{"id":40744,"date":"2017-10-25T08:14:41","date_gmt":"2017-10-25T06:14:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40744"},"modified":"2017-10-25T10:25:49","modified_gmt":"2017-10-25T08:25:49","slug":"hinweise-des-tages-2987","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40744","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (PS\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40744#h01\">G20 in Hamburg &ndash; L&uuml;gen, Exempel und geschw&auml;rzte Akten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40744#h02\">Getrennte Lebenswelten: Sahra Wagenknecht und Katja Kipping repr&auml;sentieren gesellschaftliche Gruppen, die sich nichts mehr zu sagen haben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40744#h03\">K&auml;mpfe im Nordirak: Bericht &uuml;ber Beschuss durch deutsche Waffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40744#h04\">Ferraris an der C&ocirc;te d&rsquo;Azur: Unmut &uuml;ber &ldquo;Pr&auml;sident der Reichen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40744#h05\">Abschied von der Postmoderne &ndash; &Uuml;berlegungen zur Identit&auml;tskrise der Europ&auml;ischen Union<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40744#h06\">EU-Entsenderichtlinie: Ein Kompromiss gegen das Lohndumping<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40744#h07\">Fragw&uuml;rdige Arbeitsbedingungen: Ryanair ger&auml;t ins Zwielicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40744#h08\">Konzerne f&uuml;r Sch&auml;den verantwortlich machen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40744#h09\">So wenige Eltern in Deutschland arbeiten tats&auml;chlich Vollzeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40744#h10\">Kinderarmut und L&ouml;hne: Die neue soziale Frage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40744#h11\">UNESCO-Bericht: 264 Millionen Kinder ohne Schulbildung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40744#h12\">EU-Kommission will Glyphosat schneller abschaffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40744#h13\">War die Unabh&auml;ngigkeit des Kosovo ein S&uuml;nden- oder Sonderfall?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40744#h14\">Meinungsfreiheit ist nicht nur ein Recht der Linken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40744#h15\">Vorbild Corbyn?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40744#h16\">Die AfD stellt vor allem das Deutsch-Sein in den Mittelpunkt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40744#h17\">&Uuml;berall Seeheimer!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40744#h18\">Facebook spielt mit den Zeitungen Verstecken<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>G20 in Hamburg &ndash; L&uuml;gen, Exempel und geschw&auml;rzte Akten<\/strong><br>\nDas Hick-Hack um den G20-Gipfel in Hamburg ist noch lange nicht zu Ende. Die Innenbeh&ouml;rde r&auml;umt ein, dass sich ihre Darstellung der G20-Krawalle in wesentlichen Punkten nicht beweisen lasse.<br>\nJan van Aken f&uuml;hlt sich best&auml;tigt. &bdquo;Wir haben das Gleiche erlebt wie beim G8-Gipfel 2007 in Heiligendamm&ldquo;, sagte der einstige linke Bundestagsabgeordnete aus Hamburg, der die Proteste gegen den G20-Gipfel Anfang Juli organisieren half. &bdquo;Zuerst wurde gelogen. Und dann stellte sich heraus, dass es gar nicht so war.&ldquo; Van Aken bezieht sich auf die Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linken-Abgeordneten Christiane Schneider. Darin r&auml;umte die Hamburger Innenbeh&ouml;rde ein, dass sich ihre Darstellung der G20-Krawalle in wesentlichen Punkten nicht beweisen lasse. So gebe es keine Belege f&uuml;r die Behauptung, dass sich Gewaltt&auml;ter auf D&auml;chern in der Stra&szlig;e Schulterblatt versammelt h&auml;tten, um die Polizei mit Steinen, Gehwegplatten, Eisenstangen und Molotowcocktails zu bewerfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr.de\/politik\/g20-in-hamburg-luegen-exempel-und-geschwaerzte-akten-a-1374183?utm_campaign=Echobox&amp;utm_medium=Social&amp;utm_source=Facebook\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Getrennte Lebenswelten: Sahra Wagenknecht und Katja Kipping repr&auml;sentieren gesellschaftliche Gruppen, die sich nichts mehr zu sagen haben<\/strong><br>\nDie Grundaussage der Wagenknecht-Kritiker fasst ein Zitat von Kipping am besten zusammen: &raquo;Wer in der Fl&uuml;chtlingsfrage auf Rechtskurs geht, riskiert die Glaubw&uuml;rdigkeit der Linken.