{"id":4118,"date":"2009-08-07T16:47:18","date_gmt":"2009-08-07T14:47:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4118"},"modified":"2009-08-07T16:47:18","modified_gmt":"2009-08-07T14:47:18","slug":"hinweise-des-tages-2-103","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4118","title":{"rendered":"Hinweise des Tages (2)"},"content":{"rendered":"<p>(WL\/AM)<br>\nUnter anderem zu folgenden Themen:<\/p><ol>\n<li><a href=\"?p=4118#h01\">Bankenregulierung: Wie Politiker den Moral Hazard bek&auml;mpfen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4118#h02\">Bankenpleiten &ndash; aber immer doch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4118#h03\">Gewerkschaft der Polizei: Was kommt auf uns zu?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4118#h04\">Der Untergang findet nicht statt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4118#h05\">Ausland schiebt Industrie an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4118#h06\">Vorboten des Sozialkahlschlags<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4118#h07\">Steinmeier: 31 Millionen plus 4 Millionen gleich 33 Millionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4118#h08\">Utz Claassen: Versorgungsfall auf h&ouml;chster Ebene<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4118#h09\">Landesbanken m&auml;sten Manager<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4118#h10\">Schweinegrippe &ndash; Das Gesch&auml;ft mit der Angst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4118#h11\">Obama: Der Lack ist ab, der Glanz verflogen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4118#h12\">Blackwater: &ldquo;Kreuzz&uuml;gler mit dem Auftrag, Muslime zu t&ouml;ten&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4118#h13\">Datenschutz: &ldquo;taz&rdquo; boykottiert die Leichtathletik-WM &ndash; Warum wir verzichten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4118#h14\">Tarifstreit Geb&auml;udereiniger: Viel Dreck f&uuml;r wenig Lohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4118#h15\">Der Teufel steckt im Detail, nicht im Losverfahren &ndash; Berlins Reform des Schulzugangs k&ouml;nnte mehr Gerechtigkeit schaffen<\/a><\/li>\n<\/ol><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4118&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Bankenregulierung: Wie Politiker den Moral Hazard bek&auml;mpfen<\/strong><br>\nMit den beispiellosen Rettungsaktionen in der derzeitigen Krise haben Regierungen den Banken und Finanzunternehmen bewiesen, dass kein gro&szlig;er, systemrelevanter Akteur fallen gelassen wird. Ausnahme war die US-Investmentbank Lehman Brothers &ndash; die Turbulenzen nach ihrem Kollaps best&auml;rkten den Trend aber. Die Institute fahren jetzt &ndash; in erster Linie dank der Staatshilfe &ndash; wieder Milliardengewinne ein. Viele von ihnen agieren wie vor der Krise, indem sie hohes Risiko eingehen &ndash; und gro&szlig;z&uuml;gige Boni aussch&uuml;tten. Um den Moral Hazard einzud&auml;mmen, diskutieren Politiker und Regulierer weltweit &uuml;ber neue Regeln und Beschr&auml;nkungen. FTD.de beleuchtet die Debatte in den USA und in Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/:Bankenregulierung-Wie-Politiker-den-Moral-Hazard-bek%E4mpfen\/550133.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es ist ein ausgesprochen betr&uuml;bliches Bild, das diese &Uuml;bersicht bietet. Im Grunde werden kaum per Gesetz Anreize geschaffen, um die Exzesse der Vergangenheit zu vermeiden. Exzesse bei Geh&auml;ltern und Boni hat man &uuml;berhaupt nicht im Griff, wie die Beispiele Goldman Sachs und JP Morgan Chase zeigen. Die Summe der Pr&auml;mien &uuml;berstieg den Nettogewinn. Die M&ouml;glichkeit, bei staatlich gest&uuml;tzte Banken regulierend einzugreifen, geht am wesentlichen vorbei. Der Eingriff des Staates kommt doch erst, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist. Denn die Manager dieser Banken haben sich bis zu diesem Zeitpunkt &uuml;ber Jahre hinweg bereichern k&ouml;nnen, so dass sie sich vollkommen problemlos aufs Altenteil zur&uuml;ckziehen und in Saus und Braus leben k&ouml;nnten. So haben vor der Krise im Jahr 2006 allein die beiden schweizerischen Gro&szlig;banken CS und UBS rund 20 Milliarden Franken Boni ausgezahlt bzw. die leitenden Kader haben sich selbst bedient, denn an diese kassieren den &uuml;berwiegenden Teil. Nat&uuml;rlich ist es positiv zu bewerten, wenn die Vorst&auml;nde ihre Aktienoptionen erst nach vier statt wie bislang nach zwei Jahren einl&ouml;sen k&ouml;nnen. Nur, es gibt doch Ausweichm&ouml;glichkeiten, so kann z.B. der Anteil Aktienoptionen in k&uuml;nftigen Vertr&auml;gen reduziert werden.<br>\nDie Regelung, dass &uuml;ber die Verg&uuml;tung von Vorst&auml;nden nur der Aufsichtsrat entscheiden soll oder dass Vorst&auml;nde in der Regel zwei Jahre warten sollen, bis sie in den Aufsichtsrat wechseln, beseitigt das Grund&uuml;bel nicht. Ex-Vorst&auml;nde als Aufsicht &uuml;ber Vorst&auml;nde, wie war das noch einmal mit den Kr&auml;hen? Weiter, wer sitzt denn im deutschen Aufsichtsrat? U. a. die Vorst&auml;nde anderer Firmen. So sitzt z.B. der Vorsitzende des Vorstands der Bayer AG im Aufsichtsrat der Deutschen Bank und der Vorsitzender des Aufsichtsrats der Deutsche Bank wiederum bei Bayer. Dieser war vorher Finanzvorstand und Chief Risk Officer des Risikomanagements der Deutschen Bank. Er sitzt zudem im Aufsichtsrat von Daimler, der Deutschen Lufthansa und der Linde AG. Die deutschlandweite Verflechtung von