{"id":40871,"date":"2017-11-03T08:30:07","date_gmt":"2017-11-03T07:30:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40871"},"modified":"2017-11-03T08:30:07","modified_gmt":"2017-11-03T07:30:07","slug":"hinweise-des-tages-2992","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40871","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40871#h01\">Was die offizielle Arbeitslosenzahl verschweigt: 3,34 Millionen Menschen ohne Arbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40871#h02\">Wer einen besseren Job findet, der geht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40871#h03\">Sozialstaat: Verdr&auml;ngt vom Immobilienboom<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40871#h04\">Die Liberalen haben keine Ahnung von Volkswirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40871#h05\">Sicher durch die Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40871#h06\">Deutsche Luftfahrt-Offensive<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40871#h07\">Macrons neues Frankreich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40871#h08\">Lebensversicherungen werden zur Handelsware<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40871#h09\">Anh&ouml;rung im US-Kongress: Ex-FBI-Agent verlangt, dass Facebook, Google und Twitter Aufr&uuml;hrer &bdquo;zum Schweigen&ldquo; bringen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40871#h10\">Europarat: Faktenchecks wirkungslos gegen &ldquo;Informationsverschmutzung&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40871#h11\">Demn&auml;chst &uuml;berm Westerwald?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40871#h12\">&bdquo;Jobcenter Rebellin&ldquo; mit dem &bdquo;Preis f&uuml;r Zivilcourage&ldquo; ausgezeichnet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40871#h13\">Die AfD macht sich n&uuml;tzlich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40871#h14\">Jetzt bewiesen: ARD-Faktenfinder sind vollkommen unabh&auml;ngig!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40871#h15\">Lobby-Man&ouml;ver in letzter Minute<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40871#h16\">H&ouml;r mal, Lenin<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Was die offizielle Arbeitslosenzahl verschweigt: 3,34 Millionen Menschen ohne Arbeit<\/strong><br>\nIm Oktober 2017 gab es offiziell 2,39 Millionen Arbeitslose. Das sind rund 60.000 Personen weniger als im Vormonat.<br>\nNicht in der offiziellen Arbeitslosenzahl enthalten sind allerdings rund 953.000 ebenfalls faktisch Arbeitslose, darunter\n<ul>\n<li>knapp 710.000 Menschen, die an arbeitsmarktpolitischen Ma&szlig;nahmen teilnahmen,<\/li>\n<li>knapp 81.000 am Tag der Erfassung Krankgeschriebene und<\/li>\n<li>rund 163.000 &uuml;ber 58-J&auml;hrige, die innerhalb der letzten 12 Monate kein Jobangebot erhielten.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Insgesamt ergibt sich so eine tats&auml;chliche Arbeitslosenzahl von rund 3,34 Millionen Menschen. Gegen&uuml;ber dem Vormonat hat die Zahl der &bdquo;inoffiziell Arbeitslosen&ldquo; um rund 21.000 Personen zugenommen (O-Ton berichtete).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.o-ton-arbeitsmarkt.de\/o-ton-news\/was-die-offizielle-arbeitslosenzahl-verschweigt-334-millionen-menschen-ohne-arbeit\">O-Ton Arbeitsmarkt<\/a><\/p>\n<p>dazu: <strong>Fast eine Million Menschen sind auch im Oktober 2017 aus der Arbeitslosenstatistik herausgerechnet worden.<\/strong><br>\nStatt 2.388.711 sind tats&auml;chlich 3.342.199 Menschen erwerbslos. Nicht als erwerbslos gez&auml;hlt wurden zum Beispiel Arbeitslose, die krank sind, einen Ein-Euro-Job haben oder an Weiterbildungen teilnehmen. Sabine Zimmermann, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag, kritisiert, dass viele Menschen am Arbeitsmarkt einfach abgeschrieben werden und Millionen Besch&auml;ftigte Niedrigl&ouml;hne beziehen. Sie fordert einen grundlegenden Kurswechsel: Arbeit muss wieder existenzsichernd werden!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/171103_HDT_01.gif\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/linksfraktion\/photos\/a.128711298433.106721.123921283433\/10155151762208434\/?type=3&amp;theater\">die Linke im Bundestag via Facebook<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Eine Million Arbeitslose mehr: Wie die Arbeitslosenzahl sch&ouml;ngerechnet wird<\/strong><br>\nDer Arbeitsmarkt entwickelt sich freundlich. Seit Jahren sinkt die Zahl der Arbeitslosen. Doch viele Arbeitslose werden gar nicht mitgez&auml;hlt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/heute\/arbeitslose-wer-in-der-statistik-nicht-beruecksichtigt-wird-100.html\">ZDF<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Diese Zahlentrickserei ist inzwischen auch f&uuml;r die regierungsamtlichen Medien unertr&auml;glich.