{"id":41035,"date":"2017-11-13T08:30:02","date_gmt":"2017-11-13T07:30:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41035"},"modified":"2017-11-13T08:30:02","modified_gmt":"2017-11-13T07:30:02","slug":"hinweise-des-tages-2998","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41035","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41035#h01\">Lafontaine will Erneuerung der Linken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41035#h02\">Saudi Arabien\/Libanon<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41035#h03\">Paradise Papers<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41035#h04\">M&uuml;llers Memo &ndash; BIP, BIP, hurra!?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41035#h05\">Steigende Baulandpreise sind genauso ein Problem wie der Klimawandel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41035#h06\">Kurz vor dem Knall<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41035#h07\">Wagenknecht gegen Einwanderungsgesetz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41035#h08\">Die schwierigste Steuerreform aller Zeiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41035#h09\">Fiskalpolitik: Neue Einsichten beim Mainstream?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41035#h10\">So hart geht TV-Starkoch Rosin mit der eigenen Branche ins Gericht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41035#h11\">R&uuml;tteln am Acht-Stunden-Tag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41035#h12\">Die Klimazitate der FDP im Faktencheck &ndash; Liberale Fakten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41035#h13\">Gewerkschaften f&uuml;r ambitionierten Klimaschutz und einen gerechten &Uuml;bergang<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41035#h14\">Monsanto droht mit Schadenersatzklage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41035#h15\">Deutsche Kampfjets fliegen erstmals &uuml;ber Israel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41035#h16\">Welche Art von Gesellschaft wollen wir?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41035#h17\">Jeder Preis ist geringer als Neuwahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41035#h18\">Die CIA und die Kultur &ndash; Wie man die gro&szlig;en W&ouml;rter klaut<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Lafontaine will Erneuerung der Linken<\/strong><br>\nInterview des Redaktionsnetwerks Deutschland mit Oskar Lafontaine (&hellip;)<br>\nSPD-Chef Martin Schulz will jetzt einen Linksruck. Wie beobachten Sie die Debatten &uuml;ber die Neuaufstellung in Ihrer alten Partei?<br>\nOskar Lafontaine: Die SPD hat ihre Glaubw&uuml;rdigkeit verloren. Es gab im letzten Bundestag eine rot-rot-gr&uuml;ne Mehrheit beispielsweise f&uuml;r einen h&ouml;heren  Mindestlohn, f&uuml;r bessere Renten oder f&uuml;r ein Verbot der Leiharbeit &ndash; nicht nur f&uuml;r die Ehe f&uuml;r alle. Die SPD hat diese Chance nicht genutzt. Nur mit Worten l&auml;sst sich Glaubw&uuml;rdigkeit jedoch nicht zur&uuml;ckgewinnen.<br>\nWas soll in diesem linken Programm stehen?<br>\nOskar Lafontaine: Die Wiederherstellung von Demokratie und Sozialstaat, eine Europapolitik der guten Nachbarschaft und eine Friedenspolitik nach dem Vorbild Willy Brandts. Zu dem traditionellen Thema der Linken, der ungerechten Verteilung des gemeinsam erarbeiteten Wohlstandes, kommt als neues gro&szlig;es Thema die Enteignung des Privatlebens der Menschen durch Google, Facebook oder andere Internetkonzerne. Wir brauchen eine &ouml;ffentlich-rechtliche Plattform, in der das Privatleben der Internetnutzer gesch&uuml;tzt und die Ausbeutung des Lebens zu kommerziellen Zwecken verhindert wird. Wenn US-Konzerne in Zukunft das Verhalten der Menschen steuern, dann ist das das Ende einer humanen und demokratischen Gesellschaft.<br>\nWer soll so ein Programm schreiben?<br>\nOskar Lafontaine: Wir brauchen eine neue Sammlungsbewegung der politischen Linken. In Frankreich kann man beobachten, wie neue politische Bewegungen wie &bdquo;La France insoumise&ldquo; und &bdquo;La R&eacute;publique en marche&ldquo; versuchen, das erstarrte Parteiensystem zu &uuml;berwinden. Wenn die politische Linke keinen Ausweg aus ihrer gegenw&auml;rtigen Schw&auml;che findet, wird die Ungleichheit wachsen und die Demokratie weiter ausgeh&ouml;hlt werden.<br>\nJetzt ist f&uuml;r viele Arbeitnehmer, die bislang links gew&auml;hlt haben, die AfD die Protestpartei. Sie mahnen seit der Wahl und den hohen Stimmenverlusten in Ostdeutschland mehr Realismus der Linken beim Thema offene Grenzen an. Um die Rechten rechts zu &uuml;berholen?<br>\nOskar Lafontaine: Die AfD will wie die Jamaika-Parteien Steuerungerechtigkeit und Sozialk&uuml;rzungen und ein Einwanderungsgesetz, um qualifizierte Arbeitskr&auml;fte nach Deutschland zu holen. DIE LINKE ist dem Grundsatz der sozialen Gerechtigkeit verpflichtet. Das bedeutet, zuerst dort zu helfen, wo die Not am gr&ouml;&szlig;ten ist: in den Fl&uuml;chtlingslagern und in den L&auml;ndern, in denen die Menschen unter Hunger und Krankheit leiden. Im Gegensatz zu den neoliberalen Parteien bek&auml;mpft DIE LINKE unfaire Handelsvertr&auml;ge, die sich hinter dem besch&ouml;nigenden Wort Freihandel verbergen. Offene Grenzen f&uuml;r alle Menschen, alle Waren und jedes Geld  f&uuml;hren im Ergebnis dazu, dass die Wirtschaft in den unterentwickelten L&auml;ndern Schaden nimmt. Es ist unverantwortlich, die qualifizierten Menschen aus diesen L&auml;ndern abzuwerben und gleichzeitig durch die forcierte Zuwanderung Geringqualifizierter die Lohnkonkurrenz im Niedriglohnsektor zu versch&auml;rfen, was alle Unternehmerverb&auml;nde fordern. Offene Grenze f&uuml;r alles und alle ist die Grundformel des Neoliberalismus.<br>\nWie aber wollen Sie die fr&uuml;heren W&auml;hler von der AfD zur&uuml;ckholen? Grenzen dicht?<br>\nOskar Lafontaine: Die Aufnahme von politisch Verfolgten und Kriegsfl&uuml;chtlingen ist eine moralische Verpflichtung. Die Grenzen m&uuml;ssen offen bleiben, aber der Grenzverkehr muss reguliert werden. Die Wiederherstellung des Sozialstaates und die gleichzeitige Aufkl&auml;rung dar&uuml;ber, dass die AfD eine Sozialabbau-Partei ist, sind die wichtigsten Ma&szlig;nahmen, um ihren weiteren Aufstieg zu bremsen. Da eine Gesellschaft ebenso wie jeder einzelne Mensch nur in begrenztem Umfang helfen kann, kommt auch die Linke an einer Begrenzung und Steuerung der Zuwanderung nicht vorbei. Bleiberecht und 1050 Euro f&uuml;r alle, die zu uns kommen, sind wirklichkeitsfremd.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.oskar-lafontaine.de\/links-wirkt\/details\/b\/1\/f\/1\/t\/lafontaine-will-erneuerung-der-linken\/%20\">Oskar Lafontaine<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Saudi Arabien\/Libanon<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>What are the Saudis really up to with Lebanese &lsquo;hostage&rsquo; Hariri?<\/strong><br>\nRiyadh almost certainly forced the resignation of Lebanon&rsquo;s prime minister. As rumors swirl of his being &ldquo;held against his will&rdquo; and a complex Saudi drama plays out, Beirut is impatient to know why<br>\nThe talk of the town in Beirut is that former Prime Minister Saad al-Hariri is being &ldquo;held against his will&rdquo; by Saudi authorities and prevented from returning home to Lebanon. The bizarre story has gone viral on social media networks and around the cafes of Beirut, having first surfaced last week on the front page of the pro-Hezbollah daily al-Akhbar, which described him as a &ldquo;hostage.&rdquo;<br>\nThis was shortly after Hariri had announced his resignation as prime minister &ndash; in Riyadh, rather than Beirut &ndash; on the very same day that the Crown Prince of Saudi Arabia, Mohammad Bin Salman, arrested 11 powerful princes in a massive crackdown against opponents, critics, and doubters, all under the pretext of &ldquo;fighting corruption.