{"id":41001,"date":"2017-11-10T08:29:43","date_gmt":"2017-11-10T07:29:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41001"},"modified":"2017-11-10T08:29:43","modified_gmt":"2017-11-10T07:29:43","slug":"hinweise-des-tages-2997","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41001","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41001#h01\">Nato bekommt neue Kommandostruktur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41001#h02\">EuGH erlaubt Schuften bis zum Umfallen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41001#h03\">&ldquo;Was wird aus den Menschen?&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41001#h04\">Air Berlin-Mitarbeiter: In der Warteschleife<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41001#h05\">F&uuml;r mehr Gerechtigkeit: Wohngeld und Kindergeld reformieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41001#h06\">Armut in Frankreich: Stagnation der Misere<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41001#h07\">Gesundheit: Krankenhaus&auml;rzte streiken in Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41001#h08\">Der n&auml;chste Software-Trick der Autohersteller <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41001#h09\">Deutschlands Enthaltung bei Abstimmung &uuml;ber Glyphosat ist unverantwortlich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41001#h10\">Abschreckung im Vorfeld &ndash; Zur show of force des Staates bei Versammlungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41001#h11\">Profiteure der High-Tech-Vergrenzung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41001#h12\">Von Genosse Gabriel ins offene Messer getrieben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41001#h13\">Zu guter Letzt: Die n&auml;rrische Woche des Neoliberalismus<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Nato bekommt neue Kommandostruktur<\/strong><br>\nDie Nato verst&auml;rkt erstmals seit dem Ende des Kalten Krieges wieder ihre Kommandostruktur. Die Verteidigungsminister der Allianz h&auml;tten sich bei einem Treffen in Br&uuml;ssel auf den Aufbau von zwei neuen Planungs- und F&uuml;hrungszentren geeinigt, teilte das B&uuml;ndnis mit. Zuvor hatte bereits der Nordatlantikrat, das wichtigste Entscheidungsgremium der Nato, den Ausbau beschlossen.<br>\nEines der neuen Kommandozentren soll die schnellere Verlegung von Truppen innerhalb Europas verantworten. Das zweite soll Marineeins&auml;tze im Atlantik steuern k&ouml;nnen, um im Kriegsfall den Seeweg zwischen den USA und Europa freizuhalten.<br>\nDie Pl&auml;ne sind eine Reaktion auf die vor allem von den &ouml;stlichen Nato-Staaten als aggressiv wahrgenommene Politik Russlands, unter anderem in der Ukraine. Viele Nato-Staaten diskutieren derzeit auch neue R&uuml;stungsprojekte &ndash; die Bundeswehr aktuell &uuml;ber einen Nachfolger f&uuml;r die alternden &ldquo;Tornado&rdquo;-Kampfjets. (&hellip;)<br>\nDie neuen Strukturen gelten als Teil einer Kehrtwende. Nach dem Ende des Kalten Krieges hatte die Nato ihre teure Abschreckungspolitik zun&auml;chst zur&uuml;ckgefahren, die Kommandostrukturen wurden eingestampft &ndash; von einst 33 Kommandozentren sind laut Nato nur noch sieben &uuml;brig. Die Personalst&auml;rke sank von 22.000 auf 6800. (&hellip;)<br>\nNun jedoch m&uuml;sse die Struktur angepasst werden, damit das Verteidigungsb&uuml;ndnis &ldquo;robust, wendig und voll einsatztauglich&rdquo; bleibe, sagte Nato-Generalsekret&auml;r Jens Stoltenberg. &ldquo;Milit&auml;rische Mobilit&auml;t ist der Schl&uuml;ssel zu Abschreckung und Verteidigung.&rdquo;<br>\nMehrere Tausend Nato-Soldaten wurden zwar bereits im Baltikum und in Polen stationiert. Doch erschweren zahlreiche f&uuml;r Panzertransporte ungeeignete Stra&szlig;en, Br&uuml;cken und Gleiswege derzeit schnelle Truppenverlegungen nach Osteuropa. Die Nato fordert deswegen auch von der EU und der Privatwirtschaft eine st&auml;rkere Beteiligung an der Abschreckung. Parallel dazu hat die Bundeswehr in einer geheimen Studie aber auch ein politisches Szenario entwickelt, falls der Westen zerf&auml;llt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/nato-minister-stimmen-fuer-neue-kommandozentren-a-1177108.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Auch diese Ma&szlig;nahmen d&uuml;rften die Sorgen vieler Menschen vergr&ouml;&szlig;ern: Soll ein Krieg vorbereitet werden?