{"id":40994,"date":"2017-11-09T14:52:35","date_gmt":"2017-11-09T13:52:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40994"},"modified":"2018-12-30T17:40:47","modified_gmt":"2018-12-30T16:40:47","slug":"der-unredliche-moerderische-und-verlorene-krieg-gegen-die-drogen-am-beispiel-lateinamerikas","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40994","title":{"rendered":"Der unredliche, m\u00f6rderische und verlorene Krieg gegen die Drogen am Beispiel Lateinamerikas"},"content":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px;\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/171109_d1.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/div><p>Mehr als vier Jahrzehnte sind vergangen, seitdem US-Pr&auml;sident Richard Nixon den sogenannten &bdquo;War on drugs&ldquo; (Krieg gegen die Drogen) erkl&auml;rt hat. R&uuml;ckwirkend betrachtet, beschreibt die Kriegserkl&auml;rung keine rationale Politik, sondern eine Schlacht, die selbst im konservativen Lager als enormer Trugschluss und monumentales Versagen gewertet wird, deren Nebenwirkungen fataler und teurer als die Auswirkungen der illegalen Drogen ausfielen, die er &bdquo;auszurotten&ldquo; sich vornahm. Von <strong>Frederico F&uuml;llgraf<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nSymptomatisch f&uuml;r die katastrophale Bilanz thematisierten im engen Abstand von vier Tagen die chilenischen Medien <a href=\"http:\/\/impresa.elmercurio.com\/Pages\/NewsDetail.aspx?dt=2017-10-30&amp;NewsID=526332&amp;dtB=30-10-2017%200:00:00&amp;BodyID=1&amp;PaginaId=6&amp;FileType=Video360\"><em>El Mercurio<\/em><\/a> und <em><a href=\"https:\/\/www.publimetro.cl\/cl\/noticias\/2017\/10\/25\/numeros-record-alarmante-aumento-muertos-heroina-eeuu.html\">Publimetro<\/a><\/em> Ende vergangenen Oktobers den fatalen Ausgang der US-Drogenbek&auml;mpfungs-Politik in Lateinamerika. Die Folgerung lautet: Verdreifachung des Coca-Anbaus in Kolumbien zwischen 2015 und 2016, rasante Zunahme des Drogenkonsums in Chile, mehr als 20.000 Drogenkrieg-Tote in Brasilien und Mexiko. <\/p><p>Die Kehrseite der Medaille, n&auml;mlich die hauptverantwortlichen Verbraucher in den USA: mit 52.404 Todesopfern im Jahr 2016 eine 19-prozentige Zunahme der &Uuml;berdosis-Toten &ndash; davon allein 13.000 Heroin-Tote &ndash; in den USA gegen&uuml;ber 2015. &bdquo;Drug Deaths in America Are Rising Faster Than Ever&ldquo; (Drogensterben in Amerika steigt schneller als je zuvor) alarmierte die New York Times am 05. Juni 2017 und warnte: &bdquo;Und s&auml;mtliche Hinweise deuten darauf hin, dass sich das Drama 2017 weiter zugespitzt hat&ldquo;.<\/p><p>&bdquo;Ein Fehlschlag, der Krieg gegen die Drogen&rdquo; <a href=\"http:\/\/www.eluniversal.com.mx\/entrada-de-opinion\/articulo\/enriqueta-cabrera\/nacion\/2017\/07\/22\/un-fracaso-la-guerra-contra-las\">diagnostizierte wenige Wochen sp&auml;ter<\/a> die Journalistin Enriqueta Cabrera in der konservativen mexikanischen Tageszeitung El Universal. Im Mittelpunkt der internationalen Kritik steht die US-amerikanische Drogenbek&auml;mpfungsagentur (DEA), deren Vorgehen in Lateinamerika, oft im Verbund mit dem CIA, als Vorwand f&uuml;r die Finanzierung subversiver Aktivit&auml;ten, von Staatsstreichen und den Schutz von Diktatoren wie Augusto Pinochet diente, die tief <a href=\"https:\/\/es.wikipedia.org\/wiki\/Implicaci%C3%B3n_de_la_CIA_en_el_tr%C3%A1fico_de_drogas\">in den Drogenhandel involviert waren<\/a>.