&rdquo; [&hellip;]<br>\nPresident Michel Aoun is said to have spoken with Hariri, and has said that he will not accept the resignation until Hariri comes to Beirut and explains it in person. Hariri promised to do so later last week &ndash; but he failed to, and has stopped taking calls from the president, who on Saturday issued a statement complaining that &ldquo;Lebanon does not accept its prime minister being in a situation at odds with international treaties.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.atimes.com\/article\/saudis-really-lebanese-hostage-hariri\/\">Asia Times<\/a><\/li>\n<li><strong>Saudi Crown Prince poised to take over as King: sources<\/strong><br>\nAnti-corruption drive expands with arrest of hundreds of businessmen; $800 billion in assets targeted<br>\nThe Saudi &ldquo;anti-corruption&rdquo; crackdown led by Crown Prince Mohammed bin Salman (MBS), which initially netted 11 princes and a few dozen ministers and former ministers, has caught up with hundreds of businessmen, who are being detained in the luxurious Ritz Carlton and other hotels in Riyadh. The Wall Street Journal reports the Crown Prince is targeting an astonishing $800 BILLION in assets believed to be held in 1,700 frozen bank accounts.<br>\nThe latest speculation, to which we give substantial credence, is that the Crown Prince will top up his coup by having himself crowned King &ldquo;in a matter of days,&rdquo; according to our sources. Al-Arabiya, the Saudi-owned pan-Arab television news channel, posted on Twitter on Wednesday that the abdication may be imminent but then deleted the post.<br>\nHow will this play out further?<br>\nNot even the key players probably know. But it is entirely possible &ndash; in the midst of feuding in the royal family &ndash; that the entire Saudi Monarchy could be overthrown and replaced by a military junta much as happened in Egypt in 1952, when King Faruq was overthrown and replaced by military leaders Muhammad Naguib and Gamal Abdel Nasser.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.atimes.com\/article\/saudi-crown-prince-poised-take-king-sources\/\">Asia Times<\/a><\/li>\n<li><strong>Saudi &ldquo;Deep State&rdquo; Prince Bandar Among Those Arrested In Purge: Report<\/strong><br>\nAccording to a new report by Middle East Eye, Prince Bandar bin Sultan &ndash; Saudi Arabia&rsquo;s most famous arms dealer, longtime former ambassador to the US, and recent head of Saudi intelligence &ndash; was among those detained as part of Crown Prince Mohammed bin Salman&rsquo;s (MBS) so-called &ldquo;corruption purge&rdquo; that started with the initial arrests of up to a dozen princes and other top officials last weekend.<br>\nIf confirmed, the arrest and detention of Bandar would constitute the most significant and high profile figure caught up in the purge &ndash; even above that of high profile billionaire investor Prince Alwaleed Bin Talal &ndash; given Bandar&rsquo;s closeness to multiple US administrations and involvement in events ranging from Reagan&rsquo;s Nicaraguan Contra program (including direct involvement in the Iran-Contra scandal), to making the case for the Iraq War as a trusted friend of Bush and Cheney, to directing US-Saudi covert operations overseeing the arming of jihadists in Syria.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zerohedge.com\/news\/2017-11-10\/saudi-deep-state-prince-bandar-bin-sultan-among-those-arrested-purge-report\">Zero Hedge<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Wir w&uuml;rden Ihnen nat&uuml;rlich auch lieber deutschsprachige Links zum Thema pr&auml;sentieren, aber leider versagen die deutschen Medien beim Thema &bdquo;Saudi Arabien&ldquo; auf ganzer Linie.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Paradise Papers<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Milliarden ja, Migranten nein<\/strong><br>\nDer eigentliche Skandal, den die &laquo;Paradise Papers&raquo; aufdecken: dass die Konzerne und Staaten die armen L&auml;nder v&ouml;llig gesetzeskonform ausrauben.<br>\nEs waren deutliche Worte von Bundesr&auml;tin Simonetta Sommaruga letzte Woche in der WOZ: &laquo;Die afrikanischen Staaten wurden aus der Kolonialisierung entlassen, doch die Ausbeutung geht unvermindert weiter.&raquo; Sie klingen inzwischen wie der Auftakt zu den sogenannten Paradise Papers, anhand deren ein Zeitungsverbund etwa aufgedeckt hat, wie der Zuger Rohstoffgigant Glencore mit einem dubiosen Mittelsmann den Kongo um j&auml;hrlich fast eine halbe Milliarde US-Dollar gebracht hat.<br>\nHier im Westen starrt man ansonsten vor allem auf das Symptom dieser Ausbeutung: Jeden Monat versuchen Tausende von M&auml;nnern, Frauen und Kindern aus dem Elend hierherzufl&uuml;chten.<br>\nJeden Tag geraten nun neue Schurken und Schmutzkonzerne durch die Paradise Papers ins Scheinwerferlicht, die mit ihren Deals unter anderem Entwicklungsl&auml;nder um Milliarden prellen &ndash; oft ganz legal. Beleuchten muss man jedoch vor allem das System, das solche Gesch&auml;fte erst erm&ouml;glicht. Vor allem das hiesige System f&uuml;r globale Konzerne. Dieses steht auf zwei S&auml;ulen: Die erste sind die weltweit rekordtiefen Steuern, mit denen Konzerne angelockt werden, die hier die Gewinne ihrer ausl&auml;ndischen T&ouml;chter versteuern. Die zweite besteht darin, dass die Schweiz nicht gross danach fragt, wie diese ihr Geld verdienen.<br>\nEs ist zu einfach, sich &uuml;ber die Schurken und Schmutzkonzerne zu emp&ouml;ren. Wir alle profitieren von diesem System: Es l&auml;sst Milliarden in die hiesigen Staatskassen sprudeln.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.woz.ch\/1745\/paradise-papers\/milliarden-ja-migranten-nein\">WOZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Wer ist hier gierig?<\/strong><br>\nLeaks wie die Paradise Papers sind ein erster Schritt hin zur so n&ouml;tigen globalen Zivilgesellschaft. Noch immer aber verteidigen manche Steueroasen &ndash; als Korrektiv zur &ldquo;Gier&rdquo; des Staats.<br>\n&ldquo;Steueroasen bieten einen Schutz vor der Gier der Finanzminister.&rdquo; &ndash; Olaf Gersemann, Ressortleiter Wirtschaft, Finanzen, Immobilien &ldquo;Die Welt&rdquo;<br>\nWenn Sie h&auml;ufiger in den sozialen Medien unterwegs sind, haben Sie diesen bemerkenswerten Videokommentar eines &ldquo;Welt&rdquo;-Ressortleiters vielleicht schon gesehen. Olaf Gersemann lobt darin Steueroasen &ndash; er benutzt wirklich dieses Wort, keinen Euphemismus wie Offshorekonten. Sie seien dringend n&ouml;tig f&uuml;r Leute, &ldquo;die zu viel Geld haben, um es in der Matratze oder im Wandtresor unterzubringen&rdquo;.<br>\n Aber auch wir nicht Superreichen sollten uns freuen, dass es Steueroasen gibt, sagt Gersemann, wegen der &ldquo;Gier der Finanzminister&rdquo;. Was der Journalist wohl tats&auml;chlich meint, ist vielmehr die &ldquo;Gier&rdquo; des Staates, denn der Bundesfinanzminister verdient nicht mehr, wenn der Staat mehr Steuern einnimmt.<br>\nDie eigenen Angestellten um ihr Gehalt prellen<br>\nZur Erinnerung: Wir leben in einer Demokratie. Das Parlament, aus dem heraus eine Regierung gebildet wird, vertritt uns, den Souver&auml;n. Die Steuern, die demokratische Staaten erheben, sind f&uuml;r den Einzelnen oder f&uuml;r Unternehmen zweifellos unangenehm, aber sie entsprechen dem demokratischen Grundkonsens: Der Staat darf von seinen B&uuml;rgern Geld einziehen, um damit den Aufgaben nachzukommen, f&uuml;r die wir ihn geschaffen haben. Steuern sind kein Almosen, das wir einer liebenswerten, aber vertrottelten NGO zukommen lassen, wenn es uns gerade in den Kram passt. Steuern sind das finanzielle Fundament unseres friedlichen Zusammenlebens. [&hellip;]<br>\nEurop&auml;ische Staaten lassen sich seit vielen Jahren von gro&szlig;en Unternehmen so gegeneinander ausspielen, dass sie selbst innerhalb der EU immer jemanden finden, der ihnen das Steuernzahlen fast oder ganz erspart. Irland, Luxemburg, die Niederlande, irgendjemand findet sich immer, der Anw&auml;lten und Buchhaltern unter die Arme greift. Und auch Deutschland steht gerne mal treu an der Seite derer, die lieber nicht verraten wollen, wie viel sie in welchem Land erwirtschaften. Das globale Kapital l&auml;sst die Nationalstaaten nach seiner Pfeife tanzen. F&uuml;r das, was dadurch fehlt, kommen selbstverst&auml;ndlich wir alle auf, wir Steuerzahler. Politisches Kapital schlagen aus diesem Umstand derzeit vor allem die Populisten von rechts und links.