{"id":40796,"date":"2017-10-29T09:30:17","date_gmt":"2017-10-29T08:30:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40796"},"modified":"2017-10-27T10:51:23","modified_gmt":"2017-10-27T08:51:23","slug":"hinweise-der-woche-36","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40796","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CW)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40796#h01\">Unantastbarer Reichtum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40796#h02\">Gott sei Dank, es isch over<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40796#h03\">K&auml;mpfe im Nordirak: Bericht &uuml;ber Beschuss durch deutsche Waffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40796#h04\">Ein europ&auml;ischer R&uuml;stungshaushalt im rechtsfreien Raum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40796#h05\">Deutschland beteiligt sich finanziell an U-Booten f&uuml;r Israel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40796#h06\">EU-Kommission will Glyphosat schneller abschaffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40796#h07\">Libor-Skandal Deutsche Bank zahlt 220 Millionen Dollar f&uuml;r Zins-Manipulation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40796#h08\">Quote der Kinder, die auf Hartz IV angewiesen sind, erreicht neuen H&ouml;chststand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40796#h09\">Stromsperren endlich verbieten!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40796#h10\">Deutschland blockiert Fipronil-Informationen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40796#h11\">Gegen das Schweinesystem<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40796#h12\">In was f&uuml;r einer Welt, verdammt noch mal, wollen wir leben?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40796#h13\">RT unter Beschuss &ndash; einige Fragen und Antworten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40796#h14\">Stopp Air Base Ramstein: Einladung zur Aktions- und Planungskonferenz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40796#h15\">Hagen Rether: Unser Wohlstand steht auf Leichenbergen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnendsten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Unantastbarer Reichtum<\/strong><br>\nBereits die Sondierungsgespr&auml;che zu den Finanzen machen klar: Jamaika wird die Privilegien der Reichen in Deutschland nicht antasten. Einen b&ouml;sen Verdacht wollen die Gr&uuml;nen unbedingt vermeiden. Jamaika, sagen sie, d&uuml;rfe auf keinen Fall wie ein B&uuml;ndnis der Besserverdiener wirken. Das Image sei t&ouml;dlich. Nun, die ersten Verabredungen der Parteien zu Finanzen weisen leider in genau diese Richtung.<br>\nSchon jetzt ist klar: Jamaika wird die Privilegien sehr reicher Menschen in Deutschland nicht antasten. Unter dieser Koalition d&uuml;rfte sich die Schere zwischen Arm und Reich weiter &ouml;ffnen. Dabei w&auml;re es dringend n&ouml;tig, endlich zu handeln. Ungez&auml;hlte Studien belegen, wie ungleich der Reichtum verteilt ist. In Deutschland besitzen die obersten 10 Prozent &uuml;ber 60 Prozent des Verm&ouml;gens, Immobilien, Grundbesitz oder Aktien. Die &auml;rmsten 40 Prozent der Deutschen besitzen &uuml;berhaupt nichts. F&uuml;r sie bleibt die Eigentumswohnung, die FDP-Chef Christian Lindner als Altersvorsorge empfiehlt, ein sch&ouml;ner Traum.<br>\nWahrscheinlich sind die Unterschiede noch krasser, denn solche Zahlen sind nur Sch&auml;tzungen. Der echte Reichtum operiert in Deutschland in einer Schattenwelt. Die Gr&uuml;nen beklagen in ihren Papieren zu Recht diesen Trend; viele Reiche z&ouml;gen sich aus der Finanzierung des Gemeinwesens zur&uuml;ck. Aber leider sind sie zu schwach, um sich gegen die Union und die FDP durchzusetzen. Die Verhandler haben sich zum Beispiel darauf geeinigt, keine Substanzsteuern einzuf&uuml;hren. Das Jamaika-B&uuml;ndnis positioniert sich damit also gegen eine Verm&ouml;gensteuer und gegen eine faire Erbschaftsteuer. Es fasst die beiden entscheidenden Hebel, um Ungleichheit zu mindern, gar nicht erst an. Die k&uuml;nftigen Partner nehmen den fortgesetzten Skandal hin, Union und FDP achselzuckend, die Gr&uuml;nen mit Bauchschmerzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-Jamaika-Finanzen\/!5455436\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Alles pr&auml;zise beschrieben. Leider ist es aber noch viel schlimmer. Es wird unterschlagen, dass die Gr&uuml;nen in ihrer ersten Regierungszeit, 1998 bis 2005, nicht nur nichts zur Verbesserung der Einnahmen getan haben, sondern viele der