<\/em><br>\n<em>Bitte lesen Sie dazu erneut u.a.:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40880\">Wolfgang Bittner: &bdquo;Deutschland w&uuml;rde bei der Ausweitung eines solchen Krieges in Schutt und Asche fallen&ldquo;<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35161\">&bdquo;Wir m&uuml;ssen wieder lernen, den totalen Krieg zu f&uuml;hren&ldquo;<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>dazu: Mehr Waffen aus Washington<\/strong><br>\nAls Donald Trump am Dienstag nachmittag (Ortszeit) mit seinem s&uuml;dkoreanischen Amtskollegen Moon Jae-in vor die Presse trat, konnte er vor freudiger Aufregung kaum stillsitzen. Auf die eigentlich gar nicht an ihn gerichtete Frage nach den Pl&auml;nen Seouls zum Kauf US-amerikanischer R&uuml;stungsg&uuml;ter verk&uuml;ndete er stolz, S&uuml;dkorea werde &raquo;Ausr&uuml;stung im Wert von Milliarden von US-Dollar ordern&laquo;. Zu einigen Bestellungen, so Trump, &raquo;haben wir bereits unsere Zustimmung erteilt&laquo;. (&hellip;)<br>\nMit w&uuml;sten Drohungen gegen&uuml;ber der Demokratischen Volksrepublik Korea (DVRK) hielt sich der US-Pr&auml;sident zur&uuml;ck. Vor einigen Wochen hatte er noch mit der &raquo;totalen Vernichtung&laquo; des Landes gedroht, mit dem S&uuml;dkorea sich formal &ndash; trotz eines am 27. Juli 1953 geschlossenen Waffenstillstands &ndash; noch immer im Krieg befindet. Am Dienstag hingegen lie&szlig; er verlauten, Seoul und Washington w&uuml;rden alle verf&uuml;gbaren Mittel &raquo;unterhalb der Schwelle einer Milit&auml;raktion&laquo; nutzen, um den Konflikt mit Pj&ouml;ngjang zu l&ouml;sen. Gleichwohl betonte er im Hinblick auf die in S&uuml;dkorea stationierten US-Truppen, man sei darauf vorbereitet, &raquo;uns und unsere Verb&uuml;ndeten n&ouml;tigenfalls unter Zuhilfenahme aller unserer unvergleichlichen milit&auml;rischen F&auml;higkeiten zu verteidigen&laquo;.<br>\nIn einer vor Trumps Besuch ver&ouml;ffentlichten Erkl&auml;rung forderten fortschrittliche Organisationen aus S&uuml;dkorea, Japan und den USA ein Ende der Sanktionen und Kriegsdrohungen gegen&uuml;ber der DVRK. Moon solle sich, im Geiste der im Jahr 2000 verabschiedeten gemeinsamen Erkl&auml;rung der Regierungschefs S&uuml;d- und Nordkoreas, f&uuml;r den Dialog und die Kooperation mit dem Nachbarland einsetzen. Unterzeichnet wurde das Dokument unter anderem von beiden gro&szlig;en s&uuml;dkoreanischen Gewerkschaftsdachverb&auml;nden &ndash; der &raquo;sozialpartnerschaftlich&laquo; orientierten FKTU und der k&auml;mpferischen KCTU.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/321436.mehr-waffen-aus-washington.html\">junge Welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Es k&ouml;nnte der Eindruck entstehen, US-Pr&auml;sident Trump habe insbesondere die Bedrohung durch Nordkorea inszeniert, um Waffen an die &ldquo;Partner&rdquo; vor Ort &ndash; Japan und S&uuml;dkorea &ndash; &ldquo;im Wert von Milliarden von US-Dollar&rdquo; verkaufen zu k&ouml;nnen, oder? Vermutlich verstehen er und seine Administration das unter &ldquo;America first&rdquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>EuGH erlaubt Schuften bis zum Umfallen<\/strong><br>\n&bdquo;Dieses Urteil ist ein Angriff auf die Gesundheit der Besch&auml;ftigten, denn wer lange arbeitet, muss die M&ouml;glichkeit haben sich zu regenerieren&ldquo;, kommentiert Jutta Krellmann, Expertin der Fraktion DIE LINKE f&uuml;r Arbeit und Mitbestimmung, die Entscheidung des Europ&auml;ischen Gerichtshofes (EuGH), Arbeit bis zu zw&ouml;lf Tage am St&uuml;ck ohne finanziellen Ausgleich zuzulassen. Krellmann weiter:<br>\n&bdquo;Immer st&auml;rker bestimmen die Unternehmen mit Hilfe solcher Gerichtsurteile, wie und wann Besch&auml;ftigte zu arbeiten haben. Die Bed&uuml;rfnisse der abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten werden ignoriert und &sbquo;Work-Life-Balance&lsquo; verkommt zur hohlen Phrase.<br>\nMit Blick auf die Situation in Deutschland kann ich die Arbeitgeberverb&auml;nde nur davor warnen, die Arbeits- und Ruhezeiten weiter flexibilisieren zu wollen. K&uuml;rzung von Ruhezeiten und Ausdehnung des Arbeitstages &ndash; das geht gar nicht. Deshalb erwarte ich von der k&uuml;nftigen Bundesregierung nicht nur, dass sie die Finger vom Arbeitszeitgesetz l&auml;sst. Viel mehr brauchen die Besch&auml;ftigten zuverl&auml;ssigen Schutz und mehr Mitsprache bei der Gestaltung ihrer Arbeitszeit.<br>\nDIE LINKE fordert, dass die gesetzlich zul&auml;ssige H&ouml;chstarbeitszeit in einem ersten Schritt von 48 auf 40 Stunden pro Woche reduziert wird. Die Arbeitszeit muss sich auch an den W&uuml;nschen der Besch&auml;ftigten und nicht nur an den Anspr&uuml;chen der Unternehmen ausrichten. Psychische Belastungen m&uuml;ssen verringert und die Arbeit altersgerecht gestaltet werden. In diesem Sinne m&uuml;ssen Arbeits- und Gesundheitsschutz verbessert und um eine Anti-Stress-Verordnung erg&auml;nzt werden. Auch ist die betriebliche Mitbestimmung auszubauen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/eugh-erlaubt-schuften-bis-zum-umfallen\/\">Die Linke. im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&ldquo;Was wird aus den Menschen?