{"id":41005,"date":"2017-11-12T09:30:55","date_gmt":"2017-11-12T08:30:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41005"},"modified":"2017-11-12T09:32:25","modified_gmt":"2017-11-12T08:32:25","slug":"hinweise-der-woche-38","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41005","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CW)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41005#h01\">Jahresgutachten des Sachverst&auml;ndigenrates<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41005#h02\">Armut <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41005#h03\">Paradise Papers<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41005#h04\">The inside story of the Saudi night of long knives<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41005#h05\">Nato bekommt neue Kommandostruktur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41005#h06\">US Special-Operations Forces Have Quietly Moved Onto the Russian Border<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41005#h07\">Klimaschutz als Marketingstrategie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41005#h08\">Linke-Politikerin attackiert Gr&uuml;ne als Umfaller-Partei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41005#h09\">Der amerikanische Traum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41005#h10\">Zu guter Letzt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnendsten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Jahresgutachten des Sachverst&auml;ndigenrates<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Empfehlungen der Wirtschaftsweisen sind zynisch und unertr&auml;glich<\/strong><br>\n&bdquo;Zur Realit&auml;t in Deutschland geh&ouml;rt, dass das Statistische Bundesamt aktuell knapp ein F&uuml;nftel der Bev&ouml;lkerung in Deutschland als von Armut oder sozialer Ausgrenzung betroffen ausweist und das DIW feststellt, dass die unteren 40 Prozent der Einkommensbezieher seit 1999 Reallohnverluste hinnehmen mussten. Gleichzeitig zeigen die Paradise Papers, dass sich eine enorm privilegierte Schicht wiederholt und oft legal &uuml;ber Steuervermeidungskonstruktionen aus der gesellschaftlichen Verantwortung stehlen kann. Vor dem Hintergrund derart massiver Ungleichheit in der Gesellschaft ist die Empfehlung der sogenannten Wirtschaftsweisen, nicht den &sbquo;Verteilungsdiskurs&lsquo; in den Mittelpunkt zu stellen, einfach nur zynisch und unertr&auml;glich&ldquo;, kommentiert Klaus Ernst, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE, das Jahresgutachten des Sachverst&auml;ndigenrates Wirtschaft. Ernst weiter:<br>\n&bdquo;Noch im M&auml;rz hat der Sachverst&auml;ndigenrat die Gefahren des viel zu hohen Leistungsbilanz&uuml;berschusses wegerkl&auml;rt. Jetzt pl&auml;diert er f&uuml;r eine Verbesserung des Investitionsklimas sowie f&uuml;r h&ouml;here Bildungs- und Forschungsausgaben &ndash; nat&uuml;rlich ohne die &sbquo;schwarze Null&lsquo; aufzugeben. Der Rat macht sich wieder einmal zum Sprachrohr der Marktradikalen in Deutschland. Eine Erh&ouml;hung verm&ouml;gensbezogener Steuern soll es nicht geben, daf&uuml;r mehr Ausnahmen vom Mindestlohn und die Beibehaltung der sachgrundlosen Befristung. Kurz: Die Empfehlungen des Jahresgutachtens sind der &uuml;bliche erwartbare Unsinn von mit Steuergeldern bezahlten neoliberalen Wissenschaftlern, die nie ihre eigene bittere Medizin schlucken m&uuml;ssen. &Ouml;konomisch sinnvoller und sozial gerechter w&auml;ren eine effektive Besteuerung hoher Einkommen, Verm&ouml;gen und Erbschaften, eine Erh&ouml;hung des Mindestlohns, ein Verbot sachgrundloser Befristungen und des Missbrauchs von Leiharbeit, um das Leben der Mehrheit bei uns im Land ein wenig zu verbessern und erleichtern.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/empfehlungen-der-wirtschaftsweisen-sind-zynisch-und-unertraeglich\/\">die Linke im Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das Jahresgutachten 2017\/18 &bdquo;F&uuml;r eine zukunftsorientierte Wirtschaftspolitik&ldquo; k&ouml;nnen Sie <a href=\"https:\/\/www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de\/fileadmin\/dateiablage\/gutachten\/jg201718\/JG2017-18_gesamt_Website.pdf\">hier nachlesen<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Der sogenannte Sachverst&auml;ndigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung scheint sich im Datum geirrt zu haben. Der Fasching beginnt erst am 11.11. Eine andere Perspektive, als das Jahresgutachten als verfr&uuml;hten Karnevalsscherz zu betrachten, ist nicht m&ouml;glich. Das &ouml;konomische und gesellschaftliche Verst&auml;ndnis und die daraus abgeleiteten Empfehlungen der &bdquo;Wirtschaftsweisen&ldquo; kann man nur als bizarr bezeichnen. Die Mitglieder des Sachverst&auml;ndigenrates, mit Ausnahme Peter Bofingers, scheinen in einer neoliberalen Wahnwelt gefangen, die mit der Realit&auml;t nichts mehr zu tun hat.<\/em><br>\n<em>Und wie passt <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/tausende-arbeitsplaetze-bei-siemens-in-gefahr-15282099.html?printPagedArticle=true#pageIndex_0\">diese Meldung<\/a> zu einer &bdquo;&Uuml;berauslastung&ldquo; der deutschen Wirtschaft?<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Die neuen Knappheiten werden die Verbraucher sp&uuml;ren<\/strong><br>\nDer langj&auml;hrige Aufschwung sorgt daf&uuml;r, dass viele Firmen mit Auftr&auml;gen kaum hinterher kommen und Mitarbeiter am Limit arbeiten. Der Personalmangel ist schon jetzt zu sp&uuml;ren. Auch die Preise k&ouml;nnen merklich ansteigen. [&hellip;]<br>\nGanz gleich wie es in der Gesamtwirtschaft aussieht; in bestimmten Branchen und Industriezweigen sto&szlig;en die Firmen bereits an ihre inzwischen weit nach au&szlig;en gedehnten Kapazit&auml;tsgrenzen. Das gilt f&uuml;r die Auslastung von Maschinen und Produktionsanlagen aber noch viel st&auml;rker f&uuml;r die Mitarbeiter. In vielen Bereichen der Wirtschaft f&auml;llt es den Unternehmen zunehmend schwer, offene Stellen zu besetzen und qualifizierte Mitarbeiter zu finden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article170432763\/Die-neuen-Knappheiten-werden-die-Verbraucher-spueren.html\">Welt Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Dass die sogenannten Wirtschaftsweisen meilenweit an der Realit&auml;t vorbei fabulieren und mehrheitlich sowieso nur Arbeitgeber- und FDP-Positionen vertreten, ist bekannt &ndash; aber das Ausma&szlig; des Realit&auml;tsverlusts und der Phantasterei nimmt doch inzwischen erschreckende Z&uuml;ge an. &bdquo;[Es] f&auml;llt [&hellip;] den Unternehmen zunehmend schwer, offene Stellen zu besetzen&ldquo;: was soll diese windelweiche Formulierung bedeuten? Es gibt zu wenige Fachkr&auml;fte mit 20 Jahren Berufserfahrung, die f&uuml;r 7 Euro die Stunde arbeiten wollen? Hat man schon mal das Zaubermittel &bdquo;h&ouml;here L&ouml;hne&ldquo; probiert &ndash; nichts davon ist in den Lohnstatistiken zu sehen. <\/em><br>\n<em>Die Steuern sollen um unglaubliche und unbezahlbare 30 Milliarden pro Jahr gesenkt werden; von staatlichen Investitionsstaus und der krassen Unterfinanzierung des &ouml;ffentlichen Dienstes oder von der starken Zunahme der Armut wei&szlig; der Sachverst&auml;ndigenrat also nichts. Vor einer &bdquo;&Uuml;berhitzung&ldquo; der Wirtschaft wird gewarnt: ernsthaft jetzt, bei 2 Prozent Wirtschaftswachstum, 1,5 Prozent Inflationsrate und Lohnsteigerungen von 2,3 Prozent nominal? Wenn die Wirtschaft, was laut Artikel andere Institutionen bezweifeln, Auftr&auml;ge nicht mehr bearbeiten kann, dann kommt halt das EU-Ausland dran; auch das w&uuml;rde der EU und Deutschland n&uuml;tzen. Selbst die Interpretation der eigenen Statistiken gelingt nicht: die Grafik &bdquo;Verteilungsspielraum bei Lohnzuw&auml;chsen ist ausgesch&ouml;pft&ldquo; zeigt, dass das Lohnwachstum seit etwa 2009 ungef&auml;hr dem Wirtschaftswachstum entspricht, aber in den 10 Jahren vorher mindestens 15 Prozent fehlten &ndash; &bdquo;ausgesch&ouml;pft&ldquo; ist da noch lange nichts.