{"id":4099,"date":"2009-07-30T09:42:18","date_gmt":"2009-07-30T07:42:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4099"},"modified":"2009-07-30T11:07:00","modified_gmt":"2009-07-30T09:07:00","slug":"hinweise-des-tages-943","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4099","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(RS\/AM)<\/p><p>Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p><ol>\n<li><a href=\"?p=4099#h01\">Mindestlohn als Jobmaschine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4099#h02\">Forderung nach weniger Lohn macht DGB w&uuml;tend<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4099#h03\">Sozialstaat in der Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4099#h04\">Industrie plant Massenentlassungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4099#h05\">Warum das Konsumklima besser ist als die Realit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4099#h06\">Die Riester-L&uuml;ge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4099#h07\">DIA: Deutsche &uuml;bersch&auml;tzen Krisen-Folgen f&uuml;r ihre Rente<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4099#h08\">Scholz strikt gegen weitere Erh&ouml;hung des Rentenalters<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4099#h09\">Ungeliebte Vereinsgeschichte &ndash; Bayern M&uuml;nchens j&uuml;discher Meistermacher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4099#h10\">Der Bologna-Prozess &ndash; eine &ldquo;planwirtschaftliche Chim&auml;re&rdquo;?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4099#h11\">DIE LINKE bei Illner Intensiv<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4099#h12\">Die W&auml;hler m&uuml;ssten es mal merken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4099#h13\">Feindber&uuml;hrung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4099#h14\">Aktion&auml;re verklagen Skandalbank HRE<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4099#h15\">HSH-Nordbank: Marnette sieht Klage-Drohung gelassen entgegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4099#h16\">Ex-Minister Marnette: Das ist T&auml;uschen, Tarnen, Tricksen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4099#h17\">Schlechtes Betriebsklima: Abschied von Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4099#h18\">Hierarchie vertreibt junge Talente<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4099#h19\">Wirklich das Letzte: Bahnfahrer, werft das Formular weg!<\/a><\/li>\n<\/ol><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4099&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Mindestlohn als Jobmaschine<\/strong><br>\nAnders als bisherige Studien ist der &Ouml;konom Klaus Bartsch zu dem Ergebnis gekommen: Ein Mindestlohn k&ouml;nnte bis zu 600.000 Jobs schaffen. Sein Hauptargument: steigende Nachfrage. &ldquo;Menschen mit niedrigem Einkommen geben praktisch jeden zus&auml;tzlichen Euro vollst&auml;ndig aus&rdquo;, hei&szlig;t es in dem Gutachten von Bartschs B&uuml;ro Econometrics. Deshalb w&uuml;rde ein Mindestlohn die Nachfrage nach G&uuml;tern und Dienstleistungen ankurbeln, was wiederum der Besch&auml;ftigung zugute komme. Zeitverz&ouml;gert w&uuml;rden auch die L&ouml;hne oberhalb der Mindestlohnschwelle st&auml;rker als bislang steigen, weil Gewerkschaften eine gr&ouml;&szlig;ere Verhandlungsmacht h&auml;tten. Auch Rentner bek&auml;men mehr Geld, denn ihre Bez&uuml;ge sind an die L&ouml;hne gekoppelt. Das Exportvolumen sinke zun&auml;chst, weil die Wettbewerbsf&auml;higkeit unter den steigenden Einkommen leide. Dieser Nachteil verschwinde aber wieder. Der Grund: Wenn in der gr&ouml;&szlig;ten Volkswirtschaft der Eurozone die Geh&auml;lter steigen, dann folgten die anderen L&auml;nder diesem Trend.