{"id":41179,"date":"2017-11-21T08:22:19","date_gmt":"2017-11-21T07:22:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41179"},"modified":"2017-11-21T08:22:19","modified_gmt":"2017-11-21T07:22:19","slug":"hinweise-des-tages-3004","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41179","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41179#h01\">Kein Konzept, keine Zukunft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41179#h02\">Cham&auml;leon im Nebel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41179#h03\">Ein Mix aus Macron und Weidel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41179#h04\">SPD im strategischen Dilemma<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41179#h05\">Portugal zahlt erneut IWF-Schulden fr&uuml;hzeitig zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41179#h06\">Spanische Regierung soll &ldquo;Tote auf Stra&szlig;en Kataloniens angedroht&rdquo; haben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41179#h07\">120.000 Todesf&auml;lle mehr seit K&uuml;rzungspolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41179#h08\">Sachverst&auml;ndigenrat: Vier &raquo;Staatsfeinde&laquo; am Werk<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41179#h09\">Beispiel Deutschland: die Folgen eines ausgeh&ouml;hlten Kollektivvertragssystems<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41179#h10\">Warum ein Jobcenter von einem Bettler ein Einnahmenbuch verlangt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41179#h11\">Neue &Auml;ra f&uuml;r die Landwirtschaft &ndash; oder veraltetes Modell?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41179#h12\">Das Bundesverfassungsgericht und die Angemessenheit der Kosten f&uuml;r Unterkunft und Heizung im Grundsicherungssystem<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41179#h13\">Knapp 350.000 Menschen in Afghanistan auf der Flucht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41179#h14\">G20-Hamburg: Mitgefangen &ndash; mitgehangen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41179#h15\">#CorbynEinladen!<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Kein Konzept, keine Zukunft<\/strong><br>\nDas Scheitern von Jamaika ist weniger schlimm als die Tatsache, dass in Deutschland die gro&szlig;e Mehrheit der gew&auml;hlten Politiker keinerlei Konzept f&uuml;r das Regieren hat. Das ist die historische Chance f&uuml;r eine neue Linke. [&hellip;]<br>\nKommt es zu Neuwahlen, und das ist jetzt trotz aller rechtlicher Hindernisse das wahrscheinlichste Ergebnis, bietet sich f&uuml;r die Linke insgesamt eine einmalige Chance. Dazu ist aber ein vollkommenes Umdenken in Sachen Partei und Parteigrenzen n&ouml;tig: Vergesst eure komischen Parteien! Was jetzt gefragt ist, ist eine Koalition der linken Kr&auml;fte, die sich schon vor der Wahl bildet und dem W&auml;hler eine realistische Regierungsperspektive bietet. Das ist schon deswegen attraktiv, weil die Rechte total zersplittert ist und selbst die CDU eine &bdquo;gute Chance&ldquo; hat, bei der n&auml;chsten Wahl unter drei&szlig;ig Prozent zu fallen.<br>\nIn dieser Lage k&ouml;nnte eine vereinte Linke (schon mal ein guter Name!) mit einem pragmatischen und wirtschaftspolitisch zugleich mutigen Konzept den B&uuml;rgern ein Angebot machen, das unschlagbar ist. Denn das Beste, auf das man sich sofort und schnell einigen kann, ist die Tatsache, dass (wie hier gezeigt) fast beliebig viel Geld da ist, mit dem Deutschland in vier bis acht Jahren nicht nur zu einem der sozialsten, sondern zugleich auch zu einem der modernsten L&auml;nder in technischer und &ouml;kologischer Hinsicht umgestaltet werden kann. Zudem k&ouml;nnte Deutschland mit einem Schlag die europ&auml;ische Krise l&ouml;sen und den Entwicklungsl&auml;ndern eine wirkliche Perspektive bieten, weil man mehr Geld endlich mit mehr Sachverstand und weniger sturem Neoliberalismus verbinden k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2017\/11\/kein-konzept-keine-zukunft\/\">Heiner Flassbeck auf Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Cham&auml;leon im Nebel<\/strong><br>\nMuslime schelten, Griechenland schimpfen, Fl&uuml;chtlinge abschieben &ndash; im Windschatten der AfD hat sich die FDP als akzeptabler wie flexibler Ersatz etabliert.