{"id":41027,"date":"2017-11-10T16:08:23","date_gmt":"2017-11-10T15:08:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41027"},"modified":"2017-11-10T16:08:23","modified_gmt":"2017-11-10T15:08:23","slug":"hinweise-des-tages-ii-320","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41027","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41027#h01\">Wirtschaft im Euroraum w&auml;chst so gut wie seit 10 Jahre nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41027#h02\">Investitionen statt Steuergeschenke f&uuml;r Reiche!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41027#h03\">Beitrag zur Arbeitslosenversicherung sinkt wahrscheinlich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41027#h04\">Steuerflucht: Notfalls allein gegen das Paradies<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41027#h05\">Abgasskandal: Es stinkt zum Himmel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41027#h06\">Ausbau der NATO-Infrastruktur: Nicht nur neue Kommandost&auml;be<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41027#h07\">Die Truppenaufstockung n&uuml;tzt nichts<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41027#h08\">Die USA eskalieren ihre Luftangriffe in Somalia<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41027#h09\">US-Kriege: 5,6 Bio.!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41027#h10\">Polen und Ukraine: Die Vergangenheit spaltet die Nachbarl&auml;nder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41027#h11\">Wenn der Schein tr&uuml;gt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41027#h12\">Denkmal f&uuml;r die Geiselnehmer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41027#h13\">Ohne Tote kein R&uuml;cktritt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41027#h14\">Alltagsrassismus ist jetzt in &Ouml;sterreich salonf&auml;hig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41027#h15\">Jamaika &ndash; die Stimmung kippt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41027#h16\">Das Letzte: &bdquo;Bild&ldquo; denkt auch an die Kleinen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wirtschaft im Euroraum w&auml;chst so gut wie seit 10 Jahre nicht<\/strong><br>\nDie Wirtschaft in den 19 Euro-L&auml;ndern w&auml;chst nach Ansicht der EU-Kommission in diesem Jahr so stark wie seit zehn Jahren nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im W&auml;hrungsraum d&uuml;rfte um 2,2 Prozent zulegen und damit st&auml;rker als noch im Fr&uuml;hjahr mit 1,7 Prozent erwartet, wie am Donnerstag aus der Herbstprognose der Br&uuml;sseler Beh&ouml;rde hervorgeht. F&uuml;r 2018 erh&ouml;hte die Kommission ihre BIP-Sch&auml;tzung auf 2,1 (bisher: 1,8) und f&uuml;r 2019 rechnet sie mit 1,9 Prozent Wachstum.<br>\n&bdquo;Wirtschaft und Besch&auml;ftigung wachsen robust, die Investitionen ziehen an und die &ouml;ffentlichen Defizite und Schuldenst&auml;nde gehen allm&auml;hlich zur&uuml;ck&ldquo;, sagte EU-Kommissions-Vizepr&auml;sident Valdis Dombrovskis. Die Politik m&uuml;sse daf&uuml;r sorgen, &bdquo;dass das Wachstum &uuml;berall in der Gesellschaft ankommt&ldquo;. EU-Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici f&uuml;gte hinzu: &bdquo;Bestimmte Probleme wie die hohe Verschuldung und die verhaltenen Lohnanstiege bestehen fort.&ldquo;<br>\nF&uuml;r den Arbeitsmarkt zeigte sich die Kommission optimistisch. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote werde 2017 bei 9,1 Prozent liegen und damit auf dem niedrigsten Stand seit 2009. Der Wert d&uuml;rfte weiter stetig sinken und 2019 auf 7,9 Prozent sinken. Die Zahl der Besch&auml;ftigten wird voraussichtlich derweil neue Rekorde erreichen. Die Inflation im Euro-Raum d&uuml;rfte sich in diesem Jahr bei durchschnittlich 1,5 Prozent einpendeln, 2018 auf 1,4 Prozent sinken und 2019 wieder auf 1,6 Prozent klettern. Damit w&uuml;rde die Europ&auml;ische Zentralbank ihr Ziel einer Jahresteuerung von knapp zwei Prozent auf Jahre hinaus verfehlen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/eu-kommission-erwartet-staerkstes-wachstum-im-euro-raum-seit-10-jahren-15284508.