heutigen Probleme erst verursacht haben: die Niedriglohnpolitik, die (Teil-)Zerst&ouml;rung der Sozialversicherungen, und obendrauf die uns&auml;glichen und unbezahlbaren Steuersenkungen f&uuml;r Unternehmen (Senkung des K&ouml;rperschaftsteuersatzes von 45 auf 25 Prozent = -25 Milliarden Euro j&auml;hrlich, Senkung des Spitzensteuersatzes = &uuml;ber 10 Milliarden Euro j&auml;hrlich) zuz&uuml;glich der Quasi-Abschaffung der Erbschaftsteuer f&uuml;r Unternehmenserben, an der Kretschmann ma&szlig;geblich beteiligt war. Auch diese krasse Beg&uuml;nstigung der Sowieso-Reichen soll nicht einmal ansatzweise r&uuml;ckg&auml;ngig gemacht werden, und von einem B&uuml;ndnis f&uuml;r die dringend notwendigen Lohnerh&ouml;hungen kann ja auch keine Rede sein.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Dass die Gr&uuml;nen leider zu schwach seien, um sich gegen Union und FDP durchsetzen zu k&ouml;nnen, ist zu einfach daher gesagt. Sie haben es ja nicht einmal versucht. Formell handelt es sich doch um Sondierungen und nicht um Koalitionsverhandlungen. Daf&uuml;r haben die Gr&uuml;nen die Themen Verm&ouml;gensteuer und Erbschaftsteuer, die ja immerhin in ihrem Wahlprogramm auftauchen, viel zu schnell und quasi widerstandslos beiseite gewischt. Das hat doch mit Schw&auml;che nichts zu tun. Da stimmt etwas mit der Einstellung nicht. <\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Solidarit&auml;tszuschlag: Abschaffung nutzt Top-Verdienern<\/strong><br>\nIn dieser Woche diskutierten Unionsparteien, FDP und B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen &uuml;ber die k&uuml;nftige Finanzpolitik einer gemeinsamen Bundesregierung. Die Grundlinie scheint klar: Keine Verm&ouml;gensteuer, keine neuen Schulden, daf&uuml;r Steuersenkungen. Wer unten und in der Mitte entlasten und dennoch investieren will, sollte einen Blick in die steuerpolitischen Eckpunkte des DGB werfen.<br>\nDiese Woche trafen sich die Spitzen von Unionsparteien, FDP und B&uuml;ndnisgr&uuml;nen, um inhaltliche Schnittmengen f&uuml;r die Finanzpolitik einer gemeinsamen Bundesregierung zu sondieren. Auch wenn nach wie vor Konflikte herrschen &ndash; die Grundlinie scheint klar zu sein: Keine Verm&ouml;gensteuer, m&ouml;glichst keine neuen Schulden, daf&uuml;r Steuersenkungen, aber auch Investitionen. Diese Pl&auml;ne sind durchaus widerspr&uuml;chlich. Denn Geld, das f&uuml;r Steuersenkungen ausgegeben wird, steht nicht mehr f&uuml;r dringend erforderliche Ausgaben anderenorts zur Verf&uuml;gung &ndash; zumal wenn sich die Aufnahme von Krediten weitgehend verbietet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++81b807ca-ba32-11e7-a965-52540088cada\">DGB klartext<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Gott sei Dank, es isch over<\/strong><br>\nWolfgang Sch&auml;uble als Finanzminister ist Vergangenheit, sein Erbe aber wird noch viele Generationen in Deutschland und Europa belasten. Seine Markenzeichen, die schwarze Null und &bdquo;strukturelle Reformen f&uuml;r Europa&ldquo;, waren die gr&ouml;&szlig;ten Fehlentscheidungen, die ein deutscher Finanzminister je getroffen hat.<br>\nDer Satz, der sinngem&auml;&szlig; sicher am h&auml;ufigsten in den deutschen Gazetten &uuml;ber die achtj&auml;hrige Amtszeit von Wolfgang Sch&auml;uble geschrieben wird, stand am Montag morgen schon im Handelsblatt: &bdquo;Er hat Eurostaaten gerettet und den Haushalt konsolidiert&ldquo;. Soll wohl hei&szlig;en: Er war ein deutscher Herkules, der komplette Staaten rettete und finanzpolitisch etwas schaffte, was vor ihm noch keiner geschafft hat.<br>\nUnangemessener kann eine W&uuml;rdigung nicht mehr sein. Viel n&auml;her an dem, was wirklich passiert ist, w&auml;re der Satz: Er hat Eurostaaten an den Abgrund getrieben und exakt zum falschen Zeitpunkt zugelassen, dass der deutsche Staatshaushalt einen &Uuml;berschuss ausweist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2017\/10\/gott-sei-dank-es-isch\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>K&auml;mpfe im Nordirak: Bericht &uuml;ber Beschuss durch deutsche Waffen<\/strong><br>\nIm innerirakischen Konflikt zwischen Regierungstruppen und kurdischen K&auml;mpfern werden auch deutsche Panzerabwehrraketen eingesetzt. Die Bundeswehr unterst&uuml;tzt vor Ort beide Seiten. Nun wird eine Neubewertung des Einsatzes im Krisenland gefordert. Bei Gefechten zwischen irakischen Einheiten und kurdischen K&auml;mpfern im Nordirak sind nach Angaben beider Seiten binnen einer Woche mehr als 30 Menschen get&ouml;tet worden. Wie das gemeinsame Einsatzkommando der irakischen Streitkr&auml;fte (JOC) meldet, sollen bei den K&auml;mpfen um die l&auml;ndliche Region Altun Kupri zwei Soldaten get&ouml;tet worden sein, als die Regierungstruppen dort auch unter Beschuss deutscher Panzerabwehrraketen gerieten. Mit den Waffen hatte die Bundesregierung die Kurden f&uuml;r den Kampf gegen den &bdquo;Islamischen Staat&ldquo; ausger&uuml;stet. Die Bundeswehr unterst&uuml;tzt die kurdischen K&auml;mpfer seit drei Jahren mit milit&auml;rischer Ausr&uuml;stung sowie mit Ausbildern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/irak-kurden-115.