<br>\nDie FDP ist wieder da. Union und SPD rei&szlig;en sich um sie, Medien gieren nach Interviews und der Psychologe Stephan Gr&uuml;newald registriert eine &bdquo;regelrechte Lindner-Verliebtheit&ldquo; in der Bev&ouml;lkerung. Gemessen an ihren Werbespots ist die FDP die derzeit modernste, professionellste und am cleversten gestylte deutsche Partei. Die von der Berliner Werbeagentur &bdquo;Heimat&ldquo; betreute, von den Springer-Zeitungen eifrig unterst&uuml;tzte FDP-Kampagne pr&auml;sentiert eine ganz auf den jungen Spitzenkandidaten zugeschnittene One-Man-Show: Christian Lindner als einsamer Held, der mutig und unverdrossen anrennt gegen all die Bedenkentr&auml;ger, Miesmacher und Bremser, welche die Wettbewerbsf&auml;higkeit des Landes gef&auml;hrden.<br>\nMan k&ouml;nnte die Image-Politur &ndash; mit Blick auf die franz&ouml;sischen Wahlen &ndash; eine Macronisierung der FDP nennen: Der jungenhafte Parteivorsitzende Lindner, 38, kopiert den erfolgreichen Wahlk&auml;mpfer Emmanuel Macron, 39. Dessen Optimismus und Selbstbewusstsein &uuml;bertr&auml;gt er eins zu eins auf die &bdquo;neue FDP&ldquo;. Und wie sein Vorbild Macron ist Lindner politisch offen f&uuml;r alle: ein &uuml;berparteilich auftretender Wahlk&auml;mpfer, der die vorgeblich rundumerneuerte FDP sowohl als dynamische Alternative zu den Stillstandsparteien der Regierung pr&auml;sentiert, als auch scharf abgrenzt gegen die links-gr&uuml;nen Oppositionsideologen. Lindner positioniert die FDP auf diese Weise geschickt als reine Zukunftspartei jenseits von CDU, SPD, Gr&uuml;nen und Linken, und er setzt dabei &ndash; aus strategischen Gr&uuml;nden &ndash; auf Schwerpunkte, die mit allen Parteien kompatibel sind: Digitalisierung, Bildung, Entb&uuml;rokratisierung. Auf diesen Feldern kann er h&ouml;chstm&ouml;gliche Dynamik versprechen, ohne jemals konkret werden zu m&uuml;ssen. Im Koalitionsvertrag mit der NRW-CDU hei&szlig;t es etwa forsch, man werde ein &bdquo;Entfesselungsgesetz mit Sofortma&szlig;nahmen zum Abbau unn&ouml;tiger B&uuml;rokratie&ldquo;, ein &bdquo;b&uuml;rokratiearmes Innovationsbeschleunigungsgesetz&ldquo; und ein ideologiefreies &bdquo;Investitionsbeschleunigungsgesetz&ldquo; vorlegen. Gegen so viel Sturm und Drang kann kein zuk&uuml;nftiger Koalitionspartner ernsthaft etwas einwenden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/wolfgangmichal\/chamaeleon-im-nebel\">Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die FDP wurde nicht allein durch die Springer-Bl&auml;tter hoch und in den Bundestag geschrieben. Faktisch alle &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; haben sich daran beteiligt. Vorne  mit dabei die diversen Talkshows der &ouml;ffentlich-rechtlichen in der Vertreter der FDP, obwohl nicht im Bundestag vertreten, regelm&auml;&szlig;ig zu entsprechenden Talkrunden eingeladen wurden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Ein Mix aus Macron und Weidel<\/strong><br>\nKoalition Der Abgang der FDP aus den Sondierungsgespr&auml;chen wirkt nicht wie ein spontaner Akt &ndash; und l&auml;sst die Gr&uuml;nen vorgef&uuml;hrt dastehen.<br>\nAlles nochmal von vorne, w&auml;re das nicht sch&ouml;n? Ein Wahlkampf, der sich ganz dem Kampf gegen die Zivilisations-Bedrohung Klimawandel widmet, der grassierenden Steuervermeidung der Reichen und den ungekl&auml;rten Fragen nach Rente wie Pflege. Woher aber soll dieser Wahlkampf kommen?<br>\nDie Gr&uuml;nen fallen aus als Akteur, der sich f&uuml;r einen solchen Wahlkampf empfiehlt, weil er wacker f&uuml;r Klimaschutz wie das Grundrecht auf Asyl gek&auml;mpft hat und am Ende doch an CSU wie FDP gescheitert ist, Prinzipien und Haltung h&auml;tte aufgeben m&uuml;ssen f&uuml;r eine Koalition und sich entschied, dies am Ende nicht zu tun. Man k&ouml;nne es auch gerne &ldquo;eine Haltung des Patriotismus nennen&rdquo;, hat Cem &Ouml;zdemir &uuml;ber die Kompromissbereitschaft, &uuml;ber die Selbstaufgabe der Gr&uuml;nen in den Sondierungen gesagt. Sollte es zu Neuwahlen kommen: warum kein gemeinsames schwarz-gr&uuml;nes Wahlb&uuml;ndnis?<br>\n&ldquo;Teheran Tabu&rdquo; feierte als provokanter, gesellschaftskritischer Animationsfilm seine Weltpremiere bei den diesj&auml;hrigen Internationalen Filmfestspielen von Cannes. Die deutsch-&ouml;sterreichische Koproduktion ist das Spielfilmdeb&uuml;t des geb&uuml;rtigen Iraners Ali Soozandeh, der in Deutschland lebt und auch das Drehbuch schrieb<br>\n&ldquo;Prinzipien&rdquo; und &ldquo;Haltung&rdquo; f&uuml;hrt stattdessen FDP-Chef Christian Lindner ins Feld f&uuml;r den R&uuml;ckzug seiner Partei aus den Sondierungsgespr&auml;chen mit CDU, CSU und Gr&uuml;nen. Dieser R&uuml;ckzug folgt dem Muster des vermeintlich emp&ouml;rten, vermeintlich aufrechten Abgangs, wie ihn Alice Weidel f&uuml;r die AfD kultiviert hat. Wahlkampf-Talkshow oder Regierungsbildung: nichts ist heute mehr gefeit vor Inszenierung. Das ist das Erbe einer &Auml;ra, in der Grund&auml;tzliches immer in die Zukunft vertagt und nie ausgefochten