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Sicher geh&ouml;rt es zu den Aufgaben der EU-Kommission, auf ein gutes Wirtschaftswachstum zu achten, und die Ermahnung, &bdquo;dass das Wachstum &uuml;berall in der Gesellschaft ankomm[en]&ldquo; soll, f&uuml;r diese neoliberale Institution fast schon revolution&auml;r. Wenn aber der &ldquo;verhaltene[&hellip;] Lohnanstieg[&hellip;]&rdquo; und eine auf Jahre zu niedrige Inflationsrate lediglich konstatiert werden und die EU-Kommission trotzdem an ihren Irrsinnszielen festh&auml;lt, die EU &ldquo;wettbewerbsf&auml;higer&rdquo; zu machen, und den Sozialabbau forciert, statt explizit h&ouml;heres Lohnwachstum und den Ausbau oder die Wiederherstellung des Sozialstaats zu fordern, dann verfehlt sie weiterhin ihren Job.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Abkehr von Sch&auml;ubles Sparkurs zeigt Fr&uuml;chte<\/strong><br>\nDie deutsche Wirtschaft w&auml;chst laut Prognose 2017 mit 2,2 Prozent genau so schnell wie der gesamte Euro-Raum. Deutschland ist also keine &ldquo;Konjunkturlokomotive&rdquo; mehr, von &ldquo;&Uuml;berhitzung&rdquo; keine Spur. Zudem zeigt sich jetzt, dass die Abkehr vom deutschen Sparkurs richtig war. Die neue EU-Kommission setzt seit 2014 auf Investitionen und eine &ldquo;intelligente&rdquo; Auslegung des Stabilit&auml;tspakts. Das war richtig &ndash; auch wenn Kanzleramtschef Altmaier  &ndash; im Nebenberuf Finanzminister &ndash; behauptet, der deutsche Kurs zeige Fr&uuml;chte. Nein, die Abkehr vom deutschen Kurs zeigt Fr&uuml;chte, endlich!<br>\nLeider haben dies noch nicht alle verstanden. So will Altmaier nun den Fiskalpakt in EU-Recht &uuml;berf&uuml;hren. Und Buba-Chef Weidmann fordert sch&auml;rfere Budgetkontrollen &ndash; ohne die EU-Kommission. Die Br&uuml;sseler Beh&ouml;rde genau in dem Moment zu entmachten, da ihre Politik Fr&uuml;chte tr&auml;gt &ndash; darauf muss man erstmal kommen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/lostineu.eu\/abkehr-von-schaeubles-sparkurs-zeigt-fruechte\/\">Eric Bonse auf Lost in Europe<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Investitionen statt Steuergeschenke f&uuml;r Reiche!<\/strong><br>\nWas kann man mit 18 oder 19 Milliarden Euro machen? Den Solidarit&auml;tsbeitrag abschaffen, wie es die Wirtschaftsweisen fordern, zum Beispiel. Davon w&uuml;rden vor allem die reichsten 10 Prozent der Bev&ouml;lkerung profitieren. Oder in Bildung, Wohnungsbau und Infrastruktur investieren &ndash; zum Wohle aller. Der DGB-klartext hat die sozialen und wirtschaftlichen Vorteile mal ausgerechnet.<br>\nRund 30.000.000.000 Euro. Das ist der finanzielle Spielraum des Bundeshaushalts f&uuml;r die kommende Legislaturperiode. 30 Milliarden, die in den kommenden vier Jahren beispielsweise in gute Schulen, intakte Stra&szlig;en, Breitbandanschl&uuml;sse und bezahlbaren Wohnraum investiert werden k&ouml;nnten.<br>\nDoch Arbeitgeberlobby und neoliberale &Ouml;konomen trommeln bereits f&uuml;r Steuersenkungen zugunsten von Gutverdienern: Die Wirtschaftsweisen fordern in ihrem neuen Jahresgutachten zum Beispiel Steuergeschenke f&uuml;r Unternehmen und eine Abschaffung des Solidarit&auml;tszuschlags, die vor allem dem reichsten Zehntel der Bev&ouml;lkerung nutzen w&uuml;rde. Allein die geforderte Abschaffung des Solis k&ouml;nnte den Staat dabei 18 bis 19 Milliarden Euro im Jahr kosten.<br>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/171110-hdt2-01-DGB.png\" alt=\"\" title=\"\"><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++1958222e-c5f3-11e7-aa69-52540088cada\">DGB klartext<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Beitrag zur Arbeitslosenversicherung sinkt wahrscheinlich<\/strong><br>\nDie Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) schwimmt im Geld. Diesen Eindruck erweckt ihr Haushaltsentwurf f&uuml;r 2018, &uuml;ber den der Verwaltungsrat der BA am Donnerstag beraten hat. Danach steigt die R&uuml;cklage der Beh&ouml;rde im n&auml;chsten Jahr auf 18,9 Milliarden Euro. 2019 k&ouml;nnten es nach den Sch&auml;tzungen der BA bereits 24,3 Milliarden Euro sein und 2022 sage und schreibe 43,3 Milliarden Euro. Eine Senkung des Beitrags zur Arbeitslosenversicherung wird deshalb immer wahrscheinlicher. Daf&uuml;r machen sich innerhalb einer m&ouml;glichen Jamaika-Koalition Gr&uuml;ne und FDP stark. Auch Peter Clever, stellvertretender Vorsitzender im Verwaltungsrat der BA, fordert einen niedrigeren Beitrag. Er vertritt die Arbeitgeberverb&auml;nde in dem Kontrollgremium der Beh&ouml;rde.