{"id":41060,"date":"2017-11-14T08:14:44","date_gmt":"2017-11-14T07:14:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41060"},"modified":"2017-11-14T08:14:44","modified_gmt":"2017-11-14T07:14:44","slug":"hinweise-des-tages-2999","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41060","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41060#h01\">Michael Hudson &ndash; Finanzsystem erm&ouml;glicht US-Milit&auml;r<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41060#h02\">Die EU braucht eine Sozialunion, keine Kriegsunion<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41060#h03\">Libanon-Mosaik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41060#h04\">Cem &Ouml;zdemir will Russland-Sanktionen beibehalten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41060#h05\">Politisch tot<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41060#h06\">Frankreich wird gewaltsamer, aber auch ehrlicher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41060#h07\">Great Game<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41060#h08\">Wie Egoismus die Solidarit&auml;t verdr&auml;ngt hat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41060#h09\">Kaum Chancen auf ein gutes Leben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41060#h10\">Politik muss aktiv werden gegen Armut von Besch&auml;ftigten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41060#h11\">Zahl dauerhafter Hartz-IV-Kinder weiter gestiegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41060#h12\">In 230 Berufen reicht die Rente sp&auml;ter nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41060#h13\">Das Arbeiten am Limit ist ein Dauerzustand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41060#h14\">UK pay squeeze to last five more years, warns thinktank<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41060#h15\">Mehr Bundesf&ouml;rderung f&uuml;r G&uuml;terverkehr auf privaten Schienen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41060#h16\">Dein langer Schatten auf Facebook: Warum Facebook viel mehr &uuml;ber dich wei&szlig;, als du selbst angibst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41060#h17\">Wir erschaffen eine Dystopie, nur damit Leute mehr Werbung anklicken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41060#h18\">&ldquo;Couragiert gegen den Strom&rdquo; \/ Buchvorstellung mit Sahra Wagenknecht und Peter Gauweiler<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Michael Hudson &ndash; Finanzsystem erm&ouml;glicht US-Milit&auml;r<\/strong><br>\nNach dem Ersten Weltkrieg stiegen die USA zur Weltmacht auf. Ihre Vorherrschaft basiert auf der Dominanz des Dollar. Ein Gespr&auml;ch mit Michael Hudson (&hellip;)<br>\nSie schreiben, dass die Obama-Regierung die Regeln im Internationalen W&auml;hrungsfonds &auml;nderte, um die Ukraine mit einem Drei-Milliarden-Dollar-Kredit zu versorgen, den sie niemals zur&uuml;ckzahlen wird. Warum wurde das gemacht?<br>\nHillary Clintons Strategie war es, Russland zu einem Krieg zu provozieren, um daraufhin mit einem Nuklearschlag gegen Russland zu ziehen. Deswegen verlor sie die Pr&auml;sidentschaftswahl und ist heute die nach Donald Trump am meisten gehasste Person in den USA. Washington versuchte, die Regierung in Kiew zu unterst&uuml;tzen, die sehr schnell pleite ging, nachdem sie mit Russland gebrochen hatte. Die Ukraine schuldete Russland Geld. Der IWF sagte, wenn ihr Russland eure Schulden nicht zur&uuml;ckzahlt, werden wir euch genug Geld leihen. Die Regierung in Kiew verfuhr nach demselben Prinzip, wie Donald Trump zu seinen Milliarden kam: Du zahlst Kredite nicht zur&uuml;ck und h&auml;ltst die Gl&auml;ubiger hin, immer und immer wieder. Dann l&auml;sst du sie gegen dich vor Gericht ziehen und h&auml;ltst sie wieder hin. Das war der Versuch, Russland zu isolieren.<br>\nIst die Strategie von Erfolg gekr&ouml;nt?<br>\nDas Resultat ist, dass sich Russland, China und der Iran angen&auml;hert haben, etwa in der Schanghaier Organisation f&uuml;r Zusammenarbeit, und aus dem Dollar-Gebiet ausgebrochen sind. Diese L&auml;nder wollen die US-W&auml;hrung nicht mehr nutzen, um ihren Handel abzuwickeln, und auch keine Dollar mehr in den Bilanzen ihrer Zentralbanken halten &ndash; bis auf ein Minimum, um die W&auml;hrung stabil zu halten. Sie haben verstanden, dass das Horten von Dollar ihre eigene milit&auml;rische Umzingelung finanziert. Aus ihrer Sicht operiert der IWF von einem sehr kleinen Apartment im Keller des Pentagon aus. Das ist &auml;hnlich wie bei der Weltbank, deren Spitzenpersonal meistens direkt aus dem US-Verteidigungsministerium kommt, um andere Staaten zu kontrollieren.<br>\nWird Donald Trump diese &raquo;Dollar-Strategie&laquo; auch verfolgen?<br>\nEr hat &uuml;berhaupt keine Strategie. Er hat sein Leben bisher als Kleinkrimineller gef&uuml;hrt. Und als Gauner vertraut er nur seinen Familienmitgliedern. Keiner von ihnen hat politische Erfahrung. Was macht Trump zu solch einem wundervollen Pr&auml;sidenten f&uuml;r die USA? Es ist viel besser, einen inkompetenten aggressiven Pr&auml;sidenten als eine kompetente aggressive Pr&auml;sidentin, wie es Hillary Clinton gewesen w&auml;re, an der Spitze des Staates zu haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/321633.finanzsystem-erm%C3%B6glicht-us-milit%C3%A4r.html\">junge Welt<\/a>\n<p><strong>dazu: Amerikaner sahen in Trump das kleinere &Uuml;bel<\/strong><br>\nDer &Ouml;konom Michael Hudson spricht im Interview &uuml;ber die Paradise Papers, Donald Trump und den Umgang mit Schulden.<br>\nMichael Hudson ist einer der bekanntesten Kritiker unserer Wirtschaftsordnung. Er wuchs in einer linken Familie auf &ndash; Trotzki war sein Pate, sein Vater sa&szlig; als sozialistischer Agitator im Gef&auml;ngnis, seine Tante, so erz&auml;hlte er vor Jahren, bewahrte den Eispickel auf, mit dem der russische Revolution&auml;r von Stalins Leuten ermordet wurde. [&hellip;]<br>\nKorrupte Politiker gab es schon immer. Aber Obama setzte eins drauf: Er korrumpierte die korrupte Politik. Er &uuml;bereignete die demokratische Partei den Parteispendern. Donald Trump ist Obamas Erbe. Vor die Wahl zwischen Hillary Clinton und Donald Trump gestellt, sahen die Amerikaner in Donald Trump das kleinere &Uuml;bel. [&hellip;]<br>\nHillary Clinton stellte sich vor die W&auml;hler und erkl&auml;rte ihnen, es ginge uns besser als vor acht Jahren. &bdquo;Von wem redet die?