{"id":40811,"date":"2017-10-27T15:43:41","date_gmt":"2017-10-27T13:43:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40811"},"modified":"2017-10-27T15:43:41","modified_gmt":"2017-10-27T13:43:41","slug":"hinweise-des-tages-ii-318","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40811","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40811#h01\">Oskar Lafontaine im Interview: &ldquo;Schr&ouml;der geht mir aus dem Weg&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40811#h02\">Scholz kritisiert Schulz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40811#h03\">DGB warnt vor &bdquo;Koalition der Bremser&ldquo; in Berlin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40811#h04\">Schwarz-Blaues Versuchslabor in Ober&ouml;sterreich: Unten sparen, oben f&ouml;rdern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40811#h05\">Und jetzt wollt ihr wirklich reden?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40811#h06\">Wie gro&szlig;e Konzerne sich legal um Millionen-Steuerlast dr&uuml;cken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40811#h07\">Unerw&uuml;nschte Kritik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40811#h08\">&raquo;Politische Streiks&laquo; f&uuml;r eine bessere Pflege<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40811#h09\">B-52: Alarmbereitschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40811#h10\">NSA Document Says Saudi Prince Directly Ordered Coordinated Attack By Syrian Rebels On Damascus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40811#h11\">EU f&uuml;hrt Vorratsdatenspeicherung f&uuml;r Fingerabdr&uuml;cke und Gesichter von Reisenden aus Drittstaaten ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40811#h12\">Schufa-Auskunft: Zu wenig Transparenz f&uuml;r Verbraucher?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40811#h13\">Stille Post beim BKA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40811#h14\">Fl&uuml;chtlinge auf Lesbos: &ldquo;Willkommen in der H&ouml;lle&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40811#h15\">Unschuldig und doch verurteilt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40811#h16\">Warum die Republikaner Donald Trump schweigend gew&auml;hren lassen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40811#h17\">Das Solms-Trilemma: Wie sich die Neuregelung des &sect; 1 Abs. 2 GO-BT am eigenen Schopfe aus dem Sumpf zog<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40811#h18\">Das Letzte: Mit diesen Aktienpaketen k&ouml;nnte &ldquo;Jamaika&rdquo; Milliarden machen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Oskar Lafontaine im Interview: &ldquo;Schr&ouml;der geht mir aus dem Weg&rdquo;<\/strong><br>\nt-online.de: Herr Lafontaine, im neuen Bundestag befinden sich SPD und Linkspartei seit langer Zeit wieder gemeinsam in der Opposition. Ist das eine historische Chance f&uuml;r eine Ann&auml;herung, um in vier Jahren vielleicht ein rot-rot-gr&uuml;nes B&uuml;ndnis zu schmieden?<br>\nOskar Lafontaine: Die SPD macht seit zwei Jahrzehnten Politik gegen die Arbeitnehmer und Rentner. Ihre Wahlergebnisse werden immer schlechter, die Mitgliederzahlen immer geringer. Die W&auml;hlerinnen und W&auml;hler wenden sich von ihr ab.<br>\nSie haben die Frage nicht beantwortet.<br>\nAnders als 2005 und 2013 gibt es keine rot-rot-gr&uuml;ne Mehrheit im Bundestag mehr. Zweimal haben wir der SPD eine gemeinsame Regierung angeboten, in der sie den Bundeskanzler gestellt h&auml;tte, aber sie hat abgelehnt. Dass die SPD heute bei 20,5 Prozent liegt und wir bei 9,2 Prozent, ist ein v&ouml;llig unbefriedigender Zustand. Selbst zusammen sind die beiden Parteien nicht mehr in der Lage, die deutsche Politik wirklich zu ver&auml;ndern. Die SPD muss nach dem Beispiel der englischen Labour-Party Jeremy Corbyns wieder zu einer sozialdemokratischen Partei werden. Einer Wiederann&auml;herung steht dann nichts mehr im Wege.<br>\nWas verlangen Sie konkret von der SPD?<br>\nSie muss erkennen, dass die Agenda 2010 ein schwerer Fehler war. Wir wollen eine deutliche Verbesserung der Arbeitslosenversicherung und der gesetzlichen Rente. Zudem bestehen wir auf einer friedlichen Au&szlig;enpolitik.<br>\nDa d&uuml;rfte eine Ann&auml;herung angesichts der extrem Nato-kritischen Haltung in Ihrer Partei schwierig werden.<br>\nNein, denn wir vertreten seit langem eine klassische SPD-Position: Wir wollen ein neues Sicherheitssystem unter Einschluss Russlands, das auch Willy Brandt und Egon Bahr bef&uuml;rwortet haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/deutschland\/bundestagswahl\/id_82580130\/oskar-lafontaine-die-spd-ist-fuer-sozialabbau-wir-sind-dagegen-.html\">t-online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Scholz kritisiert Schulz<\/strong><br>\nScholz gilt vielen Beobachtern als potenzieller Gegenspieler des angeschlagenen Parteichefs. W&auml;hrend dieser zuletzt &ldquo;Mut zur Kapitalismuskritik&rdquo; gefordert hatte, pl&auml;diert Scholz f&uuml;r einen pragmatischen Kurs, der wirtschaftliches Wachstum und soziale Gerechtigkeit verbinden solle. Auch in Zeiten von Digitalisierung und Globalisierung werde eine florierende Wirtschaft &ldquo;eine zentrale Voraussetzung sein, um eine fortschrittliche Agenda zu verfolgen&rdquo;, schreibt Scholz laut &ldquo;S&uuml;ddeutscher Zeitung&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/spd-olaf-scholz-fordert-von-partei-ende-der-ausfluechte-a-1174940.