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Dazu f&auml;llt einem der treffende Titel von Peter Scholl-Latours letztem Buch ein: &bdquo;Der Fluch der b&ouml;sen Tat: Das Scheitern des Westens im Orient&ldquo;. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ein europ&auml;ischer R&uuml;stungshaushalt im rechtsfreien Raum<\/strong><br>\nDer Weg, sich als globaler Akteur in der Riege der Gro&szlig;m&auml;chte zu etablieren, f&uuml;hrt f&uuml;r die EU nur &uuml;ber den Aufbau eines schlagkr&auml;ftigen Milit&auml;rapparats, so zumindest die aktuell vorherrschende Sichtweise in Br&uuml;ssel.<br>\nAllerdings wurde dessen Ausbau viele Jahre lang von Gro&szlig;britannien aus Sorge um seine milit&auml;r- und machtpolitische Beinfreiheit blockiert. Dies erkl&auml;rt auch, weshalb der bevorstehende Brexit von vielen Milit&auml;rpolitiker*innen eher als Chance denn als Problem begriffen wird.<br>\nTats&auml;chlich ging es nach dem Referendum Schlag auf Schlag: Unter deutsch-franz&ouml;sischer F&uuml;hrung und auf Grundlage einer neuen Globalstrategie (EUGS) wurde eine Reihe von Initiativen vorangetrieben, die bislang von Gro&szlig;britannien blockiert worden waren. Doch seit dem Referendum scheint die Kommission bereit, &bdquo;sich in einem bisher nicht gekannten Ausma&szlig; in der Verteidigung zu engagieren (&hellip;) mit dem Ziel, eine Verteidigungsunion aufzubauen.&ldquo; Das Kronjuwel dieses militaristischen Ma&szlig;nahmenpakets soll die erstmalige Einrichtung eines milliardenschweren EU-R&uuml;stungshaushaltes werden. Von den vielen Problemen, die das Vorhaben aufwirft, soll im Folgenden vor allem der Frage nachgegangen werden, ob der &bdquo;Europ&auml;ische Verteidigungsfonds&ldquo; (EVF) &uuml;berhaupt legal w&auml;re.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.euractiv.de\/section\/eu-innenpolitik\/opinion\/ein-europaeischer-ruestungshaushalt-im-rechtsfreien-raum\/\">Euractiv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Deutschland beteiligt sich finanziell an U-Booten f&uuml;r Israel<\/strong><br>\nDie Bundesregierung hat dem Verkauf von drei U-Booten an Israel offiziell zugestimmt. Laut Regierungssprecher Seibert unterst&uuml;tzt Deutschland den Deal auch finanziell. [&hellip;]<br>\nDeutschland hilft bei der angeblich 1,5 Milliarden Euro teuren U-Boot-Deal finanziell, weil es sich f&uuml;r die Sicherheit des Staates Israel besonders verantwortlich f&uuml;hlt. Die Beteiligung gelte als Beitrag zum Schutz und zur Existenzsicherung des Landes.<br>\nSp&auml;ter &auml;u&szlig;erte Seibert sich gegen&uuml;ber der Nachrichtenagentur Reuters auch zur H&ouml;he der Staatshilfen. &bdquo;Es sind maximal 540 Millionen Euro&ldquo;, sagte er. Es gehe um rund 30 Prozent des Gesch&auml;ftsumfangs. Die Summe betreffe die Bundeshaushalte von 2018 bis 2027.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/israel-deutschland-beteiligt-sich-finanziell-an-drei-u-booten-a-1174239.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Zugspitzt k&ouml;nnte man also sagen, dass &bdquo;wir&ldquo; kein Geld f&uuml;r Lehrer, Krankenschwestern und Polizisten haben, weil &bdquo;wir&ldquo; lieber Israel und der deutschen R&uuml;stungsindustrie 540 Millionen Euro schenken. Wer ist dieser &bdquo;wir&ldquo;? Sie? Ich? Wohl sicher nicht. Der deutsche Bundestag? Auch nicht. Solche &bdquo;Deals&ldquo; werden ohne Debatte im Bundestag und ohne parlamentarische Kontrolle von der Exekutive einfach durchgezogen und dann auch nicht mehr weiter thematisiert. Oder k&ouml;nnen Sie sich vorstellen, dass Anne Will oder Frank Plasberg eine Sendung zu dem Thema &bdquo;U-Boote f&uuml;r Israel aber kein Geld f&uuml;r Lehrer&ldquo; machen? Ganz sicher nicht. So ist es halt mit &bdquo;unserer&ldquo; Demokratie. Immer wenn man sie mal br&auml;uchte, ist sie auf wundersame Weise verschwunden. Seltsam.