Vorst&auml;nden, Ex-Vorst&auml;nden und Aufsichtsr&auml;ten ist allerdings kein bankenspezifisches Problem. Generell stellt sich neben der Interessenfrage die Frage, wie gr&uuml;ndlich vielbesch&auml;ftigte Vorst&auml;nde ihrer Aufsichtspflicht &uuml;berhaupt nachkommen k&ouml;nnen. &ndash; Die Option &uuml;ber eine St&auml;rkung von Aktion&auml;rsrechten Geh&auml;lter und Boni zu kontrollieren, verkennt die Tendenz, dass Manager und Aktion&auml;re von derselben Selbstbedienungsmentalit&auml;t gepr&auml;gt sind. Nach Berechnungen der &bdquo;Washington Post&ldquo; erhielten bis Oktober vorigen Jahres 33 Banken finanzielle Unterst&uuml;tzung durch den Staat, davon wandern aber in den ersten drei Jahren der St&uuml;tzungsaktion in Form von Dividenden an das 52 Prozent auf das Konto der Anteilseigner. Welcher Aktion&auml;r wird da die Managerbez&uuml;ge reduzieren?<br>\nDie Frage, wie mit einer Bank umgegangen werden soll, die ohne staatliche Hilfe nicht &uuml;berlebensf&auml;hig ist, ist noch v&ouml;llig offen bzw. es geschieht nichts. Die Diskussion um die nach dem Crash erfolgende Einflussnahme des Staates auf Dividenden und Boni schreckt doch keine Manager, die bereit sind ihre Banken bis an den Rand des Abgrunds zu fahren bzw. bis an den Punkt, an dem der Staat &uuml;bernimmt, wenn bis dahin die Kohle stimmt. &ndash; Es m&uuml;ssen Gesetze her, die von vorneherein das Risikoverhalten der Banken m&auml;&szlig;igen. Ein gangbarer Weg w&auml;re der auf den NDS gebrachte Vorschlag von James Galbraith einer Insolvenz und Auswechslung des Managements, d.h. die Aktion&auml;re geh&ouml;ren enteignet und das Management entsch&auml;digungslos absetzt. Man k&ouml;nnte sogar noch einen Schritt weitergehen und die K&auml;ufer von Anleihen und anderen Klassen von Gl&auml;ubigern, die bewusst ein h&ouml;heres Risiko in Kauf nehmen, am Verlustrisiko beteiligen. Nat&uuml;rlich ist das alles utopisch, die Klage &uuml;ber Verstaatlichung, Sozialismus ist ja bereits jetzt schon gro&szlig;.<br>\nDie Aussicht auf eine Neustrukturierung des Bankensektors hat die Diskussionsebene nie verlassen. Die Frage Josef Ackermanns, welche Motive ihn auch immer bewegt haben m&ouml;gen, wie man Banken auf eine solche Gr&ouml;&szlig;e reduzieren kann, dass sie aus dem Markt ausscheiden k&ouml;nnen, ohne das System zu gef&auml;hrden, ist in der Versenkung verschwunden. Genauso der Vorschlag der Schweizer Nationalbank durch direkte Auflagen beispielsweise durch Beschr&auml;nkung des Marktanteils oder durch Beschr&auml;nkung der Gr&ouml;&szlig;e einer Bank im Verh&auml;ltnis zum BIP die Bankengr&ouml;&szlig;e auf ein Ma&szlig; zu reduziere, dass sie nicht &bdquo;too big to fail&ldquo; ist. Im Gegenteil &uuml;berall auf der Welt laufen beispiellose Konzentrationsprozesse ab.<br>\nDas Bild, das sich bietet, ist nicht nur betr&uuml;blich, sondern skandal&ouml;s. Die Regierungen verpassen das kleine Zeitfenster f&uuml;r echte Reformen. Schon reden viele vom kommenden Aufschwung. War ja nicht so schlimm usw. Zum Kotzen!<\/em> <\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Bankenpleiten &ndash; aber immer doch<\/strong><br>\nEine Pleite muss f&uuml;r systemrelevante Institute eine Option bleiben, denn die Insolvenz ist ein Kernelement auch der sozialen Marktwirtschaft.<br>\nDer dazu von Guttenberg vorgelegte Gesetzentwurf hat zwei Schw&auml;chen, eine formale und eine inhaltliche. Zum einen kommt er reichlich sp&auml;t. Vielleicht schafft er es noch ins Kabinett, mehr ist nicht drin.<br>\nMan k&ouml;nnte deshalb auf die Idee kommen, dem CSU-Mann liege mehr am Wahlkampf als am Thema. Zum anderen geht seine Idee der staatlichen Zwangsverwaltung einer Pleitebank durch die Finanzaufsicht an einer wesentlichen Stelle nicht weit genug. Guttenberg will es dem alten Management &uuml;berlassen, einen Plan zur Rettung des bedrohten Instituts vorzulegen. Er macht damit jene zum Retter, die f&uuml;r das &Uuml;bel verantwortlich sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/finanzen\/852\/483300\/text\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Gewerkschaft der Polizei: Was kommt auf uns zu?<\/strong><br>\nDie Politik aber &ndash; zumindest die Bundesregierung &ndash; vermittelt den Eindruck, &bdquo;alles wird gut&ldquo;, und dies zumindest bis zur Bundestagswahl am 27.9.2009. Denn eine Regierung wird, wenn sie ihre Wahlchancen vergr&ouml;&szlig;ern will, immer den Eindruck erwecken, dass sie alles im Griff habe, man m&ouml;ge ihr nur vertrauen.<br>\nVor der Bundestagswahl den Eindruck zu vermitteln &bdquo;wir haben alles im Griff&ldquo;, und dann nach der Wahl die Rei&szlig;leine zu ziehen mit einschneidenden Folgen f&uuml;r die Menschen und f&uuml;r die Besch&auml;ftigten des &ouml;ffentlichen Dienstes.<br>\nIch bin mir sicher: Es wird im Jahr 2010 im Bund, in den L&auml;ndern und den Kommunen zu einschneidenden Ma&szlig;nahmen kommen. Wir d&uuml;rfen nicht die Augen vor den gravierenden finanziellen Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise verschlie&szlig;en&hellip;<br>\nUnd es sieht ganz so aus, dass wir, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die Besch&auml;ftigten des &ouml;ffentlichen Dienstes f&uuml;r die gewaltigen Folgekosten aufkommen m&uuml;ssen.<br>\nUnd die Leute, die die Krise verursacht haben, kommen mal wieder davon.<br>\nEs geht um soziale Gerechtigkeit, es geht auch um Verteilungsgerechtigkeit.