<br>\nDie Arbeitsagentur profitiert seit Jahren vom Jobboom in Deutschland. W&auml;hrend die Zahl der Arbeitslosen sinkt, sprudeln die Beitr&auml;ge, weil immer mehr Besch&auml;ftigte Sozialabgaben zahlen. Das bringt Geld in die Kasse der N&uuml;rnberger BA. Derzeit liegt der Beitrag bei 3,0 Prozent des Bruttolohns, Arbeitgeber und Arbeitnehmer zahlen jeweils die H&auml;lfte. Wann und um wie viel eine neue Regierung den Beitrag verringern kann und wird, ist noch offen.<br>\nEine R&uuml;cklage von 20 Milliarden Euro gilt aber als Schmerzgrenze. So gro&szlig; sollte nach den Berechnungen des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung das Polster sein, um im Fall einer Krise gut gegensteuern zu k&ouml;nnen. In der Rezession 2009 hatte die Arbeitsagentur durch die Zahlung von Kurzarbeitergeld geholfen, dass Hunderttausende ihre Stelle nicht verloren. Die R&uuml;cklage von 17 Milliarden Euro war damals schnell aufgebraucht. Nun gilt als sicher: Die n&ouml;tigen 20 Milliarden werden sp&auml;testens Anfang 2019 erreicht sein.<br>\nVon diesem Zeitpunkt an sollte &ldquo;kein von der BA nicht mehr ben&ouml;tigter Cent aus der Tasche eines Arbeitnehmers oder Arbeitgebers zwangsweise abgezweigt werden, weil er besser f&uuml;r Konsum, Altersvorsorge, Verm&ouml;gensbildung oder f&uuml;r Zukunftsinvestition eingesetzt werden kann&rdquo;, sagt Clever, der in der Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrung der deutschen Arbeitgeberverb&auml;nde arbeitet. &ldquo;Die BA ist keine Sparkasse, schon gar keine, die aus nicht ben&ouml;tigten Zwangsabgaben gespeist wird.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/bundesagentur-fuer-arbeit-beitrag-zur-arbeitslosenversicherung-sinkt-wahrscheinlich-1.3742084\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><strong>dazu: &Uuml;bersch&uuml;sse der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit sinnvoll verwenden<\/strong><br>\n&bdquo;In der Arbeitsmarktpolitik m&uuml;ssen die Weichen neu gestellt werden. Die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit muss ihre &Uuml;bersch&uuml;sse f&uuml;r bessere Beratungsangebote und Unterst&uuml;tzungsleistungen f&uuml;r Erwerbslose nutzen. Der arbeitsmarktpolitische Stillstand der Gro&szlig;en Koalition muss schnellstm&ouml;glich beendet werden. Viele erwerbslose Menschen w&uuml;nschen sich eine bessere individuelle Unterst&uuml;tzung wie zum Beispiel Weiterbildungsangebote, die ihnen aber oft versagt werden. Ein Rechtsanspruch auf Weiterbildung ist l&auml;ngst &uuml;berf&auml;llig. Grunds&auml;tzlich muss die Arbeitslosenversicherung gest&auml;rkt werden, so dass wieder mehr Menschen Zugang zu Leistungen bekommen. Sie muss wieder zum Hauptinstrument der sozialen Sicherung bei Erwerbslosigkeit werden&ldquo;, erkl&auml;rt Sabine Zimmermann, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, zu den Haushaltsplanungen der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit f&uuml;r das kommende Jahr. Zimmermann weiter:<br>\n&bdquo;Die Rahmenfrist, in der ein Anspruch auf Arbeitslosengeld erworben wird, muss von derzeit 24 wieder auf 36 Monate ausgedehnt werden. Zudem fordern wir, dass der Anspruch bereits nach vier Monaten Beitragszeit entsteht. F&uuml;r langj&auml;hrige Beitragszahler muss die Anspruchsdauer beim Arbeitslosengeld erweitert werden, ebenso f&uuml;r &auml;ltere Erwerbslose und Menschen mit Behinderungen. Statt &uuml;ber Beitragssatzsenkungen zu schwadronieren, muss eine &sbquo;m&ouml;gliche Jamaika&lsquo;-Koalition eine Kehrtwende in der Arbeitsmarktpolitik machen, um den Betroffenen wirklich zu helfen, statt sie aufs Abstellgleis zu schieben. Ohnehin w&uuml;rde eine Beitragssatzsenkung den Besch&auml;ftigten bestenfalls ein paar Euro monatlich bringen, w&auml;re also allenfalls Effekthascherei. Grunds&auml;tzlich ben&ouml;tigt die BA eine Reserve, um auf gro&szlig;e Krisen am Arbeitsmarkt vorbereitet zu sein.