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Feuer gelegt<\/strong><br>\nSachverst&auml;ndigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in der BRD fordert neoliberales Kahlschlagprogramm [&hellip;]<br>\nF&uuml;r den Papierkorb sind die Vorschl&auml;ge der &raquo;Weisen&laquo; nicht. Viele &raquo;Ideen&laquo; der Mehrheit im Rat werden dieser Tage in den Koalitionsverhandlungen zwischen CDU, CSU, den Gr&uuml;nen und der FDP verhandelt. Die Liberalen forderten am Mittwoch erneut die Abschaffung des &raquo;Soli&laquo; in dieser Wahlperiode. &raquo;Das haben alle Parteien versprochen, 2019 soll der weg sein. Solche Versprechen m&uuml;ssen eingehalten werden&laquo;, sagte FDP-Generalsekret&auml;rin Nicola Beer im ZDF-&raquo;Morgenmagazin&laquo;. In der EU-Politik erweckt das Gutachten den Eindruck, dass aus den FDP-und AfD-Wahlprogrammen abgeschrieben wurde. [&hellip;]<br>\nVorschl&auml;ge, wie beispielsweise das Renteneintrittsalter zu erh&ouml;hen, Praktika vom Mindestlohn auszunehmen und die M&ouml;glichkeit, sachgrundlose Befristungen von Arbeitsverh&auml;ltnissen beizubehalten, sowie die Kritik an sinnvollen Elementen der reformierten EU-Entsenderichtlinie zeigten die grunds&auml;tzlich arbeiterfeindliche Haltung der Mehrheit des Sachverst&auml;ndigenrates. Die Brandstifter haben gez&uuml;ndelt. Die Koalition&auml;re in Berlin werden kr&auml;ftig in die Glut pusten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/321430.feuer-gelegt.html\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Widerspr&uuml;che der Wirtschaftsweisen<\/strong><br>\nDie Wirtschaft drohe zu &uuml;berhitzen, die Umverteilung m&uuml;sse ein Ende haben, warnen die Wirtschaftsweisen in ihrem Jahresgutachten. Das Gremium widerspricht sich jedoch an entscheidenden Stellen selbst.<br>\n&bdquo;F&uuml;r eine zukunftsorientierte Wirtschaftspolitik&ldquo;: Unter diesem Titel stellt der Sachverst&auml;ndigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung am Mittwoch sein neues Jahresgutachten vor. Die Wirtschaftsweisen fordern darin von der neuen Bundesregierung eine Neujustierung der Wirtschaftspolitik, die den Wohlstand in Deutschland langfristig sichern soll. Trotz vieler guter Punkte verstrickt sich das Gutachten in drei grundlegende Widerspr&uuml;che, die eine neue Bundesregierung unbedingt vermeiden sollte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/deutschland-die-widersprueche-der-wirtschaftsweisen-kommentar-a-1176977.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers O.W.:<\/strong> Der Gastbeitrag von Herr Fratzscher vom DIW spricht von &bdquo;massiver Umverteilung &ndash; und zwar von unten nach oben, von arm zu reich&ldquo; beim Soli, bleibt ansonsten aber wie erwartet &bdquo;unkritisch&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Armut<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Statistik f&uuml;r Deutschland und Europa: Die Vermessung der Armut<\/strong><br>\nKein Geld f&uuml;r Kleidung und eine vollwertige Mahlzeit? Neue Daten zeichnen ein detailliertes Bild der Armut in Deutschland und Europa. Sie belegen, dass auch hierzulande Menschen mit wenig Einkommen Not leiden.<br>\nArm sein in Europa &ndash; was hei&szlig;t das &uuml;berhaupt? Muss jemand, der in Deutschland als arm gilt, tats&auml;chlich ein Leben in Entbehrung f&uuml;hren? Oder geht es ihm sogar besser als jemandem, der zum Beispiel in Rum&auml;nien nicht als arm gilt? Und kommt umgekehrt ein als arm geltender Schweizer im Alltag besser &uuml;ber die Runden als ein nicht-armer Deutscher?<br>\nDie amtlichen EU-Statistiker haben die neuesten Armutsdaten vorgelegt &ndash; und zwar eine gewaltige Menge. Das ist von hohem Wert: Denn Armut ist ein komplexes Ph&auml;nomen, das nicht auf eine einzige Kennzahl reduziert werden kann, wie es (zu) h&auml;ufig geschieht. Die Rede ist von der Armutsrisikoquote, die Armut allein am Einkommen misst: F&uuml;r sie gilt als arm, wer weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens hat &ndash; und zwar im jeweiligen Land.<br>\nSelbstverst&auml;ndlich weisen die EU-Daten auch diese Einkommensarmut aus &ndash; aber dar&uuml;ber hinaus wurden Zehntausende B&uuml;rger in allen L&auml;ndern zu zahlreichen konkreten Lebensumst&auml;nden befragt: K&ouml;nnen Sie sich ein Auto leisten? Ihre Wohnung ausreichend heizen? In den Urlaub fahren? Abgetragene Kleidung ersetzen? Mit Freunden ausgehen? Zumindest jeden zweiten Tag eine vollwertige Mahlzeit essen? Das sind nur einige von vielen Fragen.<br>\nAus dieser F&uuml;lle einzelner Daten ergibt sich ein genaueres Bild der relativen Armut und des absoluten Mangels in einzelnen Staaten &ndash; und im Vergleich der L&auml;nder untereinander. Zudem ist es m&ouml;glich, Trends zu beobachten, weil die EU die Armutsdaten bereits seit 2005 erhebt. (Die Datenbank der EU-Statistikbeh&ouml;rde finden Sie hier &ndash; die Armutsdaten unter dem Thema &bdquo;Bev&ouml;lkerung und soziale Bedingungen&ldquo;.)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/armut-in-deutschland-und-europa-die-vermessung-von-not-und-mangel-a-1176890.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ein differenzierter Artikel, der das Ausma&szlig; der Armut in Deutschland und der EU beleuchtet und auf Bagatellisierung verzichtet; daf&uuml;r gro&szlig;es Lob. Aber die Faktenlage der Studie ist erschreckend: u.a. dass auch in Deutschland satte vier bis f&uuml;nf Prozent der Bev&ouml;lkerung absoluten Mangel leidet (z.B. bei Wohnung und\/oder Ern&auml;hrung) und &uuml;berhaupt 16 Prozent &bdquo;armutsgef&auml;hrdet&ldquo; (also &uuml;berwiegend relativ arm) sind; und das fast unglaubliche Ausma&szlig; an Armut in den s&uuml;dlichen und den baltischen Mitgliedern des &bdquo;Friedens- und Wohlstandsprojekts&ldquo; EU. Die Grafik &bdquo;Relative Armut &ndash; Unterschiede in Europa, aber klein&ldquo; zeigt sogar, dass Deutschland weit oben bei der Armutsquote steht, direkt nach den s&uuml;dlichen und &ouml;stlichen &bdquo;Krisenl&auml;ndern&ldquo; und schlimmer als in s&auml;mtlichen westeurop&auml;ischen Kernstaaten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Feuchte W&auml;nde, kalte Wohnung, kein Auto: Wie sich Einkommensarmut im Alltag auswirken kann<\/strong><br>\nMenschen, die armutsgef&auml;hrdet sind, leiden sp&uuml;rbar h&auml;ufiger unter gravierenden M&auml;ngeln in ihrem Alltag als die Gesamtbev&ouml;lkerung. Sie k&ouml;nnen beispielsweise seltener ausreichend heizen, haben &ouml;fter Feuchtigkeit in der Wohnung oder m&uuml;ssen auf ein Auto verzichten. Zu diesem Ergebnis kommt das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung, das neue Armutsdaten aus der EU-SILC-Erhebung des Europ&auml;ischen Statistikamts Eurostat ausgewertet hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/14_111517.