&ldquo; fragten sie sich. Trump sagte, es ginge ihnen schlecht und er werde alles tun, damit es ihnen in Zukunft besser ginge. Er war n&auml;her an der Wahrheit: 95 Prozent der Amerikaner geht es heute schlechter als vor neun Jahren. Nur f&uuml;nf Prozent geht es besser.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr.de\/wirtschaft\/michael-hudson-amerikaner-sahen-in-trump-das-kleinere-uebel-a-1385062\">FR<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Bemerkenswert ist Hudsons scharfe Kritik an der Ikone des linksliberalen Juste Milieus, Barack Obama.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die EU braucht eine Sozialunion, keine Kriegsunion<\/strong><br>\n&bdquo;Die Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten setzt mit der Gr&uuml;ndung einer sogenannten Verteidigungsunion, der PESCO, am heutigen Montag ein verheerendes Signal, denn die EU braucht nicht mehr Geld f&uuml;r Milit&auml;reins&auml;tze und Aufr&uuml;stung, sondern f&uuml;r ein soziales Europa. Die schwere wirtschaftliche Krise und Verarmung in gro&szlig;en Teilen S&uuml;d- und Osteuropas ist Ergebnis einer neoliberal ausgerichteten Europ&auml;ischen Union. Die EU muss neu ausgerichtet werden, wir brauchen eine Sozialunion, keine Kriegsunion&ldquo;, sagt Heike H&auml;nsel, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf das heutige Au&szlig;en- und Verteidigungsministertreffen in Br&uuml;ssel. H&auml;nsel weiter:<br>\n&bdquo;Die geplante deutsche Beteiligung an dieser st&auml;ndig strukturierten Zusammenarbeit innerhalb der EU ist auch deshalb ein Skandal, weil eine gesch&auml;ftsf&uuml;hrend amtierende Bundesregierung keine politische Legitimation besitzt, derart weitreichende Entscheidungen zu treffen und dies ohne jegliche Beteiligung des Bundestages. SPD-Minister Gabriel will dennoch nicht nur den Beitritt zur PESCO vollziehen, sondern zugleich die Rechte des Bundestags einschr&auml;nken, indem er die k&uuml;nftige Bundesregierung zur &sbquo;Pr&uuml;fung nationaler Entscheidungsmechanismen&lsquo; verpflichtet. Ich fordere Au&szlig;enminister Gabriel und Verteidigungsministerin von der Leyen auf, den Bundestag an der Entscheidungsfindung &uuml;ber die PESCO zu beteiligen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/die-eu-braucht-eine-sozialunion-keine-kriegsunion\/\">Die Linke. im Bundestag<\/a>\n<p><em>Lesen Sie dazu auch auf den NachDenkSeiten: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41054\">Die Vorbereitung auf den Krieg wird zum allt&auml;glichen Gesch&auml;ft: bei der NATO, bei der EU etc. Und wichtige Medien mischen mit.<\/a><\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Libanon-Mosaik<\/strong><br>\nLibanon in den Medien: Saudi-Arabien er&ouml;ffnet im Libanon eine neue Front gegen Iran und st&uuml;rzt das Land ins Chaos<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/dklose\/libanon-mosaik-lebanon-mosaic-1\">Dietrich Klose auf freitag.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Dietrich Klose hat seine exzellente <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/dklose\/jemenkrieg-mosaik-356-yemen-war-mosaic-356\">Presseschau zum Krieg im Jemen<\/a> nun auch auf den Libanon ausgeweitet. Ein Hoffnungsschimmer, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41035#h02\">beklagten wir uns gestern doch noch<\/a>, wie schwer es ist, im deutschen Bereich &uuml;berhaupt Informationen zu den Vorg&auml;ngen im Libanon und in Saudi Arabien zu finden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Cem &Ouml;zdemir will Russland-Sanktionen beibehalten<\/strong><br>\nDer Bundesvorsitzende der Partei B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen, Cem &Ouml;zdemir, will die europ&auml;ischen Sanktionen gegen Russland beibehalten. Dies erkl&auml;rte der Politiker im Rahmen der Jamaika-Verhandlungen bei einem Treffen mit Union und FDP in Berlin.<br>\n&bdquo;Ich sehe keinen Anlass, die Sanktionen aufzugeben, denn Russland hat keinen Anlass daf&uuml;r geboten&ldquo;, sagte &Ouml;zdemir. Deshalb k&ouml;nnten die Strafma&szlig;nahmen gegen Russland nicht aufgehoben werden. Deutschland m&uuml;sse &bdquo;zur Ukraine stehen und nicht akzeptieren, dass die Ukraine quasi wie ein Filet aufbereitet wird von Herrn Putin&ldquo;.<br>\nDie Russlandfrage gilt als einer der zentralen Streitpunkte bei den Verhandlungen &uuml;ber eine m&ouml;gliche Jamaika-Koalition. FDP-Chef Christian Lindner hatte in der Vergangenheit ge&auml;u&szlig;ert, dass der Status der Halbinsel Krim als &bdquo;dauerhaftes Provisorium&ldquo; anerkannt werden m&uuml;sse. Au&szlig;erdem pl&auml;dierte der Politiker zuletzt daf&uuml;r, die Beziehungen zu Moskau zu verbessern und den russischen Pr&auml;sidenten Wladimir Putin zur&uuml;ck an den G7-Tisch zu holen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/ostexperte.de\/cem-ozdemir-fuer-russland-sanktionen\">ostexperte<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Bei Atlantik-Br&uuml;cken-Mitglied &Ouml;zdemir wahrlich keine &Uuml;berraschung.<\/em><\/p>\n<p><em>Lesen Sie dazu auch auf den NachDenkSeiten: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40429\">Jamaika bedeutet auch, dass wir einen Transatlantiker als Au&szlig;enminister bekommen<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Politisch tot<\/strong><br>\nVor den Wahlen in Italien droht den Sozialdemokraten ein Desaster: Die Partei von Ex-Premier Renzi f&auml;llt im Streit auseinander. Zur Freude der populistischen F&uuml;nf-Sterne-Bewegung. Und von Silvio Berlusconi.