<br>\nNationale Zivilgesellschaften gegen internationale Konzerne<br>\nOffenbar ist der Druck, den von multinationalen Konzernen finanzierte Lobbyisten auf unsere gew&auml;hlten Volksvertreter aus&uuml;ben, bislang weit effektiver als der, den wir, die Arbeitgeber dieser Volksvertreter, zustande bringen. Auch weil wir eben selbst nur nationalstaatlich organisiert sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/mensch\/steueroasen-wer-bitte-ist-hier-gierig-kolumne-a-1177441.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Nicht nur WELT-Autor Gersemann nutzt die Paradise Papers f&uuml;r einen libert&auml;ren Rundumschlag. Auch FAZ-Enfant-Terrible Rainer Hank schwingt sein publizistisches Breitschwert gegen den verhassten Staat &hellip;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Legal, illegal, ganz egal<\/strong><br>\nDie &bdquo;Paradise Papers&ldquo; enth&uuml;llen, wo die Gewinne der Konzerne stecken. H&ouml;chste Zeit, grunds&auml;tzlich zu werden: Warum zahlen Unternehmen &uuml;berhaupt Steuern?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/warum-aergern-sich-alle-ueber-die-paradise-papers-15288010.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Von der Wohlfahrt zur Wohlt&auml;tigkeit<\/strong><br>\nPR-Coups superreicher Philanthropen produzieren immer neue Schlagzeilen. Nun aber lassen die Enth&uuml;llungen der Paradise-Papers um Bono aufhorchen. Sie stehen f&uuml;r die ganze Bigotterie der inszenierten Wohlt&auml;tigkeit.<br>\nBono, Frontman der Kultband U2, zeitweise Pr&auml;sidentschaftskandidat der Weltbank, ist unerm&uuml;dlich im Einsatz f&uuml;r eine bessere Welt. Mit &bdquo;Jubilee 2000&ldquo; warb er f&uuml;r einen Schuldenerlass f&uuml;r die &auml;rmsten L&auml;nder. Kurz darauf gr&uuml;ndete er zusammen mit Microsoft-Gr&uuml;nder Bill und dessen Frau Melinda Gates 2002 die Organisation &bdquo;Debt, AIDS, Trade in Africa&ldquo; (DATA), die sich f&uuml;r Schuldenerlass, Freihandel und die Bek&auml;mpfung von AIDS in Afrika einsetzt. Bono hat daf&uuml;r zahlreiche Preise, Ehrungen und Auszeichungen bekommen.<br>\nDoch das Bild des makellosen Wohlt&auml;ters tr&auml;gt sp&auml;testens durch die Ver&ouml;ffentlichung der Paradise Papers Risse. Auch er war auf den Listen zu finden, soll ein verzweigtes Firmengeflecht von Briefkastenfirmen haben, &uuml;ber die er in ein Einkaufszentrum in Litauen investiert hat. Das Einkaufszentrum wiederum soll in den zehn Jahren seines Bestehens keinerlei Steuern auf Unternehmensgewinne gezahlt haben.<br>\nDass solche Praktiken g&auml;ngige Praxis sind, wei&szlig; man sp&auml;testens seit den Panama Papers. Soweit, so unspektakul&auml;r. Der fade Beigeschmack entsteht, weil ausgerechnet er, als vermeintliches Vorbild und moralische Instanz, involviert ist. Dabei war schon zuvor bekannt, dass Bono, w&auml;hrend er unerm&uuml;dlich die Industriestaaten zur Erh&ouml;hung der Entwicklungshilfe auffordert, einen Teil seiner Einnahmen in den Niederlanden versteuert, wo er nur etwa ein Prozent an den Fiskus abf&uuml;hren muss.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2017\/11\/von-der-wohlfahrt-zur-wohltaetigkeit\/\">Makroskop<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>M&uuml;llers Memo &ndash; BIP, BIP, hurra!?<\/strong><br>\nJetzt ist es amtlich: Deutschlands Wirtschaft droht eine &Uuml;berhitzung. Das sollte die gesamte wirtschaftspolitische Agenda auf den Kopf stellen.<br>\nEs sind eigenartige Zeiten. Eine Million Arbeitspl&auml;tze in Deutschland sind unbesetzt; es gebe einfach nicht genug geeignete Bewerber, sagen die Unternehmen. Im Radio, auf Plakaten, im Netz &ndash; &uuml;berall buhlen Firmen um neue Mitarbeiter. Nie seit der Wiedervereinigung war die Nachfrage nach Besch&auml;ftigten so gro&szlig;. Nie war die Arbeitslosenquote so niedrig.<br>\nDie ganze Wirtschaft ist in Schwung: Der Bau boomt. Der Export brummt. Viele Deutsche gehen shoppen. Die Stimmung bei den Unternehmen ist rekordverd&auml;chtig gut. Dienstag gibt&rsquo;s neue Zahlen zum Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in der Bundesrepublik, der EU und der Eurozone.<br>\nDeutschland stecke in einem &Uuml;berhitzungsszenario, warnt jetzt der Sachverst&auml;ndigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (&ldquo;F&uuml;nf Weise&rdquo;). Eine Diagnose, die wir an dieser Stelle schon mehrfach diskutiert haben.<br>\nInzwischen ist der Befund unter &Ouml;konomen fast ein Allgemeinplatz: Deutschlands Wirtschaft ist im Begriff zu &uuml;berhitzen. Entsprechend sollten sich die wirtschaftspolitischen Priorit&auml;ten radikal ver&auml;ndern. Nur im politischen Raum und bei den Gespr&auml;chen der schwarz-gelb-gr&uuml;nen M&ouml;chtegern-Koalition&auml;re ist davon kaum die Rede.<br>\nAber irgendetwas fehlt. Dieser Boom weist Eigenartigkeiten auf, die es in fr&uuml;heren Aufschwungphasen nicht gab. [&hellip;]<br>\nWas also tun?<br>\nErstens, alles vermeiden, was eine weitere &Uuml;berhitzung bef&ouml;rdert. Also: jetzt keine Steuersenkungen, keine gro&szlig; angelegten Investitionsprogramme. Die schwarze Null im Staatshaushalt &ndash; die absurderweise inzwischen den Rang eines deutschen Glaubensbekenntnisses hat &ndash; scheint einstweilen ein vern&uuml;nftiger Kompromiss zwischen den Erfordernissen der Binnenkonjunktur und den hohen au&szlig;enwirtschaftlichen &Uuml;bersch&uuml;ssen zu sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/deutschlands-wirtschaft-ueberhitzt-muellers-memeo-a-1177571.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Das Ausma&szlig; an ver&ouml;ffentlichtem Wahnsinn ist wirklich besorgniserregend. Die Wirtschaft &ldquo;&uuml;berhitzt&rdquo;, sichtbar an der superniedrigen Inflation und einer &ldquo;schwache[&hellip;] Dynamik&rdquo; bei den Investitionen. In Deutschland fehlen (bei 4 Millionen Arbeitslosen) Arbeitskr&auml;fte, erkennbar am extrem niedrigen Lohnanstieg und dem Zuzug von Millionen Arbeitskr&auml;ften aus der EU, wobei das hohe Angebot die L&ouml;hne dr&uuml;ckt. Staatliche und Firmen-Investitionen sind zu niedrig, weshalb blo&szlig; keine Investitionsprogramme aufgelegt werden sollen, die auch die viel zu &ldquo;hohen au&szlig;enwirtschaftlichen &Uuml;bersch&uuml;ssen&rdquo; senken k&ouml;nnten. &ldquo;absurd&rdquo; ist das einzig treffende Wort in dieser Verr&uuml;cktheit, die Henrik M&uuml;ller hier vorgelegt hat.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Alle paar Monate mal wieder kommt Henrik M&uuml;ller mit seinen abstrusen &Uuml;berhitzungsfantasien. Wir hatten das im Artikel &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38642\">Prof. Dr. Boom &hellip; Journalismus von seiner bizarrsten Seite<\/a>&ldquo; schon ausgiebig gew&uuml;rdigt. Es ist wirklich nur noch absurd.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Steigende Baulandpreise sind genauso ein Problem wie der Klimawandel<\/strong><br>\nDer fr&uuml;here SPD-Vorsitzende und M&uuml;nchner Oberb&uuml;rgermeister Hans-Jochen Vogel dr&auml;ngt die Politik, gegen Bodenspekulation vorzugehen.