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/ueberschuesse-der-bundesagentur-fuer-arbeit-sinnvoll-verwenden\/\">Die Linke. im Bundestag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Steuerflucht: Notfalls allein gegen das Paradies<\/strong><br>\nEs hei&szlig;t immer, gegen die Flucht in Steueroasen kann nur international vorgegangen werden. Das stimmt nicht. Deutschland k&ouml;nnte mehr unternehmen &ndash; wenn es nur wollte.<br>\nAlle Jahre wieder kommt nicht nur das Christkind, sondern auch eine neue Enth&uuml;llung &uuml;ber Steuerflucht insbesondere von Gro&szlig;konzernen und Superreichen. Aufgedeckt durch den Ankauf von Steuer-CDs wie in den F&auml;llen Zumwinkel und Hoene&szlig; oder durch Whistleblower wie zuletzt bei den Panama Papers und jetzt den Paradise Papers. Die Emp&ouml;rung ist jedes Mal gro&szlig;, h&auml;lt aber meist nicht lange an. Vielleicht ist es deshalb auch wenig verwunderlich, dass bisher kaum etwas getan wurde zur Bek&auml;mpfung der Steuerflucht.<br>\nNach den Panama Papers hat das Bundesfinanzministerium zwar einen &ldquo;10-Punkte-Aktionsplan gegen Steuerbetrug, trickreiche Steuervermeidung und Geldw&auml;sche&rdquo; pr&auml;sentiert. Wirklich umgesetzt wurde davon bisher so gut wie nichts, auch wenn einige Gesetzesvorlagen auf den Weg gebracht wurden. Doch die Kritik, dass diese Gesetze zu lasch sind, ist hinl&auml;nglich bekannt. Nat&uuml;rlich beteiligt sich Deutschland an internationalen Initiativen zur Bek&auml;mpfung der Steuerflucht. Eine wichtige Rolle nimmt hierbei das sogenannte Country-by-Country-Reporting ein: l&auml;nderbezogene Bilanzen, aus denen hervorgeht, welchen Anteil seines Gesch&auml;fts ein Konzern in einem bestimmten Land macht.<br>\nEine Ver&ouml;ffentlichung dieser Bilanzen, damit sie zum Beispiel Wissenschaftlern oder Journalisten zug&auml;nglich w&auml;ren, wurde vom Finanzministerium jedoch blockiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/unternehmen\/2017-11\/steuerflucht-bekaempfung-aktionsplan-deutschland-gesetze\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Abgasskandal: Es stinkt zum Himmel<\/strong><br>\nAusgerechnet VW verhindert strenge Abgaswerte in der EU. Der Konzern hat offenbar aus den j&uuml;ngsten Skandalen nichts gelernt. Noch viel schlimmer: die Politik auch nicht.<br>\nSeit mehr als zwei Jahren schlingert Volkswagen durch den Abgasskandal, macht hier ein vages Versprechen, gelobt dort halbherzig Besserung. Doch ausgerechnet jetzt findet der Konzern seine Entschlossenheit wieder. VW torpediert, als w&auml;re nichts geschehen, die neuen Abgasvorgaben der Europ&auml;ischen Union. Das f&uuml;r sich w&auml;re schon unversch&auml;mt &ndash; doch der eigentliche Skandal ist: Volkswagen hat mit seinen dreisten Lobbypositionen auch noch Erfolg.<br>\nAm Mittwoch verk&uuml;ndete die EU-Kommission: 30 Prozent weniger CO2 sollen europ&auml;ische Autos ab 2030 aussto&szlig;en &ndash; verglichen mit dem Jahr 2021. Gleichzeitig werden die Konzerne verpflichtet, ihre Flotte umzubauen: Rund ein Drittel der Autos darf ab 2030 nicht mehr als 2,1 Liter Benzin bzw. 1,9 Liter Diesel je 100 Kilometer verbrauchen. Derzeit schaffen das nur Elektro- und Hybridwagen. Spannender ist jedoch, was nicht in dem Vorschlag steht &ndash; weil es von VW und der Autolobby abger&auml;umt wurde: eine verbindliche Quote f&uuml;r E-Autos zum Beispiel, oder noch strengere Einsparvorgaben beim CO2, wie sie die Kommission anfangs geplant hatte.