{"id":4085,"date":"2009-07-23T09:23:29","date_gmt":"2009-07-23T07:23:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4085"},"modified":"2009-07-23T09:23:30","modified_gmt":"2009-07-23T07:23:30","slug":"hinweise-des-tages-938","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4085","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(RS\/WL)<\/p><p>Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p><ol>\n<li><a href=\"?p=4085#h01\">EU-Staaten verschleiern Kosten der Bankenrettung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4085#h02\"> Investiert wird nur noch, um zu sparen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4085#h03\">USA wollen Derivathandel strenger kontrollieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4085#h04\">Aufsicht verschreckt Weizenspekulanten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4085#h05\">Reform der Finanzaufsicht: US-Regierung schont Ratingagenturen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4085#h06\">Krise, welche Krise? Business as usual<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4085#h07\">Reiche sollen Schulden abtragen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4085#h08\">Die Steuer-Positionen der Parteien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4085#h09\">Ulrike Herrmann: Mittelschicht finanziert Reiche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4085#h10\">Sozialstaatsgebot im Grundgesetz st&auml;rker konkretisieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4085#h11\">Bundessozialgericht: Sozialhilfe nach Stromkostenerstattung gek&uuml;rzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4085#h12\">Die Machtfrage im Call-Center<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4085#h13\">Wie Firmen &uuml;ber ihre Mitarbeiter schreiben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4085#h14\">Stimmen zur Rente mit 69 <\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4085#h15\">Honorarreform: Was wirklich auf die Fach&auml;rzte zukommt <\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4085#h16\">Bestechung von &Auml;rzten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4085#h17\">Deutsche Bank setzte &ldquo;weibliche Lockv&ouml;gel&rdquo; ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4085#h18\">Todesfalle B&ouml;rsengang<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4085#h19\">Gemischte Gef&uuml;hle bei den Ostdeutschen <\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4085#h20\">Merkel pl&auml;diert f&uuml;r Halt und Orientierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4085#h21\">Schleswig-Holstein: Neuwahlen um Staatsaff&auml;re zu vertuschen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4085#h22\">Die G8 und die Armutsbek&auml;mpfung &ndash; eine lange Liste ungel&ouml;ster Probleme<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4085#h23\">Israels Kolonien in Cisjordanien als Hypothek<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4085#h24\">Noam Chomsky: Warum die Mainstreammedien &ldquo;Mainstream&rdquo; sind<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4085#h25\">ARD k&uuml;rzt &bdquo;Die fetten Jahre sind vorbei&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4085&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>EU-Staaten verschleiern Kosten der Bankenrettung<\/strong><br>\nDas Statistikamt Eurostat hat nach&nbsp;Informationen die Schuldenregeln der EU aufgeweicht. Das geht aus internen&nbsp;Dokumenten hervor, die der ZEIT&nbsp;vorliegen. Demnach m&uuml;ssen die Mitgliedsstaaten nur noch eingeschr&auml;nkt die Kosten der Bankenrettung in der Schuldenstatistik ausweisen. Die Beh&ouml;rde setzt sich damit &uuml;ber anders lautende Empfehlungen von unabh&auml;ngigen Experten hinweg.\n<p>Hintergrund ist, dass viele L&auml;nder spezielle Zweckgesellschaften gegr&uuml;ndet haben, die den Geldinstituten Risiken abnehmen. Bislang wurden sie auch dann dem Staat zugerechnet, wenn sie formal privatwirtschaftlich organisiert sind &ndash; sofern der Staat die Risiken tr&auml;gt und die Gesch&auml;fte kontrolliert. Die Schulden der Rettungsvehikel erh&ouml;hen damit die Staatsschuld. Eurostat entschied, dass die Vehikel k&uuml;nftig nicht als Teil des Staates gelten, wenn sie f&uuml;r die Dauer der Finanzkrise eingerichtet wurden und mit geringen Verlusten zu rechnen ist. Sie m&uuml;ssen dann nicht in der Statistik ausgewiesen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/online\/2009\/30\/eu-kosten-bankenrettung\">Zeit Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Das sollten Sie im Auge behalten, wenn Sie k&uuml;nftig mit Zahlen konfrontiert werden, mit wie viel Geld Sie als Steuerzahler f&uuml;r die Bankenrettung in Anspruch genommen werden. W&auml;hrend die beitragsfianzierten Sozialkassen nat&uuml;rlich immer dem &bdquo;Staat&ldquo; zugerechnet werden (und damit als Objekt der Konsolidierung betrachtet werden), werden diese Schulden f&uuml;r den Bankenrettungsschirm sozusagen in &bdquo;Zweckgesellschaften&ldquo; ausgelagert, die in der Bilanz nicht mehr auftauchen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Investiert wird nur noch, um zu sparen<\/strong><br>\nDie deutsche Wirtschaft ist noch nicht in Panik. Bisher geht den Firmen nicht das Geld aus, weil sie keine Darlehen von den Banken erhalten. &ldquo;Eine wirkliche Kreditklemme genereller Art gibt es zurzeit nicht&rdquo;, sagt Hans Heinrich Driftmann, Pr&auml;sident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages. Trotzdem soll Anfang September ein Gipfel von Politik und Wirtschaft stattfinden, um sich dem Thema Kreditklemme zu widmen. F&uuml;r Furore sorgte die inzwischen dementierte Nachricht, Finanzminister Peer Steinbr&uuml;ck (SPD) wolle die Banken mit &ldquo;Zwangsma&szlig;nahmen&rdquo; zur Kreditvergabe zwingen. Dabei l&auml;sst sich eine Kreditklemme bisher nicht aus den amtlichen Daten herauslesen, wie etwa die j&uuml;ngsten Zahlen der Kreditanstalt f&uuml;r Wiederaufbau (KfW) belegen. Die Bank verwaltet das Kreditprogramm, das von der Bundesregierung im Rahmen des so genannten Deutschlandfonds gestartet wurde. Insgesamt 40 Milliarden Euro k&ouml;nnte die KfW an Betriebe vergeben, die durch die Finanzkrise unverschuldet in Not geraten sind. Doch bisher wurden erst 8,815 Milliarden Euro nachgefragt &ndash; verteilt auf 1.876 Antr&auml;ge.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2009%2F07%2F22%2Fa0183&amp;cHash=5173e2d2ef\/&amp;type=98\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wie schon &ouml;fter ausgef&uuml;hrt: Die Bankenschelte dient vor allen dem Zweck, vom Versagen bzw. den Unwillen der Regierung abzulenken, die Wirtschaft mit einer expansiveren Fiskalpolitik zu unterst&uuml;tzen. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>USA wollen Derivathandel strenger kontrollieren<\/strong><br>\nDie USA wollen den Handel mit riskanten Finanzinstrumenten strikt &uuml;berwachen. Die Chefs der B&ouml;rsenaufsicht SEC und der Commodity Futures Trading Commission stellten ihre Pl&auml;ne zur Aufsicht des ausserb&ouml;rslichen Handels mit Derivaten vor. Er hat weltweit ein Volumen von 450 Billionen Dollar. &ldquo;Die Finanzkrise hat uns gezeigt, dass der Derivathandel einer einzigen Firma das gesamte Finanzsystem gef&auml;hrden kann&raquo;, sagte der Chef der Commodity Futures Trading Commission (CFTC). Zu den riskanten Instrumente geh&ouml;ren die Credit Default Swaps (CDS), mit denen Kreditrisiken abgesichert werden. Riskante CDS-Gesch&auml;fte w&auml;ren dem US-Versicherungskonzern AIG in der Finanzkrise fast zum Verh&auml;ngnis geworden, wenn der Staat nicht als Nothelfer eingesprungen w&auml;re. Die von traditionellen Anlageformen abgeleiteten Finanzinstrumente sind nicht standardisiert. Sie werden direkt zwischen den Marktteilnehm auff&auml;ngt.\n<p>In der Wirtschaft und in Teilen der oppositionellen republikanischen Partei regt sich aber Widerstand gegen eine starke Regulierung des bisher weitgehend unbeaufsichtigten Marktes.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/usa_derivathandel_kontrolle_1.3162964.html?printview=true\">NZZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Man m&ouml;chte zu gerne auch einmal aus Europa solche Meldungen h&ouml;ren. Zwar hat die EU-Kommission Anfang Juli in einem Strategiepapier Vorschl&auml;ge vorgestellt, um die M&auml;rkte f&uuml;r Derivate sicherer zu machen, aber zun&auml;chst mu&szlig; in der EU ein langwieriger Konsultationsprozess beendet sein, bevor es zu konkrete Initiativen kommt. Dieser Konsultationsproze&szlig; wird erst zum Jahresende beendet sein und man kann davon ausgehen, dass Europas Bankenlobby nicht schlafen wird. Da sind die USA schneller, da schon n&auml;chste Woche ein Gesetzentwurf vorlegt werden. soll. Wenig Ber&uuml;cksichtigung findet dabei, dass das Zeitfenster f&uuml;r solche Ma&szlig;nahmen klein ist, denn das Versagen und die Verantwortungslosigkeit des Finanzsektors ist l&auml;ngst aus den Schlagzeilen, im Gegenteil es werden zumindest bei einigen Investmentbanken extraordin&auml;re Gewinne gemeldet, an denen auch unsere Bsserverdienenden wieder partizipieren m&ouml;chten.<\/em><\/p>\n<p><em>Passend dazu:<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Aufsicht verschreckt Weizenspekulanten<\/strong><br>\nUnter ihrem neuen Chef bricht die US-Terminaufsicht CFTC mehr und mehr mit ihrem traditionell Wall-Street-freundlichen Kurs. Nachdem die Truppe von Gary Gensler ihre Gangart gegen Finanzinvestoren im Energiehandel versch&auml;rft hat, nimmt sie sich jetzt Weizenspekulanten vor. Das Ergebnis: die Preise fallen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/boersen_maerkte\/aktien\/rohstoffe\/:Mangelnde-Preiskonvergenz-Aufsicht-verschreckt-Weizenspekulanten\/543280.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<p><em>Und:<\/em><\/p>\n<p><strong>Studie des US-Senats: Spekulanten treiben Weizenpreis<\/strong><br>\nSpekulanten haben laut einer Studie eines Senatsausschuss zu einer starken Verteuerung von Weizen gef&uuml;hrt. Passive Indexinvestoren hielten demnach Mitte 2008 rund 220.000 Kaufkontrakte und sorgten daf&uuml;r, dass die Preise rasant stiegen. 2004 h&auml;tten sie nur 30.000 Kontrakte gehalten. Insgesamt machten Spekulanten inzwischen 35 bis 50 Prozent der gesamten Positionen aus, hie&szlig; es in der 247-seitigen Analyse des Permanent Subcommittee on Investigations.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/boersen_maerkte\/aktien\/rohstoffe\/:Studie-des-US-Senats-Spekulanten-treiben-Weizenpreis\/531158.html?mode=print\">FTD<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es ist  einerseits zum Lachen, aber dann doch eher zum Heulen. Da wird seit Jahren von Seiten des Finanzkapitals und oft auch von ihren wissenschaftlichen Helfershelfern, der Einfluss der Spekulation auf die Rohstoffm&auml;rkte kleingeredet und wir diskutieren ernsthaft mit, aber kaum werden auch nur Regulierungspl&auml;ne bekannt, zieht sich die Spekulation zur&uuml;ck. <\/em><\/p>\n<p><em>Aber:<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Reform der Finanzaufsicht: US-Regierung schont Ratingagenturen<\/strong><br>\nZu lasche Ratings gelten als eine Ursache der Finanzkrise. Finanzminister Geithner geht das Problem nun an &ndash; allerdings nicht im Kern. Und ein aktuelles Beispiel zeigt: Wenn Investoren bessere Bewertungen f&uuml;r ihre Papiere wollen, bekommen sie sie oft auch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/:Reform-der-Finanzaufsicht-US-Regierung-schont-Ratingagenturen\/543319.html\">FTD<\/a>\n<p><em>Noch dazu:<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Krise, welche Krise? Business as usual<\/strong><br>\nHier ein paar Erinnerungsposten: Managergeh&auml;lter zum Beispiel. Sollten ein bisschen gedeckelt werden &ndash; wegen der Krise. Wie bei Rick Wagoner zum Beispiel? Das ist der, der General Motors auf nahe-Null gebracht hat. Jetzt in Rente. F&uuml;r rund achteinhalb Millionen Dollar in den kommenden f&uuml;nf Jahren. Oder das Gezocke mit x-mal abgeleiteten Derivaten. Sollte wegen der Krise eingeschr&auml;nkt werden &ndash; geht aber weiter. Ebenso die absolute Macht der Rating-Agenturen &ndash; wurde die wirklich begrenzt? DER TAG fragt ja nur mal. Sonst ist n&auml;mlich nach der Krise geradeso wie vor der Krise.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.ard-mediathek.de\/ard\/servlet\/content\/2742140;jsessionid=28BAA39EE762D355C3F98226B840ECB9\">ARD-Mediathek (Einleitungstext mit Abspielfenster)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/mp3.podcast.hr-online.de\/mp3\/podcast\/derTag\/derTag_20090720.mp3\">hr2-H&ouml;rfunk (Audio-Podcast, mp3, ca. 25 MB, ca.53 min)<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Reiche sollen Schulden abtragen<\/strong><br>\nDer deutsche Fiskus k&ouml;nnte durch eine st&auml;rkere Besteuerung von Verm&ouml;gen rund 25 Mrd. Euro mehr im Jahr einnehmen. Dazu m&uuml;sste die Regierung nur die Belastung von Verm&ouml;gen auf das Durchschnittsniveau der EU-L&auml;nder und der wichtigsten Industriel&auml;nder der Welt anheben.\n<p>Das schreibt das Deutsche Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) in einer noch unver&ouml;ffentlichten Studie, die der FTD vorliegt. DIW-&Ouml;konom Stefan Bach empfiehlt eine deutliche Erh&ouml;hung der Grundsteuer und eine Wiederbelebung der Verm&ouml;gensteuer.