{"id":40763,"date":"2017-10-26T08:09:31","date_gmt":"2017-10-26T06:09:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40763"},"modified":"2017-10-26T08:09:31","modified_gmt":"2017-10-26T06:09:31","slug":"hinweise-des-tages-2988","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40763","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40763#h01\">Gott sei Dank, es isch over <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40763#h02\">Zukunft wird aus Geld gemacht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40763#h03\">Freihandelsabkommen: Die Rechnung zahlt der Staat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40763#h04\">Quote der Kinder, die auf Hartz IV angewiesen sind, erreicht neuen H&ouml;chststand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40763#h05\">Wegen Mangel an regul&auml;ren Jobs: Zahl der Solo-Selbstst&auml;ndigen gestiegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40763#h06\">Beruflicher Abstieg schadet der Gesundheit &ndash; M&auml;nner in Ostdeutschland besonders betroffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40763#h07\">Glyphosat: Nur die Spitze des Eisbergs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40763#h08\">Libor-Skandal Deutsche Bank zahlt 220 Millionen Dollar f&uuml;r Zins-Manipulation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40763#h09\">Verbot von Sammelklagen US-Senat l&auml;sst die Wall Street jubeln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40763#h10\">Prozessauftakt gegen Peter Steudtner: &ldquo;Vorwurf der Terrorunterst&uuml;tzung ist v&ouml;llig absurd&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40763#h11\">Neue Partei k&ouml;nnte Erdogan gef&auml;hrlich werden <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40763#h12\">Ein europ&auml;ischer R&uuml;stungshaushalt im rechtsfreien Raum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40763#h13\">Privacy Shield: EU-Datensch&uuml;tzer distanzieren sich von der Kommission<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40763#h14\">Genug! Es reicht!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40763#h15\">Das Gift der Mafia<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40763#h16\">Zu guter Letzt: Typ, der einst illegal 100.000 DM annahm, &uuml;berwacht k&uuml;nftig ordnungsgem&auml;&szlig;e Parteispendenpraxis<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=posturl&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Gott sei Dank, es isch over<\/strong><br>\nWolfgang Sch&auml;uble als Finanzminister ist Vergangenheit, sein Erbe aber wird noch viele Generationen in Deutschland und Europa belasten. Seine Markenzeichen, die schwarze Null und &bdquo;strukturelle Reformen f&uuml;r Europa&ldquo;, waren die gr&ouml;&szlig;ten Fehlentscheidungen, die ein deutscher Finanzminister je getroffen hat.<br>\nDer Satz, der sinngem&auml;&szlig; sicher am h&auml;ufigsten in den deutschen Gazetten &uuml;ber die achtj&auml;hrige Amtszeit von Wolfgang Sch&auml;uble geschrieben wird, stand am Montag morgen schon im Handelsblatt: &bdquo;Er hat Eurostaaten gerettet und den Haushalt konsolidiert&ldquo;. Soll wohl hei&szlig;en: Er war ein deutscher Herkules, der komplette Staaten rettete und finanzpolitisch etwas schaffte, was vor ihm noch keiner geschafft hat.<br>\nUnangemessener kann eine W&uuml;rdigung nicht mehr sein. Viel n&auml;her an dem, was wirklich passiert ist, w&auml;re der Satz: Er hat Eurostaaten an den Abgrund getrieben und exakt zum falschen Zeitpunkt zugelassen, dass der deutsche Staatshaushalt einen &Uuml;berschuss ausweist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2017\/10\/gott-sei-dank-es-isch\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Zukunft wird aus Geld gemacht<\/strong><br>\nSoeben hat die voraussichtlich n&auml;chste Regierung ihre vorl&auml;ufige Vision f&uuml;r die kommenden vier Jahre bekannt gegeben: keine. Die schwarz-gelb-gr&uuml;nen Unterh&auml;ndler haben sich zur Vermeidung gro&szlig;er Zukunftsperspektiven auf das bew&auml;hrte Misserfolgsrezept der Sch&auml;uble&rsquo;schen Gro&szlig;en Koalition geeinigt: auf die schwarze Null. Also: kein Geld aufnehmen, um keinen Preis.<br>\nHinter diesem Begriff verbirgt sich die Diktatur der Excel-Tabelle &uuml;ber den gesellschaftlichen Fortschritt. Der Staat schaut dann nicht, wie gro&szlig; der notwendige Investitionsbedarf ist &ndash; sondern wie viel Geld gerade zuf&auml;llig da ist. Das h&ouml;rt sich aus mikro&ouml;konomischer Sicht total sinnvoll, wenn nicht zwingend an.