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>EU-Kommission will Glyphosat schneller abschaffen<\/strong><br>\nDie EU-Kommission ist von ihrem Vorschlag abger&uuml;ckt, die Zulassung des umstrittenen Unkrautvernichters Glyphosat f&uuml;r weitere zehn Jahre zu verl&auml;ngern. Wie ein Sprecher nach der w&ouml;chentlichen Sitzung der Kommission sagte, strebt die Beh&ouml;rde nun in Abstimmung mit den Mitgliedstaaten eine Verl&auml;ngerung zwischen f&uuml;nf und sieben Jahren an. (&hellip;) Das Europaparlament hatte zuvor in einer Resolution gefordert, die Zulassung nach f&uuml;nf Jahren im Dezember 2022 auslaufen zu lassen. (&hellip;) Das Votum des Parlaments ist nicht bindend. Am Ende entscheiden entweder die Mitgliedstaaten oder die EU-Kommission &uuml;ber die Zulassung, die Ende 2017 ausl&auml;uft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/eu-kommission-will-glyphosat-schneller-abschaffen-15261476.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Man sollte meinen, die Sache sei einfach: Entweder der Stoff ist gesundheitsgef&auml;hrdend &ndash; dann geh&ouml;rt er selbstverst&auml;ndlich sofort vom Markt &ndash;, oder eben nicht. Doch nach Logik darf man wohl nicht fragen, wenn es um so viel Geld geht wie bei diesem Produkt und jedes weitere Jahr einer Zulassung Millionengewinne bedeutet.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Das EU-Parlament will (immerhin), hat aber nichts zu sagen, sondern die nationalen Regierungen und die nicht gew&auml;hlte EU-Kommission entscheiden. So viel zum Demokratiedefizit in der EU. Und warum w&auml;hlen wir noch mal das EU-Parlament? F&uuml;r die B&uuml;rgerbeteiligung? Wozu sind dann l&auml;nder&uuml;bergreifende Listen f&uuml;r Abgeordnete gut, die auch h&ouml;chstens empfehlen k&ouml;nnen und nichts zu sagen haben?<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Glyphosat: Nur die Spitze des Eisbergs<\/strong><br>\nDer Skandal um das Pestizid Glyphosat vertieft eine seit langem bestehende Vertrauenskrise in das europ&auml;ische System der Bewertung von Gesundheits- und Umweltrisiken.<br>\n&raquo;Wahrscheinlich krebserregend&laquo; sei das Pflanzenschutzmittel Glyphosat. Das war im M&auml;rz 2015 das Ergebnis der Weltgesundheitsorganisation (WHO), genauer, ihrer Krebsforschungsagentur, der International Agency for Research on Cancer (IARC). Ein halbes Jahr sp&auml;ter, im November 2015, wurde das &bdquo;wahrscheinlich&ldquo; pl&ouml;tzlich zu einem &raquo;unwahrscheinlich&laquo;. Zumindest, wenn man der Europ&auml;ischen Beh&ouml;rde f&uuml;r Lebensmittelsicherheit (EFSA) glaubte.<br>\nZwei Jahre sp&auml;ter, im M&auml;rz 2017, erschien ein neues Gutachten. Diesmal von der Europ&auml;ischen Agentur f&uuml;r chemische Produkte (ECHA). Auch sie kam zur Erkenntnis, dass Glyphosat nicht krebserregend oder mutagen sei. Seit kurzem nun glaubt man der EFSA und der ECHA gar nichts mehr. Das liegt an unabh&auml;ngigen Experten, die vor einem gemeinsamen Umwelt- und Agrarausschuss des Europaparlamentes zu Glyphosat-Studien angeh&ouml;rt wurden. Die Experten stellten klar, dass die zust&auml;ndigen EU-Beh&ouml;rden EFSA und ECHA ihre Gutachten in weiten Teilen vom Agrarkonzern Monsanto abgeschrieben haben. Ein Skandal, der in der EU nur die Spitze des Eisberges sein d&uuml;rfte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2017\/10\/glyphosat-nur-die-spitze-des-eisbergs\/\">Makroskop<\/a><\/p>\n<p><strong>und: Skandal&ouml;se Praxis des Bundesinstituts f&uuml;r Risikobewertung<\/strong><br>\nLobbyismus in Reinkultur<br>\nDas Bundesinstitut f&uuml;r Risikobewertung (BfR) hat offensichtlich gro&szlig;e Teile seines Glyphosat-Bewertungsberichts vom Hersteller Monsanto abgeschrieben. Ich habe daher schriftliche Fragen an die Bundesregierung gestellt. Die Antworten offenbaren, dass wir dringend &uuml;ber Interessenkonflikte und versteckten Lobbyismus bei der Gutachtenerstellung reden m&uuml;ssen. Das Institut soll wissenschaftlich unabh&auml;ngig und verantwortungsvoll Bewertungen vornehmen, die f&uuml;r die Gesundheit von Millionen Menschen von Bedeutung sind. Dies ist mit dem derzeitigen Vorgehen nicht gew&auml;hrleistet. So schreibt das Bundesministerium f&uuml;r Ern&auml;hrung und Landwirtschaft:<br>\nEs ist &uuml;blich, nach kritischer Pr&uuml;fung der Originalstudien auch Textpassagen aus eingereichten Dokumenten in die Bewertungsberichte zu integrieren. Die w&ouml;rtliche &Uuml;bernahme ist auch im Sinne einer &ouml;konomischen Bearbeitung sinnvoll (&hellip;).