tzte Kr&auml;fte&rdquo;.[13] Beispiele, die das Thesenpapier anf&uuml;hrt, beschreiben das vollst&auml;ndige Ausradieren ganzer Bataillone &ndash; binnen Minuten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7425\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&bdquo;Verneigung vor Rechtspopulisten&ldquo;<\/strong><br>\nIn der vergangenen Woche sterben in Afghanistan bei Anschl&auml;gen knapp 250 Menschen. Dennoch werden abgelehnte Asylbewerber weiter dorthin abgeschoben. Und das am Tag der Konstituierung des Bundestages.<br>\nUngeachtet der Proteste von Fl&uuml;chtlingshelfern setzt Deutschland die Abschiebung abgelehnter afghanischer Asylbewerber in ihr Heimatland fort. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur soll eine Maschine am Abend vom Flughafen Leipzig\/Halle aus in Richtung Kabul starten.<br>\nPro Asyl kritisierte die Pl&auml;ne angesichts der Gefahrenlage in dem Land scharf. Erst am Wochenende hatte es bei Anschl&auml;gen in Kabul wieder mehr als 50 zivile Opfer gegeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr.de\/politik\/flucht-zuwanderung\/abschiebung-nach-afghanistan-verneigung-vor-rechtspopulisten-a-1374359\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Anhand dieses Beispiels kann man sehr gut erkennen, wie weit sich nicht nur der politische, sondern auch der gesellschaftliche Kompass schon nach rechts verschoben hat. Erst letzte Woche haben wir auf den NachDenkSeiten auf die dramatische Eskalation der Gewalt in Afghanistan <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40649\">hingewiesen<\/a> und noch vor einem Jahr w&auml;re es der Politik wohl unm&ouml;glich gewesen, Menschen sehenden Auges mitten in ein Kriegsgebiet abzuschieben. Heute ist dies nicht nur selbstverst&auml;ndlich. Kritische Stimmen aus den Medien und der sogenannten Zivilgesellschaft trauen sich auch kaum mehr, den Mund aufzumachen und offen gegen diesen Skandal zu protestieren. Die AfD hat zwar &bdquo;nur&ldquo; 12,6% der Stimmen bekommen; dennoch bestimmt sie de facto die deutsche Asylpolitik offenbar im Alleingang.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Eine linke Alternative<\/strong><br>\nWenn die Sozialdemokraten und die politische Linke in Europa ihre aktuelle Krise und ihre Schw&auml;chephase &uuml;berwinden wollen, m&uuml;ssen sie zwei Bedingungen erf&uuml;llen: Sie m&uuml;ssen ihre Angst vor den permanenten medialen Folterwerkzeugen ihrer politischen Gegner besiegen &ndash; und sie m&uuml;ssen endlich ihre eigene ewige Spaltungsgeschichte beenden.<br>\nEs ist genau 100 Jahre her, dass die Einheit der politischen Linken in Deutschland und in Europa zerbrach &ndash; und zwar so traumatisch, dass dieser Riss bis heute nicht wieder geheilt wurde. Damals, im April 1917, gr&uuml;ndete der fr&uuml;here Fraktions- und Parteivorsitzende der SPD, Hugo Haase, zusammen mit Weggef&auml;hrten wie Eduard Bernstein, Karl Kautsky, Clara Zetkin, Kurt Eisner, Georg Ledebour, Luise Zietz die Unabh&auml;ngige Sozialdemokratie (USPD). Ihre zentrale Differenz zur Mehrheitssozialdemokratie bestand in der Ablehnung des Krieges. Sie war &uuml;berzeugt, dass im Jahre 1914 an der Stellung zum Krieg der m&ouml;gliche Erfolg einer geeinten europ&auml;ischen Sozialdemokratie zerbrochen sei, die kurz davor gestanden hatte, zur bestimmenden politischen Kraft des europ&auml;ischen Kontinents zu werden. [&hellip;.]