<br>\nAuf staatlicher Ebene aber &auml;hnelt die Ersatzreligion &ldquo;schwarze Null&rdquo; ungef&auml;hr dem Konzept, ein brennendes Haus nur so lange zu l&ouml;schen, bis die erste Fuhre Wasser alle ist, weil man halt geschworen hat, nicht zum Teich zu fahren. Manchmal reicht das Wasser. Manchmal nicht.<br>\nEin ausgeglichener Haushalt ist nicht per se schlecht, nat&uuml;rlich nicht. Aber die kommende Legislaturperiode ist aus ungef&auml;hr jeder Hinsicht die bekloppteste Zeit zum Sparen: digital, &ouml;konomisch, infrastrukturell, sozial, wissenschaftlich, politisch, europ&auml;isch, kulturell, integrativ, Bildung, Sicherheit und Migration betreffend, die Aufz&auml;hlung lie&szlig;e sich fortf&uuml;hren.<br>\nEs gibt in Deutschland eine Tradition, gr&ouml;&szlig;ere staatliche Investitionen als unseri&ouml;s oder sogar sozialdemokratisch zu beschimpfen; vor so &uuml;blen Stigmata hat inzwischen selbst die SPD Angst, wie man beobachten konnte. Aber wenn Sozialismus-unverd&auml;chtige Institutionen wie der Internationale W&auml;hrungsfonds oder das Institut der Deutschen Wirtschaft die Politik zu Investitionen mahnen, k&ouml;nnte man ja mal dr&uuml;ber nachdenken. Beziehungsweise h&auml;tte man dr&uuml;ber nachdenken k&ouml;nnen.<br>\nStattdessen: schwarze Null, trotz niedrigster Zinsen aller Zeiten. Das erw&auml;hnte, arbeitgebernahe Institut geht &uuml;brigens davon aus, dass 10 Milliarden Investitionen in Infrastrukturen die Wirtschaftsleistung um 2,5 Milliarden Euro erh&ouml;hen. J&auml;hrlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/web\/gesellschaftlicher-fortschritt-braucht-investitionen-kolumne-a-1174661.html\">Sascha Lobo auf Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Hier darf man Lobo zustimmen, Deutschland darf sich schon einmal auf vier verlorene Jahre einstellen. Die schwarze Null als neoliberales Dogma soll das Leitmotiv der Jamaika-Koalition sein. Die schwarze Null ist eines der wichtigsten Instrumente den Staat in die Handlungsunf&auml;higkeit zu treiben und somit zur Durchsetzung der neoliberalen Agenda. In der Zustimmung dazu manifestiert sich auch die inzwischen absolute politische Verkommenheit der Gr&uuml;nen. Es geht allein um die Beteiligung an der Macht. Die saturierte b&uuml;rgerliche Klientel der Gr&uuml;nen muss das alles nicht st&ouml;ren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Freihandelsabkommen: Die Rechnung zahlt der Staat<\/strong><br>\nWas bedeutet das Freihandelsabkommen mit den USA f&uuml;r Kanada? Eine neue Untersuchung sagt: Demokratische Entscheidungen w&uuml;rden unterlaufen &ndash; Millionenkosten inklusive.<br>\nDas Freihandelsabkommen mit den USA hat in Kanada erhebliche politische und finanzielle Sch&auml;den verursacht. Zu diesem Ergebnis kommen Untersuchungen eines kanadischen B&uuml;rgerrechtsinstituts, die ZEIT ONLINE vorliegen. Demnach haben US-Unternehmen im Rahmen des Freihandelsabkommens Nafta den kanadischen Staat bereits 39-mal verklagt, meist ging es dabei um Regelungen des Umweltschutzes oder der Ressourcenpolitik.<br>\n&ldquo;Die US-Unternehmen sehen sich in Kanada konfrontiert mit Gesetzen und demokratischen Entscheidungen, die sie nicht m&ouml;gen&rdquo;, sagt Stuart Trew vom Canadian Center for Policy Alternatives (CCPA). Die Klagen h&auml;tten aber nichts damit zu tun, dass US-amerikanische Unternehmen gegen&uuml;ber den kanadischen Mitbewerbern benachteiligt w&uuml;rden. Die Regelungen w&uuml;rden schlie&szlig;lich f&uuml;r alle gelten.<br>\nFirmen haben im Rahmen des Freihandelsabkommens Nafta die M&ouml;glichkeit, die teilnehmenden Staaten vor einem internationalen Schiedsgericht zu verklagen, wenn sie ihre Investitionen gef&auml;hrdet sehen. Beteiligt ist an dem Abkommen neben Kanada und den USA auch Mexiko.