{"id":41213,"date":"2017-11-23T08:09:24","date_gmt":"2017-11-23T07:09:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41213"},"modified":"2017-11-23T08:09:24","modified_gmt":"2017-11-23T07:09:24","slug":"hinweise-des-tages-3006","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41213","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41213#h01\">Umfallen f&uuml;r Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41213#h02\">Die SPD muss wieder zum Anwalt der Arbeiter werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41213#h03\">Parit&auml;tischer fordert Ma&szlig;nahmen gegen Altersarmut: Immer mehr Neurentner sind auf Grundsicherung angewiesen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41213#h04\">Bafin und die Betriebsrente: Pensionskassen sind das Sorgenkind<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41213#h05\">Sozialticket wird abgeschafft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41213#h06\">FDP: Organisierte Reichtumspflege<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41213#h07\">&bdquo;Aufwachen&ldquo; mit Flassbeck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41213#h08\">Der Anfang vom Ende der Kohle <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41213#h09\">Die saudische Siemensstadt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41213#h10\">GETEX II: Voll&uuml;bung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41213#h11\">Denglers Auftrag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41213#h12\">Firmen investieren weniger in deutsche Hochschulen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41213#h13\">Dokumentarfilm &uuml;ber Gentrifizierung: &ldquo;Das Land geh&ouml;rt allen!&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41213#h14\">Sonderwirtschaftszonen in Honduras: Die Neuerfindung der Bananenrepublik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41213#h15\">Zu guter Letzt: Keine Regierungsbeteiligung: FDP-Gro&szlig;spender fordern ihr Geld zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=posturl&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Umfallen f&uuml;r Deutschland<\/strong><br>\nder Nebel &uuml;ber dem Berliner Regierungsviertel wird immer dichter: Ger&uuml;chte und B&ouml;sartigkeiten dutzendfach, es wirkt taktiert und finassiert. Der Parteienstaat ist ganz bei sich.<br>\nInmitten des Nebels aber zeichnet sich &ndash; wenige Stunden vor dem Gespr&auml;ch zwischen den ehemaligen SPD-Spitzenkandidaten Steinmeier und Schulz &ndash; eine Regierungskoalition ab, die der Volksmund &bdquo;die Gro&szlig;e&ldquo; nennt. Noch gibt es keine Gewissheit, wohl aber die begr&uuml;ndete Spekulation, dass die Schulz-SPD ihre Merkel-Allergie in den n&auml;chsten Tagen &uuml;berwinden wird. F&uuml;nf Gr&uuml;nde sprechen f&uuml;r die schnelle Genesung: [&hellip;]<br>\nDie wahren Freunde der SPD sitzen bei der Union, denn deren Vorsitzende ist williger als willig, auf die Forderungen der Genossen einzugehen &ndash; mehr Europa, weniger R&uuml;stung und ein paar Extra-Milliarden f&uuml;r den Sozialstaat. Da die Kanzlerin dringend einen Partner braucht, geht es in Berlin zu wie auf dem Ball der einsamen Herzen. Jeder wei&szlig;: Die Musik wird gleich aufh&ouml;ren zu spielen, da schmiegt man sich lieber aneinander. Alles ist besser als die Einsamkeit. Es gilt das umgekehrte Lindner-Motto: Lieber schlechter Sex als gar keiner. [&hellip;]<br>\nUm die Zustimmung der Abgeordneten der sozialdemokratischen Bundestagsfraktion muss man sich keine Sorgen machen. Sie hassen Neuwahlen. Die Abgeordneten verlieren lieber ihr Gesicht als ihren Job.<br>\nSchulz hat vor einer Neuwahl mehr Angst als seinerzeit vor der Abiturpr&uuml;fung. Er wei&szlig;: Auch wenn er seinen Posten als Parteichef &uuml;ber den Parteitag retten kann, eine zweite Kanzlerkandidatur wird ihm die Partei kaum gew&auml;hren. Also wird er nach der Unterredung mit dem Bundespr&auml;sidenten von staatspolitischer Verantwortung sprechen &ndash; und sp&auml;ter sanft umfallen. Bliebe nur noch die Schlussfrage: Wohin f&auml;llt ein Mann, der im Wahlkampf versprochen hat, niemals in ein Kabinett Merkel einzutreten. Doch auf Entsorgungsf&auml;lle wie diese ist das politische System bestens vorbereitet. So wie die moderne Kompostierungsanlage Fallobst in D&uuml;nger verwandelt, haucht die EU-Hauptstadt Br&uuml;ssel den zu Hause Gestrauchelten ein zweites Leben ein. Angesichts der vielen Rettungsmilliarden sollte ein zweiter EU-Kommissar f&uuml;r Deutschland machbar sein. Martin Schulz w&auml;re &uuml;ber den Umweg einer verlorenen Bundestagswahl genau da gelandet, wo er ohnehin hinwollte. Hans Christian Andersen hat es geahnt: &bdquo;Das Leben ist das sch&ouml;nste M&auml;rchen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/morningbriefing.handelsblatt.com\/newsletter\/umfallen-fuer-deutschland\/\">Gabor Steingart, Handelsblatt Morning Briefing<\/a>\n<p><strong>dazu: Genossen fordern Umdenken von Schulz<\/strong><br>\nIn der SPD w&auml;chst der Druck auf Parteichef Martin Schulz, seinen Neuwahl-Kurs zu &uuml;berdenken.