{"id":4077,"date":"2009-07-21T09:25:39","date_gmt":"2009-07-21T07:25:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4077"},"modified":"2009-07-21T09:30:19","modified_gmt":"2009-07-21T07:30:19","slug":"hinweise-des-tages-936","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4077","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<\/p><p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p><ol>\n<li><a href=\"?p=4077#h01\">Robert Shiller: &bdquo;Wir brauchen mehr Stimulus&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4077#h02\">Die deutschen Banken fordern eine Wiederbelebung des Verbriefungsmarktes<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4077#h03\">Die hilflosen Regulierer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4077#h04\">Die Rathauszocker<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4077#h05\">Casino-Kapitalismus und Millionengesch&auml;fte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4077#h06\">Bundesbank f&uuml;r Rente mit 69 plus x<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4077#h07\">Gute Zeiten f&uuml;r Trittbrettfahrer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4077#h08\">Geheime Mittelfristplanung: Schienennetz wird f&uuml;r Deutsche Bahn zum blendenden Gesch&auml;ft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4077#h09\">Experte warnt vor Viren-Hysterie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4077#h10\">Ossis sterben klaglos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4077#h11\">Mehrheiten, die egal sind<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4077#h12\">Atomkampf im Netz: Lobbyisten contra Umweltgruppen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4077#h13\">Schleswig-Holstein: L&uuml;ge ahoi<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4077#h14\">Steinmeier im ZDF-Sommerinterview<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4077#h15\">Vorschlag des Philologenverbandes: Lehrer aus Osteuropa sollen helfen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4077#h16\">Nochmals: Zur Rolle der BIZ in der Finanzkrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4077#h17\">Das irische Kartenhaus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4077#h18\">Militanz zahlt sich aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4077#h19\">Schweiz: Der Exodus der Superreichen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4077#h20\">Portal amerika21.de &ndash; weniger ideologisch gef&auml;rbte Informationen &uuml;ber S&uuml;damerika<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4077#h21\">TV-Tipp: Das Milliardenspiel: Wer hat unser Geld verzockt? Frontal21<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4077#h22\">Zu guter Letzt: Ariel (Procter &amp; Gamble) dementiert<\/a><\/li>\n<\/ol><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4077&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Robert Shiller: &bdquo;Wir brauchen mehr Stimulus&ldquo;<\/strong><br>\nDer renommierte Yale-&Ouml;konom Robert Shiller warnt im Handelsblatt-Interview vor einer langen Durststrecke der US-Wirtschaft, vor wachsenden sozialen Spannungen und fordert Deutschland zu einer expansiveren Fiskalpolitik auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/konjunktur-nachrichten\/robert-shiller-wir-brauchen-mehr-stimulus;2434297;0\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die deutschen Banken fordern eine Wiederbelebung des Verbriefungsmarktes<\/strong><br>\n&ldquo;Wir m&uuml;ssen unbedingt wieder Wege finden, um den Verbriefungsmarkt zu beleben. Die Verteufelung des Instruments zur B&uuml;ndelung von Forderungen muss aufh&ouml;ren&rdquo;, sagte Christian Brand, Pr&auml;sident des Bundesverbands &Ouml;ffentlicher Banken Deutschlands (V&Ouml;B), im Gespr&auml;ch mit dem Handelsblatt. Die Verbriefung von Forderungen und ihre Platzierung an den Kapitalm&auml;rkten entlastet das Eigenkapital der Banken und schafft Platz f&uuml;r neue Kredite.\n<p>V&Ouml;B-Pr&auml;sident Brand will bei seinem Vorschlag die Banken und den Bund an der &Uuml;bernahme der Risiken beteiligen. &ldquo;Ich denke an ein Modell, bei dem der Bund und die Gesch&auml;ftsbanken bestimmte Tranchen der Verbriefungen garantieren w&uuml;rden. Eine solche B&uuml;rgschaft w&auml;re aus meiner Sicht wichtig, damit nicht die schlechtesten Kredite am Ende allein beim Steuerzahler landen&rdquo;, erkl&auml;rt Brand.<\/p>\n<blockquote><p>Warum sollen nicht Bund und Banken beispielsweise zusammen rund 30 Prozent einer solchen Verbriefung &ndash; insbesondere die ersthaftenden Tranchen &ndash; nehmen?<\/p><\/blockquote>\n<p>fragt Brand.<\/p>\n<p>Um die Finanzierungsprobleme im Mittelstand zu l&ouml;sen, m&uuml;ssten die Kapitalm&auml;rkte angezapft werden, Pensionskassen und Versorgungswerke w&uuml;rden hier gerne investieren, erg&auml;nzt Brand. Er mahnt zur Eile, da sich die Kreditklemme im kommenden Jahr versch&auml;rfen d&uuml;rfte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/banken-versicherungen\/banken-bieten-loesung-fuer-die-kreditklemme;2434803\">Handelsblatt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Unglaublich.  Was habe ich mit den Spielereien der Banken zu tun? Und wo soll der  Zusammenhang zwischen angeblicher Kreditklemme und dem Wunsch nach von mir (Steuerzahler) gesicherten Verbriefungen bestehen? <\/em><\/p>\n<p><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung WL:<\/strong> Nicht nur,  dass das Casino wieder ge&ouml;ffnet werden soll, jetzt soll auch noch der Steuerzahler gleich mit in der Spielbank sitzen und f&uuml;r die Zockerpapiere haften. Dass der Staat nicht nur f&uuml;r am Ende f&uuml;r die Pleiten gerade stehen muss, reicht den Bankern offenbar nicht mehr, sie wollen ihn gleich als Sicherheit mit ins Casino nehmen.<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die hilflosen Regulierer<\/strong><br>\nBei der Regulierung der Finanzm&auml;rkte ist jeder f&uuml;r sich allein. Eine wirksame Kooperation der nationalen Regierungen und Aufseher findet noch zu selten statt. Jochen Sanio, Chef der deutschen Finanzaufsicht, ist f&uuml;r die Zukunft wenig zuversichtlich. Die Verhandlungen sind sehr m&uuml;hsam, die Fortschritte halten sich in Grenzen. Dabei haben die Regierungen der m&auml;chtigsten Wirtschaftsnationen (G 20) die Latte bei ihrem Gipfel in Washington im November 2008 selbst sehr hoch gelegt. Den m&auml;chtigen Rating-Agenturen wollte man einen weltweiten Verhaltenskodex verordnen und die Hedgefonds zur Offenlegung ihrer Gesch&auml;fte zwingen.