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wer einen besseren Job findet, der geht<\/strong><br>\nVier H&amp;M-Filialen befinden sich rund um den Marienplatz in M&uuml;nchen, nur wenige Schaufenster voneinander entfernt. Wer die Gesch&auml;fte der schwedischen Modekette verl&auml;sst, st&ouml;&szlig;t dort in diesen Tagen wom&ouml;glich auf eine sarkastische Kontaktanzeige, mit Tesafilm an ein Stra&szlig;enschild geklebt: &ldquo;Teilzeit-Lebensgef&auml;hrte auf Abruf gesucht! Gemeinsame Hobbys unerw&uuml;nscht. Leider arbeite ich bei H&amp;M. Deshalb habe ich keine festen Arbeitszeiten und brauche einen Freund, der KEINEN WERT auf gemeinsame Hobbys legt und auf Abruf Zeit hat.&rdquo;<br>\nEs ist ein Protest gegen die offenbar bei H&amp;M &uuml;bliche Praxis der Arbeit auf Abruf: Viele Mitarbeiter haben sogenannte Flex-Vertr&auml;ge &ndash; Arbeitsvertr&auml;ge, die beispielsweise 10, 15, oder 20 Mindeststunden pro Woche vorsehen. Doch wann jemand arbeitet und ob und wieweit er &uuml;ber die Mindeststunden hinaus arbeiten kann, h&auml;ngt vom Bedarf des Fililalleiters ab. Die Folgen der Flex-Vertr&auml;ge: Das Einkommen kann von Monat zu Monat stark schwanken, Mitarbeiter sehen sich gezwungen, alles stehen und liegen zu lassen, um kurzfristig eine Schicht zu &uuml;bernehmen &ndash; weil sonst das Geld nicht reicht. Laut einer Umfrage der Betriebsr&auml;te bei H&amp;M arbeiten in den von ihnen betreuten Filialen 41 Prozent der Besch&auml;ftigten auf Abruf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/arbeit\/2017-10\/h-und-m-arbeitsbedingungen-kritik-betriebsrat-kuendigung\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Was man hier nicht vergessen sollte zu erw&auml;hnen, H&amp;M befindet sich im Besitz der schwedischen Familie Persson. Der Sohn des Unternehmensgr&uuml;nders Erling Persson, Stefan Persson, geh&ouml;rt mit einem gesch&auml;tzten Verm&ouml;gen von 28 Milliarden US-Dollar zu den Superreichen und ist aktuell der reichste Schwede. Hier wird deutlich wie gro&szlig;e Verm&ouml;gen zustande kommen, wer letztendlich von den ausbeuterischen Arbeitsverh&auml;ltnissen profitiert. Interessant w&auml;re hier auch zu erfahren unter welchen Bedingungen H&amp;M seine Kleidung herstellen l&auml;sst. H&amp;M l&auml;sst u.a in Bangladesch, Pakistan, Kambodscha und Vietnam produzieren. Die Vermutung liegt nahe, dass dies in den Textilfabriken unter den bekannten m&ouml;rderischen Arbeitsbedingungen geschieht.<\/em><\/p>\n<p>Siehe dazu auch: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40570\">Die Verh&auml;ltnisse bei H&amp;M zeigen, wie verlogen Merkels Parolen sind. Statt &bdquo;uns geht es gut&ldquo; kommt die totale Flexibilisierung und damit die totale Ausbeutung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Sozialstaat: Verdr&auml;ngt vom Immobilienboom<\/strong><br>\nMitten im Immobilienboom werden Hartz-IV-Empf&auml;nger aus Wohnungen gedr&auml;ngt, die den Kommunen zu teuer sind. Viele geraten in existenzielle N&ouml;te. Wie gerecht ist der Sozialstaat noch? Zwei Betroffene erz&auml;hlen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/immobilien-boom-wie-gerecht-ist-der-sozialstaat-noch-die-reportage-a-1170309.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ein durchaus empathischer Artikel, der die N&ouml;te von Hartz-IV-Betroffenen beleuchtet. Nur ist vor diesen Problemen monatelang und jahrelang gewarnt worden, und hat halt der SPIEGEL jahrelang gegen die &ldquo;viel zu gro&szlig;z&uuml;gig&rdquo; bemessene Arbeitslosenhilfe gehetzt, niedrigere L&ouml;hne propagiert und *genau solche* &ldquo;Reformen&rdquo; gefordert, deren Ergebnis hier beschrieben wird. Irgendeine Auseinandersetzung, ein Schuldeingest&auml;ndnis des SPIEGEL?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die Liberalen haben keine Ahnung von Volkswirtschaft<\/strong><br>\nDie FDP hat die Eurokrise bis heute nicht verstanden. Sollte Christian Lindner in einer schwarz-gelb-gr&uuml;nen Koalition Finanzminister werden, d&uuml;rfte das der Untergang der Liberalen werden. Und f&uuml;r alle anderen w&auml;re der Schaden erheblich. [&hellip;]<br>\nGerade die Liberalen sollten dies wissen: Sie haben von 2009 bis 2013 den Wirtschaftsminister gestellt, haben also die besonders turbulenten Zeiten der Eurokrise erlebt &ndash; und zu verantworten. Man h&auml;tte erwarten k&ouml;nnen, dass sie aus ihren Irrt&uuml;mern lernen. Zu diesen Fehlern geh&ouml;rte, Griechenland in eine Staatsinsolvenz zu schicken. Wie bei einem konkursreifen Unternehmen kam es 2012 zu einem Schuldenschnitt, bei dem die Besitzer von griechischen Staatsanleihen einen gro&szlig;en Teil ihres Verm&ouml;gens verloren. Es wurde nach dem beliebten Motto verfahren: Strafe muss sein. Wenn Banken und Versicherungen so leichtsinnig waren, Griechenland allzu viel Geld zu leihen, dann sollten sie daf&uuml;r