<br>\nLaut S&uuml;ddeutscher Zeitung wollte die Br&uuml;sseler Beh&ouml;rde den geforderten R&uuml;ckgang beim klimafeindlichen CO2 auf 35 Prozent festschreiben; andere Politiker sprechen sogar von noch strengeren Zielen, die erst durch Lobbyisten runtergehandelt wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/unternehmen\/2017-11\/abgasskandal-volkswagen-eu-kommission-lobbyismus-autoindustrie\">Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Ausbau der NATO-Infrastruktur: Nicht nur neue Kommandost&auml;be<\/strong><br>\nDie NATO-Verteidigungsminister haben bei ihrem Treffen in Br&uuml;ssel, wie erwartet, einen (Wieder)Ausbau der Kommandostruktur des B&uuml;ndnisses beschlossen: Zwei neue Kommandost&auml;be sollen die Logistik innerhalb Europas sowie einen m&ouml;glichen Nachschub &uuml;ber den Atlantik organisieren. Das war absehbar; die Details fehlen noch, unter anderem ist Deutschland als Standort f&uuml;r das Logistikkommando im Gespr&auml;ch.<br>\nEin wenig unbeachtet bleibt in der bisherigen Wahrnehmung, dass es ja nicht nur darum geht, neue B&uuml;roarbeitspl&auml;tze mit neuen Dienstposten zu schaffen. Die beiden geplanten neuen NATO-Hauptquartiere sind ja nur der bislang sichtbare Teil einer grunds&auml;tzlichen Umorientierung: Die Infrastruktur in den europ&auml;ischen NATO-Staaten soll &ndash; wieder &ndash; f&uuml;r den reibungslosen Transport von Truppen und vor allem Ger&auml;t fit gemacht werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/augengeradeaus.net\/2017\/11\/ausbau-der-nato-infrastruktur-nicht-nur-neue-kommandostaebe\/\">Augen Geradeaus!<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die Truppenaufstockung n&uuml;tzt nichts<\/strong><br>\nDie Nato schickt mehr Soldaten nach Afghanistan. Eine Truppenaufstockung gab es schon unter US-Pr&auml;sident Barack Obama &ndash; gebracht habe sie nichts, kommentiert J&uuml;rgen Webermann. &Uuml;ber politische L&ouml;sungen spreche dagegen derzeit so gut wie niemand &ndash; mit fatalen Folgen f&uuml;r das Land.<br>\nWir wissen nicht mehr weiter in Afghanistan? Gut, schicken wir einfach mehr Soldaten. Das scheint die derzeitige NATO-Strategie zu sein, und die kennen wir schon irgendwo her. Richtig: Unter Pr&auml;sident Obama gab es schon mal eine Aufstockung. Damals waren es aber nicht um die 3.000 zus&auml;tzliche Soldaten in Afghanistan, es waren Zehntausende. Und die sollten mal so richtig aufr&auml;umen mit den Taliban.<br>\nGebracht hat es &ndash; Sie ahnen es schon: Nichts! Im Gegenteil. Afghanistan steht heute so schlecht da wie seit vielen Jahren nicht mehr. Die Regierung kontrolliert nur noch ein Viertel des Landes. Der Rest ist umk&auml;mpft, in der Hand der Taliban oder einfach nur einfach nur rechtsfreier Raum. Die Zahl der zivilen Opfer steigt auf immer neue H&ouml;chstst&auml;nde. Sogar der sogenannte Islamische Staat hat &ndash; zumindest als gef&uuml;rchtete Terrormarke &ndash; in Afghanistan Fu&szlig; gefasst.<br>\nAuch die Ausbildung der afghanischen Armee, f&uuml;r die ja derzeit die allermeisten NATO-Einheiten im Land stationiert sind, ist alles andere als eine Erfolgsgeschichte. Sogar h&ouml;chste afghanische Offiziere verkaufen Waffen, Treibstoff oder Ausr&uuml;stung weiter an die Taliban. Und den Taliban gelingt es, eine Gro&szlig;stadt wie Kundus mehrfach zu &uuml;berrennen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/afghanistan-die-truppenaufstockung-nuetzt-nichts.720.de.html?dram:article_id=400289\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong><strong>Die USA eskalieren ihre Luftangriffe in Somalia<\/strong><\/strong><br>\nIn den letzten drei Jahren wurde der sogenannte Anti-Terrorkampf gegen die Al-Shabab in Somalia schrittweise hochgefahren, Donald Trump eskaliert ihn nun. Die schwierigen Bedingungen am Boden, gepaart mit Intransparenz und Vertuschungen der US-Regierung, werden auch in Zukunft wieder und wieder zivile Todesopfer hervorbringen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/die-usa-eskalieren-ihre-luftangriffe-in-somalia\/\">Justice Now<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>US-Kriege: 5,6 Bio.!