\n<p>In seiner Simulation geht der Volkswirt davon aus, dass der Mindestlohn nach 2011 weiter moderat steigt. Bis 2020 w&uuml;rden dann insgesamt sch&auml;tzungsweise neun Millionen Besch&auml;ftigte von der Lohnuntergrenze profitieren.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1855925&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/mindestlohn09.verdi.de\/data\/milo_studie_bartsch_juli0.pdf\">Verdi Mindestlohn [PDF &ndash; 618 KB]<\/a><\/p>\n<p><em>Dazu passt:<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Forderung nach weniger Lohn macht DGB w&uuml;tend<\/strong><br>\nDie Forderung des Arbeitgeber-Pr&auml;sidenten Dieter Hundt nach Lohnsenkungen in der Krise sto&szlig;en beim Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) auf Ablehnung. DGB-Chef Michael Sommer greift Hundt an: Die Unternehmer wollten die Lasten der Finanz- und Wirtschaftskrise auf die kleinen Leute abw&auml;lzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article4214151\/Forderung-nach-weniger-Lohn-macht-DGB-wuetend.html;jsessionid=6173AFD31F2FAEEF4A0BB66EC1DA4F74#vote_4214159\">Die Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Sozialstaat in der Krise<\/strong><br>\nSozialausgaben in Rekordh&ouml;he meldet der neue Sozialbericht der Bundesregierung. Doch im Verh&auml;ltnis zur Wirtschaftsleistung lagen die Sozialleistungen 2008 sogar auf dem niedrigsten Stand seit 1991. Die Unternehmer wurden massiv entlastet. Sie m&uuml;ssen k&uuml;nftig wieder mehr beitragen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wipo.verdi.de\/wirtschaftspolitik_aktuell\/data\/09_15_sozialstaat_in_kris.pdf\">Verdi Wirtschaftspolitik aktuell [PDF &ndash; 67 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Industrie plant Massenentlassungen<\/strong><br>\nDie gewerbliche Wirtschaft will ihr Personal in den kommenden Monaten deutlich reduzieren. Das geht aus neuen Zahlen des M&uuml;nchner Ifo-Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung hervor. In der Industrie seien die Personalplanungen &ldquo;unver&auml;ndert abw&auml;rts gerichtet&rdquo;, sagte Ifo-Experte Klaus Abberger. &ldquo;Obwohl die Unternehmen im Juli ihre Gesch&auml;ftslage g&uuml;nstiger bewerten als im Vormonat, halten sie an ihren restriktiven Personalplanungen fest.&rdquo; Der Stellenindex der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit f&uuml;r den Juli best&auml;tigt den Befund des Ifo-Instituts. Die Nachfrage nach Arbeitskr&auml;ften sank demnach im Juli erneut und liegt damit auf dem Niveau vom Sommer 2005. Das Deutsche Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) erwartete am Dienstag einen sprunghaften Anstieg der Arbeitslosigkeit und einen &ldquo;langen Marsch&rdquo; aus der Krise. Im n&auml;chsten Jahr werde die Erwerbslosenzahl um eine Million auf durchschnittlich 4,75 Millionen hochschnellen. Das entspr&auml;che einer Quote von 10,9 Prozent. Die tr&uuml;gerische Ruhe auf dem Arbeitsmarkt werde bald vorbei sein, erkl&auml;rten Institutsvertreter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:Besch%E4ftigungsbarometer-Industrie-plant-Massenentlassungen\/546595.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Und Politik und Presse geilen sich an einem angeblichen Fehlverhalten Ulla Schmidts auf. &ldquo;Wir riechen ja nur den Auspuff. Wir sind ja nur Sklaven, Steuerzahler, Fu&szlig;g&auml;nger, Hartz-IV-Empf&auml;nger, Trottel, Plastikflaschensammler. Wir sind ja nur das Volk.