{"id":40821,"date":"2017-10-30T08:20:10","date_gmt":"2017-10-30T07:20:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40821"},"modified":"2017-10-30T09:12:23","modified_gmt":"2017-10-30T08:12:23","slug":"hinweise-des-tages-2990","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40821","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. Da der morgige Reformationstag zum 500. Jubil&auml;um der Reformation ein bundesweiter Feiertag ist und am Mittwoch Allerheiligen bei uns in Rheinland-Pfalz ebenfalls ein gesetzlicher Feiertag ist, werden die Hinweise des Tages <strong>erst wieder am Donnerstag<\/strong> erscheinen. Selbstverst&auml;ndlich bieten wir ihnen am Dienstag und am Mittwoch dennoch lesenswerte Artikel an und wir w&uuml;rden uns freuen, wenn Sie die feiert&auml;gliche Mu&szlig;e nutzen, um ein wenig im Archiv der NachDenkSeiten zu st&ouml;bern. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40821#h01\">Schulz oder Scholz?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40821#h02\">Rentenversicherung warnt vor M&uuml;tterrente<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40821#h03\">NYT&rsquo;s Assault on Press Freedom<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40821#h04\">Das US Empire hat Soldaten in 172 L&auml;ndern dieser Welt stationiert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40821#h05\">Giftgasangriff auf Khan Scheichun: Der OPCW-Bericht l&ouml;st die R&auml;tsel nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40821#h06\">Telekom-Chef warnt vor Verkauf der Staatsanteile<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40821#h07\">Das Krankenhaus &ndash; ein kommerzieller Wirtschaftsbetrieb?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40821#h08\">Tricksen bei den &Uuml;berstunden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40821#h09\">Deutschland hinkt seinem Klimaziel hinterher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40821#h10\">Bund soll St&auml;dte bei &Ouml;PNV, E-Mobilit&auml;t, Carsharing, Rad- und Fu&szlig;verkehr st&auml;rker unterst&uuml;tzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40821#h11\">Wie VW am deutschen Finanzamt vorbeif&auml;hrt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40821#h12\">Korrupter geworden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40821#h13\">Japans gef&auml;hrlicher Abschied vom Pazifismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40821#h14\">Bundesregierung kl&auml;rt &ldquo;L&uuml;gen&rdquo; f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge auf, die kaum jemand kennt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40821#h15\">Propaganda 4.0 &ndash; Die Erfolgsstrategie der AfD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40821#h16\">Was die CSU mit der SPD gemeinsam hat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40821#h17\">Das F&Ouml;G und die Fake News<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Schulz oder Scholz?<\/strong><br>\nSie sind aus gleichem Holz!<br>\nDer &uuml;berf&auml;llige Neuanfang der SPD wird in den letzten Tagen auf die Frage &bdquo;Schulz oder Scholz&ldquo; verk&uuml;rzt. Ohne den beiden Politikern zu nahe zu treten: Sie sind &ndash; wie die &uuml;brigen &bdquo;f&uuml;hrenden K&ouml;pfe&ldquo; der SPD &ndash; fest im neoliberalen Denken verankert und verantwortlich f&uuml;r den Niedergang der einst so stolzen Arbeiterpartei. Sie sind alle Bef&uuml;rworter des mit der Agenda 2010 verbundenen Sozialabbaus und einer Au&szlig;enpolitik mit Interventionskriegen, die mit der Friedenspolitik Willy Brandts nur noch wenig zu tun hat.<br>\nNirgendwo in Europa ist es einer sozialdemokratischen oder sozialistischen Partei gelungen, mit dem F&uuml;hrungspersonal, das f&uuml;r den Niedergang verantwortlich war, einen Neuanfang zu machen. Man stelle sich vor, die Parti Socialiste w&uuml;rde einen solchen mit Fran&ccedil;ois Hollande und Manuel Valls versuchen. Ob Podemos, Syriza oder La France insoumise, an der Spitze der Bewegung standen (Syriza) und stehen Politiker, die im Neoliberalismus das Grund&uuml;bel unserer Zeit sehen und die gegen die neoliberale Politik gek&auml;mpft haben und k&auml;mpfen. Auch Jeremy Corbyn verk&ouml;rpert glaubw&uuml;rdig den Neuanfang der Labour Party, weil er die Hinwendung Blairs und seiner Anh&auml;nger zum Neoliberalismus und ihren Verrat an den Traditionen der Arbeiterpartei immer bek&auml;mpft hat.<br>\nWenn die SPD so weiter macht, dann best&auml;tigt sie unfreiwillig ein neoliberales Credo bei einem ausbleibenden Unternehmenserfolg: Entweder es &auml;ndern sich die Zahlen, oder es &auml;ndern sich die Gesichter. Ob Schulz oder Scholz, wenn sich die Gesichter nicht &auml;ndern, werden sich die Zahlen, sprich die Wahlergebnisse, weiter verschlechtern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376.47953.188971457830996\/1582941005100694\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a>\n<p>passend dazu: <strong>Keine Ausfl&uuml;chte! Neue Zukunftsfragen beantworten! Klare Grunds&auml;tze!<\/strong><br>\nDie Sozialdemokratische Partei Deutschlands hat es nun viermal hintereinander nicht geschafft, die Bundestagswahl f&uuml;r sich zu entscheiden und ein Mandat zur Bildung einer neuen Bundesregierung zu erhalten. In den letzten drei nationalen Abstimmungen konnte sie nur noch deutlich weniger als drei&szlig;ig Prozent der W&auml;hlerinnen und W&auml;hler &uuml;berzeugen. Das war zuvor nur 1949 und 1953 der Fall. Bereits 1957 &uuml;berschritt die SPD die Drei&szlig;ig-Prozent-Marke, baute mit dem 1960 als Kanzlerkandidaten nominierten Willy Brandt ihre Ergebnisse bei den folgenden Wahlen aus und &uuml;berschritt 1969 die Vierzig-Prozent-Marke, sodass Brandt der erste sozialdemokratische Kanzler im Nachkriegsdeutschland wurde. Brandt und Schmidt erreichten danach immer Werte oberhalb der vierzig Prozent. Auch als Oppositionspartei in der Kohl-&Auml;ra gelangen noch Wahlergebnisse mit deutlich mehr als drei&szlig;ig Prozent der Stimmen. Schr&ouml;der wurde zweimal zum Kanzler