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.K.:<\/strong> Die Hamburger Filterblase muss durch eine ganz sch&ouml;n dicke Membran gesch&uuml;tzt sein. Anders l&auml;sst sich wohl kaum erkl&auml;ren, dass Scholz sich dazu bem&uuml;&szlig;igt f&uuml;hlt, den Hartz-4-Advokaten Schulz f&uuml;r seinen auf soziale Gerechtigkeit (!) fokussierten Wahlkampf zu kritisieren. Was f&uuml;r ein Schauspiel.<\/em><br>\n<em>Nochmal zur Wiederholung: Die SPD setzt in ihrem Wahlkampf durchweg auf inhaltslose Phrasen, anstatt auf einen echten Kurs der sozialen Gerechtigkeit, der Wahltag bringt folgerichtig eine krachende Niederlage mit sich, der Hauptverursacher wird dennoch daf&uuml;r gefeiert wie ein junger Popstar und jetzt findet Scholz, dass die SPD sich wieder verst&auml;rkt auf Schwerpunktthemen wie &bdquo;Digitalisierung&ldquo; konzentrieren m&uuml;sse. Aber von Scholz darf man in dieser Hinsicht nat&uuml;rlich auch nicht zu viel erwarten, die Scheiben seiner Filterblase waren ja auch bei den G20 Protesten so derma&szlig;en getr&uuml;bt, dass die Berichte der Polizeigewalt nicht bis zu ihm vordringen konnten.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.L.:<\/strong> Neues von der &ldquo;Seeheimer Partei Deutschland&rdquo; (SPD). Dass die Partei-Rechten ihre Chance wittern die SPD jetzt vollst&auml;ndig zu majorisieren, war zu erwarten. Und der missratene Gerhard-Schr&ouml;der-Klon Olaf Scholz schickt sich an, die Macht zu &uuml;bernehmen.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Die neue SPD-Spitze steht leider nicht f&uuml;r eine glaubhafte Erneuerung. <\/strong><br>\nDabei geht es mir nicht um einzelne Personen, sondern um die Art und Weise der Postenvergabe und das Gesamtbild: es m&uuml;ssen solche K&ouml;pfe an die Spitze, die den Kurs der letzten Jahre kritisiert haben!<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/171027-hdt2-01.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/171027-hdt2-01-small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/marco.buelow\/photos\/a.794019717281445.1073741830.793947750621975\/1929397637076975\/?type=3&amp;theater\">Marco B&uuml;low via Facebook<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>DGB warnt vor &bdquo;Koalition der Bremser&ldquo; in Berlin<\/strong><br>\nHerr K&ouml;rzell, die angehenden Partner der Jamaika-Koalition wollen die Steuerlast von B&uuml;rgern und Unternehmen mindern. Gute Nachrichten aus Berlin? Werden die Arbeitnehmer jetzt endlich entlastet?<br>\nDas sehen wir im Moment noch nicht. Im Gegenteil: Es droht eine gro&szlig;e Entt&auml;uschung, weil der Zug in die falsche Richtung fahren k&ouml;nnte. Wenn zum Beispiel gesagt wird, dass der Solidarit&auml;tszuschlag abgeschafft werden soll, dann bedeutet das nur eine geringe Entlastung f&uuml;r Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Vor allem die Spitzenverdiener in unserem Land w&uuml;rden davon besonders stark profitieren. Eine solch unfaire Steuerpolitik lehnen wir entschieden ab.<br>\nWir kann man es denn besser machen?<br>\nWir fordern einen Freibetrag von 11.000 Euro pro Person, bei einer Familie sind das dann schon 22.000 Euro. Zudem wollen wir die Steuerkurve abflachen bis hin zu einem Jahreseinkommen von 76.000 Euro. Das w&auml;re dann tats&auml;chlich eine Abflachung des so genannten Mittelstandsbauchs. Die gro&szlig;en Profiteure w&auml;ren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Spitzenverdiener m&uuml;ssen dagegen nach unserer Auffassung etwas mehr zahlen, weil wir Geld brauchen f&uuml;r Investitionen, f&uuml;r Bildung, f&uuml;r Personal im &ouml;ffentlichen Dienst und f&uuml;r Polizei.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.noz.de\/deutschland-welt\/politik\/artikel\/970697\/dgb-warnt-vor-koalition-der-bremser-in-berlin\">Ems-Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Schwarz-Blaues Versuchslabor in Ober&ouml;sterreich: Unten sparen, oben f&ouml;rdern<\/strong><br>\nDie schwarz-blaue Landesregierung in Ober&ouml;sterreich hat 150 Millionen Euro K&uuml;rzungen im Budget 2018 angek&uuml;ndigt. Das bedeutet Einschnitte bei L&ouml;hnen und neue Belastungen f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung &ndash;  trotz starken Wirtschaftswachstums und guter Prognosen. Dabei hat Ober&ouml;sterreich schon jetzt gro&szlig;e Probleme: Es fehlt an PolizistInnen, f&uuml;r Jugendliche ist die Ausbildung teurer geworden, die Mieten galoppieren davon und nun wollen &Ouml;VP und FP&Ouml; sogar bei der Kinderbetreuung k&uuml;rzen. Wir haben zusammengefasst, wie es um Ober&ouml;sterreich nach zwei Jahren Schwarz-Blau bestellt ist und womit wir noch rechnen m&uuml;ssen.