<br>\nLuigi Di Maio, designierter Spitzenkandidat der F&uuml;nf-Sterne-Bewegung f&uuml;r die italienischen Parlamentswahlen im Fr&uuml;hjahr, reagierte schnell und unbarmherzig. Er sagte ein in dieser Woche geplantes TV-Duell mit dem sozialdemokratischen Parteichef Matteo Renzi ab. Nach ihrer verheerenden Niederlage bei den Regionalwahlen in Sizilien sei dessen Partito Democratico (PD) &ldquo;politisch tot&rdquo; und Renzi &ldquo;nicht mehr unser Gegenspieler&rdquo;.<br>\nGut m&ouml;glich, dass er recht hat. Vieles spricht derzeit daf&uuml;r, dass die jetzigen Regenten in Rom bei den anstehenden Wahlen keine entscheidende Rolle mehr spielen. Denn in den Umfragen liegen die Sozialdemokraten abgeschlagen hinter der populistischen, antieurop&auml;ischen, vom Ex-Komiker Beppe Grillo gegr&uuml;ndeten F&uuml;nf-Sterne-Bewegung und einem B&uuml;ndnis mehrerer Rechts-Parteien, angef&uuml;hrt von &ndash; man glaubt es kaum &ndash; Silvio Berlusconi.<br>\n&ldquo;Wir sind das Bollwerk gegen die Populisten&rdquo;, t&ouml;nte der 81-j&auml;hrige Ex-Premier. Der Medienzar und Milliard&auml;r hatte in den vergangenen Jahren eher mit Sexismus-Skandalen und als Angeklagter vor Gericht von sich Reden machen lassen. Als verurteilter Steuerhinterzieher darf er selbst kein Staatsamt bekleiden &ndash; aber eine Koalition schmieden und f&uuml;hren. Und diese liegt derzeit ganz vorne.<br>\nIn Sizilien brachten es Berlusconi und Co. auf knapp 40 Prozent der Stimmen, die Grillo-Sterne schafften knapp 35 Prozent. Das Mitte-Links-Wahlb&uuml;ndnis mit Renzis PD im Zentrum kam nicht einmal auf 20 Prozent. Umfragen f&uuml;r ganz Italien sagen &auml;hnliche Ergebnisse voraus.<br>\n&ldquo;Die Krise der Linken&rdquo; ist laut Meinungsforscher Ilvo Diamanti &ldquo;die Krise einer Massenpartei, die heute offenbar keine Antworten auf die Bed&uuml;rfnisse der Gesellschaft mehr hat&rdquo;. Die Demokratische Partei (PD) sei eine Partei geworden, die &ldquo;um die Person Renzi kreist&rdquo;, weshalb Diamanti sie schon vor geraumer Weile in &ldquo;Partei von Renzi&rdquo; umtaufte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/italien-vor-den-parlamentswahlen-sozialdemokraten-am-politischen-selbstmord-a-1177065.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Auch Renzi wusste nichts Besseres als eine neoliberale Arbeitsmarktreform mit Lockerung des K&uuml;ndigungsschutzes und Steuererleichterungen f&uuml;r Unternehmen, sowie versch&auml;rfte Repression gegen Erwerbslose einzuf&uuml;hren, ohne damit die wirtschaftliche Situation f&uuml;r die Mehrheit der italienischen B&uuml;rger wesentlich zu verbessern. So gehen auch die italienischen Sozialdemokraten den Weg aller europ&auml;ischen sozialdemokratischen Parteien, die der neoliberalen Ideologie hinterhergelaufen sind, den Weg in die politische Bedeutungslosigkeit.<\/em><br>\n<em>Nebenbei sei noch erw&auml;hnt, dass dieser Beitrag wieder ein Beispiel f&uuml;r die meiningsmachende Semantik des deutschen &bdquo;Qualit&auml;tsjournalismus ist. Nat&uuml;rlich ist die F&uuml;nf-Sterne-Bewegung populistisch und antieurop&auml;isch, w&auml;hrend Renzis Partei als europ&auml;isch und weltoffen dargestellt wird.<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu nochmals: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25364\">Renzi macht den Schr&ouml;der: Zu den aktuellen Arbeitsmarktreformen in Italien<\/a><\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Frankreich wird gewaltsamer, aber auch ehrlicher<\/strong><br>\nDer Philosoph Tristan Garcia &uuml;ber die soziale Spaltung des Landes und warum er trotzdem hoffnungsvoll in die Zukunft blickt.<br>\nEuropa steckt in der Krise und Frankreich auch: Der rechtsgerichtete Front National stellte eine Pr&auml;sidentschaftskandidatin, die es bis in die zweite Runde schaffte, Terroranschl&auml;ge haben viele Opfer gefordert, und die Arbeitslosenquote ist mit 9,6 Prozent hoch. Geht es Frankreich besonders schlecht?<br>\nEs ist schwierig, gegen&uuml;ber Frankreich gerecht zu sein. Frankreich ist immer noch ein reiches Land, aber seit meiner Kindheit sp&uuml;re ich ein Gef&uuml;hl von Verlust. Frankreich f&uuml;hlt sich verwundet, eine dieser Wunden hat mit seiner Kolonialgeschichte zu tun. Le Pen ist ein Produkt des Algerienkrieges. Eine andere Wunde hat mit der Tatsache zu tun, dass alle L&auml;nder liberale Reformen durchgef&uuml;hrt haben, Deutschland unter Schr&ouml;der, Gro&szlig;britannien unter Blair, nur Frankreich nicht. Seit 15 Jahren nicht. Die dritte Wunde sind die terroristischen Anschl&auml;ge, die wiederum mit der ersten, der Kolonialgeschichte Frankreichs, zusammenh&auml;ngt. Nat&uuml;rlich gibt es auch ein bestimmtes franz&ouml;sisches Lamento, eine Klage, dass es auch kulturell nicht mehr weit her ist. Der franz&ouml;sische Film ist nicht mehr, was er einmal war, und auch die Literatur ist es nicht. Die Franzosen f&uuml;hlen sich &auml;rmer, als sie sind. Aber der Hass ist &uuml;berall. Es ist nicht wie in Deutschland, wo die Krawalle beim G20-Gipfel in Hamburg eine Ausnahme darstellen. Wir haben diese Gewalt t&auml;glich. Es gibt in der franz&ouml;sischen Gesellschaft ein Begehren nach Krieg, und zwar von Islamisten, Identit&auml;ren, die Kreuzz&uuml;ge wollen, es gibt Sommercamps, die von Neofaschisten organisiert werden, es gibt Studenten, die gegen die Polizei k&auml;mpfen, und so weiter. Wir werden trotzdem keinen B&uuml;rgerkrieg hier haben. Es ist eher wie ein Zirkus, ein Theater, eine symbolische B&uuml;hne, auf der diese Triebe ausgetragen werden.<br>\nFrankreich ist tief gespalten: in eine wei&szlig;e Arbeiterklasse, eine Elite, der man vorwirft, sich abzuschotten, ein verunsichertes B&uuml;rgertum, und in die Banlieues, in denen vor allem Einwanderer leben; es gibt Dschihadistengruppen und Salafisten. Wie ist das passiert?