{"id":41155,"date":"2017-11-20T08:32:31","date_gmt":"2017-11-20T07:32:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41155"},"modified":"2017-11-20T12:12:57","modified_gmt":"2017-11-20T11:12:57","slug":"hinweise-des-tages-3003","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41155","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41155#h01\">Jamaika gescheitert &ndash; FDP bricht Sondierungen ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41155#h02\">Maidanmorde: Drei Beteiligte gestehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41155#h03\">Terabyte-gro&szlig;e Datencontainer entdeckt: US-Milit&auml;r &uuml;berwacht Soziale Netzwerke weltweit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41155#h04\">Das Ende der gro&szlig;en Euphorie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41155#h05\">Der doppelte Kubicki<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41155#h06\">Fachkr&auml;ftemangel: Wachstumsbremse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41155#h07\">Ryanair-Piloten proben den Aufstand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41155#h08\">&ldquo;Flexibilisierung&rdquo; des Arbeitszeitgesetzes: Angriff auf ein Museumsst&uuml;ck? Der Acht-Stunden-Tag und die wirklichen Absichten der Deregulierer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41155#h09\">Sperrm&uuml;ll f&uuml;r die Armen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41155#h10\">Siegener Jobcenter soll h&ouml;here Kaltmieten erstatten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41155#h11\">Die Kommunen saufen ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41155#h12\">Wer sich selbst eine Grube gr&auml;bt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41155#h13\">Chaos in Zimbabwe after Mugabe fails to announce expected resignation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41155#h14\">Strange Twists in the Hariri Mystery<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41155#h15\">&ldquo;Paradise Papers&rdquo;-Daten publiziert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41155#h16\">Malcolm Simmons: ein mutiger EU Richter spricht Klartext in Kosova<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41155#h17\">Nichts ist normal in Gaza<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41155#h18\">Oury Jalloh, das war Mord!<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Jamaika gescheitert &ndash; FDP bricht Sondierungen ab<\/strong><br>\nDas Vertrauen habe gefehlt, ebenso gemeinsame Ideen f&uuml;r eine Modernisierung &ndash; so begr&uuml;ndete FDP-Parteichef Lindner den Abbruch der Sondierungen. Damit ist der erste Jamaika-Versuch auf Bundesebene gescheitert. Die Kanzlerin bedauerte die FDP-Entscheidung.<br>\nDie FDP hat die Jamaika-Verhandlungen abgebrochen. &ldquo;Es ist besser nicht zu regieren, als falsch zu regieren&rdquo;, sagte FDP-Chef Christian Lindner am sp&auml;ten Abend nach stundenlangen Verhandlungen in Berlin. Er begr&uuml;ndete den Abbruch der Sondierungen nach gut vier Wochen mit fehlendem Vertrauen. Es sei den vier Gespr&auml;chspartnern nicht gelungen, eine Vertrauensbasis oder eine gemeinsame Idee f&uuml;r die Modernisierung des Landes zu finden, sagte Lindner.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/fdp-sondierungen-abbruch-103.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em>Die NachDenkSeiten werden das Scheitern der Sondierungsgespr&auml;che im Laufe des Vormittag noch kommentieren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Maidanmorde: Drei Beteiligte gestehen<\/strong><br>\nDrei Georgier geben zu, unter den Maidansch&uuml;tzen gewesen zu sein, die auf Polizisten und Zivilisten schossen &ndash; bewaffnet und angestiftet unter anderem von einem ukrainischen Oppositionspolitiker<br>\nDrei georgische M&auml;nner haben nun zugegeben, am 20. Februar 2014 in Kiew sowohl auf Polizisten als auch auf Maidank&auml;mpfer und Demonstranten geschossen zu haben oder zumindest als Augenzeugen unmittelbar bei Sch&uuml;tzengruppen gewesen zu sein. Dies sagten sie in Interviews mit dem italienischen Journalisten Gian Micalessin von der Zeitung Il Giornale.<br>\nDie entsprechende TV-Reportage mit dem Titel &ldquo;Ucraina: Le verit&agrave; nascoste&rdquo; zeigte nun der Sender Canale 5 in seinem Magazin &ldquo;Matrix&rdquo;. Ziel der Sch&uuml;sse sei es gewesen, so viel Chaos wie m&ouml;glich zu erzeugen, erl&auml;utern die Georgier.<br>\nDamit ger&auml;t die offizielle Version der ukrainischen Generalstaatsanwaltschaft, die Sicherheitskr&auml;fte des damaligen Pr&auml;sidenten Viktor Janukowitsch seien f&uuml;r das Massaker mit Dutzenden Toten verantwortlich, weiter ins Wanken. Bereits im vergangenen Jahr hatte ein ukrainischer Maidank&auml;mpfer zugegeben, zwei Polizisten vom Konservatorium aus erschossen zu haben (siehe Maidan: &ldquo;Ich schoss ihnen ins Genick&rdquo;). Auch die BBC hatte 2015 einen Maidansch&uuml;tzen ausfindig gemacht und anonym interviewt.<br>\nDie nun gest&auml;ndigen M&auml;nner namens Koba Nergadze, Kvarateskelia Zalogy und Alexander Revazishvilli h&auml;tten mit weiteren angeworbenen Sch&uuml;tzen unter anderem aus Georgien und Litauen sowohl vom Konservatorium am Maidan als auch vom Hotel Ukraina aus in die Menge geschossen. Bewaffnet wurden ihren Aussagen nach alle Sch&uuml;tzen von militanten ukrainischen Maidan-Kommandeuren.