gew&auml;hlt, als es der SPD nicht nur gelang, erneut die Vierzig-Prozent-Marke zu &uuml;berspringen, sondern zweimal hintereinander st&auml;rkste Fraktion im Bundestag zu werden. Letzteres war bei allen Wahlen seit 1947 zuvor nur einmal gelungen, bei der Wiederwahl Willy Brandts im Jahre 1972. (&hellip;)<br>\nEs geht um viel. &Uuml;berall in Europa haben die sozialdemokratischen und sozialistischen Parteien an Zustimmung eingeb&uuml;&szlig;t. Manche sind fast oder gar vollst&auml;ndig verschwunden. In Deutschland, vielleicht das Kernland der sozialdemokratischen Idee, ist es unsere Mission, die Zukunft der sozialen Demokratie neu zu beschreiben. Gerade die Sozialdemokratische Partei Deutschlands hat es vermocht, die Vorstellungen von einer solidarischen Gesellschaft und von lebensweltlicher Liberalit&auml;t in einem politischen Projekt zu vereinen. In manchen L&auml;ndern Europas kann man nur noch w&auml;hlen zwischen einer sozialstaatlichen Partei mit lebensweltlich antimodernen Vorstellungen und Ressentiments auf der einen Seite und einer streng wirtschaftsliberalen Partei mit modernen Vorstellungen zum Zusammenleben auf der anderen. Das ist ein Drama f&uuml;r die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger dieser L&auml;nder.<br>\nDie Erneuerung der SPD kann nur entlang klarer Grunds&auml;tze gelingen. Sie bedient niemals Ressentiments. Sie ist modern, besonders weil sie f&uuml;r die Gleichstellung von M&auml;nnern und Frauen steht. Sie ist modern, weil sie auch die Perspektive einer lebenswerten Umwelt verfolgt. Die SPD muss als weltoffene, europafreundliche, fortschrittliche, liberale und soziale Partei beweisen, dass mit einer mutigen und pragmatischen Politik eine bessere Zukunft auch in unseren sich schnell wandelnden Zeiten f&uuml;r alle B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger unseres Landes m&ouml;glich ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.olafscholz.hamburg\/main\/pages\/index\/p\/5\/3211\">Olaf Scholz<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Herr Scholz wird seinem Ruf als &bdquo;Scholzomat&ldquo; immer noch gerecht: Er meint wohl, mit einigen phrasen-artigen Thesen, verteilt &uuml;ber einige wenige Seiten, die SPD f&uuml;r die Zukunft fit machen zu k&ouml;nnen. Herr Scholz sieht sich wohl als Hoffnungstr&auml;ger der Partei. Er &uuml;bersieht dabei offenbar v&ouml;llig, dass er selbst mitverantwortlich ist. Auch Herr Scholz hat die SPD in die jetzige katastrophale Situation gebracht.<br>\nEin glaubw&uuml;rdiger Neuanfang sieht in der Tat anders aus. Kaum Hoffnung besteht, dass er mit Personen wie den Herren Scholz oder Schulz und der Frau Nahles gelingen wird. Glaubw&uuml;rdiger w&auml;ren Leute, die den derzeitigen Kurs der Partei &ndash; vor allem inhaltlichen &ndash; kritisiert haben und z.B. die Politik der Agenda 2010 und die Beteiligung an Kriegen bereits seit einigen Jahren als Fehler eingestanden haben. Es fehlt ist ein deutscher Jeremy Corbyn.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Rentenversicherung warnt vor M&uuml;tterrente<\/strong><br>\nDie CSU will mehr Rente f&uuml;r M&uuml;tter, die ihre Kinder vor 1992 bekommen haben. Die Rentenversicherung warnt jetzt vor Milliardenkosten.<br>\nDie Deutsche Rentenversicherung Bund hat die Jamaika-Unterh&auml;ndler davor gewarnt, die M&uuml;tterrente erneut ohne Steuermittel anzuheben. Sollten sich CDU, CSU, FDP und Gr&uuml;nen dazu entschlie&szlig;en, &bdquo;so w&auml;re ein Beitragssatzanstieg in der Legislaturperiode wahrscheinlich&ldquo;, sagte die Pr&auml;sidentin der Rentenversicherung Bund, Gundula Ro&szlig;bach, der Deutschen Presse-Agentur. Auch eine Aufstockung der Renten f&uuml;r Geringverdiener m&uuml;sse aus Steuermitteln finanziert werden, f&uuml;gte sie hinzu.<br>\nSeit 2014 wird rund 9,5 Millionen Frauen mit vor 1992 geborenen Kindern bei der Rente ein zus&auml;tzliches Jahr Erziehungszeit angerechnet. Die CSU will ein weiteres Jahr anerkennen. Dann w&auml;ren &auml;ltere M&uuml;tter vollst&auml;ndig mit Frauen gleichgestellt, die nach 1992 Kinder zur Welt gebracht haben. Die M&uuml;tterrente ist nach Ansicht der DRV-Bund eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und sollte deswegen aus Steuermitteln aufgebracht werden. Ein Rentenpunkt f&uuml;r diese Frauen kostet demnach zwischen sechs und sieben Milliarden Euro.<br>\nAm Montag wollen die Jamaika-Unterh&auml;ndler die Sondierungen fortsetzen und unter anderem &uuml;ber die Rentenpolitik beraten. Ro&szlig;bach forderte sie auf, den Beitragszahlern neue Grenzen bei Rentenniveau und -beitr&auml;gen f&uuml;r die Zeit nach 2030 aufzuzeigen. Die bis dahin festgeschriebenen Haltelinien sind 43 Prozent beim Rentenniveau und 22 Prozent vom Brutto bei den Beitr&auml;gen. Zur Zeit liegen die Beitr&auml;ge bei 18,7 Prozent. Das Rentenniveau zeigt das Verh&auml;ltnis der Standardrente eines Jahres zum Durchschnittsverdienst an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/drv-bund-warnt-vor-kosten-der-muetterrente-15268885.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Die Annahmen der Pr&auml;sidentin Der Rentenversicherung Bund sind einseitig. Eine Mutter, die 20 Jahren zwei Kinder erfolgreich erzogen hat und die heute sehr gute Zahler f&uuml;r die Rentenversicherung sind, erh&auml;lt f&uuml;r diese Leistung unter 100&euro; Rente pro Monat.<br>\nDiese Frauen m&uuml;ssen jenen gleichgestellt werden, die Kinder nach 1992 bekommen hatten &ndash; geschweige im Verh&auml;ltnis zu den Pensionsempf&auml;nger, die nichts eingezahlt hatten, aber im Durchschnitt 2400&euro; p.M. Pension erhalten. Z&auml;hlt die Leistung der M&uuml;tter wirklich so wenig? Ist die &bdquo;Leistung&ldquo; dieser Pension&auml;re gegen&uuml;ber den M&uuml;ttern wirklich ca. 20 mal so hoch gewesen?