<br>\nGenau eine Woche nach der Nationalratswahl hat die schwarz-blaue Landesregierung in Ober&ouml;sterreich einen Budgetplan pr&auml;sentiert, der Einschnitte f&uuml;r Familien, H&auml;uslbauer sowie das Pflege- und Gesundheitspersonal vorsieht. &Ouml;VP-Obmann Kurz hat Landeshauptmann Stelzer bereits &ldquo;volle Unterst&uuml;tzung&rdquo; zugesichert. Aber was bringt der 10-Prozent-Kahlschlag in allen Ressorts? Wen treffen die kommenden K&uuml;rzungen besonders? Und wo ist der schwarz-blaue Kurs schon heute nachteilig f&uuml;r das Land Ober&ouml;sterreich?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/schwarz-blaue-kuerzungen-in-ooe\/\">Kontrast.at<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers D.S.:<\/strong> Das ist der Vorgeschmack auf die n&auml;chsten 5 Jahre in &Ouml;sterreich.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Und jetzt wollt ihr wirklich reden?<\/strong><br>\nNachdem (fast) alle kritischen Stimmen aus Universit&auml;tsalltag und Beratungsinstituten verschwunden sind, fordern Mainstream-&Ouml;konomen mehr Einmischung. Ich nehme das Angebot hiermit an.<br>\nDie Entwicklung in der deutschen Wirtschaftswissenschaft wie auch die Tatsache, dass man keine inhaltliche Auseinandersetzung sucht, legt den Verdacht nahe, dass sich die Institute f&uuml;r eine ernsthafte Debatte einen feuchten Kehricht interessieren. Die F&auml;lle Bofinger und Ehnts sind daf&uuml;r eindrucksvolle Indizien.<br>\nPassend dazu: Vor knapp 3 Wochen fiel mir die neueste Ausgabe des in Deutschland wohl am h&auml;ufigsten benutzen Makro&ouml;konomik-Lehrbuches von Blanchard und Illing in die H&auml;nde. Und auf den ersten Blick scheint es so, als h&auml;tte man auf die Kritik der vergangenen Jahre reagiert. In der neuen Auflage setzt die Zentralbank den Zinssatz und das Geldangebot wird endogen durch die Nachfrage bestimmt.<br>\nDer erste Schein tr&uuml;gt aber wie so oft. Wenn es darum geht, zu erkl&auml;ren, was bei steigender Geldnachfrage passiert (wie z.B. aufgrund des Zusammenbruchs des Interbankenmarktes im August 2007), springt das Buch zwischen Zins- und Geldemengensteuerung hin- und her und vermag nicht, den Interbankenmarkt verst&auml;ndlich darzustellen. Wer sich vorher mit der Materie nicht auskannte, den wird diese Beschreibung nur zus&auml;tzlich verwirren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2017\/10\/und-jetzt-wollt-ihr-wirklich-reden\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wie gro&szlig;e Konzerne sich legal um Millionen-Steuerlast dr&uuml;cken<\/strong><br>\nNat&uuml;rlich geht es auch in Europa um die gro&szlig;en Namen. Kein Wunder also, dass sich die Debatte &uuml;ber Steuertrickser auf die US-Konzerne aus dem Silicon Valley konzentriert. Apple, Google und Amazon sind im Visier der EU-Kommission und wurden teils zu hohen Strafen verurteilt. Doch auch mitten in der Europ&auml;ischen Union gibt es Unternehmen, die Steuergesetze zu ihren Gunsten nutzen und ihre Abgabenlast Richtung Null dr&uuml;cken. Die Gr&uuml;nen im Europaparlament deckten bereits die umstrittenen Praktiken der spanischen Modekette Zara und von BASF in Deutschland auf. Nun haben sie sich ein Unternehmen vorgenommen, das zwar gro&szlig;, aber nicht ganz so bekannt ist: Veolia. Nach Berechnungen der Gr&uuml;nen hat der franz&ouml;sische Konzern Steuergesetze so geschickt genutzt, dass er allein in den vergangenen f&uuml;nf Jahren mehr als eine halbe Milliarde Euro an Steuern gespart haben soll.<br>\nIn Deutschland ist Veolia besonders in Berlin bekannt. Ende der 1990er-Jahre hatte die damalige Landesregierung die Wasserbetriebe der Hauptstadt teilprivatisiert und an Veolia und RWE verkauft, um die hoch defizit&auml;re Landeskasse zu entlasten. Nach starkem Protest der B&uuml;rger kaufte Berlin vor vier Jahren die Veolia-Anteile zur&uuml;ck. Der Konzern mit Sitz in Paris besch&auml;ftigt weltweit 174 000 Mitarbeiter und macht fast 25 Milliarden Euro Umsatz pro Jahr. Das Unternehmen betreibt Trinkwasser- und Kl&auml;ranlagen, k&uuml;mmert sich um die Abfallentsorgung und versorgt kommunale Energienetze.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/steuern-wie-grosse-konzerne-sich-legal-um-millionen-steuerlast-druecken-1.3725420\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Unerw&uuml;nschte Kritik<\/strong><br>\nSozialverb&auml;nde warten derzeit gespannt auf ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG). Dieses hatte angek&uuml;ndigt, noch in diesem Jahr &uuml;ber die Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit der rigiden Sanktionspraxis der Jobcenter gegen&uuml;ber Hartz-IV-Beziehenden zu entscheiden. Mehr als ein Dutzend Stellungnahmen hatten sich die Karlsruher Richter dazu im Vorfeld eingeholt.