b&uuml;&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/gegenblende.dgb.de\/artikel\/++co++23748608-bef5-11e7-a901-52540088cada\">Gegenblende<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Dass die Liberalen keine Ahnung von Volkswirtschaft haben, mag ja stimmen, aber die Behauptung, der griechische Schuldenschnitt von 2012 habe dazu gef&uuml;hrt, dass Besitzer griechischer Staatsanleihen einen gro&szlig;en Teil ihres Verm&ouml;gens verloren h&auml;tten, ist falsch. Der Sinn des Schuldenschnitts bestand ja gerade darin, die privaten Gl&auml;ubiger zu retten, wie man schon lange auf den NachDenkSeiten <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18230\">nachlesen<\/a> kann. Im Prinzip hat damals eine &Auml;nderung der Gl&auml;ubigerstruktur stattgefunden. Die Forderungen privater Gl&auml;ubiger wurden dem &ouml;ffentlichen Sektor &uuml;bergeben, ohne gro&szlig;e Verluste f&uuml;r Banken, Fonds und Versicherungen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Sicher durch die Krise<\/strong><br>\nUm mehr als sechs Prozentpunkte brach das Bruttoinlandsprodukt 2009 ein. Ein heftiger R&uuml;ckgang der Besch&auml;ftigung w&auml;re zu erwarten gewesen, doch Massenentlassungen blieben aus. Was ist geschehen? Die IMK-Forscher Alexander Herzog-Stein und Fabian Lindner sowie Simon Sturn von der University of Massachusetts haben die Vorg&auml;nge auf dem Arbeitsmarkt analysiert und mit den Folgen fr&uuml;herer Rezessionen verglichen. Ergebnis: Es waren vor allem Arbeitszeitkonten und Kurzarbeit, die Jobs gerettet haben, insgesamt 1,3 Millionen Stellen.<br>\nOb nach den &Ouml;lkrisen der 1970er-Jahre oder nach dem Platzen der Dotcom-Blase zur Jahrtausendwende: Stets wurden &ndash; in Relation zum R&uuml;ckgang der Wirtschaftsleistung &ndash; mehr Arbeitnehmer entlassen. Der R&uuml;ckgang der wirtschaftlichen Aktivit&auml;t schlug sich zu 30 bis 50 Prozent in K&uuml;ndigungen nieder. In der letzten Krise, der &bdquo;Gro&szlig;en Rezession&ldquo;, waren die sozialpartnerschaftlich ausgehandelten Modelle zur Arbeitszeitflexibilisierung jedoch so weit ausgereift, dass &bdquo;in den meisten Firmen eine Krisenstrategie zum Einsatz kam, die darauf setzte, eine Zeit lang die Produktion zu drosseln, statt Besch&auml;ftigte auf die Stra&szlig;e zu setzen&ldquo;. Lediglich zw&ouml;lf Prozent des Produktionsr&uuml;ckgangs &bdquo;&uuml;bersetzten sich&ldquo; diesmal in Entlassungen, so die Forscher.<br>\nDer Ursprung f&uuml;r tarifvertragliche Arbeitszeitinstrumente wie Arbeitszeitkonten und zeitweilige Ver&auml;nderungen der Regelarbeitszeit, geht der Studie zufolge auf Verhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie in den 1980er-Jahren zur&uuml;ck. Hier sei der Grundstein gelegt worden, um konjunkturellen R&uuml;ckschl&auml;gen mit kollektiv vereinbarten Arbeitszeitinstrumenten entgegenwirken zu k&ouml;nnen. Im Jahr 2009 bestand bereits f&uuml;r die H&auml;lfte aller Besch&auml;ftigten irgendeine M&ouml;glichkeit der Arbeitszeitanpassung, in der Industrie habe die Quote sogar deutlich h&ouml;her gelegen, schreiben die Wissenschaftler. Daran h&auml;tten Mitbestimmung und deutsches Tarifvertragssystem einen wesentlichen Anteil.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/111364_111370.htm\">B&ouml;ckler Impuls<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Man kann mit guten Argumenten gerade noch die Kurzarbeit rechtfertigen, die den Arbeitnehmern wirklich n&uuml;tzt, aber sollte dann nicht verschweigen, dass Kurzarbeitergeld aus Steuern, die zu 80 Prozent aus Mehrwertsteuereinnahmen und Lohnsteuern bestehen, also fast ausschlie&szlig;lich von der Arbeitnehmerseite gezahlt wird. &Ouml;ffnungsklauseln werden von Unternehmen regelm&auml;&szlig;ig genutzt, um L&ouml;hne zu senken; als Gewerkschaftsinstitut ein solches Instrument hoch zu loben, ist unertr&auml;glich. Und wenn die Anzahl der Arbeitsstunden gesunken ist, aber die Anzahl der Stellen nicht, dann gibt es immer mehr Teilzeitarbeit und immer niedrigere L&ouml;hne zu Lasten der Arbeitnehmer. Im modernen Feudalismus wie im fr&uuml;hen Feudalismus sind sinkende L&ouml;hne also ein Qualit&auml;tsmerkmal f&uuml;r ein gutes Leben. Woanders lobt das IMK sogar einen <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/imk_6456.htm?produkt=HBS-006688\">&ldquo;Aufschwung mit Ma&szlig; und Mitte&rdquo;<\/a>, d.h. einen Aufschwung, in dem die L&ouml;hne weiterhin hinter Produktivit&auml;tssteigerung und Zielinflationsrate weit hinterherhinken.