{"id":40853,"date":"2017-11-02T08:30:31","date_gmt":"2017-11-02T07:30:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40853"},"modified":"2017-11-02T08:30:31","modified_gmt":"2017-11-02T07:30:31","slug":"hinweise-des-tages-2991","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40853","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40853#h01\">Jamaika-Sondierungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40853#h02\">Spahn fordert Aus f&uuml;r Rente mit 63<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40853#h03\">Mehr Gerechtigkeit, mehr Wachstum!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40853#h04\">Eurowings: Besch&auml;ftigte warnen vor Lohndumping der Lufthansa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40853#h05\">Wie man Obdachlosigkeit wirksam bek&auml;mpfen k&ouml;nnte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40853#h06\">Bildung als Provokation: Konrad Paul Liessmann &uuml;ber ein System mit vielen Schw&auml;chen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40853#h07\">Homeoffice statt H&ouml;rsaal: Digitalisierung von Uni und Schule<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40853#h08\">Das schwarz-blaue K&uuml;rzungsprogramm in Ober&ouml;sterreich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40853#h09\">Labour kann es noch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40853#h10\">Frankreich macht den Ausnahmezustand zum Normalfall<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40853#h11\">Mit deutscher Dominanz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40853#h12\">&raquo;Schamlose L&uuml;gen&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40853#h13\">Das Schweigen der W&ouml;lfe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40853#h14\">Nachrichten im September<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40853#h15\">Neuanfang &agrave; la SPD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40853#h16\">Das Letzte: Unser Grundeinkommen hei&szlig;t Hartz IV<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Jamaika-Sondierungen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die Gr&uuml;nen trotzen den Schuldensirenen<\/strong><br>\nWas aber sind schon Versprechen, wenn man wie Cem &Ouml;zdemir die schwere Last der &bdquo;staatsb&uuml;rgerlichen Verantwortung&ldquo; auf seinen Schultern versp&uuml;rt? Anders als die vaterlandslosen Gesellen von der SPD, die sich vor der schweren Aufgabe in die Opposition verdr&uuml;cken, hat er gleich noch am Abend nach der Wahl klargemacht, dass die Gr&uuml;nen ihre Heimat so sehr lieben, dass sie bereit sind, gro&szlig;e Opfer auf sich zu nehmen. &Ouml;zdemir hat damit klargemacht, dass komme, was da wolle, er und seinesgleichen auf jeden Fall in der Regierung sitzen wollen.<br>\nWie nun geht man, wenn man der eigenen Karriere Willen bereit ist, alles, aber auch wirklich alles, diesem Ziel unterzuordnen, mit einem Parteitagsbeschluss um, der das Dogma der schwarzen Null von CDU\/CSU und FDP herausfordert? &Ouml;zdemir bedient sich dabei einer Taktik, die ihn als einen idealen Koalitionspartner ausweist und ihn ganz fraglos zum Minister, f&uuml;r was auch immer, qualifiziert. Er gesteht der Fraktion derjenigen innerhalb der Gr&uuml;nen, die die Sinnhaftigkeit der schwarzen Null ganz offensichtlich bezweifeln, zu, dass ihre Motive &ndash; die F&ouml;rderung von Investitionen in die Infrastruktur und die Entlastung kleiner und mittlerer Einkommen &ndash; durchaus aller Ehren wert ist und er das voll und ganz unterst&uuml;tzt und schlie&szlig;t dann einen Satz an, der zu langem Nachdenken einl&auml;dt:\n<p>&bdquo;Wenn man keine Neuverschuldung m&ouml;chte und wenn man gleichzeitig investieren m&ouml;chte in Infrastruktur, dann kann man nicht gleichzeitig die Ausgabenspirale beliebig aufdrehen.&ldquo;<\/p>\n<p>Bei der Demonstration von so viel, nahezu unergr&uuml;ndlichem Tiefsinn und der bewunderswerten F&auml;higkeit so leicht Widerspr&uuml;chliches zusammenzudenken, will auch die Bundesvorsitzende Simone Peter nicht hintanstehen. Man wolle zwar, so sagt sie ohne rot zu werden, auf keinen Fall die schwarze Null &bdquo;als Selbstzweck&ldquo; und auf jeden Fall auch &bdquo;in Klimaschutz, in Bildung, in Infrastruktur&ldquo; investieren und &bdquo;die soziale Gleichheit auch mit finanzielen Mittel st&auml;rken&ldquo;, aber selbstverst&auml;ndlich wolle man auch &bdquo;den Sparkurs halten&ldquo;.<br>\nWer es fertig bringt, gleichzeitig staatliche Investitionen und ein eisernes staatliches Sparen zu fordern, der genie&szlig;t nat&uuml;rlich Narrenfreiheit. Es kann daher nicht &uuml;berraschen, dass alle vier Parteien ohne l&auml;ngere Diskussionen in einem gemeinsamen Papier festgehalten haben, dass &bdquo;die Schuldenbremse des Grundgesetzes eingehalten werden muss&ldquo;. Daher muss man leider Heiner Flassbecks Hoffnung widersprechen und apodiktisch festhalten: &bdquo;Isch leider Gottes no lang net over&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2017\/10\/die-gruenen-widerstehen-den-schuldensirenen\/\">Makroskop<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Gr&uuml;ne lehnen Kompromisse bei Arbeitszeit und Mindestlohn ab<\/strong><br>\nGerade gab es Fortschritte bei den Sondierungsgespr&auml;chen zwischen CDU, FDP und Gr&uuml;nen, da k&uuml;ndigt sich neuer Streit an. Gr&uuml;nenchefin Simone Peter will beim Thema Arbeitszeit und Mindestlohn keine Abstriche machen.<br>\nDie Gr&uuml;nen wollen bei den Regelungen zum Mindestlohn und zu Arbeitszeiten in den Verhandlungen mit Union und FDP keine Lockerung der Gesetze hinnehmen. &ldquo;F&uuml;r uns Gr&uuml;ne sind diese Errungenschaften keine Verhandlungsmasse&rdquo;, sagte Parteichefin Simone Peter am Dienstag. Einer &ldquo;Aush&ouml;hlung&rdquo; des Mindestlohns, etwa durch eine Einschr&auml;nkung der Pflicht zur Arbeitszeiterfassung, k&ouml;nne ihre Partei nicht zustimmen, da weitere Ausnahmen seine Akzeptanz generell schm&auml;lern w&uuml;rden.<br>\nDie Gr&uuml;nen wollten stattdessen mit mehr und verbindlicheren Kontrollen die Umgehung der bestehenden Pflichten beenden, erkl&auml;rte Peter. Auch einer Aufweichung des Arbeitszeitgesetzes, das etwa t&auml;gliche H&ouml;chstarbeitszeiten und Ruhezeiten regelt, &ldquo;stellen wir uns klar entgegen&rdquo;, sagte die Parteivorsitzende.<br>\nDie unterschiedlichen Standpunkte der Jamaika-Parteien waren am Vortag nach Abschluss der Sondierungen zu sozialen Themen deutlich geworden. Gr&uuml;nen-Bundesgesch&auml;ftsf&uuml;hrer Michael Kellner hatte allerdings das grunds&auml;tzliche Bekenntnis zum Mindestlohn gelobt.