<br>\nUngew&ouml;hnlich kritisch zeigte sich hierbei erstmals auch der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB). Erwerbslosen die Existenzgrundlage wegen &ndash; aus Sicht der Jobcenter &ndash; unerw&uuml;nschter Verhaltensweisen zu k&uuml;rzen, die &raquo;nicht einmal als Ordnungswidrigkeit zu klassifizieren sind&laquo;, versto&szlig;e eklatant gegen die Menschenw&uuml;rde, hei&szlig;t es in der Stellungnahme des DGB. Doch Teile des Vorstandes des Gewerkschaftsbundes sehen das offenbar v&ouml;llig anders. Jedenfalls wollen sie das Papier aus der Rechtsabteilung ihres eigenen Hauses nicht ver&ouml;ffentlicht sehen. Deshalb bat man den Sozialhilfeverein Tacheles im September, die Stellungnahme von seiner Internetseite zu nehmen.<br>\n&raquo;Das finden wir nicht so ganz nachvollziehbar&laquo;, sagte Harald Thom&eacute; vom Tacheles-Vorstand am Donnerstag im Gespr&auml;ch mit junge Welt. Schlie&szlig;lich habe sein Verein alle anderen Stellungnahmen zum Thema Hartz-IV-Sanktionen auch publiziert. &raquo;Wir fanden, das geh&ouml;rt in die &Ouml;ffentlichkeit&laquo;, so Thom&eacute;. Beschwert habe sich dar&uuml;ber nur der DGB-Vorstand. In diesem Gremium sei es Konsens, dass Dokumente dieser Art &raquo;grunds&auml;tzlich nicht vor der jeweiligen Gerichtsentscheidung ver&ouml;ffentlicht werden&laquo;, erkl&auml;rte DGB-Sprecherin Marion Knappe gestern auf jW-Nachfrage. Darum habe man das Papier auch nicht auf der Webseite des Vereins sehen wollen. Dort hei&szlig;t es jetzt nur kurz und b&uuml;ndig: &raquo;Auf Wunsch des DGB von der Seite genommen.&laquo; (&hellip;)<br>\nNun ist die Stellungnahme des DGB, die jW vorliegt, eine der kritischsten. So erinnern die Verfasser etwa an ein Karlsruher Urteil aus dem Jahr 1977, wonach nicht einmal Schwerverbrechern existenzielle Grundrechte verwehrt werden d&uuml;rfen, wie es nun bei Hartz IV der Fall sei. Die Autoren kritisieren den Ausbau des Niedriglohnsektors als Zweck der &raquo;Agenda 2010&laquo; und prangern die &ouml;ffentliche Diffamierung Erwerbsloser als &raquo;passiv&laquo; an, die einer Aktivierung bed&uuml;rften. &raquo;Das gesellschaftliche Problem der Arbeitslosigkeit wird so individualisiert und den Betroffenen allein aufgeb&uuml;rdet&laquo;, so die DGB-Juristen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/320871.unerw%C3%BCnschte-kritik.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Fr&uuml;here und viel mehr Stellungnahme wie die der DGB-Juristen w&auml;ren &ndash; und sind &ndash; w&uuml;nschenswert. Kann es sein, dass die Spitze des DGB bzw. einflu&szlig;reicher Einzelgewerkschaften bis heute nicht die Mitwirkung an der &ldquo;Hartz&rdquo;-Gesetzgebung aufgearbeitet hat?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&raquo;Politische Streiks&laquo; f&uuml;r eine bessere Pflege<\/strong><br>\nAlexander Jorde, der es im Bundestagswahlkampf zu einem der profiliertesten Pflegekritiker gebracht hat, fordert zu politischen Streiks an Krankenh&auml;usern auf. Damit solle Druck f&uuml;r bessere Arbeitsbedingungen gemacht werden, schrieb er in einem Gastbeitrag f&uuml;r epd sozial, einer Fachpublikation des Evangelischen Pressedienstes (epd). &raquo;Tretet endlich in Gewerkschaften und Kammern ein und lasst uns gemeinsam dieses Land wachr&uuml;tteln&laquo;, rief der 21-j&auml;hrige Pflegesch&uuml;ler aus Hildesheim seine Kollegen auf. Er beklagte eine fehlende Lobby f&uuml;r die Pflege.<br>\nUm den Pflegenotstand zu beseitigen, seien ein starker Berufsverband und eine starke gewerkschaftliche Vertretung erforderlich, betonte Jorde, der im September in der ARD-Sendung &raquo;Wahlarena&laquo; mit kritischen Fragen an Kanzlerin Angela Merkel (CDU) f&uuml;r Aufsehen gesorgt hatte. &raquo;Da m&uuml;ssen wir uns selbst mal in den Allerwertesten treten, jammern hilft nicht&laquo;, appelliert er an die Pflegekr&auml;fte in Deutschland. Der Nachwuchspfleger erhofft sich von &raquo;politischen Streiks an allen Krankenh&auml;usern&laquo; Wirkung: &raquo;Wie schnell da auf einmal Mittel f&uuml;r die Pflege bereitstehen w&uuml;rden!&laquo;<br>\nDer &raquo;katastrophale Pflegenotstand&laquo; lasse sich mit Zahlen belegen: Im Schnitt versorge eine Pflegefachkraft in deutschen Krankenh&auml;usern 13 Patienten. In einer Nachtschicht versorgten zwei Drittel der Pflegefachkr&auml;fte eine ganze Station alleine und betreuen dabei durchschnittlich 26 Patienten. Noch dramatischer sei die Situation in Altenheimen. Dort seien es nach offiziellen Zahlen im Schnitt pro Nacht 52 Patienten, die von einer Fachkraft betreut werden. &raquo;Diese Zust&auml;nde erm&ouml;glichen keine menschenw&uuml;rdige Versorgung&laquo;, erkl&auml;rte Jorde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1068299.pflegenotstand-politische-streiks-fuer-eine-bessere-pflege.html\">neues deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>B-52: Alarmbereitschaft<\/strong><br>\nTelepolis berichtet, die USA planten ihre Atombomber wieder in st&auml;ndige Alarmbereitschaft zu versetzen: &bdquo;Jetzt scheint auch ein weiteres Element des Kalten Kriegs wiederzukehren. Nach einem Bericht von Defense One bereitet sich das Pentagon darauf vor, mit Atomwaffen best&uuml;ckte Bomber wieder jederzeit, also Tag und Nacht, einsatzf&auml;hig zu halten. 