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>NYT&rsquo;s Assault on Press Freedom<\/strong><br>\nOnce upon a time the danger to a free press came from the right. But since Russia-gate, liberals have been busy playing catch-up. The latest example is a front-page article in Tuesday&rsquo;s New York Times. Entitled &ldquo;YouTube Gave Russian Outlet Portal Into U.S.,&rdquo; it offers the usual blah-blah-blah about Kremlin agents engaging in the political black arts. But it goes a step farther by attempting to discredit a perfectly legitimate news organization. (&hellip;) If, thanks to Russia-gate, the Times succeeds in scaring Americans into believing that the country is being hit with an epidemic of &ldquo;fake news&rdquo; even though no one knows what the term even means; if it can persuade readers that news is &ldquo;disinformation&rdquo; simply because it comes from a Russian outlet; (&hellip;) &ndash; if it can do all those things, then it can persuade them to turn their critical faculties off and believe whatever the U.S. intelligence agencies (and The New York Times) tell them to believe. The integration of the corporate media and the so-called &ldquo;intelligence community&rdquo; will thus be complete.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/consortiumnews.com\/2017\/10\/25\/nyts-assault-of-press-freedom\/\">Consortium News<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/2017\/10\/23\/technology\/youtube-russia-rt.html\">New York Times<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Im Artikel der New York Times ist die Rede davon, dass RTs Erfolge auf Youtube zeigen w&uuml;rden, wie schwierig es sei, &ldquo;ausl&auml;ndischen Einfluss zu begrenzen&rdquo;. Die Gleichsetzung einer kritischen Medienberichterstattung durch konkurrierende Sender mit &ldquo;ausl&auml;ndischem Einfluss&rdquo; folgt einer Kriegslogik (&ldquo;Feindsender&rdquo;), hat mit dem Leitbild einer offenen Gesellschaft jedenfalls nichts mehr zu tun.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Das US Empire hat Soldaten in 172 L&auml;ndern dieser Welt stationiert<\/strong><br>\nMilit&auml;rische Dominanz als letzter Pfeiler des Imperiums<br>\nDie USA haben in 172 von 194 L&auml;ndern dieser Welt 240.000 Soldaten stationiert &ndash; ein ausuferndes globales Netzwerk als permanente Drohgeb&auml;rde. Dieses dominante Milit&auml;r und die offenkundige Bereitschaft, es gegen jeden Widersacher einzusetzen, ist mittelfristig der letzte St&uuml;tzpfeiler, der das taumelnde US Empire tr&auml;gt.<br>\nAm 4. Oktober starben im westafrikanischen Niger vier US Special Forces bei K&auml;mpfen w&auml;hrend einer Routineaufkl&auml;rungsmission nahe der Grenze zu Mali. W&auml;hrend sich Hobbyseelsorger Donald Trump mit den einf&uuml;hlsamen Worten &bdquo;Er wusste, worauf er sich einlie&szlig;.&ldquo; per Telefon an die trauernde Witwe einer der vier Get&ouml;teten wandte, fragten sich vermutlich die meisten US-Amerikaner, wo Niger denn &uuml;berhaupt liegt &ndash; und wer, anders als der Autor, kein besserwisserischer Geographie-Nerd ist, der oder dem sei dies auch verziehen &ndash; doch vor allem aber wohl die Frage: &bdquo;Was zur H&ouml;lle machen wir im Niger?&ldquo; Die meisten US-Amerikaner waren vermutlich auch mehr als erstaunt zu erfahren, dass die USA ganze 800 Soldaten in der nigrischen W&uuml;ste stationiert haben. (&hellip;)<br>\nDer Aufruhr um die Toten vom Niger stie&szlig; eine Debatte um die globale US-Milit&auml;rpr&auml;senz an, die schnell erkennen lie&szlig;, dass die Hunderten von Truppen im Niger nur die Spitze des Eisbergs sind und gegen das globale Kontingent erblassen. Auf den Seiten des Pentagon findet sich eine viertelj&auml;hrlich aktualisierte Excel-Tabelle, die all das akribisch aufschl&uuml;sselt und Erstaunliches zutage bringt:<br>\nDie USA haben in mindestens 172 L&auml;ndern dieser Welt insgesamt 240.000 Soldaten stationiert. Zur Erinnerung: es gibt gerade einmal 194 L&auml;nder auf dem Globus (193 UN-Mitglieder plus Pal&auml;stina), in 89 Prozent dieser L&auml;nder ist also das US-Milit&auml;r stationiert. Wenn wir uns 2017 eine wichtige Zahl merken wollen, so ist es gewiss diese: 172 L&auml;nder.<br>\nAngef&uuml;hrt wird die Liste von Japan mit 39.980 Truppen verteilt auf stolze 84 US-Milit&auml;rbasen im Land. Zusammen mit den insgesamt mehr als 130.000 Truppen der US-Pazifikflotte bilden &bdquo;die Japaner&ldquo; demnach die Speerspitze des sich in den n&auml;chsten Jahr(zehnt)en androhenden Weltkriegs gegen China.<br>\nKnapp zweiter auf der Liste ist &ndash; ja, tats&auml;chlich: Deutschland mit 36.034 Truppen in insgesamt 38 US-Milit&auml;rbasen. Und das 72 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs und 27 Jahre nach der Wiedervereinigung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/das-us-empire-haelt-soldaten-in-172-laendern-dieser-welt\/\">JusticeNow!<\/a>\n<p>passend dazu:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/171030_01.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/171030_01_s.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Giftgasangriff auf Khan Scheichun: Der OPCW-Bericht l&ouml;st die R&auml;tsel nicht<\/strong><br>\nVerantwortlich gemacht wird Baschar al-Assad, aber relevante Widerspr&uuml;che bei den Flugeins&auml;tzen der syrischen Armee und Unstimmigkeiten bei Krankenhausmeldungen werden nicht aufgel&ouml;st. Es gab keinen Ortsbesuch der Ermittler<br>\nDer Chemiewaffen-Angriff auf den syrischen Ort Khan Scheichun (mitunter auch &ldquo;Chan Scheichun&rdquo; geschrieben) am 4. April dieses Jahres sorgte f&uuml;r gro&szlig;en internationalen Wirbel, gepr&auml;gt von gro&szlig;er Emp&ouml;rung. Ausgel&ouml;st wurde sie durch Videos und anderes Bildmaterial von zivilen Opfern, darunter herzzerrei&szlig;endende Bilder von Kindern, die als Dokumente eines heimt&uuml;ckischen Angriffs wahrgenommen wurden und &uuml;ber soziale Netze und Medien-Berichte verbreitet, eine gro&szlig;e &Ouml;ffentlichkeit entsetzten.<br>\nDer Schuldige stand von Anfang an fest<br>\nSehr rasch stand der Schuldige f&uuml;r den Gro&szlig;teil der Berichterstattung in US-amerikanischen, franz&ouml;sischen, britischen, deutschen Medien und die der Golfstaaten, die in der arabischen Welt eine gro&szlig;e Reichweite haben, fest: die syrische Armee, womit die Verantwortlichkeit beim syrischen Staatspr&auml;sidenten Baschar al-Assad lag. Politiker im Westen sahen das genauso (siehe: Vorw&uuml;rfe der USA und der EU).