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a><\/li>\n<li><strong>Obdachlose: Verdr&auml;ngungswettbewerb auf der Stra&szlig;e<\/strong><br>\nBerlin ist in Deutschland die Hauptstadt der Obdachlosen &ndash; und der Bahnhof Zoo ihr Haupttreffpunkt. Ein dr&auml;ngendes Problem: Sch&auml;tzungsweise 8.000 bis 10.000 Obdachlose leben in Berlin &ndash; Tendenz steigend. Und der Winter steht vor der T&uuml;r. (&hellip;) Vor sieben Jahren waren es erst 2000. Seit der EU-Osterweiterung kommen immer mehr Menschen aus Osteuropa nach Deutschland, suchen hier Arbeit und ein Auskommen und scheitern aus den unterschiedlichsten Gr&uuml;nden. (&hellip; ) F&uuml;r viele Osteurop&auml;er ist die Situation hier immer noch besser, als die in ihren Heimatl&auml;ndern. Sie seien nicht besser oder schlechter als andere, sagen die Mitarbeiter der Bahnhofsmission, aber bei den Deutschen Obdachlosen sind sie nicht besonders willkommen (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/obdachlose-verdraengungswettbewerb-auf-der-strasse.1773.de.html?dram:article_id=400025\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Auch hier wieder &ndash; die sch&auml;rfer werdende Konkurrenz ist am unteren Rand am h&auml;rtesten und wird dort am meisten ignoriert. <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/obdachlosigkeit-die-strasse-ist-eigentlich-das-ende.694.de.html?dram:article_id=400041\">Der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Stadtmission Hamburg meint dazu<\/a> in einem aktuellen Interview: &bdquo;Ich glaube, man macht nicht nur die Augen zu, sondern man will ein Exempel statuieren.&ldquo; <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Armutsbek&auml;mpfung muss endlich Schwerpunkt werden<\/strong><br>\n&bdquo;Es ist ein Skandal, dass in einem der reichsten L&auml;nder der Erde rund jeder f&uuml;nfte Mensch in Armut leben muss. Doch obwohl die Fakten schon seit Jahren bekannt sind, hat die scheidende Bundesregierung es vers&auml;umt, wirkungsvolle Ma&szlig;nahmen zur Armutsreduzierung zu ergreifen. Quer durch alle Bev&ouml;lkerungsteile zieht sich das Problem: Betroffen sind Erwerbst&auml;tige und Erwerbslose, Familien mit Kindern, Rentnerinnen und Rentner. F&uuml;r die neue Bundesregierung muss Armutsbek&auml;mpfung h&ouml;chste Priorit&auml;t haben. Sie muss sich daran messen lassen, ob es gelingt, m&ouml;glichst viele Menschen aus der Armutsfalle zu holen. Die Zeit der Unt&auml;tigkeit muss ein Ende haben&ldquo;, erkl&auml;rt Sabine Zimmermann, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, zu aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes zu Armut und sozialer Ausgrenzung. Zimmermann weiter:<br>\n&bdquo;Der Handlungsbedarf ist riesig. &sbquo;Arm trotz Arbeit&lsquo; darf es nicht l&auml;nger geben. Unter anderem muss der Mindestlohn auf zw&ouml;lf Euro erh&ouml;ht, Leiharbeit und sachgrundlose Befristungen m&uuml;ssen verboten werden. Die soziale Sicherung bei Erwerbslosigkeit muss gest&auml;rkt werden, insbesondere durch Abschaffung von Hartz IV und Einf&uuml;hrung einer sanktionsfreien Mindestsicherung, die tats&auml;chlich existenzsichernd ist. Die gesetzliche Rente muss durch Anhebung des Rentenniveaus auf mindestens 53 Prozent, Abschaffung der K&uuml;rzungsfaktoren und der Rente erst ab 67 sowie die Einf&uuml;hrung einer Solidarischen Mindestrente gest&auml;rkt werden, damit niemand im Alter in Armut leben muss.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/armutsbekaempfung-muss-endlich-schwerpunkt-werden\/\">die Linke im Bundestag<\/a><\/li>\n<li><strong>F&uuml;r mehr Gerechtigkeit: Wohngeld und Kindergeld reformieren<\/strong><br>\nGeringverdienende unterst&uuml;tzen und Kinderarmut bek&auml;mpfen<br>\nSchattenseiten im &ldquo;Wohlf&uuml;hl-Land&rdquo;: Im reichen Deutschland liegt die Armutsquote bei fast 20 Prozent, f&uuml;r viele Menschen wird Wohnen zum Luxus. Daran muss sich dringend etwas &auml;ndern &ndash; zum Beispiel durch schnelle und massive Investitionen in den sozialen Wohnungsbau und Reformen bei Wohn- und Kindergeld.<br>\nArmut in einem reichen Land<br>\nSteigende Besch&auml;ftigung, sinkende Arbeitslosigkeit &ndash; trotzdem gelten in Deutschland 16 Millionen Menschen als arm. Und obwohl immer mehr Alleinerziehende arbeiten, ist das Armutsrisiko in Ein-Eltern-Familen besonders hoch: Die H&auml;lfte aller Kinder in Armut lebt bei Alleinerziehenden, zu 90 Prozent M&uuml;tter.<br>\nOffenbar sind L&ouml;hne und Sozialleistungen heute h&auml;ufig zu niedrig, um wirksam vor Armut zu sch&uuml;tzen. In Mehrpersonenhaushalten k&ouml;nnen auch Mindest- und Tarifl&ouml;hne nicht immer sicherstellen, dass ein Haushaltseinkommen erreicht wird, das ein Leben unabh&auml;ngig von Hartz IV erm&ouml;glicht. Dazu kommt, dass der Kinderzuschlag nach geltendem Recht bei vielen Familien, die dringend Unterst&uuml;tzung brauchen, nicht ankommt &ndash; und dass das Wohnen in vielen St&auml;dten immer teurer wird.<br>\nReformvorschl&auml;ge des DGB<br>\nDer DGB fordert deshalb, kinderbezogene Leistungen und das Wohngeld grundlegend zu reformieren und zu verbessern. Das Ziel: Kein Haushalt mit einem Einkommen aus Vollzeit-Erwebst&auml;tigkeit soll Hartz IV beziehen m&uuml;ssen, nur weil er Kinder hat oder die Wohnkosten zu hoch sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++cb09dc78-c531-11e7-96c4-52540088cada\">DGB<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Hier k&ouml;nnen Sie die Vorschl&auml;ge des DGB nachlesen: Geringverdienende unterst&uuml;tzen, Kinderarmut &uuml;berwinden: DGB-Reformvorschl&auml;ge <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++a2f69dac-c554-11e7-a566-52540088cada\">f&uuml;r ein verbessertes Kindergeld und Wohngeld<\/a>. <\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Armutsbek&auml;mpfung: Gewerkschaftsbund fordert mehr Kinder- und Wohngeld<\/strong><br>\nDie Gespr&auml;che zwischen den Parteien zur Bildung einer m&ouml;glichen Jamaika-Koalition gestalten sich schwierig &ndash; nun versuchen die Gewerkschaften, mit eigenen Ideen den Fortgang der Sondierungen zu beeinflussen. Um die nach wie vor weit verbreitete Armut im Land wirkungsvoll zu bek&auml;mpfen, m&uuml;ssten die Leistungen f&uuml;r Familien mit Kindern und das Wohngeld grundlegend reformiert werden, hei&szlig;t es in einem Positionspapier des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB), das am Donnerstag ver&ouml;ffentlicht werden soll und dieser Zeitung bereits vorliegt.<br>\n&bdquo;Ein h&ouml;heres Kindergeld f&uuml;r Geringverdiener erm&ouml;glicht mehr soziale Teilhabe und kann vielfach den Gang zum Jobcenter vermeiden helfen&ldquo;, sagte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach. Ihr Vorstandskollege Stefan K&ouml;rzell erg&auml;nzte, die k&uuml;nftige Bundesregierung und die L&auml;nder m&uuml;ssten schnell und massiv in den sozialen Wohnungsbau investieren und die Mietpreisbremse versch&auml;rfen. Bis die Wohnungsnot behoben ist, sollte ein verbessertes Wohngeld bezahlt werden, damit mehr Menschen eine bezahlbare Wohnung finden k&ouml;nnen. (&hellip;)<br>\nIn Bezug auf das Wohngeld fordert der DGB, die Anrechnung von Erwerbseinkommen zu entsch&auml;rfen: Zus&auml;tzlich zum bestehenden pauschalen Abzug der Werbungskosten von 1.000 Euro pro Jahr sollte analog zu den Hartz-IV-Regeln ein Freibetrag f&uuml;r Erwerbst&auml;tige von 2.600 Euro eingef&uuml;hrt werden. Dies werde dazu f&uuml;hren, dass der Anspruch auf Wohngeld im Vergleich zum geltenden Recht erst sp&auml;ter erlischt und zus&auml;tzliche Haushalte Anspruch auf Wohngeld erhalten. &bdquo;Bei bereit bestehenden Anspr&uuml;chen auf Wohngeld f&uuml;hrt die geringere Anrechnung von Erwerbseinkommen dazu, dass ein h&ouml;herer Wohngeldbetrag ausgezahlt wird&ldquo;, schreibt der DGB.<br>\nDie j&auml;hrlichen Mehrausgaben aufgrund der Reformvorschl&auml;ge beziffern die Gewerkschaften auf 3,7 Milliarden Euro. Die Vorschl&auml;ge seien somit zielgenauer und g&uuml;nstiger als die von der Union geforderte Erh&ouml;hung des Kindergeldes um 25 Euro sowie eine entsprechende Anhebung der Kinderfreibetr&auml;ge. In diesem Fall w&uuml;rden zus&auml;tzliche Kosten in H&ouml;he von sechs Milliarden Euro entstehen, hei&szlig;t es in dem Papier.