&laquo; Es ist ein Satz, der das inhaltliche Dilemma der Linkspartei offenbart: Die Lebenswelten, die Kipping und Wagenknecht jeweils repr&auml;sentieren, haben jeden Bezug zueinander verloren. Kipping und ihre Anh&auml;nger werfen Wagenknecht vor, rassistische Ressentiments zu sch&uuml;ren. Sie berufen sich dabei auf nebul&ouml;se Aussagen aus den vergangenen Jahren. Dabei argumentierte Wagenknecht mit Ausnahme ihrer Rede von einem juristisch nicht existierenden &raquo;Gastrecht&laquo; meist im Rahmen geltenden Asylrechts. Interessant an der Konstellation ist, dass die lauteste Kritik ausgerechnet aus jenem Parteifl&uuml;gel kommt, der sich an Regierungen mit SPD und Gr&uuml;nen beteiligen will. Wo er sich bereits an der Macht befindet, schiebt dieser Fl&uuml;gel sogar munter Menschen ab, etwa unter dem linken Ministerpr&auml;sidenten Bodo Ramelow in Th&uuml;ringen, das die zweith&ouml;chste Abschiebequote aller Bundesl&auml;nder aufweist. Verr&auml;terisch erscheint in diesem Zusammenhang, dass die h&auml;rtesten Anw&uuml;rfe gegen Wagenknecht der Soziologieprofessor Stephan Lessenich und der Philosoph Thomas Seibert &auml;u&szlig;erten. Beide arbeiten mit Kipping in der Denkfabrik &raquo;Institut Solidarische Moderne&laquo; daran, die Linkspartei im Bund regierungsf&auml;hig zu machen. Und beide bezeichneten Wagenknecht, die in den F&uuml;hrungsriegen von SPD und Gr&uuml;nen wegen ihrer linken Positionen verhasst ist, als Rassistin. (&hellip;) Der Neoliberalismus hat die Schw&auml;chsten gegeneinander ausgespielt. Eine Linkspartei, die das nicht durchschaut, darf sich nicht wundern, wenn bestimmte Milieus sie f&uuml;r unw&auml;hlbar halten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1067607.debatte-in-der-linken-getrennte-lebenswelten.html\">Christian Baron in Neues Deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>K&auml;mpfe im Nordirak: Bericht &uuml;ber Beschuss durch deutsche Waffen<\/strong><br>\nIm innerirakischen Konflikt zwischen Regierungstruppen und kurdischen K&auml;mpfern werden auch deutsche Panzerabwehrraketen eingesetzt. Die Bundeswehr unterst&uuml;tzt vor Ort beide Seiten. Nun wird eine Neubewertung des Einsatzes im Krisenland gefordert. Bei Gefechten zwischen irakischen Einheiten und kurdischen K&auml;mpfern im Nordirak sind nach Angaben beider Seiten binnen einer Woche mehr als 30 Menschen get&ouml;tet worden. Wie das gemeinsame Einsatzkommando der irakischen Streitkr&auml;fte (JOC) meldet, sollen bei den K&auml;mpfen um die l&auml;ndliche Region Altun Kupri zwei Soldaten get&ouml;tet worden sein, als die Regierungstruppen dort auch unter Beschuss deutscher Panzerabwehrraketen gerieten. Mit den Waffen hatte die Bundesregierung die Kurden f&uuml;r den Kampf gegen den &ldquo;Islamischen Staat&rdquo; ausger&uuml;stet. Die Bundeswehr unterst&uuml;tzt die kurdischen K&auml;mpfer seit drei Jahren mit milit&auml;rischer Ausr&uuml;stung sowie mit Ausbildern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/irak-kurden-115.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Dazu f&auml;llt einem der treffende Titel von Peter Scholl-Latours letztem Buch ein: &bdquo;Der Fluch der b&ouml;sen Tat: Das Scheitern des Westens im Orient&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ferraris an der C&ocirc;te d&rsquo;Azur: Unmut &uuml;ber &ldquo;Pr&auml;sident der Reichen&rdquo;<\/strong><br>\nFrankreich schafft die Verm&ouml;genssteuer ab. Die Linke l&auml;uft Sturm gegen das &ldquo;Geschenk f&uuml;r die Ultrareichen&rdquo;<br>\n&ldquo;Wer will Millionen verdienen?&rdquo;, fragt die Zeitung L&rsquo;Alsace in Anspielung auf eine einst gleichnamige und beliebte Gl&uuml;cksspielsendung im franz&ouml;sischen Fernsehen. Jetzt dreht sich das Rad der Fort&uuml;ne wieder &ndash; und die Antwort lautet: nat&uuml;rlich die Million&auml;re.