<br>\nJa, es war ein politisches Schurkenst&uuml;ck, den Gr&uuml;nen ausgerechnet mit den Lehren aus Auschwitz die Zustimmung zum Kosovo-Krieg abzupressen. Das hat nicht nur am Ende auf dem Balkan Zwergstaaten geschaffen, die gar nicht existenzf&auml;hig sind, es hat auch die Gr&uuml;nen bis heute im Wesenskern ver&auml;ndert.<br>\nAber im Zentrum einer neuen Politik muss doch die Erneuerung der SPD stehen. Das Beispiel von Bernie Sanders in den USA und von Jeremy Corbyn in Gro&szlig;britannien zeigt, dass ein Kurs der klaren Alternative dringend herbeigesehnt wird. Die deutsche Sozialdemokratie muss sich nur an die Zeit ihrer gr&ouml;&szlig;ten Erfolge erinnern, als sie selbst mutig jenen dritten Weg beschritt, der damals nicht so hei&szlig;en durfte, weil das politisch nicht opportun schien: Die Entspannungspolitik, das Konzept einer gemeinsamen Sicherheit in Europa war eindeutig eine Anti-Kriegs-Politik.<br>\nDamals wurde die SPD nicht nur geachtet, sie wurde geliebt. Genau genommen haben Willy Brandt und Egon Bahr mit ihrem Konzept auch schon auf jene fr&uuml;hen Signale im Warschauer Pakt reagiert, die ebenfalls einen dritten Weg im Auge hatten, und auch nicht so genannt werden durften: der Aufstand in Ungarn, der Prager Fr&uuml;hling, die Anf&auml;nge von Solidarnosc mit ihren &bdquo;runden Tischen&ldquo;, die einen Kompromiss zwischen Demokratie und Sozialismus suchten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr.de\/politik\/zukunftsperspektive-eine-linke-alternative-a-1372495,0#artpager-1372495-0\">Antje Vollmer in der FR<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Die SPD muss j&uuml;nger werden<\/strong><br>\nDie deutsche Sozialdemokratie wird von M&auml;nnern um die 60 dominiert. Um das zu &auml;ndern, sollte jeder Vierte in den F&uuml;hrungsgremien der Partei unter 35 Jahre alt sein.<br>\nDie SPD muss wieder modern sein und nicht weiterhin mit ihren Ritualen und ihrem Sprachgebrauch tief im 20. Jahrhundert stecken bleiben. Vor allem aber muss die SPD endlich wieder Zukunftskonzepte entwickeln, die sich nicht im technokratischen Klein-Klein verheddern, sondern vielen Menschen ein Bild davon vermitteln, was die SPD vorhat und warum es sich lohnt, die SPD dabei zu unterst&uuml;tzen und daf&uuml;r zu k&auml;mpfen. Nat&uuml;rlich muss die SPD dabei auch Zielgruppen jenseits der klassischen Arbeiter- und Angestelltenmilieus ansprechen. (&hellip;)<br>\nWenn die SPD allerdings eine moderne Volkspartei sein will, dann m&uuml;ssen wir wieder j&uuml;nger werden und da dies nicht von alleine passieren wird, pl&auml;diere ich f&uuml;r die Einf&uuml;hrung einer Jugendquote. 25 Prozent der Mitglieder in F&uuml;hrungsgremien m&uuml;ssen j&uuml;nger als 35 Jahre sein und bei der Listenaufstellung muss jeder f&uuml;nfte Listenplatz f&uuml;r Mitglieder im Juso-Alter genutzt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2017-10\/sozialdemokratie-spd-krise-jugendquote\">Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.D.:<\/strong> Jeremy Corbyn und Bernie Sanders sind beide im Rentenalter und begeistern gerade junge W&auml;hler. Schaut man sich hingegen an, wer in den Volksparteien die