{"id":4102,"date":"2009-07-31T09:48:02","date_gmt":"2009-07-31T07:48:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4102"},"modified":"2009-07-31T09:48:34","modified_gmt":"2009-07-31T07:48:34","slug":"hinweise-des-tages-944","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4102","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(MB\/WL)<\/p><p>Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p><ol>\n<li><a href=\"?p=4102#h01\">Zu den Arbeitsmarktdaten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4102#h02\">Bafin-Chef Sanio: &ldquo;Wir konnten die HRE nicht schlie&szlig;en<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4102#h03\">Experten kn&ouml;pfen sich Derivate vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4102#h04\">Der Jahrhundert-Kampf gegen Spekulanten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4102#h05\">Schwarzgr&uuml;n im Griff des Bankenchefs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4102#h06\">Robert von Heusinger: Wenn das Geld mehr wert wird<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4102#h07\">Wirtschaftsweiser Bofinger warnt vor Lohnverzicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4102#h08\">Gustav Horn: Legende von der Inflation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4102#h09\">Westerwelle fordert Erh&ouml;hung des Schonverm&ouml;gens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4102#h10\">Pensionskosten: Pleitewelle zehrt an Dax-Konzernen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4102#h11\">Justizopfer des Tages: Mannheimer M&uuml;llfirma<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4102#h12\">Heribert Prantl: Bundesverfassungsgericht Symphonie mit Pauken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4102#h13\">Dagmar wer?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4102#h14\">SPD: Kein Aufbruchsignal &ndash; nirgends (Niederungen der politischen Kultur)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4102#h15\">INSM r&auml;umt &bdquo;Fehler&ldquo; ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4102#h16\">Weltern&auml;hrungsprogramm: Wenig Hilfe f&uuml;r Arme<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4102#h17\">Zu guter Letzt: Einmal muss Schluss sein mit der Kritik<\/a><\/li>\n<\/ol><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4102&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Arbeitsagentur erwartet Entlassungsschub im Herbst<\/strong><br>\nDabei hilft vor allem die Kurzarbeit, die bislang einen rapiden Anstieg der Arbeitslosigkeit bremsen konnte: Nach BA-Sch&auml;tzungen arbeiten derzeit bis zu 1,4 Millionen Besch&auml;ftigte kurz.<br>\nDennoch blieb der Ausblick der BA d&uuml;ster. &ldquo;Es gibt eindeutig keine Euphorie im Arbeitsmarkt&rdquo;, sagte Weise. &ldquo;F&uuml;r den Arbeitsmarkt wird die Belastung ansteigen.&rdquo; Es werde im Herbst vermehrt Entlassungen geben in Firmen, die nach dem Ende der Kurzarbeit keine Auftragseing&auml;nge verbuchen k&ouml;nnten. Allerdings werde die Marke von vier Millionen Arbeitslosen voraussichtlich erst Anfang kommenden Jahres &uuml;berschritten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,639234,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em>Dazu: <\/em><\/p>\n<p><strong>Arbeitsmarkt &ndash; Potemkin in N&uuml;rnberg<\/strong><br>\nKeine Wirtschaftsstatistik wird in der deutschen &Ouml;ffentlichkeit so beachtet wie die Arbeitslosenzahlen. Und keine sagt derzeit so wenig &uuml;ber die tats&auml;chliche Wirtschaftslage aus. Selbst als Gradmesser f&uuml;r die politische Stimmung taugen die Zahlen aus N&uuml;rnberg kaum.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/kommentare\/:Kommentar-Arbeitsmarkt-Potemkin-in-N%FCrnberg\/546913.html\">Financial Times Deutschland<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Sch&ouml;n, dass die FTD einmal etwas Generelles zur Arbeitslosenstatistk beitr&auml;gt. Das h&auml;tte ihr aber auch schon fr&uuml;her einfallen m&uuml;ssen, z.B. im Wirtschaftsboom. Daf&uuml;r ist sie dann aber doch nicht gr&uuml;ndlich genug. Fred Schmid vom Institut f&uuml;r sozial-&ouml;kologische Wirtschaftsforschung (isw) hat sich einmal den Juni vorgenommen und kommt auf:<\/em><\/p>\n<p>F&uuml;nf Millionen Arbeitslose &ndash; Offizielle