<br>\nQuelle:&nbsp; <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2009%2F07%2F20%2Fa0069&amp;cHash=92d938527f\/&amp;type=98\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die Rathauszocker<\/strong><br>\nIn &uuml;ber deutschen Kommunen haben B&uuml;rgermeister, K&auml;mmerer und Gemeinder&auml;te jahrelang einem Gesch&auml;ftsmodell vertraut, das eine einzige gro&szlig;e Geldvernichtung war: Cross-Border-Leasing, Leasing &uuml;ber Staatsgrenzen hinweg. Dabei verkauft eine Gemeinde ihr &ouml;ffentliches Eigentum wie Kl&auml;ranlagen, Stra&szlig;enbahnen oder Messehallen an einen ausl&auml;ndischen Geldgeber und mietet es anschlie&szlig;end zur&uuml;ck. Insgesamt wurde Infrastruktur im Wert von 100 Milliarden Euro verschoben.\n<p>Heute w&auml;ren die meisten Kommunen froh, sie h&auml;tten sich nie auf diese Gesch&auml;fte eingelassen. Denn statt der erhofften Gewinne haben sie enorme Verluste angeh&auml;uft, und die B&uuml;rger m&uuml;ssen daf&uuml;r aufkommen. In Baden-W&uuml;rttemberg werden die Wassergeb&uuml;hren erh&ouml;ht, in Berlin steigen die Fahrpreise. Aber keiner von denen, die den Schaden verursacht haben, soll zur Rechenschaft gezogen werden. Immer hatten es die Strafverfolger eilig, die Ermittlungen einzustellen, oder sie nahmen sie gar nicht erst auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2009\/30\/DOS-Swap?page=all\">ZEIT<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Im Jahr 2000 dachte auch die <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2000\/21\/Uncle_Sam_zahlt_drauf?page=all\">ZEIT<\/a> noch ganz anders &uuml;ber das Cross-Border-Leasing: &bdquo;Nach US-Recht gilt diese Form des Leasings als riskante Auslandsinvestition, die Mietkosten kann der amerikanische Investor steuerlich geltend machen. Und das gesparte Geld teilt er mit seinem deutschen Leasingpartner. Ein Riesengesch&auml;ft f&uuml;r die deutsche Seite, weil ihr Anteil schon zu Beginn der Mietzeit ausgezahlt wird. &hellip;Schon &uuml;berlegen andere St&auml;dte, wie auch sie profitieren k&ouml;nnen.&ldquo; <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Casino-Kapitalismus und Millionengesch&auml;fte<\/strong><br>\nDer norddeutsche Investor Marco Hahn ist ein Paradebeispiel f&uuml;r Blitzkarrieren im Zeitalter des Turbo-Kapitalismus. Wie Geld ihre Spekulanten ohne Arbeit reich machte, wie zugleich das Rad st&auml;ndig weitergedreht werden musste, um die Spekulationen nicht platzen zu lassen, ist auch in heimischen Gefilden zu studieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.shz.de\/home\/top-thema\/article\/111\/casino-kapitalismus-und-millionengeschaefte.html\">Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Bundesbank f&uuml;r Rente mit 69 plus x<\/strong><br>\nW&auml;hrend der Widerstand gegen die Rente mit 67 w&auml;chst, sagt die Bundesbank: Bis 2060 m&uuml;sste das Renteneintrittsalter auf 69 Jahre steigen. Zudem pl&auml;diert sie daf&uuml;r, das Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung zu koppeln.\n<p>In ihrem Monatsbericht warnt die Bundesbank zudem davor, dass angesichts des zu erwartenden Anstiegs der altersabh&auml;ngigen Ausgaben die Sozialversicherungsbeitr&auml;ge von derzeit knapp 40 Prozent bis 2060 auf knapp 50 Prozent ansteigen w&uuml;rden, wenn nicht politisch gegengesteuert wird. N&ouml;tig seien &ldquo;erhebliche Konsolidierungsanstrengungen&rdquo;.<\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wieder einmal ein Vorschlag, der die Realit&auml;t ausblendet. Derzeit sind wenig mehr als ein Drittel der &uuml;ber 60-J&auml;hrigen besch&auml;ftigt &ndash; bei Frauen im Westen etwa ein F&uuml;nftel und im Osten nur 16 Prozent. Nach einer in dieser Woche ver&ouml;ffentlichten Statistik des Bundesarbeitsministerium erreicht nur jeder zehnte Deutsche das derzeitige Renteneintrittsalter von 65 Jahren, obwohl <a href=\"http:\/\/www.google.com\/hostednews\/afp\/article\/ALeqM5gktQW-DJTEqeNSWg--QQxJZ30PQw\">westdeutsche M&auml;nner (mit durchschnittlich 63,5 Jahren) so sp&auml;t in Rente gehen wie seit 1978 nicht<\/a>. Es m&uuml;sste schon ein Wunder geschehen, wenn die Besch&auml;ftigungschancen f&uuml;r die &uuml;ber 60-J&auml;hrigen in wenigen Jahren erheblich gesteigert werden k&ouml;nnten.<\/em><\/p>\n<p>F&uuml;r die Bundesbank ist der Beitragssatz zur Rente die Konstante und die Rentenh&ouml;he bzw. das Renteneintrittsalter sind die Variablen. D.h. soll die Rentenh&ouml;he nicht sinken muss das Rentenalter erh&ouml;ht werden. Was nat&uuml;rlich bedeutet, dass bei einem fr&uuml;heren Eintritt in die Rente &ndash; sei es aus gesundheitlichen Gr&uuml;nden oder sei es weil der Arbeitsmarkt f&uuml;r die &Auml;lteren keine Pl&auml;tze anbietet &ndash; bedeutet, dass drastische Abschl&auml;ge hingenommen werden m&uuml;ssen.<\/p>\n<p>Schon die Rente mit 67 ist faktisch ein Rentenk&uuml;rzungsprogramm. Wer vorher ausscheidet hat pro Jahr einen Abschlag um 3,6 % hinzunehmen. Wer also wie heute durchschnittlich mit 63 Jahren ausscheidet, muss Abschl&auml;ge in H&ouml;he von 14,4 Prozent hinnehmen.