<\/strong><br>\nOffiziellen Pentagon-Angaben zufolge haben die Vereinigten Staaten f&uuml;r ihre Kriege seit den Terroranschl&auml;gen vom 11. September 2001 zusammen1,5 Billionen US-Dollar ausgegeben. Das Projekt &bdquo;Costs of War&ldquo; des Watson Institute of International and Public Affairs an der Brown University kritisiert die Regierungsangaben seit Jahren, da sie viel zu niedrig angesetzt seien. In einem neuen Papier wurde dort errechnet, dass sich die Gesamtkosten auf 5,6 Billionen Dollar belaufen w&uuml;rden &ndash; 23.000 Dollar pro Steuerzahler!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2017\/11\/10\/us-kriege-56-bio\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Polen und Ukraine: Die Vergangenheit spaltet die Nachbarl&auml;nder<\/strong><br>\nZwischen den osteurop&auml;ischen Nachbarn Polen und der Ukraine wird das Verh&auml;ltnis im Streit &uuml;ber die wechselvolle Geschichte immer schlechter. Ausgerechnet jetzt ber&auml;t das polnische Parlament &uuml;ber ein Gesetz, das in der Ukraine auf Kritik sto&szlig;en wird.<br>\nDie Gesetzesnovelle liegt seit &uuml;ber einem Jahr im Sejm. Eingebracht hatte sie die rechtspopulistische Oppositions-Partei Kukiz&lsquo;15, doch bisher hatte die Mehrheit des Parlaments sie ignoriert. Marek Jakubiak, Abgeordneter von Kukiz&lsquo;15, freut sich &uuml;ber die Kehrtwende, die sich auch gegen den Kult um die Ukrainische Aufstandsarmee wendet &ndash; und gegen ihren damaligen Anf&uuml;hrer: Stepan Bandera.\n<blockquote><p>\n&ldquo;Ein gro&szlig;er Teil der Ukrainer h&auml;ngt leider dem Bandera-Kult an. In Lemberg gibt es schon zwei Bandera-Stra&szlig;en. Aber Bandera war ein Bandit, der in Polen in den 1930er-Jahren zum Tod verurteilt wurde, weil er an der Ermordung eines Ministers beteiligt war. Wir Polen k&ouml;nnen uns das nicht bieten lassen.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Bandera und der Ukrainischen Aufstandsarmee werden Massaker w&auml;hrend des Zweiten Weltkriegs angelastet, denen in der Westukraine zigtausende polnische Zivilisten zum Opfer fielen &ndash; etwa in der Region Wolhynien. Das Gesetz soll es verbieten, diese Verbrechen zu leugnen, sonst droht eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/polen-und-ukraine-die-vergangenheit-spaltet-die.795.de.html?dram:article_id=400114\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Wenn der Schein tr&uuml;gt<\/strong><br>\nVor einem Jahr wurden in Indien &uuml;ber Nacht mehr als drei Viertel des Bargelds entwertet. Die Folge: Jobverlust, Korruption und Tod.<br>\n&bdquo;Ich hatte im Fernsehen davon erfahren&ldquo;, sagt Sajid (29), der einen kleinen Friseurladen in einem Vorort Delhis betreibt. In der Nacht zum 9. November 2016 wurden in Indien &uuml;ber drei Viertel des Bargelds entwertet. Das hatte Premierminister Narendra Modi wenige Stunden zuvor verk&uuml;ndet. Damit wurden die bisher gr&ouml;&szlig;ten Banknoten (500 und 1.000 Rupien) im Wert von 6,65 und 13,30 Euro f&uuml;r ung&uuml;ltig erkl&auml;rt. Angeblich zur Bek&auml;mpfung von &bdquo;Terrorismus, Korruption und Schwarzgeld aus dem Ausland&ldquo;.<br>\nSp&auml;ter hie&szlig; es: um die Bev&ouml;lkerung an das digitale Bankensystem anzuschlie&szlig;en. Dabei ist nicht alles Bargeld per se Schwarzgeld. Viele Inder hatten Ersparnisse in Scheinen aufbewahrt, um etwa Geld f&uuml;r einen Arztbesuch zu haben oder weil sie zu den 165 Millionen geh&ouml;ren, die gar kein Bankkonto besitzen.<br>\n&bdquo;Ich respektiere meinen Premierminister&ldquo;, sagt Sajid. Doch die Reform sei ein Fehler gewesen. Entwertete Scheine hatte er anfangs angenommen und versuchte sie sp&auml;ter zu tauschen. Doch musste er die H&auml;lfte seiner Angestellten entlassen. &bdquo;Die Demonetarisierung traf die &Auml;rmsten der Armen&ldquo;, sagt der &Ouml;konom Ashish Kulkarni.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Folgen-der-Demonetarisierung-in-Indien\/!5457943\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Denkmal f&uuml;r die Geiselnehmer<\/strong><br>\nDie Bus-Skulptur &raquo;Monument&laquo; des Deutsch-Syrers Manaf Halbouni, die jetzt in Berlin aufgestellt wird, ist keine &raquo;Anti-Kriegs-Skulptur&laquo;, wie es allerorten hei&szlig;t. Sie ist ein Denkmal f&uuml;r die K&auml;mpfer der Al-Nusra-Front, die die syrische Stadt Aleppo bis zu ihrer Befreiung durch die russische und syrische Armee als Geisel f&uuml;r ihre westlich gef&ouml;rderten Umsturzfantasien genommen hatten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1069671.monument-denkmal-fuer-die-geiselnehmer.