&rdquo;<\/strong><br>\nDass sich Siemens st&auml;ndig neu erfindet, ist eines der Naturgesetze des Konzerns. Die Streichungen in der Energiesparte jedoch machen vielen Mitarbeitern Angst.<br>\nMan kann die Lage bei Siemens an diesem Tag an zwei Farblagern fest machen: schwarz-grau und rot. Rot sind die Plakate und Jacken der IG-Metaller, die schon morgens um acht Uhr vor der Konzernzentrale am Wittelsbacher Platz in M&uuml;nchen stehen und gegen die K&uuml;rzungspl&auml;ne des Managements in der Kraftwerkssparte demonstrieren. Sie halten ein Plakat mit den Bildern von 600 Mitarbeitern hoch, auf dem steht: &ldquo;Was wird aus den Menschen?&rdquo;<br>\nSchwarz und grau hingegen sind die Anz&uuml;ge und Kost&uuml;me der Menschen, die um diese Zeit auf dem Weg in ihre B&uuml;ros in der Firmenzentrale sind. W&auml;hrend die Schwarzgrauen &uuml;ber den Platz in Richtung Haupteingang gehen, schauen Sie manchmal in Richtung der roten Gruppe. Die aber stehen an diesem Tag f&uuml;r eine Seite des Siemens-Konzerns, der mit der schwarzgrauen wenig zu tun hat.<br>\nIn der Energiesparte soll massiv gestrichen werden, weil das Gesch&auml;ft mit gro&szlig;en Kraftwerksturbinen in Zeiten der Energiewende nicht mehr l&auml;uft. Die Frage ist nur: Wie soll das gehen, wenn man eigentlich einen Besch&auml;ftigungspakt mit der Arbeitnehmerseite abgeschlossen hat? Und vor allem: Darf man das &uuml;berhaupt bei einem Konzerngewinn von 6,3 Milliarden Euro und einem Umsatz von 83 Milliarden Euro?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/siemens-was-wird-aus-den-menschen-1.3742163\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die Frage ist ethisch einerseits richtig, andererseits &ouml;konomisch falsch, da im neoliberalen Kapitalismus nur z&auml;hlt, ob ein Mensch als Konsument oder als Arbeitskraft, im neoliberalen Neusprech als Human Resource, nutzbar ist. Trifft weder das eine noch das andere zu, ist der Mensch nach der neoliberalen Logik nicht existent. Da die Menschen aber bei Verlust ihres Arbeitsplatzes nicht einfach aufh&ouml;ren zu existieren, darf da dann die Allgemeinheit aufkommen, ausgenommen diejenigen, die davon am meisten profitieren, diese verschieben ihre Profite und Verm&ouml;gen lieber in die diversen Steueroasen, wie die Paradise Papers zum wiederholten Male gezeigt haben.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Siemens: Konzernumbau darf nicht zu Stellenabbau f&uuml;hren<\/strong><br>\nEs ist unertr&auml;glich und nicht hinnehmbar, dass Siemens trotz wie verlautbart &sbquo;hervorragender Ergebnisse&lsquo; des Gesamtunternehmens einen Stellenabbau plant. Von einem Konzern mit rund 114.000 Besch&auml;ftigten allein in Deutschland ist zu erwarten, dass eine Strukturver&auml;nderung ohne den Abbau von Arbeitspl&auml;tzen organisiert wird. Dies entspricht im &Uuml;brigen auch dem Abkommen zur Standort- und Besch&auml;ftigungssicherung, das Siemens, die IG Metall und der Gesamtbetriebsrat 2010 verl&auml;ngert haben&ldquo;, kommentiert Klaus Ernst, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE, den drohenden Stellenabbau bei Siemens.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/siemens-konzernumbau-darf-nicht-zu-stellenabbau-fuehren\/\">die Linke im Bundestag<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Deutsche-Bank-Chef stellt erheblichen Stellenabbau in Aussicht<\/strong><br>\n&bdquo;Wir besch&auml;ftigen 97.000 Leute. Die meisten gro&szlig;en Wettbewerber haben eher halb so viele&ldquo;, sagt Deutsche-Bank-Chef John Cryan. Und erkl&auml;rt auch, was an die Stelle der qualifizierten Mitarbeiter treten wird: qualifizierte Maschinen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/deutsche-bank-chef-cryan-stellt-erheblichen-stellenabbau-in-aussicht-15284756.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ah ja, so sieht die &ldquo;&Uuml;berauslastung&rdquo; der deutschen Wirtschaft aus.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Air Berlin-Mitarbeiter: In der Warteschleife<\/strong><br>\nDie Pleite von Air Berlin hat Mitarbeiter zur&uuml;ckgelassen, die nun alle Angst um ihre wirtschaftliche Existenz haben. Besonders schwierig ist es absurderweise f&uuml;r jene, die bisher nicht gek&uuml;ndigt wurden. Das deutsche Arbeitsrecht macht es m&ouml;glich. [&hellip;]<br>\n&Uuml;ber zwanzig lange Jahre arbeitete Markus Menslin im Qualit&auml;tsmanagement der Bodenabfertigung von Air Berlin. Seine Ehefrau Romy, auch eine Kollegin, Flugbegleiterin, fast 16 Jahre lang. Doch nach der Einstellung des Flugbetriebs ist nun nat&uuml;rlich alles anders.