<\/p><p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/171109_d2.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/171109_d2-small.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p><p>Gleichwohl feierte die Regierung Uruguays als richtungsweisender Pionier bereits Mitte 2016 den Erfolg ihrer Entkriminalisierungs-Politik leichter Drogen, namentlich des Cannabis\/Marihuana-Konsums, mit positiven Auswirkungen auch auf harte Drogen. Hatte die Polizei noch 2013 eine Rekord-Beschlagnahme von 1,5 Tonnen Kokain gemeldet, brach die sichergestellte Menge 2016 auf bescheidene 20 Kg ein. &ldquo;Die Regierung ist der Meinung, die Kartelle sind in Uruguay gescheitert&rdquo;, schrieb die Tageszeitung <em>El Observador<\/em> (Gobierno cree que c&aacute;rteles de drogas &ldquo;fracasaron&rdquo; en Uruguay &ndash; 27.07.2016).<\/p><p>Als erstes Land der Welt hatte Uruguay am 10. Dezember 2013 ein Gesetz erlassen, das Produktion, Vermarktung, Besitz, private und medizinische Nutzung von Marihuana regelt. Damit wurden der Anbau der Cannabis-Pflanze und der Verkauf von <em>Joints<\/em> vollst&auml;ndig legalisiert. Oder anders mit den neckenden Worten von Ex-Pr&auml;sident Jos&eacute; <em>Pepe<\/em> Mujica erkl&auml;rt: &bdquo;Wir haben den Kriminellen den Markt weggenommen &ndash; wir haben den Hanf verstaatlicht!&ldquo;. <\/p><p>Zugegeben, das kaum 3,5 Millionen Einwohner z&auml;hlende, &uuml;berschaubare Uruguay passt dreimal in New York und mindestens siebenmal in Mexico City hinein, doch seine Entkriminalisierungs-Politik der Cannabis zeigt, dass dem Drogenhandel und -konsum nicht mit &bdquo;Kriegen&ldquo; beizukommen ist, sondern allein mit Sozial- und Gesundheitspolitik erfolgreich bek&auml;mpft werden kann; eine Erkenntnis, der sich 18 US-amerikanische Bundesstaaten angeschlossen haben, die auf Distanz zur Politik des Justizministeriums gehen.<\/p><p><strong>Chile: Unterwanderung des Staates und kiffende Arbeiter<\/strong><\/p><p>In Chile ist neuerdings die Rede von einer einheimischen <em>Narco-Cultura<\/em>, womit die Unterwanderung Dutzender von Kommunen und politischer Parteien durch Dealer-Netze und der Anstieg des Drogenkonsums gemeint sind. <\/p><p>Ein beispielhafter Unterwanderungsfall beschert gerade dem Pr&auml;sidentschaftskandidaten der amtierenden Mitte-Links-Regierungskoalition, Alejandro Guillier, schwere Vorw&uuml;rfe und einen eventuellen Stimmenverlust bei der am kommenden 19. November stattfindenden Wahl zur Nachfolge von Pr&auml;sidentin Michelle Bachelet. So soll die Stadtverwaltung von San Ram&oacute;n, im S&uuml;den Santiago de Chiles, unter B&uuml;rgermeister Miguel &Aacute;ngel Aguilera &ndash; Mitglied der regierenden Sozialistischen Partei und aktiver Stimmenj&auml;ger f&uuml;r Guillier &ndash; von einer Drogendealer-Bande unterwandert worden sein, die Erpressung betreibe und Beamte der &ouml;ffentlichen Verwaltung physisch bedrohe.<\/p><p>Die Beobachtungsstelle f&uuml;r Drogenhandel (Observatorio de Narcotrarfico en Chile) ermittelte, in mindestens 91 Gemeinden mit &uuml;ber 50.000 Einwohnern &ndash; mit Schwerpunkten des Mikrohandels in den Regionen Valpara&iacute;so, Biob&iacute;o und Santiago &ndash; haben sich mit einer Anzeigen-Zunahme des Drogenhandels um 17 Prozent in den vergangenen Jahren &bdquo;territoriale Zentren des Drogenhandels&rdquo; herausgebildet. Die vielk&ouml;pfige Expansion der Dealer-Netze erkl&auml;rt sich mit dem steigenden Drogenkonsum und umgekehrt.