Statistik vermittelt nur die halbe Wahrheit<\/p>\n<p>So werden z.B. die 326.000 Ein-Euro-Jobber (Juni 2009) nicht als Arbeitslose gez&auml;hlt; gleiches gilt f&uuml;r die knapp 50.000 Menschen in Trainingsma&szlig;nahmen, die 237.000 in beruflicher Weiterbildung, die 28.000 kranken Arbeitslosen, die 100.000, die einen Eingliederungs- bzw. Besch&auml;ftigungszuschuss erhalten. Ebenso wenig taucht in der Statistik auf, wer mit Geld aus der Arbeitslosenkasse in den Vorruhestand versetzt wurde (150.000). Die Gro&szlig;e Koalition hat sich zus&auml;tzliche Tricks einfallen lassen, mit denen weitere Zehntausende Arbeitslose einfach wegretuschiert werden. So werden 58 Jahre alte Hartz-IV-Empf&auml;nger, die binnen zw&ouml;lf Monaten keine sozialversicherungspflichtige Besch&auml;ftigung angeboten bekommen, aus der Arbeitslosigkeit herausdefiniert. Im Juni waren es 30.000 Menschen; mit dem stark nachlassenden Arbeitsangebot wird diese Zahl weiter zunehmen. Seit Mai gilt eine Gesetzes&auml;nderung, nach der Erwerbslose nicht mehr gez&auml;hlt werden, die von der BA zu privaten Vermittlern geschickt und von diesen betreut werden. Nach Angaben der BA fielen dadurch bisher 60.000 Arbeitslose aus der Statistik raus, bis November 2009 verschwinden etwa 200.000 aus der Z&auml;hlung.<br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.isw-muenchen.de\/download\/alo-stat-fs-200907.html\">ISW M&uuml;nchen<\/a><\/p>\n<p><em>Dazu noch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Blaue Briefe nach der Wahl<\/strong><br>\nDie Vermutung liegt nahe, dass gerade gro&szlig;e Unternehmen versuchen, Entlassungen bis nach der Bundestagswahl im September hinauszuschieben. Man stelle sich nur vor, ein bekannter Konzern k&uuml;ndigt jetzt Personalabbau im gro&szlig;en Stil an. Dann w&auml;re die Emp&ouml;rung in der Politik gro&szlig;, vermutlich w&uuml;rde sich selbst die FDP mit den Besch&auml;ftigten solidarisieren und trotzdem w&uuml;rde eher die politische Linke von alldem profitieren als die Rechte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1858565&amp;em_loc=1775&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/kommentare\/&amp;em_ivw=fr_kommentar\">FR<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Alle wissen es, nur die W&auml;hler nicht. Dann w&auml;re es doch eine gute Gelegenheit&nbsp; f&uuml;r Journalisten, Mallorca, Schumi oder die Dienstwagenaff&auml;re sich selbst zu &uuml;berlassen, ihre Lauscher aufzurichten und uns die Pl&auml;ne der Unternehmen nach der Wahl zu enth&uuml;llen. Das w&auml;re doch einmal Dienst am w&auml;hlenden&nbsp; Leser. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Bafin-Chef Sanio: &ldquo;Wir konnten die HRE nicht schlie&szlig;en&rdquo;<\/strong><br>\nDer Pr&auml;sident der Bundesanstalt f&uuml;r Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin), Jochen Sanio, hat den Umgang seiner Beh&ouml;rde mit der Hypo-Real Estate Bank (HRE) verteidigt. Die Bafin habe die Aktivit&auml;ten der HRE insbesondere nach der &Uuml;bernahme der irischen Bank Depfa plc Mitte 2007 &ldquo;genau be&auml;ugt&rdquo;, sagte er am Donnerstag vor dem HRE-Untersuchungsausschuss, der die Vorg&auml;nge um die Fastpleite der HRE untersucht. Um aktiv einzugreifen, etwa in Form der Schlie&szlig;ung der Bank oder der Entlassung des Vorstandes, habe es jedoch an gesetzlichen Grundlagen gefehlt, sagte Sanio. Als Beleg daf&uuml;r, die Probleme der HRE durchaus erkannt zu haben, verwies Sanio auf die von ihm angeordnete Sonderpr&uuml;fung bei dem Institut Anfang 2008. Damals hatte die HRE in einer Adhoc-Meldung &uuml;berraschend einen Sonderabschreibungsbedarf von 390 Millionen Euro angek&uuml;ndigt. Die von der Bundesbank laut Sanio &ldquo;kompetent und diskret&rdquo; durchgef&uuml;hrte Pr&uuml;fung, deren Ergebnisse im Juli 2008 vorgelegt worden seien, h&auml;tten erhebliche M&auml;ngel im Risikomanagement und bei der Bewertung strukturierter Wertpapiere ergeben. Daraufhin habe er den Vorstand der HRE einbestellt und gefordert, die Missst&auml;nde &ldquo;mit Volldampf&rdquo; zu beseitigen. Nicht festgestellt worden seien damals Liquidit&auml;tsprobleme, die wiederum zur Krise im September gef&uuml;hrt h&auml;tten, erg&auml;nzte Sanio. \n<p>Dass eine Pleite der HRE unbedingt verhindert werden musste, war seiner Ansicht nach &ldquo;unabdingbar&rdquo;. Ansonsten w&auml;re es zum &ldquo;Weltuntergang des Finanzsystems&rdquo; gekommen, sagte Sanio. An dem ersten sogenannten Bankenrettungswochenende habe es bis in den sp&auml;ten Abend jedoch so ausgesehen, als ob die HRE nicht zu retten sei. Seiner Erinnerung nach sei es Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann gewesen, der die &ldquo;entscheidenden Telefonate&rdquo; gef&uuml;hrt und schlie&szlig;lich f&uuml;r den &ldquo;Durchbruch&rdquo; gesorgt habe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/aktuell\/hib\/2009\/2009_225\/01.