<br>\nDaran sollten wir denken, wenn wir zur Wahl gehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gdp.de\/gdp\/gdp.nsf\/id\/_dp200908\/$file\/DeuPol0908.pdf\">Deutsche Polizei S. 4 f. [PDF &ndash; 3.46 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Der Untergang findet nicht statt<\/strong><br>\nDie Ursachen der gegenw&auml;rtigen Krise sind relativ einfach zu identifizieren: Eine funktional differenzierte Gesellschaft gewinnt ihre Rationalit&auml;t daraus, dass unterschiedliche Funktionssysteme wie Wirtschaft, Recht, Politik sich gegenseitig in ihrer Macht begrenzen und in Schach halten. Durch die von Margaret Thatcher und Ronald Reagan eingeleitete Selbstkastration der Politik ist diese Heterarchie der Funktionssysteme und ihrer Entscheidungskriterien zugunsten der hierarchischen &Uuml;berordnung der Wirtschaft ver&auml;ndert worden.<br>\nDie Politik, die in den letzten Jahren vers&auml;umt hatte, der desintegrierenden Wirkung der wirtschaftlichen Logik Grenzen zu setzen, schickt sich erneut an, die Steuerung des Bootes, in dem wir alle sitzen, zu &uuml;bernehmen. Das zeigt sich nicht nur in den Bem&uuml;hungen der G-20-Regierungschefs, das Weltfinanzsystem zu retten, sondern auch regional und lokal: Gemeinden und St&auml;dte haben das Vertrauen verloren, dass der Markt die beste L&ouml;sung f&uuml;r die Schaffung und den Erhalt ihrer lebensnotwendigen Infrastrukturen findet, und kaufen ihre Elektrizit&auml;tswerke zur&uuml;ck, der B&ouml;rsengang der Bahn ist abgesagt, und das Modell VW zeigt, dass der Staat durchaus in der Lage ist, als Anteilseigner ein erfolgreiches, die heimischen Interessen im Blick behaltendes Government von Unternehmen zu realisieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub9A19C8AB8EC84EEF8640E9F05A69B915\/Doc~EB3C80936B8F8449387B45ACC8FBB19E2~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Den Optimismus von Prof. Simon kann ich allerdings nicht teilen, solange jedenfalls die Politik die Brandstifter als Feuerwehrleute einsetzt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Ausland schiebt Industrie an<\/strong><br>\nDie deutsche Industrie fasst wieder Tritt. Dank der lebhaften Nachfrage aus den Euro-L&auml;ndern stiegen ihre Auftr&auml;ge im Juni so stark wie seit zwei Jahren nicht mehr. Experten rufen bereits das Ende der Rezession aus, rechnen aber nicht mit einem kr&auml;ftigen Aufschwung.<br>\nDie Bestellungen legten gegen&uuml;ber Mai um 4,5 Prozent im Vergleich zum Vormonat zu, wie das Wirtschaftsministerium mitteilte. Das war bereits der vierte Anstieg in Folge und der st&auml;rkste seit Juni 2007. (&hellip;)<br>\nWie stark die Industrie mit ihren vielen Weltmarktf&uuml;hrern trotz des Aufw&auml;rtstrends noch immer unter der globalen Rezession leidet, zeigt der Vergleich mit Juni 2008. Damals lag das Auftragsvolumen 25,3 Prozent h&ouml;her. (&hellip;)<br>\nExperten sehen die deutsche Industrie als Nutznie&szlig;er der staatlichen Hilfsprogramme in Europa und &Uuml;bersee. &ldquo;Wir profitieren im Moment von den weltweiten Konjunkturprogrammen, die jedoch irgendwann auslaufen werden&rdquo;, sagte Stefan Bielmeier von der Deutschen Bank. Von einem sich selbst tragenden Aufschwung sei Deutschland daher noch weit entfernt, zumal der Binnenmarkt bei steigender Arbeitslosigkeit unter Druck geraten werde. Unicredit-Experte Alexander Koch zufolge wird es noch bis Mitte 2013 dauern, bis Produktion und Auslastung der Unternehmen das Niveau der Zeit vor der Krise wieder erreicht haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/1867595_Hoffnungsschimmer-Mehr-Auftraege-fuer-Industrie.html\">FR<\/a>\n<p><em>Erg&auml;nzend hierzu wird im Handelsblatt kritisch angemerkt:<\/em><\/p>\n<p><strong>Ausland zieht deutsche Industrie mit<\/strong><br>\n(&hellip;)<br>\nDie Wachstumsdynamik d&uuml;rfte sich aus Sicht von Volkswirten allerdings schnell und deutlich abflachen. &bdquo;Dem kurzfristigen Hoch wird 2010 ein blutleeres Wachstum folgen&ldquo;, erwartet Kr&auml;mer (Commerzbank). &bdquo;Die Gefahr eines Strohfeuers ist sehr gro&szlig;&ldquo;, warnt auch der Deutschland-Chefvolkswirt von Unicredit, Andreas Rees.<br>\nAuch Unternehmer rechnen zun&auml;chst nur mit einem kurzfristigen Anspringen der Konjunktur. SGL-Carbon-Chef Robert Koehler bezeichnete die Erholung in der zweiten Jahresh&auml;lfte als &bdquo;Sonderkonjunktur&ldquo;. Die Unternehmen aus der Stahlindustrie w&uuml;rden wieder bestellen, da sie ihre Best&auml;nde unter den realen Bedarf zur&uuml;ckgefahren h&auml;tten. &bdquo;Wie der nachhaltige Bedarf aussieht, werden wir erst Anfang 2010 sehen&ldquo;, sagte er dem Handelsblatt.<br>\nAu&szlig;er dem Lageraufbau d&uuml;rften die internationalen Fiskalprogramme f&uuml;r den Wachstumsschub im zweiten Halbjahr sorgen. &bdquo;Wenn die Konjunkturprogramme auslaufen, wird die Nachfrage aus dem Ausland wieder deutlich geringer ausfallen&ldquo;, argumentiert Rees von Unicredit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/konjunktur\/_b=2441669,_p=31,_t=ftprint,doc_page=0;printpage\">Handelsblatt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkungen unseres Lesers G.K.:<\/strong> In der Medienberichterstattung wird vor allem auf den kr&auml;ftigen Anstieg der Auslands-Auftragseingangs der Industrie des &ldquo;Exportweltmeisters&rdquo; Deutschland hingewiesen. Dieser erh&ouml;hte sich im Monat Juni 2009 gegen&uuml;ber dem Mai 2009 um 8,3%. Der Anstieg resultiert ganz wesentlich aus dem Anstieg des Auftragseingangs aus der Euro-Zone um 13,2%.