<br>\n&ldquo;Ich finde im Grundgesetz keinen Artikel, der Neuwahlen vorschreibt, wenn der FDP-Vorsitzende Sondierungsgespr&auml;che abbricht&rdquo;, sagte Achim Post, Chef der Landesgruppe NRW, dem SPIEGEL: &ldquo;Im Gegenteil: Parteien und Fraktionen sind in der Pflicht, gerade in einer schwierigen Lage wohl&uuml;berlegt Schritt f&uuml;r Schritt vorzugehen.&rdquo;<br>\nSchulz hatte am Montag gemeinsam mit dem Rest der Parteispitze noch einmal betont, nicht f&uuml;r eine Gro&szlig;e Koalition zur Verf&uuml;gung zu stehen. &ldquo;Jetzt irgendwelche hektischen Entscheidungen zu treffen, bringt gar nichts&rdquo;, kritisierte der Chef des Seeheimer Kreises Johannes Kahrs den Kurs: &ldquo;Bevor wir vor den W&auml;hler treten, m&uuml;ssen wir alle M&ouml;glichkeiten ausloten.&rdquo; Kritik kam auch von den pragmatischen &ldquo;Netzwerkern&rdquo;. &ldquo;Neuwahlen sind nicht der richtige Weg&rdquo;, betonte deren Sprecher Martin Rabanus.<br>\nIn einer Sitzung der Bundestagsfraktion der SPD gab es ebenfalls &Auml;rger &uuml;ber Schulz&rsquo; kategorisches Ausschlie&szlig;en einer Gro&szlig;en Koalition. Rund 20 Abgeordnete hielten Schulz und Fraktionschefin Andrea Nahles vor, die SPD in eine strategische Bredouille zu bringen. So beschwerte sich Teilnehmern zufolge unter anderem der bayerische Abgeordnete Florian Post dar&uuml;ber, dass die SPD seit der Wahl nur mit Postengeschacher auffalle: &ldquo;Wenn wir nochmal so einen genialen Wahlkampf f&uuml;hren wie im Sommer, dann landen wir bei einer Neuwahl bei 20,5 minus x, nicht 20,5 plus x&rdquo;, sagte er in Richtung des Parteivorsitzenden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/martin-schulz-druck-der-spd-auf-ihren-chef-waechst-wegen-neuwahl-diktum-a-1179650.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die jetzige Spitze in Fraktion und Partei &ndash; sowie die Netzwerker und Seeheimer &ndash; f&uuml;rchten sich offenbar vor einer inhaltlich-programmatischen Aufarbeitung und ernsthaften Erneuerung der SPD. Die Aussicht auf eventuelle Ministerposten, scheint au&szlig;erdem ihre Wirkung nicht zu verfehlen. So ist der Niedergang der &auml;ltesten Partei Deutschland jedoch nicht aufgehoben, sondern lediglich verschoben. Ohne eine &Auml;nderung der bisherigen Programmatik mit einer Abkehr z.B. von der Agenda 2010 und der Kriegspolitik sowie ohne glaubw&uuml;rdiges Personal d&uuml;rfte die SPD bei der n&auml;chsten Wahl weiter abgestraft werden.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die Verlockung sch&ouml;ner Regierungsp&ouml;stchen ist halt doch zu hoch. Zudem erspart sich die SPD so eine inhaltliche Neuausrichtung, die nach dem letzten Wahldesaster vollmundig angek&uuml;ndigt wurde, von der au&szlig;er Lippenbekenntnissen aber nichts zu bemerken ist. Der Druck kommt vor allem aus der Ecke des sogenannten Seeheimer Kreises, also rechten und der neoliberalen Ideologie verpflichteten SPD-Politikern. Diesen w&auml;re die SPD als ewiger Juniorpartner in einer gro&szlig;en Koalition sowieso am liebsten, dann m&uuml;sste man, wie schon gesagt, nicht &uuml;ber neue politische Inhalte bzw. &uuml;ber die R&uuml;ckkehr zu wirklich sozialdemokratischen Werten diskutieren, sondern k&ouml;nnte die Durchsetzung der neoliberalen Agenda einfach weiter betreiben.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Alternative zu Neuwahlen: SPD-Politiker werben f&uuml;r Minderheitsregierung<\/strong><br>\nGibt es doch noch eine Alternative zu Neuwahlen? Mehrere SPD-Politiker sprechen sich daf&uuml;r aus, eine Minderheitsregierung auszuloten. Daf&uuml;r m&uuml;sste allerdings die Union ihre Meinung &auml;ndern.<br>\nIn der SPD mehren sich die Stimmen f&uuml;r eine Minderheitsregierung. Nach Fraktionschefin Andrea Nahles brachte auch Partei-Vize Thorsten Sch&auml;fer-G&uuml;mbel diese Option ins Gespr&auml;ch. &ldquo;Wir sehen im Moment keine Basis f&uuml;r eine Gro&szlig;e Koalition&rdquo;, sagte er im ZDF-&ldquo;Morgenmagazin&rdquo;. &ldquo;Wir wollen keine &ouml;sterreichischen Verh&auml;ltnisse.