<br>\nDeren 343.000 zahlen in Frankreich derzeit die Verm&ouml;genssteuer, &ldquo;imp&ocirc;ts de la solidarit&eacute; sur la fortune&rdquo; (ISF) benannt, die bei Betr&auml;gen &uuml;ber 1,3 Millionen Euro anf&auml;llt. Das Land der gro&szlig;en Revolutionen ist eines der letzten L&auml;nder in der EU, die noch eine eigentliche &ldquo;Reichensteuer&rdquo; kennen. Eingef&uuml;hrt hatten sie die Sozialisten, nachdem sie 1981 unter Fran&ccedil;ois Mitterrand an die Macht gekommen waren. Seither hat das K&uuml;rzel ISF h&ouml;chsten politischen Symbolwert. Ihr &ouml;konomischer Sinn ist hingegen umstritten: Die meisten &Ouml;konomen sind sich einig, dass sie makro&ouml;konomisch kontraproduktiv ist und eine Steuerflucht ins Ausland bewirkt, die st&auml;rker zu Buche schl&auml;gt als die Ertr&auml;ge von vier bis f&uuml;nf Milliarden Euro pro Jahr. [&hellip;]<br>\nF&uuml;r den Staatspr&auml;sidenten ist es allerdings ein Pyrrhussieg. Nachdem er schon &uuml;ber &ldquo;Faulpelze&rdquo; gel&auml;stert hat, wird er nun weithin als &ldquo;Pr&auml;sident der Reichen&rdquo; betitelt. Dieses Etikett wird wohl an ihm kleben bleiben. Und seinen Reformeifer einschr&auml;nken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/2000066621428\/Ferraris-und-Villen-an-der-onmut-ueber-Praesident-der-Reichen\">derStandard.at<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> &Uuml;berraschend ist das alles nicht. Es w&auml;re ja mal interessant, zu h&ouml;ren, was die linksliberalen Dampfplauderer, die Macron <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38130\">vor wenigen Monaten noch so wundervoll fanden<\/a>, heute sagen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Abschied von der Postmoderne &ndash; &Uuml;berlegungen zur Identit&auml;tskrise der Europ&auml;ischen Union<\/strong><br>\nEine Epoche neigt sich ihrem Ende entgegen. Die unipolare Weltordnung, die seit dem Mauerfall virulent war und vom Ende der 1990er Jahre bis in unsere Gegenwart hinein aktiv angestrebt worden ist, hat sich nicht verwirklicht. Weder die USA noch die EU noch beide zusammen waren in den vergangenen 28 Jahren in der Lage, das Vakuum zu f&uuml;llen, das der Zerfall der Sowjetunion hinterlassen hatte. (&hellip;) In der nun anbrechenden Welt gibt es weder ein &ouml;konomisches noch ein milit&auml;risches und erst recht kein kulturelles Zentrum mehr. Doch damit hat sich auch der gesamte Sinn der bisherigen Kulturpolitik in sein Gegenteil verkehrt. Stattdessen ist man nun mit dem gegenteiligen Trend konfrontiert. &Uuml;berall in der Welt wenden sich gr&ouml;&szlig;ere Staaten wie China, Russland, Indien und Iran wieder verst&auml;rkt ihrer jeweils eigenen Geistes- und Kulturgeschichte zu. Kann sich die EU diesem Trend verschlie&szlig;en? Kann sie am etablierten Kulturrelativismus der Postmoderne festhalten, ohne sich dabei langfristig selbst zu isolieren? Ein Umdenken tut not. Doch bedauerlicherweise werden heute sowohl die Universit&auml;ten als auch die Medien- und Verlagsh&auml;user von der postmodernen Weltsicht dominiert. Eine Neuausrichtung der etablierten Kulturpolitik w&uuml;rde viel Staub aufwirbeln, viele Karrieren gef&auml;hrden und deshalb sehr viel Widerstand hervorrufen. Und doch muss etwas geschehen. Denn eine multipolare Weltordnung wird verschiedene Zivilisationsmodelle hervorbringen. Und die EU kann an diesem &raquo;Konzert der Zivilisationen&laquo; nur teilnehmen, wenn sie sich k&uuml;nftig auch zu ihrer eigenen &Uuml;berlieferungsgeschichte bekennt. Dies verlangt einen Abschied vom Kulturrelativismus der Postmoderne.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/russlandkontrovers.de\/abschied-von-der-postmoderne-ueberlegungen-zur-identitaetskrise-der-europaeischen-union\/\">Hauke Ritz in Russland Kontrovers<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>EU-Entsenderichtlinie: Ein Kompromiss gegen das Lohndumping<\/strong><br>\nIn D&auml;nemark kostet eine Arbeitsstunde 42 Euro, in Bulgarien dagegen nur 4,40 Euro. Diese Unterschiede sorgen seit l&auml;ngerem f&uuml;r Streit &ndash; dar&uuml;ber, welche Standards bei entsendeten Arbeitern gelten. Dazu gibt es nun einen Kompromiss auf EU-Ebene. Es geht um Hunderttausende Besch&auml;ftige: Pflegerinnen aus Polen, Bauarbeiter aus Rum&auml;nien oder Fleischer aus Bulgarien, die in Deutschland oder anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern arbeiten. F&uuml;r Unternehmen und Kunden erledigen sie dort preiswert Auftr&auml;ge, f&uuml;r ihre Heimatl&auml;nder sind sie ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Doch Gewerkschafter kritisieren: Diese