<br>\nDie drei M&auml;nner seien von einem weiteren Georgier namens Mamuka Mamulashvili rekrutiert worden, hei&szlig;t es in dem italienischen Bericht. Mamulashvili sei ein Milit&auml;r des fr&uuml;heren georgischen Pr&auml;sidenten Micheil Saakaschwili gewesen. Heute k&auml;mpft Mamulashvili im Donbass an der Seite rechtsradikaler ukrainischer Bataillone und befehligt dort eine Truppe, die sich &ldquo;georgische Legion&rdquo; nennt. Die International Business Times nennt ihn &ldquo;den Soldaten, der nicht aufh&ouml;ren kann, Moskau zu bek&auml;mpfen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Maidanmorde-Drei-Beteiligte-gestehen-3893551.html?seite=all\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Das war zu vermuten und so haben wir Macher der NachDenkSeiten es von Anfang an gesehen. Was da auf dem Maidan geschehen ist, war ein vom Westen inszenierter Putsch, offensichtlich unter Inanspruchnahme von M&ouml;rdern. Und der deutsche, der polnische und franz&ouml;sische Au&szlig;enminister haben in der entscheidenden Nacht mitgespielt, ein Abkommen mit dem damaligen Pr&auml;sidenten ausgehandelt und, als es um dessen Umsetzung und Kontrolle ging, waren sie verschwunden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Terabyte-gro&szlig;e Datencontainer entdeckt: US-Milit&auml;r &uuml;berwacht Soziale Netzwerke weltweit<\/strong><br>\nChris Vickery von UpGuard staunte nicht schlecht, als er Amazons Cloud-Speicherdienst S3 nach offenen T&uuml;ren abklopfte. Dort fand er unter den Namen &ldquo;Centcom-Backup&rdquo;, &ldquo;Centcom-Archive&rdquo; und &ldquo;Pacom-Archive&rdquo; drei riesige Datencontainer mit &Uuml;berwachungsdaten aus sozialen Netzwerken rund &uuml;ber den Globus verteilt. Der Name CENTCOM steht f&uuml;r die milit&auml;rische Leitung der US-Streitkr&auml;fte Cental Command. PACOM steht f&uuml;r Pacific Command, also den Teil der Streitkr&auml;fte, der sich um China, Asien und Australien k&uuml;mmert.<br>\nDie Datencontainer sollen dutzende Terabyte an Rohdaten aus &Uuml;berwachungen sozialer Netzwerke enthalten. Vickery lud eine Probe von 400 GByte herunter mit 1,8 Milliarden Social-Media-Beitr&auml;gen aus den vergangenen acht Jahren. Die Betr&auml;ge stammten seiner Analyse zufolge haupts&auml;chlich aus Asien und den USA. Anhand der Datenstruktur und Verschlagwortung kommt Vickery zu dem Schluss, dass die Rohdaten f&uuml;r das Outpost-Programm der US-Regierung zur Terror-Abwehr genutzt w&uuml;rden. Es sammle nicht nur Daten, sondern k&ouml;nne auch Kampagnen zur Beeinflussung starten &ndash; &auml;hnlich wie sie die US-Regierung derzeit Russland vorwirft. So fand er Konfigurations-Dateien f&uuml;r Apache Lucene und die Open-Source-Engine Elasticsearch.<br>\nAndere Hinweise zeigten auf &ldquo;Coral&rdquo;, womit das Data-Mining-Programm Coral Reef gemeint sein k&ouml;nnte. Mit Coral Reef sollen Analysten sehr schnell gro&szlig;e Datenbest&auml;nde durchforsten, um Verbindungen und Kontaktnetzwerke aufzust&ouml;bern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Terabyte-grosse-Datencontainer-entdeckt-US-Militaer-ueberwacht-Soziale-Netzwerke-weltweit-3893569.html\">heise online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Das Ende der gro&szlig;en Euphorie<\/strong><br>\nDie politische Bewegung Emmanuel Macrons La R&eacute;publique en marche (LREM) bildet eine Ausnahme in der zertr&uuml;mmerten Parteienlandschaft Frankreichs. Sie verf&uuml;gt &uuml;ber die gr&ouml;&szlig;te Fraktion in der Nationalversammlung, &uuml;ber Finanzmittel von 20 Millionen Euro j&auml;hrlich und &uuml;ber eine stattliche Anh&auml;ngerkartei mit mehr als 380.000 Namen. Dennoch k&auml;mpft die junge Bewegung vor ihrem Parteitag an diesem Samstag in Lyon gegen Proteste und Austrittsank&uuml;ndigungen. Schon die Prozedur zur Bestimmung des neuen LREM-Generaldelegierten gab Anlass zu Verstimmung. So war es Pr&auml;sident Macron h&ouml;chstpers&ouml;nlich, der seinen Regierungssprecher Christophe Castaner zum Chef erw&auml;hlte.<br>\nIn Lyon ist jetzt zwar eine Abstimmung per Handzeichen geplant, um Castaner zu legitimieren, aber Gegenkandidaten f&uuml;r den Posten des Vorsitzenden gibt es nicht. Immerhin d&uuml;rfen die Delegierten nach langem Hin und Her in Lyon dar&uuml;ber befinden, ob sie nicht lieber in geheimer Abstimmung &uuml;ber die Personalie Castaner entscheiden. Das war zun&auml;chst nicht vorgesehen. Eine elektronische Urwahl, wie sie beispielsweise die Republikaner am 10. Dezember zur Bestimmung ihres Parteivorsitzenden organisieren, kam aus ungenannten Gr&uuml;nden f&uuml;r LREM nicht in Frage.<br>\nIn einem Offenen Brief beklagen &bdquo;100 Demokraten&ldquo; autorit&auml;re Strukturen in der Bewegung, die an das &bdquo;Ancien R&eacute;gime&ldquo; der absolutistischen Herrscher Frankreichs erinnerten. Der basisdemokratische Erneuerungsgeist sei seit den Parlamentswahlen einer &bdquo;Herrschaft der Eliten&ldquo; gewichen, kritisierten die namentlich nicht genannten Unterzeichner. Alles werde in Paris entschieden, der Zentralismus sei unertr&auml;glich. Vorgeblich sollen unter den &bdquo;100 Demokraten&ldquo; etliche Lokalgr&ouml;&szlig;en der Bewegung sein. Der LREM-Abgeordnete Laurent Saint-Martin sagte: &bdquo;Unsere Partei ist in einem depressivem Zustand&ldquo;. Der ehemalige Sprecher von En marche, Arnaud Leroy, &auml;u&szlig;erte sich besorgt &uuml;ber die mangelnde Dynamik an der Basis. &bdquo;Die Zahl der aktiven Mitglieder ist stark r&uuml;ckl&auml;ufig&ldquo;, sagte er.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/in-emmanuel-macrons-bewegung-en-marche-waechst-der-unmut-15297465.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.K.:<\/strong> Event-Marketing als Politikersatz ist wohl nicht so einfach zu organisieren. Wer allerdings auf die Ank&uuml;ndigung mit der Basisdemokratie hereingefallen ist, darf sich jetzt lokalpatriotisch am reinigen von Bachl&auml;ufen beteiligen. Dann bleiben die Strippenzieher der Finanzm&auml;rkte in Paris weiterhin unter sich. Und eine kostenlose Mitgliedschaft in einem ferngesteuerten Politzirkus ist doch auch schon was.