<br>\nDie Gr&uuml;nen entscheiden am 25. November, ob sie Koalitionsverhandlungen mit Union und FDP aufnehmen wollen. Dazu finde ein Bundesparteitag in Berlin statt, k&uuml;ndigte die Partei an. Die Jamaika-Sondierungsteams gehen davon aus, dass die Sondierungen dann weit genug fortgeschritten sind. Die Abstimmung an der Parteibasis d&uuml;rfte eine der wichtigsten H&uuml;rden f&uuml;r eine Jamaikakoalition sein, die vor allem Gr&uuml;ne vom linken Fl&uuml;gel extrem kritisch sehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/gruene-lehnen-kompromiss-bei-arbeitszeit-und-mindestlohn-ab-a-1175737.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Es bleibt abzuwarten ob die Gr&uuml;nen standhaft bleiben bzw. ab wann sie ihre Grunds&auml;tze f&uuml;r eine Beteiligung an der Macht &uuml;ber Bord werfen. Allerdings zeichnet sich bei den Forderungen der FDP nach einer Lockerung der Regelungen zum Mindestlohn und zu Arbeitszeiten kristallklar ab, dass die Jamaika-Koalition, sollte sie zustande kommen, eine weitere Forcierung in der Durchsetzung der neoliberalen Agenda bedeutet. Auf das Wahlergebnis der AfD und der Gr&uuml;nen im Jahre 2021 darf man gespannt sein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Jamaika: Breites B&uuml;ndnis fordert Ende der Vorratsdatenspeicherung<\/strong><br>\nGr&uuml;ne und FDP treten in ihren Wahlprogrammen f&uuml;r ein Ende der Vorratsdatenspeicherung ein. Ein B&uuml;ndnis aus B&uuml;rgerrechts-, Journalisten-, Berufs- und Wirtschaftsverb&auml;nden fordert, dass die m&ouml;glichen Partner der Union dieses in den Koalitionsverhandlungen auch durchsetzen.<br>\nFDP und Gr&uuml;ne sollen in den Jamaika-Koalitionsverhandlungen ein Ende der Vorratsdatenspeicherung durchsetzen. Das fordern fast zwei Dutzend B&uuml;rgerrechts-, Journalisten-, Berufs- und Wirtschaftsverb&auml;nde in einem offenen Brief an die Bundesvorsitzenden der beiden Parteien.<br>\nDie Speicherung der Verbindungs-, Standort- und Internetdaten sei die &bdquo;sch&auml;dlichste Altlast der Gro&szlig;en Koalition&ldquo; und die am &bdquo;tiefsten in die allt&auml;gliche Privatsph&auml;re eingreifende und unpopul&auml;rste Massen&uuml;berwachungsma&szlig;nahme, die der Staat jemals hervorgebracht hat&ldquo;. Die Verfasser weisen zudem auf die Probleme der Vorratsdatenspeicherung f&uuml;r die Arbeit von &Auml;rzten, Rechtsanw&auml;lten, Psychologen, Beratungsstellen und Journalisten hin. Unterzeichnet haben den Brief unter anderem der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung, der eco-Verband der Internetwirtschaft und Reporter ohne Grenzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2017\/jamaika-breites-buendnis-fordert-ende-der-vorratsdatenspeicherung\/\">Netzpolitik.org<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Den Offenen Brief &ndash; <a href=\"http:\/\/wiki.vorratsdatenspeicherung.de\/Jamaica-Appell\">Jamaika-Appell<\/a> k&ouml;nnen Sie nachlesen.<br>\n&Uuml;brigens: Die NachDenkSeiten haben mehrfach auf Kritik an der Vorratsdatenspeicherung hingewiesen &ndash; u.a. <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36872#h14\">hier<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Spahn fordert Aus f&uuml;r Rente mit 63<\/strong><br>\nVor der neuen Runde der Jamaika-Sondierungen hat CDU-Pr&auml;sidiumsmitglied Jens Spahn die Abschaffung der Rente mit 63 gefordert. &bdquo;Wir sollten diese Form der Fr&uuml;hverrentung auslaufen lassen und mit den eingesparten Milliarden lieber die Renten von Witwen oder Erwerbsgeminderten st&auml;rken&ldquo;, sagte Spahn, der f&uuml;r seine Partei an den Gespr&auml;chen teilnimmt, der &bdquo;Rheinischen Post&ldquo; vom Montag.<br>\nDie von der gro&szlig;en Koalition beschlossene Rente mit 63 f&uuml;r langj&auml;hrig Versicherte werde vor allem von m&auml;nnlichen Facharbeitern genutzt, die eigentlich noch gebraucht w&uuml;rden. Zudem m&uuml;sse eine Koalition aus Union, FDP und Gr&uuml;nen die Sozialversicherungsbeitr&auml;ge unter 40 Prozent halten, auch um kleinere und mittlere Einkommen zu entlasten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/jens-spahn-fordert-aus-fuer-rente-mit-63-15269746.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers W.T.:<\/strong> Jetzt wird dieses Thema wieder mal durch s&auml;mtliche Medien getrieben. Stimmungsmache Alt gegen Jung. Und das auch noch mit Halbwahrheiten. &ldquo;Rente mit 63&rdquo; bedeutet in Wirklichkeit Alter 63 + x Monate plus Grundvoraussetzung mindestens 45 echte Beitragsjahre ( n i c h t   Versicherungsjahre &ndash; au&szlig;erdem werden die x Monate kontinuierlich angehoben). Bedeutet also im Alter von 16-18 ins wirkliche Berufsleben (Ausbildung) und danach l&uuml;ckenlos arbeiten. Ich habe kein schlechtes Gewissen, dass ich diese M&ouml;glichkeit mit meinen 47 Beitragsjahren in Anspruch nehme.<br>\nAu&szlig;erdem ist zu ber&uuml;cksichtigen, dass sehr viele langj&auml;hrig Versicherte (mich eingeschlossen) ohnehin mit 63 in Rente gehen wollten, daf&uuml;r dann aber Abschl&auml;ge in Kauf nehmen mussten (je Monat fr&uuml;her = 0,3% Abschlag  l e b e n s l a n g). Genau die nehmen diese Regelung (63 + x Monate) jetzt in Anspruch und bekommen die Rente ein wenig sp&auml;ter und abschlagfrei. Diese wichtige Tatsache, dass viele der jetzigen &ldquo;63-er-Rentner&rdquo; sowieso vom Arbeitsmarkt und somit als Beitragszahler verschwunden w&auml;ren, wird in der Diskussion immer verschwiegen. Was ebenfalls verschwiegen wird: Die Regelung betrifft nur die Geburtsjahrg&auml;nge 1951 bis 1963 &ndash; ab Geburtsjahr 1964 geht fr&uuml;hestens Rente mit 65 f&uuml;r langj&auml;hrig Versicherte bzw. Regelrente mit 67. Ohne Nennung dieser beiden Tatsachen entsteht schon ein komplett falsches Bild.<br>\nDes Weiteren liegt Herr Spahn v&ouml;llig daneben mit der Aussage, dass man in diesem Alter noch gebraucht wird. Wof&uuml;r gab es denn die Altersteilzeit? Doch nur, damit die Alten besser entsorgt werden k&ouml;nnen. Ich selbst wurde nach &uuml;ber 20 Jahren im Unternehmen mit 61 entsorgt &ndash; vor allen Dingen weil zu teuer. Und so geht es vielen in diesem Alter. Und in der Realit&auml;t hat man (je nach Beruf) ab Mitte 40 schon keine Jobchancen mehr. Also was soll diese bl&ouml;dsinnige Argumentation schon wieder.<br>\nWenn es um Geld geht, sollte Herr Spahn eher mal &uuml;ber die unversch&auml;mten Altersversorgungen der Parlamentarier, Ex-Bundeskanzler und Ex-Bundespr&auml;sidenten nachdenken und hierzu sinnvolle Vorschl&auml;ge unterbreiten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Mehr Gerechtigkeit, mehr Wachstum!<\/strong><br>\nVerm&ouml;gensverteilung: Deutschland h&auml;lt &ldquo;bitteren Spitzenwert in der Eurozone&rdquo;<br>\nDie Ungleichheit im Land ist gef&auml;hrlich f&uuml;r den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Deshalb braucht es jetzt einen grundlegenden Kurswechsel vor allem in der Steuerpolitik. Ein paar gute Ideen g&auml;be es da schon.