{"id":4093,"date":"2009-07-28T09:29:59","date_gmt":"2009-07-28T07:29:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4093"},"modified":"2014-01-27T11:25:46","modified_gmt":"2014-01-27T10:25:46","slug":"material-zur-bedeutung-der-aufklaerung-ueber-die-medienbarriere","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4093","title":{"rendered":"Material zur Bedeutung der Aufkl\u00e4rung \u00fcber die Medienbarriere"},"content":{"rendered":"<p>In meinem Buch &bdquo;Willy w&auml;hlen&rsquo;72. Siege kann man machen&ldquo; finden sich eine Reihe einschl&auml;giger Texte und Abbildungen zur aktuellen Frage, wie man als politische Bewegung gegen einseitige Interessen und Medien ankommt. Wenn die Welt heute auch anders ist, vieles l&auml;sst sich aus der damaligen Kampagne lernen. Im folgenden sind drei Kapitel des Buches dokumentiert (Rohtexte ohne Abbildungen). <a href=\"?p=2381\">Informationen &uuml;ber das Buch und Bestellm&ouml;glichkeit.<\/a> Albrecht M&uuml;ller<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Auszug A:<\/strong><br>\n<em>S. 66-71<\/em><\/p><p><strong>&ldquo;B&uuml;rger f&uuml;r Brandt&ldquo; &ndash;<br>\nDie Sozialdemokratische W&auml;hlerinitiative SWI.<\/strong><br>\nSchon 1965 gab es so etwas wie eine W&auml;hlerinitiative. Damals hatte G&uuml;nter Grass im Bundestagswahlkampf ein &ldquo;Loblied auf Willy&ldquo; gesungen. G&uuml;nter Grass pr&auml;gte auch in den kommenden Jahren, also schon 1969 und dann &ndash; zur Bl&uuml;te gebracht &ndash; 1972 das Bild der Sozialdemokratischen W&auml;hlerinitiative SWI. In der R&uuml;ckschau auf die Geschichte der SWI fallen einem vor allem die prominenten Namen ein:<br>\nHorst Antes, Carl Amery, Heinrich B&ouml;ll, Arnulf Baring, Paul Breitner, Wibke Bruhns, Walter Dirks, Katja Ebstein, Iring Fetscher, Peter Frankenfeld, G&ouml;tz George, HAP Grieshaber, Norbert Greinacher, Max von der Gr&uuml;n, Thilo Koch, Otto Herbert Hajek, Peter H&auml;rtling, Hartmut von Hentig, Dieter Hildebrandt, Klaus Harpprecht, Klaus Havenstein, Ursula Herking, Eberhard und Hartmut J&auml;ckel, Marie-Luise Kaschnitz, Victor de Kowa, Hardy Kr&uuml;ger, Hans-Joachim Kulenkampff, Hellmut Lange, Dieter Lattmann, Siegfried Lenz, Dagobert Lindlau, Lore Lorentz, Friedrich Luft, Inge Meysel, Luise Rinser, Johannes-Mario Simmel, Kurt Sontheimer, Volker Schl&ouml;ndorff, Romy Schneider, Heidi Sch&uuml;ller, Klaus Staeck, Wolfgang Staudte, Thad&auml;us Troll, Margarete von Trotta und andere, die mit unterschiedlichen Mitteln die Arbeit der SWI unterst&uuml;tzten. <\/p><p>Diese Prominentenliste ist beeindruckend. Es sollten trotzdem nicht jene sch&auml;tzungsweise 50 &ndash; 70 000 Menschen vergessen werden, die in den &uuml;ber 338 lokalen Gruppen in 174 Wahlkreisen f&uuml;r Willy Brandt und die SPD warben. <\/p><p>Um den harten Kern von K&uuml;nstlern, Publizisten und Wissenschaftlern, die 1969 f&uuml;r die Es-Pe-De warben, hatten sich schon damals viele mehr oder weniger Prominente geschart. Ihre gro&szlig;en Testimonial-Anzeigen waren eine Neuerung in der politischen Landschaft. Eine Idee, die die ARE Werbeagentur aus Schweden mitgebracht hatte. <\/p><p>Schon 1969 hat die SWI ein st&auml;ndiges B&uuml;ro mit zwei Mitarbeitern in Bonn eingerichtet. Erst im Wahlkampf 1972 erreichte die SWI ihren vollen Schwung und wurde zu einer immer breiteren Bewegung. <\/p><p>Vier Monate vor der Wahl wurden in allen L&auml;ndern B&uuml;ros eingerichtet. Von Bonn und von diesen B&uuml;ros aus wurden die vielen lokalen Gruppen mit Informationen versorgt und bei der Organisation von Veranstaltungen unterst&uuml;tzt.