<br>\nIn anderen L&auml;ndern ist das ebenso, wie im Nordosten der USA zum Beispiel. In Amiens in Nordfrankreich, wo ich unterrichtet habe, gibt es Familien, die in der dritten Generation arbeitslos sind. Diejenigen, die Le Pen gew&auml;hlt haben, sind zu einem gro&szlig;en Teil wei&szlig;e Arbeiter, die sich gedem&uuml;tigt f&uuml;hlen &ndash; durch ihre Arbeitslosigkeit aber auch kulturell. Sie werden zwar vom Staat unterst&uuml;tzt, aber diese ehemalige Arbeiterklasse ist unruhig, weil sie keine eigene Musik hat, keinen eigenen Kleidungsstil, keine Street-wear. Sie m&uuml;ssten eine eigene Kultur erfinden. Auch wenn es den Banlieues wirtschaftlich schlecht geht, ist es ihren Bewohnern gelungen eine Kultur zu erfinden, mit der sie sich identifizieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kulturaustausch.de\/index.php?id=5&amp;tx_amkulturaustausch_pi1%5Bview%5D=ARTICLE&amp;tx_amkulturaustausch_pi1%5Bauid%5D=2678&amp;cHash=80e330d82986939aa1b63ab5b0e34e8b\">Kulturaustausch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Great Game<\/strong><br>\nIn Syrien wie im gesamten Nahen Osten ringen Regional- und Gro&szlig;m&auml;chte um Einfluss. Die Position der USA ist dabei schw&auml;cher geworden<br>\n&raquo;Great Game&laquo;, das &raquo;Gro&szlig;e Spiel&laquo;, wird der Konflikt zwischen Gro&szlig;britannien und Russland genannt, der Anfang des 19. Jahrhunderts begann und erst 1947 mit dem Abzug der Briten vom indischen Subkontinent und der Unabh&auml;ngigkeit Indiens und Pakistans endete. Er drehte sich ganz allgemein um die Kontrolle Zentralasiens: Russland wollte seine Interessensph&auml;re Richtung S&uuml;d- und Westasien festigen, die Kolonialmacht Gro&szlig;britannien verteidigte dagegen das &raquo;Kronjuwel des Britischen Empire&laquo;, das Kaiserreich Indien. Heute findet das &raquo;Great Game&laquo; seine Fortsetzung in Vorderasien. Die Region, die in Europa Naher und in den USA Mittlerer Osten genannt wird, hat seit dem Ersten Weltkrieg keinen dauerhaften Frieden gesehen.<br>\nDie Aufteilung der Region durch Frankreich und Gro&szlig;britannien im geheimen Sykes-Picot-Abkommen von 1916 wurde durch den V&ouml;lkerbund bei der Pariser Friedenskonferenz abgesegnet. Immer neue Konflikte entstanden durch diesen &raquo;Frieden, der jeden Frieden beendete&laquo;.&sup1; Heute wollen die USA gemeinsam mit ihren Verb&uuml;ndeten aus der sogenannten Anti-IS-Koalition ihren Machtanspruch in der Region ohne UN-Sicherheitsratsmandat gewaltsam durchsetzen. Doch nicht alle Regionalstaaten und Akteure sind bereit, sich der Weltmacht zu unterwerfen. Russland und China unterst&uuml;tzen die &raquo;Achse des Widerstandes&laquo; gegen das westliche Hegemoniemodell.<br>\nIn Zentralasien, das hebt der wichtigste Vordenker und Stratege der USA, Zbigniew Brzezinski, hervor, gibt es die bedeutendsten geostrategischen Verbindungslinien und die gr&ouml;&szlig;ten noch nicht ausgebeuteten Vorkommen an Bodensch&auml;tzen.&sup2; Um den Anspruch, einzige Weltmacht zu sein, sichtbar f&uuml;r alle zu manifestieren, m&uuml;ssten die USA das Gebiet wenn schon nicht beherrschen, so doch zumindest kontrollieren. Und findet Washington keine Vereinbarung mit Moskau und Beijing, den M&auml;chten, die &uuml;ber soliden Einfluss in Vorderasien verf&uuml;gen, dann ist die Gefahr eines offenen oder latenten Krieges stets gegeben. Mit anderen Worten, die Region wird destabilisiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/321672.great-game.html\">Karin Leukefeld in junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wie Egoismus die Solidarit&auml;t verdr&auml;ngt hat<\/strong><br>\nMillionenschwere Boni, Abfindungen, Steuervermeidung &ndash; am oberen Ende der Gesellschaft will jeder ein m&ouml;glichst gro&szlig;es St&uuml;ck vom Kuchen, sagt der Soziologe Michael Hartmann. Und da die Eliten Vorbilder sind, ist dieses Prinzip inzwischen Allgemeingut geworden.<br>\nViereinhalb Millionen Euro f&uuml;r den Vorstandschef der insolventen Airberlin, w&auml;hrend die einfachen Besch&auml;ftigten um die Auszahlung ihrer Geh&auml;lter bangen m&uuml;ssen &ndash; f&uuml;r den Soziologen Michael Hartmann ist das symptomatisch f&uuml;r die Entwicklung der deutschen Gesellschaft.<br>\n&ldquo;Am oberen Ende der Gesellschaft guckt jeder, dass er so viel wie irgend m&ouml;glich vom gesamten Kuchen abkriegt&rdquo;, sagte Hartmann im Deutschlandfunk Kultur. &ldquo;Und das ist in den letzten Jahrzehnten auch in den Rest der Gesellschaft durchgesickert. Dieses Konkurrenzprinzip hat dieses gegenseitige Helfen und Unterst&uuml;tzen, was in den Nachkriegsjahrzehnten relativ stark war, doch weitgehend ersetzt.&rdquo; (&hellip;)<br>\nDie Wurzeln dieser Entsolidarisierung liegen f&uuml;r Hartmann bereits in den 1980er-Jahren, als sich in der &Auml;ra Margaret Thatchers und Ronald Reagans das Grundprinzip zu etablieren begann, dass jeder sich individuell mit Leistung und Ellbogen durchsetzen m&uuml;sse.<br>\n&ldquo;Man optimiert sich auf allen Ebenen, dass man dann auch das Gef&uuml;hl hat, man hat dadurch das Anrecht, so viel wie irgend m&ouml;glich auch f&uuml;r sich zu beanspruchen&rdquo;, betont der Soziologe. &ldquo;Wenn Sie sich heute die Arbeitswelt angucken, die Arbeitswelt ist zunehmend gepr&auml;gt durch eine erbitterte Konkurrenz von v&ouml;llig isolierten Einzelpersonen &ndash; Sie kennen das ja aus dem Medienbereich mit den vielen Freiberuflern. Es gibt eine Hierarchie, wer nun gerade noch wie abgesichert ist, und dann ist das Grundprinzip bald, jeder muss sehen, wo er bleibt.&rdquo; (&hellip;)<br>\nHartmann begr&uuml;&szlig;t, dass durch Enth&uuml;llungen wie die Paradise Papers der &ouml;ffentliche Druck auf die Reichen erh&ouml;ht wird, sich ihrer gesellschaftlichen Verpflichtung zu stellen: &ldquo;Denn auch bei den Reichen ist es ja letztlich so, dass sie ungern an den Pranger gestellt werden, also am liebsten ist ihnen, wenn &uuml;ber das ganze Problem geschwiegen wird.