&rdquo;<br>\nDeshalb m&uuml;sse man nach anderen Optionen suchen, sagte Sch&auml;fer-G&uuml;mbel und verwies auf Artikel 63 des Grundgesetzes. Dieser erm&ouml;glicht Neuwahlen, aber auch eine Minderheitsregierung. Damit habe man in Hessen gute Erfahrungen gemacht, 2008 regierte der damalige CDU-Ministerpr&auml;sident Roland Koch gesch&auml;ftsf&uuml;hrend mit wechselnden Mehrheiten. [&hellip;]<br>\nDie Union hat sich bislang jedoch einhellig gegen eine Minderheitsregierung ausgesprochen. Dies sei angesichts der Probleme, vor denen die Bundesrepublik stehe, keine stabile L&ouml;sung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/spd-thorsten-schaefer-guembel-wirbt-fuer-minderheitsregierung-a-1179671.html%20\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Dass keine Partei (au&szlig;er CDU und CSU) regieren will und alle anderen Parteien zum Regieren auffordert, ist absurd genug. Noch interessanter ist, was unbewusst zwischen den Zeilen gesagt wird: wenn Sch&auml;fer-G&uuml;mbel auf die so gut funktionierende gesch&auml;ftsf&uuml;hrende Regierung von Roland Koch im Jahr 2008 hinweist, dann meint er auch die (m&ouml;gliche) SPD-Regierung unter Andrea Ypsilanti, die die SPD-Rechte erfolgreich verhindert und Roland Koch zwei Jahre &ldquo;Restlaufzeit&rdquo; erm&ouml;glicht hat. Dito ist folgende Aussage nur noch schr&auml;g: &ldquo;Die Union [ist] einhellig gegen eine Minderheitsregierung; [sie] sei angesichts der Probleme, vor denen die Bundesrepublik stehe, keine stabile L&ouml;sung.&rdquo; Moment &ndash; welche Probleme? Geht es Deutschland nicht so gut wie nie, sind wir nicht mehr in einem Deutschland, in dem wir gut und gerne leben? Ist die Lage dank Angela Merkel nicht so stabil, dass jeder Parkw&auml;chter das Land regieren k&ouml;nnte?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die SPD muss wieder zum Anwalt der Arbeiter werden<\/strong><br>\nDie SPD muss sich klar nach links orientieren, gleichzeitig aber einen ebenso klaren &bdquo;realistischen&ldquo; Kurs einschlagen. Wenn sie das nicht schafft, ist ihr nicht mehr zu helfen. [&hellip;]<br>\nEs gilt hier nichts zu verteidigen, es gilt vielmehr anzugreifen, und zwar die Hegemonie des Neoliberalismus. Die SPD muss wieder zur Gegenmacht werden. Die SPD darf nicht der Ko-Manager der Arbeitgeberverb&auml;nde sein. Die SPD muss der Anwalt der Arbeitnehmer, der kleinen Leute und der &bdquo;Besorgten&ldquo; in der arbeitende Mitte sein. Die SPD muss K&uuml;mmerer-Partei sein. Eine Partei f&uuml;r Sorgen und N&ouml;te.<br>\nDas generelle neue Motto der SPD sollte werden: &bdquo;F&uuml;r die Menschen, nicht f&uuml;r die M&auml;rkte&ldquo;. Damit h&auml;ngt ein inhaltlicher Wandel zusammen. Als linke Partei muss man um eine neue Vision f&uuml;r die Welt k&auml;mpfen. Uns sind gerade &ndash; auch durch das naive Wiederholen der Chim&auml;re vom &bdquo;Ende der Geschichte&ldquo; &ndash; die Menschheitsziele ausgegangen. Wof&uuml;r lohnt es sich noch zu k&auml;mpfen? Wohin streben wir eigentlich noch?<br>\nWir haben uns damit arrangiert, dass dies bereits die beste aller Welten ist und es eigentlich nicht viel besser geht. Das ist aber noch nicht das &bdquo;goldene Zeitalter&ldquo;. Es ist noch nicht alles gut geworden. Wenn es noch Menschen auf dieser Welt gibt, die hungern, die keinen Zugang zu Bildung haben, dann ist die Welt noch nicht gut. Wenn Arbeiter auf den Baustellen der WM-Stadien in Qatar fast wie Lohnsklaven behandelt werden, wenn Armeen von Lohnsklaven dem afrikanischen Kontinent seine Rohstoffe entziehen, wenn Wanderarbeiter aus Osteuropa in Akkordarbeit in deutschen Schlachth&ouml;fen unter schlechten Werkvertragsverh&auml;ltnissen Schweineh&auml;lften zerlegen und ihre geringe Freizeit nur ersch&ouml;pft im Bett zubringen k&ouml;nnen, dann ist die Welt noch nicht gut. Wenn es Menschen gibt, die in dem reichen Deutschland zur Tafel gehen m&uuml;ssen, Flaschen in Parks sammeln m&uuml;ssen, die nach 40 Jahren Arbeit nur Grundsicherung als Rente bekommen, dann ist die Welt noch nicht gut.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/die-gegenwart\/nach-der-wahlniederlage-muss-sich-die-spd-wieder-nach-links-orientieren-15303153.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Im Print eine Seite treffender Analyse &uuml;ber die wirklichen Probleme der SPD und dieses in der FAZ &ndash; beachtlich.