<br>\nIn Bonn f&uuml;hrte damals Veronika Schr&ouml;ter die Gesch&auml;fte.<br>\nDie  Rundreisen der SWI Prominenz in immerhin 70 Wahlkreise, ihre wenigen zentralen Anzeigen, ihre Wahlzeitung und ihre Argumtationshilfen waren eben nur der weithin sichtbare Teil. Von Bonn aus wurden die  Rundreisen der SWI Prominenz in rund 70 Wahlkreise koordiniert. Es wurden einige zentrale Anzeigen geschaltet, eine Wahlzeitung mit einer Auflage von 1 Million gedruckt; Aufkleber, Buttons und Plakate wurden hergestellt und verschickt; Argumentationshilfen, Sloganvorschl&auml;ge usw. f&uuml;r die lokalen Gruppen zusammengestellt. Besonders aktiv wirkte der Katholische Arbeitskreis der SWI mit einer eigenen Brosch&uuml;re und allein 63 Veranstaltungen. Unter den vielen originellen Aufklebern und Plakaten der W&auml;hlerinitiativen seien hier nur die Arbeiten Klaus Staecks hervorgehoben. Ihr Witz und ihre Sch&auml;rfe wirken auch heute noch.<\/p><p>&hellip; die eigentliche St&auml;rke der SWI &ndash; viele lokale Initiativen mit Phantasie und pers&ouml;nlichem Einsatz<\/p><p>Vor Ort standen die Inititiativen, wie schon erw&auml;hnt, auf einer recht breiten Basis. Vor allem engagierten sich j&uuml;ngere Leute zwischen 18 und 35 Jahren, Frauen, Angestellte, Beamte, Gesch&auml;ftsleute. Nach einer Fragebogenerhebung der SWI waren von 3255 Antwortenden gerade 16 % SPD Mitglieder.<\/p><p>Die unz&auml;hligen Anzeigen in der regionalen und lokalen Presse, die vielen Veranstaltungen und Infost&auml;nde, waren diesen Menschen zu verdanken. Die sozialdemokratischen und liberalen B&uuml;rgerinitiativen arbeiteten gerade nicht wie die zum gr&ouml;&szlig;ten Teil anonymen Hilfstruppen der Union, die nur zentralgeschaltete Anzeigen und bestenfalls Material auf dem Postwege anzubieten hatten. Mit gro&szlig;em Einfallsreichtum, und mit pers&ouml;nlichem Einsatz im Gespr&auml;ch mit anderen Menschen trugen die SWI Mitglieder wesentlich dazu bei, da&szlig; die &ouml;ffentlichen Meinung die SPD als die aktivere und sympathischere politische Kraft wahrnahm. Das war genau das, was in der konzeptionellen Planung des SPD-Wahlkampfes vorgesehen war: Ein starker Akzent auf die personale Kommunikation und auf die Mobilisierung von Menschen &ndash; der Aufbau einer Gegen&ouml;ffentlichkeit.<\/p><p>Die CDU\/CSU hinkte sichtbar nach: Sie glaubte aus dem Wahlkampf 1969 ihre Lehren gezogen zu haben: Mit gro&szlig;em Aufwand mobiliserte sie 1972 Prominente f&uuml;r Testimonialanzeigen &ndash; wie die SPD 1969. Sie schickte Hitparadenmoderator Heck mit (allerdings gemieteten) Popstars &uuml;bers Land. <\/p><p>Die SPD hatte mit Hilfe der SWI wieder einen deutlichen Vorsprung: Mit der bewu&szlig;t gef&ouml;rderten Dezentralisierung der Initiativenarbeit, mit Regionalisierung und Verwurzlung vor Ort, mit lokalen Testimonials, Kleinstanzeigen und ihrem vor Ort sichtbaren Engagement war das sozialdemokratische Lager der Union mehr als eine Nasenl&auml;nge voraus.<\/p><p>1972 war sowohl das Verh&auml;ltnis der SWI Zentrale zu den einzelnen Gruppen als auch das Verh&auml;ltnis der SWI insgesamt zu &ldquo;ihrer&ldquo; Partei praktisch ohne Reibungen oder Identit&auml;tskonflikte. Die SWIs &ldquo;an der &ldquo;Basis&ldquo; waren genuin demokratische Gebilde&ldquo;, die v&ouml;llig ohne Druck oder Weisungen von oben arbeiten konnten. Hilfe und Informationen konnten angefordert werden und wurden dankbar angenommen. <\/p><p>Die Gesamtkosten f&uuml;r den Wahlkampf der SWI von rund 500 000 DM wurden weitgehend &uuml;ber Spenden und den Verkauf<br>\nvon Werbematerial gedeckt. Die lokalen Initiativen finanzierten sich ganz wesentlich durch den Weiterverkauf von Aufklebern, Buttons etc. Die SPD beteiligte sich durch die Finanzierung der B&uuml;ros und der Mitarbeiter.