<br>\nHans-Jochen Vogel fordert den neuen Bundestag auf, endlich gegen Bodenspekulation und damit gegen die dramatische Steigerung von Baulandpreisen und Mietkosten vorzugehen. &ldquo;Ich tue das aus Sorge, dass wir die Dinge weiter treiben lassen und damit die soziale Kluft in unserem Lande noch weiter verbreitern&rdquo;, schreibt der fr&uuml;here M&uuml;nchner Oberb&uuml;rgermeister in einem Gastbeitrag f&uuml;r die S&uuml;ddeutsche Zeitung.<br>\nVon 1962 bis 2015 seien bundesweit die Baulandpreise um 1600 Prozent und die Mieten um 495 Prozent gestiegen, der normale Preisindex hingegen nur um 302 Prozent &ndash; eine Entwicklung, die bereits Anfang der Siebzigerjahre abzusehen gewesen sei. &ldquo;Im Gegensatz zu damals gibt es heute aber noch nicht einmal eine &ouml;ffentliche Diskussion dar&uuml;ber&rdquo;, schreibt Vogel. Es sei sogar &ldquo;im Laufe der Zeit der Eindruck entstanden, dass man damit eben leben&rdquo; m&uuml;sse. &ldquo;Aber ich str&auml;ube mich dagegen, dass das Gemeinwohl auf diesem Gebiet vor der Macht des Marktes kapituliert&rdquo;, so der 91-j&auml;hrige SPD-Politiker. [&hellip;]<br>\nFast alle Initiativen f&uuml;r grundlegende gesetzliche &Auml;nderungen seien aber gescheitert und mit den Jahren eingeschlafen. Selbst die SPD habe sich nicht mehr an das Thema gewagt, sondern es bei Forderungen wie &ldquo;Wohnraum darf nicht zum Spekulationsobjekt werden&rdquo; belassen. Und im j&uuml;ngsten Bundestagswahlkampf sei es zwar auch um steigende Mieten gegangen. Aber &uuml;ber eine der Hauptursachen, n&auml;mlich die steigenden Baulandpreise, sei nicht gesprochen worden.<br>\nHans-Jochen Vogel fordert als ersten Schritt, dass der neue Bundestag eine Enqu&ecirc;te-Kommission einsetzt, also eine &uuml;berfraktionelle Arbeitsgruppe, &ldquo;die sich mit den Fakten besch&auml;ftigt und alle bisher bekannt gewordenen L&ouml;sungsans&auml;tze zusammenstellt&rdquo;. Das Thema m&uuml;sse ganz rasch zur&uuml;ck auf die politische Tagesordnung. &ldquo;Grund und Boden ist keine beliebige Ware, sondern eine Grundvoraussetzung menschlicher Existenz. Er ist unvermehrbar und unverzichtbar&rdquo;, schreibt Vogel. Und weiter: &ldquo;Jeder braucht ihn in jedem Augenblick seines Lebens wie das Wasser oder die Luft.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/wohnen-steigende-baulandpreise-sind-genauso-ein-problem-wie-der-klimawandel-1.3745258\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Der fr&uuml;here SPD-Vorsitzende und Fraktionsvorsitzende Hans-Jochen Vogel kommt hier auf ein Thema und auf eine Forderung zur&uuml;ck, n&auml;mlich dem Kampf gegen die Bodenspekulation, die er schon Mitte der sechziger Jahre des letzten Jahrhunderts als Oberb&uuml;rgermeister von M&uuml;nchen erhoben hatte. Damals gab es insbesondere in M&uuml;nchen eine massive Bodenspekulation. Seine Denkanst&ouml;&szlig;e von damals haben immerhin zu einer Reihe von programmatischen Aktivit&auml;ten gef&uuml;hrt: Bodenrechtsreform-Kommissions- Vorschl&auml;ge von 1972; vorher schon: die Forderung nach einer Bodenwertzuwachssteuer, die auch die nicht realisierten Gewinne betreffen sollte, im Steuerreformprogramm der SPD von 1971; Basis dieses Vorschlags war ein gemeinsames Papier von Ulrich Pfeiffer und mir zur Bodenwertzuwachssteuer im Auftrag des Wirtschaftspolitischen Clubs, der sich im Umfeld der LMU M&uuml;nchen Mitte der Sechzigerjahre zusammengefunden hatte.<\/em><br>\n<em>Ich erw&auml;hne diese Aktivit&auml;ten deshalb, weil damit der Unterschied von heute zu damals sichtbar wird: Damals war es anerkannt, respektiert und sogar gef&ouml;rdert, dass man als Politiker und Wissenschaftler gegen Spekulation anging. Heute wird die Spekulation in Aktien und analog auch auf den Immobilienm&auml;rkten als salonf&auml;hig betrachtet und sogar bewundert und gef&ouml;rdert, am meisten wohl mit der Nullzinspolitik der EZB. Weil das so ist, kann man den Vorsto&szlig; Hans-Jochen Vogels &ndash; ca. 52 Jahren nach seinem ersten Engagement &ndash; nur guthei&szlig;en und bewundern.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Kurz vor dem Knall<\/strong><br>\nArmut, Wut, Polizeigewalt &ndash; in Frankreichs verarmten Vorst&auml;dten drohen wieder schwere Krawalle. Pr&auml;sident Macron will mehr Ordnungsh&uuml;ter einsetzen. Das eigentliche Problem geht auch er nicht an. (&hellip;)<br>\nDer Staat zog in den F&uuml;nfziger- bis Siebzigerjahren in urbanen Randzonen sogenannte Cit&eacute;s empor, Hochhaussiedlungen f&uuml;r Industriearbeiter. Heute reiht sich dort Sozialwohnung an Sozialwohnung, die Arbeitslosigkeit ist hoch, und viele Bewohner, meist afrikanische und nordafrikanische Zuwanderer und deren Kinder und Enkel, f&uuml;hlen sich ausgegrenzt. (&hellip;)<br>\nSeit Ende der Siebzigerjahre kommt es in den Vorst&auml;dten immer wieder zu Krawallen, die 2005 wochenlang eskalierten. Keine Regierung hat es bisher geschafft, die sozialen Konflikte dahinter zu l&ouml;sen.<br>\nNun versucht sich Pr&auml;sident Emmanuel Macron daran: Wer Menschen aus sozial schwachen Stadtteilen unbefristet einstellt, soll eine Pr&auml;mie von 15.000 Euro bekommen. Au&szlig;erdem will Macron eine &ldquo;Polizei der allt&auml;glichen Sicherheit&rdquo; aufbauen, die sich in schwierigen Vierteln besser um die Sorgen der B&uuml;rger k&uuml;mmert. 10.000 Polizisten sollen daf&uuml;r in den kommenden Jahren neu eingestellt werden.<br>\nOb die Regierung die Probleme so in den Griff bekommt, ist fraglich. Bisher hat mehr Polizei die Lage eher versch&auml;rft: Gewalt, die von Beamten ausgehe, habe die meisten Ausschreitungen in den Vororten entfacht, sagt Politikwissenschaftler Fabien Jobard vom Centre Marc Bloch in Berlin.<br>\nManchmal reichen auch entsprechende Ger&uuml;chte &ndash; wie im Fall Yacine. Danach brannten in Aulnay-sous-bois Autos und ein Kindergarten, Hunderte Menschen demonstrierten. (&hellip;)<br>\nSeit Jahren weisen Studien darauf hin, dass das Verhalten vieler Polizisten die Spannungen in Brennpunktvierteln verschlimmert. Als besonders diskriminierend gelten dabei die h&auml;ufigen Personenkontrollen. Im Januar ergab eine Umfrage des nationalen Beauftragten f&uuml;r Menschenrechte, dass die Polizei arabisch aussehende und dunkelh&auml;utige Jugendliche 20-mal h&auml;ufiger kontrolliere. 2009 und 2012 waren andere Studien zu &auml;hnlichen Ergebnissen gekommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/lebenundlernen\/schule\/frankreich-jugendliche-in-den-banlieues-wo-polizisten-scheitern-a-1173524.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das Verhalten des franz&ouml;sischen Pr&auml;sidenten erscheint etwas ambivalent, denn einerseits soll der Staat Pr&auml;mien vergeben f&uuml;r die unbefristete Einstellung von &bdquo;Menschen aus sozial schwachen Stadtteilen&ldquo;, auf der anderen Seite d&uuml;rften seine sogenannten Reformen eben jene Menschen z.B. durch Lockerungen des K&uuml;ndigungsschutzes benachteiligen. Macron bleibt jedenfalls konsequent: Erneut sollen Arbeitgeber Vorteile erhalten.<\/em><br>\n<em>&Uuml;brigens: Ersetzen Sie doch bitte mal die Begriffe Frankreich durch Deutschland sowie afrikanische und nordafrikanische Menschen durch Menschen z.B. aus S&uuml;dosteuropa und T&uuml;rkei. Sind die Benachteiligungen hierzulande nicht fast &auml;hnlich? Die NachDenkSeiten hatten darauf hingewiesen &ndash; u.a. hier: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38981#h05\">Allein gegen den Sachbearbeiter<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38867#h08\">Ausl&auml;ndischer Name erschwert die Wohnungssuche<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wagenknecht gegen Einwanderungsgesetz<\/strong><br>\nLinke-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht hat sich gegen die Forderung nach einem linke Konzept f&uuml;r ein Einwanderungsgesetz gewandt. Ein solches Konzept wird u. a. von der Linkspartei-Vorsitzenden Kata Kipping verangt. &raquo;Ich finde, Linke sollten sich bem&uuml;hen, seri&ouml;se Vorschl&auml;ge zu machen&laquo;, sagte Wagenknecht dazu der Zeitung &raquo;Die Welt&laquo;. Seri&ouml;s sei es, sich f&uuml;r ein Ende der Waffenexporte in Spannungsgebiete und ein Ende der Auspl&uuml;nderung armer L&auml;nder einzusetzen. Die im LINKE-Programm festgehaltene Forderung nach &raquo;offenen Grenzen f&uuml;r alle Menschen&laquo; h&auml;lt Wagenknecht f&uuml;r eine &raquo;Zukunftsvision&laquo; und &raquo;keine Forderung f&uuml;r die heutige Welt&laquo;.