{"id":4092,"date":"2009-07-27T10:00:41","date_gmt":"2009-07-27T08:00:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4092"},"modified":"2009-07-27T12:58:19","modified_gmt":"2009-07-27T10:58:19","slug":"hinweise-des-tages-940","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4092","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<\/p><p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p><ol>\n<li><a href=\"?p=4092#h01\">Heiner Flassbeck: Die Krise ist nicht vorbei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4092#h02\">Wenn L&ouml;hne und Preise purzeln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4092#h03\">Britische Wirtschaft bricht ein wie nie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4092#h04\">Das Pendel schwingt zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4092#h05\">Rettung der HRE erspart Banken Milliardenverluste<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4092#h06\">Harald Schumann: Tiefes Dunkel, etwas Licht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4092#h07\">Riester-Rente lohnt sich meist erst ab 90<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4092#h08\">Rentenl&uuml;ge: Die Scheindebatte des Finanzministers<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4092#h09\">Wirkung der Konjunkturpakete<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4092#h10\">Sozialstaat in der Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4092#h11\">Mehr Geld f&uuml;r Deutschlands Kassen&auml;rzte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4092#h12\">Rh&ouml;n-Klinikum: &ldquo;Patienten haben Angst&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4092#h13\">Finanznot bei Porsche offenbar gr&ouml;sser als zugegeben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4092#h14\">Lazard-Gutachten: Opel hat eigenst&auml;ndig kaum Chancen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4092#h15\">Angeblicher Diebstahl von zwei Br&ouml;tchen kostet den Job<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4092#h16\">Kampagne Emmely: Die Klassenjustiz schl&auml;gt zur&uuml;ck!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4092#h17\">Scholz will Hartz-IV-Empf&auml;nger besser stellen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4092#h18\">Foodwatch: EU will N&auml;hrwert-Ampel verbieten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4092#h19\">Atoml&uuml;ge: Die wahren Kosten der Endlager <\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4092#h20\">Willf&auml;hrige Europ&auml;er<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4092#h21\">Durchsichtig im Netz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4092#h22\">Friedensforscher Galtung &uuml;ber den milit&auml;rischen Einsatz in Afghanistan: &bdquo;Selbstverst&auml;ndlich ist es ein Krieg&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4092#h23\">Ausweg aus der Wehrpflicht gesucht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4092#h24\">Bologna und Hartz IV: Reformen aus einem Geist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4092#h25\">Systematische Repression in Honduras<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4092#h26\">Illner intensiv: Minimal und weniger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4092#h27\">Asymmetrie in der Berichterstattung: Das Sommerinterview mit Angela Merkel in der ARD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4092#h28\">Nochmals: Lobbyisten auf Sendung <\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4092#h29\">Wagner und die Nationalsozialisten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4092#h30\">Fast zu guter Letzt: Stifter-Song<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4092#h31\">Nun aber wirklich zu guter Letzt: Wiedekings Gro&szlig;z&uuml;gigkeit<\/a><\/li>\n<\/ol><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,<a href=\"?p=4092&amp;email=1\"> dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<br>\n<\/a><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Heiner Flassbeck: Die Krise ist nicht vorbei<\/strong><br>\nOb Finanzm&auml;rkte oder Firmenbosse: In der Wirtschaft wird an den nahenden Aufschwung geglaubt. Aber wo soll er herkommen? Die deutsche Wirtschaft ist ganz unten. Die Auslastung des Maschinenparks in der Industrie hat ein historisch tiefes Niveau erreicht, und die Tatsache, dass die Auslastung der Arbeitskraft &auml;hnlich gering ist, wird nur von staatlichen Auffanghilfen wie der Kurzarbeit &uuml;berdeckt. Historisch einmalig muss man auch die Tatsache nennen, dass fast alle L&auml;nder der Erde sich gleichzeitig in einer solchen Talsohle befinden. Bei der jetzigen globalen Krise ist nicht damit zu rechnen, dass jemand, der stark genug ist, von oben ein Seil herabl&auml;sst, um beim Aufstieg zu helfen. \n<p>Was also tun? Wirtschaftsnahe Kreise schlagen schon wieder die ber&uuml;hmten &ldquo;Strukturreformen&rdquo; und &ldquo;Arbeitsmarktflexibilisierungen&rdquo; vor. Diese Konzepte w&auml;ren jedoch kontraproduktiv, weil sie zu einer weiteren Umverteilung zulasten der unteren Einkommen f&uuml;hrten. Damit w&uuml;rde die eklatante Nachfrageschw&auml;che versch&auml;rft, statt sie abzumildern. Dass die deutsche Politik aber genau dahin zielt, zeigt die Schuldenbremse, die sie &uuml;ber Nacht und ohne ernsthafte Diskussion ins Grundgesetz geschrieben hat. Eine Schuldenbremse ist so, als ob man beim Aufstieg schon fr&uuml;h die letzten Nahrungsreserven wegwirft, um Gewicht zu sparen, ohne zu bedenken, dass man sp&auml;ter das eigene Gewicht ebenfalls nicht mehr bewegen kann, wenn nicht neue Energie zugef&uuml;hrt wird. Der Staat ist auf absehbare Zeit der einzige Akteur, der die deutsche Wirtschaft beleben k&ouml;nnte. Aber durch die Schuldenbremse wird ihm jeder Handlungsspielraum genommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=me&amp;dig=2009%2F07%2F25%2Fa0196&amp;cHash=70f1996dfb\/&amp;type=98\">TAZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wenn L&ouml;hne und Preise purzeln<\/strong><br>\nWer hofft, dass die Betriebe in der Krise gesamtwirtschaftlich vern&uuml;nftig handeln, der baut auf Sand. Und auch die Widerstandskraft der Gewerkschaften hat in diesem schwierigen Umfeld ihre Grenzen.\n<p>Jetzt ist die Politik am Zug. Sie muss die Gefahren einer Deflation auf die politische Tagesordnung setzten. Die Lage ist noch nicht dramatisch, aber ernst. Nach aktuellen Prognosen sinken dieses Jahr die L&ouml;hne und Erzeugerpreise. Die Politik muss jetzt einen Damm gegen die drohende Deflation bauen. Von Dierk Hirschel, Chef&ouml;konom des DGB.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/152845.wenn-loehne-und-preise-purzeln.html\">ND<br>\n<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Britische Wirtschaft bricht ein wie nie<\/strong><br>\nDie Hoffnungen auf eine rasche Erholung der Weltwirtschaft erhalten einen D&auml;mpfer.<br>\nDie Wirtschaftsleistung in Gro&szlig;britannien ist im zweiten Quartal um 0,8 Prozent geschrumpft. Damit steckt die britische Wirtschaft nunmehr seit f&uuml;nf Quartalen in Folge in der Rezession. Gegen&uuml;ber dem Vorjahreszeitraum ging die Wirtschaftsleistung um 5,6 Prozent zur&uuml;ck. Das ist der gr&ouml;&szlig;te Einbruch seit 1955. Experten hatten lediglich ein Minus von 5,2 Prozent vorausgesagt. \n<p>Doch vor allem der f&uuml;r die britische Wirtschaft wichtige Dienstleistungssektor schw&auml;chelt weiter. Die Gesch&auml;fte schrumpften so stark wie noch nie seit Beginn der Statistik. Gegen&uuml;ber dem Vorquartal betrug das Minus 0,6 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:Krise-auf-der-Insel-Britische-Wirtschaft-bricht-ein-wie-nie\/544342.html\">FTD<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Das Pendel schwingt zur&uuml;ck<\/strong><br>\nEben noch totgesagt, werden die Banken nach hohen Quartalsgewinnen wieder keck. Zugleich schwindet die Aussicht auf h&auml;rtere Spielregeln &ndash; eine Entwicklung, die Aussagen von Goldman-Sachs-Vorstand David Viniar und Adair Turner, Chef der britischen Finanzaufsicht, belegt.\n<p>Er ist Fachmann f&uuml;r Risiken aller Art. Also stellt Adair Turner, der Vorsitzende der Financial Services Authority (FSA), ein ganz neues, akutes Gef&auml;hrdungspotenzial fest. &ldquo;Es besteht das Risiko, dass in Teilen der City of London noch nicht angekommen ist, dass sich die Welt durch die Krise ge&auml;ndert hat&rdquo;, sagte der Chef der britischen Bankenaufsicht am Donnerstag der Presse. <\/p>\n<p>Ein Satz, der das Dilemma der H&uuml;terin &uuml;ber Europas wichtigstes Finanzzentrum perfekt zusammenfasst. Je mehr Zeit vergeht, je l&auml;nger die dunklen Tage der Kernschmelze im Bankensektor im R&uuml;ckspiegel verschwinden, je h&ouml;her die Quartalsgewinne der Banken wieder steigen, desto unruhiger werden Turner, die Aufseher &ndash; und die Politiker, die weltweit die R&uuml;ckkehr des Kasino-Kapitalismus kritisieren. <\/p>\n<p>Turner und die Seinen merken: Das Blatt wendet sich langsam gegen sie. Noch immer gibt es keinen neuen Regulierungsrahmen, den sie mit Leben f&uuml;llen k&ouml;nnen. Daf&uuml;r werden die Banker in der City &ndash; die gerade mit umgerechnet neun Prozent des britischen Bruttoinlandsproduktes an Steuergeldern gerettet wurden &ndash; mit jedem Tag selbstbewusster.