<\/p><p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/171109_d3.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/171109_d3-small.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p><p>Eine von der industrienahen NGO Global Partners durchgef&uuml;hrte Studie &uuml;berraschte die &Ouml;ffentlichkeit: 15 Prozent der chilenischen <em>Arbeiter<\/em> rauchen Marihuana und schn&uuml;ffeln gef&auml;hrliche Mengen Kokain, so ein 2016 mit 3.000 Arbeitern in 141 Betrieben durchgef&uuml;hrter Test, der einen 5-prozentigen Anstieg des Drogenkonsums unter Werkt&auml;tigen gegen&uuml;ber 2014 ermittelte. Patricio Labatut, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der mit der US-Drug &amp; Alcohol Testing Industry Association und der European Workplace Drug Testing Society vernetzten Global Partners Chile, bezeichnete die Lage als &bdquo;alarmierend&ldquo;, blieb der &Ouml;ffentlichkeit jedoch die entscheidende Erkl&auml;rung f&uuml;r die ansteigende Drogennutzung unter Werkt&auml;tigen schuldig, von denen sich 60 Prozent regelm&auml;&szlig;ig Marihuana und 22,8 Prozent Kokain in die Atemwege pumpen. <\/p><p>Bezeichnend f&uuml;r die Diagnose der von der Industrie beauftragten Alkohol- und Rauschmittel-Tester ist, dass sie sich &uuml;ber Auswirkungen des Drogenkonsums auf den Arbeitsplatz &ndash; etwa die Zunahme von Arbeitsunf&auml;llen und den Einbruch der Produktivit&auml;t &ndash; besorgt zeigen, nicht jedoch &uuml;ber die potenziellen Ursachen, wie Inhalt und Organisation der prek&auml;ren und br&uuml;chigen Arbeitsverh&auml;ltnisse, die im neoliberalen Laborland Chile seit Jahrzehnten verheerende psychische und k&ouml;rperliche Sch&auml;den, wie Depressionen und Selbstmord, erzeugen.<\/p><p><strong>Brutaler Krieg und Massensterben in Brasilien und Mexiko<\/strong><\/p><p>W&auml;hrenddessen tobt seit Ende 2016 in Brasilien der sogenannte &bdquo;Krieg von Rio de Janeiro&rdquo; mit dem au&szlig;erplanm&auml;&szlig;igen Einsatz von 10.000 Soldaten der Streitkr&auml;fte gegen Dealerbanden rund um die Favelas der Sechs-Millionen-Metropole. Bei deren Bek&auml;mpfung warf die selbst in milliardenschwere Korruption involvierte Landesregierung wegen angeblicher Mittelverknappung und mangelnder Qualifizierung der Polizei das Handtuch. Gefechtsstand seit Jahresbeginn 2017: 4.000 Tote.<\/p><p>Die Gewalt-Spirale in Mexiko sorgt 2017 jedoch f&uuml;r eine weitaus makabrere Statistik. Nach Angaben des mexikanischen Innenministeriums wurden in den ersten neun Monaten des Jahres insgesamt 18.505 Menschen in Mexiko get&ouml;tet. Das sind 68 Tote jeden Tag. <\/p><p>Es handelt sich um die alarmierendste Opferz&auml;hlung aller Zeiten, sie stellt die Rekord-Mordstatistik von 2011 in den Schatten und &uuml;bertrifft das Vorjahr 2016 mit 3.400 Todesopfern (El complejo panorama de la &ldquo;narcocultura&rdquo; en Am&eacute;rica Latina &ndash; Econom&iacute;a Y Negocios, 30.10.2017). Neu ist, dass sich der mexikanische Massenmord nun auf das gesamte Bundesterritorium verteilt, w&auml;hrend sich in den Vorjahren die Mordf&auml;lle auf wenige Bundesstaaten konzentrierten. Zur Gewaltstatistik geh&ouml;ren ferner 866 Entf&uuml;hrungsf&auml;lle, 4.315 Erpressungen und 45.747 Autodiebst&auml;hle, die u.a. von &ouml;ffentlichen Kameras dokumentiert wurden.