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Deutsche Luftfahrt-Offensive<\/strong><br>\nBegleitet von massiven Manipulationsvorw&uuml;rfen geht die Deutsche Lufthansa europaweit auf Expansionskurs. Mittelfristig wolle man rund ein Drittel des europ&auml;ischen Marktes kontrollieren, lie&szlig; die Konzernf&uuml;hrung Ende Oktober verlauten. K&uuml;rzungen bei der Belegschaft und Absprachen mit dem Flughafenbetreiber Fraport haben der Lufthansa Rekordgewinne verschafft, die nun in den Kauf von Konkurrenten investiert werden k&ouml;nnen. Nach der umstrittenen &Uuml;bernahme von Air Berlin, die mit Hilfe der Bundesregierung durchgef&uuml;hrt wurde und nach Ansicht anderer Airlines gegen europ&auml;isches Wettbewerbsrecht verstie&szlig;, soll der Aufkauf von Teilen der Alitalia die Lufthansa, wie es hei&szlig;t, &ldquo;wieder in die Offensive&rdquo; bringen. Damit werde der deutsche Traditionskonzern die &ldquo;dominierende Rolle des Lufthansa-B&uuml;ndnisses in weiten Teilen Europas&rdquo; zementieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7435\/\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Macrons neues Frankreich<\/strong><br>\nDer Pr&auml;sident krempelt in royalistischem Gepr&auml;nge das Land f&uuml;r die Wirtschaftsbosse um<br>\nEs war eine Szene, die Frankreichs Lohnabh&auml;ngige schon aus dem Vormonat kannten: Der Boss, Staatspr&auml;sident Emmanuel Macron, setzte sich vor Fernsehkameras an seinen Louis-quinze-Schreibtisch und z&uuml;ckte den F&uuml;llfederhalter. Dann unterschrieb er ein Gesetz, die neue &raquo;Loi antiterroriste&laquo;, die das 67-Millionen-Volk in eine Art permanenten Ausnahmezustand versetzen wird. Einen &raquo;Zustand&laquo;, den die Nationalversammlung am 18. Oktober nach 23 Monaten zwar aufgehoben, aber sofort durch einfache &Auml;nderung des Titels als &raquo;normales&laquo;, demokratisch abgestimmtes Regelwerk wieder eingef&uuml;hrt hatte. Das neue Arbeitsrecht, der &raquo;Code du travail&laquo;, und die Abschaffung der Verm&ouml;gensteuer f&uuml;r Reiche und Superreiche runden das bisherige Werk eines sich selbst &raquo;politisch links&laquo; nennenden Pr&auml;sidenten ab, der dabei ist, die Gesellschaft f&uuml;r eine neue Spielart des Raubtierkapitalismus gef&uuml;gig zu machen. (&hellip;)<br>\nLohnabh&auml;ngige und ihre Gewerkschaften stehen seit den Parlamentswahlen vom 11. Juni einem offenbar un&uuml;berwindbaren Bollwerk gegen&uuml;ber, das sich &raquo;La R&eacute;publique en Marche&laquo; nennt und als politische Bewegung, als neue Partei, die Basis der &raquo;Macronisten&laquo; ist. Sie stellt in der Nationalversammlung 350 der 577 Abgeordneten, eine satte Mehrheit von 123 Mandaten gegen&uuml;ber der Opposition. Seinen Ministerpr&auml;sidenten holte sich Macron von den &raquo;Republikanern&laquo;, der Formation des rechtskonservativen ehemaligen Pr&auml;sidenten Nicolas Sarkozy, wichtige Mitglieder der Regierung wie Innenminister Collomb kommen aus der vorherigen Regierungspartei Parti Socialiste (PS). Verweigert haben sich ihm nur die Kommunisten, die Gr&uuml;nen und der Parti de Gauche mit seinem Wortf&uuml;hrer Jean-Luc M&eacute;lenchon. Was noch auf sie zukommen wird, m&ouml;gen die Lohnabh&auml;ngigen in den gro&szlig;en, meist multinational handelnden Betrieben inzwischen ahnen. Wissen werden sie es erst, wenn sie sich demn&auml;chst zum Protest sammeln und dann Gefahr laufen, zu &raquo;Terroristen&laquo; abgestempelt zu werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/321009.macrons-neues-frankreich.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Ein Vorbild f&uuml;r Deutschland oder\/und die Europ&auml;ische Union? Hoffentlich nicht! Aber zu bef&uuml;rchten ist, dass Macron auch hierzulande seine Anh&auml;nger hat &ndash; insbesondere bei den &ldquo;Eliten&rdquo; in Medien und &Ouml;konomie sowie in der Politik.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Franz&ouml;sischer Abschied von Finanztransaktionssteuer<\/strong><br>\n&bdquo;Macron bleibt auch als Pr&auml;sident Investmentbanker. Wer ein Jahrzehnt nach der Finanzkrise die Finanztransaktionssteuer torpediert, hat die Krise Europas nicht verstanden&ldquo;, kommentiert der Bundestagsabgeordnete und Finanzpolitiker Fabio De Masi Berichte der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, wonach Frankreichs Pr&auml;sident Emmanuel Macron Derivate von der Finanztransaktionssteuer ausnehmen m&ouml;chte. De Masi weiter:<br>\n&bdquo;Derivate &ndash; also abgeleitete Finanzinstrumente bzw. Wetten auf die Entwicklung von Rohstoffpreisen und anderen Finanzindizes &ndash; sind laut Gro&szlig;investor Warren Buffet &sbquo;finanzielle Massenvernichtungswaffen&lsquo;. Eine Finanztransaktionssteuer auf den Aktienhandel zu beschr&auml;nken, degradiert diese zur B&ouml;rsenumsatzsteuer. Macron verkauft sich als gro&szlig;er Europ&auml;er, hat aber nur die franz&ouml;sischen Universalbanken im Sinn, die besonders in Derivate investierten und durch ihre Gr&ouml;&szlig;e und Vernetzung ein Systemrisiko sind. Die &sbquo;Jamaika&lsquo;- Parteien m&uuml;ssen nun beweisen, ob sie die Finanzm&auml;rkte auf Entzug setzen oder die Regierungsbank der Deutschen Bank sein wollen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/franzoesischer-abschied-von-finanztransaktionssteuer\/\">die Linke im Bundestag<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Lebensversicherungen werden zur Handelsware<\/strong><br>\nImmer mehr Versicherer verkaufen die Lebensversicherungen ihrer Kunden an Finanzunternehmen &ndash; die Versicherten werden vorher nicht gefragt. Aus Verbrauchersicht besteht Reformbedarf bei den Lebensversicherungen.