Besch&auml;ftigten werden h&auml;ufig ausgebeutet. Mindestlohns&auml;tze w&uuml;rden untergraben. &Uuml;berlange Arbeitszeiten w&uuml;rden verlangt, aber nicht bezahlt. Die meisten entsendeten Besch&auml;ftigten verdienen laut EU-Kommission oft nicht einmal halb so viel wie ihre einheimischen Kollegen. (&hellip;) Entsendungen sollen in Zukunft im Durchschnitt nicht l&auml;nger als zw&ouml;lf Monate gelten, in Ausnahmef&auml;llen 18 Monate. K&uuml;nftig sollen f&uuml;r Entsandte und Einheimische grunds&auml;tzlich die gleichen Regeln zur Verg&uuml;tung gelten &ndash; also nicht mehr nur Mindestlohn, sondern auch Weihnachtsgeld, Pr&auml;mien oder Schlechtwettergeld. Das Transportgewerbe bleibt allerdings zun&auml;chst von den neuen Regeln ausgenommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/eu-entsenderichtlinie-103.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Fragw&uuml;rdige Arbeitsbedingungen: Ryanair ger&auml;t ins Zwielicht<\/strong><br>\nNiedrigl&ouml;hne und Knebelvertr&auml;ge f&uuml;r das fliegende Personal bringen die Billig-Airline aus Dublin in Erkl&auml;rungsnot. Der Druck, die Probleme zu l&ouml;sen, ist gr&ouml;&szlig;er denn je. (&hellip;) Ufo-Vertreter sind &uuml;berzeugt, dass Ryanair in Deutschland auf &bdquo;schlicht illegale&ldquo; Arbeits- und Verg&uuml;tungs-Bedingungen setzt. &bdquo;Mit Bruttol&ouml;hnen von rund 1200 Euro im Monat und bei st&auml;ndiger Schicht-, Wochenend- und Feiertagsarbeit ist es ohnehin schwer, in Deutschland finanziell &uuml;ber die Runden zu kommen&ldquo;, sagte Ufo-Chef Alexander Behrens am Dienstag. Was die aktuelle Misere des fliegenden Personals versch&auml;rft: Viele Kabinen-Mitarbeiter w&uuml;rden in jedem Winter f&uuml;r mehrere Wochen unbezahlt freigestellt, um so Personalkosten zu sparen. Ryanair ist die gr&ouml;&szlig;te Billigfluggesellschaft in Europa und erwirtschaftet seit Jahren mit die h&ouml;chsten Gewinne der Branche.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/ryanair-geraet-als-arbeitgeber-ins-zwielicht-15261774.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Erstaunlich, da&szlig; die FAZ nicht die &uuml;blichen Klassiker herunterrattert, &ldquo;der Markt regelt alles&rdquo;, &ldquo;Wettbewerb ist gut&rdquo;, &ldquo;Angebot und Nachfrage&rdquo;, sondern einf&uuml;hlsam die bittere Situation reflektiert. Noch besser, wenn die FAZ nun auch von den entsprechenden genauso schlimmen und noch schlimmeren Ausbeutungsbedingungen auf deutschem Boden berichtete, sei es in den Schlachtereien oder bei den Pseudo-Werkvertr&auml;gen, in der Pflege oder bei den Reinigungskr&auml;ften in Hotels.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Das Timing passt. Kaum ger&auml;t die &Uuml;bernahme von Teilen der Air Berlin durch die Lufthansa mit ihrer &bdquo;Billigtochter&ldquo; Germanwings in die Kritik, f&auml;llt der FAZ ein, dass der Hauptkonkurrent der Kranich-Airline auch Dreck am Stecken hat.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Konzerne f&uuml;r Sch&auml;den verantwortlich machen<\/strong><br>\nWenn Konzerne im Ausland Menschenrechtsverletzungen begehen, sollen sie in ihrem Heimatland daf&uuml;r verklagt werden k&ouml;nnen, fordert Armin Paasch von Misereor im Dlf. Deswegen hoffe er, dass die derzeit laufenden UN-Verhandlungen &uuml;ber ein Haftungs-Abkommen zu einem Erfolg f&uuml;hren. (&hellip;) &bdquo;Ein Beispiel ist, dass Konzerne wie Monsanto oder Bayer (&hellip;) Pestizide und Herbizide ins Ausland exportieren, nach Argentinien, nach Indien zum Beispiel. Pestizide, die oft zu Gesundheitssch&auml;den f&uuml;hren. Im Moment ist es aber fast unm&ouml;glich, diese Konzerne an ihrem Hauptsitz zu verklagen und f&uuml;r die Sch&auml;den verantwortlich zu machen. Deswegen fordern wir ein Gesetz in Deutschland, das den Konzernen Sorgfaltspflichten auferlegt, damit die die Risiken untersuchen m&uuml;ssen und Vorkehrungen treffen m&uuml;ssen. Und ein Abkommen k&ouml;nnte alle Staaten dazu verpflichten, entsprechende Regeln einzuf&uuml;hren.