<br>\nEtwaige Einwanderungsregelungen h&auml;lt Wagenknecht f&uuml;r &raquo;zynisch&laquo;. &raquo;Wieso kann ein reiches Land wie Deutschland nicht seine Fachkr&auml;fte selbst ausbilden?&laquo;, fragte sie. Um die Versorgungsl&uuml;cke zu schlie&szlig;en, hole man dann &raquo;&Auml;rzte aus dem Irak, Syrien, dem Niger oder anderen armen L&auml;ndern&laquo;. Das vergr&ouml;&szlig;ere die Armut vor Ort weiter. &raquo;Zynischer geht&rsquo;s kaum&laquo;, so ihr Urteil.<br>\nAuch der saarl&auml;ndische Linksfraktionschef Oskar Lafontaine &auml;u&szlig;erte sich kritisch zu Positionen seiner Partei in Sachen Einwanderung und dr&auml;ngt seine Partei zu einem Kurswechsel in Richtung Begrenzung der Zuwanderung. &raquo;Da eine Gesellschaft ebenso wie jeder einzelne Mensch nur in begrenztem Umfang helfen kann, kommt auch die LINKE an einer Begrenzung und Steuerung der Zuwanderung nicht vorbei&laquo;, sagte er den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1069797.linke-wagenknecht-gegen-einwanderungsgesetz.html\">neues deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die schwierigste Steuerreform aller Zeiten<\/strong><br>\nDonald Trump hat eine Steuersenkung historischen Ausma&szlig;es versprochen. Doch Amerikas Republikaner sind besorgt. Sie f&uuml;rchten: Wenn es jetzt nicht klappt, wird es zappenduster.<br>\nNach zwei empfindlichen Wahlniederlagen in New Jersey und Virginia sp&uuml;ren die Republikaner wachsenden Druck, eine Steuerreform bis zum Jahresende &uuml;ber die B&uuml;hne zu bringen. Was passieren w&uuml;rde, wenn der gro&szlig;e Wurf nicht gelingt, hat der republikanische Senator Lindsay Graham einem Journalisten mit einer Portion Sarkasmus in den Block diktiert: &bdquo;Die Partei wird zerbrechen, viele Abgeordnete werden 2018 in Vorwahlen herausgefordert werden, viele werden wahrscheinlich verlieren, die Basis wird wegbrechen, die Parteispenden werden stoppen. Ansonsten aber w&auml;re alles prima.&ldquo; Der Kongressabgeordnete Chris Collins sagte laut Politico: &ldquo;Mein Geldgeber sagen im Prinzip: Kriegt das hin oder ruft nie mehr an.&ldquo;<br>\nDie Reform wird zur existentiellen Aufgabe f&uuml;r die Republikaner. Und sie ist so schwierig, weil Pr&auml;sident Donald Trump und die Partei so viel versprochen haben, und sie zugleich nicht zu viel kosten darf: Eine Steuersenkung historischen Ausma&szlig;es verspricht der Pr&auml;sident Donald Trump, die au&szlig;erdem einfach ist. Allerdings darf sie nicht mehr als 1,5 Billionen Dollar Defizit binnen zehn Jahren produzieren. Denn andernfalls k&ouml;nnten die Demokraten das Projekt torpedieren. [&hellip;]<br>\nDie Denkfabrik kommt zu dem Schluss, dass mindestens sieben Prozent der Haushalte nach der Steuerreform im Jahr 2018 mehr an den Fiskus zahlen m&uuml;ssen als bisher, 2025 seien es sogar 25 Prozent. Betroffen seien alle Steuerzahler aus allen Einkommensgruppen, aber vor allem aus der Gruppe der Besserverdiener unterhalb der h&ouml;chsten Klasse. [&hellip;]<br>\nEin zus&auml;tzliches Problem bringen Umfrageergebnisse, auf die republikanische Kongressabgeordnete mit Unglauben reagiert haben. Die Quintessenz der Umfrage, die Reuters bei Ipsos in Auftrag gegeben hatte: Die gro&szlig;e Mehrheit lehnt Steuersenkungen zu Gunsten von Unternehmen und Reichen ab. Sie glaubt offenbar nicht, dass Steuersenkungen f&uuml;r Unternehmen von 35 Prozent zu 20 Prozent zu ihnen durchsickern in Form h&ouml;herer L&ouml;hne.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/agenda\/donald-trumps-steuerreform-die-schwierigste-aller-zeiten-15285759.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Um Gottes Willen: &ldquo;Die gro&szlig;e Mehrheit [glaubt nicht mehr an die L&uuml;ge vom Trickle-Down-Effekt] lehnt Steuersenkungen zu Gunsten von Unternehmen und Reichen ab.&rdquo; Wie konnte das passieren? Pl&ouml;tzlich steht die FAZ bei ihren Steuersenkungsforderungen ganz nackt da, weil sie Steuersenkungen f&uuml;r Reiche nur mit &ldquo;mehr Arbeitspl&auml;tze durch Investitionen&rdquo; (die nie kommen) und &ldquo;Steuersenkungen helfen allen&rdquo;, also mit L&uuml;gen, begr&uuml;nden kann. Immerhin gibt der republikanische Kongressabgeordnete Chris Collins offen zu, da&szlig; er nur die Interessen der gro&szlig;en Spender bedient: &ldquo;Mein Geldgeber sagen im Prinzip: Kriegt das hin oder ruft nie mehr an.&ldquo; Das ist ehrlicher als die FAZ.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Fiskalpolitik: Neue Einsichten beim Mainstream?<\/strong><br>\nDie popul&auml;re Ansicht, dass Konjunkturprogramme unwirksam seien, muss als widerlegt gelten. Mit dieser Einsicht &uuml;berraschte j&uuml;ngst die SZ in Berufung auf eine neue Studie. Der Startschuss f&uuml;r ein neues Denken?<br>\nBereits die &Uuml;berschrift &bdquo;Sparen? Blo&szlig; nicht!&ldquo; in der S&uuml;ddeutschen Zeitung klingt f&uuml;r hiesige Verh&auml;ltnisse geradezu revolution&auml;r. Ebenso die Einleitung:<br>\n&bdquo;Jahrzehntelang glaubten &Ouml;konomen, dass Staatsausgaben auf Pump mehr schaden als nutzen, weil sie die Inflation anheizen und die Schuldenlast erh&ouml;hen. Diese Sicht ist &uuml;berholt.&ldquo;<br>\nSeit dem Ende der sozialliberalen Koalition im Herbst 1982 &ndash; so die S&uuml;ddeutsche &ndash; spiele eine nachfrageorientierte Konjunkturpolitik in Deutschland keine Rolle mehr. Wenn man einmal von einer kurzen Phase nach der gro&szlig;en Finanz- und Wirtschaftskrise absehe, die 2008 begann.<br>\nJetzt aber setze sich allm&auml;hlich die Erkenntnis durch, dass sich &bdquo;(e)ine Rezession [&hellip;] sehr wirksam mit Konjunkturprogrammen abschw&auml;chen&ldquo; lasse. Auch L&auml;nder mit bereits bestehenden hohen Staatsschulden &ndash; also z.B. die Krisenl&auml;nder des Euroraums &ndash; sollten im n&auml;chsten Abschwung nicht zaudern, sondern handeln, also mit aktiver Konjunkturpolitik gegensteuern.<br>\nKeine Rede mehr davon, dass staatliche Ausgabenprogramme in einer wirtschaftlichen Schw&auml;chephase sch&auml;dlich seien, da sie nur Strohfeuer entfachten und zu einer h&ouml;heren Verschuldung f&uuml;hrten. Wie kommt es zu diesem Sinneswandel?[1]<br>\nDie SZ f&uuml;hrt als endg&uuml;ltigen Beleg f&uuml;r die nunmehr &bdquo;&uuml;berholte Sicht&ldquo;, dass konjunkturpolitische Ma&szlig;nahmen von zweifelhaftem Nutzen seien, eine neue Studie der beiden &Ouml;konomen Alan Auerbach und Yuriy Gorodnichenko (University of California, Berkeley) an, die beide Ende August auf der diesj&auml;hrigen geldpolitischen Tagung in Jackson Hole vorstellten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2017\/11\/fiskalpolitik-neue-einsichten-beim-mainstream\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>So hart geht TV-Starkoch Rosin mit der eigenen Branche ins Gericht<\/strong><br>\nMillionen Menschen kennen Starkoch Frank Rosin aus TV-Sendungen wie &ldquo;Rosins Restaurant&rdquo; oder &ldquo;Hell&rsquo;s Kitchen&rdquo;. Jetzt geht der TV-Star hart mit der Gastronomie-Branche ins Gericht &ndash; und verteidigt Mindestlohn und faire Arbeitszeiten.