<br>\nGratulation! &ldquo;Tackling Inequality&rdquo;, zu Deutsch &ldquo;Ungleichheit angehen&rdquo;, so lautet der Titel eines neuen Papiers des Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF), das die westlichen Industriestaaten auffordert, endlich etwas gegen die Ungleichheit in ihren Gesellschaften zu tun. &ldquo;Exzessive Ungleichheit kann den sozialen Zusammenhalt aush&ouml;hlen, zu politischer Polarisierung f&uuml;hren und letztlich das Wachstum senken&rdquo;, hei&szlig;t es dort. Gratulation zu dieser Einsicht! Wenn sie nur Geh&ouml;r und Wirkung f&auml;nde bei den an der Regierungsbildung beteiligten Parteien. Zwar wollen Union, Gr&uuml;ne und FDP ran an die Steuern oder den Soli. Doch offen ist, wohin die Reise geht. Union und FDP setzen auf pauschale Steuersenkung und wollen den Soli abschaffen &ndash; einmal r&uuml;ber mit dem Rasenm&auml;her. Die Gr&uuml;nen wollen die wachsende Ungleichheit eind&auml;mmen, damit der Chefarzt nicht mehr profitiert als die Krankenschwester. Sie setzen auch auf die Verm&ouml;genssteuer, die f&uuml;r Union und FDP nach wie vor Teufelszeug ist. (&hellip;)<br>\nDiese Ungleichheit ist gef&auml;hrlich f&uuml;r unsere Gesellschaft, die sich doch gleichwertige Lebensverh&auml;ltnisse als Staatsziel gesetzt hat. Deshalb braucht es jetzt einen grundlegenden Kurswechsel in der Steuerpolitik. Und dabei geht es nicht einzig darum, Einkommens- und Verm&ouml;gensunterschiede ein St&uuml;ck weit auszugleichen. Es geht auch darum, Reiche und Topverdiener st&auml;rker am Gemeinwesen dieses Landes zu beteiligen. Faire Lebenschancen f&uuml;r alle &ndash; das hei&szlig;t, dass der Staat seine Aufgaben und Dienstleistungen f&uuml;r alle B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger erbringen muss. (&hellip;)<br>\nDazu geh&ouml;rt eine intakte Infrastruktur, also Stra&szlig;en, Br&uuml;cken, Schulen, aber auch der Breitbandausbau. Dazu geh&ouml;rt genug qualifiziertes Personal im &ouml;ffentlichen Dienst, mehr Lehrerinnen und Lehrer, mehr Polizistinnen und Polizisten, mehr Sozialarbeiter und Sozialarbeiterinnen. In all diesen Bereichen wurde jahrzehntelang gek&uuml;rzt und gespart. In der Folge gibt es heute vielerorts einen gigantischen Investitionsstau, der die Zukunftsf&auml;higkeit unseres Landes gef&auml;hrdet.<br>\nDie L&ouml;sung dieser Probleme kann keinesfalls eine weitere Privatisierung von Staatsaufgaben sein, wie sie zuletzt im Falle der Autobahngesellschaft versucht wurde. Eine verantwortungsvolle Politik muss wieder verst&auml;rkt in das Gemeinwesen investieren. Sie muss daf&uuml;r das Steuersystem gerecht und fair gestalten. Eine deutlich h&ouml;here Erbschaftsteuer, die Einf&uuml;hrung einer Verm&ouml;gensteuer, eine Finanztransaktionssteuer, h&ouml;here Steuern f&uuml;r Topverdiener und ein besserer Steuervollzug &ndash; das sind Aufgaben, denen sich die n&auml;chste Bundesregierung annehmen muss, will sie das Land und seinen sozialen Zusammenhalt st&auml;rken und seine politische Stabilit&auml;t bewahren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/gegenblende.dgb.de\/artikel\/++co++d6ac2d1a-bd52-11e7-819b-52540088cada\">Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Eurowings: Besch&auml;ftigte warnen vor Lohndumping der Lufthansa<\/strong><br>\nOffener Brief an Air Berlin-Kollegen zeigt systematische Absenkung von Arbeitsstandards in &Ouml;sterreich. Lufthansa-Management der L&uuml;ge bezichtigt<br>\nIn einem offenen Brief, den wir unten dokumentieren, warnen Besch&auml;ftigte der Eurowings ihre Air Berlin-Kollegen eindringlich davor, bei der &ouml;sterreichischen Lufthansa-Tochter Eurowings Europe anzuheuern. Die Lufthansa hat ihren einstigen Konkurrenten Air Berlin zu gro&szlig;en Teilen geschluckt. Jetzt bietet der deutsche Konzern den Piloten und Flugbegleiter_innen der abzuwickelnden Air Berlin neue Vertr&auml;ge an.<br>\nDer Haken: Die Vertr&auml;ge der Eurowings Europe richten sich nach den Regeln der ArbeitsvertragsOase &Ouml;sterreich. Sie beinhalten nicht nur massive Gehaltseinbu&szlig;en, weniger K&uuml;ndigungsschutz und andere massive Absenkungen deutscher Standards. Die Eurowings-Kollegen zeigen sich verbittert &uuml;ber erb&auml;rmliche Zust&auml;nde in der medizinischen Versorgung und Altersvorsorge; sie beklagen ein miserables Betriebsklima und mangelnde Streit-Kultur in Arbeitsbeziehungen. Das hartgesottene Eurowings-Management setzt offensichtlich voll auf Union Busting.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/arbeitsunrecht.de\/eurowings-mitarbeiter-warnen-vor-lohndumping-der-lufthansa-tochter\/\">Arbeitsunrecht<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wie man Obdachlosigkeit wirksam bek&auml;mpfen k&ouml;nnte<\/strong><br>\nVor drei Jahren lebten in Deutschland 335.000 Menschen auf der Stra&szlig;e, so die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe. 2018 k&ouml;nnten es schon mehr als 500.000 sein. Dabei w&auml;re es relativ einfach, bei R&auml;umungsklagen zu helfen: Hingehen und klingeln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/soziale-not-wie-man-obdachlosigkeit-wirksam-bekaempfen.976.de.html?dram:article_id=399462\">Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> &ldquo;2018 k&ouml;nnten es schon mehr als 500.000 Obdachlose sein&rdquo;. Auch eine Folge explodierender Mieten und daraus resultierender Wohnungsnot. Ein weiterer gesellschaftlicher und sozialpolitischer Skandal, der die Politik nicht im Geringsten interessiert.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Ach, Elend kommt von Armut?<\/strong><br>\nDie Wohlfahrtsverb&auml;nde sch&auml;tzen die Zahl der Wohnungslosen in Berlin auf 20.000, vielleicht sind es sogar mehr. Ungef&auml;hr 6.000 von ihnen leben permanent auf der Stra&szlig;e.<br>\nDas ist Berlin. Alles was einmal entstand, um Armut zu lindern, existiert kaum noch. Die Zahl der Sozialwohnungen, der Hilfseinrichtungen, der Obdachlosenpl&auml;tze, alles verkauft, abgebaut, gentrifiziert. Berlin war immer eine arme Stadt, mit dem Unterschied, dass man das fr&uuml;her politisch und gesellschaftlich nicht nur zur Kenntnis nahm, sondern auch etwas tat. Auf der Homepage des Berliner Schlosses sieht man, wo das Geld des verm&ouml;genden B&uuml;rgertums heutzutage landet: Eine Spendenuhr vermeldet &uuml;bergl&uuml;cklich 73 Millionen Euro, weitere 32 Millionen fehlen, damit auch noch die letzte T&uuml;rklinke originalgetreu nachgegossen werden kann.<br>\nDas einzige Berliner Obdachlosen-Megaevent, ist nicht etwa der Bau eines modernen Asylheims, sondern das G&auml;nseessen zu Weihnachten im Hotel Estrel, das zum 23. Mal in Folge von Frank Zander (&ldquo;Ich trink auf dein Wohl, Marie!