wurde. Es geht jetzt nicht um dieses Grunds&auml;tzliche, den Klimawandel etwa oder die Ungleichheit. Es geht um den Gestus einer Partei, die inhaltlich f&uuml;r nichts steht denn die Priviligierung der Besitzenden und nun den gro&szlig;en Tabu-Brecher mimt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/sebastianpuschner\/ein-mix-aus-macron-und-weidel\">Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>SPD im strategischen Dilemma<\/strong><br>\nNach dem Man&ouml;ver von Christian Lindner befindet sich auch die SPD weiterhin im strategischen Dilemma. Hatten die Sozialdemokraten doch inst&auml;ndig gehofft, dass Jamaika irgendwie zustande kommt. Erkl&auml;rtes Ziel war es ja, die &bdquo;Koalition des Misstrauens&ldquo; dann scharf zu kritisieren. Doch daraus wird jetzt nichts.<br>\nDas Verhalten der SPD bleibt l&auml;cherlich. Wie den &Auml;u&szlig;erungen aus der Partei- und Fraktionsspitze bislang zu entnehmen war, zog man ein Scheitern der Jamaika-Sondierungsgespr&auml;che nicht einmal in Betracht. Immer wieder sagten Schulz und Co, Union, FDP und Gr&uuml;ne w&uuml;rden sich schon einigen. Nun kam es aber anders und der SPD fehlt mal wieder der Plan. Sie fordert stumpfsinnig Neuwahlen, in der Hoffnung, daf&uuml;r vom W&auml;hler auch noch belohnt zu werden. (&hellip;)<br>\nDie Strategen im Willy-Brandt-Haus k&ouml;nnten nat&uuml;rlich auch die gleiche absurde Nummer abziehen wie beim letzten Mal und bis zum Wahltag behaupten, sie w&uuml;rden schon st&auml;rkste Kraft, zu der dann jeder eingeladen sei, der mit der SPD &uuml;ber eine gute Regierung f&uuml;r Deutschland verhandeln wolle. Wie man es auch dreht und wendet. Es bleibt ein Dilemma. Was fehlt, sind die R&uuml;cktritte. Ben&ouml;tigt werden keine Neuwahlen, durch die eine AfD nur noch st&auml;rker w&uuml;rde, sondern eine personelle und inhaltliche Erneuerung auf Seiten der Wahlverlierer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taublog.de\/171120kurz-notiert-spd-im-strategischen-dilemma\">TauBlog<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Schlimmer kann es f&uuml;r die SPD in der Tat nicht kommen. Diese hat bei Neuwahlen nichts anzubieten au&szlig;er einen katastrophal gescheiterten Martin Schulz und die nach wie vor an den Schalthebeln sitzende neoliberale Niedersachsen-Connection. Andererseits ist bei Neuwahlen nicht mit einem wesentlich anderen Ergebnis, als dem aktuellen zu rechnen. Dies w&uuml;rde der SPD die Gelegenheit geben dann doch in eine neue gro&szlig;e Koalition einzutreten &ndash; wenn das Vaterland in Not ist, ist die Sozialdemokratie stets zur Stelle.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Portugal zahlt erneut IWF-Schulden fr&uuml;hzeitig zur&uuml;ck<\/strong><br>\nDie stabile und prosperierende Lage unter der Linksregierung mit ihrer Anti-Austerit&auml;tspolitik erlaubt es dem Land, erneut fr&uuml;hzeitig fast drei Milliarden zur&uuml;ckzuzahlen. (&hellip;)<br>\nDamit hat Portugal erneut bewiesen, dass es auch anders geht. Mehr als drei Viertel der 26 Milliarden Euro, die das Land im Rahmen des Rettungsprogramms vom IWF erhalten hatte, wurden nun verfr&uuml;ht zur&uuml;ckgezahlt. Das Land will sich so schnell wie m&ouml;glich aus dem teuren W&uuml;rgegriff des IWF undaus der Schuldenfalle befreien. Deshalb werden die fr&uuml;hzeitigen R&uuml;ckzahlungen auch im kommenden Jahr fortgesetzt, sagte Finanzminister M&aacute;rio Centeno. Dem IWF mit seinen absurden Programmen, die auch Portugal schwer Schaden zugef&uuml;gt haben, sollen Einflussm&ouml;glichkeiten auf die Politik genommen werden.<br>\nM&ouml;glich werden die R&uuml;ckzahlungen, da die Wirtschaft des Landes stabil w&auml;chst, getragen auch von Binnenkonsum. Die Arbeitslosigkeit f&auml;llt und f&auml;llt, womit Steuereinnahmen steigen und Ausgaben des Staates sinken. Inzwischen liegt die Arbeitslosenquote in Portugal mit 8,6%, unter dem Durchschnitt im Euroraum und steht sogar besser da als Finnland. Portugal holt auch Auswanderer zur&uuml;ck.<br>\nDeutlich mieser stehen die Austerit&auml;tsl&auml;nder da: Frankreich mit 9,7%, Zypern 10,3%, Italien 11,1% und abgeschlagen kommen die Austerit&auml;tsfanatiker aus Spanien auf 16,7% und Griechenland sogar auf 21%.<br>\nDiese sinnvolle portugiesische Politik hat die fr&uuml;hzeitigen R&uuml;ckzahlungen m&ouml;glich gemacht, denn das Land hat &ndash; anders als in Spanien unter den Postfaschisten &ndash; sein Defizit im Griff. Das Defizit wurde 2016 nicht nur unter die Stabilit&auml;tsmarke von 3% gedr&uuml;ckt, sondern mit 2,1% im vergangenen Jahr sogar noch deutlich unter das Ziel der EU-Kommission. Spaniens Defizit lag 2016 mit 4,7% mehr als doppelt so hoch und wird auch 2017 weiter deutlich &uuml;ber der Stabilit&auml;tsmarke liegen, ohne dass man in Deutschland erneut nach Sanktionen schreit, wie man es im Fall Portugals getan hatte.