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/finanzdienstleister\/:Gewinner-Verlierer-Das-Pendel-schwingt-zur%FCck\/544527.html?mode=print\">FTD<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Rettung der HRE erspart Banken Milliardenverluste<\/strong><br>\nDie Rettung der Hypo Real Estate (HRE) hat den deutschen Finanzh&auml;usern Milliardenverluste erspart. Das geht aus einer Aufstellung der Bundesbank hervor, die ZEIT ONLINE vorliegt und die erstmals einen konkreten &Uuml;berblick &uuml;ber die Verflechtungen des M&uuml;nchner Instituts gibt. Demnach hatte insbesondere die Versicherungswirtschaft Forderungen an die HRE.\n<p>Am 28. September 2008, dem Sonntag des ersten Rettungswochenendes, informierte die Bundesbank Finanzminister Peer Steinbr&uuml;ck (SPD) und Finanzstaatssekret&auml;r J&ouml;rg Asmussen &uuml;ber die gr&ouml;&szlig;ten deutschen Kreditgeberkonzerne der HRE. Dabei handelt es sich Informationen von ZEIT ONLINE zufolge unter anderem um die Allianz (Gesamtverschuldung: rund 5,6 Milliarden Euro), die M&uuml;nchener R&uuml;ck (rund 4,4 Milliarden Euro), die BayernLB (rund 3,0 Milliarden Euro), die Unicredit mit ihrer Tochter HypoVereinsbank (rund 3,0 Milliarden Euro), die DZ Bank (rund 2,9 Milliarden Euro), die Commerzbank (rund 1,4 Milliarden Euro) und die Deutsche Bank (rund 1,0 Milliarden Euro).<\/p>\n<p>Bei den Zahlen handelt es sich um die so genannte Millionenkreditgew&auml;hrung, die Kredite &uuml;ber mehr als 1,5 Millionen Euro registriert. Allerdings sind eventuelle Gegengesch&auml;fte und Absicherungen nicht ber&uuml;cksichtigt &ndash; was bedeutet, dass die Kreditgeber im Falle eines HRE-Zusammenbruchs per Saldo nicht unbedingt die gesamte Summe verloren h&auml;tten. Informationen von ZEIT ONLINE zufolge betrugen die unbesicherten Verbindlichkeiten der HRE gegen&uuml;ber deutschen Banken (Stand 30. Juni 2008) rund 19,8 Milliarden Euro, die gegen&uuml;ber deutschen Versicherern und Pensionskassen rund 10 Milliarden Euro und gegen&uuml;ber deutschen &ouml;ffentlichen Anlegern &ndash; etwa St&auml;dte und Gemeinden &ndash; rund 8,2 Milliarden Euro. Unbesicherte Verbindlichkeiten w&auml;ren im Fall einer Pleite der HRE von einem Totalausfall bedroht gewesen. Gegen&uuml;ber ausl&auml;ndischen Banken bestanden seitens der HRE unbesicherte Verbindlichkeiten von insgesamt rund 23 Milliarden Euro.<\/p>\n<p>Aus den Unterlagen geht zudem hervor, dass der deutsche Staat weit fr&uuml;her &uuml;ber die existenzielle Kapitalnot der Hypo Real Estate (HRE) informiert war als bisher bekannt. Bereits Anfang November 2008 &ndash; zu einem Zeitpunkt also, als die Verhandlungen &uuml;ber die endg&uuml;ltige Ausgestaltung des Rettungspakets f&uuml;r das angeschlagene M&uuml;nchener Institut noch andauerten &ndash; bef&uuml;rchtete die Bundesbank in einer Szenariorechnung ein Absinken der Kernkapitalquote der HRE unter die vorgeschriebene Mindestgrenze. &ldquo;Unter Ber&uuml;cksichtigung weiterer Risikofaktoren (&hellip;) ergibt sich eine Kernkapitalquote von 3,7 Prozent&rdquo;, hei&szlig;t es in dem Bericht vom 5. November.<br>\nF&auml;llt die Kernkapitalquote einer Bank unter vier Prozent, droht ihr die sofortige Schlie&szlig;ung durch die deutsche Finanzaufsicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/images.zeit.de\/text\/online\/2009\/31\/HRE\">Zeit Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Bisher konnte man immer h&ouml;ren, dass die HRE vor allem wegen der hohen Verluste der irischen Tochter Depfa in Schwierigkeiten geraten sei. Jetzt erfahren wir nach und nach, dass die HRE selbst ihre Verbindlichkeiten gegen&uuml;ber deutschen Banken, deutschen Versicherern und Pensionskassen und St&auml;dten und Gemeinden nicht mehr h&auml;tte erf&uuml;llen k&ouml;nnen. <\/em><\/p>\n<p>Schon am 30.08.2008 &ndash; also lange vor der Rettungsaktion am 29.09.2008 &ndash; waren offenbar der Bundesbank 51 Milliarden unbesicherte Verbindlichkeiten seitens der HRE bekannt. Man fragt sich, warum die Bundesbank die Bundesregierung dar&uuml;ber nicht unterrichtet hat? Und wenn die Bundesregierung dar&uuml;ber unterrichtet war, warum diese Situation in der Krisensitzung Ende September nicht zur Sprache kam, mit dem Ergebnis, dass die St&uuml;tzungsma&szlig;nahmen f&uuml;r die HRE durch den Staat mehrfach nachgebessert werden mussten.<br>\nWer hat da aus welchem Grunde Informationen unterdr&uuml;ckt?<\/p>\n<p>Dass die HRE nicht nur den Banken, sondern vor allem auch Versicherern und Kommunen Milliardenverluste ersparte, macht deutlich welches Zusammenspiel hier stattfand, um den Bund und damit den Steuerzahler in die Verantwortung zu ziehen. Die Versicherer drohten mit einem Vertrauensverlust in die private kapitalgeckte Altersvorsorge (auf deren F&ouml;rderung die Bundesregierung durch die Einf&uuml;hrung der Riester-Rente doch so stolz war), die ohnehin verschuldeten Kommunen machten Druck, nat&uuml;rlich wollten die Banken ihre Sch&auml;fchen ins Trockene bringen und vermutlich d&uuml;rfte vor allem auch die bayerische Landesregierung, deren ortsans&auml;ssige Banken besonders von einem Konkurs der HRE betroffen gewesen w&auml;ren, Einfluss auf die Entscheidungen des Bundes genommen haben.<\/p>\n<p>Letztlich macht die Aufstellung der Bundesbank deutlich, dass die deutsche Bankenkrise keineswegs &ndash; wie das immer wieder behauptet wird &ndash; von den USA ausgehend &uuml;ber uns hereinbrach, sondern dass das Chaos auch bei uns herrschte.<\/p>\n<p>Oder anders: Die Finanzkrise war ein Gl&uuml;cksfall f&uuml;r Banken, Versicherer und &ouml;ffentliche H&auml;nde, so konnten diese ihre Verbindlichkeiten gegen&uuml;ber der HRE dem Steuerzahler aufhalsen.<br>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Harald Schumann: Tiefes Dunkel, etwas Licht<\/strong><br>\nMit 94 Milliarden Euro b&uuml;rgen der Staat und seine Steuerzahler seit September 2008 f&uuml;r die Schulden des M&uuml;nchner Bankriesen HRE. Fast neun Milliarden Euro, die H&auml;lfte der Summe, die alle deutschen Universit&auml;ten im Jahr kosten, musste die Bundesregierung anschlie&szlig;end investieren, um das Geldhaus zu verstaatlichen. 22 Zeugen hat der Ausschuss bisher dazu befragt, sich durch einige hundert zumeist als &bdquo;geheim&ldquo; deklarierte Aktenordner aus Ministerien und Beh&ouml;rden gequ&auml;lt. St&uuml;ck f&uuml;r St&uuml;ck gelingt ihnen dabei eine erschreckende Enth&uuml;llung: Gegen&uuml;ber der Finanzindustrie, das dokumentieren Zeugen und Dokumente in verbl&uuml;ffender Klarheit, ist der deutsche Staat schwach, desorganisiert und erpressbar (&hellip;)\n<p>Ohnm&auml;chtig taumelte die Regierung in eine schwere Krise, deren Ausbruch lange vorher erkennbar war. Und am Ende bekam die Finanzbranche ohne Gegenleistung Zugriff auf die Staatskasse und machte aus der Rettung der HRE sogar noch ein gutes Gesch&auml;ft.<\/p>\n<p>F&uuml;r Steinbr&uuml;ck-Kritiker Wissing, als FDP-Politiker gewiss kein Unternehmerfeind, ergibt der ganze Vorgang letztlich &bdquo;nichts anderes als eine Kapitulation des Staates vor den privaten Banken&ldquo;. Tats&auml;chlich wird es f&uuml;r diese sogar ein gutes Gesch&auml;ft. Ihre Kredite an die HRE in H&ouml;he von 30 Milliarden Euro werden &ndash; staatlich garantiert &ndash; markt&uuml;blich verzinst p&uuml;nktlich bedient. Deutschbanker Wieandt holt gar einen ganz pers&ouml;nlichen Gewinn aus seinem Rettungseinsatz: Schon sein erstes Jahr als HRE-Chef wird ihm eine ordentliche Pensionszusage einbringen. Barwert zum Stichtag 31. Dezember: 2,4 Millionen Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/Die-Dritte-Seite-HRE-Untersuchungsausschuss;art705,2856756%20\">Tagesspiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Mit Staunen liest man, dass die Problematik des Kaufes der Depfa im Jahre 2007 der Bafin sofort klar war, aber nichts passierte. Die Erkl&auml;rung von Frauke Menke, Abteilungsleiterin bei der Bundesanstalt f&uuml;r Finanzdienstleistungsaufsicht, ein &bdquo;direkter Eingriff in das Gesch&auml;ftsmodell [sei] kaum vereinbar mit der unternehmerischen Freiheit&ldquo;, ist l&auml;cherlich. Wozu ist die Bafin da, wenn nicht daf&uuml;r, bei eventuellen Schieflagen die Voraussetzungen f&uuml;r staatliche Interventionen zu schaffen. Ab Januar sind Thomas Mirow und J&ouml;rg Asmussen im Finanzministerium informiert. Man kann Harald Schumann dann nur noch tief ironisch verstehen, wenn er schreibt: <\/em><\/p>\n<blockquote><p>Von all dem erf&auml;hrt Finanzminister Peer Steinbr&uuml;ck jedoch nichts. Noch im Oktober wird er behaupten, die deutsche Aufsicht k&ouml;nne in Irland gar nicht pr&uuml;fen.<\/p><\/blockquote>\n<p><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Riester-Rente lohnt sich meist erst ab 90<\/strong><br>\nViele B&uuml;rger mit Riester-Rente m&uuml;ssten mindestens 90 Jahre alt werden, um wenigstens ihre selbst gezahlten Riester-Beitr&auml;ge verzinst wieder zur&uuml;ck zu erhalten.<br>\nDamit lohnt sich der Abschluss einer Riester-Versicherung f&uuml;r zahlreiche Besch&auml;ftigte nicht, ergaben Musterrechnungen, die Klaus Jaeger, Riester-Experte und Professor f&uuml;r Wirtschaftstheorie an der Freien Universit&auml;t Berlin, exklusiv f&uuml;r die WirtschaftsWoche erstellt hat. So muss ein 30-j&auml;hriger Riester-Fondssparer mit einem j&auml;hrlichen Bruttoeinkommen von 52.500 Euro 92 Jahre alt werden, um seine eigenen Beitr&auml;ge samt Zinsen als Rente ausgezahlt zu bekommen. Tats&auml;chlich hat ein derzeit 30-j&auml;hriger Mann nach aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes aber eine Lebenserwartung von nur 78 Jahren, Frauen sterben im Durchschnitt mit 83 Jahren. Es sei besonders f&uuml;r M&auml;nner &bdquo;sehr schwierig, so alt zu werden, dass sich die Riester-Rente lohnt&ldquo;, sagt Jaeger.