<\/p><p>Das Bonner B&uuml;ro der Initiative wurde von der SPD zwar regelm&auml;&szlig;ig mit Informationen versorgt, gestaltete seinen Wahlkampf auch inhaltlich jedoch in Eigenregie. In unserem Drehbuch zur Wahlkampflanung hei&szlig;t es unter Punkt &bdquo;VI 35 W&auml;hlerinitiative&ldquo; dementsprechend, die Bestimmung der Inhalte sollten der W&auml;hlerinitiative im wesentlichen &uuml;berlassen bleiben. Da&szlig; die Themen und Inhalte dennoch nahezu deckungsgleich waren, war der sachlichen &Uuml;bereinstimmung und nicht der organisatorischen Verklammerung zu verdanken. Die Publikationen und Informationen der SWI spiegeln die volle Breite der Themenvielfalt des parteioffiziellen Wahlkampfs wider.<\/p><p>Der Charakter der SWI, als einer &ldquo;Nichtorganisierten Organisation&ldquo;, als einer echten Mischung von Spontaeit&auml;t und Koordination, als einer Veranstaltung f&uuml;r die SPD aber nicht von der SPD, machte ihre gro&szlig;e Wirkung &uuml;berhaupt erst m&ouml;glich.<\/p><p>Der von einer gro&szlig;en Zahl der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger und von der &uuml;berw&auml;ltigenden Zahl der Sozialdemokraten empfundene positive Einflu&szlig; wurde nicht von allen geteilt. Es gab damals schon und es gibt heute &ndash; schwer nachvollziehbare &ndash; Vorbehalte. <\/p><p>Schon im Wahlkampf hatte sich Helmut Schmidt distanziert und ein St&uuml;ck weit besorgt &uuml;ber diese Bewegung au&szlig;erhalb der SPD ge&auml;u&szlig;ert. Auch in seinem neusten Buch ist Unbehagen &uuml;ber politische Aktivit&auml;ten und Urteile von Intellektuellen sp&uuml;rbar. Nun ja. Heute w&auml;re jede Partei froh, sie k&ouml;nnte sich in einem solchen Ma&szlig; wie die SPD 1972 auf die kritische Loyalit&auml;t von K&uuml;nstlern und Denkern st&uuml;tzen.<\/p><p>Vor diesem Hintergrund ist es besonders bedr&uuml;ckend, wie despektierlich die Politikwissenschaftler L&ouml;sche und Walter sich in ihrem Buch &uuml;ber die Arbeit der W&auml;hlerinitiative hermachen. Da ist von &ldquo;Schickeria&ldquo; die Rede, die damals B&uuml;rger-f&uuml;r-Brandt-Buttons getragen habe, es sei eine Mode gewesen, bestenfalls idealistischer &Uuml;berschwang einiger Intellektueller. Dies ist nur eine Stimme von vielen, die die Arbeit der SWI mehr zu einem Problem f&uuml;r die SPD erkl&auml;ren statt sie zu w&uuml;rdigen. Bei vielen Kritikern mischt sich Mi&szlig;trauen gegen&uuml;ber Intellektuellen und K&uuml;nstlern mit Neid auf Willy Brandts Anziehungskraft weit &uuml;ber die Grenzen der SPD hinaus.<\/p><p><strong>Auszug B<\/strong><br>\n<em>Seite 110-113:<\/em><br>\n<strong>David gegen Goliath<\/strong><\/p><p>Im schon erw&auml;hnten Drehbuch, dem zentralen Planungsdokument f&uuml;r den Wahlkampf vom Juni 1972, machten wir einen au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Vorschlag: Zur Information von Mitgliedern und Sympathisanten sollte eine ganze Serie von Kleinanzeigen jeden Tag in der Boulevard-Presse &ldquo;geschaltet&ldquo; werden. Unter dem Titel &ldquo;Wichtige Nachricht f&uuml;r unsere Freunde&ldquo; erschienen schlie&szlig;lich vom 27. September bis zum &ldquo;Dankesch&ouml;n&ldquo; am 23. November insgesamt 40 kleine Anzeigen, zweispaltig, etwa 8 cm hoch und ohne Bilder. In der Bild-Zeitung, Bild am Sonntag, der AZ M&uuml;nchen, der Hamburger Morgenpost, dem Express K&ouml;ln und weiteren Zeitungen (In der abgebildeten Anzeige Nummer 8, sind alle &ldquo;Fundorte&ldquo; genannt).