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/menschenrechte-konzerne-fuer-schaeden-verantwortlich-machen.697.de.html?dram:article_id=398996\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>So wenige Eltern in Deutschland arbeiten tats&auml;chlich Vollzeit<\/strong><br>\nEine Reportage des TV-Senders arte hat sich genau angeschaut, wie es um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in D&auml;nemark und in Deutschland bestellt ist. W&auml;hrend in unserem Nachbarland in 30,1 Prozent der Familien beide Elternteile Vollzeit arbeiten, sind es hierzulande gerade einmal 1,2 Prozent! Dass es sich bei diesen krassen Zahlen nicht mehr nur um &ldquo;freiwillige Entscheidungen&rdquo; deutscher Eltern f&uuml;r Teilzeit handeln kann, d&uuml;rfte offensichtlich sein. Die arte-Reportage zeigt auch, wie D&auml;nemark Eltern bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf hilft &ndash; und woran es in Deutschland noch hakt.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++55a71bd8-b88b-11e7-a83f-52540088cada\">DGB<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.arte.tv\/de\/videos\/073399-073-A\/re-karriere-trotz-kind\/\">Arte<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Kinderarmut und L&ouml;hne: Die neue soziale Frage<\/strong><br>\nDie Koalitionsverhandlung muss Verteilungsfragen in den Blick nehmen. (&hellip;) Die &bdquo;Kinderarmut&ldquo; k&ouml;nnte zum Test werden daf&uuml;r, wie man &uuml;ber soziale Gerechtigkeit noch streiten kann und will. Oder eben nicht. Mehr als jedes f&uuml;nfte Kind in Deutschland lebt &uuml;ber mehr als f&uuml;nf Jahre hinweg in armen Verh&auml;ltnissen, zeigt eine Studie der Bertelsmann-Stiftung. (&hellip;) Es ist daher richtig, dass die Gr&uuml;nen das Thema Kinderarmut in den Jamaika-Verhandlungen zur Sprache bringen wollen und dass sie dabei nicht nur Hartz-IV-Empf&auml;nger im Blick haben, sondern auch Schlechtverdiener. Sozialleistungen und L&ouml;hne m&uuml;ssen zusammengedacht werden. Der karitative Sound hingegen, der die Bilder von Migrantenkindern heraufbeschw&ouml;rt, die ohne warmes Mittagessen zu Hause Videospiele spielen und die Zeit totschlagen, das bringt nichts. Damit versucht man, das Thema &uuml;ber Klischees mental zu entsorgen. Stattdessen muss man &uuml;ber Arbeitsl&ouml;hne f&uuml;r die Eltern reden und eine starke politische Sprache daf&uuml;r finden. W&uuml;rde sich eine neue, breite Lohndebatte entwickeln, geriete vielleicht auch der Streit &uuml;ber die AfD und Fl&uuml;chtlingsobergrenzen in den Hintergrund, entpuppte sich gar als Stellvertreterstreit. Das w&auml;re doch ein Fortschritt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-Kinderarmut-und-Loehne\/!5454608\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ein sehr erfreulicher Kommentar. Dribbusch ist fast die einzige, die zu niedrige L&ouml;hne (und Hartz-IV-S&auml;tze) als Ursachen f&uuml;r Kinderarmut benennt. Aber eine Regierung aus vier neoliberalen Parteien, deren erkl&auml;rtes Ziel Lohn- und Sozialk&uuml;rzungen sind und waren: woher sollen da h&ouml;here L&ouml;hne kommen?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>UNESCO-Bericht: 264 Millionen Kinder ohne Schulbildung<\/strong><br>\n264 Millionen Kinder und Jugendliche weltweit gehen nicht zur Schule. Das geht aus dem aktuellen Weltbildungsbericht der UNESCO hervor. Die UN-Kulturorganisation rief die Regierungen dazu auf, mehr in ihre Bildungssysteme zu investieren. (&hellip;) Nach Angaben der UNESCO geben Regierungen durchschnittlich 4,7 Prozent ihres Bruttoinlandsproduktes oder 14,1 Prozent der &ouml;ffentlichen Mittel f&uuml;r Bildung aus. F&uuml;r eine qualitativ hochwertige und gerechte Bildung auf der ganzen Welt fehlen demzufolge j&auml;hrlich weitere 39 Milliarden US-Dollar (rund 33 Milliarden Euro).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/unesco-bildung-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>EU-Kommission will Glyphosat schneller abschaffen<\/strong><br>\nDie EU-Kommission ist von ihrem Vorschlag abger&uuml;ckt, die Zulassung des umstrittenen Unkrautvernichters Glyphosat f&uuml;r weitere zehn Jahre zu verl&auml;ngern. Wie ein Sprecher nach der w&ouml;chentlichen Sitzung der Kommission sagte, strebt die Beh&ouml;rde nun in Abstimmung mit den Mitgliedstaaten eine Verl&auml;ngerung zwischen f&uuml;nf und sieben Jahren an. (&hellip;) Das Europaparlament hatte zuvor in einer Resolution gefordert, die Zulassung nach f&uuml;nf Jahren im Dezember 2022 auslaufen zu lassen. (&hellip;) Das Votum des Parlaments ist nicht bindend. Am Ende entscheiden entweder die Mitgliedstaaten oder die EU-Kommission &uuml;ber die Zulassung, die Ende 2017 ausl&auml;uft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/eu-kommission-will-glyphosat-schneller-abschaffen-15261476.