\n<p>Nur Geringverdiener profitieren mit hoher Wahrscheinlichkeit. Ein 30-j&auml;hriger Versicherter mit zwei Kindern und nur 18.000 Euro Bruttojahreseinkommen muss bei Abschluss einer Riester-Rentenversicherung mindestens 71 Jahre alt werden, um seine Beitr&auml;ge zur&uuml;ck zu bekommen. Steigt das Einkommen aber, dauert es deutlich l&auml;nger. Nach Berechnung von Professor Jaeger muss ein 30-J&auml;hriger mit zwei Kindern und einem Bruttojahreseinkommen von 36.000 Euro schon 88 Jahre alt werden, bis sich die Versicherung lohnt.<\/p>\n<p>Dass sich die Riester-Rente f&uuml;r viele Sparer nicht lohnt, liegt vor allem an der vollen Besteuerung der Auszahlungen im Ruhestand. Zudem kalkulieren die Versicherer mit einer Lebenserwartung der Versicherten, die bis zu zehn Jahre &uuml;ber der derzeitigen statistischen Lebenserwartung liegt. Die monatlichen Rentenzahlungen fallen folglich niedriger aus. Die staatlichen Pr&auml;mien, mit denen Versicherer und Banken werben, kommen dadurch meist erst bei einer sehr langen Lebensdauer von mehr als 90 Jahren beim Kunden an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/finanzen\/riester-rente-lohnt-sich-meist-erst-ab-90-403989\/%20\">Wirtschaftswoche<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Wirtschaftswoche spricht von einer Musterrechnung, die Prof. Jaeger &bdquo;exklusiv&ldquo; f&uuml;r das Blatt erstellt hat. Ich wei&szlig; nicht, ob es sich dabei um eine neue Rechnung handelt, jedenfalls hat die Fraktion Die Linke im Bundestag unter Bezugnahme auf eine Fallstudie von Prof. J&auml;ger (ver&ouml;ffentlicht in Versicherungswirtschaft 22\/2008, S.1 874 ff.) mit vergleichbaren negativen Aussagen zur Riester-Rente schon vor einigen Monaten eine kleine Anfrage an die Bundesregierung gestellt und diese hat am <a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/16\/129\/1612952.pdf\">7.5.2009 geantwortet [PDF &ndash; 60.5 KB]<\/a>. Wir hatten auf den NachDenkSeiten damals darauf hingewiesen, dass die Antwort der Bundesregierung ausweichend und nichts sagend war. Siehe <a href=\"?p=3984#h10\">Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion die Linke: Riester-F&ouml;rderung &ndash; Subventionierung der Versicherungswirtschaft ohne praktische rentenerh&ouml;hende Wirkung f&uuml;r die Riester-Sparenden<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Rentenl&uuml;ge: Die Scheindebatte des Finanzministers<\/strong><br>\nFinanzminister Steinbr&uuml;ck entfachte eine Debatte &uuml;ber die Rentengarantie. Generationengerechtigkeit s&auml;he anders aus. Die Jungen seien die Gekniffenen. Damit hat er den Konflikt zwischen den Jungen und Alten gesch&uuml;rt. Diese Debatte g&auml;be es gar nicht, wenn die Politiker in den letzten Jahren nicht systematisch das Rentenniveau gesenkt h&auml;tten. Statt weitere Anspr&uuml;che zu streichen, fordern jetzt immer mehr Fachleute eine grundlegende Reform des Rentensystems: Alle Erwerbt&auml;tigen sollten einbezogen werden, so w&uuml;rden 25 Milliarden Euro mehr in das staatliche Rentensystem flie&szlig;en. Diese k&ouml;nnten f&uuml;r eine soziale Umverteilung genutzt werden.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/monitor\/\/sendungen\/2009\/0723\/pdf\/renten.pdf\">ARD Monitor [PDF &ndash; 70 KB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/monitor\/sendungen\/2009\/0723\/rente.php5\">ARD Monitor (Video)<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Trotz eines guten und gelungenen Beitrags zum Thema gibt es einen kleinen Abzug in der B-Note, da hier in einem Punkt die Demographie-Rethorik der Versicherungswirtschaft &uuml;bernommen wird. &bdquo;Richtig ist: Anfang des Jahrtausends gab es noch vier Erwerbst&auml;tige pro Rentner &ndash; im Jahr 2050 werden es nur noch zwei sein.&ldquo; Dass die Rente von sehr vielen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Faktoren abh&auml;ngt und im Jahr 2050 gar nichts unbedingt sein oder werden muss, h&auml;tte auch der Mathematiker Prof. Bosbach erkl&auml;ren k&ouml;nnen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Wirkung der Konjunkturpakete<\/strong><br>\nAntwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion B&Uuml;NDNIS 90\/DIE GR&Uuml;NEN<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/090726_hinweise_wirkung_der_konjunkturpakete_16_13776.pdf\">Deutscher Bundestag [PDF &ndash; 116 KB]<\/a>\n<p><em>Dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Zur Antwort der Bundesregierung auf unsere Kleine Anfrage &ldquo;Wirkung der Konjunkturpakete&rdquo; erkl&auml;ren Kerstin Andreae, wirtschaftspolitische Sprecherin, und Alexander Bonde, haushaltspolitischer Sprecher:<\/strong><\/p>\n<p>Die Konjunkturpakete der gro&szlig;en Koalition wirken weder schnell noch sind sie zielgenau. Die Bundesregierung gesteht in ihrer Antwort ein, dass sie die genauen Mittelabfl&uuml;sse vieler beschlossener Ma&szlig;nahmen nicht kennt, geschweige denn deren Konjunktur st&uuml;tzende Wirkung. Die Formulierungen &ldquo;keine konkreten Informationen&rdquo;, &ldquo;wird erst in zwei Jahren eruiert&rdquo;, &ldquo;wir gehen aber davon aus&rdquo;, &ldquo;es liegen keine Erkenntnisse vor&rdquo; tauchen immer wieder auf.<\/p>\n<p>Wie in der Gesamtbilanz so auch bei den Konjunkturpaketen: gro&szlig;e Koalition, kleines Karo. Die Konjunkturpakete enthalten viel St&uuml;ckwerk. Mit den &ldquo;Programmen Energieeffizienz&rdquo; in KMU wurden 190, &ldquo;ERP-Innovationsprogramm&rdquo; 337 und &ldquo;ERP-Startfonds&rdquo; ganze 60 Unternehmen erreicht. Die kommunalen Investitionen stocken immer noch. Seit dem Start sind von den bereit gestellten 10 Milliarden gerade erst 33 Zusagen mit einem Volumen von 33 Millionen Euro erteilt. Die Konjunkturpakete bleiben bislang also zum gro&szlig;en Teil ohne Wirkung.<br>\nDie einzige schnell wirkende Ma&szlig;nahme mit gro&szlig;er Reichweite war die Abwrackpr&auml;mie. Immerhin hat es die gro&szlig;e Koalition geschafft, dass viele B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger ihren Autokauf vorgezogen haben. Der Katzenjammer folgt im n&auml;chsten Jahr. 5 Milliarden Euro liegen auf dem Schrottplatz. &Ouml;kologisch war die Aktion ein voller Fehlschlag. Von den 394.000 bisher bewilligten Antr&auml;gen erf&uuml;llten gerade einmal 39 Neufahrzeuge die Euro-6-Norm. Nur 15.366 Fahrzeuge erf&uuml;llen die Euro-5-Norm, die immerhin ab dem 1. September 2009 f&uuml;r alle neuen Modelle verpflichtend ist. Die &uuml;berwiegende Anzahl der Neufahrzeuge &ndash; 378.595 &ndash; erf&uuml;llt lediglich die Mindestanforderung der Euro-4-Norm.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialticker.com\/konjunkturpaket-nicht-zeitnah-nicht-zielgenau-nicht-weitsichtig_20090713.html\">Der Sozialticker<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Sozialstaat in der Krise<\/strong><br>\nWird jetzt schon der k&uuml;nftige Sozialabbau vorbereitet? &bdquo;Sozialausgaben steigen auf Rekordwerte.&ldquo; Fast jeder dritte erwirtschaftete Euro wird f&uuml;r Soziales ausgegeben. Doch das ist nichts Neues. Die Sozialausgaben im Verh&auml;ltnis zur Wirtschaftsleistung sind 2008 mit 29 Prozent sogar die niedrigsten seit 1991. Seit 2003 wurden sie um &uuml;ber drei Prozentpunkte gedr&uuml;ckt. Das sind &uuml;ber 80 Milliarden Euro weniger. \n<p>In der Krise nehmen die Sozialausgaben zu, weil die Arbeitslosigkeit steigt.<\/p>\n<p>Die Leistungen f&uuml;r die Einzelnen wurden heftig gek&uuml;rzt. Und immer mehr Kosten auf die Versicherten und vor allem den Staat abgew&auml;lzt. Also auf Besch&auml;ftigte und Verbraucherinnen und Verbraucher, die den L&ouml;wenanteil der Steuern zahlen. Der Anteil der Arbeitgeber sank seit 1991 von 40 auf 33 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wipo.verdi.de\/wirtschaftspolitik_aktuell\/data\/09_15_sozialstaat_in_kris.pdf\">ver.di Wirtschaftspoliti aktuell 15\/2009 [PDF &ndash; 67 KB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es wird immer wieder der Eindruck erweckt, die Sozialausgaben seien staatliche Leistungen. Zur Entdramatisierung ist es deswegen einmal ganz interessant darauf hinzuweisen, dass der Staatsanteil an den Sozialausgaben nur bei 37,9% liegt, der Arbeitnehmeranteil ist auf 26,9% gestiegen und der Arbeitgeberanteil auf 33,3% gesunken.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Mehr Geld f&uuml;r Deutschlands Kassen&auml;rzte<\/strong><br>\nDeutschlands Kassen&auml;rzte haben ihre Honorare im ersten Quartal um durchschnittlich 9 Prozent gesteigert. Haus&auml;rzte haben ihre Ums&auml;tze mit Kassenpatienten im Vergleich zum Vorjahresquartal um zehn Prozent, Fach&auml;rzte um neun Prozent ausgeweitet. Das geht aus Zahlen der Kassen&auml;rztlichen Bundesvereinigung (KBV) hervor, die am Montag in Berlin ver&ouml;ffentlicht werden sollen. Der erste Vorsitzende der KBV, K&ouml;hler, sagte am Wochenende auf dem 14. Deutschen Fach&auml;rztetag in M&uuml;nchen, in den ersten drei Monaten sei das Honorarvolumen um 470 Millionen Euro ausgeweitet worden.