n&auml;chste Generation repr&auml;sentiert (Andrea Nahles, Jens Spahn), bekommt man gro&szlig;e Lust, zum Nichtw&auml;hler zu werden. Gerade die Jungen kennen oft &uuml;berhaupt keine inhaltlichen Alternativen zum neoliberalen Weiter-So mehr oder noch schlimmer, sehen die daraus entstehende Prekarisierung nicht als Problem, sondern als Lifestyle-Experiment. Als Unter-30-J&auml;hriger kann ich dem Autor nur nahelegen, dass ich jederzeit eine Greisenpartei mit sozialem Profil w&auml;hlen w&uuml;rde, aber ganz bestimmt keine jugendfreundliche Alternativlosigkeit im Stile der Lindner-FDP.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ein gutes Beispiel ist daf&uuml;r ist auch der Vorsitzende der &Ouml;VP, Sebastian Kurz, der mit 31 Jahren, mehr Jugend geht aktuell in der Politik nicht, wohl der j&uuml;ngste Regierungschef in Europa sein wird. Das Programm Kurz&lsquo; ist aber alles andere als jugendlich, es ist national-konservativ und neoliberal.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Die Sond(i)erbaren<\/strong><br>\nDie offizielle Sitzordnung im Deutschen Bundestag, wie sie auf der Webseite des Parlaments grafisch abgebildet ist, macht eigentlich klar, wer die Mehrheit hat. Es sind CDU\/CSU, FDP und die Partei, in der sich vor allem ehemalige FDP-, CDU- und CSU-Mitglieder unter der Bezeichnung AfD neu versammelt haben. Schon bei den Schnittmengen der Wahlprogramme lassen sich erstaunlich viele &Uuml;bereinstimmungen zwischen FDP und AfD feststellen. Insofern sitzen die Liberalen schon richtig da, wo sie sitzen.<br>\nNun verhandeln aber Union, FDP und Gr&uuml;ne &uuml;ber ein Jamaika-B&uuml;ndnis, bei dem sich die Parteiprogramme eher weniger, daf&uuml;r aber die Spitzenleute ganz gut miteinander verstehen. So geht Seehofer gern ins Trainingslager der Kanzlerin. &Ouml;zdemir versucht ihr Schw&auml;bisch beizubringen und der Rest der rund 50 Penn&auml;ler arbeitet zur Vorbereitung vorbildlich eine lange Liste von Kurzreferaten ab. Denn diese Woche wird die erste Klassenarbeit geschrieben.<br>\nWas kommt dran: Zun&auml;chst einmal ein paar leichte Aufgaben, wie Entfernungen vermessen zwischen hier und irgendeiner Insel in der Karibik. Andere beschreiben die Umgebung dieser Insel, l&auml;ngster Fluss und so, denn mit Stra&szlig;en hierzulande kennen sie sich nicht so gut aus. Bevor es dann wirklich zur Sache geht, werden allerhand Finten gelegt. So eine Summe von 100 Mrd. Euro zum Beispiel, die der Spa&szlig; vier Jahre lang kosten k&ouml;nnte. Die Zahl stammt von den Mathe-Genies der Union, damit die wieder so tun k&ouml;nnen, als verst&uuml;nden sie etwas von Haushaltspolitik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taublog.de\/171023die-sondierbaren\">TauBlog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>30 Organisationen fordern mehr Geld f&uuml;r Bildung<\/strong><br>\nAnl&auml;sslich der Sondierungsgespr&auml;che von Union, FDP und Gr&uuml;nen fordert ein B&uuml;ndnis aus 30 zivilgesellschaftlichen Organisationen und Gewerkschaften, k&uuml;nftig mehr Geld f&uuml;r Bildung auszugeben. Der Bund solle Bildungsprojekte der L&auml;nder und Kommunen dauerhaft unterst&uuml;tzen, verlangen die B&uuml;ndnispartner, darunter die GEW, der DGB, Attac und Oxfam Deutschland. Daf&uuml;r m&uuml;sse das Kooperationsverbot endlich komplett gestrichen werden. &bdquo;Geld ist genug da: Die &ouml;ffentlichen Ausgaben f&uuml;r Bildung verharren bei 4,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Der OECD-Schnitt liegt bei 5,2 Prozent. W&uuml;rde die Bundesrepublik so viel Geld f&uuml;r Bildung ausgeben wie die Staaten im OECD-Durchschnitt, st&uuml;nden j&auml;hrlich gut 26 Milliarden Euro mehr zur Verf&uuml;gung.