<br>\nLebensversicherungen waren immer &ldquo;ein Bund f&uuml;rs Leben&rdquo;: Sie waren des Deutschen liebstes Vorsorgeprodukt f&uuml;rs Alter, wurden oft im jungen Alter abgeschlossen und liefen Jahrzehnte. Doch jetzt werden langj&auml;hrige Vertragsbindungen, die auf Vertrauen und nachhaltigen Versprechen aufbauen, einseitig ver&auml;ndert: Viele Anbieter von Lebensversicherungen denken dar&uuml;ber nach, ihre Best&auml;nde an andere Finanzunternehmen zu verkaufen. Die Versicherten werden vorher nicht gefragt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++7c074466-bfb5-11e7-925c-52540088cada\">DGB klartext<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Anh&ouml;rung im US-Kongress: Ex-FBI-Agent verlangt, dass Facebook, Google und Twitter Aufr&uuml;hrer &bdquo;zum Schweigen&ldquo; bringen<\/strong><br>\nF&uuml;hrende Vertreter der Rechts- und Sicherheitsabteilungen von Facebook, Twitter und Google erschienen am Dienstag vor dem Rechtsausschuss des US-Senats zu einer Anh&ouml;rung &uuml;ber &bdquo;extremistische Inhalte und russische Desinformation im Internet&ldquo;. Vier Stunden lang machten die Senatoren geltend, sozialer Widerstand innerhalb der Vereinigten Staaten sei auf &bdquo;Unterwanderung durch das Ausland&ldquo; zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, und daher m&uuml;sse die Verbreitung oppositioneller Ansichten zensiert werden. (&hellip;) Clint Watts, ehemaliger Offizier der US-Armee und ehemaliger FBI-Agent sowie Mitglied der &bdquo;Alliance for Securing Democracy&ldquo; (Allianz zur Sicherung der Demokratie), verk&uuml;ndete in apokalyptischer Manier: &bdquo;B&uuml;rgerkriege beginnen nicht mit Sch&uuml;ssen, sondern mit Worten. Amerikas Krieg mit sich selbst hat schon begonnen. Wir m&uuml;ssen jetzt alle auf dem Schlachtfeld der sozialen Medien t&auml;tig werden, um Informationsrevolten zu unterdr&uuml;cken, die sehr schnell zu gewaltsamen Auseinandersetzungen f&uuml;hren und uns leicht in die Gespaltenen Staaten von Amerika verwandeln k&ouml;nnten.&ldquo; Er f&uuml;gte hinzu: &bdquo;Das Artilleriefeuer von Falschinformationen, denen die Nutzer sozialer Medien ausgesetzt sind, wird nur beendet, wenn die Kan&auml;le, die gef&auml;lschte Geschichten verbreiten, zum Schweigen gebracht werden. Bringt die Waffen zum Schweigen und das Trommelfeuer hat ein Ende.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.wsws.org\/de\/articles\/2017\/11\/02\/goog-n02.html\">WSWS<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Es wird immer grotesker. Folgen die Internetfirmen diesen unverbl&uuml;mten Zensur-Forderungen, dann werden die USA und mit ihnen ein gro&szlig;er Teil der Online-Welt mehr und mehr zu einer Kopie der fr&uuml;heren Sowjetunion.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Manipulationen im US-Wahlkampf: Pl&ouml;tzlich sind Google und Facebook ganz kleinlaut<\/strong><br>\nVor dem US-Kongress m&uuml;ssen sich Facebook, Twitter und Google verantworten, weil sie die russische Einmischung in die Pr&auml;sidentschaftswahl duldeten. Die Konzerne geben sich reuig &ndash; denn sie wollen sch&auml;rfere Gesetze verhindern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/netzpolitik\/russlands-einfluss-auf-us-wahlen-silicon-valley-verteidigt-sich-a-1176161.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Es ist einfach l&auml;cherlich. Ein paar FB-Anzeigen sollen den US-Wahlkampf entschieden haben? Da h&auml;tten sich alle Kandidaten ihre millionenschweren Wahlkampagnen ja sparen k&ouml;nnen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Europarat: Faktenchecks wirkungslos gegen &ldquo;Informationsverschmutzung&rdquo;<\/strong><br>\nInitiativen wie der ARD-Faktenfinder oder Facebooks Kooperation mit dem Netzwerk Correctiv, die der Verbreitung von Falschmeldungen im Internet entgegenwirken sollen, sind weitgehend wirkungslos. Dies ist der Tenor eines Berichts zur zunehmenden &ldquo;Informationsunordnung&rdquo;, den der Europarat am Dienstag ver&ouml;ffentlicht hat. Darin ist nachzulesen: &ldquo;Einfach nur mehr &lsquo;faktische Informationen&rsquo; in das &Ouml;kosystem hineinzudr&uuml;cken, ist eine potenzielle Verschwendung von Zeit und Ressourcen, wenn dabei nicht die emotionalen und rituellen Kommunikationselemente ausreichend verstanden werden.&rdquo; (&hellip;) &ldquo;Wir m&uuml;ssen Ger&uuml;chte und Verschw&ouml;rungen mit ansprechenden und m&auml;chtigen Erz&auml;hlungen bek&auml;mpfen, die sich derselben Techniken bedienen wie Desinformation.