<br>\n&Uuml;ber die fr&uuml;hzeitigen Schuldenr&uuml;ckzahlungen werden etwa eine Milliarde an Zinskosten gespart. Das Geld steht wieder f&uuml;r Investitionen, Forschung und Sozialausgaben zur Verf&uuml;gung stehen und es st&auml;rkt somit wiederum die Konjunktur.<br>\nInzwischen kommen nicht einmal mehr die gro&szlig;en Ratingagenturen umhin, den W&uuml;rgegriff um Portugal zu lockern. Die hatten sich lange auf das Land eingeschossen, weil die Linksregierung den absurden Austerit&auml;tskurs aufgek&uuml;ndigt hatte. Nur der kleinen kanadischen DBRS war es zu verdanken, dass Portugal nicht erneut unter den Rettungsschirm geratet wurde, wie es der ehemalige deutsche Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble angek&uuml;ndigt hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Portugal-zahlt-erneut-IWF-Schulden-fruehzeitig-zurueck-3893671.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Der Beitrag wirft wieder ein bezeichnendes Licht auf die angeblich neutralen Ratingagenturen, die in der Realit&auml;t Instrumente zur Durchsetzung des Neoliberalismus sind und wie beschrieben jede Regierung bzw. jedes Land, dass sich nicht der neoliberalen Agenda unterwerfen will durch Herabstufung fiskalisch unter Druck setzen k&ouml;nnen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Spanische Regierung soll &ldquo;Tote auf Stra&szlig;en Kataloniens angedroht&rdquo; haben<\/strong><br>\nDie Unabh&auml;ngigkeitsbewegung tritt auf drei verschiedenen Listen an, um ihre Mehrheit auszubauen<br>\nDie friedliche katalanische Unabh&auml;ngigkeitsbewegung wurde nach dem Unabh&auml;ngigkeitsreferendum aus der spanischen Regierung mit massiver Gewalt und mit &ldquo;Toten auf den Stra&szlig;en&rdquo; bedroht. Das hat die Generalsekret&auml;rin der Republikanischen Linken Katalonien (ERC) in einem Interview erkl&auml;rt, das f&uuml;r gro&szlig;e Aufregung in Spanien gesorgt hat. Es werde nicht mehr bei Gummigeschossen wie beim Referendum am 1. Oktober bleiben, obwohl auch die in Katalonien verboten sind. Es sei mit dem Einsatz von &ldquo;scharfer Munition gegen die Zivilbev&ouml;lkerung &rdquo; gedroht worden, sagte sie.<br>\nSollte es zu einer Unabh&auml;ngigkeitserkl&auml;rung und der Umsetzung kommen, habe die Regierung von Marianos Rajoy gegen&uuml;ber dem katalanischen Regierungschef Carles Puigdemont mit einem &ldquo;Blutvergie&szlig;en&rdquo; und einem &ldquo;Szenario extremer Gewalt und mit Toten&rdquo; im Rahmen eines Milit&auml;reinsatzes gedroht. Mit Bezug auf &ldquo;Daten aus belegten Quellen&rdquo; erkl&auml;rte die Nummer 2 der Partei, dass es sogar schon &ldquo;Waffenlieferungen&rdquo; gegeben habe. Die Quellen wollte sie noch nicht nennen, aber zu gegebener Zeit offen machen. Erstaunlich war, dass die spanische Verteidigungsministerin die Vorw&uuml;rfe sofort als &ldquo;v&ouml;llig falsch&rdquo; zur&uuml;ckwies. Mar&iacute;a Dolores de Cospedal erkl&auml;rte weiter: &ldquo;Es reicht jetzt, die Bev&ouml;lkerung zu betr&uuml;gen&rdquo;. Das erstaunt vor allem deshalb, da es Cospedal war, die vor und nach dem Referendum immer wieder mit dem Einsatz des Milit&auml;rs offen gedroht hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Spanische-Regierung-soll-Tote-auf-Strassen-Kataloniens-angedroht-haben-3894651.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>120.000 Todesf&auml;lle mehr seit K&uuml;rzungspolitik<\/strong><br>\n120.000 Todesf&auml;lle soll es in Gro&szlig;britannien aufgrund der K&uuml;rzungspolitik der Konservativen Regierung bereits gegeben haben &ndash; sagt eine aktuelle Studie. Die Autoren sprechen sogar von &ldquo;&ouml;konomischem Mord&rdquo;.<br>\nK&uuml;rzungen im Sozial- und im Gesundheitsbereich haben schwerwiegende Folgen &ndash; aber wie schwer diese wiegen, erstaunt selbst Experten. 2015 stellte man fest, dass sich in England und Wales seit 2010 die Mortalit&auml;tsrate um mehr als 5% erh&ouml;ht hatte.<br>\nDie Steigerung war zu gro&szlig;, um zuf&auml;llig zu sein. Daher machten sich die Forscher der Universit&auml;t Oxford und der London School of Hygiene and Tropical Medicine auf die Suche nach den Hintergr&uuml;nden. Und fanden sie in der K&uuml;rzungspolitik der konservativen Regierung.<br>\nAufgefallen war ihnen, dass die Sterberate bis 2010 st&auml;ndig gesunken ist, aber dann pl&ouml;tzlich hochging und sich weiters sogar beschleunigte. Statistische Analysen zeigten: Ursache konnten weder Grippeepidemien oder Infektionen sein. Ein auffallender statistischer Zusammenhang zeigte sich aber zwischen der Zunahme der Sterberate und den Einsparungen im Sozial- und Gesundheitsbereich.