&rdquo;) organisiert wird. 3.000 Bed&uuml;rftige sind eingeladen, zu Weihnachten warm, nobel und fein essen zu d&uuml;rfen. Dann m&uuml;ssen sie wieder raus. [&hellip;]<br>\nIst die Ursache f&uuml;r das Elend nicht die Armut? Wenn das einzige Konzept im Moment im Umgang mit Obdachlosigkeit darin besteht, Menschen zu wecken und sie von einem Park in den n&auml;chsten zu scheuchen, ist das alles M&ouml;gliche, aber keine Politik. Vielleicht ist es an der Zeit, dass die Berliner B&uuml;rger nicht die Obdachlosen schm&auml;hen, sondern die Politiker, die durch ihr Handeln das &Auml;chten von Obdachlosen legitimieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/kultur\/2017-11\/obdachlose-berlin-tiergarten-kaelte-nothilfe-deutschstunde\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Man kommt nicht umhin festzuhalten, dass die Verachtung und Ver&auml;chtlichmachung von Menschen, die eigentlich unserer Hilfe bed&uuml;rfen eine Folge der Durchsetzung der neoliberalen Ideologie ist, die Menschen allein nach ihrer &ouml;konomischen Verwertbarkeit beurteilt. Wie in der Einleitung des Artikels beschrieben, sah man eignen Reichtum fr&uuml;her durchaus noch als gesellschaftliche Verpflichtung an. Die neoliberale Ideologie liefert heute die Legitimation nur noch an den eigenen Vorteil zu denken.<\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Schwarze Ampel bringt schwere Zeiten f&uuml;r Mieterinnen und Mieter<\/strong><br>\nWohnungsmangel und bezahlbare Mieten sind mit die dr&auml;ngendsten Probleme, denen sich die neue Bundesregierung stellen muss. Folgt man den Ank&uuml;ndigungen im Wahlkampf, ist von einer Jamaika-Koalition hier wenig Gutes zu erwarten. Bauen, bauen, bauen &ndash; das ist die Antwort, die Union und FDP als Allheilmittel gegen steigende Mieten pr&auml;sentieren. Baukindergeld, erh&ouml;hte Steuerabschreibungen f&uuml;r den Wohnungsbau, Freibetr&auml;ge f&uuml;r die Grunderwerbssteuer, die Abschaffung der Mietpreisbremse, um die Bedingungen f&uuml;r private Vermieter zu verbessen &ndash; all diese Forderungen aus dem Wahlkampf zielen darauf ab, den Wohnungsbau anzukurbeln und Wohneigentum zu f&ouml;rdern. F&uuml;r eine m&ouml;gliche Jamaika-Koalition bildet die Neubauf&ouml;rderung den gr&ouml;&szlig;ten gemeinsamen Nenner in der Wohnungspolitik.<br>\nTats&auml;chlich findet der geforderte Bau-Boom l&auml;ngst statt. Seit dem Tief in den Jahren 2008 und 2009 sind die Neubauzahlen im vergangenen Jahr auf knapp 280.000 Wohnungen gestiegen. F&uuml;r dieses Jahr erwartet die Bauindustrie eine weitere Steigerung auf 320.000 neugebaute Wohnungen.<br>\nDoch der Bau-Boom l&ouml;st keines der dringenden Probleme in den St&auml;dten. Im Gegenteil: Nur eine von 20 neugebauten Wohnungen in den 20 gr&ouml;&szlig;ten St&auml;dten Deutschlands ist f&uuml;r Menschen mit niedrigen und mittleren Einkommen &uuml;berhaupt bezahlbar. Gebaut werden vornehmlich Luxus- oder teure Eigentumswohnungen. Die Mehrheit der Bev&ouml;lkerung findet kaum noch bezahlbaren Wohnraum oder wird wegen steigender Mieten aus ihren Wohnungen verdr&auml;ngt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/schwarze-ampel-bringt-schwere-zeiten-fuer-mieterinnen-und-mieter\/\">die Linke im Bundestag<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Angriff der Heuschrecken<\/strong><br>\n&raquo;Deutsche Wohnen AG&laquo; will den Mietspiegel kippen, globales Kapital den Wohnungsmarkt zum Abschuss freigeben. Mietpreisbremse vor dem Aus (&hellip;)<br>\nSeit Mittwoch gibt es f&uuml;r Mieter in den Gro&szlig;st&auml;dten der BRD drei neue Hiobsbotschaften. Die &raquo;Deutsche Wohnen AG&laquo; will noch kr&auml;ftiger beim Zuhause der Leute zulangen und daf&uuml;r die Mietpreisbremse kippen. Zwei ihrer jahrzehntelangen Mieter sollen vor das Verfassungsgericht des Landes Berlin gezwungen werden. Das wurde am Mittwoch nach einem Bericht des Tagesspiegels bekannt.<br>\nDer Vorgang sei &raquo;ein Anschlag auf das geltende Mietrecht&laquo;, denn er ber&uuml;hrt &raquo;eines der drei zentralen Regularien des verbliebenen Mieterschutzes in der BRD&laquo;, wie Reiner Wild vom Deutschen Mieterbund Berlin gegen&uuml;ber jW ausf&uuml;hrt. (&hellip;)<br>\nAuf die Stadtbewohner kommt allerdings noch mehr zu. Laut einer am Mittwoch ver&ouml;ffentlichten Untersuchung der Wirtschaftspr&uuml;fungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers (PwC) in Zusammenarbeit mit dem &raquo;Urban Land Institute&laquo; haben deutsche Metropolen &raquo;gr&ouml;&szlig;tes Entwicklungspotential&laquo; &ndash; ein Begriff, bei dem es allen, die nichts zu erben haben, kalt den R&uuml;cken hinunterlaufen muss: Mit Berlin, Frankfurt, M&uuml;nchen und Hamburg plazieren sich der Studie zufolge vier deutsche St&auml;dte unter den &raquo;Top-sechs-Standorten mit den besten Investitionspotentialen 2018&laquo;. Denn: &raquo;Bev&ouml;lkerungszuwachs (&hellip;) und politische Stabilit&auml;t &ndash; das m&ouml;gen Investoren, und genau davon profitiert Deutschland!&laquo; so PwC-Elitepartnerin Susanne Eickermann-Riepe bei der Pr&auml;sentation.<br>\nDas hei&szlig;t: Der Gentrifizierungsdruck wird noch weiter zunehmen, die Bewohner werden noch beschleunigter ausgetauscht werden. Noch mehr Wasser auf die M&uuml;hlen der Rechten. Wenn Wohnungen &raquo;fehlen&laquo;, das Zuhause verlassen werden muss, die Konkurrenz zunimmt, werden f&uuml;r die rechte Propaganda wieder Weltverschw&ouml;rung, Fl&uuml;chtlinge oder Faulpelze als Schuldige herhalten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/320998.angriff-der-heuschrecken.html\">junge Welt<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Bildung als Provokation: Konrad Paul Liessmann &uuml;ber ein System mit vielen Schw&auml;chen<\/strong><br>\nNach der Reform ist vor der Reform. Seit einigen Jahren krempeln europ&auml;ische L&auml;nder ihre Bildungspolitik geh&ouml;rig um. &ldquo;Pisa&rdquo;, &ldquo;Bologna&rdquo;, so lauten einige der Schlagworte. Konrad Paul Liessmann ist ein profilierter Kritiker gegenw&auml;rtiger Bildungspolitik. Diese arbeite nicht an Verbesserungen, sondern an der Abschaffung von Bildung.<br>\nWas vermag Bildung, womit ist sie &uuml;berfordert? Diese Frage steht im Zentrum der Interventionen des Wiener Philosophen Konrad Paul Liessmann. Sein neues Buch versammelt Beitr&auml;ge zur Bildungspolitik und Kulturkritik. Die Zusammenstellung mutet dem Leser die eine oder andere Wiederholung zu, aber gerade dadurch wird deutlich, was den Autor umtreibt:\n<p>&ldquo;Ich habe die Studienpl&auml;ne, die Lehrpl&auml;ne studiert. Ich arbeite ja seit Jahren im Universit&auml;tssystem. Ich hab die Bologna-Reform von Anfang an mitgemacht, ich kenne die Debatten, die Sitzungen, die Gremien, die Vorstellungen und Konzeptionen, die hier herumschwirren, das hei&szlig;t also, ich w&auml;re manchmal froh, wenn&rsquo;s nur &Uuml;bertreibungen w&auml;ren&hellip;&rdquo;<\/p>\n<p>So antwortet Konrad Paul Liessmann in einer Fernseh-Talkshow auf die Frage, ob er nicht doch ein zu schwarzes Bild male von der gegenw&auml;rtigen Bildungspraxis, dem schulischen und akademischen Alltag. Keineswegs, glaubt Liessmann, die Bildung werde buchst&auml;blich zugrunde gerichtet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/bildung-als-provokation-konrad-paul-liessmann-ueber-ein.1310.de.html?dram:article_id=399097\">Deutschlandfunk<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Homeoffice statt H&ouml;rsaal: Digitalisierung von Uni und Schule<\/strong><br>\nBildung muss digital werden, behaupten Politik und Wirtschaft. Ob man so mehr und besser lernt, wird nicht diskutiert. Ralf Lankau, Professor f&uuml;r Medientheorie in Offenburg, bereitet die Entwicklung Sorge. Im Gespr&auml;ch mit Studis Online beklagt er kollektives Brainwashing, teure Irrwege und das &bdquo;weltweit gr&ouml;&szlig;te Experiment am lebenden Objekt&ldquo;. [&hellip;]<br>\nFangen wir mit dem Menschen und FDP-Vorsitzenden Christian Lindner an, der sich im Bundestagswahlkampf mit dem Spruch &bdquo;DIGITAL FIRST. BEDENKEN SECOND.