<br>\nDie &Uuml;bernahme ganzer Textpassagen ist v&ouml;llig inakzeptabel und spielt den Lobbyisten in die H&auml;nde. Aber es kommt noch schlimmer: Alleiniges Kriterium f&uuml;r die Ber&uuml;cksichtigung von Studienergebnissen ist die wissenschaftliche Qualit&auml;t und Evidenz der Studien. M&ouml;gliche Interessen der Auftraggeber, der Politik oder anderer Interessengruppen k&ouml;nnen und d&uuml;rfen bei einer wissenschaftlichen Bewertung keine Rolle spielen. Im Klartext hei&szlig;t das: Es wird lediglich gepr&uuml;ft, ob vorliegende Studien den Testrichtlinien entsprechen &ndash; das ist alles, was z&auml;hlt. Wer eine Untersuchung mit welchem Motiv durchgef&uuml;hrt hat, ist egal. Diese unreflektierte Haltung ist gef&auml;hrlich und v&ouml;llig unverantwortlich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.marco-buelow.de\/skandaloese-praxis-des-bundesinstituts-fuer-risikobewertung\/\">Marco B&uuml;low<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Libor-Skandal Deutsche Bank zahlt 220 Millionen Dollar f&uuml;r Zins-Manipulation<\/strong><br>\nW&auml;hrend der Finanzkrise soll die Deutsche Bank Zinsen k&uuml;nstlich niedrig gehalten haben, um Gewinne zu erzielen. Fast ein Jahrzehnt sp&auml;ter einigte sich das Geldhaus mit US-Bundesstaaten nun auf einen Vergleich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/deutsche-bank-kreditinstitut-zahlt-220-millionen-dollar-fuer-libor-manipulation-a-1174749.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><strong>dazu schreibt das Handelsblatt in seinem Morning Briefing<\/strong><br>\nDie Deutsche Bank hat sich im Libor-Skandal mit 45 US-Bundesstaaten auf einen Vergleich geeinigt. Die Ermittlungen gegen das Geldhaus wegen mutma&szlig;lich gef&auml;lschter Zinss&auml;tze w&uuml;rden gegen Zahlungen von insgesamt 220 Millionen US-Dollar beigelegt, teilte New Yorks Generalstaatsanwalt Eric Schneiderman am Mittwoch mit. Die Bank zahlt, obwohl sie laut eigener Aussage keine Zinss&auml;tze manipuliert hat. Der Laie staunt, der Fachmann wundert sich: Entweder die Bank nimmt es mit dem Geld oder mit der Wahrheit nicht so genau.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/morningbriefing.handelsblatt.com\/zukunftsministerium-fuer-deutschland\/\">Handelsblatt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Quote der Kinder, die auf Hartz IV angewiesen sind, erreicht neuen H&ouml;chststand<\/strong><br>\n14,6 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland beziehen Leistungen nach dem SGB II. Damit hat der Anteil der Kinder, die auf &bdquo;Hartz IV&ldquo; angewiesen sind, einen neuen H&ouml;chststand erreicht. Insgesamt leben rund 1,95 Millionen Kinder und Jugendliche in Familien, die SGB II beziehen &ndash; &uuml;ber 110.000 Kinder oder 0,8 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Das zeigt eine neue Auswertung der aktuellsten verf&uuml;gbaren Zahlen der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (Stand Juni 2017) durch das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung. Im Webangebot der Stiftung sind detaillierte Daten f&uuml;r alle Landkreise und kreisfreien St&auml;dte in Deutschland verf&uuml;gbar.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/106598_111319.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<p><strong>dazu: Kinderarmut und L&ouml;hne: Die neue soziale Frage<\/strong><br>\nDie Koalitionsverhandlung muss Verteilungsfragen in den Blick nehmen. (&hellip;) Die &bdquo;Kinderarmut&ldquo; k&ouml;nnte zum Test werden daf&uuml;r, wie man &uuml;ber soziale Gerechtigkeit noch streiten kann und will. Oder eben nicht. Mehr als jedes f&uuml;nfte Kind in Deutschland lebt &uuml;ber mehr als f&uuml;nf Jahre hinweg in armen Verh&auml;ltnissen, zeigt eine Studie der Bertelsmann-Stiftung. (&hellip;) Es ist daher richtig, dass die Gr&uuml;nen das Thema Kinderarmut in den Jamaika-Verhandlungen zur Sprache bringen wollen und dass sie dabei nicht nur Hartz-IV-Empf&auml;nger im Blick haben, sondern auch Schlechtverdiener. Sozialleistungen und L&ouml;hne m&uuml;ssen zusammengedacht werden. Der karitative Sound hingegen, der die Bilder von Migrantenkindern heraufbeschw&ouml;rt, die ohne warmes Mittagessen zu Hause Videospiele spielen und die Zeit totschlagen, das bringt nichts. Damit versucht man, das Thema &uuml;ber Klischees mental zu entsorgen. Stattdessen muss man &uuml;ber Arbeitsl&ouml;hne f&uuml;r die Eltern reden und eine starke politische Sprache daf&uuml;r finden. W&uuml;rde sich eine neue, breite Lohndebatte entwickeln, geriete vielleicht auch der Streit &uuml;ber die AfD und Fl&uuml;chtlingsobergrenzen in den Hintergrund, entpuppte sich gar als Stellvertreterstreit. Das w&auml;re doch ein Fortschritt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-Kinderarmut-und-Loehne\/!5454608\/\">taz<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ein sehr erfreulicher Kommentar. Dribbusch ist fast die einzige, die zu niedrige L&ouml;hne (und Hartz-IV-S&auml;tze) als Ursachen f&uuml;r Kinderarmut benennt. Aber eine Regierung aus vier neoliberalen Parteien, deren erkl&auml;rtes Ziel Lohn- und Sozialk&uuml;rzungen sind und waren: woher sollen da h&ouml;here L&ouml;hne kommen? <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Stromsperren endlich verbieten!