&rdquo;, die Bild-Zeitung zur &ldquo;Dienstwagen-Aff&auml;re&rdquo; nicht etwa zum Fehlverhalten von CDU\/CSU und der SPD in der Finanz- und Wirtschaftskrise. Statt die vor dem Untersuchungsausschuss zur Hypo Real Estate angetretenen, bis zur Bl&ouml;dheit selbstgerechten Herrschaften zu erden, geben sich die Medien f&uuml;r eine billige Neiddebatte her.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Warum das Konsumklima besser ist als die Realit&auml;t<\/strong><br>\nDeutschland k&auml;mpft mit der Rezession: Auftr&auml;ge bleiben aus, Exporte brechen ein, bei vielen Menschen schrumpft wegen Kurzarbeit das Einkommen. Nur der private Verbrauch bleibt laut GfK stabil. Kann das sein?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,druck-638129,00.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Das h&auml;tte ich fast verpa&szlig;t: Ein kritischer Artiikel zum Konsumklimaindex der Gesellschaft f&uuml;r Konsumforschung (GfK) &ndash; und das im Spiegel. Hat dieser doch am selben Tag in einem anderen Artikel, wie in fast alle anderen Zeitungen, gemeldet: &ldquo;Die wirtschaftliche Zuversicht w&auml;chst, entsprechend hellt sich die Stimmung der Verbraucher auf: Der Konsumklimaindex steigt bereits zum vierten Mal in Folge &ndash; und zwar wesentlich st&auml;rker als erwartet. Der private Konsum wird damit als Konjunkturst&uuml;tze immer wichtiger.&rdquo;<\/em><\/p>\n<p>Die NDS haben in der Vergangenheit immer wieder auf den fragw&uuml;rdigen Zusammenhang zwischen Konsumklima und tats&auml;chlichem Konsum hingewiesen &ndash; auch wenn das ziemlich erm&uuml;dend und frustrierierend sein kann. Deshalb ist es erfreulich, auf diesen gut recherchierten Artikel von Janko Tietz hinweisen zu k&ouml;nnen.<\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> H&ouml;here Stromrechnungen erh&ouml;hen das Konsumklimaindex &ndash; das kann doch wohl niemand mehr ernstnehmen, oder?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die Riester-L&uuml;ge<\/strong><br>\nRiestern lohnt sich f&uuml;r jeden, trommeln Banken, Versicherer und Politiker. Doch in Wahrheit kann die Riester-Rente f&uuml;r Sparer sogar zum Verlustgesch&auml;ft werden. F&uuml;r wen sie sich lohnt &ndash; und f&uuml;r wen nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/finanzen\/die-riester-luege-403903\/print\/\">Wirtschaftswoche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Martin Betzwieser:<\/strong> Und die Wirtschaftswoche ist sicher kein sozialistisches Kampfblatt, sondern gelegentlicher Kooperationspartner der Arbeitgeberlobby Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. Unter dem Aspekt muss es ja wirklich schlimm sein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>DIA: Deutsche &uuml;bersch&auml;tzen Krisen-Folgen f&uuml;r ihre Rente <\/strong><br>\nDie Deutschen &uuml;bersch&auml;tzen nach Einsch&auml;tzung des Deutschen Instituts f&uuml;r Altersvorsorge (DIA) die Folgen der Finanzkrise f&uuml;r ihre Altersversorgung. Im Schnitt rechneten sie mit dem Verlust eines F&uuml;nftels ihrer Altersvorsorge, so das Ergebnis einer DAI-Umfrage.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.insm.de\/insm\/-ABLAGE-\/Services\/Reformnachrichten\/DIA--Deutsche--bersch-tzen-Krisen-Folgen-f-r-ihre-Rente-.html\">Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.dia-vorsorge.de\/downloads\/ne000072a.pdf\">Deutsches Institut f&uuml;r Altersvorsorge [PDF &ndash; 19 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Martin Betzwieser:<\/strong> Zur Erinnerung. &bdquo;Ziel des Instituts ist es, Chancen und Risiken der staatlichen Altersversorgung bewusst zu machen und die private Initiative zu f&ouml;rdern. &hellip;Gesellschafter des Instituts sind die Deutsche Bank AG, Deutsche Bank Bauspar, AG, DWS Investment GmbH und Deutscher Herold AG, Kooperationspartner ist die Deutsche Bank Privat- und Gesch&auml;ftskunden AG.