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das Ph&auml;nomen &bdquo;en marche&ldquo; war doch nie ernsthaft als Basisbewegung gedacht. Vielmehr ist es offenbar ein (politisches) Produkt der franz&ouml;sischen &bdquo;Elite&ldquo;\/Oligarchie: So hatte z.B. der reichste Franzose, Bernard Arnault, den Wahlkampf Macrons nicht lediglich finanziell, sondern auch mit einem pers&ouml;nlichen Aufruf zu dessen Wahl unterst&uuml;tzt. Seine Tochter und ihr Mann, der Internet-Milliard&auml;r Xavier Niel scheinen gute Freunde dieses inzwischen amtierenden Pr&auml;sidenten zu sein.<\/em><br>\n<em>Was Macron &ndash; wohl aufgrund seiner fr&uuml;hen Kontakte zu den Reichen und Verm&ouml;genden sowie deren politischer Haltung &ndash; von seinen Gegnern und &bdquo;von denen, da unten&ldquo; h&auml;lt, hatte Chantal Mouffe relativ <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38623\">fr&uuml;hzeitig so bewertet<\/a>:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n&bdquo;Infolgedessen nimmt es sich Emmanuel Macron heraus, die gro&szlig;e Zahl von Franzosen, die in Opposition zu seiner Politik stehen, gering zu sch&auml;tzen und die Forderungen des &bdquo;Frankreich-von-unten&ldquo; einfach zu ignorieren.<br>\nDass eine solche Politik unvermeidlich zu einer Revolte der unteren Bev&ouml;lkerungs-Schichten f&uuml;hren wird, beunruhigt ihn nicht weiter &ndash; eine eigentlich unglaubliche Verblendung.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Der doppelte Kubicki<\/strong><br>\nWolfgang Kubicki gilt derzeit als aussichtsreichster Kandidat f&uuml;r das Amt des Bundesfinanzministers. Die Frage ist allerdings, wie lange das noch so bleibt. &ldquo;Es w&auml;re Realsatire, wenn Kubicki Finanzminister w&uuml;rde&rdquo;, sagte Peer Steinbr&uuml;ck vergangene Woche der ZEIT. Der Satz zielt auf einen wunden Punkt des FDP-Politikers. Kubicki n&auml;mlich vertritt als Anwalt Hanno Berger, den Mann, der als Spiritus Rector des gr&ouml;&szlig;ten Steuerraubs in der deutschen Geschichte gilt (ZEIT Nr. 24\/17). Mehrere Milliarden Euro gingen dem Staat durch sogenannte Cum-Ex-Gesch&auml;fte verloren. Auch in den Verhandlungen um die Jamaika-Koalition wird das nun zum Thema. &ldquo;Wie kann jemand in Parlament oder Regierung die Interessen der deutschen Steuerzahler vertreten und gleichzeitig die Argumente derer unterst&uuml;tzen, die dem Staat und damit den Steuerzahlern Milliarden aus der Tasche gezogen haben?&rdquo;, fragt Gerhard Schick, der finanzpolitische Sprecher der Gr&uuml;nen. &ldquo;F&uuml;r mich passt das nicht zusammen.&rdquo;<br>\nAuf die Kritik Steinbr&uuml;cks hat Kubicki bereits reagiert. Im Interview mit dem Spiegel wirft er Steinbr&uuml;ck vor, &ldquo;die Prinzipien des Rechtsstaats offensichtlich nicht verstanden&rdquo; zu haben. Und er keilt zur&uuml;ck: Steinbr&uuml;ck wolle durch sein &ldquo;bekannt nassforsches Auftreten&rdquo; blo&szlig; davon ablenken, dass er es vers&auml;umt habe, die L&uuml;cken im Steuerrecht zu schlie&szlig;en. H&auml;tte er das zu seiner Zeit als Finanzminister getan, w&auml;ren dem Staat mehrere Milliarden Euro weniger entgangen.<br>\nPolitisch ist das ein altbew&auml;hrtes Mittel: Man geht zum Gegenangriff &uuml;ber, um sich selbst aus der Schusslinie zu bringen. Im Fall von Kubicki ist allerdings zweifelhaft, ob das funktioniert. Seine beiden Rollen als Anwalt und Politiker lassen sich n&auml;mlich nicht so eindeutig voneinander trennen, wie die FDP das gerne h&auml;tte. Das zeigen Aussagen Kubickis selbst. Bevor Hanno Berger, ebenfalls FDP-Mitglied, sein Mandant wird, inszeniert sich Kubicki in Schleswig-Holstein als lautstarker Kritiker der Cum-Ex-Gesch&auml;fte. &Uuml;ber verd&auml;chtige Aktiendeals der HSH Nordbank sagt er 2013: &ldquo;Die beschriebenen Gesch&auml;fte erf&uuml;llen ohne jeden Zweifel den objektiven und subjektiven Tatbestand der Steuerhinterziehung.&rdquo; Kubicki findet, das habe auch jedem klar gewesen sein m&uuml;ssen. &ldquo;Das w&auml;re so, als w&uuml;rde der einfache ehrliche Steuerzahler k&uuml;nftig Erstattungen f&uuml;r Steuern beanspruchen, die zuvor gar nicht gezahlt wurden.&rdquo; Eindeutiger geht es kaum.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2017\/47\/wofgang-kubicki-finanzminister-cum-ex-kritik\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu erneut Steuerausf&auml;lle durch Aktiendeals: Kubicki kritisiert &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21347#h10\">Gesinnungsstrafrecht<\/a>&ldquo;.<\/em><br>\n<em>W&auml;re ein R&uuml;cktritt bzw. R&uuml;ckzug aus der Politik nicht angemessen?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Fachkr&auml;ftemangel: Wachstumsbremse<\/strong><br>\nUms&auml;tze sinken, dringende IT- und Digitalisierungsprojekte werden verschoben: Fehlende Arbeitskr&auml;fte haben f&uuml;r Mittelst&auml;ndler zunehmend negative Folgen. Die unbesetzten Stellen gehen zu Lasten der Stammbelegschaft.<br>\nStefan Zeidler schl&auml;gt Alarm: &bdquo;Einigen Unternehmen fehlen schon heute die Spezialisten, um die Erweiterungsinvestitionen und Zukunftsprojekte im Rahmen einer Digitalisierungsoffensive &ndash; Schlagwort Industrie 4.0 &ndash; vorantreiben zu k&ouml;nnen&ldquo;, sagt der Firmenkundenvorstand der DZ Bank. &bdquo;Damit gef&auml;hrdet der Fachkr&auml;ftemangel die k&uuml;nftige Wettbewerbsf&auml;higkeit unserer Unternehmen&ldquo;, meint Zeidler.<br>\nDie Ergebnisse einer aktuellen GfK-Studie im Auftrag der DZ Bank geben Anlass zur Sorge: Zwar ist die Investitionsbereitschaft so hoch wie lange nicht. Mehr als ein Drittel der 800 befragten mittelst&auml;ndischen Unternehmen mit einem Jahresumsatz zwischen 500.000 Euro und 125 Millionen Euro will in den n&auml;chsten drei Jahren die Investitionen erh&ouml;hen. Doch ein Mangel an qualifizierten Mitarbeitern ist bereits f&uuml;r 61 Prozent der Firmen ein zentrales Investitionshindernis. Damit ist der Fachkr&auml;ftemangel mittlerweile die gr&ouml;&szlig;te H&uuml;rde bei Investitionsvorhaben.