<\/p>\n<p>Dass Volumen der Rentenkasse und damit die Zahlbarkeit einer Rente auf ausk&ouml;mmlichem Niveau und innerhalb des Renteneintrittsalters von 65 Jahren etwas mit der H&ouml;he der L&ouml;hne und damit die H&ouml;he der Beitr&auml;ge in die Rentenkasse zu tun hat, kommt der Bundesbank nicht in den Sinn. F&uuml;r sie sind niedrige L&ouml;hne und entsprechend niedrige Beitr&auml;ge ideologisch festgeschrieben und vor allem ist eine Erh&ouml;hung der Beitragss&auml;tze als eine Erh&ouml;hung der sog. &bdquo;Lohnnebenkosten&ldquo; ein Tabu. Der Beitragssatz darf bis 2030 keinesfalls &uuml;ber 22 Prozent steigen. Dabei ist mit der Einf&uuml;hrung der Riesterrente die derzeitige H&ouml;chstgrenze von 19,9 Prozent schon l&auml;ngst gesprengt, denn wer &bdquo;riestert&ldquo; zahlt mindestens 4 Prozent des Bruttolohns in die private kapitalgedeckte Rente &ndash; und zwar ohne Arbeitgeberanteil allein der Arbeitnehmer. D.h. diejenigen, die gesetzliche rentenversichert sind und dazu noch &bdquo;riestern&ldquo; haben heute schon (die parit&auml;tische Finanzierung bei der gesetzlichen Rente mit eingerechnet) eine Gesamtbelastung der Arbeitskosten von knapp 24 Prozent. Aber &uuml;ber diese T&auml;uschung spricht niemand. Schon gar nicht die Bundesbank, deren Interesse es ist, dass die Arbeitnehmer privat vorsorgen um bei einem fr&uuml;heren Ausscheiden noch ausk&ouml;mmlich leben zu k&ouml;nnen. Schlie&szlig;lich geh&ouml;rt die kapitalgedeckte Privatvorsorge zum Bankengesch&auml;ft und sie ist f&uuml;r die Finanzdienstleister eine &ldquo;Goldquelle&ldquo;(Maschmeyer, AWD) <\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung AM:<\/strong> Es bleibt das alte Thema: &Uuml;ber die Erh&ouml;hung des Renteneintrittsalters zu phantasieren, wenn viele Menschen heute mit 50 Jahren arbeitslos sind, ist einfach pervers. Die Autoren sind offenbar Spielernaturen mit festen und guten Bez&uuml;gen w&auml;hrend der Arbeit und im Alter: Bundesbankbeamte. Das zu sein ist ja nicht schlimm. Aber wenn es ihnen schon gut geht, sollten sie wenigstens einen Sinn f&uuml;r die schlechtere Lebenslage so vieler anderer Menschen haben.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dagegen:<\/em><\/p>\n<p><strong>IG Metall fordert Ende der Rente mit 67<\/strong><br>\nIm Jahr 2010 sollte &uuml;berpr&uuml;ft werden, ob die Besch&auml;ftigungschancen der &Auml;lteren gestiegen seien oder nicht, erkl&auml;rte (der IG Metall-Vorsitzende) Huber. Dabei liege das Ergebnis auf der Hand &ndash; die Besch&auml;ftigungschancen seien in der Krise nicht gestiegen, sondern gesunken. Und wenn der Deutsche Bundestag sein Gesetz ernst nehme, m&uuml;sse er die Rente mit 67 zumindest zeitweise aussetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.radiobremen.de\/politik\/nachrichten\/politikrenteigmetall100.html\">Radio Bremen<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Gute Zeiten f&uuml;r Trittbrettfahrer<\/strong><br>\nKurzarbeit wird derzeit massenhaft von Unternehmen genutzt: Die Genehmigung erfolgt gro&szlig;z&uuml;gig, Missbrauchsf&auml;lle sind wahrscheinlich.\n<p>Bereits f&uuml;r fast 1,5 Millionen Arbeitnehmer haben die Unternehmen seit Oktober vergangenen Jahres vorsorglich konjunkturelles Kurzarbeitergeld angezeigt. Das sind so viele wie seit Mitte der neunziger Jahre nicht mehr.<\/p>\n<p>Josef Schlarmann, Vorsitzender der Mittelstandsvereinigung der Union, ist einer der Skeptiker. &bdquo;Die jetzige Regel l&auml;dt Trittbrettfahrer regelrecht dazu ein, das Instrument zu missbrauchen&ldquo;, sagte Schlarmann dem Tagesspiegel.<\/p>\n<p>So wurde der Antragsprozess f&uuml;r Unternehmer stark vereinfacht. Inzwischen reicht es, wenn lediglich einem Mitarbeiter eines Betriebs ein Gehaltsausfall von mehr als zehn Prozent droht. Vorher musste mindestens ein Drittel der Belegschaft davon betroffen sein. <\/p>\n<p>Au&szlig;erdem ist die maximale Bezugsdauer des Kurzarbeitergeldes verl&auml;ngert worden. Statt zw&ouml;lf Monate, zahlt die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) mittlerweile bis zu 18 Monate zwischen 60 bis 67 Prozent des ausgefallenen Lohns. 2,1 Milliarden Euro sind daf&uuml;r in diesem Jahr eingeplant. &bdquo;Mit dem neuen Kurzarbeitergeld kann sich der Arbeitgeber ohne Sozialplan anderthalb Jahre vom Arbeitnehmer verabschieden&ldquo;, warnt Schlarmann. &bdquo;Das ist eine Zweckentfremdung des Kurzarbeitergeldes.&ldquo; Die Arbeitslosenstatistik werde gesch&ouml;nt.<\/p>\n<p>Andere Beobachter verweisen darauf, dass Unternehmen die Gunst der Stunde nutzen k&ouml;nnten, um sich in auftragsschwachen Phasen subventionieren zu lassen.<br>\nSelbst bei der N&uuml;rnberger BA r&auml;umt man ein: &bdquo;Mitnahmeeffekte lassen sich nie ganz ausschlie&szlig;en&ldquo;, sagt Sprecherin Ilona Mirtschin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/Kurzarbeit-Arbeitslosigkeit;art271,2752322\">Tagesspiegel<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Geheime Mittelfristplanung: Schienennetz wird f&uuml;r Deutsche Bahn zum blendenden Gesch&auml;ft<\/strong><br>\nDie Bahn hat ihr neues Monopol gefunden. Die Wartung, Pflege und Instandhaltung des Schienennetzes wird sie in den kommenden Jahren zum lukrativsten Gesch&auml;ftsfeld ausbauen. Das geht aus der geheimen Mittelfristplanung hervor, die nur wenigen Vorst&auml;nden und Aufsichtsr&auml;ten ausgeh&auml;ndigt wird und der WirtschaftsWoche vorliegt.\n<p>Das Schienennetz in Deutschland bedeutet f&uuml;r die Bahn eine sichere Geldquelle.<\/p>\n<p>Laut Prognose rechnet der Vorstand der Deutschen Bahn 2013 mit einem operativen Ergebnis (Ebit) in H&ouml;he von 958 Millionen Euro. Die Ebit-Marge soll dann bei erstaunlich hohen 16,4 Prozent liegen. Das sind paradiesische Aussichten, denn Wettbewerb hat die Bahn nicht zu f&uuml;rchten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/unternehmer-maerkte\/schienennetz-wird-fuer-deutsche-bahn-zum-blendenden-geschaeft-403345\/\">WiWo<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Experte warnt vor Viren-Hysterie<\/strong><br>\nDer britische Forscher Tom Jefferson h&auml;lt die Gefahr durch Grippeviren f&uuml;r &ldquo;systematisch &uuml;bersch&auml;tzt&rdquo;. Er hat zahlreiche Studien zum Thema Influenza ausgewertet &ndash; und beklagt im Gespr&auml;ch mit dem SPIEGEL, dass mit der Grippe-Angst nicht zuletzt Geld verdient werden soll: Tats&auml;chlich sehe er keinen grunds&auml;tzlichen Unterschied zu einer normalen saisonalen Grippewelle, sagte der Forscher, der mit seiner Organisation daran arbeitet, Informationen zu therapeutischen Fragen f&uuml;r &Auml;rzte und Patienten zusammenzufassen. \n<p>Die Weltgesundheitsorganisation (WHO), so kritisierte Jefferson, habe Anfang Mai eigens ihre Definition ge&auml;ndert, um die Schweinegrippe zur Pandemie erkl&auml;ren zu k&ouml;nnen. Das Kriterium, demzufolge es sich bei einer Pandemie um eine Krankheit mit hoher Sterblichkeit handeln m&uuml;sse, sei dazu einfach gestrichen worden. &ldquo;Ich finde es verr&uuml;ckt, welche Katastrophen uns Jahr f&uuml;r Jahr von den Grippe-Experten vorausgesagt werden&rdquo;, so