&ldquo;<br>\nAls dringende Aufgaben benennen die Organisationen quasi alle Bildungsbereiche: den qualitativen und quantitativen Ausbau der Ganztagsangebote, ein Sanierungs- und Neubauprogramm f&uuml;r Schulen und Hochschulen, ein Kita-Qualit&auml;tsgesetz, die Entwicklung eines inklusiven Bildungswesens, den Ausbau der Weiter- und Grundbildung sowie mehr Unterst&uuml;tzungsangebote f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge. Dazu m&uuml;sse auch die Attraktivit&auml;t p&auml;dagogischer Berufe verbessert und die Ausbildungskapazit&auml;ten erh&ouml;ht werden. Zudem seien die selbstst&auml;ndigen Lehrkr&auml;fte sowohl in der Weiterbildung als auch an der Hochschule sozial besser abzusichern und das Befristungsunwesen an Unis und Fachhochschulen einzud&auml;mmen.<br>\n&bdquo;Ohne Investitionen gibt es einen bildungspolitischen Zusammenbruch&ldquo;, warnte die GEW-Vorsitzende Marlis Tepe im Interview mit den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. Die meisten EU-L&auml;nder investierten weitaus mehr in Universit&auml;ten, Schulen und Kitas. &bdquo;Wollen wir zu den f&uuml;nf besten OECD-L&auml;ndern aufschlie&szlig;en, w&auml;ren 50 Milliarden per anno zus&auml;tzlich n&ouml;tig&ldquo;, sagte Tepe. Mit der Initiative &bdquo;Bildung. Weiter denken!&ldquo; setzt sich die GEW bereits seit l&auml;ngerem f&uuml;r eine Reform der Bildungsfinanzierung, auch durch eine neue Steuerpolitik, ein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.gew.de\/aktuelles\/detailseite\/neuigkeiten\/30-organisationen-fordern-mehr-geld-fuer-bildung\/\">GEW<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Das Allerletzte: Cristiano Ronaldo ist Weltfu&szlig;baller des Jahres<\/strong><br>\nWer ist der beste Fu&szlig;baller der Welt? Trainer, Kapit&auml;ne und Fans finden (mal wieder): Cristiano Ronaldo. Bei der Fifa-Wahl ist der Portugiese von Real Madrid zum f&uuml;nften Mal als Weltfu&szlig;baller ausgezeichnet worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/sport\/fussball\/cristiano-ronaldo-ist-weltfussballer-des-jahres-2017-a-1174322.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Dazu muss man wissen, dass erst im Juni in Madrid ein Gerichtsverfahren gegen Ronaldo eingeleitet wurde. Es geht um 14,7 Millionen Dollar, die er &uuml;ber Briefkastenfirmen in Irland und den British Virgin Islands hinterzogen haben soll. Auch f&uuml;r Ronaldo gilt nat&uuml;rlich die Unschuldsvermutung. Dass die Fifa ihm noch w&auml;hrend des Prozesses die h&ouml;chste Auszeichnung verleiht, zeigt jedoch wes&acute; Geistes Kind sie ist. Nationale Rechte spielen f&uuml;r sie keine Rolle; und Steuern sind sowieso ein Fremdw&ouml;rter f&uuml;r die Herren der Gro&szlig;vermarktung der sch&ouml;nsten Nebensache der Welt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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