<br>\nEs gab Abweichungen vom weit gestreuten Konsens der Vorverurteilung, die eine Ver&ouml;ffentlichung des Wei&szlig;en Hauses, irref&uuml;hrend als Geheimdienstexpertise etikettiert, und einige Zeit sp&auml;ter eine Stellungnahme der franz&ouml;sischen Regierung, bekr&auml;ftigten. An dieser Stelle wurden kritische Einw&auml;nde und Anmerkungen dazu ver&ouml;ffentlicht (siehe dazu: Giftgas-Angruff in Chan Scheichun: Die Fakten des Wei&szlig;en Hauses sind keine und: Das franz&ouml;sische Gutachten kl&auml;rt wenig).<br>\nDas politische Gewicht, das dem &ldquo;Schuldspruch&rdquo; gegen die syrische Regierung und Armee beigemessen wurde, wurde der internationalen &Ouml;ffentlichkeit von US-Pr&auml;sident Trump mit einem Tomahawk-Angriff auf den syrischen Milit&auml;rflughafen al-Schairat vor Augen gef&uuml;hrt (siehe: Ein wenig pr&auml;ziser US-Pr&auml;zisionsschlag gegen syrischen St&uuml;tzpunkt).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Giftgasangriff-auf-Khan-Scheichun-Der-OPCW-Bericht-loest-die-Raetsel-nicht-3875667.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Telekom-Chef warnt vor Verkauf der Staatsanteile<\/strong><br>\nDer Telekom-Chef f&uuml;rchtet, an direktem Einfluss bei der Bundesregierung zu verlieren und beschw&ouml;rt die Gefahren eines Staatsausstiegs. Auch die Infrastruktursicherheit sei in Frage gestellt.<br>\nDer Chef der Deutschen Telekom, Timotheus H&ouml;ttges, ist gegen einen Verkauf der Staatsanteile des Konzerns. Diese Entscheidung m&uuml;sse allein der Eigent&uuml;mer treffen, sagte H&ouml;ttges im Gespr&auml;ch mit der Welt am Sonntag. Wer den Ausstieg des Bundes fordere, &ldquo;sollte sich aber fragen, wer daf&uuml;r eventuell einsteigt. Welches Interesse hat er an Infrastruktursicherheit? Will er in Deutschland investieren und wenn ja wo und vor allem wie viel?&rdquo; Die Frage w&auml;re au&szlig;erdem, &ldquo;was der Bund dann mit all dem Geld t&auml;te, das er durch einen Verkauf einnimmt&rdquo;.<br>\nGr&uuml;ne, FDP und auch Teile der CDU wollen die Staatsanteile an der Telekom verkaufen. Die so erl&ouml;sten 10 Milliarden Euro sollen l&auml;ndlichen Regionen FTTH bringen. Auch FDP-Chef Christian Linder hatte vorgeschlagen, mit den Verkaufserl&ouml;sen den Glasfaserausbau zu f&ouml;rdern.<br>\nDer Bundesrepublik geh&ouml;ren noch 14,5 Prozent direkt und der staatlichen F&ouml;rderbank KfW weitere 17,4 Prozent an dem Unternehmen, das bisher fast ausschlie&szlig;lich auf Vectoringausbau setzt. Dies sind zusammen 31,9 Prozent. Die Telekom hat immer wieder verstanden, ihre Interessen bei der Bundesnetzagentur durchzusetzen, was durch die direkten Staatsanteile einfacher ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.golem.de\/news\/hoettges-telekom-chef-warnt-vor-verkauf-der-staatsanteile-1710-130869.html\">golem.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Es mag sein, dass Herr H&ouml;ttges um seinen Einfluss bei der Bundesregierung f&uuml;rchtet. Dennoch ist es zu begr&uuml;&szlig;en, wenn er sich gegen einen Verkauf der Staatsanteile wendet. W&uuml;nschenswert w&auml;re es au&szlig;erdem, wenn er und weitere Manager sich auch bei anderen Privatisierungsprojekten gegen einen Staatsausstieg wenden w&uuml;rde.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Das Krankenhaus &ndash; ein kommerzieller Wirtschaftsbetrieb?<\/strong><br>\nVortrag von Dr. Siegfried Bro&szlig;, Richter des Bundesverfassungsgerichts a.D. und Richter am Bundesgerichtshof a.D., gehalten bei dem 17. Bundeskongress des Bundesverbandes Deutscher Pathologen.<br>\nDie Gesundheit sei kein &bdquo;marktf&auml;higes Gut&ldquo;, das Gegenstand des allgemeinen Wirtschaftsverkehrs sein k&ouml;nne, hei&szlig;t es in dem Vortrag. Damit werde die unantastbare W&uuml;rde des Menschen verletzt sowie die fundamentale Norm des Grundgesetzes unterlaufen und in ihrem Sinn als Leitlinie f&uuml;r alles staatliche Handeln in ihr Gegenteil verkehrt. Dr. Bro&szlig; f&uuml;hrt weiter aus, dass der Betrieb eines Krankenhauses deshalb nicht kommerziell ausgestaltet werden d&uuml;rfe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.gerechte-gesundheit.de\/debatte\/positionen\/uebersicht\/detail\/position\/28.html\">Gerechte Gesundheit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Den kompletten Beitrag von Herrn Dr. Siegfried Bro&szlig; k&ouml;nnen Sie <a href=\"https:\/\/www.gerechte-gesundheit.de\/fileadmin\/user_upload\/sonstiges\/GG-POS-2017-Bross.pdf\">hier nachlesen<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Tricksen bei den &Uuml;berstunden<\/strong><br>\nKellnerInnen und TaxifahrerInnen erhalten oft keinen Mindestlohn. Im Fall einer Jamaika-Koalition k&ouml;nnten ihn Arbeitgeber noch leichter umgehen. [&hellip;]<br>\nDie Arbeitgeber st&ouml;hnen &uuml;ber die Dokumentationspflicht f&uuml;r Mindestl&ouml;hner. F&uuml;r die Gewerkschaften aber ist &bdquo;die Aufzeichnung von Arbeitszeiten der Dreh- und Angelpunkt&ldquo;, sagt Claudia Falk. Union und FDP wollen die Dokumentationspflicht f&uuml;r die Arbeitszeit einschr&auml;nken. &bdquo;Unser erkl&auml;rtes Ziel ist der Abbau unn&ouml;tiger B&uuml;rokratie gleich zu Beginn der neuen Wahlperiode&ldquo;, hei&szlig;t es im Wahlprogramm der Union. Die CDU-Mittelstandsvereinigung will Minijobber ganz von der Dokumentationspflicht ausnehmen.<br>\nDie Jamaika-Landesregierung in Schleswig-Holstein hat den Bundesrat im Oktober aufgefordert, den Mindestlohn f&uuml;r Teilzeitkr&auml;fte &bdquo;handhabbarer und praxisn&auml;her&ldquo; zu gestalten. Ihr entsprechender Gesetzesantrag sieht vor, dass die Arbeitszeit von besser verdienenden Teilzeitkr&auml;ften nicht mehr dokumentiert werden muss. &bdquo;Die Jamaika-Koalition in Kiel will den Mindestlohn aufweichen&ldquo;, bef&uuml;rchtet DGB-Chef Reiner Hoffmann.