<br>\n2010 bildeten die Konservativen und die Liberaldemokraten in England eine Koalition. Sie nahm sich das Ziel, Ausgaben zu senken und Sozialleistungen zu k&uuml;rzen. Sie warnten vor dem drohenden Untergang, wenn England sein Defizit nicht bis 2015 abbaut. Massive K&uuml;rzungen waren die Folge, Sparwelle folgte auf Sparwelle: Das Wohngeld wurde gek&uuml;rzt und gleichzeitig der &ouml;ffentliche Wohnbau drastisch hinuntergefahren, enorme K&uuml;rzungen gab es bei der Arbeitslosenunterst&uuml;tzung und der Unterst&uuml;tzung von Menschen mit Behinderung.<br>\nStatt dem Defizit sank aber nur der Lebensstandard der Menschen: Unter der Rechtsregierung hat England mehr Schulden angeh&auml;uft als unter jeder Labour Regierung zuvor.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/grossbritannien-120-000-todesfaelle-mehr-seit-kuerzungspolitik\/\">Kontrast.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Sachverst&auml;ndigenrat: Vier &raquo;Staatsfeinde&laquo; am Werk<\/strong><br>\nSicher ist die Berichterstattung der Medien &uuml;ber die j&auml;hrliche Pr&auml;sentation des Jahresgutachtens des Sachverst&auml;ndigenrates (SVR) skandal&ouml;s, einmal weil die gro&szlig;e Mehrheit der Medien nicht dar&uuml;ber informiert, dass es regelm&auml;&szlig;ig aus dem Kreis der Sachverst&auml;ndigen selbst eine umfangreiche &raquo;abweichende Meinung&laquo;, also ein Minderheitsgutachten gibt. &hellip;<br>\nDie meisten JournalistInnen sind auch nicht in der Lage, diese Unterschiede und Kontroversen zu verstehen. Andere haben kein Interesse daran, eine keynesianisch begr&uuml;ndete Sicht auf &ouml;konomische Zusammenh&auml;nge und Prozesse bekannt zu machen. Sie halten diese Sicht schon deshalb f&uuml;r kurios, weil sie makro&ouml;konomische Zusammenh&auml;nge nicht verstehen. Als wirtschaftlicher Sachverstand gilt in der deutschen Politik und in den deutschen Medien der Tunnelblick des einzelnen Unternehmens auf den entsprechenden Markt.<br>\nDiese Konzentration auf den mikro&ouml;konomischen Blick kann in dem Jahresgutachten 2017\/18 (und den vorhergegangenen Gutachten) sehr klar erkannt werden. Nehmen wir zwei ganz entscheidende Felder der Wirtschaftspolitik: die Fiskalpolitik (Einnahmen und Ausgaben des Staates) und die Geldpolitik, hier die durch niedrige Zinsen expansive Geldpolitik der EZB.<br>\nBeginnen wir mit der Fiskalpolitik. Hier konstatiert die Mehrheitsfraktion des Rats, dass die Haushalts&uuml;bersch&uuml;sse bei den Steuereinnahmen eine &raquo;zunehmende Belastung durch Steuern und Abgaben&laquo; anzeigen. Daraus k&ouml;nnte der Schluss gezogen werden, dass mit diesen Haushalts&uuml;bersch&uuml;ssen &ouml;ffentliche Investitionen zur Sanierung der maroden staatlichen Infrastruktur finanziert werden sollen, eine Entscheidung, die auch den Unternehmen zugutekommt, sofern diese in gesamtwirtschaftlichen Gr&ouml;&szlig;en denken k&ouml;nnen. Die Mehrheitsfraktion jedoch schl&auml;gt vor, die Privathaushalte und Unternehmen entsprechend zu entlasten. Einmal soll der aktuelle vieldiskutierte Solidarit&auml;tszuschlag &raquo;allm&auml;hlich&laquo; abgeschafft werden, zum anderen sollen die Mehreinnahmen aus der sogenannten &raquo;Kalten Progression&laquo; den BezieherInnen mittlerer Einkommen zur&uuml;ckgegeben werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blickpunkt-wiso.de\/post\/2148\">Blickpunkt WiSo<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Beispiel Deutschland: die Folgen eines ausgeh&ouml;hlten Kollektivvertragssystems<\/strong><br>\nIn Deutschland sind es vor allem drei Bereiche, die in der kapitalistischen Marktwirtschaft die Rechte der ArbeitnehmerInnen sichern sollen: (1.) das Arbeitsrecht als Schutzrecht gegen&uuml;ber Ausbeutung und Willk&uuml;r seitens der ArbeitgeberInnenseite, (2.) das selbstverwaltete und solidarische Sicherungssystem und (3.) das Koalitionsrecht bzw. die Tarifautonomie, also das Recht zum Abschluss von Tarif- bzw. auf gut &Ouml;sterreichisch Kollektivvertr&auml;gen. Letzteres wurde im Namen des Standorts in den letzten 20 Jahren ausgeh&ouml;hlt &ndash; zum Nachteil vieler Besch&auml;ftigter in Deutschland.<br>\nDie Tarifautonomie ist ein hohes Gut. ArbeitgeberInnen und die Interessenvertretungen der ArbeitnehmerInnen (Gewerkschaften) schlie&szlig;en Tarifvertr&auml;ge ab und sichern so den Frieden im Betrieb zwischen ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen. Zudem sorgen sie f&uuml;r vergleichbare Wettbewerbsbedingungen der Betriebe untereinander.