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft\/armutsbekaempfung-gewerkschaftsbund-fordert-mehr-kinder--und-wohngeld-28812958\">Berliner Zeitung<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Himmelschreiender Widerspruch bei Tagesschau.de<\/strong><br>\n<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/171109-hdt-01.jpg\" rel=\"fancybox\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/171109-hdt-01-small.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><br>\nQuelle: Screenshot\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.B.:<\/strong> Man muss den Eindruck bekommen, die zust&auml;ndigen Redakteure wissen gar nicht, was &bdquo;Aufkl&auml;rungsauftrag&ldquo; bedeutet, sonst M&Uuml;SSTEN sie doch merken, dass entweder mit ihren Meldungen\/Recherchen\/Nachrichten, oder im Wirtschaftssystem etwas nicht stimmt. M&ouml;gen die Redakteure doch einmal erkl&auml;ren: Wie, bitte, passt zusammen, dass die Wirtschaft &bdquo;&uuml;berhitzt&ldquo; und gleichzeitig jeder F&uuml;nfte in diesem vor vieler Arbeit &uuml;berhitzenden Land von Armut bedroht sei? Liegt es an den Leuten &ndash; was macht denn &bdquo;jeder F&uuml;nfte&ldquo; demnach falsch?<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Neue Zahlen: Weniger arme Menschen in Deutschland<\/strong><br>\nKnapp 4 Prozent der Bev&ouml;lkerung leben in armen Verh&auml;ltnissen &ndash; eine halbe Million weniger Menschen als im Vorjahr. Trotzdem liegt Deutschland nur leicht unter dem EU-Durchschnitt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/arm-und-reich\/weniger-arme-menschen-in-deutschland-15283317.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers R.B.:<\/strong> FAZ at it&rsquo;s best. Bitte gehen sie weiter, es gibt hier keine Armut zu sehen, alles ist super, uns geht es gut.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Paradise Papers<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Der lange Weg zur Konzernsteuertransparenz<\/strong><br>\nDie neuen Erkenntnisse aus den Paradise Papers zum Fall Apple zeigen beispielhaft, wie multinationale Konzerne heute noch immer aggressiv Steuern minimieren und sich trotzdem stolz als gr&ouml;&szlig;te Steuerzahler bezeichnen k&ouml;nnen. (&hellip;) Apple sagt in Antwort auf die Paradise Papers auch, sie h&auml;tten in Irland (wo die F&auml;den des europ&auml;ischen Gesch&auml;fts zusammenlaufen) von 2014 bis 2016 immerhin &euro; 1,5 Milliarden und damit 7% des dortigen K&ouml;rperschaftssteueraufkommens gezahlt. Das ist laut Apple mehr als vor dem Urteil der EU. In Deutschland macht Apple einen Umsatz von mehreren Milliarden und zahlt nur wenige Millionen Steuern &ndash; ebenfalls angeblich ganz legal, weil der Gewinn aus dem Verkauf wohl in Irland verbucht und dank einer 2014 eilig beschlossenen Ausnahmeregel anscheinend bis 2020 in Jersey besteuert wird &ndash; sehr wahrscheinlich mit dem dortigen Steuersatz von 0%. Die Zahlen, um diese Vermutungen letztg&uuml;ltig zu &uuml;berpr&uuml;fen muss Apple bis jetzt nicht ver&ouml;ffentlichen. Das k&ouml;nnte sich &auml;ndern, wenn Deutschland im Europ&auml;ischen Finanzministerrat endlich seine Blockade aufgeben w&uuml;rde. Denn wenn der Vorschlag des Europaparlaments zur l&auml;nderbezogenen Berichterstattung in den anstehenden Trilogverhandlungen bei der Mehrheit der europ&auml;ischen Finanzminister verabschiedet w&uuml;rde, m&uuml;sste Apple f&uuml;r jedes europ&auml;ische Land offenlegen, wie viel Umsatz, Gewinn und Steuern dort gebucht werden und wie viel Angestellte und Kapital sich im jeweiligen Land befinden. (&hellip;) Und vielleicht w&auml;re dann der Druck endlich gro&szlig; genug f&uuml;r eine echte internationale Reform der Unternehmensbesteuerung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/steuergerechtigkeit.blogspot.de\/2017\/11\/der-lange-weg-zur-konzernsteuertranspar.html\">Blog Steuergerechtigkeit<\/a>\n<p><strong>dazu: Steuertricks von Apple &amp; Co stoppen<\/strong><br>\n(Super)Reiche und Konzerne dr&uuml;cken ihre Steuern auf fast Null Prozent. Konzerne verschieben Gewinne &uuml;ber L&auml;ndergrenzen wie Amazon-Pakete. Dabei gr&uuml;nden Konzerne wie Apple oder Nike Briefkastenfirmen mit h&auml;ufig nur einem Anrufbeantworter und f&uuml;hren an diese Zinsen f&uuml;r fiktive Kredite oder Lizenzgeb&uuml;hren auf die Markenrechte ab. In Deutschland werden dann zum Beispiel diese Zinsen von der Steuer abgezogen. In einer Steueroase wie Luxemburg, in der die Briefkastenfirma sitzt werden die Zinsen zu Dividenden erkl&auml;rt, die dort unversteuert bleiben. Eigentlich skandal&ouml;s, aber: Konzerne sind sogar gegen&uuml;ber ihren Aktion&auml;ren verpflichtet, legale Schlupfl&ouml;cher zu nutzen, die die Politik ihnen bietet.<br>\nDabei wird die gro&szlig;e Mehrheit der Bev&ouml;lkerung doppelt enteignet. Denn die Konzentration von Verm&ouml;gen und die wachsenden Unternehmensgewinne wurden dadurch erzielt, dass die L&ouml;hne in den letzten Jahren hinter dem Wachstum der Wirtschaft zur&uuml;ck blieben. Und nun machen sich die Oligarchen auch noch einen schlanken Fu&szlig;. Die ungleiche Verteilung f&ouml;rdert Beschaffungskriminalit&auml;t der Finanzelite und zerst&ouml;rt die Demokratie. Denn Geld schafft auch Einfluss auf Gesetze. Stichwort: Parteispenden von Unternehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fabio-de-masi.de\/de\/article\/1762.paradise-papers-steuertricks-von-apple-co-stoppen.html\">Fabio De Masi<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Wie diese Steuerflucht beendet werden k&ouml;nnte<\/strong><br>\nDer Skandal um Steuerflucht w&auml;re beendet, wenn alle Banken, die Gesch&auml;fte mit Off-Shore-Firmen t&auml;tigen, ihre Banklizenz im Euroraum verl&ouml;ren. [&hellip;]<br>\nMit diesem System der Schattenfinanz werden rund um die Erde Verm&ouml;gen und deren Ertr&auml;ge im Wert von mindestens 20 Billionen Dollar der Steuerpflicht entzogen. Das kostet, vorsichtig gerechnet, die Staatskassen der Welt 300 Milliarden Euro an Einnahmen im Jahr, doppelt so viel wie alle Zahlungen f&uuml;r Entwicklungshilfe zusammen.<br>\nJa, das ist emp&ouml;rend. Doch es ist keineswegs &uuml;berraschend. Nur die Namen und Details sind neu. Aber die Methoden sind seit Jahrzehnten bekannt. So wichtig diese Enth&uuml;llungen sein m&ouml;gen, so deprimierend sind sie daher auch. Die &bdquo;Paradise Papers&ldquo; dokumentieren nicht nur erneut die Verachtung, mit der die globale Wirtschaftselite den Gesellschaften begegnet, denen sie ihren Reichtum verdankt. Sie belegen auch die unertr&auml;gliche Kumpanei, mit der die demokratisch gew&auml;hlten Regierungen der Wohlstandsl&auml;nder des Westens dieser Verspottung des Gemeinwohls Vorschub leisten.<br>\nAblesbar ist das nicht zuletzt an den Dementis der beteiligten weltumspannenden Anwaltskanzleien und ihrer Kunden. Unisono k&uuml;nden sie, dass sie ihren gesetzlichen Pflichten nachgekommen sind, folglich nichts Unrechtes getan haben. Und genau das ist der eigentliche Skandal: Die milliardenschwere Steuervermeidung erfolgt gr&ouml;&szlig;tenteils ganz legal.