&rdquo; Es sollte also etwa darum gehen, emotionale Antworten mit starken visuellen Aspekten zu finden und diese mehrfach zu wiederholen. Die t&auml;gliche Informationsaufnahme von Netzb&uuml;rgern nur mit gegenl&auml;ufigen trockenen Nachrichten anzureichern, bringe Filterblasen nicht zum Platzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Europarat-Faktenchecks-wirkungslos-gegen-Informationsverschmutzung-3876978.html\">Heise Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Das ist wohl der Offenbarungseid der &ldquo;Fake News&rdquo;-Bek&auml;mpfer: Unbequeme Nachrichten soll nun nicht mehr mit Fakten, sondern mit Gegenpropaganda gekontert werden. Was f&uuml;r ein &ldquo;Fortschritt&rdquo;!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Demn&auml;chst &uuml;berm Westerwald?<\/strong><br>\nZwischen den USA und Russland ist ein neues nukleares Wettr&uuml;sten entbrannt. In Europa k&ouml;nnten neue, gef&auml;hrliche Raketen stationiert werden. Der bisherigen Bundesregierung schien das egal zu sein.<br>\nWarum sollten sich Europ&auml;er f&uuml;r Floppy Disks in Wyoming und f&uuml;r Eisenbahn-Pritschenwagen im s&uuml;dwestrussischen Kapustin Yar interessieren? Weil aus beiden eine atomare Bedrohung dieses Kontinents erw&auml;chst, wie es sie seit den 1980er Jahren nicht mehr gab. Alles kommt gerade wieder: Ost-West-Spannungen, Raketen, nukleare Angriffsszenarien und Pr&auml;sidenten, deren Rationalit&auml;t schwer einzusch&auml;tzen ist.<br>\nEurop&auml;ische Verteidigungspolitiker &uuml;bersehen seit L&auml;ngerem geflissentlich, dass sich Amerika und Russland in einem neuen R&uuml;stungswettlauf befinden. Jetzt aber werden sie hinschauen m&uuml;ssen, vor allem die neue Bundesregierung. Denn was in den kommenden Monaten in Washington und Moskau entschieden wird, k&ouml;nnte zu einer hochriskanten Stationierung neuer Atomwaffen in Deutschland f&uuml;hren. Es k&ouml;nnte sogar, im schlimmsten Fall, das Ende all jener Abr&uuml;stungsvertr&auml;ge mit sich bringen, die in den vergangenen 40 Jahren m&uuml;hsam zwischen Ost und West geschmiedet worden sind.<br>\nUm mit den Floppy Disks in Wyoming zu beginnen: Sie sind das anschaulichste Beispiel daf&uuml;r, wie sehr das US-Atomwaffenarsenal technisch veraltet ist. Bis heute werden in den Kommandozentralen von amerikanischen Raketensilos die breiten, biegsamen Datenscheiben aus den 70er Jahren verwendet, und zwar in jenen Computern, die einen Feuerbefehl des US-Pr&auml;sidenten empfangen w&uuml;rden. Nicht nur diese Hardware soll nun ersetzt werden, sondern auch die ebenso betagten Minuteman-Interkontinentalraketen, Atom-U-Boote, Bomberjets, Kommunikationssatelliten sowie s&auml;mtliche nuklearen Raketensprengk&ouml;pfe und Bomben.<br>\nZu Letzteren z&auml;hlen auch die sogenannten B61-Atomwaffen, die auf dem Fliegerhorst B&uuml;chel in Rheinland-Pfalz lagern. Ihre Sprengkraft ist flexibel und kann das gut 20-Fache der Zerst&ouml;rungsenergie der Hiroshima-Bombe erreichen. Die B61 m&uuml;ssten, so will es die &ldquo;nukleare Teilhabe&rdquo; der Nato, im Kriegsfall von Bundeswehr-Tornados abgeworfen werden. Auch diese Bomben sollen durch eine zielgenauere Variante ersetzt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2017\/44\/atomwaffen-russland-usa-aufruestung-eu-kritik\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Auf den neuen Ost-West-Konflikt &ndash; insbesondere zwischen USA\/EU und Russland &ndash; haben die NachDenkSeiten seit langer Zeit hingewiesen. U.a. hier:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27770\">Eine interessante Sicht auf die Entstehung des nach 1990 wiederbelebten Konfliktes zwischen West und Ost<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23767\">Zur Strategie der Umorientierung vom Ende des Ost-West-Konfliktes hin zur Neubelebung: Meinungsmache von Karsten Voigt und Nato-Stoltenberg<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21493\">Wie kam es zum neuen Ost-West-Konflikt und wie sich Medien auf der &bdquo;Hauptstra&szlig;e&ldquo; auff&uuml;hren.<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p><em>&Uuml;brigens: Weshalb Herr Bittner der deutschen Bundesregierung eine quasi passive Rolle (ihr &ldquo;schien das egal zu sein&rdquo;) zuschiebt, bleibt r&auml;tselhaft. Zum Beispiel in den genannten NachDenkSeiten-Beitr&auml;gen b) und c) wird deutlich, dass auch deutsche (Regierungs-)Politiker entscheidend an einem Konflikt mit Russland mitgewirkt haben. Ein erneutes Wettr&uuml;sten w&auml;re dann doch lediglich konsequent, oder?