<\/em><\/p>\n<p><em>Auf folgende Aspekte m&ouml;chte ich erg&auml;nzend hinweisen:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em>Das Frohlocken der Neoliberalen &uuml;ber die Daten des Industrie-Auftragseingangs ist g&auml;nzlich unangebracht, denn es sind ganz wesentlich die von diesen verschm&auml;hten weltweiten, keynesianisch ausgerichteten Konjunkturprogramme, die den steilen Absturz der Weltwirtschaft gestoppt haben.<br>\nSo schreibt mit Professor Guido H&uuml;lsmann (lehrt an der franz&ouml;sischen Universit&auml;t Angers) ein radikaler Vertreter der Ideologie der &ldquo;freien&rdquo; und &ldquo;allzeit effizienten&rdquo; M&auml;rkte:<br>\n&ldquo;Wenn der Staat die Subventionierung bankrotter Unternehmen aus Krediten finanziert, bindet er die vorhandenen Ressourcen (insbesondere Arbeit, Rohstoffe und Vorr&auml;te) in ebendiesen Unternehmen. Ihre rentable Verwendung an anderer Stelle wird somit im gleichen Zug verhindert. Die Gesamtlage verschlimmert sich, da knappe Mittel verschwendet werden. &hellip; Was aber sind die Alternativen? Der gerade Weg ist h&auml;ufig der beste: kein Eingreifen der Geldpolitik und keine Fiskalpolitik. Die Folge w&auml;re eine deflation&auml;re Selbstreinigung des Marktes. Gewiss, die Situation w&uuml;rde sich unmittelbar dramatisch verschlechtern. Es k&auml;me kurzfristig zu massenhaften Konkursen und gro&szlig;er Arbeitslosigkeit. Kredite w&auml;ren nicht mehr zu haben, da es sehr bald kaum noch eine Bank g&auml;be. Die Produktion w&uuml;rde stocken, Preise und Einkommen stark sinken.<br>\nDiesen Prozess g&auml;lte es nach M&ouml;glichkeit zu beschleunigen, indem man m&ouml;glichst viele Hindernisse aus seinem Weg r&auml;umt, insbesondere Mindestl&ouml;hne und Agrarpreispolitik, Arbeitslosenversicherung und das W&auml;hrungsmonopol der Zentralbanken. Infolge dieser Rosskur w&uuml;rde die Wirtschaft allerdings nicht, wie es vielfach unterstellt wird, in einem gro&szlig;en schwarzen Loch versinken. Vielmehr w&uuml;rde sie in Rekordzeit gesunden, genau wie sie auch in fr&uuml;heren Zeiten &ndash; vor der &Auml;ra der &laquo;Stabilisierungspolitik&raquo; &ndash; in einem Zeitraum von etwa ein bis drei Jahren gesundete. Denn die Deflation vernichtet zwar das Verm&ouml;gen der Schuldner, aber nicht die Realwirtschaft.&rdquo; (Quelle: <a href=\"http:\/\/www.schweizermonatshefte.ch\/article.php?nav=aktl&amp;artikel=1257\">www.schweizermonatshefte.ch<\/a>)<\/em>\n<p><em>Der &ldquo;Wissenschaftler&rdquo; Prof. H&uuml;lsmann ist ein extremer Vertreter jener neoliberalen Ideologen, die vom gr&uuml;nen Tisch aus hochgradig gef&auml;hrliche &ldquo;Probleml&ouml;sungen&rdquo; in die Welt setzen! H&uuml;lsmann nimmt sehenden Auges folgende Entwicklungen in Kauf:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>&ldquo;deflation&auml;re Selbstreinigung&rdquo; (1929 l&auml;&szlig;t gr&uuml;&szlig;en)<\/em><\/li>\n<li><em>&ldquo;massenhafte Konkurse&rdquo;<\/em><\/li>\n<li><em>&ldquo;gro&szlig;e Arbeitslosigkeit&rdquo;<\/em><\/li>\n<li><em>weitgehender Stopp der Kreditvergabe (&ldquo;Kredite w&auml;ren nicht mehr zu haben&rdquo;)<\/em><\/li>\n<li><em>&ldquo;es gibt dann bald kaum noch eine Bank&rdquo;<\/em><\/li>\n<li><em>&ldquo;Stockung der Produktion&rdquo;<\/em><\/li>\n<li><em>&ldquo;starke Absenkung von Preisen und Einkommen&rdquo;<\/em><\/li>\n<li><em>&ldquo;aus dem Weg r&auml;umen von Arbeitslosenversicherung und Mindestl&ouml;hnen&rdquo;.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Aus diesem Kamikaze-Kurs  eine rasche Gesundung der Wirtschaft zu erwarten, grenzt an Gr&ouml;&szlig;enwahn! Dieser &ldquo;Wissenschaftler&rdquo; blendet v&ouml;llig aus, welche  desastr&ouml;sen mentalen und wirtschaftlichen Folgen dieser Katastrophenkurses f&uuml;r gro&szlig;e Teile der Bev&ouml;lkerung h&auml;tte! Das mit diesem &ldquo;Kurs&rdquo; einhergehende Sch&uuml;ren von permanenter Unsicherheit w&uuml;rde dar&uuml;ber hinaus h&ouml;chstwahrscheinlich den faschistischen Parteien massenhaft Anh&auml;nger zutreiben.<br>\nBereits im ersten Satz des H&uuml;lsmann-Artikels wird dessen Beweggrund f&uuml;r diesen Kamikaze-Kurs deutlich:<br>\n&ldquo;Die gegenw&auml;rtige Wirtschaftskrise hat dem staatlichen Interventionismus neuen Wind verschafft.&rdquo;<br>\nEs ist die Furcht Prof. H&uuml;lsmanns und der Neoliberalen, die staatlichen Konjunkturprogramme k&ouml;nnten der Auftakt daf&uuml;r sein, der neoliberalen Ideologie (&ldquo;Privatisierung&rdquo;, &ldquo;Deregulierung&rdquo; und &ldquo;Flexibilisierung&rdquo;) zumindest teilweise Einhalt zu gebieten. Daher bei&szlig;en viele Neoliberale lieber in den sauren Apfel und verzichten staatliche Unterst&uuml;tzungsprogramme zur Stabilisierung der Wirtschaft und der Konjunktur.<\/em><\/p><\/li>\n<li>Der starke Anstieg des Auftragseingangs aus der Eurozone zeigt:\n<ul>\n<li><em>Deutschland h&auml;ngt weiter am Tropf des Exports.<\/em><\/li>\n<li><em>Der starke Anstieg d&uuml;rfte neben den von der FR und dem HB beschriebenen Sondereffekten (z.B. Einmaleffekte aus dem Wiederaufbau der Lagerbest&auml;nde) zu einem nicht unbedeutenden Teil aus dem deutschen Lohndumping der vergangenen Jahre resultieren.<\/em><\/li>\n<li><em>Deutschland hat in den vergangenen im Windschatten des Euro insbesondere mit den Staaten der Euro-Zone seinen Export und seine Au&szlig;enhandels&uuml;bersch&uuml;sse enorm gesteigert. Denn es ist den Staaten der Euro-Zone seit der Euro-Einf&uuml;hrung nicht mehr m&ouml;glich, ihre W&auml;hrungen gegen&uuml;ber der fr&uuml;heren DM abzuwerten und auf diesem Wege die aus dem Lohndumping resultierenden deutschen Wettbewerbsvorteile zu neutralisieren.