{"id":40786,"date":"2017-10-27T08:12:17","date_gmt":"2017-10-27T06:12:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40786"},"modified":"2017-10-27T08:12:17","modified_gmt":"2017-10-27T06:12:17","slug":"hinweise-des-tages-2989","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40786","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40786#h01\">Unantastbarer Reichtum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40786#h02\">In Erdogans Geiselhaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40786#h03\">Streiks im Tarifstreit bei der Postbank abgewendet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40786#h04\">Ein Fortschritt bei der Eind&auml;mmung von Lohndumping. Oder? Die EU, die Entsenderichtlinie, ein Kompromiss &ndash; und seine Ambivalenz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40786#h05\">&ldquo;Trauriger Rekord&rdquo;: Doppelfehler in Berichten &uuml;ber Kinder und Hartz IV (Kinderarmut)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40786#h06\">Gro&szlig;kanzleien: Wir d&uuml;rfen den Staat nicht den Lobbyisten &uuml;berlassen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40786#h07\">Umstrittenes Herbizid: &ldquo;Glyphosat war und ist zu billig&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40786#h08\">Deutschland blockiert Fipronil-Informationen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40786#h09\">Versauerung der Meere: Der kleine Bruder des Klimawandels<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40786#h10\">Fl&uuml;chtlinge zur Prostitution gezwungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40786#h11\">Der Niedergang der FDP: Vom sozialen Liberalismus zum marktradikalen Neoliberalismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40786#h12\">Das waren die Gr&uuml;nen &ndash; das und noch viel mehr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40786#h13\">Gibt es nur eine Alternative im Nirgendwo?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40786#h14\">RT unter Beschuss &ndash; einige Fragen und Antworten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40786#h15\">JFK &ndash; blown away<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40786#h16\">Stopp Air Base Ramstein: Einladung zur Aktions- und Planungskonferenz<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Unantastbarer Reichtum<\/strong><br>\nBereits die Sondierungsgespr&auml;che zu den Finanzen machen klar: Jamaika wird die Privilegien der Reichen in Deutschland nicht antasten. Einen b&ouml;sen Verdacht wollen die Gr&uuml;nen unbedingt vermeiden. Jamaika, sagen sie, d&uuml;rfe auf keinen Fall wie ein B&uuml;ndnis der Besserverdiener wirken. Das Image sei t&ouml;dlich. Nun, die ersten Verabredungen der Parteien zu Finanzen weisen leider in genau diese Richtung.<br>\nSchon jetzt ist klar: Jamaika wird die Privilegien sehr reicher Menschen in Deutschland nicht antasten. Unter dieser Koalition d&uuml;rfte sich die Schere zwischen Arm und Reich weiter &ouml;ffnen. Dabei w&auml;re es dringend n&ouml;tig, endlich zu handeln. Ungez&auml;hlte Studien belegen, wie ungleich der Reichtum verteilt ist. In Deutschland besitzen die obersten 10 Prozent &uuml;ber 60 Prozent des Verm&ouml;gens, Immobilien, Grundbesitz oder Aktien. Die &auml;rmsten 40 Prozent der Deutschen besitzen &uuml;berhaupt nichts. F&uuml;r sie bleibt die Eigentumswohnung, die FDP-Chef Christian Lindner als Altersvorsorge empfiehlt, ein sch&ouml;ner Traum.<br>\nWahrscheinlich sind die Unterschiede noch krasser, denn solche Zahlen sind nur Sch&auml;tzungen. Der echte Reichtum operiert in Deutschland in einer Schattenwelt. Die Gr&uuml;nen beklagen in ihren Papieren zu Recht diesen Trend; viele Reiche z&ouml;gen sich aus der Finanzierung des Gemeinwesens zur&uuml;ck. Aber leider sind sie zu schwach, um sich gegen die Union und die FDP durchzusetzen. Die Verhandler haben sich zum Beispiel darauf geeinigt, keine Substanzsteuern einzuf&uuml;hren. Das Jamaika-B&uuml;ndnis positioniert sich damit also gegen eine Verm&ouml;gensteuer und gegen eine faire Erbschaftsteuer. Es fasst die beiden entscheidenden Hebel, um Ungleichheit zu mindern, gar nicht erst an. Die k&uuml;nftigen Partner nehmen den fortgesetzten Skandal hin, Union und FDP