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>&bdquo;Jobcenter Rebellin&ldquo; mit dem &bdquo;Preis f&uuml;r Zivilcourage&ldquo; ausgezeichnet<\/strong><br>\nAm 29. Oktober wurde Jana Grebe mit dem &bdquo;Preis f&uuml;r Zivilcourage&ldquo; durch die Solbach-Freise-Stiftung ausgezeichnet. Jana Grebe arbeitete bis zu ihrer Selbstk&uuml;ndigung als Fallmanagerin im Jobcenter in Osterholz-Scharmbeck. Ich durfte die Laudatio halten, die ich hier einstelle.<br>\nSehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Mitglieder der Solbach-Freise-Stiftung, sehr geehrter Landrat Bartels, liebe G&auml;ste, liebe Jana!<br>\nZun&auml;chst m&ouml;chte ich mich f&uuml;r die Einladung und der damit verbundenen Laudatio f&uuml;r die diesj&auml;hrige Preistr&auml;gerin des &bdquo;Preises f&uuml;r Zivilcourage&ldquo;, Jana Grebe herzlich bedanken. Als ich die Anfrage dazu von der Solbach-Freise-Stiftung erhielt, habe ich mich sehr gefreut. Es ist mir eine gro&szlig;e Ehre f&uuml;r meine Ex-Kollegin, die wirklich Mut und damit Zivilcourage bewiesen hat, diese Laudatio zu halten. Am liebsten w&uuml;rde ich monatlich Laudationes halten, um aufzuzeigen, dass sehr viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit dem &bdquo;Hartz &ndash;IV-Regime&ldquo; nicht einverstanden sind. Aber soweit sind wir leider noch nicht.<br>\nUm die Preistr&auml;gerin zu w&uuml;rdigen, m&ouml;chte ich &uuml;bergreifend fragen, worin bestanden der eigentlich der Mut und die Zivilcourage von Jana Grebe? Sollte es nicht selbstverst&auml;ndlich sein, unsinnige Anweisungen, bzw. im Beh&ouml;rdenkonstrukt Weisungen, zu verweigern bzw. &uuml;berhaupt herauszugeben? Und was hat Jana Grebe &bdquo;verbrochen&ldquo;, was dazu f&uuml;hrte, nach verlorenem Arbeitsgerichtsprozess, ihren sicheren Arbeitsplatz im &ouml;ffentlichen Dienst selbst zu verlassen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/inge-hannemann.de\/jobcenter-rebellin-mit-dem-preis-fuer-zivilcourage-ausgezeichnet\/\">Inge Hannemann<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die AfD macht sich n&uuml;tzlich<\/strong><br>\nVergangene Woche hat sich das Hohe Haus aber mal sowas von seiner moralischen Integrit&auml;t bewahrt: Albrecht Glaser, AfD-Kandidat f&uuml;r das Amt des Bundestagsvizepr&auml;sidenten, erhielt eine dreifache Abfuhr. Neben ein bisschen Spott strickte man die Darstellung in den Medien zu diesen Vorgang in etwa so: Man attestierte dem Bundestag eine Gewissensentscheidung, ja moralische Standhaftigkeit &ndash; und dann ging man dazu &uuml;ber, Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) zu seiner Wahl zu gratulieren und wies nochmal darauf hin, dass der Mann &raquo;einer der popul&auml;rsten Minister im Kabinett unter Kanzlerin Merkel&laquo; gewesen sei &ndash; so merkte jedenfalls &raquo;Spiegel Online&laquo; an.<br>\nHerr Glaser legte in seiner Zeit als Frankfurter Stadtk&auml;mmerer (von 1997 bis 2001) mehr als 200 Millionen Euro in spekulative Anlageformen an und f&uuml;gte der st&auml;dtischen Kommunalpolitik betr&auml;chtlichen Schaden zu. Die als &raquo;Glaser-Fonds&laquo; bekannten Anlagen fuhren &ndash; auch forciert von der Finanzkrise ab 2007 &ndash; ein dickes Minus von gesch&auml;tzten 80 Millionen Euro ein. Er leugnet au&szlig;erdem den Klimawandel und schr&auml;nkt rhetorisch die Religionsfreiheit f&uuml;r Muslime ein. Ein Herzchen halt &hellip;<br>\nUnser Bundestagspr&auml;sident der Herzen hingegen, der steht was Finanzen betrifft, ja gar nicht so viel besser da.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1068806.heppenheimer-hiob-die-afd-macht-sich-nuetzlich.html\">Heppenheimer Hiob<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Jetzt bewiesen: ARD-Faktenfinder sind vollkommen unabh&auml;ngig!<\/strong><br>\nDer ARD-Faktenfinder ist eine tolle Sache. Er &uuml;berpr&uuml;ft gr&uuml;ndlich und seri&ouml;s Fake News und enth&uuml;llt gef&auml;hrliche Propaganda. Die Redakteure dort dienen der Demokratie und einer freien Meinungsbildung. Und das Beste: Sie sind vollkommen unabh&auml;ngig! Niemand beeinflusst sie politisch und keine Denkfabrik unterst&uuml;tzt sie mit Stipendien. Gut so! Ein besonders sch&ouml;nes Beispiel f&uuml;r diese Unabh&auml;ngigkeit ist die Faktenfinder-Mitarbeiterin Silvia St&ouml;ber. Sie warnt besonders klar und engagiert vor Propaganda, meist dann, wenn es irgendwie gegen transatlantische Interessen geht, Entschuldigung, ich meinte: gegen die internationale Gemeinschaft. George Soros? Wird &uuml;bersch&auml;tzt, ist gar nicht so m&auml;chtig. Bilderberg? Nur ein Mythos, wilde Verschw&ouml;rungstheorien. Michael L&uuml;ders? Sehr zweifelhaft. Diese Woche nahm die Redakteurin nun das Alternativportal &bdquo;Swiss Propaganda Research&ldquo; unter die Lupe. Die Schweizer ver&ouml;ffentlichen regelm&auml;&szlig;ig umfassende Studien zum Einfluss von Netzwerken und Denkfabriken auf die Leitmedien und &uuml;berhaupt zur Rolle westlicher Think Tanks. Doch St&ouml;ber warnt energisch vor diesen Untersuchungen: &bdquo;Propaganda statt seri&ouml;ser Forschung&ldquo;. (&hellip;) Eigentlich m&uuml;sste der Bundespr&auml;sident ihr einen Preis verleihen. Vielleicht auch die NATO. Oder hat sie das vielleicht schon getan?