<\/p>\n<p>Mit diesem Vorsto&szlig; unterst&uuml;tzt das DIW &uuml;berraschend die Argumentation von Oskar Lafontaine, dem Parteichef der Linkspartei. Der verweist seit Jahren darauf, dass die Verm&ouml;gensbesteuerung in Deutschland im internationalen Vergleich sehr niedrig sei und dringend angehoben werden m&uuml;sse. Linke und Gr&uuml;ne fordern in ihren Programmen f&uuml;r die Bundestagswahl eine Verm&ouml;gensabgabe. Auch viele &Ouml;konomen gehen davon aus, dass die Steuern nach der Wahl erh&ouml;ht werden m&uuml;ssen, um die enorme Staatsverschuldung mittelfristig wieder abzubauen. Da k&auml;men 25 Mrd. Euro der n&auml;chsten Bundesregierung sehr gelegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:Studie-des-DIW-Reiche-sollen-Schulden-abtragen\/543148.html\">FTD<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die Steuer-Positionen der Parteien<\/strong><br>\nErstaunlich, aber wahr: Die Linkspartei macht eine Steuerpolitik wie Helmut Kohl. Wie w&auml;hrend der Regentschaft des &ldquo;ewigen Kanzlers&rdquo; soll nach ihren Vorstellungen der Spitzensteuersatz bei 53 Prozent liegen. Doch bei den Postkommunisten m&uuml;ssten die Betroffenen erst ab einem Einkommen von 65.000 Euro den H&ouml;chstsatz zahlen, zu Kohls Zeiten langte der Fiskus schon deutlich fr&uuml;her zu. \n<p>Heute m&ouml;chte die Union davon nichts mehr wissen. Obwohl die &ouml;konomischen Rahmenbedingungen im Moment deutlich schlechter sind als in der Bonner Republik, versprechen CDU und CSU Steuersenkungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:Aufgaben-der-n%E4chsten-Regierung-Die-Steuer-Positionen-der-Parteien\/542867.html\">FTD<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Eine bemerkenswert neutrale Betrachtung der FTD und eine ziemlich gute &Uuml;bersicht &uuml;ber die Vorschl&auml;ge der Parteien. Siehe insbesondere auch die h&auml;ufig verdeckte Steuerentlastung der Besserverdienenden durch die FDP: Sie schl&auml;gt einen Steuersatz von zehn Prozent bis zu einem Einkommen von 20.000 Euro vor. Bis 50.000 Euro sollen es 25 Prozent sein. Dar&uuml;ber greift der Spitzensteuersatz von 35 Prozent. Die S&auml;tze gelten aber stets nur f&uuml;r den entsprechenden Teil des Einkommens. Wer zum Beispiel 70.000 Euro im Jahr verdient, zahlt f&uuml;r die ersten 20.000 Euro seines Einkommens nur zehn Prozent, f&uuml;r die n&auml;chsten 30.000 Euro 25 Prozent und nur f&uuml;r die obersten 20.000 Euro 35 Prozent.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Ulrike Herrmann: Mittelschicht finanziert Reiche<\/strong><br>\nDeutschland ist reich, aber davon profitieren nur wenige: 6,6 Billionen Euro betr&auml;gt das Nettoverm&ouml;gen, doch beg&uuml;nstigt ist allein das oberste Drittel. 70 Prozent der Bundesb&uuml;rger besitzen fast gar nichts &ndash; wenn man vom Auto absieht, das in Verm&ouml;gensstatistiken aber nicht erfasst wird. Dieser Skandal wird von der Politik nicht nur geduldet, sondern sogar gef&ouml;rdert. Im internationalen Vergleich fallen die Verm&ouml;gensteuern in Deutschland l&auml;cherlich aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/debatte\/kommentar\/artikel\/1\/mittelschicht-finanziert-reiche\/\">TAZ<\/a>\n<p><em>Siehe dazu: <\/em><\/p>\n<p><a href=\"?p=4084\">&ldquo;Bei so genannten Wirtschaftsexperten f&auml;llt der Groschen &ndash; DIW f&uuml;r Wiedereinf&uuml;hrung der Verm&ouml;genssteuer&rdquo;<\/a><\/p>\n<p><em>Zum Vergleich:<\/em> <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article4118272\/Der-staatliche-Raubzug-gegen-die-Mittelschicht.html\">Die Welt &ndash; Der staatliche Raubzug gegen die Mittelschicht<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Sozialstaatsgebot im Grundgesetz st&auml;rker konkretisieren<\/strong><br>\nDie Linke m&ouml;chte das Grundgesetz &auml;ndern, um dem Sozialstaatsgebot gr&ouml;&szlig;ere Geltung einzur&auml;umen. In einem dazu vorgelegten Gesetzentwurf (16\/13791) wollen die Abgeordneten vor allem Artikel 3 des Grundgesetzes (&ldquo;Gleichheit vor dem Gesetz&rdquo;) &auml;ndern. So soll ein neuer Artikel 3a Platz finden. In ihm soll nach dem Willen der Linksfraktion stehen: <em>&ldquo;Im Mittelpunkt des Arbeits- und Wirtschaftsleben steht das Wohl der Menschen.&rdquo;<\/em> Und weiter hei&szlig;t es:<em> &ldquo;Jeder Mensch hat das Recht auf frei gew&auml;hlte oder angenommene Arbeit.&rdquo;<\/em> In Artikel 3b soll festgeschrieben werden: <em>&ldquo;Jeder Mensch hat das Recht auf eine bedarfsorientierte soziale Sicherung.&rdquo;<\/em> Weiter ist in Artikel 3c zu lesen: <em>&ldquo;Jeder Mensch hat das Recht auf eine menschenw&uuml;rdige Wohnung und das Recht auf Versorgung mit Wasser und Energie.&rdquo;<\/em> Und in Artikel 3d soll nach dem Willen der Linksfraktion zu lesen sein: <em>&ldquo;Jeder Mensch hat das Recht auf Achtung und Schutz seiner Gesundheit und auf Inanspruchnahme der Leistungen der gesundheitlichen Infrastruktur.&rdquo;<\/em>\n<p>Die Abgeordneten begr&uuml;nden ihre Forderung damit, dass soziale Grundrechte eine unabdingbare Voraussetzung f&uuml;r ein w&uuml;rdiges Leben in einer sozial gerechten Gesellschaft seien. Der Schutz der Menschenw&uuml;rde und das elementare, unab&auml;nderliche Sozialstaatsprinzip legten die Sozialpflichtigkeit des Staates fest. Er sei verpflichtet, sich f&uuml;r soziale Sicherheit und soziale Gerechtigkeit zu engagieren. Die V&auml;ter und M&uuml;tter des Grundgesetzes h&auml;tten 1948\/49 auf die konkrete Regelung einzelner sozialer Grundrechte verzichtetet. Das Grundgesetz sollte als Provisorium lediglich f&uuml;r eine &Uuml;bergangszeit gelten. Nach Ansicht der Linksfraktion hat die bislang nicht erfolgte verfassungsrechtliche Konkretisierung des Sozialstaatsgebots zu Unsicherheiten gef&uuml;hrt. So sei unklar, welche sozialen Grundrechte Anerkennung f&auml;nden, wie weit sie als Leistungsrecht auszugestalten seien und wie sie durchgesetzt werden sollten. Die unzureichende Inhaltsbestimmung des Sozialstaatsgebots mindere seine verfassungsrechtliche Durchsetzungskraft. Sozialabbau und die Umverteilung gesellschaftlichen Reichtums zu Ungunsten sozial Schwacher haben nach Auffassung der Linksfraktion das Sozialstaatsgebot nicht behindern k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/aktuell\/hib\/2009\/2009_219\/01.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Bundessozialgericht: Sozialhilfe nach Stromkostenerstattung gek&uuml;rzt<\/strong><br>\nErhalten Sozialhilfeempf&auml;nger zuviel gezahlte Stromkosten von ihrem Energielieferanten zur&uuml;ckerstattet, verringert dieser Betrag die Sozialhilfeleistung. Denn die Stromkostenerstattung sei als Einkommen anzurechnen, entschied das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel in einem am Mittwoch ver&ouml;ffentlichten Urteil. Dies verletze auch nicht den Gleichheitsgrundsatz.<br>\nIn dem verhandelten Rechtsstreit hatte die Stadt Bielefeld einem Sozialhilfeempf&auml;nger die Hilfeleistung f&uuml;r Februar 2006 um 205 Euro gek&uuml;rzt. Sie begr&uuml;ndete dies damit, dass der Hilfebed&uuml;rftige diesen Betrag von den Stadtwerken als Stromkostenerstattung &uuml;berwiesen bekommen hatte. Der Zahlbetrag sei einkommensmindernd auf die Sozialhilfe anzurechnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.netzeitung.de\/politik\/deutschland\/1411419.html\">Netzzeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Also am besten keinen Strom mehr sparen, sonst wird die Sozialhilfe gek&uuml;rzt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Die Machtfrage im Call-Center<\/strong><br>\nEin kleiner Erfolg f&uuml;r die Gewerkschaft: Erstmals gibt es in der skandalumwitterten Call-Center-Branche eine Lohnuntergrenze. Doch solange der Staat nicht regulierend eingreift und einen allgemeinverbindlichen Mindestlohn festlegt, ist der zunehmend klar erkennbaren Ausbeutung von Arbeitnehmern und Steuerzahlern, die die Niedrigstl&ouml;hne