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Man sollte meinen, die Sache sei einfach: Entweder der Stoff ist gesundheitsgef&auml;hrdend &ndash; dann geh&ouml;rt er selbstverst&auml;ndlich sofort vom Markt &ndash;, oder eben nicht. Doch nach Logik darf man wohl nicht fragen, wenn es um so viel Geld geht wie bei diesem Produkt und jedes weitere Jahr einer Zulassung Millionengewinne bedeutet.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Das EU-Parlament will (immerhin), hat aber nichts zu sagen, sondern die nationalen Regierungen und die nicht gew&auml;hlte EU-Kommission entscheiden. So viel zum Demokratiedefizit in der EU. Und warum w&auml;hlen wir noch mal das EU-Parlament? F&uuml;r die B&uuml;rgerbeteiligung? Wozu sind dann l&auml;nder&uuml;bergreifende Listen f&uuml;r Abgeordnete gut, die auch h&ouml;chstens empfehlen k&ouml;nnen und nichts zu sagen haben?<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Glyphosat in Argentinien: &ldquo;Heute bin ich ein Skelett&rdquo;<\/strong><br>\nFabi&aacute;n Tomasi hat in Argentinien jahrelang ohne Schutzkleidung Spr&uuml;hflugzeuge mit dem Pflanzenschutzmittel Glyphosat bef&uuml;llt. Heute ist er gesundheitlich schwer angeschlagen, wof&uuml;r er das Pestizid verantwortlich macht. Auch Pablo Piovano sieht in Glyphosat eine Gefahr. In einem Bildband hat der Fotojournalist die Folgen dokumentiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/glyphosat-in-argentinien-heute-bin-ich-ein-skelett.697.de.html?dram:article_id=398994\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>War die Unabh&auml;ngigkeit des Kosovo ein S&uuml;nden- oder Sonderfall?<\/strong><br>\nIn Serbien wird die r&uuml;ckhaltlose Unterst&uuml;tzung der EU f&uuml;r den spanischen Zusammenhalt kritisiert. Warum soll f&uuml;r Katalonien gelten, was f&uuml;r Kosovo nicht galt? (&hellip;) Dass Br&uuml;ssel und die Mitgliedsstaaten Madrid jetzt so fraglos unterst&uuml;tzen, irritiert in Belgrad. Es sei &laquo;scheinheilig&raquo;, so Pr&auml;sident Vucic, dass im Fall Spaniens internationales Recht gelte, w&auml;hrend man dies Serbien bei der Sezession Kosovos vorenthalten habe. Ein Br&uuml;sseler Sprecher sagte darauf, Spanien sei eben EU-Mitglied, was die Serben erst recht in Wallung versetzte. Ob internationales Recht nur in der EU gelte, hiess es aus Belgrad. Nein erwiderte Br&uuml;ssel, aber Kosovo sei ein Fall &laquo;sui generis&raquo;, ein Sonderfall, den man mit katalanischen und anderen Unabh&auml;ngigkeitsbestrebungen nicht vergleichen k&ouml;nne.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/international\/suenden-oder-sonderfall-ld.1323138?mktcid=nled&amp;mktcval=107_2017-10-23\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Der Beitrag stellt eine absolut treffende Frage und man sollte nicht vergessen, dass hier Deutschland in der Geschichte wieder eine unr&uuml;hmliche Rolle gespielt hat, indem die damalige Bundesregierung als eine der ersten Regierungen die Sezession Sloweniens und Kroatiens anerkannte. Auch im Fall des Kosovo war Deutschland einer der ersten Staaten, welcher die Unabh&auml;ngigkeit des Kosovo anerkannte.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Meinungsfreiheit ist nicht nur ein Recht der Linken<\/strong><br>\nDie Aktionen gegen rechte Verlage und Zeitschriften auf der Frankfurter Buchmesse waren ein Armutszeugnis. Zu begr&uuml;&szlig;en ist der Protest einiger ber&uuml;hmter Schriftsteller. Wo linkes Denken legitim ist, da darf es auch rechtes geben und alles, was dazwischen liegt<br>\nDemokratie ist bequem, solange alle einer Meinung sind. Doch Meinungsfreiheit, die sich in dem ritualisierten Austausch etablierter Ansichten ersch&ouml;pft, ist keine Meinungsfreiheit, sondern deren Simulation.<br>\nEine selbstbewusste Demokratie hingegen lebt von der echten Auseinandersetzung. Und Meinungsfreiheit, die ihren Namen verdient, l&auml;sst auch &Uuml;berzeugungen und Weltbilder zu, die den engen Korridor des Herk&ouml;mmlichen und Korrekten verlassen.