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/paulschreyer.wordpress.com\/2017\/11\/02\/jetzt-bewiesen-ard-faktenfinder-sind-vollkommen-unabhaengig\/\">Paul Schreyer<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Lobby-Man&ouml;ver in letzter Minute<\/strong><br>\nWas sich in Br&uuml;ssel zusammenbraut, hinterl&auml;sst Fassungslosigkeit in den Chefetagen der Konzerne. Und ein Problem: Weil Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Regierungsbildung steckt, f&auml;llt sie als Lobbyistin aus. Doch offenbar wei&szlig; sich die Branche zu helfen. Am Donnerstag suchte Deutschlands einflussreichster Autolobbyist, Matthias Wissmann, Chef des Branchenverbands VDA, einfach selbst das vertrauliche Gespr&auml;ch mit f&uuml;hrenden EU-Funktion&auml;ren. Zuerst sprach er mit Martin Selmayr, dem Kabinettschef von EU-Kommissionspr&auml;sident Jean-Claude Juncker. Einen Tag sp&auml;ter mit Klimakommissar Miguel Arias Ca&ntilde;ete. Wissmann habe die Pl&auml;ne entschieden abgelehnt und &Auml;nderungen verlangt, hei&szlig;t es aus Kommissionskreisen, etwa die Absenkung der Treibhausziele auf 20 Prozent. Zur Seite sprang ihm &ouml;ffentlich der deutsche EU-Kommissar G&uuml;nther Oettinger. Die Klimaziele m&uuml;ssten &ldquo;ambitioniert, aber erreichbar sein&rdquo;, forderte Oettinger, der eigentlich f&uuml;r Haushalt und Personal zust&auml;ndig ist. Er sehe bei neuen Flottenvorgaben einen bedenklichen Fall von &ldquo;Planwirtschaft&rdquo;.<br>\nDas Lobby-Man&ouml;ver in letzter Minute zahlt sich offenbar aus. Unter dem Druck der Branche r&uuml;cke die Kommission von den strengen Zielen ab, hei&szlig;t es in Verhandlungskreisen. F&uuml;hrende EU-Mitarbeiter h&auml;tten die Order ausgegeben, die Pl&auml;ne abzuschw&auml;chen. So sollten Strafen beim Verfehlen der Elektroauto-Ziele wegfallen. Und das Zwischenziel f&uuml;r 2025 solle nicht verbindlich werden. Trotz des Dieselskandals habe die Branche offenbar immer noch gro&szlig;en Einfluss auf die Politik, sagt ein Kommissionsmitarbeiter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/eu-kommission-lobby-manoever-in-letzter-minute-1.3730788\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>H&ouml;r mal, Lenin<\/strong><br>\nKontext ganz im Zeichen der Revolution. Stellen wir uns einmal vor, Peter Grohmann w&auml;re mit Lenin im Zug gefahren. In jenem Waggon, in dem der russische Revolution&auml;r mit Kreide Linien gezogen hat, die nicht &uuml;berschritten werden durften, und in dem er das Rauchen verboten hat. Siehe dazu Susanne Stiefels und Joachim E. R&ouml;ttgers Reisereportage &ldquo;Lenin unterm Maggi-Turm&rdquo;. W&auml;re interessant zu wissen, wie das &ldquo;Schlitzohr der au&szlig;erparlamentarischen Opposition&rdquo; (Joe Bauer) reagiert h&auml;tte.<br>\nH&auml;tte Grohmann gesagt: H&ouml;r mal Wladimir Iljitsch, ich habe hier eine kleine Gummiente in der Tasche. Lass uns zusammen das Lied vom Lampenputzer quietschen: \n<blockquote><p>&ldquo;War einmal ein Revoluzzer,<br>\nim Zivilstand Lampenputzer.<br>\nGing im Revoluzzerschritt<br>\nmit den Revoluzzern mit.<br>\nUnd er schrie: Ich revoluzze.<br>\nUnd die Revoluzzerm&uuml;tze<br>\nschob er auf das linke Ohr &ndash;<br>\nkam sich h&ouml;chst gef&auml;hrlich vor.&rdquo;<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/editorial\/344\/hoer-mal-lenin-4685.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Auf dieses Editorial der Kontext Wochenzeitung weisen wir wegen Peter Grohmann hin. Der Initiator der &bdquo;Anstifter&ldquo; und vieler anderer Ereignisse in Stuttgart ist 80 Jahre geworden. Wir gratulieren nachtr&auml;glich zum Geburtstag und vor allem zu dem, was er sich und uns in diesen 80 Jahren geleistet hat. Hier ist f&uuml;r alle Bewunderer dieses rastlosen Freundes der Aufkl&auml;rung und des Vergn&uuml;gens der Link auf Joe Bauers Gratulation: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/fileadmin\/content\/kontext_wochenzeitung\/dateien\/344\/Rede_Joe_Bauer.pdf\">&ldquo;Schlitzohr der au&szlig;erparlamentarischen Opposition&rdquo; (Joe Bauer)<\/a> in Wiederholung.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-40871","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40871","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=40871"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40871\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":40874,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40871\/revisions\/40874"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=40871"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=40871"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=40871"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}