aufstocken m&uuml;ssen, nicht beizukommen. Seit den Reformen der Agenda 2010 verdient die H&auml;lfte aller in Deutschland Besch&auml;ftigten real, also inflationsbereinigt, weniger als im Jahr 2003 &ndash; trotz vor&uuml;bergehenden kr&auml;ftigen Wirtschaftsaufschwungs. Seither franst auch das Lohngef&uuml;ge gerade im Niedriglohnbereich immer weiter aus. Es ist eine Frage von Macht &ndash; und die ist gerade im Niedriglohnsektor schief verteilt zwischen Arbeitslosen und Unternehmen. Deshalb muss es einen Referenzlohn geben, auf den sich alle berufen k&ouml;nnen, so wie es in 20 der 27 EU-L&auml;nder und selbst in den USA seit langem &uuml;blich ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1846559&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Es gibt &bdquo;selbst&ldquo; in den USA sogar seit 1938 einen Mindestlohn, in Neuseeland, Australien, Gro&szlig;britannien, Argentinien und Sri Lanka noch deutlich l&auml;nger. Erst 1950 f&uuml;hrte Frankreich als erster auf dem europ&auml;ischen Festland den Mindestlohn ein (siehe dazu <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mindestlohn\">Wikipedia &ndash; Mindestlohn<\/a>). Jetzt liegt der Mindestlohn in den USA bei $7,25 der Stunde &ndash; gewiss kein Verm&ouml;gen, aber immerhin mehr als das, was es im zunehmenden Ma&szlig;e in Deutschland als Folge des hier politisch gewollten und mit Absicht herbeigef&uuml;hrten Niedriglohnsektors f&uuml;r L&ouml;hne gibt.<\/em><\/p>\n<p>Oskar Lafontaine, der immer wieder als &bdquo;Populist&ldquo; und &bdquo;Demagoge&ldquo; abgetan wird, verweist seit langer Zeit auf das, was im Ausland &ndash; &bdquo;selbst&ldquo; in den USA &ndash; selbstverst&auml;ndlich ist, aber in Deutschland als linksextreme Spinnerei gilt. Wann merkt das deutsche Volk endlich, dass es permanent hinters Licht gef&uuml;hrt wird?<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wie Firmen &uuml;ber ihre Mitarbeiter schreiben<\/strong><br>\nErst im Kleingedruckten der Gesch&auml;ftsberichte zeigt sich, was Unternehmen wirklich in ihren Mitarbeitern sehen: vor allem Kostentreiber, haben die Managementberater Manfred Piwinger und Brigitte Biehl-Missal festgestellt. Zu Beginn der Gesch&auml;ftsberichte w&uuml;rden sie die Mitarbeiter fast &uuml;berschw&auml;nglich loben, und zwar fast immer. Der Wert eines Mitarbeiters als Mensch r&uuml;ckt auf den sp&auml;teren Seiten der Berichte in den Hintergrund, der Mitarbeiter wird reduziert auf seine Funktion f&uuml;r den Betrieb. Die Wortwahl entspricht nun dem Duktus der Finanzwelt, die Rede ist auf einmal von Mitarbeitern als Kapital. Die beiden Berater sperren sich nicht grunds&auml;tzlich gegen den Begriff des &ldquo;Humankapitals&rdquo;. Dennoch, sagen sie, bleibe die W&uuml;rde eines Menschen unber&uuml;cksichtigt, wenn etwa die Deutsche Bank Research vom &ldquo;Humankapital als Wachstumstreiber&rdquo; spreche. Die Lufthansa geht noch einen Schritt weiter und f&auml;chert ihre Mitarbeiter auf in &ldquo;Verg&uuml;tungssysteme&rdquo;, &ldquo;Zielvereinbarungssysteme&rdquo; und &ldquo;Beteiligungsmodelle&rdquo;. Vergleichbar sachlich-distanzierte Bezeichnungen setzen die Konzerne auch ein, wenn negative Ereignisse dargestellt werden. Piwinger und Biehl-Missal zitieren eine Gallup-Umfrage, in der mehr als zwei Drittel aller Angestellten in Deutschland beklagen, dass ihre Arbeitgeber ein mangelndes Interesse an ihnen als Mensch zeigen. Menschen arbeiten eben nicht auf Knopfdruck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/karriere_management\/management\/:Enable-Wie-Firmen-%FCber-ihre-Mitarbeiter-schreiben\/543039.html?mode=print\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Rente mit 69: <\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Ablehnung auf breiter Front<\/strong><br>\nDer Vorschlag der Bundesbank f&uuml;r ein langfristig auf 69 Jahre steigendes Renteneintrittsalter st&ouml;&szlig;t auf breite Ablehnung. Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD, Foto) tat den Vorsto&szlig; am Dienstag als &ldquo;Quatsch&rdquo; ab. Er betonte: &ldquo;Es w&auml;re schon viel gewonnen, wenn nicht st&auml;ndig neue unsinnige Vorschl&auml;ge das Licht der Welt erblicken w&uuml;rden.&rdquo; Gewerkschafter reagierten emp&ouml;rt und sprachen von einer &ldquo;absurden&rdquo; und &ldquo;haarstr&auml;ubenden&rdquo; Idee. Auch von Sozialverb&auml;nden und aus der Opposition kam scharfe Kritik. Mehrere Wissenschaftler bewerteten die Debatte dagegen als unausweichlich. Die Bundesbank hatte in ihrem am Montag ver&ouml;ffentlichten Monatsbericht unter bestimmten Annahmen f&uuml;r eine weitere Erh&ouml;hung des Rentenalters bis 2060 pl&auml;diert. Allerdings trat sie gestern Meldungen entgegen, sie habe sich unmittelbar f&uuml;r eine Rente mit 69 ausgesprochen. Sie h&auml;tten lediglich Zusammmenh&auml;nge der demografischen Entwicklung erkl&auml;rt, betonten die W&auml;hrungsh&uuml;ter am Dienstag. Nur unter bestimmten Annahmen sei rechnerisch eine &uuml;ber die bereits beschlossene Rente mit 67 hinausgehende Anhebung des Rentenalters erforderlich. Dazu z&auml;hle die die Analyse, dass das Verh&auml;ltnis von Rentenbezugsdauer und Erwerbsphase n&auml;herungsweise auf dem derzeitigen Stand konstant gehalten werden und die Beitr&auml;ge nicht wesentlich steigen sollen. \n<p>Der Freiburger &Ouml;konom und Sozialexperte Bernd Raffelh&uuml;schen bezeichnete die Debatte dagegen als &ldquo;notwendig&rdquo;. Bei der Entscheidung f&uuml;r die Rente mit 67 bis 2029 sei die steigende Lebenserwartung bis zum Jahr 2035 eingerechnet worden. &ldquo;Es ist durchaus m&ouml;glich, dass 2040 weitere Anpassungen erforderlich sind&rdquo;, betonte er. Auch der Rentenexperte des arbeitgebernahen Instituts der Deutschen Wirtschaft, Jochen Pimpertz, stellte sich hinter die Forderung der Bundesbank: &ldquo;Ich halte das f&uuml;r die vern&uuml;nftigste L&ouml;sung. Es ist besser als Rentenk&uuml;rzungen oder Einkommenseinbu&szlig;en durch immer h&ouml;here Rentenbeitr&auml;ge&rdquo;, sagte Pimpertz der &ldquo;Rheinischen Post&rdquo; (Mittwochausgabe).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ihre-vorsorge.de\/Rente-mit-69-Ablehnung-auf-breiter-Front.html?session=affe6a7be39551c82f46d4f9036823bb\">Ihre Vorsorge<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Martin Betzwieser:<\/strong> Dieses Internetportal ist eine Initiative der Regionaltr&auml;ger der Deutschen Rentenversicherung und der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See, hat den Untertitel &bdquo;Ihr unabh&auml;ngiger Altersvorsorge-Berater&ldquo; und wird vermutlich mit Rentenversicherungsbeitr&auml;gen finanziert. Dass Raffelh&uuml;schen hier nicht als das vorgestellt wird, was er ist (n&auml;mlich eine Neon-Werbetafel f&uuml;r die Finanzdienstleistungs- und Versicherungsbranche und die Arbeitgeberlobby), ist v&ouml;llig unverst&auml;ndlich.