<br>\nSo gesehen war das, was sich vergangene Woche auf der Frankfurter Buchmesse abspielte, ein Armutszeugnis des etablieren Kultur- und Literaturbetriebes, zumal sich dieser gern als wackerer K&auml;mpfer f&uuml;r Pluralismus und Demokratie geriert. Dass es ein absehbares Armutszeugnis war, macht diese Sache nicht besser.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/cicero.de\/kultur\/frankfurter-buchmesse-meinungsfreiheit-ist-nicht-nur-ein-recht-der-linken\">Cicero<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Vorbild Corbyn?<\/strong><br>\nWas die deutsche Sozialdemokratie von Jeremy Corbyns Labour Party lernen kann &ndash; und was nicht. (&hellip;) Labour sieht seit der Wahl gegen&uuml;ber einer schwachen Regierung weiterhin gut aus, was nicht weiter &uuml;berraschend ist. Aber Lehren, zumindest inhaltliche, kann man aus diesen Umst&auml;nden f&uuml;r Deutschland nicht ziehen. Die politische Ausgangslage in Gro&szlig;britannien ist eine v&ouml;llig andere. Eine Vielzahl von Problemen, mit denen Gro&szlig;britannien zu k&auml;mpfen hat, resultieren aus Zeiten der harten Austerit&auml;tspolitik, die Deutschland in der Form nicht erlebt hat. Dieser Unterschied wird deutlich, wenn man sich das Labour-Wahlprogramm f&uuml;r die Parlamentswahlen im Juni anschaut. Es f&auml;llt auf, dass Positionen wie Steuergerechtigkeit, bezahlbarer Wohnraum oder mehr freie Kinderbetreuung entweder von der SPD bereits vertreten werden oder die Probleme in Deutschland so nicht existieren. Die Wasserversorgung ist in Deutschland in &ouml;ffentlicher Hand. Es gibt keine Studiengeb&uuml;hren wie in Gro&szlig;britannien und bei der Polizei und Feuerwehr wurden keine radikalen Sparma&szlig;nahmen durchgef&uuml;hrt. Auch Besch&auml;ftigungspraktiken wie Scheinselbst&auml;ndigkeit ohne garantierte Arbeitsstunden sind hierzulande illegal. (&hellip;) Bei der Labour-Kampagne im Vorfeld der Parlamentswahlen hat man aber verstanden, dass der authentische Kern des Kandidaten wichtig ist und dass ein transaktionaler Politikstil, der versucht, bestimmten Zielgruppen auf Basis von Meinungsumfragen Politikangebote im Tausch f&uuml;r Stimmen zu unterbreiten, nicht mehr funktioniert. Die W&auml;hlerschaft ist unentschiedener und volatiler. Daher l&auml;sst sie sich auch f&uuml;r grundlegend neue Politikprojekte mit Zukunftsvisionen, die bis vor kurzem als utopisch galten, durchaus begeistern und mobilisieren. Eine neu definierte transformative Politik muss auch Grundlage f&uuml;r die Erneuerung der Sozialdemokratie in Deutschland sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ipg-journal.de\/rubriken\/soziale-demokratie\/artikel\/vorbild-corbyn-2369\/\">IPG Journal<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.K.:<\/strong> Was hat Herr Meyer an der Botschaft &ndash; for the many, not the few &ndash; denn nicht verstanden? Diese programmatisch entleerte Oberfl&auml;chen-Sichtweise als Marketing-Strategie ist genau das Problem der SPD. Jegliches Verst&auml;ndnis f&uuml;r sozio-&ouml;konomische Zusammenh&auml;nge ist wie weggeblasen aus den K&ouml;pfen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Die AfD stellt vor allem das Deutsch-Sein in den Mittelpunkt<\/strong><br>\nDer Soziologe Wilhelm Heitmeyer &uuml;ber die Erfolge der AfD in Gelsenkirchen, der &auml;rmsten Stadt Deutschlands und der Hochburg der AfD im Westen, und die Unterschiede zwischen Ost und West<br>\nWilhelm Heitmeyer ist ein deutscher Soziologe, Erziehungswissenschaftler und Professor f&uuml;r Sozialisation am Institut f&uuml;r interdisziplin&auml;re Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) der Universit&auml;t Bielefeld. Er war bis 2013 Direktor des Instituts und seitdem ist er dort im Rahmen einer Forschungsprofessur t&auml;tig. Seit den 80er Jahren untersucht er Rechtsextremismus, von 2002 bis 2012 lief seine Langzeitstudie zur &ldquo;gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Die-AfD-stellt-vor-allem-das-Deutsch-Sein-in-den-Mittelpunkt-3867233.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>&Uuml;berall Seeheimer!<\/strong><br>\nDie SPD redet viel von Erneuerung &ndash; und liefert dann nicht. Die Seeheimer sind wieder auf dem Vormarsch. Waren die Neuaufstellungsversprechen etwa nur Nebelkerzen?