<\/strong><br>\nDie Strompreise sind in den vergangen Jahren rapide gestiegen. F&uuml;r Millionen von Privathaushalten mit niedrigen Einkommen ist das eine enorme Belastung. Nach Angaben der Bundesnetzagentur wurde im Jahr 2015 rund 418.000 Haushalten der Strom abgeklemmt. Hinzu kommen 58.000 Gasabschaltungen (im Einzelnen siehe Antwort der Bundesregierung unten). Diese enorme Anzahl von Energiesperren in der Bundesrepublik ist eine stille soziale Katastrophe, besonders in den kalten und dunklen Wintermonaten.<br>\nF&uuml;r viele B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger kann bei den hohen Preisen von einer Versorgungsicherheit mit Strom keine Rede mehr sein. Schwierigkeiten sich und ggf. andere Haushaltsmitglieder mit grundlegenden Basisg&uuml;tern, wie Strom, zu versorgen, f&uuml;hren zu Stress, Scham und R&uuml;ckzug vom gesellschaftlichen Leben. W&auml;hrend das Mietrecht hohe H&uuml;rden bei Wohnungsr&auml;umungen vorsieht, sind Stromsperren rechtlich v&ouml;llig unterreguliert und k&ouml;nnen ohne Gerichtsbeschluss bereits vier Wochen nach der Mahnung vollzogen werden. Die tats&auml;chliche Stromsperre ist allerdings nur die Spitze des Eisbergs der Energiearmut in diesem Land: &Uuml;ber 6 Millionen Sperr-Androhungen wurden im Jahr 2015 von den Stromversorgern verschickt.<br>\nVon der Bundesregierung gibt es bisher zu diesem Thema nur Energiespartipps. F&uuml;r die Fraktion DIE LINKE ist die Versorgung mit Strom eine Grundvoraussetzung f&uuml;r ein menschenw&uuml;rdiges Wohnen und die Teilhabe der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger am gesellschaftlichen Leben: Sie ist daher ein soziales Recht. Die Fraktion DIE LINKE setzt sich deshalb daf&uuml;r ein, dass Stromsperren durch die Energieversorger aufgrund von Zahlungsunf&auml;higkeit von Verbraucherinnen und Verbrauchern unverz&uuml;glich gesetzlich untersagt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/a-z\/detailansicht\/stromsperren\/\">Linksfraktion<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Deutschland blockiert Fipronil-Informationen<\/strong><br>\nMillionen Eier mussten im Sommer wegen des Fipronil-Skandals vom Markt genommen werden. Doch wie viele es genau waren und wie die Meldungen innerhalb des EU-Warnsystems aussahen, wollen Deutschland und die Niederlande auch weiterhin nicht bekannt geben.<br>\nDeutschland und die Niederlande blockieren die Ver&ouml;ffentlichung von Informationen zum Fipronil-Skandal. Die EU-Kommission verweigerte jetzt offiziell eine von der Deutschen Presse-Agentur beantragte Herausgabe der Meldungen und Zahlen, die im Sommer von den Mitgliedsl&auml;ndern in das gemeinsame Schnellwarnsystem RASFF eingegeben worden waren. Dabei geht es um die Eier, die mit dem Insektengift Fipronil verunreinigt waren.<br>\nAls Begr&uuml;ndung wurde die Ablehnung von Deutschland und den Niederlanden genannt. Diese beiden L&auml;nder waren besonders stark von dem Skandal betroffen. Bis heute ist aber zum Beispiel v&ouml;llig unklar, wie viele Eier m&ouml;glicherweise belastet waren. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt hatte im August von etwa 10,7 Millionen Eiern gesprochen, die nach Deutschland geliefert worden waren. Doch allein &uuml;ber die Zahl hatte es Streit mit Landesministern gegeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/fipronil-113.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Gegen das Schweinesystem<\/strong><br>\nZwei M&auml;nner und eine Frau begehen Hausfriedensbruch und werden daf&uuml;r von der Justiz belobigt &ndash; so ist es geschehen an diesem Mittwoch in Magdeburg, wo das Landgericht als Berufungsinstanz einen Freispruch des Amtsgerichts Haldensleben best&auml;tigte. Das Handeln der Angeklagten sei nicht nur zu rechtfertigen, es sei ausdr&uuml;cklich zu begr&uuml;&szlig;en, sagte der Vorsitzende Richter Ulf Majstrak in seiner Urteilsbegr&uuml;ndung.