&ldquo; plakatieren lie&szlig;. Sollte man sich um diesen Herrn nicht doch besser sehr vordringlich Sorgen machen?<br>\nRalf Lankau: W&uuml;rde er sein Pl&auml;doyer wirklich ernst meinen, m&uuml;sste man sich in der Tat um seine geistige Gesundheit sorgen und ihn postwendend als nicht zurechnungsf&auml;hig aus dem Verkehr ziehen. Wer die notwendige Reflexion &uuml;ber die Folgen von Digitaltechnik, also die klassische Technikfolgeabsch&auml;tzung ausblenden will, kann weder politisch noch als Person ernst genommen werden. Andererseits passt das ins Bild. Deutschland ist im Digitalfieber: Digital-Agenda, Digitalgipfel, Digitalpakte. Die Art, wie diese Technik propagiert und abgefeiert wird, hat etwas von Heilslehre und einem Fetisch. Und auf dieser populistischen Pro-Digital- Welle, die von der IT-Wirtschaft und ihren Lobbyisten losgetreten wurde, reitet eben auch Lindner. [&hellip;]<br>\nWie verh&auml;lt es sich mit dem Nutzen? Politik und Wirtschaft bauen ja darauf, dass sich die Digitalisierungsoffensive auf lange Sicht rentieren wird, etwa in Gestalt besser qualifizierter Schulabg&auml;nger, Lehrlinge und Studierender. Gibt es daf&uuml;r irgendwelche belastbaren Belege?<br>\nEben nicht und das macht den Ansatz vollends absurd. Schon die ber&uuml;hmte Metaanalyse &bdquo;Visible Learning&ldquo; des neuseel&auml;ndischen P&auml;dagogen John Hattie, hat gezeigt, dass Rechner und Software in Schulen nichts bringen. Eine PISA-Sonderauswertung der OECD-Studie &bdquo;Students, Computers and Learning&ldquo; ergab, dass in den vergangenen zehn Jahren Investitionen in die IT-Ausstattung der Schulen keine nennenswerten Verbesserungen der Sch&uuml;lerleistungen in Lesekompetenz, Mathematik oder Naturwissenschaften erbrachten.<br>\nSelbst in einer Telekom-Studie steht, was auch bei Hattie zu lesen ist: &bdquo;Die verst&auml;rkte Nutzung digitaler Medien f&uuml;hrt offensichtlich nicht per se zu besseren Sch&uuml;lerleistungen. Vielmehr kommt es auf die Lehrperson an.&ldquo; Andreas Schleicher, OECD-Direktor f&uuml;r Bildung, formulierte es in einem Interview mit einer australischen Zeitung so: &bdquo;Wir m&uuml;ssen es als Realit&auml;t betrachten, dass Technologie in unseren Schulen mehr schadet als n&uuml;tzt.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.studis-online.de\/Studieren\/art-2049-digitalisierung-interview.php\">Studis Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Das schwarz-blaue K&uuml;rzungsprogramm in Ober&ouml;sterreich<\/strong><br>\nOber&ouml;sterreich macht vor, was ganz &Ouml;sterreich unter Schwarz-Blau droht. K&uuml;rzen wird zum Staatsauftrag, Ausgaben f&uuml;r Soziales und Kultur lediglich als Belastung dargestellt und die Schw&auml;chsten in der Gesellschaft im Stich gelassen. Dagmar Andree &uuml;ber die Pl&auml;ne der &Ouml;VP-FP&Ouml;-Regierung in Linz.<br>\nEine Woche nach der Nationalratswahl lie&szlig;en &Ouml;VP und FP&Ouml; die Masken fallen. Am 23. Oktober pr&auml;sentierten sieben M&auml;nner und zwei Frauen &ndash; Regierungsmitglieder und Klubobleute von &Ouml;VP und FP&Ouml; &ndash; das neue K&uuml;rzungsprogramm f&uuml;r das Land Ober&ouml;sterreich. Die Vorgaben wurden gleich zu Beginn klar gestellt: Auf Seite eins der Presseunterlagen prangte ein Null-Euro-Symbol. Erkl&auml;rtes Ziel ist, die Einstufung durch die Ratingagentur Standard and Poor&rsquo;s positiv zu beeinflussen.<br>\nUnd noch etwas machte Schwarz-Blau in Ober&ouml;sterreich gleich zu Beginn deutlich: Die anderen haben nichts zu sagen. Bei der Pressekonferenz waren weder die Soziallandesr&auml;tin (SP&Ouml;) noch der Integrationslandesrat (Gr&uuml;ne) geladen. Ihnen wurde &uuml;ber die Medien mitgeteilt, welche K&uuml;rzungen ihr jeweiliges Ressort umzusetzen hat. (&hellip;)<br>\nNull Spielraum im Sozialbereich<br>\nZehn Prozent Einsparungen im Ermessensbereich bedeuten massive Einschnitte. Es trifft beeintr&auml;chtigte Kinder und deren Angeh&ouml;rige, weil Ferienprogramme gestrichen werden m&uuml;ssen. Diese wichtige Entlastung f&uuml;r berufst&auml;tige Angeh&ouml;rige k&ouml;nnen diese nicht durch Eigenleistungen kompensieren. Meist wird hier schon durch Teilzeitarbeit auf Einkommen verzichtet, da ist kein Spielraum. Heizkostenzusch&uuml;sse f&uuml;r MindestpensionistInnen, Ausbildungsprojekte f&uuml;r Jugendliche, die es schwerer haben am Arbeitsmarkt Fu&szlig; zu fassen oder die Schulsozialarbeit &ndash; all diese wichtigen Leistungen sind nun von K&uuml;rzungen bedroht.<br>\nAuch im Sozial- und Pflegebereich lassen die Ank&uuml;ndigungen Schlimmes erahnen. Bereits jetzt sind die Lohn- und Arbeitsbedingungen im Sozialbereich extrem belastend. Im Schnitt werden die Belegschaften auch &auml;lter. Hier br&auml;uchte es eigentlich Entlastung, zus&auml;tzliche Mittel f&uuml;r Personalausgleich und h&ouml;here Bezahlung f&uuml;r enorme Leistungen. Durch die K&uuml;rzungen passiert das Gegenteil. Sie f&uuml;hren zu Einschnitten in der Qualit&auml;t &ndash; sowohl f&uuml;r die, die Leistungen in der mobilen Pflege oder f&uuml;r Menschen mit Beeintr&auml;chtigung beanspruchen als auch f&uuml;r die Lebensqualit&auml;t der Besch&auml;ftigten. Die oft gelobten Jobs der Zukunft werden zur Gesundheits- und Existenzgef&auml;hrdung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/mosaik-blog.at\/oberoesterreich-schwarz-blau-programm-kuerzungen\/\">mosaik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Droht &auml;hnliches etwa auch in Deutschland?