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Parit&auml;tischer fordert Ma&szlig;nahmen gegen Altersarmut: Immer mehr Neurentner sind auf Grundsicherung angewiesen<\/strong><br>\nAusma&szlig; und Dynamik der wachsenden Altersarmut in Deutschland werden nach Angaben des Parit&auml;tischen Wohlfahrtsverbands erheblich untersch&auml;tzt. Nach aktuellen Berechnungen der Parit&auml;tischen Forschungsstelle steigt das Risiko, im Alter in Armut zu leben, mit jedem neuen Rentenjahrgang dramatisch. Innerhalb von zehn Jahren habe sich der Anteil der &auml;lteren Menschen unter 70, die auf Grundsicherung im Alter angewiesen sind, verdoppelt. Zwingend notwendig sei ein sofortiger Kurswechsel in der Alterssicherungspolitik, insbesondere eine Anhebung des Rentenniveaus und eine Reform der Altersgrundsicherung.<br>\n&bdquo;Lange Zeit war das Armutsrisiko &auml;lterer Menschen im Vergleich zur Gesamtbev&ouml;lkerung unterdurchschnittlich. Die Menschen konnten darauf hoffen, dass sie im Alter in der Regel einigerma&szlig;en abgesichert sind. Dies hat sich in den vergangenen zehn Jahren drastisch ver&auml;ndert: Die Armut von Rentnerinnen und Rentnern ist so stark gestiegen wie bei keiner anderen Bev&ouml;lkerungsgruppe. Altersarmut ist kein drohendes Problem am Horizont, sondern heute bereits bittere Realit&auml;t&ldquo;, so Dr. Joachim Rock, Rentenexperte des Parit&auml;tischen Gesamtverbands. Die Armutsquote bei Rentnerinnen und Rentnern stieg zwischen 2005 und 2016 von 10,7 auf 15,9 Prozent und damit um 49 Prozent. Besonders stark ist der Anstieg der Armut bei M&auml;nnern &uuml;ber 65 in Ostdeutschland.<br>\nDie noch immer vergleichsweise moderat erscheinende Grundsicherungsquote &auml;lterer Menschen verschleiere dabei die Dynamik der Entwicklung: Wie eine aktuelle Analyse der Parit&auml;tischen Forschungsstelle zeigt, sind die neu ins Rentenalter eintretenden Jahrg&auml;nge sehr viel h&auml;ufiger auf Grundsicherung angewiesen als noch vor zehn Jahren. Der Anteil der Grundsicherungsbeziehenden unter 70 Jahren hat sich von 2,4 Prozent (2005) auf 4,6 Prozent (2015) nahezu verdoppelt. Dar&uuml;ber hinaus sei gerade bei &auml;lteren Menschen die verdeckte Armut besonders hoch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-paritaetische.de\/presse\/paritaetischer-fordert-massnahmen-gegen-altersarmut-immer-mehr-neurentner-sind-auf-grundsicherung-ang\/\">Der Parit&auml;tische<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Interessant dazu u.a. <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39841\">Armut wird oft nur durch die technokratische Brille wahrgenommen<\/a> und Ulrich Schneider: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39896\">Armutspolitische Ignoranz<\/a>&ldquo;. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Bafin und die Betriebsrente: Pensionskassen sind das Sorgenkind<\/strong><br>\nDie Bafin will Arbeitgeber &uuml;berzeugen, zus&auml;tzliches Kapital f&uuml;r die Betriebsrenten bereitzustellen. Die aber z&ouml;gern, weitere Mittel daf&uuml;r locker zu machen.<br>\nSeit Mai 2016 ist der &Ouml;ffentlichkeit bekannt, wer das Hauptsorgenkind der deutschen Finanzaufsicht ist: die Pensionskassen. Damals berichtete Bafin-Exekutivdirektor Frank Grund, dass die Beh&ouml;rde einzelne Kassen in &bdquo;Manndeckung&ldquo; genommen habe. Arbeitgeber sollten dazu bewegt werden, durch den Niedrigzins entstehende L&uuml;cken zu decken.<br>\nDie gr&ouml;&szlig;te deutsche Pensionskasse BVV, die Betriebsrenten von Bankangestellten bereitstellt, verringerte dann tats&auml;chlich f&uuml;r k&uuml;nftige Anspr&uuml;che das Verh&auml;ltnis aus Beitrag und Leistung, die Arbeitgeber schossen ein, um die L&uuml;cke zu schlie&szlig;en. Der BVV hat 351000 Anw&auml;rter und 107000 Rentner. Insgesamt gibt es 7,37 Millionen Anspruchsberechtigte gegen die 140 deutschen Pensionskassen und 1,28 Millionen, die von ihnen eine Betriebsrente beziehen.<br>\nAn der Einsch&auml;tzung der Bafin hat sich gleichwohl noch nicht viel ge&auml;ndert, wie Grund k&uuml;rzlich auf einer Konferenz klarmachte. &bdquo;Den Pensionskassen wird es zunehmend schwerer fallen, eine Absenkung des Rechnungszinses zu finanzieren&ldquo;, sagte er. Die L&ouml;cher m&uuml;ssten gestopft werden, sie k&ouml;nnten ein Milliardenvolumen ausmachen, Arbeitgeber und Aktion&auml;re der Unternehmen m&uuml;ssten daf&uuml;r einstehen, darum bem&uuml;he sich die Beh&ouml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/finanzmarkt\/pensionskassen-sind-das-sorgenkind-der-finanzaufsicht-15303657.html\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Sozialticket wird abgeschafft<\/strong><br>\nDie schwarz-gelbe Landesregierung wird das Sozialticket schrittweise wieder abschaffen. Das teilte Verkehrsminister Henrik W&uuml;st (CDU) am Mittwoch (22.11.2017) im Verkehrsausschuss des Landtags mit. Das Land zahlte zuletzt 40 Millionen Euro als Zuschuss. Dieser Betrag soll 2018 reduziert, ein Jahr sp&auml;ter halbiert und 2020 schlie&szlig;lich ganz gestrichen werden. Das Geld solle besser investiert werden, so W&uuml;st.