achselzuckend, die Gr&uuml;nen mit Bauchschmerzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-Jamaika-Finanzen\/!5455436\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Alles pr&auml;zise beschrieben. Leider ist es aber noch viel schlimmer. Es wird unterschlagen, dass die Gr&uuml;nen in ihrer ersten Regierungszeit, 1998 bis 2005, nicht nur nichts zur Verbesserung der Einnahmen getan haben, sondern viele der heutigen Probleme erst verursacht haben: die Niedriglohnpolitik, die (Teil-)Zerst&ouml;rung der Sozialversicherungen, und obendrauf die uns&auml;glichen und unbezahlbaren Steuersenkungen f&uuml;r Unternehmen (Senkung des K&ouml;rperschaftsteuersatzes von 45 auf 25 Prozent = -25 Milliarden Euro j&auml;hrlich, Senkung des Spitzensteuersatzes = &uuml;ber 10 Milliarden Euro j&auml;hrlich) zuz&uuml;glich der Quasi-Abschaffung der Erbschaftsteuer f&uuml;r Unternehmenserben, an der Kretschmann ma&szlig;geblich beteiligt war. Auch diese krasse Beg&uuml;nstigung der Sowieso-Reichen soll nicht einmal ansatzweise r&uuml;ckg&auml;ngig gemacht werden, und von einem B&uuml;ndnis f&uuml;r die dringend notwendigen Lohnerh&ouml;hungen kann ja auch keine Rede sein.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Dass die Gr&uuml;nen leider zu schwach seien, um sich gegen Union und FDP durchsetzen zu k&ouml;nnen, ist zu einfach daher gesagt. Sie haben es ja nicht einmal versucht. Formell handelt es sich doch um Sondierungen und nicht um Koalitionsverhandlungen. Daf&uuml;r haben die Gr&uuml;nen die Themen Verm&ouml;gensteuer und Erbschaftsteuer, die ja immerhin in ihrem Wahlprogramm auftauchen, viel zu schnell und quasi widerstandslos beiseite gewischt. Das hat doch mit Schw&auml;che nichts zu tun. Da stimmt etwas mit der Einstellung nicht. <\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Solidarit&auml;tszuschlag: Abschaffung nutzt Top-Verdienern<\/strong><br>\nIn dieser Woche diskutierten Unionsparteien, FDP und B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen &uuml;ber die k&uuml;nftige Finanzpolitik einer gemeinsamen Bundesregierung. Die Grundlinie scheint klar: Keine Verm&ouml;gensteuer, keine neuen Schulden, daf&uuml;r Steuersenkungen. Wer unten und in der Mitte entlasten und dennoch investieren will, sollte einen Blick in die steuerpolitischen Eckpunkte des DGB werfen.<br>\nDiese Woche trafen sich die Spitzen von Unionsparteien, FDP und B&uuml;ndnisgr&uuml;nen, um inhaltliche Schnittmengen f&uuml;r die Finanzpolitik einer gemeinsamen Bundesregierung zu sondieren. Auch wenn nach wie vor Konflikte herrschen &ndash; die Grundlinie scheint klar zu sein: Keine Verm&ouml;gensteuer, m&ouml;glichst keine neuen Schulden, daf&uuml;r Steuersenkungen, aber auch Investitionen. Diese Pl&auml;ne sind durchaus widerspr&uuml;chlich. Denn Geld, das f&uuml;r Steuersenkungen ausgegeben wird, steht nicht mehr f&uuml;r dringend erforderliche Ausgaben anderenorts zur Verf&uuml;gung &ndash; zumal wenn sich die Aufnahme von Krediten weitgehend verbietet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++81b807ca-ba32-11e7-a965-52540088cada\">DGB klartext<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>In Erdogans Geiselhaft<\/strong><br>\nDie Freilassung Peter Steudtners bedeute keine Wendung in der t&uuml;rkischen Rechtsprechung. Im Gegenteil: Man habe den Eindruck, Erdogan habe seit dem Fl&uuml;chtlingsabkommen die Bundesregierung in Geiselhaft genommen, kommentiert Kemal H&uuml;r. &ldquo;Ein unertr&auml;glicher Zustand.&rdquo;<br>\nEs gab keinen Zweifel mehr daran, dass t&uuml;rkische Gerichte nicht im Namen des Volkes, sondern auf Befehl Erdogans urteilen. Die &uuml;berraschende Freilassung des Menschenrechtlers Peter Steudtner hat das eindrucksvoll best&auml;tigt. Die t&uuml;rkische Staatsanwaltschaft warf ihm Mitgliedschaft einer Terrororganisation vor und verlangte bis zu 15 Jahren Haft. Nach &uuml;ber 100 Tagen Untersuchungshaft forderte dieselbe Staatsanwaltschaft aber am ersten Verhandlungstag pl&ouml;tzlich die Freilassung des Angeklagten. Die Richter entlie&szlig;en Steudtner tats&auml;chlich aus der U-Haft. [&hellip;]<br>\nDie Geiselbefreiung der Bundesregierung mit ihrem Unterh&auml;ndler Schr&ouml;der l&auml;sst viele Fragen offen: Was war der Preis f&uuml;r die Freilassung Steudtners? Welchen Preis verlangt Erdogan f&uuml;r die deutschen Journalisten Deniz Y&uuml;cel und Mesale Tolu?