<br>\n(&hellip;)<br>\nJetzt hat Rosin erneut sehr deutliche Worte gefunden: diesmal gegen die eigene Branche. Auf Facebook kommentierte Rosin einen Artikel &uuml;ber die Auseinandersetzung zwischen der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gastst&auml;tten (NGG) und dem Arbeitgeberverband Dehoga. Rosin &ndash; selbst Restaurantbetreiber &ndash; ergriff dabei aber nicht Partei f&uuml;r die Arbeitgeberseite. Stattdessen machte er seinem &Auml;rger &uuml;ber die Arbeitsbedingungen in der Gastronomie-Branche Luft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++cd1fa976-b7ed-11e7-96cd-52540088cada\">DGB<\/a>\n<p><strong>Originaltext auf Facebook:<\/strong><br>\nEs wurde h&ouml;chste Zeit, dass Mindestlohn und mind. Arbeitszeitenregelung eingef&uuml;hrt wurden.<br>\nWer als Profi Topleistung bringen m&ouml;chte und muss, der sollte auch die Bedingungen daf&uuml;r erhalten.<br>\nEin Fu&szlig;ball Bundesligaspieler spielt ja auch nicht 2 Spiele hintereinander an einem Tag und muss dabei 100% bringen.<br>\nSicher, flexible Arbeitszeiten sind gut. Ich habe dennoch die Sorge dass die Branche das wieder ausnutzt.<br>\nDie Geschichte mit Hochzeiten und Geburtstagen ist doch nur eine perfide Ausrede der Branche.<br>\nWenn flexible Arbeitszeiten in der Gastronomie eingef&uuml;hrt werden sollen, z.B. 4 Tage 12 STD. am Tag, dann muss ja f&uuml;r den 5. Arbeitstag trotzdem ein extra Mitarbeiter eingestellt werden. Das ist eine Milchm&auml;dchenrechnung.<br>\nDie Unternehmer in der Branche m&uuml;ssen von Grund auf Ihre Kalkulationen richten um auf die neuen sozialen Bedingungen zu reagieren.<br>\nIn den letzten 40-50 Jahren ist die Branche teilweise mit Sklaventum aufgebaut worden. Nur deshalb konnten die Gastronomen und Hoteliers Geld verdienen. Das ist hier und jetzt zu Ende.<br>\nMit lieben Gr&#363;ssen, Frank Rosin<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Frank.Rosin.For.Friends\/posts\/1735146663186396\">Frank Rosin via Facebook<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>R&uuml;tteln am Acht-Stunden-Tag<\/strong><br>\nKurz vor dem Start der Metall-Tarifverhandlungen fordern die Wirtschaftsweisen eine Lockerung des Arbeitszeitgesetzes: Mehr Flexibilit&auml;t sei n&ouml;tig. Der Acht-Stunden-Tag sei &ldquo;veraltet&rdquo;. Die Gewerkschaften bef&uuml;rchten dagegen verdeckte Mehrarbeit.<br>\nDer Sachverst&auml;ndigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hat die Politik aufgefordert, das Arbeitszeitgesetz zu lockern. &ldquo;Flexiblere Arbeitszeiten sind wichtig f&uuml;r die Wettbewerbsf&auml;higkeit deutscher Unternehmen&rdquo;, sagte der Vorsitzende der Wirtschaftsweisen, Christoph Schmidt, der &ldquo;Welt am Sonntag&rdquo;. (&hellip;)<br>\nDie Arbeitgeber fordern seit l&auml;ngerem, die t&auml;gliche Arbeitszeit nicht l&auml;nger auf acht Stunden zu begrenzen, sondern stattdessen nur noch die bestehende maximale Wochenarbeitszeit von 48 Stunden gelten zu lassen. Auch die Ruhezeit zwischen zwei Arbeitstagen solle von elf auf neun Stunden verk&uuml;rzt werden. Die Gewerkschaften wehren sich gegen diese Pl&auml;ne. Sie f&uuml;rchten eine verdeckte Ausweitung der Arbeitszeiten.<br>\nDGB-Chef Reiner Hoffmann warf Schmidt Realit&auml;tsverweigerung vor. &ldquo;Arbeitsgesetz und Tarifvertr&auml;ge bieten schon lange eine F&uuml;lle an flexiblen M&ouml;glichkeiten&rdquo;, erkl&auml;rte Hoffmann. Die Besch&auml;ftigten h&auml;tten unter anderem deswegen im vergangenen Jahr 1,8 Milliarden &Uuml;berstunden geleistet &ndash; &ldquo;die H&auml;lfte davon unbezahlt&rdquo;. Statt einseitige Flexibilit&auml;t zugunsten der Arbeitgeber sei es n&ouml;tig, dass beispielsweise Arbeitszeiten pr&auml;zise erfasst und bezahlt w&uuml;rden sowie ein R&uuml;ckkehrrecht von Teilzeit in Vollzeit.<br>\nEine Reform des Arbeitszeitgesetzes ist eines der Themen bei den Sondierungsgespr&auml;chen &uuml;ber eine Jamaika-Koalition aus Union, FDP und Gr&uuml;nen in Berlin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/arbeitszeit-105.html%20\">tagesschau.de<\/a>\n<p><strong>Dazu: Wirtschaftsweise fordern das Ende des Acht-Stunden-Tags<\/strong><br>\nDie Wirtschaftsweisen haben die Politik aufgefordert, das Arbeitszeitgesetz zu lockern. &bdquo;Flexiblere Arbeitszeiten sind wichtig f&uuml;r die Wettbewerbsf&auml;higkeit deutscher Unternehmen&ldquo;, sagte Christoph Schmidt, der Vorsitzende des Gremiums, der WELT AM SONNTAG. &bdquo;Firmen, die in unserer neuen digitalisierten Welt bestehen wollen, m&uuml;ssen agil sein und schnell ihre Teams zusammenrufen k&ouml;nnen. Die Vorstellung, dass man morgens im B&uuml;ro den Arbeitstag beginnt und mit dem Verlassen der Firma beendet, ist veraltet.&ldquo;<br>\nAuch in seinem Jahresgutachten hatte der Sachverst&auml;ndigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, so der offizielle Name des Gremiums, eine Flexibilisierung des Arbeitszeitgesetzes gefordert. Das Papier hatten die &Ouml;konomen in dieser Woche Bundeskanzlerin Angela Merkel &uuml;bergeben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article170529775\/Wirtschaftsweise-fordern-das-Ende-des-Acht-Stunden-Tags.html%20\">Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Die Klimazitate der FDP im Faktencheck &ndash; Liberale Fakten<\/strong><br>\nBei den Jamaika-Sondierungen lehnt sich die FDP mit erstaunlichen Behauptungen &uuml;ber Klima und Energie aus dem Fenster.<br>\n&bdquo;Die FDP steht zu den Klimaschutzverpflichtungen, die die EU nach dem Pariser Abkommen eingegangen ist. Die Ziel&shy;vorgaben, die die Bundesregierung im Alleingang gemacht hatte, d&uuml;rfen dagegen nicht sakrosankt sein&ldquo;, Marco Buschmann, Parlamentarischer Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer FDP, Homepage FDP.<br>\nDie deutschen Klimaziele waren bei ihrer Verk&uuml;ndung 2007 tats&auml;chlich ein Alleingang der Regierung. Aber inzwischen gibt es das Pariser Abkommen, das Deutschland in nationales Recht umgesetzt hat. Darin gibt es kein deutsches Klimaziel, sondern ein europ&auml;isches: minus 40 Prozent bis 2030. Der deutsche Anteil an dieser Verpflichtung hei&szlig;t umgerechnet nach der EU-internen Lastenverteilung, dass Deutschland, die gr&ouml;&szlig;te und reichste Volkswirtschaft Europas, bis 2030 ihren CO2-Aussto&szlig; um etwa 53 Prozent mindern muss &ndash; fast genau die 55 Prozent, die die Regierung ohnehin anpeilt. Damit ist dieses nationale Ziel v&ouml;lkerrechtlich verbindlich. [&hellip;]<br>\n&bdquo;Es ist nichts gewonnen, wenn wir Kohlekraftwerke in Deutschland abschalten, um anschlie&szlig;end Kohlestrom aus Polen zu importieren oder Kernenergie aus Frankreich&ldquo;,FDP-Vorsitzender Christian Lindner, &bdquo;Tagesschau&ldquo;, 5. November.<br>\nIn Deutschland gibt es derzeit nicht zu wenig, sondern zu viele Kapazit&auml;ten f&uuml;r die Stromerzeugung: Laut Bundesnetzagentur 107 Gigawatt an konven&shy;tionellen Kraftwerken. Der maximale Bedarf liegt bei etwa 80 GW &ndash; es gibt also ein Polster von 27 GW, die auch durch das Aus f&uuml;r den Atomstrom (13 GW) und die 20 dreckigsten Kohlekraftwerke (9 GW) nicht verschwinden w&uuml;rden. Selbst mit Atomausstieg und dem Aus f&uuml;r die gr&ouml;&szlig;ten Dreckschleudern, das die Gr&uuml;nen vorschlagen, bliebe Deutschland ein Stromexporteur. Kurzfristige Importe zur Versorgungssicherheit aus dem Ausland kommen aber nicht aus Kohle oder Atom, sondern eher aus Gaskraftwerken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Die-Klimazitate-der-FDP-im-Faktencheck\/!5461847\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Und so weiter. Trump wird von den Gr&uuml;nen (zu Recht) als Leugner des menschengemachten Klimawandels abgelehnt, aber in Deutschland will die Partei mit der deutschen Version von Trump regieren. Warum?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Gewerkschaften f&uuml;r ambitionierten Klimaschutz und einen gerechten &Uuml;bergang<\/strong><br>\n&ldquo;No Jobs on a Dead Planet&rdquo;<br>\nAnl&auml;sslich der Bonner Klimakonferenz ver&ouml;ffentlichen die Gewerkschaften aller G7-Staaten und der Internationale Gewerkschaftsbund eine gemeinsame Klimaschutz-Erkl&auml;rung. Darin fordern sie die Regierungen auf, das Pariser Klimaschutzabkommen konsequent umzusetzen.