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/nachrichten\/landespolitik\/sozialticket-100.html\">WDR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Dies wirft ein bezeichnendes Licht auf die &ldquo;sozialdemokratisierte&rdquo; CDU. Die CDU und mit ihr Merkel stehen f&uuml;r neoliberale Politik. Lustig allerdings die Kritik der Gr&uuml;nen. W&auml;ren diese in der geplanten Jamaika-Koalition ja bereit gewesen auf Bundesebene die neoliberale Politik mitzutragen. Der Knackpunkt war eben nicht die Sozialpolitik, sondern letztendlich die Fl&uuml;chtlingspolitik.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>FDP: Organisierte Reichtumspflege<\/strong><br>\nSeit dem Wochenende steht fest: Die FDP will keine politische Verantwortung &uuml;bernehmen. Gut so, meint der DGB-klartext. Denn die Partei wollte eine Politik vor allem f&uuml;r die Reichen. Doch Deutschland braucht dringend einen Kurswechsel &ndash; und der geht ohne die FDP. [&hellip;]<br>\nNur zur Erinnerung: Armut, vor allem Kinderarmut, ist trotz guter Konjunktur allgegenw&auml;rtig, die Verm&ouml;genskonzentration nimmt zu und die Einkommensungleichheit ist sehr hoch. Zudem investiert Deutschland seit Jahren wenig in seine Zukunft. Die Bilanz der &ouml;ffentlichen Investitionen ist seit Jahren negativ. Wir m&uuml;ssen also dringend investieren, um die Versorgung der ganzen Gesellschaft mit guter und hochwertiger Infrastruktur zu sichern und Herausforderungen der Zukunft, wie die Digitalisierung und die Bek&auml;mpfung des Klimawandels zu meistern.\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/171123-hdt-01.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/171123-hdt-01-small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Daf&uuml;r stehen der zuk&uuml;nftigen Bundesregierung bis Ende der Legislaturperiode insgesamt 30 Milliarden Euro Haushalts&uuml;berschuss zur Verf&uuml;gung, selbst wenn man an Sch&auml;ubles Erbe der &bdquo;schwarzen Null&ldquo; festhalten will und eine st&auml;rkere Besteuerung von Superreichen und gro&szlig;en Erbschaften, trotz der Erkenntnisse aus den &bdquo;Paradise Papers&ldquo;, ablehnt. Aber auch hier erweist sich die FDP als die Partei der organisierten Reichtumspflege. Statt die &Uuml;bersch&uuml;sse in Bildung, Verkehr, Wohnungsbau, Breitbandnetze, Pflege und Armutsbek&auml;mpfung zu investieren, will die FDP am liebsten alles f&uuml;r die Abschaffung des Soli verwenden, wovon haupts&auml;chlich die Spitzenverdiener profitieren. Als ob die Reichen nicht genug h&auml;tten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++eff92b42-cf90-11e7-9b9b-52540088cada\">DGB klartext<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&bdquo;Aufwachen&ldquo; mit Flassbeck<\/strong><br>\nDie FDP hat Jamaika abgelehnt, weil Christian Lindner f&uuml;r die B&uuml;rger einen Politikwechsel will. Aber um welche B&uuml;rger geht es ihm und welchen Politikwechsel will er? Stefan Schulz fragt dazu Heiner Flassbeck, zugeschaltet aus Frankreich. Beste Voraussetzungen also, um auch &uuml;ber Macrons Europaplan zu sprechen und Lindners Widerstand zu er&ouml;rtern, meinen die Macher des Aufwachen-Podcasts. Zu h&ouml;ren hier.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2017\/11\/aufwachen-mit-flassbeck\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Der Anfang vom Ende der Kohle<\/strong><br>\nMan darf wirklich gespannt sein, ob das klassische Klientel der FDP in der Wirtschaft und dem gutsituierten B&uuml;rgertum die Leistung ihres Vorsitzenden Lindners goutieren wird, der in den Sondierungsgespr&auml;chen die CSU rechts &uuml;berholte und die Koalitionsverhandlungen der b&uuml;rgerlichen Parteien damit sprengte. Im Rahmen der Ende letzter Woche abgeschlossenen Bonner UN-Klimakonferenz hatte sich n&auml;mlich gezeigt, dass in der Wirtschaft viele ganz andere Sorgen haben, als xenophoben Stimmungen nachzulaufen, und sich zum Beispiel auch dort inzwischen viele Gedanken &uuml;ber den Umbau unserer Stromversorgung machen.