&ldquo; Bernd Raffelh&uuml;schen ist also auch als Bauchrednerpuppe &ndash; Verzeihung, h&ouml;flicher geht es nicht &ndash; f&uuml;r die Deutsche-Bank-Gruppe aktiv.<\/em><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.dia-vorsorge.de\/institut.htm\">Deutsches Institut f&uuml;r Altersvorsorge<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Scholz strikt gegen weitere Erh&ouml;hung des Rentenalters<\/strong><br>\nBundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) lehnt eine weitere Erh&ouml;hung des Rentenalters strikt ab. Der Vorschlag der Bundesbank, das Rentenalter auf 69 anzuheben, sei falsch, sagte Scholz am Dienstag im RBB-Inforadio. &ldquo;Wir haben Gesetze beschlossen, die Rente mit 69 geh&ouml;rt nicht dazu, und ich glaube, dass die Bundesbank der &ouml;ffentlichen Debatte &uuml;ber die Zukunft der Rentensicherung keinen guten Dienst geleistet hat mit diesem Vorschlag.&rdquo; Wichtiger als die Anhebung des Rentenalters sei es, die Arbeitsbedingungen der Menschen zu verbessern, sagte Scholz. Au&szlig;erdem m&uuml;sse sichergestellt werden, dass Unternehmen auch noch Arbeitnehmer in einem Alter von &uuml;ber 50 Jahren einstellten. Die Bundesbank hatte die Rente mit 69 in ihrem j&uuml;ngsten Monatsbericht wegen der zunehmenden Alterung der Bev&ouml;lkerung ins Gespr&auml;ch gebracht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ihre-vorsorge.de\/Scholz-strikt-gegen-weitere-Erhoehung-des-Rentenalters.html?session=4c9153cbb065e2de071158c23f9240d5\">Ihre Vorsorge<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Wie hei&szlig;t das nochmal? &bdquo;Es ist unfair, uns nach der Wahl an dem zu messen, was wir vor der Wahl gesagt haben.&ldquo; Glaubt die SPD allen ernstes, sie k&ouml;nnte zum vierten Mal in Folge im Wahlkampf sozial reden, ohne dass sich das Volk daran erinnert, wie die SPD nach den drei vorangegangenen Wahlen tats&auml;chlich gehandelt hat? Ich f&uuml;rchte ja. Noch schlimmer, ich f&uuml;rchte, dass sie damit Recht hat.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzung AM:<\/strong> Warum senkt Scholz nicht wieder ab von 67 auf 65 Jahre? Wenn seine Argumente stimmen, w&auml;re das angebracht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Ungeliebte Vereinsgeschichte<\/strong><br>\n<strong>Bayern M&uuml;nchens j&uuml;discher Meistermacher<\/strong><br>\nDer Verein verdankt ihm viel: 1932 f&uuml;hrte Kurt Landauer, Sohn eines j&uuml;dischen Kaufmanns, den FC Bayern zum ersten Meistertitel. Trotzdem gibt sich der FC bedeckt, wenn es um seinen Ex-Pr&auml;sidenten geht. Auf einer Gedenkfeier erschienen nun Bayerns Offizielle &ndash; und scheuten doch klare Bekenntnisse. Von Sebastian Fischer.<br>\nAuf den klappbaren Holzst&uuml;hlen in Reihe eins sitzt der FC Bayern M&uuml;nchen. Der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge, der Vizepr&auml;sident Fritz Scherer, der Finanzchef Karl Hopfner. Sie sind von niedrigen Waschbetonw&auml;nden umgeben, hier, in der Vers&ouml;hnungskirche auf dem Gel&auml;nde des ehemaligen Konzentrationslagers Dachau.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/einestages.spiegel.de\/external\/ShowAlbumBackgroundPrint\/a4634.html\">SpiegelOnline<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Der Bologna-Prozess &ndash; eine &ldquo;planwirtschaftliche Chim&auml;re&rdquo;?