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/die-raffgier-der-reichen-wie-egoismus-die-solidaritaet.1008.de.html?dram:article_id=400427%20\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Kaum Chancen auf ein gutes Leben<\/strong><br>\nFehlende Schlafpl&auml;tze, kaum Personal mit rum&auml;nischen oder bulgarischen Sprachkenntnissen und nur wenig passende Hilfsangebote: Viele Einrichtungen f&uuml;r Obdachlose sind mit der zunehmenden Zahl an osteurop&auml;ischen Migranten &uuml;berfordert. So wie in K&ouml;ln, wo jetzt ein Bezirksb&uuml;rgermeister Alarm schl&auml;gt. (&hellip;)<br>\nEin Sprachvermittler wie Gabriel ist eine absolute Ausnahme in den Obdachloseneinrichtungen in K&ouml;ln. Viele Anlaufstellen sind &uuml;berfordert mit den Bulgaren und Rum&auml;nen, manche haben kapituliert. Die zweitgr&ouml;&szlig;te Tageseinrichtung der Stadt vom Sozialdienst Katholischer M&auml;nner hat osteurop&auml;ische Obdachlose vor wenigen Wochen von ihrem Angebot ausgeschlossen. Ihr Argument: Vielen Zuwanderern fehlten die Sprachkenntnisse, man k&ouml;nne nur auf Deutsch beraten. Sozialarbeiter Thomas M&uuml;nch und Professor f&uuml;r Verwaltung und Organisation an der Hochschule D&uuml;sseldorf beobachtet das mit Sorge:<br>\n&ldquo;Es gibt quantitativ zu wenig Hilfsangebote f&uuml;r die autochthonen K&ouml;lner Wohnungslosen und f&uuml;r die Zugewanderten, die die Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe nutzen, ist sozusagen der Platz nicht mehr geworden. Die Angebote sind nicht mehr geworden. Es gibt ein qualitatives Problem, es gibt nicht die Sprach- und die Kulturkompetenz.&rdquo;<br>\nViele der niedrig qualifizierten Rum&auml;nen und Bulgaren seien mit falschen Erwartungen nach Deutschland gekommen, sagt M&uuml;nch. Mit dem Beitritt Bulgariens und Rum&auml;niens zu EU vor zehn Jahren und der anschie&szlig;enden Arbeitnehmer-Freiz&uuml;gigkeit glaubten viele, gut bezahlte Arbeit finden zu k&ouml;nnen. Stattdessen konkurrieren sie &ndash; meist chancenlos &ndash; mit niedrig qualifizierten deutschen Arbeitssuchenden und rutschen oft ins soziale Elend.<br>\n&ldquo;Das ist eines der zentralen Probleme: dass diese Zuwanderer gar keine Anspr&uuml;che an die deutsche Sozialstaatlichkeit haben. Kein Hartz IV. Das hei&szlig;t die Menschen leben hier unter ganz menschenunw&uuml;rdigen Bedingungen.&rdquo; (&hellip;)<br>\nWie prek&auml;r ihre Situation ist, hat Thomas M&uuml;nch in einer Studie untersucht, dabei hat er Dutzende osteurop&auml;ische Obdachlose in K&ouml;ln befragt. Ein Ergebnis: K&ouml;ln ist &ldquo;arrival city&rdquo;, es gibt soziale Brennpunkte am Rand der Stadt, wo Bulgaren und Rum&auml;nen zun&auml;chst bei Bekannten unterschl&uuml;pfen, bevor sie in die Innenstadt weiter wandern. Gerade an diesen Orten w&auml;re Fachpersonal dringend notwendig.<br>\n&ldquo;75 Prozent der Menschen, die wir befragt haben, haben uns gesagt, wir wollen hier bleiben. Wir haben es eigentlich mit einer klassischen europ&auml;ischen Binnenwanderung in der Europ&auml;ischen Union zu tun. Da wollen wir, das ist der rechtliche Rahmen, da k&ouml;nnen wir gar nichts gegen tun. Das ist auch gut so. Wir m&uuml;ssen nur &uuml;berlegen, wie wir ihnen helfen. Sprachkurse, Fortbildungen, Arbeitskurse, F&uuml;hrerscheine &ndash; die gleichen Methoden, die bei deutschen Erwerbslosen auch angewendet werden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/osteuropaeische-zuwanderer-in-koeln-kaum-chancen-auf-ein.1769.de.html?dram:article_id=399498\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Hinzu kommen dann noch &bdquo;Menschenfischer&ldquo; in Bulgarien und Rum&auml;nien oder z.B. auch aus Albanien und dem Kosovo, die u.a. Menschen in diesen L&auml;ndern Hoffnungen auf gutes Einkommen durch Arbeit beispielsweise in der Fleischproduktion bzw. &ndash; eher verdeckt &ndash; in der Prostitution machen. Das sind insgesamt keine gute Entwicklungen innerhalb Deutschlands und der EU.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Politik muss aktiv werden gegen Armut von Besch&auml;ftigten<\/strong><br>\nDGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach fordert die potentiellen Koalitions-Parteien auf, wirksame Ma&szlig;nahmen gegen die Armut von Besch&auml;ftigten zu vereinbaren. Nach aktuellen Daten von Eurostat ist jeder zehnte Erwerbst&auml;tige arm oder von Armut bedroht. Der Anteil derer, die trotz Arbeit armutsgef&auml;hrdet sind, hat sich seit 2006 nahezu verdoppelt. Buntenbach sagte am Montag in Berlin:<br>\n&bdquo;Es ist zutiefst ungerecht und gef&auml;hrdet den sozialen Zusammenhalt, wenn Besch&auml;ftigte trotz Arbeit ausgegrenzt und abgeh&auml;ngt werden. Um Armut trotz Arbeit zu &uuml;berwinden, m&uuml;ssen vor allem Formen prek&auml;rer Arbeit wie Minijobs, Leiharbeit und Befristungen zur&uuml;ckgedr&auml;ngt werden. Prek&auml;r Besch&auml;ftigte sind viermal h&auml;ufiger von Armut betroffen als Besch&auml;ftigte in einem regul&auml;ren Arbeitsverh&auml;ltnis. Deshalb sollten Befristungen ohne sachlichen Grund untersagt und Minijobs in normale, sozialversicherungspflichtige Arbeit umgewandelt werden.<br>\nAuch wer Kinderarmut bek&auml;mpfen will, muss niedrige L&ouml;hne und prek&auml;re Arbeit bek&auml;mpfen. Kinder sind arm, weil ihre Eltern arm sind, oftmals weil ihr Lohn nicht zum Leben reicht. Der Vereinbarung der Jamaika-Parteien, etwas gegen Kinderarmut unternehmen zu wollen, m&uuml;ssen konkrete Ma&szlig;nahmen folgen. Neben neuen Regeln zur Eind&auml;mmung prek&auml;rer Arbeit, schl&auml;gt der DGB vor, das Kindergeld zu reformieren. Ein h&ouml;heres Kindergeld f&uuml;r Geringverdiener erm&ouml;glicht mehr soziale Teilhabe f&uuml;r Kinder, die unsere Unterst&uuml;tzung besonders n&ouml;tig haben.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/presse\/++co++02f9e320-c867-11e7-ae87-52540088cada\">DGB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Zahl dauerhafter Hartz-IV-Kinder weiter gestiegen<\/strong><br>\nImmer mehr Kinder leben nach einem Medienbericht quasi dauerhaft von Hartz-IV-Leistungen. Zur Jahresmitte h&auml;tten 526 127 unter 15-J&auml;hrige seit mindestens vier Jahren entsprechende Sozialleistungen bezogen.<br>\nDas sind 14 256 oder 2,8 Prozent mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahrs, wie die &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung unter Berufung auf Zahlen der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit berichtet. Dabei sei die Gesamtzahl der Dauer-Hartz-Bezieher um 4,2 Prozent gesunken: von 2,624 Millionen auf 2,519 Millionen. Besonders stark von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen sind aber Alleinerziehende: Ihre Zahl stieg von 629 823 auf 648 781.