<br>\n&bdquo;Um den Klimawandel zu bek&auml;mpfen, ist der schrittweise &Uuml;bergang in eine CO2-neutrale Wirtschaft alternativlos. Wir sind davon &uuml;berzeugt, dass dieser Wandel gro&szlig;e Chancen f&uuml;r neue und nachhaltige Besch&auml;ftigung mit guten Arbeitspl&auml;tzen bieten kann &ndash; wenn er entsprechend aktiv gestaltet wird. Daf&uuml;r steht die Forderung der internationalen Gewerkschaften nach einer &bdquo;Just Transition&ldquo;, einem gerechten Strukturwandel. Auch im Pariser Klimaschutzabkommen ist diese Forderung enthalten. Sie muss jetzt mit Leben gef&uuml;llt werden&ldquo;, fordert Stefan K&ouml;rzell, Mitglied des Gesch&auml;ftsf&uuml;hrenden Bundesvorstandes des DGB. &bdquo;Das gilt auch nach dem Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen.&ldquo;<br>\nDer Begriff &bdquo;Just Transition&ldquo; beinhaltet f&uuml;r viele Akteure die Abfederung sozialer H&auml;rten, die durch den Klimaschutz entstehen &ndash; wie etwa wegfallende Arbeitspl&auml;tze in bestimmten Branchen. Doch dieses Verst&auml;ndnis greife aus Sicht der Gewerkschaften deutlich zu kurz, sagte K&ouml;rzell bei der COP23. Im Mittelpunkt einer gerechten Strukturentwicklung m&uuml;sse  die Frage stehen, wie im Zuge der Dekarbonisierung Chancen f&uuml;r neue, hochwertige Besch&auml;ftigung und qualitatives Wachstum genutzt werden k&ouml;nnen. &bdquo;Aus Sicht des DGB ist es deshalb entscheidend, dass die energie- und klimapolitischen Langfristziele auch mit besch&auml;ftigungspolitischen Zielen verbunden werden. So sollten die Staaten auch im Rahmen ihrer Klimaaktionspl&auml;ne &uuml;ber Fortschritte bei der gerechten Strukturentwicklung berichten m&uuml;ssen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/presse\/++co++0401fcbe-c5f4-11e7-8798-52540088cada\">DGB<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die gemeinsame Klimaschutz-Erkl&auml;rung der Gewerkschaften Unsere Arbeitspl&auml;tze, unser Planet: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/presse\/++co++ea58b914-c5f4-11e7-b742-52540088cada\">Statement der G7-Gewerkschaften zur COP 23<\/a> k&ouml;nnen Sie nachlesen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Monsanto droht mit Schadenersatzklage<\/strong><br>\nDie Glyphosat-Industrie erh&ouml;ht im Streit um das Unkrautvernichtungsmittel den Druck auf die EU-Kommission und k&uuml;ndigt rechtliche Schritte an. In Deutschland setzt die Branche mit Glyphosat bis zu 90 Millionen Euro Jahr um.<br>\nDie Glyphosat-Industrie droht der EU-Kommission mit Schadenersatzforderungen in Milliardenh&ouml;he, sollte der Wirkstoff nicht wieder zugelassen werden. Nach Informationen unserer Zeitung sind bereits im Oktober entsprechende Schreiben von Monsanto und anderen Unternehmen bei der Kommission eingegangen. Die Schreiben enthalten Formulierungen, mit denen darauf hingewiesen wird, dass die Kommission die &bdquo;Rechtsfolgen&ldquo; zu tragen habe, falls es im Zusammenhang mit der Nicht-Zulassung des Wirkstoffes zu &bdquo;Rechtsverst&ouml;&szlig;en&ldquo; komme. Jeder Jurist wei&szlig;, was unter dem Begriff &bdquo;Rechtsfolgen&ldquo; zu verstehen ist: Schadenersatzklagen. (&hellip;)<br>\nUnter Juristen werden Schadenersatzanspr&uuml;che von bis zu 15 Milliarden Euro f&uuml;r m&ouml;glich gehalten. Dies entspricht etwa dem Beitrag, den Deutschland als gr&ouml;&szlig;ter Nettozahler zum Haushalt der EU im Jahr beisteuert. Das entscheidende Kriterium f&uuml;r die H&ouml;he der Schadenersatzforderungen seien die Umsatzausf&auml;lle bei einer Nicht-Verl&auml;ngerung der Zulassung von Glyphosat, sagen Juristen. Sch&auml;tzungen gehen davon aus, dass der US-Konzern Monsanto, den der deutsche Konzern Bayer &uuml;bernehmen m&ouml;chte und der urspr&uuml;nglich das Patent auf den Wirkstoff hatte, sowie rund 20 weitere Unternehmen, die billigere Nachahmer-Pr&auml;parate vertreiben, zusammen in der EU j&auml;hrlich einen Umsatz von rund eine Milliarde Euro mit Glyphosat-haltigen Unkrautvernichtungsmitteln erzielen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.umstrittener-pflanzenschutz-monsanto-droht-mit-schadenersatzklage.e4710deb-bd5b-47a1-9268-94aaa896a37d.html\">Stuttgarter-Zeitung.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Das Schreiben von Monsanto an die EU-Kommission ist ein Vorgeschmack der &bdquo;Schadensanspr&uuml;che aus entgangenen Gewinn&ldquo; aus den Handelsabkommen mit Kanada und der EU. Auch amerikanische Konzerne k&ouml;nnen &uuml;ber ihre Niederlassungen in Kanada die EU verklagen, selbst dann, wenn die Experten einen Zusammenhang &bdquo;schwere St&ouml;rungen bei Mensch und Natur&ldquo; festgestellt haben. Gewinne rechtfertigen auch dubiose Forderungen. Ein Handelsabkommen mit den USA ist nicht erforderlich &ndash; bezahlte Gutachten von Monsanto reichen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Deutsche Kampfjets fliegen erstmals &uuml;ber Israel<\/strong><br>\nNach 100 Jahren fliegt die deutsche Luftwaffe wieder &uuml;ber das Heilige Land &ndash; bei der weltweit gr&ouml;&szlig;ten Luftwaffen&uuml;bung. Ein fr&uuml;herer Teilnehmer ist nicht mehr dabei, aber ein ehemaliger Israel-Feind.<br>\n&bdquo;Es war ein sehr emotionaler Augenblick f&uuml;r uns, als die deutsche Luftwaffe in unserem Bunker parkte&ldquo;, sagt Oberst Itamar, Kommandeur des israelischen Luftwaffenst&uuml;tzpunktes Uvda. Er sei ger&uuml;hrt gewesen, als vier Eurofighter des taktischen Luftwaffengeschwaders 73 Steinhoff aus Rostock in die Negevw&uuml;ste kamen, zum Man&ouml;ver, 72 Jahre nach dem Holocaust.<br>\nOberstleutnant Gero von Fritschen, Kommodore des deutschen Geschwaders, spricht von einer &bdquo;gro&szlig;en Ehre, zu den ersten deutschen Kampfpiloten zu geh&ouml;ren, die hier im Luftraum unterwegs sind&ldquo;. In dieser Woche wird in Israels W&uuml;ste Geschichte geschrieben &ndash; erstmals seit 100 Jahren fliegen wieder deutsche Kampfflugzeuge durch den Himmel.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article170479897\/Deutsche-Kampfjets-fliegen-erstmals-ueber-Israel.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Dazu Willy Wimmer in einer Mail:<\/strong> Heute lese ich eigentlich durch Zufall, da&szlig; die Bundesluftwaffe mit Euro-Fighter an einem israelischen Gro&szlig;man&ouml;ver teilnehmen soll. Jetzt liefern wir nicht nur nuklearf&auml;hige U-Boote und stationieren die Luftwaffe in Jordanien und irakisch-Kurdistan mit Zustimmung Israels, jetzt gehdie en wir richtig rein. Und das bei einer Politik eines Landes, das bestenfalls ein &uuml;berraschendes Verh&auml;ltnis zum internationalen Recht hat.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Welche Art von Gesellschaft wollen wir?<\/strong><br>\nSeit der Bundestagswahl warten viele darauf, dass die Zeit der angeblich alternativlosen Politik der Gro&szlig;en Koalition endet. L&auml;ngst schien es so, als sei alles einerlei, rechts wie links. Die Schriftstellerin Katharina D&ouml;bler widerspricht dem vehement. Sie fordert ein Umdenken. (&hellip;)<br>\nWenn heute davon die Rede ist, dass die Unterschiede zwischen rechts und links nicht mehr gelten, ist die Frage angebracht, wem solche Behauptungen politisch n&uuml;tzen. Aber zuvor gilt es zu &uuml;berpr&uuml;fen, ob oder in wie weit sie stimmen.<br>\nDie Tatsache, dass die Macht sich derzeit in der so genannten politischen Mitte konzentriert, hat damit zu tun, dass die Parteien sich da hin definieren, wo sie die meisten W&auml;hler vermuten. Und wie 1914 die Genossen von der SPD sich aufrichtig freuten, nun zu den Deutschen gez&auml;hlt und kooptiert zu werden &ndash; sie, die gerade noch als vaterlandslose Gesellen geschm&auml;ht wurden &ndash; so neigen alle Parteien seit jeher dazu, auf dem Weg zur Macht ihre Extreme abzulegen und an Profil zu verlieren. Aber das hei&szlig;t nicht, dass unterschiedliche politische Zielsetzungen einfach verschwinden.