<br>\nDiese Auffassung wird aber l&auml;ngst nicht mehr von allen in Deutschland geteilt. Tarifvertr&auml;ge werden von den Anh&auml;ngerInnen der marktradikalen Doktrin als Hindernis f&uuml;r den Wettbewerb und die freie Aushandlung des Arbeitslohns zwischen ArbeitgeberInnen und Besch&auml;ftigten angesehen. Die Weichen wurden deshalb so gestellt, dass Unternehmen zunehmend die Flucht aus Tarifen bzw. Tarifvertr&auml;gen erm&ouml;glicht wird.<br>\nDiese Entwicklung l&auml;sst sich nach dem IAB-Betriebspanel 2016 in Zahlen belegen. Im Jahr 1998 unterlagen in Westdeutschland 68 Prozent aller Besch&auml;ftigten einer Fl&auml;chentarifbindung; in Ostdeutschland waren es 52 Prozent. Im Jahr 2016 sieht die Lage v&ouml;llig anders aus: In Westdeutschland lag die Quote nur noch bei 51 Prozent und in Ostdeutschland bei 36 Prozent.<br>\nIm Jahr 2016 waren in Westdeutschland 69 Prozent der Unternehmen ohne Tarifbindung, in Ostdeutschland erschreckende 78 Prozent. Vor allem in kleinen Unternehmen sind tarifvertragliche Bindungen zur Ausnahme geworden, w&auml;hrend in gro&szlig;en Unternehmen ab 500 Besch&auml;ftigten die Tarifbindung noch etwa drei Viertel der Besch&auml;ftigten erfasst.<br>\nDie Folgen dieser Entwicklung liegen auf der Hand. Tarifvertr&auml;ge verlieren zum Nachteil der Besch&auml;ftigten an Wirkungskraft. Es entwickeln sich zunehmend &ndash; vor allem im Dienstleistungsbereich &ndash; Gesch&auml;ftsmodelle, die auf niedrigen L&ouml;hnen, fehlendem Arbeitsschutz und Prekarisierung sowie offener Ausbeutung basieren.<br>\nDas &bdquo;Angebotskartell&ldquo; der Arbeit wurde in weiten Teilen zerschlagen, die Macht der Gewerkschaften und der kollektiven Interessenvertretungen der arbeitenden Menschen sinkt, L&ouml;hne und Arbeitsbedingungen m&uuml;ssen von einzelnen ArbeitnehmerInnen ausgehandelt bzw. fraglos akzeptiert werden. Betriebe, die &bdquo;schlechte&ldquo; Arbeit und niedrige L&ouml;hne anbieten, verschaffen sich Wettbewerbsvorteile gegen&uuml;ber Unternehmen in der Tarifbindung. Ausdruck davon ist, was die Zahlen belegen, eine tiefe Spaltung zwischen West- und Ostdeutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/beispiel-deutschland-die-folgen-eines-ausgehoehlten-kollektivvertragssystems\/\">Blog Arbeit&amp;Wirtschaft<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Warum ein Jobcenter von einem Bettler ein Einnahmenbuch verlangt<\/strong><br>\nSchikane oder nur Akribie einer Beh&ouml;rde? Ein Hartz-IV-Empf&auml;nger geht in Dortmund betteln. Das Jobcenter k&uuml;rzt ihm daraufhin die staatlichen Leistungen &ndash; und verlangt Nachweis &uuml;ber seine Eink&uuml;nfte.<br>\nMichael Hansen, sagt seine Anw&auml;ltin Juliane Meuter, &ldquo;ist eine gescheiterte Seele&rdquo;. Der 50-j&auml;hrige Mann ist im Heim aufgewachsen, vor&uuml;bergehend straff&auml;llig geworden und nun bezieht er seit 2005 mit wenigen Unterbrechungen Hartz IV. Oft reicht ihm und seiner Frau das Geld nicht. Hansen geht deshalb mit seinem Hund vor einem Modehaus in Dortmund betteln. Dann aber hatte Hansen Pech.<br>\nIrgendein Mensch missg&ouml;nnte Hansen die milden Gaben und schw&auml;rzte ihn offenbar bei den Sozialbeh&ouml;rden an. Anders kann er sich jedenfalls nicht erkl&auml;ren, dass das Jobcenter Dortmund jetzt mit Akribie verfolgt, wie viele Euro und Cent in seinem Pappbecher an seinem Stammplatz in der Fu&szlig;g&auml;ngerzone landen.<br>\nDer &Auml;rger begann Mitte des Jahres mit einem amtlichen Schreiben. Darin k&uuml;ndigte das Jobcenter Hansen an, vorl&auml;ufig vom 1. August an von der Hartz-IV-Zahlung ein Jahr lang monatlich 300 Euro, abz&uuml;glich einer Pauschale von 30 Euro einzubehalten. Statt 1235,42 Euro w&auml;ren Hansen und seiner Frau damit noch 965,42 Euro geblieben, wovon allein knapp 500 Euro f&uuml;r die Warmmiete weggehen.<br>\nDer Sachbearbeiter rechnete dabei Hansen in seinem Schreiben penibel vor: &ldquo;Sie halten sich regelm&auml;&szlig;ig in der Dortmunder Innenstadt auf und erzielen dort Einnahmen aus Ihrer privaten Spendensammlung. Da die monatliche H&ouml;he dieser Eink&uuml;nfte variiert, werden hier zun&auml;chst 300 Euro monatlich (im Durchschnitt 10 Euro t&auml;glich) als Einkommen ber&uuml;cksichtigt.&rdquo; Im Jobcenter ging man also davon aus, dass Hansen 30 Tage im Monat, ohne freien Tag, auch sonntags um Spenden von Fu&szlig;g&auml;ngern bittet.