\n<p>Hochgerechnet auf das Gesamtjahr ergibt das einen Zuwachs von knapp zwei Milliarden Euro. Bereits im Vorjahr h&auml;tten die 150.000 Haus- und Fach&auml;rzte sowie Psychotherapeuten ihre Ums&auml;tze mit Kassenpatienten um 1,7 Milliarden Euro gesteigert. Gemessen an 2007, dem Basisjahr f&uuml;r die vielfach kritisierte Honorarreform, sei das Honorarvolumen damit &bdquo;an die vier Milliarden Euro&ldquo; gestiegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44\/Doc~EC5AC0F6C56AD486CBED69615D9FA4D9C~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Nat&uuml;rlich sind das Durchschnittswerte und man wei&szlig;, dass diese &uuml;ber die konkrete Situation des Einzelnen nur wenig aussagen. Aber wenn es zu Unausgewogenheiten kommt, dann sollte sich er Protest der &Auml;rzte in der Honorarfrage nicht gegen die Politik, sondern gegen die eigenen Interessenorganisation, n&auml;mlich die Kassen&auml;rztlichen Vereinigungen wenden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Rh&ouml;n-Klinikum: &ldquo;Patienten haben Angst&rdquo;<\/strong><br>\nDer Profit des Rh&ouml;n-Klinikums hat Vorrang vor den Patienten, sagt der Arzt Eike-Peter Sch&auml;fer im FR-Interview. Er hat das privatisierte Krankenhaus in Marburg verlassen hat.<br>\nDoch der Hauptgrund (f&uuml;r die K&uuml;ndigung) war ein anderer. Ich kenne die Uni sehr lange, war vor dem Studium hier schon als Krankenpfleger t&auml;tig. Besonders auff&auml;llig war, dass nach der Privatisierung die Rund-um-die-Uhr-Versorgung der Patienten immer schlechter geworden ist. Schuld ist im Wesentlichen der Mangel an Pflegepersonal. Die ganze &auml;rztliche Kunst nutzt nichts, wenn es zu wenig Pfleger gibt, die die Anordnungen umsetzen. Da bleibt der Patient auf der Strecke.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/1851414_Rhoen-Klinikum-Patienten-haben-Angst.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Im Aufsichtsrat der Rh&ouml;n-Kliniken sitzt u.a. Prof. <a href=\"http:\/\/www.karllauterbach.de\/person.htm\">Karl Lauterbach<\/a>. Lauterbach ist (bzw. war) <\/em><\/p>\n<ul>\n<li>Mitglied im Ausschuss f&uuml;r Gesundheit des Deutschen Bundestages<\/li>\n<li>Mitglied des Sachverst&auml;ndigenrates zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen (1999-10\/2005)<\/li>\n<li>Mitglied der Kommission f&uuml;r die Nachhaltigkeit in der Finanzierung der Sozialen Sicherungssysteme &ndash; gen. R&uuml;rup-Kommission <\/li>\n<li>Mitglied Programmkommission der SPD K&ouml;ln<\/li>\n<li>Mitglied der Arbeitsgruppe B&uuml;rgerversicherung des Parteivorstands der SPD<\/li>\n<li>Experte f&uuml;r die Programmkommission der SPD-Bundespartei<\/li>\n<li>Mitglied Verdi<\/li>\n<\/ul>\n<p>Vor diesem Hintergrund verdient der folgende Abschnitt aus dem Interview besondere Beachtung:<\/p>\n<blockquote><p><em><br>\n<strong>FR:<\/strong> Was k&ouml;nnte passieren, wenn Rh&ouml;n seine Ank&uuml;ndigung wahr macht, Medizinische Versorgungszentren (MVZ) gr&uuml;ndet, und damit auch die ambulante Versorgung &uuml;bernimmt?<\/em><\/p>\n<p><strong>Sch&auml;fer:<\/strong> Derzeit gibt es noch Patienten, f&uuml;r die die Klinik weniger Geld bekommt als die Niedergelassenen. Ein Teil von dem Verlust tragen die Hochschul-Ambulanzen, die vom Land finanziert werden. Reichen die Kapazit&auml;ten nicht aus, schickt man sie zu den Niedergelassenen. Wenn Rh&ouml;n Medizinische Versorgungszentren betreibt, kommt es an die niedergelassenen Facharzt-Sitze ran. <\/p>\n<p><strong>FR:<\/strong> Dann w&auml;re die gesamte Gesundheitsversorgung also in einer Hand, die freie Arztwahl verloren?<\/p>\n<p><strong>Sch&auml;fer:<\/strong> Ja. Die gibt es dann nur noch auf dem Papier. Rh&ouml;n h&auml;tte das Monopol f&uuml;r den gesamten Landkreis und der Patient geht zum Niedergelassen, der B&uuml;ttel von Rh&ouml;n ist.\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Zur Privatisierung von Universit&auml;tsklinika siehe auch: <\/em><\/p>\n<p><strong>Kriminelle Energie<\/strong><br>\nBerlins Finanzsenator &raquo;offen&laquo; f&uuml;r Einstieg privaten Klinikkonzerns bei Charit&eacute;. J&uuml;ngstes Experiment dieser Art besch&auml;ftigt derweil die Staatsanwaltschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/07-27\/059.php?print=1\">Junge Welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es ist bezeichnend f&uuml;r die wirtschaftsnahe Ausgestaltung der deutschen Universit&auml;tslandschaft, dass der exzellente Pr&auml;sident der Freien Universit&auml;t Berlin, Dieter Lenzen, diesen Vorschlag lanciert hat.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Finanznot bei Porsche offenbar gr&ouml;sser als zugegeben<\/strong><br>\nPorsche w&auml;re laut einem deutschen Magazinbericht in zwei Wochen zahlungsunf&auml;hig gewesen. Der Chef der Deutschen Bank, der Schweizer Josef Ackermann, soll den Porsche-Aufsichtsratschef Wolfgang Porsche in einem vertraulichen Gespr&auml;ch auf die schwierige finanzielle Lage hingewiesen haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/milliardenschulden-porsche-stand-kurz-vor-der-pleite_aid_420405.html?drucken=1\">FOCUS<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Recht seltsam mutet es an, dass der Chef der Deutschen Bank Porsche-Aufsichtsratschef Wolfgang Porsche auf die prek&auml;re Lage hinweisen musste. Man sollte doch meinen, dass dieser die bessere &Uuml;bersicht &uuml;ber die Finanzen von Porsche haben w&uuml;rde. Nicht nur an sich, sondern gerade vor diesem Hintergrund der gro&szlig;en Verschuldung ist es skandal&ouml;s, dass der Aufsichtsrat bis auf die Arbeitnehmervertreter freiwillig bereit war, Wendelin Wiedeking f&uuml;r seinen R&uuml;ckzug 150 Millionen Euro zu bezahlen. Zumal Wiedeking im Gesch&auml;ftsjahr 2007\/2008 77 Mio. Euro verdiente. Zustande kam diese Summe, weil die Familien Porsche und Piech ihm aufgrund seiner Verdienste um Porsche in den 90ern einen Teil des Unternehmensgewinns (0,9 Prozent) zugestanden hatten. Im Gesch&auml;ftsjahr 2007\/2008 verdiente Porsche mit dem Verkauf von Autos nur 1 Mrd. Euro, w&auml;hrend die Aktienoptionsgesch&auml;fte aus der VW-Beteiligung 6,83 Mrd. Euro erbrachten. Damit hatte Porsche im Gesch&auml;ftsjahr 2007\/08 mehr Gewinn als Umsatz erzielt und Wiedeking hat aufgrund waghalsiger Spekulationsgesch&auml;fte sein Gehalt auf diese H&ouml;he treiben k&ouml;nnen, die dann letztlich auch zum Fastuntergang Porsches f&uuml;hrten. Wiedeking mag sich in der Vergangenheit um Porsche verdient gemacht haben,&nbsp;aber er hat gewiss nicht nur auf Dr&auml;ngen der Porsche-Familien die VW-&Uuml;bernahme betrieben und sich damit verhoben, Finanzkrise hin oder her. &ndash; Dass die Familien Porsche und Piech im Aufsichtsrat bereit waren so viel zu zahlen, ist nachvollziehbar, kontrollieren sie doch jetzt &uuml;ber ihren Porsche-Besitz 34 Prozent der VW-Stammaktien. Aber selbst die jetzt gezahlten 50 Mio. Euro sind, egal was Wiedeking damit macht, unversch&auml;mt und ein weiterer Beleg daf&uuml;r, dass unsere Oberschicht abgehoben von den N&ouml;ten der Arbeitnehmer agiert. Hinzukommt, dass Porsche diese Abfindung steuerlich absetzen kann, also letztlich wieder beim Steuerzahler h&auml;ngen bleibt.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Porsche hat noch weitere Probleme:<\/em><\/p>\n<ol>\n<li> Der wirtschaftliche Erfolg des Unternehmens h&auml;ngt stark vom Verkaufserfolg eines volumin&ouml;sen Gel&auml;ndewagens ab: &ldquo;Taking a look at the company&rsquo;s first-half revenue, we see a growth of 14% to 3.49 billion euros as Cayenne&rsquo;s first-half sales doubled to 20,340 SUVs, despite surging gasoline prices. The increase in Cayenne sales resulted in a 19% gain in overall deliveries. Thus, first half deliveries climbed up to 46,600 vehicles. The strong gains in Cayenne sales offset lower demand for the popular Porsche 911, whose sales fell 5.6% to 16,360.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bloggingstocks.com\/2008\/03\/04\/porsche-profit-jumps-44-on-strong-cayenne-sales\/%20\">BloggingStocks<\/a>\n<p>Daran hat sich seit 2003 nichts ge&auml;ndert: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/print-welt\/article277635\/Porsche_verlaesst_sich_auf_den_Cayenne.html\">&bdquo;Porsche verl&auml;sst sich auf den Cayenne&ldquo;<\/a>.\n<\/p><\/li>\n<li>Doch auch diesen Erfolg verdankte Porsche zum gro&szlig;en Teil nur der Ausnutzung des innereurop&auml;ischen Lohngef&auml;lles: &ldquo;Scharfe Vorw&uuml;rfe in Bezug auf die Kooperation zwischen Volkswagen und Porsche erhebt der Ex-Chef des Hannoveraner Preussag-Konzerns, Hans-Joachim Selenz, der k&uuml;rzlich Strafanzeige gegen Pi&euml;ch wegen angeblicher Untreue gestellt hat. Er bezeichnete das Porsche-Werk in Leipzig als eine &ldquo;Tarnfabrik&rdquo;. Der Porsche Cayenne sei nicht &ldquo;Made in Germany&rdquo;, sondern werde im VW-Werk im slowakischen Bratislava gebaut &ndash; mit Ausnahme der Reifen und des Motors. Pro gefertigtem Fahrzeug spare Porsche auf diese Weise 50.000 Euro an Produktionskosten.\n<p>Selenz spricht von einem &ldquo;T&auml;uschungsman&ouml;ver&rdquo; gegen&uuml;ber dem Kunden, aber auch gegen&uuml;ber VW: Es handle sich dabei um &ldquo;ein perfektes Gesch&auml;ft f&uuml;r Porsche&rdquo;, das gleichzeitig einen schweren Schaden f&uuml;r Volkswagen bedeute. Die Produktionskosten seien zwischen beiden Unternehmen nicht gleichm&auml;&szlig;ig aufgeteilt. Mit den zus&auml;tzlichen Gewinnen k&ouml;nne Porsche weitere VW-Aktien erwerben.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/unternehmen\/artikel\/0,2828,478125-3,00.html\">Manager Magazin<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li>Wie will Porsche die neuen Verbrauchsbeschr&auml;nkungen der EU einhalten? K&ouml;nnte das nicht auch ein wichtiges Motiv f&uuml;r Wiedekings Versuch gewesen sein, VW zu &uuml;bernehmen?\n<p>Man darf wohl fragen, ob Wiedeking seinen Job nicht m&ouml;glicherweise auch ohne Piech in absehbarer Zeit verloren h&auml;tte.