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/news\/leben\/soziales-zahl-dauerhafter-hartz-iv-kinder-weiter-gestiegen-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-171113-99-841010\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Glaubt Bundeskanzlerin Merkel immer noch, dass es uns (wer ist damit eigentlich genau gemeint?) so gut gehe wie noch nie? Aber vermutlich ist sie und die &ldquo;Elite&rdquo; in Medien und &Ouml;konomie so sicher abgeschirmt, dass sie die Realit&auml;t an der gesellschaftlichen Basis gar nicht erleben muss. Wie war das noch mit der Familie als &ldquo;Keimzelle der Gesellschaft&rdquo; in der &ldquo;Christenunion&rdquo;?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>In 230 Berufen reicht die Rente sp&auml;ter nicht<\/strong><br>\nLaut offiziellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes sind derzeit nur rund drei Prozent der Rentner auf F&uuml;rsorgeleistungen des Staates angewiesen, um ihre Rente aufzustocken. Das sind rund eine halbe Million Menschen. Aber: Seit 2003 hat sich die Zahl der Rentner verdoppelt, die Grundsicherungsleistungen beziehen. Dabei ist die regionale Verteilung sehr unterschiedlich. Beispiel Offenbach: Hier sind 8,6 Prozent der &uuml;ber 65-J&auml;hrigen auf staatliche Unterst&uuml;tzung angewiesen.<br>\nVerzicht aus Stolz und Scham<br>\nDrei Prozent oder 15 Prozent? Die Umfrage zeigt, dass es bei dem Thema Altersarmut offenbar eine hohe Dunkelziffer gibt. Zahlreiche Rentner, die Leistungen vom Staat beantragen k&ouml;nnten, nehmen ihre Anspr&uuml;che aber nicht wahr &ndash; aus Scham oder Stolz, wie die Sozialverb&auml;nde sagen. Oder aus Unwissenheit.<br>\nWie gro&szlig; wird das Problem Altersarmut? Bis zu 50 Prozent der Rentner werden in Zukunft betroffen sein, warnen die Gewerkschaften. Vor allem geschiedene, alleinstehende Frauen und Menschen, die nicht kontinuierlich in die Rentenkasse einzahlen, stehen schlecht da. Experten warnen: &ldquo;Die Teilzeitarbeit von heute ist die Altersarmut von morgen&rdquo;. Andere Studien, wie die j&uuml;ngste Rentenstudie der Bertelsmann-Stiftung, gehen davon aus, dass 2036 immerhin 20 Prozent der Rentner betroffen sein k&ouml;nnten.<br>\nLaut einer Studie der Deutschen Rentenversicherung Bund ist das Risiko bei Menschen, die zwischen 1981 und 1984 geboren wurden, sp&auml;ter niedrige Rentenanspr&uuml;che zu haben, h&ouml;her. Besonders betroffen: Menschen, die im Niedriglohnsektor arbeiten. Wer jeden Monat darum k&auml;mpfen muss, die Miete p&uuml;nktlich zu zahlen, hat kein Geld, privat f&uuml;rs Alter vorzusorgen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/ard-rentenreport-101.html\">tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Offensichtlich ist es bei der Tagesschau nicht m&ouml;glich &uuml;ber das Thema Rente zu berichten ohne die &uuml;bliche neoliberale Propaganda, dass auf Grund der zunehmenden Lebenserwartung das Rentensystem k&uuml;nftig nur noch funktioniert, wenn das Rentenniveau sinkt und die Beitr&auml;ge steigen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Das Arbeiten am Limit ist ein Dauerzustand<\/strong><br>\nHebammen, Altenpfleger, Krankenschwestern und &Auml;rzte leiden unter miesen Arbeitsbedingungen. Der Pflegeforscher Michael Isfort erkl&auml;rt, was das mit den Angestellten macht.<br>\nZEIT ONLINE: Herr Professor Isfort, im Krankenhaus sinkt die Zufriedenheit der Angestellten seit Jahren und von den Altenpflegern sucht sich mehr als die H&auml;lfte im ersten Jahr nach der Ausbildung einen neuen Beruf. Was l&auml;uft da schief?<br>\nMichael Isfort: In den allermeisten F&auml;llen treffen hoch motivierte Menschen, die ihren Beruf als sinnstiftend und erf&uuml;llend empfinden, auf Arbeitsbedingungen, die sie &uuml;berfordern. Nehmen wir einmal den Bereich Pflege im Krankenhaus: In den letzten 15 Jahren ist die Zahl der Pflegekr&auml;fte um zehn Prozent gesunken. Die Menge an Arbeit ist jedoch gewachsen, denn die Zahl von pflegebed&uuml;rftigeren und hochaltrigen Patienten steigt. Die Folge f&uuml;r die Pflegenden: Eine enorm erh&ouml;hte Arbeitsbelastung. Jeder, der zum Beispiel in der freien Wirtschaft arbeitet, kennt wohl eine Situation wie die folgende: Die Deadline wird vorverlegt oder ein Kunde hat einen Eilauftrag und pl&ouml;tzlich steht man f&uuml;r eine Woche unter enormen Druck, man geht fr&uuml;her ins B&uuml;ro und kommt sp&auml;ter nach Hause und abends kann man auch nicht recht abschalten. Wie erleichtert ist man da, wenn man endlich geliefert hat und Durchatmen kann. Bei der Pflege aber kommt es dazu gar nicht. Da ist das Arbeiten am Limit nicht die Ausnahme, sondern ein Dauerzustand.<br>\nZEIT ONLINE: Was macht das mit den Angestellten?<br>\nIsfort: Grunds&auml;tzlich gibt es bei denen, die mit diesem Zustand nicht zurechtkommen k&ouml;nnen, zwei m&ouml;gliche, gut untersuchte Reaktionsweisen. Die eine ist, sich selbst und seine Arbeit als mangelhaft zu bewerten und die eigenen Anspr&uuml;che hochzuhalten. Das kann in einem Burn-out enden, weil man diese Schere kaum &uuml;ber ein Berufsleben durchhalten kann. Die andere Variante ist, innerlich zu verh&auml;rten, das zu machen, was man zu leisten noch imstande ist und die Anspr&uuml;che herunterzuschrauben. Hier sprechen wir von einem Cool-out, was aber nicht minder gef&auml;hrlich ist. F&uuml;r beide gilt: Zahlreiche Untersuchungen und Reporte der Krankenkassen weisen darauf hin, dass f&uuml;r viele die Dauerbelastung gesundheitssch&auml;dlich ist. Muskel- und Skeletterkrankungen kommen bei Pflegekr&auml;ften h&auml;ufiger vor als in anderen Berufen. In den letzten Jahren hat auch die Wahrscheinlichkeit f&uuml;r psychische Erkrankungen wie Depressionen und Panikst&ouml;rungen erheblich zugenommen. Das alles ist letztlich Ausdruck davon, dass die Menschen in dem Beruf oft &uuml;berfordert sind.