<br>\nDie Gewerkschaften warnen, dass ohne die Dokumentationspflicht die Hemmschwelle bei Arbeitgebern, unbezahlte &Uuml;berstunden anzuordnen, noch weiter sinkt. Der DGB bef&uuml;rchtet zudem mehr Verst&ouml;&szlig;e gegen die gesetzlichen H&ouml;chstarbeitszeiten. Falk: &bdquo;Die Pl&auml;ne von Union und FDP sind Gift.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Umgehung-des-Mindestlohns\/!5456861\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Deutschland hinkt seinem Klimaziel hinterher<\/strong><br>\nDeutschland droht sein selbstgestecktes Klimaziel zu verfehlen &ndash; und das dramatischer als gedacht. Offiziell strebt die Bundesregierung noch an, die klimasch&auml;dlichen Emissionen bis 2020 um 40 Prozent unter den Wert von 1990 zu dr&uuml;cken. Doch die L&uuml;cke zum Ziel ist nach internen Berechnungen des Bundesumweltministeriums weit gr&ouml;&szlig;er als angenommen: Ohne eine &ldquo;Nachsteuerung&rdquo; sei bis 2020 bestenfalls ein Minus von 32,5 Prozent zu erwarten; schlimmstenfalls w&uuml;rden die Emissionen nur um 31,7 Prozent sinken. &ldquo;Eine Zielverfehlung in einer solchen Gr&ouml;&szlig;enordnung w&auml;re f&uuml;r die Klimaschutzpolitik Deutschlands ein erheblicher R&uuml;ckschlag&rdquo;, hei&szlig;t es in dem Papier, das der S&uuml;ddeutschen Zeitung vorliegt. (&hellip;)<br>\nViele der Zahlen seien noch mit Unsicherheiten behaftet, r&auml;umt das Ministerium ein. &ldquo;Dennoch lassen sie zumindest die Gefahr einer deutlich gr&ouml;&szlig;eren Klimaschutzl&uuml;cke in 2020 plausibel erscheinen.&rdquo; Das wieder mache es umso anspruchsvoller, das Ziel f&uuml;r 2030 zu erreichen: minus 55 Prozent gegen&uuml;ber 1990. &ldquo;Zudem w&auml;re dies in Bezug auf das internationale Ansehen Deutschlands als Klimaschutzvorreiter verheerend&rdquo;, warnen die Beamten.<br>\nDamit w&auml;chst auch der Druck auf k&uuml;nftige Koalitionspartner. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte im Wahlkampf fest zugesagt, das Klimaziel noch zu erreichen. &ldquo;Wir werden Wege finden, wie wir bis 2020 unser 40-Prozent-Ziel einhalten&rdquo;, sagte sie einer Zuschauerin in einer der Wahlarenen. &ldquo;Das verspreche ich Ihnen.&rdquo; Faktisch w&uuml;rde dies bedeuten, dass Deutschland binnen drei Jahren noch einmal 90 Millionen Tonnen Kohlendioxid einsparen muss &ndash; so gro&szlig; ist die L&uuml;cke. &ldquo;Ohne einen Kohleausstieg wird das mit Blick auf 2020 nicht mehr zu holen sein&rdquo;, sagt Andreas Kuhlmann, Chef der Deutschen Energie-Agentur.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/klimawandel-deutschland-hinkt-seinem-klimaziel-hinterher-1.3702329\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p>Dazu: <strong>Warum die CDU beim Kohleausstieg bremst<\/strong><br>\nIn der Jamaika-Runde droht der n&auml;chste Zank. Die Gr&uuml;nen wollen schnell raus aus der Kohlekraft, CDU-Mann Armin Laschet h&auml;lt dagegen. Wie gut sind seine Argumente? (&hellip;)<br>\nNordrhein-Westfalens Ministerpr&auml;sident Armin Laschet, der Verhandlungsf&uuml;hrer der CDU f&uuml;r den Bereich Energie und Klima, hat dazu eine klare Meinung. &ldquo;Klimaschutz ist wichtig&rdquo;, beteuerte er schon vor dem Treffen gegen&uuml;ber der &ldquo;Rheinischen Post&rdquo;. Aber nur, wenn durch ihn der Industriestandort Deutschland und Tausende Arbeitspl&auml;tze nicht gef&auml;hrdet seien. In diesem Fall werde es keine Koalition geben.<br>\nLaschet geht damit auf Konfrontationskurs zu seinem m&ouml;glichen Koalitionspartner, den Gr&uuml;nen. Die n&auml;mlich wollen Deutschlands Klimaschutzziele mit einem recht radikalen Plan retten. Sie wollen die 20 schmutzigsten Kohlekraftwerke bis 2020 einfach abschalten &ndash; und so rund 90 Millionen CO2-Emissionen pro Jahr vermeiden. Die restlichen Kohlemeiler sollen bis 2030 vom Netz &ndash; so die Maximalforderung der Gr&uuml;nen.<br>\nLaschet kann das nicht gefallen. Erste Kandidaten f&uuml;r eine Stilllegung w&auml;ren die mehr als 40 Jahre alten Meiler Neurath A und Weisweiler G in NRW. Ohnehin gibt es in Laschets Bundesland besonders viele Braunkohlekraftwerke. Hinzu kommen der Braunkohletagebau im Rheinischen Revier und eine Reihe Unternehmen, die besonders viel Elektrizit&auml;t verbrauchen und daher auf niedrige Strompreise angewiesen sind. Und Braunkohlekraftwerke sind noch immer eine der g&uuml;nstigsten Formen der Energieerzeugung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/jamaika-streit-warum-die-cdu-den-kohleausstieg-blockiert-a-1174856.html\">Spiegel Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Bund soll St&auml;dte bei &Ouml;PNV, E-Mobilit&auml;t, Carsharing, Rad- und Fu&szlig;verkehr st&auml;rker unterst&uuml;tzen<\/strong><br>\nErwartungen und Forderungen des Deutschen St&auml;dtetages an den neuen Bundestag und die neue Bundesregierung (&hellip;)<br>\nEine neue Bundesregierung muss nach Auffassung des Deutschen St&auml;dtetages die Kommunen weiter st&auml;rken. Die St&auml;dte stehen als Partner bereit, um die Zukunftsf&auml;higkeit des Landes und den sozialen Zusammenhalt zu sichern, sie wollen dazu ihren Beitrag leisten. Die Demokratie hat ihre Wurzeln vor Ort, die Kommunen tragen mit ihren Leistungen f&uuml;r die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger zur Akzeptanz unseres Gemeinwesens und unserer demokratischen Strukturen bei.<br>\nDeshalb ist esgeboten, die Handlungsf&auml;higkeit der St&auml;dte zu verbessern. N&ouml;tig sind zum Beispiel mehr Investitionen in die Infrastruktur sowie eine weitere und dauerhafte Entlastung der Kommunen von Sozialausgaben. Das macht der Deutsche St&auml;dtetag in seinen Forderungen an den neuen Bundestag und eine neue Bundesregierung deutlich, die er am 27. Oktober 2017 in Berlin vorstellte.