<\/em><\/p>\n<p><em>Die Institu der deutschen Wirtschaft  findet die Idee aber toll (was sonst?):<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Rente mit 69: Institut der deutschen Wirtschaft bef&uuml;rwortet Bundesbank-Vorsto&szlig;<\/strong><br>\nDas arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in K&ouml;ln h&auml;lt den Vorsto&szlig; der Bundesbank zu einer Rente mit 69 f&uuml;r angemessen. Der IW-Rentenexperte Jochen Pimpertz sagte der in D&uuml;sseldorf erscheinenden &ldquo;Rheinischen Post&rdquo; (Mittwochsausgabe): &ldquo;Ich halte das f&uuml;r die vern&uuml;nftigste L&ouml;sung. Es ist besser als Rentenk&uuml;rzungen oder Einkommenseinbu&szlig;en durch immer h&ouml;here Rentenbeitr&auml;ge.&rdquo; Wenn man davon ausgehe, dass die Lebenserwartung auch k&uuml;nftig steige, sei die weitere Erh&ouml;hung des Renteneintrittsalters &uuml;ber 67 Jahre hinaus eine logische Konsequenz. Zwar werde der l&auml;ngeren Lebenserwartung mit der schrittweisen Einf&uuml;hrung der Rente mit 67 von 2012 bis 2029 bereits Rechnung getragen. Die Lebenserwartung nehme aber auch nach 2030 aller Voraussicht nach zu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.presseportal.de\/pm\/30621\/1444207\/rheinische_post\">Presseportal<\/a>\n<p><em>Focus polemisiert im Springer-Stil gegen Rentner und das Umlageverfahren:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wer Rente will, muss arbeiten<\/strong><br>\nMitten im Wahlkampf liefert die Bundesbank Science-Fiction der besonderen Art: 2060 k&ouml;nnten die Menschen mit 69 noch am Flie&szlig;band stehen. Abwegig ist diese Vision nicht.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/altersvorsorge\/rente\/tid-14947\/rente-mit-69-wer-rente-will-muss-arbeiten_aid_418673.html\">Focus-Money<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/altersvorsorge\/rente\/tid-14947\/rente-mit-69-weshalb-der-generationenvertrag-scheitern-muss_aid_418678.html\">Focus-Money<\/a>\n<p><em>Anmerkung Martin Betzwieser: Raffelh&uuml;schens fragw&uuml;rdigen Berechnungen vom Juni werden fast wortgleich von der Initiative Neue Soziale Makrtwirtschaft &uuml;bernommen. Und beachten Sie in diesem Zusammenhang bitte rechts die ca. acht Werbefenster f&uuml;r Riester-, R&uuml;rup- und andere kommerzielle Altersvorsorgeprodukte.<\/em><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.insm.de\/insm\/Aktionen\/INSM-Studien\/Rentenbeitr-ge-steigen.html\">Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft<\/a><br>\nQuelle 4: <a href=\"?p=4009#h13\">Nachdenkseiten vom 18.06.2009<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Peter Conradi: Scheindiskussion &uuml;ber die Rente: Den Ruhestand erst mit 67 oder gar 69 genie&szlig;en?<\/strong><br>\nWas im Jahr 2050 in unserer Gesellschaft verteilt werden kann, h&auml;ngt vor allem von der Entwicklung der Wirtschaft (Produktivit&auml;t und Wachstum), von der Erwerbst&auml;tigen-Quote (Arbeitslosigkeit) und von der Lohnquote (Beteiligung der Arbeitnehmer am Produktivit&auml;tsfortschritt) ab. Wie im Jahr 2050 das Bruttoinlandsprodukt verteilt wird, h&auml;ngt vor allem von den politischen Mehrheiten ab, die dann &uuml;ber Steuern und Abgaben, &uuml;ber Beitr&auml;ge und Leistungen der Sozialversicherungen, &uuml;ber Mindestl&ouml;hne, &uuml;ber Familienf&ouml;rderung, Erziehung und Pflege und &uuml;ber Bildung und Forschung entscheiden werden. Die Tatsache, dass die Menschen heute l&auml;nger leben und weniger Kinder haben als fr&uuml;her, begr&uuml;ndet allein noch keinen Sachzwang zur Ver&auml;nderung des Rentensystems.\n<p>In der Diskussion &uuml;ber die Rente mit 67 wird die k&uuml;nftige Produktivit&auml;tsentwicklung jedoch nicht ber&uuml;cksichtigt. Dass Politiker ebenso wie Wirtschaftsprofessoren und -journalisten bei der Diskussion &uuml;ber die demographische Entwicklung und die zuk&uuml;nftigen Renten diesen Faktor nicht erw&auml;hnen, st&auml;rkt den Verdacht, dass es in Wahrheit um ein Programm zur Rentenk&uuml;rzung und zur Entlassung der Arbeitgeber aus ihrer Verpflichtung zur gemeinsamen Finanzierung der gesetzlichen Rentenversicherung geht, also um eine Fortsetzung der anhaltenden Umverteilung von unten nach oben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/service\/921\/481393\/text\/\">SZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Renten auf einen Blick 2009: Alterseink&uuml;nftesysteme in OECD-L&auml;ndern<\/strong><br>\nDie Zahlen in den Schlagzeilen sind furchterregend. Aufgrund der Finanzkrise haben private Pensionsfonds in der OECD im Jahr 2008 23 % ihres Investitionswertes, dies entspricht 5,4 Billionen USD, verloren. Die private Altersvorsorge wird aufgrund des Einbruchs bei Kapital und Immobilienpreisen sehr direkt und deutlich mit den Problemen konfrontiert. Die Auswirkung ist offensichtlich dort am gr&ouml;&szlig;ten, wo private Altersvorsorge bereits eine wichtige Rolle f&uuml;r das Einkommen im Rentenalter spielt, sowie in Australien, den Niederlanden und den USA. Aber kein Land und kein Rentensystem sind gegen die Krise immun. &Ouml;ffentliche Rentenversicherungssysteme erfahren auch finanzielle Unruhen, da die Einkommen der Beitragszahler schrumpfen und die Gewinnaufwendungen als Folge von h&ouml;herer Arbeitslosigkeit und niedrigeren Eink&uuml;nften steigen.\n<p>Viele Menschen haben einen gro&szlig;en Betrag Ihrer Altersersparnisse in Altersvorsorgepl&auml;nen oder anderen Verm&ouml;genswerten verloren. F&uuml;r &auml;ltere Arbeiter ist die Situation besonders traumatisch. F&uuml;r sie ist es nicht nur viel schwerer, aus der Arbeitslosigkeit heraus eine Arbeit zu finden, sondern ihnen bleibt auch nur wenig Zeit darauf zu warten, dass sich ihre Ersparnisse erholen, bevor sie den Ruhestand antreten. Einkommen aus Ersparnissen, einschlie&szlig;lich privater Altersvorsorge, machen in den OECD-L&auml;ndern im Durchschnitt ein Viertel des Einkommens eines Ruhest&auml;ndlers aus. In sieben dieser L&auml;nder macht dies &uuml;ber 40 % aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.oecd.org\/dataoecd\/27\/60\/43130885.pdf\">OECD &ndash; Rente auf einen Blick 2009 [PDF &ndash; 140 KB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Unter den vielen Lehren, die man aus der Krise ziehen kann, ist diese nicht ganz unwichtig: Wir k&ouml;nnen durchaus &uuml;ber die Ausgestaltung eines zuk&uuml;nftigen Rentensystems diskutieren, z.B ob wir auf ein steuerfinanziertes System umsteigen sollen, welche Einkommensarten&nbsp; als Basis gelten sollen usw., aber eines d&uuml;rfte klar sein, die Diskussion um die kapitalgedeckte Rente er&uuml;brigt sich. Es gilt im Gegensatz zu den hochwissenschatliche Professoren, R&uuml;rup, Raffelh&uuml;schen u.a.&nbsp; ein Loblied auf&nbsp; so verlachten Norbert Bl&uuml;m anzustimmen, denn die umlagefinanzierte Rente funktioniert.