<\/p><\/li>\n<\/ol>\n<p><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Lazard-Gutachten: Opel hat eigenst&auml;ndig kaum Chancen<\/strong><br>\nAlle drei &Uuml;bernahmeangebote f&uuml;r Opel sind im jetzigen Zustand ungeeignet, den deutschen Autobauer nach seiner Trennung von General Motors (GM) langfristig als eigenst&auml;ndige Marke zu etablieren. Dies geht aus einem Angebotsvergleich von Lazard hervor. Er wurde von der Investmentbank im Auftrag der Bundesregierung erstellt und war f&uuml;r die Bundesregierung Grundlage der ersten Opel-Beratungen am vergangenen Mittwoch im Bundeskanzleramt. Die &ldquo;kritische Masse eines Volumen OEMs&rdquo; sei &ldquo;kaum erreichbar&rdquo;, hei&szlig;t es zu allen drei Offerten. OEM steht f&uuml;r Original Equipment Manufacturer und bedeutet in der Automobilindustrie eigenst&auml;ndiger Produzent. Genau mit diesem Argument, Opel und Vauxhall seien allein zu klein, um dauerhaft zu &uuml;berleben, hatte auch der italienische Fiat-Konzern f&uuml;r sein &Uuml;bernahme-Konzept geworben. Fiat hatte sich aber entnervt von politischen Querelen schon im Mai aus dem Wettbewerb zur&uuml;ckgezogen. \n<p>Auff&auml;llig ist, dass nach den reinen Zahlen und Finanzdaten das von Bund und L&auml;ndern favorisierte Konsortium aus Magna und der russischen Sberbank aus Sicht des deutschen Staates am schlechtesten abschneidet. Magna fordere das &ldquo;h&ouml;chste Staatsgarantievolumen&rdquo;, biete &ldquo;nur 100 Mio. Euro echtes Eigenkapital&rdquo; und gr&uuml;nde sein Angebot auf &ldquo;optimistische Wachstums- und Profitabilit&auml;tsannahmen&rdquo;. Dagegen gebe es im RHJ-Konzept nur eine &ldquo;geringe Gefahr des Abflusses von Mitteln ins Ausland&rdquo;. Hingegen wolle Magna einen Teil der staatlichen garantierten Kredite zum Aufbau des Russland-Gesch&auml;fts verwenden.&nbsp;Allerdings monieren die Lazard-Banker, dass auch RHJ nur relativ wenig Eigenkapital investieren wolle und sein Gesch&auml;ftsmodell auf &ldquo;sehr optimistische Wachstums- und Profitabilit&auml;tsannahmen&rdquo; gr&uuml;nde. Ginge es allein nach den Finanzen, schneiden unterm Strich die bereits aus dem Bieterrennen ausgeschiedenen Chinesen am besten ab. Zudem habe BAIC &ldquo;finanzstarke Partner&rdquo; und wolle Investitionen in China eigenst&auml;ndig finanzieren. Nachdem GM bereits am Donnerstag offiziell mitgeteilt hatte, man wolle nur noch mit RHJ und Magna weiter verhandeln, teilten am Freitagmorgen auch die Chinesen mit, sie z&ouml;gen sich aus dem Bieterwettstreit zur&uuml;ck. Ausschlaggebend f&uuml;r den R&uuml;ckzug waren demnach un&uuml;berbr&uuml;ckbare Differenzen mit GM &uuml;ber die Verwendung von Patenten. <\/p>\n<p>Allerdings bietet das Lazard-Papier nicht nur einen Vergleich der Finanzpl&auml;ne, es liefert auch politische Argumente f&uuml;r und wider die jeweiligen Bieter. Und in dieser Kategorie schneidet Magna am besten ab. So habe Magna &ldquo;ein eigenst&auml;ndiges strategisches Konzept&rdquo;, verf&uuml;ge &uuml;ber ein gutes Management und sei &ldquo;ein strategischer K&auml;ufer&rdquo;, der Opel langfristig halten wolle. Allerdings, so warnen die Berater, berge auch das Magna-Konzept die Gefahr seines &ldquo;Ausverkaufs deutscher Technologie nach Russland&rdquo;. Am RHJ-Plan kritisiert Lazard eine &ldquo;hohe De Facto-Abh&auml;ngigkeit von GM&rdquo; und eine fehlende &ldquo;signifikante &Auml;nderung des Status Quo&rdquo;. Zudem plane RHJ einen Abbau von mindestens 3900 Stellen bei Opel in Deutschland. Die Chinesen schneiden in der politischen Bewertung am schlechtesten ab: So sei fraglich, ob die Arbeitspl&auml;tze von Opel tats&auml;chlich langfristig in Deutschland erhalten blieben, ausdr&uuml;cklich warnen die Berater vor einem &ldquo;Ausverkauf deutscher Technologie nach China&rdquo;.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/industrie\/:Lazard-Gutachten-Opel-hat-eigenst%E4ndig-kaum-Chancen\/544491.html?mode=print\">FTD<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/autoindustrie\/:Die-Offerten-im-%DCberblick-Womit-die-Opel-Bieter-locken\/541300.html?mode=print\">FTD<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Das Erfreuliche am Bekanntwerden dieses Papiers ist, dass wichtige Zahlen und Einsch&auml;tzungen einer breiten &Ouml;ffentlichkeit zug&auml;ngig gemacht werden. So k&ouml;nnen sich die Bev&ouml;lkerung, aber auch Experten ein Bild dar&uuml;ber machen, vor welchem konkreten Hintergrund die Regierung entscheidet. Auch wenn viele, die da als Experten auftreten, interessengeleitet sind. Dies gilt aber auch f&uuml;r die Politik, insofern sie Opel als w&auml;hlerrelevant einsch&auml;tzt. Die entscheidende Frage, ob Opel langfristig als eigenst&auml;ndiges Unternehmen existieren kann, h&auml;ngt ganz wesentlich von der Einsch&auml;tzung ab, wie sich Opel weltweit angesichts bestehender &Uuml;berkapazit&auml;ten behaupten kann. Die Berater von Lazard verneinen dies mit Hinweis, dass Opel zu klein sei zu halten, um sich als Volumenhersteller, der auf die Massenproduktion setzt. Erschwert wird die die Situation dadurch, dass derzeit niemand die zuk&uuml;nftige wirtschaftliche Entwicklung sowohl global als auch in Russland (Magna) einsch&auml;tzen kann. &ndash; Bemerkenswert ist, dass die Lazard-Berater dem &bdquo;Ausverkauf deutscher Technologie&ldquo; einen deutlich h&ouml;heren Stellenwert einr&auml;umen, als in der deutschen Diskussion &uuml;blich. Dass GM deshalb den chinesischen Anbieter von den Verhandlungen ausschloss, ist naheliegend, aber anscheinend ist Eric Fellhauer und sein Team von der generell anderen Einsch&auml;tzung des Themas, geistiges Eigentum, in den USA gepr&auml;gt. So ist genau aus diesen Gr&uuml;nden Boeing in China nicht in Produktion gegangen, w&auml;hrend Airbus in nordchinesischen Hafenstadt Tianjin den A 320 baut und letzten Monat sein erstes Flugzeug auslieferte.<\/em><\/p>\n<p>Eigentlich noch interessanter als das Lazard-Papier ist die <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/autoindustrie\/:Milliardenverluste-Regierung-gesteht-Opel-Misere\/542148.html?mode=print\">Antwort der Bundesregierung<\/a> auf eine Anfrage der FDP-Fraktion im Bundestag. Demnach schrieb Opel bis auf die Jahre 2001 und 2002 von 1999 bis 2007 rote Zahlen. F&uuml;r 2008 liegen noch keine Zahlen vor. Auch wenn die Finanzbeziehungen zwischen dem Mutterkonzern GM und Opel kompliziert sind, stehen damit hinter der Behauptung, dass Opel unabh&auml;ngig von General Motors ein gesundes Unternehmen sei, etliche Fragezeichen. Allerdings unterst&uuml;tzt der betr&auml;chtliche R&uuml;ckgang der absoluten Verkaufszahlen und des Marktanteils sowohl in Deutschland wie auch in Europa diese Verluste.<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Angeblicher Diebstahl von zwei Br&ouml;tchen kostet den Job<\/strong><br>\nWieder ein K&uuml;ndigungsprozess wegen eines Centbetrags: Ein Rechtsstreit wegen angeblichen Diebstahls von zwei Br&ouml;tchen wurde am Freitag vor dem Arbeitsgericht Heilbronn einvernehmlich beigelegt. Die Hohenloher Krankenhaus GmbH zog dabei den Vorwurf zur&uuml;ck, die gek&uuml;ndigte 60-j&auml;hrige K&uuml;chenhelferin habe die beiden Br&ouml;tchen gestohlen. Im Gegenzug erkl&auml;rte sich die Frau mit ihrer K&uuml;ndigung zum 30. September einverstanden. Bis dahin bekommt sie weiter ihr Gehalt, au&szlig;erdem erh&auml;lt sie eine erhebliche Nachzahlung. &ldquo;Obwohl sich der Vorwurf gegen die Frau im Laufe der Verhandlung eher erh&auml;rtet hat, haben sich die Parteien schlie&szlig;lich einvernehmlich geeinigt&rdquo;, sagte Gerichtssprecher Stefan Fiebig. So werde die langj&auml;hrige Mitarbeiterin nun ein &ldquo;qualifiziertes Zeugnis mit der F&uuml;hrungs- und Leistungsbewertung ,gut&rsquo; &rdquo; erhalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=in&amp;dig=2009%2F07%2F25%2Fa0157&amp;cHash=639106aa3f\/&amp;type=98\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ich m&ouml;chte nicht wissen, zu wie viel kleineren &ldquo;Mitnahmeeffekten&rdquo; es in vielen Betrieben kommt, und zwar auf allen Ebenen. Dass dieses einmalige &ldquo;Delikt&rdquo; einer 60-j&auml;hrigen Frau nicht einer Verwarnung, sondern f&uuml;r eine K&uuml;ndigung reichte, spricht f&uuml;r eher f&uuml;r einen gesuchten Vorwand der Hohenloher Krankenhaus GmbH. Es ist an der Zeit, diese verheerende Rechtsprechung bei Bagatelldelikten auch im Arbeitsrecht abzuschaffen. Da werden Sparexzesse bei der Bahn und in Krankenh&auml;usern oder in Schulen und Hochschulen exekutiert, da werden Banken und Unternehmen an die Wand gefahren zum gr&ouml;&szlig;ten Schaden der Allgemeinheit, aber die Verantwortlichen beziehen hohe Pensionen, Boni und Abfindungen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Kampagne Emmely: Die Klassenjustiz schl&auml;gt zur&uuml;ck!