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Ohne Tote kein R&uuml;cktritt<\/strong><br>\nIm Publikum sind etliche Uniformen zu sehen, die Polizeif&uuml;hrung ist stark vertreten. Im Festsaal der B&uuml;rgerschaft hat sich zur dritten Sitzung des Sonderausschusses zum G20-Gipfel in Hamburg deutlich mehr als dessen 19 Mitglieder versammelt. Vor der Sitzung richten sich alle Kameras auf Hamburgs B&uuml;rgermeister Olaf Scholz (SPD). Er ist eingeladen, um Rede und Antwort zu stehen zum ersten von drei Fragekomplexen rund um den G20-Gipfel: der Vorbereitungsphase.<br>\nZum Missfallen der Oppposition h&auml;lt Scholz zun&auml;chst einen l&auml;ngeren Vortrag &ndash; Fragen sind erst im Anschluss m&ouml;glich. Nach dem gleichen Muster waren auch die Auftritte der politisch und polizeilich Verantwortlichen bei den vorigen Sitzungen des Ausschusses abgelaufen. Scholz habe nur wiederholt, was er in mehreren B&uuml;rgerschaftsitzungen zum Thema bereits gesagt habe, kritisiert Andr&eacute; Trepoll, Fraktionsvorsitzender der CDU, deswegen nach der Einf&uuml;hrungsrede von Scholz. (&hellip;)<br>\nEinmal mehr verdeutlicht Olaf Scholz, wie sehr er der Eskalationsstrategie der Hamburger Polizeif&uuml;hrung unter Hartmut Dudde folgte. Dies wurde aus der gesamten Darstellung der Gipfelvorbereitung deutlich, die am Donnerstagabend von Lob f&uuml;r das Agieren der Polizei und Abscheu gegen&uuml;ber einer von ihm als &raquo;Terror&laquo; klassifizierten linksradikalen Militanz gekennzeichnet ist. Auch auf mehrfache hartn&auml;ckige Nachfragen von Abgeordneten der Oppositionsparteien CDU, FDP und LINKE kam kein Eingest&auml;ndnis von Scholz, dass er sich bei der Vorbereitung des G20-Gipfels von einer Selbst&uuml;bersch&auml;tzung der Hamburger Polizeif&uuml;hrung hat t&auml;uschen lassen.<br>\n&raquo;Die selbstherrlichen Aussagen hat er zwar zum Teil zur&uuml;ckgenommen&laquo;, so LINKEN-Politikerin Schneider: &raquo;Aber Scholz ist nicht bereit, sich ernsthaft damit auseinander zu setzen, wie es zu diesen Fehleinsch&auml;tzungen kommen konnte.&laquo; Nur in einer Extremsituation, die zum Gl&uuml;ck nicht eintrat, w&auml;re er zur&uuml;ckgetreten, so Scholz: Wenn es bei den G20-Krawallen ein Todesopfer gegeben h&auml;tte. Auf eine Frage der Fraktionsvorsitzenden der LINKEN, Cansu &Ouml;zdemir, erkl&auml;rte Scholz: &raquo;Ich h&auml;tte die Konsequenz ziehen m&uuml;ssen, auch wenn klar gewesen w&auml;re, dass ich nichts falsch gemacht habe.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1069675.g-in-hamburg-ohne-tote-kein-ruecktritt.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Aber auch trotz der insbesondere rechtlich sehr fragw&uuml;rdigen Vorkommnisse um den G20-Gipfel in Hamburg scheint sich der B&uuml;rgermeister und SPD-Vize, Herr Scholz, f&uuml;r h&ouml;here &Auml;mter berufen zu f&uuml;hlen. Zu einer kritischen Selbstreflexion ist er offenbar nicht in der Lage &ndash; nicht lediglich in dieser Angelegenheit.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Alltagsrassismus ist jetzt in &Ouml;sterreich salonf&auml;hig<\/strong><br>\nNach einem Wahlsieg der Rechten steht &Ouml;sterreich eine Koalition aus &Ouml;VP und FP&Ouml; bevor. Mit Sorge beobachtet der Journalist Emran Feroz die zunehmende Islamophobie. Er ist mit Spr&uuml;chen wie &ldquo;Daham statt Islam&rdquo; aufgewachsen.<br>\nVor einigen Jahren wurde ich noch bel&auml;chelt. Strache und seine FP&Ouml; im Zentrum der Macht? Niemals! Die Rechten &ndash; oder Rechtsextremisten, um genauer zu sein &ndash; nimmt ja niemand ernst. Und au&szlig;erdem: Das bisschen Pluralit&auml;t tut der Debatte gut. Demokratie muss so etwas aushalten k&ouml;nnen. So etwas h&ouml;rte ich immer wieder, vor allem von &Ouml;sterreichern, die keine unmittelbare Migrationserfahrung haben wie ich.