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> H&auml;tten Sie vom obersten Bankenaufseher eine andere Antwort erwartet, als dass er den Schwarzen Peter an den Gesetzgeber zur&uuml;ckspielt. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Experten kn&ouml;pfen sich Derivate vor<\/strong><br>\nEine Expertengruppe hat dem Bundesfinanzministerium neue Regeln f&uuml;r den Zertifikatemarkt vorgeschlagen. Die Empfehlungen der B&ouml;rsensachverst&auml;ndigenkommission (BSK) k&ouml;nnten der Politik als Blaupause f&uuml;r eine moderat sch&auml;rfere Regulierung dienen. Wenn es nach der BSK geht, sollen die Emittenten ihre Bonit&auml;t ausweisen, Produktbezeichnungen und -informationen standardisieren und Vertriebsprovisionen offenlegen. Die Anbieter sollen einen &ldquo;sach- und anlegergerechten Produktentwicklungs- und Vertriebsprozess&rdquo; gew&auml;hrleisten, damit Privatinvestoren keine ungeeigneten Zertifikate mehr verkauft werden. Die Teilnahme an Marktstatistiken m&uuml;sste verpflichtend sein, so die BSK. Sie spricht sich au&szlig;erdem daf&uuml;r aus, den Derivate-Kodex, eine Selbstverpflichtung der Emittenten, weiterzuentwickeln und den Handel am Sekund&auml;rmarkt transparenter zu gestalten. &ldquo;Wir begr&uuml;&szlig;en die Initiative, weil sie dazu beitragen kann, den deutschen Zertifikatemarkt weiterzuentwickeln&rdquo;, sagt Lars Brandau, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Deutschen Derivate Verbands (DDV). &ldquo;Allerdings h&auml;tte sich die B&ouml;rsensachverst&auml;ndigenkommission viel Arbeit sparen k&ouml;nnen, wenn die Arbeitsgruppe den DDV aktiv in den Prozess eingebunden h&auml;tte. Viele Forderungen sind bereits umgesetzt oder befinden sich in der Umsetzung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/boersen_maerkte\/derivate\/:Portfolio-Experten-kn%F6pfen-sich-Derivate-vor\/546956.html?mode=print\">Financial Times Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Also die Bef&uuml;rchtung des Deutschen Derivate Verbands, so deute ich die &Auml;u&szlig;erung von Lars Brandau, dass &uuml;ber den Derivateverband hinweg reguliert werde, ist angesichts der Auswahl der BSK-Mitglieder nicht nachzuvollziehen: Der BSK geh&ouml;ren an: Vertreter der Anlegerschutzverb&auml;nde, Kreditinstitute, Versicherungen, Investmentgesellschaften, B&ouml;rsen, Industrie, Deutschen Bundesbank, Wissenschaft und des L&auml;nder-Arbeitskreises B&ouml;rsen. Die Deutsche Bank ist beispielsweise sowohl in Kommission und Verband vertreten. Unter Ziele und Aufgaben des DDV ist folgendes nachzulesen: &ldquo;Gemeinsam mit seinen Mitgliedern setzt er sich hier f&uuml;r Branchenstandards ein und macht mit dieser Selbstregulierung staatliche Regulierung &uuml;berfl&uuml;ssig.&rdquo; &ndash; Wen wundert es, dass die BSK die Position vertritt, die der DDV freiwillig zugesteht. Wie d&uuml;rfen gespannt sein, ob die Politik diesen Vorschl&auml;gen noch etwas Eigenes, den Kreditinstituten, Versicherungen, Investmentgesellschaften vielleicht Schmerzhaftes an Regulierung hinzuf&uuml;gt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Der Jahrhundert-Kampf gegen Spekulanten<\/strong><br>\nDie US-Terminb&ouml;rsenaufsicht CFTC macht mobil gegen Spekulanten an den Rohstoffm&auml;rkten. Nachdem sich der &Ouml;lpreis im Juli 2008 auf mehr als 147 $ verteuerte, sollen Wetter der Finanzinvestoren erschwert werden. &ldquo;Ich bin der Meinung, dass wir &uuml;ber strikte Positionslimits nachdenken m&uuml;ssen&rdquo;, sagte Beh&ouml;rdenchef Gary Gensler. Durch die Aufsicht gesetzte Positionslimits im Energiehandel w&auml;ren ein Novum. Limits begrenzen die Anzahl, die ein H&auml;ndler