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Labour kann es noch<\/strong><br>\nLabour kann es noch, auch in Neuseeland. Die neue Regierung dort startet mit einer sozialpolitischen Offensive. Noch ehe das Kabinett unter der 37j&auml;hrigen Sozialdemokratin Jacinda Ardern offiziell im Amt ist, haben viele ihrer Landsleute Grund zur Freude. Eine der ersten Entscheidungen galt der Anhebung des Mindestlohns. Der liegt aktuell bei 15,75 Neuseeland-Dollar (NZD) pro Stunde (etwa 9,30 Euro) und soll bis 2021 schrittweise auf 20 NZD angehoben werden. Ab April kommenden Jahres wird demnach in einem ersten Schritt der Mindestverdienst auf 16,50 Dollar angehoben. W&auml;hrend Gewerkschaften und von den Medien befragte Geringverdiener die Ank&uuml;ndigung ausdr&uuml;cklich begr&uuml;&szlig;en, warnte die Wirtschaftslobby: Der Schritt k&ouml;nnte sch&auml;dlich f&uuml;r die Besch&auml;ftigungssituation sein und das &ouml;konomische Wachstum ersticken. Doch das ficht die Regierungsfraktionen aus New Zealand Labour Party, Gr&uuml;nen und der rechtsb&uuml;rgerlichen New-Zealand-First-Partei nicht an, hatten sie doch genau das in der Koalitionsvereinbarung festgelegt. (&hellip;)<br>\nDas aktuelle Dreierb&uuml;ndnis kann als au&szlig;ergew&ouml;hnlich gelten und erinnert an die regierende Links-rechts-Koalition in Griechenland. Im Wellington kooperieren drei Parteien gegen den eigentlichen &raquo;Wahlsieger&laquo; Nationalpartei, eine davon nationalistisch, und sie setzen sozialpolitische Akzente. Die Koalition will ebenfalls stark in Infrastruktur investieren und gerade in bisher benachteiligten Regionen f&uuml;r mehr Arbeitspl&auml;tze sorgen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/320966.labour-kann-es-noch.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Vielleicht war der Gang der hiesigen SPD in die Opposition doch nicht so clever. K&ouml;nnte wenigstens ein Versuch einer Koalition mit FDP, Gr&uuml;nen und Linken lohnen?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Frankreich macht den Ausnahmezustand zum Normalfall<\/strong><br>\nMit dem neuen Anti-Terror-Gesetz haben franz&ouml;sische Sicherheitskr&auml;fte fast so grosse Befugnisse wie unter dem Ausnahmezustand. Ob das mehr Sicherheit bringt, bleibt unklar.<br>\nMan muss sich das Entsetzen und die nackte Angst vergegenw&auml;rtigen, die im November vor zwei Jahren Frankreich erfassten, als islamistische Attent&auml;ter mitten in Paris 130 Personen in einem Konzertsaal, in Restaurants und auf der Strasse erschossen. Nur dann kann man nachvollziehen, warum ausgerechnet die freiheitsliebenden Franzosen mit so grosser Mehrheit die Verh&auml;ngung des Ausnahmezustands unterst&uuml;tzten, der die B&uuml;rgerrechte des Einzelnen bei der Terrorbek&auml;mpfung der Sicherheit der Allgemeinheit unterordnete.<br>\nDer Ausnahmezustand gilt ununterbrochen seit 23 Monaten, gegen keine der sechs Verl&auml;ngerungen regte sich bemerkenswerter Widerstand. Die Angst ist geblieben &ndash; und auch die Bedrohung. Als der fr&uuml;here Pr&auml;sident Fran&ccedil;ois Hollande im Juli letzten Jahres andeutete, man m&uuml;sse bald zur Normalit&auml;t zur&uuml;ckkehren, raste wenige Stunden sp&auml;ter ein Lastwagen in eine Menschenmenge in Nizza, und das Thema war wieder vom Tisch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/frankreich-macht-den-ausnahmezustand-zum-normalfall-ld.1325387\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Mit deutscher Dominanz<\/strong><br>\nDie Bundeswehr vermeldet neue Fortschritte beim Aufbau von EU-Streitkr&auml;ften. Gleich zwei Kooperationsvereinbarungen konnte sie im Oktober unter Dach und Fach bringen: mit Frankreich und Ungarn. Auch dar&uuml;ber hinaus schreitet der Ausbau der milit&auml;rischen Zusammenarbeit auf dem Kontinent voran. Offiziell im NATO-Rahmen angelegt, ist er faktisch vom transatlantischen B&uuml;ndnis weitgehend unabh&auml;ngig. Mittlerweile beteiligen sich auch bislang neutrale Staaten wie &Ouml;sterreich und bald vielleicht sogar die Schweiz. (&hellip;)<br>\nDie Cluster und Gro&szlig;verb&auml;nde, die im Rahmen des FNC entstehen, werden von nationalen Streitkr&auml;ften gebildet, nicht etwa von NATO-Einheiten. &raquo;Zwar ist die M&ouml;glichkeit vorgesehen, FNC-Verb&auml;nde der NATO zu unterstellen&laquo;, erl&auml;uterte die SWP. &raquo;Im Grundsatz jedoch verbleiben die &rsaquo;gro&szlig;en Truppenk&ouml;rper&lsaquo; Kr&auml;fte der Staaten, und sie k&ouml;nnten etwa auch in Operationen der EU eingesetzt werden.&laquo; Praktisch bedeutet dies, dass da Einheiten entstehen, die jederzeit als &raquo;europ&auml;ischer Pfeiler der NATO&laquo; gemeinsam mit den USA, alternativ aber auch auf eigene Rechnung im Namen der EU eingesetzt werden k&ouml;nnen. An der Schl&uuml;sselposition sitzt dabei die Rahmennation, die den Laden zusammenh&auml;lt und seine konkrete Verwendung steuern kann.<br>\nDabei ist die Spannweite des Gesamtvorhabens beachtlich. Insgesamt beteiligen sich bislang &ndash; Deutschland eingerechnet &ndash; 20 Staaten; sieben von ihnen haben sich inzwischen bereit erkl&auml;rt, Teile ihrer Streitkr&auml;fte in Einheiten eines anderen Landes zu integrieren. Mit dabei ist ein NATO-Staat, der nicht der EU angeh&ouml;rt &ndash; n&auml;mlich Norwegen &ndash;, daneben aber auch EU-Staaten, die keine NATO-Mitglieder und offiziell sogar neutral sind: Wie die Bundeswehr berichtet, haben &Ouml;sterreich und Finnland inzwischen Absichtserkl&auml;rungen zur Beteiligung am FNC unterzeichnet. Zudem haben Schweden und die Schweiz &raquo;Interesse an einer Mitarbeit signalisiert&laquo;. Perspektivisch k&ouml;nnte es also m&ouml;glich werden, Streitkr&auml;fte des gesamten Kontinents gemeinsam in Kriege zu schicken &ndash; koordiniert durch die Rahmennation Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/321260.mit-deutscher-dominanz.html\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>&raquo;Schamlose L&uuml;gen&laquo;<\/strong><br>\nErneute Kampagne gegen Syrien und Russland wegen angeblichen Einsatzes von Chemiewaffen<br>\nRussland hat in der vergangenen Woche im UN-Sicherheitsrat mit einem Veto die Verl&auml;ngerung des Einsatzes von Inspektoren der Organisation f&uuml;r das Verbot chemischer Waffen (OPCW) in Syrien verhindert. Der russische Vertreter bei den Vereinten Nationen, Wassili Nebensja, begr&uuml;ndete das Veto damit, dass noch kein Bericht dieses &raquo;Gemeinsamen UN-Untersuchungsmechanismus&laquo; f&uuml;r Syrien (JIM) vorliege. Die von den westlichen M&auml;chten eingebrachte Resolution sei deshalb verfr&uuml;ht und nicht ausgereift. Bolivien, das dem Sicherheitsrat derzeit als nicht st&auml;ndiges Mitglied angeh&ouml;rt, unterst&uuml;tzte die russische Position, China und Kasachstan enthielten sich.<br>\nIm russischen Au&szlig;enministerium hie&szlig; es, ob das JIM-Mandat um ein weiteres Mal verl&auml;ngert werde, m&uuml;sse die Analyse des Berichts &uuml;ber dessen Arbeit im vergangenen Jahr ergeben. Der Report werde am 7. November dem Sicherheitsrat vorgelegt, dann k&ouml;nne man entscheiden, ob und wie das Mandat verl&auml;ngert werden m&uuml;sse. Es sei ein &raquo;Markenzeichen&laquo; der USA geworden, &raquo;die eigene Position anderen aufzwingen zu wollen&laquo;, sinnvolle Argumente w&uuml;rden nicht vorgelegt. &raquo;Sie l&uuml;gen schamlos. Sie haben den JIM, die OPCW und den Sicherheitsrat bei der Kehle gepackt, ihre Unnachgiebigkeit ist weder nach dem V&ouml;lkerrecht noch nach diplomatischen Regeln noch mit gesundem Menschenverstand nachvollziehbar.