Jefferson, der sich bereits in der Vergangenheit &auml;hnlich kritisch ge&auml;u&szlig;ert hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/mensch\/0,1518,636914,00.html\">SPIEGEL<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Ossis sterben klaglos<\/strong><br>\nMit Blick auf das heutige Gel&ouml;bnis vor dem Reichstag verweist der Wehrbeauftragte des Bundestages, Reinhold Robbe (SPD), auf die besondere Bedeutung der Ostdeutschen bei den Auslandseins&auml;tzen der Bundeswehr. W&auml;hrend der Anteil der Ostdeutschen an der Gesamtbev&ouml;lkerung knapp 20 Prozent betr&auml;gt, stellen ostdeutsche Soldaten gegenw&auml;rtig bei Auslandseins&auml;tzen der Bundeswehr 49,1 Prozent. Bei den niedrigen Mannschaftsdienstgraden liegt die Quote mit 62,4 Prozent sogar noch deutlich dar&uuml;ber. \n<p>Die Ostdeutschen sind laut Robbe &raquo;kein Kanonenfutter&laquo;, nein, der Wehrbeauftragte nennt sie lieber &raquo;oftmals etwas flexibler und weniger anspruchsvoll. Sie lassen sich eher ein auf Versetzungen und andere &rsaquo;unbequeme&lsaquo; Dinge, weil sie in der Bundeswehr oft die einzige M&ouml;glichkeit sehen, eine sichere berufliche Zukunft zu haben. (&hellip;) Mit Blick auf die Kameradschaft macht es kaum einen Unterschied, woher ein Soldat kommt. Das wird oft erst dann deutlich, wenn ein Soldat f&auml;llt.&laquo; Besorgt ist Robbe ob der mangelnden Kriegsbegeisterung in der deutschen Bev&ouml;lkerung: &raquo;Eine ganz andere Frage ist, wie der Soldat in der Bev&ouml;lkerung anerkannt wird. Da herrscht nicht nur, aber eben auch in den neuen Bundesl&auml;ndern eine stark ablehnende Haltung gegen&uuml;ber den Auslandseins&auml;tzen. Diese steht in krassem Widerspruch zum Engagement der ostdeutschen Soldaten.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/07-20\/057.php\">Junge Welt<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Mehrheiten, die egal sind<\/strong><br>\nIn zwei Monaten wird gew&auml;hlt, und bis dahin werden die Deutschen rund um die Uhr befragt. Doch was lernen wir aus Umfragen? Nichts! Ganz wesentliche, das Gemeinwesen pr&auml;gende politische Entscheidungen wurden in Deutschland gegen eine Mehrheitsstimmung getroffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/kommentare\/Meinungsumfragen-Wahlkampf;art141,2851902?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der Tagesspiegel zieht hier eine ganz infame Argumentation auf. Aus dem Widerspruch, dass in verschiedenen wichtigen Fragen die Bev&ouml;lkerung anderer Auffassung ist als die Parteien, die sie dann trotzdem w&auml;hlt, folgert Malte Lehming, dass diese Willens&auml;u&szlig;erungen nicht intensiv genug sind und deshalb keine wesentliche Rolle spielen sollten. Ja, er geht noch ein ganzes St&uuml;ck weiter und suggeriert, dass diese Positionen gegen den mehrheitlichen Willen der B&uuml;rger von der Regierung zu Recht bezogen werden, da &bdquo;das Gemeinwesen pr&auml;gende politische Entscheidungen &hellip; in Deutschland gegen eine Mehrheitsstimmung getroffen: Westbindung, Wiederbewaffnung, Ostpolitik, Nachr&uuml;stung, Einf&uuml;hrung des Euro&ldquo; getroffen wurden. &ndash; Bei Afghanistan, Mindestlohn, Bahnprivatisierung (&uuml;berhaupt die Deregulierung von Infrastruktur), Sozialabbau, Rente 67, Niedriglohn usw. liegt also der dumme P&ouml;bel mit seinen &bdquo;Launen und Stimmungen&ldquo; falsch, aber das weise politische Establishment trifft &bdquo;das Gemeinwesen pr&auml;gende politische Entscheidungen&ldquo;. <\/em><\/p>\n<p>Ganz besonders entlarvend ist der Umstand, dass ein &bdquo;Journalist&ldquo; uns erz&auml;hlt, wie klug Regierungen sind. Besteht seine Aufgabe nicht eher darin das Treiben des Establishments zu hinterfragen, als mit Hingabe danach zu streben dazuzugeh&ouml;ren. Sollte er nicht die &Ouml;ffentlichkeit ernst nehmen, die sich &uuml;ber Jahre konstant in Umfragen zu bestimmten Fragen immer gleich &auml;u&szlig;ert. Sollte er nicht diese Fragen zuspitzen und den regierenden Parteien unter die Nase reiben. &ndash; Leider ist Malte Lehming kein Einzelfall, nur dass er ungeschminkt das sagt, was viele andere Journalisten tun, dem Zeitgeist, einmal milde formuliert, der M&auml;chtigen zu huldigen.<\/p>\n<p>Dass Gegenpositionen sich nicht in Wahlen niederschlagen ist doch ganz wesentlich auch einer total angepassten, regierungs- und kapitalh&ouml;rigen Journaille zu verdanken, welche jede politische Alternative wie z.B. rot\/rot in Hessen in regelrechten Propagandafeldz&uuml;gen auseinander nimmt. Wer hat denn z.B. Oskar Lafontaine vor wie auch nach seinem R&uuml;cktritt bis heute zu diffamieren versucht, wie es nur ging? Die Londoner City hat den Mann ernst genommen. Er sei &bdquo;gef&auml;hrlichste Mann Europas&ldquo; und &bdquo;stellt die gr&ouml;&szlig;te Bedrohung f&uuml;r die britische Lebensart seit 1945 dar.&ldquo; Nur h&auml;tten hiesige Journalisten sp&auml;testens zu diesem Zeitpunkt hellwach werden und sich fragen m&uuml;ssen, was l&auml;sst das Massenblatt &bdquo;Sun&ldquo; so reagieren. Denn die &bdquo;Sun&ldquo; hatte ja teilweise Recht, denn moderne britische Lebensart bestand schon l&auml;ngst darin, britisches Leben im Casino der Londoner City zu verpf&auml;nden und Lafontaine erwies sich als kompetenter Gegner des Finanzkapitalismus. In seinem Buch mit dem Titel: Keine Angst vor der Globalisierung, Wohlstand und Arbeit f&uuml;r alle, schrieb Lafontaine: <\/p>\n<blockquote><p>Die Risiken der aufgebl&auml;hten Geld- und Kapitalm&auml;rkte sind gro&szlig;, ihre Kosten erheblich. Immer h&auml;ufiger kommt es zum Zusammenbruch von Banken, wodurch das gesamte System bedroht wird. Da t&auml;glich neue Finanzierungsinstrumente geschaffen werden, f&uuml;r die keine Regeln bestehen, werden sich Bankenkrisen in Zukunft h&auml;ufen.