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2017-10\/freihandelsabkommen-nafta-usa-kanada-kritik-schaden\">Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Quote der Kinder, die auf Hartz IV angewiesen sind, erreicht neuen H&ouml;chststand<\/strong><br>\n14,6 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland beziehen Leistungen nach dem SGB II. Damit hat der Anteil der Kinder, die auf &bdquo;Hartz IV&ldquo; angewiesen sind, einen neuen H&ouml;chststand erreicht. Insgesamt leben rund 1,95 Millionen Kinder und Jugendliche in Familien, die SGB II beziehen &ndash; &uuml;ber 110.000 Kinder oder 0,8 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Das zeigt eine neue Auswertung der aktuellsten verf&uuml;gbaren Zahlen der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (Stand Juni 2017) durch das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung. Im Webangebot der Stiftung sind detaillierte Daten f&uuml;r alle Landkreise und kreisfreien St&auml;dte in Deutschland verf&uuml;gbar.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/106598_111319.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wegen Mangel an regul&auml;ren Jobs: Zahl der Solo-Selbstst&auml;ndigen gestiegen<\/strong><br>\nTrotz guter Konjunktur gibt es nach einem vor&uuml;bergehenden R&uuml;ckgang wieder mehr Solo-Selbstst&auml;ndige in Deutschland. Oft haben die Betroffenen keine andere Wahl. Ihr Einkommen ist h&auml;ufig gering &ndash; die soziale Absicherung auch.<br>\nDie Zahl der Solo-Selbstst&auml;ndigen ist seit dem Jahr 2000 deutlich auf 2,31 Millionen im vergangenen Jahr gestiegen. Wie aus Zahlen der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit und des Statistischen Bundesamts hervorgeht, die die Linken im Bundestag angefragt hatten, gab es zu Beginn des Jahrtausends nur 1,84 Millionen Selbstst&auml;ndige ohne eigene Besch&auml;ftigte. Solo-Selbstst&auml;ndige haben dabei ein vergleichsweise niedriges Einkommen. Im vergangenen Jahr lag ihr monatliches Nettoeinkommen im Schnitt bei 1567 Euro.<br>\nBis 2012 war die Zahl der Solo-Selbstst&auml;ndigen fast kontinuierlich bis auf 2,46 Millionen in die H&ouml;he gegangen. Dann sank sie auf 2,30 Millionen im Jahr 2015, um nun wieder leicht anzusteigen. Weit weniger Ver&auml;nderungen gab es bei den Selbstst&auml;ndigen mit eigenen Besch&auml;ftigten. Deren Zahl lag im vergangenen Jahr bei 1,83 Millionen, 2000 waren es 1,8 Millionen. Sie verf&uuml;gten im Jahr 2016 &uuml;ber ein monatliches Nettoeinkommen von im Schnitt 2866 Euro, abh&auml;ngig Besch&auml;ftigte &uuml;ber 1630 Euro.<br>\nErg&auml;nzende Hartz-IV-Leistungen bezogen im vergangenen Jahr etwas mehr als 105.000 Selbstst&auml;ndige. Sabine Zimmermann, die Vize-Chefin der Linksfraktion, die die Daten angefragt hatte, sagte: &ldquo;Der Weg in die Selbstst&auml;ndigkeit ist f&uuml;r viele auch ein Weg in eine prek&auml;re T&auml;tigkeit, von der man nicht leben kann.&rdquo; Insbesondere bei Solo-Selbstst&auml;ndigen sei die berufliche Situation auch Ausdruck von weniger regul&auml;ren Arbeitspl&auml;tzen oder eines Outsourcings von Unternehmen. &ldquo;Oft war die Entscheidung zur Selbstst&auml;ndigkeit keine freiwillige.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Zahl-der-Solo-Selbststaendigen-gestiegen-article20100641.html\">n-tv<\/a>\n<p><strong>dazu: Der Weg in die Selbst&auml;ndigkeit ist f&uuml;r viele auch ein Weg in eine prek&auml;re T&auml;tigkeit<\/strong><br>\nEin gro&szlig;es Problem ist zudem die soziale Absicherung. Die Absicherung gegen Erwerbslosigkeit sowie gegen Einkommensverlust im Alter findet bei dem Gro&szlig;teil der Solo-Selbstst&auml;ndigen nicht statt. Bei der Krankenversicherung w&auml;re vielfach bereits ein konsequent einkommensbezogener Beitrag hilfreich zur Erh&ouml;hung der verf&uuml;gbaren Einkommen. DIE LINKE fordert einen realistischen und gerechten Beitrag zur Krankenversicherung. Der Mindestbeitrag muss sich an der Geringf&uuml;gigkeitsgrenze von 450 Euro orientieren. Oberhalb davon soll entsprechend des Einkommens gezahlt werden, wie bei Angestellten auch. Das ist eine Frage der Gerechtigkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/MdB.Sabine.Zimmermann\/posts\/1309653989156445\">Sabine Zimmermann via Facebook<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Beruflicher Abstieg schadet der Gesundheit &ndash; M&auml;nner in Ostdeutschland besonders betroffen<\/strong><br>\nWenn Menschen beruflich absteigen, leidet h&auml;ufig die Gesundheit, belegt eine von der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung gef&ouml;rderte Untersuchung der Martin-Luther-Universit&auml;t Halle-Wittenberg. Das l&auml;sst sich besonders bei ostdeutschen M&auml;nnern beobachten.