<br>\nDie Pr&auml;sidentin des Deutschen St&auml;dtetages, Oberb&uuml;rgermeisterin Dr. Eva Lohse aus Ludwigshafen, sagte unter anderem: &ldquo;Deutschland ist ein Land der St&auml;dte, die Mehrheit der Menschen lebt hier. Die St&auml;dte pr&auml;gen Gegenwart und Zukunft der Menschen. Das f&auml;ngt bei der st&auml;dtisch<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/nationaler-radverkehrsplan.de\/de\/aktuell\/nachrichten\/bund-soll-staedte-bei-oepnv-e-mobilitaet\">Fahrradportal<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Den vollst&auml;ndigen Forderungskatalog des Deutschen St&auml;dtetages k&ouml;nnen Sie <a href=\"http:\/\/staedtetag.de\/imperia\/md\/content\/dst\/veroeffentlichungen\/beitraege_stadtpolitik\/forderungen_an_bundesregierung_beitraege_stadtpol_110.pdf\">hier nachlesen<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Wie VW am deutschen Finanzamt vorbeif&auml;hrt<\/strong><br>\nVolkswagen hat im Steuerparadies Luxemburg ein verschachteltes, milliardenschweres Firmenimperium gebaut &ndash; mit gerade mal f&uuml;nf Vollzeitbesch&auml;ftigten. Die Absicht dahinter ist klar.<br>\nAls Hans Dieter P&ouml;tsch im Fr&uuml;hjahr 2013 nach den Steuersparmodellen einiger internationaler Konzerne gefragt wurde, schien aufrichtige Emp&ouml;rung aus seinen Worten zu sprechen. &ldquo;F&uuml;r Volkswagen sage ich klipp und klar, solche Spiele haben wir nie betrieben&rdquo;, erkl&auml;rte der VW-Manager.<br>\nVon der Dieselbetrugsaff&auml;re wusste die &Ouml;ffentlichkeit da noch nichts. Und so konnte P&ouml;tsch unwidersprochen dar&uuml;ber philosophieren, wie wichtig dem Autokonzern &ldquo;good citizenship&rdquo; sei. So nennt man es heute, wenn Konzerne sich an Recht und Gesetz halten, brav ihre Steuern zahlen und sich wom&ouml;glich auch noch gesellschaftlich engagieren.<br>\nKeine Steuerspielchen also. P&ouml;tsch musste es wissen, der heutige Aufsichtsratschef zeichnete seinerzeit als Finanzvorstand verantwortlich, unter anderem f&uuml;r die Steuerpolitik des Konzerns.<br>\nEine Kleinigkeit unterschlug P&ouml;tsch damals jedoch: VW unterhielt bereits seit 2012 eine Holding und eine Finanzierungsgesellschaft &ndash; in Luxemburg, bekannt f&uuml;r sein konzernfreundliches Steuerregime. Seitdem haben die Wolfsburger ein kaum zu durchschauendes Netz aus Kapitalverflechtungen und Finanzstr&ouml;men in dem Gro&szlig;herzogtum gewoben und alles in allem Beteiligungen im Wert von mehr als 17 Milliarden Euro dorthin verlagert.<br>\n2014 &ndash; P&ouml;tsch war immer noch Finanzvorstand &ndash; entschied VW, einen gro&szlig;en Teil seiner internationalen Beteiligungen in Luxemburg zu b&uuml;ndeln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/der-vw-konzern-nutzt-ein-fragwuerdiges-steuersparmodell-in-luxemburg-a-1175059.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Solche Praktiken wird der frisch wiedergew&auml;hlte Aufsichtsrat Stephan Weil ganz bestimmt abschaffen &hellip; oder doch nicht?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Korrupter geworden<\/strong><br>\nNach den Enth&uuml;llungen aus den &ldquo;Panama Papers&rdquo; mussten in Island mehrere Politiker ihre &Auml;mter niederlegen. Laut Transparency hat sich an der Korruption im Land aber kaum etwas ge&auml;ndert. Nach einer erneuten Regierungskrise w&auml;hlen die B&uuml;rger nun ein neues Parlament. (&hellip;)<br>\nAm 12. April 2016 hatte Baldur Hafstad genug. Mit Tausenden &auml;hnlich erbosten Isl&auml;ndern ging er in Reykjavik auf die Stra&szlig;e. Die &ldquo;Panama Papers&rdquo; hatten einen Sumpf aus Korruption und Steuertricksereien offengelegt und bewiesen, was lange vermutet worden war: Die Reichen der Insel hatten ihre Millionen zum gro&szlig;en Teil gut getarnt in ausl&auml;ndischen Steuerparadiesen zur ungest&ouml;rten Vermehrung geparkt. &ldquo;Schluss damit&rdquo;, forderten Baldur und die Demonstranten. (&hellip;)<br>\n&ldquo;Island ist 2016 korrupter geworden&rdquo;, lautet die &Uuml;berschrift eines Berichtes im alternativen Blatt &ldquo;Reykjavik Grapevine&rdquo;. Der Journalist Paul Fontaine hat ihn geschrieben und sich dabei auf Informationen der Nichtregierungsorganisation &ldquo;Transparency International&rdquo; berufen. Den Informationen zufolge ist die Insel zwar keine v&ouml;llige Katastrophe, aber doch der korrupteste aller n&ouml;rdlichen Staaten: &ouml;ffentliche Einrichtungen in Finanznot, Medien am G&auml;ngelband der Eigent&uuml;mer, schlecht koordinierte Regierungspolitik, stark geschwundenes Vertrauen in die Politik und dass sich absolut nichts ge&auml;ndert hat.<br>\nDie &ldquo;Panama Papers&rdquo; waren da wohl nur eine kurzfristige St&ouml;rung. Die Welt schaut l&auml;ngst wieder woanders hin, und alles geht so weiter wie fr&uuml;her? Ja schon, meint der Journalist Fontaine, aber Island habe sich doch ver&auml;ndert. Es gebe einen Hoffnungsschimmer. K&uuml;rzlich sei zum Beispiel eine neue Partei gegr&uuml;ndet worden, die Sozialisten. &ldquo;Ich wei&szlig; nicht, ob der Marxismus-Leninismus hier jemals Fu&szlig; fassen wird&rdquo;, sagt Fontaine. &ldquo;Aber Tausende Isl&auml;nder machen da mit, und das zeigt, dass sie offenbar begriffen haben, dass es andere Wirklichkeiten geben kann als die, in der wir gegenw&auml;rtig leben.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/island-panama-101.html\">tagesschau.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Japans gef&auml;hrlicher Abschied vom Pazifismus<\/strong><br>\nMinisterpr&auml;sident Shinzo Abe will nach seinem Wahlsieg die pazifistische Nachkriegsverfassung des Landes &auml;ndern. Das bedeute nicht, dass Japan eine milit&auml;rische Gro&szlig;macht werde. Aber die Pl&auml;ne h&auml;tten das Potenzial, die Spannungen in Ostasien auf gef&auml;hrliche Weise anzuheizen, kommentiert Japan-Korrespondent Martin Fritz.