1991 hat man diese Einsatzbereitschaft f&uuml;r Bomber, die startbereit mit Atomwaffen auf Milit&auml;rflugpl&auml;tzen standen, beendet.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2017\/10\/27\/b-52-alarmbereitschaft\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<p><strong>dazu: N&auml;her am Atomkrieg<\/strong><br>\nUS-Luftwaffe strebt R&uuml;ckkehr zur 24-Stunden-Bereitschaft ihrer Nuklearbomber an. St&uuml;tzpunkte sollen daf&uuml;r modernisiert werden<br>\nDie US-Luftwaffe bereitet sich darauf vor, wieder rund um die Uhr mehrere Langstreckenflugzeuge mit Atombomben einsatzbereit zu haben. Das berichtete die Internetseite Defense One am Sonntag. Wenn das stimmt, w&uuml;rde es die R&uuml;ckkehr zu einer Situation bedeuten, die 1991 beendet worden war. Als Begr&uuml;ndungen wurden damals das &raquo;Ende des Kalten Krieges&laquo; zugleich mit den hohen Kosten der st&auml;ndigen Bereitschaft genannt. Au&szlig;erhalb der USA fand die aktuelle Meldung erstaunlich geringe Beachtung, wenn man von den besorgt reagierenden russischen Medien absieht. Eine Sprecherin der U.S. Air Force dementierte und relativierte am Montag, ohne &uuml;berzeugen zu k&ouml;nnen.<br>\nIm Zentrum der Aufmerksamkeit steht der 16,2 Quadratkilometer gro&szlig;e Luftwaffenst&uuml;tzpunkt Barksdale in Louisiana. Barksdale ist der gr&ouml;&szlig;ere von nur noch zwei Basen der Luftwaffe, auf denen &raquo;strategische&laquo; Bomber des Typs &raquo;B-52&laquo; stationiert sind. Solche Maschinen wurden schon 1955 in Dienst gestellt, aber seither immer wieder technisch neu ausgestattet. Es blieb dem &uuml;berdurchschnittlich ignoranten Pr&auml;sidenten Donald Trump vorbehalten, die &raquo;B-52&laquo; als &raquo;Schrott&laquo; zu bezeichnen, um die Streitkr&auml;fte insgesamt als veraltet und desolat darzustellen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/320877.n%C3%A4her-am-atomkrieg.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>NSA Document Says Saudi Prince Directly Ordered Coordinated Attack By Syrian Rebels On Damascus<\/strong><br>\nA loosely knit collection of Syrian rebel fighters set up positions on March 18, 2013, and fired several barrages of rockets at targets in the heart of Damascus, Bashar al-Assad&rsquo;s capital. The attack was a brazen show of force by rebels under the banner of the Free Syrian Army, targeting the presidential palace, Damascus International Airport, and a government security compound. It sent a chilling message to the regime about its increasingly shaky hold on the country, two years after an uprising against its rule began.<br>\nBehind the attacks, the influence of a foreign power loomed. According to a top-secret National Security Agency document provided by whistleblower Edward Snowden, the March 2013 rocket attacks were directly ordered by a member of the Saudi royal family, Prince Salman bin Sultan, to help mark the second anniversary of the Syrian revolution. Salman had provided 120 tons of explosives and other weaponry to opposition forces, giving them instructions to &ldquo;light up Damascus&rdquo; and &ldquo;flatten&rdquo; the airport, the document, produced by U.S. government surveillance on Syrian opposition factions, shows.<br>\nThe Saudis were long bent on unseating Assad. Salman was one of the key Saudi officials responsible for prosecuting the war in Syria, serving as a high-ranking intelligence official before being promoted to deputy minister of defense later in 2013.<br>\nThe NSA document provides a glimpse into how the war had evolved from its early stages of popular uprisings and repression. By the time of the March 2013 attack, arguably the most salient dynamic in the conflict was the foreign powers on both sides fueling what appeared to be a bloody, entrenched stalemate. The document points to how deeply these foreign powers would become involved in parts of the armed uprising, even choosing specific operations for their local allies to carry out.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/theintercept.com\/2017\/10\/24\/syria-rebels-nsa-saudi-prince-assad\/\">The Intercept<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>EU f&uuml;hrt Vorratsdatenspeicherung f&uuml;r Fingerabdr&uuml;cke und Gesichter von Reisenden aus Drittstaaten ein<\/strong><br>\nDas Europaparlament hat heute ein Entry-Exit-System (EES) beschlossen, das anlasslos und verdachtsunabh&auml;ngig bei jeder Ein- und Ausreise die Passdaten, Fingerabdr&uuml;cke und Gesichts-Scans aller Drittstaatsangeh&ouml;rigen erfasst, die regul&auml;r in die Europ&auml;ische Union reisen. Die Daten sollen bis zu vier Jahre gespeichert und den Polizeien und Sicherheitsbeh&ouml;rden zug&auml;nglich gemacht werden. Die heute abgestimmte finale Einigung zwischen Europ&auml;ischem Parlament und Rat wird vor allem Touristen und Gesch&auml;ftsleute betreffen.