<br>\nM&auml;nner aus Ostdeutschland haben in den vergangenen zwei Jahrzehnten h&auml;ufiger die Erfahrung von beruflichem Abstieg oder Arbeitslosigkeit gemacht. Gleichzeitig geht es ihnen gesundheitlich schlechter als westdeutschen M&auml;nnern. Wie beides zusammenh&auml;ngt, zeigt eine neue Studie von Sebastian G&uuml;nther, Dr. Anja Kn&ouml;chelmann, Dr. Irene Moor und Prof. Dr. Matthias Richter vom Institut f&uuml;r Medizinische Soziologie der Universit&auml;t Halle-Wittenberg.<br>\nDie Soziologen haben die Lebensl&auml;ufe von knapp 20.000 erwerbst&auml;tigen Deutschen im Alter zwischen 25 und 59 analysiert. Dabei haben sie einerseits die intergenerationale Mobilit&auml;t untersucht, also wie sich die berufliche Stellung gegen&uuml;ber der Elterngeneration ver&auml;ndert hat, andererseits die intragenerationale Mobilit&auml;t, die etwas &uuml;ber die Ver&auml;nderungen innerhalb eines Berufslebens aussagt. Diese Ergebnisse kombinierten die Forscher mit Angaben dazu, wie die untersuchten Personen ihre Gesundheit einsch&auml;tzen. Solche Angaben gelten in der Wissenschaft als &bdquo;verl&auml;ssliche Indikatoren f&uuml;r den objektiven Gesundheitszustand&ldquo;, betonen die Medizinsoziologen. Die Daten stammen aus dem Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) der Jahre 1992 bis 2012.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/cps\/rde\/xchg\/hbs\/hs.xsl\/106575_111328.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Glyphosat: Nur die Spitze des Eisbergs<\/strong><br>\nDer Skandal um das Pestizid Glyphosat vertieft eine seit langem bestehende Vertrauenskrise in das europ&auml;ische System der Bewertung von Gesundheits- und Umweltrisiken.<br>\n&raquo;Wahrscheinlich krebserregend&laquo; sei das Pflanzenschutzmittel Glyphosat. Das war im M&auml;rz 2015 das Ergebnis der Weltgesundheitsorganisation (WHO), genauer, ihrer Krebsforschungsagentur, der International Agency for Research on Cancer (IARC). Ein halbes Jahr sp&auml;ter, im November 2015, wurde das &bdquo;wahrscheinlich&ldquo; pl&ouml;tzlich zu einem &raquo;unwahrscheinlich&laquo;. Zumindest, wenn man der Europ&auml;ischen Beh&ouml;rde f&uuml;r Lebensmittelsicherheit (EFSA) glaubte.<br>\nZwei Jahre sp&auml;ter, im M&auml;rz 2017, erschien ein neues Gutachten. Diesmal von der Europ&auml;ischen Agentur f&uuml;r chemische Produkte (ECHA). Auch sie kam zur Erkenntnis, dass Glyphosat nicht krebserregend oder mutagen sei. Seit kurzem nun glaubt man der EFSA und der ECHA gar nichts mehr. Das liegt an unabh&auml;ngigen Experten, die vor einem gemeinsamen Umwelt- und Agrarausschuss des Europaparlamentes zu Glyphosat-Studien angeh&ouml;rt wurden. Die Experten stellten klar, dass die zust&auml;ndigen EU-Beh&ouml;rden EFSA und ECHA ihre Gutachten in weiten Teilen vom Agrarkonzern Monsanto abgeschrieben haben. Ein Skandal, der in der EU nur die Spitze des Eisberges sein d&uuml;rfte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2017\/10\/glyphosat-nur-die-spitze-des-eisbergs\/\">Makroskop<\/a>\n<p><strong>dazu: Vertagung im Fall Glyphosat ist Gift f&uuml;r die Glaubw&uuml;rdigkeit der EU-Zulassungspolitik<\/strong><br>\n&bdquo;Die erneute Verschiebung der Entscheidung in Br&uuml;ssel zu Glyphosat ist ein Offenbarungseid. F&uuml;r eine Wiederzulassung dieses Wirkstoffes fehlen die Grundlagen. Deshalb muss Deutschland &ndash; wie immer mehr EU-Staaten &ndash; eine Wiederzulassung ablehnen. Es wurden weder die gravierenden Wissensl&uuml;cken &uuml;ber Glyphosat in der Lebensmittelkette endlich geschlossen noch der wissenschaftliche Streit zu gesundheitlichen und &ouml;kologischen Gefahren gekl&auml;rt. Stattdessen tauchen in Stellungnahmen von Zulassungsbeh&ouml;rden ganze Passagen von den antragstellenden Konzernen auf &ndash; ohne Angabe der Quelle. Der Verweis auf die &Uuml;blichkeit dieser Praxis n&auml;hrt nur noch mehr Zweifel an der Neutralit&auml;t des Zulassungsverfahrens selbst und an der Ernsthaftigkeit, den Vorsorgegrundsatz tats&auml;chlich durchzusetzen&ldquo;, kommentiert Kirsten Tackmann, Mitglied der Fraktion DIE LINKE, die verschobene Abstimmung im St&auml;ndigen Ausschuss f&uuml;r Pflanzen, Tiere, Lebensmittel und Futtermittel (SCoPAFF) der EU.