<br>\nMehr als 80 Prozent der Abgeordneten im japanischen Parlament, das am vergangenen Sonntag neu gew&auml;hlt wurde, bef&uuml;rworten die erste &Uuml;berarbeitung der japanischen Verfassung seit dem Krieg. Dabei geht es vor allem darum, die formalen Fesseln des japanischen Milit&auml;rs kr&auml;ftig zu lockern. Nach der aktuellen Interpretation der pazifistischen Verfassung darf die japanische Armee nur dann k&auml;mpfen und schie&szlig;en, wenn das eigene Territorium direkt angegriffen wird. Deshalb ist Japans Armee zum Beispiel die vorbeugende Zerst&ouml;rung einer Raketenbasis in Nordkorea nicht erlaubt. Solche Beschr&auml;nkungen will Premierminister Shinzo Abe aufheben. (&hellip;)<br>\nNun zur schlechten Nachricht: Bis zur erfolgreichen Revision der Verfassung wird sich der japanische Regierungschef als Hardliner gegen Nordkorea und China geb&auml;rden. Der nationalistische Premier braucht ein eindeutiges Bedrohungsszenario f&uuml;r Japan, damit die neue Verfassung auch die vorgeschriebene Volksabstimmung &uuml;bersteht. Eine Entspannung in der Nordkorea-Krise verringert die Bereitschaft vieler Japaner, sich vom Pazifismus zu verabschieden. Mit diesem Hintergedanken stellt sich Abe ganz hinter die harte Nordkorea-Linie von US-Pr&auml;sident Donald Trump, wonach &ldquo;alle Optionen&rdquo;, also auch die milit&auml;rische, auf dem Tisch liegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/verfassungsaenderung-japans-gefaehrlicher-abschied-vom.720.de.html?dram:article_id=399357\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Insbesondere vor dem Hintergrund wenig bis gar nicht aufgearbeiteter Kriegsverbrechen w&auml;hrend des Zweiten Weltkrieges ist das eine beunruhigende Entwicklung. Bei Japans Nachbarn &ndash; etwa in China und auf der koreanischen Halbinsel &ndash; d&uuml;rften die Sorgen gr&ouml;&szlig;er werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Bundesregierung kl&auml;rt &ldquo;L&uuml;gen&rdquo; f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge auf, die kaum jemand kennt<\/strong><br>\nHabt ihr schon geh&ouml;rt, dass die Bundesregierung nun &ldquo;aufkl&auml;ren&rdquo; will und Behauptungen, die Fl&uuml;chtlinge aus aller Welt angeblich &uuml;ber Deutschland h&ouml;ren, als L&uuml;gen entlarven m&ouml;chte? Menschen sollen zB &ldquo;Deutschland schenkt jedem Fl&uuml;chting ein Haus&rdquo; h&ouml;ren und deshalb nach fliehen. Nur: Woher stammen diese Behauptungen eigentlich? Wer bringt diese L&uuml;gen in die Welt und wo? Das Ausw&auml;rtiges Amt, das f&uuml;r die Gegenpropaganda verantwortlich ist, wei&szlig; es nicht. Man habe diese Ger&uuml;chte irgendwo geh&ouml;rt oder so. Auch die Antworten variieren. Manchmal hei&szlig;t es &ldquo;Unsinn!&rdquo; und manchmal &ldquo;V&ouml;lliger Unsinn!&rdquo; &ndash; was ist der Unterschied? Auch das wird nicht beantwortet.<br>\nHalten wir fest: Die Bundesregierung &ldquo;enttarnt&rdquo; L&uuml;gen an Fl&uuml;chtlinge, an die kein Fl&uuml;chtling glaubt und kaum einer je geh&ouml;rt hat&hellip; Absurd!<br>\nMehr dazu bei der StZ: Sieben L&uuml;gen, an die kein Fl&uuml;chtling glaubt http:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inh&hellip;<br>\nAusschnitt aus der BPK vom 27. Oktober 2017 &ndash; Komplett hier: (Link folgt)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=NnrgU03m41Q\">Tilo Jung via You Tube<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Propaganda 4.0 &ndash; Die Erfolgsstrategie der AfD<\/strong><br>\nSeit dem 24. September sitzt zum ersten Mal seit &uuml;ber 60 Jahren eine Partei im Deutschen Bundestag, die offen rassistische und rechtsextreme Positionen vertritt. Der erstaunliche Sieg der AfD ist in erster Linie ein Erfolg ihrer Medienstrategie. Ohne ihr hoch strategisches Vorgehen &ndash; und das Zusammenspiel mit der &bdquo;L&uuml;genpresse&ldquo; &ndash; ist ihr Triumph jedenfalls nicht zu verstehen. Faktisch hat die AfD eine neuartige Form der Propaganda in der deutschen Politik etabliert. Dazu haben aber auch massive Fehler der gro&szlig;en Medien ma&szlig;geblich beigetragen.<br>\nDas Verh&auml;ltnis der AfD zum Journalismus wirkt auf den ersten Blick schizophren, doch es folgt einem klaren Kalk&uuml;l: Die AfD verteufelt die unabh&auml;ngigen Medien als &bdquo;Systempresse&ldquo;, gleichzeitig braucht sie sie als B&uuml;hne f&uuml;r ihre Inszenierungen, Provokationen und Abgrenzungen zum politischen Feind. Die erste Stufe ihrer Strategie der &bdquo;Propaganda 4.0&ldquo;[1] ist die Delegitimierung der etablierten Medien. Der dadurch entstandene Bedarf nach wahrhaftigen Informationen wird in Stufe zwei durch den Aufbau von parteigebundenen Alternativmedien im Internet befriedigt. In den sozialen Bereichen dieser Kan&auml;le entsteht ein digitales Volk, die dritte Stufe der Propaganda 4.0. Der vierte und letzte Baustein ist die Aufmerksamkeitsmaximierung und Abgrenzung zum politischen Gegner in der medialen Arena.<br>\nF&uuml;r all das braucht die AfD die Massenmedien. Die Partei l&auml;dt daher Journalisten zu Hintergrundgespr&auml;chen ein, verschickt eifrig Pressemitteilungen und setzt sich allzu gerne in Talkshows &ouml;ffentlich-rechtlicher Sender, die sie eigentlich abschaffen will &ndash; mit dem Ziel, die Deutungshoheit &uuml;ber die mediale Berichterstattung zu erobern. Kontrolle ist ein leitendes Motiv f&uuml;r die AfD bei ihrem Umgang mit den Medien. Es gibt Medienformate, bei denen sie mehr Kontrolle hat (zum Beispiel Talkshows) und solche, bei denen sie weniger Kontrolle hat (etwa Berichte &uuml;ber Parteiveranstaltungen). Ihre Antwort auf ein geringes Ma&szlig; an Kontrolle ist die Restriktion der Arbeit von Journalisten, sprich die Einschr&auml;nkung der Pressefreiheit. So verwehrt sie bei Parteitagen oder anderen Veranstaltungen Journalisten die Akkreditierung, wirft sie aus dem Saal oder ma&szlig;regelt sie von der B&uuml;hne aus. Nur kontrollierbare, das hei&szlig;t unkritische Medien sind bei der AfD willkommene Medien. Wenn jemand kritisch &uuml;ber die AfD schreibt, spielt es auch keine Rolle, ob dieser eher politisch links oder rechts tickt.