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/paradise-papers-wie-diese-steuerflucht-beendet-werden-koennte\/20548616.html\">Harald Schumann im Tagesspiegel<\/a>\n<p><strong>dazu: Offenbarungseid der Politik<\/strong><br>\n&bdquo;Der Rubel rollt weiter und Konzerne, Reiche und M&auml;chtige dr&uuml;cken Steuern auf nahe Null. Das ist Staatsversagen, weil viele dieser Tricks legal sind&ldquo;, kommentiert Fabio de Masi, Abgeordneter der Fraktion DIE LINKE und fr&uuml;herer stellv. Vorsitzende des Panama Papers Untersuchungsausschuss des Europ&auml;ischen Parlaments, die &bdquo;Paradise Papers&ldquo; des Konsortium investigativer Journalisten. De Masi weiter: &bdquo;Weder die Methoden noch die Namen &uuml;berraschen. Vom Genossen der Bosse, Altkanzler Gerhard Schr&ouml;der, bis zu Facebook, Nike oder Uber &ndash; sie alle schieben Geld &uuml;ber fiktive Versicherungspr&auml;mien, Kredite oder Lizenzgeb&uuml;hren in Schattenfinanzpl&auml;tze. Es gibt keine Ausreden mehr. Eine k&uuml;nftige Regierung muss liefern: Wir brauchen bereits an der Quelle in Deutschland Strafsteuern auf Finanzfl&uuml;sse in Steueroasen sowie ein &ouml;ffentliches Register der wahren Eigent&uuml;mer von Briefkastenfirmen und Stiftungen sowie den Entzug der Gesch&auml;ftslizenz bei Beihilfe zu schwerer Steuerhinterziehung durch Banken, Anw&auml;lte und Wirtschaftspr&uuml;fer. Die &sbquo;Jamaika&lsquo;-Parteien sch&uuml;tzen bislang karibische Gesch&auml;ftsmodelle und die Reichen und M&auml;chtigen. Die Absage an eine Verm&ouml;genssteuer und eine realistische sowie verfassungsfeste Erbschaftssteuer f&uuml;r Million&auml;re ist angesichts der Verm&ouml;genskonzentration kriminell.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/paradise-papers-offenbarungseid-der-politik\/\">Die Linke. im Bundestag<\/a><\/p>\n<p><strong>und: &bdquo;Jamaika&ldquo; will europ&auml;ischen Steuerwettbewerb forcieren<\/strong><br>\n&bdquo;Die Idee einer europ&auml;ischen Gesamtkonzernsteuer ist sinnvoll, k&ouml;nnte sich in der Praxis aber zum trojanischen Pferd entwickeln. Die FDP strebt einen h&auml;rteren europ&auml;ischen Wettbewerb bei den Steuers&auml;tzen an, der nur dem Steuerkartell von Apple, Nike &amp; Co. nutzen w&uuml;rde&ldquo;, kommentiert der Bundestagsabgeordnete und fr&uuml;here stellvertretende Vorsitzende des Panama Papers Untersuchungsausschusses im Europ&auml;ischen Parlament Fabio De Masi (DIE LINKE) entsprechende &Auml;u&szlig;erungen seines fr&uuml;heren Ausschusskollegen und jetzigen &bdquo;Jamaika&ldquo;-Unterh&auml;ndlers Michael Theurer (FDP) zur Steuerharmonisierung in der EU. De Masi weiter:<br>\n&bdquo;Die Gewinne von Konzernen auf EU-Ebene zu ermitteln und sie dann entsprechend der realen &ouml;konomischen Aktivit&auml;t auf die Mitgliedstaaten zu verteilen, w&auml;re vern&uuml;nftig. Denn dann w&auml;re es egal, ob Konzerne ihre Gewinne &uuml;ber fiktive Zinsen, Lizenzgeb&uuml;hren oder Versicherungspr&auml;mien in Briefkastenfirmen in Luxemburg oder den Niederlanden verschieben. Ebenso sinnvoll w&auml;re es, durch eine Quellenbesteuerung den unversteuerten Abfluss von Gewinnen aus der EU einzuschr&auml;nken. Sowohl die EU-Kommission als auch die FDP streben aber mehr Wettbewerb bei den Steuers&auml;tzen an. Das Steuerdumping der Konzerne w&auml;re dann zwar transparenter, aber auch aggressiver.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/paradise-papers-jamaika-will-europaeischen-steuerwettbewerb-forcieren\/\">die Linke im Bundestag<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>The inside story of the Saudi night of long knives<\/strong><br>\nPrinces, ministers and a billionaire are &sbquo;imprisoned&lsquo; in the Riyadh Ritz-Carlton while the Saudi Arabian Army is said to be in an uproar<br>\nThe House of Saud&rsquo;s King Salman devises an high-powered &ldquo;anti-corruption&rdquo; commission and appoints his son, Crown Prince Mohammad Bin Salman, a.k.a. MBS, as chairman.<br>\nRight on cue, the commission detains 11 House of Saud princes, four current ministers and dozens of former princes\/cabinet secretaries &ndash; all charged with corruption. Hefty bank accounts are frozen, private jets are grounded. The high-profile accused lot is &ldquo;jailed&rdquo; at the Riyadh Ritz-Carlton.<br>\nWar breaks out within the House of Saud, as Asia Times had anticipated back in July. Rumors have been swirling for months about a coup against MBS in the making. Instead, what just happened is yet another MBS pre-emptive coup.<br>\nA top Middle East business\/investment source who has been doing deals for decades with the opaque House of Saud offers much-needed perspective: &ldquo;This is more serious than it appears. The arrest of the two sons of previous King Abdullah, Princes Miteb and Turki, was a fatal mistake. This now endangers the King himself. It was only the regard for the King that protected MBS. There are many left in the army against MBS and they are enraged at the arrest of their commanders.&rdquo;<br>\nTo say the Saudi Arabian Army is in uproar is an understatement. &ldquo;He&rsquo;d have to arrest the whole army before he could feel secure.&rdquo;<br>\nPrince Miteb until recently was a serious contender to the Saudi throne. But the highest profile among the detainees belongs to billionaire Prince al-Waleed Bin Talal, owner of Kingdom Holdings, major shareholder in Twitter, CitiBank, Four Seasons, Lyft and, until recently, Rupert Murdoch&rsquo;s Newscorp.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.atimes.com\/article\/inside-story-saudi-night-long-knives\/\">Asia Times<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Billionaire prince detained in Saudi corruption probe<\/strong><br>\nPrince Alwaleed bin Talal, 10 other princes, four current ministers and dozens of former ministers have been detained by the anti-corruption committee in purge against dissenters and opponents<br>\nWithin hours of a decree by the Saudi King Salman bin Abdulaziz on Saturday announcing the constitution of a new committee to combat corruption under the chairmanship of Crown Prince Mohammed bin Salman (MBS), an unprecedented purge of top establishment figures unfolded, signaling a pre-meditated political move against dissenters and opponents.<br>\nThe purge involves the sacking and\/or detention of dozens of princes, ministers and former ministers. Several senior ministers, including those in charge of the kingdom&rsquo;s National Guard, economy, and planning have been dismissed.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.atimes.com\/article\/billionaire-prince-detained-saudi-corruption-probe\/\">Asia Times<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Und zeitgleich tritt Libanons Ministerpr&auml;sident Saad Hariri zur&uuml;ck, was die Falken in der saudischen Regierung von einer &bdquo;libanesischen Kriegserkl&auml;rung&ldquo; reden l&auml;sst. Merkw&uuml;rdig nur, dass Hariri seinen &bdquo;R&uuml;cktritt&ldquo; mitten auf einer Auslandsreise im saudischen Riad erkl&auml;rte und dabei &ndash; einigen Experten zufolge &ndash; einen offenbar von den Saudis vorbereiteten Text verlas und nun in Riad festgehalten wird. Kann es sein, dass die Saudis im Libanon einen neuen Stellvertreterkrieg gegen den gro&szlig;en Konkurrenten Iran vom Zaun brechen wollen, um von ihren inneren Problemen abzulenken? Kann es sein, dass man daf&uuml;r einen ausl&auml;ndischen Staatschef festh&auml;lt und zur Abdankung zwingt? Noch erstaunlicher ist, dass man in den deutschen Medien nur sehr wenig zu den Vorkommnissen berichtet. <\/em><\/p>\n<p><strong>und: Der externalisierte saudische B&uuml;rgerkrieg auf Tagesschau.de<\/strong><br>\nDie Vorg&auml;nge, die sich in Saudi Arabien am ersten Wochenende des November 2017 ereignet haben, sind spektakul&auml;r und eine drastische Eskalation des Konflikts zwischen der Golfmonarchie und dem Iran. Die Festnahme von &bdquo;elf Prinzen und Dutzende[n] fr&uuml;here[n] Regierungsminister[n]&ldquo;, darunter Prinz Alwalid bin Talal, dem &bdquo;reichsten Menschen der Arabischen Welt&ldquo;, wird jedoch von der Tagesschau als Kampf &bdquo;gegen die Korruption im Land&ldquo; dargestellt und ein Interview mit einem nicht n&auml;her genannten &bdquo;Passanten&ldquo; soll die Unterst&uuml;tzung der Bev&ouml;lkerung f&uuml;r diese Ma&szlig;nahmen suggerieren. (&hellip;) Alles in allem wird das, was in anderen L&auml;ndern als S&auml;uberungswelle &ndash; wohlgemerkt: innerhalb der Elite &ndash; bezeichnet w&uuml;rde, in den Kontext eines &bdquo;Modernisierungskurses&ldquo; und der &bdquo;Vision 2030&ldquo; gestellt. (&hellip;) S&auml;uberungen (&hellip;) k&ouml;nnen nicht losgel&ouml;st von kriegerischen Konflikten in der Nachbarschaft verstanden werden, wie es die ARD-Nachrichtenredaktion versucht. Saudi Arabien externalisiert seine Konflikte, was im Jemen zur Katastrophe f&uuml;hrt und einen Krieg mit dem Iran immer wahrscheinlicher macht. Offenbar hat es dabei gro&szlig;en R&uuml;ckhalt aus den USA &ndash; und von der ARD.