<br>\nSchon heute wird die Einreise aller Personen erfasst, die in den Schengen-Raum kommen. Die dort erfassten Daten werden mit dem Schengen-Informationssystem abgeglichen. Der gr&uuml;ne Europaabgeordnete Jan Philipp Albrecht h&auml;lt die Einf&uuml;hrung des neuen Systems deshalb f&uuml;r ein sinnloses Horten von Daten. Gegen&uuml;ber tagesschau.de erkl&auml;rt er:\n<blockquote><p>\nF&uuml;r mich ist v&ouml;llig klar: Das jetzige Ein- und Ausreise-System wird &uuml;ber kurz oder lang wieder vor dem EuGH landen und dann mit denselben Argumenten f&uuml;r rechtswidrig erkl&auml;rt wie zuvor schon die Vorratsdatenspeicherung-Richtlinie oder das Fluggastdaten-Abkommen mit Kanada.\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Laut einer rechtswissenschaftlichen Studie (PDF) im Auftrag der Gr&uuml;nen im Europaparlament gibt es an einigen Punkten des EES erhebliche Zweifel an der Rechtm&auml;&szlig;igkeit. Die Studie st&uuml;tzt sich auf ein Gutachten des Europ&auml;ischen Gerichtshofs zum Fluggastdaten-Abkommen zwischen der EU und Kanada.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2017\/eu-fuehrt-vorratsdatenspeicherung-fuer-fingerabdruecke-und-gesichter-von-reisenden-aus-drittstaaten-ein\/\">Netzpolitik.org<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Schufa-Auskunft: Zu wenig Transparenz f&uuml;r Verbraucher?<\/strong><br>\nSelten war es so g&uuml;nstig, sich einen gr&ouml;&szlig;eren Wunsch zu erf&uuml;llen &ndash; niedrige Zinsen sei Dank. Doch vor dem Kredit steht die Schufa: Die Auskunftsdatei gibt Banken und Unternehmen Informationen &uuml;ber die Kreditw&uuml;rdigkeit von Kunden. Wie arbeitet sie &ndash; und k&ouml;nnen Verbraucher etwas tun, um ihre Bonit&auml;tsnote zu beeinflussen?<br>\nUm die Bonit&auml;t der Kunden zu ermitteln, nutzen die Auskunfteien ein statistisch-mathematisches Berechnungsverfahren. Dabei flie&szlig;en verschiedene Daten in die Berechnung ein: Name, Vorname, Geburtsdatum, Anschrift bilden die Basis. Hinzu kommen- wenn der Kunde dem zustimmt &ndash; Informationen von Banken und Unternehmen, die f&uuml;r die Kreditvergabe relevant sind. Aus diesen Daten wird dann ein sogenannter &ldquo;Score&rdquo; gebildet &ndash; er dr&uuml;ckt in einem einfachen Zahlenwert aus, wie kreditw&uuml;rdig der Kunde ist. Wie sie den bildet, das aber erkl&auml;rt die gr&ouml;&szlig;te Auskunftei in Deutschland, die Schufa nicht. Das diene dem Schutz gegen Missbrauch und Manipulation, erkl&auml;rt Ingo Koch, Sprecher der Schufa:\n<blockquote><p>\n&ldquo;Es k&ouml;nnte jemand versucht sein, seine Bonit&auml;t besser darzustellen, als sie ist. Das w&auml;re dann aber zum Schaden von Unternehmen und letztendlich auch aller redlichen B&uuml;rger und Kreditnehmer. Denn der Zahlungsausfall w&uuml;rde gr&ouml;&szlig;er werden, und das w&uuml;rden wir letztendlich alle &uuml;ber die Preise mitbezahlen.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Nur die Datenschutzbeh&ouml;rden kennen die Berechnungsmethoder der Schufa, die Daten &uuml;ber 67 Millionen B&uuml;rger gesammelt hat. &Uuml;ber 90 Prozent von denen seien aber nur positive Merkmale gespeichert, hei&szlig;t es bei der Schufa. Doch deren mangelnde Transparenz beklagen Verbrauchersch&uuml;tzer. Ein wenig Einblick k&ouml;nne man sich jedoch verschaffen, sagt Birgit Vorberg von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/schufa-auskunft-zu-wenig-transparenz-fuer-verbraucher.735.de.html?dram:article_id=399234\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Stille Post beim BKA<\/strong><br>\nMit einer rechtswidrig verbreiteten Namensliste angeblicher Straft&auml;ter treffen Bundeskriminal- und Bundespresseamt Entscheidungen auf Basis fehlerhafter Informationen. Anschlie&szlig;end verschwinden Beweismittel. Keine Einzelf&auml;lle, sondern systematisches Versagen.<br>\nAlfred Denzinger hatte bei den Beh&ouml;rden schriftlich widersprochen, dass diese Eintr&auml;ge und Informationen &uuml;ber ihn l&ouml;schen, ehe eine gerichtliche Aufarbeitung erfolgt ist. Das Bundespresseamt hatte dem Fotojournalisten und Chefredakteur der &ldquo;Beobachter News&rdquo; beim G20-Gipfel in Hamburg die bereits erteilte Akkreditierung entzogen und ihn als Sicherheitsrisiko eingestuft, obwohl Denzinger nie wegen einer Straftat verurteilt wurde. Dagegen geht der Betroffene gerichtlich vor (Kontext berichtete). Doch vier Wochen nachdem sein Rechtsanwalt Wolfgang Kreider, der Denzinger bei seiner Klage gegen die Bundesregierung vertritt, ein Auskunftsersuchen an deutsche Sicherheitsbeh&ouml;rden gestellt hatte, erhalten er und sein Mandant eine Antwort vom Bundeskriminalamt. Und siehe da: &uuml;ber Denzinger gespeicherte Daten wurden gel&ouml;scht, lesen die beiden staunend in dem Schreiben, das der Kontext-Redaktion vorliegt. &ldquo;Geht&rsquo;s noch?&rdquo;, fragt Denzinger. &ldquo;Die glauben wohl, sie st&uuml;nden &uuml;ber dem Gesetz.