<br>\nDer FDP-Chef zog es hingegen vor, die Konfrontation an der Frage des Familiennachzugs zuzuspitzen &ndash; einer eigentlich nebens&auml;chlichen Frage, die sowohl unter humanit&auml;ren als auch verfassungsrechtlichen Gesichtspunkten unter zivilisierten Politikern schnell zu kl&auml;ren w&auml;re. Schlie&szlig;lich gebietet zum einen das Grundgesetz den Schutz der Familie. Zum anderen k&ouml;nnte man die &auml;u&szlig;erst prek&auml;re Lage in den griechischen Fl&uuml;chtlingslagern dadurch ein wenig abmildern und auch in anderen F&auml;llen Frauen und Kindern die gef&auml;hrliche Flucht &uuml;bers Mittelmeer ersparen.<br>\nStattdessen haben die Liberalen es vorgezogen, der AfD ein paar W&auml;hlerstimmen abzujagen und mit diesem Thema bewusst oder unbewusst von den wirklich dr&auml;ngenden Fragen abzulenken, mit denen sich das Land eigentlich besch&auml;ftigen sollte. Zu denen geh&ouml;rt zum Beispiel die drohende gro&szlig;e Autokrise, der so oder so in den n&auml;chsten Jahren Zehntausende &ndash; wenn nicht gar mehr &ndash; Arbeitspl&auml;tze zum Opfer fallen werden.<br>\nAb 2020 werde die Produktion von Elektroautos eine tragende Rolle in seinem Unternehmen spielen, meinte zum Beispiel am Montag der deutsche Ford-Chef Gunnar Hermann auf einem Kongress der Deutsche Energieagentur (dena). Elektroautos sind deutlich weniger arbeitsintensiv als herk&ouml;mmliche Modelle, unter anderem weil keine Getriebe mehr ben&ouml;tigt werden. Die Autokonzerne werden also, selbst wenn ihnen die Kurve zum Elektroauto gelingt, im erheblichen Umfang Besch&auml;ftigte vor die T&uuml;r setzen. Es sei denn, diese k&ouml;nnten deutliche Arbeitszeitverk&uuml;rzungen durchsetzen.<br>\nAllein das w&auml;re schon eine Frage von gesellschaftlicher Tragweite, aber wesentlich dramatischer w&uuml;rde es noch kommen, wenn die deutsche Automobilindustrie nicht die Kurve bekommt, was nicht gerade unwahrscheinlich erscheint. Gro&szlig;e Konzerne haben in der Geschichte der Industrialisierung immer das Problem gehabt, sich neuen technologischen Trends anzupassen, und die reflexhafte Wadenbei&szlig;erei, mit der Politiker der hiesigen gro&szlig;en Parteien sowie die Liberalen &ndash; und die extreme Rechte sowieso &ndash; auf alle Vorschl&auml;ge reagieren, den Umbau des Automobilsektors mit klaren Fristen und Vorgaben zu forcieren und zu gestalten, machen es ihnen verf&uuml;hrerisch leicht, sich noch ein paar Jahre auf ihren Lorbeeren auszuruhen. Der anschlie&szlig;ende Fall wird dann umso tiefer sein, insbesondere f&uuml;r die Besch&auml;ftigten und die von der Automobilindustrie abh&auml;ngigen Regionen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Der-Anfang-vom-Ende-der-Kohle-3897076.html?seite=all\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die saudische Siemensstadt<\/strong><br>\nDer Siemens-Konzern bem&uuml;ht sich um einen strategisch bedeutenden Gro&szlig;auftrag in Saudi Arabien. Dabei handelt es sich um den Auftrag zur Ausstattung der geplanten Megacity Neom mit Infrastruktur aller Art; das Milliardengesch&auml;ft br&auml;chte nicht nur hohe Gewinne, sondern verschaffte dem M&uuml;nchner Unternehmen eine f&uuml;hrende Rolle beim Aufbau einer hochmodernen, auf &ldquo;Zukunftstechnologien&rdquo; ausgerichteten saudischen Industriemetropole. Siemens-Chef Joe Kaeser begr&uuml;&szlig;t es ausdr&uuml;cklich, dass sein &ldquo;Freund, Partner und Kollege&rdquo; Klaus Kleinfeld, ein ehemaliger Siemens-Chef, die F&uuml;hrung des ehrgeizigen Entwicklungsprojekts &uuml;bernommen hat. Bereits zuvor hat Siemens eine Reihe von Gro&szlig;auftr&auml;gen in dem abgeschotteten, autorit&auml;ren K&ouml;nigreich realisieren k&ouml;nnen. Gleichzeitig ist das Unternehmen bem&uuml;ht, auch zum strategischen Rivalen Saudi-Arabiens, Iran, m&ouml;glichst enge Wirtschaftsbeziehungen aufzubauen. Die parallelen Gesch&auml;fte mit den rivalisierenden Staaten entsprechen dem Streben Berlins nach einer politischen Mittlerrolle im aktuellen Mittelostkonflikt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7455\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>GETEX II: Voll&uuml;bung<\/strong><br>\nEine wichtige &Uuml;bung auf dem Weg zu umfassenderen Bundeswehreins&auml;tzen im Inneren war im Fr&uuml;hjahr 2017 GETEX (siehe IMI-Analyse 2017\/10). Bei der Stabsrahmen&uuml;bung von Polizei und Milit&auml;r wurde der Einsatz der Armee im Inland bei gro&szlig;en Terroranschl&auml;gen geprobt. In den Griephan Briefen (Nr. 44\/2017) k&uuml;ndigt der bayrische Innenminister Joachim Herrmann mit einer Art GETEX II den n&auml;chsten Schritt an: &bdquo;Wir bereiten das jetzt in Bayern, im n&auml;chsten Jahr, nachdem das jetzt ja zun&auml;chst eine Stabsrahmen&uuml;bung war mit der bayrischen Polizei, dem Landeskommando der Bundeswehr in Bayern, vor, eine Voll&uuml;bung durchzuf&uuml;hren. Weil wir es f&uuml;r notwendig halten, dass ganz konkret Polizeibeamte und Soldaten das auch konkret &uuml;ben m&uuml;ssen, wie beispielsweise im Falle eines Terrorangriffs sich ganz konkret zu verhalten ist.