<\/strong><br>\nImmer mehr Wissenschaftler proben den Aufstand gegen die geplanten oder voreilig umgesetzten Bildungsreformen. Scheitert das Modell &ldquo;Unternehmen Hochschule&rdquo; am Widerstand des Personals?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/30\/30809\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>DIE LINKE bei Illner Intensiv<\/strong><br>\nGestern lief ab 22.45 Illner intensiv mit der Linkspartei als Gast. Wie die <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/content\/807178?inPopup=true\">Sendung<\/a> lief, k&ouml;nnen Sie sich sicher vorstellen.\n<p>Dann in &uuml;blicher Meinungsmachemanier ein Artikel aus <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/fernsehen\/article4213979\/Lafontaine-stellt-bei-Illner-die-Demokratie-infrage.html\">DER WELT<\/a>.<\/p>\n<p>Volker Schmidt kritisiert die Sendung in der <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/kultur_und_medien\/feuilleton\/1856076_TV-Kritik-Illner-intensiv-Surreale-Verschwoerungstheorien.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>, bl&auml;st aber ins gleiche Horn der Lafontaine-Diffamierungen.<\/p>\n<p>Zum Schluss gibt es aber auch einen kritischen Kommentar zu der Sendung bei <a href=\"http:\/\/kommentare.zeit.de\/user\/hanzwurzt\/beitrag\/2009\/07\/29\/illner-intensiv-gt-w%C3%A4hlermanipulation-excellence\">ZeitOnline\/Leserartikel<\/a> &ndash; von einem NachDenkSeiten-Leser<\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Die Schmierkampagne gegen die Linkspartei geht weiter. Lafontaine rotk&ouml;pfig abgebildet, die Linkspartei als gespalten dargestellt, das Parteiprogramm sei utopisch &ndash; das &uuml;bliche Geschw&auml;tz. Jetzt stelle Lafontaine laut Welt die Demokratie infrage. Die Welt h&auml;tte nat&uuml;rlich schreiben k&ouml;nnen, dass er Demokratiedefizite in Deutschland sieht, was gestimmt h&auml;tte, aber nein, sie schreibt, dass er die Demokratie infrage stelle, um zu suggerieren, dass er antidemokratisch sei. Es ist nicht zum Aushalten!<br>\nDas n&auml;chste Interview kommt am Sonntag, diesmal in der ARD.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Die W&auml;hler m&uuml;ssten es mal merken<\/strong><br>\nEs ist zum Verzweifeln. Sobald es einfach wird, rollt die Emp&ouml;rung: Eine Ministerin, ihr Dienstwagen im Urlaub geklaut, und schon ist der karrierebedrohende Skandal da. Wenn hingegen im Bundestags-Untersuchungsausschuss &uuml;ber das Wann und Wie von 102 Milliarden Euro Steuergeldern f&uuml;r die Bank Hypo Real Estate geforscht wird, bleibt die &Ouml;ffentlichkeit k&uuml;hl. Es kommt ja auch nichts Griffiges dabei heraus: Der Minister und seine Staatssekret&auml;re waschen ihre H&auml;nde in Unschuld. Die Bankenaufsicht hat die HRE gepr&uuml;ft, etwas festgestellt und auch nach oben gemeldet, aber irgendwie alles nicht so gemeint.\n<p>Wenn Bundesministerin Ulla Schmidt bei der Gesundheitsreform &auml;hnlich wenig zustande gebracht h&auml;tte wie das Kanzleramt und das Finanzministerium bei der Finanzkrise, w&auml;re sie schon l&auml;ngst weg. Wo bleiben denn nun die ver&auml;nderten B&ouml;rsenregeln, die B&ouml;rsenumsatzsteuer? Wo die Vereinbarungen zur Offenlegung und Standardisierung der ganzen Derivate, die die Misere ausgel&ouml;st haben? Wo bleibt eine wirksame Gesetzgebung zu den versagenden Pr&uuml;fern, den Rating-Agenturen? Es ist nichts in Sicht. Zwei Tage vor den Bundestagswahlen endet der Weltfinanzgipfel von Pittsburgh, USA. Wenn dort wieder nichts passiert, hat diese Bundesregierung eine Bestrafung durch die W&auml;hler wahrlich verdient. Die m&uuml;ssen es nur noch