<\/p><p>Die konzeptionelle Idee und der Hintergedanke dieser Teilkampagne liegt auf der Hand:<br>\nDadurch, da&szlig; diese Anzeigen t&auml;glich erschienen, durchnummeriert waren und den Charakter einer Hintergrundinformation hatten, haben mehr und mehr Freunde der SPD und andere Leser t&auml;glich in ihrem Blatt danach gesucht und sie auch wirklich gelesen. Auch andere, distanziertere Leser wurden neugierig, weil wir ihnen das Gef&uuml;hl gaben, einen Blick hinter die Kulissen tun zu k&ouml;nnen. <\/p><p>Damit haben wir mit kleinen Anzeigen und f&uuml;r wenig Geld eine Lesedichte, &ndash; h&auml;ufigkeit und Aufmerksamkeit erreicht, die man sonst nur mit teuren Gro&szlig;formaten erreicht.(Das best&auml;tigten sp&auml;tere, interne Untersuchungen der BILD Zeitung).<\/p><p>Mit diesen Boulevardanzeigen erreichten wir vor allem die f&uuml;r uns wichtige Zielgruppe der Arbeitnehmer.<\/p><p>Die Kleinanzeigen in der Boulevardpresse waren ein flexibles Instrument und vor allem ein aktuelles Informationsinstrument. Sie hatten eine Vorlaufzeit von nur zwei Tagen.\/\/ <\/p><p>Die Kleinanzeigen setzten ganz unterschiedliche inhaltliche Akzent: An erster Stelle Angriffe gegen Argumente und Methoden der Gegenseite, Regieanweisungen zum Wahlkampf, Programmatisches, auch Versuche zur Erkl&auml;rung so komplizierter Sachverhalte wie der Bodenrechtsreform.<\/p><p>Dieses innovative Werbemittel war ganz abgestellt auf die Hoffnung, da&szlig; bei diesen Wahlkampf viele Menschen mitmachen und t&auml;glich Informationen brauchen. Interessant ist auch folgende Beobachtung: In den Anzeigen wurden Z.B. Hinweise auf Verteilaktionen gegeben. Mit dem Effekt, da&szlig; sich manche Leser bei den lokalen Wahlkampfapparaten erkundigten, ob sie helfen k&ouml;nnen. Sie wirkten damit als Hilfe und als Kontrollinstanz zugleich.  <\/p><p>Im &Uuml;brigen wurden die Kleinanzeigen von den Unterorganisationen der SPD zur Weiterverbreitung auf Handzettel gedruckt. Diese Anregung kam von der M&uuml;nchener SPD. Von &ldquo;intern&ldquo; zur am 11. 10. zur Nachahmung empfohlen. So kam eins zum anderen.<\/p><p>Die Kleinanzeigen waren eine tragende S&auml;ule des Mobilisierungskonzeptes. Allein durch die Art, die Gestaltung und bescheidene Gr&ouml;&szlig;e der Anzeigen haben wir im &Uuml;brigen einen anderen Teil des SPD-Konzepts gest&uuml;tzt: Bei der Wahl geht es um die Interessen der vielen &ldquo;Kleinen&ldquo; gegen die wenigen mit dem gro&szlig;en Geld. Um das anschaulich zu machen: Am 15. November waren in der Ausgabe der BILD-Zeitung allein acht Anzeigen der CDU\/CSU und ihrer Hilfsorganisationen f&uuml;r sch&auml;tzungsweise 450 000 DM. Dazwischen stand unsere &ldquo;Kleinanzeige&ldquo; No 36, drei kleine Spalten breit und 8 cm hoch..<\/p><p>40, wenn auch kleine Anzeigen, in BILD zu plazieren, war beim gespannten Verh&auml;ltnis der SPD zur Springer-Presse eine verwegene Idee. Immerhin mu&szlig;ten wir damit rechnen die Glaubw&uuml;rdikgeit oder gar die Auflage von BILD und BAMS mit unseren Anzeigen zu erh&ouml;hen. Diese Gefahr sahen wir bei Abw&auml;gung mit der zuvor geschilderten Wirkung als gering an. Die bewu&szlig;t bescheidene Form der Anzeigen im Kontrast zur Werbeschlacht der Gegenseite st&auml;rkte in der &ldquo;feindlichen Umgebung&ldquo; eher die Wirkung. Die Weigerung der Bild-Zeitung einen der Anzeigentexte zu drucken, befreite uns schlie&szlig;lich ganz von dieser Sorge. Dieser Konflikt verklarte die Fronten auch f&uuml;r Au&szlig;enstehende.