<\/strong><br>\nEs war zu erwarten: Die bundesweite Berichterstattung zum sog. Fall &bdquo;Emmely&ldquo; konnte durch die offizielle Rechtsprechung nicht unkommentiert bleiben. Dass Richter und &bdquo;herrschende Meinung &ldquo;kein Verst&auml;ndnis f&uuml;r die Solidarit&auml;t zugunsten der Verk&auml;uferin &bdquo;Emmely&ldquo; haben w&uuml;rden, war klar. Immerhin handelte es sich bei dem Urteil des Landesarbeitsgerichts Berlin gegen die bei &bdquo;Kaisers&ldquo; entlassene Kollegin Emme in der Tat um eine seit gut 54 Jahren gefestigte Rechtsprechung handelt. Darin wurde in einem Fall wegen des dringenden Verdachts einer Unterschlagung, in einem anderen Fall wegen einer angeblich feststehenden Unterschlagung geringf&uuml;giger Betr&auml;ge eine K&uuml;ndigung durch den Arbeitgeber best&auml;tigt. Die Rechtsprechung zur sog. Verdachtsk&uuml;ndigung oder auch zu sog. Bagatellstraftaten ist alt. Ihre Vorl&auml;ufer stammen noch aus der Nazizeit. Diese Rechtsprechung stand bislang auch nicht im Fokus etwa der gewerkschaftlichen Rechtskritik (welche &uuml;berhaupt seit vielen Jahren nur noch wenige eigenst&auml;ndige Positionen entwickelt hat). Sie war bislang sozusagen &bdquo;unstrittig&ldquo;. Insofern war die &bdquo;Entt&auml;uschung&ldquo; der Richter &uuml;ber das &bdquo;Unverst&auml;ndnis&ldquo; der &Ouml;ffentlichkeit f&uuml;r diese Rechtsprechung durchaus verst&auml;ndlich. Wie kann man sich &uuml;ber etwas erregen, was juristisch nach absolut herrschender Auffassung (jedenfalls bislang) als unanfechtbar galt? Nun kann sich die Justitia schlecht in das Get&uuml;mmel der &Ouml;ffentlichkeit begeben. Das muss sie anderen &uuml;berlassen. Sozusagen &bdquo;Gesch&auml;ftsf&uuml;hrern ohne Auftrag&ldquo;(um mal eine juristische Kategorie zu benutzen). Dies hat nun der angeblich &bdquo;renommierte&ldquo; Arbeitsrechtler Rieble von der Universit&auml;t M&uuml;nchen getan. Die Neue Juristische Wochenschrift (NJW) gab ihm daf&uuml;r Raum 2.\n<p>Der Beitrag ist zugleich kurios und &auml;rgerlich. Er wirft ein bezeichnendes Licht auf das Dilemma einer unter Druck geratenen Klassenjustiz und ist zugleich ein Beleg f&uuml;r die politische Richtigkeit der sog. Emmely-Kampagne.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/branchen\/dienstleistung\/eh\/emmely_geffken.pdf\">LabourNet [PDF &ndash; 95.6 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Scholz will Hartz-IV-Empf&auml;nger besserstellen<\/strong><br>\nZwei Monate vor der Bundestagswahl zieht Olaf Scholz die Spendierhosen an: Der Bundesarbeitsminister schl&auml;gt vor, dass Hartz-IV-Empf&auml;nger k&uuml;nftig beliebig hohe Summen f&uuml;r ihre Altersvorsorge behalten d&uuml;rfen. Auch an die Arbeitnehmer macht der SPD-Politiker ein k&uuml;hnes Versprechen.\n<p>Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) will noch vor der Bundestagswahl das Schonverm&ouml;gen f&uuml;r Hartz-IV-Empf&auml;nger erh&ouml;hen. &ldquo;Wir m&uuml;ssen den Hartz-IV-Empf&auml;ngern die Sicherheit geben, dass ihre Altersvorsorge unangetastet bleibt&rdquo;, sagte Scholz der &ldquo;Bild am Sonntag&rdquo;. Was als Altersvorsorge diene und zu einer unwiderruflichen Zusatzrente f&uuml;hre, solle k&uuml;nftig &ldquo;unbegrenzt zum Schonverm&ouml;gen geh&ouml;ren&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/:Schonverm%F6gen-Altersvorsorge-Scholz-Hartz-IV-Empf%E4nger\/707254.html\">stern<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Der Vorschlag von Scholz kommt zu sp&auml;t, um glaubw&uuml;rdig zu erscheinen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Foodwatch: EU will N&auml;hrwert-Ampel verbieten<\/strong><br>\nVerbrauchersch&uuml;tzer haben der Europ&auml;ischen Union vorgeworfen, ein Verbot der sogenannten Ampel-Kennzeichnung f&uuml;r Lebensmittel zu planen. Dies belege ein Rechtsgutachten, erkl&auml;rte die Verbraucherorganisation Foodwatch am Mittwoch in Berlin.\n<p>Der stellvertretende Foodwatch-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Matthias Wolfschmidt warf Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) vor, sie spiele &ldquo;ein scheinheiliges Doppelspiel mit den B&uuml;rgern&rdquo;: W&auml;hrend sie sich in Deutschland offen f&uuml;r die N&auml;hrwert-Ampel gebe, nehme sie es in Br&uuml;ssel &ldquo;billigend in Kauf, dass ein Ampelverbot hinter dem R&uuml;cken der deutschen Bev&ouml;lkerung und des deutschen Parlamentes beschlossen wird&rdquo;, erkl&auml;rte Wolfschmidt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/ratgeber\/top_themen\/1847988_Foodwatch-EU-will-Naehrwert-Ampel-verbieten.html\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Atoml&uuml;ge: Die wahren Kosten der Endlager <\/strong><br>\nJahrelang haben die Betreiber deutscher Atomkraftwerke ihren Atomm&uuml;ll in die geplanten Endlager Asse und Morsleben eingelagert. Jetzt m&uuml;ssen diese Lager aufw&auml;ndig saniert und stillgelegt werden, weil die Salzst&ouml;cke ansonsten einzust&uuml;rzen drohen. Neue Unterlagen belegen nun, wie trickreich es die Energieversorger verstanden haben, um die hohen Kosten f&uuml;r die Endlagerung herumzukommen. Der Steuerzahler wird &uuml;ber 6 Milliarden Euro zu zahlen haben.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/monitor\/\/sendungen\/2009\/0723\/pdf\/atom.pdf\">ARD Monitor<\/a> [PDF &ndash; 76 KB]<br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/monitor\/sendungen\/2009\/0723\/atom.php5\">ARD Monitor (Video)<\/a>\n<p><em>Dazu noch: <\/em><\/p>\n<p><strong>Zwei Atomkraftwerke abgeschaltet<\/strong><br>\nAm Freitag mussten zwei Atomkraftwerke wegen Unregelm&auml;&szlig;igkeiten vom Netz: Die Reaktoren im emsl&auml;ndischen Lingen und in Phillipsburg. Beh&ouml;rden und Stromkonzerne gaben zun&auml;chst Entwarnung. Es handle sich um geringf&uuml;gige Zwischenf&auml;lle.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/technologie\/energie_technik\/zwei-atomkraftwerke-abgeschaltet;2436841\">Handelsblatt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Laut Politbarometer vom 24.07.09 halten zwar 61 % die Atomkraftwerke in Deutschland f&uuml;r sicher bzw. sehr sicher, aber 55% sind f&uuml;r den geplanten Atomausstieg bis 2021, im Juli 2008 waren es nur 40% und 54% waren f&uuml;r eine Verl&auml;ngerung der Laufzeiten.<br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/content\/804110?inPopup=true\">ZDF-Mediathek (Video)<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Willf&auml;hrige Europ&auml;er<\/strong><br>\nWas nach dem Plot eines zweitklassigen US-Thrillers klingt, soll unter tatkr&auml;ftiger Mitwirkung der Europ&auml;ischen Union und ihrer Mitgliedstaaten bald Realit&auml;t sein. US-Terrorfahnder sollen Zugriff auf einen zentralen Bank-Server in der EU erhalten und ihn nach verd&auml;chtigen Auslands&uuml;berweisungen von Terroristen durchforsten k&ouml;nnen. Zur Erinnerung: Die US-Daten-w&uuml;teriche sp&auml;hen diesen Swift-Server, der bislang noch im US-Bundesstaat Virginia steht, schon seit l&auml;ngerem heimlich aus. Die Emp&ouml;rung war gro&szlig;, als dies &ouml;ffentlich wurde. Nun zieht Swift die Konsequenz und seine Speicher aus den USA ab um sie vor ungebetenem Zugriff zu sch&uuml;tzen. Womit das Unternehmen aber nicht gerechnet hat: Der Arm der US-Terrorfahnder reicht sehr weit und die Willf&auml;hrigkeit der EU-Kommission kennt kaum Grenzen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1851257&amp;em_loc=1231&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_polstart\">FR<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/1851257_Kontodaten-USA-wollen-EU-Buerger-ausspaehen.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Man kann es auch ganz anders sehen, diverse Regierungen, u.a. in Deutschland, k&ouml;nnten dann in ihren L&auml;ndern darauf verweisen, dass man ihnen schlecht verweigern k&ouml;nne, was die EU den USA erlauben -also bitte ein m&ouml;glichst weitgehendes Zugriffsrecht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Durchsichtig im Netz<\/strong><br>\nSeit dem 1. Januar 2008 speichern deutsche Telekommunikationsunternehmen, wer mit wem wann und wie lange telefoniert; wer wem wann eine SMS oder eine E-Mail schickt und bei der Benutzung des Handsys sogar, wo er sich zu diesem Zeitpunkt aufh&auml;lt. Die Inhalte der Kommunikation werden nicht gespeichert. Nach Auskunft des Bundesjustizministeriums (BMJ) haben Polizei und Staatsanwaltschaft im Zeitraum zwischen Mai 2008 und Februar 2009 mehr als 12 700 Mal Daten abfragen wollen &ndash; eine erstaunlich hohe Zahl: Der Zugriff ist nur beim Verdacht schwerer Straftaten erlaubt, wenn mindestens f&uuml;nf Jahre Haft drohen.\n<p>Der Chaos Computer Club (CCC) warnt in einer vor kurzem ausgearbeiteten Stellungnahme f&uuml;r das Bundesverfassungsgericht. Der CCC zeigt auf, dass eben diese garantiert verf&uuml;gbare Daten in ihrer Menge eine Gefahr f&uuml;r unschuldige B&uuml;rger und politisch kritische Geister sein k&ouml;nnten. Allein anhand der Daten werden zum Beispiel &ldquo;innerhalb eines Beziehungsgeflechtes aktivere und weniger aktive Personen identifizierbar&rdquo;. Wer in einem Netzwerk ein wichtiger Anf&uuml;hrer ist, wer als Kopf einer Bande von Kriminellen &ndash; oder aber einer Gruppe von Umweltsch&uuml;tzern &ndash; vorsteht, das l&auml;sst sich kl&auml;ren, ohne dass die Ermittler mith&ouml;ren oder mitlesen. Genauso erlauben die Daten R&uuml;ckschl&uuml;sse auf sexuelles Verhalten &ndash; wenn jemand regelm&auml;&szlig;ig mit einem Swingerclub oder &uuml;ber Sexhotlines kommuniziert &ndash; oder darauf, ob ein Politiker oder ein Unternehmer oft mit Pressevertretern spricht und so sensible Informationen weitergibt. Dass diese Daten nicht nur f&uuml;r die Polizei bei der Verbrechensbek&auml;mpfung wichtig sein k&ouml;nnen, zeigen die Spitzelaff&auml;ren unter anderem bei der Deutschen Bahn, der Deutschen Bank und der Deutschen Telekom. Auch politische Machtk&auml;mpfe werden mit Zugriff auf Kommunikationsdaten ausgetragen. Beispiel Griechenland: Dort wurden 2004 und 2005 Hunderte Politiker, darunter auch hochrangige wie der Premierminister, abgeh&ouml;rt. Zwar ging es da nicht um Verbindungsdaten, sondern um Inhalte, aber: &ldquo;Die technischen Schnittstellen f&uuml;r inhaltliche Telekommunikations&uuml;berwachung sind denen der Vorratsdatenspeicherung sehr &auml;hnlich&rdquo;, erl&auml;utert der CCC.