<br>\nWeitgehend unstrittig war in beiden Verfahren der Hergang der zu verhandelnden Strafsache. Zwei M&auml;nner verschafften sich demnach im Sommer 2013 nachts Zugang zu einer Schweinemastanlage in Sandbeiendorf im Landkreis B&ouml;rde in Sachsen-Anhalt. Sie kamen in Einwegkleidung und mit desinfizierten Kameras, um die Anlage nicht zu verunreinigen und auch keine Keime einzutragen. Ziel der Tiersch&uuml;tzer war es, jene Zust&auml;nde zu filmen, von denen eine Informantin ihnen vorher berichtet hatte. [&hellip;]<br>\nEiner der Angeklagten f&uuml;hrte am Mittwoch aus, er habe in 25 Jahren Tierschutz die Erfahrung machen m&uuml;ssen, dass gegen solche Widrigkeiten am Ende nur Videoaufnahmen und in der Folge &ouml;ffentlicher Druck etwas bewirken k&ouml;nnten.<br>\nDarin bestand die alltagssprachliche Variante des in Paragraf 34 Strafgesetzbuch formulierten &bdquo;rechtfertigenden Notstands&ldquo;: Wer eine Tat begeht (etwa Hausfriedensbruch), um Gefahr von anderen (etwa Schweinen) abzuwenden, darf dies unter zwei Bedingungen tun. Im Widerstreit der Interessen muss das eine Rechtsgut (Tierwohl) das andere (Hausfrieden) &bdquo;wesentlich &uuml;berwiegen&ldquo; &ndash; und die Tat muss zudem ein &bdquo;angemessenes Mittel&ldquo; darstellen, die Gefahr abzuwenden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/panorama\/tierschutz-gegen-das-schweinesystem-1.3704174\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>In was f&uuml;r einer Welt, verdammt noch mal, wollen wir leben?<\/strong><br>\nFrankreich ist im Umbruch, aber wie durchl&auml;ssig sind die Klassengrenzen? In Frankreich herrscht ein System von Klassen und eine Gesellschaft voller sozialer Gewalt, sagte der Soziologe Didier Eribon im Dlf. Und Schriftstellerin Gila Lustiger fordert: Politik muss auch der Raum sein, in dem sich soziale Bewegungen mobilisieren k&ouml;nnen.<br>\nLieske: Didier Eribon, Ihr Buch &bdquo;R&uuml;ckkehr nach Reims&ldquo; war ein gro&szlig;er Erfolg im vergangenen Jahr. Nun haben Sie einen Folgeband vorgelegt: &bdquo;Gesellschaft als Urteil&ldquo;. Ihre B&uuml;cher treffen auch deshalb auf viel Zuspruch, weil sie immens lesbar sind. Ihre eigene Autobiografie, Didier Eribon, ist immer der Fluchtpunkt Ihres Schreibens. Sie verwenden daf&uuml;r in Ihrem neuen Buch &bdquo;Gesellschaft als Urteil&ldquo; den Begriff der soziologischen Introspektion. Erkl&auml;ren Sie mir dieses Oxymoron.<br>\nEribon: Mein Buch &bdquo;R&uuml;ckkehr nach Reims&ldquo; ist ein sehr pers&ouml;nliches Buch. Ich spreche darin &uuml;ber meine Familie, &uuml;ber meine Eltern, &uuml;ber meine soziale Herkunft. Man k&ouml;nnte also sagen, es ist eine Autobiografie. Trotzdem ist es f&uuml;r mich eher ein soziologisches Werk und ein Geschichtsbuch. Ich versuche, von meinem pers&ouml;nlichen Werdegang aus eine soziale Struktur zu rekonstruieren. In Frankreich ist dies ein System von Klassen und eine Gesellschaft voller sozialer Gewalt. &Uuml;ber diese Klassengewalt wird in Frankreich geschwiegen, sie wird euphemisiert, noch &ouml;fter wird sie ignoriert oder sogar ganz geleugnet.<br>\nSoziologische Introspektion meint in diesem Zusammenhang, dass ich so tief wie m&ouml;glich in mein eigenes Leben hinabgetaucht bin. Nicht, um mich selbst besser zu verstehen; vielmehr wollte ich anhand meiner eigenen Person das soziale Gewebe um mich herum analysieren, insbesondere auch das Wesen des Schulsystems. Die Schule ist n&auml;mlich in Frankreich ein zentraler sozialer Ort; sie ist eine Art Maschine, mittels derer sich die sozialen Klassen reproduzieren. Hier verl&auml;ngert sich auch die Klassenherrschaft. All das hat uns der Soziologe Pierre Bourdieu schon vor fast einem halben Jahrhundert in brillanter Weise erkl&auml;rt. [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/zwei-intellektuelle-ueber-fankreich-in-was-fuer-einer-welt.700.de.html?dram:article_id=398915\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>RT unter Beschuss &ndash; einige Fragen und Antworten<\/strong><br>\nDer global agierende russische Nachrichtenkanal RT steht unter Druck &ndash; vor allem in den USA, aber auch in Gro&szlig;britannien. &bdquo;Sie werden versuchen euch auszuschalten&ldquo;, hatte WikiLeaks-Gr&uuml;nder Julian Assange der Chefredakteurin des Senders einst prophezeit. Beh&auml;lt er am Ende Recht? Hier einige Fragen und Antworten zum &bdquo;Ph&auml;nomen RT&ldquo;. (&hellip;) Soll das hei&szlig;en: Man darf in einem staatlich kontrollierten Programm wie RT die Politik der russischen Regierung kritisieren? Ja, das soll es hei&szlig;en. Es gibt auf RT sogar eigene Programmpl&auml;tze f&uuml;r diesen Zweck. Die Interviewsendung Worlds Apart zum Beispiel bietet Russland-Kritikern ein Forum. Allein in dieser Sendung sind inzwischen wohl zig-mal mehr Kreml-Kritiker zu Wort gekommen als im deutschen Fernsehen &bdquo;Kreml-Versteher&ldquo;. (&hellip;) Beispiele dieser Art finden sich zuhauf: In der Anfangsphase des russischen Eingreifens in Syrien trat der US-Journalist und Pazifist David Swanson als Interviewgast auf und kritisierte das russische Vorgehen mit deutlichen Worten. Es hatte f&uuml;r ihn keine negativen Folgen. Swanson war seither mehrfach im Programm zu sehen. Anders erging es ihm interessanterweise beim US-amerikanischen MSNBC. Dort durfte Swanson einmal auftreten &ndash; und dann nie wieder.