<br>\nWer hat entschieden, dass Steudtner freikommt, Tolu und Y&uuml;cel aber nicht? Deniz Y&uuml;cel besitzt neben der deutschen zwar auch die t&uuml;rkische Staatsb&uuml;rgerschaft, aber er wurde als deutscher Korrespondent einer deutschen Zeitung festgenommen. Nach acht Monaten Untersuchungshaft gibt es immer noch keine Anklageschrift. Deutschland darf nicht zwischen Deutschen mit und ohne Migrationshintergrund unterscheiden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/freilassung-von-peter-steudtner-in-erdogans-geiselhaft.720.de.html?dram:article_id=399225\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Streiks im Tarifstreit bei der Postbank abgewendet<\/strong><br>\nIm monatelangen Tarifstreit bei der Postbank gibt es in der vierten Verhandlungsrunde eine Einigung. Der K&uuml;ndigungsschutz soll verl&auml;ngert werden, die Geh&auml;lter steigen um mehr als vier Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr.de\/wirtschaft\/einigung-mit-verdi-streiks-im-tarifstreit-bei-der-postbank-abgewendet-a-1375704\">FR Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.K.:<\/strong> In diesem Beitrag wird die Behauptung aufgestellt, dass die Geh&auml;lter bei der Postbank um mehr als 4 % steigen. Das ist so nicht richtig. Gehaltssteigerungen werden korrekt immer in Prozent pro Kalenderjahr kommuniziert. Die Gesamtlaufzeit der jetzt abgeschlossenen Vertr&auml;ge zur Verg&uuml;tung betr&auml;gt jedoch 28 Monate. Damit w&auml;re dann wohl vereinbart, dass der Einkommenszuwachs bei ca. 2 % pro Kalenderjahr liegen d&uuml;rfte. Zieht man hiervon eine Inflationsrate von ca. 1,5 % ab, bleiben an Realeinkommenssteigerung nur minimale Betr&auml;ge &uuml;brig. Wenn &uuml;berhaupt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ein Fortschritt bei der Eind&auml;mmung von Lohndumping. Oder? Die EU, die Entsenderichtlinie, ein Kompromiss &ndash; und seine Ambivalenz<\/strong><br>\nDas hat man ja nun auch nicht alle Tage: positive Meldungen &uuml;ber die Arbeitsbedingungen vieler Menschen. Normalerweise muss man ja den schlechten Nachrichten zunehmend atemlos hinterherlaufen. Da tut es gut, wenn man solche Artikel-&Uuml;berschriften zur Kenntnis nehmen darf: EU-L&auml;nder stellen neue Regeln gegen Sozialdumping auf. Oder EU-Minister einigen sich auf Ma&szlig;nahmen gegen Lohndumping. Und das hier h&ouml;rt sich nun wirklich sehr gut an: Gleicher Lohn f&uuml;r gleiche Arbeit am selben Ort: &raquo;Wer in einem anderen EU-Land arbeitet, der bekommt h&auml;ufig weniger Lohn. Die geplante Reform der Entsenderichtlinie soll ausl&auml;ndische Arbeitnehmer vor Lohn- und Sozialdumping sch&uuml;tzen und damit einen fairen Arbeitsmarkt in Europa schaffen.&laquo; Was kann man mehr wollen? Nun wird hier berichtet &uuml;ber ein Ergebnis des Treffens der Arbeits- und Sozialminister der EU und die zust&auml;ndige EU-Sozialkommissarin Marianne Thyssen hat das Ergebnis als Kompromiss bezeichnet. Nun wei&szlig; jeder, der sich mit der EU besch&auml;ftigt hat, dass Kompromiss hier nicht selten der kleinste gemeinsame Nenner bedeutet, zumindest aber die nicht einseitige Aufl&ouml;sung widerstreitender Interessen innerhalb der Union. Vor diesem Hintergrund lohnt es sich, einmal genauer hinzuschauen, um was es da eigentlich genau geht.<br>\nKonkret geht es um die 1996 in die Welt gesetzte Richtlinie 96\/71\/EG &uuml;ber die Entsendung von Arbeitnehmern, auch als &ldquo;Entsenderichtlinie&rdquo; bekannt. (&hellip;)<br>\nAber selbst die neue Regelung wird in der wirklichen Wirklichkeit die Ausbeutung osteurop&auml;ischer Arbeitnehmer nur partiell begrenzen oder erschweren k&ouml;nnen.