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1853288&amp;em_loc=1231&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_polstart\">FR<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Was schwere Straftaten (&sect; 100c der Strafprozessordnung) sind, wird durch Gesetze definiert. Wie das Wort schon sagt, sind diese gesetzt &ndash; und zwar von Menschen, d.h. sie k&ouml;nnen inhaltlich zu verschiedenen Zeiten an verschiedenen Orten unterschiedliche Straftaten umfassen. Was heute eine leichte Straftat oder gar keine ist, kann morgen eine schwere Straftat sein und umgekehrt. So hat es z.B. Silvio Berlusconi in seiner ersten Amtszeit geschafft, dass Bilanzf&auml;lschung, Geldw&auml;sche und Steuerhinterziehung zu weniger wichtigen Delikten deklariert wurden, zu Bu&szlig;geldtatbest&auml;nden. Und so konnte Silvio Berlusconi auch den Wahlkampf 2008 unbelastet beginnen. &ldquo;Freigesprochen, weil die Taten kein Verbrechen mehr darstellen.&rdquo; So begr&uuml;ndete das Gericht in Mailand im Januar 2008 den Freispruch Berlusconis in Sachen Bilanzf&auml;lschung. Man sieht, solche Dinge passieren auch in nicht autorit&auml;r, sondern demokratisch regierten Staaten. <\/em><\/p>\n<p>Wer nun meint, Berlusconi sei ein Sonderfall, sollte sich die Diskussion um den Einsatz der Bundeswehr im Inneren erinnern. Terroristen war das Schlagwort der Stunde. Aber wer ist ein Terrorist? Was ist Terror?&nbsp;Jahrelang hat die Bundesanwaltschaft drei Linke der Mitgliedschaft in der terroristischen Vereinigung &ldquo;Militante Gruppe&rdquo; verd&auml;chtigt und verfolgt, d.h. abgeh&ouml;rt, observiert usw. Ein Anfangsverdacht entstand z.B. dadurch, dass ein Politologe einen Aufsatz &uuml;ber den Krieg im Kosovo ver&ouml;ffentlichte, dessen Argumentationsmuster nach Auffassung von Beamten des Bundeskriminalamtes Texten der &ldquo;mg&rdquo; &auml;hneln sollten. Erh&auml;rtet wurde der Verdacht durch das Auffinden eines Buches des russischen Revolution&auml;rs Leo Trotzki bei einer Hausdurchsuchung. Begr&uuml;ndet wurde die Aktion mit Paragraph 129a des Strafgesetzbuches &ndash; dieser f&auml;llt unter schwere Straftaten (Bildung terroristischer Vereinigungen). &ndash; Wir Menschen sind manipulierbar und manipulieren, wir sind von &Auml;ngsten und Begierden gepr&auml;gt, von Interessen getrieben und von Gleichg&uuml;ltigkeit heimgesucht. Weil wir uns selbst so gut kennen, sollten wir nicht vergessen, dass auch in Regierungen, Parlamenten und staatlichen Beh&ouml;rden Menschen agieren und davon nicht frei sind. Wir sollten ihnen deshalb keine Instrumente in die Hand geben, die einen so gro&szlig;en Machtmissbrauch m&ouml;glich machen.<br>\nSiehe <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,druck-636820,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Friedensforscher Galtung &uuml;ber den milit&auml;rischen Einsatz in Afghanistan: &bdquo;Selbstverst&auml;ndlich ist es ein Krieg&ldquo;<\/strong><br>\nEs ist also diese Idee, das ist eigentlich ein Entwicklungsprojekt und Schutz f&uuml;r ein Entwicklungsprojekt und ist kein Krieg. Das finde ich Wahnsinn. Selbstverst&auml;ndlich ist es ein Krieg. Man ist im B&uuml;ndnis mit den Vereinigten Staaten und sie haben ab 7. Oktober 2003 eine Attacke gemacht, und das hat etwas mit Nine-Eleven zu tun, aber nur etwas.\n<p>Erstens: Ich glaube nicht, dass Deutschland eine wirkliche Beziehung zu Afghanistan hat. Deutschland hat eine Beziehung zu Washington, und es hat eigentlich nur etwas damit zu tun, um die Rolle, die Washington w&uuml;nscht, zu spielen &ndash; einbezogen selbstverst&auml;ndlich die Semantik dar&uuml;ber. <\/p>\n<p>Zweitens: Ich glaube, die Bundeswehr, NATO, Amerikaner und so weiter haben &uuml;berhaupt keine Chance, die werden genau dieselbe Niederlage als Alexander der Gro&szlig;e, als die Briten &ndash; zweimal sogar &ndash; und als die Sowjeten erlebt haben. Und wenn sie das w&uuml;nschen, dann gute Reise. Aber ich glaube, die Vermittlung ist wirklich die bessere M&ouml;glichkeit.<br>\nIch glaube, das, was Obama tut, ist eigentlich Public Relations f&uuml;r die alte Strategie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/interview_dlf\/1004892\/drucken\/\">DLF<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Ausweg gesucht<\/strong><br>\nDer Einsatz deutscher Soldaten muss bald Ergebnisse zeigen, will die neue Regierung die Unterst&uuml;tzung der &Ouml;ffentlichkeit nicht verlieren. Eine hei&szlig;e Debatte steht &uuml;ber die Wehrpflicht an, die au&szlig;er der CDU\/CSU keiner mehr will.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:Bundeswehr-in-Afghanistan-Ausweg-gesucht\/544915.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> In der Frage der Wehrpflicht m&uuml;sste die Position der CDU\/CSU gerade f&uuml;r Gegner des Afghanistankrieges Pflicht sein, sie sei das &ldquo;Markenzeichen&rdquo; der &ldquo;Armee in der Demokratie&rdquo;. Die Abschaffung der Wehrpflicht hat in den USA dazu gef&uuml;hrt, dass drei Viertel der im Irak Gefallenen aus Orten mit unterdurchschnittlichem Pro-Kopf-Einkommen stammen. W&auml;re dieser Krieg von Zaun gebrochen worden, wenn die S&ouml;hne von Senatoren und Kongressabgeordneten potentielle Kriegsopfer gewesen w&auml;ren? Arbeiter, Kinder von Arbeitern, Unterbesch&auml;ftigte und Arbeitslose bilden das R&uuml;ckgrat der amerikanischen Berufsarmee. Mit einer Freiwilligenarmee l&auml;sst sich leichter Krieg f&uuml;hren, als wenn den S&ouml;hnen unserer Bundestagsabgeordneten, unserer Wirtschaftselite der Kriegsdienst droht. Wenn alle jungen M&auml;nner, Arm und Reich gleicherma&szlig;en eingezogen werden k&ouml;nnen, m&uuml;ssen unsere Politiker einen Kriegseinsatz ganz anders abw&auml;gen &ndash; eben demokratisch. Noch wird die &ldquo;Sicherheit Deutschlands am Hindukusch&rdquo; von Zeit- und Berufssoldaten verteidigt, aber alle Welt scheint eine radikale Aufstockung der Nato-Truppen in Afghanistan f&uuml;r das Gelbe vom Ei zu halten, damit steigt auch die Wahrscheinlichkeit des Einsatzes von Wehrpflichtigen. Ist es nicht viel wahrscheinlicher, dass sich dann die Bev&ouml;lkerung und damit auch die Politik mehr Gedanken um den Verbleib ihrer S&ouml;hne macht, d.h. hei&szlig;t um den Krieg generell &ndash; geschweige denn um die Kriege, die noch in der Zukunft lauern. &ndash; Dass z.Z. keine Wehrgerechtigkeit herrscht, soll mit diesen Ausf&uuml;hrungen keineswegs bestritten werden.<\/em><\/p>\n<p><strong><em>Erg&auml;nzende Anmerkung Roger Strassburg:<\/em><\/strong> Es kommt noch einiges dazu. Wenn man beobachtet, wie amerikanische Soldaten &ndash; inklusive Reserve-Soldaten &ndash; zu einer Verl&auml;ngerung ihrer Wehrdienstzeit gezwungen wurden, damit ja keine allgemeine Wehrpflicht eingef&uuml;hrt werden muss, damit diese Soldaten abgel&ouml;st werden k&ouml;nnen, werden die Nachteile der freiwilligen Armee deutlich. Eine freiwillige Armee kann leicht zu einer Armee von Armen und Militanten werden.<\/p>\n<p>&Uuml;brigens, auch in der Zeit, als es zuletzt in den USA eine Wehrpflicht gab (w&auml;hrend des Vietnam-Kriegs), war diese keineswegs allgemein. denn es wurden Soldaten je nach realem bzw. vermeintlichem Bedarf eingezogen. Es gab diverse Selektionskriterien, wie z.B. die j&auml;hrliche Geburtstags-Lotterie. (Diese sah vor, dass alle 365 bzw. 366 Tage eines Geburtsjahres gezogen wurden. Die Reihenfolge, in der die Geburtstage gezogen wurden, bestimmte die Reihenfolge, in der die M&auml;nner aus dem Geburtsjahr eingezogen wurden). Es gab auch andere Kriterien, wer eingezogen werden konnte, z.B., wer studiert hat, konnte erst nach Beendigung (durch Aufgabe oder Abschluss) des Studiums eingezogen werden &ndash; an sich schon ein klassenbezogenes Auswahlkriterium. <\/p>\n<p>Die Wehrpflicht ist wenig w&uuml;nschenswert. Eine freiwillige Armee aber noch weniger.<\/p>\n<\/li><li><a name=\"h24\"><\/a><strong>Gustav Seibt: Bologna und Hartz IV: Reformen aus einem Geist<\/strong><br>\nSp&auml;t, aber doch beginnt so etwas wie eine breite Diskussion zu den Bologna-Reformen der deutschen Universit&auml;ten. Eine nichtfachliche, nicht lobbyistisch befangene &Ouml;ffentlichkeit beginnt zu ahnen, dass es um mehr geht als um den Umbau einer institutionellen Sonderwelt mit ihren eigenen Gesetzm&auml;&szlig;igkeiten. Begonnen hatte die Reform vor zehn Jahren in dem Windschatten, in dem bildungspolitische Anliegen vor den Pisa-Studien und vor der Wahrnehmung der Ausbildungsdefizite einer dramatisch alternden Gesellschaft gelandet waren. Inzwischen aber ist nicht nur Ausbildung, sondern sogar &ldquo;Bildung&rdquo; &ndash; als Gemeinsames einer fast grenzenlos differenzierten Gesellschaft &ndash; wieder ein gro&szlig;es Thema geworden. Und so verraten auch die gereizten Reaktionen von Verwaltungsfachleuten, dass die Einw&uuml;rfe von &ldquo;Feuilletonisten&rdquo; vielleicht nicht mehr ganz achtlos abgetan werden k&ouml;nnen; ganz zu schweigen von der Verwunderung ausl&auml;ndischer Beobachter, die registrieren, dass Deutschland eine seiner wertvollsten Erbschaften nicht einfach auf den heutigen Stand bringt, sondern komplett abschafft.