zu einem bestimmten Zeitpunkt halten darf. Bislang gibt es das nur bei Agrarrohstoffen. Bisher sind f&uuml;r Obergrenzen bei Energie die Terminb&ouml;rsen zust&auml;ndig. Von ihrer Kompetenz machen sie indes keinen Gebrauch. Laut Gensler halten die B&ouml;rsen Investoren nur in den wenigsten F&auml;llen dazu an, ihre Positionen zu verkleinern. Rund 70 Akteure h&auml;tten in den vergangenen zw&ouml;lf Monaten in den vier wichtigsten Energiekontrakten kritische Schwellen &uuml;berschritten. Die aktuelle Debatte &uuml;ber Rohstoffspekulation und Positionslimits hat eine lange Geschichte. FTD.de zeichnet sie in den wichtigsten Stationen nach.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/boersen_maerkte\/aktien\/rohstoffe\/:US-Rohstoffregulierung-Der-Jahrhundert-Kampf-gegen-Spekulanten\/546240.html?mode=print\">Financial Times Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Schwarzgr&uuml;n im Griff des Bankenchefs<\/strong><br>\nAuch die Hamburger Gr&uuml;nen wussten von der Sonderzahlung an den Chef der HSH Nordbank Nonnenmacher. Den Haushaltsausschuss der B&uuml;rgerschaft haben sie damit d&uuml;piert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/deutschland\/artikel\/1\/schwarzgruen-im-griff-des-bankenchefs\/?type=98\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Robert von Heusinger: Wenn das Geld mehr wert wird<\/strong><br>\nDie gute Nachricht vorneweg: Das Leben in Deutschland ist erstmals seit der Vereinigung billiger geworden. Im Juli fielen die Verbraucherpreise um 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Verantwortlich daf&uuml;r waren vor allem sinkende Kosten f&uuml;r Heiz&ouml;l, Benzin und Lebensmittel. Bis Herbst sagen Experten weitere Preisr&uuml;ckg&auml;nge voraus. Dadurch wird Geld selbst unter der Matratze mehr wert. &ldquo;Das st&auml;rkt die Kaufkraft&rdquo;, sagte der Konjunkturchef des M&uuml;nchner Ifo-Instituts, Kai Carstensen. Und nun die schlechte Nachricht: Die f&uuml;r Volkswirte deutlich interessantere Rate, n&auml;mlich die Kernrate, rutschte ebenfalls in den Keller. Die Kernrate gibt an, wie sich der wahre Preistrend entwickelt, rechnet man die schwankungsanf&auml;lligen G&uuml;ter Energie und Nahrungsmittel heraus. Diese Rate gab laut Sch&auml;tzungen von Goldman Sachs gegen&uuml;ber Juni um 0,3 Prozentpunkte nach und liegt nun bei nur noch 0,9 Prozent. Nur anhand der Kernrate l&auml;sst sich das Risiko einer wahren Inflation oder Deflation festmachen. Der R&uuml;ckgang ist ein klares Warnsignal, dass das Risiko Deflation ernst genommen werden muss. Bislang wischen die verantwortlichen Notenbanker bei der Europ&auml;ischen Zentralbank und der Bundesbank dieses Thema gerne beiseite.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/1857297_Preisentwicklung-Wenn-das-Geld-mehr-wert-wird.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wirtschaftsweiser Bofinger warnt vor Lohnverzicht<\/strong><br>\nJetzt mischt sich ein Wirtschaftsweiser in die von Arbeitgeberpr&auml;sident Dieter Hundt losgetretene Debatte um niedrigere Tarifl&ouml;hne ein. Peter Bofinger warnt angesichts eines breiten Lohnverzichts vor einer Deflation. Damit stellt sich der Wirtschaftsweise auf die Seite der Gewerkschaften.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article4221660\/Wirtschaftsweiser-Bofinger-warnt-vor-Lohnverzicht.html?print=yes#reqdrucken\">Welt<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.thueringer-allgemeine.de\/ta\/ta.onlinesuche.volltext.php?zulieferer=ta&amp;redaktion=redaktion&amp;dateiname=dateiname&amp;kennung=oninttaINTHomNational40021&amp;catchline=catchline&amp;kategorie=kategorie&amp;rubrik=Homepage&amp;region=National&amp;bildid=1349131&amp;searchstring=Bofinger&amp;dbserver=1&amp;dbosserver=1&amp;other=\">Th&uuml;ringer Allgemeine<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Gustav Horn: Legende von der Inflation<\/strong><br>\nDie Politik warnt vor drohender Geldentwertung &ndash; und heizt sie mit Steuersenkungen selbst an. Die wahre Gefahr hei&szlig;t aber Deflation.