<br>\n&bdquo;Fast die H&auml;lfte der vom Fachkr&auml;ftemangel betroffenen Unternehmen musste bereits auf Umsatz verzichten. F&uuml;r 60 Prozent der Betroffenen war zumindest die Wettbewerbsf&auml;higkeit beeintr&auml;chtigt&ldquo;, hei&szlig;t es in der Studie. Und rund ein Sechstel der Firmen, die den Engpass sp&uuml;ren, kann aufgrund des Fachkr&auml;ftemangels bereits wichtige IT- und Digitalisierungsprojekte nicht realisieren. Die gro&szlig;en Mittelst&auml;ndler leiden dabei st&auml;rker als kleinere Firmen.<br>\nDie unbesetzten Stellen gehen zu Lasten der Stammbelegschaft: Drei Viertel der Unternehmen geben an, dass die Mitarbeiter Mehrarbeit leisten, um den Arbeitskr&auml;ftemangel zu kompensieren. Gleichwohl nehmen die Mittelst&auml;ndler das gr&ouml;&szlig;er werdende Problem Fachkr&auml;ftemangel nicht tatenlos hin. Mehr als 80 Prozent der Unternehmen wollen verst&auml;rkt in Rekrutierung sowie in die Aus- und Fortbildung ihrer Mitarbeiter investieren. [&hellip;]<br>\n55 Prozent aller Mittelst&auml;ndler sind bereit, tiefer in die Taschen zu greifen, um Mitarbeiter zu gewinnen. Auch Zusatzanreize neben dem Gehalt wie ein modernes Firmenimage, Kooperationen mit Schulen, Berufsschulen oder Universit&auml;ten sowie eine verst&auml;rkte Familienfreundlichkeit sind laut der Studie Ma&szlig;nahmen, mit denen der Mittelstand dem Personalengpass begegnen will.<br>\nF&uuml;r Firmenkundenvorstand Zeidler sind das richtige Ans&auml;tze. Doch er fordert Hilfe durch die Politik: &bdquo;Die mittelst&auml;ndischen Unternehmen warten bislang vergeblich darauf, dass eine zielgerichtete Zuwanderungspolitik oder Bildungsinvestitionen der &ouml;ffentlichen Hand die Situation verbessern.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/leasing\/fachkraeftemangel-wachstumsbremse\/20576454.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ach ja, die Fachkr&auml;ftemangel von heute, wie habe ich sie vermi&szlig;t. &ldquo;Mehr als 80 Prozent der Unternehmen wollen verst&auml;rkt in Rekrutierung sowie in die Aus- und Fortbildung ihrer Mitarbeiter investieren. [&hellip;] 55 Prozent aller Mittelst&auml;ndler sind bereit, tiefer in die Taschen zu greifen, um Mitarbeiter zu gewinnen. Auch Zusatzanreize neben dem Gehalt wie ein modernes Firmenimage, Kooperationen mit Schulen, Berufsschulen oder Universit&auml;ten sowie eine verst&auml;rkte Familienfreundlichkeit sind laut der Studie Ma&szlig;nahmen&rdquo; &ndash; da werden Selbstverst&auml;ndlichkeiten wie minimal h&ouml;here Geh&auml;lter (nach einer langen Durststrecke) oder, man glaubt es kaum, mehr Investitionen &ldquo;in die Aus- und Fortbildung ihrer Mitarbeiter&rdquo; als unglaubliches Entgegenkommen gehypt, um dann, was w&uuml;rden die Unternehmen ohne den Staat anfangen, zu des Pudels Kern zu kommen: &ldquo;Bildungsinvestitionen der &ouml;ffentlichen Hand&rdquo; (nat&uuml;rlich in Kombination mit Unternehmensteuersenkungen) und, der Klassiker &ldquo;eine zielgerichtete Zuwanderungspolitik&rdquo;. Der letztere Punkt ist besonders bizarr, weil heute schon weltweit IT-Spezialisten f&uuml;r Dumpingl&ouml;hne von 40.000 Euro angeworben werden d&uuml;rfen. Wo soll denn die Grenze demn&auml;chst liegen, bei 2.000 Euro brutto im Monat? &ldquo;Drei Viertel der Unternehmen geben an, dass die Mitarbeiter Mehrarbeit leisten, um den Arbeitskr&auml;ftemangel zu kompensieren.&rdquo; &ndash; Die vorhandenen Angestellten zu (unbezahlter?) Mehrarbeit zu zwingen, scheint mir der beste Weg, einen wirklichen Fachkr&auml;ftemangel zu erzeugen&hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Ryanair-Piloten proben den Aufstand<\/strong><br>\nPiloten des irischen Billigfliegers Ryanair haben bisher keinen Tarifvertrag. &Uuml;ber ihre Geh&auml;lter verhandeln lokale Pilotenvertretungen mit dem Unternehmen. Das soll sich nun &auml;ndern. Mithilfe der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) haben Ryanair-Mitarbeiter die Fluggesellschaft zu Tarifverhandlungen aufgefordert. Dazu sei eine Tarifkommission mit einem professionellen Verhandlungsf&uuml;hrer gegr&uuml;ndet worden, berichtet die Gewerkschaft.<br>\n&ldquo;Ryanair hatte immer eine hohe Fluktuationsrate &ndash; wie aus ihren Jahresberichten ersichtlich ist -, aber wir sehen derzeit eine demografische Ver&auml;nderung bei den Ryanair-Piloten&rdquo;, erkl&auml;rte Jim Phillips, Vorstand f&uuml;r Internationales in der VC. &ldquo;Viele betrachten Ryanair inzwischen als eine Karriere und nicht als einen Zwischenstopp, um ein paar Flugstunden zu sammeln. Die Piloten wollen Familien haben, H&auml;user kaufen und sie m&ouml;chten dort leben, wo sie stationiert sind. Familienleben braucht die Stabilit&auml;t der nationalen Tarifvertr&auml;ge.&rdquo; Es liege auf der Hand, dass Ryanair an seinen Basen nationale Gewerkschaftsvertr&auml;ge aushandeln m&uuml;sse.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/ryanair-163.html\">tagesschau.