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2017\/11\/07\/der-externalisierte-saudische-buergerkrieg-auf-tagesschau-de\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Nato bekommt neue Kommandostruktur<\/strong><br>\nDie Nato verst&auml;rkt erstmals seit dem Ende des Kalten Krieges wieder ihre Kommandostruktur. Die Verteidigungsminister der Allianz h&auml;tten sich bei einem Treffen in Br&uuml;ssel auf den Aufbau von zwei neuen Planungs- und F&uuml;hrungszentren geeinigt, teilte das B&uuml;ndnis mit. Zuvor hatte bereits der Nordatlantikrat, das wichtigste Entscheidungsgremium der Nato, den Ausbau beschlossen.<br>\nEines der neuen Kommandozentren soll die schnellere Verlegung von Truppen innerhalb Europas verantworten. Das zweite soll Marineeins&auml;tze im Atlantik steuern k&ouml;nnen, um im Kriegsfall den Seeweg zwischen den USA und Europa freizuhalten.<br>\nDie Pl&auml;ne sind eine Reaktion auf die vor allem von den &ouml;stlichen Nato-Staaten als aggressiv wahrgenommene Politik Russlands, unter anderem in der Ukraine. Viele Nato-Staaten diskutieren derzeit auch neue R&uuml;stungsprojekte &ndash; die Bundeswehr aktuell &uuml;ber einen Nachfolger f&uuml;r die alternden &ldquo;Tornado&rdquo;-Kampfjets. (&hellip;)<br>\nDie neuen Strukturen gelten als Teil einer Kehrtwende. Nach dem Ende des Kalten Krieges hatte die Nato ihre teure Abschreckungspolitik zun&auml;chst zur&uuml;ckgefahren, die Kommandostrukturen wurden eingestampft &ndash; von einst 33 Kommandozentren sind laut Nato nur noch sieben &uuml;brig. Die Personalst&auml;rke sank von 22.000 auf 6800. (&hellip;)<br>\nNun jedoch m&uuml;sse die Struktur angepasst werden, damit das Verteidigungsb&uuml;ndnis &ldquo;robust, wendig und voll einsatztauglich&rdquo; bleibe, sagte Nato-Generalsekret&auml;r Jens Stoltenberg. &ldquo;Milit&auml;rische Mobilit&auml;t ist der Schl&uuml;ssel zu Abschreckung und Verteidigung.&rdquo;<br>\nMehrere Tausend Nato-Soldaten wurden zwar bereits im Baltikum und in Polen stationiert. Doch erschweren zahlreiche f&uuml;r Panzertransporte ungeeignete Stra&szlig;en, Br&uuml;cken und Gleiswege derzeit schnelle Truppenverlegungen nach Osteuropa. Die Nato fordert deswegen auch von der EU und der Privatwirtschaft eine st&auml;rkere Beteiligung an der Abschreckung. Parallel dazu hat die Bundeswehr in einer geheimen Studie aber auch ein politisches Szenario entwickelt, falls der Westen zerf&auml;llt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/nato-minister-stimmen-fuer-neue-kommandozentren-a-1177108.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Auch diese Ma&szlig;nahmen d&uuml;rften die Sorgen vieler Menschen vergr&ouml;&szlig;ern: Soll ein Krieg vorbereitet werden?<\/em><\/p>\n<p><em>Bitte lesen Sie dazu erneut u.a.: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40880\">Wolfgang Bittner: &bdquo;Deutschland w&uuml;rde bei der Ausweitung eines solchen Krieges in Schutt und Asche fallen&ldquo;<\/a>  und <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35161\">&bdquo;Wir m&uuml;ssen wieder lernen, den totalen Krieg zu f&uuml;hren&ldquo;<\/a>. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>US Special-Operations Forces Have Quietly Moved Onto the Russian Border<\/strong><br>\nThe percentage of special operators deployed to Europe quadrupled last year. (&hellip;) In passing, SOCOM&rsquo;s Thomas also mentioned the presence of other forces, troops that he readily admitted the public might not be aware of. Those soldiers were &ndash; just as he feared of the Russian troops involved in Zapad &ndash; not going anywhere. And it wasn&rsquo;t just a matter of speculation. After all, they wear the same uniform he does. For the past two years, the United States has maintained a special-operations contingent in almost every nation on Russia&rsquo;s western border. &ldquo;[W]e&rsquo;ve had persistent presence in every country&mdash;every NATO country and others on the border with Russia doing phenomenal things with our allies, helping them prepare for their threats,&rdquo; said Thomas, mentioning the Baltics as well as Romania, Poland, Ukraine, and Georgia by name.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.thenation.com\/article\/us-special-operations-forces-have-quietly-moved-onto-the-russian-border\/\">The Nation<\/a>\n<p><strong>dazu: Am diesj&auml;hrigen Atomkriegsman&ouml;ver der NATO sind auch Tschechien und Polen beteiligt<\/strong><br>\nWie verlautet, hat die NATO unbemerkt von der &Ouml;ffentlichkeit ihr j&auml;hrlich in Europa durchgef&uuml;hrtes Man&ouml;ver Steadfast Noon http:\/\/augengeradeaus.net\/2017\/10\/exercise-watch-steadfast-noon-atomkriegsuebung-auch-in-deutschland\/ gestartet, bei dem der Atomkrieg in Europa ge&uuml;bt wird. Dabei probt die NATO Atomangriffe mit Dual Capable Aircraft \/ DCA (f&uuml;r Luftangriffe mit konventionellen und atomaren Waffen geeigneten Flugzeugen) und den auf verschiedenen Flugpl&auml;tzen in Europa eingelagerten taktischen US-Atombomben des Typs B-61 (dieses Jahr u.a. in B&uuml;chel).<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.ialana.de\/arbeitsfelder\/abc-waffen\/atomwaffen-sperrvertrag\/atomsperrvertrag\/nukleare-teilhabe\/2079-am-diesjaehrigen-atomkriegsmanoever-der-nato-sind-auch-tschechien-und-polen-beteiligt\">IALANA<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.wsj.com\/articles\/nato-launches-its-main-nuclear-drill-showcasing-its-defenses-1508155670\">Wall Street Journal<\/a><\/p>\n<p><strong>passend auch: &bdquo;Die Basis ist komplett kaputt&ldquo;<\/strong><br>\nEin desastr&ouml;ses Zeugnis stellt die TV- Journalistin Gabriele Krone-Schmalz dem Verh&auml;ltnis Europas zu Russland aus &ndash; auch wegen der Arbeit ihrer Kollegen. Stattdessen wirbt sie f&uuml;r einen &bdquo;Wandel durch Ann&auml;herung&ldquo;.<br>\nGerade war Bundespr&auml;sident Frank-Walter Steinmeier in Moskau bei Wladimir Putin, etwas, was sein Vorg&auml;nger in sechs Jahren nicht geschafft hat. Schmilzt nun das Eis ein wenig?<br>\nGabriele Krone-Schmalz: Zumindest ist das eine Chance. Es ist immer gut, miteinander zu reden. Das h&auml;tte ich &ndash; bei allem Respekt vor dem Amt des Bundespr&auml;sidenten &ndash; auch von Herrn Gauck erwartet, um das ganz deutlich zu sagen. [&hellip;]<br>\nWie sieht die russische Bev&ouml;lkerung heute die Beziehung?<br>\nKrone-Schmalz: Auch in Russland w&uuml;nscht sich die Mehrheit nat&uuml;rlich ein besseres Verh&auml;ltnis. Aber die Entt&auml;uschung sitzt tief dar&uuml;ber, dass russische Interessen &uuml;berhaupt nicht ernst genommen werden, und dass &bdquo;der Westen&ldquo; f&uuml;r alles, was auf der Welt schief l&auml;uft, Russland die Schuld gibt: von Syrien bis Doping. Und dann das st&auml;ndige &bdquo;Putin-Bashing&ldquo;. Es ist eine Illusion zu glauben, in Russland st&uuml;nde eine Mehrheit in den Startl&ouml;chern, um Putin loszuwerden, und warte nur auf westliche Unterst&uuml;tzung. Das Gegenteil ist der Fall. Und je st&auml;rker Putin angegriffen wird, umso mehr Menschen scharen sich hinter ihn, auch solche, die ihn kritisch sehen. Sinnvoll w&auml;re, endlich glaubhaft daran zu arbeiten, verspieltes Vertrauen wieder aufzubauen. [&hellip;]<br>\nPutin hat es in den USA jetzt mit Donald Trump zu tun. Wie gef&auml;hrlich ist diese Konstellation?