merken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=a1&amp;dig=2009%2F07%2F29%2Fa0091&amp;cHash=455f60ebcd\/&amp;type=98\">TAZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Feindber&uuml;hrung<\/strong><br>\nIst sinnvoll, was die Bundeswehr in Afghanistan tut? Die Antwort f&auml;llt nicht so leicht wie jene auf die Frage, was sie dort tut: Sie f&uuml;hrt einen Krieg. H&auml;tte es noch eines Beweises bedurft, dass die deutschen Soldaten am Hindukusch den Status von &ldquo;Entwicklungshelfern mit Langwaffen&rdquo; hinter sich gelassen haben, es liefert ihn die omin&ouml;se &ldquo;Taschenkarte&rdquo;, die k&uuml;nftig jeder von ihnen zur Hand haben wird.\n<p>Diese Kurzfassung der Einsatzregeln erlaubt, &ldquo;dass gegen Personen vorgegangen wird, die Angriffe planen, vorbereiten, unterst&uuml;tzen oder ein sonstiges feindliches Verhalten zeigen&rdquo;. Nix Notwehr, nix Fl&uuml;chtende stoppen den Gegner nach Kr&auml;ften bek&auml;mpfen durch &ldquo;verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ige milit&auml;rische Gewalt&rdquo;. Der preu&szlig;ische Kriegstheoretiker und General Carl von Clausewitz h&auml;tte kein Problem gehabt, die Vernichtung des Feindes &ldquo;verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig&rdquo; zu finden. Wie werden es seine Nachfolger in der Bundeswehr halten?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/1855848_Leitartikel-Feindberuehrung.html\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Aktion&auml;re verklagen Skandalbank HRE<\/strong><br>\nSie haben viel verloren &ndash; nun wollen sie Schadenersatz: Aktion&auml;re der Hypo Real Estate fordern nach SZ-Informationen mehr als 200 Millionen Euro. Da die HRE verstaatlicht wurde, m&uuml;sste die Zeche am Ende der Bund zahlen &ndash; und damit die Steuerzahler.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/finanzen\/744\/482208\/text\/\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>HSH-Nordbank: Marnette sieht Klage-Drohung gelassen entgegen<\/strong><br>\nGelassen sieht er Meldungen entgegen, nach denen der Vorstand der HSH Nordbank eine Klage gegen ihn pr&uuml;ft und dazu Anw&auml;lte eingeschaltet hat. Sie sollen pr&uuml;fen, ob Marnette die Bank gesch&auml;digt hat, indem er aus vertraulichen Unterlagen zitiert habe. Der Ex-Minister hatte zuletzt die Bef&uuml;rchtung ge&auml;u&szlig;ert, dass die HSH Nordbank mit den von Hamburg und Schleswig-Holstein bereitgestellten Steuergeldern von 3 Milliarden Euro sowie zus&auml;tzlichen Garantien &uuml;ber 30 Milliarden Euro nicht auskommt. Schon im Herbst k&ouml;nnte eine weitere Kapitalspritze f&auml;llig werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.shz.de\/home\/top-thema\/article\/111\/marnette-sieht-klage-drohung-gelassen-entgegen.html\">SHZ<\/a>\n<p><em>Dazu ein Interview mit Werner Marnette im Hamburger Abendblatt:<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Ex-Minister Marnette: Das ist T&auml;uschen, Tarnen, Tricksen<\/strong><br>\nNach der Wahl in Schleswig-Holstein wird es ungem&uuml;tlich; die Nordbank braucht noch Steuergeld in Milliarden-H&ouml;he, bef&uuml;rchtet der Kieler Ex-Minister.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.abendblatt.de\/region\/norddeutschland\/article1105030\/Ex-Minister-Marnette-Das-ist-Taeuschen-Tarnen-Tricksen.html\">Hamburger Abendblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Schlechtes Betriebsklima: Abschied von Deutschland<\/strong><br>\nImmer mehr Deutsche wollen ihr Land verlassen. Zuletzt 175 000. Darunter sind viele Fachkr&auml;fte. Die Motive sind durchaus individuell verschieden<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1857288&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die