<br>\nEine unsichere &Uuml;bergangsphase &ndash; vor allem f&uuml;r die ehemalige Flugbegleiterin. Denn sie geh&ouml;rt zu jenen Mitarbeitern, die erst einmal nur eine widerrufliche Freistellung bekommen haben, keine K&uuml;ndigung. Arbeitsrechtlich eine Art Warteposition. Rein formell besteht das Arbeitsverh&auml;ltnis fort, das Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnis ist jedoch beendet: [&hellip;]\n<blockquote><p>\n&ldquo;Widerrufliche Freistellungen erleben wir sehr selten, und insbesondere auch in Insolvenzverfahren. Da gibt es verschiedene M&ouml;glichkeiten, warum ein Unternehmen das macht. Mein Eindruck von Air Berlin ist, dass der Grund f&uuml;r eine widerrufliche Freistellung der ist, dass intern die Gespr&auml;che mit den Personalvertretungen noch gar nicht abgeschlossen sind. &Uuml;ber Sozialplanma&szlig;nahmen und dergleichen. Und das w&uuml;rde eine unwiderrufliche Freistellung, eine K&uuml;ndigung, dann erst erm&ouml;glichen.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Auch das Unternehmen Air Berlin verweist auf noch laufende Verhandlungen mit den Personalvertretungen, erst dann k&ouml;nne eine K&uuml;ndigung erfolgen. Wahrscheinlich aber noch im November. F&uuml;r Romy Menslin bedeutet jedoch jeder Tag unter dem Status der widerruflichen Freistellung kein Geld &ndash; kein Lohn, kein Arbeitslosengeld und es werden auch keine Sozialversicherungsbeitr&auml;ge abgef&uuml;hrt. Weshalb sie sich in dieser Woche nun doch arbeitslos gemeldet hat. Die meisten Arbeitsrechtler halten diesen Schritt f&uuml;r richtig. Die Flugbegleiterin hofft, dass ihr dadurch aber keine weiteren Nachteile entstehen, etwa bei sp&auml;teren Abfindungsfragen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/air-berlin-mitarbeiter-in-der-warteschleife.2165.de.html?dram:article_id=400184\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>F&uuml;r mehr Gerechtigkeit: Wohngeld und Kindergeld reformieren<\/strong><br>\nGeringverdienende unterst&uuml;tzen und Kinderarmut bek&auml;mpfen<br>\nSchattenseiten im &ldquo;Wohlf&uuml;hl-Land&rdquo;: Im reichen Deutschland liegt die Armutsquote bei fast 20 Prozent, f&uuml;r viele Menschen wird Wohnen zum Luxus. Daran muss sich dringend etwas &auml;ndern &ndash; zum Beispiel durch schnelle und massive Investitionen in den sozialen Wohnungsbau und Reformen bei Wohn- und Kindergeld.<br>\nArmut in einem reichen Land<br>\nSteigende Besch&auml;ftigung, sinkende Arbeitslosigkeit &ndash; trotzdem gelten in Deutschland 16 Millionen Menschen als arm. Und obwohl immer mehr Alleinerziehende arbeiten, ist das Armutsrisiko in Ein-Eltern-Familen besonders hoch: Die H&auml;lfte aller Kinder in Armut lebt bei Alleinerziehenden, zu 90 Prozent M&uuml;tter.<br>\nOffenbar sind L&ouml;hne und Sozialleistungen heute h&auml;ufig zu niedrig, um wirksam vor Armut zu sch&uuml;tzen. In Mehrpersonenhaushalten k&ouml;nnen auch Mindest- und Tarifl&ouml;hne nicht immer sicherstellen, dass ein Haushaltseinkommen erreicht wird, das ein Leben unabh&auml;ngig von Hartz IV erm&ouml;glicht. Dazu kommt, dass der Kinderzuschlag nach geltendem Recht bei vielen Familien, die dringend Unterst&uuml;tzung brauchen, nicht ankommt &ndash; und dass das Wohnen in vielen St&auml;dten immer teurer wird.<br>\nReformvorschl&auml;ge des DGB<br>\nDer DGB fordert deshalb, kinderbezogene Leistungen und das Wohngeld grundlegend zu reformieren und zu verbessern. Das Ziel: Kein Haushalt mit einem Einkommen aus Vollzeit-Erwebst&auml;tigkeit soll Hartz IV beziehen m&uuml;ssen, nur weil er Kinder hat oder die Wohnkosten zu hoch sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++cb09dc78-c531-11e7-96c4-52540088cada\">DGB<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Hier k&ouml;nnen Sie die Vorschl&auml;ge des DGB nachlesen: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++a2f69dac-c554-11e7-a566-52540088cada\">Geringverdienende unterst&uuml;tzen, Kinderarmut &uuml;berwinden: DGB-Reformvorschl&auml;ge f&uuml;r ein verbessertes Kindergeld und Wohngeld<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Armutsbek&auml;mpfung: Gewerkschaftsbund fordert mehr Kinder- und Wohngeld<\/strong><br>\nDie Gespr&auml;che zwischen den Parteien zur Bildung einer m&ouml;glichen Jamaika-Koalition gestalten sich schwierig &ndash; nun versuchen die Gewerkschaften, mit eigenen Ideen den Fortgang der Sondierungen zu beeinflussen. Um die nach wie vor weit verbreitete Armut im Land wirkungsvoll zu bek&auml;mpfen, m&uuml;ssten die Leistungen f&uuml;r Familien mit Kindern und das Wohngeld grundlegend reformiert werden, hei&szlig;t es in einem Positionspapier des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB), das am Donnerstag ver&ouml;ffentlicht werden soll und dieser Zeitung bereits vorliegt.