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&ldquo;Flexibilisierung&rdquo; des Arbeitszeitgesetzes: Angriff auf ein Museumsst&uuml;ck? Der Acht-Stunden-Tag und die wirklichen Absichten der Deregulierer<\/strong><br>\nEigentlich wurde der landl&auml;ufig als die &ldquo;f&uuml;nf Wirtschaftsweisen&rdquo; bezeichnete Sachverst&auml;ndigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (SVR) in den vergangenen Jahren kaum noch wirklich beachtet, wenn sie einmal j&auml;hrlich immer im November ihre meist volumin&ouml;sen Jahresgutachten ver&ouml;ffentlicht haben. Das lag weniger an der Qualit&auml;t der Vorhersagen der wirtschaftlichen Entwicklung, &uuml;ber die man auch streiten kann, als an den zahlreichen wirtschaftspolitischen Belehrungen, was die Politik zu machen habe. Die waren und sind in der Regel eingebettet in eine rigide angebotsorientierte Sicht auf Wirtschaftspolitik. Bei einigen gab es bei den Jahresgutachten lediglich den fast schon unterhaltsamen Faktor, neben den Inhalten die Zahl der &ldquo;Eine andere Meinung&rdquo;-&Auml;u&szlig;erungen des Au&szlig;enseiters Peter Bofinger, dem letzten Keynesianer in dem Gremium, zu registrieren, mit denen die Jahresgutachten eine ganz eigene F&auml;rbung bekommen. Im neuen Jahresgutachten 2017\/18 unter der sch&ouml;n daherkommenden &Uuml;berschrift &ldquo;F&uuml;r eine zukunftsorientierte Wirtschaftspolitik&rdquo; sind es insgesamt f&uuml;nf Minderheitenvoten, die Bofinger abgegeben hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.blogspot.de\/2017\/11\/flexibilisierung-des-arbeitszeitgesetzes.html\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Sperrm&uuml;ll f&uuml;r die Armen<\/strong><br>\nVon 409 Euro muss ein alleinstehender Hartz-IV-Bezieher jeden Monat alles au&szlig;er der Miete zahlen: Essen, Strom, Fahrkosten, Telefon, Kleidung, Reparaturen im Haushalt und vieles mehr. Das Sparen f&auml;ngt bereits beim Gr&uuml;nden eines eigenen Haushalts an. Zwar m&uuml;ssen Jobcenter ihren Klienten zus&auml;tzliche Mittel f&uuml;r die Ersteinrichtung der Wohnung gew&auml;hren. Doch ein Fall aus dem bayrischen Schwabach zeigt nicht nur, dass von diesen Minisummen mehr als Sperrm&uuml;ll praktisch nicht zu bekommen ist. Auch die Gesch&auml;fte der Sozialkaufh&auml;user bl&uuml;hen im Zuge der staatlichen Armutsverwaltung.<br>\nAllem voran steht die Angst. &raquo;Wenn man sich beschwert oder an die &Ouml;ffentlichkeit geht, muss man damit rechnen, dass sie einen noch mehr drangsalieren&laquo;, betont Ilona Schmidt gleich zu Anfang des Gespr&auml;chs mit junge Welt. Die Gewerkschafterin begleitet ehrenamtlich Erwerbslose, die Probleme mit dem Jobcenter haben. Ihren richtigen Namen und den ihres Klienten will sie nicht nennen. &raquo;Es k&ouml;nnte sein, dass sie ihm daraus einen Strick drehen&laquo;, bef&uuml;rchtet die Mitvierzigerin. Eigentlich sei der Mann chronisch krank, weshalb er Erwerbsunf&auml;higkeitsrente wegen Schwerbehinderung beantragt habe, so Schmidt. Doch das Verfahren dauere, er m&uuml;sse vorerst mit Hartz IV vorliebnehmen. Zuletzt habe er aus Geldmangel im Haushalt seiner Eltern gelebt. Eine Dauerl&ouml;sung sei das nicht.<br>\nAngefangen habe die Tortur mit der Wohnungssuche, berichtet die Helferin. Denn Unterk&uuml;nfte zu einer Miete, die Jobcenter als &raquo;angemessen&laquo; &uuml;bernehmen, sind rar. &raquo;Und dann stand er in v&ouml;llig leeren R&auml;umen&laquo;, erinnert sie sich. Seinen Antrag auf Erstausstattung (Dokumente liegen jW vor) bewilligte das Jobcenter nur zum Teil. Die Zugest&auml;ndnisse h&auml;lt Ilona Schmidt f&uuml;r &raquo;einen schlechten Witz&laquo;. Daf&uuml;r bekomme man &raquo;h&ouml;chstens Sperrm&uuml;ll&laquo;, kritisiert sie.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/321990.sperrm%C3%BCll-f%C3%BCr-die-armen.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Also auch im ach so guten Bayern geht es l&auml;ngst nicht Allen so gut wie es sein k&ouml;nnte.<\/em><br>\n<em>Zu bef&uuml;rchten ist &ndash; unabh&auml;ngig von diesem Fall -, dass an der Schraube der K&uuml;rzungen auch in den n&auml;chsten Jahren weiter kr&auml;ftig gedreht wird. Und zwar nach unten. In Deutschland leben die Menschen seit einigen Jahrzehnten unter ihren Verh&auml;ltnissen. Anstatt permanent die Ausgabenseite zu betrachten und zu senken, sollte vielmehr und besser die Seite der Staatseinnahmen beachtet und erh&ouml;ht werden. W&auml;re das nicht viel sinnvoller?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Siegener Jobcenter soll h&ouml;here Kaltmieten erstatten<\/strong><br>\nEs gibt zu wenig Wohnungen in Siegen. Vor allem f&uuml;r die, die auf preisg&uuml;nstigen Wohnraum angewiesen sind. Hoffnungen ruhen auf dem Kreistag: Wenn er die H&ouml;chstgrenze f&uuml;r die Kaltmiete, die auch das Jobcenter akzeptiert, anhebt, dann entstehen zwar keine neuen Wohnungen. Aber wenigstens die, die eine haben, behielten ihr Dach &uuml;ber dem Kopf. &bdquo;Sie m&uuml;ssten gar nicht erst auf Wohnungssuche gehen&ldquo;, sagt Andreas Kornmann, Arbeitsgruppenleiter in der Sozialabteilung. Er unterst&uuml;tzt den Wunsch, &bdquo;dass dieses Hin- und Herziehen beendet wird.&ldquo; (&hellip;)<br>\nAusl&ouml;ser daf&uuml;r sind die &bdquo;Kostensenkungsverfahren&ldquo;: In mehreren Eskalationsstufen werden Bezieher von Arbeitslosengeld 2 (&bdquo;Hartz IV&ldquo;) aufgefordert, billiger zu wohnen, wenn ihre Wohnung mehr als f&uuml;nf Euro Kaltmiete kostet &mdash; kein Kunstst&uuml;ck: Die H&auml;lfte der in Siegen noch vorhandenen Sozialwohnungen ist teurer, die Miete in einer neu gebauten Sozialwohnung betr&auml;gt nicht weniger als 5,25 Euro. Der Satz von f&uuml;nf Euro ist &auml;lter als die Hartz-Gesetze und hat, wie Andreas Kornmann erinnert, schon die Euro-Umstellung &uuml;berlebt. Damals h&auml;tten allerdings aus 10 DM wenigstens 5,11 Euro werden m&uuml;ssen. Der Betrag sei &bdquo;nicht mehr zeitgem&auml;&szlig;&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.wp.de\/staedte\/siegerland\/siegener-jobcenter-soll-hoehere-kaltmieten-erstatten-id212578373.html\">Westfalenpost<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers K.H.L.:<\/strong> Ist das &ldquo;nur&rdquo; in Siegen so . . .?