<br>\nZEIT ONLINE: Welche Folgen hat diese Situation f&uuml;r die Patienten?<br>\nIsfort: Die Qualit&auml;t der Pflege sinkt. Zu glauben, dass man viel mehr Arbeit mit weniger Personal bei gleicher Qualit&auml;t abliefern kann, ist ja sehr naiv. Weil die Besetzung zu knapp ist und insbesondere Ausf&auml;lle Einzelner nicht mehr kompensiert werden k&ouml;nnen, muss man im Grunde jeden Morgen entscheiden, auf welche wichtige Pflegeleistung man bei wem noch am ehesten verzichten kann. In der Praxis bedeutet das zum Beispiel, dass bettl&auml;gerige Patienten nicht oft genug umgelagert werden k&ouml;nnen und dass bei Patienten, die beobachtet werden m&uuml;ssen, nicht mehr so oft jemand hereinschaut. Schmerzmittel werden manchmal zu sp&auml;t gegeben, weil vorher niemand dazu kommt. Selbst bei der H&auml;ndehygiene geht es nicht ohne Abstriche: Ein Desinfektionsmittel muss 30 Sekunden einwirken, bevor der n&auml;chste K&ouml;rperkontakt erfolgen sollte. Die Zeit hat ein Pflegender aber nicht. Wenn dann ein Kollege krank ist, versch&auml;rft sich die Situation noch. Das alles steht im Widerspruch zu dem, was man in der Ausbildung gelernt hat, und das ist frustrierend.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/arbeit\/2017-10\/arbeitsbedingungen-krankenhaus-pflege-aerzte-gesundheitswesen\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Das Tolle an dieser Pflegekr&auml;fte und Patienten schlimmen und unertr&auml;glichen Situation ist, da&szlig; sie noch schlimmer werden soll. Die FDP freut sich jedenfalls schon darauf, da&szlig; die Sozialversicherungsbeitr&auml;ge sowohl f&uuml;r die Kranken- als auch f&uuml;r die Pflegeversicherung <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/moegliche-jamaika-koalition-fdp-und-gruene-fordern-kompromisse-a-1177654.html\">um 0,1 Prozentpunkte gesenkt werden<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>UK pay squeeze to last five more years, warns thinktank<\/strong><br>\nThe average pay packet in Britain in five years&rsquo; time will still be more than &pound;20 lower than it was before the start of the financial crisis as the biggest squeeze on wages since the end of the Napoleonic Wars extends well into a second decade, a leading thinktank has warned.<br>\nThe Resolution Foundation said that the downgrade to Britain&rsquo;s future productivity performance expected in next week&rsquo;s budget would have a negative impact on wage growth between now and 2022 and also limit the room for manoeuvre of the chancellor, Philip Hammond.<br>\nIn its pre-budget report, the thinktank said it believed the independent Office for Budget Responsibility would cut its long-term estimate of productivity growth to 1% &ndash; half its level before the financial crisis broke in 2007.<br>\nThe OBR has already signalled that it has given up on the notion that productivity will rebound to its pre-crisis levels and the Resolution Foundation said this would have an impact both on wages and on the state of the public finances.<br>\nThe thinktank said wages were on course to be &pound;24.50 a week lower in inflation-adjusted terms in 2022 than anticipated at the time of the March 2017 budget. This would leave them &pound;22.70 or just over 4% below their level in 2007 and delay the return to their pre-crisis peak into later in the 2020s.<br>\nAccording to the foundation, the last time Britain suffered a decade of productivity growth as weak as that since 2007 was in the 10-year period which started in 1812 &ndash; the year of Napoleon&rsquo;s invasion of Russia. Wage growth over the past 10 years has been the worst since the period starting in 1825.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/business\/2017\/nov\/13\/uk-wages-squeeze-continue-until-2022-resolution-foundation-warns\">The Guardian<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Mehr Bundesf&ouml;rderung f&uuml;r G&uuml;terverkehr auf privaten Schienen<\/strong><br>\nBundesrat beschlie&szlig;t Verbesserung der privaten Eisenbahninfrastruktur. Verlagerung des G&uuml;terverkehrs von der Stra&szlig;e auf die Schiene soll beschleunigt werden<br>\nDer Bundesrat hat in seiner 961. Sitzung am 3. November 2017 einen Gesetzentwurf zur &Auml;nderung des Schieneng&uuml;terfernverkehrsnetzf&ouml;rderungsgesetzes (SGFFG) beschlossen. Er m&ouml;chte damit die Infrastruktur privater Eisenbahnen verbessern. Ziel ist es, die teilweise hochbelasteten oder &uuml;berlasteten Netze der Deutschen Bahn AG zu erg&auml;nzen und die Verlagerung des G&uuml;terverkehrs von der Stra&szlig;e auf die Schiene zu beschleunigen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Mehr-Bundesfoerderung-fuer-Gueterverkehr-auf-privaten-Schienen-3882932.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.G.:<\/strong> Noch mehr Privatisierung im Schienenverkehr und der Staat soll wieder einmal lediglich die Infrastruktur schaffen und Subventionen locker machen, damit sich einige wenige Investoren die Taschen voll machen k&ouml;nnen. Ein wiedersinniges Konzept, dabei hatte sich die Staatsbahn jahrzehntelang bew&auml;hrt, f&uuml;r faire Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse gesorgt und der Allgemeinheit mit wesentlich mehr Personal besseren Service, ein gut ausgebautes Streckennetz und stabilere Preise beschert. Kann sich noch jemand daran erinnern?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Dein langer Schatten auf Facebook: Warum Facebook viel mehr &uuml;ber dich wei&szlig;, als du selbst angibst<\/strong><br>\nEin Nachbar, mit dem wir noch nie gesprochen haben. Ein ehemaliger Arbeitskollege, mit dem wir seit Jahren keinen Kontakt mehr  haben. Sie werden uns als neue Freunde vorgeschlagen. Aber woher wei&szlig; Facebook &uuml;berhaupt, dass wir diese Person kennen?<br>\nFacebook wei&szlig; mehr &uuml;ber uns, als wir selbst preisgeben. Facebook wei&szlig; ziemlich genau, was wir den Tag &uuml;ber machen, wo wir uns aufhalten und wen wir kennen. Und zwar auch dann, wenn wir diese Daten nicht bewusst teilen. Denn Facebook greift auf Telefonb&uuml;cher und Kontakte zu oder registriert, wenn wir uns in ein neues WLAN einloggen.