<br>\n&bdquo;Ein h&ouml;heres Kindergeld f&uuml;r Geringverdiener erm&ouml;glicht mehr soziale Teilhabe und kann vielfach den Gang zum Jobcenter vermeiden helfen&ldquo;, sagte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach. Ihr Vorstandskollege Stefan K&ouml;rzell erg&auml;nzte, die k&uuml;nftige Bundesregierung und die L&auml;nder m&uuml;ssten schnell und massiv in den sozialen Wohnungsbau investieren und die Mietpreisbremse versch&auml;rfen. Bis die Wohnungsnot behoben ist, sollte ein verbessertes Wohngeld bezahlt werden, damit mehr Menschen eine bezahlbare Wohnung finden k&ouml;nnen. (&hellip;)<br>\nIn Bezug auf das Wohngeld fordert der DGB, die Anrechnung von Erwerbseinkommen zu entsch&auml;rfen: Zus&auml;tzlich zum bestehenden pauschalen Abzug der Werbungskosten von 1.000 Euro pro Jahr sollte analog zu den Hartz-IV-Regeln ein Freibetrag f&uuml;r Erwerbst&auml;tige von 2.600 Euro eingef&uuml;hrt werden. Dies werde dazu f&uuml;hren, dass der Anspruch auf Wohngeld im Vergleich zum geltenden Recht erst sp&auml;ter erlischt und zus&auml;tzliche Haushalte Anspruch auf Wohngeld erhalten. &bdquo;Bei bereit bestehenden Anspr&uuml;chen auf Wohngeld f&uuml;hrt die geringere Anrechnung von Erwerbseinkommen dazu, dass ein h&ouml;herer Wohngeldbetrag ausgezahlt wird&ldquo;, schreibt der DGB.<br>\nDie j&auml;hrlichen Mehrausgaben aufgrund der Reformvorschl&auml;ge beziffern die Gewerkschaften auf 3,7 Milliarden Euro. Die Vorschl&auml;ge seien somit zielgenauer und g&uuml;nstiger als die von der Union geforderte Erh&ouml;hung des Kindergeldes um 25 Euro sowie eine entsprechende Anhebung der Kinderfreibetr&auml;ge. In diesem Fall w&uuml;rden zus&auml;tzliche Kosten in H&ouml;he von sechs Milliarden Euro entstehen, hei&szlig;t es in dem Papier.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft\/armutsbekaempfung-gewerkschaftsbund-fordert-mehr-kinder--und-wohngeld-28812958\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Armut in Frankreich: Stagnation der Misere<\/strong><br>\nDer Bericht der franz&ouml;sischen Caritas-Organisation Secours catholique: Keine auffallenden Ausschl&auml;ge, aber stetige Verschlechterungen am armen Rand der Gesellschaft<br>\nAm aktuellen Bericht der franz&ouml;sischen Caritas-Organisation Secours catholique zeigt sich ein Aufmerksamkeitsproblem. Wie kann man der &Ouml;ffentlichkeit eine Misere nahebringen, wenn die Quoten nicht, wie man es aus Politik, Wirtschaft, Unterhaltung oder Sport gew&ouml;hnt ist, keine auffallenden Ausschl&auml;ge anzeigen, weder animierende Verbesserungen noch einen katastrophale Krisenausschlag nach unten? Wie kann man die &Ouml;ffentlichkeit davon &uuml;berzeugen, dass mit der Politik gegen die Armut etwas nicht stimmt, wenn sich die aufeinanderfolgenden Jahresberichte derart &auml;hneln?<br>\nAuch wenn sich die Situation nicht verschlechtert, sie verbessert sich auch nicht, fasst Le Monde das Ergebnis des Secours catholique-Berichts zum Stand der Armut in Frankreich 2017 im Vergleich zum Vorjahresbericht zusammen. Schon im November letzten Jahres war zum Beispiel von 9 Millionen die Rede, die arm sind (siehe dazu: Frankreich: Die Armut w&auml;chst). Die Armutsschwelle liegt in Frankreich bei 1.015 Euro monatlich.<br>\nDer vorherige Bericht verzeichnete 1,4 Millionen &ldquo;Personen in Schwierigkeiten&rdquo;, die sich 2015 hilfesuchend bei der Organisation gemeldet haben. Der aktuelle Bericht verzeichnet 1,5 Millionen. Das sind Hunderttausend mehr, aber anscheinend nicht spektakul&auml;r genug. Auch wenn deren Medianeinkommen mit lediglich 548 Euro monatlich angegeben wird und dessen Steigerung mit 3 Euro in sechs Jahren.<br>\nAuch der Anteil der Haushalte ohne Einkommen steigt, wie der Bericht ermittelt. Jeder f&uuml;nfte Haushalt, von dem die Caritasvereinigung 2016 &uuml;ber die Hilfesuchenden Kenntnis erhielt, habe keine &ldquo;Ressourcen&rdquo;. 2015 waren es 0,5 Prozent weniger und im Jahr davor 1,2 Prozent weniger.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Armut-in-Frankreich-Stagnation-der-Misere-3886841.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Vermutlich werden die Macron-&ldquo;Reformen&rdquo; die Situation nicht verbessern. Zu bef&uuml;rchten ist vielmehr, dass Armut zunehmen wird, wenn die Ver&auml;nderungen, die zulasten der Arbeitnehmerschaft in Frankreich sind, wirken &ndash; &auml;hnlich in Deutschland.