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Honorarreform: Was wirklich auf die Fach&auml;rzte zukommt <\/strong><br>\nErwartete Umsatzeinbr&uuml;che bis zu 20, 30 und sogar 50 Prozent bestimmen seit Wochen die Diskussion um die Zukunft der fach&auml;rztlichen Versorgung in Bayern. Ist es wirklich so schlimm? Wer genau hinschaut, wird feststellen, dass die Folgen der Honorarreform vorerst deutlich abgemildert sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.br-online.de\/aktuell\/fachaerzte-honorarreform-gesundheitsreform-ID1234651674406.xml\">BR-Online<\/a>\n<p><em>Dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Wie aus Verlierern Gewinner werden <\/strong><br>\nFach&auml;rzte in Bayern &ndash; das bedeutete in den letzten Monaten immer wieder Proteste und geschlossene Praxen. Zentrales Argument: Die Honorarreform beschert den &Auml;rzten massive Umsatzeinbu&szlig;en. Die neuesten Zahlen belegen das Gegenteil: Viele &Auml;rzte verdienen an den Kassenpatienten blendend. Was ist da passiert? Eine Analyse.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.br-online.de\/aktuell\/aerztehonorare-honorarreform-kvb-ID1248193601742.xml?_requestid=143875\">BR-Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Bestechung von &Auml;rzten<\/strong><br>\nPharmabranche lehnt Anti-Korruptions-Kodex ab\n<p>Trotz der Vorw&uuml;rfe wegen des Schmierens von &Auml;rzten lehnt die Pharmabranche einen Verhaltenskodex ab. Laut dem Bundesverband BAH reicht es, wenn die Firmen sich ans Gesetz halten. Bundesgesundheitsministerin Schmidt fordert von den &Auml;rzteverb&auml;nden, korrupten Medizinern das Handwerk zu legen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article4170768\/Pharmabranche-lehnt-Anti-Korruptions-Kodex-ab.html\">Die Welt<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Deutsche Bank setzte &ldquo;weibliche Lockv&ouml;gel&rdquo; ein<\/strong><br>\nDas Institut best&auml;tigt vier Sp&auml;h-Angriffe auf Top-Manager, Journalisten, Aktion&auml;re und Privatleute. Dabei griff die Deutsche Bank auch auf &ldquo;weibliche Lockv&ouml;gel&rdquo; zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/Unternehmen-Deutsche-Bank-Spitzelaffaere;art129,2854364?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em>Dazu auch: <\/em><\/p>\n<p><strong>Deutsche Bank stellt B&ouml;rsig in den Wind<\/strong><br>\nErstmals r&auml;umt das Institut ein, der angeschlagene Aufsichtsratschef sei in einem Fall am Auftrag zur &Uuml;berwachung beteiligt gewesen. Insgesamt ist demnach in vier F&auml;llen gespitzelt worden &ndash; jedes Mal ohne Erfolg<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/finanzdienstleister\/:Spitzelaff%E4re-Deutsche-Bank-stellt-B%F6rsig-in-den-Wind\/543398.html?mode=print\">FTD<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pacheit:<\/strong> Jenseits der unendlichen, skandal&ouml;sen Geschichte der Spitzelei in der deutschen Wirtschaft, ist es schon klassisch aber nichtsdestoweniger  feige, dass diejenigen, die die Auftr&auml;ge exekutiert haben (der Deutschlandchef der Konzernsicherheit und der Leiter der Abteilung Investor-Relations), gefeuert wurden, aber die Auftraggeber, sagen wir Victor Meyer, Leiter der weltweiten Konzernsicherheit, oder Vorgesetzte, die &uuml;ber die Vorg&auml;nge informiert werden mussten, sagen wir Josef Ackermann oder zumindest Risikovorstand Hugo B&auml;nziger, unbehelligt bleiben. &ndash; Oder anders formuliert: Wenn Don Vito Corleone Luca Brasi mitteilt, er solle sich um jemand k&uuml;mmern, wer ist dann der Hauptverantwortliche?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Todesfalle B&ouml;rsengang<\/strong><br>\nWenn es bei Infrastrukturunternehmen zu schweren Pannen oder gar gef&auml;hrlichen Unf&auml;llen kommt, hat dies meist verschiedene Ursachen. Auch die Deutsche Bahn AG hat nach Radscheibenrissen, Achsbr&uuml;chen und Auffahrunf&auml;llen stets eine ganze Palette von Erkl&auml;rungen im Repertoire. Gerne wird den Herstellern die Schuld zugewiesen, oft ist auch von &raquo;menschlichem Versagen&laquo; die Rede, oder von einer &raquo;Verkettung ungl&uuml;cklicher Umst&auml;nde&laquo;. Im Fall der Berliner S-Bahn wurden gar &raquo;Fehler und Vers&auml;umnisse der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung&laquo; eingestanden. Blo&szlig; nach der Benennung der entscheidenden Ursache wird man in allen Verlautbarungen des staatseigenen Konzerns vergebens suchen. Es sind die B&ouml;rsengangpl&auml;ne, die unmittelbar dazu gef&uuml;hrt haben, da&szlig; der Schienenverkehr mittlerweile nicht nur von eklatanten Service- und Qualit&auml;tsm&auml;ngeln, sondern auch gro&szlig;en Sicherheitsrisiken in allen Sparten gepr&auml;gt ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/07-23\/045.php?print=1\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Gemischte Gef&uuml;hle bei den Ostdeutschen <\/strong><br>\nFast zwei F&uuml;nftel der Ostdeutschen (38 Prozent) sehen sich als Gewinner der Entwicklung seit 1989 in den neuen Bundesl&auml;ndern, w&auml;hrend 30 Prozent von ihnen f&uuml;r sich sowohl Gewinne als auch Verluste sehen. Das z&auml;hlt zu den Ergebnissen der Studie &bdquo;20 Jahre friedliche Revolution 1989 bis 2009 &ndash; Die Sicht der B&uuml;rger der neuen Bundesl&auml;nder&ldquo;, die der Pr&auml;sident der Volkssolidarit&auml;t Prof. Dr. Gunnar Winkler am 20. Juni in Berlin vorstellte. \n<p>Danach sehen sich immerhin 23 Prozent der Ostdeutschen als Verlierer der Jahre seit Herbst 1989 (&hellip;)<\/p>\n<p>Dagegen werde die soziale Entwicklung der letzten 20 Jahre eher skeptisch bis negativ beurteilt. &ldquo;Ihre wirtschaftliche Lage bewerteten 2009 nur noch 32 Prozent der Ostdeutschen mit gut. 1999 waren es rund 47 Prozent.&rdquo;<\/p>\n<p>&ldquo;Vielen Menschen in den neuen Bundesl&auml;ndern fehlt inzwischen der Glaube an das Erreichen gleichwertiger Lebensverh&auml;ltnisse. Nur jeder f&uuml;nfte Ostdeutsche (19 Prozent) sieht keine bzw. geringe Unterschiede zwischen Ost und West.&rdquo; F&uuml;r 53 Prozent g&auml;be es noch gro&szlig;e Unterschiede, die erst in Jahrzehnten &uuml;berwunden seien.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.volkssolidaritaet.de\/cms\/Themen_und_Menschen-p-1425\/Studie_20_Jahre_seit_1989-p-14474.html\">Volkssolidarit&auml;t<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.volkssolidaritaet.de\/cms\/vs_media\/Downloads\/Bundesverband\/PDF_Dateien-p-11489\/2009\/090720Pressematerial.pdf\">Zusammenfassung der Studie [PDF &ndash; 55.3 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Merkel pl&auml;diert f&uuml;r Halt und Orientierung<\/strong><br>\nGerade in Krisenzeiten fordert Bundeskanzlerin Merkel die R&uuml;ckbesinnung auf gesellschaftliche Werte &ndash; und gei&szlig;elt Ma&szlig;losigkeit und Gier.<br>\nBundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Bedeutung von Werten f&uuml;r eine verantwortungsvolle Politik gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise hervorgehoben. &ldquo;Ohne Grunds&auml;tze, Werte, Leitbilder, ohne dass wir Halt und Orientierung haben&rdquo;, k&ouml;nne man den Herausforderungen dieser Tage nicht begegnen, sagte Merkel bei einem Vortrag in der Katholischen Akademie Bayern in M&uuml;nchen.\n<p>Wer nicht orientierungslos hin- und hergetrieben werden wolle, brauche einen &ldquo;verl&auml;sslichen inneren Kompass&rdquo;. Scharfe Kritik &uuml;bte Merkel an Ma&szlig;losigkeit, Gier und der Durchsetzung von Eigeninteressen. Dies habe erst zur Wirtschaftskrise gef&uuml;hrt.