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=me&amp;dig=2009%2F07%2F30%2Fa0142&amp;cHash=85ab6d3c56\/&amp;type=98\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Westerwelle fordert Erh&ouml;hung des Schonverm&ouml;gens<\/strong><br>\nSozialpolitischer Vorsto&szlig; von Guido Westerwelle: Der FDP-Chef mahnt ein h&ouml;heres Schonverm&ouml;gen f&uuml;r Hartz-IV-Empf&auml;nger an. Die derzeitige Begrenzung nennt Westerwelle &ldquo;ungerecht, weil es die bestraft, die vorgesorgt haben&rdquo;.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,639147,00.html\">SPIEGEL<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/berliner-zeitung\/archiv\/.bin\/dump.fcgi\/2009\/0730\/politik\/0007\/index.html\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.A.:<\/strong> Westerwelle reagiert wahrscheinlich auf einen Hinweis der privaten Versicherungswirtschaft, deren &ldquo;Altersvorsorgeprodukte&rdquo; sich nicht mehr so gut verkaufen, seit Niedrigverdiener und Hartz-IV-Opfer wissen, dass die Beitr&auml;ge nie und nimmer reichen, um der Altersarmut zu entfliehen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Westerwelle &uuml;berholt Scholz.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Pensionskosten: Pleitewelle zehrt an Dax-Konzernen<\/strong><br>\nDie Pleiteserie in der deutschen Wirtschaft l&auml;sst die Solidarbeitr&auml;ge f&uuml;r die Betriebsrenten explodieren. Die Belastungen etwa f&uuml;r Bayer haben sich versiebenfacht.\n<p>Wie aus dem am Mittwoch ver&ouml;ffentlichten Quartalsbericht hervorgeht, hat allein Daimler schon 78 Mio. Euro f&uuml;r den Pensions-Sicherungs-Verein (PSV) zur&uuml;ckgestellt. Im letzten Jahr hatte der Autobauer lediglich 20 Mio. Euro zahlen m&uuml;ssen. Der Chemiekonzern Bayer geht nach 9,9 Mio. Euro im Vorjahr diesmal von mindestens 70 Mio. Euro zus&auml;tzlich aus.<\/p>\n<p>In Anbetracht der Wirtschaftskrise schmerzen die Belastungen aber sehr wohl &ndash; immerhin haben viele Unternehmen zuletzt Sparpakete geschn&uuml;rt, bei denen mit der Belegschaft wegen weit kleinerer Summen gerungen wurde. Alles in allem d&uuml;rfte die Pensionssicherung durch die Pleiten im ersten Halbjahr um 4 Mrd. Euro belastet werden, sch&auml;tzt der PSV. 2008 hatte der Leistungsaufwand gerade einmal 137 Mio. Euro betragen.<br>\nWie hoch die Beitr&auml;ge letztlich ausfallen, legt der PSV erst im November fest.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/boersen_maerkte\/aktien\/:Pensionskosten-Pleitewelle-zehrt-an-Dax-Konzernen\/546653.html?nv=cd-topnews\">FTD<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Justizopfer des Tages: Mannheimer M&uuml;llfirma <\/strong><br>\nMeistens klappt es, aber nicht immer. Im Allgemeinen kommen Chefs vor Gericht durch, wenn sie Angestellte feuern, denen sie unterstellen, ein matschiges St&uuml;ck Bienenstich, einen Radiergummi oder zwei Pfandbons f&uuml;r 1,30 Euro unterschlagen zu haben. Gewerkschafter sprechen dann von &raquo;Klassenjustiz&laquo;. Allerdings ist auf die Klassenjustiz nicht immer Verlass. Am Donnerstag hat sich das Arbeitsgericht Mannheim in einem solchen Fall auf die Seite des Besch&auml;ftigten gestellt. Zur Verhandlung stand der Fall eines M&uuml;llmanns an, dem im Dezember 2008 wegen &raquo;Diebstahls&laquo; fristlos gek&uuml;ndigt worden war. Der Angestellte hatte ein Reisebett aus dem Sperrm&uuml;ll genommen, um es f&uuml;r seine kleine Tochter zu nutzen. Kollegen hatten den zweifachen Familienvater auf das ausrangierte Kinderzimmerm&ouml;bel aufmerksam gemacht, das sonst in der Schrottpresse gelandet w&auml;re. F&uuml;r seinen &raquo;Arbeitgeber&laquo;, die Mannheimer Gesellschaft f&uuml;r Abfallbeseitigung und St&auml;dtereinigung mbH &amp; Co. KG, ein klarer Fall von irreparablem Vertrauensbruch: Mehmet G. wurde ohne Vorwarnung und Abmahnung auf die Stra&szlig;e gesetzt. Das Gericht sah die Sache etwas anders.