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Gesundheit: Krankenhaus&auml;rzte streiken in Griechenland<\/strong><br>\nDie griechischen Krankenhaus&auml;rzte sind in einen 24-st&uuml;ndigen Streik getreten. Wie ihre Gewerkschaft OENGE mitteilte, protestieren sie damit gegen ein neues Gesetz, mit dem ihre Arbeitszeit von heute h&ouml;chstens 48 Stunden auf bis zu 60 Stunden in der Woche erh&ouml;ht werden kann. Zudem protestieren sie gegen die K&uuml;rzungen ihrer Geh&auml;lter und fordern die Einstellung von mehr &Auml;rzten und Krankenhauspersonal. Wegen der schweren Finanzkrise wurden in den vergangenen sechs Jahren kaum neue &Auml;rzte und Krankenhauspersonal in Griechenland eingestellt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/news\/2017-11\/09\/gesundheit-krankenhausaerzte-streiken-in-griechenland-09094604\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Verh&auml;ltnisse wie in der Dritten Welt, made by Merkel, Sch&auml;uble &amp; EU-Kommission. Aber anscheinend hat man sich an die Schreckensnachrichten aus Griechenland schon zu sehr gew&ouml;hnt, als da&szlig; sie noch so skandal&ouml;s erschienen, wie sie sind.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Der n&auml;chste Software-Trick der Autohersteller <\/strong><br>\nDas neue Pr&uuml;fverfahren WLTP soll bei Autos f&uuml;r realistischere Verbrauchsangaben sorgen. Doch die Hersteller werden damit keineswegs gezwungen, sparsamere Pkw zu bauen. Es gibt n&auml;mlich einen Rechentrick. [&hellip;]<br>\nEine solche Anpassung finde auch tats&auml;chlich statt, so Mock. Ein Softwareprogramm namens &ldquo;CO2-MPAS&rdquo; werde dazu benutzt. Allerdings komme das Programm zu einem f&uuml;r die Autoindustrie weitaus gro&szlig;z&uuml;gigerem Ergebnis: &ldquo;Der Umrechnungsfaktor gestattet den Herstellern durchschnittlich 15 oder 20 Prozent h&ouml;here Emissionen&rdquo;.<br>\nIm Klartext: Durch die Umrechnung profitieren die Hersteller letztendlich vom dem strengeren Testverfahren WLTP. Laut Mock k&ouml;nnte nach der Anpassung ein Grenzwert von 119 CO2 g\/km statt 95 g\/km entstehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/auto\/aktuell\/neuer-abgastest-wltp-so-werden-co2-emissionen-schoen-gerechnet-a-1176871.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Na das ging ja schnell. Erst vorgestern haben wir auf den NachDenkSeiten <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40970\">vor genau diesen Manipulationen gewarnt<\/a>. Interessant ist auch der Umstand, dass auch das neue Testverfahren trotzt &bdquo;Software-Trick&ldquo; noch 20 Prozent &uuml;ber dem realen Verbrauch und damit unter den realen Emissionen liegt. So rechnen sich die Hersteller ihre Umweltbilanz sch&ouml;n, aber der Umwelt ist damit kein Jota geholfen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Deutschlands Enthaltung bei Abstimmung &uuml;ber Glyphosat ist unverantwortlich<\/strong><br>\n&bdquo;Dass sich auch f&uuml;r den Kompromissvorschlag der EU-Kommission f&uuml;r eine verk&uuml;rzte Wiederzulassung von Glyphosat von f&uuml;nf Jahren keine qualifizierte Mehrheit der Mitgliedsstaaten gefunden hat, zeigt die weiter bestehenden gro&szlig;en Zweifel an der Unbedenklichkeit des umstrittenen Unkrautvernichtungsmittels. Die erneute Enthaltung der Bundesregierung widerspricht dem Vorsorgeprinzip und ist unverantwortlich&ldquo;, kommentiert Kirsten Tackmann, Mitglied der Bundestagsfraktion DIE LINKE, die heutige Abstimmung im St&auml;ndigen Ausschuss f&uuml;r Pflanzen, Tiere, Lebensmittel und Futtermittel (SCoPAFF). Tackmann weiter:<br>\n&bdquo;Statt die H&auml;ngepartie immer wieder zu verl&auml;ngern, h&auml;tte Deutschland l&auml;ngst mehr dazu beitragen m&uuml;ssen, die Kenntnisl&uuml;cken zu schlie&szlig;en und endlich f&uuml;r ein Zulassungsverfahren zu sorgen, das konzernunabh&auml;ngig und transparent den Schutz von Verbraucherinnen und Verbrauchern sowie von Natur und Umwelt sichert. Das w&auml;re auch im Interesse von Landwirtinnen und Landwirten, die beim Pflanzenschutz auf verl&auml;ssliche gesetzliche Rahmenbedingungen angewiesen sind. Sie brauchen zudem mehr wissenschaftliche Unterst&uuml;tzung f&uuml;r wirtschaftliche Alternativen zu Glyphosat.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/deutschlands-enthaltung-bei-abstimmung-ueber-glyphosat-ist-unverantwortlich\/\">Die Linke. im Bundestag<\/a>\n<p><strong>dazu: Wieviel Krebs darf&rsquo;s denn sein?<\/strong><br>\nDie EU will am Donnerstag entscheiden, ob das meistverkaufte Pestizid weiter gespritzt werden darf. Es gibt Hinweise, dass das Mittel krebserregend ist.<br>\nDas wichtigste Argument der Glyphosat-Gegner ist, dass die Internationale Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation (IARC) das Pestizid als &bdquo;wahrscheinlich krebserregend&ldquo; eingestuft hat. Dabei hat sich die Agentur insbesondere auf jeweils zwei Versuche mit M&auml;usen und Ratten berufen, die Tumore entwickelten, nachdem sie Glyphosat gefressen hatten.