<\/p><p>Der Regierung Enrique Pe&ntilde;a Nieto gelangen mehrere Schl&auml;ge gegen die F&uuml;hrungen der wichtigsten Drogenkartelle im Lande, einschlie&szlig;lich der Verhaftung des Sinaloa-Kartellchefs Joaqu&iacute;n &ldquo;El Chapo&rdquo; Guzm&aacute;n und dessen Auslieferung nach den USA. <\/p><p>Was ist jedoch die Folge? Die Gro&szlig;kartelle haben sich in eine Vielzahl kleinerer, jedoch weitaus gewaltt&auml;tigerer Organisationen aufgesplittert, womit die Regierung, anstatt die Gewalt einzud&auml;mmen, sie mit ihrer Gegengewalt gesteigert haben k&ouml;nnte.<\/p><p><strong>Die zwiesp&auml;ltige DEA<\/strong><\/p><p>Die Kritik an der amerikanischen Drogenbek&auml;mpfungs-Agentur versch&auml;rft sich zusehends in den USA selbst. Die 1973 von Richard Nixon gegr&uuml;ndete Agentur besch&auml;ftigt 10.000 Mitarbeiter, darunter etwa 5.000 Spezialagenten, verf&uuml;gt &uuml;ber einen Jahreshaushalt von ca. 3 Milliarden Dollar und betreibt Auslandsvertretungen in 66 L&auml;ndern.<\/p><p>Von Nixon &uuml;ber G. Bush Senior und Barack Obama bis Donald Trump bleibt die Agentur-Mission ungebrochen: unter Anwendung strenger Gesetze, angeblich rigoroser Kontrolle, Unterdr&uuml;ckung und Beschneidung des Drogenvertriebs, jedoch nicht des inl&auml;ndischen Konsums. In der DEA-Hochglanz-Propaganda ist die Rede von Heldentaten. So sei die Drogenproduktion in mehreren Weltregionen einged&auml;mmt, immense illegale Verschiffungen abgefangen und beschlagnahmt, Drogenkartelle zerschlagen und die <em>Capos<\/em> der organisierten Kriminalit&auml;t vor Gericht gebracht oder &bdquo;liquidiert&ldquo; worden.<\/p><p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/171109_d4.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/171109_d4-small.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p><p>Adam Isacson, regionaler Sicherheitsanalyst im Washingtoner B&uuml;ro f&uuml;r lateinamerikanische Angelegenheiten (WOLA), sieht das anders. <a href=\"http:\/\/www.bbc.com\/mundo\/noticias\/2013\/07\/130628_eeuu_dea_drogas_40_aniversario_wbm\">Gegen&uuml;ber BBC<\/a> erkl&auml;rte der US-Amerikaner, dass die DEA-Strategie es nicht geschafft habe, sowohl den Drogenhandel einzud&auml;mmen, noch den Konsumwunsch von Amerikanern und Europ&auml;ern zu beschneiden. Was diese Strategie jedoch sicherlich erreicht habe, sei das &Uuml;berleben noch &bdquo;herzloserer&ldquo; Rauschgifth&auml;ndler-Netze. &bdquo;Indem die DEA die Schw&auml;chsten oder die Sanftesten aus dem Verkehr zieht, hat sie eine Art &acute;Super-Dealer&acute; geschaffen&ldquo;, so Isacson.<\/p><p>Beredtes Beispiel f&uuml;r das Scheitern der DEA-Strategie ist Kolumbien. Dort wurden zun&auml;chst die Medell&iacute;n- und Cali-Kartelle bek&auml;mpft, deren Strukturen zerst&ouml;rt und ihre F&uuml;hrer inhaftiert oder get&ouml;tet. Dem folgte der ber&uuml;chtigte <em>Plan Colombia<\/em>, ein teures und umstrittenes Programm der Regierung George W. Bush, mit der Errichtung mehrerer Milit&auml;rst&uuml;tzpunkte, der wenig mit dem Kampf gegen Drogen, doch viel mit Aufstandsbek&auml;mpfung zu tun hatte, in dem die DEA an der Seite des CIA sich zwar an der Verfolgung, Inhaftierung und Auslieferung von Drogenbaronen beteiligte, sich jedoch vor allem der milit&auml;rischen Bek&auml;mpfung der linken, kolumbianischen Guerillas widmete. <\/p><p>Das