<br>\nUnd in trockenen T&uuml;chern ist das alles &uuml;brigens noch nicht: Die Erkl&auml;rung soll Mitte November bei einem EU-Gipfel der Staats- und Regierungschefs in G&ouml;teborg unterzeichnet werden. Zustimmen muss auch noch das Europaparlament, das voraussichtlich noch eigene &Auml;nderungsvorschl&auml;ge machen wird. Da gibt es noch Zeit und M&ouml;glichkeiten, an der einen oder anderen Stelle &ldquo;korrigierend&rdquo; einzugreifen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.blogspot.de\/2017\/10\/kompromiss-entsenderichtlinie.html\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&ldquo;Trauriger Rekord&rdquo;: Doppelfehler in Berichten &uuml;ber Kinder und Hartz IV (Kinderarmut)<\/strong><br>\n&ldquo;Trauriger Rekord&rdquo;, &ldquo;Fast zwei Millionen Kinder leben in Hartz-IV-Haushalten&rdquo; &ndash; ein Doppelfehler in der Berichterstattung &uuml;ber Kinderarmut in Focus (Online), FAZ (Online) und bei vielen anderen (dpa) vom 24. bis 26. Oktober 2017. &ldquo;Traurig&rdquo; ja, aber &ldquo;Rekord&rdquo; nein. Nicht &ldquo;fast zwei Millionen&rdquo; sondern mehr als zwei Millionen unverheiratete Kinder im Alter von unter 18 Jahren leben (Juni 2017) in Haushalten, die auf Hartz IV angewiesen sind. Aber trotz der &ldquo;mehr als zwei Millionen&rdquo; ist dies kein &ldquo;Rekord&rdquo;, weder absolut, noch relativ (im Verh&auml;ltnis zur Bev&ouml;lkerung im Alter von unter 18 Jahren).*<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.biaj.de\/archiv-kurzmitteilungen\/990-trauriger-rekord-doppelfehler-in-berichten-ueber-kinder-und-hartz-iv-kinderarmut.html\">BIAJ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Gro&szlig;kanzleien: Wir d&uuml;rfen den Staat nicht den Lobbyisten &uuml;berlassen<\/strong><br>\nEgal, ob die Gebaren von Gro&szlig;kanzleien wie Freshfields kriminell sind oder nur verwerflich: Die Regierungen m&uuml;ssen diese besser kontrollieren &ndash; und nicht Gesetzestexte von ihnen entwerfen lassen.<br>\nDer US-Bestsellerautor John Grisham, einst selbst Anwalt, beschreibt in seinen Justizthrillern amerikanische Anwaltsfabriken, die jedes Gesch&auml;ft mitnehmen. In denen die Moral gar nichts gilt und nur der Profit z&auml;hlt. Kanzleien, in denen die Grenzen zwischen juristischem Rat und krimineller Energie verschwimmen. Manches davon ist klischeehaft, gewiss. Aber dass da eine Welt f&uuml;r sich entstanden ist, teilweise abgekoppelt vom wirklichen Leben; dass es in den Vereinigten Staaten Fehlentwicklungen gibt, das l&auml;sst sich nicht bestreiten. Und in Deutschland?<br>\nAuch hierzulande existieren inzwischen gro&szlig;e Juristenfirmen. Und auch hier geht manches in die falsche Richtung, wie schon das Beispiel von Freshfields Bruckhaus Deringer zeigt. Die Soziet&auml;t ist im Jahr 2000 aus dem Zusammenschluss dreier f&uuml;hrender Wirtschaftskanzleien aus mehreren L&auml;ndern entstanden. Die Mandanten reichen von Airbus bis Volkswagen. Im gr&ouml;&szlig;ten deutschen Steuerskandal hatte Freshfields vergangene Woche Strafverfolger im Haus. Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung in einem besonders schweren Fall; beschuldigt wird ein f&uuml;hrender Jurist der Kanzlei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/grosskanzleien-wir-duerfen-den-staat-nicht-den-lobbyisten-ueberlassen-1.3721987\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Umstrittenes Herbizid: &ldquo;Glyphosat war und ist zu billig&rdquo;<\/strong><br>\nDie EU-Kommission hat die Entscheidung &uuml;ber die Glyphosat-Zulassung vertagt. Das sei ein Einstieg in den Ausstieg, sagte der Biologe Horst-Henning Steinmann im Dlf. Das Herbizid sei f&uuml;r Landwirte aufgrund des niedrigen Preises und der g&uuml;nstigen Anwendungsbedingungen attraktiv. Viele m&uuml;ssten nun anders planen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/umstrittenes-herbizid-glyphosat-war-und-ist-zu-billig.676.de.html?dram:article_id=399123\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><strong>dazu: Gute Alternativen zu Glyphosat sind d&uuml;nn ges&auml;t<\/strong><br>\nDas Herbizid Glyphosat ist zum Symbol f&uuml;r eine fehlgeleitete Landwirtschaft geworden und soll daher verboten werden. Doch nicht alle Ersatzmethoden sind umweltvertr&auml;glicher.<br>\nPflanzenschutzmittel oder Ackergift &ndash; die Bezeichnungen f&uuml;r das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat zeigen das Problem: Die Substanz ist weltweit das am h&auml;ufigsten eingesetzte und zugleich das umstrittenste Herbizid. Sie steht im Verdacht, krebserregend zu sein und die Biodiversit&auml;t zu sch&auml;digen. Vor allem in Europa w&auml;chst der Widerstand gegen das Herbizid stetig an, so dass die schon f&uuml;r 2016 geplante definitive Verl&auml;ngerung der Zulassung zum Drahtseilakt geworden ist. Diesen Mittwoch hat der zust&auml;ndige Fachausschuss der EU erneut eine Abstimmung vertagt. Aber w&auml;re eine glyphosatfreie Landwirtschaft realisierbar?