<\/p>\n<p>Leitgedanke sei die Soziale Marktwirtschaft. Man m&uuml;sste stets die Balance halten zwischen Gewinnstreben und Gemeinwohl, sagte Merkel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/958\/481430\/text\/\">SZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Merkels &Auml;u&szlig;erungen sind ganz typisch. Man verlagert das Problem des &bdquo;Raubtierkapitalismus&ldquo; auf eine moralische Ebene und beklagt Ma&szlig;losigkeit und Gier, ohne auch nur eine Andeutung zu machen, was die Politik dazu beitragen kann und muss, um die &bdquo;Durchsetzung von Eigeninteressen&ldquo; zu b&auml;ndigen. Der Verweis auf die &bdquo;Soziale Marktwirtschaft&ldquo; ist dabei nicht mehr als ein Placebo. Was meint sie eigentlich damit: Ist es die &bdquo;Neue Soziale Marktwirtschaft&ldquo; des Leipziger Programms der CDU? Wo hat das angeblich deutsche Modell der &bdquo;Sozialen Marktwirtschaft&ldquo; die Finanzkrise in Deutschland verhindert oder vermindert? Hatten wir denn keine &bdquo;Soziale Marktwirtschaft&ldquo; und wo hat sie &bdquo;Ma&szlig;losigkeit, Gier&ldquo; und die &bdquo;Durchsetzung von Eigeninteressen&ldquo; verhindert, die nach Merkels eigener Aussage zur Wirtschaftskrise gef&uuml;hrt hat? Eine typische Sonntagsrede mit der man sich ein soziales Image verschaffen aber politisch nichts &auml;ndern m&ouml;chte.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Schleswig-Holstein: Neuwahlen um Staatsaff&auml;re zu vertuschen?<\/strong><br>\nHSH-Nordbank will Untersuchungsausschuss Aufsichtsratsprotokolle und Korrespondenz mit der Bundesregierung nicht herausgeben und spielt auf Zeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.radio-utopie.de\/2009\/07\/22\/schleswig-holstein-neuwahlen-um-staatsaffaere-zu-vertuschen\/\">Radio Utopie<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Die G8 und die Armutsbek&auml;mpfung &ndash; eine lange Liste ungel&ouml;ster Probleme<\/strong><br>\nMa&szlig;geblich auf Druck der weltweiten Kampagne Make Poverty History hatten sich die Staats- und Regierungschefs der G8 im Jahr 2005 auf ihrem Gipfel in Gleneagles dazu verpflichtet, die j&auml;hrlich weltweit zur Verf&uuml;gung gestellte Entwicklungshilfe bis zum Jahr 2010 um 50 Milliarden US-Dollar zu erh&ouml;hen und die Hilfsleistungen an Afrika zu verdoppeln. Vier Jahre sp&auml;ter &ndash; und ein Jahr vor Erreichen des Zieldatums &ndash; sucht der &uuml;berwiegende Teil der G8 nach Wegen, sich dieses Versprechens zu entledigen. Der diesj&auml;hrige Gipfel in L&rsquo;Aquila in Italien h&auml;tte die Gelegenheit geboten, mit einem gemeinsamen &bdquo;Yes we can&ldquo; doch noch Kurs auf das Erreichen der Zielmarke zu nehmen. Stattdessen erkl&auml;rte Gipfelgastgeber Silvio Berlusconi vor den Augen der ganzen Welt: &bdquo;No we won&rsquo;t.&ldquo;\n<p>Positiv schl&auml;gt zu Buche, dass sich der letzte Gipfeltag in L&rsquo;Aquila vor allem der Hungerproblematik widmete und dass vereinbart wurde, den Landwirtschaftssektor in Entwicklungsl&auml;ndern, vor allem die kleinb&auml;uerliche Landwirtschaft, in einer Gr&ouml;&szlig;enordnung von insgesamt 20 Milliarden US-Dollar (f&uuml;r die n&auml;chsten drei Jahre) zu unterst&uuml;tzen. Im Vorfeld des Gipfels hatte Oxfam eine Erh&ouml;hung der j&auml;hrlichen Hilfsleistungen f&uuml;r den Agrarsektor von derzeit 5 Milliarden auf mindestens 30 Milliarden US-Dollar gefordert. Verglichen mit den Billionen-Betr&auml;gen, die in den reichen L&auml;ndern f&uuml;r die Stabilisierung des Bankensektors zur Verf&uuml;gung gestellt werden, ist dies wenig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.oxfam.de\/a_631_aktuell.asp?id=292\">Oxfam<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Israels Kolonien in Cisjordanien als Hypothek<\/strong><br>\nDas israelische Oberste Gericht hat die Regierung unl&auml;ngst angewiesen, das Verfahren zur R&auml;umung von zwei israelischen Siedlungen in Cisjordanien zu beschleunigen. Die urspr&uuml;ngliche Verf&uuml;gung zum Abbau von achtzehn Bauten in den auch nach israelischem Recht illegalen Au&szlig;enposten Harsha und Hayovel war bereits vor vier Jahren erlassen worden, bis anhin aber ignoriert worden. Wegen dieser Verz&ouml;gerungen waren die Friedensbewegung &laquo;Peace Now&raquo; und eine Menschenrechtsorganisation ans Oberste Gericht gelangt. Die Richter &uuml;bten in ihrem Urteil scharfe Kritik an der mangelnden Achtung der Rechtsstaatlichkeit und der schleppenden Umsetzung gef&auml;llter Urteile. Allerdings r&auml;umten sie den Beh&ouml;rden nochmals vier Monate ein, um die Au&szlig;enposten zu r&auml;umen oder zumindest einen Zeitplan f&uuml;r deren R&auml;umung vorzulegen. Israel tut sich &auml;u&szlig;erst schwer mit den Siedlungen in Cisjordanien. Die Vorgeschichte und das jetzige Vorgehen zeigen, wie die Verz&ouml;gerungstaktik der Beh&ouml;rden und formaljuristische Bedenken der israelischen Justiz den Kolonisten in die H&auml;nde spielen.<br>\nDer Siedlungsbau ist zu einem Politikum ohnegleichen geworden und droht die Beziehungen zur neuen amerikanischen Regierung ernstlich zu belasten. Dass die Europ&auml;er schon lange gegen den Siedlungsbau protestieren, machte hierzulande wenig Eindruck. Religi&ouml;se und nationalistische Kreise in Israel stellen sich auf den Standpunkt, dass das Heilige Land in seiner Gesamtheit wie in der Bibel versprochen dem j&uuml;dischen Volk geh&ouml;re. Cisjordanien, das 1967 erobert wurde, war vor dem Sechstagekrieg kein souver&auml;nes Gebiet, sondern wurde vom K&ouml;nigreich Jordanien verwaltet. Somit d&uuml;rfe die Gegend gar nicht als besetztes Gebiet bezeichnet werden, lautet die in Israel auch von offizieller Seite aufrechterhaltene Sichtweise. Zwar sind gro&szlig;e Teile der israelischen Bev&ouml;lkerung mit dieser Lesart nicht einverstanden, doch besitzen die rund 250 000 Siedler in der Bev&ouml;lkerung viel R&uuml;ckhalt (in dem besetzten Ostteil Jerusalems leben weitere 190 000 Israeli). Die Armee, die R&auml;umungsbefehle gegen die oft gewaltbereiten Siedler-Aktivisten durchsetzen m&uuml;sste, reicht den schwarzen Peter gerne an die Politiker zur&uuml;ck. Und diese m&ouml;gen sich nicht exponieren. Yossi Alpher, ein ehemaliger Mitarbeiter des Mossad und heute Direktor eines Think-Tanks an der Universit&auml;t Tel Aviv, schrieb in der j&uuml;ngsten Ausgabe von &laquo;Bitterlemons&raquo;, einer Online-Zeitschrift zum Pal&auml;stinakonflikt, dass kein ambitionierter Politiker der letzten vierzig Jahre es gewagt habe, sich mit den Siedlern anzulegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/international\/israels_kolonien_in_cisjordanien_als_hypothek_1.3153343.html?printview=true\">NZZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h24\"><\/a><strong>Noam Chomsky: Warum die Mainstreammedien &ldquo;Mainstream&rdquo; sind <\/strong><br>\nWer in seinem Denken zu unabh&auml;ngig ist oder auf die falschen Gedanken kommt, bekommt keine Chance, seine Ideen zu verbreiten (&hellip;)<br>\nAu&szlig;erdem macht er einige kurze Bemerkungen &uuml;ber die institutionelle Struktur der Medien. Er fragt: Wie kommt es zu dieser Art von Zensur? Ihm zufolge liegt das erstens daran, da&szlig; die Presse den Reichen geh&ouml;rt, denen es lieber ist, wenn bestimmte Dinge nicht das Licht der &Ouml;ffentlichkeit erblicken. Zweitens, so Orwell, lernt man im Rahmen des Erziehungs- und Ausbildungssystems der Elite, zum Beispiel an renommierten Universit&auml;ten wie der von Oxford, dass es gewisse Dinge gibt, die man besser nicht erw&auml;hnt, dass es gewisse Gedanken gibt, die man besser nicht zul&auml;sst. Damit meint er die sozialisierende Rolle der Eliteinstitutionen: Wenn man sich hier nicht anpasst, hat man in der Regel schon verloren. Und mit diesen wenigen Bemerkungen ist das Wesentliche eigentlich schon gesagt (&hellip;)\n<p>Um es in diesem System zu etwas bringen zu k&ouml;nnen, muss man die richtige Sozialisation und Erziehung genossen haben, die dann falschen Gedanken und Ideen einen Riegel vorschieben.