Hauptproblem der DEA ist ihr veraltetes Weltbild, es gibt aber auch Stimmen, die unterstellen, die Agentur sei nichts anderes als ein opportunistisches Drogenmarkt-&bdquo;Lenkungsgremium&ldquo;, das allein die Vorteile der US-Au&szlig;enpolitik im Visier habe. Ihr fehlt zum Beispiel die Einsicht, dass sich der Drogenverbrauch nicht mehr auf wenige Schl&uuml;ssell&auml;nder konzentriert, sondern weltweit expandiert. Das belegt die Auslagerung des Kokain-, Marihuana- und Heroin-Konsums, jedoch auch des von chemischen Pr&auml;paraten in L&auml;nder, in denen der Wohlstand zugenommen hat. In S&uuml;dostasien beispielsweise stieg zwischen 2008 und 2013 der Verbrauch von Methamphetamin-Pillen um das Achtfache.<\/p><p>Die Innovation h&ouml;rt nicht auf, doch das Verst&auml;ndnis des Drogenph&auml;nomens und seiner optimalen, demokratischen Behandlung hinkt hinterher. So berichtet der <a href=\"https:\/\/www.google.com\/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=3&amp;cad=rja&amp;uact=8&amp;ved=0ahUKEwjVv-Td56DXAhWBdCYKHTlEA-AQFghCMAI&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.unodc.org%2Funodc%2Fen%2Ffrontpage%2F2017%2FJune%2Fworld-drug-report-2017_-29-5-million-people-globally-suffer-from-drug-use-disorders--opioids-the-most-harmful.html&amp;usg=AOvVaw3D9g1dSeoMPw6JyDO1AyDQ\">World Drug Report 2017<\/a>, dass sich die Zahl der seit 2012 neu gemeldeten, psychoaktiven Wirkstoffe bis Ende 2015 von 260 auf 483 bereits nahezu verdoppelt hat. <\/p><p>Einzelne Kritiker werfen der DEA zu Recht vor, der &bdquo;Krieg gegen die Drogen&ldquo; habe Staaten zu blinden Schauspielern gemacht, die nicht einmal das Bild ihrer tats&auml;chlichen Feinde erkennen. Schlimmer: In der scheinheiligen, US-amerikanischen Sichtweise wurde es zum milit&auml;rischen Problem deklariert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px;\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/171109_d1.jpg\" alt=\"\" title=\"\"\/><\/div>\n<p>Mehr als vier Jahrzehnte sind vergangen, seitdem US-Pr&auml;sident Richard Nixon den sogenannten &bdquo;War on drugs&ldquo; (Krieg gegen die Drogen) erkl&auml;rt hat. R&uuml;ckwirkend betrachtet, beschreibt die Kriegserkl&auml;rung keine rationale Politik, sondern eine Schlacht, die selbst im konservativen Lager als enormer Trugschluss und monumentales Versagen gewertet<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40994\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[60,20],"tags":[1613,368,669,1092,2160,1760,2145,1570,288,2207,1556],"class_list":["post-40994","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-innere-sicherheit","category-landerberichte","tag-brasilien","tag-bush-george-w","tag-chile","tag-drogen","tag-kolumbien","tag-kriminalitaet","tag-lateinamerika","tag-mexiko","tag-prekaere-beschaeftigung","tag-uruguay","tag-usa"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40994","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=40994"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40994\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":48114,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40994\/revisions\/48114"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=40994"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=40994"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=40994"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}