<br>\nKrone-Schmalz: Diese Konstellation ist sehr gef&auml;hrlich, aber nicht etwa, weil Putin unberechenbar w&auml;re. Putin ist ein k&uuml;hl kalkulierender Stratege und von daher durchaus berechenbar. Was man von Donald Trump nicht sagen kann. Wer aber meint, mit einer Pr&auml;sidentin Hillary Clinton w&auml;re alles gut, der ist auf dem Holzweg. Von Frau Clinton wei&szlig; man definitiv, dass sie mit Blick auf Russland Konfrontation vorzieht. Bei Trump sah es eine Weile anders aus, weil er v&ouml;llig zu Recht sagte, ein gutes amerikanisch-russisches Verh&auml;ltnis liege in amerikanischem Interesse.<br>\nEs wird ja immer wieder behauptet, dass Russland daran gedreht hat, dass Trump gew&auml;hlt werden konnte.<br>\nKrone-Schmalz: Was genau gelaufen ist, wei&szlig; man bis heute nicht. Denkbar ist vieles, aber man muss aufpassen, dass man Probleme in der eigenen Gesellschaft nicht immer auf subversive Machenschaften Moskaus zur&uuml;ckf&uuml;hrt. Damit verbaut man sich den Blick auf tats&auml;chlich vorhandene Probleme, f&uuml;r die man L&ouml;sungen im Inneren finden muss, weil sie in der eigenen Gesellschaft begr&uuml;ndet sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/plus.pnp.de\/ueberregional\/politik\/2714772_Die-Basis-ist-komplett-kaputt.html?\">Passauer Neue Presse<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Ein interessantes Interview erschien in der Passauer Neuen Presse und leider nicht in der S&uuml;ddeutschen Zeitung.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzender Hinweis:<\/strong> Um das vollst&auml;ndige Interview lesen zu k&ouml;nnen, ist eine kostenlose Registrierung erforderlich. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Klimaschutz als Marketingstrategie<\/strong><br>\nDie Bundesregierung nutzt die UN-Klimakonferenz in Bonn, um Deutschland international als angeblichen Vorreiter beim Klimaschutz zu pr&auml;sentieren. Berlin zahle bereits &bdquo;Milliarden f&uuml;rs Klima&ldquo;, hei&szlig;t es; jetzt k&auml;men neue milliardenschwere Zusagen hinzu. Tats&auml;chlich flankieren die &ouml;kologische Rhetorik Berlins und die beschr&auml;nkten deutschen &Ouml;ko-Initiativen vor allem konkrete geostrategische und wirtschaftspolitische Pl&auml;ne der Bundesregierung wie auch der deutschen Exportwirtschaft. Die &ouml;ffentliche Inszenierung der Bundesrepublik als angeblich f&uuml;hrende Kraft beim Klimaschutz kontrastiert hingegen mit der deutschen Politik der j&uuml;ngeren Vergangenheit, die wirksame &ouml;kologische Ma&szlig;nahmen sogar verhinderte. So unterband Berlin etwa die Einf&uuml;hrung m&uuml;hsam ausgehandelter Emissionsgrenzen f&uuml;r Kraftfahrzeuge; der deutsche CO2-Aussto&szlig; schrumpft nicht mehr, sondern nimmt sogar wieder zu. In Medienberichten wird Bundeskanzlerin Angela Merkel als &bdquo;&Ouml;kovandalin&ldquo; bezeichnet, der es lediglich um ein &bdquo;sauberes&ldquo; Image zu tun sei.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7441\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><strong>dazu: Berlin will deutsche Autoindustrie sch&uuml;tzen<\/strong><br>\nAm Mittwoch werden die EU-Kommissare &uuml;ber einen Kompromiss befinden, den ihre Kabinettschefs diese Woche ausgehandelt haben. (&hellip;) In den vergangenen Wochen hatte sich eine wahre Lobbyschlacht um das Klimaschutzprojekt entwickelt. Matthias Wissmann etwa, Pr&auml;sident des Verbands der Automobilindustrie (VDA), intervenierte direkt bei Kommissionspr&auml;sident Jean-Claude Juncker. Nach Informationen des SPIEGEL konnte sich der Autolobbyist aber nicht auf ganzer Linie durchsetzen. (&hellip;) Die Bundesregierung hatte in den vergangenen Wochen gleich mehrfach bei der EU-Kommission interveniert. Die zust&auml;ndigen Ministerien standen in engem Kontakt mit dem deutschen EU-Kommissar G&uuml;nther Oettinger. Dem Vernehmen nach hat sich der CDU-Politiker, der offiziell f&uuml;r den EU-Haushalt zust&auml;ndig ist, bei seinen Kommissarskollegen daf&uuml;r eingesetzt, mehr R&uuml;cksicht auf die deutsche Autoindustrie zu nehmen. Auf den letzten Metern intervenierte jetzt auch Au&szlig;enminister Sigmar Gabriel in Br&uuml;ssel. In einem Brief an EU-Kommissionspr&auml;sident Jean-Claude Juncker, der dem SPIEGEL vorliegt, wirbt er daf&uuml;r, &bdquo;jedem Sektor gen&uuml;gend Freiraum zu lassen, um seinen Beitrag zum Klimaschutz umzusetzen&ldquo; und &bdquo;gleichzeitig daf&uuml;r Sorge zu tragen, dass wir die Wettbewerbs- und Innovationsf&auml;higkeit der EU im globalen Rahmen nicht gef&auml;hrden&ldquo;. Das gelte, so Gabriel, insbesondere f&uuml;r die deutsche Automobilindustrie. &bdquo;Mir ist es deshalb ein gro&szlig;es Anliegen, dass wir die Innovationskraft der Automobilindustrie nicht durch zu eng gestrickte EU-Gesetzgebung ersticken&ldquo;, so der SPD-Politiker.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/auto\/aktuell\/autoindustrie-berlin-bremst-co2-plan-der-eu-kommission-a-1176859.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><strong>und: Der n&auml;chste Software-Trick der Autohersteller <\/strong><br>\nDas neue Pr&uuml;fverfahren WLTP soll bei Autos f&uuml;r realistischere Verbrauchsangaben sorgen. Doch die Hersteller werden damit keineswegs gezwungen, sparsamere Pkw zu bauen. Es gibt n&auml;mlich einen Rechentrick. [&hellip;]<br>\nEine solche Anpassung finde auch tats&auml;chlich statt, so Mock. Ein Softwareprogramm namens &ldquo;CO2-MPAS&rdquo; werde dazu benutzt. Allerdings komme das Programm zu einem f&uuml;r die Autoindustrie weitaus gro&szlig;z&uuml;gigerem Ergebnis: &ldquo;Der Umrechnungsfaktor gestattet den Herstellern durchschnittlich 15 oder 20 Prozent h&ouml;here Emissionen&rdquo;.<br>\nIm Klartext: Durch die Umrechnung profitieren die Hersteller letztendlich vom dem strengeren Testverfahren WLTP. Laut Mock k&ouml;nnte nach der Anpassung ein Grenzwert von 119 CO2 g\/km statt 95 g\/km entstehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/auto\/aktuell\/neuer-abgastest-wltp-so-werden-co2-emissionen-schoen-gerechnet-a-1176871.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Na das ging ja schnell. Erst vorgestern haben wir auf den NachDenkSeiten vor <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40970\">genau diesen Manipulationen gewarnt<\/a>. Interessant ist auch der Umstand, dass auch das neue Testverfahren trotzt &bdquo;Software-Trick&ldquo; noch 20 Prozent &uuml;ber dem realen Verbrauch und damit unter den realen Emissionen liegt. So rechnen sich die Hersteller ihre Umweltbilanz sch&ouml;n, aber der Umwelt ist damit kein Jota geholfen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Linke-Politikerin attackiert Gr&uuml;ne als Umfaller-Partei<\/strong><br>\nLinken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht wirft den Gr&uuml;nen vor, in den Vorgespr&auml;chen zu einer Koalition mit Union und FDP ihre sozialen Grundwerte &uuml;ber Bord zu werfen. Die Gr&uuml;nen machten den Liberalen einen fr&uuml;heren Titel streitig.<br>\nFrau Wagenknecht, CDU\/CSU, Gr&uuml;ne und FDP starten heute in die zweite H&auml;lfte der Sondierung. Wie lautet Ihr Fazit der ersten Halbzeit?