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2017\/11\/22\/getex-ii-volluebung\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Denglers Auftrag<\/strong><br>\nDie Wahrscheinlichkeit, dass B&ouml;hnhardt und Mundlos so umgekommen sind, wie offiziell dargestellt, liege praktisch bei Null &ndash; zu diesem Fazit kommt unser Autorenduo nach aufw&auml;ndigen Recherchen. Der Indizienring um den 4. November 2011, als die beiden Uwes starben, lasse keinen &ldquo;erweiterten Selbstmord&rdquo; zu.<br>\nDer Protagonist des ZDF-Krimis, der Ex-BKA-Mann und Privatermittler Georg Dengler, entwickelt Zweifel an der &ldquo;offiziellen Geschichte&rdquo; des BKA und der Bundesanwaltschaft, wonach die beiden Neonazis Mundlos und B&ouml;hnhardt durch einen erweiterten Selbstmord in Eisenach ums Leben gekommen seien sollen. Denglers filmisch ge&auml;u&szlig;erten Zweifel beruhen wesentlich auf Widerspr&uuml;chen und Ungereimtheiten, die eben nicht erfunden worden sind, sondern sich aus den zuvor recherchierten Ermittlungsakten und anderen offiziellen Unterlagen zum NSU-Fall ergeben. Alle diese Dokumente sind im Kriminalroman &ldquo;Die sch&uuml;tzende Hand&rdquo; als Quellen explizit angegeben. Lars Kraume hat als Drehbuchautor und Regisseur dieses Films die wichtigsten Argumente aus der Romanvorlage kongenial filmisch umgesetzt.<br>\nAls Reaktion gab es Lob, aber auch heftige Kritik. Deshalb seien im Folgenden nochmals unsere wichtigsten Indizien und Argumente kurz dargelegt. Die neu recherchierten Hinweise, Dokumente und Analysen zum Todeszeitpunkt erschienen erst Anfang 2017 nach Abschlu&szlig; der Dreharbeiten in der erweiterten Taschenbuchausgabe des Romans &ldquo;Die sch&uuml;tzende Hand&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/gesellschaft\/347\/denglers-auftrag-4724.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Firmen investieren weniger in deutsche Hochschulen<\/strong><br>\nUnternehmen haben lange jedes Jahr mehr Geld f&uuml;r Forschung an deutsche Hochschulen ausgegeben &ndash; bis jetzt, sagt eine neue Studie. Zum ersten Mal haben Firmen demnach mehr in Forschungseinrichtungen im Ausland investiert. Einer der Gr&uuml;nde hierf&uuml;r: &ldquo;die zunehmenden Transparenzgesetze&rdquo;, sagte Studienautor Matthias Winde im Dlf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/stifterverband-studie-firmen-investieren-weniger-in.680.de.html?dram:article_id=401324\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Dokumentarfilm &uuml;ber Gentrifizierung: &ldquo;Das Land geh&ouml;rt allen!&rdquo;<\/strong><br>\nBei der diesj&auml;hrigen Architekturbiennale in Chicago hat der Dokumentarfilm &ldquo;The Property Drama&rdquo; f&uuml;r Wirbel gesorgt. Es geht um Preisexplosionen auf dem Wohnungsmarkt, Verdr&auml;ngung und die Zukunft unserer St&auml;dte.<br>\nNur 30 Minuten dauert dieser Film, vielleicht h&auml;tten ihm ein paar mehr gut getan. 30 atemlose Minuten, in denen weltweit agierende Architekten &uuml;ber das &ldquo;Property Drama&rdquo;, das Drama mit dem Eigentum sprechen. Es geht um den Grund und Boden, der uns, der Stadtgesellschaft, zunehmend abhanden kommt, weil er in private H&auml;nde gelangt, deren Profitgier keine Grenzen kennt. Denn so ein St&uuml;ck Stadt ist per se ja eine gute Geldanlage!<br>\nHans-Jochen Vogel, inzwischen 91-j&auml;hrig, ist kein Architekt, war aber Oberb&uuml;rgermeister. Und er kommt in diesem Film auch zu Wort. &ldquo;Wenn einer gar nix macht und der Wert steigt nicht in Folge seiner Anstrengung, sondern weil die Stadt w&auml;chst und dadurch der Bedarf zunimmt, dann sind das Gewinne, f&uuml;r die er selber keinen eigenen Beitrag geleistet hat&rdquo; &hellip; und diese Gewinne daher, so der SPD-Politiker weiter, &auml;u&szlig;erst fragw&uuml;rdig sind.<br>\nUnd dann nennt Vogel diese Zahl, die einem die Sprache verschl&auml;gt: In M&uuml;nchen ist der Bodenpreis seit 1950 bis heute um etwa 36.000 Prozent gewachsen! 36.000 Prozent!