{"id":4084,"date":"2009-07-22T14:52:36","date_gmt":"2009-07-22T12:52:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4084"},"modified":"2014-01-27T11:32:32","modified_gmt":"2014-01-27T10:32:32","slug":"bei-so-genannten-wirtschaftsexperten-faellt-der-groschen-diw-fuer-wiedereinfuehrung-der-vermoegenssteuer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4084","title":{"rendered":"Bei so genannten Wirtschaftsexperten f\u00e4llt der Groschen \u2013 DIW f\u00fcr Wiedereinf\u00fchrung der Verm\u00f6genssteuer"},"content":{"rendered":"<p>SpiegelOnline verbreitet heute den Vorschlag des DIW, die Verm&ouml;gen st&auml;rker zu besteuern. (<a href=\"?p=4084#h01\">Siehe Anlage 1<\/a>). Dabei wird darauf verwiesen, mit dem konkreten Vorschlag w&uuml;rde die Belastung der Verm&ouml;gen auf das Durchschnittsniveau der anderen EU-Staaten und wichtigsten Industriel&auml;nder angehoben. <\/p><p>Wir freuen uns &uuml;ber diese Einsicht, wir w&uuml;rden uns noch mehr freuen, wenn erstens diese Vorschl&auml;ge von der Politik auch ernsthaft verfolgt und nach der Bundestagswahl umgesetzt w&uuml;rden, und wenn zweitens die Polemik gegen jene eingestellt w&uuml;rde, die nahezu die gleichen Forderungen bisher schon immer vertreten haben. Albrecht M&uuml;ller.<br>\n<!--more--><br>\nVom Pr&auml;sidenten des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW), Klaus Zimmermann kam in den vergangenen Wochen auch mehrfach die Forderung nach einer Erh&ouml;hung der Mehrwertsteuer auf 25 %. (Siehe zum Beispiel: <a href=\"?p=4026\">&ldquo;Mehrwertsteuererh&ouml;hung = Subvention des Exports zulasten des binnenmarktorientierten Gewerbes&rdquo;<\/a> ) Man kann schon deshalb nicht sicher sein, dass die Forderung nach Wiedereinf&uuml;hrung der Verm&ouml;genssteuer ernst gemeint ist. Es kann auch der Imagepr&auml;gung des DIW dienen sollen. <\/p><p>Es w&uuml;rde die Glaubw&uuml;rdigkeit des DIW und der Medien, die die Meldung &uuml;ber die neuen Vorschl&auml;ge des DIW verbreiten &ndash; wie zum Beispiel SpiegelOnline &ndash; erh&ouml;hen, wenn sie wenigstens beil&auml;ufig erw&auml;hnen w&uuml;rden, dass die gleichen Forderungen samt Begr&uuml;ndung von aktiven Politikern schon seit langem erhoben werden. SpiegelOnline, wo Lafontaine wie auch sonst g&auml;ngig wegen seiner programmatischen Vorstellungen des Populismus geziehen wurde, erw&auml;hnt seine einschl&auml;gigen Vorschl&auml;ge zur Wiedereinf&uuml;hrung der Verm&ouml;genssteuer und die Begr&uuml;ndungen jetzt nicht. Wir m&ouml;chten deshalb nachhelfen, das gebietet die Fairness:<\/p><p>Lafontaine im Sommerinterview des ZDF: <\/p><blockquote><p><em>Wir sind die einzigen, die sagen, wir wollen die Verm&ouml;genssteuer so haben wie in England, das sind 90 Milliarden mehr Einnahmen.<\/em><\/p><\/blockquote><p>Quelle: <a href=\"http:\/\/berlindirekt.zdf.de\/ZDFde\/inhalt\/7\/0,1872,7603783,00.html\">ZDF &ndash; Sommerinterview mit Oscar Lafontaine<\/a><\/p><p>Und:<\/p><blockquote><p><em>Wenn wir Verm&ouml;gen in Deutschland besteuern w&uuml;rden wie in Gro&szlig;britannien, h&auml;tten wir 90 Milliarden Euro mehr Einnahmen.<\/em><\/p><\/blockquote><p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.dw-world.de\/dw\/article\/0,,4401166,00.html\">dw-world.de<\/a><\/p><p>Wenn wir endlich dazu k&auml;men, die notwendige Finanzierung staatlicher Aufgaben offen und ohne Vorurteile zu diskutieren, dann w&auml;re das ein riesiger Fortschritt. Dazu geh&ouml;rt aber auch, dass von Seiten der so genannten Wissenschaft und der Medien die Polemik gegen jene Vorschl&auml;ge eingestellt wird, die den Interessen der Besserverdienenden und der neoliberal gepr&auml;gten Wirtschaftsvertreter und Politiker nicht entsprechen.<\/p><p>Darauf hinzuweisen, dass die Forderungen nach h&ouml;herer Besteuerung der Verm&ouml;gen und der hohen Einkommen jedenfalls in den NachDenkSeiten und von einigen wenigen Politikern und Wissenschaftlern bisher schon erhoben und begr&uuml;ndet wurden, ist offensichtlich riskant. Wir wurden gerade darauf hingewiesen, in unseren Beitr&auml;gen schwinge oft ein: &bdquo;Wir haben es immer schon gewusst&ldquo; mit. Wenn Sie das auch so empfinden , dann bitten wir Sie um eine Art Generalpardon daf&uuml;r, dass wir in dieser Zeit des t&auml;glichen Auftritts von Wendeh&auml;lsen, &uuml;ber die wir uns von Herzen freuen, gelegentlich auch darauf hinweisen, dass es gut gewesen w&auml;re, die Einsichten etwas fr&uuml;her zu haben.