<br>\nMan sp&uuml;rt, dass die Gr&uuml;nen unbedingt regieren wollen, die CSU Angst vor der Landtagswahl im n&auml;chsten Jahr hat und die FDP ihre neugewonnene St&auml;rke auszuspielen versucht. Niemand zeigt ein ausgepr&auml;gtes Interesse oder hat gar ein Konzept, die wirklichen Probleme des Landes anzugehen. Ich denke an die wachsende soziale Spaltung, unsichere Jobs, niedrige Renten, schlimme Zust&auml;nde in der Pflege.<br>\nWo sehen Sie die gr&ouml;&szlig;ten Gemeinsamkeiten bei den vier Parteien?<br>\nDie Politik orientiert sich bei allen an den Interessen einflussreicher Wirtschaftslobbys. Der Weg in den Raubtierkapitalismus angels&auml;chsischer Pr&auml;gung, den Deutschland seit den Agenda-Reformen eingeschlagen hat, wird von keiner der Parteien infrage gestellt. Die sozialen Interessen der Mehrheit werden wieder unter die R&auml;der kommen.<br>\nUnd wer wird am Ende die meisten Federn gelassen haben, wenn Jamaika kommt?<br>\nSo wie es aussieht: die Gr&uuml;nen. Fr&uuml;her hie&szlig; es, die FDP sei die Umfaller-Partei. Jetzt haben die Gr&uuml;nen gute Chancen, diesen Titel zu &uuml;bernehmen. Ihre Forderung nach einer Verm&ouml;genssteuer f&uuml;r Supereiche haben sie gleich in der ersten Verhandlungsrunde entsorgt. Es gab Zeiten, da spielten bei den Gr&uuml;nen soziale Aspekte und das Ziel einer friedlichen Au&szlig;enpolitik eine gro&szlig;e Rolle. Das ist alles weg. Selbst bei der Aufr&uuml;stung geht es ja nur noch um das &bdquo;wie viel&ldquo;. [&hellip;]<br>\nSPD-Vize Scholz fordert doch, den Mindestlohn auf 12 Euro anzuheben.<br>\nDas habe ich mit Freude vernommen. Das ist dringend notwendig, daher haben wir das schon l&auml;nger gefordert. Es w&auml;re allerdings besser gewesen, die SPD h&auml;tte diese Forderung eingebracht, solange sie daf&uuml;r im Bundestag eine Mehrheit hatte.<br>\nIst das vielleicht das erste Zeichen einer Runderneuerung der SPD?<br>\nDaran w&uuml;rde ich gern glauben. Doch wie sich die Sozialdemokraten personell aufstellen, kann von Erneuerung keine Rede sein. Und jetzt diskutieren sie allen Ernstes, ob es ein Fehler war, im Wahlkampf die soziale Gerechtigkeit zum Thema zu machen. Das Thema ist doch ur-sozialdemokratisch &ndash; nur fehlt der SPD die Glaubw&uuml;rdigkeit, solange sie Leiharbeit, unsichere Jobs und Rentenk&uuml;rzungen verteidigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dnn.de\/Nachrichten\/Politik\/Linke-Politikerin-attackiert-Gruene-als-Umfaller-Partei\">Dresdner Neueste Nachrichten<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Der amerikanische Traum<\/strong><br>\nManche nennen ihn Amerikas letzten Linksintellektuellen: Noam Chomsky. Der Linguist meldet sich immer wieder politisch zu Wort. In j&uuml;ngster Zeit hat er seine Stimme unter anderem gegen einen ungez&uuml;gelten Kapitalismus erhoben. In seinem neuen Buch &bdquo;Requiem f&uuml;r den Amerikanischen Traum&ldquo; warnt er vor der sozialen Ungleichheit in den USA.<br>\n&bdquo;Vom Tellerw&auml;scher zum Million&auml;r&ldquo; &ndash; &bdquo;From rags to riches&ldquo; &ndash; das ist die Kurzformel f&uuml;r den &bdquo;amerikanischen Traum.&ldquo; In seinem gerade auf Deutsch erschienen Buch hat Noam Chomsky ihn sich vorgenommen &ndash; in seiner Eigenschaft als Popstar der Kapitalismuskritik. Gleich zu Beginn wird deutlich: Chomsky stimmt eine Totenmesse an:<br>\n&bdquo;Ein wesentlicher Bestandteil des amerikanischen Traums ist die soziale Mobilit&auml;t: Auch wer arm geboren ist, kann es durch harte Arbeit zu Wohlstand bringen. Gemeint ist damit, dass jeder einen gut bezahlten Job finden, sich ein Haus und ein Auto leisten und seinen Kindern eine Ausbildung finanzieren kann [&hellip;] All das ist in sich zusammengebrochen.&ldquo;<br>\nChomsky hat die 1930er Jahre, die Zeit der &bdquo;Great Depression&ldquo;, noch als Kind erlebt. Anders als damals fehle heute allerdings der Glaube an kommende, bessere Zeiten, stellt der Autor in seiner Ausgangsanalyse fest. Unter der &Uuml;berschrift &bdquo;Requiem f&uuml;r den Amerikanischen Traum&ldquo; beschreibt Chomsky, wie sich in den USA Macht und Reichtum in den H&auml;nden weniger konzentriert haben.<br>\nDer selbst ernannte &bdquo;libert&auml;re Sozialist&ldquo; und &bdquo;Anarchist&ldquo; hat eine Kampfschrift gegen die soziale Ungleichheit und ein Loblied auf den politischen Aktivismus formuliert. Sein Hang zur ganz gro&szlig;en Draufsicht, den er als Linguist gepflegt hat, spiegelt sich strukturell auch in seinem Abgesang auf den Aufstiegsmythos wieder:<br>\n&bdquo;Schauen wir uns die amerikanische Gesellschaft einmal an. Stellen Sie sich vor, Sie w&uuml;rden sie vom Mars aus betrachten. Was sehen Sie?&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/der-amerikanische-traum-noam-chomsky-ueber-das-ende-der.1310.de.html?dram:article_id=399584\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Zu guter Letzt<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Mangelwirtschaft<\/strong><br>\n<div class=\"external-2click\" data-provider=\"X (Twitter)\" data-provider-slug=\"twitter\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Tweets werden Daten an X (ehemals Twitter) &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von X (Twitter) zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><blockquote class=\"external-2click-target twitter-tweet\" data-lang=\"de\">\n<p lang=\"de\" dir=\"ltr\">Mangelwirtschaft in der BRD: Vor einem Obstladen verharren eingez&auml;unte Westb&uuml;rger bei klirrender K&auml;lte, zur&uuml;ckgedr&auml;ngt von der \"Security\"! <a href=\"https:\/\/t.co\/QCEqHOYSaE\">pic.twitter.com\/QCEqHOYSaE<\/a><\/p>\n<p>&mdash; Erich Honecker (@DerWahreErich) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/DerWahreErich\/status\/926753860571373569?ref_src=twsrc%5Etfw\">4. November 2017<\/a><\/p><\/blockquote><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"twitter\">Inhalte von X (Twitter) nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div>\n<p><br>\nMangelwirtschaft in der BRD: Vor einem Obstladen verharren eingez&auml;unte Westb&uuml;rger bei klirrender K&auml;lte, zur&uuml;ckgedr&auml;ngt von der &ldquo;Security&rdquo;!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/twitter.com\/DerWahreErich\/status\/926753860571373569\">Erich Honecker via Twitter<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Die n&auml;rrische Woche des Neoliberalismus<\/strong><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/171110-hdt-01.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><br>\nUnser Gespr&auml;chskreis vergibt die &bdquo;Goldene Blendgranate 2017 &ndash; International&ldquo; an die US-Pr&auml;sidentin in spe a.D., Hillary Clinton f&uuml;r ihre Wahlkampfmanipulation im US-Pr&auml;sidentschaftswahlkampf 2016\/17. Hillary Clinton manipulierte ihren Vor-Wahlkampfsieg gegen Bernie Sanders. Und als sie anschlie&szlig;end gegen Trump verlor, lenkte sie die Aufmerksamkeit auf &bdquo;russische Hacker&ldquo;. Sie verdeckte damit ihre Chancenlosigkeit gegen Trump und ihren Betrug an ihrem Konkurrenten Bernie Sanders.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/nachdenken-in-hamburg.de\/aktionen\/die-naerrische-woche-des-neoliberalismus\/goldene-blendgranate-2017-international\/\">NachDenkSeiten Gespr&auml;chskreis Region Hamburg<\/a>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> Ab heute vergibt der Hamburger Leserkreis der NachDenkSeiten vier Satirepreise f&uuml;r neoliberale Propaganda in Politik und Medien. N&auml;here Informationen zu der Aktion <a href=\"https:\/\/nachdenken-in-hamburg.de\/aktionen\/die-naerrische-woche-des-neoliberalismus\/\">finden Sie hier<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. 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