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/07-31\/050.php?print=1\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Heribert Prantl: Bundesverfassungsgericht Symphonie mit Pauken<\/strong><br>\nZum dritten Mal in Folge hat am heutigen Donnerstag das Bundesverfassungsgericht die Rechte des Parlaments gest&auml;rkt:<br>\nDas h&ouml;chste Gericht erkl&auml;rt die herablassende, &uuml;berhebliche und geheimniskr&auml;merische Art f&uuml;r verfassungswidrig, mit der die Bundesregierung die sogenannten Kleine Anfragen von Abgeordneten behandelt. Der konkrete Fall betraf zwei Anfragen der Fraktion der Gr&uuml;nen, die von der Bundesregierung Ausk&uuml;nfte begehrte &uuml;ber die &Uuml;berwachung von Abgeordneten durch die deutschen Geheimdienste. Die Bundesregierung hatte die Auskunftsbegehren unter Hinweis auf &ldquo;Geheimhaltungsbed&uuml;rfnisse&rdquo; ziemlich umfassend und oberfl&auml;chlich abgeb&uuml;rstet. Diese Argumentation wird von den Verfassungsrichtern zerpfl&uuml;ckt, an manchen Stellen bricht da in der Begr&uuml;ndung blanke Ironie durch. Die Verfassungsrichter halten die subalterne Rolle, in die sich der Bundestag dr&auml;ngen l&auml;sst oder von der Bundesregierung gedr&auml;ngt wird, f&uuml;r grundgesetzwidrig. Das Bundesverfassungsgericht stellt in seiner Begr&uuml;ndung fest: &ldquo;Tr&auml;fe der Rechtsstandpunkt der Bundesregierung, sich zu von ihr als geheimhaltungsbed&uuml;rftig eingestuften Fragen nur vor dem Parlamentarischen Kontrollgremium &auml;u&szlig;ern zu k&ouml;nnen, zu, h&auml;tte sich der Bundestag mit der Einrichtung des Parlamentarischen Kontrollgremiums wesentlicher Informationsm&ouml;glichkeiten begeben und die Kontrolle der Bundesregierung in Bezug auf die nachrichtendienstliche T&auml;tigkeit des Bundes nicht etwa verbessert, sondern verschlechtert.&rdquo; Das Fragerecht der Abgeordneten des Bundestages werde nicht durch die Einsetzung von Untersuchungsaussch&uuml;ssen verdr&auml;ngt. Im &Uuml;brigen &auml;u&szlig;ern sich die Richter sehr, sehr skeptisch zur Beobachtung von Abgeordneten durch Geheimdienste: Die Beobachtung von Abgeordneten berge &ldquo;erhebliche Gefahren f&uuml;r ihre Unabh&auml;ngigkeit, die Mitwirkung der betroffenen Parteien bei der politischen Meinungsbildung und damit f&uuml;r den Prozess demokratischer Willensbildung insgesamt&rdquo;. Damit schieben die Richter einen Riegel vor die bisher durchaus &uuml;bliche geheimdienstliche Observation der Abgeordneten der Linken. Das Verfassungsgericht wird mit dieser dritten Entscheidung zu den Parlamentsrechten quasi zum Vormundschaftsgerichts des Parlaments: Das h&ouml;chste deutsche Gericht betreut f&uuml;rsorglich die Rechte der Abgeordneten, weil diese selbst mehrheitlich offenbar nicht mehr dazu in der Lage sind oder in der Lage sein wollen, ihre Rechte zu behaupten und zu vertreten.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/908\/482371\/text\/print.html\">S&uuml;ddeutsche<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.bundesverfassungsgericht.de\/pressemitteilungen\/bvg09-087.html\">Bundesverfassungsgericht<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Dagmar wer?<\/strong><br>\nSteinmeier hat sein Kompetenzteam vorgestellt und hofft auf ein Aufbruchssignal. Aber verbrauchte Minister und unbekannte Namen k&ouml;nnen die Sozialdemokraten nicht retten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/politik\/0931-spd-wahlkampf-kompetenzteam\">der Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.spd.de\/de\/politik\/Bundestagswahl\/team\/index.html\">Verbrauchte Mannschaft mit ein paar Unbekannten<\/a>. Mit Kabinettsmitgliedern (bis hin zu Tiefensee) und Steinmeier-Getreuen wie Oppermann oder Hubertus Heil, die bisher schon dazu beigetragen haben, die SPD auf einen Tiefstand an Wertsch&auml;tzung zu bringen, soll nun das Blatt gewendet werden. Dazu kommen noch ein paar Unbekannte, auf die die W&auml;hlerinnen und W&auml;hler ihr Vertrauen setzen sollen, ohne zu wissen, wer oder was sich dahinter verbirgt: <\/em><\/p>\n<p>Harald Christ (der Juso, der es zum Million&auml;r gebracht hat), Udo Folgart, Dagmar Freitag &ndash; haben Sie schon jemals einen Satz von Dr. Carola Reimann zur Hochschul- und Forschungspolitik geh&ouml;rt? Unbekannte sollen also das Programm verk&ouml;rpern?<\/p>\n<p>Das &bdquo;Schattenkabinett&ldquo; belegt, dass die SPD nicht nur inhaltlich nichts Neues bieten kann, sondern dass auch personell kaum noch Alternativen vorhanden sind. Die Agenda-Truppe hat ganze Arbeit geleistet. Sie hat der SPD nicht nur das letzte Pfund der SPD, ihre <a href=\"http:\/\/service.tagesschau.de\/infografik\/deutschlandtrend\/dt08\/index.shtml?2009_0730\">soziale Kompetenz, geraubt<\/a> extra, sondern sie hat auch alle Personen abger&auml;umt, die f&uuml;r das Soziale und f&uuml;r gesellschaftlichen Zusammenhalt standen.