<br>\nDie zentrale Idee, an der sich Links und Rechts scheiden, ist die Solidarit&auml;t.<br>\nDer Gedanke der Solidarit&auml;t steckte auch hinter der Verweigerung der linken SPD-Minderheit im Ersten Weltkrieg: Die Proletarier aller L&auml;nder sollten zusammenstehen. Sie sollten nicht aufeinander schie&szlig;en im Dienst der nationalen Kapitalisten, die einander M&auml;rkte und Profite abzujagen versuchten. (&hellip;)<br>\nDiese Solidarit&auml;t, also Gemeinschaftlichkeit anstelle von Hierarchien, steckt auch als Grundidee hinter dem Schlagwort der sozialen Gerechtigkeit: Der Reichtum der Gesellschaft soll allen zugute kommen, auch denen, die nichts au&szlig;er ihrer Arbeitskraft besitzen und damit allein keinen Reichtum erwerben k&ouml;nnen. (&hellip;)<br>\nDie Unterschiede zwischen links und rechts existieren also nach wie vor, auch wenn im flachen und immer gr&ouml;&szlig;er werdenden Gebiet der so genannten politischen Mitte eher rechte Ideologien vorherrschen. Die Barrikaden werden an dessen R&auml;ndern errichtet: Au&szlig;erhalb der Mitte liegt das Feindesland des Populismus. Und wenn es gegen die Populisten geht, kennt man keine Parteien mehr, nur noch Demokraten. Die Frage aber, welche Art Gesellschaft wir wollen, wird damit ausgeklammert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/die-unsolidarische-mitte-der-gesellschaft-welche-art-von.1005.de.html?dram:article_id=400288\">Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die von Frau D&ouml;bler angeregte Frage &bdquo;Wem n&uuml;tzt es?&ldquo; oder anders formuliert &bdquo;Wer profitiert?&ldquo;, k&ouml;nnte &ndash; oder vielmehr sollte &ndash; viel &ouml;fter in politischen Zusammenh&auml;ngen gestellt werden. Gelegentlich sind die Antworten offensichtlich &ndash; manchmal jedoch verborgen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Jeder Preis ist geringer als Neuwahlen<\/strong><br>\nScheitert Jamaika, k&ouml;nne das zu &ldquo;unglaublicher Instabilit&auml;t&rdquo; in Europa f&uuml;hren: Baden-W&uuml;rttembergs Ministerpr&auml;sident Kretschmann h&auml;lt eine Einigung der Unterh&auml;ndler daher f&uuml;r zwingend notwendig. Alles sei besser als Neuwahlen, so der Gr&uuml;nen-Politiker.<br>\nBaden-W&uuml;rttembergs Ministerpr&auml;sident Winfried Kretschmann hat sich f&uuml;r einen Erfolg der Jamaika-Sondierungen stark gemacht und dabei auf Deutschlands Rolle in der EU verwiesen. &ldquo;Jeder Preis, den wir zahlen, ist geringer, als wenn es Neuwahlen gibt&rdquo;, sagte der Gr&uuml;nen-Politiker der &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung.<br>\nEine Wahl w&uuml;rde sich wahrscheinlich bis in den Sommer ziehen. Dies w&uuml;rde eine &ldquo;unglaubliche Instabilit&auml;t&rdquo; nach Europa bringen, weil Deutschland als Anker ausfalle. Zudem k&ouml;nne man die B&uuml;rger nicht so oft w&auml;hlen lassen, wie es der Politik passe, sagte Kretschmann, der an den Sondierungen in Berlin teilnimmt. (&hellip;)<br>\nGr&uuml;nen-Verhandlungsf&uuml;hrerin Katrin G&ouml;ring-Eckardt hatte Union und FDP zuletzt zu Kompromissen aufgerufen. &ldquo;Gerade bei den Themen, die uns besonders wichtig sind, ist besonders wenig passiert&rdquo;, sagte sie. Auch nach wochenlangen Gespr&auml;chen gibt es zwischen den vier Parteien immer noch viele Meinungsverschiedenheiten. (&hellip;)<br>\nIn einer m&ouml;glichen Jamaika-Koalition wollen die Gr&uuml;nen die Ressorts Umwelt, Agrar oder Verkehr beanspruchen. &ldquo;Das sind die Ressorts, die wir im Auge haben&rdquo;, sagte Kretschmann. Der Klimaschutz stehe bei seiner Partei &ldquo;an erster Stelle&rdquo;. Die Gr&uuml;nen garantierten, dass ein zentrales Thema wie der Klimawandel ganz oben auf der politische Agenda stehe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/jamaika-sondierungsgespraeche-105.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.L.:<\/strong> Wenn Ministerpr&auml;sident Kretschmann beim Scheitern der Jamaika-Koalition eine &ldquo;unglaubliche Instabilit&auml;t&rdquo; in Europa erwartet, scheint er einer politischen Angstpsychose anheim gefallen zu sein, die in seinem Denken zu &ldquo;unglaublicher Instabilit&auml;t&rdquo; gef&uuml;hrt hat, oder ist es nur dem Karneval geschuldet?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Ist das nicht ein Widerspruch: Einerseits wird behauptet, dass &bdquo;es zwischen den vier Parteien immer noch viele Meinungsverschiedenheiten&ldquo; g&auml;be. Andererseits stehen die gew&uuml;nschten Ministerien &ndash; zumindest f&uuml;r die Gr&uuml;nen &ndash; offenbar schon fest. Wie geht das? Ist das ganze Gerede von Problemen lediglich dem Umstand geschuldet, dass insbesondere die Spitzenleute der Gr&uuml;nen ihrer Parteibasis und W&auml;hlerschaft diese Koalition lediglich ganz langsam erkl&auml;ren kann &ndash; nach dem Motto: &bdquo;Wir wollen ja nicht, aber wir k&ouml;nnen nicht anders&ldquo;? Wie die SPD-Spitze nach der Wahl und den Koalitionsverhandlungen 2013 wird wohl auch die Gr&uuml;nen-Spitze f&uuml;r einen Koalitionsvertrag werben, der vermutlich demn&auml;chst zustande kommen wird.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Die CIA und die Kultur &ndash; Wie man die gro&szlig;en W&ouml;rter klaut<\/strong><br>\nIn den f&uuml;nfziger Jahren nahm die CIA konspirativ Einfluss auf die Kultur und die Ideen des Westens. Eine Berliner Ausstellung fragt, was daraus f&uuml;r die heutigen Systemk&auml;mpfe folgt. [&hellip;]<br>\nDie ganze Verunsicherung, die von der Ausstellung &bdquo;Parapolitik: Kulturelle Freiheit und Kalter Krieg&ldquo; im Berliner Haus der Kulturen der Welt (HKW) ausgeht, ist in diesen Briefen und Zeichnungen schon enthalten. Ihr Thema ist die seit 1966 bekannte Tatsache, dass die CIA von 1950 an &uuml;ber Kongresse, Zeitschriften und Ausstellungen die Kultur und das intellektuelle Leben der westlichen Gesellschaften konspirativ pr&auml;gte. Die beunruhigende Pointe ist, dass der Geheimdienst dabei nicht einfach eine sinistre Reaktion bef&ouml;rderte, sondern eben jenem Linksliberalismus zum Durchbruch verhalf, der bis heute den Mainstream-Standard der westlichen Intellektuellen bildet. Und der heute wieder vehement angefochten wird, von autokratischen M&auml;chten wie Russland, China oder der T&uuml;rkei ebenso wie von international organisierten und finanzierten Islamisten und nicht zuletzt von nationalistischen Populisten im Westen selbst, f&uuml;r die die nachgewiesene Beteiligung eines amerikanischen Geheimdienstes an der sogenannten politischen Korrektheit ein gefundenes Fressen sein muss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/die-cia-und-die-kultur-wie-man-die-grossen-woerter-klaut-15287839.html?printPagedArticle=true#pageIndex%200\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Dieser Beitrag der FAZ hat viele Schw&auml;chen, aber immerhin wird auf wichtige Aktivit&auml;ten im letzten kalten Krieg hingewiesen. Man kann daraus sogar f&uuml;r heute lernen. Heute gibt es die gleichen Aktivit&auml;ten &ndash; &uuml;ber die Kultur, &uuml;ber die Medien, &uuml;ber die Parteien, &uuml;ber NGOs &ndash; die von der CIA und anderen Geheimdiensten gest&uuml;tzt und gef&ouml;rdert werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-41035","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/41035","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=41035"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/41035\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":41038,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/41035\/revisions\/41038"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=41035"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=41035"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=41035"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}