\n<p>Die im Bologna-Prozess eingeleitete Gegensteuerung gleicht in ihrem Geist auf verbl&uuml;ffende Weise den Hartz-IV-Reformen. Sie rechnet n&auml;mlich mit dem Schlimmsten und setzt mehr auf Zwang und Kontrolle als auf Anreize und Angebote. Die Hartz-IV-Ma&szlig;nahmen mit dem berechtigten Impuls, F&ouml;rdern mit Fordern zu verbinden, sind &auml;hnlich abh&auml;ngig von konkreter Umsetzung wie der Bologna-Prozess. Im Prinzip aber wird so getan, als suchten die Arbeitslosen gar keine Arbeit, sondern m&uuml;ssten dazu gezwungen werden &ndash; durch Nachweispflichten, materiellen Druck und durch st&auml;ndiges Nachkontrollieren. Dass dieser Drohkulisse vielerorts gar kein funktionierender Arbeitsmarkt entspricht, steigert die Dissonanz ins Schrille.&Auml;hnlich rechnet nun die sich durch Bologna abzeichnende Neuordnung der Universit&auml;ten mit einem denkbar negativen Bild der Studierenden: Nicht nur mangelhaft vorgebildet, sogar unneugierig, studierunwillig m&uuml;ssen junge Menschen sein, denen man so durchgestaltete Studienpl&auml;ne und -pflichten auferlegt. Anstatt vor allem auf Resultate und Ziele zu schauen, werden die Wege festgelegt, als sei gar niemand imstande, sich selbst zu orientieren. So wie Hartz IV auf Arbeitsscheue und Transferleistungsabgreifer starrt, so wendet sich das b&uuml;rokratisierte Bologna-Studium an den idealtypischen Bummelstudenten.<\/p>\n<p>Dieser eingeborene anthropologische Pessimismus, der bei Studierenden nicht zun&auml;chst mit neugierigen, f&uuml;r Anregung, Zuwendung und Hilfe dankbaren Menschen rechnet, sondern mit &Uuml;berforderten und Desorientierten oder gar Arbeitsscheuen, denen man die Richtung vorgeben muss, er wird am Ende den guten Geist des Studierens aus den Unfreien Universit&auml;ten austreiben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/N5N38A\/2968902\/Unfreie-Universitaeten.html\">SZ<\/a><\/p><\/li>\n\n<li><a name=\"h25\"><\/a><strong>Systematische Repression in Honduras<\/strong><br>\nW&auml;hrend der gew&auml;hlte Pr&auml;sident von Honduras, Manuel Zelaya, von Nicaragua aus seinen zweiten R&uuml;ckkehrversuch in Angriff genommen hat, legte eine internationale Beobachterdelegation ihren Bericht vor: Seit dem Milit&auml;rputsch vom 28. Juni seien Medien und Aktivisten der Demokratiebewegung schweren Drohungen ausgesetzt, hei&szlig;t es in dem Bericht der insgesamt 17 Beobachter aus elf Staaten.\n<p>Im Hinblick auf die andauernden Menschenrechtsverst&ouml;&szlig;e trifft auch die Haltung der katholischen Elite in Honduras bei kirchlichen Organisationen in Deutschland auf Kritik. Besonders beanstandet wird die Haltung des Vorsitzenden der Bischofskonferenz von Honduras, Kardinal Oscar Andr&eacute;s Rodr&iacute;guez Maradiaga. Der Geistliche hatte Mitte des Monats der deutschen &ldquo;Frankfurter Allgemeinen Zeitung&rdquo; ein ausf&uuml;hrliches Interview gegeben. Darin sprach er sich gegen eine R&uuml;ckkehr des gew&auml;hlten Pr&auml;sidenten Manuel Zelaya aus.<\/p>\n<p>Andere christliche Hilfsorganisationen widersprachen dieser Haltung eindeutig. Albrecht Schwartzkopf von der Christlichen Initiative Romero aus M&uuml;nster wies auf die &ldquo;unterschiedlichen politischen Meinungen in der katholischen Kirche von Honduras&rdquo; hin. Vor allem die Di&ouml;zese von Santa Rosa de Cop&aacute;n vertrete &ldquo;eine Meinung, die den Volksbewegungen nahe steht&rdquo;. Auch das renommierte Institut f&uuml;r Theologie und Politik lehnt die Haltung des Vorsitzenden der honduranischen Bischofskonferenz entschieden ab. Wenn die Meinung des Kardinals zutr&auml;fe, &ldquo;dann gibt es in einer Demokratie Mittel, um diese Situation zu kl&auml;ren&rdquo;, sagte der Mitarbeiter des Instituts, Ludger Weckel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.amerika21.de\/nachrichten\/inhalt\/2009\/jul\/systematische-repression-in-honduras\/\">amerika 21<\/a><\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Weiterer Anh&auml;nger Zelayas ermordet<\/strong><br>\nEin weiterer Unterst&uuml;tzer des Pr&auml;sidenten wurde heute in Honduras ermordet. Bauernf&uuml;hrer Rafael Alegr&iacute;a verhaftet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.amerika21.de\/nachrichten\/inhalt\/2009\/jul\/rafael_293847_alegria\">Amerika21<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h26\"><\/a><strong>Illner intensiv: Minimal und weniger<\/strong><br>\nKrampfhaft witzig statt aufkl&auml;rerisch: Matthias Kalle hat &ldquo;Illner intensiv&rdquo; durchlitten und h&auml;lt das Versagen des ZDF im Wahljahr f&uuml;r eine doppelte Trag&ouml;die.<br>\nOffensichtlich reicht es nicht mehr, den Zuschauer durch Reden, Streiten, Argumentieren f&uuml;r eine Sache zu begeistern, zu informieren. Schnell und lustig muss heute eine Sendung zur Wahl sein, einmal soll Trittin acht Fragen hintereinander beantworten, aber &bdquo;bitte kurz&ldquo;. Wieso kurz? Muss Politik einfach sein? So einfach wie das Fernsehen? Oder m&uuml;sste es nicht Aufgabe des Fernsehens sein, f&uuml;r den Zuschauer zu &uuml;bersetzen, was der nicht versteht? Was &bdquo;gr&uuml;ne Jobs&ldquo; sind, w&auml;re zum Beispiel interessant gewesen, oder aber was der &bdquo;new green deal&ldquo; ist &ndash; stattdessen erfahren wir, dass Trittin k&uuml;rzlich erst die Nationalhymne mitgesungen hat, allerdings sehr leise. Das ist das, was h&auml;ngen bleibt, nach einer halben Stunde Illner &bdquo;intensiv&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/medien-news\/Fernsehkritik-Illner-intensiv-ZDF;art15532,2854001\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h27\"><\/a><strong>Asymmetrie in der Berichterstattung:<\/strong><br>\nDas Gegenst&uuml;ck zum Lafontaine-Sommerinterview im ZDF: Das Sommerinterview mit Angela Merkel in der ARD. Achten Sie mal darauf, wie lammfromm Ulrich Deppendorf und Rainald Becker die Werbebotschaften f&uuml;r eine schwarz-gelbe Koalition entgegen nahmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=SX2yzIJRbq4&amp;NR=1\">YouTube<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h28\"><\/a><strong>Nochmals: Lobbyisten auf Sendung <\/strong><br>\nWir haben am 24. Juli auf die Sendung von Dietrich Krau&szlig; &bdquo;Wie Wirtschaftsverb&auml;nde die &ouml;ffentliche Meinung beeinflussen&ldquo; hingewiesen. Dieser Beitrag aus dem Jahre 2005 ist von der ARD aus dem Internet entfernt worden.<br>\nDeshalb hier noch einmal die Ersatz URL.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/vodpod.com\/watch\/593937-insm-initiative-neue-soziale-marktwirtschaft-lobby-gegen-den-sozialstaat\">vodpod (Video) <\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/omega.twoday.net\/stories\/939891\/\">Omega News (Text)<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h29\"><\/a><strong>Wagner und die Nationalsozialisten<\/strong><br>\nDie diesj&auml;hrigen Festspiele von Bayreuth stehen vor der T&uuml;r. Aus diesem Anlass befasste sich der Deutschlandfunk in seinem Kulturgespr&auml;ch am Freitag mit dem weltanschaulichen Hintergrund Richard Wagners und seiner Anziehung auf Hitler und die NS-Ideologie.\n<p>Welche Wagner-Opern waren f&uuml;r den Aufstieg des Diktators von Bedeutung? Hat Hitler die antisemitisch gef&auml;rbte Kunst-Religion des Komponisten der Meistersinger f&uuml;r seine politischen Ziele missbraucht? Die Diskussion wurde im Rahmen der diesj&auml;hrigen Landsberger Gespr&auml;che aufgezeichnet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/kulturgespraech\/1004451\/\">DLF, w&auml;hlen Sie dradio.de Radio on demand 24.07.09 19.15 Uhr<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h30\"><\/a><strong>Fast zu guter Letzt: Stifter-Song<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/thorsten-hild.bloggospace.de\/83962\/Stifter\/\">Thorsten Hild<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h31\"><\/a><strong>Nun aber wirklich zu guter Letzt: Wiedekings Gro&szlig;z&uuml;gigkeit<\/strong><br>\n&ldquo;Anstatt Wiedekings Gro&szlig;z&uuml;gigkeit als Vorbild f&uuml;r eine neue Wirtschaftsethik zu preisen, tadeln ihn die Politiker Joachim Po&szlig; (SPD) und Dietmar Bartsch (Die Linke) gemeinsam, als ob die Sozialistische Einheitspartei auferstanden w&auml;re.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/BILD\/news\/standards\/kommentar\/2009\/07\/26\/kommentar.html%20\">BILD<\/a>\n<p>Siehe dazu die Anmerkung von Roberto De Lapuente<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.com\/2009\/07\/de-dicto_26.html\">ad sinistram<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<\/p>\n<p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p>\n<ol>\n<li><a href=\"?p=4092#h01\">Heiner Flassbeck: Die Krise ist nicht vorbei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4092#h02\">Wenn L&ouml;hne und Preise purzeln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4092#h03\">Britische Wirtschaft bricht ein wie nie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4092#h04\">Das Pendel schwingt zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4092#h05\">Rettung der HRE erspart Banken Milliardenverluste<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4092#h06\">Harald Schumann: Tiefes Dunkel, etwas Licht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4092#h07\">Riester-Rente lohnt sich meist erst ab 90<\/a><\/li>\n<li><a<\/li>\n<\/ol>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4092\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4092","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4092","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4092"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4092\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4092"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4092"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4092"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}