<br>\nDass in manchen Experimenten mit dem Wirkstoff gef&uuml;tterte Tiere statistisch bedeutend mehr Krebs als normal bekamen, ist unumstritten. Doch die EU-Chemikalienbeh&ouml;rde Echa beispielsweise h&auml;lt diese Ergebnisse f&uuml;r nicht aussagekr&auml;ftig genug, um auf eine Gefahr f&uuml;r Menschen zu schlie&szlig;en und deshalb Glyphosat zu verbieten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Streit-ueber-Schaedlichkeit-von-Glyphosat\/!5456302\/\">taz<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Abschreckung im Vorfeld &ndash; Zur show of force des Staates bei Versammlungen<\/strong><br>\nDie M&uuml;hlen des Rechts mahlen langsam, aber gerecht. Zu dieser Abwandlung eines ber&uuml;hmten Sprichworts mag derjenige greifen, wer das j&uuml;ngste Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zum Versammlungsrecht liest. Am 25.10.2017 entschied das Bundesverwaltungsgericht &uuml;ber den Tornado-Einsatz vom G8-Gipfel in Heiligendamm &ndash; &uuml;ber zehn Jahre, nachdem die damaligen Bundessprecher*innen der GR&Uuml;NEN JUGEND Jan Philipp Albrecht und Paula Riester gegen den Einsatz geklagt hatten. Gerade weil sich die staatliche Praxis im Umgang mit Versammlungen in j&uuml;ngster Zeit immer st&auml;rker militarisiert und zugleich pr&auml;ventiv ausgerichtet hat, kommt dem leider in der &Ouml;ffentlichkeit nicht hinreichend rezipierten Urteil (Pressemitteilung des BVerwG zu 6 C 45.16) eine grunds&auml;tzliche Bedeutung zu. (&hellip;)<br>\nObschon sich das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts mit einem bereits zehn Jahre zur&uuml;ckliegenden Sachverhalt besch&auml;ftigt, ist es gerade aufgrund der aktuellen Entwicklung staatlicher Machtdemonstrationen bei Versammlungen umso mehr von grunds&auml;tzlicher Bedeutung. Beim G20-Gipfel in Hamburg wurden zum Beispiel SEK-Einheiten eingesetzt, um auf angebliche Gefahren zu begegnen, die von Personen aus einem Haus im Schanzenviertel ausgingen. Mittlerweile wird immer deutlicher, dass die Polizeieinsatzleitung die genannten Gefahren keineswegs beweisen kann und der Einsatz des SEK offensichtlich eine Machtdemonstration darstellte, um den aus Sicht der Polizei au&szlig;er Kontrolle geratenen Protesten entgegenzuwirken (hierzu ein Interview mit dem Protestforscher Peter Ullrich). Der SEK-Einsatz in Hamburg hatte offenbar auch eine normalisierende Wirkung auf diese verfassungswidrige Praxis. Nur kurze Zeit danach wurde eine linke Demonstration im s&auml;chsischen Wurzen, ohne konkreten Anlass, durch ein SEK begleitet. Johannes Franke hat auf dem Juwiss-Blog diesen Einsatz ebenfalls &uuml;berzeugend als eine grundrechtswidrige show of force diskutiert.<br>\nDie heutigen Polizeistrategien verlagern sich immer st&auml;rker ins Vorfeld. Pr&auml;ventive Ma&szlig;nahmen verk&uuml;rzen dabei regelm&auml;&szlig;ig den Schutz der Versammlungsfreiheit, weil die Teilnehmer*innen oft mit der geballten Macht der Staatsapparate konfrontiert sind. Eine freie Kommunikationsentfaltung, die den Kern der Versammlungsfreiheit ausmacht, ist somit kaum m&ouml;glich. Die Gerichte m&ouml;gen sehr sp&auml;t &uuml;ber den Tornado-Einsatz entschieden haben, aber das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts erfolgte dennoch zur richtigen Zeit. Ob die Exekutive die Aufforderung zu einem grundrechtssensiblen Umgang mit Versammlungen anerkennt, steht jedoch auf einem anderen Blatt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/verfassungsblog.de\/abschreckung-im-vorfeld-zur-show-of-force-des-staates-bei-versammlungen\/\">Verfassungsblog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Profiteure der High-Tech-Vergrenzung<\/strong><br>\nMauern, Z&auml;une und Stacheldraht haben gegenw&auml;rtig Konjunktur. Als Gr&uuml;nde hierf&uuml;r werden meist implizit die sog. &bdquo;Fl&uuml;chtlingskrise&ldquo; einerseits und der &bdquo;Rechtspopulismus&ldquo; andererseits angenommen. Dabei wird jedoch &uuml;bersehen, dass es sich bei diesen Mauern und Z&auml;unen nur um die banalsten Elemente jener &bdquo;Festung Europa&ldquo; handelt, die bereits seit einem guten Jahrzehnt mit Unsummen aufgebaut wird. Zentrale Akteure und Profiteure sitzen dabei in jenen L&auml;ndern und Institutionen, die &ouml;ffentlich gerne die Abschottungstendenzen &bdquo;rechtspopulistischer&ldquo; Regierungen kritisieren. W&auml;hrend Mauern und Z&auml;une zwischen Bulgarien und der T&uuml;rkei, Ungarn und Serbien Menschen vom Zutritt zur EU abhalten sollen, setzen diese Ma&szlig;nahmen &ndash; oft in Zusammenarbeit mit diktatorischen Regimen &ndash; bereits in den Herkunfts- und Transitstaaten an. (&hellip;)<br>\nDie Luna-Drohne von EMT wurde von der Bundeswehr auch in Afghanistan eingesetzt. Das Fraunhofer IOSB mit Sitz in Karlsruhe hat basierend auf diesen Einsatzerfahrungen im Auftrag des Verteidigungsministeriums die Bildauswertungssysteme optimiert. Mit diesen ausgestattet nutzt mittlerweile auch die Schweizer Luftwaffe die Drohne f&uuml;r Eins&auml;tze im Auftrag der Polizei &ndash; u.a. gegen Einbruchskriminalit&auml;t im Bodenseeraum und &ndash; zumindest tempor&auml;r &ndash; zur &Uuml;berwachung der Grenze nach Italien.