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/wissenschaft\/gute-alternativen-zu-glyphosat-sind-duenn-gesaet-ld.1324258\">NZZ<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Deutschland blockiert Fipronil-Informationen<\/strong><br>\nMillionen Eier mussten im Sommer wegen des Fipronil-Skandals vom Markt genommen werden. Doch wie viele es genau waren und wie die Meldungen innerhalb des EU-Warnsystems aussahen, wollen Deutschland und die Niederlande auch weiterhin nicht bekannt geben.<br>\nDeutschland und die Niederlande blockieren die Ver&ouml;ffentlichung von Informationen zum Fipronil-Skandal. Die EU-Kommission verweigerte jetzt offiziell eine von der Deutschen Presse-Agentur beantragte Herausgabe der Meldungen und Zahlen, die im Sommer von den Mitgliedsl&auml;ndern in das gemeinsame Schnellwarnsystem RASFF eingegeben worden waren. Dabei geht es um die Eier, die mit dem Insektengift Fipronil verunreinigt waren.<br>\nAls Begr&uuml;ndung wurde die Ablehnung von Deutschland und den Niederlanden genannt. Diese beiden L&auml;nder waren besonders stark von dem Skandal betroffen. Bis heute ist aber zum Beispiel v&ouml;llig unklar, wie viele Eier m&ouml;glicherweise belastet waren. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt hatte im August von etwa 10,7 Millionen Eiern gesprochen, die nach Deutschland geliefert worden waren. Doch allein &uuml;ber die Zahl hatte es Streit mit Landesministern gegeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/fipronil-113.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Versauerung der Meere: Der kleine Bruder des Klimawandels<\/strong><br>\nDie Ozeane werden saurer. Die dramatischen Folgen dieser Entwicklung haben Wissenschaftler in Deutschland untersucht.<br>\nNorwegen ist ein Land der Fjorde und, was kaum einer wei&szlig;, ein Land der Korallen. Lophelia pertusa, so der lateinische Name einer Kaltwasserkorallenart, bildet dort vor der K&uuml;ste Kolonien. Rund um den Globus kommen die Tiere in bis zu Tausenden Metern Tiefe vor, wo sie ohne Licht leben und Plankton fressen.<br>\nWissenschaftler aus 20 deutschen Forschungseinrichtungen haben sich vor acht Jahren zusammengetan, um in dem Projekt Bioacid zu ergr&uuml;nden, wie Lebewesen wie Lophelia pertusa auf den Klimawandel reagieren. Genau genommen auf die immer saurer werdenden Ozeane, in deren Wassermassen sich rund ein Drittel des Kohlendioxids gel&ouml;st haben, das die Menschheit seit Beginn der Industrialisierung in die Atmosph&auml;re geblasen hat. Auf der kommenden Weltklimakonferenz in Bonn im November will Bioacid seine Ergebnisse pr&auml;sentieren.<br>\nF&uuml;r die Kaltwasserkoralle gibt es nur scheinbar gute Nachrichten. Die Wissenschaftler haben sie in Aquarien untersucht und festgestellt: Das CO2 greift zwar ihre Skelette aus Aragonit an, doch schnelleres Wachstum durch w&auml;rmeres Wasser kompensiert den Effekt. Allerdings gilt das nur bedingt. Zu warmes Wasser setzt den Korallen zus&auml;tzlich zu &ndash; sodass ihre riesigen, vom Menschen kaum beachteten Kolonien bedroht sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Versauerung-der-Meere\/!5454754\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlinge zur Prostitution gezwungen<\/strong><br>\nSicherheitsleute als Zuh&auml;lter in Berliner Fl&uuml;chtlingsheimen<br>\nBisher h&auml;tten Berliner Beh&ouml;rden darauf &bdquo;keine konkreten Hinweise&ldquo; gehabt, sagte Elke Breitenbach (Die Linke), Senatorin f&uuml;r Integration, Arbeit und Soziales Berlin. Polizei und Staatsanwaltschaft m&uuml;ssten den Hinweisen nachgehen. &bdquo;Wenn es um Zwangsprostitution geht, da werde ich immer dagegen vorgehen&ldquo;, k&uuml;ndigte die Senatorin an.<br>\nGegen&uuml;ber Frontal 21 berichtete ein Sicherheitsbeauftragter, der f&uuml;r mehrere Fl&uuml;chtlingsunterk&uuml;nfte in Berlin verantwortlich ist, dass es ein regelrechtes Zuh&auml;lter-Netzwerk in Berliner Fl&uuml;chtlingsheimen g&auml;be. Oft sei es so, dass Sicherheitsleute den Erstkontakt in die Prostitution aufbauten und Fl&uuml;chtlinge zu Sex gegen Geld &uuml;berredeten. Sex mit m&auml;nnlichen Fl&uuml;chtlingen sei besonders gefragt, sagte der Sicherheitsbeauftragte: &ldquo;Die sollen so alt sein, sie sollen so sch&ouml;n sein. Ab 16 Jahre aufw&auml;rts, je j&uuml;nger umso teurer.