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die Kommunen saufen ab<\/strong><br>\nSchulen, medizinische Versorgung, Feuerwehr &ndash; die Grundversorgung ihrer Gemeinden sei nicht mehr gesichert und die B&uuml;rger f&uuml;hlten sich abgeh&auml;ngt, beklagen 21 parteilose B&uuml;rgermeister aus dem Erzgebirge. Sie verlangen ein Ende der rigiden Sparpolitik im Freistaat Sachsen. (&hellip;)<br>\nDas sei, so betonen die Unterzeichner &uuml;bereinstimmend &ndash; keine Kampfansage an die Staatsregierung, sondern ein Gespr&auml;chsangebot. Hauptanliegen sind die Finanzen. Steigende Ausgaben f&uuml;r beispielsweise die neu eingef&uuml;hrte, personalintensive doppelte Buchf&uuml;hrung in den Kommunen. Ferner die Ausweitung der B&uuml;rokratie bei den Antr&auml;gen f&uuml;r F&ouml;rdermittel bis hin zu den Mehrkosten durch die &Uuml;beralterung der Bev&ouml;lkerung. All das f&uuml;hre zu Ausgabenerh&ouml;hungen und schaffe gro&szlig;e Probleme bei der Erf&uuml;llung der kommunalen Pflicht-Aufgaben. Die Schl&uuml;sselzuweisungen des Bundes und des Landes w&uuml;rden jedoch nicht angehoben sagt Oberb&uuml;rgermeister Schmidt verst&auml;ndnislos:<br>\n&ldquo;Und &uuml;berall liest man, es gibt Rekordsteuereinnahmen, es gibt unglaubliche wirtschaftliche, gute Entwicklungen und an der Basis muss man jedem erkl&auml;ren, wir m&uuml;ssen k&uuml;rzen, wir m&uuml;ssen Kindertagesst&auml;tten-Beitr&auml;ge erh&ouml;hen und wir m&uuml;ssen dort streichen. Und es ist politisch nicht mehr glaubw&uuml;rdig. Rekordsteuereinnahmen und an der Basis erz&auml;hlen: Es ist kein Geld da. Das nimmt uns keiner mehr ab!&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/appell-parteiloser-buerger-im-erzgebirge-die-kommunen.1773.de.html?dram:article_id=400968\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> &Auml;hnlich d&uuml;rfte die Situation in zahlreichen anderen Kommunen auch au&szlig;erhalb des Erzgebirges sein. Aber auch die SPD h&auml;lt offenbar weiterhin an der sogenannten Schuldenbremse und &bdquo;schwarzer Null&ldquo; fest. Scheinbar ist den politischen Entscheidungstr&auml;gern das betriebswirtschaftliche Betrachten der Finanzlage wichtiger als die &bdquo;Pflicht-Aufgaben&ldquo; seitens des Staates, zu dem auch die Kommunen geh&ouml;ren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Wer sich selbst eine Grube gr&auml;bt<\/strong><br>\nDeutschland gibt sich in Bonn als vorbildlicher Gastgeber. Eine kurze Busfahrt entfernt sorgt der Braunkohleabbau bei den Gipfelbesuchern f&uuml;r Entsetzen. (&hellip;)<br>\n&bdquo;Klimaschutzl&ouml;sungen made in Germany&ldquo; hei&szlig;en die Touren, die Nordrhein-Westfalen und die Bundesregierung w&auml;hrend der Konferenz anbieten. Da fahren Busse zu effizienten Heizungen in Erkrath, zur Erdw&auml;rme bei der Deutschen Post, zur Solarforschung in J&uuml;lich. Nur Eingeweihte wissen, dass sich unter der &Uuml;berschrift &bdquo;R&uuml;ckenwind f&uuml;r die Energiewende&ldquo; und den bunten Bildern von Windanlagen eine Tour ins dunkle Herz der deutschen Kohle verbirgt. In den Tagebau Garzweiler II. (&hellip;)<br>\nAngela Merkel wei&szlig; das sehr genau. Aber als sie am Mittwoch auf der Klimakonferenz kurz eine Rede h&auml;lt, geht sie nicht darauf ein. Schlie&szlig;lich ist das Thema bei den Jamaika-Sondierungen hei&szlig; umstritten. In Bonn wollen alle von ihr das Wort &bdquo;Kohleausstieg&ldquo; h&ouml;ren. L&auml;nder wie Gro&szlig;britannien, Kanada oder Frankreich machen es vor. Aber die Kanzlerin sagt nur: &bdquo;Die Kohle, und besonders die Braunkohle, wird einen wesentlichen Beitrag leisten&ldquo;, die Klimaziele zu erreichen. Ein Ausstieg sei &bdquo;auch in einem reichen Land wie Deutschland nicht einfach&ldquo;. (&hellip;)<br>\nAuf der Konferenz sagen viele, die deutsche Kohlepolitik sei &bdquo;verr&uuml;ckt&ldquo;. Merkels Z&ouml;gern beim Kohleausstieg sei &bdquo;nicht die Art von F&uuml;hrung, die wir von Deutschland erwarten&ldquo;, meint Teresa Riberia vom franz&ouml;sischen Thinktank IDDRI. F&uuml;r Li Shuo von Greenpeace China schafft &bdquo;Deutschland entweder einen ambitionierten Ausstieg aus Kohle und Verbrennungsmotor, oder es riskiert es seine gr&uuml;ne Tradition&ldquo;. Noch will aber niemand ernsthaft an Deutschlands Rolle r&uuml;tteln. So viele Vorreiter in der Klimadiplomatie mit Geld und Einfluss gibt es auch wieder nicht.<br>\nDeutschland m&uuml;sse allerdings aufpassen, seinen gr&uuml;nen Ruf nicht zu verspielen, sagt Bob Ward von der London School of Economics. &bdquo;Eine Sache ist es, dreckig zu sein und alle wissen das. Aber wer sauber sein will und pl&ouml;tzlich als dreckig dasteht, der verliert seinen Ruf. Das ist das Schlimmste, was einem passieren kann.&ldquo;<br>\nDer Dieselskandal sei der erste Kratzer am &Ouml;kolack gewesen. &bdquo;Wenn ihr an der Kohle festhaltet, k&ouml;nnte das so aussehen, als w&auml;rt ihr ein Land im Niedergang.&ldquo; Der Brexit-Gegner lacht und f&uuml;gt hinzu: &bdquo;Wie sich das anf&uuml;hlt, wissen wir Briten genau.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Klimakonferenz-in-Bonn\/!5460710\/%20\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Chaos in Zimbabwe after Mugabe fails to announce expected resignation<\/strong><br>\nPresident Robert Mugabe delivered a rambling address on live television offering no concessions, after ruling party Zanu-PF sacked him as leader<br>\nZimbabwe&rsquo;s ongoing crisis descended into outright chaos on Sunday after president Robert Mugabe failed to announce his resignation as widely expected in a national address on live television.<br>\nInstead, in a rambling 30 minute address, Mugabe offered no concessions to his critics, the tens of thousands who marched calling for his resignation or the army commanders who led the military takeover last week.