<br>\nGrunds&auml;tzlich darf das Jobcenter solche zus&auml;tzliche Einnahmen bei der Berechnung der staatlichen Grundsicherung (Hartz IV) ber&uuml;cksichtigen. So steht es im Sozialgesetzbuch II. Was in Hansens Pappbecher kommt, sind zumindest f&uuml;r die Sozialbeh&ouml;rde keine Almosen. Bei der Berechnung der 300 Euro machte das Amt aber einen R&uuml;ckzieher. Nachdem Hansens Anw&auml;ltin Widerspruch eingelegt hatte, werden ihm statt der 300 Euro nun 120 Euro beziehungsweise nach Abzug der 30-Euro-Pauschale 90 Euro abgezogen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/hartz-iv-warum-ein-job-center-von-einem-bettler-ein-einnahmenbuch-verlangt-1.3757908\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Neue &Auml;ra f&uuml;r die Landwirtschaft &ndash; oder veraltetes Modell?<\/strong><br>\nMonsanto ist weltweit einer der gr&ouml;&szlig;ten Hersteller des Herbizids Glyphosat, das vor allem zur Unkrautvernichtung eingesetzt wird. Die deutsche Bayer AG will den US-Konzern &uuml;bernehmen. Die EU pr&uuml;ft derzeit, ob das gegen das Kartellrecht verst&ouml;&szlig;t. Die angestrebte Fusion wirft aber noch eine weitreichendere Frage auf: Welche Landwirtschaft wollen wir?<br>\nWenn alles so l&auml;uft wie von Bayer geplant, werden Josh Young und Jim Bellm aus Illinois in der n&auml;chsten Ernteperiode nicht mehr von Monsanto, sondern von Bayer beliefert. Denn der deutsche Konzern will Monsanto bekanntlich &uuml;bernehmen. Bayer bietet in seinem Portfolio dann alles, was den amerikanischen Bauern offenbar gute Gewinne beschert. Es sei wichtig, dass sich die gro&szlig;en Player im Saatgut- und Pestizidmarkt gut aufstellen, zum Beispiel durch eine Fusion, findet Bernd Naaf, Kommunikationsleiter der Division CropScience von Bayer. Nur so seien die Herausforderungen der Zukunft zu bew&auml;ltigen:<br>\n&ldquo;Laut Vorhersage der Ern&auml;hrungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen, der FAO, m&uuml;ssen im Jahr 2050 bis zu 3 Milliarden Menschen mehr ern&auml;hrt werden. Der Klimawandel und Wetterextreme bedrohen Ernten, das verf&uuml;gbare Ackerland pro Kopf nimmt ab durch die Urbanisierung, und auch nat&uuml;rliche Ressourcen wie Wasser werden immer knapper. Wir sind davon &uuml;berzeugt, dass es vieler neuer Ans&auml;tze bedarf, um auf eine nachhaltige Weise die Ern&auml;hrung f&uuml;r die wachsende Weltbev&ouml;lkerung sicherzustellen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/umstrittene-fusion-von-bayer-und-monsanto-neue-aera-fuer.724.de.html?dram:article_id=400976\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Das Bundesverfassungsgericht und die Angemessenheit der Kosten f&uuml;r Unterkunft und Heizung im Grundsicherungssystem<\/strong><br>\nMan kann sicher lange dar&uuml;ber streiten, was denn ein &ldquo;Mindestma&szlig; an Teilhabe am gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Leben&rdquo; (so die Formulierung des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 2010, BVerfG, Urteil vom 09. Februar 2010 &ndash; 1 BvL 1\/09) umfassen muss &ndash; aber unmittelbar einleuchtend ist f&uuml;r die meisten Menschen, dass die Wohnung &ndash; im wahrsten Sinne des Wortes &ldquo;ein Dach &uuml;ber dem Kopf&rdquo; &ndash; zu den zentralen Bestandteilen eines &ldquo;menschenw&uuml;rdigen Existenzminimums&rdquo; geh&ouml;rt.<br>\nAber hier liegt dann konkret eine Menge Z&uuml;ndstoff im gegebenen Hartz IV-Regelwerk &ndash; denn die einschl&auml;gige Formulierung im &sect; 22 SGB II beginnt im Absatz 1 mit diesem Satz:\n<blockquote><p>\n&raquo;Bedarfe f&uuml;r Unterkunft und Heizung werden in H&ouml;he der tats&auml;chlichen Aufwendungen anerkannt, soweit diese angemessen sind.&laquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>H&ouml;rt sich verst&auml;ndlicher an, als es ist &ndash; denn hier wird mit &ldquo;angemessen&rdquo; ein &ldquo;unbestimmter Rechtsbegriff&rdquo; verwendet, der in der Praxis dann konkretisiert und rechtlich &uuml;berpr&uuml;fbar bestimmt werden muss. In Form von konkreten Wohnungsgr&ouml;&szlig;en und Mietkostenh&ouml;hen, die &ldquo;noch&rdquo; oder eben &ldquo;nicht mehr&rdquo; als angemessen definiert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.blogspot.de\/2017\/11\/das-bundesverfassungsgericht-und-die-wohnkosten-sgb2.html\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Knapp 350.000 Menschen in Afghanistan auf der Flucht<\/strong><br>\nDer Krieg gegen die Taliban hat allein in diesem Jahr Hunderttausende Afghanen in die Flucht getrieben. Ein US-General fordert, die Gefechte auf weitere Teile des Landes auszudehnen.<br>\nDie Sicherheitslage in Afghanistan hat sich seit dem Ende des Nato-Kampfeinsatzes im Dezember 2014 drastisch verschlechtert. 