[2] Welche politischen Mittel aus einer solchen Haltung in letzter Konsequenz folgen, offenbarte ein Mitglied eines AfD-Kreisvorstandes aus Sachsen-Anhalt: &bdquo;Mit der Macht&uuml;bernahme muss ein Gremium alle Journalisten und Redakteure &uuml;berpr&uuml;fen und sieben. Chefs sofort entlassen, volksfeindliche Medien verbieten&ldquo;, schrieb der Mann in einer internen WhatsApp-Gruppe<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2017\/oktober\/propaganda-4.0-%E2%80%93-die-erfolgsstrategie-der-afd\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Ein interessanter Text, der sich auch mit den Medien und ihren Umgang mit dieser Partei kritisch auseinandersetzt. Ungenau bzw. unverst&auml;ndlich bleiben jedoch die Aussagen zum &bdquo;Populismus&ldquo;. Sind Populisten wirklich antidemokratische und antipluralistische Akteure<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Was die CSU mit der SPD gemeinsam hat<\/strong><br>\nCSU und SPD haben einiges gemeinsam. Beide Parteien haben die Bundestagswahl dr&ouml;hnend verloren. Seitdem hat die SPD ein CSU-Problem; und die CSU hat ein SPD-Problem. Beide Parteien hadern n&auml;mlich mit ihrem Vorsitzenden. Beide diskutieren wild, ob sie einen neuen brauchen. Und in beiden Parteien geht die Antwort hin zum Ja &hellip;, aber: Ja, schon; ja gewiss; ja, unbedingt &ndash; aber nicht jetzt gleich, eher sp&auml;ter.<br>\nIn beiden Parteien gibt es im Dezember einen Parteitag, auf dem der Vorstand neu gew&auml;hlt wird; in beiden Parteien fixiert sich alles auf diesen Termin; in beiden Parteien wird man sich nicht trauen, den derzeitigen Vorsitzenden abzuw&auml;hlen, wenn und weil der weitermachen will. Die Gr&uuml;nde f&uuml;r die Scheu sind verschieden: In der SPD wei&szlig; man, dass es die W&auml;hler als widerlich empf&auml;nden, wenn man Martin Schulz, der erst j&uuml;ngst mit hundert Prozent gew&auml;hlt wurde, schon wieder abservierte. Und in der CSU ist man sich nicht sicher, ob der Sturz des Chefs die Aussichten f&uuml;r die Landtagswahl 2018 schw&auml;cht oder st&auml;rkt; weil das so ist, steht es unentschieden &ndash; das hei&szlig;t: Es bleibt zun&auml;chst alles so wie es ist.<br>\nDie Lage ist f&uuml;r beide Parteien prek&auml;r; die CSU steht vor dem Verlust der absoluten Mehrheit im Lande, also vor dem Nimbusverlust. F&uuml;r die SPD ist die Lage noch prek&auml;rer: Sie hat nicht nur, wie die CSU, eine Wahl verloren, sondern eine ganze Reihen von Wahlen (ausgenommen Niedersachsen); sie f&auml;llt und f&auml;llt seit Jahren. Es geht f&uuml;r sie nicht mehr nur um den Nimbus, sondern um den Status, um die Existenz. Es geht f&uuml;r die SPD darum, ob sie beim n&auml;chsten Mal wieder auf 25 Prozent oder mehr klettert oder ob sie auf 15 Prozent f&auml;llt. Man hat nicht den Eindruck, dass sie den Ernst der Lage erkannt hat. Von diesem Ernst redet sie zwar, von inhaltlicher und personeller Erneuerung auch. Aber es bleibt beim Reden, ansonsten ist alles versch&auml;rft so wie immer; es gibt die &uuml;blichen Fl&uuml;geleien, Nabelschauen und Selbstdarstellungspirouetten. Die Protagonisten der Fl&uuml;gel, sei es Scholz, sei es Stegner oder sonst wer, sie alle sagen das, was sie schon immer f&uuml;r richtig gehalten haben. Erneuerung ist das gewiss nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/spd-ohne-tritt-und-ohne-traute-1.3726816\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.K.:<\/strong> Da bleibt der Wunsch der Vater des Gedankens. Wenn Heribert Prantl in diesem Beitrag die Person Martin Schulz richtig beschrieben hat, dann wird das auch mit den neuen Mitgliedern nichts. Weder qualitativ noch quantitativ. Im Unterschied zur Labour Party hat es n&auml;mlich keinen  grossen Mitglieder-RUN gegeben, sondern eine bescheidene Beitrittswelle im Rahmen eines ersten und einzigen Hypes. Danach kam nichts mehr und kommt auch nichts mehr. Also auch keine grosse Neumitgliederwelle. Warum auch? In der Labour Party gab es die Mitgliederzuw&auml;chse wegen der glaubw&uuml;rdigen programmatischen Neuausrichtung. In der SPD gab es eine kleine Beitrittswelle wegen kurzfristig wirkendem Marketing. Neurorientierung? Nicht mit diesem Personal, das komplett den Kompass verloren hat. Eine SPD die sich erneuern will, ohne ihre Verfehlungen in der sozio-&ouml;konomischen Betrachtung der Gesellschaft kritisch aufzuarbeiten, braucht kein Mensch.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Das F&Ouml;G und die Fake News<\/strong><br>\nDas Forschungs&shy;institut f&uuml;r &Ouml;f&shy;fent&shy;lich&shy;&shy;keit und Gesell&shy;schaft der Uni&shy;ver&shy;sit&auml;t Z&uuml;rich (F&Ouml;G) publi&shy;ziert all&shy;j&auml;hr&shy;lich das &raquo;Jahr&shy;buch Qualit&auml;t der Medien&laquo;. 2017 standen erstmals die ber&uuml;chtigten &raquo;alternativen Medien&laquo; im Fokus.<br>\nEs handle sich dabei um &raquo;pseudo&shy;journa&shy;listische Angebote&laquo;, die in der &raquo;freien Wildbahn&laquo; des Internets &raquo;dubiose Elaborate&laquo;, &raquo;abstru&shy;seste Behaup&shy;tungen&laquo; und &raquo;wilde Ver&shy;schw&ouml;&shy;rungs&shy;theorien&laquo; verbrei&shy;teten und mittels &raquo;Fake News&laquo; die &raquo;gesell&shy;schaft&shy;liche Desin&shy;for&shy;mation&laquo; f&ouml;rderten.<br>\nDie Fake News illustriert das F&Ouml;G an einem Beispiel: So habe das Trump-Team im US-Wahl&shy;kampf &raquo;afro&shy;ameri&shy;ka&shy;nischen W&auml;hlern via Facebook gef&auml;lschte Videos zugespielt, in denen Hillary Clinton schwarze M&auml;nner als Raub&shy;tiere bezeichnet.&laquo; Als Beleg wird ein Artikel der NZZ genannt &ndash; gem&auml;&szlig; F&Ouml;G immerhin die qualit&auml;ts&shy;vollste Zeitung der Schweiz &ndash; der dies Wort f&uuml;r Wort best&auml;tigt.<br>\nDie Sache hat nur einen Haken: Das fragliche Video gibt es tats&auml;chlich &ndash; und es ist echt. Clinton hat sich 2016 f&uuml;r die &raquo;ungl&uuml;ckliche Wortwahl&laquo; aus ihrer Zeit als First Lady entschuldigt.<br>\nDas F&Ouml;G-Beispiel f&uuml;r Fake News: Es ist selbst &raquo;Fake News&laquo;. Bezeichnend f&uuml;r das Qualit&auml;ts&shy;verst&auml;ndnis des Instituts, das die elegant formulierte Propaganda h&ouml;her bewertet als die schlichten Fakten. Und ebenso bezeichnend f&uuml;r die Misere der Schweizer Medien, denen 2017 &ndash; gem&auml;&szlig; F&Ouml;G &ndash; erstmals weniger als 50% der Bev&ouml;lkerung vertrauten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/swprs.org\/2017\/03\/01\/das-foeg-und-die-fake-news\/\">Swiss Propaganda Research<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. Da der morgige Reformationstag zum 500. 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