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/343\/stille-post-beim-bka-4677.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlinge auf Lesbos: &ldquo;Willkommen in der H&ouml;lle&rdquo;<\/strong><br>\nin Hochsicherheitstrakt &ndash; so sieht das Fl&uuml;chtlingslager &ldquo;Moria&rdquo; auf der griechischen Insel Lesbos aus. Drinnen gibt es unbeheizte Zelte und verschmutzte Toiletten. Doch wer hier nicht rein kommt, hat noch nicht einmal das.<br>\nHohe Mauern, tonnenweise schwerer Stacheldraht, ein Wachturm mit viel Polizei und Security &ndash; &ldquo;Moria&rdquo; sieht im Oktober 2017 noch genauso aus wie im April 2016, als der Papst es besucht und anschlie&szlig;end mit einem Konzentrationslager verglichen hatte.<br>\nEs sind wieder deutlich mehr neue Migranten angekommen: Etwa 5000 Neuank&ouml;mmlinge registrierte das UNHCR allein im September &ndash; im Oktober waren es bisher knapp 4000 neue Fl&uuml;chtlinge, die mit Booten von der T&uuml;rkei &uuml;ber die kurze &Auml;g&auml;is-Route kamen. Die meisten davon nach Lesbos.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/reportage-lesbos-103.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Unschuldig und doch verurteilt<\/strong><br>\nJ&ouml;rg Kachelmann k&auml;mpft gegen die L&uuml;ge, die seine Ex-Freundin, Richter, Staatsanw&auml;lte und Medien verbreiteten. Doch kaum jemand interessiert sich noch f&uuml;r die Wahrheit.<br>\nNeulich im Radio ist es wieder passiert. In einer Talksendung von Bayern 2 zum Thema #MeToo ging es um die Frage, warum so wenige Frauen sexuellen Missbrauch zur Anzeige bringen. Ein Anrufer wurde zugeschaltet, offenbar ein ehemaliger Richter. &ldquo;Es liegt an der F&uuml;hrung der Strafprozesse in Deutschland&rdquo;, sagte der Mann, das beste Beispiel sei der Fall Kachelmann. &ldquo;Herr Kachelmann konnte sich &ndash; wie jeder Straft&auml;ter &ndash; im Prozess gen&uuml;sslich zur&uuml;cklehnen, besch&uuml;tzt von seinen Anw&auml;lten.&rdquo; Das vermeintliche Opfer hingegen sei den &ldquo;unm&ouml;glichsten Fragen des Gerichts ausgesetzt&rdquo; gewesen.<br>\nDer Moderator widersprach ihm nicht. Er sagte nicht, dass der Fall Kachelmann nicht f&uuml;r diesen Vergleich taugt, dass J&ouml;rg Kachelmann kein Straft&auml;ter ist. Dass er im Mai 2011 von einem Landgericht freigesprochen wurde. Dass ein Zivilprozess im vergangenen Herbst ganz eindeutig ergab: Claudia D. hatte sich die Verletzungen selbst zugef&uuml;gt und Kachelmann mit krimineller Energie verleumdet.<br>\nAuf Nachfrage bedauert der Moderator, nicht unmittelbar auf den Freispruch hingewiesen zu haben, der ihm nat&uuml;rlich bekannt gewesen sei. Und so ist das Radiogespr&auml;ch ein weiteres Beispiel daf&uuml;r, wie schwer der Weg ist, den Kachelmann gerade geht. Der Weg, der nur ein Ziel hat: seinen Ruf wiederherzustellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2017-10\/joerg-kachelmann-unschuldig-freispruch-reputation\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Warum die Republikaner Donald Trump schweigend gew&auml;hren lassen<\/strong><br>\nUnter den republikanischen Politikern im US-Senat und -Kongress sind zahlreiche kluge und gebildete Leute. Haben Sie sich eigentlich auch schon gefragt, warum die dem Herumholzen von Trump an Werten, Rechten und Gesetzen so tatenlos zusehen?! Der redaktionelle Beirat der New York Times hat darauf eine plausible Antwort gegeben [1]: Die Republikaner lassen Trump gew&auml;hren und erhalten im Austausch daf&uuml;r die politischen Entscheidungen, die sie immer schon haben wollten. Hier eine &Uuml;bertragung dieses bemerkenswerten Kommentars ins Deutsche &hellip;<br>\nBei seiner Rede zum Amtsantritt hatte Trump versprochen, die Macht &bdquo;von Washington&ldquo; zu &uuml;bertragen und sie dem amerikanischen Volk zur&uuml;ckzugeben. Stattdessen &uuml;bertragen er und seine Kumpane die Macht an die Wall Street, an Produzenten fossiler Brennstoffe, an die chemische Industrie und andere Interessenvertreter und sch&uuml;ren Kampagnen gegen Schutzrechte f&uuml;r Verbraucher und Arbeitnehmer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/cives.de\/warum-die-republikaner-donald-trump-schweigend-gewaehren-lassen-6537\">Cives<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Das Solms-Trilemma: Wie sich die Neuregelung des &sect; 1 Abs. 2 GO-BT am eigenen Schopfe aus dem Sumpf zog<\/strong><br>\nAls Hermann Otto Solms, der Alterspr&auml;sident des 19. Deutschen Bundestags, die konstituierende Sitzung am vergangenen Dienstag um 11 Uhr mit einer Ansprache er&ouml;ffnete, die ein lateinisches Zitat enthielt, bliesen einige Kritiker sogleich in das anti-elit&auml;re Horn und bem&auml;ngelten die Verwendung bildungsb&uuml;rgerlichen Geheimsprechs in einer Rede, in der zugleich der Dialog mit den B&uuml;rgern &bdquo;auf Augenh&ouml;he&ldquo; angemahnt wurde. Die Kritiker d&uuml;rften nicht geahnt haben, dass der Auftritt des Hermann Otto Solms