2017 sind bislang knapp 350.000 Menschen vor Gefechten zwischen radikalislamischen Taliban und Sicherheitskr&auml;ften aus ihren Heimatorten geflohen. Das geht aus einem aktuellen Bericht der Uno-Agentur zur Koordinierung humanit&auml;rer Hilfe (OCHA) hervor. Zwischen dem 1. Januar und dem 19. November sind demnach 343.958 Afghanen heimatlos geworden.<br>\nIm fr&uuml;her als eher ruhig geltenden Norden und Nordosten, wo die Bundeswehr bis 2013 Schutzmacht war und wo sie immer noch ein gro&szlig;es Feldlager f&uuml;hrt, w&uuml;rden mittlerweile 32 Prozent aller Kriegsvertriebenen registriert, melden die Vereinten Nationen. Der regelm&auml;&szlig;ig ver&ouml;ffentlichte Bericht, der auch detaillierte Schilderungen von Kampfhandlungen enth&auml;lt, verzeichnet zum Beispiel f&uuml;r die schwer umk&auml;mpfte Provinz Kundus allein in der vergangenen Woche fast 16.000 Binnenfl&uuml;chtlinge.<br>\nIm vergangenen Jahr waren mehr als 660.000 Afghanen aus ihren D&ouml;rfern geflohen. F&uuml;r 2017 hatte die Uno zu Jahresbeginn mindestens 450.000 weitere Zwangsvertriebene erwartet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/afghanistan-knapp-350-000-menschen-auf-der-flucht-a-1179472.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>G20-Hamburg: Mitgefangen &ndash; mitgehangen<\/strong><br>\nG20-Gegner Fabio V. bleibt trotz gerichtlich erlassener Haftverschonung inhaftiert, bis das juristische Tauziehen verschiedener Instanzen beendet ist<br>\nLaut Anklage soll der 18j&auml;hrige Italiener Fabio V., so schreibt es die Welt, &ldquo;sich am fr&uuml;hen Morgen des 7. Juli 2017 gemeinsam mit 150 bis 200 einheitlich schwarz gekleideten und vermummten Personen im Hamburger Volkspark versammelt haben. Die Gruppe sei mit diversen Werkzeugen, pyrotechnischen Gegenst&auml;nden und Steinen bewaffnet gewesen und sei von dort in Formation in Richtung Innenstadt marschiert. Gegen 6.30 Uhr traf die Gruppe im Rondenbarg auf eine Hundertschaft der Bundespolizei, aus der Gruppe der Vermummten heraus sollen diese mit mindestens 14 Steinw&uuml;rfen und vier pyrotechnischen Gegenst&auml;nden angegriffen worden sein. Die Anklage sieht eine &lsquo;gemeinschaftliche Tat&rsquo;, der Angeklagte, so die Argumentation, wusste genau, wem er sich anschloss. Fabio selbst soll keine Steine oder Flaschen geworfen haben, das sieht auch die Anklage so.&rdquo;<br>\nMitgefangen &ndash; mitgehangen ist also das Motto. Genauer gesagt ist die Frage zu kl&auml;ren, ob der junge Italiener wusste, wem er sich da anschloss und auf was das hinauslaufen w&uuml;rde. Und ob er &uuml;berhaupt dabei war.<br>\nSeit Anfang Juli 2017 sitzt der junge Mann, dem keine konkrete Straftat zur Last gelegt wird, deshalb nun schon in Haft, denn die Staatsanwaltschaft konstruierte trotzdem drei Delikte: schwerer Landfriedensbruch, versuchte gef&auml;hrliche K&ouml;rperverletzung und t&auml;tlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte. Allerdings gilt es nicht einmal als gesichert, dass Fabio V. &uuml;berhaupt Teil der Gruppe war, denn keiner der bislang befragten Zeugen best&auml;tigte, ihn dort gesehen zu haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/G20-Hamburg-Mitgefangen-mitgehangen-3894892.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>#CorbynEinladen!<\/strong><br>\nLieber Martin,<br>\nEs geht um die Existenz der Sozialdemokratie. Die SPD ist bei 20,5% &ndash; andere EU-Schwesterparteien liegen nur noch einstellig.<br>\nAber die britische Labour Party unter Jeremy Corbyn macht Mut und Hoffnung.<br>\nIn nur 2 Jahren hat Labour ihre Mitgliederschaft auf 600.000 verdreifacht, Jugendliche und Nichtwa&#776;hler begeistert, und ihr Wahlergebnis auf 40% erho&#776;ht.<br>\nMartin, Du hast leidenschaftlich zu einer Erneuerung der SPD aufgerufen. Labour hat so eine Wende vollbracht &ndash; mit gro&szlig;em Erfolg. Hiermit m&ouml;chten wir uns auseinandersetzen.<br>\nDaher bitten wir Dich, Jeremy Corbyn als Impulsredner zum SPD-Bundesparteitag im Dezember einzuladen!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/corbyneinladen.de\">#CorbynEinladen!<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(JK\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-41179","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/41179","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=41179"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/41179\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":41181,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/41179\/revisions\/41181"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=41179"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=41179"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=41179"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}