<\/em><\/li>\n<li><em>Wie stark Deutschland sich seit vielen Jahren von der produktivit&auml;tsorientierten Lohnpolitik (Anstieg der Arbeitnehmereinkommen: Produkitivit&auml;tswachstum zuz&uuml;glich Zielinflationsrate der EZB (1,9%)) verabschiedet hat, zeigt folgende Grafik (&ldquo;Umverteilung von L&ouml;hnen zu Gewinnen: So weit blieb der Lohnzuwachs unter dem neutralen Verteilungsspielraum&rdquo;). (Quelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/32015_93086.html\">B&ouml;ckler<\/a>)<br>\n<\/em><\/li>\n<li><em>Zu diesen Entwicklungen schreibt Heiner Flassbeck:<br>\n&ldquo;Wie k&ouml;nnen wir das tun? Da die Schuldner Marktanteile zur&uuml;ckgewinnen m&uuml;ssen, verspricht eine konzertierte Aktion bei den Lohnabschl&uuml;ssen den nachhaltigsten Erfolg: Die deutsche Politik muss ab sofort eine Lohnentwicklung nicht nur zulassen, sondern aktiv f&ouml;rdern, die oberhalb der der Schuldnerl&auml;nder liegt. Die Schuldnerl&auml;nder m&uuml;ssen umgekehrt L&ouml;hne vereinbaren, die zu Lohnst&uuml;ckkostensteigerungen knapp unterhalb von zwei Prozent f&uuml;hren. Das ist schwer zu erreichen, w&auml;re aber besser als zum Beispiel das Auseinanderbrechen der W&auml;hrungsunion.&rdquo; (Quelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck.de\/pdf\/2009\/11.2.2009\/stressWaehrung.pdf\">Flassbeck<\/a>)<\/em><\/li>\n<li><em>Versucht Deutschland hingegen, die Lohndumpingstrategie der vergangenen Jahre in die Zukunft fortzuschreiben, dann wird das deutsche Lohndumping in einem europ&auml;ischen Lohndumping m&uuml;nden. Denn die &ldquo;Eliten&rdquo; der &uuml;brigen EU-Staaten werden dann den dortigen Arbeitnehmern, mit Verweis auf die aus den permanenten Au&szlig;enhandelsdefiziten resultiernde Auslandsverschuldung, ein Lohndumping nach deutschem Vorbild aufn&ouml;tigen. (Ob die franz&ouml;sischen, italienischen oder spanischen Arbeitnehmer dies so widerstandslos hinnehmen werden wie die deutschen Besch&auml;ftigten, steht allerdings auf einem ganz anderen Blatt.)<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><em>Fazit:<br>\nEs ist unangebracht, voreilig ein Ende der schweren Finanz- und Wirtschaftskrise auszurufen. Ziel der Neoliberalen ist es demgegen&uuml;ber, die Krise kleinzureden, um auf diesem Wege den Einfluss der neoliberalen Ideologie unver&auml;ndert aufrechtzuerhalten und m&ouml;glichst noch weiter auszubauen (z.B. durch ein schwarz-gelbes Regierungsb&uuml;ndnis nach den Bundestagswahlen im Herbst dieses Jahres).<br>\nDie von der Frankfurter Rundschau und dem Handelsblatt genannten Aspekte mahnen jedoch zur Vorsicht.<br>\nAuch eine lohndumping-basierte Fortsetzung der einseitigen deutschen Exportfixierung (zu Lasten der Handelspartner v.a. innerhalb der Euro-Zone und zu Lasten des deutschen Binnenmarktes) k&ouml;nnte sich letztendlich als folgenschwerer Pyrrhussieg entpuppen.<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Vorboten des Sozialkahlschlags<\/strong><br>\nNat&uuml;rlich ist Raffelh&uuml;schens Studie eine besonders perfide Form von Lobbyismus, da der Wissenschaftler seit Jahren auch im Sold privater Versicherungsgesellschaften steht, die das Gesch&auml;ft mit der Angst vor Altersarmut wittern. Dennoch gibt es wenig Gr&uuml;nde, an den vorgelegten Zahlen zu zweifeln. Die Botschaft ist eindeutig: Die kollektiven Systeme der Alterssicherung reichen angesichts gebrochener Erwerbsbiographien, struktureller Rentensenkungen, von Niedriglohnsektoren und prekarisierten Arbeitsverh&auml;ltnissen nicht mehr f&uuml;r einen menschenw&uuml;rdigen Ruhestand. Wer &uuml;ber kein Verm&ouml;gen verf&uuml;gt, hat Pech gehabt, und mu&szlig; sich mit Bez&uuml;gen auf dem Niveau der Hartz-IV-Grundsicherung bescheiden.<br>\nEine CDU-FDP-Regierung wird dieses von den Herrschenden l&auml;ngst beschlossene &raquo;sozialpolitische Programm&laquo; mit aller Brutalit&auml;t exekutieren. Sozialdemokraten und Gr&uuml;ne werden lautstark dar&uuml;ber schimpfen, falls sie nicht doch in irgendeiner Konstellation mitregieren d&uuml;rfen. Dabei waren sie es, die im Rahmen ihres &raquo;rot-gr&uuml;nen Projektes&laquo; die Weichen f&uuml;r fl&auml;chendeckende Altersarmut und die Reduzierung der medizinischen Leistungen f&uuml;r gesetzlich Versicherte gestellt haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/08-07\/027.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Steinmeier: 31 Millionen plus 4 Millionen gleich 33 Millionen<\/strong><br>\n<a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44\/Doc~E2DEF69C948A04181BC2C31AC0A22FF4D~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ irrt<\/a>: &bdquo;Steinmeiers Rechenk&uuml;nste&ldquo; im heute journal (ZDF) am 3. August zeigen den Kanzlerkandidaten Frank-Walter Steinmeier als gelehrigen &bdquo;McKinsey-Sch&uuml;ler&ldquo;. Der Kanzlerkandidat sagt &bdquo;31 Millionen Erwerbst&auml;tige&ldquo; und meint damit &bdquo;31 Millionen FTE&ldquo;.<br>\nFrank-Walter Steinmeier hatte an diesem Montagabend im heute journal (ZDF) gesagt, die Zahl der Erwerbst&auml;tigen m&uuml;sse von derzeit 31 Millionen auf &uuml;ber 33 Millionen steigen. Zugegeben, auch der Verfasser dieser Anmerkung hat dies zun&auml;chst nicht verstanden und sich gefragt: Wen hat Steinmeier mit den &bdquo;31 Millionen&ldquo; gemeint? Denn die Statistik weist derzeit etwa 40 Millionen Erwerbst&auml;tige aus, darunter etwas mehr als 27 Millionen sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigte.<br>\nDes R&auml;tsels L&ouml;sung: Der Kanzlerkandidat meint in diesem Interview (und auch in seinem viel<br>\nbeachteten Aufsatz &bdquo;DIE ARBEIT VON MORGEN &ndash; Politik f&uuml;r das n&auml;chste Jahrzehnt&ldquo;) nicht einzelne arbeitende Menschen (Erwerbst&auml;tige), sondern Vollzeitkr&auml;fte oder, im McKinsey Jargon, FTE (Full Time Equivalent). Das h&auml;tte man nat&uuml;rlich wissen m&uuml;ssen.<br>\nUnd was &bdquo;verbindet&ldquo; die Erwerbst&auml;tigen mit den FTE? 2008 arbeiteten durchschnittlich 40,3 Millionen Erwerbst&auml;tige insgesamt 57,7 Milliarden Arbeitsstunden, ein Erwerbst&auml;tiger also 1.432 Stunden bzw. 27,4 Stunden pro Woche. Die von Steinmeier genannten &ldquo;31 Millionen&rdquo; ergeben sich aus den 57,7 Milliarden Arbeitsstunden und einer 35,6-Stunden Woche, bzw. 1.861<br>\nStunden im Jahr 2008. (35,6 Stunden mal 366 Tage dividiert durch 7 Tage) 57,7 Milliarden Stunden dividiert durch 1.861 Stunden gleich 31,0 Millionen Vollzeitkr&auml;fte (FTE).<br>\nSehr erstaunlich diese (unausgesprochene) Vollzeit-Orientierung (mit 35,6 Wochenstunden) in einem Kanzlerkandidaten-Interview. Eine Vermutung: &bdquo;ein McKinsey-Mann, der sich um die Wirtschaftskompetenz bem&uuml;hen soll&rdquo; (Der Spiegel Nr. 30\/2009, S. 21) im Beraterstab hinterl&auml;sst nat&uuml;rlich deutliche Spuren. Dann redet man eben von Erwerbst&auml;tigen, meint aber selbstverst&auml;ndlich FTE. Gerade<br>\ndie FAZ h&auml;tte daf&uuml;r doch Verst&auml;ndnis haben m&uuml;ssen.<br>\nNun stellt sich nat&uuml;rlich gleich die Frage, was der Kanzlerkandidat mit den angek&uuml;ndigten &ldquo;4 Millionen neuen Arbeitspl&auml;tzen&rdquo; meint: FTE (Vollzeitkr&auml;fte) oder doch &bdquo;nur&ldquo; Arbeitspl&auml;tze oder Erwerbst&auml;tige?<br>\nWenn auch hier FTE gemeint sein sollten, dann erg&auml;ben sich aus diesen 4 Millionen in<br>\n2020 rechnerisch etwa 5,2 Millionen. (4 Millionen Mal 35,6 dividiert durch 27,4) Oder, wenn mit den 4 Millionen keine Vollzeitkr&auml;fte (FTE) gemeint sein sollten? Dann entspr&auml;chen diese 4 Millionen rechnerisch knapp 3,1 Millionen FTE. (4 Millionen mal 27,4 dividiert durch 35,6) Ob drei, vier oder f&uuml;nf Millionen: alles brutto. Denn es geht um neue und nicht um zus&auml;tzliche Arbeitspl&auml;tze. Das hat der Kanzlerkandidat auch klar und deutlich gesagt. Und deshalb sind auch 31 Millionen plus 4 Millionen (brutto; netto: 2 Millionen) gleich 33 Millionen.<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/090807_steinmeier_fte_statt_et.pdf\">Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe e.V.(BIAJ) [PDF &ndash; 200 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Utz Claassen: Versorgungsfall auf h&ouml;chster Ebene<\/strong><br>\nUtz Claassen ist 46 Jahre alt und daf&uuml;r, dass er die F&uuml;&szlig;e hochlegt, zahlt ihm die Energie Baden W&uuml;rttemberg AG fast 400.000 Euro &bdquo;&Uuml;berbr&uuml;ckungsgeld&ldquo; im Jahr. Bis er 63 Jahre alt ist. So jedenfalls ist es zwischen ihm, dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden, und seinem alten Arbeitgeber vertraglich vereinbart. Obwohl Claassen nicht einmal f&uuml;nf Jahre f&uuml;r die EnBW gearbeitet hat.<br>\nDas &uuml;ppige Vorruhestandskissen wird von beiden Parteien noch nicht einmal bestritten. Strittig sind allerdings die Details. Wie viel die EnBW tats&auml;chlich zahlen muss, h&auml;ngt n&auml;mlich ma&szlig;geblich von Claassens neuen Eink&uuml;nften ab, welche verrechnet werden sollen. Vor allem wie viel Claassen als Berater f&uuml;r den Finanzinvestor Cerberus verdient, treibt die EnBW-Oberen um. Weil Claassen seine Eink&uuml;nfte aber nicht offen legt, stellte die EnBW die Zahlung im November 2008 ein.<br>\nDie Vorsitzende Richterin Angela Jaeger am Landgericht Karlsruhe, eine Frau mit randloser Brille und strengem Blick, zeigte sich denn beim Prozessauftakt gestern auch &bdquo;ersch&uuml;ttert&ldquo; &uuml;ber derart unklare Vertr&auml;ge.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9\/Doc~E833BA83DD765414FBAB625F777B35888~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ.Net<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Alles unfassbar. Typisch: Claassen kam &uuml;ber die Beratungsfirma McKinsey. Offenbar ist das netzwerkbildend. Immer in Talkshows, also beste PR-Arbeit. Bei den wenigen Talkshows, zu denen ich eingeladen war, sa&szlig; Claassen meist schon da. Und jetzt in Diensten des &bdquo;Finanzinvestors&ldquo; Cerberus. Auch viele andre Kollegen\/innen aus Wirtschaft und Politik sind in Diensten meist ausl&auml;ndischer Pl&uuml;nderer.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Landesbanken m&auml;sten Manager<\/strong><br>\nARD-Magazin &raquo;Panorama&laquo;: Chefs von WestLB und LBBW kassieren weit mehr als 500000 Euro.<br>\nLandesbanken zahlen ihren Topmanagern weiterhin Mondgeh&auml;lter. Trotz staatlicher Hilfe. Dar&uuml;ber informierte das ARD-Magazin &raquo;Panorama&laquo; am Donnerstag vorab. So haben dem Bericht zufolge Vorstandsmitglieder bei der maroden WestLB im vergangenen Jahr jeweils durchschnittlich mehr als eine Million Euro eingestrichen. Bei der Landesbank Baden-W&uuml;rttemberg (LBBW) liege das Gehalt des neuen Chefs Hans-J&ouml;rg Vetter weit &uuml;ber 500000 Euro. Beide Banken h&auml;tten zudem Bonuszahlungen f&uuml;r das Jahr 2009 nicht ausgeschlossen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/08-07\/060.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Schweinegrippe &ndash; Das Gesch&auml;ft mit der Angst<\/strong><br>\nIm folgenden Artikel von Dr. Wolfgang Wodarg finden Sie seine ausf&uuml;hrliche Darstellung der epidemiologischen und wirtschaftlichen Hintergr&uuml;nde der derzeitigen Diskussion &uuml;ber &ldquo;Schweinegrippe&rdquo; und Impfkampagnen. Der Artikel erschien heute als Gastbeitrag im sh:z-Verlag.