<\/p><p>Da wir bei der Planung die Sorge hatten, da&szlig; Verlag und Redaktion der BILD-Zeitung unsere Anzeigen prinzipiell oder im Einzelfall ablehnen w&uuml;rden, lie&szlig; Harry Walter von unserer Werbeagentur seinen ehemaligen Kollegen und Chefredakteur von BILD, Prinz, wissen, da&szlig; er der SPD eine Kampagne &ldquo;BILD macht dumm&ldquo; vorschlagen werde, wenn die Anzeigen nicht liefen. Solche Deals waren damals noch m&ouml;glich. Die Fronten waren auch klarer.\/\/<\/p><p>(Bildunterzeile:)<br>\nwie in der Vorlage<\/p><p>(Zwischen&uuml;berschrift:)<br>\nEine der Innovationen 1972<\/p><p><strong>Auszug C: <\/strong><br>\n<em>Seiten 154 -157<\/em><br>\n<strong>Der Schl&uuml;ssel zum Erfolg:<br>\nDer Aufbau einer Gegen&ouml;ffentlichkeit<\/strong><\/p><p>Lange Zeit, auch 1972, wurde behauptet, die SPD k&ouml;nne in den Medieneliten auf breite Unterst&uuml;tzung bauen, Redakteure und Journalisten seien mehrheitlich eher links oder zumindest liberal. In konservativen Kreisen wird heute noch kolportiert, das Fernsehen sei &ldquo;rot&ldquo;. Beobachtern, die sich ein bi&szlig;chen um eine n&uuml;chterne Einsch&auml;tzung bem&uuml;hen, mutet eine solche Einsch&auml;tzung eher komisch an. Schon f&uuml;r die Wende zu den siebziger Jahren traf das nicht zu. <\/p><p>Es gab zwar eine ganze Reihe von Zeitungen, Zeitschriften und politischen Magazinen, die sich f&uuml;r die Politik Willy Brandts und der SPD erw&auml;rmten &ndash; so z.B. Spiegel, Stern, ZEIT, Frankfurter Rundschau, S&uuml;ddeutsche Zeitung, Panorama und Monitor. Die Opposition konnte sich aber auch nicht &uuml;ber mangelnde Unterst&uuml;tzung beklagen. Im Gegenteil: Die Zeitungen des Springerkonzerns, Welt, BILD, BamS, die FAZ, das Handelsblatt, die Publikationen des Bauer-Verlages wie Quick und Neue Revue, die Mehrheit der regionalen und lokalen Bl&auml;tter, L&ouml;wenthals w&ouml;chentlich ausgestrahltes ZDF Magazin und ein Teil der Report-Ausgaben, nahmen ausgesprochen deutlich Partei. Von besonderem Gewicht war die Vorherrschaft der CDU\/CSU in der Boulevardpresse und bei den Bl&auml;ttern der sogenannten Yellow Press. Gerade diese Medien hatten eine breite und tiefe Wirkung auf die Arbeitnehmer und damit potentiell auf die Anh&auml;ngerschaft der SPD. <\/p><p>Das Fazit: Einzig im Bereich der Medien, die vornehmlich Multiplikatoren erreichten, konnte die SPD auf Unterst&uuml;tzung bauen. Dennoch &ndash; wenn auch nicht so ausgepr&auml;gt wie heute &ndash; die CDU\/CSU besa&szlig; per Saldo die mediale Vorherrschaft; das war die Realit&auml;t, auch wenn immer das Gegenteil behauptet wird.<\/p><p>CDU und CSU und ihnen nahestehende Gruppen konnten auch auf gr&ouml;&szlig;ere finanzielle Mittel zur&uuml;ckgreifen. Ihre Vorherrschaft im werblichen Bereich in- und au&szlig;erhalb von Wahlk&auml;mpfen war unbestritten. Sie waren &uuml;brigens auch bei der Wahl ihrer Behauptungen und grafischen Mittel nicht zimperlich. Gro&szlig;e Gesch&uuml;tze wurden aufgefahren: Deutschlands Untergang, Vaterlandsverr&auml;ter, Staatsbankrot, Sozialisierungsgeier, letzte freie Wahl usw. Es gab neben der Medien- und werblichen Dominanz auch eine demagogische Dominanz.<\/p><p>Was tun angesichts dieser erkennbaren Unterlegenheit?<\/p><p>Uns war klar, ohne Aufbau einer von Menschen getragenen Gegen&ouml;ffentlichkeit hat die SPD keine Chance. Wir wu&szlig;ten auch um die gro&szlig;e Wirksamkeit personaler Kommunikation, also in diesem Fall der werblichen Ansprache von Menschen durch Menschen. Wir hofften und wir setzten darauf, mit Hilfe der gro&szlig;en Zahl von SPD-Mitgliedern und einem weiten Kreis von Menschen dar&uuml;berhinaus die mediale und finanzielle Vorherrschaft der CDU\/CSU brechen zu k&ouml;nnen.