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/vertagung-im-fall-glyphosat-ist-gift-fuer-die-glaubwuerdigkeit-der-eu-zulassungspolitik\/\">Die Linke im Bundestag<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu: Skandal&ouml;se Praxis des Bundesinstituts f&uuml;r Risikobewertung<\/strong><br>\nLobbyismus in Reinkultur<br>\nDas Bundesinstitut f&uuml;r Risikobewertung (BfR) hat offensichtlich gro&szlig;e Teile seines Glyphosat-Bewertungsberichts vom Hersteller Monsanto abgeschrieben. Ich habe daher schriftliche Fragen an die Bundesregierung gestellt. Die Antworten offenbaren, dass wir dringend &uuml;ber Interessenkonflikte und versteckten Lobbyismus bei der Gutachtenerstellung reden m&uuml;ssen. Das Institut soll wissenschaftlich unabh&auml;ngig und verantwortungsvoll Bewertungen vornehmen, die f&uuml;r die Gesundheit von Millionen Menschen von Bedeutung sind. Dies ist mit dem derzeitigen Vorgehen nicht gew&auml;hrleistet. So schreibt das Bundesministerium f&uuml;r Ern&auml;hrung und Landwirtschaft:<br>\nEs ist &uuml;blich, nach kritischer Pr&uuml;fung der Originalstudien auch Textpassagen aus eingereichten Dokumenten in die Bewertungsberichte zu integrieren. Die w&ouml;rtliche &Uuml;bernahme ist auch im Sinne einer &ouml;konomischen Bearbeitung sinnvoll (&hellip;).<br>\nDie &Uuml;bernahme ganzer Textpassagen ist v&ouml;llig inakzeptabel und spielt den Lobbyisten in die H&auml;nde. Aber es kommt noch schlimmer: Alleiniges Kriterium f&uuml;r die Ber&uuml;cksichtigung von Studienergebnissen ist die wissenschaftliche Qualit&auml;t und Evidenz der Studien. M&ouml;gliche Interessen der Auftraggeber, der Politik oder anderer Interessengruppen k&ouml;nnen und d&uuml;rfen bei einer wissenschaftlichen Bewertung keine Rolle spielen. Im Klartext hei&szlig;t das: Es wird lediglich gepr&uuml;ft, ob vorliegende Studien den Testrichtlinien entsprechen &ndash; das ist alles, was z&auml;hlt. Wer eine Untersuchung mit welchem Motiv durchgef&uuml;hrt hat, ist egal. Diese unreflektierte Haltung ist gef&auml;hrlich und v&ouml;llig unverantwortlich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.marco-buelow.de\/skandaloese-praxis-des-bundesinstituts-fuer-risikobewertung\/\">Marco B&uuml;low<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Libor-Skandal Deutsche Bank zahlt 220 Millionen Dollar f&uuml;r Zins-Manipulation<\/strong><br>\nW&auml;hrend der Finanzkrise soll die Deutsche Bank Zinsen k&uuml;nstlich niedrig gehalten haben, um Gewinne zu erzielen. Fast ein Jahrzehnt sp&auml;ter einigte sich das Geldhaus mit US-Bundesstaaten nun auf einen Vergleich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/deutsche-bank-kreditinstitut-zahlt-220-millionen-dollar-fuer-libor-manipulation-a-1174749.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><strong>dazu schreibt das Handelsblatt in seinem Morning Briefing:<\/strong><br>\nDie Deutsche Bank hat sich im Libor-Skandal mit 45 US-Bundesstaaten auf einen Vergleich geeinigt. Die Ermittlungen gegen das Geldhaus wegen mutma&szlig;lich gef&auml;lschter Zinss&auml;tze w&uuml;rden gegen Zahlungen von insgesamt 220 Millionen US-Dollar beigelegt, teilte New Yorks Generalstaatsanwalt Eric Schneiderman am Mittwoch mit. Die Bank zahlt, obwohl sie laut eigener Aussage keine Zinss&auml;tze manipuliert hat. Der Laie staunt, der Fachmann wundert sich: Entweder die Bank nimmt es mit dem Geld oder mit der Wahrheit nicht so genau.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/morningbriefing.handelsblatt.com\/zukunftsministerium-fuer-deutschland\/\">Handelsblatt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Verbot von Sammelklagen US-Senat l&auml;sst die Wall Street jubeln<\/strong><br>\nAmerikaner d&uuml;rfen keine Sammelklage gegen Banken mehr einreichen &ndash; das hat der US-Senat entschieden. Experten sprechen von einem &ldquo;Schlag gegen die Verbraucher&rdquo;, Finanz-Lobbyisten sind begeistert.<br>\nDer US-Senat hat eine Regel aufgehoben, die es Kunden erlaubt, sich bei einer Klage gegen Banken und Kreditkarten-Unternehmen zusammenzuschlie&szlig;en. Damit wird eine bedeutsame Regulierung der US-Finanzbranche zur&uuml;ckgenommen. Die Bankenlobby an der Wall Street feiert die Entscheidung des Senats als gro&szlig;en Erfolg.<br>\nBei der Regel geht es um das Kleingedruckte in vielen Vertr&auml;gen, die Kunden unterschreiben, wenn sie ein neues Bankkonto er&ouml;ffnen. Diese Vereinbarungen besagen, dass die Kunden alle Streitigkeiten, die sie mit einer Bank haben, durch Schiedsverfahren beilegen, anstatt vor Gericht zu gehen oder an einer Sammelklage teilzunehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/usa-senat-macht-sammelklage-gegen-banken-unmoeglich-a-1174567.