\n<\/p><\/blockquote>\n<p>K&ouml;nnte es nicht sein, dass Lafontaine bzw. die Linkspartei in Sachen Mindestlohn, Afghanistan, Rente, Privatisierung, Regulierung wieder richtig liegt. Wer wagt es diese Positionen gegen den Zeitgeist unserer Elite zu hinterfragen und zu diskutieren. Zu diesen Themen gibt es wissenschaftliche Untersuchungen zuhauf, warum klopft ihr Journalisten diese nicht einmal auf Plausibilit&auml;t ab und konfrontiert die Regierenden damit, statt sich in Hofberichterstattung zu ergehen, wie in diesen &bdquo;sch&ouml;nen&ldquo; Sommerinterviews des ZDF. Zumindest h&auml;tte man z.B. gern geh&ouml;rt: Warum Frau Bundeskanzlerin haben sie die Gesetze, welche die unseligen Kr&auml;fte des deutschen Finanzmarktes freisetzten, bisher nicht zur&uuml;ckgenommen? &ndash; gest&uuml;tzt auf die Aussage von Professor Sinn: &bdquo;Die Finanzkrise ist das Ergebnis einer volkswirtschaftlichen Ineffizienz der Regulierungssysteme, die den Banken viel zu viele Freiheiten gegeben haben.&ldquo;<br>\nIst es nicht so, dass ihr Journalisten wie im Sommerinterview mit Lafontaine in Wort und Ton wieder eine Diffamierungskampagne gegen die z.Z. einzige inhaltliche politische Alternative betreibt und damit ebenso berechtigte Anliegen der Bev&ouml;lkerung diffamiert und diese somit tief verunsichert im Stich l&auml;sst. Ihr schafft es nicht einmal zu der Differenzierung von inhaltlichen Fragestellungen und Person sowie Partei. Das Versagen der Presse in Grundfragen der Republik mit Stimmungen und Launen der Bev&ouml;lkerung kaschieren zu wollen, ist erb&auml;rmlich.<\/p>\n<p>Nat&uuml;rlich m&uuml;ssen Umfragen hinterfragt werden. Es muss offengelegt werden, wer der Auftraggeber ist, wie gro&szlig; die Stichprobe war, wie die Fragen formuliert wurden usw. &ndash; Ein Beispiel gibt der Autor selbst: &bdquo;Nur eine Minderheit der Deutschen traut der gesetzlichen Renten-Garantie&ldquo;, so Emnid. Was wurde genau gefragt und wer usw. Stellen wir die doch Frage anders: W&uuml;rden Sie ihre Rentensicherung den Banken anvertrauen? Dreimal darf geraten werden, wie die mehrheitliche Antwort lauten w&uuml;rde. &ndash; Solche &Uuml;berlegungen erwartet man von Journalisten und nicht die Denunziation einer Bev&ouml;lkerung, die nicht auf Linie <\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Atomkampf im Netz: Lobbyisten contra Umweltgruppen<\/strong><br>\n&laquo;Wikipedia-Manipulation geh&ouml;rt heute zu den wichtigsten Aufgaben gro&szlig;er PR-Agenturen&raquo;, sagt auch Axel Mayer, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der BUND-Regionalstelle in Freiburg.<br>\nBeim Thema Atom tauchte in der Vergangenheit beim Eintrag zum AKW Biblis wiederholt die IP-Adresse 153.100.131.14 auf: Der Computer steht laut &laquo;coolwhois.com&raquo; bei Biblis-Betreiber RWE &ndash; ge&auml;ndert wurden etwa Angaben zu St&ouml;rf&auml;llen. Auf den Seiten von deutschen Atommeilern seien nur selten Infos &uuml;ber Radioaktivit&auml;ts-Abgaben im Normalbetrieb oder zu Krebserkrankungen, kritisiert Mayer. Allein beim Eintrag zum Pannenreaktor Kr&uuml;mmel gab es seit der Reaktorabschaltung am 4. Juli mehr als 120&nbsp;&Auml;nderungen &ndash; die meisten waren aber nicht tendenzi&ouml;s.\n<p>&laquo;Der professionelle Einsatz zum &Auml;ndern kritischer Eintr&auml;ge und zur Beeinflussung der &ouml;ffentlichen Meinung geschieht h&auml;ufiger als man denkt&raquo;, meint LobbyControl-Vorstand Ulrich M&uuml;ller. Oft tr&auml;ten nicht Konzerne selbst, sondern Agenturen oder scheinbar interessierte Privatpersonen als Korrektoren auf den Plan. M&uuml;ller verweist auf Fachgruppen der Kerntechnischen Gesellschaft. Dort hei&szlig;t es in einem Protokoll: &laquo;Zahlreiche Mitglieder der Fachgruppe engagieren sich auch als Autoren bzw. Korrektoren bei www.wikipedia.de&raquo;. Besonders das damit verbundene Netzwerk &laquo;B&uuml;rger f&uuml;r Technik&raquo; versuche &uuml;ber Leserbriefe in Zeitungen und durch das &Auml;ndern von Internet-Eintr&auml;gen eine atomfreundliche Haltung zu bef&ouml;rdern, sagt M&uuml;ller.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/news\/atomkampf-im-netz_-lobbyisten-contra-umweltgruppen-21842916.html\">stern<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>L&uuml;ge ahoi<\/strong><br>\nDer schleswig-holsteinische Ministerpr&auml;sident giert nach der Gunst der Stunde: Wie sich Peter Harry Carstensen in Schleswig-Holstein zur Neuwahl trickst. Einiges spricht daf&uuml;r, dass dieses konservative Land, in dem nach dem Zweiten Weltkrieg fast jeder Zweite ein Vertriebener oder Fl&uuml;chtling war, in dem 38 Jahre hintereinander die CDU regierte, bis sie an ihrer verlogenen und verbarschelten Ehre erstickte, das acht Jahre lang einen Vollblutnazi als Ministerpr&auml;sidenten duldete, dass also dieses Land k&uuml;nftig von einer CDU-FDP-Koalition regiert werden wird. Doch auch am Beginn dieser Regierung wird dann eine L&uuml;ge stehen: Carstensens Behauptung, die SPD-Spitze habe den Millionenbonus an den Chef der HSH Nordbank gebilligt, war falsch. Das kommt einem doch alles ziemlich vertraut vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/kommentare\/Schleswig-Holstein-Neuwahl;art141,2852780?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">tagesspiegel<\/a>\n<p><em>Dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Falsches Spiel in Kiel<\/strong><br>\nDie Rollen waren schnell verteilt: Stegner war der B&ouml;sewicht in Kiel. Doch jetzt gibt Carstensen zu, gelogen zu haben. Der Ministerpr&auml;sident handelt unredlich!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/online\/2009\/30\/kiel-carstensen-luege?page=1\">Die Zeit<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> L&uuml;ge gilt eben nicht als Wortbruch, wenn Konservative l&uuml;gen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Steinmeier im ZDF-Sommerinterview<\/strong><br>\n<blockquote><p><strong>ZDF:<\/strong> Stehen Sie dann auch in dieser Krise, f&uuml;r Schr&ouml;ders Politik, f&uuml;r Reformen, f&uuml;r Zumutungen, f&uuml;r Fordern und F&ouml;rdern?<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p><strong>Steinmeier:<\/strong> Muss ich das eigentlich wirklich noch erkl&auml;ren?<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p><strong>ZDF:<\/strong> Ja, bitte. Die SPD hat daran Zweifel gelassen, ob sie das wirklich noch will.<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p><strong>Steinmeier:<\/strong> Das glaube ich nicht. Jedenfalls ich, was meine Person angeht, ganz sicherlich nicht. Sie wissen, dass ich zu denjenigen geh&ouml;re, gelegentlich auch daf&uuml;r kritisiert werde, die 2003 und 2004 gesagt haben, dass wir Modernisierungen und Erneuerungen in diesem Lande brauchen. Sie haben uns im Ergebnis gut getan, sie haben dazu gef&uuml;hrt, dass wir zwei Millionen Arbeitslose weniger haben als 2004\/2005, etwa. Sie haben dazu gef&uuml;hrt, dass wir jetzt Reserven haben, mit denen wir uns auch in der Krise entgegen stemmen.