<\/p><p>Wir haben auf diese Hoffnung die Planung des Wahlkampfs abgest&uuml;tzt. Ein Zitat aus dem Wahlkampfdrehbuch vom 21. Juni 1972, Kapitel &ldquo;Mobilisierung und Information von Mitgliedern und Sympathisanten&ldquo;:<\/p><p>&ldquo;Es ist schon zu Anfang erl&auml;utert worden, da&szlig; der Wahlkampf von unserem Hauptgegner mit einem unerh&ouml;rten Aufwand an Mitteln gef&uuml;hrt wird. Wir werden dagegen nicht allein mit Werbemitteln und Geld ankommen. Es wird sehr stark auf die Mobilisierung unserer Mitglieder und der Sympathisanten ankommen. Wir m&uuml;ssen diese Mobilisierung zu einem bestimmenden Element des Wahlkampfes machen und diese Tatsache an sich in der &Ouml;ffentlichkeit deutlich machen.&ldquo; <\/p><p>Neben vielen praktischen und organisatorischen Vorkehrungen wird im Drehbuch auch schon ein Arbeitstitel vorgeschlagen: \/\/&ldquo;&Uuml;berzeugung contra Geld&ldquo;. Daraus wurde schlie&szlig;lich &ldquo;Argumente gegen das Gro&szlig;e Geld&ldquo; &ndash; ein Leitmotiv f&uuml;r die Mobilisierungskampagne.<\/p><p>Willy Brandt hat diese Planungsentscheidung voll mitgetragen. Als Ergebnis des erw&auml;hnten Gespr&auml;chs zur Wahlkampfplanung vom 8. Juli habe ich zu Punkt 23 &ldquo;Aktivierung von Mitgliedern und Sympathisanten&ldquo;<br>\nnotiert: &ldquo;WB ist mit einem starken Akzent auf diesem Thema einverstanden.&ldquo;<\/p><p>Im Helferhandbuch f&uuml;r Kandidaten und Wahlkampfleiter ist dem Punkt Mobilisierung breiter Raum gewidmet. Unter dem Stichwort &ldquo;Jeder &uuml;berzeugt einen neuen W&auml;hler f&uuml;r die SPD. Das kann die Wahl entschieden&ldquo; werden auch praktische Anregungen f&uuml;r einen Wahlkampf als &ldquo;Nachbarschafts-Arbeit&ldquo; gegeben. In nahezu jeder Ausgabe von &ldquo;intern&ldquo; wird das Thema aufgegriffen, auch in den sonstigen Anzeigen und vor allem den Kleinanzeigen an die &ldquo;Lieben Freunde&ldquo;. Der Hinweis auf die &Uuml;bermacht der anderen Seite war dabei immer verbunden mit dem Hinweis auf die Chance, auch als einzelner etwas dagegen tun zu k&ouml;nnen.<\/p><p>Abb. Kleinanzeige Nr. 10<br>\nPolitik mit Menschen f&uuml;r Menschen<\/p><p>Das Ergebnis war eine bis dahin in der Geschichte der Nachkriegsdemokratie nicht erreichte und hinterher nie mehr erreichte Mobilisierung von Menschen.<\/p><p>Die CDU hat das genau beobachtet und f&uuml;r sp&auml;tere Jahre ihre Schl&uuml;sse daraus gezogen. Das kann man in einem 1980 erschienen Buch des Wahlkampfplaners und CDU-Bundesgesch&auml;ftsf&uuml;hrers Radunski nachlesen:<\/p><p>&ldquo;Den H&ouml;hepunkt dieser erfolgreichen Mobilisierung eigener Anh&auml;nger erreichte die SPD zweifellos 1972, als die massenweise Mobilisierung von Anh&auml;ngern der SPD ein entscheidendes neues Element der Wahlkampf&uuml;hrung in der Bundesrepublik Deutschland wurde. Diese Erfahrungen f&uuml;hrten bei der CDU in der Mitte der siebziger Jahre zu erheblichen Anstrengungen,&hellip;&ldquo;<\/p><p>1972 hat die SPD das Meinungsklima beherrscht. Das stellte auch Elisabeth Noelle-Neumann in ihren Untersuchungen zur sogenannten &ldquo;Schweigespirale&ldquo; fest. Eine ihrer Testfragen, sollte die Neigung zum &ouml;ffentlichen Eintreten f&uuml;r die eigene politische &Uuml;berzeugung messen. Zu diesem Zweck wurden die Befragten gebeten, sich die Situation in einem Zugabteil vorzustellen, in dem sie sich w&auml;hrend einer mehrst&uuml;ndigen Fahrt mit anderen Personen unterhalten. Das Ergebnis: Die SPD Anh&auml;nger waren deutlich h&auml;ufiger bereit &uuml;ber Politik und ihre eigene &Uuml;berzeugung zu reden. Plaktetten und Aufkleber zu tragen, fanden 63 % der SPD W&auml;hler gut und nur &hellip; der  \/\/ CDU\/CSU W&auml;hler gut. 65 % der CDU\/CSU W&auml;hler fanden es nicht gut. <\/p><p>Das sind schon deutlich me&szlig;bare Unterschiede in der Bereitschaft, sich zu seiner politischen &Uuml;berzeugung zu bekennen.