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Die Lehren aus dem Bankencrash sind vergessen<\/strong><br>\nKaum dass es in Euroland wieder (etwas) besser geht, werden die Lehren aus dem gro&szlig;en Bankencrash 2008 verdr&auml;ngt. Dabei bauen sich schon wieder neue Risiken auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/lostineu.eu\/die-lehren-aus-dem-bankencrash-sind-vergessen\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Prozessauftakt gegen Peter Steudtner: &ldquo;Vorwurf der Terrorunterst&uuml;tzung ist v&ouml;llig absurd&rdquo;<\/strong><br>\nWegen angeblicher Terrorunterst&uuml;tzung drohen dem Menschenrechtler Peter Steudtner in der T&uuml;rkei bis zu 15 Jahre Haft. Doch was hat er eigentlich getan? Das haben wir Jochen Neumann gefragt, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Bildungszentrums &ldquo;Kurve Wustrow&rdquo; und ein langj&auml;hriger Weggef&auml;hrte Steudtners.<br>\nMitten aus einem Workshop &ldquo;Digitale Sicherheit und Informationsmanagement&rdquo; waren der deutsche Friedensaktivist Peter Steudtner sowie neun weitere Menschenrechtler am 5. Juli in der N&auml;he von Istanbul festgenommen worden. Mitgliedschaft in einer bewaffneten Terrororganisation beziehungsweise Unterst&uuml;tzung einer solchen Gruppierung werfen die t&uuml;rkischen Beh&ouml;rden den Inhaftierten vor, darunter auch die Direktorin der t&uuml;rkischen Sektion von Amnesty International, Idil Eser. Am heutigen Mittwoch beginnt in Istanbul der Prozess gegen Steudtner.<br>\n&ldquo;Wir wissen, dass es ihm den Umst&auml;nden entsprechend gut geht&rdquo;, sagt Jochen Neumann, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Bildungs- und Begegnungsst&auml;tte &ldquo;Kurve Wustrow&rdquo;, f&uuml;r die Steudtner Seminare veranstaltet. &ldquo;Er tut viel f&uuml;r sich selbst, er joggt, er macht Tai Chi, er liest viel, aber er arbeitet auch &ndash; mit Papier und Bleistift &ndash; an einem Handbuch f&uuml;r die Trainings, die er f&uuml;r uns gibt in Gewaltfreiheit.&rdquo; Als Ausbilder f&uuml;r den Umgang mit Stress habe Steudtner die daf&uuml;r erforderlichen Werkzeuge &ldquo;zum Gl&uuml;ck zur Hand&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/prozessauftakt-gegen-peter-steudtner-vorwurf-der.1008.de.html?dram:article_id=399075\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<p><strong>dazu: Amnesty: &ldquo;Menschenrechtsarbeit wird kriminalisiert&rdquo;<\/strong><br>\nMarie Lucas ist Expertin f&uuml;r Europa und Zentralasien bei Amnesty International in Deutschland.<br>\nWDR 5: Was sagen Sie zu der Anklage?<br>\nMarie Lucas: Die Vorw&uuml;rfe gegen die Angeklagten &ndash; darunter nicht nur der Vorstandsvorsitzende, sondern auch die Direktorin von Amnesty &ndash; sind v&ouml;llig absurd. Die Anklageschrift ist 17 Seiten lang f&uuml;r elf Beklagte. Sie ist unglaublich d&uuml;nn. Wenn es mit rechten Dingen zugegangen w&auml;re, h&auml;tte es gar nicht zum Prozess kommen d&uuml;rfen.<br>\nWDR 5: Warum ist das absurd?<br>\nLucas: Ganz normale Menschenrechtsarbeit, was unser t&auml;glich Brot ist, wird hier kriminalisiert. Wenn man sich die Vorw&uuml;rfe im Einzelnen anguckt, sieht man ganz klar, dass es &uuml;berhaupt gar keine Substanz f&uuml;r die Vorw&uuml;rfe gibt. Deswegen haben wir die Anklageschrift auch ver&ouml;ffentlicht. Aus ganz normaler Menschenrechtsarbeit wird Unterst&uuml;tzung von terroristischen Organisationen konstruiert.<br>\nWir haben zum Beispiel vor mehreren Jahren w&auml;hrend der Gezi-Park-Proteste als Organisation S&uuml;dkorea dazu aufgerufen, kein Tr&auml;nengas mehr in die T&uuml;rkei zu liefern, weil damit schwere Menschenrechtsverletzungen begangen wurden. Und das wird jetzt als Beweis daf&uuml;r angef&uuml;hrt, dass unsere Direktorin, die damals noch gar nicht f&uuml;r Amnesty gearbeitet hat, die PKK unterst&uuml;tzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/radio\/wdr5\/sendungen\/morgenecho\/interview-amnesty-zu-prozessbeginn-tuerkei-100.html\">WDR 5<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Neue Partei k&ouml;nnte Erdogan gef&auml;hrlich werden<\/strong><br>\nDer t&uuml;rkische Pr&auml;sident Recep Tayyip Erdogan hat die Z&uuml;gel fest in der Hand. Mit Meral Ak&#351;ener tritt jetzt eine erfahrene Politikerin auf die B&uuml;hne, die die Macht des Pr&auml;sidenten brechen will. Mit einer neuen Partei &ndash; das sorgt f&uuml;r Unruhe.