<\/p>\n<p>Deshalb gehen sie davon aus: Ich stehe zu dieser Politik, vertrete sie auch innerhalb der eigenen Partei. Nur eines muss dann auch klar sein: Jede Zeit braucht ihre eigenen Antworten. Jetzt sind wir in einer anderen Situation. Jetzt geht es darum, dass wir die gr&ouml;&szlig;tm&ouml;gliche Zahl von Arbeitspl&auml;tzen in der Krise erhalten, sozusagen eine Br&uuml;cke bauen ans andere Ufer, an dem es uns wieder besser geht. Daf&uuml;r k&auml;mpfe ich&hellip;<\/p>\n<p>Meine Botschaft ist: Wir m&uuml;ssen lernen aus dieser Krise.<\/p>\n<p>Wir brauchen neue Regeln, die uns davor sch&uuml;tzen, wieder in eine &auml;hnliche Situation zu geraten. Wir brauchen mehr Investitionen in Bildung, und wir brauchen eine Energiepolitik in Deutschland, die uns nicht zur&uuml;ckf&uuml;hrt in die Nutzung der Atomenergie. Das sind die drei Botschaften, mit denen ich auch in den Wahlkampf gehe.\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/berlindirekt.zdf.de\/ZDFde\/inhalt\/16\/0,1872,7606928,00.html\">ZDF<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Steinmeier hat immer noch nicht begriffen und wird es vermutlich auch nie begreifen: Schr&ouml;der hat wegen seinen &bdquo;Reformen&ldquo; die Kanzlerschaft verloren und es ist gerade das Festhalten an der Schr&ouml;derschen Politik, das die SPD in die Misere gef&uuml;hrt hat, in der sie seit Jahren immer tiefer versinkt. Jetzt mit ein paar neue Regeln f&uuml;r die Finanzm&auml;rkte und ein vages Versprechen f&uuml;r mehr Investitionen in Bildung und noch vagere Aussagen zur Energiepolitik &bdquo;eine Br&uuml;cke ans andere Ufer&ldquo; bauen zu wollen, ist so d&uuml;rr und wenig greifbar, dass sich davon kaum jemand angesprochen f&uuml;hlen d&uuml;rfte. Steinmeier fehlt jede F&auml;higkeit zur Zuspitzung, um was es bei diesem Wahlkampf geht und weil er keine Inhalte zu bieten hat, fehlt ihm die Sprache mit der er seine Ziele auf den Punkt bringen k&ouml;nnte.<\/em><\/p>\n<p>Interessant ist der Unterschied der Tonlage dieses Interviews von Frey im Vergleich zu dem mit Lafontaine. <\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Vorschlag des Philologenverbandes: Lehrer aus Osteuropa sollen helfen<\/strong><br>\nIn Deutschland gibt es zu wenig ausgebildete Lehrer. Nach Sch&auml;tzungen des Philologenverbandes fehlen jetzt bereits 20.000 qualifizierte P&auml;dagogen, im kommenden Schuljahr k&ouml;nnte die L&uuml;cke bis auf 40.000 steigen.\n<p>Um die L&uuml;cke in den naturwissenschaftlichen F&auml;chern kurzfristig zu f&uuml;llen, schl&auml;gt (Philologenverbandschef) Meidinger die Anwerbung gut ausgebildeter Fachkr&auml;fte aus Osteuropa vor. &ldquo;Grundvoraussetzung ist nat&uuml;rlich die Sprachkenntnis.&rdquo; Schon jetzt w&uuml;rden ausgebildete Lehrer aus Tschechien an einigen Privatschulen in Deutschland eingesetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/lehrermangel102.html\">Tagesschau.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Da ist seit Jahren ein Mangel an Lehrkr&auml;ften erkennbar und es wurde kaum etwas f&uuml;r die Ausbildung von mehr Lehrern getan und jetzt will man die L&uuml;cke mit osteurop&auml;ischen Lehrer auff&uuml;llen &ndash; wom&ouml;glich als Billig-Jobber. Denn sonst machte der Vorschlag gerade aus Osteuropa Lehrkr&auml;fte anzuwerben keinen Sinn. Nichts gegen osteurop&auml;ische Fachkr&auml;fte, aber warum gibt es keine Anwerbungsversuche etwa bei unseren westlichen Nachbarl&auml;ndern. Offenbar erwartet man nicht, dass f&uuml;r die dortigen Fachkr&auml;fte eine Anwerbung nach Deutschland attraktiv w&auml;re?<\/em><\/p>\n<p>Der Vorschlag beweist, wie man die Ausbildungsl&uuml;cke auch auf anderen Feldern zu schlie&szlig;en gedenkt: Man vernachl&auml;ssigt bei uns die Ausbildung und hofft dann die entsprechenden Fachkr&auml;fte aus dem Ausland anwerben zu k&ouml;nnen. Das nennt sich dann &bdquo;Bildungsrepublik Deutschland&ldquo;.<\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Gen&uuml;gend viele Studienpl&auml;tze bereitzustellen und Lehrern &ndash; rein &ouml;konomistisch gedacht &ndash; einen gut bezahlten, sicheren Arbeitsplatz anzubieten, statt a) Lehrerstellen auch noch zu streichen, b) Lehrergeh&auml;lter zu k&uuml;rzen, c) Lehrer als &ldquo;faule S&auml;cke&rdquo; zu beschimpfen und d) unsichere Angestelltenverh&auml;ltnisse zu propagieren, k&ouml;nnte helfen.<\/em><\/p>\n<p>Wird aber nicht gemacht, weil man daf&uuml;r mehr Geld braucht, und &ldquo;die Wirtschaft&rdquo; will nat&uuml;rlich nicht mehr Steuern zahlen, sondern lieber &uuml;ber den Fachkr&auml;ftemangel jammern.<br>\nStattdessen also wieder der Standardvorschlag &ldquo;Fachkr&auml;fte aus Osteuropa&rdquo;. Wie schon bei den &Auml;rzten, den Ingenieuren, den Informatikern usw.<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Nochmals: Zur Rolle der BIZ in der Finanzkrise<\/strong><br>\nGestern hatten wir in den Hinweisen einen Beitrag von <a href=\"?p=4075#h10\">Dieter Wermuth<\/a>, der den Jahresbericht der Bank f&uuml;r internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) sehr lobte.\n<p>Ich hatte diesen Bericht hingegen kritisiert: <a href=\"?p=4028\">Bank der Zentralbanken: Alle sind schuld, alle sind Opfer, keiner konnte die Finanzkrise erahnen und niemand ist verantwortlich<\/a>.<\/p>\n<p>Unser Leser G.K. macht uns auf einen Beitrag im <a href=\"http:\/\/wissen.spiegel.de\/wissen\/dokument\/dokument.html?id=65955004&amp;top=SPIEGEL\">Spiegel<\/a> aufmerksam, wonach der Chef&ouml;konom der BIZ William White die Finanzkatastrophe schon seit Jahren voraussagte. Aber: &bdquo;Es war das wohl gr&ouml;&szlig;te Versagen der Notenbankchefs seit Gr&uuml;ndung der BIZ 1930. Sie wussten alles und taten &ndash; nichts. Ihr gigantischer Analyseapparat spuckte immer neue Horrorszenarien aus, doch es war, als ob er ins All sendete.<br>\n&Uuml;ber Jahre hinweg ignorierten die Herrscher &uuml;ber die globale Geldmenge die Ratschl&auml;ge ihres obersten Experten. Wohl weil dieser Unerh&ouml;rtes von ihnen forderte: einen grundlegenden Richtungswechsel.