<\/p><p>Frau Noelle-Neumann fand es zwar bedenklich, da&szlig; durch ein solches Meinungsklima vor allem unpolitische, wenig selbstbewu&szlig;te Pers&ouml;nlichkeiten beeindruckt w&uuml;rden. Sie stellt aber abschlie&szlig;end fest:<\/p><p>&ldquo;Der Aufwand der Wahlk&auml;mpfe kann also f&uuml;r die Parteien durchaus lohnend sein. Allerdings nur dann &ndash; auch darauf weisen unsere Beobachtungen zur Wahl 1972 hin &ndash; wenn der Aufwand sich nicht auf die finanziellen Mittel beschr&auml;nkt. Er mu&szlig; auch den pers&ouml;nlichen Einsatz der Anh&auml;nger der verschiedenen Parteien in der &Ouml;ffentlichkeit einschlie&szlig;en.&ldquo;<\/p><p>Durch die Aktivierung von Menschen, dadurch, da&szlig; sie von Objekten des politischen Gesch&auml;fts und der Medienberichterstattung zu redenden, handelnden Subjekten wurden, wurde die finanzielle, werbliche und mediale Vorherrschaft der anderen Seite ausgeschaltet. CDU-Planer Radunski hat auch daraus f&uuml;r seine Partei Lehre gezogen: <\/p><p>&ldquo;Aus den Wahlkampfverl&auml;ufen der siebziger Jahre in der Bundesrepublik Deutschland kann man heute durchaus schlie&szlig;en, da&szlig; Intensit&auml;t der personalen Interaktion im Wahlkampf die Wirkung der Massenmedien zur&uuml;ckdr&auml;ngen oder wenigstens einschr&auml;nken kann.&ldquo;<\/p><p>Diese hier beschriebene Beobachtung erkl&auml;rt &uuml;brigens auch das sonderbar kritische bis b&ouml;sartige Urteil vieler Medien &uuml;ber Wahlk&auml;mpfe. Sie werden als l&auml;stig, unsachlich, &uuml;bertrieben, zu teuer dargestellt. Wenn das &ldquo;Wahlkampfget&ouml;se&ldquo; vor&uuml;ber ist, atmen sie h&ouml;rbar auf. Dies verr&auml;t immer auch ein St&uuml;ck Erleichterung, nun wieder das Monopol zur Pr&auml;gung der &Ouml;ffentlichen Meinung zu haben, das ihnen die Parteien und im konkreten Fall die engagierten B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger f&uuml;r die Dauer des Wahlkampfes streitig gemacht hatten. <\/p><p>Eine Gegen&ouml;ffentlichkeit aufbauen kann man allerdings nur, wenn man, wie wir es versucht haben, die Menschen selbst ausgiebig informiert, sie sprach- und argumentationsf&auml;hig macht. Dazu mu&szlig; man inhaltlich etwas anbieten, man mu&szlig; die Menschen ernst nehmen, ihnen etwas zutrauen und ihr Engagement w&uuml;rdigen. SPD-Parteimitglieder und erst recht ihre Sympathisanten wurden nur dadurch zu engagierten Multiplikatoren, weil die SPD und Willy Brandt profilierte, mutige Politik anboten. Ohne Inhalte und Profil kein Engagement, ohne Engagement keine Chance, Inhalte durchzusetzen. Das ist ein sehr produktives Wechselspiel.<\/p><p>Heute ist eine solche Gegen&ouml;ffentlichkeit selbst in Wahlkampfzeiten kaum noch vorhanden; die Chance des beschriebenen Wechselspiels wird nicht mehr gesehen. Entsprechend gering wird die Bedeutung der Menschen, auch der Mitglieder als Meinungsbildner in die Planungen der Parteien eingestellt.<\/p><p>Gut, die Zeiten haben sich ge&auml;ndert. Viele Bedingungen, die f&uuml;r den Versuch eine Gegen&ouml;ffentlichkeit aufzubauen, wichtig sind, haben sich in den letzten 25 Jahren verschlechtert. Gerade die elektronischen Medien absorbieren die Menschen noch viel mehr als damals. Der Raum, in dem demokratische, politische Auseinandersetzungen und Diskussionen stattfinden k&ouml;nnen, ist aufgel&ouml;st. Es gibt Hunderte von &Ouml;ffentlichkeiten. Die kritische Substanz hat immer weiter abgenommen. Die schleichende Entpolitisierung ist, wenn auch nicht schicksalhaft, so doch ein Faktum.