<br>\nInstead, the 93-year-old autocrat said that &ldquo;we cannot be guided by bitterness or revengefulness which would not makes us any better &hellip; Zimbabweans&rdquo; and said that he would preside over a special congress of the ruling Zanu-PF party scheduled for next month &ndash; suggesting he has no immediate intention of stepping down.<br>\nMugabe, who repeatedly cited the legacy of Zimbabwe&rsquo;s brutal liberations wars of the 1970s, said he believed that the military &ldquo;operation&rdquo; launched last Tuesday by army commanders was motivated by &ldquo;a deep patriotic concern for the stability of the nation&rdquo; and &ldquo;did not amount to a threat to our well-cherished constitutional order&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/world\/2017\/nov\/19\/zimbabwe-ruling-party-fires-robert-mugabe-as-leader\">Guardian<\/a>\n<p><strong>dazu: Coup in Zimbabwe: A win-win for China &ndash; for now<\/strong><br>\nChina has huge investments in Zimbabwe &ndash; including tobacco, diamonds, and power generation &ndash; and is by far the country&rsquo;s largest benefactor.<br>\nBy GRANT NEWSHAM NOVEMBER 20, 2017 9:10 AM (UTC+8) 564<br>\nDid Beijing give the go-ahead to remove Zimbabwe President Robert Mugabe? Nobody is saying. But it is suspicious that Zimbabwe&rsquo;s army chief General Chiwenga visited China a few days before he moved against Mugabe. Presumably, nobody in Beijing told him &lsquo;no.&rsquo;<br>\nChina has huge investments in Zimbabwe &ndash; including tobacco, diamonds, and power generation &ndash; and is by far the country&rsquo;s largest benefactor.<br>\nAnd there&rsquo;s been Chinese concern, indeed anger, over the last few years over enforcement of the &lsquo;indigenization law&rsquo; &ndash; Mugabe&rsquo;s brainchild requiring foreign companies operating in the country to have majority black Zimbabwean ownership. Chinese companies and interests stand to suffer.<br>\nChina can size things up: Even Mugabe isn&rsquo;t going to live forever. And for a successor it&rsquo;s a choice between his wife, Grace, or recently dismissed Vice President, Emmerson Mnangagwa whose removal sparked the coup.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.atimes.com\/article\/coup-zimbabwe-win-win-china-now\/\">Asia Times<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Strange Twists in the Hariri Mystery<\/strong><br>\nFrench President Macron has invited Lebanese Prime Minister Saad Hariri to Paris, a possible opportunity to determine whether Hariri&rsquo;s sudden resignation, announced in Saudi Arabia, was coerced, as Dennis J Bernstein reports.<br>\nThe strange case of Lebanon&rsquo;s Prime Minister Saad Hariri and his surprise resignation, delivered in Saudi Arabia, has developed international overtones with rumors about his possible kidnapping by the Saudis and France extending an invitation for him to come to Paris before possibly returning to Lebanon.<br>\nSaad Hariri of Lebanon in Washington. July 2017. (Wikipedia)<br>\nBecause of concerns that his resignation may have been extracted by the Saudis under duress, the Lebanese government has refused to accept it unless he tenders it in person. In an interview last Sunday, Hariri looked harried and nervous. At one point the camera caught a man holding up some kind of sign behind the interviewer, as if he was trying to direct Hariri&rsquo;s comments.<br>\nI spoke again to Beirut-based political activist and environmentalist Rania Masri on Nov. 13 about the Hariri case. Masri is an Arab-American academic, an expert in the workings of the Lebanese government, and has been doing regular translations of Hezbollah leader Hassan Nasrallah on Facebook.<br>\nDennis Bernstein: Let&rsquo;s start with your response to the latest developments.  The prime minister says he would like to return to Lebanon.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/consortiumnews.com\/2017\/11\/17\/strange-twists-in-the-hariri-mystery\/\">Consortiumsnews.com<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>&ldquo;Paradise Papers&rdquo;-Daten publiziert<\/strong><br>\nDas Internationale Konsortium f&uuml;r Investigative Journalisten hat die ersten Daten aus den &ldquo;Paradise Papers&rdquo; ver&ouml;ffentlicht. In der Datenbank sind zun&auml;chst Informationen zu 25.000 Offshore-Konstrukten zu finden. In den kommenden Wochen werden weitere Unterlagen publiziert.<br>\nIn der Datenbank des Internationalen Konsortiums f&uuml;r Investigative Journalisten (ICIJ) sind seit heute erstmals Unterlagen der &ldquo;Paradise Papers&rdquo; f&uuml;r jedermann zug&auml;nglich gemacht. Zun&auml;chst wurden Informationen &uuml;ber 25.000 Offshore-Konstruktionen eingestellt. Dabei geht es um Daten der Kanzlei Appleby zu Trusts und Firmen in mehr als 30 Jurisdiktionen. Auch Adressen und Namen von Direktoren und Anteilseignern sind in den Daten zu finden. (&hellip;)<br>\nDie Offshore-Leak-Datenbank beinhaltet bereits Dokumente der Projekte &ldquo;Panama Papers&rdquo;, &ldquo;Offshore Leaks&rdquo; und &ldquo;Bahamas Leaks&rdquo;. Insgesamt sind nun mehr als 520.000 Datens&auml;tze durchsuchbar. Das ICIJ wird in den kommenden Wochen weitere Unterlagen der &ldquo;Paradise Papers&rdquo; in die Datenbank einspeisen. Darunter sind mehr als 100.000 Aufzeichnungen aus verschiedenen Finanzpl&auml;tzen weltweit, die als intransparent gelten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/paradisepapers\/icij-113.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Auf dem ersten Blick wirken die Zahlen vermutlich wohl &bdquo;erdr&uuml;ckend&ldquo;. Aber der Gesamtbestand der Daten d&uuml;rfte um ein Vielfaches h&ouml;her liegen und ein Gef&uuml;hl der Ohnmacht k&ouml;nnte beabsichtigt sein.