&laquo;<br>\nDem russischen Veto folgte prompt eine internationale politische und Medienkampagne gegen die syrische Regierung und ihre Verb&uuml;ndeten. Basierend auf Ausz&uuml;gen aus dem bisher nicht ver&ouml;ffentlichten JIM-Report berichteten internationale Medien und Agenturen, die Inspektoren machten Damaskus f&uuml;r den Chemiewaffenangriff in Chan Schaichun am 4. April 2017 verantwortlich. F&uuml;r den Einsatz von Senfgas am 15. und 16. September 2016 in Umm Hausch soll dagegen die Dschihadistenmiliz &raquo;Islamischer Staat&laquo; (IS) verantwortlich sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/320544.schamlose-l%C3%BCgen.html\">Karin Leukefeld in junge Welt<\/a>\n<p>dazu: <strong>US General Says 4,000 American Troops Are in Syria<\/strong><br>\nThe Pentagon loves lying about troop levels in its major wars, and that&rsquo;s been particularly true in Iraq and Syria, where after being called out for underreporting several times they officially decided they were going to stop telling the public troop levels at all.<br>\nMaj. Gen. James Jarrard told reporters today that the US has about 4,000 ground troops in Syria, which is nearly 4,000 more troops than they&rsquo;ve ever admitted to before. This figure apparently wasn&rsquo;t supposed to be public, as other Pentagon officials were quickly scrambling to walk back that announcement.<br>\nPentagon spokesman Eric Pahon claimed to have no idea what the 4,000 figure was meant to represent, but insisted that the official figure for US troops in Syria is just 503. Whether that&rsquo;s a firm count, or just the usual Pentagon hand-waving number, was unclear.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/news.antiwar.com\/2017\/10\/31\/us-general-says-4000-american-troops-are-in-syria\/\">Antiwar.com<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Was sagt eigentlich die syrische Regierung oder\/und das V&ouml;lkerrecht zum &ldquo;Aufenthalt&rdquo; der US-Soldaten in Syrien? Der ist offenbar v&ouml;lkerrechtswiedrig, da Syrien lediglich Russland um Hilfe gebeten hatte. Aber das scheint die US-Administration und ihrem General nicht zu interessieren.<\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Syria&rsquo;s Extremist Opposition<\/strong><br>\nLast week, U.S. Secretary of State Rex Tillerson said that the rule of Syrian President Bashar al-Assad was &ldquo;coming to an end.&rdquo; But with the rapid decline of both the Islamic State (or ISIS) and foreign support for the so-called rebels, this notion is wishful thinking for most of the international community. For years, news of Assad&rsquo;s demise has been greatly exaggerated. So too have the negative consequences of his survival, not because of his record but because the most likely alternative to his rule has been even worse, at least as far as U.S. national security is concerned.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.foreignaffairs.com\/articles\/middle-east\/2017-10-30\/syrias-extremist-opposition\">Foreign Affairs<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.I.:<\/strong> Vielleicht zeichnet sich hier eine narrative Wende innerhalb der Think-Tank-Eliten ab. Anpassung an die Realit&auml;t sozusagen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Das Schweigen der W&ouml;lfe<\/strong><br>\nSeit einigen Tagen ist klar, wer das Schmutzdossier bezahlt hat, mit der die Anti-Putin-Hysterie in den USA angeheizt werden konnte.<br>\nSie erinnern sich? Die Dauerhits beim Chorheulen der W&ouml;lfe in Medienhausen?<br>\nPutin hat die US-Wahl gehackt! Putin hat den ehemaligen DIA Chef Michael Flynn &bdquo;umgedreht&ldquo;! Donald Trump ist Putins erpressbarer Lakai, seit der Perversling sich in einem Hotel von Prostituierten vollpinkeln lie&szlig;, in einem Bett, in dem Barack Obama schon mal geschlafen hatte! Und Putin &ndash; hier setzt dunkles Raunen ein &ndash; hat m&ouml;glicherweise und wahrscheinlich davon ein Video&hellip;Das erkl&auml;rt doch alles.<br>\nDiese Verschw&ouml;rungstheorie war wesentlicher Inhalt einer Schmutz-Akte, die durch st&auml;ndige &bdquo;Berichterstattung&ldquo; in den realexistierenden Qualit&auml;tsmedien auf beiden Seiten des Atlantiks die Nachrichtenlage pr&auml;gt. Die Schmutz-Akte hatte der ehemalige britische Geheimagent John Steele als kommerzielle Auftragsarbeit angefertigt.<br>\nUS Medien meldeten, die Auftraggeber des ehemaligen MI-6 Agenten Steele seien republikanische Politiker der &bdquo;Never Trump&ldquo; Fraktion gewesen.<br>\nSteeles &bdquo;Erkenntnisse&ldquo; waren verschiedenen US Medien vor der Wahl angeboten worden, aber kein Medium wollte sie ver&ouml;ffentlichen. Der Steele Bericht wurde dann aber von John McCain an die US Geheimdienste weitergereicht. Die erste Pressever&ouml;ffentlichung fand in der Internetpublikation Buzzfeed statt, zwei Monate nach der Wahl, aber 10 Tage vor dem Amtsantritt von Donald Trump. Sie war eine Art Kriegserkl&auml;rung an Trump, wie sie &uuml;brigens auch Claus Kleber und Elmar Thevessen, beide tief verflochten mit US Thinktanks, bereits unmittelbar nach der Wahl abgegeben hatten, mit Worten, die es bis dahin in der US Berichterstattung des ZDF nie gegeben hatte. Fr&uuml;her h&auml;tten solche Bemerkungen die Karriere beendet. Jetzt muss man offenbar austeilen, um weiter am Ball zu bleiben. [&hellip;]<br>\nHillary Clinton sagte am 6. Januar 2017: &ldquo;Siebzehn Geheimdienste, und alle sind sich einig. Ich wei&szlig; aus meiner Erfahrung als Senatorin und Au&szlig;enministerin, wie selten das ist. Sie (die Geheimdienste) sind mit gro&szlig;er Zuversicht zu der Einsch&auml;tzung gelangt, dass die Russen eine gro&szlig;angelegte Informationskriegs-Kampagne gegen meinen Wahlkampf f&uuml;hrten, mit dem Ziel, die W&auml;hler zu beeinflussen. Wir glauben, dass sie das mit bezahlter Werbung taten, durch Fake News Webseiten, durch tausende Agenten, durch Bots, die, wie sie wissen, dieses Zeug immer und immer wieder ausspuckten. Durch die Algorithmen, die sie entwickelt haben.&ldquo;<br>\nDas war schlicht falsch, Fake News. Es waren nur drei US Dienste, und in den drei Diensten nur handverlesene Mitarbeiter, die zu der Schlussfolgerung gelangt waren, dass etwas an den Vorw&uuml;rfen dran sein k&ouml;nnte. Die Schlussfolgerung selektierter &bdquo;Experten&ldquo; war also keine Einsch&auml;tzung der Geheimdienste, sondern eine Einsch&auml;tzung von ausgew&auml;hlten Geheimdienstmitarbeitern &uuml;ber eine Auftragsarbeit. Mit anderen Worten: Ein Propaganda-Popanz. Die Story der &bdquo;Glorreichen 17&ldquo; wurde in den deutschen Medien ausgiebig verbreitet, die Aufkl&auml;rung &uuml;ber das &bdquo;Mickrige Trio&ldquo; fand nicht statt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kenfm.de\/das-schweigen-der-woelfe\/\">KenFM<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Nachrichten im September<\/strong><br>\nPropaganda f&uuml;r die neoliberalen Parteien CDU, CSU, SPD, FDP, Gr&uuml;ne und AfD<br>\nIm September &ndash; dem Monat der Bundestagswahl! &ndash; waren in den Nachrichtensendungen der gro&szlig;en TV-Anstalten je 397mal Politiker der Regierungsparteien CDU und SPD zu Gast. 134mal kam die damals noch nicht im Bundestag vertretene AfD zu Wort, 132mal die Gr&uuml;nen, 122mal die Regierungspartei CSU. DIE LINKE als st&auml;rkste Oppositionspartei kam mit 73 Auftritten noch nach der damals au&szlig;erparlamentarischen FDP (77). Das hat das Institut f&uuml;r empirische Medienforschung (IFEM) errechnet.