<\/p><p>Folgt aus dieser n&uuml;chternen Analyse zwangsl&auml;ufig, da&szlig; es keinen Sinn mehr macht, eine Gegen&ouml;ffentlichkeit aufzubauen? Die SPD wird heute weniger denn je eine Chance haben sich voll auf einen breiten Strom der Zustimmung in den Medien zu st&uuml;tzen &ndash; je mehr diese Medien kommerzialisiert werden, je mehr rein wirtschaftliche Interessen, auch anderer Wirtschaftszweige dort vorherrschen, je unkritischer der Journalismus wird und je l&auml;nger die Menschen vor der Glotze h&auml;ngen. Die SPD braucht gerade in dieser Situation, wie 1972, Menschen, die bereit und f&auml;hig sind dagegenzuhalten. <\/p><p>Zugegeben, das ist schwierig. Aber was ist die Alternative? Sehr h&auml;ufig hat man in der Politik nur die Wahl zwischen zwei mehr oder weniger schlechten Alternativen. Da bleibt nur, die weniger schlechte zu w&auml;hlen. Das ist auch heute der Versuch, auf die Menschen und nicht allein auf die Vermittlung durch Medien und Werbung zu setzen.<\/p><p>In diesem Zusammenhang ist es interessant, die Entwicklung bei der CDU\/CSU zu betrachten: Nach der Wahlniederlage 1972 hat die CDU gro&szlig;e Anstrengungen unternommen, ihre Mitglieder zu aktivieren. In den 70er Jahren wurde die Bedeutung einer &ldquo;&uuml;berzeugten Anh&auml;ngerschaft&ldquo; (Radunski) hoch eingesch&auml;tzt. Den Planern im Adenauer-Haus ist es im Ansatz gelungen, die SPD zu kopieren.\/\/ Hatte die SPD die Menschen 1972 auf die tats&auml;chliche &Uuml;bermacht der Union und der durch sie vertretenen Interessen hingewiesen haben, wurden sp&auml;ter die Anh&auml;nger der Union zum Einsatz gegen Schreckgespenster wie den &ldquo;Gewerkschaftsstaat&ldquo;, die Macht der &ldquo;Funktion&auml;re&ldquo; oder die Macht der angeblich roten Medien \/\/(&ldquo;Mundfunk gegen Rundfunk&ldquo;) aufgerufen &ndash; nicht ohne Erfolg. <\/p><p>Der Aufbau einer Gegen&ouml;ffentlichkeit war einer der wesentlichen Gr&uuml;nde des Erfolgs von 1972. Warum sollte daraus nur die CDU und nicht auch die SPD selbst lernen?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In meinem Buch &bdquo;Willy w&auml;hlen&rsquo;72. Siege kann man machen&ldquo; finden sich eine Reihe einschl&auml;giger Texte und Abbildungen zur aktuellen Frage, wie man als politische Bewegung gegen einseitige Interessen und Medien ankommt. Wenn die Welt heute auch anders ist, vieles l&auml;sst sich aus der damaligen Kampagne lernen. Im folgenden sind drei Kapitel des Buches dokumentiert (Rohtexte<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4093\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[35,14],"tags":[300,515],"class_list":["post-4093","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aufbau-gegenoeffentlichkeit","category-veroffentlichungen-der-herausgeber","tag-mueller-albrecht","tag-willy-waehlen"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4093","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4093"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4093\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":20281,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4093\/revisions\/20281"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4093"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4093"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4093"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}