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Malcolm Simmons: ein mutiger EU Richter spricht Klartext in Kosova<\/strong><br>\nDie &ouml;sterreichische Zeitung &bdquo; Standard&ldquo; schrieb gestern: Der Vorsitzende Richter der Justiz- und Polizeikommission der EU im Kosovo, Malcolm Simmons, legt sein Amt nieder. In einem Gespr&auml;ch mit der franz&ouml;sischen Tageszeitung &ldquo;Le Monde&rdquo; vom Donnerstag prangerte Simmons Korruption innerhalb der Eulex-Mission an &ndash; eine Sache, die die Mission im Kosovo bek&auml;mpfen soll.&ldquo; Au&szlig;erdem nannte Richter Malcolm Simmons die EU Rechtsstaatsmission EULEX &bdquo; eine rein politische Mission, dar&uuml;ber d&uuml;rfe man sich keine Illusionen machen&ldquo;. Der Brite Malcolm Simmons, war Vorsitzender des Richterrates der EU Mission in Kosova. Er war der h&ouml;chste Richter im Land welche angeblich f&uuml;r Rechtsstaatlichkeit sorgen soll. Nach Koha Ditore&ldquo; sagte Simmons: &ldquo;Viele meiner Kollegen sind ehrlich und anst&auml;ndig&rdquo;, aber sie gehen nicht gegen das System an.&rdquo; Vielmehr w&uuml;rden sie sich darin einrichten, weil sie w&uuml;ssten, dass es sonst Probleme geben k&ouml;nnte. &ldquo;Sie stehen unter st&auml;ndigem Druck.&rdquo; Im Oktober 2014 hatte es massive Korruptionsanschuldigungen durch eine britische Staatsanw&auml;ltin gegen- ihre EULEX Kollegen gegeben. Die Staatsanw&auml;ltin musste daraufhin abreisen. Sie belegte in den kosovarischen Medien, dass u.a. Ermittlungen wegen Mord in drei F&auml;llen, gegen die Zahlung von 300.000 &euro; durch EULEX Richter eingestellt wurden. Die Vorw&uuml;rfe wurden allerdings -wie k&ouml;nnte es anders sein- im vergangenen Jahr von kosovarischen Sonderermittlern fallengelassen. Die Akten ruhen seit Anfang 2015 in Br&uuml;ssel.<br>\nDie Sprecherin der EULEX in Prishtina Maja Kocijancic erkl&auml;rte bez&uuml;glich der Aussagen von Richter Malcolm Simmons zynisch: &ldquo;Die EU f&auml;hrt ebenso wie EULEX eine Null-Toleranz-Strategie gegen&uuml;ber unangebrachtem Verhalten&rdquo;. &ldquo;Alle Missionsmitglieder tragen Verantwortung f&uuml;r ihre Taten&rdquo;. Wers glaubt wird selig. Jedem klar denkenden Menschen in Kosova ist bewusst, dass die EULEX nicht nur mit den &ouml;rtlichen politischen Mafiosi kollaboriert. Die EU Mission EULEX ist selbst eine politkriminelle Veranstaltung. Der kosovarische Autor Enver Robelli hat Recht wenn er heute in einem Artikel, der EULEX eine &bdquo;gute Heimreise&ldquo; w&uuml;nscht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/scharf-links.de\/44.0.html?&amp;tx_ttnews[tt_news]=62986&amp;tx_ttnews[backPid]=56&amp;cHash=10ce2c6e48\">scharf-links<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Nichts ist normal in Gaza<\/strong><br>\nDie ohnehin katastrophale Lage der Bewohner von Gaza ist seit dem Sommer noch schlimmer geworden. Mit der j&uuml;ngsten Ann&auml;herung zwischen Fatah und Hamas steigt nun die Hoffnung auf Besserung. Doch daf&uuml;r m&uuml;sste auch Israel einlenken und seine Blockade lockern.<br>\nAls der pal&auml;stinensische Premierminister Hamdallah am 2. Oktober den Erez-Grenz&uuml;bergang nach Gaza &uuml;berquerte, wurde er mit frenetischem Jubel begr&uuml;&szlig;t. Sein Besuch war ein erster Schritt zu einem erneuten Versuch einer Einigung zwischen den verfeindeten Parteien Fatah und Hamas.<br>\nZwei Wochen zuvor hatte die Hamas-Regierung in Gaza verk&uuml;ndet, sie sei bereit, mit der Fatah &uuml;ber eine Vers&ouml;hnung zu verhandeln und ihren Verwaltungsrat aufzul&ouml;sen, der die Regierungsgesch&auml;fte in Gaza bis dahin de facto gef&uuml;hrt hat. Ob die Vers&ouml;hnung diesmal gelingt, steht allerdings in den Sternen. Der letzte Versuch zur Bildung einer Einheitsregierung 2014 scheiterte bereits nach wenigen Wochen.<br>\nDie Hamas, die den Gazastreifen seit 2007 kontrolliert,1 trat mit ihrem neuen Vers&ouml;hnungsangebot eine Flucht nach vor an, denn Gaza befindet sich seit Monaten in einer Art humanit&auml;rem Schockzustand. Das liegt vor allem an der andauernden israelischen Blockade, die von den USA, Europa und &Auml;gypten unterst&uuml;tzt wird, aber auch am zunehmenden Drucks aus Ramallah.<br>\nW&auml;hrend meines letzten Besuchs in Gaza im Fr&uuml;hjahr 2017 haben mich zwei Dinge am meisten ber&uuml;hrt: die verheerenden Auswirkungen der mittlerweile &uuml;ber zehn Jahre andauernden Isolation Gazas vom Rest der Welt und die Tatsache, dass hier immer mehr Menschen ganz offensichtlich am Ende ihrer Kr&auml;fte sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/monde-diplomatique.de\/artikel\/!5451764\">Le Monde diplomatique<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Oury Jalloh, das war Mord!<\/strong><br>\nEin beispielloser deutscher Justizskandal: Ein Mann wird in einer Polizeizelle verbrannt und niemanden interessiert es<br>\nEs war ein massiver Polizeieinsatz im Januar 2012, der aber nur in einer kleinen politischen Szene wahrgenommen wurde. Es waren vor allem Migranten aus Afrika, die wie jedes Jahr am 7. Januar auf die Stra&szlig;e gegangen sind, um am Todestag ihres Freundes und Bekannten Oury Jalloh zu gedenken. Jalloh war am 7.Januar 2005 in einer Dessauer Polizeizelle verbrannt.<br>\nF&uuml;r die Polizei stand sofort fest, der Tote hat die Zelle selbst in Brand gesetzt. Ein kleiner Kreis von Jallohs Freunden und Bekannten wollte sich damit aber nicht zufriedengeben. Immer zum Todestag gingen sie in Dessau auf die Stra&szlig;e. Was 2012 geschehen ist, beschrieb die Initiative so: [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Oury-Jalloh-das-war-Mord-3893511.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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