<br>\nFacebook schl&auml;gt uns gerne Freunde vor &ndash; &bdquo;Personen, die du vielleicht kennst&ldquo;. Viele sind einfach Freunde von Freunden. Aber andere haben via Facebook keine Verbindung zu uns. Und doch findet Facebook Wege, Verbindungen herzustellen.<br>\nDas macht Facebook mit einem &ldquo;Schattenprofil&rdquo; seiner Nutzer. Und das setzt sich aus Mailbox- und Smartphone-Daten anderer Facebook-UserInnen zusammen. Kontaktinformationen, die man dem Konzern nie gegeben hat, werden mit dem eigenen Profil verkn&uuml;pft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/dein-lange-schatten-auf-facebook-warum-facebook-viel-mehr-ueber-dich-weisst-als-du-selbst-angibst\/\">Kontrast.at<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers D.S.:<\/strong> Zus&auml;tzlich ist zu bedenken, dass Facebook f&uuml;r diese Profile nicht nur die Adressb&uuml;cher von Facebook-User verwendet, sondern auch von WhatsApp und Instagram, die ebenfalls zum Facebook-Unternehmen geh&ouml;ren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Wir erschaffen eine Dystopie, nur damit Leute mehr Werbung anklicken<\/strong><br>\nIn einem Vortrag erkl&auml;rt die Techno-Soziologin Zeynep Tufekci, wie eine digitale &Uuml;berwachungsstruktur mit riesigem Missbrauchspotential entsteht, die urspr&uuml;nglich nur effektiver Werbung dienen sollte. Sie nennt Beispiele f&uuml;r Manipulation und spricht Dinge an, die sich dringend &auml;ndern m&uuml;ssen.<br>\nIn ihrem TED-Talk &bdquo;We&rsquo;re building a dystopia just to make people click on ads&ldquo; spricht die Soziologin Zeynep Tufekci &uuml;ber die Risiken k&uuml;nstlicher Intelligenz. Diese l&auml;gen jedoch weniger in autonomen Robotern, wie Hollywood sie etwa mit dem &bdquo;Terminator&ldquo; darstellt, sondern in den Algorithmen der gro&szlig;en Internetkonzerne, die l&auml;ngst real sind. Die Algorithmen, die beispielsweise Google, Facebook, Amazon oder ihre chinesischen Pendants Tencent und Alibaba entwickeln und einsetzen, seien nicht nur um einiges subtiler, sondern lenkten schon jetzt die Aufmerksamkeit der Internetnutzer und b&ouml;ten ein riesiges Missbrauchspotential.<br>\nK&uuml;nstliche Intelligenz hat in den letzten Jahren riesige Fortschritte gemacht, beispielsweise k&ouml;nnen Algorithmen mit dem entsprechenden Datensatz Erdbeben voraussagen oder bei der Suche nach neuen medizinischen Wirkstoffen helfen. Doch vor diesem gro&szlig;en Potential warnt Tufekci, wenn es um den Einsatz von selbstlernenden Algorithmen in der Werbeindustrie geht, mit denen global gesehen allein auf Facebook mehr als eine Milliarde Menschen st&auml;ndig in Kontakt kommen.<br>\nBesser und schneller als jede menschliche Analyse k&ouml;nnen die Algorithmen auf Grundlage der gigantischen Datenmengen &ndash; Facebook-Posts, -Likes und -Fotos, Chat-Verl&auml;ufen, aufgerufenen Websites, Standorten und vielem mehr &ndash; Individuen durchleuchten und mit hoher Erfolgsquote einsch&auml;tzen, ob jemand als potentieller K&auml;ufer eines Produkts in Frage kommt oder nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2017\/soziologin-wir-erschaffen-eine-dystopie-nur-damit-leute-mehr-werbung-anklicken\/\">Netzpolitik.org<\/a>\n<p><strong>Dazu: Komplizen des Erkennungsdienstes<\/strong><br>\nIn seinem Buch &lsquo;Komplizen des Erkennungsdienstes&rsquo; geht es Andreas Bernard um das Selbst in der digitalen Kultur. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass auff&auml;llig viele Verfahren der Selbstpr&auml;sentation und Selbsterkenntnis in der digitalen Kultur auf Methoden zur&uuml;ckgehen, die in der Kriminologie, Psychologie und Psychiatrie seit dem Ende des 19. Jahrhunderts erdacht wurden: Das Format des &lsquo;Profils&rsquo;, in den Sozialen Netzwerken heute unbestrittener Ort der Selbstdarstellung, entstand als &lsquo;psychiatrisches Profil&rsquo; von Internierten oder als &lsquo;T&auml;terprofil&rsquo; von Serienm&ouml;rdern. Die Selbstortung auf dem Smartphone, ohne die kein Pok&eacute;mon-Go-Spiel und keine Registrierung bei Uber, Yelp oder Lieferando m&ouml;glich w&auml;re, nutzt eine Technologie, die bis vor zehn Jahren haupts&auml;chlich im Zusammenhang mit der elektronischen Fu&szlig;fessel bekannt war. Und die Vermessungen der &lsquo;Quantified Self&rsquo;-Bewegung zeichnen K&ouml;rperstr&ouml;me auf, die einst die Entwicklung des L&uuml;gendetektors voranbrachten. Andreas Bernard f&ouml;rdert die wissensgeschichtlichen Zusammenh&auml;nge zutage und geht der irritierenden Frage nach, warum Ger&auml;te und Verfahren, die bis vor kurzem Verbrecher und Wahnsinnige dingfest machen sollten, heute als Vehikel der Selbsterm&auml;chtigung gelten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.perlentaucher.de\/buch\/andreas-bernard\/komplizen-des-erkennungsdienstes.html\">Perlentaucher<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>&ldquo;Couragiert gegen den Strom&rdquo; \/ Buchvorstellung mit Sahra Wagenknecht und Peter Gauweiler<\/strong><br>\nSahra Wagenknecht im Gespr&auml;ch mit Peter Gauweiler &uuml;ber Goethe, Macht, und die Zukunft des Kapitalismus. Mitschnitt der Veranstaltung in der Urania Berlin am 9.11.2017. Moderation: Peter Zudeick<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=iGfODT-EOd4\">Westend Verlag via YouTube<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-41060","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/41060","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=41060"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/41060\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":41063,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/41060\/revisions\/41063"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=41060"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=41060"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=41060"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}