<br>\nW&auml;hrend Kanzlerin Merkel im Wahlmonat 231mal in &bdquo;Tagesschau&ldquo;, &bdquo;Tagesthemen&ldquo;, &bdquo;heute&ldquo; und &bdquo;heute journal&ldquo;, &bdquo;RTL aktuell&ldquo; und &bdquo;SAT.1 Nachrichten&ldquo; vorkam, davon 96mal im O-Ton, ihr Herausforderer von der SPD, Martin Schulz, 144mal, wurde die Spitzenkandidatin der LINKEN Sahra Wagenknecht den Zuschauerinnen und Zuschauern gerade einmal 23mal pr&auml;sentiert.<br>\nDiese Berichterstattung zugunsten der Regierungsparteien und zweier au&szlig;erparlamentarischer Parteien muss man aufgrund ihrer Einseitigkeit schon Propaganda nennen. Hier zeigt sich wieder einmal, wie die Machtstrukturen unserer Gesellschaft eine Politik, in der sich bei L&ouml;hnen, Renten und sozialen Leistungen die Interessen der Mehrheit durchsetzen, verhindern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376.47953.188971457830996\/1583925675002227\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Neuanfang &agrave; la SPD<\/strong><br>\nDie Posten in der SPD sind neu vergeben. Doch besetzt sind sie mit alten Bekannten. Ein Neuanfang s&auml;he anders aus &ndash; und Andrea Nahles sollte sich schon einmal in Position bringen, meint Daniel Pokraka in seinem Kommentar. [&hellip;]<br>\nUnd so bleibt Fraktionschefin Andrea Nahles die einzige, die in der SPD sowohl f&uuml;r einen Generationswechsel als auch f&uuml;r einen inhaltlichen Neuanfang steht. Sie ist eine profilierte Linke, aber keine Klassenk&auml;mpferin, hat als Arbeitsministerin SPD-Politik geliefert und ist l&auml;ngst auch konservativen W&auml;hlern vermittelbar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/radio\/wdr5\/sendungen\/morgenecho\/kommentare\/miese-woche-fuer-die-spd-100.html\">WDR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Nun, wie der Kommentator darauf kommt, dass gerade Nahles &bdquo;in der SPD sowohl f&uuml;r einen Generationswechsel als auch f&uuml;r einen inhaltlichen Neuanfang steht &hellip;&rdquo;, m&uuml;sste er einmal genauer erl&auml;utern. Nahles hat als Bundesministerin f&uuml;r Arbeit und Soziales daf&uuml;r gesorgt, dass das Hartz IV Repressionsregime weiter versch&auml;rft wurde und hat mit der Ausweitung der betrieblichne Altersvorsorge, die Interessen der Finanzindustrie bedient.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Das Letzte: Unser Grundeinkommen hei&szlig;t Hartz IV<\/strong><br>\nWarum sollte man angesichts faktischer Vollbesch&auml;ftigung ein bedingungsloses oder solidarisches Grundeinkommen einf&uuml;hren? Der &ldquo;Spiegel&rdquo;-Kolumnist Jan Fleischhauer sieht darin wenig Sinn. Au&szlig;erdem gebe es doch schon ein Grundeinkommen: &ldquo;Es hei&szlig;t halt Hartz IV.&rdquo;<br>\nBerlins Regierender B&uuml;rgermeister Michael M&uuml;ller (SPD) hat eine weitere Variante des Grundeinkommens in die Diskussion gebracht: ein &ldquo;solidarisches Grundeinkommen&rdquo;. Dessen Bezieher sollen im Gegenzug gemeinn&uuml;tzige Arbeit leisten: Sperrm&uuml;llbeseitigung etwa, das S&auml;ubern von Parks, Begleit- und Einkaufsdienste f&uuml;r Behinderte oder Babysitting f&uuml;r Alleinerziehende.<br>\nDer Journalist und &ldquo;Spiegel&rdquo;-Kolumnist Jan Fleischhauer verspricht sich wenig von dieser Idee. &ldquo;Ich habe den Eindruck, dass Herr M&uuml;ller lange nicht mehr bei Leuten war, die versuchen, Menschen in Arbeit zu bringen, die seit Jahren nicht mehr gearbeitet haben&rdquo;, sagte er im Deutschlandfunk Kultur.<br>\nDiese Menschen k&ouml;nnten wahrscheinlich nicht mehr richtig arbeiten, &ldquo;weil sie zum Beispiel morgens gar nicht mehr aus dem Bett finden. Oder eben tags&uuml;ber schon so beschickert sind, dass Sie sie jedenfalls nicht an irgendeine Maschine lassen k&ouml;nnen&rdquo;, so der Journalist. &ldquo;Und jetzt kann ich zu denen sagen: Recht doch mal ein bisschen den Garten oder so. Das kann ich alles machen. Aber ob uns das in Deutschland so wahnsinnig nach vorne bringt, wage ich doch zu bezweifeln.&rdquo;<br>\nDa in Deutschland faktisch Vollbesch&auml;ftigung herrsche, sehe er auch keine Notwendigkeit, den Arbeitsmarkt grunds&auml;tzlich zu &uuml;berholen, sagt Fleischhauer. Auch gebe es hierzulande doch l&auml;ngst ein bedingungsloses Grundeinkommen. &ldquo;Es hei&szlig;t halt Hartz IV.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/spiegel-kolumnist-jan-fleischhauer-unser-grundeinkommen.2950.de.html?dram:article_id=399456\">Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Fleischhauer in seiner origin&auml;ren Rolle als Apologet der herrschenden Verh&auml;ltnisse, der dabei seiner zynischen Verachtung f&uuml;r Erwerbslose und Hartz IV Bezieher wieder einmal freien Lauf l&auml;sst. Wer sich &uuml;ber die zunehmende rhetorische und verbale Gewalt in den sozialen Netzwerken und der &ouml;ffentlichen Debatte beklagt, darf sich bei Figuren wie Fleischhauer bedanken, der seine gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit &ouml;ffentlich und unwidersprochen im Deutschlandradio zelebrieren darf. Selbstverst&auml;ndlich bleibt auch die Behauptung, dass &ldquo;in Deutschland faktisch Vollbesch&auml;ftigung herrsche &hellip;&rdquo; ohne Widerrede. Vollends unversch&auml;mt wird Fleischhauer, wenn er anderen Menschen unterstellt, nicht mehr richtig arbeiten zu k&ouml;nnen. Was die Frage aufdr&auml;ngt, ob Feischhauer, der sich zweifellos als &ldquo;Qualit&auml;tsjournalist&rdquo; betrachtet, &uuml;berhaupt jemals in seinem Leben richtig gearbeitet hat.<br>\nMan kann zu einem bedingungslosen Grundeinkommen unterschiedlicher Meinung sein, Hartz IV als solches zu bezeichnen ist eben zynisch. Hartz IV ist nicht bedingungslos, sondern mit einem schikan&ouml;sen und erniedrigenden Repressions- und Saktionsregime verkn&uuml;pft.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-40853","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40853","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=40853"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40853\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":40856,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40853\/revisions\/40856"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=40853"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=40853"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=40853"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}