<br>\nDer Werbespot der neuen Partei klingt k&auml;mpferisch. Und Meral Ak&#351;ener wird den Kampf anf&uuml;hren, gegen die etablierten Parteien, allen voran gegen die AKP von Pr&auml;sident Erdogan. Ak&#351;ener kennt das Politikgesch&auml;ft. Die 61-J&auml;hrige war in den 90ern unter Tansu &Ccedil;iller Innenministerin &ndash; als erste und bis jetzt auch einzige Frau auf diesem Posten. In ihrer Kampagne zur Parteigr&uuml;ndung setzt sie diesen Punkt bewusst ein:\n<blockquote><p>\n&ldquo;Wie sehr sie sich doch vor mir f&uuml;rchten. Vor mir einfachen Frau. Ich m&ouml;chte sie fragen: Ich als Frau f&uuml;rchte mich nicht. Sch&auml;mt Ihr Euch als M&auml;nner denn nicht, Euch vor mir zu f&uuml;rchten?&rdquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Als &ldquo;W&ouml;lfin unter W&ouml;lfen&rdquo; wird sie bezeichnet, als &ldquo;Eiserne Lady&rdquo; oder Marine Le Pen der T&uuml;rkei. Oder auch gerne mal als Angela Merkel der T&uuml;rkei. Tats&auml;chlich tr&auml;gt sie gerne einfarbige Blazer und schwarze Hosen. Ob sie mit der deutschen Kanzlerin mehr gemeinsam hat, wird sich zeigen. Ihre neue Partei steht rechts der Mitte. &ldquo;Partei der Zentralen Demokraten&rdquo; wird sie<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/tuerkei-neue-partei-koennte-erdogan-gefaehrlich-werden.795.de.html?dram:article_id=399076\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Ein europ&auml;ischer R&uuml;stungshaushalt im rechtsfreien Raum<\/strong><br>\nDer Weg, sich als globaler Akteur in der Riege der Gro&szlig;m&auml;chte zu etablieren, f&uuml;hrt f&uuml;r die EU nur &uuml;ber den Aufbau eines schlagkr&auml;ftigen Milit&auml;rapparats, so zumindest die aktuell vorherrschende Sichtweise in Br&uuml;ssel.<br>\nAllerdings wurde dessen Ausbau viele Jahre lang von Gro&szlig;britannien aus Sorge um seine milit&auml;r- und machtpolitische Beinfreiheit blockiert. Dies erkl&auml;rt auch, weshalb der bevorstehende Brexit von vielen Milit&auml;rpolitiker*innen eher als Chance denn als Problem begriffen wird.<br>\nTats&auml;chlich ging es nach dem Referendum Schlag auf Schlag: Unter deutsch-franz&ouml;sischer F&uuml;hrung und auf Grundlage einer neuen Globalstrategie (EUGS) wurde eine Reihe von Initiativen vorangetrieben, die bislang von Gro&szlig;britannien blockiert worden waren. Doch seit dem Referendum scheint die Kommission bereit, &bdquo;sich in einem bisher nicht gekannten Ausma&szlig; in der Verteidigung zu engagieren (&hellip;) mit dem Ziel, eine Verteidigungsunion aufzubauen.&ldquo; Das Kronjuwel dieses militaristischen Ma&szlig;nahmenpakets soll die erstmalige Einrichtung eines milliardenschweren EU-R&uuml;stungshaushaltes werden. Von den vielen Problemen, die das Vorhaben aufwirft, soll im Folgenden vor allem der Frage nachgegangen werden, ob der &bdquo;Europ&auml;ische Verteidigungsfonds&ldquo; (EVF) &uuml;berhaupt legal w&auml;re.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.euractiv.de\/section\/eu-innenpolitik\/opinion\/ein-europaeischer-ruestungshaushalt-im-rechtsfreien-raum\/\">Euractiv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Privacy Shield: EU-Datensch&uuml;tzer distanzieren sich von der Kommission<\/strong><br>\nDie EU-Kommission hat den transatlantischen &ldquo;Datenschutzschild&rdquo; in einem ersten Pr&uuml;fbericht als &ldquo;funktionsf&auml;hig&rdquo; bezeichnet. Die EU-Datenschutzbeauftragte monieren, dass die Einsch&auml;tzung ohne sie erarbeitet worden sei.<br>\nVoll des Lobes war EU-Justizkommissarin V&#283;ra Jourov&aacute; vorige Woche, als sie den ersten j&auml;hrlichen Pr&uuml;fbericht zum &ldquo;Privacy Shield&rdquo; vorstellte. Die &Uuml;bereinkunft, die einen breiten Transfer von Unternehmensdaten zwischen der EU und den USA erm&ouml;glicht, funktioniere gut, meinte die Tschechin. Die Br&uuml;sseler Regierungseinrichtung hat die Rechnung, in der auch sie noch einige unerledigte Punkte darlegte, aber offenbar ohne die entscheidenden Aufsichtsbeh&ouml;rden der Mitgliedsstaaten gemacht: Vertreter der Datenschutzbeauftragten der EU-L&auml;nder distanzieren sich jetzt offen von den Ergebnissen der Kommission.