<br>\nWenn es &uuml;berhaupt noch Hoffnung gibt, dann die, dass etwa Gewerkschafter oder andere kritische Geister Steinmeier eine Absage erteilt haben, weil sie sich nicht verschlei&szlig;en lassen wollen.<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>SPD: Kein Aufbruchsignal &ndash; nirgends<\/strong><br>\nWas haben die SPD und die Schweinegrippe im Augenblick gemeinsam? Keiner will sie haben, aber alle reden dar&uuml;ber. Und was unterscheidet sie? Anders als der SPD wird der Schweinegrippe zugetraut, im Herbst erst richtig zuzuschlagen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/1857497_Leitartikel-Kein-Aufbruchsignal-nirgends.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Ohne in diesen Zeiten ein SPD-Fan sein zu k&ouml;nnen und bei aller berechtigten Kritik an der SPD &ndash; solche Vergleiche disqualifizieren. <\/em><\/p>\n<p><em>Aber es geht immer noch h&auml;rter:<\/em><\/p>\n<p><strong>&bdquo;Steinmeier verschrottet Dienstwagen-Ulla&ldquo;<\/strong><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/090731_schumi.jpg\" alt=\"Schumi gibt Gummi\">+<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/en.kiosko.net\/de\/np\/berliner_kurier.html\">Kiosko<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung H.M.:<\/strong> Es gibt in der medialen Hetze gegen das angebliche Fehlverhalten von Ulla Schmidt anscheinend noch eine Steigerung zu den Zeilen der Bild-Zeitung. Heute morgen wollte ich meinen Augen nicht trauen, als ich diese Schlagzeile im Berliner Kurier in der U-Bahn sah: &bdquo;Steinmeier verschrottet Dienstwagen-Ulla.&rdquo; Ist das nicht eine menschenverachtende Sprache? Kann man dagegen nicht rechtliche Schritte ergreifen? <\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Dienstwagen-Aff&auml;re: Von der Leyen verweigert Einsicht in Fahrtenb&uuml;cher<\/strong><br>\nDer Fall Ulla Schmidt hat eine Debatte &uuml;ber die Selbstbedienungsmentalit&auml;t deutscher Politiker entfacht. Auch Ursula von der Leyen, CDU, hat ihre Dienstwagen-Aff&auml;re. An deren Aufkl&auml;rung scheint die Familienministerin nicht recht interessiert zu sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/:Dienstwagen-Aff%E4re-Von-Leyen-Einsicht-Fahrtenb%FCcher\/707474.html?pr=1\">Stern<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>INSM r&auml;umt &bdquo;Fehler&ldquo; ein<\/strong><br>\nZum ersten Mal hat sich nun die INSM selbst zu Ihrer PR-Kampagne &bdquo;Deutschland 24\/30&ldquo; ge&auml;u&szlig;ert, bei der es zu einer Vermischung von PR und Journalismus kommt. Wie sie dem Nachrichtenmagazin &bdquo;Spiegel&ldquo; mitteilte, habe es sich bei dem von der Initiative an die Journalisten gesendeten Infoblatt nur um &bdquo;erste Vor&uuml;berlegungen&ldquo; gehandelt. Es sei bedauerlich, dass dieses &bdquo;Arbeitspapier&ldquo; weitergegeben worden sei. Auch muss die INSM dem Nachrichtenmagazin gegen&uuml;ber einr&auml;umen, dass die genannten Promis abgesagt haben. Obwohl die Namen eindeutig im Infoblatt genannt werden, habe man damit nicht suggerieren wollen, dass die Genannten tats&auml;chlich zur Verf&uuml;gung st&uuml;nden. Auch die S&uuml;ddeutsche widmet sich dem Thema und spricht von einem &bdquo;PR-Desaster&ldquo; der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. Der Zeitung zufolge k&ouml;nnte die Stellenanzeige nun auch juristische Folgen haben. So sollen sowohl der NDR als auch Neon rechtliche Schritte pr&uuml;fen. Laut S&uuml;ddeutsche hat auch die Initiative vorsichtshalber ein Rechtsgutachten eingeholt. Das Fazit: &bdquo;Die INSM habe sich in dieser Angelegenheit nichts vorzuwerfen&ldquo; so Ronald Voigt, Senior Consultant.\n<p>Die PR f&uuml;r die Kampagne &uuml;bernahm laut Spiegel die Agentur Allenbach, die auch schon in den PR-Skandal der Deutschen Bahn verwickelt war.