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wodarg.de\/show\/2651826.html\">Wodarg.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Eine andere als die &uuml;bliche Sicht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Obama: Der Lack ist ab, der Glanz verflogen<\/strong><br>\nZu beneiden war der Pr&auml;sident um seine Aufgaben allerdings nicht. Schon im Vorfeld hatten wohlmeinende Stimmen, Madelaine Albright oder James Holbrooke etwa, ihm Lasten auf die Schultern gelegt, von denen er, wenn er sich tats&auml;chlich an allen versuchen sollte, nur erdr&uuml;ckt werden kann. Er m&uuml;sse, so hie&szlig; es, die Rezession in den Griff bekommen und gleichzeitig die B&uuml;rokratie entflechten; aber auch drei Kriege gleichzeitig managen, im Irak, in Afghanistan und gegen Al-Qaida, und einen m&ouml;glichen vierten oder f&uuml;nften in Pakistan oder gegen den Iran verhindern. Sodann m&uuml;sse er die Beziehungen zu den Verb&uuml;ndeten wieder normalisieren und das Ansehen der Weltmacht, ihre Glaubw&uuml;rdigkeit und ihre globale F&uuml;hrungsrolle wiederherstellen, zugleich aber auch die Abh&auml;ngigkeit des Landes vom &Ouml;l herunterschrauben und das Augenmerk auf alternative Energien lenken. Schlie&szlig;lich m&uuml;sse er noch versuchen, die Konflikte im Nahen Osten zu entsch&auml;rfen, den V&ouml;lkermord in Darfur stoppen und die wachsenden Spannungen mit L&auml;ndern S&uuml;damerikas l&ouml;sen.<br>\nGut ein halbes Jahr nach Amtseid und Beginn seiner Pr&auml;sidentschaft sind die &bdquo;Flitterwochen&ldquo; vorbei. Der Vertrauensvorschuss ist aufgebraucht, die Trunkenheit der Ern&uuml;chterung gewichen. W&auml;hrend seine Popularit&auml;tswerte sinken und er im Umfragetief steckt, tauchen bereits die ersten Zweifel an seiner F&uuml;hrungskraft auf. Gleichzeitig verliert er auch zunehmend das Vertrauen und den R&uuml;ckhalt in der Bev&ouml;lkerung.<br>\nMehreren Umfragen zufolge, die Gallup, aber auch die &bdquo;Washington Post&ldquo; zusammen mit dem Fernsehsender &bdquo;ABC&ldquo; in Auftrag gegeben haben, kann der Pr&auml;sident nur noch auf eine Zustimmungsquote von knapp 55 Prozent zur&uuml;ckgreifen. Mehr als ein Drittel der Bev&ouml;lkerung lehnt seine Politik sogar ganz ab. Mehr als die H&auml;lfte sind der Meinung, dass sich das Land in die falsche Richtung bewege. \n<p><strong>Scheitern vorprogrammiert<\/strong><\/p>\n<p>Grund daf&uuml;r ist vor allem die geplante Gesundheitsreform, die wichtigster Bestandteil seines Wahlprogramms war und die der Pr&auml;sident trotz der massiven Schuldenmacherei unbedingt durchboxen will.<br>\nAngesichts der enormen Kosten, die die Reform fordert, st&ouml;&szlig;t sie sowohl in der eigenen Partei als auch im demokratisch beherrschten Kongress zunehmend auf Skepsis. Laut einem Bericht der &bdquo;New York Times&ldquo; belasten Teile der Reform den durch die Wirtschaftskrise h&ouml;chst angespannten Haushalt mit weiteren eineinhalb Billionen Dollar in den n&auml;chsten zehn Jahren&hellip;<br>\nGut ein halbes Jahr nach dem Machtwechsel in Washington scheint der neue Pr&auml;sident da weiterzumachen, wo der alte aufgeh&ouml;rt hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/143133\">Telepolis<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es ist schon merkw&uuml;rdig, dass sich nun gerade an den Kosten f&uuml;r die Gesundheitsreform, die Kritik festmacht und an den viel kostspieligeren Bankenrettungsaktionen nicht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Blackwater: &ldquo;Kreuzz&uuml;gler mit dem Auftrag, Muslime zu t&ouml;ten&rdquo;<\/strong><br>\nNeue Vorw&uuml;rfe gegen die US-Sicherheitsfirma Blackwater: Ex-Mitarbeiter berichten, sie seien im Irak bewusst zum Morden getrieben worden.<br>\nZwei ehemalige Mitarbeiter der US-Firma berichten Blackwater-Gr&uuml;nder Erik Prince habe pers&ouml;nlich Morde angeordnet und im Irak wiederholt t&ouml;dliche &Uuml;bergriffe &uuml;berforderter Wachm&auml;nner vertuschen lassen. Zudem habe Prince nebenher seinen Privatjet genutzt, um illegal Waffen und Munition in den Irak zu schmuggeln.<br>\nDie irakische Regierung verlangte den Abzug der Firma, nachdem ein Blackwater-Konvoi am 16.September 2007 in Bagdad 17 offenbar unschuldige Iraker erschossen hatte. Unter der Bush-Regierung hatten bis zu tausend hochger&uuml;stete Mitarbeiter den Personenschutz f&uuml;r US-Diplomaten &uuml;bernommen, wof&uuml;r die Firma seit 2003 weit mehr als eine Milliarde Dollar kassierte.<br>\nUnter Hillary Clinton hat das Au&szlig;enministerium inzwischen alle Vertr&auml;ge mit X&eacute; alias Blackwater gek&uuml;ndigt. Kritikern im Kongress galt der Name Blackwater als Synonym f&uuml;r eine &ldquo;Privatisierung des Krieges&rdquo; durch Sicherheitskonzerne, wie sie allen voran der fr&uuml;here Verteidigungsminister Donald Rumsfeld verfolgte.<br>\nAllein von 2002 bis 2006 erhielt Blackwater Regierungsauftr&auml;ge im Wert von mehr als einer Milliarde Dollar. Zugleich spendete der fr&uuml;here Elitesoldat und erkl&auml;rt konservative Unternehmer Prince mehr als 225000 Dollar an fast ausschlie&szlig;lich republikanische Politiker. Die Vorhaltung, seine Angestellte seien S&ouml;ldner, wies er stets zur&uuml;ck: &ldquo;Wir sind amerikanische Patrioten.