&ldquo; (&hellip;)<br>\nEin Security-Mitarbeiter gab im Gespr&auml;ch mit Frontal 21 zu, in Zuh&auml;lterei involviert zu sein. &bdquo;F&uuml;r jede Vermittlung krieg ich 20 Euro. Daf&uuml;r mache ich die Frauen klar.&ldquo; Eine Sozialarbeiterin eines Fl&uuml;chtlingsheims in Berlin Wilmersdorf hat nach eigenen Angaben die Gesch&auml;fte der Security mit den Fl&uuml;chtlingen beobachtet. Sie habe gesehen, wie ein Sicherheitsmann Bewohnern Geld zugesteckt habe. Als sie Heimbewohner darauf angesprochen habe, h&auml;tten diese Prostitution und Zuh&auml;lterei best&auml;tigt. &bdquo;Da waren auch Minderj&auml;hrige darunter&ldquo;, erkl&auml;rte die Sozialarbeiterin gegen&uuml;ber dem ZDF.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/politik\/frontal-21\/fluechtlinge-zur-prostitution-gezwungen-100.html\">frontal21<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Ist das nicht ein generell anzutreffendes Ph&auml;nomen der (Zwangs-)Prostitution &ndash; das Ausnutzen von Notsituationen?<\/em><br>\n<em>Zum Abschluss des Videos wird sinngem&auml;&szlig; aufgefordert: &ldquo;Vielleicht m&uuml;ssten die Beh&ouml;rden aber einfach nur genauer hinschauen&rdquo;. Daf&uuml;r d&uuml;rften in vielen Kommunen &ndash; und vermutlich z.B. auch bei der Polizei &ndash; insbesondere die finanziellen und personellen Ressourcen fehlen. Eine weitere negative Folge der hierzulande seit etlichen Jahren betriebenen neoliberalen K&uuml;rzungspolitik.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Der Niedergang der FDP: Vom sozialen Liberalismus zum marktradikalen Neoliberalismus<\/strong><br>\nIm Oktober 1971 hatte die FDP mit den Freiburger Thesen ein klares Bekenntnis zu einem sozialen Liberalismus abgelegt. Sie bildeten die nachgereichte programmatische Grundlage f&uuml;r eine sozialliberale Politik, die die Republik ver&auml;nderte. Doch schon ab 1977 schwenkte die FDP in Richtung Marktradikalit&auml;t, bis sie im September 1982 eine ganze &Auml;ra beendete und gezielt politische Schleusen &ouml;ffnete, um neoliberalistische Programme des Sozialabbaus in die Politik str&ouml;men zu lassen.<br>\nMit der F.D.P. ist die Klientelpartei der Arbeitgeber und Besserverdienenden wieder im Bundestag vertreten. Schlimmer noch: Sie hat Aussichten, ihr wirtschaftsliberales gesellschaftliches und soziales Abwrackprogramm in das zuk&uuml;nftige Regierungshandeln einzuspeisen. Unbeirrt von den in vielen L&auml;ndern Europas sichtbaren verheerenden Auswirkungen marktradikaler Politik empfiehlt die Partei weiterhin die hochtoxische neoliberale Rezeptur aus mehr Markt, mehr Flexibilisierung und weniger B&uuml;rokratie und Regulierung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blickpunkt-wiso.de\/post\/2127\">Markus Kr&uuml;semann auf Blickpunkt WiSo<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Das waren die Gr&uuml;nen &ndash; das und noch viel mehr<\/strong><br>\nMit Jamaika haben sich die Gr&uuml;nen doch endg&uuml;ltig von ihren linken Wurzeln entfernt.<br>\nieser Tage scheint f&uuml;r viele Beobachter eines ganz deutlich zu werden: Das linke Projekt der Gr&uuml;nen ist jetzt endg&uuml;ltig im Eimer. Man hat das ja schon lange vermutet, ja auch an politischen Entscheidungen oder Unterlassungen erkennen k&ouml;nnen, aber nun, da man mit der Union und der FDP auf Bundesebene &uuml;ber eine Koalition plaudere, ist eine Sache wirklich kein Bauchgef&uuml;hl mehr: Die Gr&uuml;nen sind nicht mehr links. Ach ja? Man darf den Gr&uuml;nen jetzt bitte nur nicht unterstellen, wie es so viele Ver&auml;rgerte tun, sie h&auml;tten einen gravierenden Selbstverrat begangen.