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/augenaufunddurch.net\/2017\/10\/26\/mccarthy-laesst-gruessen\/\">Ulrich Teusch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Es kann nicht sein, was nicht sein darf. Sollte die Meinungsvielfalt im russischen Staatsfernsehen tats&auml;chlich gr&ouml;&szlig;er sein als bei ARD und ZDF, zerbr&auml;che wohl das Selbstverst&auml;ndnis vieler Leitmedien-Macher hierzulande. Anders als offenbar mancher Kollege, redet der Journalist Ulrich Teusch nicht nur &uuml;ber RT, sondern schaut den englischsprachigen Hauptkanal des Senders auch hin und wieder. Er zeigt nun, dass es sich bei dem Bild vom dogmatischen russischen Staatsfunk, der Andersdenkende ausgrenzt, um eine bequeme Legende handelt. Doch Legenden sind ja bekanntlich am langlebigsten. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Stopp Air Base Ramstein: Einladung zur Aktions- und Planungskonferenz<\/strong><br>\nLiebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde, liebe Kolleginnen und Kollegen,<br>\ngro&szlig;e Aktionen, die wir gemeinsam langfristig geplant haben, sollten wir auch gemeinsam auswerten.<br>\nRamstein 2017 war ein gro&szlig;er, beeindruckender Erfolg: Die Beteiligung, die Vielfalt der Aktionen, die interessanten Diskussionen, das Friedenscamp, der internationale Kongress, die &ouml;ffentliche Abendveranstaltung, das Friedensfestival &ndash; &uuml;ber vieles ist zu berichten und zu diskutieren.<br>\nSicher war auch nicht alles optimal. Daraus gilt es zu lernen, um es das n&auml;chste Mal noch besser zu machen. Es hat viel Spa&szlig; gemacht, aber auch viel Kraft gekostet. K&ouml;nnen wir die Aufgaben solch gro&szlig;er Aktionen auf noch mehr Schultern verteilen?<br>\nInteressante und solidarische Diskussionen, das soll die Auswertung der Ramstein Aktionen 2017 pr&auml;gen.<br>\nWir wollen mit Euch aber auch gemeinsam weiterplanen, denn das war ja die einheitliche Stimmung bei allen Aktionen: Wir machen weiter, wir kommen wieder und wir wollen noch viel mehr werden!<br>\nWie wollen wir die Ramstein Proteste 2018 planen und durchf&uuml;hren? Was soll neu sein, was hat sich bew&auml;hrt, was wollen wir wiederholen?<br>\nUnd dann wollen wir mit Euch auch ganz praktische Dinge besprechen. An welchem Datum sollen die Aktionen 2018 stattfinden und wer macht alles mit?<br>\nDie Weltlage, die Kriege und die Politik der Konfrontation und Aufr&uuml;stung erfordern eine noch st&auml;rkere Friedensbewegung. Die Ramstein-Aktionen sind ein entscheidendes aktiv schlagendes Herz dieser Bewegung. Aber wir m&uuml;ssen noch viel st&auml;rker werden &ndash; quantitativ und qualitativ.<br>\nWie schaffen wir das? Dies bedarf sicher einer intensiven, manchmal auch kontroversen, Diskussion.<br>\nWir m&ouml;chten Euch alle zu diesen und sicher noch mehr Debatten auf der Aktions- und Planungskonferenz einladen.\n<p><strong>Wann: Samstag 9.12 von 11.00 bis 17.00 Uhr<\/strong><br>\n<strong>Wo: Saalbau Gutleut, Rottweiler Stra&szlig;e 32, 60327 Frankfurt am Main<\/strong><br>\n<strong>Anmeldung unter <a href=\"mailto:info@ramstein-kampagne.eu\">info@ramstein-kampagne.eu<\/a><\/strong><\/p>\n<p>Bitte kommt alle und bringt noch viele mit. Jede und jeder wird gebraucht und ist gefragt, seine Meinung und seine H&auml;nde und F&uuml;&szlig;e einzubringen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ramstein-kampagne.eu\/2017\/10\/einladung-zur-aktions-und-planungskonferenz\/#more-5271\">Stopp Air Base Ramstein<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Hagen Rether: Unser Wohlstand steht auf Leichenbergen<\/strong>\n<p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"450\" height=\"315\" src=\"\" frameborder=\"0\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/kDV29Kkc-LA?rel=0\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=kDV29Kkc-LA\">WDR Mitternachtsspitzen via youtube<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. 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