<\/p>\n<p>Es gibt hier drei wichtige Bestandteile des Systems, die man sich ansehen sollte. Erstens haben wir die Public-Relations- Industrie, das hei&szlig;t, die Propagandamaschine der Gesch&auml;ftswelt. Was sagen also die Topmanager der PR-Industrie? Zweitens sollten wir uns ansehen, was die so genannten &ldquo;in der &Ouml;ffentlichkeit stehenden&rdquo; Intellektuellen, die gro&szlig;en Denker, die Verfasser der Meinungsseiten in den Zeitungen sagen &ndash; all die Leute, die hochbedeutende B&uuml;cher &uuml;ber das Wesen der Demokratie und &auml;hnliches mehr schreiben? Als Drittes sollte man den akademischen Bereich untersuchen, besonders diejenigen Aspekte der Kommunikations- und Informationswissenschaften, die schon seit etwa 70 bis 80 Jahren integraler Bestandteil der Politikwissenschaft sind (&hellip;)<\/p>\n<p>Wie sich herausstellt, sagen die wichtigen Leute in diesen Bereichen alle im Wesentlichen das gleiche (ich zitiere im folgenden zum Teil w&ouml;rtlich): Bei der Masse der Bev&ouml;lkerung handelt es sich nur um &ldquo;unwissende und l&auml;stige Au&szlig;enseiter&rdquo;, die man aus der &ouml;ffentlichen Arena heraus halten muss, weil sie zu dumm sind und nur Schwierigkeiten machen w&uuml;rden, wenn sie sich daran beteiligten. Die gew&ouml;hnlichen Leute sollen &ldquo;Zuschauer&rdquo; nicht &ldquo;Teilnehmer&rdquo; sein.<\/p>\n<p>Sie d&uuml;rfen alle paar Jahre w&auml;hlen gehen und ihre Stimme f&uuml;r jemanden von uns, jemanden aus der daf&uuml;r qualifizierten Schicht abgeben. Aber dann sollen sie wieder nach Hause gehen und sich mit etwas anderem besch&auml;ftigen (&hellip;)<\/p>\n<p>Die Mitspieler im System dagegen sind so genannte &ldquo;Verantwortungstr&auml;ger&rdquo; (&hellip;) Er geh&ouml;rt dazu, weil er gehorsam ist und sich der Macht unterordnet, w&auml;hrend derjenige im Gef&auml;ngnis sich vermutlich auf die ein oder andere Art geweigert hat, sich zu f&uuml;gen (&hellip;)<\/p>\n<p>(Walter Lippman) sagte, die Demokratie habe eine neue Kunst hervorgebracht, die er selbst die &ldquo;Fabrikation von Konsens&rdquo; nannte. Edward Herman und ich haben diesen Ausdruck f&uuml;r den Titel unseres Buches geborgt, aber gepr&auml;gt wurde er von Lippmann. Ihm zufolge gibt es jetzt diese neue Kunst demokratischen Regierens, n&auml;mlich die &ldquo;Fabrikation von Konsens&rdquo;. Durch die Fabrikation von Konsens kann man die Tatsache neutralisieren, dass viele Menschen ein formales Wahlrecht genie&szlig;en. Die politischen F&uuml;hrer k&ouml;nnen letzterem jede Bedeutung nehmen, da sie ja in der Lage sind, Konsens zu fabrizieren und so die Wahlm&ouml;glichkeiten und Einstellungen der Menschen derart zu beschr&auml;nken, dass sie letztlich immer nur gehorsam tun werden, was man ihnen sagt, obwohl sie formal, z. B. &uuml;ber die Wahlen, selbst am System teilhaben.<\/p>\n<p>Wie man das Denken der Menschen kontrolliert, stehen auf dem College nicht auf dem Lehrplan.<\/p>\n<p>Genauso wenig, wie auf dem Lehrplan steht, was James Madison w&auml;hrend der verfassungsgebenden Versammlung schrieb, n&auml;mlich, dass das neue System zum Hauptziel haben m&uuml;sse, &ldquo;die Minderheit der Beg&uuml;terten gegen die Mehrheit zu sch&uuml;tzen&rdquo;, und daher so gestaltet werden m&uuml;sse, dass es dieses Ziel erreichen kann. Hier geht es um die Grundlagen des verfassungsm&auml;&szlig;igen Systems, und niemand setzt sich damit auseinander.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/chomskyarchiv.de\/vortrage\/document.2007-10-19.1648147001\">Chomsky-Archiv<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Dieser Vortrag aus dem Jahre 1997 hat nichts an Aktualit&auml;t verloren. Chomsky liefert dort eine Erkl&auml;rung f&uuml;r das, was wir auf den NachDenkSeiten als Asymmetrie der &ouml;ffentlichen Kommunikation bezeichnen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h25\"><\/a><strong>ARD k&uuml;rzt &bdquo;Die fetten Jahre sind vorbei&ldquo;<\/strong><br>\nIch bin &ndash; ich habe nicht gegoogled &ndash; vermutlich nicht der erste, der anl&auml;&szlig;lich der heutigen ARD-Ausstrahlung des Spielfilms &ldquo;Die fetten Jahre sind vorbei&rdquo; -Regisseur: Weingartner &ndash; Zensur wahrnimmt. In der Kino-Fassung von &ndash; sic! &ndash; 2004 endet der Film bekanntlich damit, dass sich die drei Revolution&auml;re,nachdem ihre Flucht gelang, auf eine Yacht verf&uuml;gen (es d&uuml;rfte sich um Hardenbergs Yacht handeln), um einen f&uuml;r das mediale, l&uuml;genhafte panem-et-circensem-Grundrauschen verantwortlichen Sender au&szlig;er Gefecht zu setzen. Ist schon klar, dass die ARD das nicht ausstrahlen wollte (&hellip;)\n<p>Weingartner hat 2004 &ndash; ja, 2004! &ndash; einen anti-neoliberalen Film gemacht. Per 2009 einen oberfl&auml;chlich anti-neoliberalen Film machen w&auml;re peinliche Konjunkturritterei. Einen substanziell antineoliberalen Film per 2004 zu machen war mutig &ndash; auch, wenn ihn die Filmf&ouml;rderung, vermutlich im Rahmen des Proporz, ein bi&szlig;chen unterst&uuml;tzte. Dass die ARD ihn bei der heutigen Austrahlung verf&auml;lschte, spricht B&auml;nde. Das erinnert mich an eine Ausstrahlung von &ldquo;Missing&rdquo; auf N3, als auf einmal die Erw&auml;hnung der (unstreitigen) (Mit-)Verantwortlichkeit Henry Kissingers aus dem Abspann herausgeschnitten wurde (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/kritik-und-kunst.blog.de\/2009\/07\/22\/fetten-jahre-vorbei-ausstrahlung-ard-6569382\/\">Kritik und Kunst<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(RS\/WL)<\/p>\n<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p>\n<ol>\n<li><a href=\"?p=4085#h01\">EU-Staaten verschleiern Kosten der Bankenrettung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4085#h02\"> Investiert wird nur noch, um zu sparen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4085#h03\">USA wollen Derivathandel strenger kontrollieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4085#h04\">Aufsicht verschreckt Weizenspekulanten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4085#h05\">Reform der Finanzaufsicht: US-Regierung schont Ratingagenturen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4085#h06\">Krise, welche Krise? 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