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/860\/483308\/text\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Datenschutz: &ldquo;taz&rdquo; boykottiert die Leichtathletik-WM &ndash; Warum wir verzichten<\/strong><br>\nKein Ereignis ist wichtig genug, um f&uuml;r eine Berichterstattung die Grundregeln der Pressefreiheit zu verraten. Deshalb haben wir uns entschieden, &uuml;ber die Leichtathletik-Weltmeisterschaft, die am 15. August in Berlin beginnt, nicht zu berichten. Denn wie schon bei der Fu&szlig;ball-WM 2006 m&uuml;ssen JournalistInnen, um eine Akkreditierung zu bekommen, einer umfassenden &Uuml;berpr&uuml;fung ihrer pers&ouml;nlichen Daten zustimmen. Genutzt werden dabei Datensammlungen der Polizei des Bundes und der L&auml;nder bis hin zu Informationen des Verfassungsschutzes sowie des Bundesnachrichtendienstes. Das ist ein massiver Eingriff in das Gebot der Pressefreiheit. Wenn ein Journalist nachweisen kann, dass er ein Journalist ist, hat er das Recht auf eine Arbeitsgenehmigung. Jegliche Einschr&auml;nkung ist aus guten Gr&uuml;nden nicht statthaft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/debatte\/kommentar\/artikel\/1\/warum-wir-verzichten\/\">taz<\/a>\n<p><em>Siehe auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Unterschrift mit Unbehagen<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/schwerpunkt-ueberwachung\/artikel\/1\/unterschrift-mit-unbehagen\/\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Tarifstreit Geb&auml;udereiniger: Viel Dreck f&uuml;r wenig Lohn<\/strong><br>\nIm Osten verdienen Innenreiniger gerade mal 6,58 Euro in der Stunde. Die Industriegewerkschaft Bauen, Agrar, Umwelt (IG BAU) k&auml;mpft seit Januar in Tarifverhandlungen f&uuml;r h&ouml;here Einkommen. Ihre Forderung: 8,7 Prozent mehr Lohn.<br>\nDoch jetzt hat die Tarifkommission der IG BAU empfohlen, die Verhandlungen als gescheitert zu erkl&auml;ren. Sollte der Vorstand am kommenden Montag dem Votum folgen, gilt von Oktober an f&uuml;r alle neu abgeschlossenen Vertr&auml;ge in der Branche kein Mindestlohn mehr. Und auch Streik w&auml;re nicht mehr ausgeschlossen.<br>\nDie Arbeitgeber &ndash; vertreten durch den Bundesinnungsverband des Geb&auml;udereiniger-Handwerks &ndash; wollen Ost-Putzkr&auml;ften bisher 24 Cent mehr in der Stunde bezahlen. Eine Lohnerh&ouml;hung um 3,6 Prozent also, die ab Anfang n&auml;chsten Jahres gelten soll. Die Kollegen im Westen sollen dann 8,39 Euro pro Stunde verdienen, drei Prozent mehr. Als Laufzeit f&uuml;r den Tarifvertrag schlagen die Arbeitgeber 21 Monate vor.<br>\nDoch die IG BAU will nicht, dass Geb&auml;udereiniger weiterhin mit so niedrigen Mindestl&ouml;hnen abgespeist werden: Aufs Jahr gerechnet bedeute das Angebot nur 1,8 Prozent mehr im Westen und knapp 2,2 Prozent im Osten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/1867594_Tarifstreit-Gebaeudereiniger-Viel-Dreck-fuer-wenig-Lohn.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Der Teufel steckt im Detail, nicht im Losverfahren &ndash; Berlins Reform des Schulzugangs k&ouml;nnte mehr Gerechtigkeit schaffen<\/strong><br>\nEin erster Vorschlag der Schulbeh&ouml;rde sieht so aus, dass an jeder Schule, die von zu vielen Bewerbern als Wunschschule genannt wird, ein Losverfahren unter diesen Sch&uuml;lern ausw&auml;hlt. Die Chance durch das Los besteht aber nur an der erstgenannten Wunschschule. Insgesamt sollen die Sch&uuml;ler auch nur drei Schulen nennen k&ouml;nnen. Dieser Vorschlag ist vollkommen unzureichend, um die Reformziele zu erreichen. Denn die Chance, per Los an die gew&uuml;nschte Schule zu kommen, ist sehr gering. Und wenn jede Liste nur drei Schulen enth&auml;lt, werden viele Sch&uuml;ler gar keiner der drei Wunschschulen zugeteilt, sondern von der Schulverwaltung an irgendeine Schu&shy;le geschickt werden m&uuml;ssen. Das wiederum wird dazu f&uuml;hren, dass viele Bewerber nicht ihre drei liebsten Schulen auf die Liste schreiben, sondern zum Beispiel eine weniger beliebte Schule angeben, bei der sie sich gute Chancen ausrechnen, um zu verhindern, wahllos an eine ganz andere Schule geschickt zu werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/bibliothek.wzb.eu\/wzbrief-bildung\/WZBriefBildung092009_kuebler.pdf\">WZ Brief [PDF &ndash; 80 KB]<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(WL\/AM)<br \/> Unter anderem zu folgenden Themen:<\/p>\n<ol>\n<li><a href=\"?p=4118#h01\">Bankenregulierung: Wie Politiker den Moral Hazard bek&auml;mpfen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4118#h02\">Bankenpleiten &ndash; aber immer doch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4118#h03\">Gewerkschaft der Polizei: Was kommt auf uns zu?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4118#h04\">Der Untergang findet nicht statt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4118#h05\">Ausland schiebt Industrie an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4118#h06\">Vorboten des Sozialkahlschlags<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4118#h07\">Steinmeier: 31 Millionen plus 4 Millionen gleich 33 Millionen<\/a><\/li>\n<li><a<\/li>\n<\/ol>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4118\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4118","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4118","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4118"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4118\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4118"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4118"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4118"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}