<br>\nSo einfach ist die Angelegenheit n&auml;mlich nicht. Die Gr&uuml;nen waren ja nie als spezifisch linkes Projekt ins Leben gerufen worden. In Zeiten der Parteigr&uuml;ndung fanden sich Menschen verschiedener sozialer Herk&uuml;nfte ein, um &Ouml;kologie und Pazifismus in die Parteienlandschaft zu tragen. Da waren (ehemalige) K-Gruppen-Leute ebenso dabei, wie Menschen, die die Natur gottesf&uuml;rchtig als &raquo;die Sch&ouml;pfung&laquo; bezeichneten. Progressive und Konservative gaben sich die Hand. Dummerweise leider auch Leute, die eher aus dem v&ouml;lkischen Spektrum stammten. Rechtsextreme versuchten kurzfristig auch mal Fu&szlig; zu fassen. Der rechte Fl&uuml;gel verabschiedete sich aber schon recht fr&uuml;h, weil ihm die Partei zu links wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1068184.buendnis-die-gruenen-das-waren-die-gruenen-n-das-und-noch-viel-mehr.html\">Heppenheimer Hiob<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Gibt es nur eine Alternative im Nirgendwo?<\/strong><br>\nDie Diskussion der Parteien von links bis rechts &uuml;ber die Themen der AfD offenbart eine extreme &bdquo;Systemschw&auml;che&ldquo; der Linken, weil sie vom falschen Kapitalismus reden. Doch auch die Selbstgef&auml;lligkeit der Rechten &ouml;ffnet der AfD T&uuml;r und Tor.<br>\nEs hat sich eine nur noch gespenstische zu nennende Diskussion in Deutschland &uuml;ber die Frage entwickelt, warum die AfD in den Bundestagswahlen so stark geworden ist und was man gegen das weitere Erstarken dieser Partei tun kann. Dabei arbeiten sich insbesondere die Linken und die Partei Die Linke an der Fl&uuml;chtlingsfrage ab und werden genau deswegen von den anderen Parteien leicht, mit links quasi, als Alternative erledigt. Die konservativen Parteien haben sich dagegen entschlossen, auch gegen&uuml;ber der weit rechts angesiedelten Partei die Alternativlosigkeit ihres Ansatzes hervorzuheben, laufen aber genau damit der &bdquo;Alternative&ldquo; der AfD in die Falle. Beide Positionen, die rechte wie die linke, sind etwa gleich unsinnig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2017\/10\/gibt-es-nur-eine-alternative-im-nirgendwo\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>RT unter Beschuss &ndash; einige Fragen und Antworten<\/strong><br>\nDer global agierende russische Nachrichtenkanal RT steht unter Druck &ndash; vor allem in den USA, aber auch in Gro&szlig;britannien. &bdquo;Sie werden versuchen euch auszuschalten&ldquo;, hatte WikiLeaks-Gr&uuml;nder Julian Assange der Chefredakteurin des Senders einst prophezeit. Beh&auml;lt er am Ende Recht? Hier einige Fragen und Antworten zum &bdquo;Ph&auml;nomen RT&ldquo;. (&hellip;) Soll das hei&szlig;en: Man darf in einem staatlich kontrollierten Programm wie RT die Politik der russischen Regierung kritisieren? Ja, das soll es hei&szlig;en. Es gibt auf RT sogar eigene Programmpl&auml;tze f&uuml;r diesen Zweck. Die Interviewsendung Worlds Apart zum Beispiel bietet Russland-Kritikern ein Forum. Allein in dieser Sendung sind inzwischen wohl zig-mal mehr Kreml-Kritiker zu Wort gekommen als im deutschen Fernsehen &bdquo;Kreml-Versteher&ldquo;. (&hellip;) Beispiele dieser Art finden sich zuhauf: In der Anfangsphase des russischen Eingreifens in Syrien trat der US-Journalist und Pazifist David Swanson als Interviewgast auf und kritisierte das russische Vorgehen mit deutlichen Worten. Es hatte f&uuml;r ihn keine negativen Folgen. Swanson war seither mehrfach im Programm zu sehen. Anders erging es ihm interessanterweise beim US-amerikanischen MSNBC. Dort durfte Swanson einmal auftreten &ndash; und dann nie wieder.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/augenaufunddurch.net\/2017\/10\/26\/mccarthy-laesst-gruessen\/\">Ulrich Teusch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Es kann nicht sein, was nicht sein darf. Sollte die Meinungsvielfalt im russischen Staatsfernsehen tats&auml;chlich gr&ouml;&szlig;er sein als bei ARD und ZDF, zerbr&auml;che wohl das Selbstverst&auml;ndnis vieler Leitmedien-Macher hierzulande. Anders als offenbar mancher Kollege, redet der Journalist Ulrich Teusch nicht nur &uuml;ber RT, sondern schaut den englischsprachigen Hauptkanal des Senders auch hin und wieder. Er zeigt nun, dass es sich bei dem Bild vom dogmatischen russischen Staatsfunk, der Andersdenkende ausgrenzt, um eine bequeme Legende handelt. Doch Legenden sind ja bekanntlich am langlebigsten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>JFK &ndash; blown away<\/strong><br>\nAus den Pressestimmen muss man schlie&szlig;en, dass der Elite der deutschen Journalisten zum Kennedy-Attentat nicht einmal der unstreitige Sachstand