Vielzahl an, auch interessengeleiteten, Deutungsm&ouml;glichkeiten des Ph&auml;nomens l&auml;&szlig;t einen unbefriedigt zur&uuml;ck, aber zumindest wird klar, dass monokausale Erkl&auml;rungen, wie Hans-Werner Sinn sie vertritt, nicht ausreichen. Die Verdienste von Hochqualifizierten seien im Ausland h&ouml;her. Dies gelte nur f&uuml;r eine kleine Minderheit, entgegnet ein Personalberater, der Unzufriedenheit mit dem Betriebsklima, den Hierarchien, den Karrierechancen und den mangelnden Gestaltungsspielr&auml;umen im Job betont. <\/em><\/p>\n<p><em>Siehe folgendes Interview:<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Hierarchie vertreibt junge Talente<\/strong><br>\nDer Personalberater Albert Nu&szlig;baum spricht &uuml;ber die Gr&uuml;nde zunehmender Auswanderung von deutschen Fachkr&auml;ften<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1857292&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Wirklich das Letzte:<\/strong><br>\n<strong>Bahnfahrer, werft das Formular weg!<\/strong><br>\nDas darf ja wohl nicht wahr sein. 48 Fragen auf einem Riesenformular sollen Fahrg&auml;ste k&uuml;nftig beantworten, wenn sie ein paar Euro Entsch&auml;digung von Bahnunternehmen wollen. Ein unzumutbarer H&uuml;rdenlauf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1856588&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirtop\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> Diesem Kommentar kann ich nicht mehr folgen. Schon die Idee der Entsch&auml;digung ist eine Zumutung. Wenn ich ein Verkehrsmittel nutze, dann wei&szlig; ich doch, dass es Versp&auml;tungen geben kann. Was soll dann die B&uuml;rokratie? Sie beginnt nicht mit dem kritisierten Formular, sondern mit der Idee der Entsch&auml;digung. Mein Vorschlag zum Weiteraustoben und Ausgewogenheit: Entsch&auml;digungen &uuml;berall einf&uuml;hren, selbstverst&auml;ndlich auch im Flugverkehr und dann beim Autoverkehr &ndash; bei Bundesstra&szlig;enstaus Entsch&auml;digung durch Herrn Tiefensee, bei Kreisstra&szlig;en beim Herrn Landrat. &ndash; Vom Dienstwagen bis zum Bahnformular, die Debatte in diesem Land dreht sich nur noch um Nebens&auml;chlichkeiten.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(RS\/AM)<\/p>\n<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p>\n<ol>\n<li><a href=\"?p=4099#h01\">Mindestlohn als Jobmaschine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4099#h02\">Forderung nach weniger Lohn macht DGB w&uuml;tend<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4099#h03\">Sozialstaat in der Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4099#h04\">Industrie plant Massenentlassungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4099#h05\">Warum das Konsumklima besser ist als die Realit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4099#h06\">Die Riester-L&uuml;ge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4099#h07\">DIA: Deutsche &uuml;bersch&auml;tzen Krisen-Folgen f&uuml;r ihre Rente<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4099#h08\">Scholz strikt gegen weitere Erh&ouml;hung des Rentenalters<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4099\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4099","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4099","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4099"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4099\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4099"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4099"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4099"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}