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2009\/07\/insm-hat-sich-nichts-vorzuwerfen\/\">LobbyControl<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.pr-journal.de\/redaktion-aktuell\/branche\/7630-initiative-neuen-sozialen-marktwirtschaft-auf-weiteren-verschlungenen-pr-wegen.html\">PR-Journal<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/07-31\/034.php?print=1\">Junge Welt<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Weltern&auml;hrungsprogramm: Wenig Hilfe f&uuml;r Arme <\/strong><br>\nDie Hilfszahlungen bleiben aus und die Lebensmittelpreise in den Entwicklungsl&auml;ndern steigen. Die Weltern&auml;hrungsorganisation (WFP) schl&auml;gt Alarm. Die Hilfszahlungen bleiben aus und die Lebensmittelpreise in den Entwicklungsl&auml;ndern steigen. Die Weltern&auml;hrungsorganisation (WFP) schl&auml;gt Alarm. Die Staatengemeinschaft habe f&uuml;r 2009 lediglich 3,7 Milliarden Dollar an Hilfsgeldern versprochen und damit weniger als die H&auml;lfte des eigentlich ben&ouml;tigten Budgets, um den am st&auml;rksten unter Hunger leidenden Menschen zu helfen, erl&auml;uterte WFP-Direktorin Josette Sheeran. Von dem versprochenen Geld sei bislang aber nur 1,8 Milliarden Dollar eingetroffen. Daher sei die Weltern&auml;hrungsorganisation bereits dazu gezwungen worden, ihre Lebensmittelrationen in mehreren L&auml;ndern zu verringern. Die Hilfsbereitschaft der reichen L&auml;nder ist wegen der Wirtschaftskrise deutlich zur&uuml;ckgegangen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1858587&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Auf andere Ausgaben hat die Wirtschaftskrise offensichtlich keinen Einfluss. Im Etat 2009 der USA sind 47 Milliarden Dollar f&uuml;r Afghanistan vorgesehen und im Jahr 2010 65 Milliarden Dollar. Die genauen Zahlen f&uuml;r den Bundeswehreinsatz im Rahmen der Isaf kenne ich nicht, ich&nbsp; sch&auml;tze mal so um die 500 Millionen Euro f&uuml;r das Jahr 2009.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Einmal muss Schluss sein mit der Kritik<\/strong>\n<p><strong>Unser Leser J.K. schreibt uns:<\/strong> Noch eine Anmerkung zum Thema Meinungsmache. Der gestrige Artikel &ldquo;Surreale Verschw&ouml;rungstheorien&rdquo; von Volker Schmidt in der FR hat eine durchaus heftige Leserreaktion hervorgerufen. So waren bis heute Morgen mehr als 60 Kommentare zu finden, die in ihrer Mehrheit kritisch zu dieser Art von Journalismus Stellung bezogen. Die Reaktion war offenbar so heftig, dass der Autor Nerven zeigte, sich selbst in die Diskussion einschaltete und versuchte, sich zu rechtfertigen und seine Unabh&auml;ngigkeit zu betonen. Letztendlich wurde die Diskussion von der FR-Redaktion geschlossen. Und zwar <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/kultur_und_medien\/feuilleton\/1856076_TV-Kritik-Illner-intensiv-Surreale-Verschwoerungstheorien.html&amp;em_comment_page=14#show_comments\">mit folgenden Worten<\/a> (f&uuml;hlt man sich etwa ertappt?): <\/p>\n<p><em><\/em><\/p>\n<blockquote><p>Einmal muss Schluss sein! &hellip; Nun sind es &uuml;ber 60 [Kommentare], die Sendung war vorgestern und wir haben l&auml;ngst die n&auml;chste TV-Kritik online gestellt. Es reicht.<br>\nDies entscheidet die Redakteurin in Eigenverantwortung ohne R&uuml;cksprache mit irgendeinem Vorgesetzten. Beschwerden bitte an unsere reiche Verlegerfamilie!<\/p><\/blockquote>\n<p><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(MB\/WL)<\/p>\n<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p>\n<ol>\n<li><a href=\"?p=4102#h01\">Zu den Arbeitsmarktdaten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4102#h02\">Bafin-Chef Sanio: &ldquo;Wir konnten die HRE nicht schlie&szlig;en<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4102#h03\">Experten kn&ouml;pfen sich Derivate vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4102#h04\">Der Jahrhundert-Kampf gegen Spekulanten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4102#h05\">Schwarzgr&uuml;n im Griff des Bankenchefs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4102#h06\">Robert von Heusinger: Wenn das Geld mehr wert wird<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4102#h07\">Wirtschaftsweiser Bofinger warnt vor Lohnverzicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4102#h08\">Gustav Horn:<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4102\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4102","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4102","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4102"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4102\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4102"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4102"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4102"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}