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/dokumentarfilm-ueber-gentrifizierung-das-land-gehoert-allen.2156.de.html?dram:article_id=401299\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Sonderwirtschaftszonen in Honduras: Die Neuerfindung der Bananenrepublik<\/strong><br>\nAuf dem Gebiet von Honduras sollen Ministaaten entstehen &ndash; fast autonome Gebiete, aus dem honduranischen Staat herausgetrennt, mit eigenen Gesetzen &ndash; und verkauft an internationale Investoren. W&auml;hrend f&uuml;hrende Politiker und Investoren die Idee als Entwicklungsprojekt bewerben, warnen andere vor dem Ausverkauf des mittelamerikanischen Landes.<br>\nWahlkampf in Honduras. Mit Jeans und hochgekr&auml;mpelten Hemds&auml;rmeln steht Juan Orlando Hern&aacute;ndez, der amtierende und wohl auch k&uuml;nftige Pr&auml;sident des Landes, auf einer B&uuml;hne in der Stadt Choloma und redet von seinem Lieblingsprojekt: Den ZEDE &ndash; auf Deutsch: &ldquo;Zonen f&uuml;r Arbeit und wirtschaftliche Entwicklung&rdquo;.<br>\nZehntausende neue Arbeitspl&auml;tze will der Pr&auml;sident mit den neuen Zonen schaffen. Am Ende seiner Rede wendet sich der Pr&auml;sident an seine Kritiker. Die seien ohnehin immer gegen alles, ewige N&ouml;rgler und Bedenkentr&auml;ger &ndash; aber auch ihnen will er sagen: Die ZEDE werden das Land revolutionieren. Markige Worte! Doch w&uuml;rden die ZEDE tats&auml;chlich Wirklichkeit, dann w&auml;ren sie in der Tat eine Revolution. Mit ihnen entst&uuml;nden neue, fast autonome Ministaaten, in denen nicht die Gesetze und die Rechtsprechung von Honduras, sondern die des jeweiligen Investors gelten: In dieser Form ein Novum &ndash; weltweit.<br>\nDie ZEDE sollen wirtschaftlichen Aufschwung bringen in ein Land, das viele Beobachter f&uuml;r einen gescheiterten Staat halten. Das Land hat eine der h&ouml;chsten Mordraten der Welt. Straflosigkeit, Korruption und die Unterwanderung der staatlichen Beh&ouml;rden durch die organisierte Kriminalit&auml;t sind ein gro&szlig;es Problem.<br>\nDruck von oben<br>\nNicht alle Honduraner glauben den Heilsversprechen des Pr&auml;sidenten. Doch wer sich den Pl&auml;nen der Regierung widersetzt, muss mit harten Konsequenzen rechnen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/sonderwirtschaftszonen-in-honduras-die-neuerfindung-der.724.de.html?dram:article_id=401328\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers D.W.:<\/strong> Ein hoch interessanter &ldquo;Hintergrund-Podcast&rdquo;. Sollte sich das Modell durchsetzen, w&auml;re das der Beginn einer neuen Epoche des Neoliberalismus, der Beginn der endg&uuml;ltigen Marginalisierung aller Staatlichkeit- der Traum der extremen Libert&auml;ren. Die Machtf&uuml;lle, die Konzerne durch dieses Projekt erhalten k&ouml;nnten, erinnert an die Allmacht der &ldquo;Honourable East India Company&rdquo;, die als Gro&szlig;konzern seinerzeit &uuml;ber eigenes Milit&auml;r, eine eigene Gerichtsbarkeit und selbst ernannte Gouverneure verf&uuml;gte und vor der jede Regierung der Welt erzitterte. Jeden, der die neoliberale Ideologie kritisch sieht, sollte dieses, unter anderem von der &ldquo;Hayek-Gesellschaft&rdquo; initiierte Projekt, in h&ouml;chste Alarmbereitschaft versetzen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Keine Regierungsbeteiligung: FDP-Gro&szlig;spender fordern ihr Geld zur&uuml;ck<\/strong><br>\nBerlin (dpo) &ndash; Das wird nicht billig! Gro&szlig;konzerne und Interessenverb&auml;nde, die der FDP in den vergangenen Jahren &uuml;ppige Parteispenden zukommen lie&szlig;en, fordern nach der Absage der Liberalen an eine Jamaika-Koalition ihr Geld zur&uuml;ck. Ohne Regierungsbeteiligung sei die FDP nicht imstande die Bundespolitik im Sinne ihrer G&ouml;nner zu beeinflussen &ndash; ein Umstand, der so nicht vereinbart war. [&hellip;]<br>\nOb bei der FDP, die nach der Union den zweith&ouml;chsten Betrag aus Firmenspenden erhalten hat, etwas zu holen ist, gilt jedoch als fraglich. Experten gehen davon aus, dass die FDP einen Gro&szlig;teil des Geldes bereits im Wahlkampf f&uuml;r Schwarzwei&szlig;-Fotoshootings, Plakate und Kokain ausgegeben hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-postillon.com\/2017\/11\/fdp-grossspender.html\">Der Postillon<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-41213","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/41213","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=41213"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/41213\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":41215,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/41213\/revisions\/41215"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=41213"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=41213"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=41213"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}