<br>\nDie Fraunhofer Gesellschaft, zu der das IOSB geh&ouml;rt, gilt nach Rechnungen des Rechercheprojektes Security for Sale als jene private Institution, die am umfangreichsten von den Forschungsprogrammen der EU profitierte.[6] Zu diesen 68 Mio. Euro innerhalb von zehn Jahren kamen demnach noch 50 Mio. aus dem deutschen Programm zur Sicherheitsforschung. Unter den Unternehmen, die am umfangreichsten profitierten, belegten Thales (31.5 Mio.) und Airbus (15 Mio.) den ersten bzw. dritten Platz. Beide Firmen f&uuml;hrten im Rahmen der Sicherheitsforschung ihrerseits eng verwobene Projekte mit dem Fraunhofer IOSB durch: Die Klassifikation von Fl&uuml;chtlingsbooten durch Mustererkennung in Aufkl&auml;rungsdaten von Satelliten- (Airbus) und Drohnensystemen (Thales). Ein drittes IOSB-Projekt besch&auml;ftigte sich gemeinsam mit Airbus und der Carl Zeiss AG mit der Detektion entsprechender Boote durch Sensorbojen auf See.<br>\nDer staatlich finanzierte Boom zivil-milit&auml;rischer &Uuml;berwachungstechnologie ist an den Firmensitzen auch baulich sichtbar: Thales in Ditzingen direkt an der A81 etwa hat in den vergangenen Jahren immens ausgebaut, keine zwei Kilometer entfernt auf der anderen Seite der Autobahn befindet sich ein Neubau des IT-Konzerns ATOS, der Platz f&uuml;nf unter den am umfangreichsten von der EU durch Forschungsgelder gef&ouml;rderten Unternehmen einnimmt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2017\/11\/09\/profiteure-der-high-tech-vergrenzung\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Von Genosse Gabriel ins offene Messer getrieben<\/strong><br>\nDas Urteil des Ex-SPD-Chefs Gabriel &uuml;ber seinen Nachfolger Schulz erinnert Roberto De Lapuente an selbstherrliche Pickelhaubenk&ouml;ppe<br>\nAch, was waren das f&uuml;r goldene Zeiten der Sozialdemokratie, als Sigmar Gabriel ihr noch vorstand. Zwischen 23 und 25 Prozent riss man sich bei den Sonntagsfragen unter den Nagel. Dann kam der Absturz, dann kam Martin Schulz, faselte die &raquo;soziale Gerechtigkeit&laquo; auf die Agenda &ndash; nur sozialdemokratisch-original mit den Anf&uuml;hrungszeichen! &ndash; und flugs legte man bei der Bundestagswahl Ende September eine Bauchlandung hin: 20,5 Prozent. Alles was Gabriel nach Schr&ouml;der so m&uuml;hselig aufgebaut hatte, war f&uuml;r die Katz&rsquo;. So liest sich jedenfalls die Einsch&auml;tzung des Ex-Chefs der Sozis von letzter Woche. Fast konnte man meinen, er habe seinem Nachfolger eine intakte, eine vor Kraft und Gesundheit strotzende Partei hinterlassen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1069567.heppenheimer-hiob-von-genosse-gabriel-ins-offene-messer-getrieben.html\">Heppenheimer Hiob<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Die n&auml;rrische Woche des Neoliberalismus<\/strong><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/171110-hdt-01.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><br>\nUnser Gespr&auml;chskreis vergibt die &bdquo;Goldene Blendgranate 2017 &ndash; International&ldquo; an die US-Pr&auml;sidentin in spe a.D., Hillary Clinton f&uuml;r ihre Wahlkampfmanipulation im US-Pr&auml;sidentschaftswahlkampf 2016\/17. Hillary Clinton manipulierte ihren Vor-Wahlkampfsieg gegen Bernie Sanders. Und als sie anschlie&szlig;end gegen Trump verlor, lenkte sie die Aufmerksamkeit auf &bdquo;russische Hacker&ldquo;. Sie verdeckte damit ihre Chancenlosigkeit gegen Trump und ihren Betrug an ihrem Konkurrenten Bernie Sanders.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/nachdenken-in-hamburg.de\/aktionen\/die-naerrische-woche-des-neoliberalismus\/goldene-blendgranate-2017-international\/\">NachDenkSeiten Gespr&auml;chskreis Region Hamburg<\/a>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> Ab heute vergibt der Hamburger Leserkreis der NachDenkSeiten vier Satirepreise f&uuml;r neoliberale Propaganda in Politik und Medien. N&auml;here Informationen zu der Aktion <a href=\"https:\/\/nachdenken-in-hamburg.de\/aktionen\/die-naerrische-woche-des-neoliberalismus\/\">finden Sie hier<\/a>. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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