&ldquo;<\/p>\n<p>In dem Spiegel-Beitrag wird den Gr&uuml;nden nachgegangen, warum White mit seinen Warnungen so grandios gescheitert ist und wie es geschehen konnte, dass die Gemeinschaft der W&auml;hrungsh&uuml;ter trotz Insiderwissens die Gefahren derart untersch&auml;tzte? <\/p>\n<p>Der Beitrag schiebt zwar &ndash; wie viele &ndash; die Hauptschuld den Amerikanern zu, ist aber deswegen lesenswert, weil er belegt, dass es seit vielen Jahren Warnungen einzelner Experten gab, die &bdquo;Freimarktler&ldquo; jedoch in ihrer ideologischen Verblendung alle Argumente und Fakten beiseite schoben.<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Das irische Kartenhaus<\/strong><br>\nSo etwas hat man in Dublin seit den drei&szlig;iger Jahren nicht mehr gesehen. Seit Wochen stehen in der irischen Hauptstadt &ndash; vor kurzem noch das Zentrum einer bl&uuml;henden &Ouml;konomie &ndash; Hunderte vor dem Capuchin Centre der Franziskanerm&ouml;nche Schlange, um ein Lebenmittelpaket in Empfang zu nehmen. Die Zahl der Hungernden nimmt zu. Seit November vorigen Jahres wachse die Nachfrage; vor allem seien jene Menschen aus Osteuropa kalt erwischt worden, die nach Irland als Arbeitskr&auml;fte kamen, als Erwerbslose nun aber keinen Anspruch auf Sozialhilfe haben. Doch nicht nur sie wurden vom &bdquo;keltischen Tiger&ldquo; gebissen, diesem vor kurzem noch f&uuml;r unverwundbar gehaltenen Fabeltier, das das irische Wirtschaftswunder symbolisierte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lunapark21.net\/archiv\/lp21\/lp21_09_06_48-50.pdf\">Lunapark21 [PDF &ndash; 156 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Militanz zahlt sich aus<\/strong><br>\nFranz&ouml;sische Arbeiter erreichen mit Sprengdrohungen h&ouml;here Abfindungen. B&uuml;rgerliches Lager sch&auml;umt vor Wut, Gewerkschaftsf&uuml;hrer sind ratlos. &ldquo;So kommt man den Hei&szlig;spornen nicht bei&rdquo;, sch&auml;umte die Frankfurter Allgemeine in einem Kommentar ihrer Wochenendausgabe. Kurz zuvor hatten die seit drei Wochen streikenden Arbeiter des US-Tochterunternehmens JLG Industries im Departement Lot-et-Garonne im S&uuml;dwesten Frankreichs h&ouml;here Abfindungen erzwungen. Und zwar mit der Drohung, vier der von ihnen hergestellten Hebeb&uuml;hnen im Gesamtwert von 270000 Euro zu sprengen. Die 53 vom Personalabbau betroffenen Besch&auml;ftigten (immerhin ein Drittel der Belegschaft) erhalten nun jeweils 30000 Euro. Das ist fast doppelt so viel wie die von der Gesch&auml;ftsleitung angebotenen 16000 Euro, allerdings deutlich weniger als die urspr&uuml;nglich geforderten 50000 Euro pro Kopf. Betriebsrat Christian Amadio zeigte sich dennoch zufrieden und bedauerte in einer Stellungnahme, da&szlig; der Konflikt derart eskaliert sei. Wenn das Management fr&uuml;her auf die Forderungen der Arbeiter eingegangen w&auml;re, h&auml;tte es seines Erachtens nicht so weit kommen m&uuml;ssen.\n<p>Interessant und ermutigend ist der Wandel im Bewu&szlig;tsein der Besch&auml;ftigten. Noch vor wenigen Monaten beklagte die ehemalige Pariser Vorsitzende des &ldquo;Franz&ouml;sischen Demokratischen Gewerkschaftsbundes&rdquo; (CFDT), Dominique Manotti, heute eine prominente linke Krimiautorin, in einem Interview: &ldquo;Die Arbeiter, mit denen ich Mitte der 90er Jahre gesprochen habe, wu&szlig;ten nicht mehr, wie man streikt. All das, was in den Betrieben in puncto kollektiver Praxis, Diskussion und der Organisation gemeinsamer Kampfaktionen normalerweise von einer Generation zur anderen weitergereicht wird, war weg, gab es nicht mehr. Es schien, als ob in der Fabrik Tabula rasa gemacht und jegliches Wissen, jede Erinnerung der Arbeiter beseitigt worden w&auml;ren.&rdquo; Unbemerkt auch von der linken &Ouml;ffentlichkeit ist einiges davon zur&uuml;ckgekehrt, wie das k&uuml;hle Kalk&uuml;l in den heutigen Abwehrk&auml;mpfen zeigt. &ldquo;Die Arbeiter instrumentalisieren die Journalisten&rdquo;, meint der Soziologe J&eacute;rome Pelisse. &ldquo;Allerdings nicht mehr, als es auch die Politiker und Manager tun. Sie wissen einfach, wie man sich in einem Konflikt gut verkauft.&rdquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/07-21\/006.php?print=1\">junge Welt <\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9\/Doc~E0A341382AF2448DE9BCA4453546FB915~ATpl~Ecommon~Scontent~Afor~Eprint.html\">FAZ.Net<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Der Exodus der Superreichen<\/strong><br>\nSeit der Kanton Z&uuml;rich vorgeprescht ist und Privilegien f&uuml;r reiche Ausl&auml;nder gekippt hat, wachsen in der Schweiz auch andernorts Zweifel am System. Doch nicht alle wollen die lukrativen Steuerzahler verprellen.Wie viel an den Fiskus &uuml;berwiesen werden muss, variiert von Kanton zu Kanton. Steuerpflichtige k&ouml;nnen den Satz aushandeln, die Bandbreite reicht von umgerechnet rund 6500 Euro bis 15 Mio. Euro. Die meisten Jahrespauschalen liegen zwischen 46.000 und knapp 50.000 Euro. Solche Discounttarife &uuml;ben auf Million&auml;re wie Milliard&auml;re gro&szlig;e Anziehungskraft aus: Zwischen 2006 und 2008 wuchs die Zahl der Pauschalbesteuerten um 900 auf 5000, der Ertrag stieg auf 380 Mio. Euro.&nbsp; Der Vertrauensschwund in das System der Pauschalbesteuerung hat die Konferenz der kantonalen Finanzdirektoren (FDK) auf den Plan gerufen. Diese halten an dem &ldquo;volks- und regionalwirtschaftlich wichtigen Instrument der Steuerpolitik&rdquo; fest. Die Abschaffung oder zu starke Einschr&auml;nkung &ldquo;w&uuml;rde die Steuereinnahmen nicht erh&ouml;hen, sondern senken&rdquo;. Ganz wohl ist der FDK aber nicht. Sie hat deshalb eine Reform ins Auge gefasst. Diskutiert werden eine Erh&ouml;hung des Mindestbetrags und die Einf&uuml;hrung eines Mindestalters. Ganz verprellen will der Fiskus die verm&ouml;genden Ausl&auml;nder nicht, gehe es doch um einen &ldquo;erheblichen Wirtschaftsfaktor&rdquo;. Die Nutznie&szlig;er &ldquo;l&ouml;sen hohe Investitionen aus, t&auml;tigen in der Regel hohe Konsumausgaben und sichern Arbeitspl&auml;tze&rdquo;. Auch wenn unbekannt ist, was der Ikea-Gr&uuml;nder Ingvar Kamprad, der deutsche Autorennprofi Michael Schumacher oder der franz&ouml;sische S&auml;nger Johnny Hallyday &ndash; alles Pauschalbesteuerte &ndash; in der Schweiz tats&auml;chlich zahlen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:Streichung-von-Steuerprivilegien-Der-Exodus-der-Superreichen\/542622.