<br>\nAn der &Uuml;berpr&uuml;fung waren acht Abgesandte der europ&auml;ischen Datenschutzbeh&ouml;rden beteiligt, die in der Artikel 29-Gruppe versammelt sind. Dazu geh&ouml;rte aus Deutschland unter anderem ein Mitarbeiter der Bundesdatenschutzbeauftragten Andrea Vo&szlig;hoff. Die CDU-Politikerin betonte nun gegen&uuml;ber heise online, dass an dem Bericht aus Br&uuml;ssel die Vertreter der Datenschutzbeh&ouml;rden &ldquo;nur in Bezug auf die faktischen Grundlagen beteiligt waren&rdquo;. Die Schlussfolgerungen seien jedoch ohne sie erarbeitet worden und g&auml;ben so &ldquo;ausschlie&szlig;lich die Auffassung der Kommission wieder&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Privacy-Shield-EU-Datenschuetzer-distanzieren-sich-von-der-Kommission-3871043.html\">Heise Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Genug! Es reicht!<\/strong><br>\nJeff Flake, Republikaner und Mitglied im amerikanischen Senat f&uuml;r Arizona, hat am 24.10. seinen R&uuml;ckzug aus dem Senat bekanntgegeben. Er sagt, mit Bezug auf die Entwicklung unter Trump und in der amerikanischen Politik: Genug! Es reicht! Wir geben hier in deutscher &Uuml;bersetzung seine Begr&uuml;ndung wieder, die die Washington Post gestern ver&ouml;ffentlichte:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/cives.de\/genug-es-reicht-6527\">Cives<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Das Gift der Mafia<\/strong><br>\n&lsquo;Ndrangheta lautet der Name der im s&uuml;ditalienischen Kalabrien agierenden Mafia. Ihre Haupteinnahmequelle ist die illegale Entsorgung von Giftm&uuml;ll. Mit der Entdeckung von 60 Tonnen Krankenhausm&uuml;ll beginnt im Jahr 1989 eine Reihe kalabrischer Giftm&uuml;llskandale. Doch der amtierende Staatsanwalt der Region, Federico Cafiero De Raho, bringt Bewegung in die Giftm&uuml;llszenerie.<br>\n1989 gilt als eine Art &bdquo;Geburtsjahr&ldquo; kalabrischer Giftm&uuml;llskandale der dort ans&auml;ssigen Mafia &lsquo;Ndrangheta: Rein zuf&auml;llig wurden im Ort Santa Domenica Talao in der Provinz Cosenza 60 Tonnen Krankenhausm&uuml;ll entdeckt, die illegal in einem Firmenofen verbrannt werden sollten. Ein Jahr sp&auml;ter strandete das Schiff &bdquo;Rosso&ldquo;, das vermutlich Giftm&uuml;ll transportierte, nahe dem K&uuml;stenort Amantea. Das Schiff wurde abgewrackt &ndash; was mit dem M&uuml;ll geschah, bleibt Spekulation. Gro&szlig;e Teile der t&ouml;dlichen Fracht werden im nahe gelegenen Tal Oliva vermutet, wo durch Analysen toxische Substanzen und C&auml;sium-137 im Boden festgestellt wurden. Mehr als 100 solcher Schiffe sollen im Mittelmeer mit Giften jeder Art an Bord versenkt worden sein. In Kalabrien selbst stehen zudem mehr als 600 M&uuml;llkippen auf der staatlichen Sanierungsliste. Obwohl Umweltaktivisten seit mehr als 20 Jahren Alarm schlagen und davor warnen, dass Kalabrien zur M&uuml;llkippe Europas verkommt, ist von Seiten der zust&auml;ndigen Umweltbeh&ouml;rden bisher wenig geschehen. Stattdessen wurden Ermittler kaltgestellt, Prozesse verschleppt und brisante Akten verschwanden in den Archiven. Doch es gibt Bewegung in der Giftm&uuml;llszenerie Kalabriens. Seit 2013 leitet Federico Cafiero De Raho, der zuvor die M&uuml;ll-Mafiosi rund um Neapel aufmischte, die Staatsanwaltschaft der Provinz Reggio Calabria. Nun intensivieren kalabrische Staatsanw&auml;lte und die Parlamentarische Anti-&Ouml;komafia-Kommission in Rom ihre Ermittlungen im illegalen M&uuml;llgesch&auml;ft. Der Journalist Sandro Mattioli macht sich in Deutschland, Frankreich und Italien auf Spurensuche. Ermittler, Experten, Aktivisten, Informanten und Mafia-Aussteiger kommen dabei zu Wort.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.arte.tv\/de\/videos\/062283-000-A\/das-gift-der-mafia\/\">arte<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Typ, der einst illegal 100.000 DM annahm, &uuml;berwacht k&uuml;nftig ordnungsgem&auml;&szlig;e Parteispendenpraxis<\/strong><br>\nBerlin (dpo) &ndash; [&hellip;] Experten f&uuml;r Parteienfinanzierung sehen keinen allzu gro&szlig;en Grund zur Sorge: &ldquo;Das ist nat&uuml;rlich alles andere als optimal&rdquo;, erkl&auml;rt etwa Politikwissenschaftlerin Marina Deiske von der Freien Universit&auml;t Berlin. &ldquo;Aber noch viel bedenklicher w&auml;re es, wenn so ein Typ Finanzminister w&auml;re.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-postillon.com\/2017\/10\/bundestagspraesident.html\">Der Postillon<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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