<br>\nManchmal lohnt es sich, Briefwechsel vergangener Tage zu lesen. Nach der Bundestagswahl 1965, die bekanntlich mit der &ndash; wenn auch kurzweiligen &ndash; Fortsetzung der Regierung von CDU\/CSU und FDP ausging, schrieb Herbert Marcuse an Theodor W. Adorno: &bdquo;Ich h&auml;tte bestimmt nicht SPD gew&auml;hlt. Die Niedertracht dieser Partei macht sie auch zum &lt;geringeren &Uuml;bel&gt; untauglich. Sie wagt es, noch den Namen zu f&uuml;hren, den sie einmal hatte, als Karl und Rosa ihr angeh&ouml;rten.&ldquo; Heute ist man da bescheidener. Den Linksliberalen w&auml;re es ja schon recht, w&uuml;rden sich die Sozialdemokraten auf Figuren wie Willy Brandt besinnen, der, obwohl das Kapital von Karl Marx bei seiner Flucht aus Deutschland 1933 unter seinem Arm klemmte, dadurch nie zu einem genuinen Marxisten wurde. Karl und Rosa, das ist lange her. Bei seiner ber&uuml;hmten Regierungserkl&auml;rung 1969 sagte Brandt: &bdquo;Das Ziel ist die Erziehung eines kritischen, urteilsf&auml;higen B&uuml;rgers, der imstande ist, durch einen permanenten Lernprozess die Bedingungen seiner sozialen Existenz zu erkennen und sich ihnen entsprechend zu verhalten.&ldquo; Keinem Sozialdemokraten, der noch eine politische Karriere anstrebt, w&uuml;rden heutzutage diese Worte &uuml;ber die Lippen kommen. Werden sich die Leute ihrer sozialen Existenz bewusst, geht ihre Stimme nicht an die SPD. Die Genossen wissen das.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/dorian-baganz\/ueberall-seeheimer\">Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Facebook spielt mit den Zeitungen Verstecken<\/strong><br>\nDie Zahlen, die der slowakische Journalist Filip Struh&aacute;rik am Samstag ver&ouml;ffentlicht hat, sprechen f&uuml;r sich: Seit Donnerstag verzeichnen sechzig der gr&ouml;&szlig;ten Medienseiten seines Landes im Internet einen massiven Interaktionseinbruch. Ihre Beitr&auml;ge werden gerade einmal ein Viertel so oft kommentiert, geliked und geteilt wie zuvor. Der Grund: ein Facebook-Test. Nutzer des sozialen Netzwerks h&auml;tten sich beschwert, erkl&auml;rt das Unternehmen, dass sie nur mit M&uuml;he zwischen den abonnierten Neuigkeiten von Medien und Institutionen die Posts ihrer &bdquo;Freunde&ldquo; finden k&ouml;nnten. Deshalb hat Facebook kurzerhand in sechs L&auml;ndern, zu denen neben der Slowakei auch Serbien, Bolivien, Kambodscha, Guatemala und Sri Lanka geh&ouml;ren, f&uuml;r ihre Nutzer neben dem gewohnten News Feed eine zweite Liste namens Explore eingerichtet &ndash; und alle nicht von pers&ouml;nlichen Profilen, sondern von Seiten aus ver&ouml;ffentlichten Beitr&auml;ge dorthin verschoben. [&hellip;]<br>\nUm wieder in der Hauptliste der Nutzer aufzutauchen, bleibt den journalistischen Angeboten bei Facebook ein Weg: Sie k&ouml;nnen daf&uuml;r zahlen &ndash; und ihre Ver&ouml;ffentlichungen als Sponsored Posts wie Werbung schalten. Ist das die Rolle, die Facebook dem Journalismus in seinem Netzwerk k&uuml;nftig zugedacht hat &ndash; als Werbekunde?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/medien\/feed-tests-in-sechs-laendern-facebook-spielt-mit-den-zeitungen-verstecken-15261606.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Facebook l&auml;sst die Medienkonzerne sp&uuml;ren, wer im Netz die Hosen anhat. Nat&uuml;rlich wird dieser &bdquo;Test&ldquo; vorerst in den umsatzstarken M&auml;rkten nicht wiederholt; ein Schuss vor den Bug war es jedoch allemal und nun sollte selbst dem Letzten klar sein, dass es eine sehr gef&auml;hrliche Machtkonzentration ist, wenn ein einzelner Konzern eine derart wichtige Sparte der Informations&uuml;bermittlung mit einer monopolartigen Reichweite dominiert und sich dabei noch nicht einmal an allseits respektierte Regeln halten muss.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (PS\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-40744","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40744","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=40744"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40744\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":40755,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40744\/revisions\/40755"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=40744"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=40744"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=40744"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}