noch weitaus gr&ouml;&szlig;ere intellektuelle Zumutungen mit sich brachte, die mit der rechtlichen Qualifikation seiner Inthronisation als Alterspr&auml;sident zusammenh&auml;ngen und in rechtstheoretisch schwierige Fahrwasser f&uuml;hren. Wer hatte eigentlich entschieden, dass Solms, der an Dienstjahren (abgesehen von Wolfgang Sch&auml;uble, der in Erwartung seiner Wahl zum Bundestagspr&auml;sidenten verzichtet hatte), aber nicht an Lebensjahren &auml;lteste Abgeordnete der konstituierenden Sitzung bis zur &Uuml;bergabe des Staffelstabs an Sch&auml;uble um einige Minuten nach 13 Uhr vorsitzen durfte? Und auf welcher rechtlichen Grundlage? W&auml;re der bis 2013 praktizierten Tradition gefolgt worden, h&auml;tte mit dem Abgeordneten Wilhelm von Gottberg von der AfD das tats&auml;chlich &auml;lteste Mitglied die Sitzung er&ouml;ffnen und anf&auml;nglich leiten d&uuml;rfen.<br>\nBekanntlich hatte der Bundestag noch kurz vor der Sommerpause die betreffende Vorschrift des &sect; 1 Abs. 2 GO-BT dahingehend ge&auml;ndert, dass nunmehr nicht mehr das Lebensalter sondern das Dienstalter entscheidend sei. Die AfD hat dieses Vorgehen naturgem&auml;&szlig; bem&auml;ngelt und von einer &bdquo;lex AfD&ldquo; gesprochen, da seinerzeit schon abzusehen war, dass voraussichtlich die AfD den &auml;ltesten Abgeordneten stellen w&uuml;rde. Bemerkenswerterweise brachte die AfD-Fraktion am Dienstag gleich einen Gesch&auml;ftsordnungsantrag ein (BT-Drs. 19\/2), in welchem die Heranziehung des (neugefassten) &sect; 1 Abs. 2 GO-BT aus juristischen Gr&uuml;nden kritisiert wird: &bdquo;Die Regelung zur Bestimmung des Alterspr&auml;sidenten ist bereits selbst Bestandteil einer durch den Grundsatz der Diskontinuit&auml;t nicht mehr geltenden Gesch&auml;ftsordnung und erfolgt damit ohne rechtliche Grundlage.&ldquo; Hier haben die Antragsteller tats&auml;chlich einen Punkt (um diese sch&ouml;ne Lehn&uuml;bersetzung aus dem Englischen zu gebrauchen). Denn ge&auml;ndert wurde am 1. Juni 2017 (vgl. Plenarprotokoll 18\/237, S. 24169 ff.) die in der konstituierenden Sitzung des 18. Bundestags am 22. Oktober 2013 beschlossene Gesch&auml;ftsordnung, welche nun mit Zusammentritt des neuen Bundestags gem. Art. 39 Abs. 1 S. 2 GG infolge der Beendigung der 18. Wahlperiode seine Rechtswirkung verloren hat; also genau: am vergangenen Dienstag um 11 Uhr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/verfassungsblog.de\/das-solms-trilemma-wie-sich-die-neuregelung-des-%c2%a7-1-abs-2-go-bt-am-eigenen-schopfe-aus-dem-sumpf-zog\/\">Verfassungsblog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Das Letzte: Mit diesen Aktienpaketen k&ouml;nnte &ldquo;Jamaika&rdquo; Milliarden machen<\/strong><br>\nEntlastungen, F&ouml;rderungen, Subventionsabbau: Kaum sind die vermutlich k&uuml;nftigen Koalition&auml;re von CDU\/CSU, FDP und Gr&uuml;nen in Berlin erstmals zusammengetroffen, kursiert auch schon eine erste Liste mit finanziellen Wohltaten, die sie den W&auml;hlern machen wollen. Das Papier, das FDP-Chef Christian Lindner am Dienstag sogleich per Twitter publik machte, enth&auml;lt sieben &ldquo;steuerliche Entlastungsma&szlig;nahmen&rdquo; &ndash; vom Abbau des Solidarit&auml;tszuschlags bis hin zur F&ouml;rderung des Mietwohnungsbaus &ndash; und k&ouml;nnte der Ansatz zu einer &ldquo;finanzpolitische Trendwende&rdquo; sein, so der Liberale. [&hellip;]<br>\nEine m&ouml;gliche Geldquelle w&auml;re der Verkauf von Unternehmensbeteiligungen, die der Bund nach wie vor in betr&auml;chtlicher Anzahl h&auml;lt. Offiziell wird &uuml;ber solche Ver&auml;u&szlig;erungen in Berlin bislang zwar nicht verhandelt. Forderungen in diese Richtung gab es aber bereits im Wahlkampf von verschiedenen Seiten, allen voran von den Liberalen. Fest steht: Die Beteiligungsverk&auml;ufe br&auml;chten dem Bund zwar keine laufenden Einnahmen, sondern lediglich einmalige. Ein Blick in den &ldquo;Beteiligungsbericht des Bundes&rdquo; zeigt jedoch: Das Investmentportfolio ist durchaus ansehnlich und k&ouml;nnte der Regierung zumindest kurzfristig Milliardenspielr&auml;ume er&ouml;ffnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/politik\/artikel\/bundesbeteiligungen-mit-verkaeufen-koennte-jamaika-milliarden-machen-a-1174688.html\">Manager Magazin<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.L.:<\/strong> Es wird wieder alles verh&ouml;kert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-40811","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40811","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=40811"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40811\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":40814,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40811\/revisions\/40814"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=40811"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=40811"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=40811"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}