bekannt ist. Tats&auml;chlich n&auml;mlich hatte bereits in den 1970er Jahren das House Select Committee on Assassinations (HSCA), das die Attentate auf die Kennedy-Br&uuml;der und Martin Luther King untersuchte, Schw&auml;chen des Warren-Report aufgezeigt und es als wahrscheinlich beurteilt, dass es beim Attentat in Dallas mehr als einen Sch&uuml;tze gegeben habe. Als man den CIA-Chefplaner f&uuml;r Mordanschl&auml;ge, der ein geschworener Todfeind der Kennedys war, ausdr&uuml;cklich auch zum Anschlag verh&ouml;ren wollte, lebte dieser &uuml;berraschend ab (Der &ldquo;amerikanische James Bond&rdquo; liquidierte nicht nur ausl&auml;ndische Staatschefs).<br>\nDie deutschen Redaktionen scheinen nicht einmal zu wissen, dass infolge des Films &ldquo;JFK&rdquo; 28 Jahre nach dem Attentat die Skepsis wieder aufflammte und erst deshalb Anfang der 1990er Jahre ein Assassination Records Review Board (ARRB) eingerichtet wurde, dem wir den JFK-Act und einen Teil der nun freizugebenden Akten verdanken. Der Abschlussbericht des ARRB best&auml;tigte einen Gro&szlig;teil der Schlussfolgerungen in Oliver Stones JFK, den deutsche Spitzenjournalisten f&uuml;r ein verschw&ouml;rungstheoretisches Machwerk halten.<br>\nVermutlich wissen die Edelfedern das deshalb nicht, weil ein Hamburger Lateinlehrer mit gr&uuml;nem Parteibuch alle deutschen Wikipedia-Artikel zum Kennedy-Attentat zensiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/JFK-blown-away-3870799.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Stopp Air Base Ramstein: Einladung zur Aktions- und Planungskonferenz<\/strong><br>\nLiebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde, liebe Kolleginnen und Kollegen,<br>\ngro&szlig;e Aktionen, die wir gemeinsam langfristig geplant haben, sollten wir auch gemeinsam auswerten.<br>\nRamstein 2017 war ein gro&szlig;er, beeindruckender Erfolg: Die Beteiligung, die Vielfalt der Aktionen, die interessanten Diskussionen, das Friedenscamp, der internationale Kongress, die &ouml;ffentliche Abendveranstaltung, das Friedensfestival &ndash; &uuml;ber vieles ist zu berichten und zu diskutieren.<br>\nSicher war auch nicht alles optimal. Daraus gilt es zu lernen, um es das n&auml;chste Mal noch besser zu machen. Es hat viel Spa&szlig; gemacht, aber auch viel Kraft gekostet. K&ouml;nnen wir die Aufgaben solch gro&szlig;er Aktionen auf noch mehr Schultern verteilen?<br>\nInteressante und solidarische Diskussionen, das soll die Auswertung der Ramstein Aktionen 2017 pr&auml;gen.<br>\nWir wollen mit Euch aber auch gemeinsam weiterplanen, denn das war ja die einheitliche Stimmung bei allen Aktionen: Wir machen weiter, wir kommen wieder und wir wollen noch viel mehr werden!<br>\nWie wollen wir die Ramstein Proteste 2018 planen und durchf&uuml;hren? Was soll neu sein, was hat sich bew&auml;hrt, was wollen wir wiederholen?<br>\nUnd dann wollen wir mit Euch auch ganz praktische Dinge besprechen. An welchem Datum sollen die Aktionen 2018 stattfinden und wer macht alles mit?<br>\nDie Weltlage, die Kriege und die Politik der Konfrontation und Aufr&uuml;stung erfordern eine noch st&auml;rkere Friedensbewegung.  Die Ramstein-Aktionen sind ein entscheidendes aktiv schlagendes Herz dieser Bewegung. Aber wir m&uuml;ssen noch viel st&auml;rker werden &ndash; quantitativ und qualitativ.<br>\nWie schaffen wir das? Dies bedarf sicher einer intensiven, manchmal auch kontroversen, Diskussion.<br>\nWir m&ouml;chten Euch alle zu diesen und sicher noch mehr Debatten auf der Aktions- und Planungskonferenz einladen.\n<p><strong>Wann: Samstag 9.12 von 11.00 bis 17.00 Uhr<\/strong><br>\n<strong>Wo: Saalbau Gutleut, Rottweiler Stra&szlig;e 32, 60327 Frankfurt am Main<\/strong><br>\n<strong>Anmeldung unter <a href=\"mailto:info@ramstein-kampagne.eu\">info@ramstein-kampagne.eu<\/a><\/strong><\/p>\n<p>Bitte kommt alle und bringt noch viele mit. Jede und jeder wird gebraucht und ist gefragt, seine Meinung und seine H&auml;nde und F&uuml;&szlig;e einzubringen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ramstein-kampagne.eu\/2017\/10\/einladung-zur-aktions-und-planungskonferenz\/#more-5271\">Stopp Air Base Ramstein<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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