<\/p><p>In den NachDenkSeiten finden Sie sehr viele Beitr&auml;ge, die um die Entlastung der oberen Einkommen und Verm&ouml;gen und die Mehrbelastung der Mehrheit unseres Volkes kreisen. &Uuml;ber unsere Suchfunktion bin ich bei einigen unserer fr&uuml;hen Artikel gelandet &ndash; so zum Beispiel bei einem Beitrag von mir f&uuml;r die S&uuml;ddeutsche Zeitung vom 20. Juni 2004:<\/p><p><a href=\"?p=90\">Lohnt es sich, die SPD zu ruinieren?<\/a><br>\nVon Albrecht M&uuml;ller. S&uuml;ddeutsche Zeitung &ndash; Au&szlig;enansicht.<\/p><p>Wenn die SPD zur Einsicht gekommen w&auml;re, ihren Kurs zu korrigieren, h&auml;tte sie sich und uns manches ersparen k&ouml;nnen.<\/p><p>In einem der ersten Beitr&auml;ge in den NachDenkSeiten &uuml;berhaupt, vom 1. Dezember 2003, ist ein Text von 2001 zur Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft wiedergegeben. Auch in diesem Text geht es neben vielem anderen um die Folgen der Streichung der Verm&ouml;gensteuer f&uuml;r die Lastenverteilung.<\/p><p><a href=\"?p=28\">Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft<\/a><\/p><p>Mit diesem Hinweis auf &auml;ltere Texte wollte ich sie auch darauf aufmerksam machen, dass es sich lohnt, wenn man die Zeit dazu hat, gelegentlich in den NachDenkSeiten zu st&ouml;bern. Auch das ist nicht als Rechthaberei gemeint, sondern als Hinweis auf Informationsm&ouml;glichkeiten.<\/p><p><a name=\"h01\"><\/a><strong>Anlage 1:<\/strong><\/p><p>22. Juli 2009<br>\n<strong>LEERE STAATSKASSEN<\/strong><br>\n<strong>Wirtschaftsexperten fordern Reichensteuer<\/strong><br>\nDie Finanzlage des Staates ist dramatisch, der Schuldenberg wird in Deutschland bis Jahresende auf mehr als 1,7 Billionen Euro wachsen. Wirtschaftsforscher empfehlen nun eine st&auml;rkere Besteuerung von Verm&ouml;gen &ndash; damit w&uuml;rden j&auml;hrlich rund 25 Milliarden Euro mehr in die Kassen gesp&uuml;lt.<\/p><p>D&uuml;sseldorf\/Hamburg &ndash; Deutschland droht der Finanz-GAU: Ein klares Konzept zum Abbau des Schuldenbergs in Deutschland fordert der Pr&auml;sident des Bundesrechnungshofs, Dieter Engels. Denn nach Angaben der Bundesregierung werden die Belastungen bis zum Jahresende noch einmal um 125 Milliarden auf mehr als 1,7 Billionen Euro steigen. &ldquo;Es ist illusorisch zu glauben, dass die Schulden, die der Bund in der Krise zus&auml;tzlich aufnimmt, von alleine im n&auml;chsten Aufschwung abgebaut werden&rdquo;, warnt Engels im &ldquo;Handelsblatt&rdquo;.<\/p><p>Ein Vorschlag zur Minderung der Schulden kommt vom Deutschen Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung. Das DIW empfiehlt eine st&auml;rkere Besteuerung von Verm&ouml;gen. Die Finanzverwaltung k&ouml;nne dadurch j&auml;hrlich rund 25 Milliarden Euro mehr einnehmen, hei&szlig;t es einer Studie, aus der die &ldquo;Financial Times Deutschland&rdquo; zitiert.<\/p><p>Um dieses Mehraufkommen zu erreichen, m&uuml;sste die Regierung die Belastung von Verm&ouml;gen auf das Durchschnittsniveau der anderen EU-Staaten und der wichtigsten Industriel&auml;nder der Welt anheben. Das DIW spricht sich f&uuml;r eine deutliche Erh&ouml;hung der Grundsteuer und eine Wiederbelebung der Verm&ouml;gensteuer aus, die seit 1997 nicht mehr erhoben wird, weil sie in der alten Ausgestaltung verfassungswidrig war.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,druck-637461,00.html\">SpiegelOnline<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>SpiegelOnline verbreitet heute den Vorschlag des DIW, die Verm&ouml;gen st&auml;rker zu besteuern. (<a href=\"?p=4084#h01\">Siehe Anlage 1<\/a>). Dabei wird darauf verwiesen, mit dem konkreten Vorschlag w&uuml;rde die Belastung der Verm&ouml;gen auf das Durchschnittsniveau der anderen EU-Staaten und wichtigsten Industriel&auml;nder angehoben. <\/p>\n<p>Wir freuen uns &uuml;ber diese Einsicht, wir w&uuml;rden uns noch mehr freuen, wenn erstens diese Vorschl&auml;ge<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4084\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[1,135,137,132],"tags":[519,520],"class_list":["post-4084","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-das-kritische-tagebuch","category-finanzpolitik","category-steuern-und-abgaben","category-ungleichheit-armut-reichtum","tag-diw","tag-vermoegensteuer"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4084","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4084"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4084\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":20287,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4084\/revisions\/20287"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4084"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4084"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4084"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}