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Schon lange hatte man sich gefragt, wie lange der Schweizer B&uuml;rger sich das bieten l&auml;&szlig;t. Der Schweizer Umwelt- und Verkehrsminister, Moritz Leuenbergers, hat es in seinem Blog auf den Punkt gebracht: &ldquo;Ist denn ein Autorennfahrer so viel n&uuml;tzlicher als eine Krankenschwester?&rdquo; Er sprach sogar von&nbsp; Apartheid&nbsp; angesichts der Pl&auml;ne Obwaldens, &ldquo;Zonen mit hoher Wohnqualit&auml;t&rdquo; f&uuml;r Reiche schaffen. Aus dem Richtplan des Kantons: &ldquo;Eine sonnige Lage, geringe L&auml;rmimmission, die N&auml;he zu Einkaufsm&ouml;glichkeiten, Restaurants, Gesundheitsdiensten und kulturellen Angeboten sowie eine unverbaute beziehungsweise unverbaubare Aussicht&rdquo;. Zudem d&uuml;rfen die die Villen in Landwirtschaftszonen gebaut werden, die f&uuml;r Normalb&uuml;rger tabu sind. Wir d&uuml;rfen gespannt sein, wie die Schweizer B&uuml;rger sich letztendlich entscheiden werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Portal amerika21.de<\/strong><br>\nInterview mit Harald Neuber vom Forum f&uuml;r ein anderes Amerika<br>\nDie &ldquo;Berichterstattung&ldquo; der &uuml;blichen deutschen Medien &uuml;ber Lateinamerika hat eine Gruppe von Journalisten vor zwei Jahren dazu veranlasst, das Internetportal amerika21.de zu gr&uuml;nden. Neben dem &ldquo;Geburtstag&ldquo; war vor allem der Putsch in Honduras und das, was man dar&uuml;ber in der Regel lesen, h&ouml;ren und sehen kann, Anlass f&uuml;r das folgende Interview.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=14012\">Neue Rheinische Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>TV-Tipp: Das Milliardenspiel: Wer hat unser Geld verzockt? <\/strong><br>\n<strong>Frontal21<\/strong><br>\nGrenzenlose Gier, mangelnde Transparenz und das Versagen von Aufsichtsgremien haben nach Ansicht von Finanzexperten und Brancheninsidern deutsche Banken in den Sog der globalen Finanzkrise gezogen. In der Frontal21-Dokumentation &ldquo;Das Milliardenspiel&rdquo; zeigen die Autoren Reinhard Laska und Christian Rohde die Ursachen der Krise in Deutschland und gehen der Frage nach, wer daf&uuml;r die Verantwortung tr&auml;gt.\n<p>Sendetermin: Dienstag, den 21.07.2009, 21.00 Uhr<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/frontal21.zdf.de\/ZDFde\/inhalt\/14\/0,1872,7602382,00.html\">ZDF Frontal21<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Zu guter Letzt:<\/strong><br>\n<strong>Ariel (Procter &amp; Gamble) dementiert:<\/strong><br>\n(Siehe: <a href=\"?p=4075#h26%20\">Ariel und die Mathematik<\/a>)<br>\nLeider handelt es sich um eine Falschmeldung. Der Autor hat inzwischen seinen Fehler eingesehen, sich von seiner Pr&auml;sentation distanziert und Ariel gegen&uuml;ber sein Bedauern ausgedr&uuml;ckt. (&hellip;) Der Autor der Pr&auml;sentation hat das neue Produkt (+10%, 1,4 l Inhalt = 20 Waschladungen) aus dem Jahr 2009 nicht mit dem wirklichen Vorg&auml;nger aus dem Jahr 2008 (1,26 l Inhalt = 18 Waschladungen), sondern mit einem Produkt aus dem Jahre 2005 (1,5l Inhalt = 20 Waschladungen), was er in seinem Waschkeller noch gefunden hat, verglichen.\n<p>Zwischen den in der Pr&auml;sentation verglichenen Ariel Flaschen liegen mehrere Produktgenerationen. Das gezeigte alte Produkt wurde gem&auml;ss Produktionscode im Jahr 2005 hergestellt, das neue Produkt stammt aus 2009.<\/p>\n<p><strong>Hier noch die Fakten:<\/strong><br>\n2005 = 20 Waschladungen&nbsp; = Inhalt 1.5Lt<br>\n2008 = 18 Waschladungen&nbsp; = Inhalt 1.26Lt<br>\n2009 = 18 + 2 Waschladungen = Inhalt: 1.4Lt&nbsp; = + 10% geg. 2008.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/kochsiek.org\/blog\/tag\/mathematik\/%20%20\">Kochsiek.org<\/a><\/p>\n<p><strong>Die Stiftung Warentest hat unserem Leser A.B. u.a. geschrieben:<\/strong><\/p>\n<blockquote><p>Ein Versto&szlig; gegen das Eichgesetz bzw. die Verordnung &uuml;ber die Vermeidung von Verpackungsm&uuml;ll liegt hier jedenfalls nicht vor. In unserer Rubrik &bdquo;Mogelpackung des Monats&ldquo; werden gem&auml;&szlig; &sect;7 Abs.2 des Eichgesetzes Verpackungen angeprangert, die eine gr&ouml;&szlig;ere F&uuml;llmenge vort&auml;uschen, als in ihnen tats&auml;chlich enthalten ist. Dies trifft hier nicht zu, so dass eine Ver&ouml;ffentlichung in dieser Rubrik nicht statthaft w&auml;re.<\/p>\n<p>&Uuml;brigens sind wir auch bei Verst&ouml;&szlig;en gegen das Eichgesetz rechtlich nicht zu Ahndungen befugt, dies ist die Zust&auml;ndigkeit der Eichbeh&ouml;rden<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<\/p>\n<p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p>\n<ol>\n<li><a href=\"?p=4077#h01\">Robert Shiller: &bdquo;Wir brauchen mehr Stimulus&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4077#h02\">Die deutschen Banken fordern eine Wiederbelebung des Verbriefungsmarktes<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4077#h03\">Die hilflosen Regulierer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4077#h04\">Die Rathauszocker<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4077#h05\">Casino-Kapitalismus und Millionengesch&auml;fte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4077#h06\">Bundesbank f&uuml;r Rente mit 69 plus x<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4077#h07\">Gute Zeiten f&uuml;r Trittbrettfahrer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4077#h08\">Geheime Mittelfristplanung: Schienennetz wird f&uuml;r Deutsche Bahn zum<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4077\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4077","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4077","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4077"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4077\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4077"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4077"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4077"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}