<br>\nGeboren und aufgewachsen bin ich in Innsbruck. Meine Eltern stammen allerdings aus Afghanistan. W&auml;re damals die FP&Ouml; an der Macht gewesen, h&auml;tten sie wahrscheinlich, wie viele andere Menschen, nie einreisen d&uuml;rfen. &Ouml;sterreicher aus Migrantenfamilien, allen voran aus muslimischen, waren schon immer das Angriffsziel der FP&Ouml;. &ldquo;Daham statt Islam&rdquo;, &ldquo;Isst du Schwein, darfst du rein&rdquo;, mit diesen Spr&uuml;chen bin ich aufgewachsen. Du l&auml;ufst durch die Stadt, siehst die Plakate und wei&szlig;t, dass diese Menschen dich hassen &ndash; und wollen, dass dich noch mehr Leute hassen. Ein Austro-Afghane passt eben nicht in ihr &Ouml;sterreichbild.<br>\nWer h&auml;tte vor einigen Jahren gedacht, dass &Ouml;VPler Sebastian Kurz, der damals frisch gek&uuml;rte Integrationsminister, der stets vom Miteinander und von Dialog sprach, eines Tages an der Spitze der &ouml;sterreichischen Regierung stehen und mit den rechtsextremen K&ouml;pfen der FP&Ouml; koalieren w&uuml;rde? Wahrscheinlich niemand.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/austro-afghane-emran-feroz-ueber-die-fpoe-alltagsrassismus.1005.de.html?dram:article_id=400162\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Jamaika &ndash; die Stimmung kippt<\/strong><br>\nJe l&auml;nger die Unterh&auml;ndler einer m&ouml;glichen schwarz-gelb-gr&uuml;nen Koalition reden, desto mehr sinkt die Zustimmung zu einem solchen B&uuml;ndnis: 45 Prozent der Deutschen finden eine Jamaika-Koalition sehr gut beziehungsweise gut. Das sind zw&ouml;lf Punkte weniger als im Vormonat. Mittlerweile meint eine Mehrheit &ndash; n&auml;mlich 52 Prozent &ndash; dass ein solches B&uuml;ndnis weniger gut oder schlecht f&uuml;r Deutschland w&auml;re. Das hat eine Umfrage von Infratest Dimap f&uuml;r den ARD-DeutschlandTrend ergeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/deutschlandtrend-999.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Die &Uuml;berschrift m&uuml;sste doch eigentlich lauten: Die durch den Medienhype k&uuml;nstlich erzeugte Stimmung f&uuml;r Jamaika kippt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Das Letzte: &bdquo;Bild&ldquo; denkt auch an die Kleinen<\/strong><br>\nRegt sich hier irgendjemand &uuml;ber die Million&auml;re, Milliard&auml;re und Riesenkonzerne auf, die laut &bdquo;Paradise Papers&ldquo; der &bdquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&ldquo; in Steuerparadiesen und mit Briefkastenfirmen unglaublich viel Steuern sparen? Ja? Dann mal halblang! &bdquo;Die kleinen Leute&ldquo; machen das doch auch: \n<div class=\"external-2click\" data-provider=\"X (Twitter)\" data-provider-slug=\"twitter\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Tweets werden Daten an X (ehemals Twitter) &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von X (Twitter) zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><blockquote class=\"external-2click-target twitter-tweet\" data-lang=\"de\">\n<p lang=\"de\" dir=\"ltr\">Wenn der Staat von Reichen und Superreichen um Milliarden Euro geprellt wird, schreibt <a href=\"https:\/\/twitter.com\/BILD?ref_src=twsrc%5Etfw\">@BILD<\/a>: \"Die Kleinen sind auch nicht besser.\" Wenn der Staat von einem Asylbewerber um 21.701 Euro betrogen wird, schreibt \"Bild\": \"Das macht richtig w&uuml;tend\": <a href=\"https:\/\/t.co\/tSRLiR0Mpd\">https:\/\/t.co\/tSRLiR0Mpd<\/a> <a href=\"https:\/\/t.co\/f6EroM9FF6\">pic.twitter.com\/f6EroM9FF6<\/a><\/p>\n<p>&mdash; BILDblog (@BILDblog) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/BILDblog\/status\/928741919127109633?ref_src=twsrc%5Etfw\">9. November 2017<\/a><\/p><\/blockquote><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"twitter\">Inhalte von X (Twitter) nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div>\n<p><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.bildblog.de\/94783\/bild-denkt-auch-an-die-kleinen\/\">BildBlog<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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